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	<title>Neurosis Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Neurosis Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>CONJURER &#8211; Der Hype ist real</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2018 08:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir machen's kurz: "Feinster Krach mit Geschrei!"<br />
Das sagt Nina, aber noch viel mehr - Wer mehr über »Mire« von CONJURER erfahren will sollte U-N-B-E-D-I-N-G-T hier nachlesen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/conjurer-der-hype-ist-real/">CONJURER &#8211; Der Hype ist real</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>CONJURER &#8211;&nbsp;&#8222;Mire&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;23.02.2018<br />
<strong>Länge:</strong> 43:56 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Holy Roar Records<br />
<strong>Genre:</strong> Black Metal/Doom/Post-Metal<br />
</div></div></div>
<p>Yay, wieder ein Debüt-Album. Ich liebe Debüt-Alben! Und am liebsten habe ich die, die spannend sind. So wie <strong>&#8222;Mire&#8220;</strong> von <strong>CONJURER</strong>. Laut und extrem &#8211; das können die Briten, die seit 2015 vor allem live unterwegs sind. Ich habe sie leider noch nicht sehen können, werde das aber ganz bald nachholen, denn das, was sie hier vorlegen, klingt so, als könnten sie mir live ganz und gar den Kopf verdrehen.</p>
<p>Schwerfällig, sludgig und zäh empfängt mich &#8222;Mire&#8220;. Hier wird nicht mit Atonalität und Brutalität gegeizt. Das Rad kommt ins Rollen, reißt mich mit Groove und schwarzmetallischer Spielart à la <strong>RATTATTATTATTAT!</strong> mit in seinen Sumpf. Darüber bügelt mir die Growlstimme die Falten aus dem Gesicht. Die Songs bieten in ihrer durschnittlichen Spieldauer von sechs bis sieben Minuten &#8211; neben diesen Black Metal-Episoden &#8211; aber auch genug Abwechslung, die eine breitere Hörerschaft ansprechen könnten. Postige, unheilvolle und drückende Passagen werden immer wieder gefolgt von <strong>scheinbar unberechenbaren Ausbrüchen von Chaos</strong>. Chaos in Form von Doom, Death, Sludge und Black &#8211; gestützt durch verzweifelt rauen Gesang.&nbsp;</p>
<p>All diese Einflüsse sind gut erkennbar, lassen sich aber keinesfalls klar voneinander abgrenzen. Vielmehr gelingt <strong>CONJURER</strong> eine großartige Zusammenstellung der verschiedenen Spieltechniken, die in ihrer Verbundenheit noch <strong>deutlich ekliger und dreckiger</strong> sind, als die einzelnen Komponenten selbst. <strong>Gesellschaftstauglich klingt auf jeden Fall anders!</strong> Diese Rohheit ist genau das, was man (oder zumindest ich) brauche, um mich abzureagieren. Feinster Krach mit Geschrei!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/vgYK2DsL_4o?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mutmaßliche Einflüsse könnten <strong>DEAFHEAVEN</strong> sein, genauso wie&nbsp;<strong>GOJIRA</strong>. Aber auch zu&nbsp;<strong>CROWBAR</strong> und <strong>NEUROSIS&nbsp;</strong>lässt sich die eine oder andere Verbindung ziehen. <em>&#8222;Retch&#8220;</em> assoziiere ich hingegen sofort mit <strong>ARCHITECT</strong>s <em>&#8222;Early Grave&#8220;</em>. Eine äußerst gelungene Zusammenstellung, wie ich finde. Und ganz sicher als Liveerlebnis noch deutlich beeindruckender als aus der Konserve.</p>
<p><strong>Anspieltipp:</strong> Der ausladende und mitreißende Track <em>&#8222;Thankless&#8220;</em> ist mit seinen achteinhalb Minuten auch der längste der Platte. Fantastisch wirkt er dank seines abwechslungsreichen Ablaufs, der Atempausen und sogar Cleangesang zulässt und gleichzeitig so bedrückend ist, dass es mir die Kehle zuschnürt.</p>
<p>Das komplette Album kannst und solltest du dir auf der <a href="https://conjureruk.bandcamp.com/">Bandcamp-Seite</a> der Kapelle anhören.&nbsp;</p>
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		<title>A LIGHT WITHIN &#8211; Die vollendete Trilogie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2018 09:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über fünf Jahre haben sich die Amerikaner von A LIGHT WITHIN Zeit genommen, um ihr dreiteiliges Werk zu erschaffen. Mit der EP &#8222;Epilogue&#8220; haben sie nun den Konzept-(Über)Langspieler vollendet und mit diesem eine mehr als 70 Minuten andauernde Reise durch ergreifende Atmosphären ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>A LIGHT WITHIN</strong> &#8211;&nbsp;&#8222;Epilogue&#8220; [EP]</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;02.02.2018<br />
<strong>Länge:</strong> 21:44 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Static Tension Records<br />
<strong>Stil:</strong> Post&nbsp;Metal, Progressive Rock, Space Rock<br />
</div></div></div>
<p>Über fünf Jahre haben sich die Amerikaner von <strong>A LIGHT WITHIN</strong> Zeit genommen, um ihr dreiteiliges Werk zu erschaffen. Mit der <strong>EP</strong> &#8222;Epilogue&#8220; haben sie nun den <strong>Konzept-(Über)Langspieler</strong> vollendet und mit diesem eine mehr als <strong>70 Minuten</strong> andauernde Reise durch ergreifende Atmosphären fertiggestellt. In ihrer Mischung aus <strong>Post Metal</strong>, <strong>Prog</strong> und <strong>Space Rock</strong> sind sie sich über die Jahre treu geblieben und lassen kaum einen Spalt zwischen den drei einzelnen EPs. 2012 begann ihre Reise mit &#8222;Preface&#8220;, wurde 2015 mit &#8222;Body Matter&#8220; fortgesetzt und nun schließt sich das Buch. <strong>Vorerst</strong>.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/xC6vTna6Pl0?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Wie die Mischung klingt? Erstaunlich gut!</h4>
<p>Wie eine stark verlangsamte Version von <strong>JUNIUS</strong>, <strong>deeper</strong> noch. Vielleicht auch beeinflusst von <strong>NEUROSIS</strong> oder<strong> ISIS.</strong> Und zu guter Letzt lässt mich auch eine Assoziation mit den&nbsp;<strong>DEFTONES</strong> nicht los. Vermutlich wird das ausgelöst durch Stimmlage und Ausdruck des Sängers. Als Fan der raueren Spielarten wünsche ich mir im Stillen doch &#8211; zumindest zeitweise &#8211; <strong>aggressiveren</strong> Gesang, der das Hörerlebnis noch ein bisschen mehr ins Extreme pushen könnte. Das aber nur am Rande. Insgesamt ist das, was <strong>A LIGHT WITHIN</strong> da hinzaubern, alles andere als&nbsp;&#8218;heavy&#8216; im klassischen Sinne, besticht aber durch <strong>Tiefe und mächtige, tragende Elemente</strong>. Mit den Jahren sind die Fünf schon deutlich schwerer unterwegs als noch zu Beginn ihrer Reise. Sie sind gewachsen und damit noch <strong>selbstbewusster</strong> geworden. Ausflüge von den emotionalen Wackersteinen (<em>#9 Shells</em>) zum postig faszinierenden Weltraumflug (<em>#27 Surrounded by</em> <em>Astronauts</em>) sind in den vier Songs der EP vereint worden.</p>
<p>Die Songnamen sind von Beginn des Dreiteilers an mit nicht-fortlaufenden Seitenzahlen betitelt, erweitert um Wörter wie&nbsp;<em>Grin</em>, <em>Between Shores</em> oder <em>To Have; To Hold&nbsp;</em>oder&nbsp;<em>Educated Gentleman</em>. Tatsächlich erinnert es an Seitenauszüge aus <strong>Tagebüchern</strong>, die ausschnitthafte Betrachtung von seelischen Zuständen, verbaut in&nbsp;<strong>einnehmende</strong><strong>&nbsp;Soundscapes</strong>. Die Ideen sind im Studio wunderbar umgesetzt worden &#8211; die Dynamik ist äußerst <strong>feingliedrig</strong> und die Möglichkeiten das&nbsp;<strong>Panorama-Sounds</strong>&nbsp;sachkundig ausgeschöpft worden. Da macht das Hören aus rein technischer Sicht schon Spaß. Inwieweit das Mastering von <strong>TESSERACT</strong>s Acle Kahney seinen Anteil daran hatte, lässt sich von hier aus nicht sagen.</p>
<p>Mit &#8222;Epilogue&#8220; ist <strong>A LIGHT WITHIN</strong> ein schönes und abrundendes &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; <strong>Schlusswort</strong> gelungen, welches du dir <a href="https://alightwithin.bandcamp.com/album/2018-epilogue-ep">hier anhören</a> kannst. Wenn du nicht unbedingt Musik brauchst, die dir die Haut vom Gesicht kratzt und an Soundfinessen Freude haben kannst, solltest du dir nicht nur diese EP, sondern auch den <a href="https://alightwithin.bandcamp.com/">Dreiteiler in Gänze</a> gönnen.</p>
<h4>Nimm dir die Zeit, es lohnt sich!</h4>
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		<title>AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 10:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMENRA &#8211; Mass VI Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017 Länge: 42:13 Min. Label: Neurot Recording Stil: Doom / Post / Sludge Heute sprechen wir über eine gehuldigte Gruppe von Musikern. Ja, ihr habt richtig gehört, nicht umsonst gibt es eine &#8222;Bibel&#8220; dieser &#8222;Church Of Ra&#8220;. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/amenras-neue-sonntagsmesse/">AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMENRA</strong> &#8211; Mass VI<br />
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017<br />
Länge: 42:13 Min.<br />
Label: Neurot Recording<br />
Stil: Doom / Post / Sludge</p>
<p>Heute sprechen wir über eine gehuldigte Gruppe von Musikern. Ja, ihr habt richtig gehört, nicht umsonst gibt es eine &#8222;Bibel&#8220; dieser <strong>&#8222;Church Of Ra&#8220;</strong>. Dahinter stecken die Soundgewalt und düstere Aufmachung dieses Kollektivs. Seit nunmehr 18 Jahren stehen <strong>AMENRA</strong> an der Speerspitze der religiös angehauchten Bewegung. Um das Interesse ihrer Fans aufrechtzuerhalten, braucht es nicht einmal große, musikalische Innovationen. Denn Bands, die sich so einen Kultstatus erarbeitet haben, tun dies oft durch eine kohärente Ästhetik. Dies scheinen die Belgier wie kein Zweiter verstanden zu haben, was ihr neues Cover-Konzept direkt auf den ersten Platz <a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-4-oktober-2017/">unseres monatlichen Rankings</a> brachte!</p>
<h4>Die Musik hinter der Bewegung</h4>
<p>Die beim&nbsp;<strong>NEUROSIS</strong>-Label heimische Formation hält sich musikalisch nicht gern zurück. Post Metal mit so viel Wucht und gesanglicher Abscheulichkeit sind ihr Mantra. Nach inzwischen sechs vollständigen Alben und fünf vergangenen Messen wird es jedoch immer schwieriger, die Errungenschaften jeden Werkes miteinander zu vergleichen. Mit zwei Gruppen fällt der Vergleich dennoch leicht:<strong> NEUROSIS</strong> und<strong> ISIS</strong>. Die schiere Größe der Kompositionen und der fiesen Riffgewitter ließ mich schon auf &#8222;Mass III&#8220; erschaudern. Hat sich daran inzwischen etwas geändert? Die erste Auskopplung <em>&#8222;Children Of The Eye&#8220;&nbsp;</em>beruhigt mich vorerst. Der Opener hält alle Versprechungen, die ein<strong> AMENRA</strong>-Album macht. Ein anmutiger Aufbau mündet in die härtesten Ausbrüche des vergangenen Jahres. Hunderte Schreie bündeln dabei die gesamte Kraft der bereits sehnlich erwarteten Instrumentalisierung. Viehisch langsam schreitet diese voran und hinterlässt nur Schutt und Asche. Das dazu passende Video macht da keine Ausnahme, nur gehen in diesem Fall hauptsächlich Fliegen drauf.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/ZjHOLtudKpQ?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gesprochenen Text gibt es auf dem Album zwar öfter, aber am auffälligstena auf <em>&#8222;Edelkroone&#8220;</em> zu hören. Wahrscheinlich liegt es an der Betonung und der Sprache, aber seit <strong>IHSAHN</strong>s Erzählung <em>&#8222;Til for ulven&#8220;</em> (&#8222;Arktis&#8220;, 2016) hat mich gesprochener Text nicht mehr so bewegt. Jedoch könnte das folgende <em>&#8222;Plus près de toi&#8220;</em> auch für meine Begeisterung verantwortlich sein. Obwohl das Lied solide und unüberraschend aus den Membranen tönt, holt der Mittelteil ordentlich Momentum raus. Der klare und verletzliche Gesang quetscht sich zwischen Wände aus tiefen Klängen und treibenden Melodien &#8211; was für eine Abwechslung von Licht und Dunkelheit. Leider kommt das Finale des Tracks, trotz der stetigen Parallelen, nicht an z.Bsp. ein <em>&#8222;Razoreater&#8220;</em> (&#8222;Mass III&#8220;) heran, sondern wabert irgendwo zwischen Drangsal und Chaos. <em>&#8222;Spijt&#8220;</em> wird ebenso durch gesprochenen Text eingeleitet, der dieses melodische Zwischenspiel sehr gut in Szene setzt.</p>
<p>Kommen wir zur zweiten Hälfte dieser Platte mit dem wunderschönen <em>&#8222;A Solitary Reign&#8220;. </em>Die herrlichen Post-Metal-Melodien verzieren direkt den Anfang des Liedes, der ebenfalls nur so vor zärtlichem Gesang strotzt. Über die Gesamtspiellänge werden immer wieder gequälte Schreie und Sludge-Elemente eingebaut. Wie eine Spirale windet sich auch dieser Song seinem reinigenden Ende entgegen. So wirkt es, als hätte die Gruppe ihr Songwriting noch weiter in diese Richtung perfektioniert. Welche Schwachstellen sich da auftun, ist eigentlich an einer Hand abzählbar. So fehlen vielleicht an einigen Stellen bissigere Strukturen oder eine ausgelassenere Produktion. Dadurch kommen die ersten 20 Minuten schon fast ohne Ecken und Kanten aus, woran man sich erst wieder gewöhnen muss. Ihre einst so raue, unausgefeilte Abmischung ist schon längst Vergangenheit &#8211; ich vermisse sie trotzdem.</p>
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<p>Der letzte Track hat es dann noch einmal richtig in sich. <em>&#8222;Diaken&#8220;</em> setzt sich durch den klaren Gesang vor der ruhigen Atmosphäre zwischenzeitlich deutlich vom Chaos der anderen Songs ab. Dennoch mündet es auch in einem Feuerwerk der zerstörerischen Manie, für die <strong>AMENRA</strong> schon immer gestanden haben. Diese ist geprägt von fast schon sanften Melodien. Bis jetzt ist es den Belgiern immer gelungen, im Chaos solche Momente zu erschaffen, ohne dadurch ihren eigenen Mythos zu trüben. Leider klingt es weiterhin oft nach einer Art Drehbuch, dem sie Track für Track folgen, und das sich so schnell nicht ändern wird. Schuld an dieser ständigen Faszination für undurchdringbare, epische Schlussakte ist das Grundkonzept. In ihrer ewiglichen Auseinandersetzung mit Spiritualität findet sich in eben diesen Höhepunkten auch die Katharsis.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/churchofra">Facebook</a><br />
<a href="https://churchofra.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>FIT FOR AN AUTOPSY im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 08:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Mai stellten wir euch ihr neues Album als eine der Sternstunden des modernen Deathcores vor, jetzt haben wir FIT FOR AN AUTOPSY&#160;mit Fragen durchlöchern dürfen. Dafür stand uns vor ihrer Show am 03.08.2017 in Berlin die gesamte Band Rede und Antwort. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-macht-den-underground-besonders-fit-for-an-autopsy-im-interview/">FIT FOR AN AUTOPSY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai stellten wir euch<a href="https://silence-magazin.de/der-deathcore-ist-gerettet-fit-for-an-autopsy/"> ihr neues Album</a> als eine der Sternstunden des modernen Deathcores vor, jetzt haben wir <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong>&nbsp;mit Fragen durchlöchern dürfen. Dafür stand uns vor ihrer Show am 03.08.2017 in Berlin die gesamte Band Rede und Antwort. Neben dem Inhalt ihrer Musik kamen wir auch auf europäische Festivals und deren Ansehen in den USA zu sprechen.&nbsp;Was die neue Scheibe &#8222;The Great Collapse&#8220; für sie bedeutet und ob die Jungs es leid sind, mit<strong> GOJIRA</strong> verglichen zu werden, erfahrt ihr hier.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Wie geht es euch denn, ihr seid jetzt schließlich schon eine Weile auf Tour unterwegs?</strong></p>
<p><strong>Pat</strong> (Gitarre)<strong>:</strong> Uns geht es sehr gut und ja wir sind seit einer Woche auf dieser Tour. Aber davor waren es auch knapp sechs Wochen. Also technisch gesehen sind wir schon den Großteil des Jahres auf Achse.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Zum neuen Album, wer schreibt dafür die Texte? Sind mehrere Leute involviert oder macht Will (Produzent und Gitarrist der Band) die gesamte Arbeit?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Den größten Anteil übernimmt <strong>Will</strong> (Anmerkung: <strong>Will Putney</strong> ist nie mit der Band auf Tour, weil er sein Studio in Jersey City betreut). Wir kommen dazu und tragen dann alle auf unsere eigene Art und Weise dazu bei. <strong>Joe</strong> (Gesang) schreibt zum Beispiel sehr viele der Gesangsmuster dazu und diskutiert die Inhalte mit ihm. Es gibt zwar immer dies und das, was wir explizit einbauen, aber die Hauptideen stammen immer von <strong>Will</strong> &#8211; er ist der Hauptbeteiligte.</p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Und gab es da bei euch &#8211; als eine politisch motivierte Band &#8211; innerhalb je Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten darüber was gesagt wird?</strong></p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;</strong> (Bass)<strong>:</strong> Nein, wir sind da alle auf der gleichen Wellenlänge.</p>
<p><strong>Tim</strong> (Gitarre)<strong>:</strong> Wir sind alle einer Meinung, wenn es darum geht, wo wir sozial und politisch stehen. So müssen wir glücklicherweise nie über viel diskutieren, höchstens über kleine, unwichtige Details.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Ja, nur bei den Details und beim Ausdruck, wie wir die Dinge in der Öffentlichkeit sagen wollen, wird diskutiert. Ich für meinen Teil bin immer etwas schroff und andere Leute drücken sich gewählter aus. Das eigentliche Anliegen lässt sich manchmal auf meine Art und Weise nicht übertragen. Also sind wir wahrscheinlich darauf aus wie wir es sagen, aber nicht was wir sagen.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Vor einer Weile haben sich unsere Autoren auch gefragt, ob Musik politisch sein darf und dazu gab es <em><a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-11-metal-und-politik/">natürlich starke Meinungen</a></em>. Was würdet ihr dazu sagen, besonders darauf bezogen, dass im Deathcore-Genre viele Bands sich scheuen, ihre Meinung zu sagen?&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Also, hier ist meine Sicht auf diese Dinge: Musik sollte sein, was auch immer du damit erreichen willst. Wenn man also eine politische Band sein will, muss man konsequent darauf eingehen dürfen. Dafür einen anderen Weg zu wählen, ist auch in Ordnung. Aber es ist generell sehr wichtig, dass die Reichweite und Plattform einer Band genutzt wird, um Gutes zu tun. Für <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong> ist es von großer Bedeutung über Dinge sprechen zu können, die uns nachhaltig beschäftigen.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Da Musik eine Art des Ausdrucks ist, sollte man immer frei sein, sich auszudrücken, wie man es für angebracht hält. Und ich verstehe es auch zu einem gewissen Ausmaß, wenn Leute ihre Plattform nicht im positiven Sinn nutzen. Vielleicht ist es ihnen egal oder einfach nicht ihre Art. Aber aus meiner Sicht, wenn du eine Million Leute erreichen kannst, warum nutzt du es dann nicht für eine gute Sache?</p>
<p><strong><em>S</em>.: Ist die Band auch in weiteren politischen Aktivitäten engagiert und wie weit geht das in eure Privatleben hinein?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Wir arbeiten viel mit Wohltätigkeit und Spenden, zum Beispiel für syrische Flüchtlinge. Auf dem neuen Album gibt es einen Song (<em>&#8222;Black Mammoth&#8220;</em>) für die US-amerikanischen Ureinwohner, die zur Zeit für Öl unterdrückt werden. Darum geht es auch in dem dazugehörigen Video und für die Vorbestellungen von &#8222;The Great Collapse&#8220; gab es dazu eine Spendenaktion. Unsere Idee dahinter ist, den Worten Taten folgen zu lassen und zu helfen. Persönlich haben wir unterschiedliche Ansätze für den Umgang mit solchen Sachen. Als Band hingegen versuchen wir gemeinsam, mehr zu machen als nur darüber zu reden, Gutes zu tun. Das ist eine wichtige Angelegenheit für uns.</p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong> Wir glauben an das worüber wir reden. Dem verleihen wir mit Taten Rückhalt, sei es nun privat oder öffentlich als Band.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NxLYJJnlGs8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Jetzt, wo wir das abgehandelt haben, lasst uns über die musikalische Seite reden. Wie passt das neue Album in eure Diskografie, fällt es aus der Reihe oder war es eine natürliche Weiterentwicklung?</strong></p>
<p><strong>Tim:&nbsp;</strong>Es ist Teil einer natürlichen Weiterentwicklung, die schon mit unserer EP (&#8222;Hell On Earth&#8220;, 2009) damals begann. Von da bis zum Debüt-Album &#8222;The Process of Human Extermination&#8220; waren die Einflüsse sehr ähnlich, die Ära war sehr extrem. <strong>Pat</strong> und <strong>Will</strong> haben damals das Meiste geschrieben und ihre Mentalität war sozusagen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Lasst uns harte Scheiße schreiben!&#8220;</strong></p></blockquote>
<p><strong>Pat:</strong> Ja, wir wollten einfach nur einen <strong>Banger</strong> schreiben. Und mit dem nächsten Album ging der Prozess schon los. Damals war auch noch keines der heutigen Bandmitglieder in der Gruppe und <strong>Will</strong> und ich fingen trotzdem an, über das nächste Album zu sprechen. Zu diesem Zeitpunkt hörten wir dann andere Sachen als noch vor dem Debüt, waren mehr Musik ausgesetzt und die Bands, die wir bereits mochten, veränderten sich. Dadurch realisierten wir, dass wir mehr machen können. Dann kamen die neuen Mitglieder in die Band. Jeder begann unterschiedliche Elemente von dem, was er gerne hören möchte, einzubringen. <strong>Will</strong> ist sehr gut darin, die Vorschläge und Geschmäcker von jedem von uns zu vereinen. So kam alles auf eine sehr natürliche Art und Weise zusammen.<br />
Von jedem Album zum nächsten gab es also aus meiner Sicht eine natürliche Entwicklung, die davon getrieben war was um uns herum passiert. Sowohl musikalisch als auch politisch und sozial. Es gab jedes mal so viele Emotionen von denen man sich nähren konnte. Kam <strong>Joe</strong> mit einem guten Text an, der aus seiner Traurigkeit entstanden ist, hat sich das im Songwriting widergespiegelt.&nbsp;<strong>Schließlich soll die Musik eine Einheit sein</strong>. Es kommen mit der Zeit andere Elemente vor, aber alles ist eine natürliche Entwicklung, solange man es nicht mit Absicht in die eine oder andere Richtung schiebt. Und ich glaube, dass wir eben das nicht machen, es passiert einfach für uns.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist komisch, weil es hieß: &#8222;Hey, ihr klingt wie dies. &#8220; und jetzt ist es: &#8222;Hey, ihr klingt wie das.&#8220;</strong>.</p></blockquote>
<p><strong>Tim:</strong>&nbsp;Natürlich! Weil, während die Jahre vergehen, wächst und verändert sich dein persönlicher Geschmack.&nbsp;</p>
<p><b>Pat:&nbsp;</b>Ich meine verdammt, <strong>Josean</strong> hört mehr Classic Rock als alles andere, <strong>Joe</strong> mag ein bisschen mehr Pop und nicht so hartes Zeug,<strong> Tim</strong> steht eher auf Stoner Metal, <strong>&#8222;Blue&#8220;</strong> ist ein Death-Metal-Typ, ich höre eher so <strong>GOJIRA</strong> und <strong>MASTODON</strong>.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Unsere interessante Mischung entsteht halt dadurch, dass wir alle aus unterschiedlichen Ecken kommen.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Habt ihr für die Sachen, die euch inhaltlich in der letzten Zeit verändert haben, auch besondere Beispiele?</strong></p>
<p><strong>Pat:&nbsp;</strong>Jeder weiß, was gerade los ist. Wenn man kein Interesse dafür hat oder es nicht verfolgt, brauche ich darüber auch gar nicht reden. Wir kommen aus den USA, jeder kennt unsere politischen Probleme. In den Nachrichten ist es so offensichtlich, wie beschissen unser Land ist und mit was wir konfrontiert sind. Das Thema müssen wir gar nicht erst anschneiden, sondern für das hinnehmen was es ist &#8211; es ist halt Scheiße!</p>
<p><strong>Tim:</strong> Was unser Land durchmacht ist zwar schlimm, aber das gilt auch für andere Länder. Dort ist es sogar schlimmer und trotzdem bekommt es nicht mal die Hälfte der Berichterstattung. Nur weil sie keine politische Supermacht sind, werden sie nicht beachtet. Alles was im mittleren Osten, Südamerika und so weiter passiert, ist genauso schlimm wie das bei uns vor der Haustür. Es passiert einfach überall, da ist es schon entmutigend, wenn die Leute nur über die USA reden können und wollen. Ich sage dann immer, dass andere Länder noch schlimmere Probleme haben als wir.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Kehr vor deiner Haustür, bevor du es vor meiner machst.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Wenn die Leute uns irgendwie aushelfen wollen ist das cool. Trotzdem sollten sie eher nach Venezuela oder Griechenland gehen. Wenn die Bevölkerung verhungert, weil die Regierung ihnen sagt, sie können zur Hölle fahren, ist das viel grotesker.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Einige dieser Missstände werden übersehen. Immer wenn etwas &#8222;Großes&#8220; vor sich geht, muss man darauf achten, wovon man dann abgelenkt ist. Es gibt so viel mehr Konflikte auf der Welt, die vielleicht sogar aus den USA, Deutschland oder Großbritannien stammen und niemand kommt da hinterher. Nicht mal wir. Trotzdem ist der Versuch schon Gold wert.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15229" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse.jpg" alt="" width="1000" height="1000" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" />
<p><span id="more-20672"></span></p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Ok, zu den Riffs: Ist der offensichtliche Vergleich zu GOJIRA ein Ergebnis ihres Einflusses auf euch?</strong></p>
<p><strong>Pat:&nbsp;</strong>Ich sage an dieser Stelle einfach nur danke. Danke, dass du unsere Musik mit der von <strong>GOJIRA</strong> vergleichst. Die Einflüsse kommen, wie gesagt, von überall und du sagst uns einfach ins Gesicht, dass wir dieser legendären Band würdige Riffs schreiben.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Das ist auch das schöne daran, die gesamte Welt als Band bereisen zu dürfen. Man hört so viel mehr Musik und arbeitet mit unterschiedlichen Bands, deren Herangehensweise man immer im Hinterkopf behält. Alle einzigartigen Stile die wir lieben, sei es der von&nbsp;<strong>GOJIRA</strong>, irgendeines Gitarristen oder eines Schlagzeugers, lösen in uns den Drang aus, besser zu spielen. Wir schauen für Inspiration zu diesen Musikern auf.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Manchmal schreibst du auch einfach und merkst nicht mal, wie krass es etwas ähnelt. Dann hörst du es direkt nebeneinander gestellt und erkennst es erst.</p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Der große Anstieg der Albenverkäufe war ein immens positives Feedback. Was war eure erste Reaktion auf dieses Wachstum eurer Fangemeinde?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Wir waren einfach nur dankbar und sehr glücklich.</p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong> So viele positive Rückmeldungen im Vergleich zu wenig Kritik zu bekommen, war definitiv aufbauend.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Dass es bestimmten, nicht mal unbedingt einer großen Masse, Leuten so gut gefällt, erfüllt uns auch mit Demut.</p>
<p><strong>Tim:</strong>&nbsp;Ja, da gab es bestimmte Personen, zu denen ich seit bestimmt 15 Jahren aufschaue, die uns persönlich gesagt haben, wie großartig unsere Band ist. Sogar der Live-Ton von<strong> Pat</strong> und mir wurde gelobt. Ich habe zum Teil meine Karriere um diese Leute aufgebaut und jetzt machen sie mir Komplimente.</p>
<p><strong>Pat:</strong> In der Hinsicht ist das auch sehr stressig. Dadurch entsteht der Druck, das nächste Album noch besser zu machen.</p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Im Booklet des Albums befindet sich die Aufforderung an den Hörer, Underground-Musik zu unterstützen. Früher habt ihr schon betont, dass ihr eher eine Einstiegsband für härtere und obskure Musik sein wollt. Ist das auch heute noch eure Stellung dazu?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Absolut, wir holen unsere Anteile aus so vielen unterschiedlichen Genres, damit Leute aus diesen Richtungen zu uns kommen und sich diesen Stilen öffnen. Ich hätte zum Beispiel nie <strong>NEUROSIS</strong> oder <strong>CONVERGE</strong> entdeckt, wenn ich nicht andere Bands gehört hätte, die einen ähnlichen Stil hatten. Das sind keine Radio-Bands, du musst sie irgendwie finden. Der Hörer ist immer dazu angehalten sich umzuschauen und zu graben. <strong>Das macht den Underground besonders!</strong></p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:&nbsp;</strong>Wir können uns glücklich schätzen, teil einer Szene zu sein, in der wir die stetige Entwicklung verfolgen können. Für Außenstehende ist die Zuhörerschaft vielleicht eindimensional, aber der Underground verändert sich ständig. Jetzt &#8211; nach 30 Jahren aggressiver und harter Musik &#8211; geht es immer noch weiter vorwärts. Die Evolution stoppt nie und das ist großartig.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Zudem können wir glücklich sein, in diesem Zeitalter Musik so einfach finden zu können. Als ich groß geworden bin, war die erste Anlaufstelle für neue Musik immer ein Plattenladen. Dort habe ich dann den Verkäufer nach einer Compilation CD mit ungefähr 20 ähnlich klingenden Bands gefragt. Und jetzt muss ich einfach nur auf <strong>Spotify</strong> meinen &#8222;Täglichen Mix&#8220; öffnen und schon entdecke ich Gruppen, die ich nie zuvor gehört habe.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Wir müssen auch mal über Shows reden. Ihr habt vor ein paar Tagen auf den Metal Days in einem Wald gespielt (unseren Bericht dazu findet ihr<em> <a href="https://silence-magazin.de/metalurlaub-in-den-alpen-metaldays-2017/">hier</a></em>). Welche Orte und Bühnen würdet ihr gerne wieder oder zum ersten Mal betreten?</strong></p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong>&nbsp;Europa gefällt mir gerade sehr gut.</p>
<p><strong>Tim:</strong>&nbsp;Warum nicht einfach überall?</p>
<p><strong>Pat:</strong>&nbsp;Also ich möchte zurück nach Puerto Rico.</p>
<p><strong>Josean</strong> (Schlagzeug): Und da bleiben wir.</p>
<p>(Allgemeines Gelächter)</p>
<p><strong>Pat:</strong> Er kommt aus Puerto Rico, deswegen ist ihm das ein besonderes Anliegen. Ansonsten ist Europa cool, besonders Schweden. Am liebsten würden wir die kleinen Clubs spielen, in denen <strong>AT THE GATES</strong> oder <strong>MESHUGGAH</strong> angefangen haben. Der Rest des Kontinents ist noch ziemlich neu und unentdeckt für mich, wir sind, wenn man alle Mitglieder zusammenfasst, bestimmt 25 Jahre durch die USA getourt. Unterwegs war ich also schon genug, aber <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong> ist meine erste Band die hier öfter ist. Alles hier zu erkunden ist echt cool.</p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong> Die Leute hier sind echt leidenschaftlich an der Musik interessiert und sie wieder zu treffen ist ein Geschenk.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Wenn man beginnt Gesichter zu erkennen, fühlt man sich gleich ganz anders. <strong>Ich will einfach überall spielen, sei es für fünf Leute in Zürich oder für 1000 Laute in Wacken. </strong>Es interessiert mich nicht, ich will einfach nur an coolen Orten spielen &#8211; und mit<strong> &#8222;Blue&#8220;</strong> abhängen.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>.:</strong><strong> Wenn wir schon von Wacken, dem größten Metal-Festival weltweit, reden: Wie ist denn der Blick aus den USA auf europäische Festivals?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Die Bands sehen die großen <strong>&#8222;Eurofests&#8220;</strong> wie einen Mathematik-Test. Er ist super schwer zu bestehen, doch wenn man ihn meistert, ist es so geil.</p>
<p><strong>Tim:&nbsp;</strong>Sie sind das Ein und Alles für echte Metal Fans &#8211; so ungefähr werden sie jedenfalls gehandelt.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Besonders <strong>Wacken</strong> ist in der Hinsicht wirklich wichtig. In den Staaten versuchen die Veranstalter langsam solche Festivals wie <strong>Knotfest</strong> oder <strong>Chicago Open Air</strong> größer zu machen. Auch auf alternativen Festivals wie <strong>Lollapalooza</strong>&nbsp;wird Metal wieder relevanter und rutscht öfter in die Line-Ups.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>.:</strong> <strong>Ich kann mich an der Stelle gar nicht wirklich daran erinnern, aber habt ihr je Vans Warped Tour gespielt? Das ist ja eine der größten, jährlichen Tours in der alternativen Szene und in letzter Zeit gab es dort immer mehr Metal zu hören.</strong></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, <strong>Warped Tour</strong> öffnet sich immer mehr den Metal Bands. In den vergangenen Jahren spielten immer mindestens zwei oder drei, trotzdem gab es nie eine <strong>Metal Stage</strong>. Dass es die jetzt gibt, ist unglaublich praktisch für Bands wie uns. Wir könnten einfach dahin gehen und mit Bands aus vollkommen anderen Genres touren.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>.:</strong> <strong>Das war es auch schon, wir haben weder Zeit noch mögliche Fragen übrig! Danke für eure Zeit und hoffentlich hören unsere Leser mal in das neue Album &#8222;The Great Collapse&#8220; rein.</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Danke für das Interview und die Unterstützung, wir sehen uns bei der Show!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/iWpY_9BvTt8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>FFAA</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/FitForAnAutopsyOfficial/">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-macht-den-underground-besonders-fit-for-an-autopsy-im-interview/">FIT FOR AN AUTOPSY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Eine Reise ins erlösende Verderben &#8211; MASTODON</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Atlanta]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Kelliher]]></category>
		<category><![CDATA[Brann Dailor]]></category>
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		<category><![CDATA[Erlösung]]></category>
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		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MASTODON – Emperor Of Sand Veröffentlichungsdatum: 31.03.2017 Dauer: 51:18 Min. Label: Reprise Records MASTODON melden sich anno 2017 mit ihrem siebten Werk zurück, nur zwei Jahre, nachdem &#8222;Once More &#8218;Round The Sun&#8220; neue Maßstäbe in puncto Bandsound, Eingängigkeit und Tiefe setzte. Das ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/eine-reise-ins-erloesende-verderben-mastodon/">Eine Reise ins erlösende Verderben &#8211; MASTODON</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MASTODON</strong> – Emperor Of Sand<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.03.2017<br />
Dauer: 51:18 Min.<br />
Label: Reprise Records<span id="more-15887"></span></p>
<p><strong>MASTODON</strong> melden sich anno 2017 mit ihrem siebten Werk zurück, nur zwei Jahre, nachdem &#8222;Once More &#8218;Round The Sun&#8220; neue Maßstäbe in puncto Bandsound, Eingängigkeit und Tiefe setzte.</p>
<p>Das Thema könnte ernster kaum sein, denn &#8222;Emperor Of Sand&#8220; behandelt, natürlich metaphorisch, die Krankheit Krebs, der einige Familienangehörige und nahe Bekannte der Band selbst zum Opfer gefallen sind, was nicht spurlos an dem Vierergespann aus Atlanta vorbeigegangen ist.</p>
<h4>Cancer for the cure</h4>
<p>Doch obgleich thematisch wieder ein sehr düsteres Thema behandelt wird, ist die Musik kaum zurückhaltender geworden. So beginnt der Opener <em>&#8222;Sultan&#8217;s Curse&#8220;</em> zwar ruhig, treibt aber unmittelbar nach dem Einsatz aller Instrumente in gewohnter Manier nach vorne. <strong>Brent Hinds</strong> und <strong>Troy Sanders</strong> teilen sich vorerst den Gesang, bevor <strong>Brann Dailor</strong> die Bridge mit seiner Stimme veredelt und die drei Sänger somit unter Beweis stellen, dass es im modernen Metalbereich wohl kaum eine Band gibt, die mit ähnlicher Qualität aufwarten kann.</p>
<p>Der zweite Song, und ebenfalls zweite Single <em>&#8222;Show Yourself&#8220; </em>tritt in puncto Popappeal in die Fußstapfen des Bandhits <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Sp7CYvh8FwA" target="_blank"><em>„The Motherload“</em></a> vom Vorgängeralbum. Dabei darf die Eingängigkeit des Stücks durchaus als Kompliment verstanden werden, denn trotz aller Radiotauglichkeit rutschen <strong>MASTODON</strong> natürlich nicht in irgendwelche Klischees ab, oder vernachlässigen Songaufbau oder Spannungsbogen. Wiederum ist es <strong>Brann</strong>s Stimme, die den Song trägt und durch die fantastischen Strophen fest im Gehörgang verankert.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/gUGda7GdZPQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>&#8222;Precious Stone&#8220;</em> wirkt wie ein typisches <strong>Brent Hinds</strong> Stück, und hätte so auch von &#8222;The Hunter&#8220; stammen können. Streng genommen gibt es hier eigentlich nichts zu meckern, und dennoch sackt der Song nach <em>&#8222;Show Yourself&#8220;</em> etwas ab und kann nicht ganz mit der vorherigen Höherlegung der Messlatte mithalten.</p>
<h4>Schwermut und brutale Wahrheit</h4>
<p>Ganz anders beim folgenden <em>&#8222;Steambreather&#8220;.</em> Das von einer abartig tief wirkenden Gitarre dominierte Stück hat irgendwas an sich, was mich sofort packt. Ob es abermals <strong>Brann</strong>s Gesang, das fantastische Schlagzeugspiel, die düsteren Strophen oder der schwermütige Refrain &#8211;&nbsp;der zumindest mir ein wahnsinnig intensives Gefühl von Weite vermittelt -, sind, kann ich nicht sagen. Vermutlich alles zusammen und noch mehr, denn <em>&#8222;Steambreather&#8220;</em> hallt auf eindringliche Art und Weise noch lange nach und stellt sich als eines der stärksten Stücke des Albums dar.</p>
<p>Von einer etwas ruppigeren Seite präsentieren sich <strong>MASTODON</strong> dann in <em>&#8222;Roots Remain&#8220;</em>, wobei diese Härte immer wieder mit &#8222;Crack The Skye&#8220;-verdächtigen, sphärischen Passagen kontrastiert wird, ohne dass das (immerhin) sechseinhalb minütige Stück dadurch zerrissen oder inkonsequent erscheinen würde.</p>
<p>Vom treibenden <em>&#8222;Word To The Wise&#8220;</em>, das mit einem epischen Refrain besticht, über <em>&#8222;Ancient Kingdom&#8220;</em>, welches bei mir ebenfalls Erinnerungen an &#8222;The Hunter&#8220; weckt, bis zu <em>&#8222;Andromeda&#8220;</em>, dessen fieses Eröffnungsriff sofort zupackt, und bei dem sogar <strong>Kevin Sharp</strong> von <strong>BRUTAL TRUTH</strong> als Gastsänger gewonnen werden konnte, offenbaren <strong>MASTODON</strong> zu keinem Zeitpunkt Schwächen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/8Ry7FStwey4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Natürlich wird auch auf Album Nummer sieben nicht mit der Tradition gebrochen und so findet man auf <em>&#8222;Scorpion Breath&#8220;</em> <strong>Scott Kelly</strong> von <strong>NEUROSIS</strong> wieder, der den Song in gewohnter Manier nach vorne treibt und veredelt, wobei das Stück aber dennoch nicht zu den ausgesprochenen Highlights des Albums gehört und so hinter anderen <strong>Kelly</strong>&#8217;schen Leistungen wie z.B. <em>&#8222;Crack The Skye&#8220; </em>zurückbleibt<em>.&nbsp;</em></p>
<h4>Tragödien als Motor</h4>
<p>Höhe- und Schlusspunkt des Albums ist dann <em>&#8222;Jaguar God&#8220;</em>, welches mit einer wunderschönen und todtraurigen Gitarrenmelodie eröffnet wird, die zielgenau unter die Haut geht, besonders, wenn man sich die familiären Verluste vor Augen führt, die die Band vor Fertigstellung des Albums ertragen musste. Ein Song, der einem erstmal die Kehle zuschnürt, bevor er seine wahre Dramatik und seinen Bombast entfaltet und schließlich so endet, wie er begonnen hat. Jedoch nicht, ohne die Epik auf das Maximum anzuheben und bis zur letzten Sekunde Gänsehaut zu produzieren. Grandios!</p>
<p>&#8222;Emperor Of Sand&#8220; stellt das konzeptionellste und vermutlich tiefsinnigste Album seit &#8222;Crack The Skye&#8220; dar und beweist, dass <strong>MASTODON</strong> in ihrem eigenen Olymp angekommen sind. Die Entwicklung, die spätestens seit &#8222;The Hunter&#8220; abzusehen war, findet hier ihren vorläufigen Höhepunkt und präsentiert das Quartett aus Atlanta mitsamt all ihrer Charakteristika in Höchstform. Ob es das fantastische Schlagzeugspiel, die unverwechselbare Gitarrenarbeit oder die grandios umgesetzten Gesänge sind,<strong> MASTODON</strong> wissen was sie können und wirken auf &#8222;Emperor Of Sand&#8220; an einem Punkt angekommen, auf den die Entwicklung der letzten Jahre hingedeutet hat.</p>
<p>Die Fans, die mit &#8222;Once More &#8218;Round The Sun&#8220; vergrault wurden, werden auch mit &#8222;Emperor Of Sand&#8220; nicht zurückkehren. Denn die Ruppigkeit der Anfangstage ist nur noch in Form von Spurenelementen vorhanden, wird dafür aber umso zielgerichteter eingesetzt. Experimente oder Änderungen im eigenen Bandsound finden nur noch in Nuancen statt, wirken so aber auch äußerst homogen und bereichernd.</p>
<p>Obgleich das Thema des siebenten Albums deprimierender nicht sein könnte, haben<strong> MASTODON</strong> wohl gerade deshalb ein phänomenales Gesamtkunstwerk geschaffen, das wieder mal beweist, dass Tragödien auf eine bittere und ironische Art und Weise der Motor für diese Band zu sein scheint.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCR7Ls5FuT6UKTcsMkcwgCUA" target="_blank">Youtube</a></p>
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		<title>OFF THE GALLOWS &#8211; Cut Yourself</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2017 07:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
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		<category><![CDATA[The Ocean]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>OFF THE GALLOWS – Cut Yourself Veröffentlichungsdatum: 03.01.2017 Dauer: 30:18 Min. Label: Independent Genre: Sludge/Doom/Post Metal OFF THE GALLOWS sind eine junge Band aus Siegen, die sich im Frühjahr 2015 gegründet haben und mit &#8222;Cut Yourself&#8220; das erste physische Lebenszeichen von sich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/off-the-gallows-cut-yourself/">OFF THE GALLOWS &#8211; Cut Yourself</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OFF THE GALLOWS</strong> – Cut Yourself<br />
Veröffentlichungsdatum: 03.01.2017<br />
Dauer: 30:18 Min.<br />
Label: Independent<br />
Genre: Sludge/Doom/Post Metal<span id="more-14919"></span></p>
<p><strong>OFF THE GALLOWS</strong> sind eine junge Band aus Siegen, die sich im Frühjahr 2015 gegründet haben und mit &#8222;Cut Yourself&#8220; das erste physische Lebenszeichen von sich geben, das komplett in Eigenregie gestemmt wurde.</p>
<p>Was bei dem Artwork, das von Sänger <strong>Alexander Hettel</strong> stammt und <strong>Alfons Maria Mucha</strong> Tribut zollt, noch gut funktioniert, zeigt spätestens in puncto Sound deutliche Defizite. Hier bekommt man durch DIY leider nicht den Druck, den die Songs bräuchten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14928" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Off-The-Gallows-bandpic.jpg" alt="OFF THE GALLOWS" height="720" width="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Off-The-Gallows-bandpic.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Off-The-Gallows-bandpic-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Off-The-Gallows-bandpic-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p><!--more--></p>
<h4>Von Clearasil im Waschlappen und Sandpapier am Arsch</h4>
<p>Der Opener <em>&#8222;Feed On The Charade&#8220;</em> beginnt seicht mit einer minimalistischen Gitarre in Post-Hardcore-Manier, zu der sich wenig später cleaner Gesang gesellt, der mich jedoch nicht zu überzeugen vermag. Der anschließende Ausbruch des Songs kommt relativ erwartbar, und müsste eigentlich noch mehr in die Fresse drücken, als ein Clearasil getränkter Waschlappen am Morgen vorm Klassenfototermin. Leider schwächt der Sound das Ganze ziemlich ab, weswegen die vermutlich angestrebte Dramatik über weite Strecken Mangelware bleibt.</p>
<p>Auch das folgende Schlagzeugintro von <em>&#8222;Just Keep Digging&#8220;</em> ist mit so einem Klang mindestens gewagt.<br />
Obwohl die Übergänge zwischen den einzelnen Songteilen mitunter holprig wirken, funktioniert das Wechselspiel zwischen normalen Screams und seltener auftretenden höheren Schreien, die mich hier und da an <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong> erinnern, umso besser. Gerade die Letzteren sind es, die aufgrund ihrer morbiden Charakteristik wirklich zupacken! Bitte mehr davon.</p>
<p>Das Herzstück <em>&#8222;Quarantine&#8220;</em> sägt sich mir vornehmlich durch das schleppende 5/4tel-Riff in den Kopf und kriegt von mir dafür einige Sympathiepunkte! Hier wird es spannend, hier wird die Komfortzone verlassen und experimentiert, und zwar mit gelungenem Ausgang! Der Zwischenpart mit cleanem Gesang dämpft die Euphorie dann jedoch wieder, da Sänger <strong>Alex</strong> zwar angenehm kratzig klingt, seine Stimme allerdings (noch?) nicht stark genug ist, um den Song alleine zu tragen. Leider verschwindet das prägnanteste Riff des Songs schon nach knapp anderthalb Minuten und wird nur in abgewandelter und somit weniger starker&nbsp;Form nochmal verwand. Schade.</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3800387198/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;lt;a href=&#8220;http://offthegallows.bandcamp.com/album/cut-yourself&#8220;&amp;gt;cut yourself by OFF THE GALLOWS&amp;lt;/a&amp;gt;</iframe></p>
<p><em>&#8222;Obolus For Charon&#8220;</em> ist ein durchaus solider Song, wirkt auf mich aber wie einer, bei dem die Band auf Nummer sicher geht. Es wird kaum etwas gewagt. Stattdessen wird stark in Richtung <strong>THE OCEAN</strong> geschielt, was an sich auch ganz cool ist, allerdings nur wenig von <strong>OFF THE GALLOWS</strong> selbst offenbart.</p>
<h4>Bauchgefühl und große Vorbilder</h4>
<p>Das Rausschmeißerstück <em>&#8222;DNA&#8220;</em> hat den gelungensten Spannungsbogen der EP und obwohl mich der cleane Gesang auch hier nicht überzeugt, gewinnt mich der Song durchaus für sich. So hoffe ich, dass das längste und abschließende Stück den Sound darstellt, den <strong>OFF THE GALLOWS</strong> zukünftig anstreben, denn hier wird sich mal die Zeit genommen, den Song wachsen zu lassen. Zum ersten Mal im Laufe der knappen 30 Minuten habe ich das Gefühl, dass die Instrumente bewusst platziert und eingesetzt, sowie erfrischenderweise aus dem berechenbaren, binären Muster aus laut oder leise ausgebrochen wird, um das zu erzeugen, was die fünf Songs viel mehr bräuchten: Spannung! Eier! Und eine Intensität, wie Sandpapier zum Arsch abwischen.</p>
<p>Ich habe das Gefühl, dass bei <strong>OFF THE GALLOWS</strong>&nbsp;sehr viel aus dem Bauch heraus ensteht, was auch authentischen Charme haben kann, der möglichen Qualität hier allerdings etwas im Wege steht.</p>
<p>Denn auch wenn sich die Siegener Jungs von den ganz großen Namen inspiriert fühlen, deren Einflüsse man manchmal sogar zu sehr merkt, so erreichen sie doch auf Dauer weder die emotionale Tiefe von <strong>ISIS</strong>, noch den Proganteil von <strong>TOOL</strong> oder <strong>MASTODON</strong>, nicht den Facettenreichtum von <strong>CULT OF LUNA</strong> oder die kathartische Extreme von <strong>AMENRA</strong>.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/offthegallows/?ref=page_internal" target="_blank">Facebook</a></p>
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		<title>Aus den Tiefen #36: GENERAL LEE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 12:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Cult of Luna]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[General Lee]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[ISIS]]></category>
		<category><![CDATA[Neurosis]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Sludge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Es ist wieder mal Freitag. Was das heißt, ist mittlerweile eigentlich so gut wie klar: <del>Feierabend um 1, betrunken halb 2</del> Bands, die vielleicht noch nicht jeder kennt.</p>
<p>Diesmal schwenkt der Blick nach Französien, genauer nach Béthune, von wo aus bis Mitte letzten Jahres eine Band versucht hat, sich einen Namen zu machen. Aus verschiedenen Gründen war ihnen das jedoch nur begrenzt vergönnt, weswegen sich die sechs Jungs zu einem Schritt entschieden, der genauso sympathisch wie bedauernswert ist: sie lösten sich auf.</p>
<p><strong>GENERAL LEE</strong></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14953" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/General-Lee-Bandpic.jpg" alt="GENERAL LEE" height="891" width="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/General-Lee-Bandpic.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/General-Lee-Bandpic-300x278.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/General-Lee-Bandpic-750x696.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Jahre 2002 gegründet, verschrieben sich die Franzosen schnell dem Post Metal, dem sie einige Ingredienzen aus Hardcore und Doom beimengten.</p>
<p>Bereits 2003 erschien dann die erste EP &#8222;The Sinister Menace&#8220;, die aufgrund vertrackter Einschübe und weniger Hooks noch recht schroff klang, allerdings schon ein deutliches Gespür für Stimmungen offenbarte.</p>
<p>Abgesehen von einer Split mit <strong>AS WE BLEED</strong> im Jahre 2004, wurde es dann schon wieder ruhig um die Franzosen. Ganze fünf Jahre gingen ins Land, bevor das erste Album &#8222;Hannibal Ad Portas&#8220; erschien. Doch die Zeit, die seit der ersten EP vergangen war, muss Wunder gewirkt haben, da das Debütalbum in puncto Emotion, Ohrwurmpotenzial und Songwriting völlig neue Welten erreicht, die selbst die Besatzung der Enterprise (egal, welche!) vorher nicht zu Gesicht bekommen haben dürfte.</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe loading="lazy" style="border: 0px currentColor; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1786392032/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://generalee.bandcamp.com/album/hannibal-ad-portas&#8220;&amp;amp;amp;amp;gt;Hannibal Ad Portas by General Lee&amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Dass es nicht gerade wenig Bewunderer und Nacheiferer des Post-Metal-Dreigestirns <strong>CULT OF NEURISIS</strong> gab und bis heute gibt, ist hinlänglich bekannt. Umso erfreulicher war es, dass <strong>GENERAL LEE</strong> zwar die Beeinflussung durch die eben Genannten nicht zu übertünchen versuchten, sich aber dennoch ihren eigenen Stil erarbeiteten, der qualitativ in bedrohliche Nähe zu den Idolen vorstoßen konnte.</p>
<p>Das zweite Full Length Album &#8222;Roads&#8220; wurde 2010 veröffentlicht und stand seinem Vorgänger in kaum etwas nach. Melancholie, Energie, Ruhe, Sturm und Post Rock-artiger Bombast sind nur einige Stichworte, die mir zum Zweitling der Franzosen einfallen. Scheitern doch Unmengen von Bands bei dem Versuch, ein so diffiziles Gebilde wie Stimmung aufzubauen, so gibt es bei <strong>GENERAL LEE</strong> keinen einzigen Moment, in dem der Wechsel von fragiler Schwermut zu schleppender Aggression und zurück nicht präzise konzipiert und vollzogen wird!</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0px currentColor; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1501204830/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://generalee.bandcamp.com/album/roads&#8220;&amp;amp;amp;gt;Roads by General Lee&amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Mein persönlicher Favorit &#8222;Raiders Of The Evil Eye&#8220; folgte im Jahre 2012 und begann damit, die bereits vorher gemeisterten Fähigkeiten im Post-Metal-Sektor mit gesteigerten Hardcoreanteilen zu vermengen. So strotzt das Drittlingswerk nicht nur vor gesteigerter Wut, sondern auch vor Gitarrenhooks, die die sieben Songs so übermäßig im Nachhirn verankert, dass es mir seit Jahren nicht gelingt, sie dort dauerhaft weg zu bekommen. Aber warum sollte ich auch?</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0px currentColor; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2773874094/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;lt;a href=&#8220;http://generalee.bandcamp.com/album/raiders-of-the-evil-eye&#8220;&amp;amp;gt;Raiders of the Evil Eye by General Lee&amp;amp;lt;/a&amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Das letzte Album &#8222;Knives Out, Everybody!&#8220; spiegelt den Albumtitel exakt wieder und ist nur noch auf Krawall gebürstet. Die atmosphärischen Anteile der Anfangstage sind weitestgehend vergessen, stattdessen werden die Hardcoreanteile auf 11 gedreht und Größen wie <strong>BOTCH</strong> und <strong>CONVERGE</strong> gehuldigt. Mit dem Schwanengesang wurde noch einmal versucht, alles zu vernichten und dem Erdboden gleich zu machen, in der Hoffnung, dass nichts mehr steht, wenn sich die Band zur Ruhe legt.</p>
<p>Auch wenn mir dabei die stimmungsvollen Elemente etwas fehlen, so haben <strong>GENERAL LEE</strong> doch einen Brocken Musik kreiert, der einige Zeit braucht, um vollständig verdaut zu werden und so noch einige Zeit nachwirkt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/OsrErIBS_N4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Am 23.02.2016, nach 15 Jahren des Bandbestehens, wurde via Facebook das Ende der Karriere, sowie das letzte Konzert verkündet, wonach <strong>GENERAL LEE</strong> verstummen sollten.</p>
<p>Nach wie vor sind alle Releases&nbsp;für n paar wenige Mark über die Bandcampseite erhältlich und dort auch zu streamen, was ihr unbedingt tun solltet!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/general.lee.rocks/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://generalee.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<title>Ein Ozean aus Emotionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2016 15:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner]]></category>
		<category><![CDATA[11. Album]]></category>
		<category><![CDATA[Doom Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Fire Within Fires]]></category>
		<category><![CDATA[ISIS]]></category>
		<category><![CDATA[Neurosis]]></category>
		<category><![CDATA[Oakland]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NEUROSIS &#8211; Fire Within Fires Veröffentlichungsdatum: 23.09.2016 Dauer: 40:53 Min. Label: Neurot Recordings/Cargo Stil: Post Metal/ Doom Metal &#160; Ohne Umschweife walzt Amerikas Urgestein aus Oakland in Sachen vertonter Apokalypse und Beklemmung auf ein Neues los. Der Schein trügt anfänglich, als die ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NEUROSIS </strong>&#8211; Fire Within Fires<br />
Veröffentlichungsdatum: 23.09.2016<br />
Dauer: 40:53 Min.<br />
Label: Neurot Recordings/Cargo<br />
Stil: Post Metal/ Doom Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ohne Umschweife walzt Amerikas Urgestein aus Oakland in Sachen vertonter Apokalypse und Beklemmung auf ein Neues los. Der Schein trügt anfänglich, als die ersten Töne meine Gehörgänge erreichen. Befinde ich mich in einem Traum? Exakt! <strong>In einem Albtraum</strong>! Nach circa dreieinhalb ruhigen Minuten ziehen mich die Könige der Dystopie runter in ihr neuestes Machwerk, welches auf den Namen &#8222;Fire Within Fires&#8220; getauft wurde. Unbändig wie ein Gorilla schlägt die <strong>eiserne Umarmung</strong> <em>&#8222;Bending Light&#8220;</em> zu und macht unmissverständlich klar: <strong>Du wirst leiden</strong>. Schmerzverzerrte Gemeinheiten werden mir zu getragenem Tempo entgegengebellt, <strong>CROWBAR</strong> lassen grüßen. Der Einstand ist geglückt und ich atme erleichtert auf. <strong>NEUROSIS</strong> können es immer noch, nach <strong>30 (!) Jahren Bandhistorie</strong> sind noch lange keine Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Verstörend wird es im Anschluss, als <em>&#8222;A Shadow Memory&#8220;</em> in die gleiche Kerbe wie sein Vorgänger schlägt. Diesmal aber härter, zusätzliche progressive Passagen wechseln sich mit aggressiven Momenten ab.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8676 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/neurosis-band-urheber.jpg" alt="neurosis band (urheber)" width="1000" height="667" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/neurosis-band-urheber.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/neurosis-band-urheber-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/neurosis-band-urheber-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/neurosis-band-urheber-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" />
<p><strong>Jetzt kann der miese Leidensprozess beginnen</strong></p>
<p>Wie eine bittere Pille, die es zu schlucken gilt, rollt und grollt <em>&#8222;Fire Is In The End Lesson&#8220;</em> in meinem Verstand umher, aber diesmal hört man leise im Hintergrund eine <strong>southernlastige Melodie</strong> sich ihren Weg bahnen. Der Verstand verflüchtigt sich und ehe sich der Rezensent versieht, wird im Takt die Mähne geschüttelt. Gleich noch mal! Und wieder! Jetzt die Lautstärke auf elf drehen! &#8230; Ihr merkt schon, das ist mein erstes persönliches Highlight auf dem 11. Album von <strong>NEUROSIS</strong>. Es bricht bereits der vorletzte Song an (<em>&#8222;Broken Ground&#8220;</em>) und nun zeigt sich das zweite Gesicht von <strong>NEUROSIS</strong>. Das Lärmkommando ist nicht nur für seine kranken Gewaltausbrüche bekannt, es kann auch unglaublich traurige balladeske, fast <strong>fragile Lichtblicke</strong> beschwören, in denen der Sänger mit tief grummelnder Stimme seine Botschaften verbreitet. Auch wenn nach kurzer Zeit die 40-Tonner-Gitarre losröhrt, wirkt es eher bedächtig als brutal. Und so klingt der Track leise aus, der Gesang begleitet mich verfremdet in die Tiefe des Ozeans aus Emotionen. Angekommen am Grund der Seele, erwartet mich <em>&#8222;Reach&#8220; </em>&#8211; der krönende Abschluss. Erstmals hört man hier mehrstimmigen Gesang, der auf mich wie ein finaler Schwanensang seine Wirkung entfaltet. Sanft bettet einen die Gitarre zur Ruh&#8216; und endlich kann ich loslassen. Dachte ich zumindest, aber <strong>NEUROSIS</strong> wären nicht sie selbst, wenn ihr Release zum Schluss keine Narben hinterlassen würde. Unruhig warte ich auf die letzte Eruption, die Minuten ziehen ins Land, dann kommt der akustische Entzug auf schnellen Schritten.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/FqQt8oWBN2k?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4><strong>Schon wieder eine Dreiviertelstunde um?</strong></h4>
<p>Es ist ein großer Pluspunkt, dass die Zeit wie im Flug verging, ist die Musik der &#8222;Post Metal-Erfinder&#8220; doch alles andere als leichte Kost. Trotz der ganzen Negativität schafft die Gruppe es immer wieder, Abschnitte in ihre Songs zu basteln, in denen ein kontinuierlich vorhandener Hoffnungsschimmer durchscheint. Dadurch zieht &#8222;Fire Within Fires&#8220; einen nicht zu sehr nach unten und der Grad der Erschöpfung hält sich in Grenzen. Zum Schluss möchte ich auf die Wichtigkeit dieser Band hinweisen. Wer schon immer wissen wollte, woher <strong>ISIS</strong>, <strong>MASTODON</strong>, oder sogar <strong>DISBELIEF</strong> ihren Input schöpfen, der kommt an dieser Institution nicht vorbei.</p>
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