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	<title>Deutschpunk Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Deutschpunk Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>WIZO und NORMAHL brachten das Licht nach Würzburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 00:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Punkrock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu ihrem vierzigjährigen Bandjubiläum veranstalteten WIZO ihre bisher größte und längste Tournee in der bisherigen Bandgeschichte. In Würzburg waren wir für euch dabei!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wizo-und-normahl-brachten-das-licht-nach-wuerzburg/">WIZO und NORMAHL brachten das Licht nach Würzburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WIZO</strong> und <strong>NORMAHL</strong> sind zwei Bands, die mich vor allem in meiner Jugend und meinem jungen Erwachsenenleben begleitet haben. Zu Schulzeiten waren es <strong>WIZO</strong>, die mir das Eingangstor in den deutschsprachigen Punk Rock gezeigt haben. Und später, als ich für eine kurze Zeit im Rems-Murr-Kreis gelebt habe, waren <strong>NORMAHL</strong> allgegenwärtig. Doch obwohl ich beide Bands vor allem in dieser Zeit viel gehört habe, habe ich sie bisher noch nie live gesehen. Nun, Jahre später, durfte ich mit Kamera und Pressepass in der Hand dieses Versäumnis nachholen.</p>
<p>Zu ihrem vierzigjährigen Bandjubiläum veranstaltete die Sindelfinger Band ihre „<strong>WIZO BRINGT DAS LICHT</strong>“-Tour; die größte und längste Tournee in der bisherigen Bandgeschichte. Streng genommen gibt es im vierzigjährigen Bestehen eine kleine Lücke zwischen 2005 und 2009, aber das sollte nicht die Feierstimmung vermiesen. Ganz im Gegenteil: die Würzburger Posthalle war rappelvoll mit Fans aus allen Altersklassen. Im Schnitt habe ich mich mit Ende 30 eher zur jüngeren Kategorie gewähnt. Es waren aber auch Besucherinnen zugegen, die bestimmt schon die 70 überschritten haben, und die jüngsten Fans waren im Grundschulalter.</p>
<p>Fröhliche Stimmung und gute Laune waren allgegenwärtig, als die Lichter und die Musik ausgingen. Zur allgemeinen Überraschung traten aber nicht <strong>NORMAHL</strong> auf die Bühne, sondern <strong>WIZO</strong>. Das Trio begrüßte das Publikum, bedankte sich bei allen Anwesenden und kam mit der ersten Ankündigung. Es hab nämlich gleich noch einen weiteren Anlass zum Feiern: es war der 66. Geburtstag von <strong>NORMAHL</strong> Gitarrist <strong>Mick Scheuerle</strong>. Das Publikum sang das verdiente Ständchen, während die Winnender Deutschpunk-Urgesteine auf die Bühne kamen und mit ihrer Show begannen.</p>
<h3>NORMAHL</h3>
<p>Mit dem Lied <em>„Am Tage X“</em> starteten <strong>NORMAHL</strong> in ihr Set und widmeten somit direkt den ersten Teil des Konzerts der gegenwärtigen weltpolitischen Lage. In den Ansagen von <strong>Lars Besa</strong> ging es um das globale Erstarken der neuen Rechten, die Wiederaufnahme der Wehrpflicht, oder auch um die Rolle der BRD als Rüstungsexporteurin. Die passenden Lieder dazu waren <em>„Deutsche Waffen“</em>, <em>„Keine Überdosis Deutschland“</em>, und <em>„Fahneneid“</em>. Doch natürlich durften auch feier- und trinklustige Klassiker wie <em>„Fraggles“</em> nicht fehlen, und zum Abschluss der etwa 45-minütigen Darbietung grölte das Publikum zusammen mit der Band den Refrain des Songs <em>„Punk Ist Keine Religion“</em>. <strong>NORMAHL</strong> haben solide, unterhaltsam, und gekonnt genau das abgeliefert, was das Publikum erwartet und gewollt hat. Eine Dreiviertelstunde lang wurde hier mit Deutschpunk Klassikern bestes Entertainment geboten. Der einzig bittere Nachgeschmack ist hier, wie sehr die Aktualität einiger der alten Stücke wieder an Gewicht gewonnen hat.</p>
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<h3>WIZO</h3>
<p>Und dann brachten <strong>WIZO</strong> das Licht; sprichwörtlich. Alle drei Bandmitglieder trugen während der ersten Lieder gigantische Lampen als Rucksäcke mit sich. Auch musikalisch ging es direkt stark los: als Opener brachte der Song <em>„Raum Der Zeit“</em> die Halle zum Toben. Auch beim Dreiergespann aus Sindelfingen ging es klar politisch zur Sache: der Titel <em>„Scheiß AfD“</em> sorgte im Publikum für Bewegung und Einigkeit. Mein persönlicher musikalischer Höhepunkt der Show war das Lied <em>„Kein Gerede“</em>, welches einmal in altbekannter und flotter Manier, danach aber auch nochmal in einer alternativen Version zum Besten gegeben wurde. Souverän und selbstbewusst brachten <strong>WIZO</strong> die gute Laune in der Posthalle immer wieder zum Überkochen. Zwischen den Liedern war die Band auf der Bühne redselig, sorgte mit ihren Ansagen für Unterhaltung, und wirkte dabei vor allem bodenständig. Alles wirkte sehr spontan, kein bisschen abgehoben und einfach sympathisch. Die ursprünglich (scherzhaft) angekündigten vier Stunden brachten <strong>WIZO</strong> nicht ganz auf die Bühne, aber für fast die Hälfte dieser Zeit sorgten sie für eine gewaltige Punk Rock Party in der Posthalle. Als Abschiedssong spielten sie noch ihre Ballade <em>„Die Letzte Sau“</em>, und ich habe noch den kompletten Weg von der Garderobe bis zum Ausgang Leute gehört, die den Refrain immer wieder wiederholt haben.</p>
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<p>Es war ein nostalgischer Abend für mich, und hoffentlich ein wunderschöner Abend für alle Anwesenden. Auch wenn ich persönlich beide Bands etwas aus den Augen verloren habe, war es doch eine wirklich schöne Darbietung. Gerade in Zeiten der Unsicherheit, der politischen Kälte und der drohenden Dunkelheit war es sehr willkommen, dass <strong>NORMAHL</strong> und <strong>WIZO</strong> das Licht gebracht haben. In diesem Sinne noch einmal vielen Dank an alle Beteiligten, die für den Erfolg dieser Show gesorgt haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wizo-und-normahl-brachten-das-licht-nach-wuerzburg/">WIZO und NORMAHL brachten das Licht nach Würzburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 19:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oimel kann es nicht lassen, schon wieder war er on the road, diesmal aber kein Black Metal! Lest selbst, worum es heute geht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-auftritt-fuer-die-ewigkeit-fahnenflucht-in-leipzig/">Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47078 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2.jpg" alt="" width="564" height="376" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" />&#8222;Keine Parolen spenden Trost in all dem Dreck&#8220;</h3>
<p>Wie recht sie doch haben! Und wie sie den Nagel damit auf den Kopf treffen, eben… so wie eigentlich immer! Genau deswegen liebe und schätze ich <strong>FAHNENFLUCHT</strong> so sehr!</p>
<p>Aber wir fangen vorne an: Es ist Freitag, es ist spät, kalt, dunkel und ich fliege im Auto über Schleichwege quer durch die Stadt um zum Bandhaus in Leipzig zu kommen. Durch eine Verkettung sehr glücklicher Umstände konnte ich hier nämlich einen Zugang zum heutigen Konzert erhalten – noch einmal unendlichen Dank an dieser Stelle! Ich parkte ab, schlüpfte in meine guten alten Stiefel, die schon alles gesehen haben und machte mich auf zum Eingang. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie vorher im Bandhaus war. An dieser Stelle geht ein klarer Hinweis raus: Seid schlauer als ich, besucht das Bandhaus, es ist großartig!</p>
<p>Es sind oftmals diese kleinen Locations in denen man großartige Konzerte erlebt, oder auch mal die Band sieht, die irgendwann später ganze<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47079 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4.jpg" alt="" width="564" height="376" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /> Hallen füllt. Auf jeden Fall ist der kleine Veranstaltungskeller eine echte Perle, es gibt supernette Leute vor Ort, Flaschenbier für günstige Preise in großer Auswahl und einen kleinen aber feinen Raum für die Konzerte, der einen erstaunlich guten Sound bringt. Ich fühlte mich also sehr schnell heimisch, schloss meinen Rundgang ab und positionierte mich entspannt im Raum vor der Bühne.</p>
<h3>&#8222;Ich sehe schwarz-rot, aber kein Gold für dieses Land&#8220;</h3>
<p>Hier läuteten <strong>ARRESTED DENIAL</strong> aus Hamburg den Abend ein, und das machten sie hervorragend. Die Jungs waren meiner Meinung nach ein herrlicher Opener, nahmen den noch etwas lichten Raum vor der Bühne mit Humor, und schafften es später diesen auch zu füllen. Dabei wurde nicht nur &#8222;entspannter&#8220; Punk gespielt, sondern auch die ein oder andere Ska-Note mit angeschlagen und der Trompeter mischte sich gleich mal direkt ins Publikum um von dort zu spielen. Auch mit Ansagen wurde nicht gegeizt und insbesondere der Frontmann zeichnete sich dabei durch einen spitzbübigen Charme aus (tjaaaa, da habe ich ganz tief in Omas Wortschatz gegraben).</p>
<p>Ein <strong>TOCOTRONIC</strong>-Cover wurde in der Folge als echter Skinhead-Klassiker angekündigt, der einzig deutlich schnellere Song als &#8222;für uns fast schon Grindcore&#8220; und außerdem wurde Ansagen-Bullshit-Bingo gespielt. Klassiker wie &#8222;seid ihr gut drauf?&#8220; und &#8222;ganz schön heiß hier&#8220; unterbrachen als Zwischenrufe in der Folge lachend jede Ansage, und man konnte nicht anders als die Jungs sympathisch zu finden. Nach ca. 40 Minuten war hier dann Schluss und der Grundstein für einen guten Abend gelegt! Empfehlung zum reinhören ist hier <em>&#8222;Nationalisten aller Länder&#8220;</em> aus dem die Überschrift ist, und auch <em>&#8222;ich hab beschlossen euch zu hassen&#8220;</em>.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47080 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3.jpg" alt="" width="486" height="324" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 486px) 100vw, 486px" />&#8222;Ich glaube immer noch daran, dass sich hier was ändern kann&#8220;</h3>
<p>Nun folgte eine kleine Pause, ich wagte den abenteuerlichen Weg auf die Toiletten – am Klavier links, und jaaa, da steht wirklich eins wo man es nicht erwartet! Und dann ging es auch schon weiter. Nun waren <strong>BEI BEDARF</strong> an der Reihe, die in einem späteren Song dann verrieten, dass sie aus Berlin kommen. Mit einer anderen Berliner Punkband teilte sich der Frontmann auf jeden Fall die Haarfarbe, denn die Wuschelmähne erstrahlte in klassischem <strong>Farin-Urlaub</strong>-Blond. Die Jungs legten einen erfrischend-flotten Deutschpunk aufs Parkett. Auch wenn es genre-typisch an der ein oder anderen Stelle schwer fiel dem Text zu folgen, so waren doch auf jeden Fall sehr sympathische Texte wahrnehmbar. Ein rundherum solider Auftritt, der schon viel Spaß machte, und die letzte Müdigkeit aus dem Publikum vertrieb.</p>
<p>Und auch musikalisch war das Publikum jetzt langsam aufgewärmt und die ein oder andere Runde Pogo wurde getanzt. Schön war hier auch der Spendenaufruf für die Spendendosen für <strong>Seapunx</strong> und ein weiteres Projekt, die beim Merch aufzufinden waren. Als Anspieltipps für Neugierige würde ich hier klar <em>&#8222;keine Zweifel&#8220;</em> nennen, aus dem auch die Überschrift ist. Ansonsten zeigen auch <em>&#8222;Dichter &amp; Henker&#8220;</em> und <em>&#8222;Freiheit&#8220;</em> den Stil der Band sehr gut. Hier kann man auf jeden Fall auch gut mal reinhören auf den einschlägigen Portalen.</p>
<h3>&#8222;Wir wollen Hymnen hören&#8220;</h3>
<p>Auch die Berliner Jungs waren fertig, es wurde wieder umgebaut und so gegen 22:15 starteten dann <strong>FAHNENFLUCHT</strong>! Jetzt schweifen wir nochmal kurz ab… jeder hat in seiner Familie doch das Familienmitglied, das zu Familienfeiern immer die selben Storys erzählt, und alle nicken das ab? Nunja, ich scheine auch in das Alter zu kommen, denn ich wollte nun davon erzählen, dass der Mini-Oimel vor ziemlich genau 20 Jahren in den weiten des Internets das berüchtigte Bootleg aus Leipzig von <strong>FAHNENFLUCHT</strong> fand.</p>
<p>Allerdings hatte ich damit auch meinen Review zum vorletzten Album &#8222;Weiter Weiter&#8220; begonnen. Nun, dann eben anders: Der Mini-Oimel vor ziemlich genau 20 Jahren lauschte in einem heute nicht mehr existenten Jugendclub einem Konzert von ein paar Jungs auf seiner Schule. Die Combo, die sich <strong>SIDESPLITTING</strong> nannte, machte – meiner Meinung nach – ziemlich coolen Punk und am Ende coverten die Jungs auch <em>&#8222;Zeit bleib stehen&#8220;</em> von <strong>DRITTE WAHL</strong> und eben auch <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> von <strong>FAHNENFLUCHT</strong>. Beide Lieder hörte ich an diesem Abend zum ersten Mal, beide Lieder sollte ich nie wieder vergessen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47081 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1.jpg" alt="" width="819" height="546" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /></p>
<h3>&#8222;Ehrlich schöner scheitern können wir von mir aus auch zusammen&#8220;</h3>
<p>Seit diesem Abend und vielen Stunden mit ihrer Musik will ich <strong>FAHNENFLUCHT</strong> live sehen, leider hat es nur einmal auf dem Spirit-Festival geklappt, von viel zu weit weg… aber nie so richtig. Nun ENDLICH sollte es also passieren, und ich war aufgeregt wie damals! Die ersten Töne erklangen, der Sound war klasse, und die Jungs begannen furios! <em>&#8222;Schöner Scheitern&#8220;</em>, was auch der Opener vom neuen Album ist, kam perfekt in die Meute, die Bierflaschen wurden zur Decke gereckt und die Party wurde gestartet. Es folgte <em>&#8222;Staub&#8220;</em> vom neuen Album und danach mit <em>&#8222;Schwarzmaler&#8220;</em> und<em> &#8222;Willkommen in Deutschland&#8220;</em> zwei ältere Klassiker.</p>
<h3>&#8222;Meine Welt hat keine Farben, weil ich Schwarzmaler bin&#8220;<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47082 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9.jpg" alt="" width="772" height="515" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /></h3>
<p>Was soll ich sagen? Ich war schon jetzt stockheiser. Ich orientierte mich ein wenig weiter nach vorne, hatte perfekte Sicht und herrlichen Sound und intonierte gefühlt einen 100-Mann-Background-Chor ganz alleine. Der Sänger sah nun deutlich fitter aus als ich, und ich genoss jeden Augenblick. Soooo lange hatte ich auf ein solches Konzert gewartet, und es hatte sich gelohnt! Ich würde behaupten über die Jahre so ziemlich jeden Quieks der Band zu kennen, auch wenn sich mein musikalischer Horizont in den 20 Jahren gehörig erweitert hat. <strong>FAHNENFLUCHT</strong> stellen aber eine Konstante dar!</p>
<p>DAS ist für mich deutscher Punk, so wie ich ihn mir wünsche! Die Band schafft es eigentlich immer, den Nagel auf den Kopf zu treffen, den Finger in die Wunde zu legen, eben genau am Geschehen der Zeit zu liegen und sich dabei textlich weiterzuentwickeln, ohne stilistisch softer zu werden. Und es gibt eben auch diese ganz rabiaten Deutschpunk-Songs bei denen all der Frust des Alltags aus ihnen – und mir – herausplatzt, doch die folgen später.</p>
<p>Ich bin der ganz festen Überzeugung, dass <strong>FAHNENFLUCHT</strong> die unterrepräsentierteste großartige Band im deutschen Punk sind &#8211; und ich würde die Jungs eigentlich gerne auf den größten Bühnen und Festivals sehen, damit ihre Texte und Botschaften sich in tausende, nein zehntausende Köpfe hämmern. Aber heute…. Heute, bin ich einfach nur froh, die Band genau hier im kleinen aber großartigen Bandhaus zu sehen, so nahe vor mir, dass es keine Grenze zwischen Band und Publikum gibt. Die Schwelle zur Bühne ist vielleicht 30cm hoch, es gibt kein Geländer, es gibt kein &#8222;die&#8220; auf der Bühne und kein &#8222;wir&#8220; vor der Bühne. Es gibt eine wogende Menge, eine Melange aus alltagsgeplagten Menschen, die sich hier zusammen in den bitter-düsteren Texten und derben Melodien wiedererkennen und sich gegenseitig Kraft geben. Und verdammt, ich liebe es!</p>
<h3>&#8222;ihr seid das Volk, doch ich bin kein Teil von euch&#8220;</h3>
<p>Es folgen in rasender Geschwindigkeit die nächsten Titel, während ich mitgröhle, im Kopf ein Gerüst für diese Zeilen hier baue und außerdem auch noch die Songs notiere. <em>&#8222;Molotov Zitrone&#8220;</em> mit gleichem Namen wie das aktuelle Album, wird gefolgt von einer kleinen Pause zum durchatmen bei <em>&#8222;Kollektivschlaf&#8220;</em>. Mit <em>&#8222;Welt&#8220;</em> und <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> geht es dann aber direkt wieder energiegeladen weiter. Und insbesondere <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> vom vorhergehenden Album ist ein Song, der in den jetzigen Zeiten vermutlich nie an Aktualität verlieren wird.</p>
<p>Die Menge ist richtig gut dabei, viele sind hier textsicher und gehen mit den Songs gut mit und es ist eine großartige Atmosphäre im Raum. Das Publikum ist im übrigen sehr durchmischt. Von kahlrasierten und Iro-tragenden Frauen bis zu vielen Fans meiner Generation, aber auch noch einigen deutlich älteren ist hier alles vertreten. Unter anderem auch ein Vater mit seiner vielleicht 10-12 jährigen Tochter, die ebenfalls mit großer Textsicherheit glänzte. Ihr wurde dann auch die Ansage vor dem Song <em>&#8222;Kind&#8220;</em> gewidmet, und hier ist so ein typischer <strong>FAHNENFLUCHT</strong> Moment für mich. Der Song ist rau, aber der Text geht durch Mark und Bein, erst Recht seit ich selber Kinder habe:</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47083 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3.jpg" alt="" width="658" height="439" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px" />&#8222;Ich frag Dich, wie erklärt man einem Kind, dass Menschen Menschen hassen, nur weil sie andersartig sind? Wie erklärt man einem Kind, dass Menschen Menschen töten, wenn der Hass in uns gewinnt?&#8220;</h4>
<p>Und ja, dass frage ich mich auch des Öfteren. Und in dieser Welt, in der wir aktuell leben, gibt es viele solcher Fragen, aber nur wenige Antworten. Das sind eben genau solche Texte die ich bei der Band immer wieder für alle Lebenslagen finde, und die dann eben doch ganz anders sind, als viele andere Deutschpunk-Inhalte. Hier steckt einfach mehr dahinter, aber trotzdem haut dich die Musik auch zusätzlich aus den Latschen. Eine geniale Mischung!</p>
<h3>&#8222;Immer so negativ, immer so depressiv&#8220;</h3>
<p>Ja, verdammt! Denn die Jungs sind einfach ehrlich, und irgendwie ist der Punkt für Durchhalteparolen und &#8222;es wird schon&#8220; halt einfach weit überschritten. Aber es geht auch versöhnlicher, denn mit <em>&#8222;mit dir okay&#8220;</em> und <em>&#8222;härter zusammen&#8220;</em> sind hier zum Beispiel auch 2 Tracks, die den Zusammenhalt und die Unterstützung gegenseitig wertschätzen, was definitiv auch wichtig ist. Aber mit <em>&#8222;Wache an der Überlastungsgrenze&#8220;</em>, <em>&#8222;Bildschirmzeit&#8220;</em>,<em> &#8222;Trümmer</em>&#8220; und <em>&#8222;Zweifel&#8220;</em> wird es dann schon wieder ganz düster, ehe es mit mit <em>&#8222;Welcome To Hell&#8220;</em> einen furiosen Abschluss gibt. Abschluss? Von wegen!</p>
<h3>&#8222;Es geht voran, es ist soweit&#8220;</h3>
<p>War der Sänger nun in einem mir ähnlichen Zustand, und eine gewisse Verschwitzheit erkennbar, waren aber dennoch die letzten Kräfte für diesen Abschluss aufgespart. Und jetzt, jetzt sollte das passieren, worauf der Punk im Oimel sich schon seit 20 Jahren freute… zum Abschluss gab es nochmal 4 Klassiker der ersten Alben, die einfach nur Kult sind! <em>&#8222;es geht voran&#8220;</em> machte den Anfang, und der Autor warf sich hier dann todesmutig in das rüde Geschubse vor der Bühne. Zugegeben, ich spürte die Bewegung und das Gegröhle in Form von Seitenstechen recht schnell, aber das war nun auch egal.</p>
<p>Die Stimme war ebenfalls völlig hinüber, und das was ich im Anschluss noch von mir geben konnte, dürfte sich angehört haben, wie fieseste Tonexperimente der <strong>EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN</strong>. Das hielt mich nicht davon ab, die restlichen 3 Lieder nun unmittelbar an der Bühnenkante zu verbringen und gefühlt jede Silbe zusammen mit dem Sänger zu intonieren, der nur wenige Zentimeter vor mir stand. Oh wie sehr mich diese Minuten zu <em>&#8222;Hausbesetzerlied&#8220;</em> und <em>&#8222;Gesox</em>&#8220; glücklich machten! Das wurde nun nur noch gesteigert, als zum Abschluss dann noch DAS Lied kam! <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> ist einfach einer DER deutschen Punk Songs überhaupt und nun war endgültig alles vorbei und ich überglücklich. Die Band sah mindestens so fertig aus wie ich mich fühlte, aber auch mindestens so glücklich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47084 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4.jpg" alt="" width="985" height="657" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 985px) 100vw, 985px" /></p>
<h3>Fazit?</h3>
<p>Klare Sache! Macht es besser als Oimel, denn: Geht ins Bandhaus, was wirklich eine tolle Location ist, die jede Unterstützung verdient! Und geht zu <strong>FAHNENFLUCHT</strong>, wenn ihr die Gelegenheit habt – erst gestern ist ein neuer Schwung Tourdaten bekannt gegeben worden, es sind also viele Möglichkeiten da. Achja, und wer <strong>ARRESTED DENIAL</strong> oder <strong>BEI BEDARF</strong> über den Weg läuft, sollte natürlich auch hier ein Ohr riskieren. Dieser Abend war ein Konzert, auf das ich einfach gewartet habe, und das ich – ohne Übertreibung – niemals vergessen werde! Danke an alle Beteiligten, die solche Sachen veranstalten!</p>
<p>Achja &#8211; und natürlich dürften hier die ungewohnt guten Bilder für einen Konzertbesuch von mir aufgefallen sein! Danke dafür an <strong>Kerstin Kühne</strong>, die mir die Bilder zur Verfügung gestellt hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-auftritt-fuer-die-ewigkeit-fahnenflucht-in-leipzig/">Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>PASCOW &#8211; Intelligente Texte und Ohrwurmgarantie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 17:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punkrock]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschpunk]]></category>
		<category><![CDATA[pascow]]></category>
		<category><![CDATA[punkrock]]></category>
		<category><![CDATA[Sieben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liegt PASCOW irgendwo in der Uckermark? Nein, unser Gastautor Dennis meint: lieber in deinem Player der Wahl! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pascow-sieben/">PASCOW &#8211; Intelligente Texte und Ohrwurmgarantie</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h3 style="text-align: center;">PASCOW &#8211; &#8222;SIEBEN&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>27. Januar 2023<br />
<strong>Label:</strong> <a href="https://rookierecords.de">Rookie Records</a> / Kidnap Music<br />
<strong>Dauer:</strong> 36 min.<br />
<strong>Genre:</strong> Deutschpunk</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p align="LEFT">Sieben &#8211; eine Zahl, die dir vielleicht noch aus dem Matheunterreicht geläufig ist und gleichzeitig der Albumtitel der neuen <strong>PASCOW</strong> Scheibe. Der Titel ist dabei nicht random gewählt, sondern weil es die siebte LP-Veröffentlichung der Rheinland-Pfälzer ist. Vermutlich wirst du dir als Brutal Tech Deathmetal Fan, der versehentlich auf diese Rezension hier geklickt hat denken – <strong>PASCOW</strong>? Klingt wie ein Dorf in der Uckermark!? Kein Problem mein Freund &#8211; ich kläre dich auf. Im Jahr <strong>1998</strong> gründeten zwei Brüder mit dem Familiennamen Pascow die besagte Band und sind seitdem absolute <strong>Schwergewichte der Deutschpunk-Szene</strong>. Ihre Markenzeichen: sehr eingängige Melodien, rauer Gesang und kryptische Texte. Also gerade nicht der Sonntags-Wohlfühlpunk, den dir Spotify regelmäßig vorschlägt und den du dann als &#8222;Private Session&#8220; hörst. &nbsp;</p>
<h3 align="LEFT">MERKEL JUGEND</h3>
<p align="LEFT">Schon bei ihrem drei Jahre zurückliegenden Album &#8222;Jade&#8220; hat sich die Band von einem ihrer Markenzeichen, den besagten kryptischen Texten entfernt. Heißt, du wusstest beim Hören, wenn auch immer noch ziemlich durch die Blume, was dir die Band sagen will. Dieser Trend setzt sich auf der neuen Scheibe weiter fort und bringt uns zum Song <em>&#8222;Gottes Werk und Teufels Beitrag&#8220;</em>. Darin rechnet die Band mit all denen ab, die von Themen wie wachsendem Rechtspopulismus und Klimawandel nichts wissen wollen und werden dabei<strong> ungewöhnlich deutlich</strong>. Nagut, sich konkret politisch zu äußern gehört ja zum Deutschpunk irgendwie dazu und ist auch nicht direkt etwas Neues, aber in der Form für die Band <strong>PASCOW</strong> schon. Auch bei den Songs <em>&#8222;Himmelhunde&#8220;</em>, <em>&#8222;Mailand&#8220;</em> oder <em>&#8222;Monde&#8220;</em> geht es um die Szenedauerbrenner wie Gentrifizierung, Konsum- und Systemkritik und alle diese Nummern hören sich gut weg.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Pascow - Mailand (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/31hatWP177c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h3 align="LEFT">GENERATION NOKIA</h3>
<p align="LEFT">Wie schon erwähnt sind die Lyrics bei <strong>PASCOW</strong> ein wichtiger Sellingpoint. Und auch wenn man sich auf vergangenen Platten teilweise keinen Begriff der Botschaft dahinter machen konnte, waren die <strong>einprägsamen Sprachbilder</strong> immer die große Kunst dahinter. Gerade wenn es nicht um Politik, sondern um alltägliche Erlebnisse geht, von denen du und ich auch ein Lied singen könnten, sind <strong>PASCOW</strong> am stärksten. Auf &#8222;Sieben&#8220; fällt dabei besonders der Song <em>&#8222;Daniel &amp; Hermes&#8220;</em> heraus, der meiner Meinung nach auch <strong>der Stärkste</strong> der Veröffentlichung ist. Man bleibt sich also der &#8222;<strong>PASCOW</strong>-Formel&#8220; treu und versucht es nicht mit belanglosen und aneinander gereihten Kalendersprüchen, die leider viele Bands aus dem Genre mittlerweile im Abo beziehen zu scheinen.</p>
<h3 align="LEFT">ZWICKAU SEHEN UND STERBEN</h3>
<p>Einige Fans werden jetzt vielleicht sagen &#8211; ja okay, aber das hatten wir ja schon, wird es nicht mal Zeit für Veränderung? Und das mag für den weniger konservativen Teil der Fanbase durchaus ein valider Punkt sein. Während die letzte Scheibe &#8222;Jade&#8220; sehr experimentell war und Ska-Passagen, Features oder eine Ballade enthielten, beschränkt es sich hier lediglich auf <strong>ein Feature</strong>. Damit knüpft das Album eher da an, wo &#8222;Diene der Party&#8220; <strong>2014</strong> aufgehört hat. Musikalisch wird in den zwölf Tracks (mit wenigen Ausnahmen) also rigide durchgezogen, mit schnellen Gitarrenriffs und Refrains mit <strong>Ohrwurmgarantie</strong>, ohne dass es zu sehr nach &#8222;<strong>KRAFTKLUB</strong>&#8220; klingt. Solltest du also mal wieder die Lust nach einer authentischen Deutschpunk-Platte, über der nicht das Damoklessschwert von vielen enttäuschten Fans hängt, verspüren, kannst du hier bedenkenlos zugreifen!&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-41582 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/PASCOW_2022_c_simonengelbert-343-1.jpg" alt="" width="750" height="499" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/PASCOW_2022_c_simonengelbert-343-1.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/PASCOW_2022_c_simonengelbert-343-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/PASCOW_2022_c_simonengelbert-343-1-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p><a href="https://pascow.org">OFFIZIELLE WEBSITE</a></p>
<hr>
<p><span style="color: #800000;"><em>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: <strong>Dennis</strong>.</em></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pascow-sieben/">PASCOW &#8211; Intelligente Texte und Ohrwurmgarantie</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Helle Nebelleuchten aus Thüringen &#8211; PING PONG PUNK</title>
		<link>https://silence-magazin.de/ping-pong-punk-dunst-im-nebel/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ping-pong-punk-dunst-im-nebel</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2022 08:11:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punkrock]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschpunk]]></category>
		<category><![CDATA[Ping Pong Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Ponyphone Records]]></category>
		<category><![CDATA[Punk Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalkalden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pogo- und partytauglicher Deutschpunk - dafür stehen die Thüringer von PING PONG PUNK. Raphael hat alle Infos zum neuen Album!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ping-pong-punk-dunst-im-nebel/">Helle Nebelleuchten aus Thüringen &#8211; PING PONG PUNK</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h3 style="text-align: center;">PING PONG PUNK &#8211; &#8222;Dunst im Nebel&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>23. September 2022<br />
<strong>Label:&nbsp;</strong><a href="https://www.ponyphone.de/" target="_blank" rel="noopener">Ponyphone Records</a><br />
<strong>Dauer: </strong>36:19 min.<br />
<strong>Genre:&nbsp;</strong>Deutschpunk </div></div></div></p>
<p>Seit 2011 steht der Name&nbsp;<strong>PING PONG PUNK</strong> für pogo- und partytauglichen Deutschpunk mit stabil antifaschistischer Haltung. Die Band aus dem sonnigen Schmalkalden hat anno 2015 ihr erstes Album &#8222;<a href="https://pingpongpunk.bandcamp.com/album/klob-rstenrevolution" target="_blank" rel="noopener">Klobürstenrevolution</a>&#8220; veröffentlicht und zwei Jahre später die EP &#8222;<a href="https://pingpongpunk.bandcamp.com/album/die-fassade-br-ckelt" target="_blank" rel="noopener">Die Fassade bröckelt</a>&#8220; hinterhergeschossen. Beide bisherigen Releases erschienen in Eigenregie; bei der EP begannen&nbsp;<strong>PING PONG PUNK&nbsp;</strong>allerdings schon mit <strong>Phillipp Schwabe</strong> von <strong>Magnolia Sounds</strong> zusammenzuarbeiten. Dahingehend ist es keine allzu große Überraschung, dass das neue Album bei dessen Label Ponyphone Records erscheint. Somit schafft das Musiker nach zwei CDs im Jewel Case den Sprung zur 12&#8220; Schallplatte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="PingPongPunk - Dunst im Nebel (OFFICIAL MUSIC VIDEO) - 2022" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/IggSFtsVOZQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Mit großen Schritten voran</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-41077" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_1-rotated.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ein kurzer Blick in die Vergangenheit offenbart, dass&nbsp;<strong>PING PONG PUNK</strong> seit Anbeginn ihrer Bandhistorie für einen offenen Umgang miteinander, für Party und Spaß, und für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung stehen. Auf dem Debutalbum hat es teilweise noch etwas an der sprachlichen Inszenierung dieser Einstellung gehapert, die EP von 2017 war dann nur noch auf akustischer Ebene etwas holprig. Legt man zum direkten Kontrast das neue Album &#8222;Dunst im Nebel&#8220; auf, werden binnen Sekunden gewaltige Entwicklungsschritte offensichtlich. Vom Sound zu den Texten sind&nbsp;<strong>PING PONG PUNK</strong> wahnsinnig souverän geworden.</p>
<h3>Kein Dorf den Faschisten</h3>
<p>Als Menschen, die sich im ländlichen Raum Thüringens offen und aktiv antifaschistisch engagieren, kennen die Mitglieder von&nbsp;<strong>PING PONG PUNK</strong> den Gegenwind, der hier oft stärker weht als in der Stadt. Deshalb bekennt sich die Band auch solidarisch mit allen, die sich gegen sogenannte National Befreite Zonen und deren Unterstützer*innen stellen. Wie ernst die Lage ist, erkennt man daran, dass fast alle der 16 Titel auf &#8222;Dunst im Nebel&#8220; dem Widerstand gegen Neonazis gewidmet sind. Dazu gehört auch eine würdigende Erinnerung an die <strong>Geschwister Scholl</strong> sowie mehrere harte Seitenhiebe gegen die schweigende Mitte, etwas Kapitalismuskritik und der Aufruf zur Gestaltung sicherer Fluchtwege.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="PingPongPunk - Wut/Angst (OFFICIAL MUSIC VIDEO) - 2022" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/A6kHOWlSy-E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-41078 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_banner.png" alt="" width="975" height="151" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_banner.png 975w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_banner-300x46.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Ping-Pong-Punk_banner-750x116.png 750w" sizes="auto, (max-width: 975px) 100vw, 975px" /></h3>
<h3>Zwischen Wut, Angst und Solidarität</h3>
<p><strong>PING PONG PUNK</strong> entgegnen entschieden der Dunkelheit und reichen all denen die Hand, die sich für Erleuchtung einsetzen. Neben der stabilen Haltung glänzt die Band mit eingängigem und dynamischem Deutschpunk à la&nbsp;<strong>VAMOS BLATELLA</strong> oder&nbsp;<strong>ALARMSIGNAL</strong>. Die Lieder laden zum Bewegen und Mitsingen ein, und geben trotz der ernsten Themen Hoffnung und Kraft.</p>
<p><a href="https://www.pingpongpunk.de/" target="_blank" rel="noopener">Homepage von&nbsp;</a><strong>PING PONG PUNK<br />
</strong><a href="https://www.facebook.com/MitViertelnInsGesicht/" target="_blank" rel="noopener">Facebook Profil von <strong>PING PONG PUNK</strong></a><br />
<a href="https://www.instagram.com/knusperjungs/" target="_blank" rel="noopener">Instagram Profil von <strong>PING PONG PUNK</strong></a><br />
<a href="https://pingpongpunk.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">bandcamp Profil von <strong>PING PONG PUNK</strong></a><br />
<a href="https://www.youtube.com/channel/UCiWzlgE_sqnLesvXtMe0wfQ/featured" target="_blank" rel="noopener">YouTube Kanal von <strong>PING PONG PUNK</strong></a><br />
<a href="https://open.spotify.com/artist/5d8pQkrqA1aiweBRgfeI3J?si=4e6368948f0a4e41" target="_blank" rel="noopener">Spotify Profil von <strong>PING PONG PUNK</strong></a></p>
<p>Urheberrecht: Die Bilder stammen von&nbsp;<strong>PING PONG PUNK</strong>; nur das Foto mit den CDs wurde in <span style="color: #800000;">Raphael</span>s Wohnung aufgenommen.</p>
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		<title>Fahnenflucht – &#8222;Weiter Weiter&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2021 07:03:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschpunk]]></category>
		<category><![CDATA[Fahnenflucht]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[weiter weiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor wir zerfließen, hauen wir noch einen raus!<br />
"Weiter Weiter" lautet der Titel des Albums von FAHNENFLUCHT.<br />
Keine Sauflieder sondern 14 Lieder direkt in die Wunde.<br />
Oimel is happy, ihr auch?!</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">Fahnenflucht – &#8222;Weiter Weiter&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>28.05.2021<strong><br />
Länge:</strong> 0:45:46<strong><br />
Label: </strong>Aggressive Punk Production<strong><br />
Genre: </strong>Deutsch Punk </div></div></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Achja, wie lange ist es her&#8230; Damals, als ich das erste Mal Fahnenflucht hörte, und es ein kompletter Gamechanger in meiner kleinen Punkwelt war. <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> gecovert von einer Band aus Mitschülern der Klassenstufe unter mir &#8211; und es veränderte sich alles. Neben den großen alten Punkbands die ich so leidenschaftlich hörte, gab es also auch aktuelle, harte Bands die mit bösen Worten um sich warfen. Und so bekam ich kurz später dann auch das legendäre Live-Bootleg aus Leipzig in die Finger. Und heute steht die ganze Banddiskographie schon lange als Vinyl im Schrank!</p>
<h3>Deutschpunk in bester Form</h3>
<p><strong>FAHNENFLUCHT</strong> zeichnen sich durch eine musikalische Schnelligkeit und treibende Instrumente aus, die durch die Lieder peitschen. Aber vor allem eben auch durch die großartige Stimme des Sängers! Diese Wut, dieses anklagende kurz vor der Grenze zum Verzweifeln, diese Fassungslosigkeit, dieses Unverständnis und dieser schmerzliche Wehmut über die Themen die in den Liedern vorherrschen. Zusammen mit der Kratzigkeit der Stimme ergibt das den typischen Sound von Fahnenflucht! Und in diesen Sound verpackt sind gesellschaftskritische, strikt antifaschistische und sehr intelligent formulierte Texte die den Finger immer mitten in die Wunde drücken!</p>
<p>Warum ich das schreibe? Weil das neue Album &#8222;Weiter Weiter&#8220; wieder exakt in genau diese Kerbe schlägt! Um ein Fazit vorneweg zu nehmen: Es ist ein Brecher, es ist genau das Album das 2020/2021 erscheinen musste. Ein Rundumschlag, eine Abrechnung mit der Verrohung der Welt, mit dem fehlenden Klimaschutz mit &#8222;dem Volk&#8220; und mit allem. Und das auch wie gewohnt musikalisch in mitreißender Art und Weise.</p>
<p>Der Review kommt ein wenig spät. Aber ich wollte nicht in der ersten Euphorie sondern nach vielen Durchläufen schreiben, um auch zu schauen ob es nach dem dritten und fünften Hören noch genauso knallt. Und das tut es!</p>
<h3>Hart, düster, anklagend und immer auf den Punkt!&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;</h3>
<p>Schon der Opener <em>&#8222;Welt&#8220;</em> dreht sich um die Ausbeutung des Planeten und stellt die Frage in welcher Welt wir leben wollen. Und dabei wird auch knallhart resümiert, das die Menschheit für die Erde völlig unwichtig ist. In die gleich Kerbe schlagen auch <em>&#8222;satt&#8220;</em> und der letzte Track <em>&#8222;Trümmer&#8220;</em>, bei denen es sowohl um den Raubbau, als auch um Profitgier und ewigen Konkurrenzkampf geht. <em>&#8222;Bewegung&#8220;</em> dagegen dreht sich um Freiheit und darum, das man dafür eben immer am Ball bleiben und niemals bequem werden darf. Und passend zum Titel geht das Lied auch kräftig vorwärts!</p>
<p>Den Song <em>&#8222;Energie&#8220;</em> interpretiere ich als einen Nachruf, allerdings kenne ich die Hintergründe dazu nicht. Aber das muss ich auch nicht, damit mir der Titel dennoch gefällt! Während sich<em> &#8222;Vater unser&#8220;</em> dann gegen das Patriachat und die machtbesessene Männerwelt richtet, ist mit <em>&#8222;Serotonin&#8220;</em>&nbsp;schon fast eine Art Motivationstrack vorhanden. Und dessen Kernbotschaft &#8222;du bist mehr wert als du denkst&#8220; ist definitiv komplett richtig!</p>
<h3>&#8222;Wir sind ein Virus aus Sternenstaub und Dreck&#8220;</h3>
<p><em>&#8222;Misantroph&#8220;</em> nimmt eine Sonderrolle ein, denn es ist das einzige ruhige Lied das ich von <strong>FAHNENFLUCHT</strong> kenne. Gleichzeitig ist es aber vom Text her so bitter, das es auch wieder typisch ist. Ein verzweifeltes Resümee über die Menschheit und deren sinnloses Handeln. Deutlich kraftvoller geht es dann bei <em>&#8222;Welcome to hell&#8220;</em> zur Sache, und hier interpretiere ich das Lied textlich als Kritik an den Teilnehmern der großen Gipfel wie G8 und G20. Ich glaube auch das Liedtitel und das Motto der damaligen größten kritischen Demo beim G20 in Hamburg nicht ganz zufällig identisch sind.</p>
<p>Und deutlich direkter geht es bei den restlichen Titeln zu. Die drehen sich mehr oder weniger um die gleiche Thematik, nämlich den gesellschaftlich stillschweigend geduldeten Rechtsruck der Gesellschaft. <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> richtet sich direkt gegen die Wutbürger und den Slogan <em>&#8222;wir sind das Volk&#8220;</em>, von dem man eben kein Teil sein möchte! Bei <em>&#8222;alte Lieder&#8220;</em> geht es eben darum, das genau diese alten Lieder immer wieder Hass und Hetze hervorrufen und es wird ein Bezug zur Weimarer Republik hergestellt.</p>
<p>In <em>&#8222;Asche&#8220;</em> geht es um das brandaktuelle Thema, wie sehr sich die Gesellschaft spaltet und wie aus alten Weggefährten plötzlich Fremde oder sogar (politische) Gegner werden, und hier wird auch mit direkten Anspielungen auf X-gida und andere rechte Umtriebe nicht gegeizt. Und zum Abschluss ist da noch <em>&#8222;BRND&#8220;</em> was mit absolut klaren Worten gegen Prepper, rechte Netzwerke und Kampfsportler wettert und diese auch klar und deutliche als Nazis, Rassisten und Faschisten sowie Menschenfeinde betittelt.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>&#8222;Weiter Weiter&#8220; reiht sich lückenlos in die großartige Fahnenflucht Diskographie ein. Das Album geht dahin wo es wehtut! Hier gibt es keine Happy Ends, keine bunten Zukunftsträume und auch keine lustigen Trinklieder. Stattdessen wird in 14 Lieder auf die großen Probleme unserer Zeit eingegangen. Und dabei wird wahrlich kein Blatt vor den Mund genommen! Treffend, hart und direkt, ohne allerdings über das Ziel hinaus zu schießen oder sich in Plattitüden zu ergehen. Das ist für mich moderner und intelligenter deutscher Punk wie er sein muss! Ich ziehe meinen Hut, und kann gar nicht anders als dem Album voll Punkte zu geben und danke zu sagen!</p>
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		<title>SLIME &#8211; keine Angst vor alten Punks!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 05:25:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[40 Jahre Slime]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschpunk]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Slime]]></category>
		<category><![CDATA[St.Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Wem gehört die Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute mal etwas mehr Punk ... Passend zu Corona aber mit grün-giftiger Vinyl!</p>
<p>SLIME sind wieder da mit einem neuen Werk zum 40jährigen Jubiläum. Wir haben es wirken lassen und ein sehr intensives Review für Dich!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/slime-wem-gehoert-die-angst/">SLIME &#8211; keine Angst vor alten Punks!!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">SLIME – &#8222;Wem gehört die Angst&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>13.03.2020<strong><br />
Länge:</strong> 0:40:53<strong><br />
Label: </strong><strong>Arising Empires<br />
Genre: </strong>Deutscher Punk</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-35754 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235207-1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235207-1-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235207-1-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235207-1-1152x1536.jpg 1152w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235207-1-750x1000.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235207-1.jpg 1238w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Es ist mitten in der Nacht, und endlich widme ich mich nach 3 Wochen HomeOffice dem liegen gebliebenen Herzenswunsch-Review. Denn es gibt nichts anderes als das neue Album einer meiner Alltime-Favorite-Bands auf die Ohren. Und <strong>SLIME</strong> legen hier nicht nur das dritte Album seit der Re-Union vor, sondern auch noch das Werk zum 40-jährigen Band-Jubiläum!</p>
<p>Und so verzögerte sich der Review schon mal deswegen, weil ich mir dieses Machwerk nicht aus dem Internet, sondern unbedingt zwingend von der wunderschön gewordenen giftgrünen Platte anhören wollte. Der Rest der Verzögerung ist dem HomeOffice mit Baby geschuldet. Aber der Review musste kommen, und so gilt: Besser spät als nie!</p>
<h3>Ganz neue Töne</h3>
<p>Die Gestaltung des Covers ist für <strong>SLIME</strong>-Verhältnisse schon mal ungewohnt künstlerisch, denn gerade die alten Werke bestechen durch simples aber einprägsames Artwork. Und auch der erste Titel und Namensgeber des Albums <em>&#8222;Wem gehört die Angst&#8220;</em> kommt sehr ungewohnt daher. Für meine Ohren klingt es schon ein wenig Post-Punk, recht melodisch und ohne wirkliche Ecken und Kanten. Selbst Sänger Dirks Stimme wirkt hier ungewohnt zart, was nun gar nicht seine Art ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="SLIME - Wem Gehört Die Angst (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/8dV4V_NgZt0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>&#8222;Paradies&#8220;</em> als zweiter Titel ist auch kein kraftvoll-rotziger Punk. Dafür schwelgt er aber dafür sehr nostalgisch in alten Erinnerungen an Anti-AKW-Proteste, die damals rückblickend gesehen wohl so etwas wie das Woodstock der deutschen Punk-Bewegung waren. Dort gab es nicht nur handfeste Auseinandersetzungen im großen Stil,&nbsp; sondern auch viele viele Konzerte, bei denen unterschiedlichste Künstler ihre Bekanntheit vergrößern konnten. Und durch den Refrain ist das Lied auch eine Hommage an Rio Reiser.</p>
<h3>&#8222;Wir gehen zusammen durch die Hölle, und die Hölle das sind wir&#8220;</h3>
<p>Mit diesem klasse Refrain wird man Live sicher noch viel Spaß haben, denn dieser hat das Potential noch minutenlang vom Publikum gesungen zu werden. Der Track ist flotter als seine beiden Vorgänger, und gefällt durch, für Punk schon durchaus kunstvolle, Einlagen wie Tempo- und Rhythmuswechsel. <em>&#8222;Die Suchenden&#8220;</em> besticht wiederum absolut durch seinen Text, der über einer Reggae-Melodie perfekt zur Geltung kommt, gekrönt von einem rockigen Refrain.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Wenn wir wollen&#8220;</em> folgt ein klarer Aufruf zu mehr Klimabewusstsein, und dazu den Arsch hochzukriegen. Und auch textlich wird es hier ein wenig <strong>SLIME</strong>-gewohnter revolutionär, denn &#8222;wenn wir wollen, zünden wir die Lunte an&#8220;. Da frohlockt mein Punk-Herz, denn ja, ich will es auch Jungs! Der Titel läuft bei mir direkt 2-3 Mal, den auch wenn die Musik nicht mehr so rau ist wie in den 80er Jahren, kommt hier doch schön einfacher und eingängiger Punk um die Ecke!</p>
<h3>Viva Punk!</h3>
<p>Und auch klanglich wird es nun schneller und härter. Und <em>&#8222;Ebbe und Flut&#8220;</em> würde ich schon ein wenig autobiographisch auf Sänger Dirks Leben sehen, in dem es wirklich viele Höhen und vorallem aber auch harte Tiefen bis zur Existenznot gab. Bis heute finde ich es absolut paradox, das <strong>SLIME</strong> so ziemlich als erste Band das Totschlagargument im Punk, nämlich &#8222;Kommerz&#8220; vorgehalten bekam. Und das obwohl die Band weit entfernt davon war reich mit Ihrer Musik zu werden. Der Makel blieb, und sorgte auch intern in den damaligen Zeiten für viele Spannungen.</p>
<p>Diese sind aber glücklicherweise überwunden, denn mit der Re-Union 2010 erfüllte sich für mich der Jugendtraum die Band einmal live zu sehen, und die jetztigen neuen Alben machen mir auch richtig Spaß. Auch dieses hier gefällt mir bereits sehr, und die erste Seite der Platte hat es mir besonders deswegen angetan, weil einerseits eine gewisse Reife der Band vorhanden ist, ohne das es altbacken oder langweilig wirkt. Andererseits steigern sich die Lieder vom ersten immer weiter und das Album baut sich dadurch auf.</p>
<h3>Die zweite Seite der Medaille</h3>
<p><em>&#8222;Die Toten&#8230;&#8220;</em> legt den Finger wieder auf einige Gesellschaftskritische Themen, und ist dabei stellenweise bitterböse. Aber genau diese Art und die klare Kante gegen Rechts zeichnen<strong> SLIME</strong> schon immer aus. Und genau das macht es für mich auch so wichtig, dass diese Band auch heute noch aktiv ist und auf der Bühne steht! Musikalisch ist der Titel eher ruhig und eher Rock als Punk, aber keineswegs langweilig. Und genau in diese Kerbe schlägt auch <em>&#8222;weisser Abschaum&#8220;</em> und das folgende <em>&#8222;Die Masse&#8220;</em>, welche meine Lieblinge vom Album sein dürften! Es sind für mich einfach DIE Lieder über den deutschen Wutbürger! <em>&#8222;Denn die Masse hat keine Klasse &#8211; und die Masse läuft hinter jedem Idioten her&#8220;!</em> Großartig!! An vielen Stellen provokanter Text trifft auf viel Wahrheit und dann bei <em>&#8222;die Masse&#8220;</em> eben auch auf punkige Klänge.</p>
<h3>&#8222;Die fetten Jahre sind schon lange vorbei&#8220;</h3>
<p>Jetzt, in der Corona-Krise passt dieser Refrain und auch die ein oder andere Textzeile: &#8222;Wenn die Regale wieder so leer sind wie die Herzen&#8220;. Da denkt man direkt an das Klopapierregal jedes heimischen Discounters und auch hier setzt sich die zweite Seite der Platte absolut passend fort. Denn es geht gegen den ganzen Überfluss, gegen Verschwendung, gegen die <em>&#8222;Fetten Jahre&#8220;</em> die wir in der westlichen Welt noch immer intensiv ausleben. Dabei wird es auch hier wieder flotter und rauer. Es ist für mich zu spüren, das hinter den heute deutlich geschliffeneren Texten immer noch die gleiche Abneigung, Systemkritik und Aggression steckt die schon die alten Lieder zu Klassikern hat werden lassen.</p>
<p><em>&#8222;Kein Mensch&#8220;</em> (ist illegal) richtet sich dann gegen die in Europa herrschende Flüchtlingspolitik und kehrt den Spieß um. &#8222;weg mit den besorgten Bürgern, schmeissen wir sie raus&#8220;. Das bleibt natürlich leider Gottes Wunschdenken. Aber dennoch nimmt mich auch der Titel gut mit, denn er ist schön schnell und rotzig!</p>
<p>Dann kommen wir zum letzten Stück, und hier kommt zuerst eine Akustik-Klampfe und dann eine gehörige Portion Irish Folk-Punk! Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Englischsprachig, eindeutig &#8222;irish&#8220; angehaucht und (hoffentlich) ein zukünftiger Konzertklassiker. Bei mir im Kopf entsteht zur Akustikgitarre ein wilder Pogo-Reigen und ich gröhle mit Punks im Arm liegend <em>&#8222;Solidarity&#8220;</em> in Richtung der Bühne. Geiler Abschluss!</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ok, vielleicht bin ich ein wenig voreingenommen, das will ich gar nicht bestreiten! Aber hey, es ist das Album zu 40 Jahren <strong>SLIME</strong>! Das sind 40 Jahre des teilweise härtesten und bissigsten deutschen Punk &#8211; und ich bin mir ziemlich sicher, das keiner der Bandmitglieder damals gedacht hat, das sie 2020 überhaupt erleben. Trotzdem stehen sie weiter auf der Bühne, trotzdem gibt es neue Lieder, neue Konzerte und dazu alte und immer noch bitter nötige Ansagen! Natürlich sind <strong>SLIME</strong> älter geworden, und Musikvideos bestehen heute nicht mehr aus den Ausschnitten der Chaostage von 1995, wobei zeitgleich die Polizei mit Ordnungsorganen des dritten Reiches verglichen wird. Aber: Es ist immer noch <strong>SLIME</strong>!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-35752 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235220-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235220-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235220-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235220-1152x1536.jpg 1152w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235220-750x1000.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/20200406_235220.jpg 1238w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" />Die Texte sind bissig, treffen den Geist der Zeit und legen den Finger immer wieder auf die vielen schwärenden Wunden in der aktuellen Zeit. Dabei ist es egal ob es der Rechtsruck der Gesellschaft oder der Umweltschutz ist. Und dazu haben sich die begleitenden Töne ebenfalls verändert. Denn statt wilder Wut gibt es vielseitige Einflüsse von Reggae, Ska, Post-Punk und am Ende Irish Folk zu hören.</p>
<p>Die Zeiten haben sich geändert, und die Band hat sich geändert. Aber eben nicht in ihren Grundwerten, in ihren Aussagen, in ihrem Auftreten und in dem wofür sie einstehen. Und genau das spüre ich auch durch diese Lieder, die im aktuellen Zeitgeschehen bestens platziert sind. Vieles ist heute komplexer und vielschichtiger als es zu den Anfangszeiten der Band war. Ein damals provokantes <em>&#8222;ACAB&#8220;</em> würde heute schlicht und ergreifend nicht mehr den nötigen Eindruck beim Hörer erzeugen. Wohingegen <em>&#8222;weisser Abschaum&#8220;</em> eben gerade heute ein wunderbar provokanter Liedtitel ist, um mal einen Vergleich zu ziehen.</p>
<p>Kurz gesagt: Mir gefällt das Album ausgesprochen gut, sowohl textlich als auch in der musikalischen Vielfalt. Auch wenn diese für mich bei <strong>SLIME</strong> immer noch etwas ungewohnt ist. Aber ich finde es toll was die Jungs aus Hamburg auch nach so vielen Jahren abliefern und dabei nicht das zehnte Mal die selber Schiene fahren, sondern mit vollen Einsatz mit der Zeit gehen.</p>
<p>Und enden möchte ich daher mit einem sehr alten Slime-Zitat: <em>&#8222;Ab jetzt gewinnen immer wir&#8220;</em>!</p>
<p>&nbsp;</p>
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