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	<title>Deutsche Texte Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Deutsche Texte Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>FJØRT &#8211; Farbtupfer in Tristesse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 10:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Fjort]]></category>
		<category><![CDATA[grand hotel van cleef]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ging schnell. Nach &#8222;Kontakt&#8220; von 2016 folgt Schlag auf Schlag das neue FJØRT-Album &#8222;Couleur&#8220;. Interessanterweise wurde ich mit ebenjenem Vorgängeralbum erst vor Kurzem richtig warm. Doch schon stehen die drei Aachener mit einer neuen Langrille vor der Tür. &#8222;Rückwärts war nie ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></strong></p>
<h3><strong><strong>FJØRT</strong> – &#8222;Couleur&#8220; </strong></h3>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>17.11.2017<br />
<strong>Dauer: </strong>42 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Grand Hotel van Cleef<br />
<strong>Stil: </strong>(Post) Hardcore, Post Rock, Screamo<strong></div></div></div></strong></p>
<p>Das ging schnell. Nach &#8222;Kontakt&#8220; von 2016 folgt Schlag auf Schlag das neue<strong> FJØRT</strong>-Album &#8222;Couleur&#8220;. Interessanterweise wurde ich mit ebenjenem Vorgängeralbum erst vor Kurzem richtig warm. Doch schon stehen die drei Aachener mit einer neuen Langrille vor der Tür.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Rückwärts war nie vorgesehen!&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<p>Auf dem neuen Album geht es in bewährter Weise weiter. Irgendwo zwischen (Post) Hardcore, Post Rock, Sludge und Screamo haben sich Drummer <strong>Frank</strong>, Basser <strong>David</strong> und Saitenhexer <strong>Chris</strong> (beide ebenfalls am Gesang) auf den letzten Alben in mein Herz gespielt. So war von Anfang an klar zu erkennen, dass Genregrenzen nur lose bestanden und neben ordentlicher Härte und nachdenklichem Text auch viel Eingängigkeit und sogar ein gewisser Hang zum Poppigen zu erkennen war. Kann &#8222;Couleur&#8220; neben dem bewährten Soundbild neue Farbtupfer in das Gesamtbild einfügen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Laut und Leise</h3>
<p>Der Opener <em>&#8222;Südwärts&#8220;</em> startet mit grollendem Bass, schiefen Tönen und marschierenden Drums, bevor der Song richtig durchstartet, ordentlich losgroovt und unweigerlich zum Haareschütteln animiert. Ab- und Mitgehmomente wechseln sich mit immer wiederkehrenden ruhigeren Parts ab, welche häufig instrumental reduziert sind und einen klaren Fokus auf die Texte, beziehungsweise den Gesang legen. Und hier trumpfen <strong>FJØRT</strong> ordentlich auf. Selbstreflexion, zwischenmenschliche Erfahrungen und gesellschaftsblickende Gedanken vereinen sich und schaffen dadurch in fast jedem Song verschiedene Interpretationsebenen.</p>
<p>Die erste Singleauskopplung<em> &#8222;Couleur&#8220;</em> etwa bespricht auf dramatische Weise Unterdrückung und Meinungsfreiheit. Dabei gelingt es der Band meist Worte zu wählen, die nicht zu plump Parolen bedienen und diese großen Themen auf Einzelschicksale anzuwenden, was dem Ganzen einen ordentlichen Touch Emotionalität und Authenzität verschafft. Und wo wir beim Thema Emotionen sind &#8211; diese werden durch die Instrumentalarbeit ordentlich intensiviert. Der Bass pumpt, die Gitarrenparts wechseln zwischen nachdenklich, verzweifelnd, träumerisch und ordentlich hart und prügelnd. Dieses Spiel wird meist sehr klar durch einen klassischen Liedaufbau im Schema Strophe, Refrain, Bridge exerziert. Hinzukommt <strong>Frank</strong>s energetisches Schlagzeugspiel, welches in seiner simplen Weise jederzeit für ordentlich Drive sorgt.</p>
<p>Schafft es etwa der bereits erwähnte Song <em>&#8222;Couleur&#8220;</em> gerade gegen Ende hin mit seinem großen Finale zu überzeugen, so lässt <em>&#8222;Eden&#8220;</em> durch seine simplen Synthies aufhorchen, bevor es mit <em>&#8222;Raison&#8220;</em> wieder sehr politisch wird. Das Quasinachfolgerlied zu <em>&#8222;Paroli&#8220;</em> vom Album &#8222;Kontakt&#8220; thematisiert abermals den sogenannten Rechtsruck in der Gesellschaft mit so zweifelhaften Auswüchsen wie im prominentesten Beispiel etwa: PEGIDA. Ich persönlich tue mich mit solchen Songtexten schnell schwer, da es selten gelingt, komplexe gesellschaftliche Prozesse auf ein paar Liedzeilen herunterzukürzen. Bei <em>&#8222;Raison&#8220;</em> gelingt dies meiner Meinung nach zumindest einigermaßen, denn war <em>&#8222;Paroli&#8220;</em> auf dem Vorgängeralbum noch sehr direkt und plakativ, konzentriert sich <em>&#8222;Raison&#8220;</em> mehr auf das Hintergründige und manifestiert dies in Zeilen wie:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Ich bin so müde vom Zählen,</strong><br />
<strong> ich habe 1933 Gründe schwarz zu sehen.</strong><br />
<strong> Doch egal wieviel da kommt, ich hab&#8216; alles was ich brauch&#8216;,</strong><br />
<strong> denn die 1933 Gründe, ihr habt sie auch.&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_23360" aria-describedby="caption-attachment-23360" style="width: 790px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-23360 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1.jpg" width="800" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-23360" class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Chris (Gesang, Gitarre), Frank (Schlagzeug), David (Bass, Gesang)</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Licht und Schatten</h3>
<p>Die folgenden Stücke <em>&#8222;Windschief&#8220;</em>, <em>&#8222;Fingerbreit&#8220;</em> und<em> &#8222;Magnifique&#8220;</em> stellen gewissermaßen eine komplette Werkschau der drei Aachener dar. Mal geht es ordentlich flott zur Sache, mal in melancholische, fast depressive Stimmungswelten und mal in eher hellere, leichtere Klangfärbungen. Speziell <em>&#8222;Magnifique&#8220;</em> mit seinem dramatischen und gleichzeitig poppigen Refrain verbindet dabei auf überzeugende Art und Weise diese unterschiedlichen Aspekte.</p>
<p>Jedoch gibt es neben den vielen guten Ideen auch einiges, was mir an &#8222;Couleur&#8220; nicht so gut gefällt. Der Gesang von <strong>Chris</strong> ist des Öfteren zu sehr gepresst, wie etwa bei <em>&#8222;Fingerbreit&#8220;</em> oder auch<em> &#8222;Zutage&#8220;</em>. Vieles spielt sich im Midtempo ab und es fehlt trotz interessanter Ideen, wie etwa dem schon fast rap-artigen Beginn in <em>&#8222;Bastion&#8220;</em>, an Abwechslung. Neben der Laut-Leise-Dynamik findet da leider zu wenig statt. Und dies konnten <strong>FJØRT</strong> definitv auch schon auf den älteren Alben besser. Diese Kratzer im Lack führen leider zudem des Öfteren dazu, das die Emotionalität in den Kompositionen und Texten nicht hundertprozentig bei mir ankommt. Schade!</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Südwärts! Südwärts! Es geht immer südwärts, südwärts!&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<p>Das bereits erwähnte Stück&nbsp;<em> &#8222;Bastion&#8220;</em> oder auch der Rausschmeißer <em>&#8222;Karat&#8220;</em> sind hingegen noch einmal richtig stark. Hier verschmilzt Zerbrechlichkeit mit Aggression, peitscht die Musik voran und lässt die Texte in jedem Wort wirken. Dabei stellt<em> &#8222;Karat&#8220;</em> schon fast einen Abgesang dar, handelt er lose vom Gedanken was wäre, wenn die Band in diesem Moment in einem Flugzeugunglück ums Leben kommen würde. &#8222;Wir würden mit uns im Reinen gehen können, wenn es das jetzt gewesen wäre&#8220;, meint die Band im Promoschreiben bezogen auf ihr künstlerisches Schaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Resümee</h3>
<p>Ich als Konsument des Albums bin jedoch ein wenig zwiegespalten vom Gesamtwerk, auch nach vielen Hördurchgängen. Klar ist,<strong> FJØRT</strong> wissen was sie tun und sie haben ihre Stärken beibehalten und die musikalischen Fühler ein wenig mehr ausgestreckt. Dennoch kann &#8222;Couleur&#8220; die maximale Qualität streckenweise nicht abrufen. Das Harte in der Musik ist nicht mehr ganz so hart, das Gefühlvolle nicht mehr ganz so gefühlvoll. Ihr versteht mein Dilemma. Zudem fehlt es dem Album auch an den ganz großen Hits. Waren Songs wie <em>&#8222;D´accord&#8220;</em>,<em> &#8222;Kleinaufklein&#8220;</em>, <em>&#8222;Lichterloh&#8220;</em> oder <em>&#8222;Anthrazit&#8220;</em> bandinterne Klassiker, so fällt mir die Identifikation neuer Songs dieser Kategorie schwer. Im Endeffekt kann es auf die beiden Singleauskopplungen <em>&#8222;Couleur&#8220;</em> und<em> &#8222;Magnifique&#8220;</em> zutreffen, für mich jedoch nur bedingt. Die ganz große Klasse wird nicht erreicht.</p>
<p>Das alles klingt jedoch schlimmer, als es ist. &#8222;Couleur&#8220; ist ein gutes Album, bietet tolle Songs, ergreifende Textpassagen und nach wie vor genug Power. Ich bin aber gespannt wie es weiter geht mit dem produktiven Trio. Anfang 2018 geht es erstmal auf Release-Tour und dann wird sich zeigen, was noch kommt. Denn zum Glück ist das Schicksal momentan besser um <strong>FJØRT</strong> bestellt als im Song <em>&#8222;Karat&#8220;</em> beschrieben und mit ein wenig neuem Schwung und dem Mut zu neuen Ideen kann uns die Band noch lange mit guter, emotionaler Musik versorgen. So wird das Grau doch gleich viel bunter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/mpXVDlIVzWI?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Senf der Woche #13 &#8211; METAL AUF DEUTSCH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 08:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-16901"></span><br />
Thema heute: Metal auf Deutsch &#8211; was klingt richtig geil? Und was eher peinlich?</h4>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/oli/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oli</a>&nbsp;mit Öl&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>Meine erste unmittelbare Berührung mit harten Metalriffs in Kombination mit deutschen Texten erlebte ich Ende der 90er Jahre durch die Band <strong>RAMMSTEIN</strong> (<em>„Wollt ihr das Bett in Flammen sehen“</em>). Damals wirkte dieser „Deutschmetal“ auf mich <strong>düster, hart und&#8230; passend</strong>! Eine Eigenschaft, die ich auch heute noch auf die Texte der Berliner Band anwenden würde, auch wenn die letzten Alben meiner Meinung nach einige verbale Ausrutscher hatten (<em>„Rammlied“</em>).</p>
<p>Und somit stelle ich mir zunächst die Frage, welche Anforderungen ich an (deutsche) Metal-Texte stelle. Sollen diese kunstvoll, leicht verständlich, metaphorisch, inspirierend oder einfach wie die Faust aufs Auge passend sein? Wo monotone Einzeiler, wie das äußert plakative „Heil Satan“ im Song <em>„Orbitalwaffe“</em> der Doomer von <strong>VALBORG</strong>, einfach nur kultig tönen, so liebe ich andererseits kunstvoll eingekleidete Botschaften wie etwa:</p>
<p>&#8222;Zwischen meinen Fingern wird zu Staub<br />
Was einmal Feste war aus Stahl und Stein<br />
Es bleibt nach all der Zeit und Welten Raub<br />
Nur Wasser, doch ich weiß &#8211; einst war es Wein“ aus dem Titel<em> „Einst war es Wein“</em> der Schwarzwurzler von <strong>EIS</strong> (ehemals <strong>GEIST</strong>).</p>
<p>Unterm Strich bleibt es für mich Geschmackssache, aber es gibt viele Beispiele guter deutscher Metaltexte und gerade <strong>der Sprachklang passt</strong> meiner Meinung nach exzellent <strong>zu dieser harten und oft emotionalen Musik</strong>.</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hannes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannes</a></b>&nbsp;<strong>mit Hack</strong> findet:</p>
<p>Deutsche Texte im Metal? <strong>Da kann ich ja gleich Schlager hören.</strong> Wahrscheinlich zähle ich gefühlt zu den &#8222;90 Prozent&#8220; der Menschen in unserem Land, denen Lyrics in der eigenen Sprache auf den Sack gehen, beziehungsweise peinlich sind. Warum, das kann ich mir selbst nicht wirklich erklären. Vielleicht ist ja <strong>Englisch einfach die bessere Sprache für solche Angelegenheiten</strong>, obgleich viele&nbsp;deutsche Metal-Bands in ihrer Muttersprache die Emotionen besser rüber bringen könnten (und die Grammatik erst!). Allerdings fallen mir dennoch ein paar interessante Bands ein, die ausgerechnet im Metal mit deutschen Texten punkten konnten. An erster Stelle fallen mir dazu <strong>TOTENMOND</strong> ein, obwohl&nbsp;sie auch gehörige Crust/Punk-Einschläge vorweisen können. Rätselhafter geht es nicht mehr, als die Zeilen vom Sänger (<strong>Pazzer</strong>) zu analysieren.</p>
<p>Dann fällt mir noch das Projekt <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> aus der Schweiz ein.&nbsp;Ohne Kitsch und schwülstige Romantik wird der Natur Tribut gezollt. Da werde ich gleich mal die selbst betitelte CD in die Anlage wuchten. Sehr zu empfehlen! Ach ja, und <strong>HELRUNAR</strong> gibt es ja auch noch, obwohl ich sagen&nbsp;muss, dass sie seit dem Album &#8222;Sol&#8220; für mich stark an Bedeutung verloren haben.&nbsp;Liegt jedoch eher an der Musik als an den Texten, denn die sind nach wie vor gut.</p>
<p></div></div>
<p><b><a href="https://silence-magazin.de/author/sarah/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarah&nbsp;H.</a>&nbsp;mit Käse&nbsp;</b>sagt:</p>
<p>Ich werde für diese Aussage bestimmt gleich mit Mistgabeln verjagt, aber deutschsprachiger Metal ist für mich einfach nur eins – <strong>Bäh</strong>! Egal welches Genre, ich versuche <strong>um deutschsprachigen Metal einen sehr sehr großen Bogen zu machen</strong>. Warum? Für mich persönlich ist die deutsche Sprache eine sehr raue und komplizierte Sprache. Ich komme irgendwie nicht damit zu recht, dass Metal an sich, der ja in vielen Teilen bereits sehr hartnäckig anmutet, auch noch <strong>mit einer Sprache unterlegt wird, die ebenfalls schwergängig ist</strong>. Da macht es für mich auch keinen Unterschied, ob eine Band im Folk, Death, Black oder sonst einer Metal-Gattung heimisch ist.</p>
<p>Einzige Ausnahmen, die mir bisweilen einfallen, würde ich <strong>nicht so sehr in die Metal-Schiene packen</strong>, auch wenn diese wahrscheinlich gern gesehene Gäste auf vielen Metal-Festivals sind. Zum einen kann ich dem deutschen Witz und Charme der Band <strong>KNORKATOR</strong> schon etwas abgewinnen. Auch die klassischen Mittelalter-Bands wie <strong>SUBWAY TO SALLY</strong> und <strong>IN EXTREMO</strong> laden mich trotz deutscher Sprache zum Tanzen ein. Ich bin aber davon überzeugt, dass diese Bands auch prächtig in einer anderen Sprache funktionieren könnten. Auch haben <strong>EQUILIBRIUM</strong> auf ihrem neuen Album „Armageddon“ für mich gezeigt, dass es nicht immer Deutsch sein muss. Mir gefällt&#8217;s. In diesem Sinne – Jeder wie er&#8217;s/ sie&#8217;s gerne mag!</p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
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		<title>Nachwuchs mit mächtig Schmackes: Slaughterra</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2016 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenherz]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Pfalz]]></category>
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		<category><![CDATA[Slaughterra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SLAUGHTERRA &#8211; Lügenherz Veröffentlichungsdatum: 21.05.2016 Dauer: 48 Minuten Label: / Mit Songtexten ist es immer so eine Sache: Oftmals hört man gar nicht so recht hin, und selbst offensichtliche Plattitüden fallen bei vielen deutschsprachigen Hörern deswegen nicht auf, weil sie in englischer ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nachwuchs-mit-maechtig-schmackes-slaughterra/">Nachwuchs mit mächtig Schmackes: Slaughterra</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SLAUGHTERRA</strong> &#8211; Lügenherz<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.05.2016<br />
Dauer: 48 Minuten<br />
Label: /</p>
<p>Mit Songtexten ist es immer so eine Sache: Oftmals hört man gar nicht so recht hin, und selbst offensichtliche Plattitüden fallen bei vielen deutschsprachigen Hörern deswegen nicht auf, weil sie in englischer Sprache nicht ganz so offensichtlich daherkommen. Erst bei näherer Betrachtung des Booklets fällt dann auf, was für ein <strong>Quark</strong> da eingesungen wurde. So mancher Frontmann dürfte sich also glücklich darüber schätzen, dass seine Ergüsse durch den Schleier der Übersetzung so schnell nicht auffallen. Ein hässlicher Nebeneffekt dieser Beobachtung besteht allerdings darin, dass deutsche Texte von Kritikern und Hörern oft mit <strong>chirurgischer Präzision</strong> seziert werden, schließlich ist es hierbei einfacher, Stilblüten aufzudecken und sich über jede Nichtigkeit zu empören.</p>
<p>Ungeachtet dessen hat sich die junge Formation <strong>SLAUGHTERRA</strong> aus der Pfalz dazu entschieden, zumindest einen Teil ihres zweiten Albums &#8222;Lügenherz&#8220; in der Muttersprache einzusingen. Gleich vorweg die erste Entwarnung: Die kleine namentliche Parallele zu Vargs &#8222;Das Ende aller Lügen&#8220; ist glücklicherweise die einzige Gemeinsamkeit beider Werke. <strong>SLAUGHTERRA</strong> zeigen sich nicht krampfhaft politisch, und vom Genre her wird auch eine andere Klientel bedient. &#8222;Lügenherz&#8220; lässt sich irgendwo im Bereich des modernen Death Metal mit recht starkem Core-Einschlag einordnen. Wer also gegen <strong>Breakdowns</strong> und dergleichen allergisch ist, kann zwar einen Blick riskieren, wird aber aller Voraussicht nach nicht sonderlich glücklich mit dem Album.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/PxmxRLvaEK4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bei Liebhabern des Genres sieht es da schon anders aus, denn nach einem netten Intro zeigt schon das einleitende &#8222;<em>Konstrukt: Mensch</em>&#8222;, dass die fünf Jungs ein <strong>dickes Ding</strong> am Start haben. Einerseits wäre da die schön wuchtige Produktion, die bei einer jungen Band ja beileibe keine Selbstverständlichkeit ist, andererseits funktioniert der Kniff mit dem deutschen Gesang: Wir sprechen nun einmal eine sehr harte Sprache, wodurch Frontmann Julian mit einer erfreulichen Gewalt durch die entsprechenden Songs hackt. Lobenswert ist hierbei auch, dass jede einzelne Silbe klar <strong>verständlich intoniert</strong> wurde, und man somit auch die kleinen Wortspiele in den Texten ohne Probleme heraushören kann. Natürlich gilt das auch für die platteren Textstellen, aber diese halten sich zum Glück eher in Grenzen, was die deutschsprachigen Lieder anbelangt.</p>
<p>Nach dem einminütigen Outro des Titeltracks wird in &#8222;<em>The Mirror</em>&#8220; nach drei deutschen Songs zum ersten Mal die Sprache gewechselt, was trotz des bewusst gestreckten Übergangs <strong>etwas abrupt</strong> erscheint. Zum Glück handelt es sich hierbei um einen starken Song, sodass dieser Umstand schnell verziehen ist. Etwas schwächer und auch textlich belangloser kommen im Anschluss &#8222;<em>Mess With The Best (Die Like The Rest)</em>&#8220; und &#8222;<em>Oh Zero!</em>&#8220; daher, bevor &#8222;<em>Peripetie</em>&#8220; und &#8222;<em>Erdenleben</em>&#8220; wieder auf Deutsch gesungen sind und auch musikalisch eher zu gefallen wissen. Insbesondere das düstere &#8222;<em>Erdenleben</em>&#8220; erweist sich als kleines Highlight. Anfangs etwas untypisch anmutend, weiß das melodische und glücklichere &#8222;<em>Downfall</em>&#8220; schließlich als Auflockerung zu gefallen, zumal der Song zwischendurch <strong>wunderbar tanzbar</strong> wird. Etwas mehr zur Mitte des Albums hin hätte dieser Song allerdings besser funktioniert. So bleibt mit &#8222;<em>Guide Me</em>&#8220; nur noch ein Song, bevor das atmosphärische Outro mit einer Dauer von über fünf Minuten auf zurückhaltende Weise das Album abschließt – wider Erwarten sogar, ohne dabei langatmig zu wirken. Als Bonustrack gibt es dann noch den Gassenhauer &#8222;<em>Sempiternal Pain</em>&#8220; drauf.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/39BXoBeGJUg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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