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	<title>church of ra Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 May 2018 20:40:10 +0000</lastBuildDate>
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	<title>church of ra Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 1 &#8211; Im Lichtspielhaus der Finsternis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 12:12:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
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		<category><![CDATA[church of ra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig - hier zieht es seit Jahren etliche hin. Doch nicht nur hippe Styler, nein, auch Freunde handfester Musik mit (dunkler) Seele.<br />
Doom over Leipzig:<br />
Robert öffnet sein Tagebuch!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-1/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 1 &#8211; Im Lichtspielhaus der Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder einmal zieht es mich an diesem Mittwoch in den Leipziger Süden, um den düsteren Klängen zu huldigen. <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1" target="_blank" rel="noopener">Das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> ruft erneut</a> – und ich folge.</p>
<p>Wie so oft bei diesem Festival der Besonderheiten, ist schon der erste Tag nicht nach dem gleichen Schema aufgebaut, wie jedes x-beliebige andere. Sollen die nächsten drei Abende mehr oder weniger normale Konzertabende mit vier bis fünf Bands werden, so betreten heute nur die<strong> Church Of Ra</strong>-Anhänger <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> die Bretter. Der Grund dafür ist so einfach wie interessant. Das belgische Quintett hat sich den iranischen &#8222;Vampir-Western&#8220; (O-Ton Ankündigung) <strong>&#8222;A Girl Walks Home Alone At Night&#8220;</strong>&nbsp;genommen und eigens dafür einen alternativen Soundtrack geschrieben.</p>
<p>Folglich wird heute der Film gezeigt, während die Band die Musik dazu spielt. Ich kann mich nicht dran erinnern, sowas schon mal live gesehen zu haben.</p>
<h4>Fangen wir also von vorne an</h4>
<p>Da die Spielzeit des Films, und damit des Sets, nur eine Stunde und vierzig Minuten betragen soll, beginnt der Abend im Vergleich zu den folgenden recht spät. Der Einlass ist für 20:30 Uhr geplant, Startschuss ist um 21:00. Also mache ich mich kurz nach acht auf den Weg nach Leipzig. Untypischer Weise schaffe ich es sogar pünktlich in das von mir sehr geschätzte UT, welches mich an diesem eigentlich viel zu heißen Frühlingstag mit angenehmer Kühle in seinen steinernen Hallen empfängt. Ich atme durch und fühle mich fast augenblicklich zu Hause. Die ersten bekannten Gesichter werden belächelt und begrüßt (checkt <strong><a href="https://welostyrs.bandcamp.com/">YRS</a>.</strong> wenn wir einmal dabei sind!) und der Weg vor die Bühne angetreten.</p>
<p>Da die Veranstaltung heute teils Filmvorführung, teils Konzert ist, ist auch das UT teilweise bestuhlt. Nachdem ich ausreichend infantile Witzchen genau darüber gerissen habe, suche ich mir einen Platz im Auditorium. Für diejenigen, die nur noch auf dem Boden Platz gefunden haben, werden Sitzkissen zur Verfügung gestellt, sodass man es sich bequem machen kann.</p>
<p>Veranstalter und Hüne <strong>Alex</strong> von der <a href="https://www.facebook.com/SwanseaConstellation/" target="_blank" rel="noopener">Swansea Constellation</a> tritt zunächst vor das Publikum und begrüßt eben jenes zu der Veranstaltung. Im gleichen Atemzug bittet er die Zuschauer um Ruhe während der Vorführung und wünscht viel Spaß. Das find ich ebenso sympathisch wie den Fakt, dass während der Show keine Getränke ausgeschenkt werden und Flaschenklirren somit auf ein Minimum reduziert werden sollte. Das Licht wird gedimmt und kurz nach neun betritt die Band die Bühne.</p>
<h4>Der Film beginnt</h4>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/JGoAH55nuzI?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun befinde ich mich als unschuldiger Zuschauer und Berichterstatter natürlich in ner Scheiß Situation, kann ich doch einigermaßen sinnvoll über Musik, aber deutlich weniger über Filme <del>herziehen</del>&nbsp;reden. Möglichst ohne zu spoilern möchte ich euch aber zumindest die Rahmenhandlung des Films nicht vorenthalten. Im Zentrum des Geschehens stehen einige wenige Charaktere in der fiktiven iranischen Stadt Bad City. Kaputte und vom Schicksal gebeutelte Gestalten sind es, die mir vorgestellt werden und ihr kriminelles, drogenverseuchtes, naives und erbärmliches Dasein fristen. Verknüpft werden die Schicksale all jener Personen durch eine nicht weiter benannte junge Frau, die in einem Strudel von Mord, Romantik und Erlösung nicht nur Bissspuren hinterlässt. Soviel zum Versuch der Beschreibung. Wer was mit <strong>Jim Jarmusch</strong>, <strong>Darren Aronofsky</strong> und <strong>Tarantino</strong> anfangen kann, sollte mal reinschauen, wobei ich nicht sagen kann, wie der Film ohne die Musik der Belgier wirkt.</p>
<p>Im Vorfeld hab ich vermutet, dass <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> den Film quasi auf stumm schalten und die gesamte Spielzeit über Musik liefern, aber ich werde eines Besseren belehrt. Der Film wird in Originalton abgespielt, belgische und englische Untertitel laufen simultan. Die Musik der Band kommt jedoch nur in Schlüsselszenen zum Einsatz, sodass für ca. die Hälfte des Films der Fokus nur auf Bildern und wenigen Dialogen liegt.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3967654453/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://theblackheartrebellion.bandcamp.com/album/the-black-heart-rebellion-plays-a-girl-walks-home-alone-at-night&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;The Black Heart Rebellion plays A Girl Walks Home Alone At Night by The Black Heart Rebellion&amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Und was soll ich sagen? Die Songs, die <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> für den Film geschrieben haben, passen hervorragend. Zum einen wurden orientalisch anmutende Klänge in das Soundgefüge integriert, um den kulturellen Hintergrund des Films zu stützen, andererseits aber auch gewaltige Ausbrüche zelebriert, die in den jeweiligen Szenen den Bildern noch mehr Gewalt verleihen. Klang und Bild funktionieren zusammen wirklich grandios. Es wird mit wiederkehrenden Melodien gearbeitet, die zwar nicht als Leitmotive herhalten, der Musik aber dennoch Halt und Kontinuität verschaffen. Besonders muss ich die Gesangsleistung von <strong>Pieter Uyttenhove</strong> hervorheben, der, wie er mir im Nachhinein versichert, ohne Netz und doppelten Boden mongolischen Untertongesang rauszimmert, der mir die Kinnlade mehrfach gen Boden abhauen lässt. Der finale Song gibt noch einmal alles und nimmt mehrere vorher verwendete Melodien wieder auf, wobei sie nun mit deutlich mehr Bombast durch das UT dröhnen. Langsam verklingt die letzte Note und der Abspann des Films flackert über die Wand. Meine Gänsehaut bleibt noch ein Weilchen.</p>
<p>Zwar hab ich im Voraus eine ungefähre Vorstellung von <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> gehabt, aber damit hab ich so definitiv nicht gerechnet. Heute Abend hat sich die Band mit diesem speziellen Auftritt einen Platz in meinem Herzen erspielt und die Auftaktveranstaltung des <strong>DOOM OVER LEIPZIG 2018</strong> zu einem interessanten Ereignis gemacht, das ich so noch nicht erlebt habe.</p>
<p>Gegen 23:00 Uhr enden Konzert und Abend für mich und ich trete den Heimweg an. Doch schon morgen sollen die nächsten Highlights auf mich warten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener">Doom Over Leipzig Website</a></p>
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		<title>AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 10:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMENRA &#8211; Mass VI Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017 Länge: 42:13 Min. Label: Neurot Recording Stil: Doom / Post / Sludge Heute sprechen wir über eine gehuldigte Gruppe von Musikern. Ja, ihr habt richtig gehört, nicht umsonst gibt es eine &#8222;Bibel&#8220; dieser &#8222;Church Of Ra&#8220;. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/amenras-neue-sonntagsmesse/">AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMENRA</strong> &#8211; Mass VI<br />
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017<br />
Länge: 42:13 Min.<br />
Label: Neurot Recording<br />
Stil: Doom / Post / Sludge</p>
<p>Heute sprechen wir über eine gehuldigte Gruppe von Musikern. Ja, ihr habt richtig gehört, nicht umsonst gibt es eine &#8222;Bibel&#8220; dieser <strong>&#8222;Church Of Ra&#8220;</strong>. Dahinter stecken die Soundgewalt und düstere Aufmachung dieses Kollektivs. Seit nunmehr 18 Jahren stehen <strong>AMENRA</strong> an der Speerspitze der religiös angehauchten Bewegung. Um das Interesse ihrer Fans aufrechtzuerhalten, braucht es nicht einmal große, musikalische Innovationen. Denn Bands, die sich so einen Kultstatus erarbeitet haben, tun dies oft durch eine kohärente Ästhetik. Dies scheinen die Belgier wie kein Zweiter verstanden zu haben, was ihr neues Cover-Konzept direkt auf den ersten Platz <a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-4-oktober-2017/">unseres monatlichen Rankings</a> brachte!</p>
<h4>Die Musik hinter der Bewegung</h4>
<p>Die beim&nbsp;<strong>NEUROSIS</strong>-Label heimische Formation hält sich musikalisch nicht gern zurück. Post Metal mit so viel Wucht und gesanglicher Abscheulichkeit sind ihr Mantra. Nach inzwischen sechs vollständigen Alben und fünf vergangenen Messen wird es jedoch immer schwieriger, die Errungenschaften jeden Werkes miteinander zu vergleichen. Mit zwei Gruppen fällt der Vergleich dennoch leicht:<strong> NEUROSIS</strong> und<strong> ISIS</strong>. Die schiere Größe der Kompositionen und der fiesen Riffgewitter ließ mich schon auf &#8222;Mass III&#8220; erschaudern. Hat sich daran inzwischen etwas geändert? Die erste Auskopplung <em>&#8222;Children Of The Eye&#8220;&nbsp;</em>beruhigt mich vorerst. Der Opener hält alle Versprechungen, die ein<strong> AMENRA</strong>-Album macht. Ein anmutiger Aufbau mündet in die härtesten Ausbrüche des vergangenen Jahres. Hunderte Schreie bündeln dabei die gesamte Kraft der bereits sehnlich erwarteten Instrumentalisierung. Viehisch langsam schreitet diese voran und hinterlässt nur Schutt und Asche. Das dazu passende Video macht da keine Ausnahme, nur gehen in diesem Fall hauptsächlich Fliegen drauf.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/ZjHOLtudKpQ?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gesprochenen Text gibt es auf dem Album zwar öfter, aber am auffälligstena auf <em>&#8222;Edelkroone&#8220;</em> zu hören. Wahrscheinlich liegt es an der Betonung und der Sprache, aber seit <strong>IHSAHN</strong>s Erzählung <em>&#8222;Til for ulven&#8220;</em> (&#8222;Arktis&#8220;, 2016) hat mich gesprochener Text nicht mehr so bewegt. Jedoch könnte das folgende <em>&#8222;Plus près de toi&#8220;</em> auch für meine Begeisterung verantwortlich sein. Obwohl das Lied solide und unüberraschend aus den Membranen tönt, holt der Mittelteil ordentlich Momentum raus. Der klare und verletzliche Gesang quetscht sich zwischen Wände aus tiefen Klängen und treibenden Melodien &#8211; was für eine Abwechslung von Licht und Dunkelheit. Leider kommt das Finale des Tracks, trotz der stetigen Parallelen, nicht an z.Bsp. ein <em>&#8222;Razoreater&#8220;</em> (&#8222;Mass III&#8220;) heran, sondern wabert irgendwo zwischen Drangsal und Chaos. <em>&#8222;Spijt&#8220;</em> wird ebenso durch gesprochenen Text eingeleitet, der dieses melodische Zwischenspiel sehr gut in Szene setzt.</p>
<p>Kommen wir zur zweiten Hälfte dieser Platte mit dem wunderschönen <em>&#8222;A Solitary Reign&#8220;. </em>Die herrlichen Post-Metal-Melodien verzieren direkt den Anfang des Liedes, der ebenfalls nur so vor zärtlichem Gesang strotzt. Über die Gesamtspiellänge werden immer wieder gequälte Schreie und Sludge-Elemente eingebaut. Wie eine Spirale windet sich auch dieser Song seinem reinigenden Ende entgegen. So wirkt es, als hätte die Gruppe ihr Songwriting noch weiter in diese Richtung perfektioniert. Welche Schwachstellen sich da auftun, ist eigentlich an einer Hand abzählbar. So fehlen vielleicht an einigen Stellen bissigere Strukturen oder eine ausgelassenere Produktion. Dadurch kommen die ersten 20 Minuten schon fast ohne Ecken und Kanten aus, woran man sich erst wieder gewöhnen muss. Ihre einst so raue, unausgefeilte Abmischung ist schon längst Vergangenheit &#8211; ich vermisse sie trotzdem.</p>
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<p>Der letzte Track hat es dann noch einmal richtig in sich. <em>&#8222;Diaken&#8220;</em> setzt sich durch den klaren Gesang vor der ruhigen Atmosphäre zwischenzeitlich deutlich vom Chaos der anderen Songs ab. Dennoch mündet es auch in einem Feuerwerk der zerstörerischen Manie, für die <strong>AMENRA</strong> schon immer gestanden haben. Diese ist geprägt von fast schon sanften Melodien. Bis jetzt ist es den Belgiern immer gelungen, im Chaos solche Momente zu erschaffen, ohne dadurch ihren eigenen Mythos zu trüben. Leider klingt es weiterhin oft nach einer Art Drehbuch, dem sie Track für Track folgen, und das sich so schnell nicht ändern wird. Schuld an dieser ständigen Faszination für undurchdringbare, epische Schlussakte ist das Grundkonzept. In ihrer ewiglichen Auseinandersetzung mit Spiritualität findet sich in eben diesen Höhepunkten auch die Katharsis.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/churchofra">Facebook</a><br />
<a href="https://churchofra.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/amenras-neue-sonntagsmesse/">AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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