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	<title>Darkened Nocturn Slaughtercult Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Darkened Nocturn Slaughtercult Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 12:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 - es war nicht alles schlecht...</p>
<p>Das Wolfszeit-Festival war, als eines der wenigen diesjahr, aktiv und hat die Besucher mit Metal beschallt und in Festivalstimmung gehüllt - so weit es eben ging.</p>
<p>Was es zum wespenfreien und Desinfektionsmittel-geschwängerten Festival sonst noch zu sagen gibt: nun bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das WOLFSZEIT findet statt! </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als wir diese Nachricht bekamen, war die Freude natürlich riesig. Dass trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie uns in diesem Jahr schon beschert hat, tatsächlich jemand es schafft, 2020 ein Metal-Festival dieser Größe auf die Beine zu stellen, damit hätte wohl keiner mehr so wirklich gerechnet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Das alles haben wir einem Organisationsteam zu verdanken, das bereit war, erhebliche Kompromisse einzugehen und massive finanzielle Risiken auf sich zu nehmen. Nicht nur musste ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept in Kraft gesetzt werden und die Veranstaltung um einen Monat nach hinten geschoben werden, auch <em>räumlich</em> musste man das Ganze verschieben – <strong>in ein anderes Bundesland.</strong> Statt der üblichen Lichtung im Crispendorfer Nadelwald (Thüringen) würde diesmal das Gelände vom Entenfang bei Torgau (Sachsen) als Schlachtfeld für das <strong>WOLFSZEIT </strong>dienen. Bei der Veranstaltung selbst würde zusätzlich zu Maskenpflicht, Fiebermessungen und Abstandsregeln eine Art Insel-Politik gelten: Niemand aus Torgau darf das Festivalgelände betreten – und vice-versa.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Und so sitze ich, trotz allem Widerstand, am 24. September voller Vorfreude mehr als 6 Stunden im Auto und mache mich auf den Weg zu meinem ersten und einzigen Festival dieses verdammten Jahres.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Die Einweihung</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Aufbau des Zeltplatzes (in einer Wiese voller vertrockneter Pferdeköttel), dem ersten Dosenbier und ein paar Komplikationen bis zum Erhalt meines Bändchens ist dann auch schon die Zeit da, die Veranstaltung offiziell zu eröffnen. Zu diesem Zwecke hat man den <strong>Schamanen</strong> <strong>VOENIX</strong> angeheuert. Hölzerne Masken dekorieren das umliegende Geäst, als er mit Trommel, Räucherstäben, Methorn und einer versammelten Schar von Zuschauern den heiligen Boden einweiht und die Götter und Geister des Ortes um ihre Einwilligung bittet. <strong>Wer sich berufen fühlt, darf im Anschluss selbst das Horn erheben</strong> und einen Spruch an die Asen zum Besten zu geben. Ein stimmiger Einstieg für ein Pagan-, Folk- und Black-Metal-Festival.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36433" aria-describedby="caption-attachment-36433" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-36433" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg" alt="" width="470" height="623" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-227x300.jpg 227w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-773x1024.jpg 773w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-750x993.jpg 750w" sizes="(max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36433" class="wp-caption-text">Einweihungsrituale mit dem Schamanen Voenix</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Der Weg aus dem Infield zurück aufs Camp führt um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet herum und wirkt unproportional lang. Auch hier scheint es sich um eine Sicherheitsmaßnahme zu handeln – damit sich nicht ein- und ausgehende Gäste gegenseitig ins Gesicht laufen, müssen letztere den Hinterausgang benutzen. Und der führt nun mal um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Zum Abend hin erheitert sich dank Cocktails, Bier und Pagan-Metal-DJ die Stimmung vor der Bühne weiter. <strong>Die Menschen sind glücklich über ihr erstes Festival 2020 und das zeigt sich!</strong> Leider etwas zu sehr, denn bald schon steht Mitorganisator Sille auf der Bühne und muss alle daran erinnern, die Sicherheitsregeln einzuhalten. Wenn man denn wolle, dass das Festival nicht in letzter Sekunde noch abgebrochen werden müsse. Das scheint allerdings gewirkt zu haben, und so verläuft der erste Abend sicher und ohne weitere Zwischenfälle.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das erste Erwachen</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als zu kühlfeuchter Morgenstund sich langsam die ersten Zeltverschlüsse öffnen und sich Vogelsang mit der ein oder anderen Aufsteh-Hymne mischt (die sich keiner gewünscht, aber wohl jeder erwartet hat), ist das Erste, was mir auffällt: Es gibt mehr Klos als gestern! Anscheinend wurden die Gebete erhört, und man hat zusätzlich zu den schäbigen sieben Dixies für knapp 1000 Leute noch eine Ladung herfahren lassen. Wunderbar!</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Auch auf dem Konzertgelände hat sich einiges verändert: Jeder, der eintreten möchte, kriegt jetzt erstmal eine Pistole an den Kopf gehalten. Die die Temperatur misst. Zudem gibt es auf dem Gelände nun Sicherheitskräfte, die sich spezifisch darum kümmern, dass alle Besucher zu jeder Zeit ihre Maske richtig anhaben, und am Bühnengeländer befindet sich ein riesiges Graffiti mit der Aufschrift <strong>„Maskenpflicht!“</strong>.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Dann kann es jetzt ja losgehen.</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">&#8230; mit <strong>HELGRINDUR!</strong> Die Jungs wissen, wie man mit energiegeladener Musik den Staub von der Bühne bläst, und nutzen die Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen. Starke Pagan-Songs mit catchy Refrains animieren erfolgreich zum Mitmachen und Mitgrölen, während der dröhnende Sound sich um den Rest kümmert. <strong>Ein Einstieg, der ordentlich Bock macht!</strong> Es gibt einen neuen Song und am Ende bleibt sogar genug Zeit für eine Zugabe. Von letzterem wirkt sogar die Band selbst sichtlich überrascht, denn dank <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong>s Ausfall steht heute jeder Band mindestens eine Stunde Spielzeit zu. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36404" aria-describedby="caption-attachment-36404" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-36404 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-750x423.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36404" class="wp-caption-text">Helgrindur eröffnen das Fest!</figcaption></figure>
<p>Über die zweite Band des Tages ist schon länger bekannt, dass sie sich auflösen und darum der Auftritt <span style="color: #333333;">beim <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> ihr letzter sein würde. Den aber wollen sie sich auch nicht nehmen lassen. <strong>Man bekommt schließlich nicht oft die Gelegenheit, auf seiner eigenen Beerdigung zu spielen.</strong> <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> hatten sich bereits auf dem <strong>WOLFSZEIT 2018</strong> die Ehre gegeben, damals konnte ich nicht wirklich viel mit ihnen anfangen. Und das ist dieses Mal leider genauso. Zu Beginn des Auftritts wirkt es, als hätte die Corpsepaint tragende Band <strong>Schwierigkeiten, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden</strong>. Dazu kommt die Stimme des Sängers im Gegensatz zu den Instrumenten leider soundtechnisch nicht besonders gut rüber.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36405" aria-describedby="caption-attachment-36405" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-36405 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-750x423.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36405" class="wp-caption-text">Ein Flüstern in dichtem Grabesnebel</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Generell hadere ich mit dem Gesang: Da ist irgendwie alles dabei, von Clean Vocals über Gekrächze bis zu markerschütternden Schreien, aber irgendwie ist es <strong>nichts Halbes und nichts Ganzes</strong>. Der mit Dreads und weißen Kontaktlinsen ausgestattete Sänger wirkt ein wenig unentschlossen.<strong> &#8222;Mehr Hass!!&#8220;</strong>, wird lautstark von einem engagierten Zuhörer aus den hinteren Reihen gefordert. Ja gut, wer weiß, vielleicht würde das ja wirklich etwas bringen? Musikalisch gibt es bei <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> eigentlich nichts zu meckern, sie bieten einen groovigen Sound, der immerhin ein paar Leute anzieht. Aber irgendwie ist das Gesamtpaket <strong>schwer zugänglich</strong> und hätte mich nach dem Konzert jemand gefragt, &#8222;du sag mal, <strong>was genau war das gerade eigentlich?</strong>&#8220; – ich hätte ihm keine Antwort geben können.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> scheiden dahin als ein Phänomen, das ich nie ganz begriffen habe. Aber immerhin sorgt sich der Sänger um das Befinden der Trauergäste. &#8222;Ich hoffe, ihr hattet Spaß auf unserer Beerdigung!&#8220; Ach, naja, passt schon. <strong>Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #333333;">So gar nicht elend</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Eine Band, deren Name mir in den vergangenen Jahren ständig untergekommen ist, die ich aber bis dato nie so richtig auf dem Schirm hatte, ist<strong> ELLENDE</strong>. Vielleicht, weil mich die Optik und die Artworks nicht wirklich ansprechen. Von ihrem Auftritt aber werde ich <strong>angenehm positiv überrascht</strong>.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Denn was die Band aus Graz in Österreich wirklich drauf hat, ist Melancholie. Da steh ich ja voll drauf. <strong>Schwermütiger und melodischer Black-Metal</strong>, der aber alles andere als eintönig ist. Auch wenn ich keinen einzigen Song kenne, wippe ich beständig mit. <strong>ELLENDE</strong> sind keine Band zum Headbangen oder seinen Hass in die Welt schreien, im Gegenteil, <strong>sie machen einen beinahe traurig</strong>. Aber im positiven Sinne.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36406" aria-describedby="caption-attachment-36406" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36406 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36406" class="wp-caption-text">Melancholie und Kriegsästhetik</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Auch ist es eine de</span>r wenigen Bands, wo mir mal der <strong>Schlagzeuger</strong> auffällt. Da die meisten Festivalbesucher trotz meiner Plateauschuhe über mich hinausragen und die Schlagzeuger wenn nicht schon von ihrem Instrument, dann doch oft von den anderen Bandmitgliedern verdeckt werden, <strong>bekomme ich sie selten wirklich zu Gesicht</strong>. Aber bei <strong>ELLENDE</strong> habe ich einen guten Platz, und wegen Corona stehen die Zuhörer mit ausreichend Abstand, so dass ich den Schlagzeuger tatsächlich mal beobachten kann. Das macht auch sehr viel Spaß, weil der Typ offensichtlich <strong>sehr viel Freude an dem hat, was er da tut</strong>. Und zusätzlich klingt es natürlich auch noch gut.</p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich sagen, ich bin positiv überrascht. Auch wenn mich das Streifencorpsepaint des drahtigen Sängers nach wie vor nicht anspricht, genauso wie das Banner im Hintergrund, geziert vom Cover des Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220;,&nbsp; und der Gitarrist aussieht wie der traurigste Panda, den ich je gesehen habe &#8211; <strong>ELLENDE</strong> würde ich mir wieder anhören. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Als Nächstes stehen dann <strong>zwei massive Bretter auf der Bühne:</strong> Der Sänger von <strong>ASENBLUT</strong> und der Sound von <strong>ASENBLUT</strong>. Scherz beiseite, die Klangqualität weiß bei diesem Gig wirklich zu überzeugen! Sie gibt alles her, was man sich wünschen könnte – massiven Druck und doch genug Klarheit, dass man jedes Instrument im Mix sauber heraushören kann. Musikalisch wirft das Ganze den ein oder anderen <strong>AMON</strong>&#8211;<strong>AMARTH</strong>-Vibe auf, allerdings mit deutlich mehr Blast Beats, Black- und Thrash-Metal-Momenten sowie generell härterem Songwriting. Die Berserker haben zudem kürzlich ein neues Album veröffentlicht und sind deswegen vollbepackt mit frischem Material. Eine in allen Hinsichten überzeugende und sauber abgelieferte Show, zu der sich ein entsprechend großes Publikum zusammengefunden hat. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36407" aria-describedby="caption-attachment-36407" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36407 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36407" class="wp-caption-text">Tetzel von Asenblut</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Set fire to the rain</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist trotz Corona bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> live sehe. Beim <strong>FIMBUL</strong> waren sie kurzfristig als Ersatz für <strong>HELRUNAR</strong> eingesprungen, beim <strong>WOLFSZEIT</strong> hatten sie von Anfang an einen Platz im line-up. Als vorletzte Band des Abends wird ihnen auch ein guter slot zuteil. Trotz des <strong>beständigen Nieselregens</strong> findet sich vor der Bühne eine große Zahl an Zuhörern ein, um in der mittlerweile herrschenden Dunkelheit den <strong>Österreichern</strong> zu lauschen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Wer sie (warum auch immer) noch nicht kennt: <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt abgeliefert und versorgen die Szene seitdem mit <strong>melancholischem (Post) Black-Metal</strong>. Ihre ergreifenden Melodien vermitteln einen <strong>bittersüßen Weltschmerz</strong>. Die Musik taugt zum unaufgeregten Headbangen, man kann sie aber genauso einfach mit geschlossenen Augen genießen &#8211; beides nehme ich in Anspruch.&nbsp;Gegen Ende allerdings starten drei augenscheinlich gut angeheiterte Gestalten direkt vor mir einen „Moshpit“ (es ist mehr ein <strong>betrunkenes Sich-Herumschubsen</strong>), so dass ich den Kopf dann doch vorsichtshalber aufrecht lasse.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>HARAKIRI</strong> gleicht der, die sie schon auf dem FIMBUL hatten. <strong>FIRE WALK WITH ME</strong>, der opener ihres letzten Albums &#8222;Arson&#8220;, wird als drittes gespielt und abgerundet wird der Auftritt mit <strong>CALLING THE RAIN</strong> von &#8222;III: Trauma&#8220;. <strong>Da passt das regnerische Wetter zufällig ganz gut.</strong> Ich stehe mittig in ungefähr dritter oder vierter Reihe vor der Bühne. Der Sound hier ist erstaunlich gut, auch wenn die Gitarre leider immer mal wieder verschluckt wird. Aber dennoch kommt diese Atmosphäre auf, die man nur live verspürt: Der gewaltige Sound, die von Scheinwerfern und Strahlern durchbrochene Dunkelheit, die sich mit Nebel und Regen vermischt&#8230; <strong>das ist nicht Musik hören, das ist Musik erleben.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36408" aria-describedby="caption-attachment-36408" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36408 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36408" class="wp-caption-text">Harakiri For The Sky in musikalischer Ekstase</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Fazit: Dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> beizuwohnen, hat sich gelohnt. Aber hallo. Und das scheinen die Menschen um mich herum genauso zu sehen. Tatsächlich unterhalte ich mich aber nach dem Konzert auch mit einer Festivalbesucherin, die mir erzählt, sie habe nur aus der Ferne zugesehen, denn <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> seien für sie live die langweiligste Band überhaupt. Ich kann das insofern nachvollziehen, als die Musiker auf der Bühne tatsächlich <strong>relativ wenig mit dem Zuhörern interagieren</strong>. Da wird die Menge halt mal nicht angefeuert. Für mich macht das den Auftritt nicht unbedingt schlechter. Aber das ist ja das Schöne an Festivals: Wenn einem die aktuell spielende Band nicht zusagt, einfach <strong>Abwarten und Bier trinken</strong>, die nächste Band steht schon in den Startlöchern. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Es folgt ein Moment für die Geschichtsbücher. </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong>WOLFCHANT</strong> spielen, nach dem Tod ihres Gitarristen (2017) und einem darauffolgenden Hiatus von mehr als zwei Jahren (ab 2018), <strong>zum allerersten Mal wieder live vor Publikum.</strong> Und welche Begebenheit würde sich dafür besser eignen als das sagenumwobene <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>, welches, allem Widerstand zum Trotz, in einem Jahr wie diesem dennoch hat stattfinden können? Dem größten Metalfestival Deutschlands 2020, wie Sänger <strong>LOKHI</strong> feststellt? </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36409" aria-describedby="caption-attachment-36409" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36409 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36409" class="wp-caption-text">Doppelt gewolft hält besser!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Zumindest die Fans in den vorderen Reihen scheinen lange auf diesen Moment gewartet zu haben. </span><span style="color: #000080;">Pausenlos sind Mähnen am Wehen und Hälse am Klingen, und auch die direkt aus dem Studio kommenden Wölfe sind<strong> alles andere als eingerostet.</strong> Vor allem das saubere Drumming sorgt dabei für einen stabilen Rahmen – während leider der Sound ein paar Songs braucht, bis die beiden Sänger passend aufeinander abgemischt und die Gitarrenparts alle gut hörbar sind. Ansonsten ist aber alles genau so wie es muss. Die Songauswahl ist super und die Menschen auf und vor der Bühne sind mit ganzem Herzen dabei. Willkommen zurück, <strong>WOLFCHANT! </strong>Eine würdige Wiederkehr. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die nächste Band sind in diesem Fall die Polen von <strong>MGLA</strong>. Von den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern schon lange gewünscht, haben sie es endlich ins line-up geschafft und bestreiten heute den letzten Auftritt des Tages. Obwohl es langsam ziemlich kalt und ungemütlich wird, finden sich <strong>unzählige Zuhörer vor der Bühne</strong> ein. Das ist auch das erste Mal bei diesem Festival, wo ich bemerke, dass der Corona-Sicherheitsabstand nicht so genau genommen wird. <strong>Immerhin haben aber alle um mich rum eine Maske auf.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Apropos Masken &#8211; die dürfen natürlich auch bei <strong>MGŁA </strong>nicht fehlen. Wie immer zeigen sich die Musiker nur verhüllt und liefern <strong>ohne großes Tamtam eine solide Show</strong> ab. Normalerweise bin ich ein großer Fan des <strong>MGŁA</strong>schen Black-Metals, aber irgendwie kann ich von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, die ja direkt davor gespielt haben, nicht schnell genug umschalten. Und so tue ich mich schwer, den Auftritt von <strong>MGŁA</strong>&nbsp;richtig zu genießen. An ihrer musikalischen Leistung liegt es nicht, die ist wie immer top. Ich glaube, <strong>der Kontrast ist einfach nur zu groß</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36420" aria-describedby="caption-attachment-36420" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36420 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36420" class="wp-caption-text">MGŁA in der Schwärze</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese letzten beiden Bands am heutigen Freitag nicht direkt hintereinander gespielt hätten, aber man kann es sich nicht aussuchen, und nichtsdestotrotz bin ich froh, beide Auftritte miterlebt zu haben. Kaum haben <strong>MGŁA </strong>die letzten Töne verklingen lassen, <strong>kommt übrigens auch schon die Security, um freundlich aber bestimmt das Infield zu räumen</strong>. Nix mit Party heute. Aber macht nichts, dann gehen wir halt mal früh (also so um halb 2 nachts) ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Festivaltag.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Apocalypse now</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">&#8230;Und der beginnt mit <strong>strömendem Regen</strong>. Alter Falter. Nicht nur wegen Corona ist es lange her, dass ich auf einem Festival so ein <strong>Dreckswetter</strong> erlebt habe. Die <strong>9°C Außentemperatur</strong> waren dem Wettergott nicht böse genug, nein, es muss auch noch schütten wie aus Eimern. Das eigentlich geplante Frühstück im Freien wird kurzerhand ins Zelt verlegt, welches zum Glück dichthält. Trotzdem macht das schlechter Wetter ziemlich faul und unmotiviert, und so bin ich froh, dass <strong>Mich</strong> heute die erste Band übernimmt und als erstes raus in den Regen muss, hehe. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Wenn man morgens im Zelt von prasselndem Regen aufgeweckt wird, so ist es normalerweise das Klügste, einfach das Ende der Schauer abzuwarten und dann aufzustehen. Wenn allerdings das Handy sagt, dass es noch mindestens bis 17 Uhr weiterschütten wird (und ab da „nur noch“ mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit), bleibt einem nicht viel anderes übrig, als doch aufzustehen und sich mit seinem Schicksal abzufinden. Als Bonus-Feature zu der sowieso schon beschissenen Situation ist durch die Dauerbegießung <strong>die ganze Pferdekacke vom trockenen in einen schön saftig dampfenden Zustand</strong> übergegangen.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Trotz allem bleibt mir wohl nichts übrig, als durch Schlamm, Pfützen und Tierfäkalien zu waten und mich in Nässe und Kälte aufs erste Konzert des Tages zu begeben. <strong>HEXADAR</strong>! <strong>Leider treffen hier eine Reihe ungünstiger Faktoren aufeinander.</strong> Erstens merke ich relativ schnell, dass der dargebotene Musikstil mich persönlich nicht sonderlich anspricht. Hinzu kommt, dass Regen und Wind einem Bühnensound selten guttun, und das ist leider hier nicht anders. Die Klänge des Akkordeons sind teilweise kaum identifizier- respektive hörbar und generell fehlt es dem Soundbild an Tiefe. Außerdem fängt die Kälte an, sich von meinen Füßen an sukzessive nach oben zu fressen, und überhaupt ist alles doof weil nass und matschig. Schade, denn rein spieltechnisch scheint alles zu stimmen! Immerhin finden sich vor der Bühne zwei bis drei Reihen an Zuschauern, die mit der Situation offenbar mehr anfangen können als ich.</span></p>
<h5><span style="color: #000080;">&#8230;und Foto haben wir leider auch keins gemacht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sorry!</span></h5>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert begebe ich mich, durchgefroren, erstmal zurück zum Camping und tausche meine gesamten, triefenden Klamotten aus. Ein neues Paar Schuhe leiht mir eine Freundin. Diese sind mir zwar zu klein, aber immerhin sind sie trocken und wasserdicht. Mindestens drei Stunden Regen kommen noch, da ist man besser gut gewappnet. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Wetter vs. Band</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die zweite Band am heutigen Samstag sind <strong>KANKAR</strong> aus Thüringen. Ganz ehrlich: <strong>Noch nie vorher gehört.</strong> Und der anhaltende Regen trägt leider auch nicht unbedingt zur Vorfreude bei. Trotzdem kämpfe ich mich <strong>durch den pampigen Matsch übers Infield und vor die Bühne</strong>, um dort festzustellen, dass es sich bei <strong>KANKAR</strong> um eine <strong>Zweimann-Formation</strong> handelt. Gitarre plus Gesang und das Schlagzeug müssen ausreichen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Tun sie aber auch. Der Sound hat genug Wumms, um den Regen zu durchbrechen und <strong>immerhin eine zweistellige Zuschauerzahl</strong> dazu zu bewegen, der Sintflut zu trotzen und aus nächster Nähe zu lauschen. Für zwei Songs halte ich es auch aus, dann zieht es mich aber doch unter die allzu verlockende Plane des mit Bierbänken und Tischen ausgestatteten Fresszeltes &#8211; einer der wenigen schutzbietenden Orte. Von hier aus lausche ich weiter dem <strong>nihilistischen Black-Metal</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36418" aria-describedby="caption-attachment-36418" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36418 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36418" class="wp-caption-text">Zwei-Mann-Black-Metal mit Kankar</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Ob denn auch Thüringer unter den Menschen vor der Bühne seien, will der Gitarrist nun wissen. Aber die scheinen sich ebenfalls einen Unterstand gesucht zu haben. <strong>KANKAR</strong> <strong>haben heute einfach wahnsinnig Pech.</strong> Ihr Auftritt hat definitiv das Potential für eine größere Zuhörerschaft, aber dieser verf****e Dauerregen in Kombination mit den beinahe winterlichen Temperaturen zwingt die meisten Festivalbesucher unerbittlich, sich von der Bühne fernzuhalten. Respekt an alle, die da <strong>zugunsten der Musik dem Sauwetter den Mittelfinger zeigen</strong> und in der ersten Reihe auszuharren! (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Einigermaßen trocken und voller frischer Energie stehe ich wieder vor der Bühne, als <strong>OBSCURITY</strong> die ersten Töne erklingen lassen. <strong>Und es sind gute Töne!</strong> Makelloses Instrumentenspiel, makellose Growls und trotz der Umstände ein sehr ordentlicher Sound. Die Double Bass hat ordentlich Wumms und die Setlist ist durchgehend druckvoll und energetisch. Nicht fehlen darf natürlich der Klassiker „Bergischer Hammer“, und am Ende sind alle glücklich und zufrieden. <strong>OBSCURITY</strong> ist außerdem das Gleiche passiert wie vielen anderen Bands (auch <strong>WOLFCHANT</strong>): Ein <strong>neues Album</strong> hätte längst fertig sein sollen, doch dank Corona (und allem, was es mit sich gebracht hat) wird sich das aufs nächste Jahr verzögern. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36412" aria-describedby="caption-attachment-36412" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36412 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36412" class="wp-caption-text">Obscurity gegen den Regen</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;">&#8230;und das bedeutet Krieg!</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Ein bisschen Gothic darf bei diesem gruseligen Wetter natürlich nicht fehlen. Dafür sorgen <strong>NACHTBLUT</strong>, die am 2. Oktober ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Vanitas&#8220; veröffentlichen und uns heute schonmal einen kleinen Vorgeschmack geben. Leider <strong>regnet es immer noch ununterbrochen</strong> und die Kälte zieht mir durch Mark und Bein. Dennoch wage ich mich nach vorne, um dann zu bemerken, dass der Sound irgendwie etwas dünn ist. Aber <strong>immerhin ist die Band gut aufgelegt</strong> und hat ernsthafte Ambitionen, ihre Zuhörer bei der Stange zu halten.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vor allem der weißblond gefärbte Bassist hat sichtlich Spaß, und Sänger <strong>Askeroth</strong> animiert die Menge zum <strong>Mitsingen</strong>. &#8222;Und jetzt die Herren! Und jetzt die Frauen! Und jetzt jeder, der eine Maske trägt!&#8220; Jou, das dürften wohl die meisten sein. Dennoch ist er mit dem Ergebnis offenbar nicht zufrieden: <strong>&#8222;Ich hör ja gar nichts! Liegt das am fucking Mundschutz?!&#8220;</strong> Auch die Götter, die vermeintlich für das anhaltende Dreckswetter verantwortlich sind, werden angepöbelt.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36413" aria-describedby="caption-attachment-36413" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36413 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36413" class="wp-caption-text">Nachtblut und der Blick zum Horizont</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Neben Altbekanntem geben <strong>NACHTBLUT</strong> auch zwei Songs aus ihrem neuen Album zum Besten. Die gehen in der Tat ganz gut ab, gefällt mir! Aber <strong>der Klassiker schlechthin</strong> <strong>darf natürlich nicht fehlen</strong>, und so wird gegen Ende ihres Auftritts, na, was wohl gespielt? Genau, <em>&#8222;Antik&#8220;</em>. Zwischenzeitlich kommt mir der Gedanke, dass ich <strong>NACHTBLUT</strong> <strong>gerne mal bei Nacht auftreten sehen würde</strong>. Das gäbe bestimmt nochmal einen Bonus an düsterer Atmosphäre. Aber dann ist die Schlacht auch schon geschlagen und ich verziehe mich fröstelnd wieder unter die große Plane des Schutzbunkers aka Fresszelt.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Der Name ist Programm</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Geliebt, gehasst, aber vor allem <strong>von der Bühne nicht mehr wegzudenken</strong>: Das sind <strong>EISREGEN</strong>! Kein Name könnte auf den heutigen Tag besser passen. Die Band aus Thüringen ist seit mehr als 20 Jahren aktiv und war schon diverse Male beim <strong>WOLFZEIT FESTIVAL</strong> zu Gast. Ich habe das Gefühl, auch ihr Publikum ist jedes Mal das gleiche. <strong>Ein Haufen treuer Fans feiert vor der Bühne im strömenden Regen</strong>, der Rest der Festivalbesucher vertreibt sich die Zeit aber lieber mit einer warmen Mahlzeit oder einem Becher Met, wahlweise Glühwein.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>EISREGEN</strong> ist wenig überraschend: <em>&#8222;Eisenkreuzkrieger&#8220;</em>, <em>&#8222;Blutgeil&#8220;</em>, <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>, und natürlich das Medley aus diversen Songs von ihnen, die auf dem Index stehen. <strong>Das Altbekannte halt.</strong> Ein bisschen was Neues wird auch gespielt, aber die Zuhörer möchten die Klassiker, und die bekommen sie auch. In den vorderen Reihen bildet sich ein <strong>kleiner, aber feiner Moshpit</strong>. Sänger <strong>Michael „Blutkehle“ Roth</strong> feuert die Menge kräftig an und bringt immer wieder den ein oder anderen lustigen Spruch zum nächsten Lied.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36417" aria-describedby="caption-attachment-36417" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36417 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36417" class="wp-caption-text">Die Blutkehle von Eisregen</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Beim letzten Song drehen die Thüringer nochmal richtig auf und geben eine wilde <em>&#8222;Elektrohexe&#8220;</em> zum Besten. <strong>Spätestens jetzt dürften die Herzen der Fans befriedigt sein.</strong> Wer sich heute tatsächlich aus der individuellen Deckung gewagt und vor die Bühne getraut hat, der konnte mit <strong>EISREGEN</strong> <strong>Party</strong> machen bis zum Umfallen. Ich bin leider nicht genug auf und ab gehüpft, und deshalb husche ich nun vor Kälte zitternd vom Infield, um mich vor <strong>BELPHEGOR</strong> und <strong>БАТЮШКА</strong>&nbsp;noch einmal so gut es geht aufzuwärmen. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Guter Gig, bitterer Nachgeschmack</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Es folgen <strong>EQUILIBRIUM</strong>, heute in einer Light-Version: <strong>ohne Basser und mit Ersatzmann an der Trommelkiste.</strong> Eines der Nachteile daran, in diesen Zeiten aus einer internationalen Mannschaft zu bestehen. Überraschenderweise ist dies ein Line-Up, das der Band sehr gut steht! Schlagzeuger <strong>JAN</strong> (Yann?) beherrscht seine Zunft – und ohne <strong>SKAR</strong> am Bass gibt es in der Band keinen, der für Clean Vocals zuständig ist. Für mich ist die daran angepasste Setlist persönlich eher ein Gewinn als ein Verlust. Dabei gibt es auch hier wieder richtig ordentlichen Sound! Die Klampfen werden mit massiver Heaviness und Wucht gesegnet (eventuell um den Bass zu kompensieren), während Instrumente und Backing-Tracks diesmal perfekt ineinanderfließen (etwas, das bei dieser Band bei weitem nicht immer der Fall ist!). Auch die <strong>Auswahl an brachialeren und düstereren Songs</strong> funktioniert heute sehr gut.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36415" aria-describedby="caption-attachment-36415" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36415 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36415" class="wp-caption-text">Heute keine Kompromisse!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Maximale Minuspunkte kriegt die Band allerdings für die Aussagen, die Sänger <strong>ROBSE</strong> meinte, zwischen den Songs von sich geben zu müssen. Erst glaubte ich, es handele sich um Ironie, als er mehrmals von Maulkörben in den Gesichtern der Zuschauer geredet hat. Doch als dann die Aussage „Wir sind alle gesund, lasst euch keine Scheiße einflößen!“ kam, dachte ich, ich höre nicht richtig. Selbst <em>wenn</em> man diese Meinung vertritt und sich der Dummheit und Unverantwortlichkeit davon, so etwas von der Bühne aus in die Masse zu posaunen, nicht bewusst ist – selbst dann ist es immer noch <strong>eine gewaltige Frechheit</strong> dem Orga-Team des Festivals gegenüber, welches mit Händen und Füßen dieses Festival mit Müh und Not und nur durch peinlichstes Einhalten vorgegebener Regeln hat wahr werden lassen können. Die Besucher wurden hiermit unverblümt und buchstäblich dazu aufgefordert, die Situation sowie die Regeln nicht ernst zu nehmen. <strong>Nicht cool. Absolut nicht cool.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Eine späte Messe</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert gibt dann eine spontane Änderung im Running Order: <strong>БАТЮШКА </strong>tauschen ihren Headliner-Slot mit <strong>BELPHEGOR. </strong>Gründe dafür werden nicht bekanntgegeben. An und für sich ist das wohl in Ordnung, jedoch lassen <strong>БАТЮШКА</strong><strong>&nbsp;</strong>ihr Publikum, begleitet von gruseligem Ambient-Soundtrack, mehr als eine halbe Stunde länger vor der Bühne warten als geplant. Als endlich der Mensch die aufgebaute Kirchenszene betritt, der für das Anzünden der Kerzen verantwortlich ist, bläst ihm der Wind letztere auch noch immer und immer wieder aus. <strong>Und es sind viele Kerzen.</strong> Und der geht seelenruhig wieder hin und fängt sie wieder an. Während sie schon wieder am Ausgehen sind. Es macht mich verrückt. Nach dem fünften Versuch gibt er es dann endlich auf, und mit knapp 35 Minuten Verspätung kommt dann auch endlich mal die Band zum Vorschein. Wenigstens hat es mittlerweile aufgehört zu regnen.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36416" aria-describedby="caption-attachment-36416" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36416 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36416" class="wp-caption-text">Halleluja, es geht los!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Was dann folgt, ist das Warten allerdings mehr als wert. Ein finster-sakrales Schauspiel, schwarze Silhouetten vor unheilvollem roten Licht, Kirchenchor und Blast Beats – das Ganze umrahmt von einer Szenerie, die <strong>düstere Bilder altehrwürdiger Trauermessen</strong> hervorruft. Ein behängter Sarg, Tuniken, Heiligenbilder und Kerzenständer dekorieren das Bühnenbild zu der intensiven, hypnotischen Musikoffenbarung, mit der <strong>BATUSHKA</strong> ihre Anhänger segnen. Bedrohlich und atmosphärisch verschwimmt alles zu einer konzentrierten Gesamterfahrung, die die Zuschauerschar in sich hineinzieht und bis zum Ende nicht mehr hinauslässt. Erst spät merke ich, wie Kälte und Müdigkeit mich schon lange wieder eingenommen haben. Ich mache mich schleunigst zum Zeltplatz zurück, setze mich ins Auto und drehe die Sitzheizung auf Maximum. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Ein würdiger, aber wenig würdevoller Abschluss</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist kalt, es ist spät, aber <strong>immerhin regnet es nicht mehr</strong>. Trotzdem muss ich mich einigermaßen gewaltsam dazu motivieren, ein letztes Mal das Infield zu betreten, um wenigstens etwas von <strong>BELPHEGOR</strong> mitzubekommen. Andere Festivalbesucher scheinen ebenfalls mit der Entscheidung gerungen zu haben. <strong>Besonders viel ist nicht los von der Bühne</strong>, und auch während des Konzerts verschwinden immer wieder Menschen in Richtung Ausgang. Ob das nur am Wetter oder auch ein bisschen an <strong>BELPHEGOR</strong> liegt?</span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!!! Come on!! Deutschland! Deutschlaaand!&#8220;, versucht der Sänger die verbliebenen Zuhörer zu motivieren. Besonders viel Reaktion kommt aber nicht zurück. Vielleicht auch deshalb, weil die deutschen Konzertbesucher es nicht zwangsläufig abfeiern, wenn ihnen der Name ihres Landes entgegengebrüllt wird. Musikalisch ist das, was <strong>BELPHEGOR</strong> da treiben, aber echt in Ordnung. <strong>Black-Death, unterstützt von gruseliger Bühnendeko und gespielt von blutverschmierten Musikern.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36436" aria-describedby="caption-attachment-36436" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36436 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36436" class="wp-caption-text">Ein richtiges Foto vom Belphegor-Konzert</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Vereinzelt sehe ich Leute mitwippen oder sogar headbangen, bei den meisten scheint die Energie aber verbraucht zu sein, und so geht der letzte Auftritt des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT</strong>&nbsp;recht <strong>unspektakulär</strong> zu Ende. Wie schon gestern Abend weist die Security die verbliebenen Zuschauer an, zügig das Infield zu räumen. Ich stapfe also langsam Richtung Ausgang und habe dabei erstmals die Gelegenheit, das volle Ausmaß der Zerstörung zu begutachten:</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Der gesamte Boden ist voll von Plastikbechern.</strong> Also nicht nur hier und da mal einer, sondern das Infield, vor allem der Bereich vor der Bühne, ist gepflastert mit ihnen. Ey Leute! <strong>Muss das wirklich sein?</strong> Ja, es die wenigen Mülleimer in Bühnennähe sind auch schon übervoll. Aber dann geht halt etwas weiter hinter zu denen bei den Essensständen, gebt eure Becher wieder dort ab, wo ihr sie herhabt, oder nehmt sie von mir aus mit auf den Campground und steckt sie dort in euren Müllsack (ja, ich weiß, als ob das einer machen würde). Aber <strong>das Infield wie sau zu hinterlassen, geht halt wirklich gar nicht. </strong>(Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Fazit</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Puh! Wer hätte gedacht, dass das <strong>größte deutsche Metal-Festival 2020</strong> ein derart feucht-fröhliches Vergnügen werden würde? Oder soll ich lieber sagen derart <strong><em>grim</em> </strong>und<strong> <em>frostbitten</em></strong>? Dass wir uns dadurch die Freude an der Sache nicht haben nehmen lassen, sollte an diesem Punkt klar sein. Wind und Wetter wurden getrotzt, der Pandemie wurde verdient der Mittelfinger ins Gesicht gehalten und es wurde nach allen unter diesen Umständen erlaubten und möglichen Regeln der Kunst gefeiert, geheadbangt und getrunken. </span></p>
<p><span style="color: #000080;">Nicht nur für die Zuschauer war diese Veranstaltung eine lang ersehnte Erlösung am Ende eines langen Sommers ohne viel Geselligkeit, Live-Musik und Opportunitäten, dem Metal zu frönen. Auch viele der Künstler konnten von der Ausnahmesituation profitieren, um endlich wieder auf der Bühne zu stehen zu dürfen. Das <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> war wahrlich <strong>ein Fest der Wiedergeburt und der Erneuerung</strong>. Ein gesetztes Zeichen dafür, dass die Kunst immer einen Weg findet, und dass kein Sturm und kein noch so langanhaltender Regenfall – metaphorischer oder realer Art – daran etwas ändern wird. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Holla die Waldfee, was war das für eine Bewährungsprobe. Und damit meine ich nicht die Corona-Maßnahmen, sondern das unsägliche <strong>Herbstanfang-in-eure-Fresse-Wetter</strong>. Abgesehen davon war das <strong>WOLFSZEIT</strong> aber ein voller Erfolg. Trotz der Masken war den Besuchern die Freude über das doch noch zustande gekommene Festival buchstäblich vom Gesicht abzulesen.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Einen fetten Dank an dieser Stelle an die Orga, die ihren treuen Wölfen dieses Erlebnis auch in Coronazeiten ermöglicht hat!</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die Pandemie hatte übrigens auch Vorteile: Dank des Hygienekonzeptes gab es bei den Dixis auf dem Infield <strong>Wasser zum Hände waschen</strong> – das darf gerne so beibehalten werden! Auch Desinfektionsmittel war an Ein- und Ausgang immer ausreichend vorhanden. Was mir negativ auffiel, war der Zustand des Infields am Samstagabend. Vielleicht nächstes Jahr mehr Mülleimer seitens der Veranstalter und mehr Respekt seitens der Besucher. Insgesamt war es aber <strong>ein</strong> <strong>fettes Festival</strong>, das mir und hoffentlich auch allen anderen positiv in Erinnerung bleiben wird! <span style="color: #000080;">– </span>trotz des miesen Wetters. Aber hey, das Ganze hatte einen Vorteil: <strong>Keine einzige Wespe weit und breit! </strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich noch sagen – <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>? Es war großartig mit euch. (Merlin)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36435" aria-describedby="caption-attachment-36435" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36435 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36435" class="wp-caption-text">Cheers und bis zum nächsten Mal!</figcaption></figure>
<hr>
<p><em>Vielen lieben Dank an Zwarg, der spontan für uns als Fotograf eingesprungen ist!</em></p>
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		<title>WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 14:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbst den widrigsten Bedingungen trotzt dieses Jahr das Wolfszeit Festival. Wer von Euch ist dabei?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach viel Hin und Her ist es in ein paar Tagen endlich dann doch soweit: Das <strong>WOLFSZEIT Festival 2020 findet statt!</strong></p>
<p>Dafür musste aber nicht nur die Zeit, sondern auch der Ort gewechselt werden: In Thüringen wäre eine solche Veranstaltung trotz <strong>Hygienekonzept</strong> und kleinem Umfang nicht möglich gewesen, und so hat man alle Räder zum Drehen gebracht, um das Wolfszeit <strong>in ein anderes Bundesland</strong> zu verlegen. Es wird sich nun also vom 24. bis 26. September in Torgau (Sachsen) auf dem Gelände Entenfang ereignen.</p>
<p>Bestaunen darf man am Freitag <strong>HELGRINDUR</strong>, <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>, <strong>ELLENDE</strong>, <strong>ASENBLUT</strong>, <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong>, <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> und <strong>MGŁA</strong>. Zudem sind in letzter Sekunde <strong>WOLFCHANT</strong> als Ersatz für <strong>MANEGARM</strong> eingesprungen, da letztere aufgrund der Corona-Regelungen leider nicht aus Schweden anreisen dürfen. Am Samstag geben sich <strong>HEXADAR</strong>, <strong>KANKAR</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>NACHTBLUT</strong>, <strong>EISREGEN</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>BELPHEGOR</strong> und zu guter Letzt <strong>БАТЮШКА</strong> die Ehre!</p>
<h4>Es erwartet also, wie man es von diesem Festival gewohnt ist, ein exquisites Bankett an Pagan- und Black-Metal-Kapellen und Konsorten.</h4>
<p>Damit für die Sicherheit aller Besucher und Musiker gesorgt ist, gelten in diesem Jahr allerdings <strong>einige besondere Regeln</strong> (direkt zitiert von der Wolfszeit-Facebook-Seite):</p>
<p><em>&#8211; Ermöglichung der <strong>Kontaktnachverfolgung</strong> im Ernstfall (Formular)<br />
</em><em>&#8211; Teilnehmer müssen die Ein</em><em>haltung der <strong>Hygiene- &amp; Infektionsschutzmaßnahmen</strong> bestätigen (Formular)<br />
&#8211; </em><em><strong>Maskenpflicht</strong> auf dem Bühnengelände, Einlass, Sanitärbereich, Wartebereiche etc. (ausgenommen davon ist euer Zeltplatz und wenn ihr euch auf der riesigen Wiesenfläche im Bühnengelände einen Platz mit mindes</em><em>tens 1,5m Abstand zu anderen Personen aussucht, um dort zu trinken und zu essen).<br />
&#8211; </em><em>Jeder Teilnehmer muss sich beim Eintritt ins Bühnengelände und in den Sanitärbereich die Hände <strong>desinfizieren</strong>. (Desinfektionsspender findet ihr vor Ort)<br />
&#8211; </em><em>Nach einmaliger Anreise darf das KFZ nur noch zur Abreise bewegt werden. Teilnehmer dürfen das Festivalgelände (inkl. Zeltplatz) <strong>nur zur einmaligen Abreise verlassen</strong>. Zwischendurch einkaufen im nächsten Ort oder eine Übernachtung außerhalb ist leider nicht möglich.<br />
&#8211; </em><em>Personen, die <strong>Symptome</strong> von Atemwegserkrankungen bzw. Fieber bei sich feststellen / <strong>Kontakt</strong> zu Personen mit Atemwegserkrankungen in den 14 Tagen vor der Veranstaltung hatten / in den 14 Tagen vor der Veranstaltung in einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko waren, dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.<br />
</em><em>Personen, die im Ort Torgau wohnen, dürfen leider nicht am Wolfszeit Festival 2020 teilnehmen. (Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für 2021 oder können auf Wunsch erstattet werden)<br />
</em><em>&#8211; Die Anreise ist ab <strong>Donnerstag</strong>, den 24.09.2020 um 10:00 Uhr möglich (bitte reist nicht früher an).<br />
</em><em>&#8211; <strong>Grillen und jegliches offene Feuer ist leider verboten</strong>. Es gibt in Torgau keinen gesicherten Grillplatz und der Wald ist einfach zu nah und trocken.</em></p>
<p><strong>Ganz großer Respekt</strong> gilt den Veranstaltern, dass sie es, ganz gleich der vielen Probleme, Einschränkungen und Schwierigkeiten, die die momentane Situation mit sich bringt, durchgezogen haben und auch in diesem Jahr das <strong>WOLFSZEIT</strong> wieder auf die Beine gestellt haben. Wir bitten euch deswegen, den gleichen Respekt zu zeigen und die diesjährigen Zusatzregeln ernst zu nehmen – so dass es für alle ein schönes, auf gegenseitigem Respekt basierendes Festival ohne Risiken wird! Denn ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wir lassen uns, auch mit diesen paar Einschränkungen, nicht den Spaß an der Sache verderben &#8211; und freuen uns wie jedes Jahr auf <strong>ein großartiges Festival mit richtig guten Bands.</strong>&nbsp;</p>
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		<title>Party.San 2017 &#8211; Endlich zurück in der Hölle!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2017 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist August, es ist das zweite Wochenende im Monat und das heißt: das Party.San ruft! Wieder mal mit einem hochkarätigen Line Up der besten Bands bestückt, die der Black, Death und Thrash Metal zu bieten haben, ist es auch dieses Jahr ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle/">Party.San 2017 &#8211; Endlich zurück in der Hölle!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist August, es ist das zweite Wochenende im Monat und das heißt: das <strong>Party.San</strong> ruft! Wieder mal mit einem hochkarätigen Line Up der besten Bands bestückt, die der Black, Death und Thrash Metal zu bieten haben, ist es auch dieses Jahr wieder oberstes Gebot, Schlotheim dem Erdboden gleich zu machen. Also haben sich die verehrten Kollegen <a href="https://silence-magazin.de/author/el-zecho/" target="_blank" rel="noopener">El Zecho</a>, <a href="https://silence-magazin.de/author/don-promillo/" target="_blank" rel="noopener">Don Promillo</a> und ich für drei Tage auf den Weg nach Thüringen gemacht, um diesem einzigartigen Festival erneut beizuwohnen.</p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag, 10.08.2017:</h4>
<h4>Das Leben ist kein Ponyhof. Erst recht nicht, wenn man nicht rechtzeitig zum Festival ankommt. Aber was solls.</h4>
<p>Während ich das Gelände betrete, schlagen mir die letzten Töne der Isländer <strong>MISTHYRMING</strong> entgegen, die mich sogleich mit Ärger darüber erfüllen, zu spät gekommen zu sein, denn der Black Metal der Jungs macht ordentlich Atmospähre und Bock auf mehr. Hier muss ich zuhause definitiv nochmal reinhören. Besonders, da mir eben dieses auch von mehreren Seiten nahe gelegt wird.</p>
<p>So sind <strong>GOD DETHRONED</strong> dann die erste Band, die ich wirklich ernsthaft miterlebe, während ich mich durchs Infield bewege, durch großzügige Spenden das Fortbestehen von Relapse Records und Season of Mist gewährleiste und bekannte Gesichter sehe – und beleidige. Obwohl ich mich nie als Fan der Niederländer gesehen habe, muss ich doch zugestehen, dass sie es schaffen, nicht wenige Nacken ordentlich in Fahrt zu bringen. Dennoch haben es sich bereits die ersten wieder auf dem Rasen gemütlich gemacht und ruhen die Augen aus.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Kurz darauf treffe ich Kollegen <strong>Don Promillo</strong>, und zusammen machen wir uns auf den Weg zur nächsten Band.</p>
<p>Es folgt die vertonte Straßenschlacht aus dem Norden. <strong>MANTAR</strong> entern die Hauptbühne. Wo das kaputte Duo noch vor zwei Jahren im Zelt stand, haben es sich <strong>Hanno</strong> und <strong>Erinc</strong> heute zur Aufgabe gemacht, das <strong>Party.San</strong> im großen Stil zu zerlegen. Weapon of Choice dabei: Songs wie <em>&#8222;Astral Cannibal&#8220;</em>, <em>&#8222;Spit&#8220;</em> und <em>&#8222;Cross The Cross&#8220;</em>. Darüber, dass er völlig durch ist, macht Sänger und Gitarrist <strong>Hanno</strong> keinen Hehl, findet aber dennoch Zeit dazu, das ein oder andere Kompliment in Hinsicht auf Trinkfestigkeit und Asozialität an das Publikum zu richten – was ihm einige Mittelfinger einbringt. Obwohl mir die Songs irgendwann etwas durchschaubar vorkommen, machen die Jungs ordentlich Bock und sorgen nicht zuletzt durch ihre Ansagen für grinsende Gesichter. Mit der Ankündigung:</p>
<blockquote>
<h4><strong>„Wir wissen nicht viel &#8230; Wir sind Bremer. Aber wir wissen, wie wir die Stimmung mit einer Designerdroge namens Schnaps in unsere Richtung lenken können.“ &nbsp;</strong></h4>
</blockquote>
<p>lässt <strong>Hanno</strong> eine Flasche <strong>Jacky</strong> durchs Publikum gehen, bevor wenig später <em>&#8222;Era Borealis&#8220;</em> die Show beendet. Einziger Wermutstropfen für mich: das Fehlen von <em>&#8222;White Nights&#8220;</em> in der Setlist.</p>
<p>Es geht ins Zelt zu <strong>ULTHA</strong>. Mittlerweile hab ich die Band schon drei oder vier mal gesehen und ich könnte nicht sagen, dass auch nur ein Auftritt schlecht gewesen wäre. Und auch heute liefern die Kölner in gewohntem Maße ab. Wie immer in rotes Licht gehüllt, lassen <strong>ULTHA</strong> eine Wand auf das Publikum los, die für Bewegung und Euphorie sorgt. <em>&#8222;The Night took her right before my Eyes&#8220;</em> und <em>&#8222;Fear Lights The Path (Close To Our Hearts)&#8220;</em> sind unverzichtbar im Set verankert und jagen mir die ein oder andere Gänsehaut über den Rücken, während mir minutenlange Blastbeats entgegendonnern. So muss das! Für ein etwas bitter angehauchtes Schmunzeln sorgt, zumindest bei mir, die abschließende Ansage: „Viel Spaß euch bei <strong>INQUISITION</strong>!“ Galgenhumor fetzt immer.</p>
<p>Es folgen <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong>, die bis auf Sängerin/Gitarristin <strong>Onielar</strong> komplett in (Überraschung) schwarz gekleidet sind. Erst nach dem ersten Song öffnet die Frontfrau dann ihren Schleier und entpuppt sich als der weiß gekleidete, blutüberströmte Dämon, der sie ist. Das Set der Westfalen weiß den Zuschauern zu gefallen, lässt mich jedoch relativ kalt. Das liegt zum einen daran, dass mir die Band nie wirklich was gegeben hat, zum anderen daran, dass der Sound leider nicht so gut ist, wie ich ihn auf dem <strong>Party.San</strong> sonst schon gehört habe. Sei es drum, zu der einsetzenden Dunkelheit bieten <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> heute einen stimmungsmäßig sehr passenden Soundtrack.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Teils heftige Wetterbedingungen haben wir vermutlich alle schon auf Festivals erlebt. Und dennoch zieht mir der bald darauf einsetzende Regen den letzten Zahn. <strong>URFAUST</strong> starten soeben in ihr Set, als der Himmel seine Schleusen öffnet. Trotz Funktionskleidung des ein oder anderen bekannten Arbeitsklamottenherstellers kriecht mir die Kälte in die Knochen und mein Versuch, mich in die erwartete Trance zu begeben, scheitert. Offenbar scheint es nicht wenigen so zu gehen wie mir, weswegen der Großteil des Publikums ins Zelt flüchtet. Nur eine überschaubare Menge Hartgesottener verbleibt bei <strong>URFAUST</strong> vor der Bühne, während ich mich auf den Heimweg mache. Einer muss ja die Kohle nach Hause bringen.</p>
<p><strong>Don Promillo</strong> hingegen hält weiter tapfer durch und ist von den folgenden <strong>OVERKILL</strong> schwer begeistert, wobei <em>&#8222;I hate you&#8220;</em> für ihn alles andere niederwalzt.<br />
<strong>ABBATH</strong> hingegen bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück und macht als Headliner des ersten Tages nur eine mäßige Figur.</p>
<h4 style="text-align: center;">Freitag, 11.08.2017:</h4>
<h4>&#8222;Frag mich mal, wie mein Freitag war? Wie warn dein Freitag? Ach, frag lieber nicht.&#8220;</h4>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: ich schaffe es am Freitag erst zu <strong>NILE</strong>&nbsp;aufs <strong>Party.San</strong>, aber das ist kein Problem. Ich mag meine Baustellen ja schließlich mit etwas Autobahn dazwischen.</p>
<p>Währenddessen genießen die Kollegen allerdings zahlreiche Bands, darunter die großartigen <strong>UADA</strong>, die von beiden als neuer Stern am Black Metal Himmel gefeiert werden und eine großartige Show abliefern. Auch zu <strong>KRINGA</strong> können mir beide nur Gutes berichten, besonders <strong>Don Promillo</strong> sieht in den Österreichern seine Überraschung des Wochenendes. Beide Bands waren in der Lage, das Zelt beträchtlich zu füllen. Umso bedauerlicher, dass ich beide verpasst habe.</p>
<p>Kommen wir zu <strong>NILE</strong>.</p>
<p><strong>Karl Sanders</strong> und Crew geben von Anfang an alles und begeistern mit Songs wie: <em>&#8222;Defiling The Gates of Ishtar&#8220;</em>, <em>&#8222;Kafir!&#8220;</em>, oder <em>&#8222;Sacrifice Unto Sebek&#8220;</em>. Neugitarrist <strong>Brian Kingsland</strong> ist mittlerweile bestens in die Band integriert und sorgt dafür, dass man den kürzlich ausgestiegenen <strong>Dallas Toller-Wade</strong> kaum vermisst. Auch, dass zwischenzeitlich die gesamte Saitenfraktion ins Mikro röchelt, sorgt bei mir für Laune, während <strong>George Kollias</strong> im Hintergrund alles zerlegt. Einziges Manko hier: wiederum der Sound. Das Problem ist schnell ausgemacht: die extrem tief gestimmten Gitarren der Ägyptologen-Deather sind in der Livesituation einfach kaum so zu mischen, dass sie wie auf Platte klingen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Um den Legendenstatus der darauf folgenden <strong>CANDLEMASS</strong> weiß ich durchaus. Aber auch der ändert nichts daran, dass ich mit der Band absolut nichts anfangen kann. Vor der Bühne herrscht reges Treiben, das mir zeigt, dass ich mit der Meinung zwar nicht alleine dastehe, der Großteil der Festivalbesucher aber dennoch Gefallen an den Briten findet. Auch meine beiden Kollegen sind vor allem von der stimmlichen Leistung beeindruckt, während sich mir bei dieser die Fußnägel hochrollen. Aber da hat halt jeder so seine Präferenzen.</p>
<p>Und auch <strong>AUTOPSY</strong> sind eine Band, die höchstselten den Weg durch meine heimischen Boxen findet. Dennoch schaffen es die Amis heute Abend, sogar bei mir für ordentlich Stimmung zu sorgen. Old-schoolig und räudig scheppert sich das Quartett mit Songs wie <em>&#8222;Severed Survival&#8220;</em> und <em>&#8222;Torn From The Womb&#8220;</em> durch die eigene Diskographie und lädt als Headliner des zweiten Tages dazu ein, sich gepflegt gehen zu lassen, bis nichts mehr gepflegt ist. Dieser Aufforderungen kommen auch nicht wenige Besucher nach, was man dem ein oder anderen Genossen am nächsten Tag auch deutlich ansieht!</p>
<h4 style="text-align: center;">Samstag, 12.08.2017</h4>
<p>Extreme Wetterbedingungen sind auf dem <strong>Party.San</strong> nichts neues, und auch wenn der Regen tagsüber ziemlich zu nerven weiß, so sorgt er doch wenigstens dafür, dass man nicht schon um sechs aus dem Zelt kriechen muss, da es 37°C im Schatten sind.</p>
<p>Schwermütig und langsam startet der Samstag für uns im Zelt, da sich <strong>MOURNING BELOVETH</strong> auf die Bühne begeben haben, um die <strong>Party.San</strong> Besucher mit ihrem Death Doom zu beglücken. Oder eher nicht zu beglücken, denn hier regiert die pure Melancholie. Auch wenn ich die Songs wirklich gut finde, erleichtern sie mir das aufstehen – und wachbleiben – nicht unbedingt. Die langsamen Grooves sorgen trotzdem dafür, dass der Nacken die ersten rhythmisch erkennbaren Bewegungen mitmacht und ich mich irgendwann doch emotional mitreißen lasse.</p>
<p>Weiter gehts zu <strong>MERCILESS</strong>, an denen besonders Kollege <strong>Don Promillo</strong> Gefallen findet und völlig zu Recht feststellt: die Old School Fraktion auf dem diesjährigen <strong>Party.San</strong> lässt definitiv nichts anbrennen und sorgt für Eskalation. Richtig so!</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch wenn <strong>HADES ALMIGHTY</strong> einiges an Fans vor die Bühne holen können: mein Fall ist es nicht. Der räudig-schleppende Black Metal der Norweger macht nichts wirklich falsch macht und gilt als Geheimtipp, dennoch: mir ist das alles irgendwie zu austauschbar und unspeziell. Vielleicht muss ich den Jungs noch mal ne Chance geben.</p>
<p>Danach ist es auf der Hauptbühne Zeit für kanadisch-kranken Death Metal. <strong>CRYPTOPSY</strong> treten an, um ihren Klassiker „None So Vile“ in Gänze vorzutragen. Und das gelingt dem Quartett mit Bravour! Technisch geht hier zu keiner Sekunde etwas daneben, was dafür sorgt, dass die Jungs einen Abriss sondergleichen zelebrieren. Sogar<strong> El Zecho</strong> ist schwer begeistert, da ihm die Texte völlig unter die Haut gehen. (&#8222;Also neben &#8222;ÖÖH&#8220; und &#8222;ÖHH ÖÖH ÖÖÖÖÖÖH&#8220; haben mir besonders &#8222;ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖH&#8220; und &#8222;ÖÖÖÖH ÖÖÖH ÖH ÖH ÖH ÖÖÖÖÖÖH&#8220; gefallen&#8220;)</p>
<p>Es folgen <strong>INQUISITION</strong>. Schon mehrfach hab ich versucht, mich an die Mucke des amerikanischen Duos heranzuarbeiten. Und seit je her kann ich diesen Gesang einfach nicht ernst nehmen. Somit bin ich gefühlt der Einzige, der das Infield verlässt, während Hunderte Menschen hereinströmen. Die Kollegen <strong>Zecho</strong> und <strong>Promillo</strong> sind hingegen schwer begeistert von dem Brett, das von nur zwei Leuten geliefert wird und feiern das Set der Amis bei bestem Sound. Einzige Negativpunkte: die Songauswahl, die wohl besser hätte sein können und der recht frühe Slot, da bei Tageslicht nur bedingt die Atmospähre aufzukommen vermag, die es gebraucht hätte.</p>
<p>Die nächste Band, die ich sehen kann, sind <strong>INSOMNIUM</strong>. Dass <em>&#8222;Winter&#8217;s Gate&#8220;</em> ziemlich gefeiert wurde, ist auch an mir nicht vorbei gegangen. Dennoch habe ich die Band schon seit einigen Jahren aus den Augen verloren. Der Auftritt auf dem heutigen <strong>Party.San</strong>&nbsp;ist allerdings wirklich hervorragend, und baut eine Atmosphäre auf, die mich sofort packt. Der Sound der Finnen hebt sich selbstredend völlig von dem Großteil der anderen Bands des Festivals ab, sorgt durch den kühlen, emotionalen und melancholischen Grundton der <em>&#8222;Winter&#8217;s Gate&#8220;</em> Songs jedoch für eine willkommene Abwechslung, die mir dauerhaft im Gedächtnis bleibt.</p>
<p>Mit <strong>DESASTER</strong> nähern wir uns langsam aber sicher dem Ende des Abends. Vor allem Frontmann <strong>Sataniac</strong> ist gut drauf und zu scherzen aufgelegt, was die Meute, die sich zahlreich vor der Bühne eingefunden hat, noch mehr in Feierlaune bringt. Der Sound ist hervorragend und generell wirkt die Show der Koblenzer noch ein Eckchen lauter, als die vorherigen Bands. Schließlich wird das Set mit <em>&#8222;Metalized Blood&#8220;</em> beendet, nach dessen letzten Tönen noch einige Minuten vergehen, bis sich das Publikum wieder einigermaßen beruhigt hat.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=party-san-2017-endlich-zurueck-in-der-hoelle">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Einen absoluten Höhepunkt für mich stellen nun <strong>POSSESSED</strong> dar, die ab Sekunde 1 nichts anbrennen lassen. Nach dem Opener <em>&#8222;Confessions&#8220;</em> folgt das grandiose <em>&#8222;The Eyes Of Horror&#8220;</em>. Ich bin sofort gefesselt. Frontsau <strong>Jeff Becerra</strong> ist trotz Querschnittslähmung nicht zu halten und sorgt mit unglaublicher Bühnenpräsenz und gezielten Ansagen für beste Stimmung.</p>
<blockquote>
<h4>„Do you wan&#8217;t it faster? Do you wan&#8217;t it louder? More Satan?!?“</h4>
</blockquote>
<p>Bei bestem Sound und mit Songs wie <em>&#8222;Swing of the Axe&#8220;</em> und <em>&#8222;The Exorcist&#8220;</em> nähert sich die Band viel zu schnell dem Ende ihres Sets, bevor das Publikum bei dem unverzichtaren <em>&#8222;Death Metal&#8220;</em> nochmal völlig ausrastet.</p>
<p><strong>MARDUK</strong> sind eine Band, mit der ich eigentlich kaum etwas anfangen kann. Dachte ich zumindest immer. Denn obwohl ich das Gefühl hab, dass <strong>MARDUK</strong> so ziemlich immer und überall spielen, machen die drei ersten Songs <em>&#8222;Panzer Division Marduk&#8220;</em>, <em>&#8222;Frontschwein&#8220;</em> und <em>&#8222;The Blond Beast&#8220;</em> ziemlich Laune, da diesmal auch der Sound besser ist, als bei zahlreichen anderen <strong>MARDUK</strong>-Konzerten, die ich schon gesehen habe. Darüber hinaus ist eigentlich alles wie immer. Geschwindigkeit ist Trumpf, Feuer hier, Feuer da und <strong>Mortuus</strong> beleidigt das Publikum am laufenden Band als bemitleidenswerte, dreckige Maden. <strong>MARDUK</strong> werden nie meine Lieblingsband werden, aber dieser Auftritt war mehr als solide!</p>
<p>Schon die Absage von <strong>MORBID ANGEL</strong> habe ich mit einem Seufzen hinnehmen müssen, dass dafür nun <strong>TRIPTYKON</strong> eingesetzt wurden, hat bei mir auch nicht wirklich für Begeisterungsstürme gesorgt. Kurzum: die Schweizer enttäuschen mich. Ich finde es problematisch, als Ersatz für eine Death Metal Band eine Black/Doom/wasauchimmer Band zu holen. Auch wenn <strong>TRIPTYKON</strong> gemeinhin ziemlich gefeiert werden, gelingt es dem Quartett um <strong>Tom G. Warrior</strong> nicht, mich zu fesseln, weswegen ich das Infield schon vorzeitig mit dem Gefühl verlasse, dass das <strong>Party.San</strong>&nbsp;so zumindest für mich keinen optimalen Abschluss gefunden hat. Aber letzten Endes kann man es wohl auch nicht immer jedem recht machen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h4 style="text-align: center;">Party.San 2017 Das Fazit</h4>
<p>Auch in diesem Jahr hat sich das Schlotheimer Festival einen besonderen Platz in meinem Herzen bewahrt. Wie so oft gab es Überraschungen und Bands, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte. Generell muss man sagen, dass der Old School-Faktor in diesem Jahr ziemlich hoch war, die betreffenden Bands aber fast ausnahmslos liefern konnten. Auch in puncto Black Metal konnten viele Bands glänzen, wobei hier, wie so oft, vor allem die kleinen Namen begeistern konnten. Selbstverschuldet musste ich in diesem Jahr <strong>DEMILICH</strong> und <strong>VITAL REMAINS</strong> verpassen, was immernoch an mir nagt, darüber hinaus jedoch waren <strong>CRYPTOPSY</strong>, <strong>INSOMNIUM</strong> und <strong>POSSESSED</strong> für mich die absoluten Gewinner!</p>
<p>Auch in diesem Jahr muss ich hervorheben, dass die Preisentwicklung im Vergleich zu anderen Festivals nach wie vor vertretbar ist und deutlich hinter den Vermögen zurückbleibt, die man auf anderen Festivals für die Verpflegung aufbringen muss.&nbsp;</p>
<p>Bereits jetzt sind die ersten Bands für das nächste Jahr bestätigt, die schon einiges zu versprechen wissen. Als da wären:&nbsp;<strong>WATAIN</strong>, <strong>TANKARD</strong>, <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, <strong>REVENGE</strong>, <strong>TOXIC HOLOCAUST</strong>, <strong>BENIGHTED</strong> und <strong>UNANIMATED.</strong></p>
<p>Also bis nächstes Jahr, wenn es wieder heißt:</p>
<h4 style="text-align: center;">Welcome To Hell!</h4>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;Die will doch nur spielen!&#8220; &#8211; als Musikerin unterwegs im Metal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Enemy]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
		<category><![CDATA[Darkened Nocturn Slaughtercult]]></category>
		<category><![CDATA[diskriminierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Alles, was Frauen in der Musik machen, müssen sie doppelt so gut machen, wie ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu bekommen.&#8220; Diese Aussage stammt von einem Freund in den Fünfzigern, der seit mehreren Jahrzehnten aktiver Musiker ist und mich in ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-will-doch-nur-spielen-als-musikerin-unterwegs-im-metal/">&#8222;Die will doch nur spielen!&#8220; &#8211; als Musikerin unterwegs im Metal</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Alles, was Frauen in der Musik machen, müssen sie doppelt so gut machen, wie ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu bekommen.&#8220; Diese Aussage stammt von einem Freund in den Fünfzigern, der seit mehreren Jahrzehnten aktiver Musiker ist und mich in den letzten Wochen, in denen dieser Artikel entstanden ist, immer wieder ermutigte, an ebendiesem weiterzuarbeiten. Ich vertraue auf seine Lebenserfahrung und fühle mich in meinen Beobachtungen bestätigt. Nachdem ich diesen Text in seiner Grundform fertiggestellt hatte, bin ich über das Projekt <a href="http://geschichten.detektor.fm/musik/pop-ist-kein-weisser-heterosexueller-mann/">&#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;</a> gestolpert, in dem ich ebenfalls viele Parallelen zu meinen Erfahrungen&nbsp;finden konnte.</p>
<p>So lange ich denken kann, habe ich die Musikszene als absolut männerdominiert erlebt. Und auch, wenn ich jetzt so überlege, kann ich die sich in meinem Metal-Umfeld bewegenden Musikerinnen an einer (zweifingerigen) Hand abzählen. Wo hingegen, blickt man in die Musikgeschichte oder zeitgenössische Musiklandschaft, jeder wohl aus der Kalten einige, von Frauen geleitete Projekte aufzählen kann. Prozentual ist das aber immer noch ein verschwindend geringer Anteil des gesamten &#8222;Marktes&#8220;.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14263" aria-describedby="caption-attachment-14263" style="width: 1187px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14263" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105.png" alt="" width="1197" height="415" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105.png 1197w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105-300x104.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105-1024x355.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105-750x260.png 750w" sizes="auto, (max-width: 1197px) 100vw, 1197px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14263" class="wp-caption-text">Das Projekt &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220; hat die Bands des RaR 2016 nach ihrer Besetzung untersucht. Das Ergebnis: 89% der dort auftretenden Bands bestanden ausschließlich aus Männern.</figcaption></figure>
<p>Und dieser Eindruck zieht sich durch mein Leben: Ich ging als junge Teenie-Göre auf meine ersten Konzerte in einem Jugendclub – es waren kaum andere Mädchen da. Manchmal war ich sogar die einzige unter vielen Jungs. Ich bewegte mich auch tagsüber beim Jugendtreff, wo wir uns an diversen Instrumenten austoben durften, fast ausschließlich zwischen Jungs. Die späteren Proberäume – alle angemietet von Jungs. Selten traf ich dort Mädchen an. Oft waren es &#8217;nur&#8216; die Freundinnen der dort residierenden Musiker (oder solcher, die es werden wollten).</p>
<p>Ich war nicht die einzige, die in ihrer Kindheit und Jugend das Privileg von Instrumentalunterricht genossen hatte. Nur blieben die anderen damit zu Hause, ganz im traditionellen Sinne, wie es viele, viele Jahrzehnte üblich gewesen ist. Mädchen lernten Instrumente. Nicht, um damit irgendwo im öffentlichen Raum aufzutreten. Nein, vielmehr ging es um die Selbstdarstellung der Familie: &#8222;Schaut, wie gebildet und talentiert unser Zögling ist&#8220;. Ich denke, wenige Eltern sagen das über ihre Kinder – oder erst recht: ihre Töchter – wenn die in ihrer Jugend blutbeschmiert, schreiend und Blackened Death Metal spielend über die Bühnen der Stadt toben. (Meine Mutter sagte immer: &#8222;Kind, du kannst in deiner Freizeit tun und lassen, was du willst, aber du gehst ein Mal in der Woche entweder zum Instrumentalunterricht, Tanzen, Singen oder [füge intellektuell wirkende Mädchentätigkeit ein].&#8220; Lass ich mal so stehen. Mit dem Nachsatz: Ich bin sehr dankbar für meine (Aus-)Bildung.)</p>
<blockquote><p>&#8222;Bis heute stellen wir fest: Ja, Instrumentenwahl ist geschlechtlich konnotiert. [&#8230;] Es gehört eben&nbsp;nicht zum normativen Verständnis einer &#8222;weiblichen Sozialisation&#8220;, Bands zu formieren. Da gibt es immer tausend Ausnahmen. Aber interessant ist eben, es ist sichtbar: auf der Bühne an Rockinstrumenten stehen in der Regel Männer.&#8220; (<em>Schauberger</em> im Projekt &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;)</p></blockquote>
<p>Ich habe in den letzten 10 Jahren in vielen verschiedenen Bands gespielt, alle Bandkollegen waren ausnahmslos – na, ihr wisst schon – definitiv nicht weiblich. Ehrlich gesagt, ich war auch immer ganz froh darüber. Denn was ist die größte Befürchtung, sobald eine Frau in der Band ist? Genau – Zickenterror. Das ist nichts Ungewöhnliches. Das geht auch mir als Frau so, wenn ich daran denke, dass eine zweite Frau mit in der Gruppe ist. Manche Bands gehen sogar so weit, dass sie gar keine Frau in ihren Reihen haben wollen. Alles schon erlebt. Nicht nur, dass mir befreundete Musiker schon vor vielen Jahren von ihren Lappalien dahingehend erzählt haben (&#8222;Und dann hat der Gitarrist mit der Sängerin und als das zerbach, war es auch mit der Band vorbei. Deswegen nehmen wir keine Frauen mehr in unsere Bandprojekte auf.&#8220;). Ich selbst bin auch schon abgewiesen worden, einfach nur, weil ich kein Mann bin. Und hier haben wir ihn übrigens – Sexismus in seiner offensichtlichsten Form. Eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Dieser Vorfall ist einige Jahre her. Die Band befindet sich inzwischen auf dem aufsteigenden Ast – und ich bin immer noch stinkesauer, weil&nbsp;ich damals per Mail abgewatscht wurde, nur weil ich ein Mädchen bin. Ja, genau das war das genannte Ausschlusskriterium. Und nein, ich wurde nicht einmal mehr zum Vorspielen eingeladen.</p>
<p>Ist euch was aufgefallen? Ich bin genauso diskriminierend veranlagt, wie diejenigen, denen ich dieses Verhalten vorwerfe. Auch ich möchte keine (weitere) Frau in meiner Band haben. Aufgrund der vermeintlichen Gewissheit, dass die, dem Weibe vorgeworfenen Charaktereigenschaften, zu Stress führen könnten.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/irRXXjLY1l8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Doch zurück zu den Anfängen: Nicht nur, dass ich das Mädchen der Band war, meist war ich sogar die Jüngste in der Konstellation, was mir vermutlich einen gewissen Welpenschutz gab. Gleichzeitig musste ich jedoch zusehen, überhaupt ernstgenommen zu werden. Das sind die beiden Seiten derselben Medaille, die mir anscheinend&nbsp;mit dem Eintritt in die Musikerkreise umgehängt worden ist. Ich kämpfte also regelmäßig darum, in meiner Funktion als Bandmitglied wahr- und ernstgenommen zu werden. Gut, dass Bassisten am unteren Ende der Nahrungskette stehen, ist kein Geheimnis. Daran gewöhnt man sich. Aber ich behaupte, unterscheiden zu können, was bandinternes Rumfrotzeln aufgrund der eigenen Position in der Band ist, und wo die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts anfängt. Oft hatte ich den Eindruck, mich dahingehend behaupten zu müssen, nicht nur &#8222;die kleine süße Bassistin&#8220; zu sein, die man sich nur in der Band hält, um Tittenquote zu haben und somit perspektivisch bei Live-Auftritten mehr Aufmerksamkeit zu ziehen. Oder (und das war nicht nur ein Eindruck) dass mit der Aufnahme in eine Band sogar ausgetestet wird, ob ich denn irgendwie zu haben sei. Fürs Bett. Alles schon erlebt.</p>
<p>Nicht selbst erlebt, aber dennoch mindestens denkwürdig betrachte ich, was mir eine Bekannte – selbst auch Metal-Bassistin – letztens als Anekdote erzählte. Sie sei mit ihrer Kapelle zum Auftritt gefahren und vor Ort nicht begrüßt worden, weil sie nicht als Teil der Band wahrgenommen wurde. Das sei nicht nur ein Mal so vorgekommen. Wie kann das sein? Ich kann es mir nicht erklären, außer, dass Frauen in diesen Gefilden zunächst eben immer als Anhängsel anstatt als aktive Teilnehmer abgestempelt werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14268" aria-describedby="caption-attachment-14268" style="width: 1147px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14268" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110.png" alt="" width="1157" height="651" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110.png 1157w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110-300x169.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110-1024x576.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110-750x422.png 750w" sizes="auto, (max-width: 1157px) 100vw, 1157px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14268" class="wp-caption-text">Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen. (Auszug aus &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;)</figcaption></figure>
<p>So viel zu den Eindrücken, die ich &#8222;Backstage&#8220; im Umgang mit anderen Musikern erlebt habe. Das ist die eine Seite. Die andere ist die Wahrnehmung eines Musikers auf der Bühne. Wie genau ich selbst bislang als Bassist mit Brüsten auf der Bühne &#8222;instrumentalisiert&#8220; wurde, davon kann ich nur fantasieren. Das erzählt einem natürlich niemand. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Gedanken, die ich hege, wenn ich vor einer Bühne stehe und die Akteure beobachte, denen &#8218;meines&#8216; Publikums gar nicht mal so unähnlich sind. Hier ein paar Einblicke:</p>
<p>Wenn du als Musiker auf der Bühne stehst, nimmst du deine Rolle ein. Aufgepumpter, langhaariger Gitarrenheld? Halbnackter, dynamischer Schlagzeuger? Ach, meinetwegen auch der extrovertierte Sänger. Soll mir gleich sein. Frau in enggeschnürtem Kostümchen und ansprechend herausgeputzt? Hallo, stereotypische Selbstdarstellung! Für mich eine Einladung hinzugucken, und bei Gefallen auch vor mich hin zu glotzen. Warum auch nicht? Bühne ist Bühne. Für mich ist der Metal eine Umgebung, die nach vorn, also auf der Bühne, mit den Stereotypen spielt. Das macht Spaß. Wie sich derjenige nach der Show gibt, ist was anderes.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14278" aria-describedby="caption-attachment-14278" style="width: 1142px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14278" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait.jpg" alt="" width="1152" height="477" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait.jpg 1152w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait-300x124.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait-1024x424.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait-750x311.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1152px) 100vw, 1152px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14278" class="wp-caption-text">So unterschiedlich kann Selbstdarstellung aussehen. Sei es eine <strong>Alissa</strong> oder eine <strong>Onielar</strong>, Profilierung im Sinne der Show ist im Metal keine Seltenheit.</figcaption></figure>
<p>Bewege ich mich selbst auf der Bühne, bewege ich mich nach außen selbstdarstellerisch in einer Rolle. Ich habe allerdings gleich mehrere Funktionen, die ich in dem Gebilde zu erfüllen habe – sowohl bandintern als auch nach außen Richtung Publikum, Veranstalter oder Technikern. Das geht weit über die persönliche Bindung zu meinen Bandkollegen, wie ich sie sonst im Proberaum erlebe, hinaus. Im Proberaum muss ich mich im Idealfall nicht vor den anderen profilieren. Ihr wisst, was ich meine. Profilierung und Ego-Gepushe machen Projekte kaputt. Und aus dem Alter sollte man raus sein, wenn man sich dem kreativen Prozess ernsthaft widmen will. Profilierung vor dem Publikum ist in den meisten Genres hingegen ziemlich normal.</p>
<p>Und, dass wir unsere Rollen im Leben generell spielen, möchte ich auch als normal beschreiben. <strong>Erving Goffman</strong> hat sich sehr bildhaft zum Thema Selbstdarstellung ausgelassen. Er begreift sogar das komplette soziale Leben als Theaterbühne. Die, die sich darum bewegen sind Publikum. Je nach Einbindung, Position und Mitwissen können sie auch zu Darstellern werden. Das Theaterspiel lebt von der Interaktion. Warum diese Idee nicht auf die Konzertbühne übertragen?</p>
<p>Sehe ich mit etwas Abstand auf die Konstellation, kann ich meine Rolle im Gebilde erkennen und spiele sie auch gern. Was mich tatsächlich richtig annervt, blicke ich auf die Jahre zurück, seitdem ich mich dazu entschlossen habe, zusammen mit anderen Musik zu machen, ist die Rollenzuschreibung, die abseits der Bühne vor sich ging. Vor allem während der Suche nach neuen Projekten. Ich denke, wir wissen alle, wie lange es dauern kann, um von den ersten musikalischen Gehversuchen bis zu der Stufe zu kommen, auf der man sich endlich in einer Band bewegt, mit dem man halbwegs regelmäßig Auftritte spielt und seine Rolle selbst ausfüllen kann. Bei mir hat es ausreichend lange gedauert. Und ich habe genug Idioten getroffen, die mich verunsichert und gehemmt haben. Genauso sind mir aber auch Menschen begegnet, die mich durch ihre Unvoreingenommenheit in Dialog und gemeinsamen musikalischen Exkursen beflügelt haben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/P8ZzMaW32bQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ob es nun am jungen Alter oder tatsächlich am Geschlecht liegen mag: sich in seiner auserkorenen Position als Musiker nicht ernstgenommen zu fühlen, lässt wohl geschlechterunspezifisch niemanden kalt. Und manchmal dauert es lange, bis sich Situationen festigen und Selbstsicherheit hinsichtlich des eigenen Spiels Einzug hält. Und da ich nicht aus meiner Haut herauskomme, bin ich auch der Überzeugung, dass es Frauen, und vor allem Mädchen, dabei schwerer haben. Weil sie belächelt und zu Deko-Objekten gemacht werden. Immer wieder auch von mir selbst.</p>
<p>Sehe ich Männer auf der Bühne, wird deren Daseinsberechtigung nicht von vornherein durch mich in Frage gestellt. Stattdessen nehme ich ihr&nbsp;Rollenverhalten so an, freue mich darüber und die Qualität ihrer Leistung wird erst im zweiten Augenblick geprüft. Steht da eine oder gleich mehrere Frauen, fängt bei mir sofort das kritische Beäugen an. Was macht die da? Kann die das überhaupt? Da rutsche ich deutlich schneller und intensiver in den Kritikermodus, als ich es bei männlichen Musikern tue. Dazu muss ich noch nicht einmal auf Konzerte gehen. Ein bisschen auf YouTube herumzugeistern reicht vollkommen aus. Was zeigt mir das ein zweites Mal? Auch ich bin nicht ohne Vorurteile, obwohl es mich ankotzt, selbst von anderen so vorurteilsbeladen betrachtet zu werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14267" aria-describedby="caption-attachment-14267" style="width: 1253px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14267" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109.png" alt="" width="1263" height="710" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109.png 1263w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109-300x169.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109-1024x576.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109-750x422.png 750w" sizes="auto, (max-width: 1263px) 100vw, 1263px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14267" class="wp-caption-text">Nicht nur im direkten Bezug zu Live-Auftritten &#8211; auch im (fachlichen) Dialog habe ich genau diese Gedanken. (Auszug aus &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;)</figcaption></figure>
<p>Sei es eine <strong>Anneke van Giersbergen&nbsp;</strong>oder <strong>Doro Pesch</strong>, <strong>Sarah Longfield</strong> oder <strong>Nita Strauss</strong>, komplette Frauenbands wie <strong>KITTIE</strong>&nbsp;oder <strong>NERVOSA</strong>&nbsp;– die musikalische Leistung der Frauen findet&nbsp;immer erst hinter Kommentaren zu Aussehen und Auftreten Erwähnung. Und wenn es dann doch an die Fertigkeiten geht, müssen sie auf einem extrem hohen Niveau bestehen, um nicht belächelt und zurück in die Deko-Ecke gestellt zu werden.</p>
<h4>Ein Fazit:&nbsp;</h4>
<p>Es gibt (prozentual) extrem wenige Frauen, die sich als aktive Musikerinnen im Metal tummeln. Ich sehe mich als eine von ihnen und habe immer wieder dafür kämpfen müssen, wahr- und ernstgenommen zu werden, und&nbsp;aufgrund meiner spielerischen Leistung anstatt meines Geschlechts be- oder verurteilt zu werden. Ich kenne die Dynamik selbst, denn auch ich urteile über Musikerinnen ganz anders und viel schneller als über die männlichen Kollegen. Was ich mir wünsche? Liebe männliche Mitmusiker, seht Musikerinnen weniger als hübsche Trophäen, die ihr euch in den Proberaum oder mit auf die Bühne stellt. Hört auf, Mädchen aus Prinzip aus eurem Bandgefüge herauszuhalten. Und das Folgende geht auch an die Veranstalter und Tontechniker: Nehmt uns ernst – als Kollegen, die nun mal &#8218;accidentally female&#8216; sind. Verkauft uns nicht für dumm, nur weil wir Exoten in eurem männerdominierten Umfeld sind. Liebes männliches Konzertpublikum, wir – oder zumindest ich – lassen uns auf der Bühne gern anschmachten. Noch lieber zeigen wir auch, was wir musikalisch auf dem Kasten haben. Denn das ist in dem Moment unser Job. Versucht, daneben einfach keine Arschlöcher zu sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-will-doch-nur-spielen-als-musikerin-unterwegs-im-metal/">&#8222;Die will doch nur spielen!&#8220; &#8211; als Musikerin unterwegs im Metal</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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