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	<title>Odroerir Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Odroerir Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Dark Troll Festival 2019 &#8211; Der Nachbericht &#8211; Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jun 2019 08:22:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Festivalsaison is wie Raubrittertum: jede Menge Bier, viel Krawall und es werden oft Burgen eingenommen.</p>
<p>Was unsere Crew zum Dark Troll erlebte und welche heidnischen Feste dort gefeiert werden liest du bei uns. Übrigens auch eine gute Vorbereitung für kommende Festivals!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2019-der-nachbericht-teil-1/">Dark Troll Festival 2019 &#8211; Der Nachbericht &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Donnerstag &#8211; Wir sehen uns auf der Burg!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33714" aria-describedby="caption-attachment-33714" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-33714 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-868-300x199.png" alt="" width="300" height="199" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-868-300x199.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-868-360x240.png 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-868-750x496.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-868.png 988w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33714" class="wp-caption-text">©Lady Metal</figcaption></figure>
<p><strong><em> Oimel: </em></strong>Der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite, die <strong>Sonne scheint</strong>, das <strong>Bier schmeckt</strong> und überall riecht es nach Grill! Was liegt da nahe? Richtig, <strong>Festival</strong>! Ich habe schon so einige Festivals besucht, zu diesem hier bin ich, durch das Magazin, ein wenig gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Aber, hier möchte ich gleich mal mein Fazit vorneweg nehmen: <strong>Wer das Dark Troll noch nicht kennt, hat etwas verpasst!</strong> Selbst wenn man nur 2-3 Bands im Vorfeld kennt (so wie ich), kann ich nur empfehlen – fahrt dort hin! Das <strong>„schönste Festival der Welt“</strong> (laut eigenen Bannern) ist wirklich eine kleine Perle!&nbsp;</p>
<p>Aber jetzt wieder der Reihe nach. Ich lehne mich also im Stuhl zurück, versuche, mir den Geschmack von <strong>Pfeffi und Kellerbier</strong> auf die Zunge zu rufen, mir growlt <strong>AD CINEREM</strong> ins Ohr und wir springen zurück in der Zeit. Und so ist es <strong>Donnerstag Morgen</strong>, als ich mich auf die gerade einmal eine Stunde Anfahrt mache. Das Örtchen <strong>Bornstedt</strong> ist schnell gefunden und dank der Online-Geländepläne erreiche ich auch gut das Campinggelände C. Das ist das Gelände, das für Wohnmobile vorgesehen ist. Und so parke ich problemlos und stürze mich recht schnell in Richtung des Geschehens.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33713" aria-describedby="caption-attachment-33713" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-33713 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-867-300x197.png" alt="" width="300" height="197" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-867-300x197.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-867-750x493.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-867.png 982w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33713" class="wp-caption-text">©Lady Metal</figcaption></figure>
<p>Großartig ausgeschildert ist hier nichts, aber das ist auch nicht notwendig. Die <strong>festen Toiletten</strong> (keine Dixis!) sind um die Ecke und der Weg zur Burg ist selbsterklärend: aufwärts! Selbiger ist zwar nicht lang, dafür schön fies steil und wird mit jedem Tag (oder jedem Bier) schwieriger. Aber der <strong>Aufstieg</strong> ist es wert, denn oben komme ich genau am Mittelpunkt des Getümmels raus. Links geht es den kleinen Weg über den &#8222;Burggraben&#8220; und durchs Tor ins Innengelände, rechts ist das VIP-Gelände.&nbsp;</p>
<p>Ich bekomme Bändchen und Pass und dann noch eine kurze Geländeführung von unserer Magazin-Festival-Mutti, und dann bin ich da. Im ersten Moment bin ich irritiert, denn das <strong>Gelände erscheint mir sehr klein</strong>, aber dafür einfach <strong>superschön</strong>! Man befindet sich im <strong>Inneren der Ruinen der Schweinsburg</strong>, lediglich der große Bergfried, Mauern und der Bereich, wo die Bühne ist, bestehen noch. Vor der Bühne ist eine ausreichend <strong>große Stehfläche</strong>, drumherum ist alles mit <strong>zahlreichen Sitzplätzen und Tischen</strong> bestückt, sodass man hier mit <strong>direktem Blick</strong> auf die Bühne gemütlich sitzen kann – großartig!</p>
<h3>Zwischen Vogelgezwitscher und Soundchecks</h3>
<p>Außerdem ist der Burghof umgeben von Bäumen und auch zahlreich im Innenhof damit bewachsen. Diese <strong>sorgen für Schatten</strong> und angenehm kühle Temperaturen! Im Innenbereich ist es gefühlte 10 Grad kühler als auf dem Campingplatz unten, und das ist ebenfalls sehr angenehm. Bei der ersten Geländebesichtigung fällt mir noch etwas sehr Positives auf: Eigentlich alle Versorgungs- bzw. Merchstände sind nicht nur in Hör-, sondern auch <strong>in Sichtweite der Bühne</strong>. Damit ist also auch die Versorgung des <strong>leiblichen Wohles jederzeit gesichert</strong>, ohne die Action auf der Bühne zu verpassen. Kurz gesagt: Die <strong>Location ist wunderschön</strong>, und die Planung des Geländes ist sehr clever durchdacht, um den Platz und die vorhandenen Gegebenheiten ideal nutzen zu können, wie zum Beispiel die WCs!&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33715" aria-describedby="caption-attachment-33715" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-33715 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-869-300x199.png" alt="" width="300" height="199" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-869-300x199.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-869-360x240.png 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-869-750x498.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-869.png 987w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33715" class="wp-caption-text">©Lady Metal</figcaption></figure>
<p>Nun war ich noch nie auf einem Festival, auf dem hauptsächlich die Genres <strong>Folk /Pagan und (Atmospheric) Black Metal</strong> bedient werden. Ich habe zwar im Vorfeld beispielsweise <strong>SAOR</strong> schon live gesehen, auch <strong>WINTERFYLLETH, ENISUM</strong> und <strong>MGLA</strong> waren mir geläufig. Aber zum Großteil habe ich mich hier einfach <strong>überraschen lassen</strong>, und versuche, das auch so wiederzugeben. Daher wird es mir hoffentlich verziehen, dass ich in den meisten Fällen <strong>nicht mit Liedtiteln dienen</strong> kann.</p>
<p>Sehr gespannt war ich im Vorfeld, wie der Sound sein würde, da vieles dieser Musik meiner Meinung nach nur wirkt, wenn wirklich genau diese bestimmte, <strong>düstere. aber energievolle Atmosphäre</strong> erzeugt wird. Und rückwirkend&nbsp;kann ich auch nur festhalten, dass ich den <strong>Sound ganz großes Kino</strong> fand!&nbsp;</p>
<p>Jetzt bietet sich hier auch die Überleitung an, denn im Gegensatz zu mir hat unser <strong>zweiter Schreiberling Nico</strong> ein deutlich <strong>fundierteres Fachwissen</strong> in dieser Richtung und wird das dann auch hier präsentieren.</p>
<h3>Neue Traditionen</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33701" aria-describedby="caption-attachment-33701" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33701 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/BARBAROSSA-BAGPIPES-DRUMS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/BARBAROSSA-BAGPIPES-DRUMS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/BARBAROSSA-BAGPIPES-DRUMS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/BARBAROSSA-BAGPIPES-DRUMS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/BARBAROSSA-BAGPIPES-DRUMS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/BARBAROSSA-BAGPIPES-DRUMS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33701" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p>Den Auftakt zum Bandprogramm bildet die sympathische Gruppe <strong>BARBAROSSA PIPES AND DRUMS</strong>. Genau wie der Name verspricht, bekommen die schon recht zahlreich versammelten Zuhörer hier <strong>klassischen Dudelsack-Sound</strong> begleitet von <strong>Flöten und Trommeln</strong> präsentiert. Es ertönt die inoffizielle <strong>schottische Hymne</strong> <em>&#8222;</em><em>Flower of Scotland&#8220;</em> und auch andere bekannte Melodien wie zum Beispiel <em>&#8222;Amazing Grace&#8220; </em>und <em>&#8222;Auld Lang Syne&#8220;</em>. Auch die <strong>Filmmusik</strong> zum <em>„Letzten Mohikaner“</em> bekommt Ihren Platz und bevor die Truppe rausmarschiert, wird auch noch das <strong>Steigerlied</strong> mit den Instrumenten von der Insel vertont. &nbsp;</p>
<p><strong><em>Nico:</em></strong> Auch wenn <strong>Black Metal</strong> im Allgemeinen bei den <strong>über tausend Besuchern</strong> oft höher im Kurs steht als <strong>reinrassige Folklore</strong>, ist der Andrang doch bei <strong>BARBAROSSA PIPES AND DRUMS</strong> recht groß. Etliche Gäste richten ihre <strong>Smartphones</strong> auf die Kombo und bedanken sich mit tosendem Beifall. Insgesamt liefern <strong>BARBAROSSA PIPES AND DRUMS</strong> eine authentische und <strong>historienträchtige Auftaktperformance </strong>für das dreitägige Spektakel auf der Burganlage.</p>
<h3>Dunkle Wolken aus Dresden</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33702" aria-describedby="caption-attachment-33702" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33702 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/AD-CINEREM-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-48-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/AD-CINEREM-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-48-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/AD-CINEREM-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-48-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/AD-CINEREM-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-48.jpg 687w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33702" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><strong><em>Oimel: </em></strong>Als nächstes folgen <strong>AD CINEREM</strong>. Es gibt beim <strong>Dark Troll</strong> insgesamt auch nur <strong>eine einzige Bühne</strong>, welche aber völlig ausreichend ist. Die Umbaupausen kann man sehr gut an den <strong>nahegelegenen Ständen</strong> nutzen, es gibt schattige Sitzplätze und genug angenehmes Publikum für ein Schwätzchen zwischen den Konzerten. Aber zurück zur Band, denn die erste &#8222;richtige&#8220; Band legt für meinen Geschmack direkt einen richtig <strong>guten Auftritt</strong> hin!</p>
<p>Die fünf Jungs aus <strong>Dresden</strong> schaffen mit 2 Gitarren, Schlagzeug und Bass eine <strong>kraftvolle Atmosphäre</strong> aus düsterer Energie, die sich direkt von der Bühne aufs Publikum überträgt. Dazu kommen die dunklen Growls, die sich unheilvoll in das Gesamtbild einfügen. Die Musik hat für mich etwas <strong>h</strong><strong>ypnotisches, sehr sphärisches</strong> und sorgt bei mir sofort dazu, dass die <strong>Gedanken ausgeschaltet</strong> werden. Ich bin nur noch von der Musik umfangen! Und genau das ist es, was ich an Black Doom so mag.</p>
<p>Dementsprechend bin ich schon hier sehr glücklich und genieße die 40-Minuten-Flucht aus allem um mich herum sehr.&nbsp;Insgesamt muss ich sagen, dass <strong>AD CINEREM</strong> mir live noch besser gefallen haben als auf der Scheibe. Gerade Sänger Tobi&#8217;s Stimme hat es mir live noch mehr angetan! Und die Band trifft damit insgesamt sehr gut meinen Geschmack in diesem Genre. <strong>Nico</strong> erinnern die Riffstrukturen übrigens an <strong>BLUT AUS NORD</strong> oder <strong>FORGOTTEN TOMB</strong>.</p>
<p>Ich bin also bereits nach den ersten beiden Acts sehr gut auf dem Festival angekommen, <strong>genieße die Stimmung</strong> und lasse mich treiben. Jetzt erstmal zum Bierstand, denn auch düstere Klänge machen Durst! Das <strong>Personal</strong> an allen Ständen ist enorm <strong>hilfsbereit, geduldig und freudig</strong> &#8211; und auch immer für ein <strong>Späßchen</strong> zu haben. Das ist auf Großveranstaltungen so nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit! Ich verlängere also meinen Gang und besorge mir auch gleich noch etwas zu essen. Dann begutachte ich die am Rande des Weges befindlichen Stände und komme am Ende in dem kleinen <strong>Wikingerdörfchen</strong> heraus, bei dem sich auch ein herrlicher <strong>Ausblick über die nähere Umgebung</strong> bietet. Ich genieße Essen, Land und Leute und werde dann von zaghaften Tönen zur Bühne gelockt.</p>
<h3>Du bist ein Teufelskind!</h3>
<p>Dort angekommen, werde ich vom <strong>fiesesten Soundcheck</strong> direkt aus der Hölle aus allen Träumen gerissen. Ein kleiner, recht unscheinbarer Roadie ersetzt das klassische &#8222;check, one two&#8220; direkt und <strong>ohne Vorwarnung</strong> durch einen Scream und direkt anschließendes Growlen aus den Untiefen des Fegefeuers. Auf den <strong>Schreck</strong> brauche ich erstmal noch ein Kaltgetränk und komme genau rechtzeitig zum Beginn von <strong>LUCIFER´S CHILD</strong> wieder zurück.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33704" aria-describedby="caption-attachment-33704" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33704 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-7.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33704" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p>Und das ist auch gut so! Die <strong>vier Herren aus Griechenland</strong> spielen bereits seit 2013 zusammen und haben hier heute ihren <strong>ersten Deutschlandauftritt</strong>, und der hat sich gewaschen! Wer gerade noch in den <strong>getragenen, sphärischen Tönen</strong> von <strong>AD CINEREM</strong> geschwebt hat, wird <strong>unsanft in die Wirklichkeit</strong> zurückgeholt! Denn jetzt geht es deutlich <strong>härter und schneller</strong> zur Sache. Dazu kommen immer wieder <strong>klerikale Zwischentöne</strong>, die dem Ganzen eine epische Note verleihen.&nbsp;</p>
<p>Das erste Stücke ist direkt <strong>klassischer alter Black Metal</strong>, darauf folgt ein Titel mit fiesem, schnellen Gesang, der mich sehr an <strong>MOTÖRHEAD</strong> erinnert. Alle Stücke haben eines gemeinsam: Sie werden mit richtig viel Bock präsentiert! Die Jungs platzen energietechnisch förmlich <strong>aus allen Nähten</strong>, der Sänger würde sich wahrscheinlich die <strong>Rippen auseinanderreißen</strong>, wenn er dadurch nur mehr Energie freisetzen könnte.</p>
<p>Das Publikum wird animiert, die Band verschwendet keine Zeit und reizt ihre Spielzeit voll aus, um sie mit <strong>hämmernder, schneller und wilder Musik</strong> zu füllen. Ich muss dazu sagen, dass mich die Band im Vorfeld gar nicht angesprochen hat &#8211; live war es aber eine Wucht. Die <strong>Intensität</strong> des Auftritts hat ihren Teil dazu beigetragen. Später am Autogrammstand meinten die Jungs auch, dass sie <strong>alle Energie, allen Fokus</strong> auf dieses Konzert gesetzt haben und es ihr <strong>bester Auftritt bisher</strong> war. Fühlte sich auch für mich so an!</p>
<h3>ROTTING CHRIST-Gitarrist&nbsp;<strong>George Emmanuel</strong> bei uns im Interview</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33703" aria-describedby="caption-attachment-33703" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33703 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-15-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-15-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-15-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LUCIFERS-CHILD-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-15.jpg 687w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33703" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><strong><em>Nico:</em></strong> Nach der Autogrammstunde von <strong>LUCIFER´S CHILD</strong> quatschen Oimel und ich noch eine Weile mit dem Gitarristen von <strong>LUCIFER´S CHILD</strong> und <strong>ROTTING CHRIST</strong>, <strong>George Emmanuel</strong>. Der <strong>30-Jährige</strong> zeigt sich sichtlich von der <strong>familiären Atmosphäre</strong> des Festivals angetan, weil es hier wirklich noch um die Musik, <strong>anstatt um eine fortschreitende Kommerzialisierung</strong> von Künstlern gehe. Auch ist er kein Fan davon, quasi-abgeschottet in Bierzelten zu sitzen, sondern steht viel lieber mitten auf dem Festivalgelände im <strong>regen Austausch mit den Fans</strong>. Ausnahme ist da natürlich der Biergenuss.</p>
<p>Zusammen mit <strong>LUCIFER´S CHILD</strong> plane er zeitnah noch <strong>mehr Auftritte und Shows in der</strong> <strong>Bundesrepublik</strong>, das Publikum hat es ihm wohl angetan. Uns brennt natürlich auch noch auf den Nägeln, wie sehr sein Hauptprojekt <strong>ROTTING CHRIST</strong> musikalischen und textlichen Einfluss auf <strong>LUCIFER´S CHILD</strong> nimmt. Laut George sind die <strong>Parallelen</strong> zwischen beiden Bands aber eher <strong>peripher</strong> und verwaschen als beabsichtigt.</p>
<h3>Drink The Rum!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33705" aria-describedby="caption-attachment-33705" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33705 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25.jpg 1030w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33705" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><strong><em>Oimel:</em> </strong>Schlag auf Schlag geht es weiter, und das auch <strong>international!</strong> Denn die nächste wilde Truppe ist direkt aus dem <strong>Land der Kängurus</strong> angereist. <strong>LAGERSTEIN</strong> sorgen dafür, dass sich die Bühne dem <strong>Zustand meines Magens</strong> anpasst &#8211; voll! Und wie, denn hier sind gleich <strong>sieben wilde Piraten</strong> auf der Bühne, die mit <strong>langen Haaren, wilden Klamotten</strong> und einer beinahe optisch wahrnehmbaren <strong>Atemalkoholausdünstung</strong> zum Konzert ansetzen. Instrumental sind hier Bass, zwei Gitarren, Keyboard, Keytar, Geige und Schlagzeug vertreten und werden von dem <strong>charismatischen Sänger Greg</strong> unterstützt, der das Konzert damit beginnt, sich eine große Karaffe Rum-Cola in die Rübe und über sich zu schütten.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33706" aria-describedby="caption-attachment-33706" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33706 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-10-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-10-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-10-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/LAGERSTEIN-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-10.jpg 1184w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33706" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p>Und dann geht auch direkt die Party los, die Jungs sind trinksicher und wollen ein <strong>Fest</strong>! Diese Stimmung entlädt sich auch aufs Publikum. Anfangs ist allerdings (das einzige Mal) der Sound etwas schwammig, wahrscheinlich ist die Anlage mit dem Gefechtseifer der Kangaroos so überfordert wie vermutlich auch deren Leber! Um das zu bestätigen, gibt es erstmal ein <strong>Wetttrinken auf der Bühne</strong> &#8211; aus dem jeweils eigenen <strong>Schuh bzw. Stiefel</strong>. Fachkundigen <strong>LAGERSTEIN-Fans</strong> dürfte der <strong>&#8222;Shoey&#8220;</strong> schon bekannt sein. Kurze Zeit später hüpft die ganze Truppe dann ins Publikum, alle setzen sich hin, nachdem der Sänger <strong>&#8222;camping-time&#8220;</strong> ausgerufen hat. Hier geht es etwas ruhiger zur Sache. Allerdings nicht lange &#8211; schon ist es time to<em> &#8222;Drink the rum&#8220;</em> und wieder dominiert die <strong>feuchtfröhliche Stimmung</strong>, während die Band zum letzten Song der Reihe nach den <strong>Trichter leer zieht &#8211; während des Spielens!</strong></p>
<h3>100% Gute Laune, 0 Fucks given</h3>
<p><strong>Captain Greggar</strong> hat wirklich einen <strong>Piratenlook</strong>, der Rest der Truppe sieht einfach nach <strong>Chaos</strong> aus. Als Beschreibung in vier Worten würde mir hier einfallen: <strong>&#8222;Make Metal Spaß again&#8220;!</strong> Ein wenig zwingen sich mir <strong>Parallelen zu ALESTORM</strong> auf. Letztendlich war der Auftritt gut, und eine gelungene Auflockerung. Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass mir irgendwas gefehlt hat, um mich in dieselbe Ausgelassenheit zu versetzen, die die Band hatte.</p>
<p>Ich vertrete mir wieder ein wenig Füße, schaue an unserem Autogrammstand und am Merch vorbei und<strong> lasse</strong> einerseits <strong>die Menschen auf mich wirken</strong>&nbsp;und andererseits die Ruhe und Entspanntheit, die die Burgruine ausstrahlt. Ich beobachte auch noch ein wenig das <strong>emsige Wuseln des Teams</strong> an allen Stellen, wühle mich kurz durch eine Vinylverkaufsbox und eile dann wieder zu den Tönen des Soundchecks vor die Bühne. <strong>Der Weg ist jedes Mal kurz</strong> und es ist nie sooo voll, dass man nicht seinen Wunschplatz einnehmen könnte.</p>
<h3>Der Black Metal-Posaunist</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33707" aria-describedby="caption-attachment-33707" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33707 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SEAR-BLISS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-12-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SEAR-BLISS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-12-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SEAR-BLISS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-12-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SEAR-BLISS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-12-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SEAR-BLISS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-12-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SEAR-BLISS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-12.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33707" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><em><strong>Oimel:</strong> </em>Die nächste Band leite ich mal mit dem altbekannten Familienduell ein: <strong>&#8222;Wir haben 100 Leute gefragt: &#8218;Nennen Sie ein typisches Black-Metal-Instrument&#8216; &#8230;.Posaune sagten &#8230;. Null!&#8220;</strong> Genau das ghet mir durch den Kopf, als bei <strong>SEAR BLISS</strong> plötzlich <strong>ein Posaunist in dem heftigen Treiben</strong> auf der Bühne mitmischt. Ich bin gelinde gesagt überrascht und muss feststellen, dass sich die Posaunentöne sehr gut in die jeweiligen Songs einfügen. Zwei Gitarren, ein singender Bassist, die Posaune und zum Abrunden wundervoll hämmernde Doublebass. Das geht anscheinend nicht nur mir sehr gut ins Ohr, auch das <strong>Publikum geht sehr gut mit</strong>.</p>
<p>Mir gefallen die einzelnen Instrumentenparts sehr gut, auch das gesamte <strong>Zusammenspiel</strong>: treibend, wuchtig und sehr düster! Nur der <strong>am Anfang ausschließlich gegrowlte Gesang</strong> stößt bei mir nicht auf allzu große Gegenliebe. Wie auf Bestellung variiert dieser aber später noch deutlich, und mit den <strong>jetzt gebotenen Screams</strong> kann ich mich sehr viel besser anfreunden. Schlussendlich werden noch 2 Stücke vom kommenden Album der <strong>Herrschaften aus Ungarn</strong> geboten. Diese bestechen für mich durch <strong>Klargesang</strong> und eine etwas getragenere Stimmung, allerdings ohne die wummernde Kraft des Schlagzeuges zu vergessen. Sehr fein!</p>
<h3>Germanische Volksweisen und die Geschichte vom schweren Soundcheck</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33708" aria-describedby="caption-attachment-33708" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33708 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-26-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-26-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-26-682x1024.jpg 682w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-26-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-26.jpg 789w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33708" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><strong><em>Nico:</em></strong> Planmäßig soll eigentlich kurz vor 8 das <strong>Schmalkaldener Sextett ODROERIR</strong> das Publikum mit ihrer urwüchsigen und akustisch unterwanderten <strong>Pagan Folk Metal-Tonkunst</strong> germanische Geschichte näher bringen. Ich schiele zur Bühne und sehe, dass sich schon die ersten Bandmitglieder bereit machen und eile zur Bühne. Prinzipiell hätte ich mir das Hechten durch die doch nicht mehr ganz so überschaubaren <strong>Zuschauerzuströme</strong> sparen können. Der Grund dafür: Der <strong>Soundcheck</strong> soll noch ca.<strong> bis 20.15 Uhr</strong> andauern. Die Technik scheint mit den E-Gitarren, den diversen Akustikinstrumenten und den insgesamt vier Gesangsstimmen einfach überfordert zu sein.</p>
<p>Zuerst klingt die <strong>Violine viel zu laut</strong> und <strong>übersteuert</strong>, während die <strong>vier Gesangsstimmen</strong> der&nbsp; <strong>Paganisten</strong> fast gar nicht zur Geltung kommen. <strong>Die Besucher werden unruhig</strong>. Schräg links vor uns veranstalten ein Mann und eine Frau mittleren Alters <strong>diverse Albernheiten</strong>, unterdessen ertönt von rechts und aus den hinteren Reihen lautes<strong>&nbsp;Getuschel</strong>, weil alle mutmaßen, woran es liegen könnte, dass die Band immer noch nicht bereit für ihren Einsatz ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33709" aria-describedby="caption-attachment-33709" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33709 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/ODROERIR-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33709" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p>Als <strong>ODROERIR</strong> schließlich doch beginnen können, ihr ausgewähltes <strong>Songrepertoire</strong> darzubieten, sind die Stimmen allerdings immer noch zu leise. Sie gehen im Instrumentenjungel förmlich unter. Schade drum. Der <strong>erste Track</strong> des Auftritts müsste <em>&#8222;Des Thors Hammer Heimholung&#8220; </em>vom vorletzten Album &#8222;Götterlieder II&#8220; gewesen sein, welcher einer meiner Lieblingstitel der Thüringer ist.</p>
<p>Im Verlauf des Sets wird es vom Mixing her besser, wobei die Stimmen bei den letzten Titeln mir persönlich <strong>fast schon zu laut</strong> sind. Aufgrund der immer wiederkehrenden Forderungen des Publikums, <strong>WALDTRAENE</strong>, das Akustikprojekt von <strong>Horda</strong> (Bass und Schlagtrommeln) und <strong>Knöpfchen Wolfenschrey</strong> (Vocals und Flöte) spielen zu lassen, kommt es mir so vor, als würde die Songauswahl zum Ende hin immer <strong>akustiklastiger</strong> werden.</p>
<p>Abgesehen von den <strong>technischen Ungereimtheiten</strong>, für die die Band nichts kann,&nbsp; haben <strong>ODROERIR</strong> an diesem Abend ein ausgewogenes Set, bestehend aus Titeln von mehreren Veröffentlichungen, zum Besten gegeben. Besonders gefallen haben mir persönlich dabei <em>&#8222;Des Thors Hammer Heimholung&#8220;, &#8222;Menosgada&#8220; </em>und relativ zum Ende hin&nbsp;<em>&#8222;Skadis Rache&#8220;.</em></p>
<h3><strong>Schlaflose Nächte</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33710" aria-describedby="caption-attachment-33710" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33710 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SUN-OF-THE-SLEEPLESS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SUN-OF-THE-SLEEPLESS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SUN-OF-THE-SLEEPLESS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SUN-OF-THE-SLEEPLESS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SUN-OF-THE-SLEEPLESS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/SUN-OF-THE-SLEEPLESS-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-25.jpg 1184w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33710" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><strong><em>Oimel: </em></strong>Der Abend schreitet mit großen Schritten voran. Zwischenzeitlich habe ich die Klamotten gewechselt und zur <strong>Abenddämmerung</strong> einen Pullover übergezogen, und auch die Bierchen mal durch einen warmen Kaffee ersetzt. Aber das Wetter ist immer noch so gütig, dass <strong>kurze Hosen</strong> kein Problem sind. Der <strong>Soundcheck</strong> läuft ein wenig <strong>holperig</strong> und zieht sich hin, aber das lässt sich verschmerzen. Und dann sind <strong>SUN OF THE SLEEPLESS</strong> auf der Bühne.&nbsp;</p>
<p>Die Musik kommt schön wuchtig und <strong>kräftig</strong> und wird durch die <strong>stimmlichen Parts</strong> irgendwo <strong>zwischen Screams und Growls</strong> passend und gut unterstützt. Besonders ins Auge, oder besser gesagt ins Ohr, fällt mir allerdings das Schlagzeug. Hier ist – laienhaft gesprochen – deutlich mehr Arm- als Beinarbeit vorhanden und das wiederum finde ich für das Genre recht ungewöhnlich. Aber besonders durch die <strong>Variationen im Schlagzeugspiel</strong> bleibe ich den ganzen Auftritt über gespannt und die treibenden Bassdrumms sorgen für Glückseligkeit bei mir. Insgesamt gefällt mir zu der späteren Stunde auch dieser Auftritt sehr gut und trifft nach <strong>AD CINEREM</strong> auch wieder genau meinen Geschmack. <strong>Düster, treibend, drückend</strong> – aber dennoch atmosphärisch! So genieße ich den &#8222;Feierabend&#8220;, denn die letzten beiden Bands des Abends gehören Nico, und mich plagt erstmal <strong>größerer Durst</strong>!</p>
<h3>Alte Bekannte zwischen neuen Gesichtern</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33711" aria-describedby="caption-attachment-33711" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33711 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/FINSTERFORST-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-9-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/FINSTERFORST-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/FINSTERFORST-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-9-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/FINSTERFORST-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/FINSTERFORST-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-9-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/FINSTERFORST-Dark-Troll-Festival-30.05.2019-9.jpg 1184w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33711" class="wp-caption-text">©PIX666</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000000;"><strong><em>Nico: </em></strong>Zur <strong>späten Stunde</strong> freue ich mich auf meine <strong>dritte Livekonfrontation</strong> mit den Schwarzwaldenthusiasten von <strong>FINSTERFORST</strong>. Sie treten, wie üblich, in erdtonbefleckten und ausgewaschen <strong>Arbeiterhemden</strong> auf die Bühne. Schon beim Soundcheck fällt mir sofort auf, dass die <strong>Akkordeonklänge (wieder) synthetisch</strong>, also durch das Keyboard erzeugt werden. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die letzten beiden Male, als ich sie auf dem <strong>Dark Troll Festival</strong> sah, leiteten sie ihren Auftritt mit ihrem Tophit <em>&#8222;Lauf der Welt&#8220; </em>vom ersten Album &#8222;Weltenkraft&#8220; ein, was diesmal nicht so von statten geht. Ansonsten werden vorangig neuere Tracks wie <em>&#8222;Zeit für</em> <em>Hass&#8220;</em> und <em>&#8222;Mach dich frei&#8220;</em> gespielt. Auch ein kurzer Gastauftritt eines <strong>JÖRMUNGAND</strong>-Mitgliedes sorgt für Aufsehen. Mit dem Titel <em>&#8222;Ein Lichtschein&#8220; </em>läutet ihre Performance aus, <strong>ohne</strong> dass sie eine <strong>Zugabe spielen</strong>. Die Herren verbeugen sich noch kurz, die Scheinwerfer gehen aus und etliche Zuschauer steuern in Richtung der Stände oder des Ausganges der Anlage.<br />
</span></p>
<h3>Bassdrum-Salven und Riff-Gewitter</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33712" aria-describedby="caption-attachment-33712" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33712 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-866-300x197.png" alt="" width="300" height="197" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-866-300x197.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-866-750x493.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot-866.png 991w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33712" class="wp-caption-text">©Lady Metal</figcaption></figure>
<p>Obwohl ich mich <strong>nach um die zehn Stunden</strong> kaum noch auf den Beinen halten kann, möchte ich den Auftritt der letzten Band des ersten Abends nicht missen müssen. <strong>1914</strong> aus der Ukraine präsentieren <strong>Black Metal mit aggressiver und wütender Spielart</strong>, der sich (einige Füchse mögen es schon erraten haben) bandnamenkonform mit <strong>Themen des 1. Weltkrieges</strong> auseinandersetzt. Ähnlich wie bei <strong>FINSTERFORST</strong> haben sich mindestens drei Herren des <strong>Quintetts</strong> <strong>Arbeiterhemden</strong> über den Leib gestülpt, während der Gitarrist ganz rechts mit seinem <strong>dunklen Shirt und dem Kilt</strong> fast schon vom äußeren Erscheinungsbild her bei <strong>SAOR</strong> anheuern könnte.</p>
<p>Mit einem <strong>pfeilschnellen packenden Riff-Gewitter</strong> leiten die Ukrainer ihr <strong>Sound-Feuer</strong> auf die Besucher ein. Im weiteren Verlauf folgen auch langsamere Songs. Auch wenn der Vatertagsabend schon fast vorüber ist und ich mich schon wie blöde auf mein heimisches Bett freue, bieten <strong>1914</strong> für mich ein kurweiliges Hörvergnügen, und so freue ich mich schon sehr auf die beiden <strong>übrigen Festivaltage</strong>.</p>
<p><strong><em>Oimel:</em></strong> Aber natürlich bin ich auch noch nicht verschwunden und widme <strong>1914</strong> noch meine Aufmerksamkeit. Die hatte ich im Vorfeld für mich schon ausgeschlossen, konnte ich doch mit der Musik nicht viel anfangen. Und Metal mit Kriegsgeschichten machen <strong>SABATON</strong>, fertig. Aber ich bin trotzdem neugierig und das bin auch gut so! Ich bin noch wach, das Bier noch kühl, und der Abend noch lauschig. Ich <strong>kann mich Nicos Ausführungen nur anschließen</strong>, aus meiner unbedarften Sicht hier noch kurz dazu: <strong>Live</strong> kommt das ganze schon <strong>sehr stimmig und geil!</strong></p>
<p>Die Musik ist und bleibt<strong> hart, schnell, düster und fies.</strong>&nbsp;Aber durch den völlig <strong>emotionslosen Auftritt des Sängers</strong>, der in ein <strong>Mikrofon</strong> singt, das auf einem <strong>1.WK-Gewehr steckt</strong>, und dazu <strong>Tarnfarbe im Gesicht und einen Soldatenmantel</strong> trägt, wirkt das ganze schon sehr <strong>authentisch.</strong> Die Musik befördert einen akustisch direkt in den <strong>Schützengraben</strong>! Zumindest geht es mir so. Auf den Plattenteller kommt mir die Musik wohl eher nicht, aber live war der Auftritt sehr authentisch und stimmig-brachial!</p>
<p>Jetzt aber husch, husch in die Koje&#8230; schließlich geht es morgen im gleichen Tempo weiter!</p>
<h2>DU MÖCHTEST WISSEN, WIE ES WEITERGEHT? HIER FOLGT BALD PART 2 UNSERES DARK TROLL-NACHBERICHTS!</h2>
<hr>
<p>Ein riesiges Dankeschön geht raus an <strong>PIX666</strong> und <strong>Lady Metal</strong> für die tollen Aufnahmen!</p>
<p><strong>PIX666</strong> im <strong><a href="http://pix666.de/">Web</a></strong> und auf <strong><a href="https://www.facebook.com/www.pix666.de/">Facebook</a></strong></p>
<p><strong>Lady Metal</strong> im <a href="https://www.lady-metal.com/home.html"><strong>Web</strong></a> und auf <a href="https://www.facebook.com/Lady.Metal.Webzine/"><strong>Facebook</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2019-der-nachbericht-teil-1/">Dark Troll Festival 2019 &#8211; Der Nachbericht &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>Du musst dich entscheiden! &#8211; Wave-Gotik-Treffen 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 06:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Have you ever been to Leipzig? &#8211; Na, aber klaru! Ich kann doch nicht immer nur zu Hause abgammeln! Aber das Pfingstwochenende habe ich dort noch nie verbracht. Pfingstmaien austragen und Dreckschweinfest wie aufm Dorf gibt es da nicht. Stattdessen: zahlreiche Konzerte, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/du-musst-dich-entscheiden-wave-gotik-treffen-2017/">Du musst dich entscheiden! &#8211; Wave-Gotik-Treffen 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Have you ever been to Leipzig? &#8211; Na, aber klaru! Ich kann doch nicht immer nur zu Hause abgammeln! Aber das Pfingstwochenende habe ich dort noch nie verbracht. Pfingstmaien austragen und Dreckschweinfest wie aufm Dorf gibt es da nicht. Stattdessen: zahlreiche Konzerte, etliche Kleider und Kostüme und &#8217;ne Menge Schwarz. Wie schon viele Jahre zuvor findet auch dieses Jahr DAS Festival der schwarzen Szene in der sächsischen Metropole statt. Und so heißt es Freitag, den 2. Juni, auch für uns zum ersten Mal: So geleiten uns die Rösser nach Leipzig! Das <strong>WAVE-GOTIK-TREFFEN 2017</strong> ruft. Frau eingepackt, und hüja!</p>
<h3><b>TAG 1 – Freitag </b></h3>
<p>Dort angekommen, tingeln wir erstmal zur Wochenend-Unterkunft. Sachen abschmeißen und los! &#8230;haste gedacht. Die eigentlichen Bewohner unserer Wochenend-Wohnung sowie die des gesamten Mehrfamilienhauses sind sehr herzlich, und so gibt es vor der Straßenbahnfahrt zur <strong>Agra</strong>, dem <strong>Hotspot des</strong> <strong>WGT</strong>, erstmal noch fett Käsekuchen und Käffchen. Mmmmhhh&#8230;</p>
<p>Jetzt ist aber Schluss mit bummeln. Ich bin schließlich mit <strong>El Zecho</strong> gegen 18:00 Uhr an der Agra verabredet, wo wir unser Bändchen in Empfang nehmen müssen, also Beine in die Hand und ab zur Straßenbahnhaltestelle. Wenn deine Nase eigentlich nur noch den <strong>erdigen Geruch von Patchouli</strong> wahrnimmt, weißt du, dass du scheinbar nicht ganz falsch bist.</p>
<p>Während wir also auf die Bahn warten, komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich weiß gar nicht so recht, wo ich zuerst hinschauen soll. <strong>Haufenweise besondere Outfits</strong>, die ich in der Art noch nie zuvor gesehen habe: ein Kerl mit einem Korsett, der darin eine schmalere Taille hat, als so manches abgemagerte Topmodel auf Pro 7, oder ein Mädel mit einem mechanischen Sonnensystem als Kopfschmuck, bei dem sich die Planeten bewegen können. Mein lieber Mann! Schnell wird klar, Jogginghose und Adiletten wären definitiv fehl am Platz, hier steckt <strong>richtig Mühe und Arbeit</strong> hinter den Kostümen. Es gilt, sich schick zu machen!</p>
<blockquote><p>Nachdem mir der Reifrock einer Dame ins Gesicht gesprungen ist wie die Springschlangen aus einer gefakten Erdnussdose, kommen wir ins Gespräch.</p></blockquote>
<p>Ab in die Bahn in Richtung Agra-Gelände. Voll ist es, schwarz, lustig UND (zum Glück) klimatisiert. Nachdem mir der Reifrock einer Dame ins Gesicht gesprungen ist wie die Springschlangen aus einer gefaketen Erdnussdose, kommen wir ins Gespräch. Ich weiß nun, dass wir in der richtigen Bahn sind, und sogar, wo wir aussteigen müssen. Doch bevor wir aus der Bahn hüpfen, ertönt noch eine <strong>Durchsage vom Straßenbahnführer</strong>: „Ich verabschiede mich schon mal von euch. Viel Spaß euch allen, ein schönes Pfingstwochenende, tanzt viel, trinkt viel, schön, dass ihr da seid!“ Das kommt an, Applaus in der gesamten Bahn. Nun denn: Hinaus mit den schwarzen Horden, die allesamt zur Agra strömen.</p>
<h3>SAFTIGE GETRÄNKEPREISE, VIKTORIANISCHES PICKNICK</h3>
<p><strong>El Zecho</strong> ist noch nicht da, also stelle ich mich, zusammen mit meiner Liebsten, schon mal an, kämpfe mich durchs Gelände bis hin zum Presse-Haus und hole unsere Pässe. Und während wir auf <strong>El</strong> warten, haben wir genug Zeit, erstmal den <strong>Overload an Eindrücken</strong> zu verarbeiten und uns einen Überblick zu verschaffen. Das geht am besten bei einem kühlen Getränk vor dem Eingang des Agra-Geländes. Der Inhalt des Bechers muss jedoch genossen werden, denn mal <strong>abgesehen vom Bier-Preis</strong>, der für ein Festival recht normal erscheint, sind <strong>alle anderen Getränke für meinen Geschmack recht teuer</strong>. Aber gut.</p>
<blockquote><p>Hier sitzen jedes Jahr ca. 5.000 schwarze Besucher &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>El Zecho</strong> trifft ein. Der arme Junge ist noch völlig geplättet, denn er und seine bessere Hälfte kommen direkt vom <strong>Viktorianischen Picknick</strong>&nbsp;aus dem <strong>Clara-Zetkin-Park</strong>. Hier sitzen jedes Jahr <strong>ca. 5.000 schwarze Besucher</strong>, teils in außergewöhnlich schicker Gewandung, in gemütlich-romantischer Atmosphäre beisammen und genießen die&nbsp;<strong>WGT</strong>-Eröffnung bei einem Sekt, oder zwei.</p>
<p>Nun denn, schauen wir mal aufs Agra-Gelände, denn so langsam knurren auch unsere Mägen. Die <strong>zahlreichen Fressbuden</strong> laden ein, sich überall mal durchzukosten, sodass am Ende jede(r) von uns etwas findet. Der Plan für heute soll sein: durch die Hallen des hiesigen Geländes schlendern und <strong>DEVILMENT</strong> schauen. <strong>DEVILMENT</strong> soll die einzige Band des Freitagabends bleiben, denn so viel Interessantes für den Metalhead spielt heute noch gar nicht. <strong>TANZWUT</strong> wären die Alternative, doch trotz der unterschiedlichen Anfangszeiten der Gigs schaffen wir die Mittelalter-Musikanten nicht, da wir das Agra-Gelände erst wieder verlassen müssten, um ins <strong>Heidnische Dorf</strong> zu gelangen.&nbsp;</p>
<h4>„Klappe, dir hört doch eh keiner zu!“</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18308 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586.jpg" width="400" height="345" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586.jpg 1136w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586-300x259.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586-1024x882.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586-750x646.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Bevor das Konzert von <strong>DEVILMENT</strong>&nbsp;beginnt, schlendern wir noch etwas über den sogenannten „Catwalk“, der sich durchs gesamte Gelände zieht. Ich habe schon den Eindruck, dass hier manche Goths mit ihrem Outfit ein wenig <strong>Show-Laufen</strong> wollen, was nur verständlich ist, bei der Mühe, die sich manche mit diesem extra gemacht haben. Wollen wir doch mal schauen, was es in den Hallen so zu entdecken gibt.</p>
<p>Da hätten wir zum einen den <strong>Schwarzmarkt</strong>, aber ich rede hier nicht von irgendwelcher Hehlerware oder von Knarren und Koks, sondern von einer riesigen Messehalle voll mit allem, was das schwarze Herz begehren kann. Mäntel, Korsetts, Stiefel, Bondage- und SM-Kram, Kopfschmuck – <strong>vom edelsten Geschmeide bis zum postapokalyptischen Cyber-Outfit und der Peitsche</strong> gibt es hier einfach alles. Ich muss zugeben: als Junge vom Dorf bin ganz schön reizüberflutet, so am ersten Tag hier. Doch wir bekommen einen <strong>Pechkeks</strong> in die Hand gedrückt, der mich wieder ziemlich schmunzeln lässt – quasi ein schwarzer Glückskeks mit Sprüchen, wie: „Ebbe wird auf Ebbe folgen“ oder „Klappe, dir hört doch eh keiner zu“.</p>
<h3>DANI FILTH IN KREISCHLAUNE</h3>
<p>Nun wird es Zeit, sich in die Halle gegenüber zu bewegen, denn <strong>Dani Filth</strong> (<strong>CRADLE OF FILTH</strong>) hüpft auch bei <strong>DEVILMENT</strong> mit dem Mikro in der Hand über die Bühne. Als wir die Halle betreten, beginnt gerade die Show. Die einzigartigen Vocals und hohen Screams von <strong>Dani</strong> sind natürlich auch bei <strong>DEVILMENT</strong> sehr ausgeprägt vertreten, allerdings passt das Ganze meiner Meinung nach <strong>nur bedingt zu der Symphonic/Dark/Gothic Metal-Combo</strong>.</p>
<p>Allgemein kann ich sagen, dass der Gig mir schon ganz schön die Schuhe auszieht, weil hinter der Mucke schon ordentlich Druck ist, allerdings geben mir die Songs, bis auf die Stellen, an denen Keyboarderin <strong>Lauren Francis</strong> sich mit ihrem Klargesang bewaffnet, gar nichts. Auch der Stakkato-artige Gesang von <strong>Dani Filth</strong> nimmt der einen oder anderen Walze doch ganz schön den Groove. Die von ihm bekannten, <strong>hohen Schreie</strong> erklingen manchmal in Pausen und <strong>wirken wie Lückenfüller</strong>. Nicht unbedingt mein Geschmack, aber&nbsp;ein Abriss wars trotzdem. Und wenn ich mir das zappelige Publikum in der riesigen Halle so anschaue, bleibt außer Frage, dass es wohl trotzdem ein gewaltiger Auftakt für ein besonderes Festival ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18310" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593.jpg" alt="" width="891" height="664" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593.jpg 891w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593-300x224.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593-750x559.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 891px) 100vw, 891px" /></p>
<p>Pfingstfreitag, der <strong>Tag der Reizüberflutung. </strong>Wir verabschieden uns von <strong>El Zecho</strong> und <strong>La Zecha</strong>, und irgendwie ziemlich fertig gehts ab in die Unterkunft. Noch ein Stück mit der Straßenbahn, noch ein Stück zu Fuß, noch eine Zigarette und ab ins Bett.</p>
<h3><b>TAG 2 – Samstag </b></h3>
<p>Nachdem wir unsere Kadaver aus der Bettwäsche geschält haben, gilt es, jene zu waschen. Ausgeschlafen und frisch gehen wir zum nahegelegenen Discounter, um Frühstück zu jagen. Essen und Plan schmieden, heißt die Devise. Schließlich wollen wir heute verschiedene Locations anfahren, also müssen wir Bahnverbindungen checken. Beim Zusammenbasteln des heutigen Unterhaltungsprogramms hilft uns die <strong>kostenlose &#8222;WGT-Guide&#8220;-App</strong>. Absolut empfehlenswert!</p>
<p>Auf dem Plan stehen heute folgende Acts: <strong>KLIMT1918</strong>, <strong>XANDRIA</strong>, <strong>VOGELFREY</strong>, <strong>IN THE WOODS</strong>, <strong>MYRKUR</strong>, <strong>SYLVAINE</strong>, <strong>ROTTING CHRIST</strong> und eventuell <strong>AMORPHIS</strong>.</p>
<blockquote><p>An diesem Punkt wird die Einzigartigkeit des Festivals definitiv zum Nachteil.</p></blockquote>
<p>Vorher wollen wir mal ins Heidnische Dorf gucken, uns einen Überblick verschaffen und einen Happen essen. Das klingt doch eigentlich ganz geil! Bis jetzt&#8230;</p>
<p>An diesem Punkt wird die <strong>Einzigartigkeit des Festivals definitiv zum Nachteil.</strong> Die zahlreichen verschiedenen Lokalitäten, an denen man <strong>WGT</strong>-Künstler bestaunen kann, bringen ebenso viele Überschneidungen mit sich, die es unmöglich machen, alle Bands, die man vorher markiert hat, überhaupt spielen zu sehen. Sehr schade, da doch besonders freitags erstaunlich wenig Interessantes für den Metalhead dabei war! Man kann es eben nicht jedem recht machen. Ich muss mich also entscheiden.</p>
<h3>DIE QUAL DER WAHL</h3>
<p>Heutiger Plan nach Abgleich aller Zeiten: 18:00 Uhr <strong>KLIMT1918</strong>, 21:00 Uhr <strong>SYLVAINE</strong>, beide im <strong>Alten Landratsamt</strong>. Zwischen beiden Gigs nochmal hin und her zu pendeln, hat&nbsp;wenig Sinn, also schauen wir uns zwischen beiden Bands noch <strong>NICOLE SABOUNÉ</strong> an, die mit <strong>Post-Punk, New Wave und Indie/Art Rock</strong> beschrieben wird. Im Anschluss an die drei Acts wird sich zeigen, ob wir es noch zu <strong>AMORPHIS</strong> schaffen.</p>
<p>Im&nbsp;Heidnischen Dorf angekommen, macht sich schnell <strong>Ernüchterung</strong> breit. Scheinbar hatten viele <strong>WGT</strong>-Besucher den gleichen Gedanken wie wir, denn die Schlange am Einlass ist geschätzte 150 Meter lang. Der Grund: <strong>Einlass-Stopp</strong>. Das Warten hat wenig Sinn, das wird sonst zu knapp. Also auf der Hacke kehrt und wieder ab in die Innenstadt.</p>
<h3>POST ROCK IM LANDRATSAMT</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-18312" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0684.jpg" width="400" height="497" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0684.jpg 579w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0684-241x300.jpg 241w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Nach einer Stärkung fix ins Alte Landratsamt, das sich in Hauptbahnhofsnähe befindet. Hier treffen wir erneut auf <strong>El Zecho</strong> und seine Liebste.&nbsp; Schon vor dem Gig ist die Venue gut gefüllt, was sich spürbar auf die Luftfeuchtigkeit und Temperatur auswirkt. Gemächlich starten <strong>KLIMT1918</strong> mit ganz viel Hall und wenig Bewegung auf der Bühne. Das geht völlig in Ordnung, schließlich handelt es sich bei den Italienern um eine meist eher ruhigere <strong>Post-Rock-Kapelle</strong>. Anstatt ein Backdrop aufzuhängen, werden mithilfe eines Beamers <strong>kurze Filmsequenzen auf eine Leinwand projiziert</strong>.</p>
<p>Das Set besteht aus einer gesunden Mischung neuer und älterer Titel. Von <em>„Snow Of &#8217;85“</em> über <em>„Skygazer“</em>, bis hin zu <em>„Commandante“</em> werden von jedem Longplayer die Klassiker ausgepackt. Macht mega Spaß, dem Konzert beizuwohnen, weil<strong> KLIMT1918</strong> mit ihrer Musik meiner Meinung nach eine sehr positive Ausstrahlung haben. Der Saal ist mittlerweile noch voller, einige lassen sich auch gehen oder tanzen, wenn sie denn Platz finden. Mir ist es bei jeder Bewegung zu warm, also stelle ich mich, zusammen mit meiner Madame, regungslos in die Nähe des Ausgangs, wo man immer mal einen kühlen Windhauch spüren kann, und genieße das Konzert.</p>
<h3>FILMMUSIK UND STILEXPERIMENTE</h3>
<p>Als die Jungs ihren Gig beenden, verabschieden wir uns von den beiden <strong>Zechos</strong>, die sich auf den Weg zum <strong>Völkerschlachtdenkmal</strong> machen, wo im Anschluss ein <strong>Posaunenkonzert mit der Filmmusik</strong> von <em>&#8222;Der Herr der Ringe&#8220;</em>, <em>&#8222;Der Hobbit&#8220;</em> und <em>&#8222;Game of Thrones&#8220;</em> stattfindet. Während dort 20:00 Uhr ein zweiteiliges Set aus je 45 Minuten beginnt und den <strong>Zechos</strong> wohl unglaublich die Schlüppis nass macht, heißt es für uns: kurz verschnaufen, was zu trinken holen, vor der Tür mal ein Kippchen anstecken, dann gehts auch direkt weiter mit <strong>NICOLE SABOUNÉ</strong>.</p>
<p>Die Künstlerin war mir bis dato gar kein Begriff, stellt sich aber als ziemlich interessanter Act heraus. Jeder Song vermittelt eine andere Stimmung: mal düster-romantisch, mal energiegeladen, mal psychedelisch und in eine Art Trance versetzend. Ich habe weiter oben im Bericht aufgeführt, wie <strong>NICOLE SABOUNÉ</strong> genretechnisch einzuordnen ist – ich selbst wüsste&nbsp;spontan gar nicht, wie ich die Musik bestimmen würde. <strong>Interessant und kurzweilig</strong> auf jeden Fall, zumindest für all, die für Neues offen sind und nicht alles nur nach Schema F brauchen. Zwischendurch kommt mit <em>&#8222;Frozen&#8220;</em> ein <strong>Coversong von</strong> <strong>MADONNA</strong>, der noch langsamer und mystischer vorgetragen wird. Stark! So ist die Spielzeit recht schnell vorbei und ich kann gar nicht so recht ausdrücken, wie ich mich jetzt fühle, außer positiv überrascht und froh, nicht woanders hingefahren zu sein.</p>
<h3>DEN TRÄNEN NAH</h3>
<p>Mittlerweile bin ich ein wenig aufgeregt, <strong>SYLVAINE</strong> zum ersten Mal auf der Bühne zu sehen. Dieser Act ist definitiv eins meiner <strong>Highlights</strong> auf dem gesamten <strong>WGT</strong>. Ich feire beide bisher veröffentlichten Alben und freue mich wie ein Kuppi, das Ganze mal live zu erleben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18314" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Und meine Vorfreude wird durch die Begeisterung über den Auftritt noch weit übertroffen. Mastermind <strong>Kathrine Shepard</strong> beherrscht ihre Stimme so sagenhaft gut! <strong>Von zart über kraftvoll</strong> bis hin zu den <strong>teuflisch-derben Screams</strong> klingt alles mit dem <strong>postmetallisch-shoegazigen Instrumental</strong>&nbsp;perfekt zusammen. Spätestens beim Titel <em>„Earthbound“</em> wird die Hütte abgerissen. Dass es allerdings auch sehr besinnlich geht, wird im letzten Song<em>&#8222;Silent Chamber Noisey Heart“</em> deutlich, der ganz ohne Band vorgetragen wird. Nur <strong>Kathrine</strong> und ihre Gitarre. Der Titel geht unter die Haut und ihr selbst offensichtlich auch sehr nahe. Mit Tränen in den Augen bedankt sie sich sehr herzlich und warm, und verschwindet von der Bühne, bevor sie vielleicht in Tränen ausbricht. Sehr, sehr authentisch! Ein Wahnsinns-Gig, auf den ich mich schon lange gefreut hatte, und den es erstmal zu verdauen gilt.</p>
<h3>AMORPHIS IM KOHLRABIZIRKUS</h3>
<p>Für mich fühlt es sich richtig an, nach diesem Konzert nun keine weitere Band mehr anzuschauen, um die Stimmung des <strong>SYLVAINE</strong>-Gigs nicht zu zerstören. <strong>El Zecho</strong> begibt sich allerdings ungefähr jetzt zu <strong>AMORPHIS</strong> in den <strong>Kohlrabizirkus</strong>. Zum Konzert und zum weiteren Verlauf des Abends hat El folgendes zu berichten:</p>
<p>&#8222;<strong>AMORPHIS</strong> begeistern schon in den ersten Minuten des Gigs. Ein schönes, knackiges Schlagzeug, klare Gitarren und ein <strong>Tomi Joutsen</strong>, der <strong>richtig Bock auf Rock</strong> hat. Mit Klassikern wie <em>&#8222;House of Sleep&#8220;</em> bis hin zu neuen Songs wie <em>&#8222;Death of a King&#8220;</em> zieht die Band alle Register und auch die Halle wird zunehmend voller. Zwei Zugaben, dann ist die sehr kurzweilige Stunde des Konzertes auch schon wieder vorbei. Von der Security anschließend herausgefegt, stellt sich nun die Frage: Was machen wir mit dem angebrochenen Abend? &#8211; Wir fahren zum <strong>Neoromantikball&nbsp;</strong>ins <strong>Haus Leipzig</strong>. Bei einem Ball, bei dem <strong>Pagan, Dark- und Romantic Wave und Neofolk</strong> gespielt wird, lässt sich noch ein Absacker trinken. Allzu lange bleiben wir allerdings auch nicht, sondern machen uns auf den Heimweg.&#8220;</p>
<h3>FEUER UND FLAMME FÜRS HEIDNISCHE DORF</h3>
<p>Auch meine Freundin und ich beschließen, nun lediglich nochmal den Versuch zu starten, jetzt ins Heidnische Dorf zu fahren, wo unter anderem <strong>Don Promillo</strong> auf uns wartet.</p>
<blockquote><p>&#8230; indem er eine Rolle vorwärts durch einen brennenden Ring zeigen möchte.</p></blockquote>
<p>Dort angekommen, sind lediglich noch <strong>FLAMMEN IM ZWIELICHT</strong> zu bestaunen, die eine <strong>spannende Feuershow</strong> auf dem Tablett servieren. <strong>Don Promillo</strong> sorgt für gute Unterhaltung nebenbei, als er krampfhaft versucht, Teil der Feuershow zu werden, indem er eine Rolle vorwärts durch einen brennenden Ring zeigen möchte. Leider geht sein Plan nicht auf, aber zu lachen gibt es trotzdem viel. Nach der Feuershow ist nun langsam Feierabend für uns. Ab nach Hause, pennen.</p>
<h3><b>TAG 3 – Sonntag</b></h3>
<p>Guten Morgen, Sonntag! Oder sagen wir mal: Guten Tag – es ist schließlich schon fast Zeit fürs Mittagessen. Dann machen wir uns mal die Eumel frisch und gehen was zu leckern suchen. Und wohin flattern wir da? Dorthin, wo der gestrige Abend geendet hat – ins Heidnische Dorf. Vor allem deshalb, weil das Programm für mich heute wie folgt aussieht: <strong>YGGDRASIL</strong>, <strong>ODROERIR</strong>, <strong>ALCEST</strong>. Die beiden ersten Acts spielen eben genau dort, also los! Leider treten heute auch den ganzen Tag im <strong>Felsenkeller</strong> sowie im <strong>Kohlrabizirkus</strong> nur Hammer-Acts auf, wie <strong>KING DUDE</strong>, <strong>THE VISION BLEAK</strong>, <strong>ARCTURUS</strong> etc. ,also bin ich auch heute gezwungen, mich zu entscheiden. Erneut: sehr schade! Das frustriert ganz schön. Gerade frage ich mich ernsthaft, ob ich als Nicht-Gothic, der auf elektronische Mucke nicht so steht, nochmal herfahren würde. Die Ausbeute der Bands, die ich tatsächlich mitnehmen kann, ist einfach sehr gering, zumindest in diesem Jahr.</p>
<p>Im Heidnischen Dorf angekommen, treffen wir auch <strong>El Zecho</strong> und <strong>Don Promillo</strong>. Aber bevor der Spaß mit den beiden beginnen kann, ruft mein Unrumpf nach Fleisch.</p>
<h3>FLEISCHIGES LUNCH MIT TISCHMUSIK</h3>
<p>Während nun noch <strong>ANNWN</strong> ihre letzten Songs spielen, genieße ich (so gut es geht) den irgendwie fast noch rohen Fleischlappen, der, im Gegensatz zum mitgelieferten Brötchen, wenigstens überhaupt mal kurz den Grill gesehen hat, wenn auch nicht lang genug. Ich brauche noch ein Baumstrietzel zum „Nachspülen“, um mich glücklich und satt zu fühlen. <strong>ANNWN</strong> tragen dazu bei, dass ich mich mehr und mehr beruhige und nun gern ein Verdauungsschläfchen halten würde, was aber absolut nicht als negative Kritik zu verstehen ist. Im Gegenteil – es ist echt auch mal schön,<strong> zu ruhiger Live-Musik zu entspannen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18309 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588.jpg" width="600" height="410" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588.jpg 991w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588-300x205.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588-750x512.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Nach einigen ziemlich erheiternden Gesprächen betreten <strong>YGGDRASIL</strong> die Bühne, die ich im Jugendalter sehr gern gehört habe, allerdings noch nie live sehen konnte. Also bin ich gespannt. <em>„Verdgällning“</em> wird angestimmt und ich bin direkt ein bisschen angetan, irgendwie. <strong>Nostalgie</strong>! Wenn man das schon so nennen kann. Die Sonne steht tief und scheint von hinten durch die Bühnenrückwand, die aus schwarzem Stoff besteht. Die goldenen Sonnenstrahlen lassen die Band fast schon ein wenig in Anmut erstrahlen. Passt zur Musik! <i>„Kvällning över Trolska Landskap“</i> und diverse andere unaussprechliche Lieder fügen sich zu einem <strong>abwechslungsreichen und spannenden Set</strong> zusammen. Sound und Atmo sind gut abgestimmt.</p>
<h3>THÜRINGISCHE SKALDEN MIT K(N)OEPFCHEN</h3>
<p>Weiter gehts mit <strong>ODROERIR</strong>. Die Geschichtenerzähler aus Thüringen sorgen für eine Reise in längst vergangene Zeiten. Es ist wie immer ein Genuss, den Skalden zu lauschen.<em> „Zwergenschmiede“</em> und <em>„Des Thors Hammer Heimholung“</em> sind die Titel, die für mich am meisten herausstechen und Spaß machen. Eine Besonderheit gibt es noch zu erwähnen: <strong>Knoepfchen</strong> von <strong>WALDTRAENE</strong> kann sich nun zum festen Inventar von <strong>ODROERIR</strong> zählen und liefert am Mikro ordentlich ab. Fetzt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18311" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595.jpg" alt="" width="1080" height="611" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595-300x170.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595-1024x579.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595-750x424.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p>Schecke packen, und ab Richtung Volkspalast – <strong>ALCEST</strong> stehen auf dem Programm. Jippi! Für mich genau das richtige, um dem Sonntag zu beenden. Angekommen, bin ich erstmal ziemlich geflasht von der Location. Wir befinden uns in einer relativ großen <strong>Kuppelhalle</strong>, alles sieht recht edel aus und der<strong> natürliche Raumhall</strong> hier ist mega. Das könnte verdammt gut werden!</p>
<h3>EIN MONSTERMÄßIGER GIG</h3>
<p>Die Halle ist komplett voll, hier und da sehe ich sogar ein paar bekannte Gesichter. Und los, Intro ab! <strong>ALCEST</strong> haben Bock, das ist sehr stark spürbar. Hier geht gerade ebenso viel positive Energie wie Hall und Druck durch die Kuppelhalle! Und ich muss sagen, dass das <strong>der wohl beste ALCEST-Gig ist, den ich bisher gesehen habe</strong>, und die waren alle geil! Aber das hier sprengt jeglichen Rahmen. Das Set ist perfekt für mich. Als hätte ich die Setlist geschrieben. Mal abgesehen davon, dass vom <em>„Souvenirs &#8230;“</em>-Album kein Song gespielt wird, kommt <strong>ein Highlight nach dem anderen</strong>,wie „<em>Percées de lumière“</em> oder<em> „</em><em>Oiseaux</em><em> de proie“. </em>Was mich aber ganz besonders freut, ist, dass auch der 2. Teil von <em>&#8222;Écailles de Lune“</em> gespielt wird, der nicht sonderlich oft live zu erleben ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-18327" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655.jpg" width="500" height="481" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655.jpg 1247w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655-300x289.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655-1024x985.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655-750x722.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Der Gig schließt mit <em>„Délivrance“</em>, dem wahrscheinlich perfektesten Song, ein Set zu beenden. Gerade dieser Track ist wie ein Tempel für mich, der mich komplett erdet und herunterfährt. Ich bin so platt! Immer wieder ein Erlebnis, die Franzosen zu erleben. Noch eine kurze Verdauungszigarette, um überhaupt wieder einigermaßen klarzukommen, und dann ab nach Hause, um diesen <strong>monstermäßigen Gig</strong> zu verdauen. Jeweils samstags und sonntags einen Gig zum Abschluss zu erleben, der mich komplett fertig macht und umhaut, ist einfach unfassbar gut.</p>
<h3><b>TAG 4 – Montag</b></h3>
<p>Endspurt! Ihr Kreaturen der Nacht, kommt noch ein letztes Mal aus euren Gruften und feiert, was das Zeug hält! <strong>El Zecho</strong> ist heute Morgen leider schon wieder auf dem Weg in die Heimat, doch da das <strong>WGT</strong>-Ticket nicht nur die Konzerte der ganzen gebuchten Künstler bereithält, sondern man mit dem Bändchen unter anderem <strong>auch Museen, Ausstellungen etc. besuchen kann</strong>, entscheiden Madame und ich uns kurzentschlossen dazu, die <strong>„Runde Ecke“</strong> zu besuchen. Dieses Gebäude war früher der Sitz der Bezirksleitung der Staatssicherheit und ist heute ein <strong>STASI-Museum</strong>, das ein paar Einblicke in den Überwachungsapparat der DDR bietet. Viele „Werkzeuge“ sind dort ausgestellt und wir können dort ziemlich viele abgefahrene und skurrile Fakten über die Arbeitsweisen etc. erfahren.</p>
<h3>&#8222;OH, DA SPIELT GERADE MEINE BAND&#8230;&#8220;</h3>
<p>Schnell noch ein Eis auf die Hand und ab in den Felsenkeller, wo 16:30 Uhr <strong>THRUDVANGAR</strong> die Bühne umkrempeln wollen. Gegen 16:00 Uhr sind wir da, und als ich am Merch-Stand von <strong>THRUDVANGAR</strong> kurz mal reinwinken möchte, komme ich mit <strong>Raschi</strong>, dem Gitarristen, ins Gespräch, als plötzlich das Intro beginnt und er mit Erschrecken feststellt, dass der Gig beginnt. Ein kurzes: „Flo, kannst du kurz hier bleiben?“ von ihm, bevor er über Tisch und Bänke springt, um schnell auf die Bühne zu kommen. Tja, da stehe ich nun mit dem ganzen Merch von <strong>THRUDVANGAR</strong>, habe keine Ahnung von Tuten und Blasen und schmeiße scheinbar zusammen mit&nbsp;<strong>Mäuschen</strong>&nbsp;ab sofort den Laden. Darüber muss ich erstmal ziemlich lachen, und genieße den Gig der Köthener Jungs nun eben von der Seite aus. Klassiker wie<em> „Thornesthing“</em>, <em>„Zwei Raben“</em> und <em>„Jul“</em> machen gut Stimmung in der circa halb gefüllten Halle. An dieser Stelle liebe Grüße an die Jungs aus der Heimat! Hier und da höre ich immer mal, dass es wohl ganz schön laut sei, ich kann mich allerdings vom Merchandise-Stand aus nicht beschweren. Ein guter Gig, soweit ich das während des Merch-Verkaufs beurteilen kann.</p>
<h3>VOM KONZERTSAAL ZUR #YOLO-PARTY</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18315 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_1029.jpg" width="450" height="331" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_1029.jpg 743w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_1029-300x220.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Fix die Kasse übergeben und kurz absprechen, bevor wir uns auf den Weg ins <strong>Schauspielhaus</strong> machen. Dort spielen gleich <strong>LES FRAGMENTS DE LA NUIT</strong>, ein kleines Orchester, bestehend aus <strong>Streichern und Klavier</strong>, die <strong>düster-romantische Musik</strong> &#8211; unter anderem für Filme &#8211;&nbsp; schreiben. Als wir das Schauspielhaus betreten, wird schnell klar: Das hier ist wohl <strong>eine der edleren Locations</strong>, in denen man sich zu benehmen hat. Contenance! Wir sitzen auf dem obersten Rang, es ist komplett dunkel, nur die Bühne ist leicht beleuchtet. Wie die Klänge der Combo durch den Saal hallen, ist gigantisch. Die Titel, die gespielt werden, verzaubern scheinbar nicht nur mich, denn das Publikum spendet tosenden Applaus nach jedem Stück. Wow, echt schön, auch mal Musik zu hören, die nicht mit elektrischen Gitarren gemacht wird. Astrein!</p>
<p>Und ab gehts, wieder zurück in den Felsenkeller. <strong>FINSTERFORST</strong> sind dran! Für uns leider der letzte Act des Abends und des gesamten Festivals. Im Anschluss spielen noch <strong>EQUILIBRIUM</strong>, allerdings für uns leider etwas spät, denn Dienstag klingelt der Wecker wieder viel zu früh.</p>
<p>Wieder sind wir nicht ganz zu Beginn da, die Halle ist voll, die Party schon in vollem Gange. Ein paar flotte Ansagen von Frontman <strong>Olli</strong> und eine Walze nach der anderen sorgen für einen verdammt kurzweiligen Gig. Die <strong>FINSTERFÖRSTER</strong> sind voll in ihrem Element und fühlen sich scheinbar pudelwohl auf der Bühne. Mit Songs wie <em>„Nichts als Asche“</em>, <em>„YOLO“</em> und <em>„Mach dich frei“</em> wird die Hütte richtig abgerissen. Fettes Brett, das muss ich echt sagen! Fein gemacht!</p>
<h3>ZEIT, BILANZ ZU ZIEHEN!</h3>
<p>Na gut, das reicht für heute! Heimwärts kutschen! Einerseits freue ich mich, andererseits war das Wochenende unverhältnismäßig schnell vorbei, zumindest vom Gefühl her. Das liegt unter anderem an folgenden Gründen:</p>
<blockquote><p>Also steckt das dicke Portemonnaie ein!</p></blockquote>
<p>Das <strong>WGT</strong> ist <strong>kein typisches Festival zum Abschalten</strong>, auf dem ich auch mal mit seinen Kumpels auf dem Zeltplatz abhängen kann. Sicher, man kann auch auf dem Agra-Gelände zelten, aber durch das <strong>ständige Hin- und Herfahren</strong> vergeht so viel Zeit, dass ich eh schon etliche Gigs nicht&nbsp;besuchen kann. Das macht das Ganze für mich sehr unentspannt. Und es ärgert mich als Metalhead ehrlich gesagt, dass man für einen <strong>Ticketpreis im dreistelligen Bereich</strong> nicht ansatzweise das sehen kann, was man sich so vornimmt, bevor die Running Order veröffentlicht wird. Dazu kommt, dass man natürlich den ganzen Tag darauf angewiesen ist, dort <strong>irgendwo Getränke zu kaufen</strong>, da man ja ständig die Location wechselt, sich immer auf abgesperrtem WGT-Gelände bewegt, und es sich daher schwierig gestaltet, Eigenes mitnehmen kann. Also steckt das dicke Portemonnaie ein!</p>
<p>Auf vielen Festivals habe ich bisher Umbaupausen genutzt, um auf dem Zeltplatz eben mal einen Schluck zu trinken&nbsp;oder zu essen etc. Das ist auf dem <strong>WGT</strong> in dem Maß einfach nicht möglich. <strong>Ungefähr so viel Zeit, wie man auch in den Konzerthallen verbringt, verbringt man auch auf Fußwegen und in Straßenbahnen.</strong> Das ist für meinen Geschmack einfach zu viel des Guten. Das soll allerdings niemand so auffassen, dass ich meine, das Festival sei kacke. Um Gottes Willen, das ist es nicht, im Gegenteil! Die <strong>Struktur des Festivals ist einzigartig</strong>, das ist ganz klar. Und wenn ich ein Goth wäre, und mich auch für vieles andere im Line-Up begeistern könnte, würde ich vielleicht nicht unbedingt so viel durch Leipzig fahren müssen, weil vor meiner Nase immer auch etwas spielen würde, das mich interessiert. Und ich bin sehr dankbar für die Erfahrung, am <strong>WGT</strong> teilzunehmen zu können. Ich bin einfach nur kein Fan von so langen Wegen auf Festivals, und vor allem nicht von so zahlreichen Überschneidungen. Mein Lieblingsfestival wird es deshalb eben nicht. Ich kann trotzdem jedem empfehlen, <strong>es einmal auszuprobieren</strong>.</p>
<h3>MEIN POSITIVES SCHLUSSWORT ZUM WAVE-GOTIK-TREFFEN 2017</h3>
<p>Hinzufügen möchte ich noch: Meine Hochachtung an die Veranstalter und das gesamte Team! Ich habe selten ein so <strong>ordentlich organisiertes Festival</strong> erlebt wie dieses. Es gab, dort wo ich war, <strong>NIE Zeitverzug</strong>, es war überall <strong>aufgeräumt</strong>, <strong>ordentlich</strong> und die Lage war <strong>entspannt</strong>, und das bei sage und schreibe ca. 50 Locations, die zum Festival an sich gehören. Meinen höchsten Respekt dafür!</p>
<blockquote><p>Irgendwie sollte ein Festival meiner Meinung nach auch Urlaub sein.</p></blockquote>
<p>Auch die Gigs, die ich gesehen habe, waren alle in irgendeiner Weise besonders. Entweder waren es Bands, die ich noch nie, oder bisher sehr selten gesehen habe, und/oder die Venue war eine sehr besondere und/oder die Band hat einfach zu 110% abgeliefert, oder, oder, oder.</p>
<p>Von daher muss ich sagen, dass ich das <strong>WGT</strong>&nbsp;definitiv als <strong>positive Erfahrung</strong> im Kopf behalte. Mir ist es allerdings einfach unangenehm, wenn ich ständig auf die Uhr schauen muss, weil die Bahn fährt, die mich dann zum nächsten Gig bringt, zu dem ich vielleicht noch rennen muss, weil die Zwischenzeit zu knapp ist. Irgendwie sollte <strong>ein Festival meiner Meinung nach auch Urlaub</strong> sein. Zumindest für den Kopf. Und dieses Gefühl geht bei dem Organisationsaufwand auf dem <strong>WGT</strong> einfach flöten.</p>
<p>Trotzdem: Vielen Dank für die vielen neuen Erfahrungen, die ich sammeln konnte! Vielleicht bis zum nächsten Mal!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/du-musst-dich-entscheiden-wave-gotik-treffen-2017/">Du musst dich entscheiden! &#8211; Wave-Gotik-Treffen 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Dark Metal Night III &#8211; Preview</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 09:10:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-metal-night-iii-preview/">Dark Metal Night III &#8211; Preview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>So schnell ist es wieder vorbei mit den langen, warmen Sommertagen, die man mit Freunden gern im Freien verbringt. Die kurzen Klamotten werden allmählich in den Schrank gesperrt und vor nächstem Jahr auch nicht wieder raus gelassen. Auch die Zeitumstellung ist durch, und schon 19:00 Uhr hat man das Gefühl, es sei mitten in der Nacht, da es schon seit Stunden dunkel ist. Da wächst die Sehnsucht nach den vielen hammergeilen Festivals im Sommer.</p>
<p>Dass wir so gut wie komplett ohne Festivals über den Winter kommen müssen, können wir so leicht nicht ändern. Aber wir können uns die Wartezeit ein wenig verkürzen, z.B. &#8230;</p>
<blockquote><p>mit dem einen oder anderen Konzert im Club um die Ecke.</p></blockquote>
<p>Am 19. November 2016 wackeln im <strong><em>Club Puschkin</em></strong> in <strong><em>Dresden</em> </strong>mal wieder die Wände! Und zwar nicht, weil <strong>Bob der Baumeister</strong> mit seinem Meißelhammer dort die Fliesen von der Wand holt, sondern, weil an dem Tag dort die <strong>III. DARK METAL NIGHT</strong> stattfindet.</p>
<p><strong>BLUTSTURM</strong> und <strong>BLUTECK</strong> rütteln all jene, die schon fast gänzlich dem Winterschlaf verfallen sind, mit einem schwarzmetallischen Brett ordentlich wach. Weiter geht’s mit dem ziemlich einzigartigen Pagan/Black Metal der Bayern von <strong>THORMESIS</strong>, der sowohl mehrstimmige Klargesänge, als auch brachiale Instrumentale in sich birgt. Die Thüringer Skalden von <strong>ODROERIR</strong> tragen unter anderem Geschichten aus der Edda vor und entführen alle, die ihren Klängen lauschen, in eine längst vergangene Zeit. Und zu guter Letzt geben <strong>FINSTERFORST</strong> ihre Werke zum Besten. Ihr Black Forest Metal deckt von Partymucke bis Epos mittlerweile alles ab und verspricht eine spannende Show. Da ist garantiert für jeden etwas dabei!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/PLvjCzMrDps?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Also Anorak über den Wanst gezogen und nach Dresden gepilgert! Lasst euch diese Chance nicht entgehen! Denn von <strong>FINSTERFORST</strong> haben wir gelernt: Y<span style="font-family: Times New Roman,serif;">Ø</span><span style="font-family: Times New Roman,serif;">L</span><span style="font-family: Times New Roman,serif;">Ø!</span></p>
<p>DARK METAL NIGHT auf <a href="https://www.facebook.com/events/572589172895940/">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-metal-night-iii-preview/">Dark Metal Night III &#8211; Preview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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