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	<title>radare Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<title>radare Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DEAF ROW FEST VI &#8211; In Weite und Tiefe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 09:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vi-in-weite-und-tiefe/">DEAF ROW FEST VI &#8211; In Weite und Tiefe</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Jena heißt es in einer Woche wieder &#8222;Sieben (Bands) auf einen Streich!&#8220;, wenn das kuschelige Kassablanca die Türen für das diesjährige <a href="https://www.facebook.com/events/300130747054340"><strong>DEAF ROW FEST</strong> </a> am 23.09.2017 öffnet. Ein langer Abend voll spannender Kapellen erwartet mich.&nbsp;Wie auch <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/">im letzten Jahr</a>, bin ich mit einem Großteil der Bands, die vom Team eingeladen worden sind, noch nicht vertraut. Nachdem ich aber bei der vergangenen Auflage des Festivals vollkommen von der Fähigkeit der Gastgeber, ein überragendes Line Up zusammenzustellen, überzeugt wurde, stört mich dieser Umstand überhaupt nicht.</p>
<p>Vor allem die großen Headliner <strong>AHAB</strong> und <strong>ESBEN AND THE WITCH</strong> sind mir immerhin vom Hörensagen bekannt. Daneben können mich aber im Vornherein auch&nbsp;<strong>PIJN</strong> und <strong>SPOIWO</strong> überzeugen und lassen mich gespannt wie ein Flitzebogen den 23.09. herbeisehnen.</p>
<blockquote><p>Wer ist <strong>DAS</strong> denn bitte &#8230; ?</p></blockquote>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/dhUwUBJz9ik?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Doomwalze <strong>AHAB</strong>&nbsp;aus dem beschaulichen Heidelberg tragen an diesem Abend besonders dick auf und werden ihr komplettes Debütalbum &#8222;The Call Of The Wretched Sea&#8220; zum Besten geben. Ruhig und getragen, und doch deutlich mit weniger Schwere vermittelt das Berliner Post-Rock Trio <strong>ESBEN AND THE WITCH</strong>, das mit von zarten Klängen getragenen Frauengesang zum Träumen verleitet. Jetzt bitte ein bisschen Leiden und Weinen!</p>
<p><a href="https://esbenandthewitch.bandcamp.com/album/older-terrors">Older Terrors by Esben and the Witch</a></p>
<p>Ganz neu auf der Bildfläche sind die Briten von&nbsp;<strong>PIJN</strong>, die das Festival eröffnen werden. Grad erst frisch aus der Presse ist ihre erste EP gehüpft und überrennt mich schon beim ersten Reinhören mit einer aggressiv-atmosphärischen Mischung. Dazu ein Gesang, der mir die Kauleiste eindrückt und einer guten Portion Chaos sowie versöhnlichen, ruhigen Interludes. Wie sie so aus den Boxen schallen, bin ich noch skeptisch, verspreche mir aber ein überzeugendes Live-Erlebnis. Das Team des <strong>DEAF ROW</strong> beschreibt: &#8222;Man stelle sich vor, dass <strong>Aaron Turner</strong> mit <strong>OLD MAN GLOOM</strong> oder alten <strong>ISIS</strong>, im Gewand genau dieser zwei Bands, eine <strong>GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR</strong> Cover-Platte aufgenommen und seinen ekelhaft großartigen Gesang drauf gepackt hätte.&#8220; Why not?</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_vpb5rC3rpg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Aus der Asche von <strong>OMEGA MASSIF</strong>&nbsp;gestiegen &#8211; bzw. vom Gitarristen <strong>Michael Melches</strong> mitbegründet &#8211; werden <strong>CRANIAL</strong> ihr Brett über die Jenaer Bühne fegen lassen. Ebenfalls postig, aber deutlich rauer und gnadenloser als <strong>PIJN</strong> dreschen die vier Hamburger auf ihre Instrumente ein und walzen mit höchst effektbeladenen Gitarren und dem sich kaum davon unterscheidbaren Gesang durch die Walachei. Halt deine Dritten fest, sonst musst du sie später aus dem Putz pulen!</p>
<p><a href="https://momentofcollapserecords.bandcamp.com/album/dark-towers-bright-lights">Dark Towers / Bright Lights by CRANIAL</a></p>
<p><strong>SPOIWO</strong>&nbsp;kenn ich nicht. Hör ich rein und bekomme sofort Gänsehaut bis in den Himmel. Die Musiker waren bereits als Support für <strong>GOD IS AN ASTRONAUT</strong> unterwegs und schlagen mit ihrem Sound wieder den Bogen zum sehr ruhigen Teil des Abends, indem sie beeindruckend weite Klangflächen schaffen. Ich fühle mich ins letzte Jahr zurück versetzt als <strong>RADARE</strong>, die&nbsp;ebenfalls im Rahmen des <strong>DEAF ROW</strong> spielten, mich dank ihrer cineastischen Musik kunstvoll aus dem Konzertsaal in die Weiten meines Kopfkinos katapultierten. Ich bin mir sicher, dass auch die Polen in diesem Jahr für eine fantastische Ruheinsel während des langen Abends sorgen können.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UA-ksrcFG3U?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch <strong>GOLD</strong> aus den Niederlanden sind für mich noch ein unbeschriebenes Blatt. Sie klingen auf den ersten Eindruck auch recht unaufgeregt. Atmosphärischer Frauengesang auf getragenen Gitarren. Effekte hier und da, manchmal verdickt mit einer ordentlichen Zerre zu kratzenden Klangflächen. Auch an Synthies wird hier nicht gespart. Überzeugen können sie mich jetzt und hier nicht &#8211; ich bin allerdings gespannt, ob sie mich live vor Ort abholen und begeistern können.</p>
<p><a href="http://gold-vanrecords.bandcamp.com/album/optimist">Optimist by GOLD</a></p>
<p>Den Sprung von Neuseeland nach Deutschland hat das musizierende Geschwisterpaar von <strong>A DEAD FOREST INDEX</strong> gewagt und somit möglich gemacht, endlich auch in unseren Gefilden zu spielen. Im vergangenen Jahr mit <strong>CHELSEA WOLFE</strong> auf großer Tour, bringen sie eine latent larmoyante und doch schwebende Atmosphäre hervor. Klares, ruhiges Riffing und zweistimmiger Gesang wissen mich erfolgreich einzulullen&#8230; und leider auch schnell zu langweilen.</p>
<p><a href="https://adeadforestindex.bandcamp.com/album/in-all-that-drifts-from-summit-down">In All That Drifts from Summit Down by A DEAD FOREST INDEX</a></p>
<p>Zwischen den Bands legt <a href="https://www.facebook.com/aehm.net"><strong>AEHM</strong></a>&nbsp;kunstvoll mit echtem(!) Vinyl auf und lässt die wabernde Atmosphäre auch über die Umbaupausen nicht zusammenfallen.</p>
<p>In die diesjährigen Bands (und noch viele weitere) kannst du auch über unsere handverlesenen Spotify-Playlist <a href="https://open.spotify.com/user/smm666/playlist/1HO6DqekDrjeAiRPH43rj3">THIS is Metal!</a> reinhören.</p>
<p>Was? &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;DEAF ROW FEST VI</p>
<p>Wann? &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;23.09.2017</p>
<p>Wo? &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Kassablanca Jena</p>
<p>Preis: &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 20€&nbsp;VVK / 25€ AK</p>
<p>Genre: &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Funeral Doom, Post Rock, Post Metal, Experimental, Instrumental, Alternative, Ambient</p>
<p>Bands: &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<strong>&nbsp;AHAB,&nbsp;ESBEN AND THE WITCH, SPOIWO, PIJN, CRANIAL, GOLD,&nbsp;A DEAD FOREST INDEX</strong></p>
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		<title>Aus den Tiefen #15 &#8211; RADARE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 14:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Bohren Und Der Club Of Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Earth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Das <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii/" target="_blank">Euroblast</a> ist überstanden, der verlorene Schlaf weitestgehend aufgeholt und das Hirn wieder dazu im Stande, älksdgn&lt;gaffee&gt;jköladfg &#8230;</p>
<p>Nachdem ich vergangenes Wochenende vornehmlich härtere Töne um die Ohren bekommen habe, möchte ich heute mal auf das gänzlich konträre Ende der Extremmusik-Skala zurückgreifen.</p>
<p>Es wird langsam&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">Leise.</p>
<p style="text-align: center;">Schwer.</p>
<p style="text-align: center;">Melancholisch.</p>
<p style="text-align: center;">&#8230;und wunderschön.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9642" aria-describedby="caption-attachment-9642" style="width: 950px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9642" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/radare.jpg" alt="RADARE" width="960" height="638" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/radare.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/radare-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/radare-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/radare-750x498.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9642" class="wp-caption-text">Musik in schwarz-weiß</figcaption></figure>
<p><strong>RADARE</strong> aus Wiesbaden durfte ich dieses Jahr auf dem <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/" target="_blank">Deaf Row Fest in Jena</a> zum ersten Mal live erleben. Vorab war mir die Band kein Begriff, und mittlerweile frage ich mich ernsthaft, warum.</p>
<p>Sobald die ersten Töne der Musik von <strong>RADARE</strong> erklingen, wähnt man sich in einem Film Noir. Schummrig beleuchtete Orte beschäftigen das innere Auge und das eigene Herz fühlt sich sofort ungleich schwerer an.<br />
Vor Ort auf dem Deaf Row Fest waren sowohl Nina als auch ich von der Musik des Vierergespanns angetan. Nicht nur, dass jedes Bandmitglied dazu in der Lage war, mindestens zwei Instrumente spielen zu können, auch die Auswahl derer stellte eine positive Überraschung dar. So kann man live und auf Platte nicht nur Gitarre, Bass, Schlagzeug, Synthies und Keyboard entdecken, auch Posaune und Klarinette werden in den Gesamtklang eingebaut. Das Ergebnis dessen ist vieles, für mich aber vor allem: schön.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2809132860/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=3207896110/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://radare.bandcamp.com/album/im-argen-2">Im Argen by Radare</a></iframe></p>
<p>Referenzen, die mir bei <strong>RADARE</strong> sofort einfallen, sind die grandiosen <strong>BOHREN UND DER CLUB OF GORE</strong>, sowie <strong>EARTH</strong> mit ihrem Sound ab „The Bees Made Honey In The Lion&#8217;s Skull.“ Ich bin großer Fan beider Bands, wobei mir vor allem <strong>BOHREN</strong> schon so manche nächtliche Autofahrt im Regen versüßt haben. Diese Art Musik ist wie eine schwere Decke, in die man sich besonders jetzt, da der Herbst Einzug gehalten hat, verkriechen möchte und erstmal eine Weile nicht mehr weg will. Wo sich <strong>BOHREN</strong> dem Jazz und <strong>EARTH</strong> eher Americana und Country Elementen verschrieben haben, wechseln <strong>RADARE</strong> gekonnt zwischen beiden Extremen, die sie hervorragend einzusetzen und zu spielen wissen. Gesang braucht es hier nicht, und wäre zumindest meiner Empfindung nach auch eher störend, denn <strong>RADARE</strong>s Sound ist bereits „voll“. Es fehlt an nichts. Das Einzige, was man dieser Musik noch hinzufügen kann, um sie besser zu machen, ist das Geräusch von Regen, das man aber zum Glück auf rainymood.com bekommt.</p>
<p>Solltet ihr also das nächste Mal im Fortbewegungsmittel eurer Wahl unterwegs sein und einen Blick auf die euch umgebende Landschaft haben, dann packt euch <strong>RADARE</strong> auf die Ohren. Ich verspreche: es wird ein episches Erlebnis!</p>
<p>Zumindest die letzten beiden Alben kann man auf Bandcamp streamen und kaufen. Vom ersten Album „Infinite Regress“ gibt es leider nur einen Song zu hören.</p>
<p><a href="https://radare.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/radare/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="http://radaredoom.com" target="_blank">Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-15-radare/">Aus den Tiefen #15 &#8211; RADARE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DEAF ROW FEST V &#8211; von Jena vereint.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 15:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/">DEAF ROW FEST V &#8211; von Jena vereint.</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag war es nun endlich soweit – das lange schon im Kalender vermerkte <strong>Deaf Row Fest</strong> fand in Jena statt. Für mich eine Premiere. Also nicht nur, dieses Festival besuchen zu können, sondern auch, im Kassablanca zu sein. Und in Jena. Vorbeigefahren war ich schon. Was mir auffiel? Platten natürlich. Überall. Zu meiner Erleichterung löste sich aber die Befürchtung, Jena bestehe ausschließlich aus grau-braunen Klotzbauten, in Wohlgefallen auf. Auf dem Hof des liebevoll „Kassa“ genannten Clubs empfängt mich viel Bunt, viel Graffiti, ausrangierte Zugwaggons. Ich bin erstmal reizüberflutet. In Begleitung des <a href="http://fb.me/schneemensch">Yetis</a>, der mir heute in Sachen Fotos an die Seite gegeben wurde, und <a href="https://www.facebook.com/aehm.net">aehm</a>, dem DJ des Abends, der mit seinem Tun in den Umbauphasen geschickt die Konzepte der Bands aufgreifen wird und so die Pausen mit Musik füllt, betrete ich den Club.</p>
<blockquote>
<h3>Schön hier. Schön groß. Und übersichtlich.</h3>
</blockquote>
<p>Auf den ersten Blick mangelt es an nichts, auf den zweiten auch nicht: eine gut ausgestattete Bar bietet Getränke zu humanen Preisen und lädt zum Herumlümmeln ein. Der Konzertraum ist groß, hoch und beherbergt eine Empore, die mir am späteren Abend eine angenehme Ruhezone bieten soll. Garderobe – check. Plattenstand – check. Toiletten – check. Alles sehr angenehm hier. Draußen werden frisch zubereitete Burger und andere Leckereien angeboten, was mir als dauerhungriger Mensch natürlich sehr entgegenkommt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/i1wC47fNxBM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nachdem meine Besichtigung abgeschlossen ist, beginnt auch schon die erste Band. Trotz des zeitigen Konzertbeginns ist das Kassa schon gut gefüllt. <strong>JAGUWAR</strong> aus Dresden müssen keinesfalls vor leerem Haus spielen, was mich sehr freut. Sie servieren eine Mischung aus Noise-Pop und Shoegaze. Ich bin ja vorher schon gespannt gewesen, wie das vermutlich hauptsächlich eher raueren Tönen zugeneigte Publikum auf die verträumt, zuckerwattige Musik der drei reagiert. Im Laufe des Konzerts ergreifen tatsächlich auch nur sehr wenige Gäste die Flucht. Bevor ich allerdings weiterschreibe, muss ich ehrlich zugeben – ich bin der bittersüßen Atmosphäre, die <strong>JAGUWAR</strong> verbreiten, schon sehr lange verfallen. Das heißt so viel wie: Das Licht geht aus, die Dioden an den zahllosen Amps leuchten, der Nebel rauscht aus der Maschine und ich bekomme Gänsehaut, noch eh der erste Ton erklingt.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="446" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/thumbs/thumbs_Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" data-title="Jaguwar-15-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/thumbs/thumbs_Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" alt="Jaguwar-15-DeafRow2016" width="324" height="216" /></a></p>
<p>Das Licht geht an, die ersten Akkorde werden in den Raum gestellt und die Schatten der Musiker schneiden sich entlang ihrer Silhouetten durch das Licht. Ich werde von einer Soundwand sanft, aber fest, umschlossen und trotz der Lautstärke und Wucht, die mich vereinnahmt, entsteht eine äußerst träumerische Atmosphäre. Vermutlich baut sie sich durch den gelungenen Wechselgesang von Gitarrist und Bassistin auf, welchen beide klagend, fast ningelig, aber voller Substanz in den Stimmen über die instrumentale Basis erheben. So sehr, wie die Musik schwebt, wird sie durch das präzise, schnörkellose Schlagzeugspiel zusammen und vom präsenten Rickenbacker-Sound am Boden gehalten. Wie sich der Sound am besten beschreiben lässt? Ich denke, er ähnelt am ehesten der Lieblingskassette, die wieder und wieder und wieder abgespielt wurde. So lange, bis sie anfing zu leiern und Tonalitäten verzerren. Wo jeder vernünftige Mensch gesagt hätte: „Hau weg das Ding, das kann sich ja keiner mehr anhören“, setzt der Gitarrensound an und legt noch eine Schippe Achtzigerjahre-Atmosphäre drauf. Vielleicht so wie bei <strong>THE CURE</strong>. Oder <strong>NEW ORDER</strong>. Nur mächtiger.</p>
<p>Amps machen laut. Und viele Amps machen noch viel mehr laut. Und noch mehr Überlagerungen. Wahnsinn. Der Gitarrist spielt über vier Amps, wovon – nach seiner Aussage – immerhin einer das Clean-Signal rausgibt. Ich als Mensch mit wenig Hintergrundwissen zu Technik, freue mich einfach über die Vielschichtigkeit, die mir hier in Sachen Sound geboten wird. Zu den vielen Amps kommt ein Pedalboard, welches seinesgleichen sucht. Unserem teaminternen &#8222;Tech-Nick&#8220; <a href="https://silence-magazin.de/author/robert/">Robert</a> gehen bei dem Anblick gelinde gesagt die Augen über.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/Watered-14-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="482" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/Watered-14-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/thumbs/thumbs_Watered-14-DeafRow2016.jpg" data-title="Watered-14-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/thumbs/thumbs_Watered-14-DeafRow2016.jpg" alt="Watered-14-DeafRow2016" width="351" height="234" /></a></p>
<p>Nach <strong>JAGUWAR</strong> folgen <strong>WATERED</strong>, die nach einem verheißungsvollen Soundcheck pünktlich ihre Show beginnen. Nachdem die Empore während des Openers noch unbesetzt war, füllt sich der Platz oben auch so langsam. Ich befinde mich im Gespräch mit Freunden und bemerke nicht einmal richtig, dass <strong>WATERED</strong> bereits zu spielen beginnen. Bedrohlich braut sich etwas zusammen. Vor allem schwer und sehr langsam wälzt sich der Sound durch den Raum. Zunächst trägt sich der Gesamtklang eine ganze Weile komplett über den druckvollen und warmen Bass-Sound, der meinen Hörgewohnheiten in seinem Charakter sehr entgegen kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob es beabsichtigt ist, dass die Gitarren so im Hintergrund agieren. Sie sind schwer greifbar und schaffen es dennoch irgendwie, etwas zur Atmosphäre beizutragen. Darin sind sie aber nach meinem Ermessen eindeutig nicht präsent genug und fallen regelrecht hinten runter. Dieses Ungleichgewicht scheint sich aber mit der Zeit aufzulösen. Die deutlich düsterere Schwester des Post-Rock, den die Jungs da auf der Bühne hervorzaubern, wird lichttechnisch durch den regelmäßigen Einsatz von Strobo unterstützt. <strong>WATERED</strong> bauen durchaus Atmosphäre auf, sind aber wenig innovativ in dem, wie sie ihre Songs entwickeln. Ich kann diesen Stillstand in dem Moment nicht gut ertragen, vielleicht weil mir einfach die Geduld fehlt. Die Zeit, bis <strong>ULTHA</strong> aufspielen, verbringe ich damit, mich weiter umzusehen. Dabei entdecke ich, dass es im Kassa noch einen Indoor-Raucher-Bereich gibt. Wie praktisch, vor allem heute, wo es draußen immer wieder nass von oben herunterkommt.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" rel="" data-image-id="612" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/thumbs/thumbs_DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" data-title="DeafRow2016-Impressionen-4" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/thumbs/thumbs_DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" alt="DeafRow2016-Impressionen-4" width="303" height="202" /></a></p>
<p>Punkt 20:00 Uhr starten <strong>ULTHA</strong> die Dampfwalze, die den Club mit einem Teppich aus finsterstem Geschrote überzieht. Ich beschließe spontan, mich auf die Empore zu begeben und dem Spektakel in entspannt, sitzender Position beizuwohnen. Auf das Geschrote legt sich ein mit viel Hall besetzter Gesang, der wütend und verzweifelt die Atmosphäre zerschneidet. Ja, hier bin ich richtig. Ich lasse mich vom Black-Metal der Kölner vereinnahmen und nicke unvermeidbar mit dem Kopf mit. Die düstere Grundstimmung wird vor allem durch tiefe Frequenzen und ein sehr aufgeräumt wirkendes Schlagzeug getragen. Wenn ich nun nicht oben auf der Empore säße, würde ich vermutlich direkt unten am Bühnenrand stehen und all die Verzweiflung, die ich in den letzten Ecken meiner Seele finden könnte, herausschreien.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Herrlich, so muss das sein!</h3>
</blockquote>
<p>Was mich etwas verwundert, ist, dass im Publikum relativ wenig Bewegung ist. Trotz oder vielleicht genau wegen der Exzessivität, die hier an den Tag gelegt wird, fliegen nur sehr wenige Haare durch die Luft. Auch das ausschließlich rote Standlicht, in dem sich die schwarzen Silhouetten der Musiker scharf abzeichnen, bringt nicht mehr Bewegung in die Sache, dafür aber eine auf seltsame Art und Weise sehr kuschelige Stimmung. Als ich mich grad in meine Melancholie rutschen lasse, kündigt mir meine fotografierende Begleitung frustriert an, Bands mit diesem Lichtkonzept in Zukunft zu boykottieren (Wozu das geführt hat, seht ihr nun an den Fotos von <strong>ULTHA</strong>. Sie sind schwarz-weiß). Schade um die Fotos. Doch zurück zur Musik an sich. Die Kölner Kapelle hat Lukas, die kleine süße Lokomotive, zu einem großen, alles niederwälzendem Stahlross erzogen, das sich gnadenlos seinen Weg in mein Herz bahnt. So überwältigt ich bin – nach zwanzig Minuten der Show hat sich dieser Effekt bei mir leider bereits abgenutzt. Das liegt möglicherweise daran, dass ich oben auf der Empore recht weit weg vom Geschehen bin. Aber wie bereits erwähnt, bewegt sich unten auch nicht besonders viel. Die Musik ist doch recht gleichförmig, das Tempo über viele Songs gleich und die Tonalitäten ähnlich. Und so wird das Geschrote zum Rauschen eines Sound-Meeres, von dessen Horizont verzweifelte Schreie des schiffbrüchigen Sängers an mein Ohr getragen werden.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/Ultha-4-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="459" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/Ultha-4-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/thumbs/thumbs_Ultha-4-DeafRow2016.jpg" data-title="Ultha-4-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/thumbs/thumbs_Ultha-4-DeafRow2016.jpg" alt="Ultha-4-DeafRow2016" width="328" height="218" /></a></p>
<p>Zurück vom Meer bewege ich mich mal hinaus, um die angebotenen Burger zu verkosten. Da gibt es nichts zu meckern. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, die Zutaten frisch und der Sättigungseffekt vorhanden. Vorerst. Wie es eben immer so mit Burgern ist. Wirklich auf Dauer machen die leider nicht glücklich. Den Magen gefüllt und die Lunge mit frischer Luft versorgt, besorge ich mir eine Brause und beobachte am Bühnenrand das geschäftige Treiben auf selbiger. Nachdem<strong> JAGUWAR</strong> mit viel schwerem und großen Gerät aufgefahren haben, schrumpft die Bühnenbestückung von Band zu Band immer weiter zusammen. <strong>RADARE</strong> bauen sich regelrecht einen Arbeitsplatz. Aufgeräumt, luftig, wenige Amps und doch viel Instrumentarium wird auf der Bühne verteilt. Keyboard, Sampling-Station, Posaune, Klarinette, noch ein Keyboard und dazu die Standard-Bandbesetzung. Meine Neugier auf das, was mich erwartet, steigt weiter, als ich begreife, dass all diese Instrumente von nur vier Personen bedient werden.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Multi-Intrumentalisten &#8211; sowas find&#8216; ich ja immer gut.</h3>
</blockquote>
<p>Mit einer überschaubaren Verzögerung von zwanzig Minuten betritt die Kombo die Bühne und empfängt das Publikum mit einem eingesprochenen Intro, welches von langsam, tragender, regelrecht gesetzt wirkender Musik abgelöst wird. Ich fühle mich sofort, als würde vor meinem inneren Auge eine Western-Film-Szenerie ablaufen können. Nein, nicht so, wie ihr denkt. Ohne Peng-Peng und klagende Mundharmonikasequenzen. Vielmehr die Musik, zu der ein Lonesome Rider durch die verlassene Western-Stadt zieht. Ich entschließe mich dazu, ein weiteres Mal die Empore aufzusuchen. Ich finde dort einen guten Sitzplatz und kann mich hinwegträumen. Zuverlässig, wie auch schon bei den anderen Bands, habe ich sowohl oben als auch unten vor der Bühne sehr ausgewogenen Sound. Angemessen druckvoll, aber nicht unnötig laut. Vor allem bei der vielschichtigen Musik, die <strong>RADARE</strong> auffahren, kommt dieser Umstand besonders positiv zum Vorschein. Auch bei Passagen, die nur durch einzelne Instrumente, wie beispielsweise Keys und Posaune bespielt werden, bricht die Atmosphäre nicht ein. Ich bin davon begeistert, mit welcher Leichtigkeit und welchem Minimalismus die Vier es bewerkstelligen, ein so vereinnahmendes und rundes Klangbild zu schaffen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/Radare-4-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="502" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/Radare-4-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/thumbs/thumbs_Radare-4-DeafRow2016.jpg" data-title="Radare-4-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/thumbs/thumbs_Radare-4-DeafRow2016.jpg" alt="Radare-4-DeafRow2016" width="327" height="218" /></a></p>
<p>Die Langsamkeit in der Musik verlangt mir als Hörer ab, mich von Erwartungen und dem Warten auf Aktion zu distanzieren. Ich lenke meine Aufmerksamkeit also auf das Tun der Musiker und stelle fest, dass sich hinter der Getragenheit und der Langsamkeit raffinierte Kompositionen verbergen. Vor allem die so organisch verlaufenden Harmoniewechsel vollziehen sich fast nicht wahrnehmbar und zaubern mir mit ihrer eleganten Verspieltheit ein Dauergrinsen aufs Gesicht. Zeitweise wird die Western-Szenerie vor meinem inneren Auge von einem im Wald spielenden Horrorfilm abgelöst. Bassfrequenzen, die meine Schädeldecke erzitten lassen, durchzogen von spitzen Gitarrensounds, lehren mich das Gruseln. Doch <strong>RADARE</strong> kehren zuverlässig zum Western-Theme zurück. Neben eher klassischen Effekten spielt die Band auch mit eher ungewöhnlichen Variationen, die dazu führen, dass zum Beispiel eben die Gitarre, mit dicker Zerre und Bendings bis zur Kniekehle versehen, kaum mehr als solche zu identifizieren ist. Im Gesamtkonzept Bläser einzubinden und sogar zwei Keyboarder am Start zu haben, ist auch etwas sehr Erfrischendes, was ich in der Form bisher nie gesehen habe.</p>
<p>Während ich mich noch so davonträume, beenden <strong>RADARE</strong> nach gefühlt viel zu kurzer Zeit ihre Show. Langsam fange ich mich wieder und beschließe, noch einmal draußen herumzustromern und mir einen weiteren Burger einzuverleiben. Wie ich schon befürchtet hatte, hatten jedoch andere vermutlich ähnlich gefräßige Gäste bereits alles aufgegessen. Schade, dann wird es wohl doch noch ein Getränk. Ich platziere mich drinnen am Tonpult und warte auf <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong>. Robert, der sich ebenfalls nach Jena bewegt hat, freut sich unheimlich, weil sie zum Soundcheck einen Song von <strong>MGLA</strong> covern. Ich freue mich einfach, weil der Drummer schon vor Anfang der Show ordentlich Ballett macht. Mit ein wenig weiterer Verzögerung beginnt die Kapelle aus Nantes ihren Auftritt. Ich bin geblendet.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Der Strobo überfordert kurzzeitig meine Synapsen.</h3>
</blockquote>
<p>Nach dem ruhigen, einlullenden Soundtrack, den ich vorher genießen konnte, weckt mich diese um einiges aktivere Band wieder auf. Black Metal steht nun auf dem Plan. Die Lichtshow ist aktiver, die Musik vorsichtig gesagt treibender. Was mir hier an Angryness und Power entgegengebracht wird, ist beeindruckend. Der Abriss kommt Genre-typisch mit zerstörerischen Walzenparts daher, die immer wieder zu zerrütteten, leiseren Parts abebben, um anschließend in eine weitere Welle Zerstörung zu erwachsen. Tatsächlich habe ich zu <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> recht wenig zu sagen, weil sie ihrem Metier entsprechendes Instrumentarium auffahren und dieses ohne Frage auch umzusetzen wissen. Ich stehe einfach nur da und lasse mir die Gehirnwindungen durchpusten.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="530" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/thumbs/thumbs_RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" data-title="RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/thumbs/thumbs_RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" alt="RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016" width="329" height="219" /></a>Nach dieser klassischen Zerstörungswelle habe ich mein Müdigkeitstief zunächst überwinden können und beobachte das emsige Treiben zum Umbau. Die nun folgende Band hat ähnlich <strong>RADARE</strong> einige Instrumente dabei, die über die Standard-Besetzung hinausgeht. Zum Beispiel eine Schatzkiste. Oder so etwas ähnliches. Darin befindet sich ein Blasebalg. Klingt ein bisschen wie eine Drehorgel. Außerdem erblicke ich ein lautenähnliches Zupfinstrument, das vermutlich östlichem Ursprungs ist. Auch eine ganze Palette Percussionsinstrumente liegt bereits herum – Rasseln, Schellen, Glocken verschiedener Formen und Größen. Mit Beginn der Show wird in regelmäßigen Abständen wieder der Strobo angeworfen, was ich inzwischen schon recht nervig finde. <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> legen los und werfen mich dank ihrer Instrumente direkt in Ethno-ähnliche Strukturen. Der Gesang ist angemessen präsent, die Stimme sehr angenehm. Die gesungenen Melodielinien und Percussion sowie dazu passend das sehr warme, orangene Licht erzeugen eine äußerst epische Atmosphäre. Die Bandmitglieder interagieren stark miteinander und bringen Bewegung auf die Bühne. Hier geht es viel um Show. Ich bin ja hinsichtlich Shows eher der Freund des Minimalismus – ich finde übertriebenes Herumgehampel vor allem eins, nämlich albern. So auch hier. Schön anzusehen ist es dennoch, wie die wehenden Haare Wirbel in den Bühnennebel treiben. Die Übertriebenheit ihrer Gesten tut der Tatsache, dass diese Band ihr Handwerk versteht, jedoch keinen Abbruch. Sie haben Mut zu langsamen, tragenden und mit wenig Aktion gefüllten Parts, die fast ausschließlich vom stetig leicht leiernden Gesang getragen werden. Für mich ist diese Art Musik ein unbekanntes Konzept, das ich am ehesten als Mischung aus Ambient, Post-Rock und Doom, die mit nativen Elementen durchwachsen ist, beschreiben würde. All das vorgetragen mit einer ordentlichen Ladung Pathos.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="568" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/thumbs/thumbs_TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" data-title="TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/thumbs/thumbs_TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" alt="TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016" width="332" height="221" /></a>Nach zwanzig Minuten hat sich mein Interesse an der Musik der Belgier langsam aber sicher verflüchtigt, da ich den Eindruck gewinne, sämtliche, nun folgende Melodielinien, bereits von ihnen gehört zu haben. Da sich die Show dauerhaft auf einem Drama-Level von 100% bewegt und mir die Luft im Kassa inzwischen wirklich unangenehm wird, verlasse ich den Konzertraum vorerst. Ich weiß tatsächlich nicht, wie sich die Zeit bis zum Beginn der letzten Band so verziehen konnte, aber der erste Ton, den<strong> CELESTE</strong> von sich geben, erklingt mit einer ganzen Stunde Verspätung. Das Kassa ist immer noch voll, was mich aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit (es ist inzwischen fast halb Zwei) doch verwundert. Gut, die Franzosen wurden mir ja schon von vornherein als akustisches sowie optisches Sahneschnittchen angepriesen. Daran wird es wohl liegen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/Celeste-4-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="601" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/Celeste-4-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/thumbs/thumbs_Celeste-4-DeafRow2016.jpg" data-title="Celeste-4-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/thumbs/thumbs_Celeste-4-DeafRow2016.jpg" alt="Celeste-4-DeafRow2016" width="320" height="213" /></a>Wieder meinen Platz am Tonpult eingenommen, erwarte ich gespannt, was nun passieren wird. Die Bühne ist dunkel. Komplett. Nur an der Seite sieht man zunächst die eine oder andere Amp-Diode rot leuchten. Dass dort Musiker auf der Bühne sind, wird erst sichtbar, als selbige ihre Kopflampen anmachen. Keine Silhouette, kein Schatten verrät, wo sie sich befinden. Nur ihre roten Lichter lassen es erahnen. Den nickenden Kopfbewegungen der Musiker folgend, sehen die Lichtkegel aus, als stammten sie von verwirrten Leuchttürmen. Nach dem ruhigen, getragenen Intro folgt ein atemberaubendes Gewitter aus Krach und Geschrei, untermalt mit aggressiven Strobo. Eisbrecher-gleich schiebt sich die undifferenzierte, aber keinesfalls unangenehme Soundwand durch den Saal. Was genau hier passiert, lässt sich schwer in Worte fassen – aber es ist laut. Es ist überbordend. Es ist verzweifelt. Letzteren Eindruck hinterlässt hauptsächlich die schneidende Reibeisenstimme. Darunter bewegt sich einiges, nach wie vor kann ich allerdings nicht differenzieren, was genau geschieht. Ich stelle nach einer Weile der Eingewöhnung erstaunt fest, dass die Musik sogar etwas Orchestrales an sich hat. Alles in allem könnten<strong> CELESTE</strong> mit ihrer Show sehr gut den Soundtrack zu einem depressiven Schub, der dich verzweifelt in der Ecke kauern lässt, geschrieben haben. Einfach nur der Wahnsinn. Mir gefällt die Mischung aus Sludge und Post-Hardcore, die die Band auf den Saal niederprasseln lässt, ausgesprochen gut. Ob ich mir sowas Zuhause auch anhören würde, wage ich allerdings zu bezweifeln.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Der Tag danach. Ich ziehe Bilanz.</h3>
</blockquote>
<p>Dass der Abend sehr anstrengend werden würde, weil sich sieben Bands gegenseitig die Klinke in die Hand geben, hatte ich ja vorher schon geahnt. Dass ich erst halb fünf im Bett sein sollte, befürchtet. Doch die Anstrengungen waren den Abend absolut wert. Ich habe so viele verschiedene neue Eindrücke sammeln können, eine tolle Location kennengelernt und war endlich mal in Jena. Für das kommende Jahr nehme ich mir vor, wieder zum <strong>Deaf Row</strong> ins Kassa zu fahren. Unabhängig vom Line-Up. Denn das, was mich neben der Auswahl hochwertiger und so verschiedener Bands absolut überzeugen konnte, war der top Sound, der mir geboten wurde.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deaf-row-fest-v-2016-jena">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/">DEAF ROW FEST V &#8211; von Jena vereint.</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Von Black Metal bis Shoegaze &#124; DEAF ROW FEST V</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2016 09:48:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sieben Bands, ein Abend, eine Bühne. So weit, so gut. Sowas haben wir alle schon mal gesehen. Was das Jenaer DEAF ROW FEST allerdings auszeichnet, ist musikalische Vielfalt. Am 17. September wird mit der fünften Auflage des Festivals der Bogen von Black Metal über ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/">Von Black Metal bis Shoegaze | DEAF ROW FEST V</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Bands, ein Abend, eine Bühne. So weit, so gut. Sowas haben wir alle schon mal gesehen. Was das Jenaer <a href="https://www.facebook.com/events/1210566882306296/"><strong>DEAF ROW FEST</strong></a> allerdings auszeichnet, ist musikalische Vielfalt. Am 17. September wird mit der fünften Auflage des Festivals der Bogen von <strong>Black Metal</strong> über <strong>Post Metal</strong> bis hin zu <strong>Noise-Pop</strong> geschlagen. Ich gebe offen zu, dass ich die meisten Namen dieses Abends nur vom Hörensagen kenne. Und genau deswegen freue ich mich so über das Event. Ich werde die Gelegenheit haben, gleich eine ganze Hand voll Bands anzusehen, zu denen ich mich bislang ungefähr so äußern kann: „Ja, schon mal von gehört, sollen gut sein.“ Einzig der Opener <strong>JAGUWAR</strong> ist mir besser bekannt, doch dazu später mehr. Das Festival hebt für mich heraus, dass es mit seinem Konzept nicht nur verschiedene und doch ähnliche musikalische Interessen bedient, sondern sich auch dem guten Zweck verschrieben hat. Denn das Deaf Row Fest unterstützt im Vorfeld der Veranstaltung aktiv <strong>Seehilfe e.V.</strong> mit Spendenaktionen, deren Gewinne zu 100% in das besagte Projekt fließen, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, geflüchtete Menschen auf Sizilien mit dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen.</p>
<p>Doch zum Kernstück &#8211; der Musik!</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=39486717/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1914851875/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://celestes.bandcamp.com/album/pessimiste-s">Pessimiste(s) by Celeste</a></iframe></p>
<p>Niemand Geringeres als die in meinem Umfeld sehr gefeierten Franzosen von<strong> CELESTE</strong> haben sich als Headliner im Jenaer Kassablanca angekündigt. Mit ihrem Sound aus Sludge/Post-Hardcore erschaffen sie verstörende Klangwelten, die mir schon beim kurzen Reinhören die Luft zum Atmen nehmen. Dass sie damit bei mir sicherlich auch live Eindruck hinterlassen werden, steht außer Frage. Ob ich dem Ganzen zugeneigt sein kann, werde ich wohl erst vor Ort entscheiden können.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=3153926983/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://theblackheartrebellion.bandcamp.com/track/for-lucia">For Lucia by The Black Heart Rebellion</a></iframe></p>
<p>Etwas weniger aggressiv, wenn auch nicht minder vereinnahmend, geben sich<strong> BLACK HEART REBELLION</strong> aus Belgien, die sich irgendwo zwischen Doom und Post-Rock bewegen und in Trance führende Percussion sowie native Klänge in ihre Kompositionen einweben. Während dieser Performance könnte ich mich vermutlich von den beiden vorhergehenden Bands des Abends etwas erholen. Denn sowohl die zuvor aufspielenden <strong>ULTHA</strong> aus Köln als auch <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> aus Frankreich werden kontrastiv zu <strong>BLACK HEART REBELLION</strong> deutlich straightere und finsterere Saiten aufziehen. Diese beiden Bands zelebrieren ausführlichst den Black Metal, welchem ich mich vermutlich kaum verwehren werde können und mir deswegen meine Nackenmuskulatur perspektivisch frühzeitig lockern sollte.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=40990157/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://ultha.bandcamp.com/album/dismal-ruins-ep">Dismal Ruins (EP) by ULTHA</a></iframe></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/s0c6w2Zom_Q?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wem jetzt noch nicht, wie mir, das Höschen mit Aussicht auf diese verschiedenen, gesammelt an einem Abend spielenden Kapellen, feucht wird, sollte sich bewusst machen, dass es noch drei weitere Bands im Line-Up geben wird. Bands, die sich vor allem wabernden, träumerischen Sound-Sphären verschrieben haben. Mit <strong>WATERED</strong> und <strong>RADARE</strong> holen die Veranstalter zur Aufwärmung zwei instrumentale und deutlich postigere Vertreter des Metals auf die Bühne. Während <strong>WATERED</strong> mit einem Mix aus tiefen, schweren Riffs und schwebenden Gitarrenlicks eher komplexe Strukturen auffahren, verspricht die deutlich tragendere und langsamere Musik von <strong>RADARE</strong> eine gehörige Portion mehr Melancholie, die mich je nach Stimmung entweder erfolgreich auf sentimentale Ebenen tragen oder – was ich eher vermute – schlicht und ergreifend einschlafen lassen wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1792314094/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2388824584/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://watered.bandcamp.com/album/some-are-born-into-the-endless-night">Some Are Born Into The Endless Night by Watered</a></iframe></p>
<p>Doch zurück zu <strong>JAGUWAR</strong>. Die Dresdner werden den Abend im Kassablanca eröffnen. Mich haben sie bisher immer wieder sowohl mit ihrer Musik als auch der Show um den Finger wickeln können. Noise-Pop/Shoegaze nennt sich das, was sie einem da auf die Ohren geben. So mancher hat sie auch schon in die Kategorie Doom geschoben. Wie das alles zusammen passen soll, weiß ich nicht. Was ich aber versprechen kann, ist, dass das Konzept – für mich jedenfalls – bestens funktioniert. Effektbeladene Soundwände wälzen mich nieder, die melancholisch träumerischen Stimmen von Gitarrist und Bassistin erheben sich darüber. Das Bühnenlicht funkelt in allen Farben und es wirkt, als hätte just ein Einhorn einen Sack Glitzer über die Bühne verstreut. Da fehlen nur noch Seifenblasen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LqVLgNuZu_w?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie ihr seht, es gibt an besagtem Abend in Jena viel zu entdecken. Wem das noch nicht reichen sollte, könnte sich außerdem noch die zwei Tage vorher stattfindende <a href="https://www.facebook.com/events/1035320489855289/">Warm-Up Party</a> mit <strong>MUTILATION RITES </strong>und <strong>WIEGEDOOD</strong> im Rosenkeller Jena geben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was?                          DEAF ROW FEST</p>
<p>Wann?                        17.09.2016</p>
<p>Wo?                            Kassablanca Jena</p>
<p>Preis:                         20€ VVK</p>
<p>Genre:                       Black Metal, Post Metal, Sludge, Noise-Pop/Shoegaze</p>
<p>Bands:                    <strong> CELESTE</strong>, <strong>BLACK HEART REBELLION</strong>, <strong>ULTHA</strong>, <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong>, <strong>WATERED</strong>, <strong>RADARE</strong>, <strong>JAGUWAR</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/">Von Black Metal bis Shoegaze | DEAF ROW FEST V</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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