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	<title>ukraine Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 May 2026 17:21:38 +0000</lastBuildDate>
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	<title>ukraine Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>ERSEDU und die Farbe Rot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 04:24:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Symphonic Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Cinematic Symphonic Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[ERSEDU]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Sounds PR]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anmutiger und gefühlvoller Death Metal von orchestralem Ausmaß. Das erste Kapitel von ERSEDUs Farbenlehre macht Lust auf mehr.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ersedu-gore/">ERSEDU und die Farbe Rot</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h3 style="text-align: center;">ERSEDU &#8211; &#8222;GORE&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>19. Mai 2026<br />
<strong>Länge:&nbsp;</strong>15:36 Minuten<br />
<strong>Label: </strong>Eigenveröffentlichung<br />
<strong>Genre:&nbsp;</strong>Cinematic Symphonic Death Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Von der ukrainischen Band&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> gibt es bis jetzt nur eine Handvoll Veröffentlichungen. Neben ein paar Singles ist vor allem die 2021 erschienene Split EP &#8222;Bestia&#8220; erwähnenswert. Dieses sechs Lieder starke Release haben&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> zusammen mit ihren langjährigen Freundinnen und Freunden von <strong>IGNEA</strong> aufgenommen. Wer reinhören möchte, <a href="https://ignea.bandcamp.com/album/bestia" target="_blank" rel="noopener">findet hier den Bandcamp-Link</a>. Im Januar 2026 begann dann die Promo-Phase für die nun veröffentlichte EP &#8222;GORE&#8220;, als&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> die erste Vorab-Single&nbsp;<em>&#8222;Offering&#8220;</em> präsentierten. Mit der zweiten&nbsp;<em>&#8222;Eros&#8220;</em> ging es im April weiter, und nun können wir das Viertelstündige Werk in seiner Gänze hören und genießen.</p>
<p><iframe title="Eros" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/RfQRt8PyIME?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Farbenlehre: Kapitel 1</h3>
<p>&#8222;GORE&#8220; ist nicht einfach nur eine EP, sondern der Beginn einer ganzen Serie.&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> widmen sich in dieser Reihe den Farben und ihrer Bedeutungen. Wie der Titel und das Artwork vielleicht schon erkennen lassen, handelt es sich beim ersten Kapitel der Serie um die Farbe Rot. Rot ist die erste Farbe, die das menschliche Auge erkennen kann. Als Mensch, der durch eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rot-Gr%C3%BCn-Sehschw%C3%A4che" target="_blank" rel="noopener">x-chromosomal rezessiv vererbte Sehschwäche</a> ebendiese Farbe nicht sehen kann, bin ich wohl genau die richtige Person, um über diese EP zu schreiben. Glücklicherweise werden zum Hören von <strong>symphonischem Death Metal</strong> keine Sehtests benötigt.</p>
<h3><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/05/ersedu.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-52053" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/05/ersedu-841x1024.jpg" alt="" width="841" height="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/05/ersedu-841x1024.jpg 841w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/05/ersedu-247x300.jpg 247w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/05/ersedu-750x913.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/05/ersedu.jpg 986w" sizes="(max-width: 841px) 100vw, 841px" /></a><br />
Blutrote Filmmusik</h3>
<p>&#8222;GORE&#8220; wird durch das einminütige und hochgradig atmosphärische Intro&nbsp;<em>&#8222;God Of War&#8220;</em> eingeleitet. Darauf folgt das nicht minder cinematisch überwältigende aber ebenso brachiale erste Lied&nbsp;<em>&#8222;Offering&#8220;</em>. Gewaltige Riffs wechseln sich mit atmosphärischer Stimmung ab, und tiefe Growls stehen klassischem Ariengesang gegenüber. Man mag beim Hören stellenweise an den symphonischen Black Metal von&nbsp;<strong>DIMMU BORGIR</strong> erinnert werden, und dann wieder Parallelen zu Filmmusikgrößen wie&nbsp;<strong>Howard Shore</strong> denken. Auf den weiteren Tracks&nbsp;<em>&#8222;Reap Souls&#8220;</em> und&nbsp;<em>&#8222;Eros&#8220;</em> wird diese musikalische Linie erfolgreich fortgeführt. Klassische Themen und Death Metal Riffs stehen hier anfangs oft für sich, vermengen sich aber vor allem zu Ende der jeweiligen Stücke zu einem atemberaubenden Klangerlebnis.</p>
<p><iframe title="Offering" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/_Ue4Q9X8Qgg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Death Metal für Gefühle, Sinne und Instinkte</h3>
<p>Rot als Farbe des Blutes und des Krieges, aber auch der Reife, der Liebe und der Energie ist ein vielfälig einsetzbares Stilmittel. Auf der EP &#8222;GORE&#8220; kommen positive und negative Assoziationen mit dieser Farbe zusammen und vereinen sich in einem vielseitigen Sound. Für&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> hat auch der fortwährende Krieg im Heimatland der Band seine Spuren in Musik und Thematik hinterlassen. &#8222;GORE&#8220; ist aufgewühlt, brutal, und doch von Elementen wie Neubeginn, Mut und Anmut durchzogen.&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> berufen sich auf instinktive Wahrnehmung und auf die Welt der Sinnlichkeit sowie der Gefühle.</p>
<p>Und für Fans, die gerne mehr als nur die auditive Erfahrung mitnehmen, haben&nbsp;<strong>ERSEDU</strong> ein ganz besonderes Bundle im Angebot. Es gibt nämlich zusätzlich zu den Aufnahmen noch ein Artbook, Patches, einen Schal, einen Flaschenöffner, einen Untersetzer, Kettenanhänger, sowie kleine Überraschungen, die eigenhändig von der Band ins Paket gelegt werden. Dieses und andere Angebote können <a href="https://ersedu.band/merch" target="_blank" rel="noopener">auf der Merchseite der Band</a> bestellt werden.</p>
<p><a href="https://ersedu.band/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Homepage von&nbsp;ERSEDU</strong></a><br />
<a href="https://ersedu.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Bandcamp Profil von ERSEDU</strong></a><br />
<strong><a href="https://www.youtube.com/@ERSEDUBAND/featured" target="_blank" rel="noopener">YouTube Kanal von ERSEDU</a></strong></p>
<p>Das Promomaterial wurde uns mit freundlicher Unterstützung von&nbsp;<strong>Grand Sounds PR</strong> zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ersedu-gore/">ERSEDU und die Farbe Rot</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>MORBONOCT balancieren zwischen Licht und Dunkelheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 09:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Medvedev]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[David Welnicki]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenveröffentlichung]]></category>
		<category><![CDATA[Kherson]]></category>
		<category><![CDATA[Morbonoct]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Solid Rock PR]]></category>
		<category><![CDATA[Stettin]]></category>
		<category><![CDATA[Svitlana Medvedieva]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Zerstörung und Schöpfung - MORBONOCT gehen auf Grenzlinien. Alles dazu jetzt von Raphael.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/morbonoct-the-highest-purpose/">MORBONOCT balancieren zwischen Licht und Dunkelheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"></div></div></p>
<h3 style="text-align: center;">MORBONOCT &#8211; &#8222;The Highest Purpose&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>19. Februar 2024<br />
<strong>Label:&nbsp;</strong>Eigenveröffentlichung<br />
<strong>Länge:&nbsp;</strong>59:31<br />
<strong>Genre:&nbsp;</strong>Cosmic Black Metal</p>
<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"></div></div></p>
<p><strong>MORBONOCT</strong> wurde im Jahr 2021 vom ukrainischen Musiker <strong>Alexander Medvedev</strong> ins Leben gerufen. Noch im selben Jahr erschien das erste Album &#8222;<a href="https://morbonoct.bandcamp.com/album/anmet" target="_blank" rel="noopener">Anmet</a>&#8222;. Es folgten die Veröffentlichungen &#8222;<a href="https://morbonoct.bandcamp.com/album/--2" target="_blank" rel="noopener">Чорна безодня</a>&#8220; und &#8222;<a href="https://morbonoct.bandcamp.com/album/morbonoct-galactic-gloom" target="_blank" rel="noopener">Galactic Gloom</a>&#8222;, auf denen sich&nbsp;<strong>MORBONOCT</strong> auf schwarzmetallenen Klängen der Weltraumthematik widmeten. Inzwischen ist Bandgründer <strong>Medvedev</strong> aus der umkämpften Stadt Kherson ins polnische Stettin umgezogen, wo die ursprüngliche Ein-Personen-Besetzung um Sänger<strong> David Welnicki</strong> zum Duo ergänzt wurde. Und auch thematisch wie inhaltlich haben sich bei&nbsp;<strong>MORBONOCT</strong> einige Dinge geändert, wie das neue Album zeigt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Morbonoct - Mortal Shell (Track Premiere)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Gzd5minSB1g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Ostseewinde und Galaktische Lichter</h3>
<p>Auf den ersten drei Alben befasste sich&nbsp;<strong>MORBONOCT</strong> also vorrangig mit den dunkelsten Ecken des unendlichen Raumes um den Erdball. Teilweise symphonisch und stets düster bewegten sich die Klänge durch das Universum. Mit &#8222;The Highest Purpose&#8220; wollen <strong>Medvedev</strong> und <strong>Welnicki</strong> nun ihr Spektrum erweitern. Ging es zunächst vor allem um <strong>Dunkelheit</strong>, wird nun auch deren <strong>Gegenpol</strong> mit eingebracht. Licht und Finsternis stehen sich hier gegenüber, gehen aufeinander zu, wechseln einander ab, und werden miteinander ins Gleichgewicht gebracht.</p>
<p>Aber nicht nur thematisch, sondern auch musikalisch haben sich <strong>MORBONOCT</strong> weiterentwickelt. Von den Symphonic Black Metal Einflüssen der vorigen Veröffentlichungen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Stattdessen sind die Synthesizer-Einlagen auf &#8222;The Highest Purpose&#8220; rau und kalt. Bandgründer <strong>Alexander Medvedev</strong> sagt, er habe die Kompositionen ausnahmslos bei Ausflügen zur <strong>Ostsee</strong> geschrieben und aufgenommen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-45400 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/image.jpeg" alt="" width="999" height="666" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/image.jpeg 999w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/image-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/image-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/image-750x500.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px" /></p>
<h4>Zwischen den Gezeiten</h4>
<p><strong>MORBONOCT</strong> suchen auf &#8222;The Highest Purpose&#8220; zum Einen ihre eigene musikalische Ausrichtung. Des Weiteren sucht die polnisch-ukrainische Band die Balance zwischen den Extremen. Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Zerstörung und Schöpfung stehen sich unvereinbar gegenüber, während&nbsp;<strong>MORBONOCT</strong> auf der Grenzlinie von einer Seite zur anderen springen. Gleichermaßen frostig rau und <strong>kosmisch meditativ</strong> befördert sich die Klangwelt leider oft aus dem Fokus heraus. Es bedarf also viel Konzentration beim Hören, um nicht abzuschweifen. Nichtsdestotrotz ist &#8222;The Highest Purpose&#8220; ein ansprechendes Album für Fans von <strong>KEEP OF KALESSIN</strong> oder&nbsp;<strong>LIMBONIC ART</strong>.</p>
<p><strong><a href="https://morbonoct.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">bandcamp Profil von&nbsp;MORBONOCT</a></strong></p>
<p>Das Promo Material wurde uns mit freundlicher Unterstützung von&nbsp;<strong>Solid Rock PR</strong> zur Verfügung gestellt.</p>
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		<title>STRYVIGOR &#8211; Folge dem Weg!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/stryvigor-lifelong-journey/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=stryvigor-lifelong-journey</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jan 2019 12:06:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Drudkh]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[northern silence]]></category>
		<category><![CDATA[Northern Silence Productions]]></category>
		<category><![CDATA[Oak Pantheon]]></category>
		<category><![CDATA[Pure Wrath]]></category>
		<category><![CDATA[Shylmagoghnar]]></category>
		<category><![CDATA[Skogmark]]></category>
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		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Vallendusk]]></category>
		<category><![CDATA[Veldes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die eventuell einzige Chance für viele von uns, winterliche Kälte und Eisstürme zu erleben, bieten dieses Jahr wohl nur STRYVIGOR! </p>
<p>Deren neueste Veröffentlichung ist feiner Atmospheric Black Metal mit einigen Kniffen!<br />
Reinhören empfohlen für euren nächsten gefühlten Winterspaziergang!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/stryvigor-lifelong-journey/">STRYVIGOR &#8211; Folge dem Weg!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>STRYVIGOR – &#8222;Lifelong Journey&#8220;</strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>23.11.2018<br />
<strong>Länge: </strong>54:00 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Northern Silence Productions<br />
<strong>Genre: </strong>Melodic/Atmospheric Black Metal</div></div></div>
<p><strong>Die letzten Dezembertage:</strong> Das Jahr 2018 klingt, wie die vorangegangenen Jahre auch, ohne merkliche Kälteschübe unter dem Gefrierpunkt aus. Ebenfalls werden malerische, von pulvernem Weiß bedeckte Felder und Wiesen vermisst, welche allenfalls über die heimischen Fernsehbildschirme in diversen <strong>Weihnachtswerbespots</strong> husch(t)en, um auf die illusorische Sehnsucht nach Winterfeeling anzuspielen, welche sicherlich zahlreiche Zuschauer verspüren.</p>
<p>Aus diesem Anlass möchte ich euch heute, zumindest auf akustischer Ebene, ein adäquates Kontrastprogramm mit einer <strong>schwarzmetallischen Veröffentlichung aus der Ukraine</strong> bieten. Angesichts seiner tief verschneiten Wälder und karpatischen Berge kann dieser Erdenfleck schon auf <strong>geographischer und landschaftstechnischer Ebene</strong> das Herz eines jeden Sympathisanten von Black Metal-Tonkunst höher schlagen lassen.</p>
<h3>An Bord eines wegweisenden Labels</h3>
<p>Mit &#8222;Lifelong Journey&#8220; hinterlässt das aus der Stadt <strong>Chmelnyzkyj</strong> stammende<strong> Quartett STRYVIGOR</strong> den zweiten Paukenschlag&nbsp; in ihrer Schaffensgeschichte. Schon allein das Cover-Artwork mit seiner im Dämmerlicht versinkenden Landschaft sollte das Interesse oder zumindest die Aufmerksamkeit der meisten&nbsp;<strong>Atmospheric Black Metal-Fans</strong> erwecken. Doch lässt sich hier schon erkennen, wohin sich die musikalische &#8222;Journey&#8220; dieser Kombo noch entwickeln kann? Als kompetenter Vermarktungspartner stand der Formation bei dieser Veröffentlichung das deutsche Label <strong>Northern Silence Productions</strong> zur Seite, welches schon Wegbereiter für viele (heute) namenhafte Größen der Szene wie <strong>AMESOEURS, BELENOS, BROCKEN MOON, ELFFOR, HERETOIR, HORN, SAOR</strong> oder <strong>WOODS OF DESOLATION</strong>&nbsp;war.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Vmqg7X4Sr-Y?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Ehrlicher, griffiger Sound oder kunstvolle Ausschmückung?</strong></h2>
<p>Schon das Intro des Opener-Tracks<em> &#8222;Roots“</em> macht keine halben Sachen. Der einleitende <strong>Schneesturm</strong>, unterstützt von <strong>symphonischen Klängen</strong>, geht schnell in<strong> tiefe, raue und kräftige Gitarrenriffpassagen</strong> über. Die sich anschließend einsetzende tiefe Stimme ist passend zu den Instrumenten gemixt worden und fügt sich angenehm in die Komposition ein. Sie verliert sich nicht im Klanggewitter der Instrumente. Außerdem gibt das einschlägige <strong>Growling</strong> im leichten <strong>Berserker-Stil</strong> der Musik Stabilität.</p>
<p>Natürlich hört man wie bei einigen Bands aus dem russischen und slawischen Kulturkreis den<strong> Akzent</strong> zwischen den englischen Lyrics stark raus. Aus meiner Perspektive tut das dem Hörvergnügen jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil. Die vom Akzent durchtränkten Vocals harmonieren sehr gut mit den melodiös fokussierten Riffs und den dezent gesetzten Keyboardpassagen. Diese&nbsp;Zusammensetzung passt hervorragend und verliert auch im weiteren Verlauf nicht an Kontinuität.</p>
<h3>Nur abgespeckter Atmospheric Black?</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_30685" aria-describedby="caption-attachment-30685" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-30685 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/01/stryvigor-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/01/stryvigor-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/01/stryvigor-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/01/stryvigor.jpg 843w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-30685" class="wp-caption-text">STRYVIGOR</figcaption></figure>
<p>Im Gegensatz zu Bands wie <strong>LUSTRE, SOJOURNER</strong> oder <strong>ELDAMAR</strong> fallen bei <strong>STRYVIGOR</strong> keine wirklichen<strong> Natur-/Fantasy- oder Folk-Nuancen</strong> ins Gewicht. Jedoch sind Einflüsse aus dem Cosmic bzw. Space Ambient nicht zu leugnen, die ab der 2. Hälfte des Albums auffallend zunehmen, beispielsweise in den Tracks <em>&#8222;In the Depths of Silence&#8220;</em> und <em>&#8222;Where Autumn will Reign Again&#8220;</em>. Die wirken allerdings sehr <strong>malerisch</strong>, leicht verträumt und durchdacht eingesetzt. Allerdings jagen sie mir beim Hören keinen Schauer über den Rücken, wie beispielsweise bei <strong>DARKSPACE, PAYSAGE D´HIVER</strong> oder <strong>COLDWORLD</strong>.</p>
<p>Insgesamt findet auch keine wirkliche Auseinandersetzung mit<strong> tiefen Emotionen</strong> wie Melancholie, Depression oder Nachdenklichkeit statt. Trotzdem darf nicht vorschnell das Urteil gefällt werden, dass hier typische Elementen aus dem <strong>Atmospheric Black Metal</strong> einfach weggelassen worden sind. Vielmehr speist sich die <strong>Atmosphäre</strong> von &#8222;Lifelong Journey&#8220; aus dem Zusammenspiel von Melodieführung, Vocals und den optimal integrierten Keyboardklängen. Aus wenigen musikalischen Komponenten wurde hier ein kleines bezauberndes und atmosphärisches <strong>Kunstwerk</strong> geschaffen.</p>
<h3><strong>Vom selben/ ähnlichen Schlag</strong></h3>
<p>Dabei sollte man in meinen Augen (oder Ohren) den Einfluss der<strong> inoffiziellen Meister</strong> des atmosphärischen und teils auch melancholischen<strong> Pagan Black Metals</strong> auf dieses Album nicht vergessen: <strong>DRUDKH</strong>. Wenn die ihre<strong> Landsleute</strong> von <strong>STRYVIGOR</strong> bei diesem Album in Sachen Melodik und Flair nicht inspiriert haben, wer sonst?</p>
<p>In Sachen Stilistik betreten <strong>STRYVIGOR</strong> mit ihrem <strong>Genre-Hybrid</strong> aus atmosphärischem und melodischem Black Metal zweifelsohne kein Neuland. Die erste Band, die mir gerade einfällt, die das Konzept auf 2 Alben ganz ähnlich umgesetzt haben, sind <strong>SHYLMAGOGHNAR</strong> aus den <strong>Niederlanden</strong>. Weniger stoisch und naturinspirierter als <strong>STRYVIGOR</strong>, bedient sich das Duo dafür teilweise an <strong>progressiveren Melodien</strong>.</p>
<h3>Ein paar kleine Empfehlungen zum Schluss</h3>
<p>Hinsichtlich des<strong> rauen Grundcharakters</strong> in &#8222;Lifelong Journey&#8220; empfehle ich noch die Bands <strong>SKOGMARK</strong> aus Russland und <strong>VELDES</strong> aus Slowenien. Wer es gern atmosphärisch hat, allerdings auch experimentelle, progressive&nbsp; Konzepte mag und stellenweise auch auf Härte verzichten kann, ist mit <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> aus Australien bestens bedient. <strong>OAK PANTHEON </strong>aus den USA konzentrieren sich ebenfalls mehr auf Melodik, abwechslungsreichen Gesang und gelegentliche Einsätze akustischer Gitarren und Folkinstrumente.</p>
<p>Diejenigen unter euch, die sich näher für Northern Silence Production-Releases und noch mehr für melodiefokussierten Atmospheric Black Metal interessieren, können auch mal die indonesischen <strong>VALLENDUSK</strong> auschecken. In diesem Zusammenhang gibt es auch ein interessantes Ein-Mann-Projekt aus Indonesien zu entdecken, das sich <strong>PURE WRATH</strong> nennt und einen etwas raueren uns schnelleren Gesamtsound mitbringt. Ihr habt den Überblick verloren? Kein Problem, hier gibt es eine Links zu den Bandcamp-Seiten aller Bands, die von mir als Referenzen genannt worden sind.</p>
<p><a href="https://stryvigor-northernsilence.bandcamp.com/"><strong>STRYVIGOR</strong></a></p>
<p><a href="https://drudkh.bandcamp.com/"><strong>DRUDKH</strong></a></p>
<p><a href="https://shylmagoghnar.bandcamp.com/"><strong>SHYLMAGOGHNAR</strong></a></p>
<p><strong><a href="https://skogmark.bandcamp.com/">SKOGMARK</a></strong></p>
<p><a href="https://veldes.bandcamp.com/"><strong>VELDES</strong></a></p>
<p><a href="https://neobliviscaris.bandcamp.com/"><strong>NE OBLIVISCARIS</strong></a></p>
<p><strong><a href="https://oakpantheon.bandcamp.com/">OAK PANTHEON</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://vallenduskmusic.bandcamp.com/">VALLENDUSK</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://purewrath.bandcamp.com/">PURE WRATH</a></strong></p>
<p>Übrigens: Für alle besonders Ausgefuchsten unter euch habe ich im Titel meiner Review&nbsp;<strong>eine kleine Anspielung</strong> auf ein anderes <strong>Atmospheric/Ambient Black Metal Projekt</strong> versteckt. Wer von euch hat sie erraten?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/stryvigor-lifelong-journey/">STRYVIGOR &#8211; Folge dem Weg!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DRUDKH &#8211; ein ukrainisches Gedicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2018 08:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Drudkh]]></category>
		<category><![CDATA[seasons of mist]]></category>
		<category><![CDATA[they often see dreams about the spring]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[ukrainisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Band, die keine Bilder von sich hat, keine Interviews gibt und nie live spielt &#8211; richtig, die Rede ist von DRUDKH. Diese glänzen mit ihren elften Studioalbum und zeigen sich mal wieder in einem anderen Gewand. Diesmal ohne folklorische oder progressive ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>DRUDKH &#8211; &#8222;THEY OFTEN SEE DREAMS ABOUT THE SPRING&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;09.03.2018<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;43:00 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Seasons Of Mist<br />
<strong>Genre:</strong>&nbsp;Black Metal</div></div></div>
<p>Eine Band, die keine Bilder von sich hat, keine Interviews gibt und nie live spielt &#8211; richtig, die Rede ist von <strong>DRUDKH</strong>. Diese glänzen mit ihren elften Studioalbum und zeigen sich mal wieder in einem anderen Gewand. Diesmal ohne folklorische oder progressive Elemente. &#8222;<strong>They Often See Dreams About The Spring</strong>&#8220; ist ein sehr atmosphärisches und melodisches Werk. Damit nähern sie sich immer mehr dem traditionellen Black Metal an und überzeugen mit vielen instrumentalen Parts. Viel Gesang gab es bei <strong>DRUDKH</strong>&nbsp;typischerweise nie.</p>
<p>Die fünf Titel der Platte werden von Gedichten ukrainischer Dichter geprägt:&nbsp;<strong>Bohdan-Ihor Antonytsch</strong>, <strong>Majk Johansen</strong>, <strong>Wasyl Bobynśkyj</strong> und <strong>Pawlo Fylypowytsch</strong>. Thematisch geht es dabei eher um düstere Themen, wie den Tod und Kälte. Obwohl sich das Album mit dem Frühling auseinandersetzt. Die alten Gedichte bringen eine gewisse nationale Stimmung mit auf die Scheibe, die im typisch schroffen Klangbild von <strong>DRUDKH</strong> gradlinig durch das Album führt. Für meinen Geschmack war &#8222;They Often See Dreams About The Spring&#8220; mit 43 Minuten etwas zu schnell vorbei, denn die Jungs wissen genau was sie tun. Ruhige Parts wechseln sich immer wieder mit Gedresche ab, aber werden durch die unterschiedlichen Melodien nie langweilig. Top!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/JNWUMsrNp7w?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Balfor &#8211; Wenn die Schlange sich erhebt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2017 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Balfor]]></category>
		<category><![CDATA[Black]]></category>
		<category><![CDATA[Drakkar]]></category>
		<category><![CDATA[I]]></category>
		<category><![CDATA[Immortal]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Rising]]></category>
		<category><![CDATA[Serpent]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BALFOR&#160;&#8211; Black Serpent Rising Veröffentlichungsdatum: 15.01.2017 Dauer: 44:26 Min. Label: Drakkar Records Googelt man den Bandnamen, so stößt man zuerst auf diverse Angebote eines Holzspaltgerätes mit dem Namen BALFOR und auf eine progressive Death Metal-Band aus Russland. Das sorgt bei mir schon ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BALFOR&nbsp;</strong>&#8211; Black Serpent Rising<br />
Veröffentlichungsdatum: 15.01.2017<br />
Dauer: 44:26 Min.<br />
Label: Drakkar Records</p>
<p><span id="more-13289"></span></p>
<p>Googelt man den Bandnamen, so stößt man zuerst auf diverse Angebote eines Holzspaltgerätes mit dem Namen <strong>BALFOR</strong> und auf eine progressive Death Metal-Band aus Russland. Das sorgt bei mir schon vor der ersten Hörprobe für heitere Momente, denn der Anblick einer Band, die mit ihrem Namensvetter Holz zerkleinert, wäre unbezahlbar. Und tatsächlich haben <strong>BALFOR</strong> etwas mit der Maschine gemeinsam. Sie zerkleinern mit ihrem Können so einige Gegenspieler, die sich den Black Metal auf die Fahne geschrieben haben.</p>
<p>Mit modernem Klang zwängen sich die ukrainischen Landsleute in ein Korsett aus zeitgemäßen Stoffen. Geboten wird melodischer Black Metal, der genau die Mitte zwischen norwegischen Kollegen (<strong>KEEP OF KALESSIN</strong> und <strong>I</strong>), schwelgerischen Ideen und mächtigen Trauermonumenten trifft. Zu den absoluten Höhepunkten kann man ohne Zweifel die Soli aus <em>&#8222;Serpents Of The Black Sun&#8220;</em>, <em>&#8222;Wolfbreed&#8220;</em> und <em>&#8222;Unbounded Wrath Of Venom&#8220;</em> zählen, welche sich zu den prächtigen Bauten aus heroischen Akkorden hinzugesellen. Beide stellen gelungene Hybriden aus Heavy und Schwarzmetall dar.</p>
<p>Auch im Anschlusstreffer <em>&#8222;Heralds Of The Fall&#8220;</em> rast der Zug mit ultrakurzen Stopps ohne Verschnaufpause durch die schöne Leadgitarrenlandschaft. Bis jetzt muss ich sagen, dass nach 18 Minuten Spielzeit mir noch nix auf den Senkel geht. Der klare Gesang stört auch nicht, da er nur an den nötigsten Stellen vorkommt. Dafür haben <strong>BALFOR</strong> eine Vorliebe für barbarische Männerchöre, die hartnäckig vorhanden bleiben.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px;"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="219" class="size-medium wp-image-13293" alt="balfor-band" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/balfor-band-300x219.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/balfor-band-300x219.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/balfor-band-750x547.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/balfor-band.jpg 933w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div>
<h4>BALFOR mausern sich mehr und mehr zu einer Kopie</h4>
<p><em>&#8222;Among The Fallen Ones&#8220;</em> knattert mit der (stets) sehr präsenten Doublebass immer mehr in die Richtung von neuen <strong>IMMORTAL</strong> und <strong>Abbath</strong>s ehemaligem Projekt <strong>I</strong> (das ich euch übrigens empfehlen kann). Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich das gutheißen oder verdammen soll. Denn &#8222;Black Serpent Rising&#8220; würde ohne Mühe als zweites Album von <strong>Abbath</strong>s Allstar-Projekt durchgehen. Naja fast, die clean vorgetragenen Vocals machen den Unterschied aus. Ansonsten wird es schwierig mit der Unverwechselbarkeit.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=NPphT2skiws">HIER</a> könnt ihr posen wie die Großen.</p>
<p>Und das ist auch eigentlich der einzige Kritikpunkt beim neuen Output von <strong>BALFOR</strong>. Was nützt mir ein toll produziertes Scheibchen, das mit gut geschriebenen Songs überzeugt, aber der nötige Funke nicht überspringt? Warum die drölfzigste Nachahmung im Regal stehen haben, wenn das Original nichts von seiner Strahlkraft verloren hat? Versteht mich nicht falsch, auch bei mir landen keineswegs nur die Pioniere und Neuerfinder auf dem Plattenteller, aber da gehört schon ein bisschen mehr dazu, wenn eine Band mich überzeugen soll. Egal ob wir in schweren Zeiten leben, wo gefühlt jede Musikrichtung ausgereizt wurde.</p>
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		<title>Rudolph hat &#8217;ne Band &#8211; Nordwitch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2016 14:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death]]></category>
		<category><![CDATA[deathmetal]]></category>
		<category><![CDATA[Nordwitch]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NORDWITCH&#160;&#8211;&#160;Mork Profeti Veröffentlichungsdatum: 30.9.2016 Länge:&#160;38:15 Min. Label: SATANATH Ich kriege in&#160; letzter Zeit immer die Alben mit den wenigen Songs drauf ab. Aber egal. Das muss ja nichts heißen. Diesmal ist es NORDWITCH aus der Ukraine geworden. Albumtitel: &#8222;Mork Profeti&#8220;. Aha. Haben ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>NORDWITCH&nbsp;</b>&#8211;&nbsp;Mork Profeti<br />
Veröffentlichungsdatum: 30.9.2016<br />
Länge:&nbsp;38:15 Min.<br />
Label: SATANATH</p>
<p>Ich kriege in&nbsp; letzter Zeit immer die Alben mit den wenigen Songs drauf ab. Aber egal. Das muss ja nichts heißen. Diesmal ist es <strong>NORDWITCH</strong> aus der Ukraine geworden. Albumtitel: &#8222;Mork Profeti&#8220;. Aha. Haben die einen Elch am Gesang? Der titelgebende Song startet gleich auch als erster von acht Tracks. Sehr melodisch, schick nach vorne treibend. Beinahe schon wieder zu lieb, vom Gesamtklang her. Kein Gesang. Ok. Der Song ist eher ein kleines Prelude, als&nbsp;ein bombastischer Opener. Nice to have, haut einen jetzt aber nicht aus den Socken. Zumindest stehen die Vorzeichen schon mal auf Death.</p>
<p>Beim zweiten Song,<em> &#8222;Dominion&#8220;</em>, kommt einem dann doch der Glühwein hoch. Die haben anscheinend wirklich einen Elch ans Mikrofon gestellt! Und schneller geworden sind sie auch. Wahnsinn. Aber die Gitarrenarbeit ist sehr gut! Es setzen sich zwar keine markanten Melodielinien durch, aber das Ganze gestaltet sich doch homogen und melodiös. So definiert sich durchaus eine Songstruktur, jedoch eher durch Pausen im Gesang,&nbsp;als durch klare Unterscheidungen im sonstigen musikalischen Aufbau. Das stört nicht unbedingt, macht es aber schwerer, sich zurechtzufinden, da durch fehlende Hooklines eine gewisse Orientierung an wiederkehrenden Elementen fehlt.</p>
<p>Beim Weiterhören stellt sich mir die Frage, ob der Verzicht auf Hooklines überhaupt so schlimm ist. Diese Band arbeitet eher mit flächigen Gitarrensounds statt mit Melodien. Das ist absolut cool und tut nicht weh. Nur der Gesang ist stellenweise wirklich sehr erkältet, und die Bassdrum klingt teilweise auch stark danach, als ob da mit dem Computer nachgeholfen wurde. Aber grundsätzlich tun sich da keine Ecken und Kanten auf.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/YP5SYnoUxq4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das merkt man jedoch auch wieder an anderer Stelle. Durch oft ähnliche Gitarren- und Schlagzeugarbeit verlieren viele Songs ihre Individualität. Es geht hier nicht darum, auf Kleinigkeiten rumzureiten. Es ist viel mehr so, als würde hier ein Mitschnitt einer Jamsession vorliegen. Es gibt ein paar Ideen, aber sie sind nicht ausdifferenziert. Und so hat man acht Songs, juchee, aber halt nur acht Entschuldigungen. Eine Singleauskopplung ist da nicht dabei. &#8222;Lady Evil&#8220; ist kaum fertig durchgekloppt, da kommt <em>&#8222;The Call to the Antion Evil&#8220;</em>. Da ist musikalisch viel Bekanntes dabei. Und auch diese Wortwiederholung. Kann man mögen, oder nicht. Es fällt nur auf. Schade. Wo ist der entscheidende Unterschied?</p>
<p><strong>NORDWITCH&nbsp;</strong>beweisen hier zumindest, dass sie das Handbuch des Deathmetal gelesen haben und die Basics an ihren Instrumenten anwenden können. Ihre Songs sind an sich auch schön anzuhören. Sie strengen nicht an. Aber sie fordern auch nicht. Irgendwann hört man weg. Oder dreht leiser. Und, mal ehrlich, kann man das als Band wollen? Und, übrigens: das war kein Elch. Die Jungs aus der Ukraine haben eine Sängerin.</p>
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		<item>
		<title>Von Trauerbewältigung zu Langeweile &#8211; Defiant</title>
		<link>https://silence-magazin.de/von-trauerbewaeltigung-zu-langeweile-defiant/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=von-trauerbewaeltigung-zu-langeweile-defiant</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julian Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 13:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[defiant]]></category>
		<category><![CDATA[Epica]]></category>
		<category><![CDATA[Power Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Powerwolf]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DEFIANT &#8211; Time Isn’t Healing Veröffentlichungsdatum: 25.11.2016 Dauer: 50 Min. Label: Ferrrum Records Genre: Melodic Power Metal &#160; Tja, als musikinteressierter Zweibeiner hat man ja nun mal die Eigenschaft mit offenen Ohren durch die (virtuelle) Welt zu geistern und dabei so einiges ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DEFIANT </strong>&#8211; Time Isn’t Healing<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.11.2016<br />
Dauer: 50 Min.<br />
Label: Ferrrum Records<br />
Genre: Melodic Power Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tja, als musikinteressierter Zweibeiner hat man ja nun mal die Eigenschaft mit offenen Ohren durch die (virtuelle) Welt zu geistern und dabei so einiges aufzuschnappen. So auch dieses Mal geschehen: eines Abends stoße ich in den sozialen Medien auf eine Gruppe, die mein Interesse mit einem kurzen Teaser zu ihrem neuen Album weckt.</p>
<p>Die ukrainische Formation <strong>DEFIANT</strong>, die 2008 zueinandergefunden hat, wollen ihre Hörer mit Power Metal in Kombination mit melodischen Parts begeistern. Neugierig und durch den Trailer angeteasert, was das zweite Album der Band zu bieten hat, begebe ich mich auf eine akustische Reise durch ein 12 Songs umfassendes Werk der Osteuropäer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11538 size-full aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Defiant-2016-November-Band-Bild-750x400.jpg" alt="defiant-2016-november-band-bild-750x400" width="750" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Defiant-2016-November-Band-Bild-750x400.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Defiant-2016-November-Band-Bild-750x400-300x160.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zugegeben, nachdem ich das Bandfoto an besagtem Abend sah, musste ich zunächst an eine etwas jüngere und vielleicht etwas weniger exzentrische Version der Genregrößen von <strong>POWERWOLF </strong>und<strong> EPICA </strong>denken, doch ich wurde eines Besseren belehrt!</p>
<p>Es erwartet mich kein harter und aggressiver Sound, sondern das episch-mystisch klingende Intro „<em>Storm</em>“ bringt den Zuhörer an einen stürmischen und geheimnisvollen Ort, von welchem aus man in die folgenden Songs hört:</p>
<p><em>„Milestones of Time“ </em>ist also der erste richtige Track des Albums, der zunächst die mystische Atmosphäre des Intros mit einer verspielten Keyboardpassage aufnimmt, aber dann so richtig loslegt und den Powermetal raushängen lässt, wobei sich der Song mit fortlaufender Spielzeit etwas verliert.</p>
<p>Bei <em>„The Jericho“</em> ist das anders: der weniger temporeiche zweite Track begeistert mich sofort mit der Bass-Schlagzeug-Kombi zu Beginn und lässt mich auch nicht wieder los. Dafür ist der Song zu abwechslungsreich. Interessante Soli, vor allem auch mal Soloparts von <strong>Oleg Yakovlev</strong>, der die Basssaiten in Schwung bringt, unterlegt mit technisch versierten Keyboardparts runden den Titel ab. Ja, <strong>Victoria Terzieva</strong> kann nicht nur schön lächeln, sondern auch noch Keyboard spielen!</p>
<p>Mit <em>„Funeral Feast“ </em>haben die Ukrainer genau den richtigen Titel für den folgenden Song ausgewählt, denn mittlerweile ist das Mystische einer eher deprimierenden Atmosphäre gewichen und verbreitet mit dem vergleichsweise rüden Sound, der vor allem durch die dominante Gitarre geprägt ist, eine recht morbide Atmosphäre. Man kann sich so auf jeden Fall gut in die Situation eines aufgewühlten Trauernden hineinversetzen.</p>
<p>Generell bleiben die Songs durch ihre negativ konnotierten Titel im Kopf, denn auch der Titelsong <em>„Time Isn’t Healing“ </em>passt in den Kontext der Trauer und des Seelenschmerzes. Jedoch wendet sich die Band wieder von dem zerfahrenen Stil des vorherigen Songs ab und erweckt, unter anderem mit langgezogenen Gesangsparts, den Eindruck eines Klageliedes.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/rK-ZPgHNloI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gerade wieder aufgehört zu klagen, folgt wieder ein langsamer Song. <em>„According to the Acts“ </em>erinnert zunächst stark an eine Rockballade, was sich im Verlauf des Titels auch nur wenig ändert. Das Klagende aber, das sich schon von Beginn des Albums an bis hierher zieht, langweilt mich mittlerweile und ich wünsche mir, dass mich mal wieder ein Song weckt und mir nicht beim endgültigen Einschlafen hilft. In nomine Patris et Filii &#8230;</p>
<p>Doch meine Wünsche werden vorerst nicht ganz erfüllt, denn obwohl <em>„The Dream“</em> vielversprechend startet, kommt auch dieser Song nur sehr schleppend in die Puschen, kann das aber durch einen einigermaßen kraftvollen Gesang wieder auffangen, doch mein ersehnter „Aha-Moment“ lässt immer noch auf sich warten. Mal sehen, was sonst noch kommt …</p>
<p>Ich wehre mich beim Keyboard-Intro des folgenden Songs vehement gegen das Bestreben meiner Augenlieder, fallen zu wollen, doch dann …endlich… endlich werde ich durch powervolle Gitarren und Keyboards geweckt und auch <strong>Stanislav Proshkin</strong> ist mit den Vocals aus seinem Trauersingsang erwacht. Allerdings kommt jetzt das große Aber: der Song droht sich im Verlauf der etwas mehr als vier Minuten wieder zu verlieren, jedoch rettet der Gesang den Titel wieder so ein bisschen vor der Versenkung.</p>
<p>„<em>The Truth and the Lie</em>“ verhält sich ähnlich. Dieses Mal startet der Song vielversprechend, auch die Gitarre, Bass, Drums und Keyboards haben das Potenzial, den Track zu etwas Vernünftigem zu machen. Jedoch muss ich sagen, dass mich der Gesang stört. <strong>Proshkin</strong> nimmt dem Song mit den Vocals das Tempo, Schade eigentlich, denn der musikalische Ansatz ist hier wirklich gut. Bleiben jetzt noch drei Stücke, um mich vom Hocker zu reißen.</p>
<p>Aber ich muss mich weiter gedulden, mit <em>„The Grief“ </em>kommt mal wieder, wie der Name schon sagt, ein Trauersong. Naja okay, so schlimm ist der jetzt nun auch wieder nicht. Im Prinzip kann ich wieder das sagen, was ich gerade schon angemerkt habe: eigentlich ist alles okay, bzw. gut, bis die Vocals einsetzen. Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, dass Sänger<strong> Stanislav Proshkin</strong> nur ein Tempo, sowie eine Tonlage beherrscht. Es gibt kaum Abweichungen in Höhe und Tiefe, sowie eigentlich keinen Tempowechsel, was den Song langatmig macht.</p>
<h4>Jetzt bleiben also nur noch zwei Möglichkeiten:</h4>
<p>Zumindest strengt sich <strong>Proshkin</strong> bei <em>„Soul is Burning“</em> mal an, etwas Abwechslung reinzubringen. Das gelingt jedoch nur bedingt, denn er schafft es nur ein, zwei Mal, dass sich seine Stimme in höhere Tonlagen verirrt, weshalb ich mich wieder auf die Soli und die gesanglosen Parts freue, die mich erwartungsgemäß nicht enttäuschen.</p>
<p>Etwas froh, beim letzten Albumtrack angelangt zu sein, wächst bei mir noch einmal die zarte Hoffnung, dass mich die ukrainische Kombo doch noch zum Ausrasten bringt, aber über<em> „The Eagle“</em> muss ich nicht sprechen, denn es wurde irgendwie schon alles gesagt &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>DEFIANT</strong> <a href="http://defiant-band.com/en/pages/band/history">online</a></p>
<p><strong>DEFIANT</strong> <a href="https://www.facebook.com/DefiantBand/">Facebook</a></p>
<hr>
<p><em><strong>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: </strong></em>Preuße</p>
<hr>
<p>Pics mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://defiant-band.com/en/pages/band/history">DEFIANT</a> und <a href="http://www.ferrrum.com/">Ferrrum Records</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/von-trauerbewaeltigung-zu-langeweile-defiant/">Von Trauerbewältigung zu Langeweile &#8211; Defiant</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>Mutiger Symphonic Black Metal aus der Ukraine: Fausttophel</title>
		<link>https://silence-magazin.de/mutiger-symphonic-black-metal-aus-der-ukraine-fausttophel/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mutiger-symphonic-black-metal-aus-der-ukraine-fausttophel</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 05:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Black Tears]]></category>
		<category><![CDATA[Edge Of Sanity]]></category>
		<category><![CDATA[Fausttophel]]></category>
		<category><![CDATA[Innovativ]]></category>
		<category><![CDATA[Sancta Simplicitas]]></category>
		<category><![CDATA[Symphonic]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FAUSSTOPHEL Sancta Simplicitas Veröffentlichungsdatum: 06.05.2016 Dauer: 51 Minuten Label: Another Side Records Nachdem mit &#8222;Exclusion Of Non-Dominated Material&#8220; eben erst eine totale Gurke aus der Ukraine besprochen wurde, wecken die in kyrillischen Lettern verfassten Songtitel auf FAUSTTOPHELs zweitem Album &#8222;Sancta Simplicitas&#8220; nicht ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FAUSSTOPHEL Sancta Simplicitas<br />
Veröffentlichungsdatum: 06.05.2016<br />
Dauer: 51 Minuten<br />
Label: Another Side Records</p>
<p>Nachdem mit &#8222;<a href="https://silence-magazin.de/wie-der-ewige-prophet-den-qualitativen-niedergang-vorhersagt/">Exclusion Of Non-Dominated Material</a>&#8220; eben erst eine <strong>totale Gurke</strong> aus der Ukraine besprochen wurde, wecken die in kyrillischen Lettern verfassten Songtitel auf <strong>FAUSTTOPHELs</strong> zweitem Album &#8222;Sancta Simplicitas&#8220; nicht gerade Vorfreude. Kommt nach der Gurke jetzt auch noch eine qualitative Kartoffel (der kleine Seitenhieb auf den ulkigen Bandnamen muss einfach sein)? Nein, da zeigen die Landesmänner von <strong>FAUSTTOPHEL</strong> doch deutlich mehr Talent. Gezockt wird melodischer Black Metal mit einer ordentlichen Prise Death Metal und auch einer amtlichen Symphonic-Schlagseite. Das klingt jetzt nicht sonderlich spektakulär, und auch das anderthalbminütige Intro reißt erwartungsgemäß nicht vom Hocker – spoken words in einer fremden Sprache sind eben nicht so der Hit.</p>
<p>Interessanter wird die Angelegenheit in genau dem Moment, wo das Riffgewitter in <em>&#8222;The Lot Of Emptiness&#8220;</em> hereinbricht, und man erst einmal feststellt: Das klingt ja sogar <strong>ganz chic</strong>! Sogar die Produktion fällt für eine Nischenband ziemlich gut aus, auch wenn sie natürlich keine Bäume ausreißt. Aber das ist im Black Metal ja auch nicht so zwingend. Zum Ende von <em>&#8222;The Lot Of Emptiness&#8220;</em> hin, geben sich <strong>FAUSSTOPHEL</strong> sogar richtig verspielt und zeigen damit, dass sie auch über die Genre-Standards hinaus zu liefern wissen. Schnell erkennt man, dass die Ukrainer genau dann punkten, wenn sich verträumtes Klavierspiel wie am Anfang von <em>&#8222;The Word&#8220;</em>, oder die Keys allgemein in den Vordergrund drängen. In genau diesen Momenten wird es hin und wieder richtig innovativ, insgesamt stellen die symphonischen Elemente eine <strong>deutliche Bereicherung</strong> des bandeigenen Sounds dar. Schade ist, dass genau diese Elemente im Mix etwas zu forciert in den Vordergrund gerückt wurden, sodass es nicht immer ganz einheitlich klingt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/VokTHZ_mAAE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Einen gewissen Mut muss man den Ukrainern auf jeden Fall zugestehen, denn neben den gelungenen und nicht gerade genretypischen Soli wurde auch <strong>fleißig experimentiert</strong>. <em>&#8222;The Dark Pit Of Absurdity&#8220;</em> könnte in seinen ersten Sekunden etwa geradewegs der Feder von Gama Bomb entsprungen sein, so nah bewegt sich dieser Part am rotzigen Thrash Metal, bevor nach einem kleinen Break <strong>epischste Blasts</strong> über den Hörer hereinbrechen. Schade ist, dass hierbei nicht immer alle Übergänge so wirklich gelungen sind. Das eigentlich abschließende <em>&#8222;The Whirl Ends Where It Began&#8220;</em> ist zudem so langatmig, dass die Lust am erneuten Hören des Albums leider gedämpft wird. Hier hilft auch das Edge Of Sanity-Cover <em>&#8222;Black Tears&#8220;</em> nicht, welches an letzter Stelle steht. Insgesamt will nicht einleuchten, weshalb dieses Cover auf dem Album drauf ist, denn weder mag es stilistisch passen, noch ist es gut. Besonders der cleane Gesang ist hier einfach nur störend. Interessant wäre es gewesen, hätten <strong>FAUSTTOPHEL</strong> mehr von ihrer eigenen Marschrichtung einfließen lassen, denn diese ist tatsächlich eindrucksvoll und hebt sich angenehm vom Genre-Einheitsbrei hervor. Was den optischen Teil betrifft, so kann das Cover-Artwork punkten, allerdings fällt das Booklet <strong>vollkommen lieblos</strong> aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mutiger-symphonic-black-metal-aus-der-ukraine-fausttophel/">Mutiger Symphonic Black Metal aus der Ukraine: Fausttophel</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wie der ewige Prophet den qualitativen Niedergang vorhersagt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 15:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aeternus Prophet]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Exclusion Of Non-Dominated Material]]></category>
		<category><![CDATA[Ranz]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AETERNUS PROPHET – Exclusion Of Non-Dominated Material Veröffentlichungsdatum: 24.06.2016 Dauer: 53 Minuten Label: Metal Scrap Records AETERNUS PROPHET, das ist Latein und bedeutet &#8222;ewiger Prophet&#8220; – zumindest wenn man dem Info-Blättchen der Band glauben mag. Tatsächlich scheint aber nur die erste Hälfte ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AETERNUS PROPHET </strong>– Exclusion Of Non-Dominated Material<br />
Veröffentlichungsdatum: 24.06.2016<br />
Dauer: 53 Minuten<br />
Label: Metal Scrap Records</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>AETERNUS PROPHET</strong>, das ist Latein und bedeutet &#8222;ewiger Prophet&#8220; – zumindest wenn man dem Info-Blättchen der Band glauben mag. Tatsächlich scheint aber nur die erste Hälfte des Bandnamens ins Lateinische übersetzt worden zu sein, warum auch immer. Aber gut, das ukrainische Trio will ja auch als Musiker und nicht als Sprachwissenschaftler in Erscheinung treten. Ohnehin kommen wir nicht weit, wenn wir uns näher mit den lyrischen Ergüssen der Band befassen wollen, denn die Texte sind <strong>in der Muttersprache</strong> verfasst und in kyrillischen Lettern abgebildet – für uns also gänzlich unverständlich. Netterweise sind aber zumindest die Songtitel übersetzt worden, sodass zum Verfassen dieses Textes doch keine neue Tastatur angeschafft werden musste.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Auf ihrem zweiten Album tischen die drei Ukrainer nun also reichlich angeschwärzten Death Metal auf, der von der Machart her äußerst roh daherkommt. Beginnt der Opener „<em>Removed Eyes</em>“ noch einigermaßen vielversprechend und lässt auf ein garstiges Kleinod abseits der üblichen Hochglanz-Alben hoffen, zeigt schon der erste, <strong>immens ungelenke Übergang</strong>, dass man seine Erwartungen besser zurückschraubt. Die Produktion könnte man sich sicherlich schönreden, würde denn der Rest stimmen, wovon aber absolut nicht die Rede sein kann.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/RKX0F66ZuhI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Aber so schnell will man ja nicht urteilen, auch wenn es wenig wahrscheinlich wirkt, dass eine Band ausgerechnet den fadesten Song an erste Stelle setzt. Und siehe da: Es geht bergab. Die wiederkehrende Melodie in „<em>Diapause Of Thought Processes</em>“ ist etwa so <strong>unsauber eingespielt</strong>, dass man nicht einmal bemerkt, wie austauschbar sie eigentlich ist. Überhaupt klingt alles fürchterlich schief und untight, wobei das Material vom Anspruch her nun wirklich keine Bäume ausreißt, auf der anderen Seite aber auch keine wirkliche Atmosphäre aufkommen lässt. Richtig nervig fällt der Titeltrack aus, wobei man hier nicht einmal so recht weiß, woran man es genau festmachen soll. Sind es die fürchterlich schlecht klingenden Harmonics? Das mittlerweile sehr penetrante Recycling bereits bekannter Ideen? An dieser Stelle ist es wohl doch eher die völlig <strong>beliebige Aneinanderreihung</strong> unspannender Parts.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Klar klingt alles so, als hätte man es schon einmal gehört, denn gefühlt bewegen sich alle Songs im gleichen Tempo, und alle folgen sie einem gewissen Muster, welches hier in mehreren Schritten erläutert wird:<br />
1. Kleistere so gut wie alles mit Gesang zu, wobei auf Monotonie besonderen Wert zu legen ist.<br />
2. Kein Song ohne <strong>krumme</strong> Harmonics. Keiner!<br />
3. Füge mindestens einen penetrant herausstehenden Part an beliebigen Stellen im Song ein. Das macht die ganze Angelegenheit schön catchy. Kombiniere nach Belieben mit dem zweiten Punkt.<br />
4. Achte unbedingt darauf, dass die Drums möglichst statisch und leblos klingen.<br />
5. Verkacke jedes Solo <strong>so richtig hart</strong>.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die eingangs erwähnte Beschreibung des Stils als angeschwärzter Death Metal stammt übrigens von der Band selbst, wobei man außerhalb der letzten beiden Tracks kaum Black Metal-Elemente vorfindet. Diese fallen erwartungsgemäß sehr flach aus und bieten insofern keinen echten Mehrwert.</p>
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		<title>Der Reiz des Unbekannten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2016 12:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[cd]]></category>
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		<category><![CDATA[tipp]]></category>
		<category><![CDATA[ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Underground]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es passiert mir immer wieder: Ich sitze an meinem Rechner, es ist spät in der Nacht und so langsam sollte dieses eine Projekt, das ich morgen unbedingt abgeschlossen haben muss, doch bitteschön fertig werden. Doch die Konzentration lässt immer weiter nach und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-reiz-des-unbekannten-albums/">Der Reiz des Unbekannten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es passiert mir immer wieder: Ich sitze an meinem Rechner, es ist spät in der Nacht und so langsam sollte dieses eine Projekt, das ich morgen unbedingt abgeschlossen haben muss, doch bitteschön fertig werden. Doch die Konzentration lässt immer weiter nach und ich entschließe mich dazu, nebenbei ein wenig Musik zu hören. Ich habe ein paar Youtubechannel für Underground Black Metal gefunden, die ich in solchen Situationen oftmals frequentiere.</p>
<p>Wieder motiviert, wende ich mich wieder meiner Arbeit zu. Atmosphärische Black Metal Musik ist wunderbar dazu geeignet im Hintergrund zu bleiben und trotzdem die Stimmung und Konzentration positiv zu beeinflussen. Bis zu diesem Moment, wenn ein Song derart heraussticht, dass man von seiner Arbeit aufhorcht, zur Youtubeseite umschaltet und spontan nach dem Kauflink sucht. So ging es mir allein letzte Woche zwei Mal.</p>
<blockquote><p>Dieses spontane Stöbern und von dem was man findet, immer wieder überrascht werden: Das ist ein unglaublicher Reiz an der so unglaublich breit aufgestellten Metalwelt.</p></blockquote>
<p>Das letzte Werk, das ich auf diese Weise entdeckte, ist „Unity“ von <strong>SKYFOREST</strong>. Bogdan Makarov aus Podolsk bei Moskau ist ein unglaublich aktiver 23 jähriger Russe, der seit 2013 mit seiner neuen Formation aus…sich Selbst…aufwartet. Mir waren seine bisherigen Bands wie <strong>ANNORKOTH</strong> oder <b>HIKI</b> kein Begriff. Aber mit diesem Album gelang es ihm innerhalb von drei Tönen, und das ist nicht übertrieben sondern die erstaunliche Wahrheit, für mich die Kaufentscheidung zu klären. Deswegen habe ich das Album gleich mehrmals bestellt und auch Florian, unserem Redaktionsemo, eine abgegeben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/cQCZuwLADYE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun handelt es sich dabei wirklich um ziemlichen Underground, war es doch nur über <strong>Depressive Illusions</strong> in der Ukraine bestellbar. Oder in Russland. Ich hab das alles auch nicht so richtig verstanden ehrlich gesagt. Versand war jedenfalls nicht billig und sah irgendwie auch illegal aus &#8230; DI ist ein Ein-Mann-Label, das ich ohne diese Band vermutlich gar nicht kennengelernt hätte. Was war das Ende vom Lied? Jetzt habe ich 11 CDs und mehrere Kassetten mehr im Schrank stehen, weil man plötzlich so viele interessante aber ansonsten schwer auffindbare Künstler entdeckt.</p>
<p>Aber warum ist das so? Warum sehe ich Werbung für das neue <strong>FIVE FINGER DEATH PUNCH</strong>  Album, höre es auf Spotify und denke mir, dass es an sich auch echt Spaß macht &#8211; kaufe es aber nicht. Hingegen stöbere ich durch einen Plattenladen in einer x-beliebigen Stadt die ich gerade besuche, und nehme mir ein Album für den selben Preis mit, nur weil mich das Cover gefesselt hat. Woran liegt das eigentlich? Ich persönlich denke, dass es mit dem Sammeltrieb des Menschen zu tun hat. Wir alle haben eine bestimmte Sorte von Artefakt, das wir sammeln. Das sind nicht nur CDs. Manch ein Sammler unbewusst, der andere Sammler ist sich seiner Kaufwut indes nicht nur bewusst sondern auch noch stolz darauf. So wie ich. Es gibt exzessive Sammler (wie ich) und es gibt moderate Sammler, Sammler von Briefmarken, Ü-Ei-Figuren, Yu-Gi-Oh Karten, Uhren, Autos, Frauen, Geschlechtskrankheiten, Barthaaren (so wie Dennis) oder Menükarten.</p>
<blockquote><p>Sammeln gibt uns Sicherheit und das Gefühl erfolgreich zu sein.</p></blockquote>
<p>Kommen wir in den Besitz einer ganz exquisiten Kostbarkeit, hat dies selten einen wirklich funktionalen Wert für uns und unser zukünftiges Leben. Doch der ideelle Wert rechtfertigt einen hohen Aufwand an Moneten. Wir fühlen uns gut, den Anderen überlegen &#8211; wann immer wir die gleichen Fetischisten treffen und damit prahlen können. „Guck mal, ich hab noch die Buch-Edition von Downfall of Nur bekommen!“ &#8211; Das kriegst du wieder, Demian. Wir können mit unserem Besitz aber auch das Prestige in einer bestimmten Gruppe erhöhen. In der Metalszene ist dies durch den Besitz verschiedener, ja beinahe heiliger Artefakte relativ einfach möglich. Etwa alles, was mit dem Leben und Wirken von anerkannten Bands zu tun hat &#8211; und desto bekannter die Band, desto höher der Wert! Der Besitz eines solchen Artefaktes bescheinigt dem Besitzer einen seltsamen und eigentlich unerklärlichen Expertenstatus, den jeder automatisch anzuerkennen scheint.</p>
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<p>Und das ist ein gutes Gefühl. Kommen wir aber noch einmal auf mich zurück, wie ich da mit der fremden CD im Laden stehe und mich dazu entscheide, ein mir unbekanntes Album einem von mir bereits positiv bewertetem vorzuziehen. Eigentlich völlig irrational &#8211; allerdings hat der Mensch auch unterbewusste Bewertungsmaßstäbe, die im Grunde auch völlig logisch erscheinen, wenn man sie mit in die Betrachtung einbezieht: Ich kenne das Potential des bekannten Albums ja schon. Es kann mich nicht mehr überraschen, es besteht keine Chance mehr auf wachsende Exzellenz. Das unbekannte Album jedoch steckt voller Möglichkeiten, sein Potential ist noch nicht erkannt und könnte ein titanisches Ausmaß annehmen, beginnen die Töne nur erst aus den Boxen zu tropfen. Es ist wie eine Schatzsuche, auf die man sich jedes Mal aufs Neue begibt und die mit dem Auftrennen der Verpackungsfolie beginnt.</p>
<p>Es ist eines der schönsten Gefühle in meinem Leben &#8211; sogar jetzt, wo ich weiß, dass mein Gehirn in all der Freude doch die Rationalität mit einfließen lässt. Wollt ihr es auch spüren, dann macht doch jetzt mal Folgendes: Geht in den nächsten kleinen CD-Laden den es in eurem Umfeld gibt, geht das ganze Verkaufsregal durch und die schönste CD einer Band die ihr nicht kennt, kauft ihr einfach mal. Und dann sagt ihr mir, ob ihr einen Schatz gefunden habt. Und wenn ihr schon solche Schätze gefunden habt, dann bin ich auch gespannt, davon zu lesen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-reiz-des-unbekannten-albums/">Der Reiz des Unbekannten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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