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	<title>Wear Your Wounds Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>CONVERGE für Einsteiger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2017 10:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CONVERGE ist eine Band, die zugleich fasziniert und spaltet. Während die einen das Quartett vergöttern, wissen die anderen es nicht einmal einzuordnen. Für mich war immer klar, zu welcher Gruppe ich gehörte. Ich nahm mir heraus, das gesamte Konstrukt durchschauen und herunterbrechen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/converge-fuer-einsteiger/">CONVERGE für Einsteiger</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>CONVERGE </strong>&#8211; &#8222;The Dusk In Us&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 03.11.2017<br />
<strong>Länge:</strong> 43:53 Min.<br />
<strong>Label:</strong> Deathwish / Epitaph<br />
<strong>Stil:</strong> Mathcore / Metallic Hardcore</div></div></div>
<p><strong>CONVERGE</strong> ist eine Band, die zugleich fasziniert und spaltet. Während die einen das Quartett vergöttern, wissen die anderen es nicht einmal einzuordnen. Für mich war immer klar, zu welcher Gruppe ich gehörte. Ich nahm mir heraus, das gesamte Konstrukt durchschauen und herunterbrechen zu können. Was das chaotische Drumming, die synkopen Riffs und die markerschütternden Schreie bei mir auslösen, habe ich ja bereits in <a href="https://silence-magazin.de/converge-ein-liebesbrief/">meinem Liebesbrief</a> dargelegt. Geschlagene fünf Jahre nach dem letzten Meisterstreich soll mich &#8222;The Dusk In Us&#8220; nun eines besseren belehren. Die Post-Hardcore-Tendenzen von &#8222;All We Love We Leave Behind&#8220; bleiben zwar weiterhin präsent, die Kohärenz der Songs ist jedoch eine komplett neue. Denn die Reihenfolge der Songs auf dieser neuen LP wurde zwar wieder in säuberlichster Handarbeit ausgewählt, bei der vorangegangenen Scheibe wurden alle Lieder als Singles konzipiert.</p>
<h3>Eine ungewohnte Klarheit</h3>
<p>Und so kommt es auch, dass z. B.<em> The Dusk In Us&#8220;</em> komplett aus dem von <strong>CONVERGE</strong> gewohnten Konzept raus fällt. Als ein zentraler Grundstein wird dieses Mittelstück einige Ohren aufhorchen lassen. Bevor es aber dazu kommt, schreit sich <strong>Jacob Bannon</strong> zu Beginn der Scheibe eine der intimsten Gefühlswelten vom Leib. Im hektischen Opener&nbsp;<em>&#8222;A Single Tear&#8220;</em> vermag er es, das <strong>Vatersein</strong> für jeden verständlich zu machen. Neben seiner viel gegenständlicheren und positiven Lyrik, spielt sich der Rest der Band in eine reine Ekstase. Dennoch knackt es weniger als in den alten Werken. Das ist laut Sänger<strong> Bannon</strong> sogar Absicht: sein einst bestialisches Geschrei wird immer verständlicher. Er will gehört und verstanden werden.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DKqOp2YHfhI?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Diese Klarheit, sowie die deutlichen Ähnlichkeiten zu Bands wie <strong>ALEXISONFIRE</strong>, nehmen auch auf <em>&#8222;Eye Of The Quarrel&#8220;</em> nicht ab. Voller Frohlocken beschleunigt dieser Track auf Geschwindigkeiten wie auf dem thrashigen <em>&#8222;Wishing Well&#8220;</em> (&#8222;Axe To Fall&#8220;, 2009). Ganz von ihrer Raserei abgesehen, finden sich jedoch wieder wenigere Thrash-Elemente auf dem gesamten Album. Ein gewisses Tempo-Limit stellt das folgende <em>&#8222;Under Duress&#8220;</em> auf. Dieses Lied wird bestimmt durch die synkopischen Riffs, <strong>Ben Kollers</strong> maßgebliches Drumming und die Gang-Vocals im Refrain. Zum ersten mal spüre ich auf diesem Album wieder diese matschige Produktion, für die <strong>Kurt Ballou</strong> so bekannt ist. Er kann es für gewöhnlich nicht sein lassen, jeder Band ein Sound-Wirrwar der Extra-Klasse zu verkaufen. Über das gesamte Album hingegen wurde der Gesang hervorgehoben &#8211; mehr Raum für<strong> Bannon</strong>s Krächzen.</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Fresh faced oligarch we have grown far apart</strong><br />
<strong> My arkhipov calm will serve me in due time&#8220; &#8211; <em>&#8222;Arkhipov Calm&#8220;</em></strong></p></blockquote>
<p><em>&#8222;Akrhipov Calm&#8220;</em> handelt von dem sowjetischen Marineoffizier, der durch sein ablehnendes Votum den Atom-Torpedoabschuss während der Kuba-Krise einen dritten Weltkrieg verhinderte. Dessen Bestimmtheit und Überlegtheit sind zwar Teil des Textes, der Ton lebt aber von <strong>CONVERGE</strong>s einzigartigem Songwriting. <strong>Koller</strong>s energiegeladenes Drumming trägt dann den nächsten Song.<em> &#8222;I Can Tell You About Pain&#8220;</em> wurde bereits auf der gleichnamigen EP dieses Jahr veröffentlicht und strotzt nur so vor Emotionalität. Von <strong>Bannon</strong>s Gekreische bis hin zu seinem gequälten klaren Gesang fällt hier wieder ein Merkmal besonders auf &#8211; die Verständlichkeit. Von Veröffentlichung zu Veröffentlichung sind die Töne zwar rau geblieben, dennoch auch leicht verdaulich geworden. Wie diese Hardcore-Legenden aus Boston das schaffen, bleibt mir ein Rätsel.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/dm3zkZX_FxI?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die zweite Hälfte des Albums wird eingeleitet durch das bereits erwähnte <em>&#8222;The Dusk In Us&#8220;</em>. Zarter Post Rock verziert die sehr minimalistische Klanglandschaft des Tracks. Dabei muten weder Gesang noch Instrumentalisierung wirklich energisch an und das Lied scheint geisterhaft vor sich hin zu schweben. Das erzeugt eine düstere Atmosphäre, ohne jeglichen Druck. Somit ist dieser siebenminütige Gigant noch lange kein <em>&#8222;Wretched World&#8220;</em>(&#8222;Axe To Fall&#8220;, 2009) oder ein <em>&#8222;In Her Shadow&#8220;</em>(&#8222;You Fail Me&#8220;, 2004). Nachdem diese Züge von <strong>Bannon</strong>s Nebenprojekt <strong>WEAR YOUR WOUNDS</strong> verarbeitet wurden, nimmt die Platte jedoch erst richtig Fahrt auf.</p>
<p>Wer denkt, dass inzwischen die besten Ein-Zeiler und Texte generell auf dem Album vorbei sind, wird durch die folgenden zwölf Minuten komplett aus der Bahn geworfen. So handelt <em>&#8222;Wildlife&#8220;</em> von der Besessenheit, alles natürliche und übernatürliche erklären zu wollen. Das folgende, hektische <em>&#8222;Murk &amp; Marrow&#8220; </em>spielt in einem vagen Kampf zwischen Erwachsenwerden und Tod. Damit ist aber auch nur ein Teil der Vielschichtigkeit der Lieder beschrieben. Musikalisch sind hierbei <em>&#8222;Wildlife&#8220;</em> und <em>&#8222;Trigger&#8220;</em> besonders hervorzuheben. Während ersteres durch sein Mitnick-Potential glänzt, offenbart letzteres eine komplett neue Welt für <strong>CONVERGE</strong>. Ein treibender Rhythmus grooved unerlässlich durch das Lied, der Gesang ist viel verständlicher und die sonst so verspielten Gitarren halten sich zurück.</p>
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<h3>Voll die Vielfalt</h3>
<p>Um der Vielseitigkeit komplett Rechenschaft zu tragen, sind die letzten vier Lieder besonders hervorzuheben. <em>&#8222;Broken by Light&#8220;</em> ist energetisch, schnell und dennoch unglaublich melodisch. Es mündet in einen <strong>CONVERGE</strong>-typischen Ausbruch, begleitet von einem Solo und Two-Step-Auslösern der allerfeinsten Sorte. Konträr dazu steht das alles vernichtende<em> &#8222;Cannibals&#8220; </em>mit simplen und eindrucksvollen Textstellen. <em>&#8222;Thousands of Miles Between Us&#8220;</em> löst diesen brutale Ausflug in eine Welt ohne Liebe ab. Ohne Zweifel erinnert auch dieses an <em>&#8222;The Dusk In Us&#8220;</em>&nbsp;und ältere Songs wie <em>&#8222;Coral Blue&#8220;</em> (&#8222;All We Love We Leave Behind&#8220;, 2012). Dem epischen Finale und dem kraftvollen Gesang sei Dank, vermag es seine Rolle besser zu erfüllen, als der Titel-Track.</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;We are just cannibals</strong><br />
<strong> If there is nothing left to love&#8220; &#8211; <em>&#8222;Cannibals&#8220;</em></strong></p></blockquote>
<p>Zum Abschluss kommt die Platte dann mit dem sludgy <em>&#8222;Reptilian</em>&#8222;. Riffs wie von einer monströsen <strong>BLACK SABBATH</strong>-Coverband erstrecken sich über den ganzen Song. Der nicht greifbare Feind wird im Text zum allumfassenden Bösen, <strong>Bannon</strong>s Verzweiflung nimmt erneut noch größere Dimensionen an.</p>
<p><strong>CONVERGE</strong>&nbsp;haben sich erneut selbst übertroffen. Durch leichte Veränderungen im Mix, einer ungekannten Klarheit und der gewohnten, schieren Emotionalität holen sie dieses Mal viele neue Fans an Bord. Somt ist ihr bisher größter Charterfolg keine Überraschung für mich. Dank den vielfältigen Ideen und Songstrukturen wird dieses Album außerdem einen großen Replay-Faktor haben. Ob ihr es wollt oder nicht, diese Scheibe verlässt euren Player vorerst nicht!</p>
<p><a href="https://www.convergecult.com/">Webseite</a><br />
<a href="https://convergecult.bandcamp.com/">Bandcamp</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/converge/?fref=ts">Facebook</a></p>
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		<title>CONVERGE &#8211; Ein Liebesbrief</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2017 07:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie fängt man einen Liebesbrief an? Diese Frage hast du dir bestimmt auch mal gestellt. Und egal ob du ihn digital oder handschriftlich verfasst, bleibt dieses Problem immer bestehen. In dieser kleinen Kolumne möchte ich dir einen Einblick in das Wirken einer ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/converge-ein-liebesbrief/">CONVERGE &#8211; Ein Liebesbrief</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie fängt man einen Liebesbrief an?</strong> <strong>Diese Frage hast du dir bestimmt auch mal gestellt. Und egal ob du ihn digital oder handschriftlich verfasst, bleibt dieses Problem immer bestehen. In dieser kleinen Kolumne möchte ich dir einen Einblick in das Wirken einer Band geben, die so viel mehr ist als nur eine Ansammlung von Persönlichkeiten. Die paar Zeilen, die ich zu ihrem Meisterwerk &#8222;Jane Doe&#8220; für die <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/">Core Classics </a>verfasst habe, reichen nämlich nicht aus, um dieser Gruppe gerecht zu werden.</strong></p>
<p><strong>CONVERGE</strong> sind eine 1990 gegründete vierköpfige Band aus Boston, deren Besetzung sich seit dem Durchbruch mit &#8222;Jane Doe&#8220; nicht mehr geändert hat. In den 11 Jahren bis zu diesem ungeahnten Erfolg war schnell klar, wohin es diese einmalige Gruppe verschlagen wird. Ihre Mixtur aus Hardcore Punk und zahlreichen Elementen aus Metal Genres war so explosiv und neu, dass sie nicht nur als Pioniere des Mathcore, sondern auch des Metalcore angesehen werden. Außerdem beeinflusst ihr Wirken so ziemlich jeglichen experimentellen Hardcore der Neuzeit, sei es über das eigene Label <strong>Deathwish Inc.</strong> von Frontmann<strong> Jacob Bannon</strong> oder noch darüber hinaus. Schon in den Anfängen zeichnete sich aus, wie sturköpfig und einzigartig die Musik und Bildsprache werden würde. So fanden sie erst in Epitaph Records ein Label, das den DIY-Ethos wirklich verstand.</p>
<h4>Die Ein-Mann-Show</h4>
<p>Dieser spiegelt sich in der kreativen, von unerwünschten Außeneinflüssen isolierten musikalischen Schaffensphase und der begleitenden Kunst wieder. Denn für ihren wilden, ungezügelten Stil entwickelt <strong>Bannon</strong> seit 1996 Artworks, die mal abstrakt und mal sehr direkt sind. Sein persönlicher Arbeitsrhythmus besteht dabei im Großen und Ganzen darin, ein so perfektes Werk wie nur möglich zu schaffen. Bei dem kreativen Output fragt sich ein Fan dann schnell: Schläft dieser Mann überhaupt? Allein in diesem Jahr veröffentlichte er zahlreiche Prints von seinen Gemälden und Designs für Tourposter. Zusätzlich entwarf er das Albencover und Layout von <strong>CONVERGE</strong>s neuer EP &#8222;I Can Tell You Everything Abou Pain&#8220; und dem neuem Album &#8222;The Dusk In Us&#8220;.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/dm3zkZX_FxI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Außerdem spielte er Kurator für ein ganz besonderes Soloprojekt. In <strong>WEAR YOUR WOUNDS</strong> findet sich ein milder und warmer Gegensatz zur Musik seiner eigentlichen Band. Nach einer fünfjährigen Pause seit der Split mit <strong>REVELATOR</strong> (<strong>CHELSEA WOLFE</strong>) sollte dieses Jahr ein besonders intensives werden. Nicht nur das Debüt-Album &#8222;Wear Your Wounds&#8220; erblickte 2017 das Licht der Welt, sondern auch das Reisetagebuch &#8222;Dunedevil&#8220;. Am Entstehungsprozess dieses Projekts zeichnen sich die Einstellungen der Band ab. Für eine Woche lebte <strong>Bannon </strong>in einer Holzhütte in den Dünen Kaliforniens. Dort verwandelte er die von der regelrechten Abschottung ausgelösten Gefühle in Malerei und Musik. Wenn er nicht der Natur lauschte, komponierte er Musik und nahm diese auch gleich auf. Aus nur sieben Tagen der Isolation entstand ein 300 Seiten umfassendes Buch voller Gemälde, Fotografien und kurzen Tagebucheinträgen, welches am Besten in Kombination mit dem gleichnamigen, vorrangig atmosphärischen und instrumentalem Album zu genießen ist.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Die dunklen, gefühlvollen Texte aus &#8222;Wear Your Wounds&#8220; sind schon seit Ewigkeiten Bestandteil der Band. Ihren bereits erwähnten Durchbruch schafften sie mit dem Opus &#8222;Jane Doe&#8220; im Jahr 2001. Das Konzeptalbum handelte von einem schmerzhaften Beziehungsende und klingt dabei nie kitschig. Grund dafür ist auch die abstrakte, von Kritikern oft belächelte Lyrik von <strong>Bannon</strong>. Da hilft nur mehrmals zu lesen, um den Hintergrund der Lieder zu verstehen. Bei der unglaublich rohen Vertonung ist ein reines Heraushören gar nicht möglich. Zum Teil werden sogar einzelne Wortfetzen nur wiederholt und im Text zum Lied findet sich dann trotzdem eine poetisch angehauchte Geschichte. Am liebsten würde ich jetzt auf jedes Album einzeln eingehen und lyrische Themen abarbeiten, aber dann würdest du morgen noch hier sitzen. [Vielen Dank! das Lektorat]</p>
<blockquote><p>Mediocrity in believing in everything, and this lack of will has buried them forever. &#8211; <strong>CONVERGE</strong> &#8211; <em>&#8222;Albatross&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Reden wir lieber darüber, welches instrumentale Rückgrat die schmerzerfüllte, keifende Stimme trägt. Herauszuheben ist hierbei kein Bandmitglied, da sie in ihrer fanatischen Spielweise allesamt glänzen. Die Personalwechsel bis zum Jahr 2001 sind ebenfalls kaum bemerkbar, nicht einmal die sehr persönliche Spielart des ehemaligen Bassisten <strong>Jeff Feinburg</strong> war unsersetzlich. Die sich komplementierenden musikalischen Einzelteile werden stets so zusammengefasst, dass man kaum einen Vergleich finden könnte. Es wirkte trotz der Neubesetzungen immer so wie ein natürlicher Prozess, an dessen Ende ein vollständiger Organismus stand.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/38m1NXeQP4E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Der gefragteste Hardcore-Produzent&nbsp;</h4>
<p>Dafür ist bis heute zu einem großen Teil <strong>Kurt Ballou</strong> verantwortlich. Neben seiner Tätigkeit als Gitarrist für die Band, entwickelte er sich zusammen mit seinem <strong>GodCity Studio</strong> zu einem der gefragtesten Produzenten in der gesamten Metal und Hardcore Szene. Ein wichtiger Faktor hierfür war ebenfalls seine Produktionskunst auf <strong>CONVERGE</strong>s musikalischem Output, insbesondere auf &#8222;Jane Doe&#8220;. Bis heute hat er dadurch einen Ruf inne, der durch die Besprechung seiner Arbeit durch Professoren an Universitäten im Hinblick auf die schiere Monumentalität seiner Fähigkeiten noch verstärkt wird. Völlig egal dabei ist, wer zu ihm kommt: die persönliche und brilliante Note ist bei jedem Künstler zu hören &#8211; von <strong>CHELSEA WOLFE</strong> über <strong>ISIS</strong> bis hin zu <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-21128" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/unnamed-231.jpg" alt="" height="750" width="750" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/unnamed-231.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/unnamed-231-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/unnamed-231-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Für seine eigene musikalische Ausrichtung entschied sich <strong>Ballou</strong> dazu, mathige, verschachtelte Riffs zu spielen. Diese bohren sich gerade zu in die Grundmauern der Songs und verstärken das schiere Chaos, welches <strong>Bannon</strong> mit seiner Stimme zu dirigieren scheint. Zeitgleich mit seinen markanten Schreien bricht oft ein Wirbel aus, der brutaler nicht sein könnte. Eine in diesem Sturm der Gefühle oft übersehene Rolle spielt <strong>Nate Newton</strong>. Neben seiner erstaunlichen musikalischen Vergangenheit in u. a. <strong>JESUIT</strong> spielt er heute nebenbei noch in <strong>OLD MAN GLOOM</strong> und <strong>DOOMRIDERS</strong>. Kein Wunder also, dass ein so gefragter Musiker die Lücke vergangener Mitglieder füllen konnte. Sein Spiel am Bass hält sich dabei an keine strikten Regeln und ist mit vielen Details aus seiner Aktivität in Sludge und Doom Metal bestückt. Der von ihm und <strong>Ballou </strong>angebotene Backup-Gesang muss sich in der Hinsicht auch nicht vor vermeintlichen Frontmännern der Szene verstecken, die keine Instrumente spielen, aber gleich zwei Plätze in einigen Bands belegen.&nbsp;</p>
<h4>Der verrückteste Schlagzeuger</h4>
<p>Genauso technisch versiert wie die Männer an den Seiteninstrumenten ist <strong>Ben Koller</strong>. Sein Stil passt dabei so unglaublich gut zu der Band, dass ich ihn am liebsten mit seinem Schlagzeug am vorderen Rand der Bühne sehen würde. Er spielt mal vertrackt, verändert den Rhythmus oder bricht in bestialische Zwischenspiele aus, die viel von ihm abverlangen. Wie er es da noch schafft, für <strong>MUTOID MAN</strong>, <strong>ALL PIGS MUST DIE</strong>, <strong>KILLER BE KILLED</strong> und als Tour-Mitglied für <strong>DOOMRIDER</strong> zu spielen, erschließt sich vielen Ungläubigen nicht.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/C4r2wlMSLJ0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Genauso wenig verstehen Außenstehende aber auch den Arbeitsprozess der gesamten Band. Ohne auch nur auf das Zusammenspiel der Musiker einzugehen, werden sie manchmal als Persönlichkeitslos angesehen. Die ruhige, überlegte Art bei Interviews und Statements macht es Journalisten nicht gerade einfach, viele kontroverse Zitate der Gruppe zu sammeln und vielleicht eine Diskussion zu befeuern. Eben diese Vernunft und Sanftmut, die besonders <strong>Bannon</strong> immer wieder an den Tag legt, macht jedoch die Merkmale der Band aus. Ihr zahlreich kopierter Stil und den riesigen Fußabdruck, den sie bereits in der Szene hinterlassen haben, sollte ausreichen, um die Bedeutsamkeit hervorzuheben. Trotz der angefochtenen Einzigartigkeit ihrer Einzelteile, haben sie Kultstatus erreicht.</p>
<p>Sie werden insgeheim gefeiert wie junge Götter, was sich auch durch die treue Anhängerschaft bestätigen dürfte, die innerhalb weniger Stunden die Schallplatten der neuesten Pressung oder des kommenden Albums kauft. Dazu braucht es kein Ego der Mitglieder, sondern einfach nur echte, ehrliche Underground-Musik, die am Legendenstatus kratzt. Und genau dafür liebe ich sie.<br />
Ja, <strong>CONVERGE</strong>, ihr habt mich richtig verstanden. Ich liebe euch und hoffe, dass der ein oder andere Leser seine Ohren öffnet oder meine Liebe sogar bereits versteht.</p>
<p><strong>Ihr neuestes Album &#8222;The Dusk In Us&#8220; erscheint am 03.11.2017 via Epitaph Records und Deathwish Inc. Vorbestellen könnt ihr das gute Teil <a href="https://deathwishinc.eu/collections/converge">hier</a> und <a href="http://de.kingsroadmerch.com/converge/">hier</a>. Empfehlenswert ist, in die erste Single-Auskopplung reinzuhören. <em>&#8222;Under Duress&#8220;</em> stellt einen weiteren neuen Schritt für die Band dar, deren alter Sound weiterhin omnipräsent bleibt und lediglich erweitert wird.</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/rFmMswcPPzs?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/converge-ein-liebesbrief/">CONVERGE &#8211; Ein Liebesbrief</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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