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	<title>protest the hero Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>protest the hero Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>SIKTH – Versöhnlicher Brainfuck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2017 07:37:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>SIKTH – The Future In Whose Eyes? Veröffentlichungsdatum: 02.06.2017 Dauer: 46:09min Label: Peaceville Records Ltd. Genre: Mathcore/Progressive Metal Energetisch, chaotisch, laut. Das umschreibt das, was ich von den Mathcorlern aus Britannien kenne und erwarte. So mancher würde die Musik als &#8222;anstrengend&#8220; betiteln, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SIKTH</strong> – The Future In Whose Eyes?<br />
Veröffentlichungsdatum: 02.06.2017<br />
Dauer: 46:09min<br />
Label: Peaceville Records Ltd.<br />
Genre: Mathcore/Progressive Metal</p>
<p>Energetisch, chaotisch, laut. Das umschreibt das, was ich von den Mathcorlern aus Britannien kenne und erwarte. So mancher würde die Musik als &#8222;anstrengend&#8220; betiteln, zweifelsohne nach 30 Sekunden ausmachen und nach der nächsten Kopfschmerztablette greifen. Ich kann euch beruhigen, auch für euch gibt es mit der neuen Scheibe Hoffnung!</p>
<p>Denn das, was ich erwarte und das, was ich hier zu hören bekomme, unterscheidet sich etwas voneinander. <strong>SIKTH</strong> haben mit &#8222;The Future In Whose Eyes?&#8220; endlich ein neues Studioalbum veröffentlicht. Ich nehme vorweg: sie sind ihrer Verrücktheit absolut treu geblieben! Allerdings fehlt mir definitiv das etwas Mehr an Technikgewichse, welches die beiden Vorgängeralben beherbergt haben.</p>
<p>Auch nach elf Jahren ohne Albumveröffentlichung, personeller Umstrukturierung und nicht zu vergessen – diese Band hatte sich zwischenzeitlich über fünf Jahre aufgelöst – haben <strong>SIKTH</strong>&nbsp;ihren Sound beibehalten. Sie verfolgen einen gewohnt modernen Sound, der &#8211; dank Unterstützung von <strong>Adam &#8222;Nolly&#8220; Getgood</strong>, inzwischen ex-Bassist von <strong>PERIPHERY </strong>&#8211; in Produktion und Mix noch ein paar Level angehoben wurde,&nbsp;mit einem konsequent vertracktem Songwriting, aber ohne unhörbare Kopfschmerz-Passagen. Und auch die Songstrukturen sind dank klarer Brüche zwischen Geballer und melodischer Ohrwurmrefrains sehr gut durchschaubar.</p>
<p>Auch der charakteristische Wechselgesang der verschiedenen Stimmtypen von aggressivem Screaming, tiefem Growling sowie Cleanpassagen ist geblieben. Alles beim Alten soweit. Die krassen Brüche zwischen hohen und tiefen Stimmlagen reizen die beiden Sänger (<strong>Justin Hill</strong> wurde inzwischen durch <strong>Joe Rosser</strong> ersetzt und macht dieser Stelle alle Ehre) noch immer extrem aus und liefern sich wahnwitzige Schlagabtausche.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/rxZ17_HI9Uk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Während der Grundsound an die 2000er anknüpft und in mir Assoziationen an einschlägige NuMetal-Kapellen erweckt, durchbrechen doch immer wieder stark hymnenhafte Refrains die aggressiven Passagen. Episches Riffing trifft auf verschrobene Rhythmik. Klingt ziemlich durcheinander? Ist es auch. Aber immerhin brillieren <strong>SIKTH</strong> schon seit vielen Jahren mit ihrem schonungslosen Stilmix. Darin haben sie Erfahrung.</p>
<p>Der Opener <em>&#8222;Vivid&#8220;</em> legt gut vor, ist rund komponiert, mit einer großzügigen Prise aller Einflüsse abgeschmeckt und wird vom eindeutig rabiateren <em>&#8222;Century Of The Narcissist?&#8220;</em> gefolgt. Äußerst ehrgeizig wettern hier zunächst Snaresound und Gesang um die Poleposition in puncto Aggressivität und bügeln mir die Falten aus dem Gesicht. Dabei wertet eine schöne rhythmische Zerhackstückung, die dem Mathcore, den ich von<strong> SIKTH</strong> erwartet habe, absolut gerecht wird, den Song auf. Ausgleichend dazu verhalten sich die Gitarren eher unauffällig gleichförmig und der Refrain ist wie auch schon bei <em>&#8222;Vivid&#8220;</em> und allen anderen Songs des Albums sehr clean und versöhnlich. Teilweise driftet&nbsp;<strong>Hill</strong>s Melodiegesang schon ins anstrengend leidende ab. Schmerzgrenze erreicht!</p>
<p>Zwischen pathetischem Schnulzgesang und rhythmischen Kernschmelzen fügen sich wirklich schöne Gitarrenläufe ein, die mich unmittelbar an <strong>PROTEST THE HERO</strong> erinnern. Hinter hervorgehaltener Hand wage ich sogar <strong>IN FLAMES</strong> zu nennen, die mir ins Gehirn schießen. Eigentlich sollte es ja andersherum sein &#8211; immerhin haben die jüngeren Bands, wie unter anderem <strong>PROTEST THE HERO&nbsp;</strong>oder <strong>TESSERACT</strong> (dank denen ich erst mit dieser Art Frickelage warm geworden bin), ihr Handwerk auch durch Genrevorreiter <strong>SIKTH</strong> erlernt und entwickelt. Meine Assoziation läuft aber eben andersherum. Fakt ist: eingängige Melodielinien bleiben hängen und der theatralische, mehrstimmige Gesang fräst sich ins Ohrwurmgedächtnis.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/SXxaWvVFl_8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie für das Genre üblich, wissen die Musiker sehr genau ihre Instrumente und Stimmen zu nutzen. Vor allem in <em>&#8222;The Aura&#8220;</em> fällt mir die saubere Bassarbeit auf, die dank der Abmischung gut zur Geltung kommt. Es schummelt sich auch ein metallischer Slapbass zwischen die Passagen, die mich wieder an die 2000er und <strong>KOЯN</strong> denken lassen. Der Sound ist überhaupt sehr aufgeräumt, wobei mir allerdings der Gitarrensound an sich über die gesamte Länge des Albums etwas zu gleichartig ist. Ja, man mag hier einwenden, es sei eben Djent. Es geht nicht um Melodie, sondern viel mehr um Klang. Brachialer, durchdringender Klang. Und im Gesamtzusammenhang passt das auch alles gut zusammen! Zweifelsohne.</p>
<p><em>&#8222;Cracks of Light&#8220;</em> möchte ich als Highlight unbedingt empfehlen. Gast <strong>Spencer Soleto</strong> (<strong>PERIPHERY</strong>) unterstützt die Band hier mit seinem Gesang. Pathetischer 2000er-Style, der mich nicht so richtig zu begeistern weiß, wird durch derbes Gemeter, atmosphärische Tappings, Blastbeats und Math-Gehacke aufgewogen. Im zweiten Teil des Songs weiß Drummer <strong>Dan Foord</strong> zu brillieren und alle Ohren auf sich zu richten. Für diesen Song hat&nbsp;jemand mal alle Ü-Eier einer Palette geöffnet und ab und an tatsächlich auch ein siebentes Ei mit fetter Überraschung erwischt. Ich freue mich über so rund konzipierte und abwechslungsreiche vier Minuten Feuerwerk. Knaller!</p>
<p>Was mich definitiv irritiert, sind die drei Spoken Words-Phrasen, die einen Rahmen um den zweiten und dritten Akt des Albums legen. Mit sphärischen Sounds unterlegt, erzählt eine Reibeisen-Sprechstimme in <em>&#8222;This Ship Has Sailed&#8220;</em>, <em>&#8222;The Moon&#8217;s Been Gone For Hours&#8220;</em> und Outro <em>&#8222;When It Rains&#8220;</em> und geben dem Hörer Raum zum Verschnaufen. Wie hier allerdings versucht wird, ein Gruselsetting aufzubauen, bekommen <strong>E NOMINE&nbsp;</strong>eindeutig Konkurrenz. Sorry, bei dem Pathoslevel bekomm ich Herpes. Zumal diese Passagen dermaßen das Tempo rausnehmen, dass ich kopfschüttelnd davor sitze und fast sehnsüchtig auf die nächste Schrotsalve warte.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/GkJJ47Lx0Jk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&#8222;<em>Riddles Of Humanities</em>&#8222;<strong>&nbsp;</strong>läutet den dritten Akt ein und&nbsp;ist ein weiterer Höhepunkt, in dem der sonst so aggressive <strong>Mikee&nbsp;</strong>recht warme, aber noch immer sehr kraftvolle Hook-Vocals in den Mittelpunkt singt. Der Song beginnt so verkopft, dass es mir selbigen erstmal verdreht. So muss das! Das ballert! Die Gitarrenlicks sind äußerst fett und gelungen und stimmen mich versöhnlich, obwohl die gesangliche Nettigkeit des Refrains mich mal wieder etwas aus dem Konzept bringt.</p>
<p>Es schließt sich genauso energetisch und brilliant <em>&#8222;No Wishbones&#8220;</em> an. Ein Song, der mich sehr an <strong>ANIMALS AS LEADER</strong>s-typische&nbsp;Djent-Exzesse und auch ein wenig an <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong> denken lässt. Der Gesang geht zu Songbeginn definitiv in diese Richtung, <strong>Serj Tankian</strong>s Sangesleistungen bleiben jedoch unerreicht. Nur in puncto Verzweiflung kann hier ganz gut aufgeschlossen werden. Ohrwurmtaugliche Hookline eingeschlossen. Ob das ein Gütesiegel ist? In meinen Ohren nicht unbedingt. Tut der Qualität der Platte an sich aber natürlich keinen Abbruch!</p>
<p>Der finale Song &#8222;<em>Ride The Illusion</em>&#8220; gibt <strong>Foord</strong> noch einmal Raum, richtig auf die Kacke zu hauen. Fette Rolls und präzises Beckenspiel zaubern mir das Lächeln ins Gesicht. Er spielt im wahrsten Sinne des Wortes und kitzelt alles aus dem Material heraus. Darum spinnt sich eine recht simple Rhythmik und Melodik, die auch hier wieder im Refrain in eine hymnenhafte Line mündet.</p>
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		<title>Wer braucht eigentlich ein Making Of?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jul 2017 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Setzt euch bitte und geht tief in euch. Heute möchte ich mit euch über ein bisher eher unberührtes Thema sprechen: Making Ofs und Tour-Dokumentationen. Für die einen sind sie ein Segen, da man der angehimmelten Band so nah wie nie zuvor kommen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Setzt euch bitte und geht tief in euch. Heute möchte ich mit euch über ein bisher eher unberührtes Thema sprechen: Making Ofs und Tour-Dokumentationen. Für die einen sind sie ein Segen, da man der angehimmelten Band so nah wie nie zuvor kommen kann. Für die Anderen sind sie eine überflüssige Zugabe-DVD in der Deluxe-Version des neuesten Albums. Deshalb wird es mal Zeit darüber zu sprechen, was man mit einer solchen Dokumentation erreichen kann und will.</p>
<p>Fangen wir beim Bezug an, den die meisten Musikfans zu Tour-Dokus haben. Jeder hat bestimmt schon mindestens eine gesehen. Dabei kann es um die eigene Lieblingsband oder eine zufällige Truppe gehen, die bei YouTube schlicht und ergreifend ein interessantes Vorschaubild hatten. Und da fängt der Spaß schon an: Für wen sind diese Dinger eigentlich gemacht, wenn nicht für den absolut größten Fan? Möchte ich mir als einfacher Musikkonsument wirklich anschauen wie <strong>EVERY TIME I DIE</strong>&nbsp;scharfe Soße in fremde Hintern schieben? Die abstrusen Geschichten und faszinierenden Bilder, die eine Band auf Tour erlebt, werden hier in Gold verwandelt. Gold, das im Endeffekt nur einen Aufpreis von ca. 5 Euro bei einem CD-Kauf bedeutet. Lohnt sich es also für den Fan und die Band?&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18861" aria-describedby="caption-attachment-18861" style="width: 678px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18861 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/maxresdefault-1024x576.jpg" width="688" height="387" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/maxresdefault-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/maxresdefault-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/maxresdefault-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/maxresdefault.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 688px) 100vw, 688px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18861" class="wp-caption-text"><strong>PARKWAY DRIVE</strong> machen eine Wall Of Death am Äquator und du kannst dabei sein!</figcaption></figure>
<p>So tiefe Einblicke verstärken natürlich die Bindung zwischen den Musikern und den Konsumenten. Was sich jede Seite davon erhofft so eine Doku aufzunehmen bzw. anzuschauen, bleibt dabei aber offen. Das Ergebnis ist nicht vorhersehbar.</p>
<p>Ich hatte zum Beispiel unglaublich viel Spaß an <strong>PARKWAY DRIVEs</strong> Home Is For The Heartless DVD, weil sie mir Einblicke in die Orte gegeben hat, an denen die Truppe gespielt hat. Zweitrangig war dabei immer die Musik und höchstens beim Auftritt in der alten Schule der Jungs stand das Konzertereignis im Vordergrund. Sie besuchen außer ihrer Heimatstadt nämlich Orte wie Kalkutta und zwei von ihnen unternehmen eine abenteuerliche Reise durch halb Lateinamerika. Wie großartig die Aufmachung der vielen kleinen Teile ist, beachten wir für die weitere Besprechung des Themas nicht. Viel wichtiger ist doch eher, dass jeder von der eigenen Couch aus das erleben kann, was den Alltag auf einer Tour oder im Studio ausmacht. Als ein Fan sie in Bangkok immer wieder gespannt in gebrochenem Englisch nach einem &#8222;Nu alabum&#8220; &#8211; zu gut Deutsch einem neuen Album &#8211; fragte, war <strong>PARKWAY DRIVE</strong> direkt viel nahbarer. Jedem Zuschauer wird ein Gefühl der Einheit vermittelt, er darf schließlich dabei sein.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/5pF3GfldUpg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Genauso verhält es sich auch mit den Studio-Tagebüchern, die für einige Bands zum Standardrepertoire gehören. Bei so einer Fülle an Veröffentlichungen muss man aber selektieren. Deswegen werden diese für gewöhnlich nur geschaut, wenn das Album einen auch interessiert. Zu Promozwecken werden diese auch oft in kleinen Episoden bereits vor der Veröffentlichung zur Schau gestellt. Bei <strong>DARKEST HOUR</strong> zum Beispiel konnte ich dieses Jahr regelrecht auf Riff-Jagd gehen, denn in den YouTube-Clips versteckten sich immer wieder Passagen des noch nicht veröffentlichten Teils von &#8222;Godless Prophets &amp; The Migrant Flora&#8220;. Desto beeindruckender die Bilder und Hintergründe zu jeder Aufnahme, desto erfolgreicher ist auch der Auftrag der Fanbindung.</p>
<p>In der letzten Zeit haben es mir besonders&nbsp;<strong>OATHBREAKER</strong>s &#8222;Visual Story&#8220; zu &#8222;Rheia&#8220; und <strong>PROTEST THE HERO</strong>s &#8222;Of Our Own Volition&#8220; angetan. Ersteres zeigt genau wie eindrucksvoll ein Label solche Studio-Tagebücher in Szene setzen kann und Letzteres ist eben voll vom Charme der Kanadier. Sie haben einfach ihren gesamten Werdegang mit alten Video-Clips und Kommentaren aus der Gegenwart dokumentiert. Eine Mammut-Aufgabe wurde damit umgesetzt und damit so ziemlich jedes Album entzaubert. Das ist nämlich ein entscheidender Knackpunkt: Will ich wirklich hören, warum mir dieses Detail in Song A so gut gefallen hat und wie es in Song B eingebaut wurde? Muss Kunst zu einem Handwerk desillusioniert werden?<br />
Wer gerne die Theorie und die Formeln in seinen Lieblingsalben verstehen möchte, kann sich das gerne geben. Für mich hinterlässt es oft einen bitteren Nachgeschmack. &nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/74zvHmXOq2I?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Die Abrechnung</h4>
<p>Und was kommt nun unterm Strich dabei raus? In Tour-Dokus kann jeder seine Lieblingsband meistens oberflächlich und manchmal tiefer kennen lernen. Die Band behält, insofern sie die moralisch fragwürdigen Szenen auch herausschneidet, ihre Fans für ein paar weitere Alben. Dafür bezahlt dann jeder etwas mehr für die Deluxe-Version des nächsten Albums und schon sind alle glücklich. Außer die, die sich ihre Alben nicht entzaubern lassen wollen oder die Musiker dahinter für absolute Arschlöcher halten. Feinde vom Personenkult sollten deshalb auch darauf verzichten, sich die weit hergeholten pseudo-intellektuellen Sätze zu geben, die da so fabriziert werden. Dennoch darf jeder Spaß daran haben, sich die im Studio oder auf der Tour begangenen Dummheiten anzugucken. Dafür brauchte ich das ein oder andere Mal zwar besonders starke Nerven, aber unterhalten wurde ich trotzdem.</p>
<p>Die ganz Starken unter euch dürfen sich jetzt auch noch das Segment anschauen, dass den Anstoß zu dieser Kolumne gab. <strong>EVERY TIME I DIE</strong> veranstalten einen Wettbewerb mit einer berühmt berüchtigten scharfen Soße. Auf welche Körperteile diese verteilt wird, schaut ihr euch lieber selbst an (NSFW):</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/SXMp1MvDvPw?start=205&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Entsteht hier gerade die Zukunft? &#8211; Jupiter Hollow</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>JUPITER HOLLOW – Odyssey Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017 Dauer: 24 Min. Label: / Stil: Progressive Metal/Rock Schon auf den ersten Blick sind JUPITER HOLLOW verdammt interessant, und das gleich aus zweierlei Gründen. Erst einmal verbirgt sich hinter der kanadischen Formation ein Duo, was angesichts ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>JUPITER HOLLOW </strong>– Odyssey<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017<br />
Dauer: 24 Min.<br />
Label: /<br />
Stil: Progressive Metal/Rock<span id="more-13220"></span></p>
<p>Schon auf den ersten Blick sind <strong>JUPITER HOLLOW</strong> verdammt interessant, und das gleich aus zweierlei Gründen. Erst einmal verbirgt sich hinter der kanadischen Formation ein Duo, was angesichts des gewählten Genres keinesfalls Usus ist. Immerhin fällt schon nach kurzem Hören auf, dass die Band an allen Instrumenten die Muskeln spielen lässt, ganz als würden sie von alteingesessenen Profis bedient. Ganz offensichtlich handelt es sich bei <strong>Grant MacKenzie</strong> (Gitarre, Bass, Synthies) und <strong>Kenny Parry</strong> (Gesang, Drums, Synthies/Keys) um Ausnahmetalente. Dabei habe ich bislang nur einen der beiden Gründe genannt, warum mich die beiden Musiker so schwer beeindruckt haben. An dieser Stelle der endgültige Augenöffner: Die Burschen sind mit<strong> 18 bzw. 21 Jahren verdammt jung</strong>, erreichen dabei aber ein Niveau, von dem viele gestandene Musiker nur träumen können.</p>
<h4>Seelenloses Gefrickel oder spaßiger Anspruch?</h4>
<p>Spielen können sie verdammt gut, so weit wären wir also. Nun zur wichtigsten Frage: <strong>Taugt die Musik auch als solche?</strong> Entpuppt sich die EP &#8222;Odyssey&#8220; mit ihren fünf Tracks als seelenlose Demonstration handwerklicher Fähigkeiten, oder macht das Ding auch Spaß? Erst einmal besticht der wunderbar organische Sound, durch den sich die zuweilen doch reichlich überladene Musik etwas erdet. Größtenteils schaffen es <strong>JUPITER HOLLOW</strong> dadurch auch, den Sweet Spot zu treffen und entgegen allen Anspruchs den Hörer schon beim ersten Durchgang abzuholen. Dabei ziehen die einzelnen Lieder sogar in grundverschiedene Richtungen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/4ydNnVUyqKI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Beginnt <em>&#8222;Deep In Space&#8220;</em> noch als <strong>rockige und unerwartet mitreißende Mischung</strong> dessen, was später folgen soll, versteht sich das anschließende <em>&#8222;Ascending&#8220;</em> eher als eine Art Intro mit Gesang vor sphärischen Klängen in der zweiten Hälfte. <em>&#8222;Hades Heart&#8220;</em> lässt sich Zeit, um das Fundament für seine kleinen Highlights aufzubauen – darunter ein formidables Solo in der zweiten Hälfte und ein kraftvoller Abgang. Dort darf insbesondere <strong>Kenny Parrys</strong> Stimme glänzen, tänzelt der Sänger doch leichtfüßig zwischen emotionaler Tiefe und beeindruckend kraftvollen Höhen umher. <em>&#8222;Over 50 Years&#8220;</em> knüpft in etwa dort an, wo <em>&#8222;Deep In Space&#8220;</em> aufgehört hat, nur mit einem deutlichen Schuss <strong>PROTEST THE HERO</strong>. Das bedeutet auch ein paar kleine Growls und eine ausgebaute Metal-Schlagseite. Als kleine Abwechslung sicher erfrischend, ansonsten aber noch ausbaubar.</p>
<h4>Und sonst so?</h4>
<p>Der Titeltrack beschließt die ganze Angelegenheit ziemlich spacig, wobei man als geneigter Prog-Freund erst einmal ordentlich staunt. <strong>Das haben zwei blutjunge Kerle auf die Beine gestellt?</strong> Meinen tiefsten Respekt für diese Leistung! Kleine Wehwehchen bringt die Angelegenheit dann doch mit sich, so fällt die EP etwa sehr sprunghaft aus. Klar wollen die beiden Musiker hier ihre Muskeln spielen lassen und Appetit auf das erste Album machen – was hervorragend gelingt –, aber dadurch ist der rote Faden natürlich schwerer greifbar. Darüber hinaus werden sich wohl ein paar Leute am gleichermaßen hohen wie gelungenen Gesang stören, <strong>wobei ich diesen persönlich definitiv als Pluspunkt empfinde</strong>.</p>
<p><strong>JUPITER HOLLOW</strong> <a href="http://www.facebook.com/JupiterHollowOfficial">auf Facebook</a>.</p>
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		<title>Core Classics #8 &#8211; Protest The Hero</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-8</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2016 13:25:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/">Core Classics #8 &#8211; Protest The Hero</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>PROTEST THE HERO </strong>&#8211; Kezia<br />
Veröffentlichungsdatum: 30.08.2005<br />
Länge: 43:39 Min.<br />
Label: Underground Operations</p>
<p>Ich kann mich daran erinnern, als wäre es gestern gewesen : Mein ach so rebellisches Vergangenheits-Ich rutscht von Rock-Bands wie <strong>RISE AGAINST</strong> und <strong>BREAKING BENJAMIN</strong> in härtere Gefilde. Um ehrlich zu sein, ist das auch nicht so lange her und könnte genauso gut heute gewesen sein, aber mein Gedächtnis ist jetzt schon zu sehr beeinträchtigt. Einen Haken hatte der Übergang von Musik, die sehr viel Wert auf halbwegs verständlichen Gesang legt: Viele der Bands, die sich meiner Einführung in den Metalcore schuldig machten, benutzten keinen Gesang. Das störte mich anfangs sehr. Ich war nicht daran gewohnt, tief gestimmte Gitarren und einen vor sich hin grummelnden Sänger zu hören. Eine Truppe rettete mich dann aus meiner Verwirrung und holte mich genau an dieser Stelle ab. Die Rede ist von <strong>PROTEST THE HERO</strong>. Ihr Album &#8222;Volition&#8220; hörte ich damals rauf und runter. Dennoch hat der naive Teenager in mir dieses Meisterwerk nur erstanden, weil es ihm auf iTunes empfohlen wurde und ein vergleichsweise cooles Cover vorzuweisen hatte. Mit meinem Einstieg in weniger Core-lastige Gefilde geriet die Band dann in Vergessenheit. Es dauerte eine Weile bis ich es, zusammen mit der restlichen Diskographie der Kanadier, wiederfand.</p>
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<p>Zu dieser Zeit verstand ich dann, welche Würdigung diese Band verdient. Die Fingerfertigkeit an den Gitarren, die wunderschönen Cleans und Screams, das Drumming, einfach alles passt. So auch auf dem ersten Werk in voller Länge. Auch wenn man sich über die Produktion sowie Gesang streiten kann. Schließlich findet man beim Mix eindeutig mehr Ecken und Kanten als auf den folgenden Alben. Das soll jedoch niemanden davon abhalten, neuere Leckerbissen zu probieren. Es ist nämlich egal wie poliert es klingt, wenn technisch viel geboten wird. Hier wird aber nicht ohne Rücksicht auf Melodie und Verluste mit komplexen Riffs angegeben: Groove gibt es auch zu Genüge, sei es nun in Breakdowns, Verse oder Chorus. So zum Beispiel im Intro von <em>&#8222;Heretics &amp; Killers&#8220;</em> und <em>&#8222;A Plateful of Our Dead&#8220;</em>. Außerdem machen die Gitarren Lust auf mehr (mehr Musik von <strong>PROTEST THE HERO</strong>). Von Gitarristen ist immer eine zentrale Aussage zu hören, &#8222;Manchmal, wenn ich mich daran erinnern will, wie schlecht ich spiele, versuche ich einen <strong>PROTEST THE HERO</strong> &#8211; Song zu spielen.&#8220;. Es dauert eine Weile bis man alles verinnerlicht hat und selbst dann darf man sich immer noch auf der Bühne konzentrieren. Das sieht man auch den Mitgliedern der Band auf der Bühne an, es wäre ja peinlich sich zu verspielen. Vor allem bei dem Status, den sie sich bereits erarbeitet haben. Egal ob <em>&#8222;Nautical&#8220;</em>, <em>&#8222;Divinity Within&#8220;</em> oder <em>&#8222;A Plateful of Our Dead&#8220;</em>, die Riffs hören sich nie ähnlich aber ähnlich schwierig an. Das konnte man wohl nicht vermeiden, bei der hohen Rate &#8222;Noten pro Sekunde&#8220; die hier abgefeuert werden.</p>
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<p>Die Gesangs-Problematik kann man mit der von <strong>RUSH</strong> vergleichen. Entweder man liebt den Gesang so wie er ist oder man hasst ihn, es gibt kein Dazwischen. Durch die hohe Tonlage wird man jedoch immer wieder an <strong>IRON MAIDEN</strong> und andere Heavy Metal &#8211; Konsorten erinnert. Progressive Mathcore-Riffs, Hardcore-Drums, akustische Pausen inmitten von Liedern, und Heavy Metal-Gesang sind eine sehr einzigartige Kombination, die zum Glück funktioniert. Die episch anmutenden Vocals sind ein Zeugnis unglaublichen Stimmumfangs, von Growls bis zum höchsten Ton, den je jemand im Metalcore ohne Autotune getroffen hat. Hier sitzt alles. Eine spontane Akustikgitarren-Einlage mit weiblichem Begleitgesang in <em>&#8222;Blindfolds Aside&#8220;</em> klingt daher nicht fehl am Platz, was auf vielen Platten wahrscheinlich der Fall wäre. <strong>JADEA KELLY</strong> heißt die nette Dame, die nicht nur auf diesem, sondern auch auf vielen anderen Alben der Band ihren emotionalen Auftritt hinlegt. Das reicht der Truppe aber noch nicht. Darauf packen sie ein Text-Konzept, das seinesgleichen sucht. Der Name des Albums &#8222;Kezia&#8220; ist der Name des Mädchens, welches in der Geschichte hingerichtet werden soll. Die Sichtweisen von drei Personen auf die Exekution werden in jeweils drei Liedern vorgestellt. Insgesamt besteht die Geschichte aber aus 4 Kapiteln: das erste behandelt einen Priester, das zweite den Gefängniswärter und Henker, das dritte &#8222;Kezia&#8220; selbst und das letzte, bestehend aus nur einem Song, zeigt die Sicht der Band. Die Texte werden trotzdem emotionsgeladen vorgetragen, obwohl aus wechselnden Perspektiven berichtet wird.</p>
<blockquote><p>So when you bled on the bed as you fed those expectations<br />
as a whore and not a human<br />
You embraced with hesitation the very parameters of all you can be<br />
Not a mother, not an aunt, not a sister that&#8217;s not subdued<br />
Because dignity is not physical and your flesh means more than you &#8211; <em>&#8222;Turn Soonest To The Sea&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Das Konzept von Breakdowns haben die Kanadier auch verstanden. <em>&#8222;Turn Soonest To The Sea&#8220;</em> hat den epischsten Build-Up zu einem Breakdown, den ich je gehört habe. Die Textpassage &#8222;Your flesh means more than you!&#8220; ritze ich mir dann bei Gelegenheit in die Stirn. Nur so als kleinen Ausblick auf die neuen <a href="https://www.patreon.com/silence_magazin">Patreon-Belohnungen</a> von mir (nicht). Keine andere Band hätte dieses Lied so gut hinbekommen. Sie haben zudem dafür gesorgt, dass die auf den Breakdown folgende folgende Stelle in den Songaufbau passt. Denn danach klingt der Song wie ein angehendes Weihnachtslied. Ich hätte auch ehrlich gesagt kein Problem damit, zu Weihnachten <strong>PROTEST THE HERO</strong>-Songs im Radio zu hören. Leider passt der Text nicht so gut zur weihnachtlichen Botschaft von Liebe und Wärme. Die Eingängikeit ihrer Lieder mag so manchem Kritiker nicht gefallen, aber wenn man diese mit so einer diversen Songstruktur und progressiven Elementen vereinbaren kann, dann sollte man das auch zeigen. Ich sing so oder so mit.</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p>Dieses Album stellt vieles in den Schatten und für mich gelten <strong>PROTEST THE HERO</strong> als Wegweiser für eine neue Generation progressiver Bands. Leider finden sie in Europa und Deutschland nicht annähernd den gleichen Anklang wie in anderen Teilen der Welt. Daher empfehle ich jedem Musik-Fanatiker reinzuhören und zu kaufen, kaufen, kaufen! Das klingt vielleicht etwas ungestüm, für mich haben sie es jedoch aus folgenden Gründen verdient. Erstens: der Sänger <strong>Rody Walker</strong> ist die Reinkarnation aller bereits verstorbenen Heavy Metal-Sänger, egal ob diese bereits nach seiner Geburt verstarben. Zweitens: seine Stimme, der Irre am Schlagzeug und die Fingerfertigkeit der Gitarristen sind ein zu starkes Alleinstellungsmerkmal, um je unterzugehen. Drittens: diese Band hat auch mit ihren späteren Alben nichts falsch gemacht und wird uns weiterhin mit unglaublich antörnender Musik verzaubern. Viertens: die Formation macht unglaublich gute Musik, die unabhängig vom eigenen Geschmack zumindest Anerkennung verdient.<br />
Bevor mein Fanboy-Ausbruch kritisiert wird, geht tief in euch und stellt euch die Frage:<br />
Was würdet ihr über eine Band schreiben, durch die ihr euch unbewusst härterer und technisch versierterer Musik genähert habt?</p>
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<p>&nbsp;</p>
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