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	<title>Musikmesse2017 Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Musikmesse2017 Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>&#8222;Wir leben ja nicht mehr in den Achtzigern&#8220; &#8211; im Interview mit Jen Majura</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2017 08:30:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wir-leben-ja-nicht-mehr-in-den-achtzigern/">&#8222;Wir leben ja nicht mehr in den Achtzigern&#8220; &#8211; im Interview mit Jen Majura</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>8. April, Frankfurt am Main. Es ist Besuchertag auf der <strong>Musikmesse</strong>. Nicht so voll wie früher, trotzdem herrscht noch ein ziemlicher Geräuschepegel in der Gitarren- und Schlagzeughalle. Unter den Künstlern, die dieses Jahr im Guitar-Cam auftreten, ist auch <strong>Jen Majura </strong>(im Folgenden mit &#8222;J&#8220; abgekürzt). Sie ist in Vergangenheit u.a. bereits als Gitarristin bei <strong>KNORKATOR</strong> und als Bassistin bei <strong>EQUILIBRIUM </strong>tätig gewesen und spielt nun seit Kurzem Gitarre bei <strong>EVANESCENCE</strong>. Als wäre das nicht genug, hat sie nebenher auch eigene Projekte am laufen. In Frankfurt stellt sie nun ihr Equipment sowie Auszüge aus ihrem musikalischen Schaffen und Können vor. Trotz vieler Termine, die sie auf der viertägigen Messe hat, hat sie sich Zeit für Interviews genommen und ist entspannt, relaxt und gut gelaunt. So kam mit der quirligen Multiinstrumentalistin ein Interview über die Messe, Frauen im Rock (nein, nicht dem Kleidungsmittel), ihre Beziehung zu Fans und manches mehr zustande.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>S: Hallo <strong>Jen</strong>! Danke erstmal für deine Zeit!</p>
<p>Ich habe schon gesehen, du bist hier ständig unterwegs, entweder aktiv musikalisch, oder von Fans umringt. Ist es wichtig für dich, so ein Level an &#8222;Stress&#8220; zu haben?<br />
J: Ja, ein Arbeitspensum ist wichtig für mich, weil ich jemand bin, der ohne Stress nicht funktioniert. Wenn ich gelangweilt zu Hause mit &#8217;ner Tüte Chips auf der Couch sitze, dann schlafe ich ein, und dann weiß ich nichts mit mir anzufangen außer üben. Also ich freue mich schon. Es ist natürlich fokussiertes arbeiten hier, weil ich genau weiß, ich hab hier vier Tage Vollgas: Interviews, spielen, Termine. Aber es ist auch schön, dass du die ganzen Firmen, mit denen du die Jahre zusammen arbeitest, als Künstler, dass du die hier alle triffst. Die Jungs von <strong>IBANEZ</strong> und von <strong>ENGL</strong> sind hier direkt ums Eck. Es ist natürlich schön, mit denen hier auch ein wenig Zeit zu verbringen, weil man die ja auch nicht ständig sieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>S: Für das Publikum, die Besucher, ist das ja ein sehr interessanter Faktor, hier auch so viele Musiker erleben zu können.</p>
<p>J: Klar. Ich meine, was wäre eine Musikmesse, wenn nur Hersteller da wären, aber keine Künstler, die die Produkte spielen. Was wären die Künstler, wenn sie kein Equipment hätten zum Spielen. Da hat die <strong>Frankfurter Musikmesse</strong> hier schon eine schöne Option auf die Beine gestellt, seit Jahren. Ich bin dieses Jahr zum zwanzigsten Mal da.</p>
<p>S: Nicht schlecht. Dadurch, dass es alles ja etwas kleiner geworden ist, ist es jetzt schon etwas anderes.</p>
<p>J: Ja. Kennst du noch Halle 9? Ganz früher war es noch Halle 9, das war die Gitarrenhalle.</p>
<p>S: Ja, klar.</p>
<p>J: In der Galeria, und dann Halle 9. Und dann waren wir irgendwann Halle 4, und jetzt Halle 11. Das ist so ein bisschen verloren, weil es ganz weit weg vom Schuss von Halle 4 ist. Aber es ist schön, weil alle Freunde und Kollegen hier sind.</p>
<p>S: Denkst du, die Musikmesse ist, weit gefasst, mit einem Festival vergleichbar? Man hat viele Leute, die wegen der Musik herkommen, es gibt viele Stände und Präsentationen &#8230;</p>
<p>J: Also, für mich persönlich ja. Weil, wenn du auf Festivals spielst, das, was die Musiker am meisten genießen, ist mit Kollegen von anderen Bands mal Zeit zu haben und Backstage abzuhängen, und die Shows von den Kollegen auch mal anzuschauen. Die Chance haben wir hier ja auch. Ich habe mich tierisch gefreut, dass <strong>Jeff Waters</strong> hier ist, <strong>Herman Li</strong>, <strong>Nico Schliemann</strong> von <strong>GLASPERLENSPIEL</strong>. Das ist schön, dass du mit den ganzen Leuten an den Tagen Zeit verbringen kannst, im Backstage-Catering-Bereich sitzen kannst, reden kannst, deren Shows ansehen kannst, wenn man nicht selbst gerade spielt. Das ist schön. Ich finds super.</p>
<p>S: Das ist natürlich auch etwas Besonderes hier, dass aus verschiedenen Bereichen Leute zusammen kommen.</p>
<p>J: Das auf jeden Fall. Und du hast natürlich noch die Fannähe, was sehr cool ist. Das sind natürlich nicht die Stars, die auf einer sechs Meter hohen Bühne dreißig Kilometer von den Fans weg sind. Sondern du kannst herkommen, allen die Hand schütteln, ein Foto machen, Fragen stellen über Instrumente, Gear oder so. Das ist schön.</p>
<p>S: Du hast ja schon bei <strong>KNORKATOR</strong> und <strong>EQUILIBRIUM</strong> mitgespielt, und bist jetzt bei <strong>EVANESCENCE</strong>. Merkst du da einen Unterschied, so vom Bandrhythmus her, und auch von den Fans?</p>
<p>J: Oh ja. Hm, warte, wo fange ich denn da an. Ich sag mal, das erste, was wirklich unterschiedlich ist, ist das Touren an sich. In Europa, die Tourszene ist so, wenn du dreißig Tage auf Tour on the road bist, musst du eine gewisse Anzahl an Konzerten spielen, um das finanziell überhaupt zu schaffen. Wir leben ja nicht mehr in den Achtzigern. Bei <strong>EVANESCENCE</strong> ist es so, <strong>Amy</strong> singt zwei, maximal drei Konzerte am Stück. Dann haben wir einen day off oder einen Travelday. Das ganze Touren ist sehr, sehr, sehr viel entspannter. Ich habe einen super Gitarrentech bei <strong>EVANESCENCE</strong>, der nimmt mir sehr viel Arbeit ab. Und die Fans &#8230; <strong>EVANESCENCE</strong>-Fans sind anders als alle anderen Fans. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst, weil, klar, <strong>Terry Balsamo</strong> hat jahrelang in der Band gespielt, und dann komm ich da als kleines, neues Woopie an. Und da hatte ich ein klein wenig Angst, ob ich akzeptiert werde oder nicht. Hatte sich aber innerhalb von fünf Minuten beim ersten Konzert gelegt. <strong>EVANESCENCE</strong>-Fans sind die herzlichsten, verrücktesten und liebenswürdigsten Fans, die ich bisher in meinem ganzen Leben kennengelernt habe.</p>
<p>S: Für jemanden als Musiker ist das ja durchaus ein wichtiger Punkt, wenn man in eine Band neu einsteigt.</p>
<p>J: Auf jeden Fall. Ich bemühe mich auch immer, wenn wir irgendwo spielen, Zeit mit Fans zu verbringen, vor dem Soundcheck mal rauszugehen, weil es sind wirklich ganz tolle Fans.</p>
<p>S: Gerade auch in der Szene ist es ja, naja nicht ungewöhnlich, aber dennoch eher noch außergewöhnlich, dass Frauen nicht als Sängerin sondern als Instrumentalistin in einer Band mitwirken. Wie siehst du dieses Thema?</p>
<p>J: Ja, Gott sei Dank, das ist auch ein Lieblingsthema von mir. Glücklicherweise wird es zur Zeit wirklich besser. Wir haben inzwischen großartige Gitarristinnen in der Szene, wie etwa <strong>Nita Strauss</strong>, die bei <strong>Alice Cooper</strong> spielt, oder <strong>Nili Brosh</strong>, großartige Saitenhexerinnen. Und es ist nicht mehr dieses komplett seltene, &#8222;Oh Gott, da spielt &#8217;ne Musikerin&#8220;. Wir haben auch Schlagzeugerinnen hier im Camp. <strong>Annika Nilles</strong> ist hier. Und es wird immer mehr und immer besser.</p>
<p>Allerdings fragen viele immer nach der Emanzipation. Wir wären auf einer Emanzipations-Schiene und so. Ich finde das ganz persönlich absoluten Blödsinn. Weil Emanzipation bedeutet eigentlich, dass es nicht immer wieder hervorgehoben werden muss &#8222;oh, eine weibliche Musikerin&#8220;. Weil, egal ob Männlein oder Weiblein, wir machen Musik, und wir geben unser Bestes. Und es ist völlig egal, ob du Männchen oder Weibchen bist, und ich finde, da sollte nicht ständig dieser Unterschied gemacht werden. Wir sind immer noch eine Minderheit, klar. Im Hardrock- und Heavy-Bereich gibt es im Verhältnis zu den männlichen Kollegen immer noch weniger. Aber für mich persönlich sollte das kein Issue sein.</p>
<p>S: Es gibt ja bereits komplett weiblich besetzte Bands.</p>
<p>J: Das habe ich auch schon gemacht. Ich habe in einer <strong>AC/DC</strong>-Coverband/Tributeband all female mitgespielt. Da war ich dann die weibliche <strong>Angus</strong>, und hab da meine Bühnenerfahrung gesammelt. Aber fünf Mädels ist anstrengend (lacht).</p>
<p>S: Du hast ja auch früher mal Saxophon gespielt. Ist das noch ein Thema?</p>
<p>S: Ich hab mein Saxophon zu Hause. Es ist im Case auf dem Schrank und verstaubt. Und da verstaubt es gut (lacht wieder). Ich habe auch mal Geige gespielt. Ich komme nicht mehr dazu. Ich habe zu viel um die Ohren. Und wenn ich die Wahl habe, dann nehme ich immer lieber die Gitarre zum Üben in die Hand.</p>
<p>S: Bist du denn so generell zuversichtlich, was sich in der Zukunft entwickelt?</p>
<p>J: Was die Musikmesse angeht?</p>
<p>S: Auch, aber auch insgesamt, in dem musikalischen Zusammenleben etc.</p>
<p>J: Ich lebe ziemlich im jetzt. Ich genieße in vollen Zügen, was mein Leben mir momentan ermöglicht. Ich werde so lange wie möglich das Ganze genießen. Keiner weiß, wie die Zukunft aussieht. Aber ich gebe mein Bestes und freue mich, dass ich momentan die Möglichkeit habe, viele tolle Dinge zu erleben, und tolle Sachen zu sehen. Ich freue mich tierisch auf die Südamerika-Tournee. <strong>Will</strong> (<strong>HUNT</strong>, Anmerk. d. Autors) und ich fliegen jetzt nach Hause, nach der <strong>Musikmesse</strong>. Also, ich fahre. Und im Prinzip treffen wir uns nächste Woche dann schon wieder in Miami, mit der gesamten Band, und fliegen dann runter nach Brasilien. Und dann sind wir für einen Monat in Südamerika auf Tournee.</p>
<p>S: Nicht schlecht. Wie gesagt, voller Plan.</p>
<p>J: Ja. Dann bin ich nochmal für drei Wochen in Deutschland, und dann geht die Europa-Tournee los. Und ich freue mich da einfach, weil es einfach eine tolle Zeit ist. Touren mit <strong>EVANESCENCE</strong> ist wie ein riesen Urlaub mit Freunden, plus der Möglichkeit, hammergeile Konzerte zu spielen mit toller Musik und supertollen Fans.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>FAZIT</strong></p>
<p><strong>Jen</strong> ist sich sehr bewusst über ihre Position und das, was momentan so alles passiert in ihrem Leben. Dabei ist sie sehr ehrlich und zeigt, wie sehr sie die vielen kleinen Momente in ihrem vollen Plan zu schätzen weiß. Dabei wird klar, wie wichtig für sie eine homogene Beziehung zwischen allen Beteiligten in der Branche ist. Ihr Verhalten und Auftreten während der <strong>Messe</strong> bestätigt dies auch absolut. Sie ist sich nie zu schade, ein kurzes Gespräch mit Fans zu führen oder für ein Foto stehen zu bleiben. Auch sagt sie deutlich, dass die <strong>Musikmesse</strong> natürlich einer Veränderung unterworfen ist. Für Leute wie sie, ist&nbsp;die aktuelle Situation in der Gitarrenhalle wegen der Nähe der verschiedenen Stände aber gar nicht so schlecht. Einseitiges Denken ist bei ihr fehl am Platz.</p>
<p>So kann man eigentlich sagen, dass es schön ist, jemanden wie sie zu haben. Musikalisch voll auf der Höhe, aber kein A*schlochfreak, der am liebsten eine Plexiglasscheibe zwischen Bühne und Publikum hätte. So etwas macht viel aus, und sollte gerade in heutiger Zeit nicht unterschätzt werden.</p>
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		<title>Langweilig trotz neuem Konzept? &#8211; Musikmesse Frankfurt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2017 13:20:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/langweilig-trotz-neuem-konzept-musikmesse-frankfurt/">Langweilig trotz neuem Konzept? &#8211; Musikmesse Frankfurt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ach ja, <strong>MUSIKMESSE</strong>. Quasi DER Termin für alle Musiknerds und -liebhaber. Europas größte Messe in dem Bereich ist berühmt. Früher noch ein richtiges Happening, als sie noch in den niedrigzahligen, großen Hallen der Messe Frankfurt stattfand, kamen allein am&nbsp;Samstag, dem Besuchertag, mehrere tausend Menschen. Jede Instrumentengruppe hatte eine eigene Ebene, auf mehrere Hallen verteilt. Dazu Recording und Mikrofonierungstechnik, Noten, Instrumentenbau, Handel etc. In den Bereichen für E-Gitarren und Schlagzeuge sollte/durfte man keine kleinen Kinder mitnehmen und bekam Eingangs den Hinweis, lieber Gehörschutz zu tragen, wegen der hohen Lautstärke. Herrlich.</p>
<h4>Alles neu, alles gut?</h4>
<p>Und heute? Die <strong>MUSIKMESSE</strong> hat einen Hallentausch mit der gleichzeitig stattfindenden Messe <strong>PROLIGHT AND SOUND</strong> hinter sich, was eine Verkleinerung in quasi allem bedeutet. Kleinere Hallen, kleinerer Innenhof, weniger Bühnen, weniger Aussteller. Für viele war die Messe nicht mehr rentabel und interessant genug. Einige der Hallen beherbergen nun sogar mehrere Abteilungen. Beispielsweise Halle 8, wo sich zum einen akustische Instrumente (akustische Saiteninstrumente, Percussion etc.) befinden, zum anderen aber auch die Blasinstrumente. Früher undenkbar, da in dem Bereich der letzteren Gruppe ebenfalls ein extrem hoher Lärmpegel herrschte. Dieses Jahr ist es jedoch wirklich erträglich, was aber auch an entsprechenden Restriktionen liegt. Zwar werden in den betroffenen Bereichen entsprechende Maßnahmen ergriffen, um eine Regulierung durchzusetzen, jedoch trägt das gegebene eher niedrige Maß an Instrumenten, welche angespielt werden können, ebenfalls seinen Teil dazu bei. Im Bereich der Saxophone beispielsweise (man muss&nbsp;vorher seine Mundstücke anmelden, um auf der Messe damit Instrumente anspielen zu können. Da Handel vor Ort nicht erlaubt ist, wird damit Missverständnissen vorgebeugt), findet man wirklich nur noch 2-3 große Namen. Das ist sehr Schade.</p>
<h4>Gitarren / Bässe / Drums</h4>
<p>E-Gitarren/-Bässe und Schlagzeuge teilen sich ebenfalls eine Ebene in einer anderen Halle (11). Damit wird einem Publikum mit ähnlich gelagerten Interessen Rechnung getragen. Zudem wird hier ein Konzept verwirklicht, welches auch von dort auftretenden Künstlern sehr positiv aufgenommen wird. Um die Besucher nicht einfach nur vor den Ständen der Aussteller alleine zu lassen, wurde ein Drum-Camp und ein Guitar-Camp im Zentrum der Halle, sprich in dem Bereich, wo die Trennlinie der beiden Abteilungen verläuft, installiert. Jedes Camp teilt sich in einen Ausstellungsbereich und eine ca. 5x12x3 Meter große, schalldichte Box auf. In dem Ausstellungsbereich wird das aktuelle Equipment (Schlagzeug/Gitarren) der auftretenden Künstler auf Risern präsentiert. Ein Mal pro Tag hat jeder Künstler ca. 30 Minuten, sein Equipment live in der Box vorzustellen. Dafür wird der Riser einfach in die Box gefahren, schnell an die dort installierte Anlage angeschlossen, und schon kann es losgehen. Sehr effizient, und die Zuschauer können mal aus der Nähe betrachten, worauf <strong>Herman Li</strong> (<strong>DRAGONFORCE</strong>), <strong>Jen Majura</strong> (<strong>Evanesence</strong>), <strong>Jost Nickel</strong> (<strong>Jan Delay</strong>), <strong>Karl Brazil</strong> (<strong>Robbie Williams</strong>) und einige andere spielen. Damit wird eine Nähe zwischen bekannten Musikern und Publikum erzeugt, stellt aber gleichzeitig eine Möglichkeit für die Hersteller dar, für ihre Produkte zu werben. Und die Musiker können Neuerungen an ihrem Equipment präsentieren.</p>
<h4>Rahmenprogramm</h4>
<p><img decoding="async" width="300" height="169" class="size-medium wp-image-16122 alignleft" alt="" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170407_115556-300x169.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170407_115556-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170407_115556-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170407_115556-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Was das Rahmenprogramm betrifft, so wird in dem Innenhof auf dieser Seite des Messegeländes Programm auf zwei Bühnen geboten, sowie noch kleinere Stationen, die jedoch weniger abwechslungsreiches Programm bieten. Finden auf der Central Stage etwa Konzerte des School Jam statt (Yeah, Musik als Wettbewerb. Scheinbar immer noch sehr beliebt.), der Bundeswehr Big Band (musikalisch immerhin wirklich sehr gut) oder verschiedener internationaler Acts, welche mit einem Kurzprogramm weitere längere Konzerte abends in der Stadt bewerben, statt. Daneben gibt es noch eine kleinere Bühne, welche an das <strong>WOODSTOCK DER BLASMUSIK</strong> gebunden ist. Ja, auch so etwas gibt es &#8230; Und dementsprechend treten hier auch hauptsächlich Brassbands auf. Passend dazu gibt es an den umliegenden Essensständen eigentlich nur Wurst in verschiedener Verarbeitung. Alternativ Burger. Immerhin gibt es auch einen Stand mit Flammkuchen.<img decoding="async" width="300" height="169" class="size-medium wp-image-16121 alignright" alt="" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_153325-300x169.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_153325-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_153325-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_153325-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Fragt man einige Besucher nach ihrem Eindruck, so sind viele der Befragten dieses Jahr zum ersten Mal auf der Messe. Von &#8222;langweilig&#8220; und &#8222;ich hätte mehr erwartet&#8220; gehen die Eindrücke zwar auch über &#8222;an sich schön aufgezogen&#8220;, jedoch haben sich viele vorher keine Gedanken darüber gemacht und sind dementsprechend mit keinen speziellen Erwartungen zur Messe gefahren. Bemängelt wird oft, nicht so viele Instrumente anspielen zu können, quasi das komplette Fehlen von E-Bässen und einer Restriktion bei dem Antesten der Instrumente. <strong>Jen Majura</strong> ließ im Interview zwar verlauten, das neue Konzept mit den Cams sehr zu begrüßen, und die Nähe zu den Fans sehr zu schätzen, jedoch fiel auch ihr die Veränderung in den Örtlichkeiten auf, was auch dazu führte, dass sie ihren Stand erst gar nicht gefunden habe, da dieser (die Camps insgesamt) relativ weit abgelegen in einer der hinteren Hallen war. Das bringt die Umstellung eben mit sich. Ein etwas eingedampftes Angebot, weniger große Namen, mehr Fernost, weitere Wege trotz kleinerer Hallen. Naja &#8230;</p>
<h4>Weniger ist nicht immer mehr</h4>
<p>Natürlich sind die Umfragen nicht repräsentativ, und es steckt ein erkennbares Konzept hinter dem momentanen Aufbau der Messe, dennoch ist sie nicht mehr mit früheren Ausgaben vergleichbar. Das Feeling fehlt irgendwie, bzw. ist nicht mehr dasselbe. Selbst am Samstag am frühen Nachmittag wirkt der Hof beinahe leer. Das Ganze wirkt irgendwie nüchterner, mehr auf Darstellung der Aussteller fokussiert. Der Flair ist weg. Wo es auf dem früheren Gelände auf dem Innenhof noch ein großes, geschlossenes Zelt mit eigener Bühne (die Agora Stage) gab, auf der ebenfalls Sessions stattfanden, gibt es hier nur noch die zwei bereits erwähnten &#8222;Themenbühnen&#8220;, und damit sogar noch weniger als vorheriges Jahr, als die Messe ebenfalls bereits auf diesem Areal stattfand. Stattdessen gibt es ein kleines, geschlossenes Zelt im Hof mit dem Motto &#8222;Discover Music&#8220;. Dort konnten Kinder verschiedene Musikinstrumente ausprobieren. Schön. Trotzdem, dem Gros der Besucher ist damit wenig geholfen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" class="size-medium wp-image-16123 aligncenter" alt="" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_152534-300x169.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_152534-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_152534-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/20170408_152534-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Bleibt zu sagen, dass die Messe anders geworden ist. Sie stellt immer noch einen wichtigen Termin im Jahr dar. Man hat als Besucher die Möglichkeit, bekannte Persönlichkeiten aus der Branche direkt zur treffen, sich auszutauschen und zu informieren. Dennoch, steigende Eintrittspreise und die veränderte Situation führt zu einer Veränderung im Publikum. Es ist nicht mehr so voll wie sonst, es herrscht nicht mehr dieser Musikmesse-Flair. Durch das Fehlen vieler großer Hersteller, deren Instrumente, Equipment o.ä., welches man hätte testen wollen, muss man gegebenenfalls lieber woanders hinfahren. Schade.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/langweilig-trotz-neuem-konzept-musikmesse-frankfurt/">Langweilig trotz neuem Konzept? &#8211; Musikmesse Frankfurt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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