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	<title>Überangebot Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Überangebot Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Du, ich kenn&#8216; da wen, der kann das produzieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2016 09:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Branche ging es schon besser und Bands gibt es derzeit wohl auch zu viele – so zumindest eine verbreitete Ansicht, die nicht aus der Luft gegriffen ist. Ein Buhmann des derzeitigen Ist-Zustands sind Heimstudios. Hey, die Idee ist cool: Heute gibt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Branche ging es schon besser und Bands gibt es derzeit wohl auch zu viele – so zumindest eine verbreitete Ansicht, die nicht aus der Luft gegriffen ist. Ein Buhmann des derzeitigen Ist-Zustands sind Heimstudios. Hey, die Idee ist cool: Heute gibt es kaum mehr Hürden, um sich mit der Produktion von Musik zu beschäftigen. Wo früher sündhaft teures Equipment nötig war, um auch nur die ersten Schritte zu wagen, läuft das heute über die richtige Software viel entspannter ab. So ziemlich jede Band hat in ihrem Umkreis jemanden, der für ein paar Euro eine einigermaßen ordentliche Produktion anbietet. Uneinigkeit herrscht derzeit darüber, ob das denn Branche und Kunst wirklich guttut. In erster Linie geht es mir in diesem Text darum, die Vorteile dieser Entwicklung zu beleuchten und somit zu hinterf<span id="__caret"></span>ragen, ob <strong>eine Hexenjagd</strong> – wie ich sie zumindest in Ansätzen beobachtet habe – wirklich angebracht ist. Fangen wir einmal bei einer Aussage an, wie ich sie online nun schon von mehreren Bekannten lesen durfte:</p>
<h4>&#8222;Früher hat sich mit dem Studio die Spreu vom Weizen getrennt, heute hat jeder Depp ein eigenes Album – der Markt ist überschwemmt mit Plastik-Produktionen und die guten Bands verschwinden kaum sichtbar in der Masse.&#8220;</h4>
<p>Klar, falsch ist das nicht unbedingt. Über die Zustände von früher kann ich nur aus zweiter Hand berichten, aber die Schnittmenge der Erzählungen sieht so aus: Große Vision + handwerkliches Können + ausgereifte Songs = Labeldeal samt Finanzspritze für ein gutes Studio. Bands wie <strong>HELLOWEEN</strong> sind damals quasi explodiert und haben im Nu die Bühnen der Welt unsicher gemacht. Heute fließen hierbei viele andere Faktoren ein, weil gefühlt jede noch so grottige Band eine ordentliche Produktion hinbekommt und damit hausieren geht. Wäre es also besser, wenn Bands länger im Prober<span id="__caret"></span>aum verweilen würden, statt gleich die ersten Ideen beim Kumpel daheim einzuspielen?</p>
<p>Jein. Qualitativ täte es so mancher Kapelle gut, die ersten Gehversuche zu verwerfen und sich <strong>ein pa<span id="__caret"></span>ar Songwriting-Iterationen</strong> zu gönnen, bevor eine Veröffentlichung angepeilt wird. Auch haben Heimstudios solche Dinge wie lieblose Drumcomputer (auch die Dinger können akzeptabel klingen, steinigt mich!) und Plastik-Sounds teils schon salonfähig gemacht. Allerdings sollten auch hier ein paar Faktoren berücksichtigt werden, bevor die Fackeln und Mistgabeln zum Einsatz kommen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9993" aria-describedby="caption-attachment-9993" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9993 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/garage-1024x538.jpg" width="1024" height="538" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/garage-1024x538.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/garage-300x158.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/garage-750x394.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/garage.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9993" class="wp-caption-text">Hier drin entstand bestimmt einmal Kvlt</figcaption></figure>
<p>Erster Punkt wäre die <strong>Diversität</strong>: Neue Ansät<span id="__caret"></span>ze haben es manchmal schwer. Kompliziert wird es, wenn man aus eigener Kraft eine Aufnahme im großen Studio nicht gestemmt bekommt. Nicht jede Band hat eine dicke Geldbörse, und um sich dann doch etwas Terrain zu erschließen ist ein Album nicht verkehrt – wirkt langfristiger als eine olle Liveshow. Wenn jemand was Neues, aber anfangs Unzugängliches macht, braucht das Zeit, um beim Hörer zu reifen. <strong>Eine Aufnahme beschleunigt da vieles!</strong> Play safe ist mittlerweile auch nicht mehr so stark als Konzept ausgeprägt, weil ein Versuch bei Kumpels Studio ja viel weniger kostet. Somit schrumpft die Hemmschwelle, auch einmal über den Tellerrand zu blicken und ohne größere Risiken erste Gehversuche zu unternehmen. Natürlich widerspricht das irgendwo dem romantischen Gedanken, dass gute Kunst immer einen Weg findet, und ein möglichst perfektes Resultat jeden Preis rechtfertigt, aber realistisch ist das leider nicht.</p>
<p>Außerdem: Kennt noch jemand diese <strong>richtig miesen Garagendemos</strong>, die aus Sympathie gekauft werden, wo man aber absolut nichts raushört? Wieder der Punkt von vorhin: Nicht jeder will oder kann gleich eine super Produktion stemmen. Selbstreflexion hilft auch manchmal! &#8222;Wir sind noch nicht gut genug für sowas&#8220; ist eine legitime Aussage, aber trotzdem tut Feedback einer jeden Band gut. Durch eine kostengünstige Aufnahme bei Kollegen in der Schlafstube wird ein einigermaßen vorzeigbares Produkt gezimmert, bei dem wenigstens die Ideen klar erkennbar sind. Dann die üblichen Medien anhauen und Kritik einfahren – Gerüchte besagen, eine Band könne durch Berücksichtigung ebendieser wachsen. Manchmal sieht man als schaffender Künstler halt den Wald vor lauter Bäumen nicht, und da kann eine unabhängige, fundierte Meinung ein <strong>wahrer Augenöffner</strong> sein. Familie und Freunde sind darüber hinaus froh, denn endlich klingt die aus Sympathie erworbene CD nicht mehr nach Rasenmäher. Oder anders gesagt: Die Qualität etlicher Demos ist heute viel höher als vor dem Sprießen all dieser Heimstudios. Und der Reichweite einer Band tut es auch gut dank medialem Feedback, sofern es denn adäquat verarbeitet wird. Ja, klar, Spreu und Weizen gibt es auch heute noch, aber ewig im Proberaum zu versauern und ohne wirkliches Feedback zu arbeiten, stinkt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9992" aria-describedby="caption-attachment-9992" style="width: 517px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-9992 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/fisher-price25.jpg" alt="fisher-price25" width="527" height="453" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/fisher-price25.jpg 527w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/fisher-price25-300x258.jpg 300w" sizes="(max-width: 527px) 100vw, 527px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9992" class="wp-caption-text">Hiermit entstand bestimmt einmal Kvlt</figcaption></figure>
<p>Nächster Punkt: Wo kommen eigentlich die Produzenten von morgen her? Auch das will gelernt sein, und auch das läuft mit Feedback deutlich einfacher ab. Ist es nicht viel schöner, ein Produkt mit all seinen Fehlern und Stärken vorzeigen und durch professionelle Kritiken daran wachsen zu können? Den angehenden Produzenten geht es da wohl nicht anders als den Bands. Auch die müssen irgendwo anfangen und auch bei der besten Ausbildung und dem besten Equipment geht das nicht aus dem Stehgreif heraus. Die Branche orientiert sich neu und wo das ganze Equipment früher eine <strong>halbwegs stabile Investition gewesen ist</strong>, gilt das heute nicht mehr in der Form. Den Zulauf im eigenen Studio muss man sich eben erst dadurch erarbeiten, dass man weiter unten anfängt.</p>
<p>Klar gibt es auch Probleme: In erster Linie tragen die zahllosen Heimstudios nämlich dazu bei, dass es noch mehr Veröffentlichungen, Bands und Projekte gibt, sodass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage weiter kippt. Nun versäumen es manche Bands auch, das Sprungbrett &#8222;Heimstudio&#8220; rechtzeitig zu verlassen und sich mit fortschreitender Erfahrung an einen Profi zu wenden, andere tun es aus Bequemlichkeit nicht. Das Resultat ist bei den meisten Heimproduktionen vom Nachbarsjungen ja auch einigermaßen in Ordnung, dazu kostet es nicht viel, und es ist weniger anstrengend – <strong>die Versuchung ist da</strong>. Aber Hand aufs Herz: Einen Profi kann man nicht ersetzen. Für den Konsumenten sollten letzten Endes aber die positiven Effekte überwiegen, denn auch wenn die Suche nach richtig guter Musik immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, hat das Mittelfeld nicht zuletzt dank Heimstudios einen mächtigen Schritt nach vorne gemacht.</p>
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		<title>Das Aussterben von Konzerten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2016 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo bleibt ihr? Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft &#8222;Killers&#8220; von IRON MAIDEN. Um mich herum lungern 10 Nasen an der Bar auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wo bleibt ihr?</strong></h2>
<p>Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft &#8222;Killers&#8220; von <strong>IRON MAIDEN</strong>. Um mich herum lungern <strong>10 Nasen an der Bar</strong> auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ihr mitgebrachtes Bier. In knapp 30 Minuten spielen <strong>2 Bands aus Brasilien </strong>&#8211; die für <strong>2 Konzerte in Deutschland</strong> extra halt auf ihrer Tour gemacht haben &#8211; sowie eine lokale Band. Es wurde ausgiebig Werbung in den digitalen Medien mit Plakaten, sowie Flyern gemacht. Und doch werden es nicht mehr als 20 Leute sein, von denen die Hälfte erst beim Headliner aufkreuzt, um den Eintritt zu bezahlen. Der Rest stand, während der Opener sich redlich bemühte, draußen und ignorierte gekonnt 1 Stunde lang feinsten Metal, anstatt das volle Paket zu nutzen.</p>
<p>Doch kaum ist der Obolus gelöhnt, steht der Hauptact sogleich vor der nächsten Hürde. Ein großer Halbkreis bildet sich vor der Bühne, nennen wir es das &#8222;U&#8220;, der sich bis zum Ende des Konzertes nicht schließen wird. Fast alle stehen teilnahmslos am Rand, wippen skeptisch mit ihren Füßen. Nur 6 Menschen, 4 davon <strong>auf</strong> der Bühne, lassen ihrer Laune freien Lauf und schütteln ihr Haupthaar. Immerhin sind ein paar Seelen vom Sofa aufgestanden, haben sich unter Menschen begeben und sehen jetzt exotische Bands aus Übersee. Für einen lachhaften <strong>Preis </strong>von gerade einmal <strong>5 Euro</strong>. Ihre Freunde, die vor dem Rechner weiter gammeln, ärgern sich im Nachhinein, dass sie etwas Großartiges verpasst haben. Nämlich:</p>
<h4><strong>Eine tolle unbekannte brasilianische Metalband</strong></h4>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/nFCcRKK-4Zo?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p>Für 15 Euro habe ich den Auftritt erlebt, eine CD und ein T-Shirt gekauft. Mehr Leistung geht nicht! Aber das nur am Rande.</p></blockquote>
<p>Das von mir beschriebene Szenario ist kein Märchen, nicht aus einem meiner erfolgslosen Bücher (da ich keine schreibe), sondern die bittere Realität. Jenes Beispiel wurde zum Teil aus erlebten Konzerten zusammengebastelt. Solche Situationen sind immer ein Graus für den Veranstalter, die Bands, den Ruf der Stadt, und natürlich für die Szene, in der wir mehr oder weniger einen großen Teil unseres Lebens verbringen. Mich beschäftigt dieser Gedanke seit Jahren, traurigerweise ist es nicht immer nachvollziehbar, wie sowas möglich ist.</p>
<h4><strong>Fangen wir aber mal von vorne an</strong></h4>
<p>Wir leben heute mehr denn je in einer Zeit, in der das Angebot für neue Alben, neue Bands oder neue Festivals<br />
immer mehr zunimmt, ja sogar den Fan überflutet. In einem früheren Artikel erwähnte ich, dass ungefähr <em>150 bis 200 neue Alben PRO MONAT</em> erscheinen. Wohlgemerkt nur im Rock oder Metal! Dies allein stellt sich schon als Mammutprojekt heraus. Ich wüsste gar nicht, was ich davon alles neu entdecken soll, geschweige denn kaufen möchte. Also <strong>bleibe</strong> ich <strong>bei altbekannten</strong> <strong>Bands</strong>, die seit Jahren in meinem Regal stehen, und fahre dementsprechend zu Konzerten dieser Bands. Spielt dann noch ein Interpret ständig an jeder Steckdose, trübt das sowieso meine Laune, jedes mal so eine Veranstaltung wahrzunehmen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9753" aria-describedby="caption-attachment-9753" style="width: 973px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9753" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt.jpg" alt="Großartig, aber unbekannt: Dot Legacy" width="983" height="552" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt.jpg 983w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt-300x168.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt-750x421.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 983px) 100vw, 983px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9753" class="wp-caption-text">Großartig, aber unbekannt: <strong>DOT LEGACY</strong></figcaption></figure>
<h4><strong>Hier liegt der Hase im Pfeffer</strong></h4>
<p>Mein Anspruch an neue Bands misst sich mit dem der alten. Einer unbekannten Band eine Chance zu geben, sie zu unterstützen, ohne sie zu kennen, ist gering. Das lässt sich wunderbar auf das oben gezeigte Beispiel anwenden. Viele Leute sehen die Werbung für solche Konzerte in ihrer Stadt, aber besuchen sie nicht. Oft sind es Gründe wie: mangelnde Finanzen, feststehende Termine, Arbeit.</p>
<blockquote><p>Oder aber der Satz: &#8222;Och nee! Die Bands kenn ich nicht! Was, wenn die mir nicht gefallen? Ist nicht ganz mein Geschmack.&#8220;</p></blockquote>
<p>Bei so einer Aussage bekomme ich Plaque! Nicht weil es mich stört, dass meine Mitmenschen andere Termine haben, oder kein Geld für solche Veranstaltungen. Sondern weil sie <strong>übersättigt</strong> sind <strong>vom Überangebot</strong>. Weil sie des Konzertes müde geworden sind. Was der Bauer nicht kennt &#8230; Das ist doch keine dauerhafte Lösung, oder? Wie soll denn eine unbekannte Band ein Stück weit bekannter werden, wenn ihnen keiner zuhört? So mancher Abend nahm eine unverhoffte Wendung, wo die <strong>Vorband</strong> und nicht der Headliner meine Kohle einheimste, weil er einfach <strong>besser</strong> war. Das kann euch entgehen, wenn ihr zu Hause noch vorglühen wollt und solche Gelegenheiten sausen lasst. Trinken könnt ihr auch im Klub. Ich muss erwähnen, dass ich mit Absicht bei Konzerten nicht reinhöre, somit gibt es so gut wie keine Erwartungen, und zur Not lerne ich immer neue Leute kennen (wenn ich denn Lust darauf habe).</p>
<p>Verdammt talentierte Band, kennt natürlich keiner. Für alle, die auf authentischen Heavy Metal stehen:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/roEIMhzOy0E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Ich möchte, soweit es geht, hungrig bleiben und nicht die Routine Überhand gewinnen lassen</strong></h3>
<p>Wer so eine Meinung vertritt wie ich, muss auch mit Gegenwind rechnen. Vor ungefähr 2 Monaten hatte ich eine Diskussion darüber. Das Ende vom Lied war, dass meine Person als &#8222;naiver Gutmensch&#8220; gebrandmarkt wurde. Also antwortete ich süffisant:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich bin der Samariter und sonst keiner. Nur ich kann die Szene in meiner Stadt vor dem Aussterben retten. Deswegen besuche ich Konzerte. Nicht wegen der Musik oder der Menschen. Nee, das wäre langweilig. So etwas macht man nur wegen dem Image und der Selbstaufwertung.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein wenig übertrieben, ich weiß, aber keiner von euch braucht sich schlecht vorkommen, wenn er mit Herzblut in Konzerten ein Ventil, sowie Gleichgesinnte findet.</p>
<h4><strong>Wie kann man [du] diesem Malheur entgegenwirken?</strong></h4>
<p><em>Indem ihr eure 4 Buchstaben zu einem Ort schwingt, wo Konzerte stattfinden</em>. Habt keine Angst davor enttäuscht zu werden, dass allein beeinflusst eure Erwartungen schon immens. Geht pünktlich los, der Veranstalter muss sonst die Spielzeiten nach hinten verschieben, oder gar kürzen. Hört euch die Vorbands an, danach könnt ihr immer noch eure Meinung darüber kundtun, dass es euch nicht so gefallen hat. Habt Respekt vor dem <strong>Aussterben</strong> <strong>von</strong> <strong>Klublandschaften</strong>, und somit auch Konzerten. Denn es <strong>passiert schon</strong> in eurer Nähe. Und wenn es dann zu spät ist, müsst ihr im schlimmsten Fall lange Wege für einen Auftritt auf euch nehmen, um Bands zu erleben. Keine schöne Vorstellung, oder? Das merken sich auch die Musiker, sie spielen weniger in der eigenen Umgebung, oder meiden sie komplett. Zeigt ihnen Präsenz und dass die Stadt, in der ihr lebt, noch nicht tot ist.</p>
<p>Eine Sache noch: Bitte bildet kein &#8222;U&#8220; vor der Bühne, das sieht grauenhaft aus, wenn man AUF der Bühne steht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-aussterben-von-konzerten/">Das Aussterben von Konzerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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