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	<title>Respire Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Respire Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Über den Ursprung des Verlangens &#8211; Interview mit Cepheide</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2017 10:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erst vor Kurzem erschien das Drittwerk der Franzosen CEPHEIDE, bei dem ich mal wieder ganz wuschig wurde. Da sich Bandkopf und Chefdenker Gaetan freundlicherweise dazu bereit erklärte, mir einige Fragen zu dem Album zu beantworten, nutzte ich selbstverständlich die Chance und hakte ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-den-ursprung-des-verlangens-interview-mit-cepheide/">Über den Ursprung des Verlangens &#8211; Interview mit Cepheide</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Erst vor Kurzem erschien das Drittwerk der Franzosen <strong>CEPHEIDE</strong>, <a href="https://silence-magazin.de/sehnsucht-nach-cepheide/" target="_blank" rel="noopener">bei dem ich mal wieder ganz wuschig wurde</a>. Da sich Bandkopf und Chefdenker <strong>Gaetan</strong> freundlicherweise dazu bereit erklärte, mir einige Fragen zu dem Album zu beantworten, nutzte ich selbstverständlich die Chance und hakte genauer nach. Was es mit dem neuen Werk auf sich hat, wo sich die Band zukünftig sieht und was, seiner Meinung nach, die <strong>Platte des Jahres</strong> war, erfahrt ihr hier.</p>
<h3>DAS INTERVIEW</h3>
<p><strong><em>&nbsp;S</em>: Hallo Gaetan!&nbsp;Wie und wann hast du CEPHEIDE eigentlich gestartet?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Mit <strong>CEPHEIDE</strong> ging es 2013 los, als ich nach Paris zog. Ich wollte eine Band gründen, die das fortführen sollte, was ich mit meinem Soloprojekt <strong>SCAPHANDRE</strong> zuvor gemacht hatte. Obwohl es seit unserer ersten EP &#8222;De Silence Et De Suie&#8220; einige Änderungen in der Bandbesetzung gab, behielt unsere Musik seit jeher eine Kohärenz und Stringenz bei und ist an den Leuten gewachsen, die daran Teil hatten.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Der Titel eures aktuellen Albums „Saudade“ bedeutet auf Portugiesisch „Verlangen“ oder „Sehnsucht“. Wie kam es zu diesem Titel und worauf bezieht es sich?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: &#8222;Saudade&#8220; kann tatsächlich viele Bedeutungen haben. Aus meiner Sicht gibt es da auch eine Referenz zu <strong>Cesaria Evora,</strong>&nbsp;deren Songs für mich durch meine gesamte Kindheit hindurch präsent waren. Außerdem ist es auch eine Aufmerksamkeit für meine Freundin, die portugiesischer Abstammung ist und ohne ihre Meinung hätte dieses Album nie entstehen können. Ich denke, dass jeder aus diesem Wort eine <strong>Bedeutung</strong> entnehmen kann, die für ihn passt. Es ist ein sehr komplexes und starkes Wort, und darum haben wir es erwählt.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/ERYY8GJ-i0I?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>DIE HAUPTEINFLÜSSE VON<strong>&nbsp;&#8222;SAUDADE&#8220;</strong></h4>
<p><strong>Gaetan</strong>: Neben der Tatsache, dass ich &#8222;Saudade&#8220; härter und instinktiver klingen lassen wollte&nbsp;als <a href="https://silence-magazin.de/schlaflieder-und-blastbeats-cepheide/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Respire&#8220;,</a> gab es keinen spezifischen Einfluss für dieses Album. Für gewöhnlich nehme ich eine grundlegende Melodie oder das Schlagzeug auf und arbeite dann so lange weiter, bis ich einen Status der <strong>Zufriedenheit</strong> erreiche – oder einen der <strong>Blockade</strong>. Wenn ich damit fertig bin, schicke ich den anderen Jungs das Material, sodass wir gemeinsam daran weiterarbeiten können.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Wie schon bei &#8222;Respire&#8220; ist das Cover-Artwork mal wieder gelungen, wenn auch schwer zu beschreiben. Was zeigt es und hat es eine Verbindung zu eurem Vorgänger?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Bis jetzt war unser einziges Kriterium für das Cover, dass es abstrakt genug sein sollte, dass jeder etwas Eigenes <strong>hineininterpretieren</strong> kann. So halten wir das eigentlich auch mit den Song- und Albumtiteln.<br />
Bei der letzten Platte haben wir uns für einen kosmischen Nebel entschieden, dessen vertikale Bewegung für mich irgendwie gut zu den Songs passt, entweder im Hinblick auf die Texte, oder die Musik selbst.</p>
<blockquote>
<h4>&#8222;Für &#8222;Saudade&#8220; wollten wir etwas Raueres, das nicht so entfernt ist.&#8220;</h4>
</blockquote>
<p>Irgendwas, das näher an der Erde ist, wenn du verstehst, was ich meine. Dies sollte den Schreibprozess wiedergeben, den ich in der gleichen Weise beschreiben würde.<br />
Also arbeiteten wir beim Cover mit einer Mischung aus <strong>Gestein</strong> und Mineralien. Bislang wurde jedes Cover von einem anderen Künstler gestaltet, was definitiv einen Einfluss auf das Endergebnis hat. Aber darüber hinaus versuchen wir, eine abstrakte und ätherische <strong>Ästhetik</strong> beizubehalten, die sich durch alle Alben zieht. Außerdem würden wir uns auch nicht selbst einschränken, solange wir zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangen, das für uns die Grundidee des Albums darstellt.</p>
<h4>WORUM GEHT ES EIGENTLICH?</h4>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Zunächst hatte ich den Eindruck, dass ihr eure Texte gar nicht veröffentlicht hättet, weil ich sie nirgends finden konnte. Nun, da ich die Platte habe, weiß ich, dass dem nicht so ist. Leider bin ich des Französischen nicht mächtig. Kannst du kurz umreißen, worum es textlich bei euch geht?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Die Texte sind mir ausgesprochen wichtig. Oftmals verbringe ich mehr Zeit damit, die zu schreiben, als die restliche Musik. Formal gesprochen schreibe ich die Texte meist wie <strong>Gedichte</strong>, also als Prosa oder in Versen, denn ich genieße die Aufmerksamkeit und <strong>Genauigkeit</strong>, die dieses Schreiben erfordert. Alles in allem wünsche ich mir auch, dass die Texte auch ohne die Musik gut und lesbar sind.<br />
Mit der Bedeutung ist es dann etwas komplizierter, da ich seit den Anfangstagen persönlich viel durchstehen&nbsp;musste, was sich natürlich auf alles ausgewirkt hat. Auf &#8222;Saudade&#8220; geht es jedoch, grob gesagt, um unser Verhältnis zur Zeit, und die Einsicht, wie <strong>&#8222;klein&#8220;</strong> wir eigentlich sind.<br />
Der Text von <em>&#8222;Auréole&#8220;</em> sollte dieses Gefühl im Angesicht der Natur und ihrer Unermesslichkeit verdeutlichen.</p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-23228" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic.jpg" alt="CEPHEIDE" width="1200" height="1200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-750x750.jpg 750w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>WAS CEPHEIDE ZU ETWAS BESONDEREM MACHT</h4>
<p><strong><em>S</em></strong>: <strong>Momentan gibt es zu meiner Freude viele Bands, die in ihrer Muttersprache singen und schreiben, und nicht auf Englisch. Gab es da bei euch einen speziellen Grund, oder ist das einfach eine Frage der Bequemlichkeit?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Ich habe schon immer auf <strong>Französich</strong> geschrieben, egal, ob für dieses Projekt oder für andere. Es ist die Sprache, in der ich zuerst gelernt habe, mich <strong>auszudrücken</strong>. Die Sprache, in der ich lese und denke. Da hätte es für mich nicht viel Sinn ergeben, eine andere zu nutzen.</p>
<p><em><strong>S</strong></em>: <strong>Aus meiner Sicht ist Frankreich zunehmend ein besonderes Land in puncto Black Metal geworden. ALCEST und LES DISCRETS auf der einen, extremere Vertreter wie BLUT AUS NORD und DEATHSPELL OMEGA auf der anderen Seite. Sie haben die Wahrnehmung der Szene maßgeblich geprägt. Wie steht ihr zu der französischen (Black) Metal Szene und inwieweit identifiziert ihr euch damit?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Ich denke, dass die französische Black Metal Szene tatsächlich sehr breit gefächert ist und obwohl ich mit ihr noch nichts zu tun hatte, mag ich die extremeren Vertreter, die du genannt hast, sehr. Mit <strong>CEPHEIDE</strong> ist es jedoch so, dass wir keiner bestimmten Szene angehören. Das hat auch mit meiner Abneigung gegen die satanistischen, religiösen oder <strong>ideologischen Aspekte</strong> zu tun, die diese Musik zum Teil haben kann. Wir lehnen auch sehr oft Shows ab, da wir die Szene eigentlich nicht mit Leuten teilen wollen, die für dubiose politische Ideale eintreten.</p>
<h4>DER ARBEITSPROZESS</h4>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Anders als bei vielen anderen (Depressive) Black Metal Bands sind eure Songs oftmals nicht nur melancholisch, sondern auch triumphal. Wie schreibt ihr eure Musik und wie lange habt ihr gebraucht, um &#8222;Saudade&#8220; fertig zu stellen?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Meine Songs sind oftmals davon aufgeladen, was ich so erlebe, deshalb gibt es weniger düstere, sondern sogar eher fröhlichere Momente.</p>
<blockquote>
<h4>&#8222;Wenn ich an Songs arbeite, besteht selten ein Wunsch danach, etwas Trauriges oder Deprimierendes zu schaffen.&#8220;</h4>
</blockquote>
<p>Der Anfang des Songs <em>&#8222;Madone&#8220;</em> ist zum Beispiel sehr rocklastig und hat eigentlich gar keine düsteren Gedanken oder Gefühle.<br />
Insgesamt hab ich &#8222;Saudade&#8220; in ungefähr 6 Monaten geschrieben, die sich, aufgrund eines Besetzungswechsels, fast schon in 2 Abschnitte gliedern lassen. Die ersten drei Songs hatte ich recht schnell fertig, ungefähr in zwei Monaten.&nbsp;<em>&#8222;Le cinquième Soleil&#8220;</em> und <em>&#8222;Auréole&#8220;</em> wurden dann später geschrieben, als <strong>François</strong> als unser neuer Gitarrist dazu kam.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=968147387/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless="">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://cepheide.bandcamp.com/album/saudade&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;Saudade by Cepheide&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Wie sehen eure Pläne für das kommende Jahr aus? Wollt ihr mit dem neuen Album auf Tour gehen?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Momentan arbeite ich an größeren, ausschweifenderen Formaten. Vielleicht ist das ein unterbewusstes Ding, um &#8222;Respire&#8220;, was ein <strong>Konzeptalbum</strong> war, mit &#8222;Saudade&#8220; zu verbinden, das wesentlich instinktiver geschrieben wurde. Jedenfalls würde ich das neue Album gern auf <strong>Vinyl</strong> veröffentlichen, damit es noch mehr lebt!<br />
Bezüglich unserer Ziele: Momentan planen wir keine Liveshows mit <strong>CEPHEIDE</strong>, allerdings werde ich wohl mit meinem Nebenprojekt <strong>RANCE</strong> einige Shows geben.</p>
<p><strong><em>S</em>: Welche waren deine Lieblingsalben in diesem Jahr?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Uh, das ist schwierig. Was mir zuerst einfällt – egal, ob es sich dabei um eine neuentdeckte Band, oder einfach ein tolles Album handelt – wären <strong>ATRIARCH</strong>, <strong>YELLOW EYES</strong>, <strong>PLANNING FOR BURIAL</strong> und <strong>CRANIAL</strong>.</p>
<p><strong><em>S</em>: Danke dir für deine Zeit und die aufschlussreichen Antworten!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://cepheide.bandcamp.com/album/saudade" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/cepheide/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
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		<title>Sehnsucht nach CEPHEIDE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CEPHEIDE – Saudade Veröffentlichungsdatum: 4.10.2017 Spielzeit: 40:26 Label: Independent Stil: Atmospheric Black Metal Im Jahre 2016 wurde ich zum ersten Mal auf CEPHEIDE aufmerksam, da mich ihre wunderschöne EP „Respire“ absolut begeisterte. Schon damals fand ich recht lobende Töne für die Songs ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CEPHEIDE</strong> – Saudade<br />
Veröffentlichungsdatum: 4.10.2017<br />
Spielzeit: 40:26<br />
Label: Independent<br />
Stil: Atmospheric Black Metal</p>
<p>Im Jahre 2016 wurde ich zum ersten Mal auf <strong>CEPHEIDE</strong> aufmerksam, da mich ihre wunderschöne EP „Respire“ absolut begeisterte. <a href="https://silence-magazin.de/schlaflieder-und-blastbeats-cepheide/" target="_blank" rel="noopener">Schon damals fand ich recht lobende Töne für die Songs der Franzosen und machte klar, dass ich auf mehr gespannt bin.</a></p>
<p>Nun hat das mittlerweile zum Quartett herangewachsene Kollektiv aus Paris endlich das Debüt-Album eingetütet und rausgebracht und dieses hört auf den wohlklingenden Namen „Saudade“. Übersetzt heißt das soviel wie „Sehnsucht“. Und auch wenn dieses Gefühl in dem Kosmos, in dem sich <strong>CEPHEIDE</strong> bewegen, alles andere als revolutionär ist, so ist die Umsetzung doch umso schöner.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-23230" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017.jpg" alt="CEPHEIDE" width="1055" height="703" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017.jpg 1055w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1055px) 100vw, 1055px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer mit dem Material der ebenfalls französischen Großmeister <strong>ALCEST</strong> vertraut ist, der kennt vielleicht dieses schwer zu beschreibende Gefühl der „triumphalen Melancholie“, wenn man denn so will. Und auch bei <strong>CEPHEIDE</strong> findet sich dieses, auch wenn die musikalische Grundausrüstung doch eine ganz andere ist.</p>
<p>Schon nach wenigen Sekunden fühle ich mich inmitten eines schwermütigen Sogs, der mich so bald nicht wieder loszulassen mag. Eine einsame und traurige Melodie eröffnet das Album, bevor nach knapp anderthalb Minuten Sänger und Chefdenker <strong>Gaetan</strong> mit seinem Geschrei einstimmt und sich rund um mich Wände aus Klang auftürmen.</p>
<p>Auch wenn sich der Gesang kaum von anderen Bands des Atmospheric/DSBM-Sektors abhebt, so finde ich, muss es hier genauso sein. Keine andere stimmliche Darbietung düfte hier stattfinden, keine andere würde funktionieren.</p>
<p>Was mich an „Saudade“ besonders freut, ist, dass <strong>CEPHEIDE</strong> angenehmerweise nicht krampfhaft versuchen, sich zu weit vom Black Metal zu entfernen. Nachdem es andererseits nämlich auch zahlreiche Bands gibt, die bewusst auf Blast Beats und ähnliche Stilmittel verzichten wollen.</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=968147387/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" width="300" height="150">&amp;lt;a href=&#8220;http://cepheide.bandcamp.com/album/saudade&#8220;&amp;gt;Saudade by Cepheide&amp;lt;/a&amp;gt;</iframe></p>
<p>Die Franzosen konzentrieren sich eher auf genau diese überschaubare Anzahl an Charakteristika und setzen sie gekonnt ein. Spätestens bei dem Song <em>„La Lutte et l&#8217;Harmonie“</em> sorgt die epische Melodieführung bei etlichen Hördurchläufen für Gänsehaut und mitunter sogar Pipi in den Augenwinkeln, während <em>„Le cinquième soleil“</em> deutlich schroffer klingt und an norwegische Glanztaten der 90er denken lässt.</p>
<p>Die Art und Weise wie <strong>CEPHEIDE</strong> ihre Musik zelebrieren ist sicherlich nicht sonderlich revolutionär oder innovativ, die Atmosphäre sowie die Spannungsbögen dabei aber umso schöner.</p>
<p>Denn nachdem der letzte Song verklungen ist, lässt mich das Album selbst mit einem Gefühl der Sehnsucht zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://cepheide.bandcamp.com/album/saudade" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/cepheide/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
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		<title>Schlaflieder und Blastbeats &#8211; Cepheide</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 12:16:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[An Autumn For Crippled Children]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Cepheide]]></category>
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		<category><![CDATA[Respire]]></category>
		<category><![CDATA[Wolves In The Throne Room]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CEPHEIDE – „Respire“ Veröffentlichungsdatum: 14.7.2015 Dauer: 35:58 Label: Independent Manchmal weiß man schon anhand des Covers einer Platte ziemlich genau, wie diese klingen wird. Das kann teils echt räudige Dimensionen annehmen, aber ich will mich hier jetzt mal auf die sonnigere Seite ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/schlaflieder-und-blastbeats-cepheide/">Schlaflieder und Blastbeats &#8211; Cepheide</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CEPHEIDE</strong> – „Respire“<br />
Veröffentlichungsdatum: 14.7.2015<br />
Dauer: 35:58<br />
Label: Independent</p>
<p>Manchmal weiß man schon anhand des Covers einer Platte ziemlich genau, wie diese klingen wird. Das kann teils echt räudige Dimensionen annehmen, aber ich will mich hier jetzt mal auf die sonnigere Seite des Ganzen konzentrieren. Denn meine Entscheidung, mich zwischen diversen Promos erstmal für <strong>CEPHEIDE</strong> zu entscheiden, fiel tatsächlich aufgrund des Covers. Auf diesem sieht man: so gut wie nichts. Spektakulär, oder?<br />
Das Cover von „Respire“ ist hauptsächlich schwarz. Das einzige bisschen Farbe, welches man wahrnehmen kann, scheint ein kosmischer Nebel zu sein.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4028" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/a2264568946_10.jpg" alt="Cepheide - Respire" width="720" height="720" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/a2264568946_10.jpg 720w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/a2264568946_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/a2264568946_10-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Und auch die Musik <strong>CEPHEIDE</strong>s spielt hauptsächlich im Dunkeln.</h4>
<p>Hier wird atmosphärischer Black Metal geboten, der von der Grundausrichtung her auch von nem depressiven Ein-Mann-Projekt stammen könnte, welcher die Stücke noch stilecht im elterlichen Keller mit Tapedeck aufgenommen und 20 Mal überspielt hat. Was bei den Franzosen jedoch den entscheidenden Unterschied darstellt, ist der Sound! <strong>CEPHEIDE</strong> haben ihre selbstproduzierte EP in ein überdurchschnittlich gutes Klanggewand hüllen können, besonders, wenn man sie mit anderen Untergrund Platten vergleicht, die in diesem Sektor so „produziert“ werden.</p>
<p>„Respire“ stellt die erste EP der 2013 gegründeten Band dar und besteht aus nur zwei Songs, die jedoch eine Spielzeit von knapp 36 Minuten erreichen. Besonders freut mich, dass hier alles Hand und Fuß hat. Die Songs sind lang, aber nicht langatmig, sind dynamisch, todtraurig, wunderschön, melancholisch, treibend, langsam, laut und ruhig und das in einer Art und Weise, die nicht künstlich zusammengefügt wirkt. Dieser Eindruck bestätigt sich spätestens nach den ersten 17 Minuten, als der erste Song <em>„Le souffle brûlant de l&#8217;immaculé“</em> kurz leiser wird, um dann praktisch nahtlos in das zweite Stück <em>„La chute d&#8217;une ombre“</em> überzugehen.</p>
<p>Diese Verknüpfung der beiden Stücke unterstreicht die Geschlossenheit der EP, und ist von der Idee her genauso banal wie effektiv. Wenn man schon nur zwei Songs rausbringt, dann dürfen die auch ruhig eine Bindung zueinander besitzen. Ein Gedanke, den sich die ein oder andere Band vielleicht auch zu Herzen nehmen sollte, um nicht nur lose zusammengefügtes Stückwerk zu produzieren.</p>
<p>„Respire“ kann fast als ein Werk in zwei Teilen wahrgenommen werden. Dabei kommt <em>„Le souffle brûlant de l&#8217;immaculé“</em> etwas schneller auf den Punkt. <em>„La chute d&#8217;une ombre“</em> hingegen startet sehr langsam als Ambientsong und mit spärlich eingesetzten, fast schon fröhlichen, Akkorden. Erst sieben Minuten später entlädt sich dann das Sperrfeuer. Die Stimmung wird dadurch aber nicht etwa zerrissen, sondern immer weiter aufgebaut.</p>
<blockquote>
<h4>„Respire“ bietet Musik, zu der sich sehr gut entspannen und einschlafen lässt, und das ist durchaus als Kompliment zu werten!</h4>
</blockquote>
<p><strong>CEPHEIDE</strong> lassen sich Zeit, und das machen sie äußerst geschickt. Es entstehen keine Längen, denn konsequent wird Atmosphäre erschaffen. Diese erinnert mich abwechselnd an die letzte <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> „Celestite“, und an frühe <strong>AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN</strong>. Sicher ließen sich noch tausende anderer Referenzen nennen, aber die Grundausrichtung sollte damit erstmal abgesteckt sein.</p>
<p>Angeblich ist das ursprüngliche Trio mittlerweile nur noch zu zweit. Ob und inwiefern dies Auswirkungen auf den Sound hat, bleibt abzuwarten. Jedoch bin ich darauf gespannt, was aus dem Hause <strong>CEPHEIDE</strong> noch so kommen mag. Einen soliden Grundstein haben sie mit „Respire“ definitiv gelegt!</p>
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<p><a href="https://cepheide.bandcamp.com/album/respire" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/cepheide/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
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