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The Plot In You – Laut genug, um still zu werden

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Vier Bands, ein Abend, der sich langsam aufschaukelt. Nicht durch Dauereskalation, sondern durch klare Kontraste. Die Show von THE PLOT IN YOU am 16.11.2025  im Kölner Palladium funktionierte vor allem deshalb so gut, weil jede Band ihre eigene Rolle hatte – und diese auch ausfüllte.

 

Persönliche Neuentdeckung gleich zum Start

Cane Hill machten von Beginn an klar, dass dieser Abend nicht sanft starten würde. Direkt, kompakt, ohne viel Ansage. Schon früh öffneten sich die ersten Moshpits, noch vorsichtig, eher tastend – aber genug, um den Raum in Bewegung zu bringen und ordentlich Stimmung aufzubauen. Ich persönlich hatte Cane Hill nicht bewusst auf dem Schirm, obwohl ich bereits Song von ihnen kannte (…natürlich ohne zu wissen, von wem dieser Song in meinem Algorithmus ist, der da reingespült wird). Aber was gibt es besseres, als eine Band durch ihre Live-Performance kennen und lieben zu lernen? Richtig – Nix! Entsprechend sind die Jungs aus Ohio seitdem fester Bestandteil meiner Playlist. 

Setlist

  • Power of the High
  • Finding Euphoria
  • Permanence in Sleep
  • Drowning Therapy
  • Fade
  • I Always Knew We Were Doomed
  • The Midnight Sun

It was never a phase!

Mit Saosin verschob sich der Fokus. Nicht weniger Körper, aber mehr Kopf und Emotionen. Spätestens bei bekannten Refrains wurde klar, wie textsicher große Teile des Publikums nach all den Jahren immernoch waren. Mit der Energie der Band habe ich aber tatsächlich nicht gerechnet – ok – es war nachdem ich die Band in meinen jüngeren Tagen nur von MySpace kannte nach gut fast 20 Jahren, das erste Mal, dass ich sie live sehen durfte. Endlich! Kennt ihr diese Art von Nostalgie, die nicht peinlich wirkt, sondern verbindet? Für einen Moment fühlte sich das Riesenpalladium tatsächlich sehr klein und persönlich an – obwohl es tierisch abging in der Crowd. 

Setlist

  • Sleepers
  • Collapse
  • Bury Your Head
  • Voices
  • You’re Not Alone
  • It’s Far Better to Learn
  • Seven Years

Vorsicht, hier kommt Bewegung ins Spiel

Currents rissen diese Ruhe gezielt wieder auf. Hier kippte die Stimmung endgültig in Bewegung. Größere Pits, mehr Crowdsurfer, mehr Energie und vor allem: Keine Zurückhaltung! Ich muss ehrlich sagen, dass ich zu CURRENTS aber auch einfach nicht mehr viel sagen kann. Hört sie live an – lernt sie lieben. Ich kann diese Flummies mit ihrer Musik nicht beschreiben – Bilder und Playlist sprechen hoffentlich für sich.  Einziges Manko: DER MIX! Irgendwas stimmte da nicht. Die Band lieferte wie erwartet ab, doch der sehr basslastige Mix verschluckte stellenweise einiges – besonders im vorderen Bereich.  Vor allem aber half hier kein Gehörschutz. In den Ohren hat es mir ordentlich gescheppert und vibriert. Gerade vorne im Fotograben, hatte ich kurz Struggle damit. Trotzdem: Currents waren der Punkt im Abend, an dem die Menge vollständig da war. 

Setlist

  • Living in Tragedy
  • Rise & Fall
  • Remember Me
  • Guide Us Home
  • Making Circles
  • The Death We Seek
  • It Only Gets Darker
  • Monsters
  • Kill the Ache
  • Better Days

Zum Headliner gemausert – mit Recht!

Der Abschluss gehörte voll und ganz The Plot In You – und damit auch der Inszenierung. Das Set lebte stark vom Zusammenspiel aus Musik und Licht. Viel Schatten, wenig direkte Frontbeleuchtung, klare Kontraste. Keine Effekthascherei, sondern eine visuelle Linie, die die Songs unterstützte. Härtere Stücke sorgten erneut für Bewegung im Pit, während ruhigere Momente das komplette Gegenteil bewirkten: Stillstand, Mitsingen, Fokus auf die Texte. Tatsächlich hatten die Jungs sogar ein kleines bisschen Pyrotechnik mit am Start – die ich aber leider nicht geshootet habe, da ich wirklich nicht damit gerechnet habe. Denn meistens ist im Palladium aus Sicherheitsgründen keine Pyro erlaubt. Liegt aber vermutlich am Ausmaß der Feuerparty, welche die Produktion plant, aber im Palladium weiß man einfach nie.

Gerade an der Produktion zeigte sich allerdings, wie sehr die Band gewachsen ist. Nicht nur musikalisch, sondern im Verständnis dafür, wie eine Show aufgebaut sein kann. Wann man Druck zulässt – und wann man ihn bewusst rausnimmt.

Setlist

  • Don’t Look Away
  • Divide
  • Pretend
  • Paradigm
  • THE ONE YOU LOVED
  • Face Me
  • NOT JUST BREATHING
  • Been Here Before
  • Silence
  • Forgotten
  • Spare Me
  • Closure
  • Time Changes Everything
  • Left Behind
  • FEEL NOTHING

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