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	<title>maybeshewill Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>GHOST TOAST &#8211; bereit zum Abflug?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 11:06:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>GHOST TOAST &#8211; Out Of This World Veröffentlichungsdatum: 07.06.2017 Dauer: 58:31 Min. Label: Inverse Records Stil: Instrumental Progressive Rock Ein cooler Bandname ist die halbe Miete. Das bewahrheitet sich im Falle von&#160;GHOST TOAST einmal mehr. Sonst wäre mir diese eher unbekannte Prog-Rock-Band ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GHOST TOAST</strong> &#8211; Out Of This World<br />
Veröffentlichungsdatum: 07.06.2017<br />
Dauer: 58:31 Min.<br />
Label: Inverse Records<br />
Stil: Instrumental Progressive Rock<span id="more-18477"></span></p>
<p>Ein cooler Bandname ist die halbe Miete. Das bewahrheitet sich im Falle von&nbsp;<strong>GHOST TOAST</strong> einmal mehr. Sonst wäre mir diese eher unbekannte Prog-Rock-Band vermutlich durch die Finger geglitten. So durfte ich jedoch feststellen, dass die Kreativität der vier Ungarn über den Prozess der Namensfindung bei Weitem hinausgeht. Denn die neun <strong>Instrumentalstücke</strong> auf &#8222;Out Of This World&#8220; machen dem Titel des Albums alle Ehre. Lasst euch also von der großen Hand im Himmel auf einen überirdischen Trip entführen!</p>
<p>Der Opener <em>&#8222;Ka Mai&#8220;&nbsp;</em>beginnt verhalten, zieht jedoch nach rund 30 Sekunden mit <strong>kraftvollen Gitarrenriffs</strong> nach vorne. Ab da klebe ich mit beiden Ohren an den Boxen und sauge gierig jeden Ton in den Gehörgang. <strong>Extrem smoothe Bassläufe</strong>, vereinzelte <strong>Cello-Töne</strong> und <strong>komplexe Rhythmik</strong> versetzen mich in Ekstase. Gesang wäre hier völlig überflüssig, denn die Instrumente sprechen für sich. Die letzten eineinhalb Minuten reißen mit <strong>fantastischen Gitarren-Leads</strong>&nbsp;meine Armhaare endgültig gen Himmel. Während der Schlussakkord ausklingt, muss ich erst einmal durchschnaufen. Als Raucher bräuchte ich jetzt die Zigarette danach. Was für ein Auftakt!</p>
<h3>FREILAUFENDER PROG ROCK</h3>
<p>Doch servieren<strong> GHOST TOAST</strong> mit&nbsp;<em>&#8222;Gordius&#8220;</em>&nbsp;direkt den nächsten musikalischen Leckerbissen. Die erste Minute besteht aus <strong>freilaufendem Prog Rock ohne Zusatzstoffe</strong>. Mit markanter Cello-Note versehen, offenbart das Stück seine aromatische Vielfalt. <strong>Schwungvolle Synthesizer-Passagen</strong> intensivieren das Geschmackserlebnis und sorgen für richtig Spaß in den Backen (Der Post-Rock-Gourmet mag sich hierbei an Kreationen aus dem Hause&nbsp;<strong>MASERATI</strong>&nbsp;erinnert fühlen.). Warmes Cello-Aroma, aufgepeppt mit knusprigem Gitarrenspiel Marke <strong>GOD IS AN ASTRONAUT</strong>, garantiert den perfekten Abgang. Ein akustischer Gaumenkitzel erster Güte!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/if0_zL6ZLNY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit <em>&#8222;Alia&#8220;</em> und <em>&#8222;The Dragon&#8217;s Tail&#8220;</em> lebt die Band ihre Begeisterung für Soundtracks aus. Erstgenanntes Stück versetzt mich durch seine <strong>Flüster- und Sprachpassagen</strong> sowie die&nbsp;<strong>geheimnisvollen Synthie- und Cello-Klänge</strong> assoziativ in die Welt des <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pSBkS7Xq3wg" target="_blank" rel="noopener">Videospiels &#8222;Eternal Darkness&#8220;</a>. Sanftes Gitarren- und Bassspiel bringen etwas Dynamik in den Song. Dennoch bildet das Stück nach der vorangegangenen Intensität einen willkommenen Ruhepol. Ganz im Gegensatz jedoch zum folgenden Titel.</p>
<h3>FLUG ÜBER MITTELERDE &#8230; UND DER TIEFPUNKT DES ALBUMS</h3>
<p>Trommeln in der Tiefe. Pianoklänge. Sanfte Hörner. Dann trägt eine <strong>kraftvolle Männerstimme</strong> in unbekannter Sprache eine Art Beschwörung vor.&nbsp;<strong>Christopher Lee</strong> tritt in wallendem Gewand als&nbsp;<strong>Saruman</strong> vor mein geistiges Auge. Und &#8211; bumm! Jetzt wird es richtig episch. Von Trommeln begleitet, fliegen Hörner und Cello in <em>&#8222;The Dragon&#8217;s Tail&#8220;</em> über die endlosen Berge und Täler Mittelerdes. Nach der Ablösung durch <strong>weitere Sprachsamples</strong> sowie <strong>Piano- und Synthie-Klängen</strong> prog-rocken <strong>GHOST TOAST</strong>&nbsp;wieder hart. Schließlich trägt das Cello den Hörer hinaus und schließt Minas Tiriths Pforten hinter ihm. Absolut beeindruckend!</p>
<p><em>&#8222;Minotaur&#8220;</em>&nbsp;bildet den Mittel- und leider auch den <strong>Tiefpunkt des Albums</strong>. Also, kein allzu tiefer Tiefpunkt. Eher <strong>jammern auf hohem Niveau</strong>. Einen solchen &#8222;Tiefpunkt&#8220; würden sich zahlreiche andere Bands wünschen! Von musikalischen Großtaten umringt, erscheint der Song&nbsp;einfach etwas weniger herausragend. Zumindest die ersten drei Minuten lang. Gemischt mit Cello-Spiel und Synthies, <strong>progt es hintenraus doch noch fein</strong>. Sorry, <em>&#8222;Minotaur&#8220;</em>, selbst in einer Eliteklasse muss es einen 2er-Schüler geben!</p>
<h3>HULDIGT DER FRUCHTBARKEITSGÖTTIN!</h3>
<p>Von mystischen Klängen getragen, schwebt nun<em> &#8222;Kaia&#8220;</em> heran. Unter Percussions und Cello mischt sich <strong>orientalisch angehauchter Frauengesang</strong>. Auch der Bassist profiliert sich einmal mehr als elementarer Bestandteil des Klangkonstrukts. Nach fünf Minuten tritt der<strong> mehrstimmige weibliche Gesang</strong> komplett in den Mittelpunkt, die Bandmitglieder positionieren ihre Instrumente dabei wie Opfergaben um die Statue einer Fruchtbarkeitsgöttin. Die Thematik und der instrumentale Song erinnern unweigerlich an die Werke der Psychedelic-Rocker&nbsp;<strong>MY SLEEPING KARMA&nbsp;</strong>&#8211; definitiv ein Kompliment!</p>
<p>Hier findet ihr übrigens das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=b_aSWoNEoZw" target="_blank" rel="noopener">komplette Album &#8222;Out Of This World&#8220; bei YouTube</a></p>
<p>&#8222;KOKW calling, come in. KOKW calling, I&#8217;m on international frequency. Come in.&#8220; Diese Worte eröffnen das Stück<em> &#8222;Last Man&#8220;</em>, das seine Inspiration aus dem Film &#8222;The Last Man On Earth&#8220; (1964) zieht. <strong>Kraftvolle Prog-Riffs</strong> und <strong>zurückhaltendes Cello-Spiel</strong> ummanteln die<strong> eingespielten Zitate</strong> aus dem Sci-Fi-Horror-Klassiker. Wenn die Gitarre dabei mit Vollgas nach vorne prescht, fängt sie das Cello immer wieder mit melancholischen Melodien ein. Diese Art der Komposition jagte mir schon beispielsweise bei&nbsp;<strong>MAYBESHEWILL</strong> regelmäßig wohlige Schauer über den Rücken. Mit <em>&#8222;Last Man&#8220;</em> stehen <strong>GHOST TOAST</strong> dem in nichts nach.</p>
<h3>KRIECHT EIN SAXOFON DURCH DEN DSCHUNGEL &#8230;</h3>
<p>Bei <em>&#8222;Ishvara&#8220;</em>&nbsp;tritt das&nbsp;Cello einmal mehr an prominente Stelle. Auch hier trägt <strong>orientalisch klingender, klagender Frauengesang</strong> zur mystischen Atmosphäre bei. Diesmal gesellt sich jedoch ein <strong>männlicher Konterpart</strong> hinzu. Als &#8222;Ishvara&#8220; bezeichnet man im Hinduismus übrigens den jeweils höchsten persönlichen Gott (danke, Dr. Wiki!). Erneut kommt man assoziativ kaum an <strong>MY SLEEPING KARMA</strong> vorbei. Während der Song gemächlich, vorbei an lianenverhangenen Tempeln, durch den indischen Dschungel kriecht, schlängelt gegen Ende sogar ein Saxofon aus dem Gebüsch. Sehr eindrucksvoll und klangfarbenfroh!</p>
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<h3>DAS GROSSE FINALE? NICHT GANZ &#8230;</h3>
<p>Wer beim Schlussstück <em>&#8222;Pawn Of Fate&#8220;</em> mit einem <strong>epischen Finale</strong> rechnet, dürfte vielleicht <strong>zunächst enttäuscht</strong> sein. Denn der letzte Song ist mit 3:12 Minuten Spielzeit zugleich der kürzeste des Albums. Macht aber nix. Nach einem letzten musikalischen Höhenflug geleiten&nbsp;<strong>GHOST TOAST</strong> den Hörer <strong>mit ruhigen Klängen</strong> zur Erde zurück. Es ist wie das sanfte Erwachen aus einem wunderschönen Traum. Mit dem Unterschied, dass es für &#8222;Out Of This World&#8220; einen Replay-Button gibt, den ich nur zu gern betätige.</p>
<p><strong>GHOST TOAST</strong> bei <a href="https://www.facebook.com/ghosttoastband" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> und <a href="https://ghosttoastband.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
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