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	<title>ORANSSI PAZUZU Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>ORANSSI PAZUZU Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Erfüllung durch Musik &#8211; ein Abend mit HELGA, ORANSSI und SOLSTAFIR!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 09:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Haunted Ethereal Progressive Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Oimel ist aktuell recht oft auf Achse! Was da los? Lest am besten mal hier zu SOLSTAFIR nach. Es war scheinbar gut! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-helga-oranssi-und-solstafir/">Erfüllung durch Musik &#8211; ein Abend mit HELGA, ORANSSI und SOLSTAFIR!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Sonntag, es ist kalt und dunkel, der Weihnachtsmarkt ist abgeklappert und die Bäuche sind vollgeschlagen. Es ist also die richtige Zeit für die Couch und vollständiges vergammeln vor der nächstwöchentlichen Lohnarbeit.</p>
<h3>Schwere Kleidung, Schwere Düfte, Schwere Klänge</h3>
<h3><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-47032 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga.jpg" alt="" width="403" height="537" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 403px) 100vw, 403px" /></h3>
<p>Oder aber, man wirft sich in die Hose, springt ins Auto und düst quer durch die Stadt ins Täubchenthal. In dieser feinen Lokalität in Leipzig sollte sich nämlich heute <strong>SOLSTAFIR</strong> die Ehre geben. Nach einer etwas unorthodoxen Parkplatzwahl ging es dann auch die letzten Meter zum Eingang, während Wegbier und Energy den müden Körper in einen veranstaltungsfähigen Zustand versetzten. Am Einlass durch und dann einmal kurz VIP-Gefühl – der feine Herr stand nämlich heute auf der Liste, da ich glücklicherweise durch &#8222;Bernd Aust Kulturmanagement&#8220; akkreditiert wurde. Es klappte alles reibungslos, ich wanderte in die Halle und stellte erst jetzt fest, dass sich hier dunkle Bilder in meinem Kopf zusammenfügten, denn ich erkannte die Location wieder. Ich wusste, ich war schon einige Mal hier, aber das war dann doch schon einige Zeit her und die Eindrücke verschwammen. Jetzt kam alles zurück und ich sichtete erst einmal unterwegs den reichlich ausgestatteten Merch-Stand, bevor es mich in den Saal verschlug. Ich traf absolut perfekt ein, denn die erste Band des Abends machte sich bereit und die ersten Töne waberten durch die Menge.</p>
<h3>Die große Unbekannte&#8230;.</h3>
<p>Hier hatte ich es nun mit <strong>HELGA</strong> aus England zu tun. Das war für mich die große Unbekannte des Abends, hier hatte ich es schlichtweg im Vorfeld nicht geschafft mal rein zuhören und ließ mich überraschen. Und zapperlott – überrascht war ich aber mal soooo was von! Die Band besteht aus 4 männlichen Bandkollegen um Frontfrau <strong>Helga Gabriel</strong> herum. Und nachdem ich mich problemlos perfekt positioniert habe, konnte ich diese nun auch alle recht nahe vor mir sehen. Das selbstgewählte Genre der Band ist &#8222;Haunted Ethereal Progressive Metal&#8220;, wobei ich das auch nur nenne, weil ich selbst keines gefunden hätte! Hier entfaltete sich eine Musik ins Publikum, die mystisch, verzaubert und entrückt ist. Einerseits irgendwie elfengleich, mit bezaubernden und magischen Momenten, die aber kurz darauf in <strong>wilde Kraft</strong> und treibende Klänge wechselt.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-47033 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2.jpg" alt="" width="400" height="533" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<h3>&#8230;.ist die große Überraschung!</h3>
<p>Und das Gleiche vollzieht sich bei der Stimme der Frontfrau, die von zartem Hauchen bis zu gutturalem Kehlkopfgesang variiert und das in einer Intensität, die einen einfach nur sprachlos zurücklässt. Dabei sprudelt diese kleine, zarte Person nur so über vor Energie, die dann – wenn sie nicht in wilden Tanzeinlagen mündet – direkt in das Mikro kanalisiert wird. Die Halle füllte sich hier seeehr schnell und der Band wogte große Begeisterung entgegen, und diese konnte ich absolut nachfühlen! Ich war direkt vom ersten Ton an absolut begeistert und hatte bei dem was hier abgeliefert wurde – so übertrieben es klingen mag – <strong>einfach Gänsehaut</strong>.</p>
<p>Hier sind tatsächlich Gesang und Musik unabhängig von einander schon so schön, dass beides eigenständig funktionieren würde, zusammen ergibt es eine umwerfende Komposition! Hier kann man wegträumen, sich verzaubern lassen aber gleichzeitig auch mitgerissen werden und in einen wilden Reigen einfallen. All das spiegelt sich auch im Gesicht der Sängerin, deren Mimik von zart und friedfertig zu haareraufendem Dämon wechselt und dabei absolut authentisch wirkt. Hier ist nix gespielt, diese Emotionen platzen förmlich aus Band und Frontfrau heraus, die Musik wird gelebt!</p>
<p>Schlussendlich ist es hier eine unbedingte Empfehlung, sich das 2023 erschienene Erstlingswerk der Band anzuhören, welches den Namen &#8222;Wrapped In Mist&#8220; trägt. 35 Minuten wundervoller Musik und vieler Emotionen wurden von rauschendem und überrascht-begeistertem Applaus würdig beendet und ich musste mich erstmal kurz schütteln um die Realität wieder anzunehmen.</p>
<h3><span style="font-size: 16px;">Jetzt wurden andere Saiten aufgezogen!</span></h3>
<h3><img decoding="async" class="wp-image-47034 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi.jpg" alt="" width="505" height="673" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 505px) 100vw, 505px" /></h3>
<p>Ich wanderte noch einmal durch die Location, die einfach schön ist – ein ehemaliges Fabrikgebäude. Eine Kammgarnspinnerei war hier beheimatet. Diese Hallen sind nun mit viel Liebe zum Detail eine Konzertlocation geworden, an der man auch in Umbaupausen genug zum anschauen hat. Nach einer kleinen Runde über die Galerie und dem Blick von oben auf die Crowd suchte ich meinen Platz wieder auf und wartete auf <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>. Die Finnen kamen dann auch auf die Bühne und brachen in das Publikum hinein wie eine Naturgewalt. Ich habe ehrlich gesagt auch hier meine persönlichen Schwierigkeiten, das in irgendeine Genre-Schublade zu stecken, aber das braucht es auch eigentlich gar nicht. Der Bandname setzt sich aus dem finnischen Wort für <strong>die Farbe Orange</strong> und dem babylonischen Dämon <strong>Pazuzu</strong> zusammen. Und ohne weiter über den Dämon zu recherchieren kann ich attestieren, dass dieser definitiv die Musik geschrieben haben muss!</p>
<h3>Dämonisch, düster und absolut einzigartig</h3>
<p>Hier wurde ein derart gewaltiges Gesamtschauspiel geboten, dass es mir schwer gefallen ist alles in seiner Gesamtheit zu erfassen. Einerseits waren die optischen Elemente durch Stroboskop und ähnliches sehr aggressiv, andererseits waren auch die Bandmitglieder unglaublich viel und energiegeladen auf der Bühne unterwegs. Insbesondere der Gitarrist schaffte mir absolut unerklärliche Bewegungen in einer Geschwindigkeit die mich um seine Gesundheit fürchten ließ – all das während er spielte. Wenn dazu noch das Stroboskop reinknallt, würde schon das für eine umfassende Desorientierung ausreichen. Und diese wird komplettiert durch die Klanggewalt von der Bühne.</p>
<p>Zu den klassischen Instrumenten wie Schlagzeug, Bass und 2 Gitarren kam hier noch mindestens ein Pult mit Keyboard/Synthesizer… elektronischen Bestandteilen. Zusätzlich bediente der Gitarrist auch noch ein zweites Pult für diverse Soundsamples. Und so bot sich hier eine Mischung dar, die zwischen unfassbar wuchtigem Einsatz aller Elemente bis zu teilweise minutenlangen elektronischen Klängen variierte. Dazu kam dann die übermächtige Stimme des Frontmannes, die die Musik dominierte, aber nicht überstrahlte. Die Band selbst wählt Begriffe wie &#8222;markant&#8220; und &#8222;dämonisch&#8220; für die Beschreibung des Gesanges, der &#8222;mit dem ganzen Körper&#8220; vorgetragen wird. Unterschreibe ich genau so!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47035 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2.jpg" alt="" width="501" height="667" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px" />Ein Auftritt zwischen Genie und Wahnsinn</h3>
<p>Es war definitiv faszinierend, und den spannendsten Effekt fand ich, dass die Band ein bestimmtes Element so lange genutzt hat, bis es nahezu überzogen war, bis der Zuhörer es nicht mehr aushalten kann oder will – um dann in einer völligen anderen Art damit zu brechen. So war das ganze Konzert wie ein Ritt auf der Rasierklinge, immer zwischen Genie und Wahnsinn. Und auch hier kam die Band im Publikum sehr gut an. Ich konnte auch hier mehrere Leute sehen, die direkt recherchierten, wen sie hier vor sich hatten. Insgesamt waren es dann 50 Minuten der wahrscheinlich einzigartigen Mischung aus Black, Progressive und Space Metal kombiniert mit Psychedelic Rock. Und ich frage mich immer noch, wie man solche Musik schreibt und zusammen komponiert! Ich war mehr oder weniger die ganze Zeit einerseits überfordert, aber auch gebannt und damit beschäftigt alles zu erfassen. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> sind als Fazit gesehen eine Band, die aus der &#8222;Konserve&#8220; für mich nicht funktioniert, aber live durch ihre Präsenz und Naturgewalt beeindruckt und fasziniert! Es ist mir im übrigen völlig unmöglich, auch nur ansatzweise zu sagen, ob die Band 2 oder 20 Stücke gespielt hat.</p>
<p>Achja, abgesehen von dem dämonischen Geprassel in umfassender Komplexität und den Derwisch-Tänzen des Gitarristen, gab es ein weiteres Highlight, das ich noch nie gesehen habe. Während des Konzertes tauschte der Schlagzeuger einfach mal die Anordnung seiner Becken aus! Er spielte also vorher in Anordnung A, und tauschte diese im Anschluss untereinander, und zwar so routiniert und gelassen, dass ich davon ausgehe, dass das Standard für ihn ist. Meinem Hirn, das sich schon bei herkömmlichem Schlagzeug-Spiel verknotet, hat das für einige Augenblicke komplett den Stecker gezogen.</p>
<h3>Die Ruhe nach dem Sturm</h3>
<p>Es folgte die letzte Pause, der Abend war noch relativ jung, und ich vertrat mir die Beine. Gerade einmal zarte 21 Uhr und es waren schon so viele Eindrücke auf mich geprasselt, dass ich ein wenig Luft brauchte. Nach der Runde ging es nochmal zum Merch, wo mich nur die Preise letzlich vom Kauf von diversen Platten abhielten. Wieder zurück in der Halle war es jetzt doch ein wenig kuschliger. Ich besorgte mir noch ein Getränk – die Biermarke wäre übrigens mein einziger Kritikpunkt an der Location – und es zog mich wieder in Bühnennähe. Dort platzierte ich mich wieder in sehr guter Sichtposition, und konnte bequem ohne Gedränge sehr bühnennahe stehen.</p>
<h3>Anti-Christian Icelandic Heathen Bastard…<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47036 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir.jpg" alt="" width="640" height="853" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></h3>
<p>… konnte ich auf dem Shirt des Fans vor mir lesen, den ich aufgrund geringer Körpergröße vorgelassen hatte, damit wir beide gut sehen. Ganz schön harter Slogan, wenn ich bedenke, was für grundsympatische Typen jetzt auf die Bühne stromerten! Die 4 Jungs aus Island kamen schon sehr sympatisch raus und interagierten dabei mit dem Publikum, während sie auch direkt loslegten. Die ersten Stücke sind rein instrumental, die Herren wärmen sich quasi erst einmal schwungvoll auf und dabei hat der Sänger große Freude mit dem Publikum, sucht die Nähe, winkt und zwinkert in die Reihen vor ihm und auf die Galerie.</p>
<p>Neben ihm sind Gitarrist und Bassist mit nahezu unbeweglichen Mienen, beide mit Hüten und absoluter <strong>Souveränität</strong>. Insbesondere der Gitarrist mit Cowboyhut schafft es über das ganze Konzert hinweg nicht einmal den Mundwinkel zu verziehen und dabei damit und dadurch absolut cool zu wirken. Die 4 Bartträger kommen nun richtig in Fahrt und nehmen den Schwung der ersten Minuten direkt mit. An dieser Stelle im Übrigen auch ganz dicke Komplimente an das <strong>Soundteam im Täubchenthal</strong>, denn bei allen 3 Bands war der Sound hervorragend, egal an welchem Ort in der Halle ich mich herumgetrieben habe! Das zeigte sich nun auch mit dem einsetzen des Gesang, der live ebenso einzigartig wie berauschend daherkommt, wie auf den Platten! Ich war sehr beeindruckt und auch das Publikum war schon jetzt mehr als abgeholt!</p>
<h3>Wer hat es drauf? SOLSTAFIR haben es drauf, und WIE!</h3>
<p>Was mir unglaublich gut gefiel – und dabei musste ich an ebendiese Schlussfolgerung im Review zum aktuellen Album &#8222;Hin helga Kvöl&#8220; denken – ist die Tatsache, dass die Band das Ganze lebt, spürt, ausstrahlt. Hier ist keine Band auf der Bühne, die ihrem Job nachgeht und einen Auftritt absolvieren muss, sondern hier stehen 4 Typen aus dem hohen Norden, die einfach aus jeder Pore ihres Körpers Musik ausströmen. Es wirkt unfassbar leicht, unangestrengt, gekonnt und völlig befreit &#8211; als wenn es sich um eine Probe handelt und die Jungs einfach mal zusammen spielen, worauf sie Bock haben.</p>
<p>Ich empfinde es als ganz hohe Kunst, die eigenen Stücke genau auf diese Weise zu präsentieren, ohne auf das eigene neue Album oder eine Single oder irgendwas hinzuweisen, sondern einfach präsent zu sein und zu spielen. Schon mit dieser Art und Ausstrahlung hatten <strong>SOLSTAFIR</strong> mich als Live-Band absolut gewonnen, aber insgesamt ließ das Konzert absolut nichts zu wünschen übrig! Auf die einleitenden Stücke folgten einige… leichtere Stücke, ruhigere wäre das falsche Wort, und das Konzert baute sich bis zu einem gewissen Punkt immer weiter auf. Die Songs wurden wuchtiger, schneller, härter, imposanter, und auf der Bühne wurde das auch entsprechend präsentiert. Dabei brauchte es keine Spezialeffekte, kein Feuer und außer der E-Zigarette des Bassisten auch keinen Rauch – hier reichte die Bühnenpräsenz von 4 Vollblutmusikern vollständig aus!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47031 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3.jpg" alt="" width="525" height="700" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px" />Ein grandioser Auftritt ohne unnötige Show&#8230;</h3>
<p>&#8230;denn diese hat die Band einfach nicht nötig. Aufgrund der Dauer der Spielzeit und dazu auch der vielen verschiedenen Stile, die durch die Band bedient werden, fühlte es sich irgendwann an, als wenn hier nicht ein Konzert abläuft, sondern als wenn hier <strong>3 verschiedene Konzerte</strong> geliefert wurden. Die Menge war auf jeden Fall reichlich aus dem Häuschen und von der Bühne gab es keine Atempause. Einige wenige Ansagen, teilweise mit ein paar Brocken deutsch versehen, stellten immer wieder die sympatische Verbindung zwischen Sänger und Publikum her, die dieser später auch noch mehr festigen sollte.</p>
<p>Als bereits über 75 Minuten gespielt waren, wechselte ich meinen Standort und sicherte mir für die Zugabe einen Platz auf der Galerie, sodass ich hier herrlich die Crowd sehen konnte. Der Sound in den hinteren Reihen war sogar fast noch besser als im vorderen Bereich, und oben ebenfalls sehr gut. Der Sänger interagierte nun auch mit der Crowd und forderte diese zum schreien nach dem zählen bis 4 auf – dieses Element wurde dann in der Zugabe noch in einem Song grandios genutzt, und in den letzten Minuten sprang der Sänger immer wieder auf die vordere Absperrung, um sich auf die Hände der ersten Reihe zu stützen und von dort zu singen. Auch hier war die Interaktion mit dem Publikum und die Nähe zu den Fans absolut authentisch und wirkte einfach so, als wenn ihm genau das gerade in diesem Moment riesigen Spaß macht.</p>
<h3>Eine musikalische Flucht aus dem Alltag</h3>
<p>Leider kann ich bei dem Konzert nicht mit gespielten Songs arbeiten, denn ich habe schlichtweg die Liedtitel der Band nicht im Kopf. (Die Setlist lässt sich aber online sehr einfach finden). Es waren auf jeden Fall verschiedenste Stücke aus den unterschiedlichen Schaffensperioden der durchaus schon längeren Bandgeschichte vertreten und diese wurden wie schon gesagt absolut großartig präsentiert! Die Band schafft es einfach mit ihrer Art die Musik zu präsentieren zu begeistern, und liefert dazu eine Musik, die einen in die rauen Gegenden ihrer Herkunft entführt und dabei trotzdem verträumt bleibt. Wer sich hier einfach darauf einlässt erlebt ein Konzert, das den Zuhörer aus dem Alltag reißt und die Gedanken ausschaltet, sodass man nach den mehr als 1,5 Stunden eigentlich vollständig erfüllt ist von Musik.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Es war ein großartiger Abend und ein umwerfendes Konzert einer tollen Tour! Es ist ein absolut spannendes und interessantes Konzept diese 3 Bands zusammen auf eine Tour zu stecken, wobei für mich hier <strong>HELGA</strong> definitiv eine herausragende Überraschung an dem Abend waren. Ich habe &#8211; soweit ich mich erinnere &#8211; noch nie eine derart gute erste Band gesehen und schon für diese 35 Minuten lohnte sich der ganze Abend. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> waren live auf jeden Fall ein Erlebnis, aber auch eine Herausforderung an den Zuhörer, denn es ist keine leichte Kost – aber dafür eine faszienierende! Die Band ist live auf jeden Fall eine Erfahrung und lässt einen schlussendlich auf mehrere Arten sprachlos zurück. Die Krönung waren dann <strong>SOLSTAFIR, </strong>die vollkommen souverän eine unfassbar gute Show geboten haben und sich selbst und ihrer Musik einen großartigen Rahmen bieten, wenn sie live auf der Bühne stehen.</p>
<p>Es ist ungewohnt ein Konzert über mehr als 3 Stunden zu verfolgen, bei dem man keinen Moment mitsingen kann, und auch sonst wenig interagieren kann. Aber trotz dieses Umstandes war es einfach nur grandios! Ein Abend so vollgepackt mit erfüllender Musik, dazu eine sehr gut passende Location, perfekter Sound und im übrigen auch sehr faire Eintrittspreise haben dieses Konzert zu einem Abend gemacht, den ich auf meinen Konzerterlebnissen sehr sehr weit oben ansiedeln würde! Ich kann jedem empfehlen, sich die 3 Bands anzuschauen, wenn die Gelegenheit dazu besteht und auch wenn diese Tour heute vorbei ist, gehe ich davon aus, dass <strong>SOLSTAFIR</strong> noch lange nicht genug haben!</p>
<p>Schlussendlich möchte ich nochmal &#8222;Bernd Aust Kulturmanagement&#8220; danken, die das Konzert veranstaltet haben und mir auch den Besuch ermöglichten!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-helga-oranssi-und-solstafir/">Erfüllung durch Musik &#8211; ein Abend mit HELGA, ORANSSI und SOLSTAFIR!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Kalte Klänge und ein heißer Abend &#8211; SOLSTAFIR und ORANSSI PAZUZU kommen auf Nordic Descent Tour nach Leipzig!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/kalte-klaenge-und-ein-heisser-abend-solstafir-und-oranssi-pazuzu-kommen-auf-nordic-descent-tour-nach-leipzig/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kalte-klaenge-und-ein-heisser-abend-solstafir-und-oranssi-pazuzu-kommen-auf-nordic-descent-tour-nach-leipzig</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 20:14:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<category><![CDATA[ORANSSI PAZUZU]]></category>
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		<category><![CDATA[Täubchenthal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oimel hat hier einen ganz besonderen Leckerbissen für alle Fans düsterer Klänge - SOLSTAFIR in Leipzig. Alle Infos jetzt hier!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kalte-klaenge-und-ein-heisser-abend-solstafir-und-oranssi-pazuzu-kommen-auf-nordic-descent-tour-nach-leipzig/">Kalte Klänge und ein heißer Abend &#8211; SOLSTAFIR und ORANSSI PAZUZU kommen auf Nordic Descent Tour nach Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Skandinavien ist dieser Tage nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt in Form von Flammlachs zu finden, denn<strong> auch im Täubchenthal wird es in wenigen Tagen mit kühlen Klängen heiß hergehen!</strong></p>
<p>Niemand geringeres als <strong>SOLSTAFIR</strong> aus Island geben sich hier die Ehre, zusammen mit <strong>ORANSSI PAZUZU </strong>aus Finnland und <strong>HELGA</strong>. Das Konzert findet im Rahmen der Nordic Descent Tour &#8211; in der eigentlich ganz Europa bespielt wurde &#8211; statt.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-46963" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto.jpg" alt="" width="1080" height="720" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p>Und das verspricht ein richtig guter Abend zu werden, denn sowohl <strong>SOLSTAFIR</strong> als auch <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>&nbsp;glänzen mit neuen Alben, die den Abend prägen dürften. Das neue Werk der Isländer <em>&#8222;Hin helga kvöl&#8220;</em> ist ein <strong>absolutes Brett und eine absolute Empfehlung</strong>. Es ist bereits das 8. Studioalbum und auch mit dem Vorgänger <em>&#8222;Endless Twilight Of Codependent Love&#8220;</em> wurde bereits ein großartiges Werk zwischen ganz eigener Melancholie und Power geliefert. <strong>SOLSTAFIR</strong> sind bereits seit über 20 Jahren rund um den ganzen Globus auf Tour und verblüffen ihr Publikum mit Herzblut und einem ganz eigenen Sound, der Genregrenzen dehnt, verdreht und sprengt. Dabei schafft es die Truppe einen Sound zu liefern, der genauso einzigartig ist, wie die geografischen Gegebenheiten ihren rauen Heimat.</p>
<p>Mit <strong>ORANSSI PAZUZU&nbsp;</strong>kommt dazu eine sehr spannende Band aus Finnland mit auf Tour. Deren neues Album &#8222;<i>Muuntautuja&#8220;&nbsp;</i>klingt ebenfalls vielversprechend düster und macht mich auf jeden Fall neugierig. Auch hier kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Genregrenzen gesprengt werden! Die Band liefert einen absolut dystopischen Sound und ich bin sehr gespannt, wie dieser bei einem Live-Auftritt wirkt.</p>
<p>Die große Unbekannte bei der Show ist <strong>HELGA</strong> aus Schweden, deren 2023er Album <em>&#8222;Wrapped In Mist&#8220;</em> allerdings auch sehr hoch gelobt wurde. Die Musik soll eine „eklektische Musik, die an den Rändern von Black und Post-Metal lauert“ sein, und ich bin absolut gespannt darauf, was mich hier dann erwarten wird!</p>
<p>Ich freue mich riesig, die Bands live zu sehen und werde dann natürlich zeitnah von dem Erlebnis berichten!</p>
<p><strong>Das Konzert steigt am 08.12 um 19 Uhr im Täubchenthal in Leipzig &#8211; aktuell gibt es auch noch Karten für das Spektakel!</strong> Wer es nicht nach Leipzig schafft, hat am Folgetag in Berlin die Chance auf das letzte Konzert der Tour!</p>
<p>Veranstalter der Tour ist die Bernd Aust Kulturmanagement GmbH &#8211; <a href="https://www.aust-konzerte.com/">https://www.aust-konzerte.com/</a></p>
<p>Links zu den Tickets: <a href="https://www.taeubchenthal.com/programm/solstafir-leipzig">https://www.taeubchenthal.com/programm/solstafir-leipzig</a></p>
<div class="snippet-title"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></div>
<h3 class="snippet-title">Zusammenfassung</h3>
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<div class="aio-info">
<div class="snippet-label-img"><strong>Event: ​Solstafir &#8211; Nordic Descent Tour &#8211; mit Oranssi Pazuzu und Helga</strong></div>
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<div class="snippet-label-img"><strong>Verbleibende Orte der Tour:&nbsp; ​ Leipzig, Berlin</strong></div>
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<div class="snippet-label-img"><strong>Leipzig 08.12.2024, Täubchenthal</strong></div>
<div class="snippet-clear">&nbsp;</div>
<div class="snippet-label-img"><strong>Berlin 09.12.2024, Metropol</strong></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kalte-klaenge-und-ein-heisser-abend-solstafir-und-oranssi-pazuzu-kommen-auf-nordic-descent-tour-nach-leipzig/">Kalte Klänge und ein heißer Abend &#8211; SOLSTAFIR und ORANSSI PAZUZU kommen auf Nordic Descent Tour nach Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[(DOLCH)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieder einmal öffnet mein Lieblingsschuppen in Leipzig, das UT seine Pforten, um ein Festival der Extraklasse zu präsentieren, das sich den experimentellen Nischen der Szene widmet und auch in diesem Jahr nicht wenige hochkarätige Gäste gewinnen konnte. Seit 2010 wird das Festival ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Wieder einmal öffnet mein Lieblingsschuppen in Leipzig, das <a href="https://www.facebook.com/utconnewitz/?fref=ts" target="_blank">UT</a> seine Pforten, um ein Festival der Extraklasse zu präsentieren, das sich den experimentellen Nischen der Szene widmet und auch in diesem Jahr nicht wenige hochkarätige Gäste gewinnen konnte.</strong></h4>
<p>Seit 2010 wird das Festival nun schon von <a href="https://www.facebook.com/SwanseaConstellation/?fref=ts" target="_blank"><strong>Swansea Constellation</strong></a> organisiert und konnte sich in dieser Zeit auch weit über Leipzig, Sachsen und Deutschland hinaus einen Namen machen. Über die drei Tage des Festivals hinweg wird jedoch nicht nur Musik geboten, auch Lesungen, Ausstellungen, Kolloquien und Filme gehören zum Programm des <strong>Doom Over Leipzig</strong>. All das wird in verschiedenen Örtlichkeiten im Leipziger Süden veranstaltet, die unweit voneinander entfernt sind, und deren Besuch bereits im Ticketpreis inbegriffen ist. Nachdem bereits seit Mittwoch die Ausstellung läuft und am Abend eine Lesung stattfand, die das Festival eröffnete, geht es für mich erst am Donnerstag los.</p>
<p>Nicht ganz pünktlich betrete ich das steinerne UT, während<strong> ULTHA</strong> gerade daran arbeiten, alles in Schutt und Asche zu legen. Kaum sichtbar, nur in rotem Licht und Nebel stehen die fünf Mannen aus Köln auf der Bühne und überzeugen mit ihrem eiskalten und rasenden Black Metal den bereits gut gefüllten Saal. Ein paar wenige Strahler leuchten Richtung Decke und erzeugen so den Eindruck von Säulen, die mich an Sakralbauten erinnern. Ein merkwürdiges, und dennoch sehr passendes Bild.<br />
Ganze 50 Minuten Spielzeit werden den Kölnern als erste Band gegönnt, was mich schwer begeistert und mir zeigt, dass auf dem <strong>Doom Over Leipzig</strong> niemand als Opener „verschossen“ wird, bevor die „großen Jungs“ spielen dürfen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Nachdem <strong>ULTHA</strong> und <strong>WOE</strong> kürzlich nicht in Hamburg spielen durften <a href="https://silence-magazin.de/rechtsoffen-ultha-sagen-konzert-ab/" target="_blank">(wir berichteten)</a>, bin ich umso froher, beide nun hier sehen zu können. Auf einem linken Festival. Dessen Veranstalter ausdrücklich links sind. Im ausdrücklich linken Stadtteil Leipzigs. Ich verstehe den ganzen Wirbel nicht so richtig und hoffe nur, dass nicht durch irgendwelche irrsinnigen Assoziationen bestimmter Kreise bald der Ruf entsteht, dass das <strong>Doom Over Leipzig</strong> ein Grauzonenfestival wäre, da dort mal jemand gespielt hat, der mal jemanden kannte, der mal jemanden kannte, der mal mit <strong>INQUISITION</strong> gespielt hat. „Verrückte Zeiten“ denke ich mir, während ich meine Nackenmuskulatur bei dem abschließenden und grandiosen <em>&#8222;Fear Lights The Path (Close To Our Hearts)&#8220;</em> auf Betriebstemperatur bringe.</p>
<p>Ursprünglich sollten als zweite Band <strong>(DOLCH)</strong> die Bühne betreten, doch aufgrund von verspäteter Ankunft verschiebt sich der Ablauf etwas, weshalb nun <strong>WOE</strong> die Bühne betreten.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Während <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/"><strong>Jonas</strong> auf dem <strong>Vendetta Fest</strong></a> ganz begeistert von den Amerikanern war, springt bei mir der Funke heute nicht über. Handwerklich wird hier alles gut gemacht und auch auf Platte konnte das Quartett bislang beweisen, dass sie anständiges Songwriting durchaus beherrschen. Was mir heute aber den Zahn zieht, ist der undifferenzierte Sound, der mich keine einzige Gitarrenlinie heraushören und leider alles zu einem dröhnenden Einheitsbrei verkommen lässt, der keinen Spaß macht. Zusätzlich dazu passiert auch zwischen den Songs kaum etwas. Während man nach dem Eröffnungsstück noch etwas atmosphärischen Lärm macht, um notwendige Schraubereien am Drumset zu übertünchen, bleibt die Stille zwischen den weiteren Liedern ungefüllt. Ein halbherziges Heben der Bierflasche vom Bassisten ist die einzige Publikumsinteraktion – die weitestgehend unbeantwortet bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ORANSSI PAZUZU</strong> betreten die Bühne und brauchen zunächst eine gefühlte Ewigkeit für den Soundcheck. Doch das Warten lohnt sich! Denn spätestens mit dem zweiten Lied <em>&#8222;Saaturatio&#8220;</em>, dem Opener des letztjährig erschienenen und immer noch aktuellen Albums &#8222;Värähtelijä&#8220;, ziehen mich die Finnen in ihren Bann und haben mich bis zum Ende ihres Sets fest bei den Eiern!<br />
Mit vollem Körpereinsatz bietet das Quintett eine Show, die vor Energie nur so strotzt, weshalb sich diese auch umgehend auf das Publikum überträgt. Still stehen ist hier so gut wie unmöglich! Die repetitiven, fast schon postigen Strukturen, die bis zum Maximum Schicht um Schicht erweitert werden, lösen einen tranceähnlichen Zustand bei mir aus, der erst nach einer knappen Stunde enden wird. Besonders die Bühnenpräsenz von Keyboarder <strong>„EviL“</strong> bleibt mir im Gedächtnis, da dieser seine Tasteninstrumente völlig hemmungslos als Percussion benutzt, indem er mit Händen und Mikrofon auf ihnen herumtrommelt und dem Sound so eine weitere Nuance Wahnsinn und Atmosphäre hinzufügt. Was hier stattfindet, erinnert mich an Aufnahmen von Shows der großen <strong>SWANS</strong>, nur dass sich neben Riffs, Noise, Elektronik und Ethno-Schlagzeugmustern noch Black Metal hinzugesellt. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> sind eine Band, die die Welt braucht! Ich bin überwältigt.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Inzwischen sind <strong>(DOLCH)</strong> gut angekommen und werden entsprechend als vierte Band des Abends spielen. Leider verblasst der Auftritt ziemlich und wirkt sehr gezähmt, da <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> die Messlatte weit nach oben katapultiert haben. Während mir der Sound von <strong>(DOLCH)</strong> auf Platte extrem gut gefallen hat, kann dieser Eindruck heute leider nicht angemessen in die Liveumgebung transportiert werden. Dafür bekommt die Musik, die sonst wie eine hypnotische Mischung aus <strong>CHELSEA WOLFE</strong> und <strong>URFAUST</strong> klingt, heute einen merkwürdigen Gothicunterton, den ich ums verrecken nicht verstehen kann, da die namenlose Sängerin von <strong>(DOLCH)</strong> sonst alles andere als eine klischeebehaftete Symphonic-Metal-Amsel darstellt. Mit steigender Dauer der Show kommt zunehmend Stimmung auf und nüchtern betrachtet wird hier nichts falsch gemacht, allerdings krankt das Set an dem unfreiwillig bekommenen Slot als vorletzte Band des Abends, weshalb nicht das entfacht wird, was ich von &#8222;I &amp; II&#8220; kenne.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Es wird Zeit für den Headliner des ersten Tages: <strong>PALLBEARER</strong>. Obwohl mich das neue und gefeierte Album der Amerikaner noch nicht so sehr begeistern konnte, <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">wie es das bei <strong>Hannes</strong> geschafft hat</a>, erkenne ich eine gute Show, wenn ich sie sehe. Das Quartett ist heute mit einem wunderbar klaren, transparenten, vielleicht sogar dem besten Sound des Abends gesegnet. Allein diese Tatsache ist schon extrem viel wert, doch zusätzlich dazu sind <strong>PALLBEARER</strong> sowohl an den Instrumenten, als auch stimmlich äußerst souverän und grooven sich durch Songs ihrer drei Platten, was nicht nur mich zum Mitnicken, Schwelgen und begeistert sein einläd. Vielleicht sollte ich &#8222;Heartless&#8220; doch noch ein paar Hördurchläufe mehr widmen &#8230;</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Kurz nach 1 ist der erste Tag des <strong>Doom Over Leipzig</strong> gelaufen und ich mache mich auf den Heimweg. Heutiger Tagessieger für mich: <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>. Doch bereits morgen stehen die nächsten Köstlichkeiten auf dem Programm!</p>
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<p><a href="https://www.facebook.com/doomoverleipzig/?fref=ts" target="_blank">Doom Over Leipzig Facebook<br />
</a></p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank">Doom Over Leipzig Website</a></p>
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		<title>Die Hierarchie der linken Hand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2016 07:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ALUK TODOLO]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[BLUT AUS NORD]]></category>
		<category><![CDATA[Deathspell Omega]]></category>
		<category><![CDATA[NACHTMYSTIUM]]></category>
		<category><![CDATA[ORANSSI PAZUZU]]></category>
		<category><![CDATA[PINK FLOYD]]></category>
		<category><![CDATA[Psychedelic Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ORANSSI PAZUZU &#8211; Värähtelijä Release: Bereits erschienen (26.02.2016) Stil: Psychedelic Black Metal Spielzeit: 69 Min. Label: Svart Records/ Cargo &#160; Das Kraut- beziehungsweise Psychedelic-Rock mit Black Metal eine interessante Mischung ergeben kann, haben bereits ALUK TODOLO und NACHTMYSTIUM eindrucksvoll bewiesen. Ferner sind Svart Records immer ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ORANSSI PAZUZU</strong> &#8211; Värähtelijä<br />
Release: Bereits erschienen (26.02.2016)<br />
Stil: Psychedelic Black Metal<br />
Spielzeit: 69 Min.<br />
Label: Svart Records/ Cargo</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Kraut- beziehungsweise Psychedelic-Rock mit Black Metal eine interessante Mischung ergeben kann, haben bereits <strong>ALUK TODOLO</strong> und <strong>NACHTMYSTIUM</strong> eindrucksvoll bewiesen. Ferner sind Svart Records immer für eigenständig klingenden Doom-, Death- oder progressiven Metal in der Szene bekannt. Viele Scheiben dieser Artisten fordern dem Hörer einiges an Aufmerksamkeit ab und wer so etwas nebenbei laufen lässt, ist hier eh an der falschen Stelle.<br />
Für mich ist es der erste bewusste Kontakt mit <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>, vorher konnte ich mit sowas nur bedingt etwas anfangen (siehe u.a. <strong>ALUK TODOLO</strong> oder auch <strong>DEATHSPELL OMEGA</strong>). Umso überraschender, dass <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> nun schon fast 10 Jahre lang existieren und bereits mit ihrem vierten Album &#8222;Värähtelijä&#8220; (zu deutsch: &#8222;Der Resonator&#8220; ) die Grenzen des Schwarzmetalls ausloten.</p>
<p>Bereits der erste Song<em> &#8222;Saturaatio&#8220; </em>zieht mich in einen Bann aus atmosphärisch wabernden Gitarren, experimentellen elektronischen Klängen und einem treibenden Schlagzeugspiel. Klar, das Grundgerüst ist deutlich dem Black Metal zuzusprechen, jedoch sorgt das Quintett aus Finnland mit Keyboards und avantgardistischen Riffs dafür, dass eine ordentliche Portion Schrägheit einen großen Teil des Gesamtkonzepts ausmacht.</p>
<blockquote><p>Wie hypnotisiert gebe ich mich den Klangbildern hin und bin begeistert sowie fassungslos darüber, dass ein Stillstand in der (Black) Metal-Welt noch lange nicht in Sicht ist.</p></blockquote>
<p>Dank der großartigen Leistung des Soundmenschen, besticht dieses Album mit einem unglaublich warmen Klang, in welchen es sich wunderbar eintauchen lässt. Ein weiterer Pluspunkt: Die sonst im Black Metal mit Vorsicht zu genießenden Tasteninstrumente sind hier nie zu aufdringlich, nie zu klebrig süß. Nein, da wird gekonnt eine verstörende Soundwelt kreiert. Total introvertiert und doch jederzeit dem explodieren nahe, sodass immer ein gewollt (un)wohliges Schauergefühl im Hinterzimmer meines Geistes bestehen bleibt. Interessanterweise tönt der Bass dazu an den regen/lauten Stellen schön verzerrt und pulsiert unaufhaltsam im Hintergrund, jedoch nie zu leise oder zu unspektakulär. Wo andere Bands zu verkopft oder angestrengt klingen, gelingt <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> das Kunststück, einen Tonträger zu erschaffen, welcher in seinem Gesamtwerk schlüssig und wie aus einem Guss klingt, der aber trotzdem meine volle Aufmerksamkeit benötigt, um nicht im Strom der heutigen Massenveröffentlichungen unterzugehen. Dieses Album hält so viele Details versteckt, dass ich wohl noch die nächsten Durchläufe neue Passagen entdecke.</p>
<p>Mein persönliches Highlight sind definitiv der Opener<em> &#8222;Saturaatio&#8220;</em>, <em>&#8222;Havuluu&#8220;</em> (gegen Ende völlig gestört in seiner unaufhaltsamen Raserei und manischen Aggression!) und das 17-minütige Mammutstück <em>&#8222;Vasemman käden hierarkia&#8220;</em> (was soviel wie <em><strong>&#8222;Die Hierarchie der linken Hand&#8220;</strong></em> bedeutet), welches dich wie ein vertonter Mahlstrom in den Abgrund reißt! Ab der Spielzeit von achteinhalb Minuten kommt der Bastard völlig zum Stillstand, nur um dich in Ungewissheit zu wiegen und viereinhalb Minuten später dann mit einer alles zermalmenden Bassattacke und geisterhaften Gitarren zu fesseln. An wen erinnert die Band eigentlich? An <strong>PINK FLOYD</strong> auf Drogen, wochenlang eingesperrt mit den französischen Avantgarde-Künstlern <strong>BLUT AUS NORD</strong> vielleicht? Auf jeden Fall sehr eigenständig und irre!</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><em>Dies ist ein Gastbeitrag von Hannes</em></p>
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