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	<title>agrypnie Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2023 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße ausm kühlen Bunker... Wir haben uns bei den Temperaturen verschanzt und... das merkt man auch! Hier ein ausführlicher Bericht vom RAGNARÖK! Das macht Bock auf Festival, Indoor und kälter als grad... </p>
<p>Da hat euch Merlin was gezaubert (Ehrenwort, der Bericht ist besser als mein Teasertext (yt)!)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Es ist und bleibt eines meiner liebsten Festivals: Das RAGNARÖK FESTIVAL </strong>im fränkischen Lichtenfels. Wie jedes Jahr ist es auch 2023 im <strong>April</strong> verortet &#8211; für mich damit <strong>das erste Festival</strong> eines jeden Jahres. Aber wird es auch das beste? Das werde ich natürlich erst gegen Ende diesen Jahres sagen können, aber nun gilt es erst einmal herauszufinden, wie weit das <strong>RAGNARÖK</strong> vorlegt!</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s los</h2>
<p>Die erste Band des Festivals startete <strong>2003</strong> ursprünglich als Solo-Projekt. Über die Jahre stießen nach und nach aber weitere Musiker dazu und <strong>FJOERGYN</strong> stehen hier und heute mit vier Mann auf der Bühne. Spoiler: <strong>Ein fünfter wird noch dazukommen!</strong> Die Halle ist mäßig gefüllt, aber der Energie von <strong>FJOERGYN</strong> tut das keinen Abbruch. Episch und gewaltig der Sound, der unaufhaltsam vorwärts poltert. In den vorderen Zuschauerreihen fliegen die ersten Haare. Das Instrumentale packt mich, und ich würde mich der Musik hingeben &#8211; wäre da nicht der Gesang. Oder besser, der <strong>Sprechgesang</strong>. Die deutschen Texte sind ausnahmsweise mal nicht mein Hauptproblem, sondern die abgehackte Art und Weise, wie der Sänger sie vorträgt. Das taugt mir leider gar nicht. Zum vierten oder fünften Song allerdings kommt das fünfte Bandmitglied dazu auf die Bühne: <strong>Es ist kein Geringerer als der Veranstalter des RAGNARÖK höchstselbst!</strong> Der (Growl)Gesang, den <strong>IVO</strong> auf die Zuhörer loslässt, taugt mir sofort viel mehr. Der zimmert richtig! Ab jetzt läuft es für mich rund mit dem Auftritt von <strong>FJOERGYN</strong>, und ich bin fast schon enttäuscht, als die Musiker am Ende nicht nochmal für ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> posieren.</p>
<h3>Alles finster oder was?</h3>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> aus dem finst‘ren Forst, <strong>Gesichter in Asche garniert</strong>, die Holzfällerhemden kariert – haben 45 Minuten Zeit. Das reicht wieder einmal für ganze drei Lieder. Heute fällt die Wahl auf<em> „Fluch Des Seins“</em>, <em>„Mach Dich Frei“</em> (das mit dem epischen Refrain) und <em>„Finsterforst“</em> höchstselbst. Allerdings immer noch keine Spur des für 2021 angekündigten, über Kickstarter lancierten Dreißigminüters<em> „Jenseits“</em>.</p>
<p>Zum Sound: Der Hall in der Halle <strong>hallt unaufhaltbar</strong>, was thematisch ganz gut zur Band passt. Zum Instrumentarium: Wo früher noch ein Akkordeon bespielt wurde, waltet nun ein Keyboard seines Amtes, und irgendwie ist auch wohl wieder irgendjemand neues in der Live-Besatzung, wenngleich mir die Details diesbezüglich entfleucht sind. Die Frage <strong>„Habt ihr noch Bock?!“</strong>, so fällt Sänger Oli nach Äußerung derselben auf, sei doch, angesichts der Tatsache, dass <strong>FINSTERFORST</strong> der zweite Act des Festivals sind, eine recht überflüssige.</p>
<h3>UADADA</h3>
<p><em>Merlin:</em> <strong>UADA</strong> aus den Staaten sind die letzte Band des heutigen Tages. <strong>2014 gegründet</strong>, handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Band, die in Sachen Bekanntheit aber gelinde gesagt durch die Decke geschossen ist. Die Menschen vor der Bühne stehen wahnsinnig dicht, da ist kein Durchkommen. Auch die stadthalleneigene Tribüne ist voll. Musikalisch und optisch lassen sich die Parallelen zu <strong>MGLA</strong> nicht leugnen: Die schwarzen Gestalten auf der Bühne sind samt ihrer Gesichter verhüllt und stehen in einer <strong>Nebelwand</strong>, die mich verwundern lässt, wie man in ihr noch Luft zum Atmen, geschweige denn zum Singen bekommt.</p>
<p>Die Songs sind schön melodisch, ich höre die Gitarrenspuren sehr gut heraus. Generell geht die Musik mächtig nach vorn, treibende Rhythmen, <strong>brutaler Sound</strong>. Der Gesang wiederum ist mit seeehr viel Hall versetzt. Ich verstehe kein Wort. Das macht aber nichts, denn allein die <strong>Atmosphäre</strong> überzeugt mich voll und ganz. Zugegeben, ich liebe diese Art von Black-Metal auch einfach.</p>
<p><strong>UADA</strong> hätten sich schon unverhältnismäßig große Mühe geben müssen, zu enttäuschen. Für mich liefern sie definitiv den <strong>besten Auftritt dieses Donnerstagabends</strong> ab &#8211; und das nicht nur, weil sich die Konkurrenz sich zahlenmäßig in engen Grenzen hielt. Nur einen Kritikpunkt muss ich anbringen: <strong>UADA</strong> haben zwar zig verschiedene T-Shirt-Motive, jedoch <strong>kein einziges Longsleeve</strong> am Merchstand parat. Egal, dann wird halt ein Patch gekauft. Es wird langsam aber sicher Zeit für eine zweite Kutte&#8230; und Zeit fürs Bett. Bis morgen!</p>
<h2>Auf ein Neues</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Mich:</em> Mit einem gewaltigen<strong> „HAU RUCK!“</strong> brechen <strong>HELGRINDUR</strong> die Stille meines friedlichen Freitagmorgens. Neugierig, wer da die frühe Luft mit solch gewaltiger <strong>Pagan-Power</strong> schwängert, rieseln immer mehr Menschlein in die Konzerthalle, bis sich eine beachtliche Summe zusammengefunden hat. Imprägniert von der Energie, die von der Bühne donnert, sind recht schnell recht viele am Klatschen und Headbangen, und irgendwann wird sich auf dem Boden platziert, um im Rhythmus der stampfenden Trommeln durch den <strong>musikalischen Sturm</strong> zu rudern, was das Zeug hält.&nbsp;</p>
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<p>Es gibt heute neben Mitsingbarem (<em>„Aufbruch“</em> und <em>„Der Sturm“)</em> auch Ungehörtes: Ein bisher unveröffentlichter und ein vor einer Woche releaster Song (<em>„Golem“</em>) sind mit an Bord. Wenngleich der Sound noch keine Perfektion erreicht hat, ändert auch das nichts an der Freude dieses Moments. Ein guter <strong>RAGNARÖK</strong>-Festivaltag beginnt <strong>mit Heldenliedern und Double Bass</strong> – und das wären wohl die letzten beiden Dinge, an denen<strong> HELGRINDUR</strong> geizen würden.</p>
<h3>Vierzehn dunkle Jahrhunderte</h3>
<p><em>Merlin:</em> Ein <strong>Urgestein der deutschen Pagan-Metal-Szene</strong> betrifft nun die Bühne: <strong>XIV DARK CENTURIES</strong>. Und die wenden sich direkt mit einer Frage an ihr Publikum: &#8222;Seid ihr schon alle wach?!&#8220; Die Antwort ist nicht zufriedenstellend &#8211; deswegen wecken sie uns jetzt auf. <em>&#8222;Auf zur Schlacht&#8220;</em> brettert durch die Lichtenfelser Stadthalle, <strong>als wollte es sie aus ihrem Fundament heben</strong>. Flammen schießen vom Rand der Bühne empor. Sänger <strong>MICHEL</strong> reckt entschlossen immer wieder die Fäuste in die Luft. Es folgt der <em>&#8222;Teutonentanz&#8220;</em>. Der Sound ist top, ich kann nicht meckern! Auch eine <strong>Geige</strong> kommt bei <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> zum Einsatz. Zum Glück angenehm unquietschig. Doch auch wenn die Songs wie auch die Bandmitglieder richtig abgehen, das Publikum ist zu der frühen Stunde noch eher zurückhaltend. Dabei wäre die Musik sehr gut für einen <strong>Circle Pit</strong> geeignet!</p>
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<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> haben uns auch ein paar neuere Lieder mitgebracht. Da wäre einmal <em>&#8222;Atme den Wald&#8220;</em> aus ihrem 2020 erschienenen Album &#8222;Waldvolk&#8220;, aber auch <strong>ein ganz neues Stück</strong>, das den Namen <em>&#8222;Die Aura der Dunkelheit&#8220;</em> trägt. Weder thematisch noch musikalisch wurden hier größere Experimente gemacht &#8211; man bleibt sich treu. So früh er begonnen hatte, schnell ist der Auftritt von <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> auch schon wieder vorbei. Sänger <strong>MICHEL</strong> quittiert das rasche Ende mit einem Schulterzucken:<strong> &#8222;Wir hätten gern länger gespielt, aber es is halt so&#8220;</strong>. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.</p>
<h3>(Im)perfect harmonies</h3>
<p><em>Mich:</em> Silhouetten im Nebel! Es spielen als nächstes <strong>FIRTAN</strong>. Düstere Figuren vor blauem Dunst füllen die Bühne mit mystischer Atmosphäre und den Raum mit ihren <strong>komplexen Black-Metal-Kompositionen</strong>. Eine besondere Ästhetik gibt dabei <strong>Fiedlerin KLARA</strong>&nbsp;ab, von deren Existenz ich gerade zum ersten Mal erfahre und die mit ihrem Geigenspiel der Musik in vielen Momenten eine gar edle Note verpasst. Besonders in den akustischen Augenblicken herrschen Wohlklang und Harmonie. Diese sind somit in meinen Augen das Highlight dieser Show.</p>
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<p>Dafür kommt bei härteren Passagen leider manchmal zu viel aufeinander: Das Schlagzeug ballert etwas zu krass, die Gitarrenwand dröhnt und die <strong>Schreie</strong> <strong>verlieren sich irgendwo in den Tiefen des Getöses</strong>, so dass die ganzen Feinheiten dieser akribisch durchkomponierten Musik leider weniger gut erkennbar sind. Als Rausschmeißer sorgt aber dann <em>„Wogen Der Trauer“</em> (mittlerweile ein Klassiker) nochmal für ordentlich Druck und Eingängigkeit.</p>
<h3>AEPHANE- wer?</h3>
<p><strong>AEPHANEMER</strong> aus Frankreich sind mir durch Spotify-Musikvorschläge schon seit längerem ein Begriff. Damit, sie irgendwann vor mir auf der Bühne stehen zu sehen, hätte ich allerdings eher weniger gerechnet. Vor allem ist ihr Stil eher im <strong>Melodic Death Metal</strong> angesiedelt, einem Genre, das bei Pagan- und Black-Metal-Festivals wenn überhaupt, dann nur sporadisch vertreten ist. Somit freue ich mich über dieses nicht nur neue, sondern auch unerwartete Erlebnis.</p>
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<p>Der Sound spielt auch mit: Vor allem die Melodien, von den Gitarren gespien, stechen klar heraus. Auch Schlagzeug und Vocals sind gut hörbar – was will man mehr? <strong>Frontschreierin MARION</strong>&nbsp;überrascht (in einem kurzen Part nur) plötzlich mit (gekonntem!) <strong>opernartigem Gesang</strong>, und am Ende gibt’s dann <em>„Bloodline“</em> – den einen Song, den scheinbar alle (inklusive mir) hier kennen und der dementsprechend abgefeiert wird.</p>
<h3>Nasenblut</h3>
<p><strong>Irgendwie habe ich das Gefühl, ASENBLUT werden von Mal zu Mal krasser</strong>. Der Drummer scheint bei jedem Konzert schneller und präziser zu spielen, Musik sowie Sound kommen mir bei jedem Mal brutaler vor und auch bei den Vocals bemerke ich diesmal einen Fortschritt: Neben seinen gewohnten Growls gibt der Frontmann heute den einen oder anderen <strong>endfiesen Black-Metal-Schrei</strong> von sich, den ich von ihm bisher ebenso wenig gekannt wie erwartet habe.</p>
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<p>Wenn <strong>HELGRINDUR</strong> den Tag für mich mit Heldensang und Legendendichtung eingeleitet haben, so sind es <strong>ASENBLUT</strong>, die dies nun aufrechterhalten. Passend dazu bildet sich hallenmittig sogar ein kleiner Moshpit. Eine durchweg starke und überzeugende Performance – <strong>weiter so!</strong></p>
<h3>Black-Metal aus Bayern</h3>
<p><em>Merlin:</em> Erneut vernebelt sich die Bühne und kündigt damit eine <strong>Atmospheric-Black-Metal-Band</strong> an. <strong>GROZA</strong> aus Mühlburg am Inn weisen eine unverkennbare Ähnlichkeit zu <strong>MGŁA&nbsp;</strong>auf. Die Gestalten auf der Bühne sind in schlichtem schwarz gekleidet und haben ihren Gesichter mit <strong>Strumpfmasken</strong> verhüllt. Der Nebel quillt aus allen Ritzen des Podests, auf dem sie stehen. Der Mikrophonständer ist zwar mit ihrem Bandlogo ausgestattet und auch das Banner im Hintergrund der Bühne trägt selbstverständlich den Namen <strong>GROZA</strong>. Aber die Parallelen zu den Polen lassen sich für mich einfach nicht wegignorieren.</p>
<p>Gefühlt wurde die Lautstärke für dieses Konzert nochmal aufgedreht. Der melodische Black-Metal wird von einer ansehnlichen Menge an Festivalbesuchern gefeiert. Auch <strong>IVO</strong> steht im Publikum und checkt aus, was die <strong>Bayern</strong> dort oben so fabrizieren. Der Auftritt von <strong>GROZA</strong> wirkt auf mich routiniert, aber deshalb nicht schlecht. Ein bisschen <strong>mehr Eigenständigkeit</strong> würde ich mir jedoch wünschen, ein Grund, warum man ausgerechnet IHRE Musik hören sollte. Mir selbst bleibt einfach zu wenig hängen von dieser Band (außer, dass mich der Gesang seltsamerweise an <strong>J.J.</strong> von <strong>KARG/ HARAKIRI FOR THE SKY</strong> erinnert?!)</p>
<h3>Gesang der Wölfe</h3>
<p><em>Mich:</em> Auf <strong>WOLFCHANT</strong> habe ich mich mitunter am meisten gefreut – nicht nur, weil ich die Band generell mag, sondern auch, weil es heute einen speziellen Anlass gibt! <strong>„A Pagan Storm“</strong>, die legendäre Scheibe der frühen Pagan-Szene deutschsprachiger Gefilde, feiert <strong>15 Jahre Existenz.</strong> Und deswegen steht heute ein Spezial-Set auf dem Speiseplan.</p>
<p>Bis dieses jedoch beginnen kann, müssen einige <strong>technische Hürden</strong> überwunden werden: Mal läuft das Intro, dann geht es wieder aus. Dann schallt plötzlich ein Lied vom Tonband aus den Boxen, geht auch wieder aus, und plötzlich stehen <strong>WOLFCHANT</strong> auf der Bühne und spielen – allerdings hört man keine Gitarre. So geht das zirka zehn Minuten hin und her, bis endlich alles funktioniert, wie es soll. Man, diese Band hat aber auch Pech! Schon beim letzten <strong>DARK TROLL Festival</strong> mussten sie den Kampf gegen Ton und Technik antreten.</p>
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<p>Der tatsächliche Einstieg wird dann mit dem Titelsong <em>„A Pagan Storm“</em> gemacht, und neben drei neueren Songs hat man gerade noch genug Zeit, <em>„The Path“</em> und <em>„Midnight Gathering“</em> von besagtem Album zu spielen. Gerade aber die drei Lieder aus längst vergangenen Tagen entfalten eine großartige und <strong>fast schon nostalgische Wirkung!</strong> Man spürt so richtig das <strong>Heidenmetall-Feeling der alten Schule</strong> in der Gitarrenführung und den Melodien, wie es heute kaum noch jemand zu schreiben weiß. Auch sei hervorzuheben:<strong> WOLFCHANT</strong> sind fit wie nie zuvor! Da geht kein Schlag daneben und kein Finger greift den falschen Bund. Das alles unter der warmen Umarmung eines sehr sauberen Soundgewands – trotz verringerter Spielzeit ist dieses Konzert alles andere als eine Enttäuschung!</p>
<h3>Wunderbar traurig</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf <strong>ELLENDE</strong> hatte ich mich am heutigen Tage am meisten gefreut. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> bereits auf dem <strong>WOLFZEIT 2020</strong> und auf dem <strong>DARK TROLL 2022</strong> live gesehen und erwarte nun mit Spannung ihre Festivalshow auf dem <strong>RAGNARÖK 2023</strong>.&nbsp;Die Bühne wird wieder einmal <strong>mit unfassbaren Mengen an Nebel geflutet</strong>. Die Gestalten auf der Bühne wirken wie Geister dagegen, und ihr Corpsepaint lässt sie unheimlich traurig wirken. Aber sie sind alles andere als traurig, wie sich sogleich herausstellt.</p>
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<p><strong>ELLENDE</strong> haben ihr<strong> neues Album</strong> mitgebracht: &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220;. Und das ist, gelinde gesagt, großartig geworden. Der krächzende, deutsche Gesang ist live zwar etwas unverständlich, aber die eingängigen Gitarrenmelodien kommen voll zum Tragen und kreieren eine <strong>melancholische Atmosphäre</strong>, die die Zuhörer reihenweise in ihren Bann zieht. Sänger <strong>LUKAS</strong>, das Mastermind hinter <strong>ELLENDE</strong>, bedankt sich mehrfach bei der Menge. &#8222;Dankeschön! Großartig!&#8220; Er wirkt richtig gerührt. Mei, is des sche.</p>
<p>Aber einen Wermutstropfen gibt es: <strong>ELLENDE</strong> haben inzwischen auf all ihren Social Media Kanälen gepostet, dass sie sich eine <strong>Pause von den Live-Auftritten</strong> nehmen werden. Alle bereits angekündigten Konzerte finden wie geplant statt, aber danach wird es wohl erst einmal ruhig um die Band. Schade! Mir taugen sie live fast noch mehr als auf Platte. Live wirkt die Musik härter, aber dennoch gewohnt eingängig und eindringlich. Ich hoffe sehr, dass <strong>ELLENDE</strong> irgendwann in der Zukunft ihren Weg zurück auf die Black-Metal-Bühnen finden werden!</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 1/2</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Es ist sehr interessant, eine rauere, härtere Band von ihrer netteren Seite kennenzulernen. So spielen <strong>MÅNEGARM</strong> (vor ihrem morgigen Metal-Gig) heute eine <strong>exklusive Akustik-Show</strong>. Da ich aber kaum ein Konzept davon habe, wer da vor mir steht, weiß ich noch gar nicht, was denn zu erwarten ist. So mache ich es mir auf den Tribünen gemütlich und lasse mich überraschen.</p>
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<p>Eine gute Entscheidung! Denn von hier oben klingt das Ganze nicht nur makellos, man kann auch auf das stehende Fußvolk hinabsehen, welches sich unten wie hypnotisiert in den <strong>weichen Wogen musikalischer Beschallung</strong> wiegt. Tiefe Trommeln, Geigenmelodien und Frauensang, der sich mit den männlichen Main Vox abwechselt, bieten zusammen mit den akustischen Gitarren ein sanftes Spektakel dar, welches unter die Haut zu gehen weiß. Dabei ist einer der intensivsten Momente der eines Cover-Songs: Mit einer absolut ohrenschmeichelnden Akustikversion von<strong> BATHORYs</strong> <em>„Mother Earth, Father Thunder“</em> huldigen <strong>MÅNEGARM</strong> den Vorvätern von so ziemlich allem, was auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> und Konsorten musikalisch so fleucht und kreucht. Schön!</p>
<p>Als letztes Lied des Tages aber wurde <em>„Segervisa“</em> ausgewählt. Und das mit Recht, denn noch weit nach Abklang des letzten Tons haben es die Zuschauer nicht satt, die <strong>Hauptmelodie des Songs in Dauerschleife</strong> weiter zu singen.</p>
<h3>Wenn Legenden loslegen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Hier und heute ist <strong>eine wahre Metal-Legende</strong> auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> zu Gast: <strong>PETER TÄGTGREN</strong> mit <strong>HYPOCRISY!</strong> Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass jeder der Besucher sie kennt, stellt sich die Band sicherheitshalber nochmal vor: &#8222;We&#8217;re Hypocrisy from Sweden!&#8220; Was soll ich sagen? Die Hütte ist voll! Die Lichtenfelser Stadthalle platzt aus allen Nähten, Tribüne und Parkett sind gleichermaßen übersät mit erwartungsvollen Zuschauern.</p>
<p><strong>HYPOCRISY</strong> eröffnen ihre Show mit einem echten Klassiker, <em>&#8222;Eraser&#8220;</em> von 2004 erschienenen Album &#8222;The Arrival&#8220;. Obgleich die Band bereits seit mehr als 30 Jahren aktiv ist, hat sie nichts von ihrer Power und Bühnenpräsenz eingebüßt. Es geht sogar so zur Sache, das während eines Songs das <strong>auseinanderdriftende Schlagzeug</strong> neu justiert werden muss. Als <strong>PETER TÄGTGREN</strong> den Song <em>&#8222;Don&#8217;t judge me&#8220;</em> vom Album &#8222;Catch 22&#8220; ankündigt, schiebt er gleich noch eine Aufforderung zum Circle Pit hinterher. Ob diese verfängt, sehe ich leider nicht, ich stehe zu weit hinten, und an ein Durchkommen ist nicht zu denken.</p>
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<p>Die Erscheinung von <strong>PETER TÄGTGREN</strong> allerdings wirkt bis zu den hintersten Plätzen. Die <strong>langen weißen Haare und sein in zwei gezwirbelte Strähnen unterteilter Bart</strong> unterstreichen nur den Legendenstatus, den er für mich und für viele andere inne hat. Das erhöht stehende Schlagzeug wurde inzwischen gesichert, der Schlagzeuger kann sich wieder ungehemmt ins Zeug legen. Hab ich schon erwähnt, dass der Sound nahezu perfekt abgemischt ist? <em>&#8222;Fire in the Sky&#8220;</em> vom 2000er Album &#8222;Into the Abyss&#8220; verdeutlicht dies nur noch.</p>
<p>Obwohl<strong> HYPOCRISY</strong> 2021 erst ein neues Album herausgebracht haben (&#8222;Worship&#8220;), spielen sie heute doch ganz überwiegend altes beziehungsweise älteres Zeug. Die <strong>Klassiker</strong> eben! So verhält es sich auch mit dem letzten Song:<em> &#8222;Roswell 47&#8220;</em> von ihrem vierten Album &#8222;Abducted&#8220;. Das war noch vor meiner Zeit. Umso glücklicher bin ich, dass <strong>HYPOCRISY</strong> immer noch live spielen. Und am aller glücklichsten bin ich gerade darüber, dass sie zum <strong>RAGNARÖK 2023</strong> gekommen sind und ich ihrem verdammt geilen Auftritt beiwohnen durfte!</p>
<h2>Aller guten Dinge sind drei</h2>
<p>Der Tag ist noch jung und die meisten Festivalbesucher sind noch nicht oder noch nicht ganz wach, als <strong>DARK EMBRACE</strong> die Bühne betreten. <strong>Ist ja auch erst 13 Uhr.</strong> Da ich die Band bis dato nicht kannte, hatte ich mir zur Einstimmung einige ihrer Songs während meiner Morgenroutine in die Gehörgänge gedrückt. Aber ich will nicht Spoilern, und vor allem nicht voreingenommen an den Auftritt herangehen. Also, <strong>DARK EMBRACE</strong>, zeigt, was ihr live könnt!</p>
<p>Vier Metaller finden sich auf der Bühne, der Sänger trägt ein Nietenarmband, ansonsten sind sie schlicht in schwarz gekleidet. Wer sich fragt, die Band kommt übrigens aus Galizien. Die Musik von <strong>DARK EMBRACE</strong> würde ich als <strong>Melodic-Death-Metal</strong> beschreiben. Wenig Screams, keine Growls, dafür viel Klargesang. Beim Song <em>&#8222;Never seen the Sun&#8220;</em> (wohl ihr bekanntester Titel) rutscht die Stimme des Sängers aber immer wieder <strong>ganz unangenehm schrill</strong> nach oben ab. Das klang auf den Aufnahmen allerdings ähnlich, und ich deute es als gewolltes Stilmittel der Band. Mir persönlich taugt dieser schrille Gesang aber leider gar nicht.</p>
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<p>Dennoch harre ich vor der Bühne aus. Musikalisch zimmern <strong>DARK EMBRACE</strong> ja auch ordentlich, und eingängige Melodien können sie sowieso. Zu <em>&#8222;Life and Legacy&#8220;</em> packt ein junger, kräftiger Mann links neben mir erstmal seine (beeindruckenden) <strong>Dance Moves</strong> aus, verlegt sich dann aber wieder auf&#8217;s Headbangen. Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Bei &#8222;The bitter End&#8220; fällt der Sänger dramatisch auf die Knie. So bitter fand ich das Ende jetzt gar nicht. Dennoch, ein cooler erster Auftritt an diesem <strong>vollgepackten Festivalsamstag.</strong></p>
<h3><strong>CÂN BARDD? BARDD CÂN!</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Den Rausch ausgeschlafen, die Fingergelenke geknackt und den Kiefer gelockert, so stehe ich wieder fit wie ein (ziemlich matschiger) Turnschuh in der Halle des Geschehens, als es endlich an der Zeit für meine absolute <strong>Festivalneuentdeckung</strong> letzten Jahres ist:<strong> CÂN BARDD</strong>.</p>
<p>Und auch heute erwartet mich nichts weniger als ein<strong> intensives Schauspiel an Energie und durchdringender Schönheit.</strong> Ich würde mein Erleben dieses Konzertes beinahe als transzendentale Erfahrung bezeichnen – fast den Tränen nah und in <strong>Ehrfurcht</strong> mit dem Fußboden verwurzelt stehe ich und lasse mich in andere Welten tragen. Neben den ebenso kunst- wie druckvollen Klangkreationen der Schweizer ist diese Wirkung mitunter dem durchweg großartigen Sound zu verdanken – sowie der starken, <strong>fehlerfreien Performance</strong>, die hier an den Tag gelegt wird.</p>
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<p>Auch fällt mir heute zum ersten Mal auf, wie kreativ einige dieser Lieder und Parts aufgebaut sind – so etwa die letzten fünf Minuten des zweiten Lieds, in dem sich knappe drei musikalische Elemente die Hand zum <strong>Taumeltanz</strong> reichen und sich immer wieder neu verstricken, kombinieren und verändern, oder der rhythmisch geschriene<strong> Acapella-Part</strong>, der sich aus drei Kehlen zugleich immer wiederholt, bis er sich wieder nahtlos in die Musikwand einfügt. Ich bin, Gänsehaut tragend, beeindruckt.<br />
Und scheinbar nicht nur ich, denn sogar Merlin düst (nach anfänglichem „Ich kann mit denen nicht so viel anfangen“) im Anschluss an das Konzert zum Merch-Stand, um sich <strong>den allerletzten CÂN BARDD-Hoodie</strong> zu holen, den es gibt.</p>
<h3>Gesundheit!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Noch stehen die Zuschauer vor der Bühne in lockerem Durcheinander, aber die Stadthalle füllt sich stetig. Ich ergattere einen <strong>Platz in der zweiten Reihe</strong> und erwarte voller Vorfreude den Auftritt von <strong>ENISUM</strong>. Die Italiener haben ihr neues Album &#8222;Forgotten Mountains&#8220; sowie einen Mikrophonständer in Form eines Asts, dekoriert&nbsp; mit weiteren abstehenden Ästen, mitgebracht. Im Bühnenhintergrund hängt das Logobanner parat. Na, dann kann es jetzt ja losgehen!</p>
<p>Wem <strong>ENISUM</strong> nichts sagt: Es handelt sich um <strong>atmosphärischen Black-Metal</strong> mit, wie könnte es anders sein, viiieeel Hall. Der Sound tendiert leider etwas zum Verwaschen, die Melodien gehen teils in den Blast Beats unter. Sänger <strong>LYS</strong> hält sich mit Ansagen zurück, bedankt sich aber am Ende bei seinen Zuhörern. Auch der Rest der Bandmitglieder hat es nicht so mit Action, man konzentriert sich lieber auf die Musik.</p>
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<p>Insgesamt verläuft der Auftritt von <strong>ENISUM</strong> routiniert und unspektakulär. Der Sound hätte für meine Ohren <strong>noch etwas präziser sein dürfen</strong>, aber nichtsdestotrotz schaffen es die Italiener, eine düstere, mystische Atmosphäre zu verbreiten und ihre Zuschauer mit auf die Reise zu den &#8222;Forgotten Mountains&#8220; zu nehmen. Dass sie selbst immer noch down to earth ist beweist die Band, indem sie sich zum Abschluss des Konzert die Gelegenheit nicht nehmen lässt, ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> zu machen. Ich recke freudig die Pommesgabel in die Höhe und eile dann geschwind zum Merchstand, um mir das neue Album von <strong>ENISUM</strong> auf CD zu sichern.</p>
<h3>Zorn und Verwüstung</h3>
<p><em>Mich:</em> Nach einer kleinen Pause, in der sich nach <strong>CÂN BARDD</strong> mein musikalisches wie seelisches Fassungsvermögen wieder aufladen konnten, fühle ich mich bereit für <strong>AGRYPNIE</strong>, von denen ich kaum weniger Mitreißendes gewohnt bin. Das Wesen der Erzeugnisse beider Bands allerdings könnte (innerhalb des Konzepts Black Metal, versteht sich) kaum unterschiedlicher sein:</p>
<p><strong>Steriler, gnadenloser Sound</strong> und krächzende, leidende Schreie geben nun den Ton an. Während Letztere anfangs noch recht leise sind, schraubt der Tontechniker alsbald ordentlich am Rädchen. Nun sägen sich THORSTENS Vocals durch alles. Doch auch der Rest der Musik ist am Drücken, was das Zeug hält. Als angenehm für die Ohren würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, aber dafür bin ich ja auch nicht hier. Ich will den Schmerz spüren, den eure Musik vermittelt! <strong>Ich will den Zorn und die Verwüstung fühlen!</strong> Und das tue ich. Aua.</p>
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<p>Als dann gegen Ende der Fan-Favorit <em>„Der Tote Trakt“</em> angestimmt wird, sind plötzlich <strong>alle um mich herum am Headbangen.</strong> Der Refrain wird voller Inbrunst mitgegrölt, auch meinerseits, es folgt ein weiterer Song, und schon war es das. Schade, <em>„Schlaf“</em> hätte ich mir noch gewünscht. Aber den wird es heute noch so bald nicht geben.</p>
<h3>Die Unaussprechlichen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Es folgt eine Band, deren Namen ich nicht aussprechen kann. <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> (das muss man sich auch erstmal merken können) kommen aus <strong>Finnland</strong> &#8211; und so sehen sie auch aus. Der langhaarige Sänger zumindest, der sich auch als Gitarrist betätigt, hat ein ungemein finnisches Profil. Die Band hat aber auch noch einen Sänger mit Millimeterfrisur dabei, der kein Instrument spielt. Gesungen wird natürlich auch auf Finnisch. Der langhaarige Sänger beweist aber auch Deutschkenntnisse: <strong>&#8222;Guten Tag meine lieben Freunde, wir sind Kaunis Kuolematon!&#8220;&nbsp;</strong></p>
<p>Insgesamt stehen bei der Band fünf Leute auf der Bühne. Ihr Logobanner hängt im Hintergrund, sonst haben sie keine Deko mitgebracht. Die Menschen vor der Bühne stehen locker, die Band scheint unter den <strong>RAGNARÖK</strong>-Besuchern nicht allzu bekannt zu sein. Müsste ich jemandem erklären, was für Musik <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> spielen, es fiele mir schwer. <strong>Melodisch ist sie, schwermütig, ergreifend, aber auch mal heiser und rau.</strong> Die finnische Band, deren Name übersetzt etwa soviel wie &#8222;wunderschön unsterblich&#8220; bedeutet, bleibt mir ein ungelöstes Rätsel. Wenigstens zum letzten Song gibt uns der langhaarige Sänger einen Interpretationsanstoß mit an die Hand: <strong>&#8222;This is the Finnish way to say Goodbye.&#8220;</strong></p>
<h3>Da ist der Wurm drin</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>WORMWOOD</strong>? Nie gehört. Kommen anscheinend aus <strong>Schweden</strong> und machen melodischen Black Metal – also stelle ich mich mal zu den Lauschenden und lausche zu, was das bedeutet. Der eine Typ sieht auf jeden Fall aus wie der eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Ah, ich hatte Recht! Es ist der gleiche eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Sagt das Internet.</p>
<p>Die Show selbst ist recht solide gespielt und vom Klang her durchgängig genießbar, <strong>tut nicht weh in den Ohren</strong> und auch von den Tribünen aus klingt das Ganze noch amtlich. Gebannt sehe ich den Menschen beim gebannten Zuhören zu, muss aber ehrlich gestehen, dass sich meine Aufnahmefähigkeit irgendwann verflüchtigt und ich das Konzert leider in die recht vollbepackte Schublade mit der Aufschrift <strong>„so’n Black-Metal-Konzert halt“</strong> packen muss.</p>
<h3>Schamatsch</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf das Konzert von <strong>SCHAMMASCH</strong> war ich im Vorfeld mit am meisten gespannt. Spirituell, okkult, mystisch, das sind ihre Stichworte. Dichter Nebel wabert auf der Bühne, die nun von Gestalten mit weiten Kapuzen betreten wird. Ich sehe und höre mir den Auftritt <strong>von der Tribüne aus</strong> an. Selbige ist gut gefüllt, unten in der Halle stehen die Leute dagegen noch in entspannten Abständen. <strong>SCHAMMASCH</strong> haben <strong>Dekoelemente</strong> mitgebracht. Darunter fallen zwei mit mystischen Formen besetzte Stelen, die in ihrer Mitte jeweils eine leuchtend rote Kugel tragen; des weiteren links und rechts ein schmales, hohes Banner mit Motiv. Auch das große Banner im Hintergrund wird von einem okkulten Zeichen geschmückt.</p>
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<p>Als <strong>Avantgarde-Black-Metal</strong> bezeichnet metal-archives die Band, und dieser Zuschreibung würde ich mich einfach mal anschließen. Die Band macht keinerlei Ansagen, alles wird sehr <strong>mysteriös, düster</strong> und vor allem nebelig gehalten. Der Sound ist durchdringend, aber hier oben auf der Tribüne erwartbarer Weise etwas verwaschen. <strong>C.S.R</strong> hat eine starke Stimme, dennoch ist der Gesang ein wenig undeutlich. Melodisch ist das Ganze aber allemal. Am Ende des Konzerts treten nochmal alle Bandmitglieder zusammen vor und <strong>verbeugen</strong> sich. Ich zolle den gebührenden Beifall und wechsele dann die Tribünenseite, um mir einen guten Blick auf<strong> GRAVEWORM</strong> zu sichern.</p>
<h3>Sechs Fuß tief</h3>
<p>Lange Jahre war es still um die Italiener von <strong>GRAVEWORM</strong>. <strong>1992 gegründet</strong>, war die Band bis 2015 durchgängig aktiv, hatte dann aber eine <strong>längere Schaffenspause</strong> eingelegt. Nun sind sie zurück und haben ein neues Album im Gepäck! &#8222;Killing Innocence&#8220; heißt es, und selbstverständlich bekommen wir auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> einige Kostproben daraus <strong>um die Ohren gepfeffert</strong>, so zum Beispiel den siebten Track <em>&#8222;We Are the Resistance&#8220;</em>.</p>
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<p>Die fünf Metaller auf der Bühne lassen es ordentlich krachen, der <strong>Sound ist brachial</strong>. Die Zuschauer stehen dicht an dicht und lassen sich die Aufforderung von Sänger <strong>STEFAN FIORI</strong> nicht zweimal sagen: <strong>&#8222;Ich will eure Haare fliegen sehen!&#8220;</strong> &#8211; das kann er haben. Köpfe nicken, Haare fliegen, das Publikum ist voll in seinem metallischen Element. Sänger <strong>STEFAN</strong> ist sichtlich gerührt: &#8222;Es ist ne Ehre für uns, heute Abend hier für euch zu spielen!&#8220; Zum letzten Song dreht er dann nochmal richtig auf. Ein <strong>Circle Pit</strong> soll her! Und tatsächlich geht unten im Publikum jetzt die luzi ab. Ich beobachte von der Tribüne aus freudig amüsiert das feucht-fröhliche Treiben und speichere das Konzert von <strong>GRAVEWORM</strong> als einen durch und durch gelungenen Auftritt ab. Um <strong>STEFAN</strong> ein letztes Mal zu zitieren: &#8222;Vielen Dank, Dankeschön!&#8220;</p>
<h3>Keine Verschnaufpause</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>THYRFING</strong>, hui! Endlich sehen wir uns mal. Trotz langjähriger Begeisterung für diese Musiksparte ist das noch nie vorgekommen – aber es gibt wohl<strong> für alles ein erstes Mal</strong>, auch wenn dieses spät kommt.<br />
Und nochmal: Hui! Da steckt ja noch eine richtige Urgewalt früher <strong>Pagan- und Viking-Metal-Tage</strong> in diesen Jungs! Roh und rockig, wenn auch nie ohne Gefühl, so hämmern sich die Alteingesessenen durch ihr Set.</p>
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<p>Und das quasi nahtlos: Gerade mal zehn Sekunden geben sie sich und dem Publikum zwischen den Songs zum Verschnaufen – wenn überhaupt. Diese Männer spielen mit einer <strong>Überzeugung und einer Standhaftigkeit</strong>, es ist ein Fest. <strong>THYRFING</strong> beweisen, dass sie es genau so draufhaben, wie eine Band ihres Kalibers und Standes es draufhaben sollte, und genau ein Song kommt mir dabei sogar leicht bekannt vor. Habe leider vergessen, welcher.</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 2/2</strong></h3>
<p><strong>Apropos Kaliber:</strong> Nun sind wieder <strong>MÅNEGARM</strong> dran – <strong>diesmal dürfen sie ihre Instrumente allerdings einstöpseln.</strong> Toll daran ist, dass dem Publikum so der direkte Vergleich gegeben ist zwischen den beiden Seiten (böse und lieb) dieser schwedischen Formation.</p>
<p>Im Vergleich zu <strong>THYRFING</strong> aber sind sie, selbst in der Metal-Variante, definitiv die melodischere und weniger geradlinige Band. Vor allem, weil sich <strong>MÅNEGARM</strong> auch mal Pausen gönnen, sich in Ruhe auf Folk-Parts einlassen oder sich gänzlich zu einem langsameren Songtempo hinreißen lassen. Auch hat man die Gelegenheit genutzt, <strong>erneut mit Sängerin UMER aufzutreten</strong>. Ich meine, wenn sie sowieso schon mal mit dabei ist. Witz beiseite, ihre Stimme findet sich auch ins Metal-Set wunderbar ein, und ohne sie wäre es bestimmt ein weniger interessantes Konzert geworden.</p>
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<p>Ein paar der Melodien vom Vortag melden sich auch heute wieder zu Wort, und ich finde, dass die Show (und jene von gestern) einen <strong>starken Kontrast</strong> bildet zu der vom <strong>DARK TROLL</strong> im Jahre 2022, welche mir weniger gut gefallen hat.</p>
<p>Mit <em>„Oden Owns Ye All“</em> gehen <strong>MÅNEGARM</strong> zum Schluss noch einmal in den (verhältnismäßigen) <strong>Partymodus</strong>, was die Besucher sichtlich erfreut und zum Mitmachen animiert. Wenngleich der Song nur bedingt zu den meisten anderen passt, so ist es nicht umsonst ein Publikumsliebling – <strong>schnell, catchy und sogar ein bisschen mitsingbar</strong>, weil nicht gänzlich auf Schwedisch.</p>
<h3>HARAKI&#8230; HAKARI&#8230; HARAKIRI!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mache ich mir schon gar keine Notizen mehr. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> inzwischen so oft live gesehen und es war jedes mal wieder ein Highlight für mich. Aber heute ist etwas anders, und zwar wird heute ihr erstes Album, die Selbstbetitelte, zelebriert. <strong>Also nix mit <em>&#8222;Fire, walk with me&#8220;</em></strong> &#8211; dem Song, der sonst verlässlich zum Standardrepertoire gehört hatte.</p>
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<p>Zusätzlich haben <strong>HARAKIRI</strong> einen <strong>Featuregast</strong> am Start. Man munkelt ja, es handele sich bei ihm um den Sänger von <strong>GROZA</strong>. Gesanglich passt er jedenfalls gut rein, die Atmosphäre stimmt. Aber apropos Gesang: <strong>J.J.</strong> klingt irgendwie besonders heiser heute. <strong>Zu wenig geschlafen und zu viel getrunken</strong>, möglicherweise? Na, wie dem auch sei. Der nostalgische Black-Metal verfängt trotzdem bei mir und auch beim restlichen Publikum. Old but stayed gold.</p>
<h3>Ein Heer, yeah!</h3>
<p>Apropos old: Weiter geht es mit dem Auftritt von <strong>EINHERJER</strong>. Auch wenn ich den Namen schon dutzende Male auf Festivalflyern gelesen habe,<strong> live gesehen habe ich die Band tatsächlich noch nie</strong>. Ich bin gespannt!</p>
<p>Wie viele Bands auf dem diesjährigen <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> haben sich auch <strong>EINHERJER</strong> in den Neunzigern gegründet. Das Publikum vor der Bühne gestaltet sich dementsprechend. Der <strong>Altersdurchschnitt</strong> liegt dann doch ein Stücken über den jungen Jahren, die ich selbst auf dem Buckel habe. Und: Es stehen <strong>erstaunlich wenig Leute vor der Bühne</strong>! Ich hatte die Stadthalle dann doch voller erwartet&#8230;</p>
<p>Leider stelle ich recht schnell fest, dass auch ich mich für diese Band nicht begeistern kann. An sich bin ich ja ein Freund von <strong>Viking-Metal</strong>, aber was die vier Norweger oben auf der Bühne da fabrizieren, klingt für mich schlicht <strong>kraftlos und einschläfernd</strong>. Ich würde es nicht mal als schlecht bezeichnen, sondern einfach als langweilig. Die Band feuert ihre Zuschauer zwar an (&#8222;Hey! Hey! Hey!&#8220;), aber eine wirkliche Party-Stimmung will nicht aufkommen. Und so schleiche ich mich schon vor Ende des Auftritts aus der Halle, um mir vor <strong>NARGAROTH</strong> noch etwas zu Essen zu gönnen. Wann, wenn nicht jetzt.</p>
<h3>Der vorletzte Sargnagel</h3>
<p><em>Mich:</em> Irgendwann habe ich in Wacken mal <strong>NAGLFAR</strong> live gesehen. Und mit irgendwann meine ich in so grauer Vorzeit, dass ich noch <strong>absolut kein Konzept von Black Metal</strong> gehabt haben muss. In meiner Erinnerung waren<strong> NAGLFAR</strong> nämlich eine recht melodiengetriebene Pagan-Metal-Band, und der einzige Song, an den ich mich erinnere, ist „Brimstone Gate“, welcher in mehr oder weniger gemächlichen Triolen vor sich herkullert. So oder so ähnlich habe ich mir die Sache also vorgestellt. <strong>Weit gefehlt lol.</strong></p>
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<p>Die nächsten 40 Minuten stehe ich da und weiß nicht, wie mir geschieht. Die darauffolgenden zehn Minuten (Konzert ist vorbei) stehe ich immer noch da, <strong>Haare nach hinten abstehend</strong> von dem buchstäblichen Sturm, der gerade über mich hinweggefegt ist. Was ist mir da gerade widerfahren?</p>
<p>Gleich der erste Song beginnt mit <strong>Tremolo-Picking</strong>, höllisch schnellen Blast Beats und einem infernalischen Schrei, der mir zu den Ohren in den Kopf dringt und zu den Zehenspitzen wieder herauskommt. Und das hört dann einfach nicht mehr auf. Die halten dieses <strong>Tempo und Aggressionslevel</strong> einfach mal für 30 Minuten, bis sie einen auch nur ansatzweise weniger gnadenlosen Song spielen.</p>
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<p>Dieser Beschreibung nach könnte man <strong>NAGLFARs</strong> Musik mit rein stupidem Geballer verwechseln, aber nein – die Riffs, die Melodien, die die Gitarren zu diesem <strong>Buffet an Krassheit</strong> servieren, geben mir regelrecht Gänsehaut. Die Vocals klingen dazu richtig professionell und bösartig, und jeder Hochleistungssportler könnte sich noch eine Scheibe beim Drummer abschneiden.</p>
<p><em>„Brimstone Gate“</em> fällt leider aus, aber das finde ich jetzt auch gar nicht so schlimm angesichts der Tatsache, dass ich gerade ohne jegliche Vorwarnung <strong>eines der zwei besten Konzerte dieses Festivals</strong> auf mich losgelassen wurde. Und definitiv das krasseste. Ich bin begeistert. Tschüss.</p>
<h3>Der letzte schlägt die Tür zu</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zum letzten Künstler des diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong> möchte ich vorausschicken, dass sich bitte jeder seine eigene Meinung zu ihm bilde. Ja, <strong>RENE WAGNER</strong> alias<strong> ASH</strong> ist eine <strong>umstrittene Persönlichkeit.</strong> Schaue ich mir seinen Auftritt trotzdem an? Verdammt, ja! Egal, was man über ihn und damit über sein Musikprojekt sagen kann, <strong>NARGAROTH</strong> ist und bleibt eine <strong>Instanz im Black-Metal.</strong> Und hier und jetzt haben wir die Gelegenheit, diese Instanz live zu erleben.</p>
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<p><strong>ASH</strong> betritt die Bühne und reckt erstmal beide Mittelfinger gen Himmel. Die <strong>&#8222;Fickt-Euch&#8220;-Attitüde</strong> ist er also schonmal nicht losgeworden. Black-Metal-konform sind <strong>ASH</strong> und seine drei Livemusiker mit <strong>jeder Menge Leder und Nieten</strong> sowie mit klassischem Corpsepaint ausgestattet. Er selbst trägt die langen Haare die meisten Zeit quer übers Gesicht. &#8222;Wie kann man so singen?&#8220;, wundere ich mich. Aber irgendwie funktioniert es. Sehr gut sogar.</p>
<p>Stimmlich gehört ist der Auftritt von <strong>ASH</strong> beziehungsweise <strong>NARGAROTH</strong> brutal. Also <strong>brutal im Sinne von gewaltig.</strong> Der Sound insgesamt wurde leider zu laut aufgedreht und deshalb <strong>teilweise übersteuert.</strong> Immer mal wieder hört man ein unangenehmes Quietschen. Rein musikalisch finde ich das Konzert von <strong>NARGAROTH</strong> allerdings bombe, fast schon episch.</p>
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<p>An den dämonischen Dekostelen auf der Bühne werden kurz vor Schluss nochmal <strong>Kerzen entzündet</strong> für noch ein bisschen mehr schwarzmetallene Atmosphäre. &#8222;Seid ihr noch wach?&#8220;, fragt ASH in die Menge. Ja, doch. Einer geht noch. Und was darf bei einem <strong>NARGAROTH</strong>-Konzert auf keinen Fall fehlen? Na? <strong><em>&#8222;Black Metal ist Krieg&#8220;</em></strong> natürlich! Und damit wäre die Spielzeit dann auch zur Gänze ausgereizt.</p>
<h2><strong>Schlusssequenz</strong></h2>
<p>Und damit ist es auch schon wieder vorbei, das <strong>RAGNARÖK 2023</strong>. Ein Festival, gespickt mit unglaublich vielen guten Auftritten, mit leckeren Barbarenspießen und <strong>Strömen von Bier und Met.</strong> Ich kehre jedes Jahr aufs neue gerne nach<strong> Lichtenfels</strong> zurück, um dieses Fest der Festivals zu feiern. Und Obacht: Für 2024 sind <strong>bereits die ersten Bands bestätigt!</strong></p>
<p>Ich blicke zurück auf ein großartiges <strong>RAGNARÖK 2023</strong> und mir bleibt nichts weiter zu sagen als: <strong>Wir sehen uns nächstes Jahr! Cheers!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 14:41:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Zeit! Zeit, den Bornstedter Berg zur Ruine der Schweinsburg zu erklimmen! Zeit für Black Metal, Folk Metal, und alles, was dazwischen und drum herum wächst! Es ist Zeit. Zeit für das DARK TROLL FESTIVAL 2022! Tag 1 Flöten und Trommeln ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2022-der-bericht/">DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Zeit! Zeit, den Bornstedter Berg zur <strong>Ruine der Schweinsburg</strong> zu erklimmen!</p>
<p>Zeit für Black Metal, Folk Metal, und alles, was dazwischen und drum herum wächst!</p>
<p>Es ist Zeit. Zeit für das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> 2022!</p>
<hr>
<h1><strong>Tag 1</strong></h1>
<h2>Flöten und Trommeln</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40631 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em>Merlin:</em> Es ist eine heiß geliebte und gut gepflegte Tradition auf dem<strong> DARK TROLL</strong>, dass <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS </strong>mit ihren Dudelsäcken das Festival eröffnen. Und so ist es auch heute. Gemeinsam marschieren die 18 Männer und Frauen auf dem Burghof ein und geben einen ersten Appetithappen zum Besten. Es folgt ein <strong>interaktives Stück zum Mitklatschen</strong>: <em>&#8222;We will Rock you&#8220;</em>, solo vorgetragen. Das nächste Lied ist ebenfalls ein Klassiker, wenn auch aus einer ganz anderen Sparte: <em>&#8222;Flower of Scotland&#8220;</em> &#8211; ein Stück über die Jugend. Und ein Stück, welches <strong>ALESTORM</strong> auf ihrem ersten Album &#8222;Captain Morgan&#8217;s Revenge&#8220; gecovert haben. Aber das nur am Rande. Den Auftritt von <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS </strong>zeichnet auch aus, dass sie<strong> komplett auswendig</strong> und ohne Noten spielen. Respekt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40633 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Und auch die Ansagerin der Truppe tritt souverän auf. So erklärt sie den Schaulustigen, warum sie und ihre MitstreiterInnen keine Autogrammstunde geben:<strong> 18 Leute seien schlichtweg zu viel für die kleine Bude</strong>, in der die Autogrammstunden abgehalten werden. Auch animiert die dunkelhaarige Dame die Festivalbesucher zum Besuch weiterer live-Veranstaltungen: <strong>„Geht zu Konzerten, ein guter Psychologe ist wesentlich teurer als ne Konzertkarte!“</strong> Wo sie Recht hat&#8230; Nachdem <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS</strong>, es durfte nicht fehlen, <em>&#8222;Amazing Grace</em>&#8220; spielen, beschließen sie ihren Auftritt mit etwas <strong>zum Mitsingen</strong>: <em>&#8222;Was sollen wir trinken, 7 Tage lang&#8220;</em> &#8211; ihr ergänzt den Rest. Und während die Zuschauer klatschen und singen, verlassen die MusikerInnen in einem gemeinsamen Auszug unter den Klängen ihrer Dudelsäcke das Infield. Das war doch mal ein gelungener Start! So fröhlich darf es gerne weitergehen.</p>
<h2>Die erste Metalband des Tages</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40634 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Die erste Metalband des Tages darf man, denke ich, durchaus als Urgestein bezeichnen: <strong>CROM</strong>. Ihres Zeichens 1997 gegründet. Die <strong>Power-Metaller machen schon länger Musik, als ich alt bin.</strong> Sänger <strong>WALTER </strong>alias <strong>CROM</strong> (es besteht Verwechselungsgefahr) ist ein Mann wie ein Tier. Breit gebaut, lange Haare, enorme Präsenz. Dafür aber ausgestattet mit schlichten schwarzen Klamotten. Sein <strong>Klargesang</strong> gefällt mir extrem gut, die Töne sind sauber und voll, die Resonanzen mächtig. Dazu kommen die Variosität und das <strong>schwindelerregend schnelle Spiel der Gitarre</strong> sowie das Donnern des Schlagzeugs. Vor der Bühne fliegen die ersten Haare. Die Musik der Landshuter geht dermaßen nach vorne &#8211; wer bisher noch nicht wach war, ist es spätestens jetzt! Dem Gitarrenspiel merkt man außerdem deutliche <strong>Heavy-Metal-Einflüsse</strong> an: &#8222;niiiiuuuu!&#8220; Großartig. Nur die rhythmischen Übergänge erscheinen manchmal etwas unsauber &#8211; vielleicht schwirrt mir auch einfach der Kopf vom vielen Headbangen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40635" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Übrigens: Wer im Publikum natürlich auch hier nicht fehlen darf, ist dieser eine Typ mit Dreads, der barfuß unterwegs ist. Ist das eigentlich auf allen Festivals derselbe? Wie dem auch sei. <strong>CROM</strong> zeigen jetzt, dass sie nicht nur schnelle Stücke können, sondern auch <strong>Powerballaden</strong>. Wahnsinn, was der Sänger da wieder mit seiner Stimme macht! Die <strong>hohen Töne</strong> mögen zwar nicht jedes Zuschauers Sache sein. Ich selbst bin aber überzeugt und weiß, dass ich nach dem Konzert direkt zum Merchstand eiern und eine <strong>CD</strong> <strong>der Band erwerben</strong> werde! (Wen es interessiert: Es ist &#8222;Of Love and Death&#8220; geworden. Kann ich nur empfehlen!)</p>
<h2><strong>Der Aufstieg</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40636 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als nächstes spielen <strong>UPRISING</strong>. Über die wusste ich vorher genau gar nichts, und so bin ich einigermaßen überrascht, als plötzlich <strong>JAN</strong> alias <strong>WINTERHERZ</strong> von <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> auf der Bühne steht. Ich recherchiere und stelle fest, dass er bereits <strong>2016</strong> das <strong>selbstbetitelte Debüt</strong> veröffentlicht hat. So können Dinge an einem vorbeigehen. Auch wenn <strong>JAN</strong> augenscheinlich allein für das Projekt <strong>UPRISING</strong> verantwortlich ist, so braucht es zum live-Spielen natürlich tatkräftige Unterstützung. Und so steht ihm <strong>MARCO</strong> von <strong>AD NEMORI</strong> am Bass zur Seite. Die <strong>grandios langen blonden Haare</strong> hängen ihm in sein Instrument und ich wundere mich, dass er so überhaupt spielen kann. Aber es funktioniert.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40637" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />UPRISING</strong> spielen <strong>Black-Metal</strong>, und das auch solide. Aber vom Hocker reißt es mich nicht. Es wird viel mit <strong>Hall</strong> gearbeitet, zu Beginn der Songs werden atmosphärische Geräusche eingespielt, und dann wird die <strong>Lautstärke noch einmal kräftig raufgedreht</strong>. Aber nur laut zu sein, reicht eben nicht, um sich abzugrenzen. Ich hätte mir <strong>mehr Eigenständigkeit gewünscht</strong>, und vor allem: Mehr Varianz im Gesang. Vielleicht habe ich <strong>JANS</strong> Stimme inzwischen auch einfach totgehört. Aber mir erscheint sein Gesang bei diesem Auftritt <strong>eintönig</strong> und erinnert mich einfach zu sehr an <strong>WALDGEFLÜSTER</strong>. Somit kann ich persönlich dem Konzert von <strong>UPRSING</strong> leider nichts abgewinnen. Aber Anderen geht es da womöglich ganz anders &#8211; Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.</p>
<h2><strong>Ein dickes Ausrufezeichen</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40638 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em> Und mit <strong>CÂN BARDD</strong> darf ich mir als Einstieg direkt eine Band ansehen, die <strong>ich mit einem dicken Ausrufenzeichen</strong> auf meiner Liste markiert habe! Die Erwartungen sind somit natürlich hoch – und werden makellos erfüllt. Mal sanft, mal gnadenlos vorwärts treibend; mal Black Metal, mal atmosphärisch und folkig nehmen die Schweizer das Publikum mit auf eine <strong>Reise zwischen zwei Extremen</strong>. Konstant ist allerdings ist eines: <strong>Der Tiefgang.</strong> Gleich in welchem der beiden Modi sich die Musik gerade befindet, das Kribbeln unter der Haut ist dauerpräsent. Die Vocals wandern von epischen dreistimmigen Chorgesängen zu Schreien, die Gänsehaut sprießen lassen. Wie großartig diese Erfahrung wohl wäre, würde man die Kapelle bei Nacht spielen lassen anstatt in der prallen Sonne? Aber man kann nicht alles haben. Schon zu Beginn des Festivals <strong>mit so viel musikalischer Intensität</strong> konfrontiert zu werden, macht was mit einem.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40639" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mehr naturverbundenen Black Metal braucht die Welt. Besonders, wenn er so gut gemacht ist.</p>
<p>Eine solche Band braucht zudem als Fundament einen richtig ausdauernden und stabilen Drummer, und der ist hier definitiv am Start. Nicht nur zeugt er von durchgehender Präzision und Beständigkeit, er ist zudem der glücklichste Musiker, den ich je gesehen habe. Sein Trommelspiel ist stets von einem freudestrahlenden Lächeln begleitet, das sich nur noch verbreitert, je anspruchsvoller der Song wird. Voilà. Erste Band, erste Neuentdeckung. <strong>Hoffentlich geht das so weiter.</strong></p>
<h2>Punk und Rotz</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40640 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Merlin:</em> Auf den Auftritt von <strong>NOCTE OBDUCTA</strong> habe ich schon hingefiebert, seitdem die Bandbestätigung draußen war. Denn obwohl die Mainzer bereits seit über 20 Jahren musikalisch aktiv sind, hatte ich es bis jetzt noch nicht zustande gebracht, mir einen Auftritt von ihnen anzusehen und zu hören. Und ich werde nicht enttäuscht! Die Jungs sind gut aufgelegt und auf Interaktion aus. Auch sorgen sie für <strong>den ein oder anderen Lacher</strong>: Als beispielsweise im Verlaufe des Konzerts das Schlagzeug seine eigenen Wege zu gehen beginnt, wird die Schuld kurzerhand auf den neuen Schlagzeuger geschoben: <strong>&#8222;Junge Menschen tragen ganz viel Aggression in sich!&#8220;</strong> Dabei hat er doch heute extra sein nettestes <strong>TAYLOR</strong>&#8211;<strong>SWIFT</strong>-Shirt angezogen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40641" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Aber was machen <strong>NOCTA OBDUCTA</strong> eigentlich genau? Ich würde es als Black Metal mit unüberhörbaren Punk-Einflüssen bezeichnen. <strong>Roh, rotzig und direkt.</strong> Und live einfach enorm geil! <em>&#8222;Fick die Muse&#8220;</em> vom 2001 erschienenen Album &#8222;Schwarzmetall (Ein primitives Zwischenspiel)&#8220; darf da natürlich nicht fehlen. Im Publikum wird gerockt und geheadbangt, die Stimmung ist einfach großartig. Und so bin ich umso betrübter, dass auch dieses Konzert schließlich sein Ende findet. Mein Fazit? Der Auftritt von <strong>NOCTA OBDUCTA</strong> hat nicht nur mich, sondern auch alle Umstehenden begeisterst. Das schreit aber sowas von nach einer <strong>Wiederholung!</strong></p>
<h2><strong>KHORS</strong> treten nicht auf.</h2>
<p><em>Mich:</em> Der Grund: Die Jungs kommen aus der Ukraine und werden dank verlängertem Kriegsrechtsbeschluss nicht aus dem Land gelassen. Selbst der beidseitige Kontakt zum Kulturministerium hat am Ende des Tages nicht geholfen. Dennoch wird seitens Festivalorga zumindest dafür gesorgt, dass den Musikern ihre versprochene Gage zukommt. Ein schwacher Trost, aber Panzer und Raketen sind wohl immer stärker als Kultur und Musik. <strong>Krieg ist das Dümmste auf der Welt</strong>, und wer ihn ikonisiert und verherrlicht, hat etwas falsch verstanden. So. Jetzt habe ich es gesagt. Auf einem Black-Metal-Festival.</p>
<h2><strong>WOLFCHANT mal anders</strong></h2>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40642 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />WOLFCHANTs </strong>Gitarrist hat seit gestern Corona. <strong>Noch ein Bandausfall also?</strong> Von wegen! Dann übernimmt der andere Axtträger eben neben seinen eigenen Spuren auch noch die seines Kollegen. Dessen Spuren hat er sich einfach mal so über Nacht beigebracht, so dass er heute zwischen zwei Performances hin- und herwechseln kann. Einen Basser haben die Wölfe übrigens auch nicht dabei, so dass das Line-Up nur aus zwei Sängern, einer Gitarre und einem Schlagzeug besteht. Außerdem verliert eines der Gesangsmikrofone immer mal wieder den Kontakt, ca. zehnmal pro Sekunde ist der Ton da und wieder weg. Vor allem bei Ansagen fällt’s auf. Und als wäre das nicht genug, fängt auch noch die einsame Gitarre an, rumzubuggen und gelegentlich den Kontakt ganz zu verlieren. <strong>Dieses Konzert steht definitiv unter einem schlechten Stern.</strong> Doch das scheint die alteingesessenen Pagan-Metaller nicht zu kratzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40643" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Neben vielen guten neueren Songs geben sie auch die ein oder andere Underground-Hymne der 2000er zum Besten, geben am Ende drei Zugaben und dann noch eine mehr, und lassen sich von nichts und niemandem die Stimmung oder die Spaß am Auftritt verderben. Großartig. <strong>Ein Hoch auf WOLFCHANT</strong>, ein massiver Eimer Respekt an den Gitarristen, und ein riesiges „Du dummer Idiot!“ an den Besoffski, der der Band den Mittelfinger entgegengestreckt hat weil „die Hälfte der Band fehlt“. Als letzten Song gibt’s ein Trinklied, und das danach vom Band laufende bayrische Humppa-Stück knüpft direkt an dessen Stimmung an und lässt das Publikum fröhlich in den Rest des Abends hineintanzen oder zumindest -schunkeln.</p>
<h2>Die ersten Headliner</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40644 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><strong>HELHEIM</strong> liefern im Anschluss ein sauberes Konzert ab – ich muss aber gleich loswerden, dass ich meinen Weg heute Abend<strong> absolut nicht in ihre Musik hineinfinde</strong>. Vielleicht bin ich zu müde, vielleicht ist die Band nicht aufregend genug. Am makellosen Sound liegt’s nicht, und an der Atmosphäre schon gar nicht: Die Dunkelheit hat sich nämlich endlich mal herbequemt, und die Burgmauern lassen es sich nicht nehmen, in tiefrotem Scheinwerferlicht zu erstrahlen – während über der Bühne <strong>zwischen antikem Gemäuer episch das DARK-TROLL-Banner prangt</strong>. Ein majestätischer Anblick, und viele Menschen sind anwesend um das alles (inklusive <strong>HELHEIM</strong>) zu genießen. Aber dieser Abend und ich sind einfach nicht füreinander gemacht. Irgendwann stehe ich vor der Entscheidung, schmerzenden Beines im Stehen einzuschlafen oder mich zurück zum Camp zu bewegen. Tut mir leid <strong>HELHEIM</strong>, beim nächsten Mal dann.</p>
<h2>Die Macht der schlechten Laune</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40645 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> Jippie jai jeh, Schweinebacke! &#8230;ach ne. <strong>TOTENWACHE</strong>. Kinners, wie ich mich auf diesen Auftritt gefreut habe! Seit ich <strong>TOTENWACHE</strong> auf dem <strong>FIMBUL FESTIVAL 2020</strong> das erste Mal live sehen durfte, sehne ich mich nach einer Wiederholung. Und ich werde nicht enttäuscht! <strong>TOTENWACHE</strong> sind einfach großartig in dem, was sie machen: <strong>Kalten und unbarmherzigen Black-Metal.</strong> Die drei wie immer mit Corpsepaint ausgestatteten Finstergestalten crashen die <strong>Dunkelheit</strong> mit ihrer klassischen und doch so eigenen Interpretation des Schwarzmetalls. Bis auf ein kurzes, sehr unangenehmes Quietschen zwischendrin ist der <strong>Sound</strong> dabei auch noch <strong>verdammt gut</strong>. Von den massiven Technikproblemen bei <strong>WOLFCHANT</strong> ist glücklicherweise nichts mehr zu hören, und so können <strong>TOTENWACHE</strong> aus dem Vollen schöpfen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40646 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Die Hamburger ballern ihren Zuhörern eine gute Stunde lang die Ohren dicht und erzeugen zeitweise sogar einen kleinen (und leider recht rücksichtslosen) Moshpit. Die meisten Zuhörer aber haben keine Lust auf Rumgeschubse &#8211; es wird entweder geheadbangt oder in aufrechter Haltung gelauscht, <strong>ohne dabei eine Miene zu verziehen</strong>. Letzteren stehen die Bandmitglieder übrigens in nichts nach. Mag es an dem gewählten Genre oder ihrer norddeutschen Herkunft liegen &#8211; <strong>TOTENWACHE</strong> bieten weder eine ausgefallene Show dar, noch sind sie sonderlich gesprächig. Die einzigen Worte, die der Sänger für sein Publikum übrig hat, sind die Abschiedsworte: &#8222;Machts gut, ihr Idioten!&#8220;. Alles klar, machen wir. Der Auftritt war jedenfalls großartig. Ich freue mich jetzt schon wie bolle, die <strong>missgelaunten Black-Metal-Gurus</strong> im August auf dem <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> wiederzusehen.</p>
<hr>
<h1><strong>Tag 2</strong></h1>
<h2>Ein starker Ersatz</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40647" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Da <strong>NORDIC RAID</strong> aufgrund einer Corona-Infektion leider überraschend absagen mussten, sind unfassbar kurzfristig <strong>THJODRÖRIR</strong> (&#8230;ihr wollt nicht wissen, wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um diesen Bandnamen richtig auszusprechen) für sie eingesprungen. Die <strong>Pagan-Metaller aus Neumünster</strong> wirken zu Beginn noch etwas unsicher, vor allem die beiden Damen an Bass und Gitarre. Sänger <strong>DENNY</strong> kommt da schon etwas mehr aus sich heraus, er übernimmt auch die Lead-Gitarre. Die Gesichter der Bandmitglieder werden geziert von einer Art<strong> Kriegsbemalung</strong>, simpel, aber wirkungsvoll. Am Mikrophonständer ist ein <strong>Wikingerschild</strong> befestigt. Der Gesang von<strong> DENNY</strong> ist böse und rau, sehr schwarzmetallisch. Noch versierter als am Mikro ist er jedoch an seinem Saiteninstrument &#8211; der Typ <strong>beherrscht die Gitarre!</strong> Insgesamt ist der Sound sehr roh, fast blechern. Nicht schlecht, jedoch keine Offenbarung. Aber zum Headbangen taugt es definitiv, wie einige der langhaarigen Zuschauer eindrucksvoll beweisen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-40648 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-750x502.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462.jpg 1439w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zwischen den Songs immer machen <strong>THJODRÖRIR</strong> immer wieder längere Pausen, um sich untereinander abzustimmen. Verständlich, hat die Band doch dank Corona kaum mehr Routine im Auftreten und ist zudem wie schon erwähnt sehr kurzfristig engagiert worden. Aber sie <strong>kommen immer besser rein</strong> und am Ende headbangt selbst die Bassistin. Auch für eine Zugabe sind <strong>THJODRÖRIR</strong> zu haben. Wir erfahren außerdem: Ihr Drummer hatte heute seinen ersten live-Auftritt! <strong>Man muss dieser Band wirklich Respekt zollen</strong> für das, was sie hier und heute allen erschwerenden Umständen zum Trotz abgeliefert haben. Zum Abschluss traut sich Bassistin <strong>WAWA</strong> sogar selbst ans Mikrophon: &#8222;Wir würden gerne noch ein Foto mit euch machen!&#8220; Nichts lieber als das. <strong>Hoch die Hörner, liebes DARK TROLL!</strong> Auf <strong>THJODRÖRIR</strong>!</p>
<h2><strong>Okkult wie fick</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40649 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Nun ist es an der Zeit für <strong>BÖOTES VOID</strong>. Äußerst okkult treten sie mit Tierschädeln, kryptischen bis satanischen Symbolen und komplett vermummten Gesichtern auf die Bühne. Musikalisch liefern sie meines Erachtens eher unspektakulären Black Metal. Das machen sie dafür aber sehr gut! Die Mucke ballert, und die Köpfe der Zuhörer befinden sich in einem <strong>Dauerzustand des Mitnickens um ca. 20 Grad</strong>. Aber auch die Gezeiten geben einen zum Besten: Während rechts über der Bühne bis zum fernen Horizont nur gelbe Sonnenstrahlen zu sehen sind, sieht das, was von links heranzieht, nach massivem <strong>Unwetter of Doom </strong>aus. Der stärker werdende Wind kündigt zu den unheilvollen Klängen von <strong>BÖOTES VOID</strong> auch nahendes meteorologisches Unheil an&#8230;</p>
<h2>Runen im Gesicht</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40650 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Es ist Zeit für die dunklen Seehunde! &#8230;oder so ähnlich. <strong>DARK SEAL</strong> sind extra aus <strong>Tschechien</strong> angereist und spielen hier und heute ihre allererste Show in Deutschland. Die Band besteht aus fünf Mann, die bis auf den Schlagzeuger alle mit langen Haaren ausgestattet sind. Außerdem wartet sie gleich mit zwei Sängern auf: <strong>CRUDELIS</strong> spielt neben seinem gesanglichen Engagement auch noch Gitarre, während <strong>STYRBJØRN</strong> die Show und die Action übernimmt. Er trägt, genauso wie ihr zweiter Gitarrist, eine <strong>Runen-Gesichtsbemalung</strong> und zusätzlich die typische Gewandung. Immer wieder läuft <strong>STYRBJØRN </strong>vor zum Rand der Bühne, feuert die Menge an und headbangt, dass die Fetzen fliegen. Eine <strong>unfassbare Energie</strong> hat dieser Typ! Und so schöne blaue Augen&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40651" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist weder zu übersehen noch zu überhören:<strong> DARK SEAL</strong> haben mächtig Bock auf diesen Auftritt. Der Sound ist brachial, der <strong>Pagan-Metal mit schwarzmetallischen Einflüssen</strong> bricht sich unaufhaltsam Bahn. Doch gleichzeitig schafft es die Musik, <strong>melodisch</strong> und eingängig zu sein. <strong>DARK SEAL</strong> liefern mit ihren Songs genau die richtige Mischung aus <strong>Blast Beats und ruhigeren Passagen</strong>. Leider steht der Bassist ein wenig ungünstig, sodass er stets halb von der rechten Bühnensäule verdeckt wird. Aber das tut der musikalischen Leistung der Jungs natürlich keinen Abbruch.</p>
<p>Und das Publikum? Ich finde, der Platz vor der Bühne könnte gerne noch voller sein. Ein engagierter Zuschauer in den vordersten Reihen hat immerhin eine <strong>tschechische Flagge</strong> mitgebracht, die er nun stolz der Band entgegenreckt. Ihn wie mich konnten <strong>DARK SEAL</strong> jedenfalls vollumfänglich begeistern. Auch hier komme ich nicht umhin, nach dem Konzert am Merchstand eine <strong>CD</strong> zu erwerben. Die lasse ich mir bei der anschließenden <strong>Autogrammstunde</strong> auch gleich signieren und nutze außerdem die Gelegenheit, einige Worte mit Bassist <strong>DIMI</strong> zu wechseln sowie gemeinsam mit ihm den <strong>DARK TROLL</strong> eigenen Met zu verkosten. Dabei gewinne ich den Eindruck, dass die Tschechen auch abseits der Bühne sehr bodenständige und sympathische Kerle sind. Mein abschließendes Fazit zum Auftritt von <strong>DARK SEAL</strong>? Ihr könnt, nein, <strong>ihr MÜSST unbedingt wieder kommen! </strong></p>
<h2><strong>Der melancholische Nerv</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40652 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> ÄERA</strong> aus dem Münsterland ziehen viele Leute, und das mit Recht. Gerade mit den oben schon erwähnten Türmen der Burgruine wirken ihre atmosphärischen Klangerzeugnisse richtig gut – wer hier ist, frönt dem <strong>wahren Genießertum melancholischer Musik.</strong> Auch mein melancholischer Nerv bleibt nicht unberührt, und den meiner Begleiterin trifft es allemal. Nun habe ich in meinem Leben zwar schon innovativere Musik gehört, aber das ist – und <strong>ÄERA</strong> sind der lebende Beweis – keine Voraussetzung dafür, ein mitreißendes Musikerlebnis zu erschaffen. Man muss ja nicht alles neu erfinden. Gutes Konzert. Geile Vocals. Weiter so.</p>
<h2>Frauenpower</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40653" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Nun heißt es aber: Bühne frei für <strong>die einzige weibliche Protagonistin</strong> des diesjährigen <strong>DARK TROLLS</strong>! <strong>VERMILIA</strong> ist ihr Name, und so lautet auch der Name ihres Projekts. Die musikalischen Themen finden sich hier auch in der visuellen Ästhetik wieder. So ist ihr <strong>Gesicht kunstvoll bemalt</strong> und drapierte Trockenblumen gereichen zum Schmuck des Mikrophonständers. Die Zeichen stehen auf <strong>Naturverbundenheit</strong>. Die Musik der <strong>Finnin</strong> und ihrer Band wiederum lässt sich als <strong>Folk-Metal mit Black-Metal-Elementen</strong> beschreiben. Die akustische Untermalung wird aber schlagartig zur Nebensache in dem Moment, als <strong>VERMILIA</strong> anfängt, zu singen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40654 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Alter Falter, <strong>was hat diese Frau für eine Stimme!</strong> Dunkel, kraftvoll, schwer und weich. Das sind nur einige Attribute, die ich ihr zuschreiben möchte. Und erst die <strong>nahtlosen Wechsel</strong> zwischen Growls und Klargesang! <strong>VERMILIA </strong>beeindruckt mich auf ganzer Linie. Jetzt ergibt es auch Sinn, dass alle anderen Bandmitglieder bis auf einen schmalen Sehschlitz maskiert sind &#8211; der Fokus liegt überdeutlich auf der Frontfrau. Der Rest der Band wirkt gegen sie wie austauschbar. Und <strong>VERMILIA</strong> kann nicht nur singen und trommeln, sondern auch noch <strong>Querflöte</strong> spielen. Leider ist die einzige Gitarre (die Band kommt ohne Rhythmusgitarre aus) so laut, dass sie die Querflöte und teils sogar den Gesang <strong>übertönt</strong>, was unfassbar schade ist. Generell empfinde ich die Gitarre als sehr scheppernd und dominant.</p>
<p><strong>VERMILIA</strong> hat neben idyllischen, beinahe romantischen Klängen ja aber auch noch etwas Schwarzmetall im Gepäck, und so bildet sich während eines schnellen Songs ein <strong>zierlicher Moshpit</strong>, der sich im Verlauf des Konzerts in einen Circle Pit verwandelt. Jedoch ist es der kleinere Teil der Zuschauer, der sich in wilder Rennerei ergeht. Die Meisten <strong>lauschen dann doch lieber andächtig</strong> der fesselnden Stimme <strong>VERMILIAs</strong>. Übrigens hat die Musikerin erst vor kurzem eine neue Single veröffentlicht, <em>&#8222;Hautavajo&#8220;</em>. Das dazugehörige Album folgt dann im September. Ich bin der Meinung, Freunde des Folk sollten <strong>VERMILIA </strong>unbedingt auf dem Zettel haben!</p>
<h2>Der Schotten erstes Mal</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40655" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es folgt der Auftritt von <strong>RUADH</strong>. Eine <strong>schottische Band</strong>, die bis vor kurzem noch das Soloprojekt von Sänger und Gitarrist <strong>TOM PERRETT</strong> war. Mittlerweile hat er die anderen drei Musiker fest ins Boot geholt und verkündet der Menge vor der Bühne stolz: <strong>&#8222;This is our first gig outside the UK!&#8220;</strong> Und tatsächlich könnte meine Freude darüber, dass es <strong>RUADH</strong> (übersetzt: &#8222;rot&#8220;) auf die Bornstedter Burg verschlagen hat, größer nicht sein. Denn deren <strong>atmosphärischer Folk-Black-Metal</strong> klingt einfach unfassbar gut &#8211; <strong>ausschweifend, episch, melodiegewaltig</strong>. Genau mein Ding. Und auch den anderen Festivalbesuchern scheint die Musik der Schotten zu taugen. Der schmale Platz vor der Bühne wird immer voller und voller. Zurecht, denn <strong>RUADH</strong> liefern einfach ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40656 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bassistin <strong>KIM</strong> gewinnt mit ihrer <strong>Sonnenbrille</strong> mal locker den Preis für das coolste und lässigste Auftreten. Und Sänger <strong>TOM PERRETT</strong> ist einfach ein Tier. Er motiviert sein Publikum mit einem markerschütternden: &#8222;HEY!&#8220; und reckt die <strong>Pommesgabel</strong> in den Himmel. Er kann eine wahnsinnige Stimmgewalt sein Eigen nennen, egal ob <strong>Growls oder Klargesang</strong>. Warum tut sich der Typ nicht mal mit <strong>CROM</strong> zusammen? Das hätte dermaßen Potenzial! Aber noch bleiben die einzigen Features die backing vocals von Gitarrist <strong>ALAN BUCHAN </strong>sowie vereinzelter Frauengesang vom Band. Außerdem bekommen wir einige schöne <strong>Gitarrensoli</strong> geboten. Die Zeit vergeht wie im Flug. Als <strong>RUADH</strong> ihren Auftritt beenden, ist es einer dieser Momente, wo man mit einem ungläubigen Blick auf die Uhr feststellen muss, dass die Spielzeit der Band tatsächlich schon rum ist. Das ging ja mal <strong>viel zu schnell vorbei</strong>!</p>
<p>Da bleibt nur zu hoffen, dass <strong>RUADH</strong> ganz bald wieder den Weg zu uns nach Deutschland finden werden.</p>
<h2>Ein großartiger Auftritt</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40657 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Ich sehe <strong>THE SPIRIT</strong> gerne mal als die musikalischen Erben von <strong>DISSECTION</strong> und Konsorten an. Die Mischung aus Black Metal und Melodeath zerläuft ineinander wie flüssiger Honig und lässt von erster Sekunde an die Bühne in einem Schwall massiver Energie erbeben. Der Sound ist klar und sauber, und dennoch schafft er es, mir in jedem basslastigen Moment die Innereien meines Bauches zu massieren. Spielerische Rhythmuswechsel und progressive Einwürfe geben dem Ganzen noch mal eine besondere Würze. Es ist ein <strong>Schauspiel an Energie und Fertigkeit</strong>, das so schnell niemand nachmacht – und es wird auch gleich vom Publikum belohnt! Von allen Konzerten dieses Festivals <strong>fliegen hier bisher die Mähnen am zahlreichsten </strong>und am energischsten. Die Urkraft kosmischen Terrors strömt intensiv durch das Zusammenspiel aus Musiker, Verstärker und Besucher.</p>
<p>Fazit: Trotz aller Krassheit sind <strong>THE SPIRIT</strong> eine musikalisch wahrhaft interessante Band. Und das ist bei Weitem nicht der Standard. Macht weiter so, und erkämpft euch bitte den Weg an die Spitze!</p>
<h2><strong>Der Grundbaustein</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40658 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/maneg2.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p>Man wird es auf einem Festival wie diesem kaum glauben, aber: Es gibt tatsächlich eine Band, deren Musik noch mehr pagane Energie ausstrahlt als die anderen. Und das sind <strong>MÅNEGARM</strong>. Der Stil dieser Gruppe stellt den <strong>Nährboden für so manch eine andere Kapelle</strong> der heutigen Zeit. Mir war es jahrzehntelang verwehrt geblieben, diesen Grundbaustein jener Musik, die ich verehre, live mitzuerleben. Und doch stehe ich nun hier. Und lasse die Musik durch mich fließen.</p>
<p>Der Hit des Gigs ist mit <em>„Odin Owns Ye All“ </em>allerdings ein etwas neuerer Song. Hier wirkt es plötzlich, als hörte ich <strong>von allen Seiten schallende Stimmen</strong> mitgrölen – es scheint der Moment zu sein, auf den alle hier gewartet haben. Er ist aber auch ziemlich cool, soviel muss ich zugeben. Und ein schöner Abschluss für diesen meinen zweiten Festivalabend.</p>
<h2>Elend und Ellenbogen&nbsp;</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40659 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> Kommen wir last but not least zu der Band, auf die unsere Campnachbarn am meisten hingefiebert haben und gar nicht mehr aufhörten, von ihnen zu reden: <strong>ELLENDE</strong>. Die <strong>Österreicher</strong> stellen heute die letzte Band des Abends. Dementsprechend ist die Burg gänzlich in Dunkelheit gehüllt und die optimale Atmosphäre für <strong>melancholischen Post-Black-Metal</strong> geschaffen. Und <strong>ELLENDE</strong> sind wahre Meister ihres Faches. Der gesamte Burginnenhof ist gerappelt voll, die <strong>ganz überwiegende Mehrheit der Festivalbesucher</strong> ist gekommen, um sich von der Musik ergreifen zu lassen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40660 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Und diese überwältigende Resonanz scheint <strong>Sänger und Mastermind</strong> <strong>L.G. </strong>ehrlich zu rühren. Zigmal bedankt er sich bei seinem Publikum. Das ist auch eine Sache, die <strong>ELLENDE</strong> für mich ausmachen: Kaum eine andere Band wirkt auf mich so <strong>offen, ja beinahe verletzlich</strong>. Und diese Wirkung überträgt sich in direkter Weise auf die Zuhörer. Die melodischen Düsterklänge umhüllen das <strong>DARK TROLL</strong> wie ein wabernder Zauber. Aber ehe ich mich gänzlich in <strong>Schwermut</strong> ergehen kann, ist das Konzert schon wieder vorbei und <strong>ELLENDE</strong> überlassen uns der kühlen Frühsommernacht. Ich muss mich erstmal kneifen, ob ich nicht doch noch träume&#8230;</p>
<p>Übrigens: <strong>ELLENDE</strong> haben für Ende September ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220; angekündigt. Das Cover hat mich als solches jetzt schon überzeugt. In erwartungsvoller Spannung harre ich der Musik, die da kommen wird!</p>
<hr>
<h1>TAG 3</h1>
<h2><strong>Guten Morgen!</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40661 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/bb1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/bb1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/bb1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/bb1.jpg 721w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />
<p><em>Mich:</em> Der Tag beginnt ruhig. Mit vergleichsweise seichten Tönen lockt die <strong>freundliche Musikertruppe von BAUMBART</strong> die ersten Menschen aufs Infield. Genau nachgezählt habe ich nicht, aber es stehen und sitzen ziemlich viele Menschen auf der Bühne. Die meisten von ihnen sind mit akustischen Instrumenten ausgestattet, manche auch nur mit einem Mikrofon. Metal gibt’s hier – wie zu erwarten – nicht, dafür eben akustische Reisen in eine eigens erfundene Fantasy-Welt. Mit<strong> J.R.R. TOLKIENs</strong> Figur Baumbart hat das Ganze, soweit ich weiß, nichts zu tun.</p>
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<p>Der Sound spielt mit, und so einige Besucher finden sich auch schon vor der Bühne zusammen. Die <strong>generelle Freude am frühen Spektakel</strong> ist da! Auch wenn aus anderen Windrichtungen Meinungen erklingen, die von deutlichem Desinteresse zeugen. Aber auch damit war zu rechnen, da die meisten Besucher sich wohl eher wegen härterer Klänge in den Burgruinen tummeln. Aber auch über <strong>BAUMBART</strong> steht heute wohl ein schlechter Stern: Den gefühlten Rest des Tages sehe ich die Bandmitglieder immer nur besorgt um ihren Wagen herumzustehen, der scheinbar nicht mehr anspringen möchte.</p>
<h2>Rumänische Wölfe</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40663 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/syn1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/syn1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/syn1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/syn1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/syn1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/syn1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Hinter dem unüblichen Namen <strong>SYN ZE SASE TRI </strong>versteckt sich eine rumänische Black-Metal-Band mit auffällig präsentem Keyboard. So zumindest eine erste, unbefleckte Live-Interpretation. Das Gehirn versucht bei solcher Musik natürlich immer gleich, den Brückenschlag zu <strong>DIMMU BORGIR</strong> zu machen – trotzdem gibt es aber hier einige markante Unterschiede. Zum einen liegt bei <strong>SYN ZE SASE TRI</strong> der Fokus doch etwas mehr auf der folkigen Seite, zum anderen sind auch Clean Vocals ein weitaus wichtigerer und häufiger auftretender Aspekt. Dann findet sich auch der ein oder andere langsamere Track inmitten des heutigen Soundbuffets. Dies sind Songs, die <strong>eher in Doom- und Gothic-Metal-Gefilde</strong> abtreiben, als stur am Black Metal festzuhalten.</p>
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<p>Viel Abwechslung wird also geboten, während die Keyboarderin inmitten all dessen auch mal zur Geige greift. Was man auch selten auf Metal-Bühnen sieht: Sie spielt mit Notenblättern! <strong>Kurios</strong>. Der Sänger lässt irgendwann das Publikum wie die transsilvanischen Wölfe heulen, und kurz darauf platzt der vor zwei Tagen angekündigte Regen dann endlich aus allen Wolken.</p>
<h2>Wahnsinn und Wetter</h2>
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<p><em>Merlin: </em><strong>MARTIN FALKENSTEIN</strong> alias <strong>VALKENSTIJN </strong>hat uns in diesem Jahr mit seinem Black-Metal-Projekt <strong>MOSAIC</strong> wieder ein neues Album kredenzt. Und so wundert es mich nicht, dass der <strong>Thüringer</strong> auf dem <strong>DARK TROLL</strong> zu Gast ist. &#8222;Heimatspuk&#8220; will schließlich präsentiert werden! Zu Beginn des Auftritts weht bereits ein starker Wind durch die Ruinen der Burg Bornstedt. Der Atmosphäre kommt das natürlich zugute, dem Sound dagegen weniger. Nach einem raschen Blick zum Himmel ahne ich außerdem Böses für die nächste Stunde.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40666 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/mosic2.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p>Aber noch regnet es nicht und <strong>MOSAIC</strong> beginnen ungetrost, den locker über den Innenhof verteilten Zuhörern eine Kostprobe feinsten <strong>heimat- und naturverbundenen Black Metal</strong> zu reichen. <strong>VALKENSTIJN</strong> hat sich dafür extra in ein kariertes Holzfällerhemd geschmissen und weiße Schminke aufgelegt, die bis in seinen Bart reicht. Dazu verdreht er regelmäßig die Augen und schafft so ein wildes, fast wahnsinniges Bild. Die anderen Bandmitglieder auf der Bühne treten dagegen in den Hintergrund. Es wird recht deutlich, wer hinter <strong>MOSAIC</strong> steht.</p>
<p>Und während die vier Musiker sich klangreich verausgaben, tritt plötzlich ein, was eintreten musste: Es beginnt zu regnen. Wobei, das ist nicht ganz korrekt: Es beginnt vielmehr zu schütten! Von jetzt auf gleich entscheidet sich die graue Wolkenfront, auf die Zuschauer niederzugehen, und zwar in einer Intensität, dass es jedem trveen Schwarzmetaller innerhalb von Sekunden das geliebte Corpsepaint vom Gesicht gewaschen hätte. Zack, ist der Platz vor der Bühne wie leergefegt und <strong>MOSAIC</strong> müssen die letzten Songs vor den ganz wenigen Unerschütterlichen performen, die aus Trotz oder Trunkenheit auf dem Innenhof verblieben. Das ist ziemlich schade für die Band, die nach wie vor überzeugend abliefert. Aber die Regenwolken kann selbst das Geschrei eines <strong>VALKENSTIJN</strong> nicht vertreiben, und so beschließen <strong>MOSAIC</strong> ihren Auftritt unter dem umbarmherzigen Prasseln und Rauschen des (gar nicht so unerwarteten) Wetterumschwungs. Schade!</p>
<h2>Zwei Seiten einer Münze</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40667 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> BELORE </strong>stehen als Nächstes auf dem Plan. Schon nach Sekunden kommen Erinnerungen an das <strong>CÂN BARDD-</strong>Konzert vom ersten Tag hoch – und wen wundert’s! Die beiden Gruppen fahren schon einen <strong>sehr ähnlichen Sound und Stil</strong>. Interessant ist in der Hinsicht auch, dass beide innerhalb einer Zeitspanne von nur drei Jahren (2016-2019) ihr Debüt hatten und beide aus französischsprachigen Regionen kommen (<strong>BELORE</strong> aus Frankreich, <strong>CÂN BARDD</strong> aus der Schweiz). Es gibt also so einige Parallelen, und im Backstage wirkt es mittlerweile fast, als handelte es sich um eine einzige große Band, so viel hängen die zusammen ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40668" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Konzert jedenfalls steht dem der Schweizer in Atmosphäre absolut in nichts nach. <strong>BELORE</strong> aber gehen noch etwas mehr in Richtung Eingängigkeit, erinnern teils etwa an eine <strong>Real-Life-Version von</strong> <strong>SUMMONING</strong>. Dafür gibt es weniger musikalische Feinheiten und Abwechslung, und auch die richtig harten Parts vermisse ich ein bisschen. Dennoch ist es eine sehr genießbare Konzerterfahrung: Das Ambiente stimmt, der Sound hebt die wichtigsten Dinge hervor, und man sieht den Musikern an, dass sie wahrhaftig auf diesen Moment gefiebert haben und richtig Bock haben. Nette Dudes. <strong>Keep it up!</strong></p>
<h2>Eine neumodische Vikingerparty</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40669 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner1.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p><em>Merlin:</em> Es wird höchste Zeit für die Folk- und Pagan-Metaller von <strong>GRIMNER</strong>! Seit 2008 aktiv, haben die <strong>Schweden</strong> neben drei EPs bisher drei full-lenght-Alben veröffentlicht und spielen nun zu meiner Freude auf dem diesjährigen <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong>. <strong>GRIMNER</strong> sind für mich einfach ein Paradebeispiel für eine Gute-Laune-Band. Mit <strong>Flöte, Mandola und Dudelsack</strong> bringen sie Leben in den inzwischen regentrockenen Burghof und sorgen so nebenbei für den ersten (und einzigen?) Crowdsurfer des Tages. Die Flöte ist dabei durch das an ihr befestigte Mikrophon ungewöhnlich gut zu hören &#8211; fast übertönt sie die anderen Intrumente. Denn <strong>GRIMNER</strong> haben natürlich auch Gitarre, Bass und Schlagzeug am Start. Und natürlich ihre beiden Sänger, <strong>TED</strong> und <strong>MARTIN</strong>. Und die grölen sich selbstverständlich die Seele aus dem Leib.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40671 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1.jpg 721w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />
<p>Im Publikum startet erst ein <strong>Moshpit</strong>, dann ein <strong>Circle Pit</strong>. Die allgemeine Stimmung ist großartig, der Platz vor der Bühne mit Zuschauern gut gefüllt. Sänger <strong>TED</strong> verkündet allen seine Freude darüber, in Deutschland zu spielen. Und was soll ich sagen &#8211; <strong>GRIMNER</strong> verleihen dieser Freude mit ihrem gesamten Auftritt Ausdruck. Die <strong>Schweden</strong> feiern einfach eine (neumodische) <strong>Vikingerparty</strong> mit Schlagzeug und Gitarre, die ihresgleichen sucht. Die Zeit vergeht bei diesem Konzert wie im Flug. Zum letzten Song mit <strong>mitreißenden Flötentönen</strong> hüpft nochmal das ganze Publikum auf und ab. Mir brummt der Schädel von der vielen action, und so taumel ich mehr vom Innenhof, als dass ich laufe. <strong>GRIMNER</strong> sind einfach immer wieder ein <strong>dickes Highlight</strong>. Nur die Flöte darf beim nächsten Mal ein bisschen leiser sein&#8230;</p>
<h2>Hypnose und Geballer</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40672 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> AGRYPNIE </strong>sind hier, um uns eine Runde ordentlichen sterilen Post-Black-Metal in die Gesichter zu donnern. Das klappt auch sehr gut, da die Bass Drum so viel Durchschlag hat, dass ich zuweilen das Gefühl habe, das <strong>Gehirn würde mir aus den Ohren geblasen</strong>. Damit will ich nicht mal sagen, dass es zu laut ist – für diese Art Musik ist alles genau richtig. Was mir noch auffällt, ist der Gitarrist. Es handelt sich um niemand anderen als Felix Weischer, vor allem auf Youtube bekannt als <strong>LYKANTHROP</strong>. Er hat schon so einige Black-Metal-Klassiker einfach mal auf allen Instrumenten und den Vocals gecovert, und seit 2021 ist er wohl auch offiziell teil von <strong>AGRYPNIE</strong>.</p>
<p>Gelegentlich kommt es sogar zum <strong>dreifachen Gitarreneinsatz</strong>, wenn Sänger TORSTEN auch zur Klampfe greift (er ist anscheinend Linkshänder). Das Ergebnis ist eine ebenso hypnotische wie gnadenlose Show, die mich so richtig in ihren Bann zu ziehen weiß. Dazu bei tragen nicht zuletzt <em>„Schlaf“</em> und <em>„Der Tote Trakt“</em>, meine beiden All-Time-Favourites der Gruppe. <strong>Mächtiger Auftritt!</strong></p>
<h2>Mehr Vikingerparty</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40673" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Der Platz vor Bühne ist gerammelt voll, und es ist klar, dass jetzt ein <strong>Headliner</strong> spielen wird. Und dieser iiiiiist&#8230; <strong>OBSCURITY</strong>! Sie sind nicht das erste Mal auf dem <strong>DARK TROLL</strong> zu Gast und so, wie ich ihren Auftritt erlebe, wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Wer <strong>OBSCURITY</strong> nicht kennt: Die Velberter spielen harten <strong>Pagan-Black-Death</strong> mit ordentlich Wumms. Es wird also <strong>wie wild geheadbangt</strong> &#8211; auf und vor der Bühne. Sänger <strong>MARK</strong> alias <strong>AGALAZ</strong> verkündet, dass sie auch auf dem <strong>ROCKHARZ</strong> spielen werden. Hey, jetzt kümmer dich doch erstmal um den Auftritt hier und jetzt! <strong>OBSCURITY</strong> stimmen alsdann <em>&#8222;Glod En Isa&#8220;</em> von ihrem aktuellen Album &#8222;Skogarmaors&#8220; an. Da geht&#8217;s schon wieder rund im Publikum.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40674 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bei der nächsten Ansage von Sänger <strong>AGALAZ</strong> wird es allerdings schlagartig ruhig: Den nächsten Song <em>&#8222;793&#8220;</em> widmet der Sänger einem vor kurzem verstorbenen Freund. Dazu kommen mehrere <strong>Krieger mit Wikingerschilden</strong> auf die Bühne und führen <strong>Kampfszenen</strong> auf. Die Bretter beginnen zu beben, kraftvoll rollt der Sound durch den Burghof und lässt die Mauern erzittern. Am Ende des Songs bleibt einer der Wikinger auf der Bühne stehen und feuert die Menge an (&#8222;Hey, hey, hey!&#8220;) und schlägt dabei auf seinen Schild.</p>
<p>Sänger <strong>AGALAZ</strong> wiederum versucht sich nun an humoristischen Ansagen: &#8222;Jetzt kommt nochmal was langsames, <strong>eine Ballade!</strong>&#8220; Fun fact: Es kommt wieder ein schnelles und ballerndes Stück (<em>&#8222;Naglfar&#8220;</em>). Ich finde allerdings, dass <strong>OBSCURITY</strong> ihre Songs manchmal etwas <strong>abrupt enden lassen</strong>. Das gehört wahrscheinlich zum Konzept, taugt meinen Ohren aber nicht so richtig.</p>
<p>Zum Schluss bedankt sich <strong>AGALAZ</strong> dann nochmal ausdrücklich: Das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> sei für ihn Familie, <strong>er komme gerne noch 24(!) Mal wieder.</strong> Die Menge jubelt. Der letzte Song wird angestimmt: <em>&#8222;Was uns bleibt.&#8220;</em> Und was uns in jedem Fall bleibt und sich <strong>OBSCURITY</strong> auch nicht nehmen lassen, ist die Zeit für eine<strong> Zugabe</strong>. Dafür kommt <strong>AGALAZ</strong> sogar extra von der Bühne runter zum Publikum geklettert. Zum abschließenden Applaus schrammeln dann <strong>nochmal alle Instrumente zusammen</strong>. <strong>OBSCURITY</strong> gehen mit einem Knall und ich fresse einen Besen, wenn sie nicht schon bald auf ein Neues das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> rocken werden.</p>
<h2><strong>Mal was neues</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40675 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Was nun folgt, ist sogar für mich als frequenten Festivalgänger <strong>eine komplett neue Erfahrung</strong>: <strong>EMPYRIUM</strong>. Ich kannte im Voraus das ein oder andere Lied, doch wusste ich nie genau, was das Gesamtkonzept dieser Band eigentlich ist. Und tatsächlich werde ich <strong>in vielerlei Hinsicht überrascht</strong>: Auf der Bühne gibt’s eine Geige, akustische sowie elektrische Gitarren, Keyboard, Schlagzeug und ein – <strong>Hackbrett?</strong> Ich habe vor einigen Wochen zuerst ein solches Instrument gesehen (bei der Band <strong>PERCHTA</strong>), und nun gleich zum zweiten Mal. Außerdem befindet sich <strong>EVIGA</strong>, seines Zeichens Sänger von <strong>DORNENREICH</strong>, mit auf der Bühne – hier aber eher als Randfigur – und spielt Gitarre. Verwundern tut mich das vor allem, weil doch gerade die <strong>DORNENREICH</strong>-Tournee in vollem Gange sein müsste.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40676 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Aber was ist denn jetzt dieses mysteriöse Gesamtkonzept? Nun, einer ersten Analyse nach handelt es sich um ein Zusammenspiel aus sehr <strong>ruhigen Neofolk-Liedern</strong> (mit tiefen melancholischen Vocals) und zum Teil schon relativ <strong>schwerem Doom Metal</strong>. Insgesamt lehnt sich die heutige Musikerfahrung dabei sehr auf die ruhigere Seite, wird aber auch in härteren Momenten niemals von seinem melancholischen Unterton verlassen. Ich habe tatsächlich <strong>solche Klänge noch nie live gehört</strong>, und bin von erster Sekunde an gefesselt. Die funkelnden Augen der stummen Zuhörerschar um mich herum zeugen von einem ähnlichen Bann. Ein sehr schönes, wenngleich auch müde machendes Erlebnis. Nach dem Konzert gehe ich ins Bett und <strong>überlasse den Rest des Berichtes Merlin</strong>.</p>
<h2>Ein (atmosphärisches?) Ende</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40677 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1818-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1818-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1818-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1818-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1818-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1818.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> 2018 ist eine Band in der <strong>Atmospheric-Black-Metal-Szene</strong> eingeschlagen wie ein Meteorit: <strong>SPECTRAL WOUND</strong> mit ihrem zweiten Album &#8222;Infernal Decadence&#8220;. Die Kanadier haben ihre ganz eigene Ausdrucksweise. Dazu gehört auch, dass Sänger <strong>JONAH</strong> ähnlich <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> bei Konzerten stets <strong>rastlos auf der Bühne hin und her rennt</strong>. Während er ins Mikrophon schreit, krümmt er sich zusammen, nur um gleich darauf mit wildem Blick den Kopf nach oben zu reißen. Diese <strong>beinahe wahnsinnig anmutende Ekstase</strong> wirkt gleichermaßen einschüchternd und mitreißend auf mich.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40678 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1892-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1892-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1892-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1892-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1892-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Spectral-Wound-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1892.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Mir hingegen kommt die mir bisher unbekannte Band alles andere als atmosphärisch vor. Bis auf vereinzelte Parts wirkt das Ganze <strong>doch sehr true und roh</strong> auf mich &#8211; ich bin allerdings von uns beiden nicht der Experte in dem Genre. Es geht ein solcher Druck von der Bühne aus, dass es mir durch all meine müden Glieder dringt, und ich muss sagen, dass ich das auch kurzzeitig wirklich genieße. <strong>SPECTRAL WOUND</strong> wurden von einigen meiner Mitcamper im Voraus schon <strong>in den Himmel gehyped</strong>, und jetzt kann ich auch verstehen, wieso. Diese Band ist übrigens so dermaßen trve und vndergrovnd, dass sie <strong>von ihrer EP genau EIN einziges Exemplar</strong> zum Verkauf mit aufs Festival gebracht haben.&nbsp;</p>
<p>Irgendwann löse ich mich aber (wie an jedem Abend bisher &#8211; ich werde alt) aus der Masse, und lasse Black Metal Black Metal sein. Sobald ich in meinem Zelt bin, bereue ich das allerdings schon wieder, denn als letzten Song des Festivals covern die Kanadier <strong>EMPERORs</strong> <em>&#8222;I Am The Black Wizards&#8220;</em>. Dafür hätte ich schon gerne vor der Bühne gestanden, aber nun muss ich mich wohl damit zufriedengeben, mir das von meiner bequemen Luftmatratze aus anzuhören. So ein Pech.<strong> Gute Nacht.</strong></p>
<hr>
<p>Und damit war&#8217;s das auch schon.&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Freude an diesem Festival wie wir, konntet die Atmosphäre der beleuchteten Burgruine und euren Black-Metal-Genuss genau so gut ineinander übergehen lassen wie wir, und habt genau so viel Bier vernichtet wie wir (oder zumindest ich).&nbsp;</p>
<p>Auf&#8217;s nächste DARK TROLL FESTIVAL! Wir werden da sein &#8211; und auf euch warten.</p>
<p>Bilder mit freundlicher Genehmigung von Matthias Mayer (Dark Art) und St.Un.Photography.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2022-der-bericht/">DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2019 11:19:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Haus- und Hof-Festival ist vorbei und wir resümieren. In 2 Teilen erfährst du, was das RAGNARÖK uns und der Szene bedeutet. Das Festival findet in einer Mehrzweckhalle statt und was bitte könnte mehr Zweck als Metal haben?!</p>
<p>Teil 1 nun mit jeder Menge Bands und Einblicken! </p>
<p>… wie live dabei, nur halt in Worten</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-teil-1/">Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Traditionen</strong> sind was feines. Besonders dann, wenn es sich um ein <strong>heißgeliebtes Festival</strong> dreht, das uns nun schon einige Jahre die schwermetallischen Tore öffnet. Hier nahm vor 2 Jahren meine persönliche<strong><em> SILENCE</em>-Reise</strong> ihren Anfang, und heute, am <strong>25.04.2019</strong>, stehen wir endlich wieder hier, vor der <strong>Stadthalle Lichtenfels</strong>. Unser Ziel? Das <strong>Ragnarök Festival</strong>! Die in der Mehrzweckhalle in den Franken beheimatete Festivität lädt dieses Jahr zur 16. Weltuntergangsparty. Und wir sind natürlich wieder am Start &#8211; mit unserem <strong>Stand</strong>, an den wir die Künstler zusammengetrommelt haben, damit ihr einen Schnack halten, einen Schnaps trinken und euch ein Autogramm auf eurer Vinyl, eure Kutte oder eure Glatze holen könnt. Ganz egal!&nbsp;</p>
<p>Für alle, die nicht in <strong>Lichtenfels</strong> mit uns feiern konnten, gibt es natürlich wie immer unseren (fast völlig nüchternen) Erlebnisbericht. Unterstützt werde ich dieses Jahr von <strong>Clemens</strong>, den der eine oder andere geneigte <strong>BM-Fan</strong> unter euch möglicherweise von <strong>KRATER</strong> kennt. Gemeinsam haben wir alle Shows&nbsp;unter die Lupe genommen und für euch die Tops und Flops des diesjährigen <strong>Ragnaröks</strong> gesammelt!</p>
<hr>
<h3>A wie Ankommen, B wie Bier öffnen, C wie Campingplatzparty!</h3>
<p>Auf eine andere <strong>Tradition</strong> müssen wir dieses Jahr leider verzichten. Keinem, der schon mal auf dem <strong>Ragnarök</strong> zugange war, dürfte die <strong>Warmup-Party</strong> mit<strong> DJ Schnapsi</strong> entgangen sein. Diese (teils durchaus ausufernde) Feierei am Donnerstag Abend hatte sich über die Jahre zu einer solch geliebten Gewohnheit entwickelt, dass wir ganz schön blöd aus der Wäsche schauen, als wir<strong> Donnerstag Abend</strong> in die heiligen (Stadt-)Hallen einreiten wollen und stattdessen auf das externe <strong>Fressbudengelände</strong> verbannt werden &#8211; ganz<strong> ohne DJ und Party</strong>. Mit unserer Überraschung sind wir übrigens nicht allein. Einige Besucher waren extra heute schon angereist, um sich musikalisch und alkoholisch auf die folgenden Tage einzustimmen.</p>
<p>Na ja, immerhin sind die Bars schon offen und ein erstes <strong>Knobibrot</strong> gibt&#8217;s auch schon auf die Kralle, da wollen wir mal nicht so sein. Die allgemeine Stimmung hält sich im Vergleich zur altbekannten Party allerdings eher in Grenzen. Viele vermissen neben der Party schmerzlichst den <strong>Metbier-Stand</strong>, der es leider nicht nach draußen geschafft hat. Aber was soll&#8217;s, eine leidenschaftliche Runde <strong>Campingplatzparty</strong> tut es auch. <strong>DJ Schnapsi</strong> soll übrigens nächstes Jahr wieder am Start sein &#8211; hoffen darf man also!<br />
Als wir dann später in der Nacht (oder besser früher am Morgen) endlich unser<strong> Schlafhallenlager</strong> beziehen, döse ich zum altbekannten Klang verschiedenster <strong>Schnarchnuancen</strong> glücklich ein &#8211; wohl im Gedanken an all die kurzen Nächte, die noch folgen sollen.</p>
<h2>Freitag &#8211; Von Headbangern und Hiobsbotschaften</h2>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33239 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-300x225.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-1024x768.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-750x563.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ausschlafen</strong> ist nicht, wir haben schließlich einen <strong>Stand</strong> aufzubauen! Als dann kurz nach Mittag endlich alles steht, reicht die Zeit gerade noch für eine genüssliche Dose kalten Nudelgulasch, bevor sich die altbekannten Tore endlich öffnen und die ersten Massen in die Vorhalle strömen, um das neueste <strong>Merch</strong> abzugreifen und sich ungeduldig die Füße bis zum ersten Act wundzutreten. Und während das letzte Plakat aufgehängt wird, erreicht uns am Stand die erste Hiobsbotschaft: <strong>NAGLFAR</strong> und <strong>GOD DETHRONED</strong> werden es nicht zum <strong>Ragnarök</strong> schaffen, bei der <strong>skandinavischen Fluggesellschaft SAS</strong> wird gestreikt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33223" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und damit bleiben nicht nur die Flugzeuge, sondern auch die Bands am Boden. Auch<strong> SKELETON WITCH</strong> werden es leider nicht schaffen, die springen dafür aber am Samstag im <strong>NAGLFAR</strong>-Slot ein. Immerhin ein kleiner Lichtblick, schließlich dürften all diese Bands für einige Besucher der<strong> entscheidende Ticketkauffaktor</strong> gewesen sein. Aber die meisten Zuschauer zeigen sich verständnisvoll &#8211; schließlich kann ja keiner aus der Festivalorga was für einen solch drastischen Zwischenfall.</p>
<p>Dadurch verschiebt sich allerdings die gesamte Running Order ein Stückchen nach hinten. Kurze Zeit später geht es dann aber endlich los &#8211; und schon jetzt ist die Hütte brechend voll! Die<strong> italienische Kombo ATLAS PAIN</strong> macht dieses Jahr den Anfang und wird von den Ragnaröckern überschwänglich begrüßt. Wen wundert&#8217;s: Die durch und durch <strong>sympathischen Epic Metaller</strong> (mit einem gewissen Seemannsfeeling, sodass ich sie zunächst fast falsch unter Piratenmetal verbucht hätte) glänzen mit <strong>Filmmusikanleihen</strong>, catchy Mitsing-Refrains und jeder Menge guter Laune.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-33224" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-300x200.jpg" alt="" width="239" height="159" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px" />Und als wäre all das nicht schon genug, haben die Jungs erst vor&nbsp; einer Woche (19.04.19) ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Tales Of A Pathfinder&#8220; auf die Welt losgelassen &#8211; und das kommt an! So ist der Frust über die Lineup-Änderungen schnell vergessen. Der Startsong<em> &#8222;The Moving Empire&#8220;</em> hat schließlich einen Sound inne, den ich so noch bei keiner anderen Epic Metal-Band gehört habe &#8211; Reinhören schadet nicht! Auch wenn der Sound zu Beginn noch die typischen <strong>Klang-Turbulenzen</strong> innehat, schmälert das das Feeling des ganzen Auftritts kein bisschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="ATLAS PAIN - The Moving Empire (Lyric Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Z_qritsuLdg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Mehr Melodie gefällig?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33225" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vergleichbar <strong>melodisch und international</strong> geht es jetzt weiter. Die<strong> Schweden MIDVINTERBLOT</strong> bringen mit ihrem <strong>Folk Metal</strong> eine ordentliche <strong>Wikinger-Komponente</strong> in das diesjährige <strong>Ragnarök</strong>. Die Lyrics gibt&#8217;s abwechselnd auf schwedisch oder englisch. <strong>Sänger Jonathan</strong> bekommt starken gesanglichen Support von <strong>Geiger Sebastian</strong>, der mit seinen <strong>Fideleien</strong> dem Sound der Band eine natürliche Note verleiht. Lediglich der Bass ist leider viel zu laut und blechern abgenommen, sodass es sich manchmal anhört, als würde <strong>Bassist Sten</strong> viel zu starker Zahnseide spielen. Nichts desto Trotz sorgt die Kombo für ordentlich gute Laune &#8211; und wird auch gleich die allererste Band sein, die sich am diesjährigen Ragnarök am <strong><em>SILENCE</em>-Stand</strong> die Klinke in die Hand gibt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33226 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und während sich draußen die erste Schlange bildet, um die <strong>Schweden</strong> zu begrüßen, bereiten sich drinnen <strong>NOTHGARD</strong> auf ihren Auftritt vor. Wie schon vor 2 Wochen auf dem <strong><a href="https://silence-magazin.de/metal-franconia-2019-nachbericht">Metal Franconia</a></strong> präsentiert die Kombo um <strong>EQUILIBRIUM-Gitarrist Dom</strong> auch diese Woche das jüngste Album &#8222;Malady X&#8220;. Auch die Setlist zeigt kaum Abweichungen. Dafür dürfen sich <strong>NOTHGARD</strong> auf dem <strong>Ragnarök</strong> einer größeren Zuschauermasse erfreuen, was definitiv zur Gesamtstimmung beiträgt. <strong>Dom, Skaahl und Nico</strong> bangen mit den feierwütigen Besuchern aus der ersten Reihe um die Wette, auch eine nicht zu unterschätzende <strong>textsichere Fangemeinde</strong> macht sich bemerkbar. Allerdings bleiben auch<strong> NOTHGARD</strong> nicht von den Startschwierigkeiten im Sound verschont. Die geben sich aber zum Glück über den Verlauf der Show, sodass man zum Schluss die ganze Party nahezu ungehindert genießen darf.</p>
<h3>Der Abschied &#8211; die erste</h3>
<p>Allerdings gibt es dieses Jahr nicht ausschließlich positive Gründe zum Feiern. <strong>EÏS</strong> zelebrieren dieses Jahr mit einer <strong>zweiteiligen Show</strong> eine Band-Ära, die nun (vorerst) ein Ende finden wird. Die Band wird nämlich für unbestimmte Zeit<strong> auf Eis gelegt</strong> &#8211; und ob der Abschied eher nach Erfolg oder &#8222;Griff ins Klo&#8220; klingt, findet Clemens heraus.</p>
<p><em>Clemens:</em> Bei<strong> EÏS</strong> wird es in Sachen Beleuchtung und durch die Musik erzeugte Atmosphäre nun endlich finsterer. Ein großes, grün beleuchtetes <strong>Steuerrad</strong> bevölkert vor <strong>Sänger Alboins</strong> Mikroständer die Bühnenmitte und überführt uns zu den ersten Klängen von &#8222;Galeere&#8220;. Dieses<strong> (G)EÏS(T)-Album</strong> feiert seinen <strong>10-jährigen Geburtstag</strong> und wird heute komplett zum Besten gegeben. Ich war von vornherein sehr gespannt, ob man diese Scheibe in seiner Gänze wirklich überzeugend auf der Bühne präsentieren kann. Und um gleich mal vorzugreifen: <strong>Ja, man kann</strong>. Der Sound ist zu Beginn leider sehr verwaschen und transportiert als einzig laut vernehmbares Element die Bassdrum. Das ist wenig hilfreich bei gitarrenlastiger Musik. Mit diesem Problem haben heute allerdings fast alle Bands zu kämpfen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-33227 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Nach einigen Justierungen kommen die Gitarren dann aber endlich besser zur Geltung. Bei Akkordeonklängen, die von den Gitarren begleitet werden, springt die<strong> Seemannsmelancholie</strong> in der vorm inneren Auge erzeugten Weite direkt über. Und das kommt von einer Person, die sonst rein gar nichts mit <strong>maritimen Themen</strong> und solcher Instrumentierung anfangen kann. (Dass der <strong>Leadgitarrist</strong> gerade im Strudel der Geschwindigkeitssteigerung auf das Mutepedal kommt, werde ich natürlich nicht erwähnen&#8230; Ups!) <strong>EÏS</strong> treten in Seemannsuniformen auf und wirken angesichts des heutigen Anlasses sowohl freudig aber konzentriert distanziert, was gut zur gesamten Show passt. Für das fröhliche Mitschunkeln sind an diesem Wochenende ja auch andere Bands zuständig. Einzig bei einer Ansage wurde diese atmosphärische Wand durchbrochen. <em>&#8222;Das folgende Lied würde davon handeln, wie scheiße NSBM ist. Vor 10 Jahren, wie auch heute.&#8220;</em></p>
<h3>Wer hat das Zeug zum Publikumsliebling?&nbsp;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33228" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nach einer kurzen Umbaupause (die sich auf dem <strong>Ragnarök</strong> dank Doppelbühne immer nur um Minuten handelt) machen sich<strong> AGRYPNIE</strong> für ihren großen Auftritt bereit. Und die können von Beginn an mit einem<strong> differenzierteren Sound</strong> punkten. Das Gitarrensetup klingt fast <strong>metalcore-lastig</strong>, oder positiv ausgedrückt in Richtung &#8222;Slaughter of the soul&#8220; von <strong>AT THE GATES</strong>. Die Truppe ist nun seit 15 Jahren unterwegs und hat sich einen sehr guten und weitreichend gefeierten Status in Deutschland erspielt. Die Menge vor der Bühne wird durch das ganze Konzert weg locker von <strong>Sänger Torsten</strong> und seinen Kollegen dirigiert und nimmt jedes Leckerli der Band dankend an. Teilweise kommen gleich 3 Gitarren zum Einsatz, um die unterschiedlichen Harmonien zu generieren. Und einen <strong>Gastauftritt</strong> vom<strong> HARAKIRI FOR THE SKY-Sänger</strong> gibt es als Kirsche noch auf das Sahnehäubchen oben drauf. Alles richtig gemacht!</p>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33229 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Steffi:</em> Nachdem das Publikum von<strong> AGRYPNIE</strong> ordentlich heiß gespielt worden ist, dürfte es schwer sein, auf diese Stimmung noch etwas draufzusetzen, stimmts? Falsch! Unzählige Fans haben dem ersten <strong>Meilenstein</strong> der neuen <strong>VARG-Formation</strong> entgegengefiebert, das zeigt sich jetzt. Gemeinsam mit ihren Zuwächsen <strong>Garm und Morkai</strong> an den Gitarren haben die<strong> VARG-Urgesteine Freki und Fenrier</strong> der Debütscheibe &#8222;Wolfszeit&#8220; neues Leben eingehaucht. Das heißt: <strong>frische Riffs</strong>, frischer Sound, frische Ideen, aber irgendwie auch das Gefühl einer längst vergangenen Ära.</p>
<p>Und so präsentieren die Wölfe heute zum allersten Mal &#8222;Wolfszeit II&#8220;, das es ab dem<strong> 07.06.</strong> zu haben gibt. Und den Fans scheint&#8217;s zum Glück zu gefallen! Fast die ganze Halle ist bis zum Erbrechen erfüllt und feiert ihre Helden, während die Jungs auf der Bühne böse Miene zum guten Spiel machen. Dazu gibt&#8217;s eine spektakuläre Lichtshow, vernünftigen Sound und einen ganz neuen <strong>VARG</strong>-Sound auf die Ohren. Was sagt ihr zu den &#8222;neuen alten&#8220; Songs? <em>&#8222;Skål&#8220;</em> gibt&#8217;s sogar schon als <strong>Livevideo</strong> von<a href="https://www.youtube.com/channel/UCYzc1Tb-dBVyqCPt7qIgNBg"><strong> IridumStream</strong></a> zu gucken:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="VARG - Skål (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/cuRssQhxKjE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Jetzt heißt es aber wieder: Schluss mit lustig! Clemens hat sich für euch dem nächsten Act gewidmet, der so gar nichts mit Feiern zutun hat.</p>
<h3>Darf es noch etwas mehr Atmosphäre sein?</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33230" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Clemens:</em> <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> verbinden die unterschiedlichen <strong>Fangruppen</strong> aus <strong>Folk/Pagan-Freunden</strong> und <strong>Schwarzmetallern</strong> ziemlich gut. Nicht zu hart, aber zum Glück meilenweit von Fröhlichkeit entfernt. Zwar ist der Gesang auch bei den <strong>Österreichern</strong> etwas zu laut und überlagert die restliche Instrumentierung, jedoch kann man dieses Mal die Gitarren gut heraushören. Der <strong>Sänger</strong> kann bei mir mit einem <strong>CONVERGE</strong>-Shirt punkten und transportiert den Inhalt seines gegröhlten Weltschmerzes im ansprechenden Maße mit seiner Körpersprache. <strong>Torsten von AGRYPNIE</strong> kommt nun ebenfalls für einen <strong>Austauschgastbeitrag</strong> auf die Bretter und hat sich danach seinen Feierabend redlich verdient.</p>
<p>Schaut man nun mal auf die Trends, sind <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> derzeit auf alle Fälle &#8222;in&#8220;. Direkt vor der Bühne werden sie gut abgefeiert, während auf den Rängen beobachtende Stille herrscht. Schon vor dem Auftritt hatte ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie man diese Band denn jetzt eigentlich beschreiben möchte. <strong>Black Metal</strong> ist es nicht, obwohl sich ein großer Teil ihrer Hörer wohl aus diesem Bereich generiert. Im Grunde kann man sich dieses<strong> Schubladendenken</strong> auch schenken. Mein sehr kurzes und prägnantes Label lautet: <strong>&#8222;melodischer Metal mit Postrockelementen und Gröhlgesang&#8220;</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33233" aria-describedby="caption-attachment-33233" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33233 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33233" class="wp-caption-text">Fliegender Mikroständer die erste</figcaption></figure>
<p>Die Pause reicht gerade für ein frisches Bier, dann zieht es mich schon wieder in die Konzerthalle. <strong>BORKNAGAR</strong> sieht man schließlich auch nicht alle Tage! Das denken sich wohl auch die Massen vor der Bühne, die die Band direkt lautstark empfangen. Das<strong> Debütalbum</strong> von <strong>1996</strong> schrieb zur damaligen Zeit zu einem gewissen Anteil<strong> Black Metal-Geschichte</strong>. Von diesen Anfängen hat man sich allerdings schon lange entfernt. Der <strong>Kreischgesang</strong> von<strong> Garm</strong> ist komplett dem engelsgleich-klaren Gesang von<strong> ICS Vortex</strong> gewichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33234" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />So bekommt das Publikum hier<strong> nordische Kälte</strong> in Kombination mit epischem Metal geboten. Die Mannschaft steht recht sympathisch auf der Bühne, auch wenn<strong> ICS Vortex</strong> gleich zweimal unbeabsichtigt den Mikroständer umwirft, was neben der imposanten musikalischen Leistung für etwas Schmunzeln und wohlgesonnenes Mitleid sorgte. (Einwurf von Steffi: Ich war dabei &#8211; der hat meinen Kollegen Carsten nur knapp verfehlt! Fotograf zu sein ist eben doch ein gefährliches Unterfangen.)</p>
<p>Eine pompöse Show gibt es heute nicht. Muss es bei dem gebotenen Material aber auch gar nicht. Gern würde ich auch in die weiten Kompositionen von<strong> BORKNAGAR</strong> eintauchen, doch leider feiert der<strong> Plastiksound</strong> vom Tagesanfang seine unrühmliche Rückkehr. Man muss sich durch ein lautes Schlagzeug und viel Mulm zu den Gitarren durchkämpfen. Geil geht in diesem Zusammenhang wirklich anders, was man aber nicht der Band anlasten kann. Also vertage ich dieses erhoffte Erlebnis auf ein zukünftiges Konzert, mit einem passend transparenten Sound.</p>
<h3>Wenn die Wollmäuse am Kabel knabbern&#8230;</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33235 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Steffi:</em> Nur eine Band, dann haben wir es geschafft. Durch den unschönen Verlust von 2 Spielslots endet der heutige Tag etwas eher als gedacht &#8211; aber was solls. Mehr Zeit zum Feiern! Vorher geht es aber noch ein letztes Mal in die Halle, schließlich wartet eine letzte Performance noch: <strong>CARACH ANGREN</strong>! Im Verleich zum Vorjahr auf dem<a href="https://silence-magazin.de/das-skaldenfest-2018-metal-wallfahrt-nach-wuerzburg"><strong> Skaldenfest</strong></a> sind die <strong>pompösen Hydraulikanlagen</strong> dieses mal zum Glück AUF der Bühne verstaut (und nicht im Fotograben), sodass wir dieses Mal beim Knipsen nicht um unser Leben fürchten müssen. Schönes Ding! Wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede, der ist wohl noch nicht in den Genuss einer <strong>CARACH ANGREN-Show</strong> gekommen. Standard sind nämlich die <strong>Hebebühnen</strong>, auf denen <strong>Keyboarder</strong> und <strong>Gitarrist</strong> in die Lüfte gehoben werden, während <strong>Sänger Seregor</strong> zwischen den beiden auf dem Bühnenboden umherspringt. Das sieht aus dem Publikum genauso spektakulär aus wie von hinten, glaubt mir!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33236" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Jedenfalls gibt es wie gewohnt von den <strong>Limburgern</strong> ihre durchaus unterhaltsame Version des <strong>Horror Black Metal</strong>. Das heißt: Flimmerlicht, entblößte, blutende Puppen auf der Bühne und ein Sänger, der wie angeschossen mit seinem Sensen-Mikroständer auf der Bühne umherhüpft. Alles so weit ganz unterhaltsam, nur haben <strong>CARACH ANGREN</strong> in meinen Augen an diesem Abend das meiste Pech mit dem Sound. Einzelne Instrumente sind mal zu sehr, der Gesang zu wenig zu hören &#8211; egal. Ich genieße die letzte Show des Abends, bevor ich zu den Jungs zurückkehre und wir den Freitagabend einläuten. Zuerst geht es ins Backstage, das Who-Is-Who der deutschen Pagan-/Death-/Black Metal-Szene begrüßen, und später ins <strong>&#8222;Paddy&#8217;s Rest&#8220;</strong>, das wie jedes Jahr den Ragnarök-Besuchern besondere Metalabende bietet. Was für ein Abend, von dem wir alle nicht mehr viel wissen, als wir am frühen Morgen ins Bett fallen.</p>
<h2>Du möchtest wissen, wie es weitergeht? <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-die-endzeitsaga-teil-2">HIER</a> ist Part 2 unseres Ragnarök-Nachberichts!</h2>
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		<title>Die Bürde, voranzuschreiten &#8211; F41.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2017 10:48:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>F41.0 – Bürde Veröffentlichungsdatum: 19.05.2017 Dauer: 46 Min. Label: Geisterasche Organisation Stil: (Post-Depressive) Black Metal Panik. Ein Gefühl, welches sicher fast jedem vertraut ist &#8211; in schwierigen Situationen etwa, in denen man Hilflosigkeit spürt und mit einer scheinbar aussichtslosen Situation gnadenlos konfrontiert ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>F41.0</strong> – Bürde<br />
Veröffentlichungsdatum: 19.05.2017<br />
Dauer: 46 Min.<br />
Label: Geisterasche Organisation<br />
Stil: (Post-Depressive) Black Metal<span id="more-17739"></span></p>
<p>Panik. Ein Gefühl, welches sicher fast jedem vertraut ist &#8211; in schwierigen Situationen etwa, in denen man Hilflosigkeit spürt und mit einer scheinbar aussichtslosen Situation gnadenlos konfrontiert wird. Wo dies jedoch bei den meisten Menschen ein Ausnahmezustand ist, kann es bei Leuten, welche an einer sogenannten Panikstörung leiden, zum festen Bestandteil ihres Lebens werden. Im schlimmsten Falle führt dies zu einem häufig auftretenden Gefühl akuter Todesangt.</p>
<p>All das beschreibt <strong>F41.0</strong>. Eine psychisch diagnostische Klassifizierung nach dem ICD-10 System. Die hier vorgestellte Band um Mastermind <strong>Hysteriis</strong> kleidet sich mit diesem Namen und will auf ihrem zweiten Langspieler &#8222;Bürde&#8220; Verzweiflung, Last und scheinbar unendlichen Kummer in musikalische Form gießen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Entartet, verwittert, ausgezehrt</h3>
<p>Die deutsche Band<strong> F41.0</strong> konnte bei mir mit ihrem Debüt &#8222;Near Life Experiences&#8220; vor wenigen Jahren durchaus Aufmerksamkeit erregen. Schon damals klang der Black Metal des Projekts verzweifelt, gar depressiv, ohne jedoch in allzu typische Klangmuster des sogenannten Depressive Suicidal Black Metal zu verfallen. Eher setzte sich ein roher, aber dennoch sehr postiger Schwarzmetall durch, der auch auf dem aktuellen Album &#8222;Bürde&#8220; einen Großteil der Stilistik darstellt. Wo jedoch beim Erstlingswerk meiner Meinung nach die zu schwachbrüstige Produktion und der Drumcomputer einiges an Potenzial verwehrten, kann die Band diese Fehler auf ihrem Zweitling definitiv ausmerzen.</p>
<p>Der Opener<em> &#8222;Davor&#8220;</em> beginnt ruhig, baut sich langsam auf und besticht sofort durch eine wichtige und für mich durchaus herausstechende Stilistik. Viele Textzeilen werden mehrmals hintereinander wiederholt, intensiviert und auch im dynamischen Instrumentalspiel weitergehend dramatisiert. So etwa im Mantra: &#8222;Bleiernd ist mein Körper, taub und schwach meine Glieder&#8220; oder dem Titel des zweiten Stücks <em>&#8222;Entartet, verwittert, ausgezehrt&#8220;</em> kurz<em> &#8222;E.V.A.&#8220;</em>. Dieses Stilmittel findet im weiteren Albumverlauf immer wieder Verwendung.</p>
<p>Ein besonderes Detail dabei ist, dass auf dem Album mehrere Sänger mitwirken, wie etwa neben Fronter <strong>Hysteriis </strong>noch<strong> Frederic</strong>, von den sich langsam zu Grabe tragenden <strong>TODTGELICHTER</strong> und <strong>Schmied</strong> von <strong>MOR DAGOR</strong>. Diese vielen, im Klangcharakter durchaus verschiedenen Stimmen, verleihen der Gesangsdarbietung eine willkommene Abwechslung und gerade der des Öfteren eingesetzte gedoppelte Gesang ist großes Kino und wertet die Stücke gehörig auf.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px;">&nbsp;</div>
<h3>Pulsierende Klanglandschaften<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-18330" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-300x110.jpg" width="600" height="221" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-300x110.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-1024x377.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-750x276.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></h3>
<p>Doch auch die instrumentale Seite des Albums braucht sich nicht zu verstecken. Neben häufig im Midtempo angesiedelte Parts, gibt es einige flotte Blasts und sehr nach vorn preschende Sequenzen, welche den immer wieder zwischen ruhigeren und harten Passagen wechselnden Fokus verlagern und variieren. Halb angezerrte Gitarren duellieren sich mit bösen Tremolo-Leads und erzeugen eine harsche, häufig verzweifelte und dennoch immer auch kämpferische Stimmung. Besonders gut gefällt mir dies im vorhin angesprochenen Opener <em>&#8222;Davor&#8220;</em>, dem sehr intensiven Titelstück <em>&#8222;Bürde&#8220;</em> und dem sehr epischen <em>&#8222;Alpha&#8220;</em>. Im Mittelteil des Albums kann die Intensität jedoch streckenweise nicht aufrecht erhalten werden. Zum Glück repräsentiert dies nur einen Bruchteil des Gesamtmaterials.</p>
<p>Zuweilen entsteht in mir der Eindruck das<strong> F41.0</strong> gekonnt zwei teils nur noch schwer vereinbarende Welten kombinieren. Zum einen den traditionellen Ansatz im Schwarzmetall und zum anderen eine hier selbstverständlich passende Form des Post Black Metal. Auf mich wirkt das Ganze homogen und Gegensätze vereinend, irgendwie schon beinahe avantgardistisch. Einfach ausgedrückt kam mir beim Hören auch immer wieder in den Sinn, dass <strong>F41.0</strong> wie eine rauere und etwas direktere Version von <strong>AGRYPNIE</strong> klingen, denn wie ihre Landsleute liegt der Fokus in der Produktion wie auch in der Darbietung mehr auf den Texten und dem Gesang, als es beim Gros der Dunkelkapellen der Fall ist.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-17775" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo-300x169.jpg" width="600" height="338" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" />Durch den Schleier</h3>
<p>Und ebenjene Produktion weiß durchaus zu gefallen. Die Instrumente klingen recht naturbelassen und die verschiedenen Gitarrenspuren sind stets klar herauszuhören. Das Schlagzeugspiel, welches übrigens ebenfalls von <strong>TODTGELICHTER</strong>-Mitglied <strong>Tentakel P.</strong> übernommen wurde, bekommt genug Raum im Mix ohne jedoch zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Gerade der oben angesprochene Gesang wurde interessant in den Gesamtsound integriert. Durch die verschiedenen Sänger und einige wenige zusätzliche Stimmfilter wird immer wieder mit dem Stereoeffekt gespielt, sodass mancher Gesang eher im Hintergrund rangiert und sich manches gequälte Geschreie sehr dominant in den Vordergrund drängt.</p>
<p>Die optische Gestaltung des Albums rundet den sehr guten Gesamteindruck angenehm ab. Dunkle Abgründe des menschlichen Seins und das Streben nach Idealen und Träumen gehen auf interessante Weise Hand in Hand und werden durch ein faszinierendes Artwork präsentiert, wobei das Cover nur ein Ausschnitt des Gesamtwerks darstellt.</p>
<p>&#8222;Bürde&#8220; ist somit eine mehr als gekonnte Weiterentwicklung, obwohl <strong>F41.0</strong> ihre Trademarks konsequent beibehalten. Es wurde effizient optimiert und dieses Rezept geht meiner Meinung nach vollends auf. Wirkliche Schwächen kann ich bis auf den etwas schwächeren Mittelteil der Platte nicht ausmachen und auf der Haben-Seite kann &#8222;Bürde&#8220; mit gutem Songwriting, einem interessanten lyrischen Ansatz und einer Menge Emotionen punkten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LXpRYibQYwE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/F410-162921373778308/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://geisterasche.bandcamp.com/album/f410-b-rde">Bandcamp</a></p>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2017: Trinkhorn, Tod und Trump (Tag 2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 14:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der zweite Tag &#8211; Liköre und Gefühle Hier nun nach einiger Verzögerung endlich der zweite Teil unseres Ragnarök-Berichts! Den ersten kannst du hier nochmal durchstöbern! Der zweite Tag des Festivals begann für mich damit, durch den Regen per sich auflösender Kartonkiste 8 ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2017-trinkhorn-tod-und-trump-tag-2/">RAGNARÖK FESTIVAL 2017: Trinkhorn, Tod und Trump (Tag 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Der zweite Tag &#8211; Liköre und Gefühle</h2>
<p>Hier nun nach einiger Verzögerung endlich der zweite Teil unseres <strong>Ragnarök</strong>-Berichts! Den ersten kannst du <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2017-trinkhorn-tod-und-trump-tag-1/"><strong>hier</strong></a> nochmal durchstöbern!</p>
<p>Der zweite Tag des Festivals begann für mich damit, durch den Regen per sich auflösender Kartonkiste 8 Flaschen likörähnlicher Flüssigkeiten vom hiesigen Edeka zum <strong><em>SILENCE</em></strong>-Stand zu tragen. Es hatte allerdings wohl noch irgendwo ne geheime Reserve gegeben – so, dass wir im Endeffekt 18 Flaschen für die <strong>Bands </strong>(selbstverständlich haben wir davon selbst keinen Tropfen angerührt!) am Tag zwei übrighatten. Überraschenderweise hatten unsere ersten Standbesetzer, <strong>MUNARHEIM</strong>, um 12 Uhr mittags in aller Früh‘ schon mehr begeisterte Fans anwesend als alle Bands des Vortags.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17198" aria-describedby="caption-attachment-17198" style="width: 496px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="506" height="337" class="wp-image-17198" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_3965-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_3965-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_3965-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_3965-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_3965-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 506px) 100vw, 506px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17198" class="wp-caption-text">Munarheim © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p>Zur gleichen Zeit ertönten dann in der Halle die ersten Klänge von <strong>MALLEVS MALEFICARVM</strong> (wenn ich mich recht besinne, die Schreie einer brennenden Hexe im Bühnenintro). Besonders gespannt war ich hier auf <strong>Robse Dahn</strong>s Performance – der altbekannte <strong>EQUILIBRIUM</strong>-Biersympath macht nämlich nun auch ernsten Black Metal. Und ich muss sagen, er wusste zu überzeugen! Besonders die hellen Growls, die ich bisher bei <strong>EQUILIBRIUM</strong> immer ein wenig als seine Schwachstelle angesehen hatte, klangen richtig gut und fügten sich perfekt in die düstere, böse Musik ein. Ganz ohne das Image des freundlichen Trinkers gings dann doch nicht – Fußballstadionreife Publikumsanfeuerung und die eine oder andere Lustigkeit zwischen den Songs konnte er sich nicht verkneifen. Kann man so machen, war auch cool, zur neblig-schwarzen Atmosphäre der Songs hats dann doch eher weniger gepasst. Auch der Bühnensound saß leider noch nicht komplett bei dieser frühen Band, trotzdem ein recht genießbares Konzert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17197" aria-describedby="caption-attachment-17197" style="width: 493px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="503" height="335" class="wp-image-17197" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4417-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4417-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4417-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4417-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4417-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 503px) 100vw, 503px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17197" class="wp-caption-text">Mallevs Maleficarvm © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p><strong>ASENBLUT</strong> spielten dahingegen mit an Perfektion grenzendem Sound. Noch nie habe ich diese Band so wohlklingend erlebt, und ich habe sie schon einige Male gesehen. Die Stimmung des Publikums war da, die Songauswahl war cool, ein Konzert also an dem wirklich alles gestimmt hat. Im dritten Song dann passierte, worauf jeder insgeheim gewartet hatte: Sänger <strong>Tetzel</strong> entblößte seinen Oberkörper. Das machte dann auch wett, dass der Bassist leider für dieses Konzert aufgrund von Abwesenheit durch eine Computerspur ersetzt werden musste.</p>
<p><strong>BLACK MESSIAH</strong> sorgten dann für ultimative Partystimmung im Publikum! Ein lustiger, alkoholgetränkter Tanz- und Moshpit tat sich auf, es wurde viel gefeiert und Bier konsumiert. Dennoch zeigten die 26 Dienstjahre alten Pagan-Metaller, dass sie nicht nur zum Saufen und Abdancen anwesend waren. Auch die Melodic-Black-Metal-Seite ihrer Musik kam bei Weitem nicht zu kurz, sodass sich insgesamt ein guter Mix aus Ernst und Freude ergab – beides auf qualitativ sehr hohem Level. Um die Stimmung anzuheben spielten sie dann extra KEIN neues Lied vom kommenden Album (eigene Aussage, ich zitiere hier nur!). Man solle aber wissen, dass es eines geben wird. Später am <em><strong>SILENCE</strong></em>-Stand wurde die Stimmung gleich mal weiter aufrechterhalten: Fans konnten gemeinsam mit der Band zwar nicht den Metkrug, aber immerhin den Pfeffi-Shot heben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17199" aria-describedby="caption-attachment-17199" style="width: 544px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="554" height="369" class="wp-image-17199" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4857-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4857-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4857-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4857-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4857-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 554px) 100vw, 554px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17199" class="wp-caption-text">Black Messiah © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p>Dann spielten <strong>AGRYPNIE</strong>. Ein Konzert, auf das ich mich sehr gefreut hatte und das ich aus der ersten Reihe erleben durfte. Anfangs noch mit etwas imperfektem Sound, doch das sollte sich schnell legen. Ab dem Moment ein richtig großartiges Erlebnis! Zwei neue Songs im Gepäck, davon einen mit Gastauftritt von <strong>DORNENREICH</strong>-Sänger <strong>Eviga</strong>. Es war wahrlich ein Höhepunkt der Show, wie sich dessen gefühlvolle Vocals und theatralisches Auftreten über den kalten, konstanten Fluss von <strong>AGRYPNIE</strong>s postigem Black Metal legten. Am Ende setzten diese dann ihrem letzten Track <em>&#8222;Schlaf&#8220;</em> noch einen drauf – und zeigten nochmal ihre wahre, seelisch wie musikalisch mitreißende Stärke. Ein perfekter und epischer Abschluss für ein großartiges Konzert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17200" aria-describedby="caption-attachment-17200" style="width: 547px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="557" height="371" class="wp-image-17200" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4932-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4932-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4932-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4932-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_4932-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 557px) 100vw, 557px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17200" class="wp-caption-text">Agrypnie © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p>Bei <strong>OBSCURITY</strong> waren die Massen dann auch wieder richtig im Mitmachfieber, die Energie war definitiv vorhanden. Band und Besucher waren in Topform. Leider muss ich sagen, dass ich mir nicht allzu viel davon ansehen und -hören konnte. Man muss ja auch manchmal arbeiten, wenn man einen Stand auf einem Festival hat. Unterwegs dorthin kam mir dann lustigerweise <strong>Robse</strong> in einem offiziellen <strong>Robse</strong>-Shirt entgegen.</p>
<p><strong>HELRUNAR</strong> boten dann eine düstere und grimmige Atmosphäre, wie sie im Buche steht. Schwarz angehauchter, repetitiver und kompromissloser Pagan Metal der alten Schule, kombiniert mit einem wuchtigen Sound. So gefällt mir das. Besonders die <em>&#8222;Nebelspinne&#8220;</em> zieht mich jedes Mal wieder erneut in ihren Bann.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17201" aria-describedby="caption-attachment-17201" style="width: 544px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="554" height="369" class="wp-image-17201" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5103-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5103-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5103-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5103-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5103-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 554px) 100vw, 554px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17201" class="wp-caption-text">Helrunar © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p><strong>DORNENREICH</strong> hatten bereits am vorigen Abend mit einer tollen Akustik-Show geglänzt, doch ihr Metal-Auftritt diesen Abends sollte alles in den Schatten stellen. Mit sehr ordentlichem Sound im Rücken (ich schreibe das jetzt schon zum wiederholten Male, also sag ichs jetzt einfach mal: Ein fettes Lob an die Soundtechniker vom <strong>Ragnarök</strong>! Richtig gute Arbeit!), spielten sich die drei Österreicher auf der Bühne immer tiefer in musikalische Ektase. Seinen Höhepunkt fand dies im sich steigernd aufbauenden Instrumental <em>&#8222;Erst Deine Träne Löscht Den Brand&#8220;</em> – es war grandios. Ich bin in den letzten Jahren selten so sehr in Musik hineingesogen worden wie auf diesem Konzert. Ein tief emotionales Erlebnis. Danke dafür, <strong>DORNENREICH</strong>!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17202" aria-describedby="caption-attachment-17202" style="width: 553px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="563" height="375" class="wp-image-17202" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5211-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5211-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5211-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5211-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5211-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17202" class="wp-caption-text">Dornenreich © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p><strong>PRIMORDIAL</strong> sah ich mir dann aus den oberen Gefilden der Halle an. Wieder guter Sound, wieder begeistertes Publikum (sieht sehr geil von oben aus!). Immer wieder eine Band, die man gerne live miterlebt, selbst wenn die Songauswahl kaum variiert. Gute Musik und gut performed, Sänger <strong>Alan Averill</strong>&nbsp;weiß definitiv, wie man die Crowd bei der Stange hält.</p>
<p>Während ich mit <strong>DARK FUNERAL</strong> nicht so sehr viel anfangen kann, weiß <strong>Andi</strong> sicher etwas über ihr Konzert zu erzählen: <strong>DARK FUNERAL</strong> sind für mich eine der, wenn nicht gar DIE beste Black-Metal-Band zwischen Himmel und Hölle. Mit dem Album &#8222;Where Shadows Forever Reign&#8220; haben sie diese Position weiter gefestigt. Entsprechend viele Stücke hiervon ballerten die Schweden – einmal mehr in grandioser Soundqualität – in die Menge, u.a. <em>&#8222;Unchain My Soul&#8220;</em>, <em>&#8222;As I Ascend&#8220;</em> und den überragenden Titeltrack. Ihr nicht mehr ganz neuer Frontmann <strong>Heljarmadr</strong> überzeugte hinsichtlich Stimme und Charisma restlos. Ebenso wie der Rest der Band: Rüstungen, Corpsepaint, fiese Mimik, Aufsteller mit dem aktuellen Album-Artwork, hier stimmte einfach alles. Nachdem auch Klassiker wie &#8222;The Secrets Of The Black Arts&#8220; eingestreut wurden, bildete &#8222;My Funeral&#8220; den würdigen Abschluss einer bockstarken Headliner-Show. Immer wieder ein höllisches Vergnügen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17203" aria-describedby="caption-attachment-17203" style="width: 565px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" width="575" height="383" class="wp-image-17203" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5683-1-4000-300x200.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5683-1-4000-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5683-1-4000-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5683-1-4000-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DSC_5683-1-4000-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17203" class="wp-caption-text">Dark Funeral © darkvelvet.org</figcaption></figure>
<p>Abschließend spielten dann <strong>TODTGELICHTER</strong> ihr Abschiedskonzert, eine äußerst rührende Begebenheit, der leider nicht mehr ganz viele Menschen beiwohnten wie bei den vorigen Bands – es schien sich allerdings gerade deswegen eine warme, familiäre Atmosphäre vor der Bühne aufgebaut zu haben.</p>
<p>So schloss sich für mich ein Festival voll guter Musik, gutem Sound und gelungenen Auftritten, aber auch voll netter neuer und alter Bekanntschaften ab. Durchgehend ein positives Erlebnis. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2017-trinkhorn-tod-und-trump-tag-2/">RAGNARÖK FESTIVAL 2017: Trinkhorn, Tod und Trump (Tag 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Was uns der Wind erzählt &#8211; Frostreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich/">Was uns der Wind erzählt &#8211; Frostreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FROSTREICH</strong> – Join the Wind<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017<br />
Dauer: 35 Min.<br />
Label: Geisterasche Organisation<br />
Stil: Black/Post/Modern Metal<span id="more-12877"></span></p>
<p>Das Jahr 2017 startet gut für Freunde des sogenannten Post-Black Metals. Nicht nur erscheint im Frühjahr endlich das lange angekündigte und einige Male verschobene Zweitwerk &#8222;The Circle&#8220; von <strong>HERETOIR</strong>, auch das bis dato noch ziemlich unbekannte Soloprojekt <strong>FROSTREICH</strong> von &#8222;Alleskönner&#8220; <strong><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">Wynthar/Florian B. </span></span></strong>beschert uns mit seinem dritten Album „Join the Wind“ gute Kost irgendwo in der Schnittmenge eben genannter <strong>HERETOIR</strong>, <strong>AGRYPNIE</strong> und auch der verrückten Schweizer von <strong>BLUTMOND</strong>. Zudem stellt die Veröffentlichung die erste des Projekts und die insgesamt Dritte auf dem ebenfalls noch recht unbeschriebenen Label Geisterasche Organisation dar.</p>
<p><em>„The Ever-Giver“</em> geleitet uns in das Album hinein und zeigt sofort eine der großen Stärken von <strong>FROSTREICH</strong> auf. Eingängige Melodien und Leads duellieren sich mit eindringlicher Härte und erzeugen einen Gefühlskosmos in der Schnittmenge zwischen Melancholie und brennendem Zorn. Ein sehr ordentlicher Einstieg! Zumeist im Midtempo angesiedelt, lädt der Track, wie auch das darauffolgende <em>„Anxiety“,</em> durchaus zum Headbangen und Fäuste in die Luft strecken ein. Die Musik schafft es, mich emotional zu berühren, auch wenn ich anfangs kleine Schwierigkeiten mit der doch sehr modernen Ausrichtung im Sound hatte und mich den Klängen erst nach mehreren Hördurchgängen vollends hingeben kann.</p>
<p>Positiv hervorzuheben, vor allem für ein komplett in Eigenregie aufgenommenes Werk, ist die Produktion des Albums. Der Klang ist druckvoll, viele Details sind erkennbar und auch das programmierte Schlagzeug fällt nicht negativ ins Gewicht. Eine kleine Spur mehr Rohheit hätte dem Gesamtklang jedoch auch nicht geschadet, so stehen doch die Instrumente ab und zu im Klangbild zu entfernt voneinander. Doch zurück zu den Songs.</p>
<p><em>„Empty again</em>“ erinnert mich in seiner Kombination aus Epik und zeitgleichen Rotzigkeit sehr stark an <strong>AGRYPNIE</strong> zu „16[485]“-Zeiten. Speziell beim Gesang sehe ich eine klare Parallele zu <strong>Thorsten (dem Unhold)</strong>. Dies ist definitiv als Kompliment gemeint. <strong>FROSTREICH</strong> versteht es, guten modernen (Black) Metal zu spielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp aligncenter" style="width: 500px"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13073" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-300x199.jpg" alt="616860_248958001892393_525367370_o" width="500" height="332" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-1024x680.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-750x498.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Mitte des Albums markiert<em> „Spirit of the Lake“</em> und stellt einen ruhigen Gegenpol zu den anderen Stücken dar. Für meinen Geschmack verliert sich der Song jedoch mit fortschreitender Dauer ein wenig und hätte gut und gern 1 bis 2 Minuten kürzer ausfallen können. Wiederum hätten den restlichen Songs längere Spielzeiten nicht schlecht zu Gesicht gestanden. Dies stellt für mich einen der wenigen Kritikpunkte des Albums dar. Die Songs sind abwechslungsreich komponiert und mit schönen Details ausgestattet, wirken jedoch des Öfteren gehetzt, da viele musikalische Themen und Riffs eine durchaus höhere Halbwertszeit gehabt hätten.</p>
<h4>Blast Beats und Epik</h4>
<p>Dem zum Trotz bietet jedoch auch die zweite Albumhälfte sehr gute Songs. <em>„Dear Light“</em> prescht geradewegs voran und bietet erstmals ein paar Blast Beats, bevor im Refrain eine wunderschöne Frauenstimme erklingt und die Epik im Song wieder ordentlich nach oben geschraubt wird. Gerade der angesprochene Gesang im Refrain erinnert mich stark an <strong>AMESOEURS</strong>, ohne jedoch in pures Abkupfern auszuarten.</p>
<p>Abschließend wird die wirklich gelungene Melange aus Härte und Epik auch in <em>„Join the Wind“</em>, welches in einer gekürzten Fassung auf der kürzlich hier im Magazin vorgestellten<a href="https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/"> Zusammenkunft Compilation</a> zu finden ist, und dem Rausschmeißer <em>„Leaving those Traces“</em>  fortgesetzt und unterstreicht die hohe Qualität der Musik. Ebenfalls positiv hervorheben möchte ich das Cover-Artwork, welches auf der einen Seite modern wirkt, jedoch auch eine gewisse Eleganz besitzt, die sich sowohl in der optischen Komponente, als auch im Potenzial der Kombination des Bildes und dessen symbolischen Zeichen mit den sehr melancholischen und dennoch vor Kraft strotzenden Texten widerspiegelt. Das Cover wurde ebenfalls von &#8222;Alleskönner&#8220; <strong>Whynthar</strong> selbst gestaltet. Herzblut ist in jedem Bereich des Gesamtwerkes zu erkennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NcqTFBjs7Tk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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