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	<title>ellende Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>ellende Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 10:11:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tage werden dunkler, die Gefühle schwerer... Wir lassen das Wolfszeit 2023 nochmal vor unseren Augen durchziehen.<br />
Für Dich gibt es dafür den von Tränen (der Freude und des Verlusts) genässten Bericht - mitsamt Eindrücke in Bild und Emotion'!</p>
<p>Schwelge mit uns in Erinnerung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Es ist wieder Wolfszeit! </strong></h2>
<p>Mich: Doch diesmal nicht an gewohnter Stelle – nein, im Crispendorfer Nadelwald wird es wohl nie wieder stattfinden. Die <strong>neue Location</strong> befindet sich auch in Thüringen:<strong> Das Feriendorf Auenland in Eisfeld</strong>. Es bleibt spannend: Kann das Gelände mit dem Charme des alten Ortes des Geschehens mithalten?</p>
<p>Diese Frage hat sich allerdings schon mit einem überdeutlichen <strong>JA</strong> beantwortet, bevor ich mein erstes Bier aus dem Kofferraum holen kann. Davon abgesehen, dass der Tannenwald hier ebenso archaisch prangt wie ums Crispendorfer Ferienland herum, lässt mich der absolut prachtvolle Ausblick vom Campingground erstmal drei Schritte rückwärts schreiten, bevor mich die Eindrücke überwältigen und zu Boden zwingen. Sonnenbeschienene Hügel- und Bergspitzen tummeln sich vor einem schier endlos weiten Horizont, Nadelgehölz verteilt sich wie dunkle Farbkleckse über das gesamte Panorama und die Wolken ziehen ruhig in sanften Schwaden über das klare Hochsommerfirmament. Frische Grashalme dämpfen meinen Fall, während ich die Schönheit des Moments mit allen Poren meines Körpers in mich aufnehme. <strong>„Willkommen“,</strong> scheint das neue Gelände uns sagen zu wollen, <strong>„willkommen Freunde beim</strong> <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong>.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-44899 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg" alt="" width="741" height="417" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></p>
<p>Doch während ich so in romantischer Naturverbundenheit daherschwelge, unterbricht mich plötzlich ein primitiver Gedanke: <strong>Moment mal!</strong> Sind wir nicht eigentlich zum Abmeddln hier? Und so kommt es, dass der Kofferraum an diesem ersten Nachmittag und Abend dann doch noch um einige halbe Liter erleichtert wird.</p>
<h2><strong>Der neue Morgen ist da</strong></h2>
<p>Ja, der neue Morgen ist da! Und die *hust* Eindrücke des gestrigen Auftakts beschäftigen meinen Schädel heute auf weniger angenehme Weise. Zudem ist mir wohl irgendwer im Laufe des Abends aufs Knie gefallen, so dass mir nicht nur das Denken sondern auch das Laufen schwerer fällt als gewöhnlich.</p>
<p>Dennoch schaffen wir es noch vor dem ersten Konzert, zur <strong>sagenumwobenen Sommerrodelbahn </strong>zu pilgern, die sich nur einige hundert Meter vom Campground entfernt befinden soll. Hier stellt sich gleich sie nächste Frage: Ist sie ein gebührender Ersatz für Crispi, die Fot- ich meine natürlich Bimmelbahn und Hauptattraktion der alten Festival-Location?</p>
<div style="width: 1140px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-44827-1" width="1140" height="641" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4?_=1" /><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4">https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4</a></video></div>
<p>Und auch hier werden wir nicht enttäuscht! Nicht nur der Weg nach unten macht (abgesehen von zwei bis drei unglücklich positionierten Brennnesseln) unerhört viel Spaß, sondern auch der Aufzug nach oben hat einiges zu bieten, wie er einen nach erfolgreichem Flitzen gemütlich an wilden Brombeersträuchern, nadelbedeckter Blumenwiese und saftigen, frisch aus der Erde geschossenen Pilzen wieder den Hügel hinauf zieht. Zehn von zehn Punkten. <strong>Wir fahren ungefähr acht Mal,</strong> bevor es dann doch endlich mal an der Zeit ist, sich das Infield von innen anzusehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Ab hier gibt’s Konzertberichte!</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44909" aria-describedby="caption-attachment-44909" style="width: 236px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class=" wp-image-44909" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg" alt="" width="246" height="368" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-750x1123.jpg 750w" sizes="(max-width: 246px) 100vw, 246px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44909" class="wp-caption-text">Eichhörnchen! &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Den doch etwas undankbaren Slot als erste Band um vierzehn Uhr Nachmittags am ersten Konzerttag belegen in diesem Jahr <strong>TALES OF RATATÖSK</strong>. Dass die Folk-Metaller damit aber absolut kein Problem haben, weil sie nämlich in der Lage sind, jede Situation prompt in eine wilde Party zu verwandeln, beweisen sie mir in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal. Was soll auch schiefgehen, wenn man ein anderthalb Meter großes <strong>Plüscheichhörnchen</strong> dabeihat – und dazu eine persönliche Eichhornträgerin ähnlicher Höhe, die dafür sorgt, dass mit ihm, um es und um es herum gemosht und gekreist wird, was das Zeug hält.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44850" aria-describedby="caption-attachment-44850" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-44850" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg" alt="" width="210" height="315" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="(max-width: 210px) 100vw, 210px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44850" class="wp-caption-text">Fieps &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Der Basser <strong>Peter</strong> (ungefähr doppelt so groß) hat im Biersturm des Vortags seine Stimme gegen ein heisernes Fiepsen eingetauscht. Dies lässt seine Ansagen heute recht amüsant wirken, seine Growls aber umso bestialischer erschallen.</p>
<p>Ein weiteres Unglück ergibt sich, als plötzlich im Eifer des Gefechts besagte <strong>Eichhornträgerin mit dem Fuß umknickt </strong>und ihre heilige Aufgabe erstmal an jemand anderes abgeben muss. Zehn Minuten später jedoch sieht man sie wieder im Publikum – diesmal mit dem flauschigen Maskottchen als Auge des Circle Pits auf dem Boden sitzend.</p>
<p>Während alledem wird die Energielatte von der aufgeregten Musik stets oben gehalten, und auch wenn noch bei weitem nicht alle da sind um mitzumachen, kann man von einem äußerst gelungenen Startschuss fürs <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong> sprechen.</p>
<h2><strong>Gekonnte Epik</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44856" aria-describedby="caption-attachment-44856" style="width: 389px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-44856" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44856" class="wp-caption-text">Mit Deko &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Es folgen die <strong>epischen, bombastischen, fantastischen</strong> <strong>VANAHEIM</strong> aus den Niederlanden. Wenn dieser Satz auch ein bisschen mit Hyperbeln gespickt wirken mag, so lasst mich euch versichern, dass ich jedes der Worte in genau dem Maße hingeschrieben habe, in dem ich es emfpinde. Bisher – und vor allem seit Release des großartigen Debut-Albums „Een Verloren Verhal“ vor etwas mehr als einem Jahr – haben diese vier Männer live bei jeder Gelegenheit bewiesen, dass sie nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Songwriting richtig was draufhaben. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44857" aria-describedby="caption-attachment-44857" style="width: 411px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44857" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg" alt="" width="421" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44857" class="wp-caption-text">Action! &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Mit einer Stunde Spielzeit reicht es diesmal für alle Metal-Tracks des Albums plus zwei der etwas älteren EP. Auch bemerkenswert: Mittlerweile scheint jede Ansage in den Liedern perfekt getimed. Zudem gibt es nun auf der Bühne <strong>passende Dekorationen und Relikte</strong>: Spooky Laternen mit Efeu, ein antiquarisch anmutendes Riesenbuch und einiges mehr sorgen für die kleine Prise Atmosphäre, die dem ganzen noch ein kleines aber nicht ungewisses Etwas verleiht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Sound habe ich diesmal allerdings ein bisschen was rumzumeckern: Die orchestralen Backgroundspuren, ein sehr wichtiges Element in dieser Musik, verlieren nicht selten den Kampf gegen die Gitarren und vor allem das Drumset, welches selbst mir als Drummer heute etwas zu hart knüppelt. Stört vielleicht ein kleines bisschen den Musikgenuss, <strong>nicht aber den Flow,</strong> den Publikum und Band miteinander haben.</p>
<h2><strong>Von depressiven Kriegern und kotzenden Drachen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44853" aria-describedby="caption-attachment-44853" style="width: 433px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44853" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg" alt="" width="443" height="295" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44853" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>SAGENBRINGER</strong> hingegen haben keine Soundprobleme. Ihre Musik mag im direkten Vergleich auch etwas simpler aufgebaut sein und ist somit weniger anfällig für ebendiese Art von Erschwernissen. Aber ich merke schnell, dass ordentlicher klassischer Pagan Metal <strong>genau das</strong> ist, <strong>was mich in dieser Sekunde glücklich macht. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44858" aria-describedby="caption-attachment-44858" style="width: 277px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44858" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg" alt="" width="287" height="429" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44858" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Texte sind einerseits sehr ernst: So etwa wird ein Krieger besungen, der nach erfolgreicher Schlacht realisiert, dass der Krieg keine Gewinner kennt, woran seine gesamte Weltanschauung zerbricht. Andererseits aber erzählen <strong>SAGENBRINGER</strong> auch gerne von fröhlicheren Dingen, wie Trolltavernen (dazu wirft man überdimensionale aufblasbare Bierkrüge ins Publikum) oder von einem Drachen, der <strong>Met statt Feuer</strong> spuckt. (Das ist ja abartig. Also ich würd das nicht trinken.)</p>
<p>Während ich mich der ehrlichen und offenen Spielfreude erfreue, die die sympathischen Jungs dort auf der Bühne an den Tag legen, fällt mir noch was auf: Keiner der Songs ist besonders schnell, krass oder aggressiv. Und dennoch macht’s Bock. Manchmal vergesse ich das, aber man kann Metal auch gut machen, wenn man gemütlicher ans Thema rangeht.</p>
<p>Und jetzt begrüßt mal alle bitte ganz herzlich unsere diesjährige <strong>Gastautorin Ramona!</strong></p>
<h2><strong>Vermummte Gestalten</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44859" aria-describedby="caption-attachment-44859" style="width: 279px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44859" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44859" class="wp-caption-text">Schlangengleich &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Was könnte passender sein, als mich bei schwarzem Himmel und Gewitter über mir an das Konzert von <strong>GAEREA</strong> zu erinnern? Die mir tatsächlich noch recht unbekannten Black Metaller aus Portugal erscheinen gänzlich in schwarz und wie schon öfter im Black Metal vernommen, vermummt. Die harten Riffs können ungewohnt hart klingen, wenn man sich weniger für diesen Bereich im Metal interessiert. <strong>Melodische Parts überraschen</strong> dann die noch nicht an dieses Genre gewöhnten Ohren und lockern das Ganze etwas auf. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44860" aria-describedby="caption-attachment-44860" style="width: 279px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44860" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44860" class="wp-caption-text">Nebelmaschine &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Die Reaktionen des Publikums sind zunächst verhalten, doch Einzelne sind genauso wie ich, fokussiert auf die exzentrischen Bewegungen des Frontmanns, die jedoch zu den nach <strong>purem Leid und Verzweiflung</strong> klingenden Vocals passen. Karthartisch, so bezeichnen sie sich selbst. Dennoch verzichtet die Band nicht komplett auf Ansagen und Interaktion mit dem Publikum. Nachdem einige verstanden haben, dass es sich um eines der letzten Konzerte der noch recht jungen Gruppe handelt und sich über diese Info wundern, entstehen zum Ende hin doch noch ein kleiner Circle Pit und auf Wunsch des Sängers eine Wall of Death. Auf einer bekannten Plattform findet sich ein Beitrag dazu, dass der nächste anstehende Gig im Nachbarland auf einem dort letzten Sommer-Festival stattfinden wird. So können wir uns freuen, in Zukunft mehr Keulen der Schwere wie „Salve“ zu hören.</em></p>
<p>Mich: Eine Anmerkung erlaube ich mir an dieser Stelle: Die <strong>schlangenhaften Bewegungen</strong> des Sängers machen mich fertig. Ich bin mir zu 99% sicher, dass sich hinter der Maske <a href="https://www.youtube.com/watch?v=k08gjJbxG-A"><strong>Voldo</strong> aus Soul Calibur</a> versteckt.&nbsp;</p>
<h2><strong>Die Einweihung</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44855" aria-describedby="caption-attachment-44855" style="width: 244px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44855" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44855" class="wp-caption-text">Der Schamane Voenix @Crow</figcaption></figure>
<p>Als Nächstes steht <strong>der traditionelle Eröffnungsblót</strong> an. Was das genau bedeutet: Ähnlich wie schon im letzten Jahr spielen <strong>VARG </strong>zur Einweihung des Festivals ein<strong> akustisches Konzert</strong> – auch wieder mit der Dame <strong>Fylgja</strong> an den Main Vocals, düster untermalt von beschwörendem Sprechgesang von Sänger und Festivalboss <strong>Freki</strong>. Gleichzeitig wird der neue Drummer vorgestellt (er hat wohl gleichzeitig bei <strong>VARG</strong> und bei <strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER</strong> angefangen – das nenn ich mal Motivation). Jetzt darf er aber erstmal nur die ritualistische Schamanentrommel bedienen.</p>
<p>Es werden ein paar Lieder des letzten Albums „Zeichen“ dargeboten, doch will man die Gelegenheit auch nutzen, den Titelsong der ganz neuen Scheibe (Release steht vor der Tür) vorzustellen. Als Überleitung zur Segnung des Geländes durch die Hand des <strong>Schamanen Voenix</strong> wird demselben dann der Song <em>„Phönix“ </em>gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44854" aria-describedby="caption-attachment-44854" style="width: 375px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44854" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg" alt="" width="385" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44854" class="wp-caption-text">Akustische Eröffnung &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Dann werden, wie jedes Jahr, die Götter angerufen und um Erlaubnis gefragt, das Festival in ihren Wäldern stattfinden zu lassen. Doch heute kommt noch hinzu, dass die Holzchips, die den Gästen mit den Tickets geliefert wurden, in einem Ritual nun allesamt verbrannt werden, und somit ist das <strong>WOLFSZEIT</strong> <strong>2023</strong> nun definitiv, offiziell und <strong>mit göttlicher Gunst eröffnet</strong>!</p>
<h2><strong>Thüringische Flagge auf Halbmast</strong></h2>
<p><strong>EISREGEN</strong> tauschen mit <strong>FORNDOM</strong> den Platz im Lineup, weil letztere wohl Schwierigkeiten bei der Anreise haben. Da sich diese im Laufe des Sets scheinbar nicht beheben, dürfen die Thüringer ein gutes Stück länger spielen als geplant.</p>
<p>Eine <strong>traurige Nachricht</strong>, die leider noch sehr frisch ist: <strong>HÄMATOM</strong>-Bassist <strong>West</strong> hat vor ein paar Tagen diese Welt verlassen – was ich dabei nicht wusste, ist, dass er zuvor auch schon bei <strong>EISREGEN</strong> aktiv war. Darum wird ihm heute von der Band ein Lied gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44861" aria-describedby="caption-attachment-44861" style="width: 745px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44861" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg" alt="" width="755" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44861" class="wp-caption-text">Eisregen @Crow</figcaption></figure>
<p>Ansonsten gibt es noch einen Medley aus indizierten Liedern (als Medley darf man das) auf die Ohren und der letzte Song ist – wie meistens – die allseits beliebte <em>„Elektrohexe“</em>.</p>
<h2><strong>Atmosphäre auf der Main Stage</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44864" aria-describedby="caption-attachment-44864" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44864" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44864" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Leider wird aus dem <strong>FORNDOM</strong>-Konzert heute nun definitiv nichts mehr. Dafür dürfen <strong>MOSAIC</strong> aber die Main Stage erobern, anstatt, wie ursprünglich gedacht, im heidnischen Dorf auf der kleinen Bühne zu spielen. Ich lerne dabei folgendes: Eigentlich handelt es sich ja um eine Black-Metal-Kombo. Für heute allerdings haben zwei der Miglieder ein <strong>spezielles Akustik-Set</strong> einstudiert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44862" aria-describedby="caption-attachment-44862" style="width: 379px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44862" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg" alt="" width="389" height="260" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44862" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Was soviel heißt wie: Akustische Gitarre, Elektrische Gitarre, mehr Schamanentrommeln sowie eine große Portion Dungeon-Synth-artige Düstereien vom Band erschaffen gemeinsam eine <strong>wahrhaft mystische Atmosphäre</strong>, während mal der eine, mal der andere Musiker dazu finsteren Klargesang und ritualistische Poesie mit einfließen lässt. &nbsp;</p>
<p>Eine interessante Erfahrung – doch kurz vor ein Uhr findet das Spektakel schon sein Ende. Man würde sich nicht mit den Behörden anlegen wollen. Schade, aber nachvollziehbar. Als nächstes zieht es uns <strong>ins Heidendorf</strong>, wo wir mit den restlichen Getränkemarken bis spät in die Nacht weiterfeiern.</p>
<h2><strong>Tag zwei: Die netten Campnachbarn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44865" aria-describedby="caption-attachment-44865" style="width: 460px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44865" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg" alt="" width="470" height="314" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44865" class="wp-caption-text">Thjodrörir @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: 2019 habe ich mich noch gefragt, wer denn die netten Campnachbarn sind, dieses Jahr habe ich meine Antwort erhalten: Es sind <strong>THJODRÖRIR</strong>, die beim diesjährigen Wolfszeit am zweiten Tag in der Mittagssonne spielen müssen.</em></p>
<p><em>Gleich als zweiten Song wählt die Band „Solstitium“ aus. Es folgen zwei neue Songs und für die alteingesessenen Fans selbstverständlich „Loki und die Zwerge“. Mir ist warm, dem Sänger ebenfalls und schon zieht er sein Oberteil aus und nein, <strong>ich tue es ihm nicht gleich</strong>.</em></p>
<p><em>Nach und nach füllt sich das Infield mit Menschen, die scheinbar ihren gestrigen Kater doch noch kontern konnten und nun den Weg zur Bühne finden, sehr schön. Ich entdecke unter ihnen einen Mann, der mit seinem <strong>geflochtenen Bart im Rhythmus propellert</strong>, cool! Zuletzt folgt noch „Caelum“ und dann ist das Konzert leider auch schon vorüber. Ich habe mich jedenfalls darüber gefreut.</em></p>
<h2><strong>Wundersame Rituale</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44852" aria-describedby="caption-attachment-44852" style="width: 459px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44852" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg" alt="" width="469" height="313" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44852" class="wp-caption-text"><strong>Helgrindur @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: <strong>HELGRINDUR</strong> habe ich mittlerweile so oft gesehen, dass mir einige der Texte automatisch über die Lippen fließen, als sich die Pagan Metaller zum erneuten Male vor mir aufbauen. Und wie auch bei vergangenen Gigs dauert es nicht lange, bis sich die Meute von der energetischen Musik und den Aufforderungen des charismatischen Sängers mitreißen lässt. <strong>Schnell ist Bewegung im Spiel</strong>.</p>
<p>Und was für welche: Neben Moshpits, Headgebange und dem mittlerweile schon fast Standart gewordenen „wir setzen uns alle auf den Boden in ein imaginäres Boot und rudern“ fangen plötzlich zwei Besucher an, einen dritten <strong>wie ein Springseil</strong> zwischen sich zu spannen und kreisen zu lassen, während ein vierter im Rhythmus der Musik immer wieder über ihn springt. Ich äh … weiß auch nicht genau, was ich dazu sagen soll. Verletzt hat sich dabei jedenfalls keiner (was mich schwer wundert).</p>
<p><strong>HELGRINDUR</strong> jedenfalls erfreuen sich bald einer neuen Album-Release, nachdem in diesem Jahr nun mittlerweile zwei Singles erschienen sind. Hört rein! Ech spielten für euch (Zitat Sänger): <strong>Der Fette, der Schönling, Babyface und der Italiener. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44866" aria-describedby="caption-attachment-44866" style="width: 213px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44866" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg" alt="" width="223" height="334" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44866" class="wp-caption-text">Nornír @Crow</figcaption></figure>
<h2><strong>Frontfrau und Schamanentrommel</strong></h2>
<p><em>Ramona: Aus dem Untergrund des deutschen Black Metals stehen die 2014 gegründeten <strong>NORNÍR</strong> auf der Bühne. Nicht nur allgemein im Metal, insbesondere <strong>im Black Metal sind Frauen am Mikrofon selten</strong>. Umso mehr freue ich mich darüber, die Band nach einem Jahr ein zweites Mal live sehen und feiern zu dürfen. Oft erwartet man die typisch impulsiven Gitarrenriffs in Kombination mit kräftigen, langgezogenen Growls. </em></p>
<p><em>Nicht, dass diese nicht vorhanden wären, doch gibt der Longplayer „Verdandi“, den <strong>NORNÍR</strong> im Gepäck haben, auch melodische Parts mit cleanem Gesang her, welcher in einigen Songs von einer von <strong>Lethian</strong>, der Sängerin, gespielten Schamanentrommel begleitet wird und eine mystische Atmosphäre schafft. So zum Beispiel beim <strong>WARDRUNA</strong>-Cover „Helvegen“.</em></p>
<h2><strong>Die aus den Legenden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44867" aria-describedby="caption-attachment-44867" style="width: 358px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44867" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg" alt="" width="368" height="246" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44867" class="wp-caption-text"><strong>Minas Morgul @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: Mythischer Nebel umhüllt die nächste Band – zumindest aus meiner Perspektive. Denn <strong>MINAS</strong> <strong>MORGUL</strong> sind mir ein Rätsel. Bis 2019 existierten sie für mich nur in Form obskurer Youtube-Videos und steinalter Sagen und Legenden. Plötzlich standen <strong>diese Geister alter Tage</strong>, damals kurzzeitig mit <strong>Robse</strong> am Mikrofon, vor mir auf der Bühne. Auf ebendiesem gleichen Festival wie heute Abend.</p>
<p><strong>Drei Musiker nur</strong> treten diesmal unter dem Banner der Festung des Hexerkönigs vor die gespannten Gemüter. Neben Originalbesetzung an Gitarre und Trommelbude führt <strong>Stef</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">sein Name fiel schon 2019 mehrmals</a>) nun den Bass in Händen und die Hauptvocals im Rachen. Am Sound stimmt alles: Die Double Bass knüppelt, die Growls klingen ordentlich und die Gitarrenriffs lassen sich klar und deutlich erkennen. Hitpotential haben die meisten Songs eher weniger, aber das erwartet man von Black Metal ja auch gar nicht.&nbsp;</p>
<h2><strong>Obskure Musik und obszöne Fragen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44869" aria-describedby="caption-attachment-44869" style="width: 381px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44869" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg" alt="" width="391" height="261" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44869" class="wp-caption-text"><strong>Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Obwohl sie erst eine Stunde vor Konzertbeginn eingetroffen sind, beginnen sie auf die Minute genau zu spielen: <strong>OBSCURITY</strong>. Zunächst dachte ich, ich würde aufgrund des Pegels doppelt sehen, doch dann wurde mir klar, dass Bassist <strong>Vidar</strong> und Gitarrist <strong>Grimnir</strong> etwas früher am Tag schon einmal mit <strong>HELGRINDUR</strong> auf der Bühne standen und im späteren Verlauf von ihrem Sänger noch als Tingeltangel-Bobs bezeichnet wurden. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44870" aria-describedby="caption-attachment-44870" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44870" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44870" class="wp-caption-text"><strong>Grimnir der Grimmige &#8211; Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Brüllhannes <strong>Agalaz</strong> macht uns zunächst vor, wie man sich ordentlich den Kopf abschraubt und unterhält das Publikum den gesamten Gig über mit Sprüchen wie: <strong>„Kaputte Bäume … wir sehen geiler aus als die Umgebung!“</strong> und Erzählungen darüber, dass die Band kein Merch dabei hat und man doch die online Tonträger downloaden solle – es aber auch versandkostenfrei CDs zu erwerben gebe, was allgemein bejubelt wird. Dem folgt der Vorschlag, schweinische Fragen zu stellen. <strong>Agalaz</strong> überlege sich noch, ob er sie beantwortet. Von irgendwoher ertönt ein: <strong>„Halt’s Maul und spiel!“,</strong> was viele andere und auch mich zum Schmunzeln bringt.</em></p>
<p><em>Zum Glück werden auch Songs gespielt, unter anderem „Niedertracht“ und „Was uns Bleibt“. Das Konzert ist gemütlich. Ich hatte die Band anders in Erinnerung, was jedoch nicht negativ zu werten ist.</em></p>
<h2><strong>Maximale Wolfspower</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44871" aria-describedby="caption-attachment-44871" style="width: 245px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44871" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44871" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44872" aria-describedby="caption-attachment-44872" style="width: 244px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44872" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44872" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>WOLFCHANT</strong> tischen uns eine wunderbar bunte Mischung auf – zwanzig Jahre kriegt die Band in diesem Jahr, und somit wird sich gebührlich durch <strong>altes wie neues Material</strong> gespielt. Mit Erfolg! Während mir zwar die älteren Tracks wie immer ein bisschen besser gefallen, ist an diesem Abend definitiv für jeden was dabei.</p>
<p>Leider klingt das ganze aus einer gewissen Entfernung nicht optimal – es sind die typischen Festivalsoundproblemchen. Drums ballern zu sehr, Gitarren gehen etwas unter. Es zieht mich also <strong>in</strong> <strong>die ersten Reihen</strong>, wo auch gleich die Nostalgie und die Freude am Moment mich abholen und Teil des Geschehens werden lassen. Wenn auch <strong>WOLFCHANTs</strong> heutiges Lineup nur noch geringfügig mit der Gründungsmannschaft übereinstimmt, spielen und singen die Wölfe mit einer Freude und Inbrunst, die den alten Tagen in nichts nachsteht. <strong>Es ist großartig.</strong></p>
<p>Weiter oben, im, neben und um den Biergarten sitzen erstaunlich viele Zuhörer. Herunter zur Show kommen sie nicht, aber ein gewisses Interesse scheint anwesend zu sein – belohnt werden sie mit <strong>mehreren Trinkliedern</strong>, die allesamt von den früheren Werken stammen.</p>
<p>Definitiv eine der besseren <strong>WOLFCHANT</strong>-Shows! Die Musiker sind fit, die Leute wach, die Songauswahl breitgefächert. Zum Abschluss nehme ich mir vor, nochmal im allerletzten Refrain des allerletzen Songs der Band die Ehre zu erweisen und die Haare kreisen zu lassen. Ich gehe dafür leicht in die Knie, und <strong>*ratsch* </strong>reißt es mir ein Loch in die Hose. Gottseidank habe ich mehr als eine dabei. Nicht auszudenken, wie das wäre, wenn ich nur eine dabei hätte.</p>
<h2><strong>Die Überraschung aus dem finnischen Wald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44873" aria-describedby="caption-attachment-44873" style="width: 372px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44873" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg" alt="" width="382" height="255" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44873" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Dass <strong>KORPIKLAANI</strong>, nachdem ich sie mittlerweile bestimmt mehr als zehn Mal innerhalb der letzten 15 Jahre live erlebt habe, am heutigen Abend eines meiner Highlights werden würden, damit hätte ich nicht gerechnet. Doch die finnische Folkkombo hat anscheinend endlich, endlich verstanden, wie sie ihre riesige Songbibliothek optimal nutzen können, um <strong>eine mitreißende Setlist</strong> zu erstellen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44874" aria-describedby="caption-attachment-44874" style="width: 234px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44874" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg" alt="" width="244" height="366" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44874" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Denn während die Songs früher Jahre – ausgelassene, trinkfreudige Feiermusik – es sind und immer schon waren, womit ein Großteil der Besucher den Klan aus dem Wald in Verbindung bringen, hat man doch im letzten Jahrzehnt versucht, mehr finnischssprachige, naturehrende und shamanisch-tiefgehende Klänge zu erschaffen. Das hat leider für etwas weniger Enthusiasmus unter der Hörerschaft gesorgt.</p>
<p>So beginnt die Band mit ungefähr fünf ihrer alten Sauf-Banger, bis aber auch jeder einzelne Besucher im absoluten <strong>KORPIKLAANI</strong>-Modus ist. Es wird sogar mit <em>„Wooden Pints</em>“ aufs allererste Album zurückgegriffen. Jetzt, wo die <strong>Stimmung ausgelassen</strong> ist und der <strong>Nostalgiekick wirkt</strong>, wechseln <strong>KORPIKLAANI</strong> elegant zu ruhigerem und auch neuerem Material – und das funktioniert!</p>
<p>Aber das ist noch nicht alles: Ein weiterer Höhepunkt ist der Schlagzeuger, der nicht selten mal kreative Momente hat, in denen er ordentlich Fußmaschinentempo in die Songs hineinschmuggelt. Sogar ein Drumsolo gibt er zum besten – und zeigt, dass er als Metal-Drummer weitaus mehr drauf hat als bloße Humppa-Beats. Am Ende gibt’s dann noch ein unerwartetes <strong>Cover von ANTHRAX</strong>‘ <em>„Got The Time“</em>, und fertig ist der Korpikuchen. Was soll man dazu noch sagen? Das ganze macht gehörig Spaß, und das erste Mal seit vielen Jahren verneige ich mich innerlich in Ehrfurcht vor den Fertigkeiten der Folk-Metal-Riesen.</p>
<h2><strong>Piraten im Tannenwald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44875" aria-describedby="caption-attachment-44875" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44875" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg" alt="" width="260" height="389" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44875" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Und nun zur Frage aller Fragen, die sich viele schon seit dem Announcment vor ein paar Monaten stellen: Sind <strong>ALESTORM</strong> hier nicht mittlerweile <strong>fehl am Platze? </strong>Das <strong>WOLFSZEIT</strong> ist ein Folk-, Pagan- und Black-Metal-Festival. Und wenn die Piratenband vielleicht noch vor 10 Jahren ins Lineup gepasst hat, so haben sie in letzter Zeit weitaus poppigere und quatschigere Gefilde der musikalischen See befahren – eignet sich diese Rumpelkombo überhaupt noch als Headliner für eine solche Veranstaltung?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44876" aria-describedby="caption-attachment-44876" style="width: 253px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44876" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg" alt="" width="263" height="394" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44876" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Antwort allerdings ist kurz und klar: Ja! <strong>ALESTORM</strong> erfreuen sich sichtlich großer Beliebtheit unter den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern. Massenhaft versammeln sich die Fans vor der Bühne und lassen textsicher die Korken knallen und die <strong>Bierreserven erzittern.</strong></p>
<p>Und <strong>ALESTORM</strong> selbst wissen ordentlich abzuliefern. Party buchstäblich von der ersten bis zu letzten Sekunde, so lautet die Devise: Ein Lied wird nahezu nahtlos an das andere gereiht, und wenn sich der Sänger mal die Zeit nimmt, eine Ansage zwischen den Tracks zu machen, sorgt der Keyboarder mit atmosphärischen Akkorden dafür, dass die Energie der Musik keine Chance hat, zu entfliehen. Und sobald ein zu ruhiger Part in einem Lied drohen könnte, die Stimmung unter 100% sinken zu lassen, gibt es, perfekt getimed, je nach Situation eine lustige oder eine mitreißende Ansage. Die Schotten haben die <strong>Kunst der Crowdanimation</strong> und Party-Aufrechterhaltung durch Jahre an Erfahrung perfektioniert.</p>
<p>Nun gab es schon <strong>ALESTORM</strong>-Shows in meinem Leben, die mich weniger abgeholt haben. Repetitive Songauswahl, ungünstige Klanggewänder und <strong>generelle Übersättigung</strong> (da die Band auf ca. 30 Festivals im Jahr spielte) haben dafür gesorgt, dass die Freude an ihren Konzerten sich in der Vergangenheit manchmal in Grenzen hielt. Aber das heute – das war anders. Willkommen zurück! Willkommen zurück in meinem Herzen, <strong>ALESTORM</strong>.</p>
<h2><strong>Verschnaufpause</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44877" aria-describedby="caption-attachment-44877" style="width: 412px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44877" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg" alt="" width="422" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44877" class="wp-caption-text">Durangir @Crow</figcaption></figure>
<p>Fast vergesse ich nach diesen beiden Erlebnissen, dass der <strong>Abend ja noch gar nicht vorbei</strong> ist! Denn im Heidendorf gibt es noch was für die Seele: Als ich den Wald- und Gestrüppweg entlangschreite und mich zur Lichtung hin bewege, offenbart sich mir eine <strong>idyllische Szene</strong>. Um das knisternde Lagerfeuer versammelt sitzen Besucher, Musiker und Organisation friedlich beisammen und lauschen andächtig dem Konzert der akustischen Folk-Band <strong>DURANGIR</strong>. Die tanzenden Flammen werfen orangene Schatten auf die Gesichter der Zuhörer, der Wind streichelt leise die Baumkronen und aller Überschwang an Energie der letzten Konzerte scheint einer warmen, wohligen Ruhe gewichen zu sein. Es fühlt sich an wie ein Eintritt in eine andere Welt, in einen wahren <strong>Locus Amoenus</strong> inmitten des Sturms des großen bösen Metalfestivals.</p>
<p>Doch gerade als der letzte Ton verklungen ist, trifft mich <strong>ein erster Regentropfen</strong> verheißungsvoll auf die Nase und reißt mich aus der angenehmen Trance. Schleunigst bewegen wir uns zum Zeltplatz zurück – und das keine Sekunde zu früh. Der eben noch so weiche Wind bauscht sich auf zur <strong>Naturgewalt</strong> und lässt uns den Regen literweise gegen Zelt- und Pavillonwände krachen – so, JETZT ist der Abend vorbei. Man sieht sich.</p>
<h2><strong>Mittelguten Morgen</strong></h2>
<p>Eine schlechte Nachricht ereilt uns gleich zu früher Morgenstund: Der <strong>Sänger von CARPATHIAN FOREST</strong> sei wohl im Heimatsland Norwegen <strong>umgekippt</strong> (Umstände ungeklärt), weswegen die Band nicht spielen wird und alle anderen Gruppen heute um die Dauer eines Timeslots aufrücken.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44878" aria-describedby="caption-attachment-44878" style="width: 247px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44878" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44878" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Stunde später als gedacht starten wir also mit <strong>FIMBULVET</strong> in den letzten Festivaltag. Leider kann ich selbst nicht allzuviel zum Konzert sagen, da, wie auch schon beim Konzert am <strong>MAHLSTROM</strong>-Festival dieses Jahres, der Funke irgendwie einfach nicht überspringen möchte. Darum hier ein paar <strong>mündliche Berichte</strong> anderer Festivalbesucher:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44879" aria-describedby="caption-attachment-44879" style="width: 252px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44879" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg" alt="" width="262" height="392" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44879" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p><em>„Immer wenn sie Musik gespielt haben war es gut, immer wenn er geredet hat dachte ich so: Ja nee […], <strong>weil der da keine Musik gespielt hat.</strong> […] „Monument Erde“, dieser eine Song hat mir gefehlt. Die Soundabmixung oder wie das heißt ist auf jeden Fall völlig in Ordnung, [aber] mir kommen die irgendwie nicht ganz so laut vor.“ – Samuel</em></p>
<p><em>„Es war ein sehr schönes Konzert, es <strong>war aber nicht so meins</strong>. Die Stimme war gut, die Instrumente waren gut, aber der Sound war nicht so gut abgemischt manchmal.“ – Michelle</em></p>
<p><em>„Der Sound ist aber hier oben [am Biergarten] <strong>immer nicht so geil</strong>, unten war es ein bisschen besser.“ – Conny </em></p>
<p><em>„Da waren ein paar solide Stellen dabei […], instrumental <strong>fand ich das Ding sehr angenehm</strong>. Was den Gesang angeht: Wie gesagt, es gab ein paar starke Stellen und ein paar nicht so starke Stellen. […] Ich fand aber für die Uhrzeit, so im Vergleich zu gestern [&#8230;] da waren doch schon einige Leute da so.“ – Jayden </em></p>
<p>Das Konzert scheint also in mehreren Hinsichten gemischte Reaktionen – man könnte gar behaupten, <strong>Verwirrung</strong> – im Publikum ausgelöst zu haben.</p>
<h2><strong>Da steht vierzehn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44880" aria-describedby="caption-attachment-44880" style="width: 331px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44880" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44880" class="wp-caption-text"><strong>XIV Dark Centuries @Crow</strong></figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44881" aria-describedby="caption-attachment-44881" style="width: 212px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44881" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg" alt="" width="222" height="333" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44881" class="wp-caption-text">XIV Dark Centuries @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> (das spricht man „Ksiff Dark Centuries“ aus, hat man mir versichert) spielen um 15:30 des Nachmittags. In voller Bühnenmontur tritt die Band vors Publikum.</p>
<p>Es erwartet eine klassische Pagan-Metal-Show – nichts all zu aufregendes, aber da weiß man, was man hat.</p>
<p>Persönlich gefallen mir eher die <strong>schnelleren, melodischen Nummern</strong>. Leider fallen bei weitem nicht alle Songs des Abends in diese Kategorie, so dass mir die Show nur zum Teil zusagt. Dennoch wird dies wohl ebenso wenig mein letztes Mal <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> sein, wie es mein erstes ist.</p>
<p>Mit recht wenigen Gedanken zu diesem Konzert reiche ich die Feder wieder an Ramona weiter.</p>
<h2><strong>Mit K</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44885" aria-describedby="caption-attachment-44885" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44885" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg" alt="" width="193" height="289" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44885" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Vielen kommt er bekannt vor, doch einige brauchen einen Moment, um sich ins Gedächtnis zu rufen, dass <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> 2006 <strong>KARG</strong> als Soloprojekt gegründet hat und heute zusammen mit Live-Musikern abliefert. Gleich beim zweiten Song „Petrichor“ gibt es Unterstützung von Ellende-Sänger <strong>L.G.</strong>, welcher musikalisch ähnlich unterwegs und ebenfalls aus Österreich ist.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44884" aria-describedby="caption-attachment-44884" style="width: 331px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44884" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44884" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Der graue Himmel könnte das <strong>melancholische Konzert</strong> und die voller <strong>Leid und Verzweiflung</strong> dargebotenen Songs nicht besser untermalen. Zugegeben ist das nicht jedermanns Sache, jedoch meine.</em></p>
<p><em>Später wird noch ein recht junger Song vom mittlerweile achten Album „Resignation“ zum besten gegeben und damit bildet „Grab der Wellen“ einen der letzten Songs bei diesem Konzert.</em></p>
<h2><strong>Da ist Sonne</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44886" aria-describedby="caption-attachment-44886" style="width: 343px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44886" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg" alt="" width="353" height="236" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44886" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Eben schon einmal kurz gesichtet, nun leider mit einer Viertelstunde Verspätung aber zum Glück in voller Länge: <strong>ELLENDE</strong>. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44887" aria-describedby="caption-attachment-44887" style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44887" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg" alt="" width="233" height="349" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44887" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>So passend das Wetter bei der vorigen Band war, so stark scheint uns nun zu gleichem Musikstil die Sonne auf den Kopf und den Musikern in die Fresse. Es folgt sofort eine die Situation kommentierende Ansage: „Da ist Sonne.“ Welcher Song könnte als Kontrast passender sein als <strong>„Ballade auf den Tod“?</strong></em></p>
<p><em>Auch wenn ihn einige schon totgehört haben, einer meiner Lieblingssongs ist „Der letzte Marsch“, den sie auch spielen.</em></p>
<p><em>Danach folgen „Meer“ vom ersten, und vom neuesten Album „Ellenbogengesellschaft“ aus dem letzten Jahr der Song „Freier Fall“. Meiner Meinung nach also ein <strong>schöner Querschnitt</strong> aus der bandeigenen Diskografie.</em></p>
<h2><strong>Grüße aus den Niederlanden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44888" aria-describedby="caption-attachment-44888" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44888" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg" alt="" width="270" height="404" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44888" class="wp-caption-text">Daniël &#8211; Heidevolk @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>HEIDEVOLK</strong> sind eine der Gruppen, auf die ich mich alle paar Jahre mal wieder freuen darf, und heuer ist wieder ein solches. Schön zu sehen ist erstmal, dass sich <strong>Daniël</strong> als <strong>„neuer“ Sänger</strong> mittlerweile sehr gut in die Dynamik eingelebt hat und sich sichtlich wohlfühlt, mit der Heidencrew auf der Bühne zu stehen. Ich erinnere mich an <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2021-na-endlich/">sein erstes Konzert</a>, als wäre es gestern :‘)&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44889" aria-describedby="caption-attachment-44889" style="width: 265px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44889" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg" alt="" width="275" height="412" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44889" class="wp-caption-text"><strong>Heidevolk @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Gespielt und gesungen werden viele neuere Lieder, darunter auch ein ganz exklusiver kleiner Einblick in das kommende Album in Form eines Stücks über die Jagd nach den Auerochsen. Einer trampelnden Ochsenherde gleich gibt uns der Schlagzeuger dabei ordentlich Double-Bass in die hässlichen Visagen. Generell sei hervorzuheben, dass dieser Mann <strong>definitiv etwas drauf</strong> hat.</p>
<p>Am Ende (und auch mal zwischendurch) werden aber auch die Klassiker nicht vernachlässigt: <em>„Saksenland“</em>, <em>„Vulgaris Magistralis“</em>, <em>„A Wolf In My Heart“</em> und weitere ihrer Art sind es, die die Konzertbesucher sichtlich in Bewegung versetzen. Leider ist das bei vielen anderen Musikstücken kaum der Fall. Regelrecht <strong>verloren herumstehend</strong> scheinen viele den Großteil des Konzertes zu erleben. Es mag an der Sprachbarriere liegen, die sich für die Niederländer leider unausweichlich ergibt, wenn sie denn wieder mal in Duitsland auftreten. Ein bisschen schade ist das allerdings schon.</p>
<p>Gut besucht ist das Konzert dennoch, und es lässt zumindest mich und meine Gang <strong>weder hungrig noch unzufrieden</strong> zurück.</p>
<h2><strong>Windzeit, VARG-Zeit! </strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44890" aria-describedby="caption-attachment-44890" style="width: 376px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44890" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg" alt="" width="386" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44890" class="wp-caption-text">Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Nun kann der neue Drummer (<strong>Rohgarr</strong> übrigens) endlich mal zeigen, was er drauf hat. Und damit nicht genug! Auch an der Gitarre sind die Wölfe frisch besetzt: <strong>Ulvar</strong>, der Riesenwolf haut seit Mitte August für die Band in die Saiten. Und ich muss sagen, das klingt doch <strong>an beiden Fronten ziemlich amtlich</strong>! Bin ich auch kein Experte im Bewerten von Gitarrenspiel, so sticht zumindest die Präzision und Ausdauer des neuen Trommlers positiv hervor.</p>
<p>Zu Beginn der Show werden erstmal ein paar alte Brecher ausgepackt, dazu hat man Feuer und Flamme auf der Bühne sowie passende Outfits und Dekoration.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44891" aria-describedby="caption-attachment-44891" style="width: 245px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44891" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44891" class="wp-caption-text">Rohgarr &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Vor allem bei neueren Liedern spielt dann auch <strong>Fylgjas</strong> Stimme eine der Hauptrollen. Vom <strong>kommenden Album</strong> gibt es schon einiges zu hören, und oftmals läuft es auf Duette zwischen ihr und <strong>Freki</strong> hinaus. Zwischen den Metal-Hymnen gibt es auch das ein oder andere Zwischenspiel, in welchem die Dame <strong>komplizierte Tonfolgen</strong> ohne instrumentale Begleitung kunstvoll meistert.</p>
<p>Auch der Sound sitzt mal wieder, alles ist ordentlich aufeinander eingestimmt – nur ein bisschen lauter könnte es für meinen Geschmack noch sein. In der dunklen Masse, die die Crowd darstellt, <strong>tobt ein wilder Moshpit</strong>, und generell ist es niemandem, der sich in den vorderen Gefilden aufhält, möglich, ruhig stehenzubleiben.</p>
<p>Was nicht erhört wird, sind die <em>„Rotkäppchen!“</em>-Rufe, die sich nach und nach seitens einiger Besucher anhäufen. Finde ich jetzt aber auch gar nicht so schlimm. Zu guter Letzt präsentieren <strong>VARG</strong> dann den <strong>versprochenen Titelsong</strong> des neuen Albums: <em>„Ewige Wacht“</em> jetzt endlich in der ballernden Metal-Version!</p>
<h2><strong>Quak Quak</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44893" aria-describedby="caption-attachment-44893" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44893" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg" alt="" width="304" height="455" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44893" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<p><strong><em>DUCK FUNERAL</em></strong><em>, äh „<strong>DARK FUNERAL</strong>“ meine ich natürlich. Da ich gerade eine <strong>blau glitzernde Ente</strong> erhalten habe, bin ich noch etwas zu euphorisch für den diesjährigen Headliner gestimmt. Doch lange dauert es nicht, bis mich wieder dieses Gefühl beschleicht, dass die Band jedes Mal, wenn ich sie sehe, zum einen mitten in der Nacht spielt und zum anderen irgendwo eine gigantische Klimaanlage aufgestellt hat, damit ich mir auf jeden Fall den Arsch abfriere. <strong>Kein Wunder, dass ich da erst einmal einen Shot brauche. </strong></em></p>
<p><em>Auch wenn es nicht erforderlich gewesen wäre, stellen sich die Schweden erst einmal vor. Ich habe nicht aktiv darüber nachgedacht, doch Sänger <strong>Lord Ahriman</strong> erinnerte uns im Laufe des Konzerts an das 30-Jährige Bandjubiläum. Bassist <strong>Adra-Melek </strong>ist zwar „erst“ seit 2018 dabei, gibt aber alles und das ist es, was ich an Konzerten liebe: Menschen, die Bock haben, auf der Bühne zu stehen und denen man ihren Spaß dabei ansehen kann. Ich feiere das selbstverständlich. Schön zu sehen, dass ich nicht die Einzige bin und so sehe ich Leute, die ihre Matten werfen und mit ihren Armen und Händen auch <strong>invisible sandwiches</strong> formen, wie sich das eben gehört. Nein, nicht bei allen Black- Metal-Konzerten steht die Meute regungslos mit verschränkten Armen vor der Bühne.</em></p>
<p><em>Auch wenn ich <strong>DARK FUNERAL</strong> schon mehrfach live on stage gesehen habe, nehme ich die Peitsche, die Frontmann <strong>Lord Ahriman</strong> bei „Goddess Of Sodomy“ schwingt, zum ersten Mal bewusst wahr. Möglicherweise war ich früher immer <strong>zu betrunken</strong>, um dieses Detail zu bemerken.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44894" aria-describedby="caption-attachment-44894" style="width: 247px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44894" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<h2>Das Publikum wird gefragt:</h2>
<p><em>„Would you like to hear something old?“ </em><em>Applaus und Gegröle und es wird <strong>„The Secrets Of The Black Arts“</strong> aus dem gleichnamigen Album aus dem Jahre 1996 rausgehauen, <strong>GEIL</strong>.</em></p>
<p><em>Danach geht es etwas melodischer mit dem neuen Album „We Are The Apocalypse“ aus dem Jahre 2022 weiter, hieraus serviert wird „When I’m Gone“. Schleppend, nicht voll auf die Fresse, doch trotzdem eingehend, wie ich finde.</em></p>
<p><strong><em>Allgemeiner Jubel </em></strong><em>stellt sich auch bei: „Unchain My Soul“ vom 2016er Album „Where Shadows Forever Reign“ ein. Bei einem weiteren Oldie „The Dawn No More Rises“ vom „The Secrets Of The Black Arts“ tauen auch die letzten, müden oder betrunkenen Metalheads auf und zollen ihren Tribut.</em></p>
<p><em>Mit „Where Shadows Forever Reign“ verabschieden sich <strong>DARK FUNERAL</strong>. Ich finde den Abschluss super und bin <strong>traurig, dass das Festival nun vorbei ist</strong>. Bis zum nächsten Jahr.</em></p>
<h2><strong>Nach WOLFSZEIT ist vor WOLFSZEIT</strong></h2>
<p>Mich: Und damit verabschiede auch ich mich vom altbekannten Festival auf neuem Grund. Doch Grund, in der nächsten Sonnenumrundung wiederzukehren, habe ich allemal! Es war, wie jedes Mal, <strong>ein Fest.</strong> Die Bands haben abgeliefert, das Essen und das Bier waren lecker und der Sound war meistens gut – die Stimmung war es sogar immer. Und auch wenn ich <strong>Crispi</strong> <strong>vermissen</strong> werde, so bin ich mir sicher, dass die Sommerrodelbahn und ich in den kommenden Jahren viel Spaß miteinander haben werden.</p>
<p>Vielen lieben Dank an <strong>Ramona</strong> für die Aushilfe, an <strong>Crow</strong> für die endgeilen Pics und, last but not least, an <strong>Frekis Mama</strong>, dafür dass sie jeden Tag von morgens bis abends alleine den Getränke-Coupon-Stand geschmissen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2023 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße ausm kühlen Bunker... Wir haben uns bei den Temperaturen verschanzt und... das merkt man auch! Hier ein ausführlicher Bericht vom RAGNARÖK! Das macht Bock auf Festival, Indoor und kälter als grad... </p>
<p>Da hat euch Merlin was gezaubert (Ehrenwort, der Bericht ist besser als mein Teasertext (yt)!)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Es ist und bleibt eines meiner liebsten Festivals: Das RAGNARÖK FESTIVAL </strong>im fränkischen Lichtenfels. Wie jedes Jahr ist es auch 2023 im <strong>April</strong> verortet &#8211; für mich damit <strong>das erste Festival</strong> eines jeden Jahres. Aber wird es auch das beste? Das werde ich natürlich erst gegen Ende diesen Jahres sagen können, aber nun gilt es erst einmal herauszufinden, wie weit das <strong>RAGNARÖK</strong> vorlegt!</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s los</h2>
<p>Die erste Band des Festivals startete <strong>2003</strong> ursprünglich als Solo-Projekt. Über die Jahre stießen nach und nach aber weitere Musiker dazu und <strong>FJOERGYN</strong> stehen hier und heute mit vier Mann auf der Bühne. Spoiler: <strong>Ein fünfter wird noch dazukommen!</strong> Die Halle ist mäßig gefüllt, aber der Energie von <strong>FJOERGYN</strong> tut das keinen Abbruch. Episch und gewaltig der Sound, der unaufhaltsam vorwärts poltert. In den vorderen Zuschauerreihen fliegen die ersten Haare. Das Instrumentale packt mich, und ich würde mich der Musik hingeben &#8211; wäre da nicht der Gesang. Oder besser, der <strong>Sprechgesang</strong>. Die deutschen Texte sind ausnahmsweise mal nicht mein Hauptproblem, sondern die abgehackte Art und Weise, wie der Sänger sie vorträgt. Das taugt mir leider gar nicht. Zum vierten oder fünften Song allerdings kommt das fünfte Bandmitglied dazu auf die Bühne: <strong>Es ist kein Geringerer als der Veranstalter des RAGNARÖK höchstselbst!</strong> Der (Growl)Gesang, den <strong>IVO</strong> auf die Zuhörer loslässt, taugt mir sofort viel mehr. Der zimmert richtig! Ab jetzt läuft es für mich rund mit dem Auftritt von <strong>FJOERGYN</strong>, und ich bin fast schon enttäuscht, als die Musiker am Ende nicht nochmal für ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> posieren.</p>
<h3>Alles finster oder was?</h3>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> aus dem finst‘ren Forst, <strong>Gesichter in Asche garniert</strong>, die Holzfällerhemden kariert – haben 45 Minuten Zeit. Das reicht wieder einmal für ganze drei Lieder. Heute fällt die Wahl auf<em> „Fluch Des Seins“</em>, <em>„Mach Dich Frei“</em> (das mit dem epischen Refrain) und <em>„Finsterforst“</em> höchstselbst. Allerdings immer noch keine Spur des für 2021 angekündigten, über Kickstarter lancierten Dreißigminüters<em> „Jenseits“</em>.</p>
<p>Zum Sound: Der Hall in der Halle <strong>hallt unaufhaltbar</strong>, was thematisch ganz gut zur Band passt. Zum Instrumentarium: Wo früher noch ein Akkordeon bespielt wurde, waltet nun ein Keyboard seines Amtes, und irgendwie ist auch wohl wieder irgendjemand neues in der Live-Besatzung, wenngleich mir die Details diesbezüglich entfleucht sind. Die Frage <strong>„Habt ihr noch Bock?!“</strong>, so fällt Sänger Oli nach Äußerung derselben auf, sei doch, angesichts der Tatsache, dass <strong>FINSTERFORST</strong> der zweite Act des Festivals sind, eine recht überflüssige.</p>
<h3>UADADA</h3>
<p><em>Merlin:</em> <strong>UADA</strong> aus den Staaten sind die letzte Band des heutigen Tages. <strong>2014 gegründet</strong>, handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Band, die in Sachen Bekanntheit aber gelinde gesagt durch die Decke geschossen ist. Die Menschen vor der Bühne stehen wahnsinnig dicht, da ist kein Durchkommen. Auch die stadthalleneigene Tribüne ist voll. Musikalisch und optisch lassen sich die Parallelen zu <strong>MGLA</strong> nicht leugnen: Die schwarzen Gestalten auf der Bühne sind samt ihrer Gesichter verhüllt und stehen in einer <strong>Nebelwand</strong>, die mich verwundern lässt, wie man in ihr noch Luft zum Atmen, geschweige denn zum Singen bekommt.</p>
<p>Die Songs sind schön melodisch, ich höre die Gitarrenspuren sehr gut heraus. Generell geht die Musik mächtig nach vorn, treibende Rhythmen, <strong>brutaler Sound</strong>. Der Gesang wiederum ist mit seeehr viel Hall versetzt. Ich verstehe kein Wort. Das macht aber nichts, denn allein die <strong>Atmosphäre</strong> überzeugt mich voll und ganz. Zugegeben, ich liebe diese Art von Black-Metal auch einfach.</p>
<p><strong>UADA</strong> hätten sich schon unverhältnismäßig große Mühe geben müssen, zu enttäuschen. Für mich liefern sie definitiv den <strong>besten Auftritt dieses Donnerstagabends</strong> ab &#8211; und das nicht nur, weil sich die Konkurrenz sich zahlenmäßig in engen Grenzen hielt. Nur einen Kritikpunkt muss ich anbringen: <strong>UADA</strong> haben zwar zig verschiedene T-Shirt-Motive, jedoch <strong>kein einziges Longsleeve</strong> am Merchstand parat. Egal, dann wird halt ein Patch gekauft. Es wird langsam aber sicher Zeit für eine zweite Kutte&#8230; und Zeit fürs Bett. Bis morgen!</p>
<h2>Auf ein Neues</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Mich:</em> Mit einem gewaltigen<strong> „HAU RUCK!“</strong> brechen <strong>HELGRINDUR</strong> die Stille meines friedlichen Freitagmorgens. Neugierig, wer da die frühe Luft mit solch gewaltiger <strong>Pagan-Power</strong> schwängert, rieseln immer mehr Menschlein in die Konzerthalle, bis sich eine beachtliche Summe zusammengefunden hat. Imprägniert von der Energie, die von der Bühne donnert, sind recht schnell recht viele am Klatschen und Headbangen, und irgendwann wird sich auf dem Boden platziert, um im Rhythmus der stampfenden Trommeln durch den <strong>musikalischen Sturm</strong> zu rudern, was das Zeug hält.&nbsp;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-42174 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Es gibt heute neben Mitsingbarem (<em>„Aufbruch“</em> und <em>„Der Sturm“)</em> auch Ungehörtes: Ein bisher unveröffentlichter und ein vor einer Woche releaster Song (<em>„Golem“</em>) sind mit an Bord. Wenngleich der Sound noch keine Perfektion erreicht hat, ändert auch das nichts an der Freude dieses Moments. Ein guter <strong>RAGNARÖK</strong>-Festivaltag beginnt <strong>mit Heldenliedern und Double Bass</strong> – und das wären wohl die letzten beiden Dinge, an denen<strong> HELGRINDUR</strong> geizen würden.</p>
<h3>Vierzehn dunkle Jahrhunderte</h3>
<p><em>Merlin:</em> Ein <strong>Urgestein der deutschen Pagan-Metal-Szene</strong> betrifft nun die Bühne: <strong>XIV DARK CENTURIES</strong>. Und die wenden sich direkt mit einer Frage an ihr Publikum: &#8222;Seid ihr schon alle wach?!&#8220; Die Antwort ist nicht zufriedenstellend &#8211; deswegen wecken sie uns jetzt auf. <em>&#8222;Auf zur Schlacht&#8220;</em> brettert durch die Lichtenfelser Stadthalle, <strong>als wollte es sie aus ihrem Fundament heben</strong>. Flammen schießen vom Rand der Bühne empor. Sänger <strong>MICHEL</strong> reckt entschlossen immer wieder die Fäuste in die Luft. Es folgt der <em>&#8222;Teutonentanz&#8220;</em>. Der Sound ist top, ich kann nicht meckern! Auch eine <strong>Geige</strong> kommt bei <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> zum Einsatz. Zum Glück angenehm unquietschig. Doch auch wenn die Songs wie auch die Bandmitglieder richtig abgehen, das Publikum ist zu der frühen Stunde noch eher zurückhaltend. Dabei wäre die Musik sehr gut für einen <strong>Circle Pit</strong> geeignet!</p>
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<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> haben uns auch ein paar neuere Lieder mitgebracht. Da wäre einmal <em>&#8222;Atme den Wald&#8220;</em> aus ihrem 2020 erschienenen Album &#8222;Waldvolk&#8220;, aber auch <strong>ein ganz neues Stück</strong>, das den Namen <em>&#8222;Die Aura der Dunkelheit&#8220;</em> trägt. Weder thematisch noch musikalisch wurden hier größere Experimente gemacht &#8211; man bleibt sich treu. So früh er begonnen hatte, schnell ist der Auftritt von <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> auch schon wieder vorbei. Sänger <strong>MICHEL</strong> quittiert das rasche Ende mit einem Schulterzucken:<strong> &#8222;Wir hätten gern länger gespielt, aber es is halt so&#8220;</strong>. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.</p>
<h3>(Im)perfect harmonies</h3>
<p><em>Mich:</em> Silhouetten im Nebel! Es spielen als nächstes <strong>FIRTAN</strong>. Düstere Figuren vor blauem Dunst füllen die Bühne mit mystischer Atmosphäre und den Raum mit ihren <strong>komplexen Black-Metal-Kompositionen</strong>. Eine besondere Ästhetik gibt dabei <strong>Fiedlerin KLARA</strong>&nbsp;ab, von deren Existenz ich gerade zum ersten Mal erfahre und die mit ihrem Geigenspiel der Musik in vielen Momenten eine gar edle Note verpasst. Besonders in den akustischen Augenblicken herrschen Wohlklang und Harmonie. Diese sind somit in meinen Augen das Highlight dieser Show.</p>
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<p>Dafür kommt bei härteren Passagen leider manchmal zu viel aufeinander: Das Schlagzeug ballert etwas zu krass, die Gitarrenwand dröhnt und die <strong>Schreie</strong> <strong>verlieren sich irgendwo in den Tiefen des Getöses</strong>, so dass die ganzen Feinheiten dieser akribisch durchkomponierten Musik leider weniger gut erkennbar sind. Als Rausschmeißer sorgt aber dann <em>„Wogen Der Trauer“</em> (mittlerweile ein Klassiker) nochmal für ordentlich Druck und Eingängigkeit.</p>
<h3>AEPHANE- wer?</h3>
<p><strong>AEPHANEMER</strong> aus Frankreich sind mir durch Spotify-Musikvorschläge schon seit längerem ein Begriff. Damit, sie irgendwann vor mir auf der Bühne stehen zu sehen, hätte ich allerdings eher weniger gerechnet. Vor allem ist ihr Stil eher im <strong>Melodic Death Metal</strong> angesiedelt, einem Genre, das bei Pagan- und Black-Metal-Festivals wenn überhaupt, dann nur sporadisch vertreten ist. Somit freue ich mich über dieses nicht nur neue, sondern auch unerwartete Erlebnis.</p>
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<p>Der Sound spielt auch mit: Vor allem die Melodien, von den Gitarren gespien, stechen klar heraus. Auch Schlagzeug und Vocals sind gut hörbar – was will man mehr? <strong>Frontschreierin MARION</strong>&nbsp;überrascht (in einem kurzen Part nur) plötzlich mit (gekonntem!) <strong>opernartigem Gesang</strong>, und am Ende gibt’s dann <em>„Bloodline“</em> – den einen Song, den scheinbar alle (inklusive mir) hier kennen und der dementsprechend abgefeiert wird.</p>
<h3>Nasenblut</h3>
<p><strong>Irgendwie habe ich das Gefühl, ASENBLUT werden von Mal zu Mal krasser</strong>. Der Drummer scheint bei jedem Konzert schneller und präziser zu spielen, Musik sowie Sound kommen mir bei jedem Mal brutaler vor und auch bei den Vocals bemerke ich diesmal einen Fortschritt: Neben seinen gewohnten Growls gibt der Frontmann heute den einen oder anderen <strong>endfiesen Black-Metal-Schrei</strong> von sich, den ich von ihm bisher ebenso wenig gekannt wie erwartet habe.</p>
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<p>Wenn <strong>HELGRINDUR</strong> den Tag für mich mit Heldensang und Legendendichtung eingeleitet haben, so sind es <strong>ASENBLUT</strong>, die dies nun aufrechterhalten. Passend dazu bildet sich hallenmittig sogar ein kleiner Moshpit. Eine durchweg starke und überzeugende Performance – <strong>weiter so!</strong></p>
<h3>Black-Metal aus Bayern</h3>
<p><em>Merlin:</em> Erneut vernebelt sich die Bühne und kündigt damit eine <strong>Atmospheric-Black-Metal-Band</strong> an. <strong>GROZA</strong> aus Mühlburg am Inn weisen eine unverkennbare Ähnlichkeit zu <strong>MGŁA&nbsp;</strong>auf. Die Gestalten auf der Bühne sind in schlichtem schwarz gekleidet und haben ihren Gesichter mit <strong>Strumpfmasken</strong> verhüllt. Der Nebel quillt aus allen Ritzen des Podests, auf dem sie stehen. Der Mikrophonständer ist zwar mit ihrem Bandlogo ausgestattet und auch das Banner im Hintergrund der Bühne trägt selbstverständlich den Namen <strong>GROZA</strong>. Aber die Parallelen zu den Polen lassen sich für mich einfach nicht wegignorieren.</p>
<p>Gefühlt wurde die Lautstärke für dieses Konzert nochmal aufgedreht. Der melodische Black-Metal wird von einer ansehnlichen Menge an Festivalbesuchern gefeiert. Auch <strong>IVO</strong> steht im Publikum und checkt aus, was die <strong>Bayern</strong> dort oben so fabrizieren. Der Auftritt von <strong>GROZA</strong> wirkt auf mich routiniert, aber deshalb nicht schlecht. Ein bisschen <strong>mehr Eigenständigkeit</strong> würde ich mir jedoch wünschen, ein Grund, warum man ausgerechnet IHRE Musik hören sollte. Mir selbst bleibt einfach zu wenig hängen von dieser Band (außer, dass mich der Gesang seltsamerweise an <strong>J.J.</strong> von <strong>KARG/ HARAKIRI FOR THE SKY</strong> erinnert?!)</p>
<h3>Gesang der Wölfe</h3>
<p><em>Mich:</em> Auf <strong>WOLFCHANT</strong> habe ich mich mitunter am meisten gefreut – nicht nur, weil ich die Band generell mag, sondern auch, weil es heute einen speziellen Anlass gibt! <strong>„A Pagan Storm“</strong>, die legendäre Scheibe der frühen Pagan-Szene deutschsprachiger Gefilde, feiert <strong>15 Jahre Existenz.</strong> Und deswegen steht heute ein Spezial-Set auf dem Speiseplan.</p>
<p>Bis dieses jedoch beginnen kann, müssen einige <strong>technische Hürden</strong> überwunden werden: Mal läuft das Intro, dann geht es wieder aus. Dann schallt plötzlich ein Lied vom Tonband aus den Boxen, geht auch wieder aus, und plötzlich stehen <strong>WOLFCHANT</strong> auf der Bühne und spielen – allerdings hört man keine Gitarre. So geht das zirka zehn Minuten hin und her, bis endlich alles funktioniert, wie es soll. Man, diese Band hat aber auch Pech! Schon beim letzten <strong>DARK TROLL Festival</strong> mussten sie den Kampf gegen Ton und Technik antreten.</p>
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<p>Der tatsächliche Einstieg wird dann mit dem Titelsong <em>„A Pagan Storm“</em> gemacht, und neben drei neueren Songs hat man gerade noch genug Zeit, <em>„The Path“</em> und <em>„Midnight Gathering“</em> von besagtem Album zu spielen. Gerade aber die drei Lieder aus längst vergangenen Tagen entfalten eine großartige und <strong>fast schon nostalgische Wirkung!</strong> Man spürt so richtig das <strong>Heidenmetall-Feeling der alten Schule</strong> in der Gitarrenführung und den Melodien, wie es heute kaum noch jemand zu schreiben weiß. Auch sei hervorzuheben:<strong> WOLFCHANT</strong> sind fit wie nie zuvor! Da geht kein Schlag daneben und kein Finger greift den falschen Bund. Das alles unter der warmen Umarmung eines sehr sauberen Soundgewands – trotz verringerter Spielzeit ist dieses Konzert alles andere als eine Enttäuschung!</p>
<h3>Wunderbar traurig</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf <strong>ELLENDE</strong> hatte ich mich am heutigen Tage am meisten gefreut. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> bereits auf dem <strong>WOLFZEIT 2020</strong> und auf dem <strong>DARK TROLL 2022</strong> live gesehen und erwarte nun mit Spannung ihre Festivalshow auf dem <strong>RAGNARÖK 2023</strong>.&nbsp;Die Bühne wird wieder einmal <strong>mit unfassbaren Mengen an Nebel geflutet</strong>. Die Gestalten auf der Bühne wirken wie Geister dagegen, und ihr Corpsepaint lässt sie unheimlich traurig wirken. Aber sie sind alles andere als traurig, wie sich sogleich herausstellt.</p>
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<p><strong>ELLENDE</strong> haben ihr<strong> neues Album</strong> mitgebracht: &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220;. Und das ist, gelinde gesagt, großartig geworden. Der krächzende, deutsche Gesang ist live zwar etwas unverständlich, aber die eingängigen Gitarrenmelodien kommen voll zum Tragen und kreieren eine <strong>melancholische Atmosphäre</strong>, die die Zuhörer reihenweise in ihren Bann zieht. Sänger <strong>LUKAS</strong>, das Mastermind hinter <strong>ELLENDE</strong>, bedankt sich mehrfach bei der Menge. &#8222;Dankeschön! Großartig!&#8220; Er wirkt richtig gerührt. Mei, is des sche.</p>
<p>Aber einen Wermutstropfen gibt es: <strong>ELLENDE</strong> haben inzwischen auf all ihren Social Media Kanälen gepostet, dass sie sich eine <strong>Pause von den Live-Auftritten</strong> nehmen werden. Alle bereits angekündigten Konzerte finden wie geplant statt, aber danach wird es wohl erst einmal ruhig um die Band. Schade! Mir taugen sie live fast noch mehr als auf Platte. Live wirkt die Musik härter, aber dennoch gewohnt eingängig und eindringlich. Ich hoffe sehr, dass <strong>ELLENDE</strong> irgendwann in der Zukunft ihren Weg zurück auf die Black-Metal-Bühnen finden werden!</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 1/2</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Es ist sehr interessant, eine rauere, härtere Band von ihrer netteren Seite kennenzulernen. So spielen <strong>MÅNEGARM</strong> (vor ihrem morgigen Metal-Gig) heute eine <strong>exklusive Akustik-Show</strong>. Da ich aber kaum ein Konzept davon habe, wer da vor mir steht, weiß ich noch gar nicht, was denn zu erwarten ist. So mache ich es mir auf den Tribünen gemütlich und lasse mich überraschen.</p>
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<p>Eine gute Entscheidung! Denn von hier oben klingt das Ganze nicht nur makellos, man kann auch auf das stehende Fußvolk hinabsehen, welches sich unten wie hypnotisiert in den <strong>weichen Wogen musikalischer Beschallung</strong> wiegt. Tiefe Trommeln, Geigenmelodien und Frauensang, der sich mit den männlichen Main Vox abwechselt, bieten zusammen mit den akustischen Gitarren ein sanftes Spektakel dar, welches unter die Haut zu gehen weiß. Dabei ist einer der intensivsten Momente der eines Cover-Songs: Mit einer absolut ohrenschmeichelnden Akustikversion von<strong> BATHORYs</strong> <em>„Mother Earth, Father Thunder“</em> huldigen <strong>MÅNEGARM</strong> den Vorvätern von so ziemlich allem, was auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> und Konsorten musikalisch so fleucht und kreucht. Schön!</p>
<p>Als letztes Lied des Tages aber wurde <em>„Segervisa“</em> ausgewählt. Und das mit Recht, denn noch weit nach Abklang des letzten Tons haben es die Zuschauer nicht satt, die <strong>Hauptmelodie des Songs in Dauerschleife</strong> weiter zu singen.</p>
<h3>Wenn Legenden loslegen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Hier und heute ist <strong>eine wahre Metal-Legende</strong> auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> zu Gast: <strong>PETER TÄGTGREN</strong> mit <strong>HYPOCRISY!</strong> Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass jeder der Besucher sie kennt, stellt sich die Band sicherheitshalber nochmal vor: &#8222;We&#8217;re Hypocrisy from Sweden!&#8220; Was soll ich sagen? Die Hütte ist voll! Die Lichtenfelser Stadthalle platzt aus allen Nähten, Tribüne und Parkett sind gleichermaßen übersät mit erwartungsvollen Zuschauern.</p>
<p><strong>HYPOCRISY</strong> eröffnen ihre Show mit einem echten Klassiker, <em>&#8222;Eraser&#8220;</em> von 2004 erschienenen Album &#8222;The Arrival&#8220;. Obgleich die Band bereits seit mehr als 30 Jahren aktiv ist, hat sie nichts von ihrer Power und Bühnenpräsenz eingebüßt. Es geht sogar so zur Sache, das während eines Songs das <strong>auseinanderdriftende Schlagzeug</strong> neu justiert werden muss. Als <strong>PETER TÄGTGREN</strong> den Song <em>&#8222;Don&#8217;t judge me&#8220;</em> vom Album &#8222;Catch 22&#8220; ankündigt, schiebt er gleich noch eine Aufforderung zum Circle Pit hinterher. Ob diese verfängt, sehe ich leider nicht, ich stehe zu weit hinten, und an ein Durchkommen ist nicht zu denken.</p>
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<p>Die Erscheinung von <strong>PETER TÄGTGREN</strong> allerdings wirkt bis zu den hintersten Plätzen. Die <strong>langen weißen Haare und sein in zwei gezwirbelte Strähnen unterteilter Bart</strong> unterstreichen nur den Legendenstatus, den er für mich und für viele andere inne hat. Das erhöht stehende Schlagzeug wurde inzwischen gesichert, der Schlagzeuger kann sich wieder ungehemmt ins Zeug legen. Hab ich schon erwähnt, dass der Sound nahezu perfekt abgemischt ist? <em>&#8222;Fire in the Sky&#8220;</em> vom 2000er Album &#8222;Into the Abyss&#8220; verdeutlicht dies nur noch.</p>
<p>Obwohl<strong> HYPOCRISY</strong> 2021 erst ein neues Album herausgebracht haben (&#8222;Worship&#8220;), spielen sie heute doch ganz überwiegend altes beziehungsweise älteres Zeug. Die <strong>Klassiker</strong> eben! So verhält es sich auch mit dem letzten Song:<em> &#8222;Roswell 47&#8220;</em> von ihrem vierten Album &#8222;Abducted&#8220;. Das war noch vor meiner Zeit. Umso glücklicher bin ich, dass <strong>HYPOCRISY</strong> immer noch live spielen. Und am aller glücklichsten bin ich gerade darüber, dass sie zum <strong>RAGNARÖK 2023</strong> gekommen sind und ich ihrem verdammt geilen Auftritt beiwohnen durfte!</p>
<h2>Aller guten Dinge sind drei</h2>
<p>Der Tag ist noch jung und die meisten Festivalbesucher sind noch nicht oder noch nicht ganz wach, als <strong>DARK EMBRACE</strong> die Bühne betreten. <strong>Ist ja auch erst 13 Uhr.</strong> Da ich die Band bis dato nicht kannte, hatte ich mir zur Einstimmung einige ihrer Songs während meiner Morgenroutine in die Gehörgänge gedrückt. Aber ich will nicht Spoilern, und vor allem nicht voreingenommen an den Auftritt herangehen. Also, <strong>DARK EMBRACE</strong>, zeigt, was ihr live könnt!</p>
<p>Vier Metaller finden sich auf der Bühne, der Sänger trägt ein Nietenarmband, ansonsten sind sie schlicht in schwarz gekleidet. Wer sich fragt, die Band kommt übrigens aus Galizien. Die Musik von <strong>DARK EMBRACE</strong> würde ich als <strong>Melodic-Death-Metal</strong> beschreiben. Wenig Screams, keine Growls, dafür viel Klargesang. Beim Song <em>&#8222;Never seen the Sun&#8220;</em> (wohl ihr bekanntester Titel) rutscht die Stimme des Sängers aber immer wieder <strong>ganz unangenehm schrill</strong> nach oben ab. Das klang auf den Aufnahmen allerdings ähnlich, und ich deute es als gewolltes Stilmittel der Band. Mir persönlich taugt dieser schrille Gesang aber leider gar nicht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-42184 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/11-Dark_Embrace-091-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/11-Dark_Embrace-091-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/11-Dark_Embrace-091-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/11-Dark_Embrace-091-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/11-Dark_Embrace-091-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/11-Dark_Embrace-091.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Dennoch harre ich vor der Bühne aus. Musikalisch zimmern <strong>DARK EMBRACE</strong> ja auch ordentlich, und eingängige Melodien können sie sowieso. Zu <em>&#8222;Life and Legacy&#8220;</em> packt ein junger, kräftiger Mann links neben mir erstmal seine (beeindruckenden) <strong>Dance Moves</strong> aus, verlegt sich dann aber wieder auf&#8217;s Headbangen. Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Bei &#8222;The bitter End&#8220; fällt der Sänger dramatisch auf die Knie. So bitter fand ich das Ende jetzt gar nicht. Dennoch, ein cooler erster Auftritt an diesem <strong>vollgepackten Festivalsamstag.</strong></p>
<h3><strong>CÂN BARDD? BARDD CÂN!</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Den Rausch ausgeschlafen, die Fingergelenke geknackt und den Kiefer gelockert, so stehe ich wieder fit wie ein (ziemlich matschiger) Turnschuh in der Halle des Geschehens, als es endlich an der Zeit für meine absolute <strong>Festivalneuentdeckung</strong> letzten Jahres ist:<strong> CÂN BARDD</strong>.</p>
<p>Und auch heute erwartet mich nichts weniger als ein<strong> intensives Schauspiel an Energie und durchdringender Schönheit.</strong> Ich würde mein Erleben dieses Konzertes beinahe als transzendentale Erfahrung bezeichnen – fast den Tränen nah und in <strong>Ehrfurcht</strong> mit dem Fußboden verwurzelt stehe ich und lasse mich in andere Welten tragen. Neben den ebenso kunst- wie druckvollen Klangkreationen der Schweizer ist diese Wirkung mitunter dem durchweg großartigen Sound zu verdanken – sowie der starken, <strong>fehlerfreien Performance</strong>, die hier an den Tag gelegt wird.</p>
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<p>Auch fällt mir heute zum ersten Mal auf, wie kreativ einige dieser Lieder und Parts aufgebaut sind – so etwa die letzten fünf Minuten des zweiten Lieds, in dem sich knappe drei musikalische Elemente die Hand zum <strong>Taumeltanz</strong> reichen und sich immer wieder neu verstricken, kombinieren und verändern, oder der rhythmisch geschriene<strong> Acapella-Part</strong>, der sich aus drei Kehlen zugleich immer wiederholt, bis er sich wieder nahtlos in die Musikwand einfügt. Ich bin, Gänsehaut tragend, beeindruckt.<br />
Und scheinbar nicht nur ich, denn sogar Merlin düst (nach anfänglichem „Ich kann mit denen nicht so viel anfangen“) im Anschluss an das Konzert zum Merch-Stand, um sich <strong>den allerletzten CÂN BARDD-Hoodie</strong> zu holen, den es gibt.</p>
<h3>Gesundheit!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Noch stehen die Zuschauer vor der Bühne in lockerem Durcheinander, aber die Stadthalle füllt sich stetig. Ich ergattere einen <strong>Platz in der zweiten Reihe</strong> und erwarte voller Vorfreude den Auftritt von <strong>ENISUM</strong>. Die Italiener haben ihr neues Album &#8222;Forgotten Mountains&#8220; sowie einen Mikrophonständer in Form eines Asts, dekoriert&nbsp; mit weiteren abstehenden Ästen, mitgebracht. Im Bühnenhintergrund hängt das Logobanner parat. Na, dann kann es jetzt ja losgehen!</p>
<p>Wem <strong>ENISUM</strong> nichts sagt: Es handelt sich um <strong>atmosphärischen Black-Metal</strong> mit, wie könnte es anders sein, viiieeel Hall. Der Sound tendiert leider etwas zum Verwaschen, die Melodien gehen teils in den Blast Beats unter. Sänger <strong>LYS</strong> hält sich mit Ansagen zurück, bedankt sich aber am Ende bei seinen Zuhörern. Auch der Rest der Bandmitglieder hat es nicht so mit Action, man konzentriert sich lieber auf die Musik.</p>
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<p>Insgesamt verläuft der Auftritt von <strong>ENISUM</strong> routiniert und unspektakulär. Der Sound hätte für meine Ohren <strong>noch etwas präziser sein dürfen</strong>, aber nichtsdestotrotz schaffen es die Italiener, eine düstere, mystische Atmosphäre zu verbreiten und ihre Zuschauer mit auf die Reise zu den &#8222;Forgotten Mountains&#8220; zu nehmen. Dass sie selbst immer noch down to earth ist beweist die Band, indem sie sich zum Abschluss des Konzert die Gelegenheit nicht nehmen lässt, ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> zu machen. Ich recke freudig die Pommesgabel in die Höhe und eile dann geschwind zum Merchstand, um mir das neue Album von <strong>ENISUM</strong> auf CD zu sichern.</p>
<h3>Zorn und Verwüstung</h3>
<p><em>Mich:</em> Nach einer kleinen Pause, in der sich nach <strong>CÂN BARDD</strong> mein musikalisches wie seelisches Fassungsvermögen wieder aufladen konnten, fühle ich mich bereit für <strong>AGRYPNIE</strong>, von denen ich kaum weniger Mitreißendes gewohnt bin. Das Wesen der Erzeugnisse beider Bands allerdings könnte (innerhalb des Konzepts Black Metal, versteht sich) kaum unterschiedlicher sein:</p>
<p><strong>Steriler, gnadenloser Sound</strong> und krächzende, leidende Schreie geben nun den Ton an. Während Letztere anfangs noch recht leise sind, schraubt der Tontechniker alsbald ordentlich am Rädchen. Nun sägen sich THORSTENS Vocals durch alles. Doch auch der Rest der Musik ist am Drücken, was das Zeug hält. Als angenehm für die Ohren würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, aber dafür bin ich ja auch nicht hier. Ich will den Schmerz spüren, den eure Musik vermittelt! <strong>Ich will den Zorn und die Verwüstung fühlen!</strong> Und das tue ich. Aua.</p>
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<p>Als dann gegen Ende der Fan-Favorit <em>„Der Tote Trakt“</em> angestimmt wird, sind plötzlich <strong>alle um mich herum am Headbangen.</strong> Der Refrain wird voller Inbrunst mitgegrölt, auch meinerseits, es folgt ein weiterer Song, und schon war es das. Schade, <em>„Schlaf“</em> hätte ich mir noch gewünscht. Aber den wird es heute noch so bald nicht geben.</p>
<h3>Die Unaussprechlichen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Es folgt eine Band, deren Namen ich nicht aussprechen kann. <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> (das muss man sich auch erstmal merken können) kommen aus <strong>Finnland</strong> &#8211; und so sehen sie auch aus. Der langhaarige Sänger zumindest, der sich auch als Gitarrist betätigt, hat ein ungemein finnisches Profil. Die Band hat aber auch noch einen Sänger mit Millimeterfrisur dabei, der kein Instrument spielt. Gesungen wird natürlich auch auf Finnisch. Der langhaarige Sänger beweist aber auch Deutschkenntnisse: <strong>&#8222;Guten Tag meine lieben Freunde, wir sind Kaunis Kuolematon!&#8220;&nbsp;</strong></p>
<p>Insgesamt stehen bei der Band fünf Leute auf der Bühne. Ihr Logobanner hängt im Hintergrund, sonst haben sie keine Deko mitgebracht. Die Menschen vor der Bühne stehen locker, die Band scheint unter den <strong>RAGNARÖK</strong>-Besuchern nicht allzu bekannt zu sein. Müsste ich jemandem erklären, was für Musik <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> spielen, es fiele mir schwer. <strong>Melodisch ist sie, schwermütig, ergreifend, aber auch mal heiser und rau.</strong> Die finnische Band, deren Name übersetzt etwa soviel wie &#8222;wunderschön unsterblich&#8220; bedeutet, bleibt mir ein ungelöstes Rätsel. Wenigstens zum letzten Song gibt uns der langhaarige Sänger einen Interpretationsanstoß mit an die Hand: <strong>&#8222;This is the Finnish way to say Goodbye.&#8220;</strong></p>
<h3>Da ist der Wurm drin</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>WORMWOOD</strong>? Nie gehört. Kommen anscheinend aus <strong>Schweden</strong> und machen melodischen Black Metal – also stelle ich mich mal zu den Lauschenden und lausche zu, was das bedeutet. Der eine Typ sieht auf jeden Fall aus wie der eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Ah, ich hatte Recht! Es ist der gleiche eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Sagt das Internet.</p>
<p>Die Show selbst ist recht solide gespielt und vom Klang her durchgängig genießbar, <strong>tut nicht weh in den Ohren</strong> und auch von den Tribünen aus klingt das Ganze noch amtlich. Gebannt sehe ich den Menschen beim gebannten Zuhören zu, muss aber ehrlich gestehen, dass sich meine Aufnahmefähigkeit irgendwann verflüchtigt und ich das Konzert leider in die recht vollbepackte Schublade mit der Aufschrift <strong>„so’n Black-Metal-Konzert halt“</strong> packen muss.</p>
<h3>Schamatsch</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf das Konzert von <strong>SCHAMMASCH</strong> war ich im Vorfeld mit am meisten gespannt. Spirituell, okkult, mystisch, das sind ihre Stichworte. Dichter Nebel wabert auf der Bühne, die nun von Gestalten mit weiten Kapuzen betreten wird. Ich sehe und höre mir den Auftritt <strong>von der Tribüne aus</strong> an. Selbige ist gut gefüllt, unten in der Halle stehen die Leute dagegen noch in entspannten Abständen. <strong>SCHAMMASCH</strong> haben <strong>Dekoelemente</strong> mitgebracht. Darunter fallen zwei mit mystischen Formen besetzte Stelen, die in ihrer Mitte jeweils eine leuchtend rote Kugel tragen; des weiteren links und rechts ein schmales, hohes Banner mit Motiv. Auch das große Banner im Hintergrund wird von einem okkulten Zeichen geschmückt.</p>
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<p>Als <strong>Avantgarde-Black-Metal</strong> bezeichnet metal-archives die Band, und dieser Zuschreibung würde ich mich einfach mal anschließen. Die Band macht keinerlei Ansagen, alles wird sehr <strong>mysteriös, düster</strong> und vor allem nebelig gehalten. Der Sound ist durchdringend, aber hier oben auf der Tribüne erwartbarer Weise etwas verwaschen. <strong>C.S.R</strong> hat eine starke Stimme, dennoch ist der Gesang ein wenig undeutlich. Melodisch ist das Ganze aber allemal. Am Ende des Konzerts treten nochmal alle Bandmitglieder zusammen vor und <strong>verbeugen</strong> sich. Ich zolle den gebührenden Beifall und wechsele dann die Tribünenseite, um mir einen guten Blick auf<strong> GRAVEWORM</strong> zu sichern.</p>
<h3>Sechs Fuß tief</h3>
<p>Lange Jahre war es still um die Italiener von <strong>GRAVEWORM</strong>. <strong>1992 gegründet</strong>, war die Band bis 2015 durchgängig aktiv, hatte dann aber eine <strong>längere Schaffenspause</strong> eingelegt. Nun sind sie zurück und haben ein neues Album im Gepäck! &#8222;Killing Innocence&#8220; heißt es, und selbstverständlich bekommen wir auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> einige Kostproben daraus <strong>um die Ohren gepfeffert</strong>, so zum Beispiel den siebten Track <em>&#8222;We Are the Resistance&#8220;</em>.</p>
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<p>Die fünf Metaller auf der Bühne lassen es ordentlich krachen, der <strong>Sound ist brachial</strong>. Die Zuschauer stehen dicht an dicht und lassen sich die Aufforderung von Sänger <strong>STEFAN FIORI</strong> nicht zweimal sagen: <strong>&#8222;Ich will eure Haare fliegen sehen!&#8220;</strong> &#8211; das kann er haben. Köpfe nicken, Haare fliegen, das Publikum ist voll in seinem metallischen Element. Sänger <strong>STEFAN</strong> ist sichtlich gerührt: &#8222;Es ist ne Ehre für uns, heute Abend hier für euch zu spielen!&#8220; Zum letzten Song dreht er dann nochmal richtig auf. Ein <strong>Circle Pit</strong> soll her! Und tatsächlich geht unten im Publikum jetzt die luzi ab. Ich beobachte von der Tribüne aus freudig amüsiert das feucht-fröhliche Treiben und speichere das Konzert von <strong>GRAVEWORM</strong> als einen durch und durch gelungenen Auftritt ab. Um <strong>STEFAN</strong> ein letztes Mal zu zitieren: &#8222;Vielen Dank, Dankeschön!&#8220;</p>
<h3>Keine Verschnaufpause</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>THYRFING</strong>, hui! Endlich sehen wir uns mal. Trotz langjähriger Begeisterung für diese Musiksparte ist das noch nie vorgekommen – aber es gibt wohl<strong> für alles ein erstes Mal</strong>, auch wenn dieses spät kommt.<br />
Und nochmal: Hui! Da steckt ja noch eine richtige Urgewalt früher <strong>Pagan- und Viking-Metal-Tage</strong> in diesen Jungs! Roh und rockig, wenn auch nie ohne Gefühl, so hämmern sich die Alteingesessenen durch ihr Set.</p>
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<p>Und das quasi nahtlos: Gerade mal zehn Sekunden geben sie sich und dem Publikum zwischen den Songs zum Verschnaufen – wenn überhaupt. Diese Männer spielen mit einer <strong>Überzeugung und einer Standhaftigkeit</strong>, es ist ein Fest. <strong>THYRFING</strong> beweisen, dass sie es genau so draufhaben, wie eine Band ihres Kalibers und Standes es draufhaben sollte, und genau ein Song kommt mir dabei sogar leicht bekannt vor. Habe leider vergessen, welcher.</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 2/2</strong></h3>
<p><strong>Apropos Kaliber:</strong> Nun sind wieder <strong>MÅNEGARM</strong> dran – <strong>diesmal dürfen sie ihre Instrumente allerdings einstöpseln.</strong> Toll daran ist, dass dem Publikum so der direkte Vergleich gegeben ist zwischen den beiden Seiten (böse und lieb) dieser schwedischen Formation.</p>
<p>Im Vergleich zu <strong>THYRFING</strong> aber sind sie, selbst in der Metal-Variante, definitiv die melodischere und weniger geradlinige Band. Vor allem, weil sich <strong>MÅNEGARM</strong> auch mal Pausen gönnen, sich in Ruhe auf Folk-Parts einlassen oder sich gänzlich zu einem langsameren Songtempo hinreißen lassen. Auch hat man die Gelegenheit genutzt, <strong>erneut mit Sängerin UMER aufzutreten</strong>. Ich meine, wenn sie sowieso schon mal mit dabei ist. Witz beiseite, ihre Stimme findet sich auch ins Metal-Set wunderbar ein, und ohne sie wäre es bestimmt ein weniger interessantes Konzert geworden.</p>
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<p>Ein paar der Melodien vom Vortag melden sich auch heute wieder zu Wort, und ich finde, dass die Show (und jene von gestern) einen <strong>starken Kontrast</strong> bildet zu der vom <strong>DARK TROLL</strong> im Jahre 2022, welche mir weniger gut gefallen hat.</p>
<p>Mit <em>„Oden Owns Ye All“</em> gehen <strong>MÅNEGARM</strong> zum Schluss noch einmal in den (verhältnismäßigen) <strong>Partymodus</strong>, was die Besucher sichtlich erfreut und zum Mitmachen animiert. Wenngleich der Song nur bedingt zu den meisten anderen passt, so ist es nicht umsonst ein Publikumsliebling – <strong>schnell, catchy und sogar ein bisschen mitsingbar</strong>, weil nicht gänzlich auf Schwedisch.</p>
<h3>HARAKI&#8230; HAKARI&#8230; HARAKIRI!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mache ich mir schon gar keine Notizen mehr. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> inzwischen so oft live gesehen und es war jedes mal wieder ein Highlight für mich. Aber heute ist etwas anders, und zwar wird heute ihr erstes Album, die Selbstbetitelte, zelebriert. <strong>Also nix mit <em>&#8222;Fire, walk with me&#8220;</em></strong> &#8211; dem Song, der sonst verlässlich zum Standardrepertoire gehört hatte.</p>
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<p>Zusätzlich haben <strong>HARAKIRI</strong> einen <strong>Featuregast</strong> am Start. Man munkelt ja, es handele sich bei ihm um den Sänger von <strong>GROZA</strong>. Gesanglich passt er jedenfalls gut rein, die Atmosphäre stimmt. Aber apropos Gesang: <strong>J.J.</strong> klingt irgendwie besonders heiser heute. <strong>Zu wenig geschlafen und zu viel getrunken</strong>, möglicherweise? Na, wie dem auch sei. Der nostalgische Black-Metal verfängt trotzdem bei mir und auch beim restlichen Publikum. Old but stayed gold.</p>
<h3>Ein Heer, yeah!</h3>
<p>Apropos old: Weiter geht es mit dem Auftritt von <strong>EINHERJER</strong>. Auch wenn ich den Namen schon dutzende Male auf Festivalflyern gelesen habe,<strong> live gesehen habe ich die Band tatsächlich noch nie</strong>. Ich bin gespannt!</p>
<p>Wie viele Bands auf dem diesjährigen <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> haben sich auch <strong>EINHERJER</strong> in den Neunzigern gegründet. Das Publikum vor der Bühne gestaltet sich dementsprechend. Der <strong>Altersdurchschnitt</strong> liegt dann doch ein Stücken über den jungen Jahren, die ich selbst auf dem Buckel habe. Und: Es stehen <strong>erstaunlich wenig Leute vor der Bühne</strong>! Ich hatte die Stadthalle dann doch voller erwartet&#8230;</p>
<p>Leider stelle ich recht schnell fest, dass auch ich mich für diese Band nicht begeistern kann. An sich bin ich ja ein Freund von <strong>Viking-Metal</strong>, aber was die vier Norweger oben auf der Bühne da fabrizieren, klingt für mich schlicht <strong>kraftlos und einschläfernd</strong>. Ich würde es nicht mal als schlecht bezeichnen, sondern einfach als langweilig. Die Band feuert ihre Zuschauer zwar an (&#8222;Hey! Hey! Hey!&#8220;), aber eine wirkliche Party-Stimmung will nicht aufkommen. Und so schleiche ich mich schon vor Ende des Auftritts aus der Halle, um mir vor <strong>NARGAROTH</strong> noch etwas zu Essen zu gönnen. Wann, wenn nicht jetzt.</p>
<h3>Der vorletzte Sargnagel</h3>
<p><em>Mich:</em> Irgendwann habe ich in Wacken mal <strong>NAGLFAR</strong> live gesehen. Und mit irgendwann meine ich in so grauer Vorzeit, dass ich noch <strong>absolut kein Konzept von Black Metal</strong> gehabt haben muss. In meiner Erinnerung waren<strong> NAGLFAR</strong> nämlich eine recht melodiengetriebene Pagan-Metal-Band, und der einzige Song, an den ich mich erinnere, ist „Brimstone Gate“, welcher in mehr oder weniger gemächlichen Triolen vor sich herkullert. So oder so ähnlich habe ich mir die Sache also vorgestellt. <strong>Weit gefehlt lol.</strong></p>
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<p>Die nächsten 40 Minuten stehe ich da und weiß nicht, wie mir geschieht. Die darauffolgenden zehn Minuten (Konzert ist vorbei) stehe ich immer noch da, <strong>Haare nach hinten abstehend</strong> von dem buchstäblichen Sturm, der gerade über mich hinweggefegt ist. Was ist mir da gerade widerfahren?</p>
<p>Gleich der erste Song beginnt mit <strong>Tremolo-Picking</strong>, höllisch schnellen Blast Beats und einem infernalischen Schrei, der mir zu den Ohren in den Kopf dringt und zu den Zehenspitzen wieder herauskommt. Und das hört dann einfach nicht mehr auf. Die halten dieses <strong>Tempo und Aggressionslevel</strong> einfach mal für 30 Minuten, bis sie einen auch nur ansatzweise weniger gnadenlosen Song spielen.</p>
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<p>Dieser Beschreibung nach könnte man <strong>NAGLFARs</strong> Musik mit rein stupidem Geballer verwechseln, aber nein – die Riffs, die Melodien, die die Gitarren zu diesem <strong>Buffet an Krassheit</strong> servieren, geben mir regelrecht Gänsehaut. Die Vocals klingen dazu richtig professionell und bösartig, und jeder Hochleistungssportler könnte sich noch eine Scheibe beim Drummer abschneiden.</p>
<p><em>„Brimstone Gate“</em> fällt leider aus, aber das finde ich jetzt auch gar nicht so schlimm angesichts der Tatsache, dass ich gerade ohne jegliche Vorwarnung <strong>eines der zwei besten Konzerte dieses Festivals</strong> auf mich losgelassen wurde. Und definitiv das krasseste. Ich bin begeistert. Tschüss.</p>
<h3>Der letzte schlägt die Tür zu</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zum letzten Künstler des diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong> möchte ich vorausschicken, dass sich bitte jeder seine eigene Meinung zu ihm bilde. Ja, <strong>RENE WAGNER</strong> alias<strong> ASH</strong> ist eine <strong>umstrittene Persönlichkeit.</strong> Schaue ich mir seinen Auftritt trotzdem an? Verdammt, ja! Egal, was man über ihn und damit über sein Musikprojekt sagen kann, <strong>NARGAROTH</strong> ist und bleibt eine <strong>Instanz im Black-Metal.</strong> Und hier und jetzt haben wir die Gelegenheit, diese Instanz live zu erleben.</p>
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<p><strong>ASH</strong> betritt die Bühne und reckt erstmal beide Mittelfinger gen Himmel. Die <strong>&#8222;Fickt-Euch&#8220;-Attitüde</strong> ist er also schonmal nicht losgeworden. Black-Metal-konform sind <strong>ASH</strong> und seine drei Livemusiker mit <strong>jeder Menge Leder und Nieten</strong> sowie mit klassischem Corpsepaint ausgestattet. Er selbst trägt die langen Haare die meisten Zeit quer übers Gesicht. &#8222;Wie kann man so singen?&#8220;, wundere ich mich. Aber irgendwie funktioniert es. Sehr gut sogar.</p>
<p>Stimmlich gehört ist der Auftritt von <strong>ASH</strong> beziehungsweise <strong>NARGAROTH</strong> brutal. Also <strong>brutal im Sinne von gewaltig.</strong> Der Sound insgesamt wurde leider zu laut aufgedreht und deshalb <strong>teilweise übersteuert.</strong> Immer mal wieder hört man ein unangenehmes Quietschen. Rein musikalisch finde ich das Konzert von <strong>NARGAROTH</strong> allerdings bombe, fast schon episch.</p>
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<p>An den dämonischen Dekostelen auf der Bühne werden kurz vor Schluss nochmal <strong>Kerzen entzündet</strong> für noch ein bisschen mehr schwarzmetallene Atmosphäre. &#8222;Seid ihr noch wach?&#8220;, fragt ASH in die Menge. Ja, doch. Einer geht noch. Und was darf bei einem <strong>NARGAROTH</strong>-Konzert auf keinen Fall fehlen? Na? <strong><em>&#8222;Black Metal ist Krieg&#8220;</em></strong> natürlich! Und damit wäre die Spielzeit dann auch zur Gänze ausgereizt.</p>
<h2><strong>Schlusssequenz</strong></h2>
<p>Und damit ist es auch schon wieder vorbei, das <strong>RAGNARÖK 2023</strong>. Ein Festival, gespickt mit unglaublich vielen guten Auftritten, mit leckeren Barbarenspießen und <strong>Strömen von Bier und Met.</strong> Ich kehre jedes Jahr aufs neue gerne nach<strong> Lichtenfels</strong> zurück, um dieses Fest der Festivals zu feiern. Und Obacht: Für 2024 sind <strong>bereits die ersten Bands bestätigt!</strong></p>
<p>Ich blicke zurück auf ein großartiges <strong>RAGNARÖK 2023</strong> und mir bleibt nichts weiter zu sagen als: <strong>Wir sehen uns nächstes Jahr! Cheers!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 14:41:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Zeit! Zeit, den Bornstedter Berg zur Ruine der Schweinsburg zu erklimmen! Zeit für Black Metal, Folk Metal, und alles, was dazwischen und drum herum wächst! Es ist Zeit. Zeit für das DARK TROLL FESTIVAL 2022! Tag 1 Flöten und Trommeln ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Zeit! Zeit, den Bornstedter Berg zur <strong>Ruine der Schweinsburg</strong> zu erklimmen!</p>
<p>Zeit für Black Metal, Folk Metal, und alles, was dazwischen und drum herum wächst!</p>
<p>Es ist Zeit. Zeit für das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> 2022!</p>
<hr>
<h1><strong>Tag 1</strong></h1>
<h2>Flöten und Trommeln</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40631 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em>Merlin:</em> Es ist eine heiß geliebte und gut gepflegte Tradition auf dem<strong> DARK TROLL</strong>, dass <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS </strong>mit ihren Dudelsäcken das Festival eröffnen. Und so ist es auch heute. Gemeinsam marschieren die 18 Männer und Frauen auf dem Burghof ein und geben einen ersten Appetithappen zum Besten. Es folgt ein <strong>interaktives Stück zum Mitklatschen</strong>: <em>&#8222;We will Rock you&#8220;</em>, solo vorgetragen. Das nächste Lied ist ebenfalls ein Klassiker, wenn auch aus einer ganz anderen Sparte: <em>&#8222;Flower of Scotland&#8220;</em> &#8211; ein Stück über die Jugend. Und ein Stück, welches <strong>ALESTORM</strong> auf ihrem ersten Album &#8222;Captain Morgan&#8217;s Revenge&#8220; gecovert haben. Aber das nur am Rande. Den Auftritt von <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS </strong>zeichnet auch aus, dass sie<strong> komplett auswendig</strong> und ohne Noten spielen. Respekt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40633 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Und auch die Ansagerin der Truppe tritt souverän auf. So erklärt sie den Schaulustigen, warum sie und ihre MitstreiterInnen keine Autogrammstunde geben:<strong> 18 Leute seien schlichtweg zu viel für die kleine Bude</strong>, in der die Autogrammstunden abgehalten werden. Auch animiert die dunkelhaarige Dame die Festivalbesucher zum Besuch weiterer live-Veranstaltungen: <strong>„Geht zu Konzerten, ein guter Psychologe ist wesentlich teurer als ne Konzertkarte!“</strong> Wo sie Recht hat&#8230; Nachdem <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS</strong>, es durfte nicht fehlen, <em>&#8222;Amazing Grace</em>&#8220; spielen, beschließen sie ihren Auftritt mit etwas <strong>zum Mitsingen</strong>: <em>&#8222;Was sollen wir trinken, 7 Tage lang&#8220;</em> &#8211; ihr ergänzt den Rest. Und während die Zuschauer klatschen und singen, verlassen die MusikerInnen in einem gemeinsamen Auszug unter den Klängen ihrer Dudelsäcke das Infield. Das war doch mal ein gelungener Start! So fröhlich darf es gerne weitergehen.</p>
<h2>Die erste Metalband des Tages</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40634 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Die erste Metalband des Tages darf man, denke ich, durchaus als Urgestein bezeichnen: <strong>CROM</strong>. Ihres Zeichens 1997 gegründet. Die <strong>Power-Metaller machen schon länger Musik, als ich alt bin.</strong> Sänger <strong>WALTER </strong>alias <strong>CROM</strong> (es besteht Verwechselungsgefahr) ist ein Mann wie ein Tier. Breit gebaut, lange Haare, enorme Präsenz. Dafür aber ausgestattet mit schlichten schwarzen Klamotten. Sein <strong>Klargesang</strong> gefällt mir extrem gut, die Töne sind sauber und voll, die Resonanzen mächtig. Dazu kommen die Variosität und das <strong>schwindelerregend schnelle Spiel der Gitarre</strong> sowie das Donnern des Schlagzeugs. Vor der Bühne fliegen die ersten Haare. Die Musik der Landshuter geht dermaßen nach vorne &#8211; wer bisher noch nicht wach war, ist es spätestens jetzt! Dem Gitarrenspiel merkt man außerdem deutliche <strong>Heavy-Metal-Einflüsse</strong> an: &#8222;niiiiuuuu!&#8220; Großartig. Nur die rhythmischen Übergänge erscheinen manchmal etwas unsauber &#8211; vielleicht schwirrt mir auch einfach der Kopf vom vielen Headbangen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40635" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Übrigens: Wer im Publikum natürlich auch hier nicht fehlen darf, ist dieser eine Typ mit Dreads, der barfuß unterwegs ist. Ist das eigentlich auf allen Festivals derselbe? Wie dem auch sei. <strong>CROM</strong> zeigen jetzt, dass sie nicht nur schnelle Stücke können, sondern auch <strong>Powerballaden</strong>. Wahnsinn, was der Sänger da wieder mit seiner Stimme macht! Die <strong>hohen Töne</strong> mögen zwar nicht jedes Zuschauers Sache sein. Ich selbst bin aber überzeugt und weiß, dass ich nach dem Konzert direkt zum Merchstand eiern und eine <strong>CD</strong> <strong>der Band erwerben</strong> werde! (Wen es interessiert: Es ist &#8222;Of Love and Death&#8220; geworden. Kann ich nur empfehlen!)</p>
<h2><strong>Der Aufstieg</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40636 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als nächstes spielen <strong>UPRISING</strong>. Über die wusste ich vorher genau gar nichts, und so bin ich einigermaßen überrascht, als plötzlich <strong>JAN</strong> alias <strong>WINTERHERZ</strong> von <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> auf der Bühne steht. Ich recherchiere und stelle fest, dass er bereits <strong>2016</strong> das <strong>selbstbetitelte Debüt</strong> veröffentlicht hat. So können Dinge an einem vorbeigehen. Auch wenn <strong>JAN</strong> augenscheinlich allein für das Projekt <strong>UPRISING</strong> verantwortlich ist, so braucht es zum live-Spielen natürlich tatkräftige Unterstützung. Und so steht ihm <strong>MARCO</strong> von <strong>AD NEMORI</strong> am Bass zur Seite. Die <strong>grandios langen blonden Haare</strong> hängen ihm in sein Instrument und ich wundere mich, dass er so überhaupt spielen kann. Aber es funktioniert.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40637" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />UPRISING</strong> spielen <strong>Black-Metal</strong>, und das auch solide. Aber vom Hocker reißt es mich nicht. Es wird viel mit <strong>Hall</strong> gearbeitet, zu Beginn der Songs werden atmosphärische Geräusche eingespielt, und dann wird die <strong>Lautstärke noch einmal kräftig raufgedreht</strong>. Aber nur laut zu sein, reicht eben nicht, um sich abzugrenzen. Ich hätte mir <strong>mehr Eigenständigkeit gewünscht</strong>, und vor allem: Mehr Varianz im Gesang. Vielleicht habe ich <strong>JANS</strong> Stimme inzwischen auch einfach totgehört. Aber mir erscheint sein Gesang bei diesem Auftritt <strong>eintönig</strong> und erinnert mich einfach zu sehr an <strong>WALDGEFLÜSTER</strong>. Somit kann ich persönlich dem Konzert von <strong>UPRSING</strong> leider nichts abgewinnen. Aber Anderen geht es da womöglich ganz anders &#8211; Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.</p>
<h2><strong>Ein dickes Ausrufezeichen</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40638 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em> Und mit <strong>CÂN BARDD</strong> darf ich mir als Einstieg direkt eine Band ansehen, die <strong>ich mit einem dicken Ausrufenzeichen</strong> auf meiner Liste markiert habe! Die Erwartungen sind somit natürlich hoch – und werden makellos erfüllt. Mal sanft, mal gnadenlos vorwärts treibend; mal Black Metal, mal atmosphärisch und folkig nehmen die Schweizer das Publikum mit auf eine <strong>Reise zwischen zwei Extremen</strong>. Konstant ist allerdings ist eines: <strong>Der Tiefgang.</strong> Gleich in welchem der beiden Modi sich die Musik gerade befindet, das Kribbeln unter der Haut ist dauerpräsent. Die Vocals wandern von epischen dreistimmigen Chorgesängen zu Schreien, die Gänsehaut sprießen lassen. Wie großartig diese Erfahrung wohl wäre, würde man die Kapelle bei Nacht spielen lassen anstatt in der prallen Sonne? Aber man kann nicht alles haben. Schon zu Beginn des Festivals <strong>mit so viel musikalischer Intensität</strong> konfrontiert zu werden, macht was mit einem.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40639" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mehr naturverbundenen Black Metal braucht die Welt. Besonders, wenn er so gut gemacht ist.</p>
<p>Eine solche Band braucht zudem als Fundament einen richtig ausdauernden und stabilen Drummer, und der ist hier definitiv am Start. Nicht nur zeugt er von durchgehender Präzision und Beständigkeit, er ist zudem der glücklichste Musiker, den ich je gesehen habe. Sein Trommelspiel ist stets von einem freudestrahlenden Lächeln begleitet, das sich nur noch verbreitert, je anspruchsvoller der Song wird. Voilà. Erste Band, erste Neuentdeckung. <strong>Hoffentlich geht das so weiter.</strong></p>
<h2>Punk und Rotz</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40640 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Merlin:</em> Auf den Auftritt von <strong>NOCTE OBDUCTA</strong> habe ich schon hingefiebert, seitdem die Bandbestätigung draußen war. Denn obwohl die Mainzer bereits seit über 20 Jahren musikalisch aktiv sind, hatte ich es bis jetzt noch nicht zustande gebracht, mir einen Auftritt von ihnen anzusehen und zu hören. Und ich werde nicht enttäuscht! Die Jungs sind gut aufgelegt und auf Interaktion aus. Auch sorgen sie für <strong>den ein oder anderen Lacher</strong>: Als beispielsweise im Verlaufe des Konzerts das Schlagzeug seine eigenen Wege zu gehen beginnt, wird die Schuld kurzerhand auf den neuen Schlagzeuger geschoben: <strong>&#8222;Junge Menschen tragen ganz viel Aggression in sich!&#8220;</strong> Dabei hat er doch heute extra sein nettestes <strong>TAYLOR</strong>&#8211;<strong>SWIFT</strong>-Shirt angezogen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40641" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Aber was machen <strong>NOCTA OBDUCTA</strong> eigentlich genau? Ich würde es als Black Metal mit unüberhörbaren Punk-Einflüssen bezeichnen. <strong>Roh, rotzig und direkt.</strong> Und live einfach enorm geil! <em>&#8222;Fick die Muse&#8220;</em> vom 2001 erschienenen Album &#8222;Schwarzmetall (Ein primitives Zwischenspiel)&#8220; darf da natürlich nicht fehlen. Im Publikum wird gerockt und geheadbangt, die Stimmung ist einfach großartig. Und so bin ich umso betrübter, dass auch dieses Konzert schließlich sein Ende findet. Mein Fazit? Der Auftritt von <strong>NOCTA OBDUCTA</strong> hat nicht nur mich, sondern auch alle Umstehenden begeisterst. Das schreit aber sowas von nach einer <strong>Wiederholung!</strong></p>
<h2><strong>KHORS</strong> treten nicht auf.</h2>
<p><em>Mich:</em> Der Grund: Die Jungs kommen aus der Ukraine und werden dank verlängertem Kriegsrechtsbeschluss nicht aus dem Land gelassen. Selbst der beidseitige Kontakt zum Kulturministerium hat am Ende des Tages nicht geholfen. Dennoch wird seitens Festivalorga zumindest dafür gesorgt, dass den Musikern ihre versprochene Gage zukommt. Ein schwacher Trost, aber Panzer und Raketen sind wohl immer stärker als Kultur und Musik. <strong>Krieg ist das Dümmste auf der Welt</strong>, und wer ihn ikonisiert und verherrlicht, hat etwas falsch verstanden. So. Jetzt habe ich es gesagt. Auf einem Black-Metal-Festival.</p>
<h2><strong>WOLFCHANT mal anders</strong></h2>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40642 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />WOLFCHANTs </strong>Gitarrist hat seit gestern Corona. <strong>Noch ein Bandausfall also?</strong> Von wegen! Dann übernimmt der andere Axtträger eben neben seinen eigenen Spuren auch noch die seines Kollegen. Dessen Spuren hat er sich einfach mal so über Nacht beigebracht, so dass er heute zwischen zwei Performances hin- und herwechseln kann. Einen Basser haben die Wölfe übrigens auch nicht dabei, so dass das Line-Up nur aus zwei Sängern, einer Gitarre und einem Schlagzeug besteht. Außerdem verliert eines der Gesangsmikrofone immer mal wieder den Kontakt, ca. zehnmal pro Sekunde ist der Ton da und wieder weg. Vor allem bei Ansagen fällt’s auf. Und als wäre das nicht genug, fängt auch noch die einsame Gitarre an, rumzubuggen und gelegentlich den Kontakt ganz zu verlieren. <strong>Dieses Konzert steht definitiv unter einem schlechten Stern.</strong> Doch das scheint die alteingesessenen Pagan-Metaller nicht zu kratzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40643" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Neben vielen guten neueren Songs geben sie auch die ein oder andere Underground-Hymne der 2000er zum Besten, geben am Ende drei Zugaben und dann noch eine mehr, und lassen sich von nichts und niemandem die Stimmung oder die Spaß am Auftritt verderben. Großartig. <strong>Ein Hoch auf WOLFCHANT</strong>, ein massiver Eimer Respekt an den Gitarristen, und ein riesiges „Du dummer Idiot!“ an den Besoffski, der der Band den Mittelfinger entgegengestreckt hat weil „die Hälfte der Band fehlt“. Als letzten Song gibt’s ein Trinklied, und das danach vom Band laufende bayrische Humppa-Stück knüpft direkt an dessen Stimmung an und lässt das Publikum fröhlich in den Rest des Abends hineintanzen oder zumindest -schunkeln.</p>
<h2>Die ersten Headliner</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40644 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><strong>HELHEIM</strong> liefern im Anschluss ein sauberes Konzert ab – ich muss aber gleich loswerden, dass ich meinen Weg heute Abend<strong> absolut nicht in ihre Musik hineinfinde</strong>. Vielleicht bin ich zu müde, vielleicht ist die Band nicht aufregend genug. Am makellosen Sound liegt’s nicht, und an der Atmosphäre schon gar nicht: Die Dunkelheit hat sich nämlich endlich mal herbequemt, und die Burgmauern lassen es sich nicht nehmen, in tiefrotem Scheinwerferlicht zu erstrahlen – während über der Bühne <strong>zwischen antikem Gemäuer episch das DARK-TROLL-Banner prangt</strong>. Ein majestätischer Anblick, und viele Menschen sind anwesend um das alles (inklusive <strong>HELHEIM</strong>) zu genießen. Aber dieser Abend und ich sind einfach nicht füreinander gemacht. Irgendwann stehe ich vor der Entscheidung, schmerzenden Beines im Stehen einzuschlafen oder mich zurück zum Camp zu bewegen. Tut mir leid <strong>HELHEIM</strong>, beim nächsten Mal dann.</p>
<h2>Die Macht der schlechten Laune</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40645 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> Jippie jai jeh, Schweinebacke! &#8230;ach ne. <strong>TOTENWACHE</strong>. Kinners, wie ich mich auf diesen Auftritt gefreut habe! Seit ich <strong>TOTENWACHE</strong> auf dem <strong>FIMBUL FESTIVAL 2020</strong> das erste Mal live sehen durfte, sehne ich mich nach einer Wiederholung. Und ich werde nicht enttäuscht! <strong>TOTENWACHE</strong> sind einfach großartig in dem, was sie machen: <strong>Kalten und unbarmherzigen Black-Metal.</strong> Die drei wie immer mit Corpsepaint ausgestatteten Finstergestalten crashen die <strong>Dunkelheit</strong> mit ihrer klassischen und doch so eigenen Interpretation des Schwarzmetalls. Bis auf ein kurzes, sehr unangenehmes Quietschen zwischendrin ist der <strong>Sound</strong> dabei auch noch <strong>verdammt gut</strong>. Von den massiven Technikproblemen bei <strong>WOLFCHANT</strong> ist glücklicherweise nichts mehr zu hören, und so können <strong>TOTENWACHE</strong> aus dem Vollen schöpfen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40646 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Die Hamburger ballern ihren Zuhörern eine gute Stunde lang die Ohren dicht und erzeugen zeitweise sogar einen kleinen (und leider recht rücksichtslosen) Moshpit. Die meisten Zuhörer aber haben keine Lust auf Rumgeschubse &#8211; es wird entweder geheadbangt oder in aufrechter Haltung gelauscht, <strong>ohne dabei eine Miene zu verziehen</strong>. Letzteren stehen die Bandmitglieder übrigens in nichts nach. Mag es an dem gewählten Genre oder ihrer norddeutschen Herkunft liegen &#8211; <strong>TOTENWACHE</strong> bieten weder eine ausgefallene Show dar, noch sind sie sonderlich gesprächig. Die einzigen Worte, die der Sänger für sein Publikum übrig hat, sind die Abschiedsworte: &#8222;Machts gut, ihr Idioten!&#8220;. Alles klar, machen wir. Der Auftritt war jedenfalls großartig. Ich freue mich jetzt schon wie bolle, die <strong>missgelaunten Black-Metal-Gurus</strong> im August auf dem <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> wiederzusehen.</p>
<hr>
<h1><strong>Tag 2</strong></h1>
<h2>Ein starker Ersatz</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40647" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Da <strong>NORDIC RAID</strong> aufgrund einer Corona-Infektion leider überraschend absagen mussten, sind unfassbar kurzfristig <strong>THJODRÖRIR</strong> (&#8230;ihr wollt nicht wissen, wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um diesen Bandnamen richtig auszusprechen) für sie eingesprungen. Die <strong>Pagan-Metaller aus Neumünster</strong> wirken zu Beginn noch etwas unsicher, vor allem die beiden Damen an Bass und Gitarre. Sänger <strong>DENNY</strong> kommt da schon etwas mehr aus sich heraus, er übernimmt auch die Lead-Gitarre. Die Gesichter der Bandmitglieder werden geziert von einer Art<strong> Kriegsbemalung</strong>, simpel, aber wirkungsvoll. Am Mikrophonständer ist ein <strong>Wikingerschild</strong> befestigt. Der Gesang von<strong> DENNY</strong> ist böse und rau, sehr schwarzmetallisch. Noch versierter als am Mikro ist er jedoch an seinem Saiteninstrument &#8211; der Typ <strong>beherrscht die Gitarre!</strong> Insgesamt ist der Sound sehr roh, fast blechern. Nicht schlecht, jedoch keine Offenbarung. Aber zum Headbangen taugt es definitiv, wie einige der langhaarigen Zuschauer eindrucksvoll beweisen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-40648 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-750x502.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462.jpg 1439w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zwischen den Songs immer machen <strong>THJODRÖRIR</strong> immer wieder längere Pausen, um sich untereinander abzustimmen. Verständlich, hat die Band doch dank Corona kaum mehr Routine im Auftreten und ist zudem wie schon erwähnt sehr kurzfristig engagiert worden. Aber sie <strong>kommen immer besser rein</strong> und am Ende headbangt selbst die Bassistin. Auch für eine Zugabe sind <strong>THJODRÖRIR</strong> zu haben. Wir erfahren außerdem: Ihr Drummer hatte heute seinen ersten live-Auftritt! <strong>Man muss dieser Band wirklich Respekt zollen</strong> für das, was sie hier und heute allen erschwerenden Umständen zum Trotz abgeliefert haben. Zum Abschluss traut sich Bassistin <strong>WAWA</strong> sogar selbst ans Mikrophon: &#8222;Wir würden gerne noch ein Foto mit euch machen!&#8220; Nichts lieber als das. <strong>Hoch die Hörner, liebes DARK TROLL!</strong> Auf <strong>THJODRÖRIR</strong>!</p>
<h2><strong>Okkult wie fick</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40649 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Nun ist es an der Zeit für <strong>BÖOTES VOID</strong>. Äußerst okkult treten sie mit Tierschädeln, kryptischen bis satanischen Symbolen und komplett vermummten Gesichtern auf die Bühne. Musikalisch liefern sie meines Erachtens eher unspektakulären Black Metal. Das machen sie dafür aber sehr gut! Die Mucke ballert, und die Köpfe der Zuhörer befinden sich in einem <strong>Dauerzustand des Mitnickens um ca. 20 Grad</strong>. Aber auch die Gezeiten geben einen zum Besten: Während rechts über der Bühne bis zum fernen Horizont nur gelbe Sonnenstrahlen zu sehen sind, sieht das, was von links heranzieht, nach massivem <strong>Unwetter of Doom </strong>aus. Der stärker werdende Wind kündigt zu den unheilvollen Klängen von <strong>BÖOTES VOID</strong> auch nahendes meteorologisches Unheil an&#8230;</p>
<h2>Runen im Gesicht</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40650 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Es ist Zeit für die dunklen Seehunde! &#8230;oder so ähnlich. <strong>DARK SEAL</strong> sind extra aus <strong>Tschechien</strong> angereist und spielen hier und heute ihre allererste Show in Deutschland. Die Band besteht aus fünf Mann, die bis auf den Schlagzeuger alle mit langen Haaren ausgestattet sind. Außerdem wartet sie gleich mit zwei Sängern auf: <strong>CRUDELIS</strong> spielt neben seinem gesanglichen Engagement auch noch Gitarre, während <strong>STYRBJØRN</strong> die Show und die Action übernimmt. Er trägt, genauso wie ihr zweiter Gitarrist, eine <strong>Runen-Gesichtsbemalung</strong> und zusätzlich die typische Gewandung. Immer wieder läuft <strong>STYRBJØRN </strong>vor zum Rand der Bühne, feuert die Menge an und headbangt, dass die Fetzen fliegen. Eine <strong>unfassbare Energie</strong> hat dieser Typ! Und so schöne blaue Augen&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40651" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist weder zu übersehen noch zu überhören:<strong> DARK SEAL</strong> haben mächtig Bock auf diesen Auftritt. Der Sound ist brachial, der <strong>Pagan-Metal mit schwarzmetallischen Einflüssen</strong> bricht sich unaufhaltsam Bahn. Doch gleichzeitig schafft es die Musik, <strong>melodisch</strong> und eingängig zu sein. <strong>DARK SEAL</strong> liefern mit ihren Songs genau die richtige Mischung aus <strong>Blast Beats und ruhigeren Passagen</strong>. Leider steht der Bassist ein wenig ungünstig, sodass er stets halb von der rechten Bühnensäule verdeckt wird. Aber das tut der musikalischen Leistung der Jungs natürlich keinen Abbruch.</p>
<p>Und das Publikum? Ich finde, der Platz vor der Bühne könnte gerne noch voller sein. Ein engagierter Zuschauer in den vordersten Reihen hat immerhin eine <strong>tschechische Flagge</strong> mitgebracht, die er nun stolz der Band entgegenreckt. Ihn wie mich konnten <strong>DARK SEAL</strong> jedenfalls vollumfänglich begeistern. Auch hier komme ich nicht umhin, nach dem Konzert am Merchstand eine <strong>CD</strong> zu erwerben. Die lasse ich mir bei der anschließenden <strong>Autogrammstunde</strong> auch gleich signieren und nutze außerdem die Gelegenheit, einige Worte mit Bassist <strong>DIMI</strong> zu wechseln sowie gemeinsam mit ihm den <strong>DARK TROLL</strong> eigenen Met zu verkosten. Dabei gewinne ich den Eindruck, dass die Tschechen auch abseits der Bühne sehr bodenständige und sympathische Kerle sind. Mein abschließendes Fazit zum Auftritt von <strong>DARK SEAL</strong>? Ihr könnt, nein, <strong>ihr MÜSST unbedingt wieder kommen! </strong></p>
<h2><strong>Der melancholische Nerv</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40652 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> ÄERA</strong> aus dem Münsterland ziehen viele Leute, und das mit Recht. Gerade mit den oben schon erwähnten Türmen der Burgruine wirken ihre atmosphärischen Klangerzeugnisse richtig gut – wer hier ist, frönt dem <strong>wahren Genießertum melancholischer Musik.</strong> Auch mein melancholischer Nerv bleibt nicht unberührt, und den meiner Begleiterin trifft es allemal. Nun habe ich in meinem Leben zwar schon innovativere Musik gehört, aber das ist – und <strong>ÄERA</strong> sind der lebende Beweis – keine Voraussetzung dafür, ein mitreißendes Musikerlebnis zu erschaffen. Man muss ja nicht alles neu erfinden. Gutes Konzert. Geile Vocals. Weiter so.</p>
<h2>Frauenpower</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40653" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Nun heißt es aber: Bühne frei für <strong>die einzige weibliche Protagonistin</strong> des diesjährigen <strong>DARK TROLLS</strong>! <strong>VERMILIA</strong> ist ihr Name, und so lautet auch der Name ihres Projekts. Die musikalischen Themen finden sich hier auch in der visuellen Ästhetik wieder. So ist ihr <strong>Gesicht kunstvoll bemalt</strong> und drapierte Trockenblumen gereichen zum Schmuck des Mikrophonständers. Die Zeichen stehen auf <strong>Naturverbundenheit</strong>. Die Musik der <strong>Finnin</strong> und ihrer Band wiederum lässt sich als <strong>Folk-Metal mit Black-Metal-Elementen</strong> beschreiben. Die akustische Untermalung wird aber schlagartig zur Nebensache in dem Moment, als <strong>VERMILIA</strong> anfängt, zu singen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40654 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Alter Falter, <strong>was hat diese Frau für eine Stimme!</strong> Dunkel, kraftvoll, schwer und weich. Das sind nur einige Attribute, die ich ihr zuschreiben möchte. Und erst die <strong>nahtlosen Wechsel</strong> zwischen Growls und Klargesang! <strong>VERMILIA </strong>beeindruckt mich auf ganzer Linie. Jetzt ergibt es auch Sinn, dass alle anderen Bandmitglieder bis auf einen schmalen Sehschlitz maskiert sind &#8211; der Fokus liegt überdeutlich auf der Frontfrau. Der Rest der Band wirkt gegen sie wie austauschbar. Und <strong>VERMILIA</strong> kann nicht nur singen und trommeln, sondern auch noch <strong>Querflöte</strong> spielen. Leider ist die einzige Gitarre (die Band kommt ohne Rhythmusgitarre aus) so laut, dass sie die Querflöte und teils sogar den Gesang <strong>übertönt</strong>, was unfassbar schade ist. Generell empfinde ich die Gitarre als sehr scheppernd und dominant.</p>
<p><strong>VERMILIA</strong> hat neben idyllischen, beinahe romantischen Klängen ja aber auch noch etwas Schwarzmetall im Gepäck, und so bildet sich während eines schnellen Songs ein <strong>zierlicher Moshpit</strong>, der sich im Verlauf des Konzerts in einen Circle Pit verwandelt. Jedoch ist es der kleinere Teil der Zuschauer, der sich in wilder Rennerei ergeht. Die Meisten <strong>lauschen dann doch lieber andächtig</strong> der fesselnden Stimme <strong>VERMILIAs</strong>. Übrigens hat die Musikerin erst vor kurzem eine neue Single veröffentlicht, <em>&#8222;Hautavajo&#8220;</em>. Das dazugehörige Album folgt dann im September. Ich bin der Meinung, Freunde des Folk sollten <strong>VERMILIA </strong>unbedingt auf dem Zettel haben!</p>
<h2>Der Schotten erstes Mal</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40655" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es folgt der Auftritt von <strong>RUADH</strong>. Eine <strong>schottische Band</strong>, die bis vor kurzem noch das Soloprojekt von Sänger und Gitarrist <strong>TOM PERRETT</strong> war. Mittlerweile hat er die anderen drei Musiker fest ins Boot geholt und verkündet der Menge vor der Bühne stolz: <strong>&#8222;This is our first gig outside the UK!&#8220;</strong> Und tatsächlich könnte meine Freude darüber, dass es <strong>RUADH</strong> (übersetzt: &#8222;rot&#8220;) auf die Bornstedter Burg verschlagen hat, größer nicht sein. Denn deren <strong>atmosphärischer Folk-Black-Metal</strong> klingt einfach unfassbar gut &#8211; <strong>ausschweifend, episch, melodiegewaltig</strong>. Genau mein Ding. Und auch den anderen Festivalbesuchern scheint die Musik der Schotten zu taugen. Der schmale Platz vor der Bühne wird immer voller und voller. Zurecht, denn <strong>RUADH</strong> liefern einfach ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40656 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bassistin <strong>KIM</strong> gewinnt mit ihrer <strong>Sonnenbrille</strong> mal locker den Preis für das coolste und lässigste Auftreten. Und Sänger <strong>TOM PERRETT</strong> ist einfach ein Tier. Er motiviert sein Publikum mit einem markerschütternden: &#8222;HEY!&#8220; und reckt die <strong>Pommesgabel</strong> in den Himmel. Er kann eine wahnsinnige Stimmgewalt sein Eigen nennen, egal ob <strong>Growls oder Klargesang</strong>. Warum tut sich der Typ nicht mal mit <strong>CROM</strong> zusammen? Das hätte dermaßen Potenzial! Aber noch bleiben die einzigen Features die backing vocals von Gitarrist <strong>ALAN BUCHAN </strong>sowie vereinzelter Frauengesang vom Band. Außerdem bekommen wir einige schöne <strong>Gitarrensoli</strong> geboten. Die Zeit vergeht wie im Flug. Als <strong>RUADH</strong> ihren Auftritt beenden, ist es einer dieser Momente, wo man mit einem ungläubigen Blick auf die Uhr feststellen muss, dass die Spielzeit der Band tatsächlich schon rum ist. Das ging ja mal <strong>viel zu schnell vorbei</strong>!</p>
<p>Da bleibt nur zu hoffen, dass <strong>RUADH</strong> ganz bald wieder den Weg zu uns nach Deutschland finden werden.</p>
<h2>Ein großartiger Auftritt</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40657 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Ich sehe <strong>THE SPIRIT</strong> gerne mal als die musikalischen Erben von <strong>DISSECTION</strong> und Konsorten an. Die Mischung aus Black Metal und Melodeath zerläuft ineinander wie flüssiger Honig und lässt von erster Sekunde an die Bühne in einem Schwall massiver Energie erbeben. Der Sound ist klar und sauber, und dennoch schafft er es, mir in jedem basslastigen Moment die Innereien meines Bauches zu massieren. Spielerische Rhythmuswechsel und progressive Einwürfe geben dem Ganzen noch mal eine besondere Würze. Es ist ein <strong>Schauspiel an Energie und Fertigkeit</strong>, das so schnell niemand nachmacht – und es wird auch gleich vom Publikum belohnt! Von allen Konzerten dieses Festivals <strong>fliegen hier bisher die Mähnen am zahlreichsten </strong>und am energischsten. Die Urkraft kosmischen Terrors strömt intensiv durch das Zusammenspiel aus Musiker, Verstärker und Besucher.</p>
<p>Fazit: Trotz aller Krassheit sind <strong>THE SPIRIT</strong> eine musikalisch wahrhaft interessante Band. Und das ist bei Weitem nicht der Standard. Macht weiter so, und erkämpft euch bitte den Weg an die Spitze!</p>
<h2><strong>Der Grundbaustein</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40658 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/maneg2.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p>Man wird es auf einem Festival wie diesem kaum glauben, aber: Es gibt tatsächlich eine Band, deren Musik noch mehr pagane Energie ausstrahlt als die anderen. Und das sind <strong>MÅNEGARM</strong>. Der Stil dieser Gruppe stellt den <strong>Nährboden für so manch eine andere Kapelle</strong> der heutigen Zeit. Mir war es jahrzehntelang verwehrt geblieben, diesen Grundbaustein jener Musik, die ich verehre, live mitzuerleben. Und doch stehe ich nun hier. Und lasse die Musik durch mich fließen.</p>
<p>Der Hit des Gigs ist mit <em>„Odin Owns Ye All“ </em>allerdings ein etwas neuerer Song. Hier wirkt es plötzlich, als hörte ich <strong>von allen Seiten schallende Stimmen</strong> mitgrölen – es scheint der Moment zu sein, auf den alle hier gewartet haben. Er ist aber auch ziemlich cool, soviel muss ich zugeben. Und ein schöner Abschluss für diesen meinen zweiten Festivalabend.</p>
<h2>Elend und Ellenbogen&nbsp;</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40659 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> Kommen wir last but not least zu der Band, auf die unsere Campnachbarn am meisten hingefiebert haben und gar nicht mehr aufhörten, von ihnen zu reden: <strong>ELLENDE</strong>. Die <strong>Österreicher</strong> stellen heute die letzte Band des Abends. Dementsprechend ist die Burg gänzlich in Dunkelheit gehüllt und die optimale Atmosphäre für <strong>melancholischen Post-Black-Metal</strong> geschaffen. Und <strong>ELLENDE</strong> sind wahre Meister ihres Faches. Der gesamte Burginnenhof ist gerappelt voll, die <strong>ganz überwiegende Mehrheit der Festivalbesucher</strong> ist gekommen, um sich von der Musik ergreifen zu lassen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40660 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Und diese überwältigende Resonanz scheint <strong>Sänger und Mastermind</strong> <strong>L.G. </strong>ehrlich zu rühren. Zigmal bedankt er sich bei seinem Publikum. Das ist auch eine Sache, die <strong>ELLENDE</strong> für mich ausmachen: Kaum eine andere Band wirkt auf mich so <strong>offen, ja beinahe verletzlich</strong>. Und diese Wirkung überträgt sich in direkter Weise auf die Zuhörer. Die melodischen Düsterklänge umhüllen das <strong>DARK TROLL</strong> wie ein wabernder Zauber. Aber ehe ich mich gänzlich in <strong>Schwermut</strong> ergehen kann, ist das Konzert schon wieder vorbei und <strong>ELLENDE</strong> überlassen uns der kühlen Frühsommernacht. Ich muss mich erstmal kneifen, ob ich nicht doch noch träume&#8230;</p>
<p>Übrigens: <strong>ELLENDE</strong> haben für Ende September ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220; angekündigt. Das Cover hat mich als solches jetzt schon überzeugt. In erwartungsvoller Spannung harre ich der Musik, die da kommen wird!</p>
<hr>
<h1>TAG 3</h1>
<h2><strong>Guten Morgen!</strong></h2>
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<p><em>Mich:</em> Der Tag beginnt ruhig. Mit vergleichsweise seichten Tönen lockt die <strong>freundliche Musikertruppe von BAUMBART</strong> die ersten Menschen aufs Infield. Genau nachgezählt habe ich nicht, aber es stehen und sitzen ziemlich viele Menschen auf der Bühne. Die meisten von ihnen sind mit akustischen Instrumenten ausgestattet, manche auch nur mit einem Mikrofon. Metal gibt’s hier – wie zu erwarten – nicht, dafür eben akustische Reisen in eine eigens erfundene Fantasy-Welt. Mit<strong> J.R.R. TOLKIENs</strong> Figur Baumbart hat das Ganze, soweit ich weiß, nichts zu tun.</p>
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<p>Der Sound spielt mit, und so einige Besucher finden sich auch schon vor der Bühne zusammen. Die <strong>generelle Freude am frühen Spektakel</strong> ist da! Auch wenn aus anderen Windrichtungen Meinungen erklingen, die von deutlichem Desinteresse zeugen. Aber auch damit war zu rechnen, da die meisten Besucher sich wohl eher wegen härterer Klänge in den Burgruinen tummeln. Aber auch über <strong>BAUMBART</strong> steht heute wohl ein schlechter Stern: Den gefühlten Rest des Tages sehe ich die Bandmitglieder immer nur besorgt um ihren Wagen herumzustehen, der scheinbar nicht mehr anspringen möchte.</p>
<h2>Rumänische Wölfe</h2>
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<p>Hinter dem unüblichen Namen <strong>SYN ZE SASE TRI </strong>versteckt sich eine rumänische Black-Metal-Band mit auffällig präsentem Keyboard. So zumindest eine erste, unbefleckte Live-Interpretation. Das Gehirn versucht bei solcher Musik natürlich immer gleich, den Brückenschlag zu <strong>DIMMU BORGIR</strong> zu machen – trotzdem gibt es aber hier einige markante Unterschiede. Zum einen liegt bei <strong>SYN ZE SASE TRI</strong> der Fokus doch etwas mehr auf der folkigen Seite, zum anderen sind auch Clean Vocals ein weitaus wichtigerer und häufiger auftretender Aspekt. Dann findet sich auch der ein oder andere langsamere Track inmitten des heutigen Soundbuffets. Dies sind Songs, die <strong>eher in Doom- und Gothic-Metal-Gefilde</strong> abtreiben, als stur am Black Metal festzuhalten.</p>
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<p>Viel Abwechslung wird also geboten, während die Keyboarderin inmitten all dessen auch mal zur Geige greift. Was man auch selten auf Metal-Bühnen sieht: Sie spielt mit Notenblättern! <strong>Kurios</strong>. Der Sänger lässt irgendwann das Publikum wie die transsilvanischen Wölfe heulen, und kurz darauf platzt der vor zwei Tagen angekündigte Regen dann endlich aus allen Wolken.</p>
<h2>Wahnsinn und Wetter</h2>
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<p><em>Merlin: </em><strong>MARTIN FALKENSTEIN</strong> alias <strong>VALKENSTIJN </strong>hat uns in diesem Jahr mit seinem Black-Metal-Projekt <strong>MOSAIC</strong> wieder ein neues Album kredenzt. Und so wundert es mich nicht, dass der <strong>Thüringer</strong> auf dem <strong>DARK TROLL</strong> zu Gast ist. &#8222;Heimatspuk&#8220; will schließlich präsentiert werden! Zu Beginn des Auftritts weht bereits ein starker Wind durch die Ruinen der Burg Bornstedt. Der Atmosphäre kommt das natürlich zugute, dem Sound dagegen weniger. Nach einem raschen Blick zum Himmel ahne ich außerdem Böses für die nächste Stunde.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40666 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/mosic2.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p>Aber noch regnet es nicht und <strong>MOSAIC</strong> beginnen ungetrost, den locker über den Innenhof verteilten Zuhörern eine Kostprobe feinsten <strong>heimat- und naturverbundenen Black Metal</strong> zu reichen. <strong>VALKENSTIJN</strong> hat sich dafür extra in ein kariertes Holzfällerhemd geschmissen und weiße Schminke aufgelegt, die bis in seinen Bart reicht. Dazu verdreht er regelmäßig die Augen und schafft so ein wildes, fast wahnsinniges Bild. Die anderen Bandmitglieder auf der Bühne treten dagegen in den Hintergrund. Es wird recht deutlich, wer hinter <strong>MOSAIC</strong> steht.</p>
<p>Und während die vier Musiker sich klangreich verausgaben, tritt plötzlich ein, was eintreten musste: Es beginnt zu regnen. Wobei, das ist nicht ganz korrekt: Es beginnt vielmehr zu schütten! Von jetzt auf gleich entscheidet sich die graue Wolkenfront, auf die Zuschauer niederzugehen, und zwar in einer Intensität, dass es jedem trveen Schwarzmetaller innerhalb von Sekunden das geliebte Corpsepaint vom Gesicht gewaschen hätte. Zack, ist der Platz vor der Bühne wie leergefegt und <strong>MOSAIC</strong> müssen die letzten Songs vor den ganz wenigen Unerschütterlichen performen, die aus Trotz oder Trunkenheit auf dem Innenhof verblieben. Das ist ziemlich schade für die Band, die nach wie vor überzeugend abliefert. Aber die Regenwolken kann selbst das Geschrei eines <strong>VALKENSTIJN</strong> nicht vertreiben, und so beschließen <strong>MOSAIC</strong> ihren Auftritt unter dem umbarmherzigen Prasseln und Rauschen des (gar nicht so unerwarteten) Wetterumschwungs. Schade!</p>
<h2>Zwei Seiten einer Münze</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40667 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> BELORE </strong>stehen als Nächstes auf dem Plan. Schon nach Sekunden kommen Erinnerungen an das <strong>CÂN BARDD-</strong>Konzert vom ersten Tag hoch – und wen wundert’s! Die beiden Gruppen fahren schon einen <strong>sehr ähnlichen Sound und Stil</strong>. Interessant ist in der Hinsicht auch, dass beide innerhalb einer Zeitspanne von nur drei Jahren (2016-2019) ihr Debüt hatten und beide aus französischsprachigen Regionen kommen (<strong>BELORE</strong> aus Frankreich, <strong>CÂN BARDD</strong> aus der Schweiz). Es gibt also so einige Parallelen, und im Backstage wirkt es mittlerweile fast, als handelte es sich um eine einzige große Band, so viel hängen die zusammen ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40668" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Konzert jedenfalls steht dem der Schweizer in Atmosphäre absolut in nichts nach. <strong>BELORE</strong> aber gehen noch etwas mehr in Richtung Eingängigkeit, erinnern teils etwa an eine <strong>Real-Life-Version von</strong> <strong>SUMMONING</strong>. Dafür gibt es weniger musikalische Feinheiten und Abwechslung, und auch die richtig harten Parts vermisse ich ein bisschen. Dennoch ist es eine sehr genießbare Konzerterfahrung: Das Ambiente stimmt, der Sound hebt die wichtigsten Dinge hervor, und man sieht den Musikern an, dass sie wahrhaftig auf diesen Moment gefiebert haben und richtig Bock haben. Nette Dudes. <strong>Keep it up!</strong></p>
<h2>Eine neumodische Vikingerparty</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40669 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner1.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p><em>Merlin:</em> Es wird höchste Zeit für die Folk- und Pagan-Metaller von <strong>GRIMNER</strong>! Seit 2008 aktiv, haben die <strong>Schweden</strong> neben drei EPs bisher drei full-lenght-Alben veröffentlicht und spielen nun zu meiner Freude auf dem diesjährigen <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong>. <strong>GRIMNER</strong> sind für mich einfach ein Paradebeispiel für eine Gute-Laune-Band. Mit <strong>Flöte, Mandola und Dudelsack</strong> bringen sie Leben in den inzwischen regentrockenen Burghof und sorgen so nebenbei für den ersten (und einzigen?) Crowdsurfer des Tages. Die Flöte ist dabei durch das an ihr befestigte Mikrophon ungewöhnlich gut zu hören &#8211; fast übertönt sie die anderen Intrumente. Denn <strong>GRIMNER</strong> haben natürlich auch Gitarre, Bass und Schlagzeug am Start. Und natürlich ihre beiden Sänger, <strong>TED</strong> und <strong>MARTIN</strong>. Und die grölen sich selbstverständlich die Seele aus dem Leib.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40671 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1.jpg 721w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />
<p>Im Publikum startet erst ein <strong>Moshpit</strong>, dann ein <strong>Circle Pit</strong>. Die allgemeine Stimmung ist großartig, der Platz vor der Bühne mit Zuschauern gut gefüllt. Sänger <strong>TED</strong> verkündet allen seine Freude darüber, in Deutschland zu spielen. Und was soll ich sagen &#8211; <strong>GRIMNER</strong> verleihen dieser Freude mit ihrem gesamten Auftritt Ausdruck. Die <strong>Schweden</strong> feiern einfach eine (neumodische) <strong>Vikingerparty</strong> mit Schlagzeug und Gitarre, die ihresgleichen sucht. Die Zeit vergeht bei diesem Konzert wie im Flug. Zum letzten Song mit <strong>mitreißenden Flötentönen</strong> hüpft nochmal das ganze Publikum auf und ab. Mir brummt der Schädel von der vielen action, und so taumel ich mehr vom Innenhof, als dass ich laufe. <strong>GRIMNER</strong> sind einfach immer wieder ein <strong>dickes Highlight</strong>. Nur die Flöte darf beim nächsten Mal ein bisschen leiser sein&#8230;</p>
<h2>Hypnose und Geballer</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40672 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> AGRYPNIE </strong>sind hier, um uns eine Runde ordentlichen sterilen Post-Black-Metal in die Gesichter zu donnern. Das klappt auch sehr gut, da die Bass Drum so viel Durchschlag hat, dass ich zuweilen das Gefühl habe, das <strong>Gehirn würde mir aus den Ohren geblasen</strong>. Damit will ich nicht mal sagen, dass es zu laut ist – für diese Art Musik ist alles genau richtig. Was mir noch auffällt, ist der Gitarrist. Es handelt sich um niemand anderen als Felix Weischer, vor allem auf Youtube bekannt als <strong>LYKANTHROP</strong>. Er hat schon so einige Black-Metal-Klassiker einfach mal auf allen Instrumenten und den Vocals gecovert, und seit 2021 ist er wohl auch offiziell teil von <strong>AGRYPNIE</strong>.</p>
<p>Gelegentlich kommt es sogar zum <strong>dreifachen Gitarreneinsatz</strong>, wenn Sänger TORSTEN auch zur Klampfe greift (er ist anscheinend Linkshänder). Das Ergebnis ist eine ebenso hypnotische wie gnadenlose Show, die mich so richtig in ihren Bann zu ziehen weiß. Dazu bei tragen nicht zuletzt <em>„Schlaf“</em> und <em>„Der Tote Trakt“</em>, meine beiden All-Time-Favourites der Gruppe. <strong>Mächtiger Auftritt!</strong></p>
<h2>Mehr Vikingerparty</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40673" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Der Platz vor Bühne ist gerammelt voll, und es ist klar, dass jetzt ein <strong>Headliner</strong> spielen wird. Und dieser iiiiiist&#8230; <strong>OBSCURITY</strong>! Sie sind nicht das erste Mal auf dem <strong>DARK TROLL</strong> zu Gast und so, wie ich ihren Auftritt erlebe, wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Wer <strong>OBSCURITY</strong> nicht kennt: Die Velberter spielen harten <strong>Pagan-Black-Death</strong> mit ordentlich Wumms. Es wird also <strong>wie wild geheadbangt</strong> &#8211; auf und vor der Bühne. Sänger <strong>MARK</strong> alias <strong>AGALAZ</strong> verkündet, dass sie auch auf dem <strong>ROCKHARZ</strong> spielen werden. Hey, jetzt kümmer dich doch erstmal um den Auftritt hier und jetzt! <strong>OBSCURITY</strong> stimmen alsdann <em>&#8222;Glod En Isa&#8220;</em> von ihrem aktuellen Album &#8222;Skogarmaors&#8220; an. Da geht&#8217;s schon wieder rund im Publikum.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40674 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bei der nächsten Ansage von Sänger <strong>AGALAZ</strong> wird es allerdings schlagartig ruhig: Den nächsten Song <em>&#8222;793&#8220;</em> widmet der Sänger einem vor kurzem verstorbenen Freund. Dazu kommen mehrere <strong>Krieger mit Wikingerschilden</strong> auf die Bühne und führen <strong>Kampfszenen</strong> auf. Die Bretter beginnen zu beben, kraftvoll rollt der Sound durch den Burghof und lässt die Mauern erzittern. Am Ende des Songs bleibt einer der Wikinger auf der Bühne stehen und feuert die Menge an (&#8222;Hey, hey, hey!&#8220;) und schlägt dabei auf seinen Schild.</p>
<p>Sänger <strong>AGALAZ</strong> wiederum versucht sich nun an humoristischen Ansagen: &#8222;Jetzt kommt nochmal was langsames, <strong>eine Ballade!</strong>&#8220; Fun fact: Es kommt wieder ein schnelles und ballerndes Stück (<em>&#8222;Naglfar&#8220;</em>). Ich finde allerdings, dass <strong>OBSCURITY</strong> ihre Songs manchmal etwas <strong>abrupt enden lassen</strong>. Das gehört wahrscheinlich zum Konzept, taugt meinen Ohren aber nicht so richtig.</p>
<p>Zum Schluss bedankt sich <strong>AGALAZ</strong> dann nochmal ausdrücklich: Das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> sei für ihn Familie, <strong>er komme gerne noch 24(!) Mal wieder.</strong> Die Menge jubelt. Der letzte Song wird angestimmt: <em>&#8222;Was uns bleibt.&#8220;</em> Und was uns in jedem Fall bleibt und sich <strong>OBSCURITY</strong> auch nicht nehmen lassen, ist die Zeit für eine<strong> Zugabe</strong>. Dafür kommt <strong>AGALAZ</strong> sogar extra von der Bühne runter zum Publikum geklettert. Zum abschließenden Applaus schrammeln dann <strong>nochmal alle Instrumente zusammen</strong>. <strong>OBSCURITY</strong> gehen mit einem Knall und ich fresse einen Besen, wenn sie nicht schon bald auf ein Neues das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> rocken werden.</p>
<h2><strong>Mal was neues</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40675 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Was nun folgt, ist sogar für mich als frequenten Festivalgänger <strong>eine komplett neue Erfahrung</strong>: <strong>EMPYRIUM</strong>. Ich kannte im Voraus das ein oder andere Lied, doch wusste ich nie genau, was das Gesamtkonzept dieser Band eigentlich ist. Und tatsächlich werde ich <strong>in vielerlei Hinsicht überrascht</strong>: Auf der Bühne gibt’s eine Geige, akustische sowie elektrische Gitarren, Keyboard, Schlagzeug und ein – <strong>Hackbrett?</strong> Ich habe vor einigen Wochen zuerst ein solches Instrument gesehen (bei der Band <strong>PERCHTA</strong>), und nun gleich zum zweiten Mal. Außerdem befindet sich <strong>EVIGA</strong>, seines Zeichens Sänger von <strong>DORNENREICH</strong>, mit auf der Bühne – hier aber eher als Randfigur – und spielt Gitarre. Verwundern tut mich das vor allem, weil doch gerade die <strong>DORNENREICH</strong>-Tournee in vollem Gange sein müsste.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40676 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Aber was ist denn jetzt dieses mysteriöse Gesamtkonzept? Nun, einer ersten Analyse nach handelt es sich um ein Zusammenspiel aus sehr <strong>ruhigen Neofolk-Liedern</strong> (mit tiefen melancholischen Vocals) und zum Teil schon relativ <strong>schwerem Doom Metal</strong>. Insgesamt lehnt sich die heutige Musikerfahrung dabei sehr auf die ruhigere Seite, wird aber auch in härteren Momenten niemals von seinem melancholischen Unterton verlassen. Ich habe tatsächlich <strong>solche Klänge noch nie live gehört</strong>, und bin von erster Sekunde an gefesselt. Die funkelnden Augen der stummen Zuhörerschar um mich herum zeugen von einem ähnlichen Bann. Ein sehr schönes, wenngleich auch müde machendes Erlebnis. Nach dem Konzert gehe ich ins Bett und <strong>überlasse den Rest des Berichtes Merlin</strong>.</p>
<h2>Ein (atmosphärisches?) Ende</h2>
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<p><em>Merlin:</em> 2018 ist eine Band in der <strong>Atmospheric-Black-Metal-Szene</strong> eingeschlagen wie ein Meteorit: <strong>SPECTRAL WOUND</strong> mit ihrem zweiten Album &#8222;Infernal Decadence&#8220;. Die Kanadier haben ihre ganz eigene Ausdrucksweise. Dazu gehört auch, dass Sänger <strong>JONAH</strong> ähnlich <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> bei Konzerten stets <strong>rastlos auf der Bühne hin und her rennt</strong>. Während er ins Mikrophon schreit, krümmt er sich zusammen, nur um gleich darauf mit wildem Blick den Kopf nach oben zu reißen. Diese <strong>beinahe wahnsinnig anmutende Ekstase</strong> wirkt gleichermaßen einschüchternd und mitreißend auf mich.</p>
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<p><em>Mich:</em> Mir hingegen kommt die mir bisher unbekannte Band alles andere als atmosphärisch vor. Bis auf vereinzelte Parts wirkt das Ganze <strong>doch sehr true und roh</strong> auf mich &#8211; ich bin allerdings von uns beiden nicht der Experte in dem Genre. Es geht ein solcher Druck von der Bühne aus, dass es mir durch all meine müden Glieder dringt, und ich muss sagen, dass ich das auch kurzzeitig wirklich genieße. <strong>SPECTRAL WOUND</strong> wurden von einigen meiner Mitcamper im Voraus schon <strong>in den Himmel gehyped</strong>, und jetzt kann ich auch verstehen, wieso. Diese Band ist übrigens so dermaßen trve und vndergrovnd, dass sie <strong>von ihrer EP genau EIN einziges Exemplar</strong> zum Verkauf mit aufs Festival gebracht haben.&nbsp;</p>
<p>Irgendwann löse ich mich aber (wie an jedem Abend bisher &#8211; ich werde alt) aus der Masse, und lasse Black Metal Black Metal sein. Sobald ich in meinem Zelt bin, bereue ich das allerdings schon wieder, denn als letzten Song des Festivals covern die Kanadier <strong>EMPERORs</strong> <em>&#8222;I Am The Black Wizards&#8220;</em>. Dafür hätte ich schon gerne vor der Bühne gestanden, aber nun muss ich mich wohl damit zufriedengeben, mir das von meiner bequemen Luftmatratze aus anzuhören. So ein Pech.<strong> Gute Nacht.</strong></p>
<hr>
<p>Und damit war&#8217;s das auch schon.&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Freude an diesem Festival wie wir, konntet die Atmosphäre der beleuchteten Burgruine und euren Black-Metal-Genuss genau so gut ineinander übergehen lassen wie wir, und habt genau so viel Bier vernichtet wie wir (oder zumindest ich).&nbsp;</p>
<p>Auf&#8217;s nächste DARK TROLL FESTIVAL! Wir werden da sein &#8211; und auf euch warten.</p>
<p>Bilder mit freundlicher Genehmigung von Matthias Mayer (Dark Art) und St.Un.Photography.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2022-der-bericht/">DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 12:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 - es war nicht alles schlecht...</p>
<p>Das Wolfszeit-Festival war, als eines der wenigen diesjahr, aktiv und hat die Besucher mit Metal beschallt und in Festivalstimmung gehüllt - so weit es eben ging.</p>
<p>Was es zum wespenfreien und Desinfektionsmittel-geschwängerten Festival sonst noch zu sagen gibt: nun bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das WOLFSZEIT findet statt! </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als wir diese Nachricht bekamen, war die Freude natürlich riesig. Dass trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie uns in diesem Jahr schon beschert hat, tatsächlich jemand es schafft, 2020 ein Metal-Festival dieser Größe auf die Beine zu stellen, damit hätte wohl keiner mehr so wirklich gerechnet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Das alles haben wir einem Organisationsteam zu verdanken, das bereit war, erhebliche Kompromisse einzugehen und massive finanzielle Risiken auf sich zu nehmen. Nicht nur musste ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept in Kraft gesetzt werden und die Veranstaltung um einen Monat nach hinten geschoben werden, auch <em>räumlich</em> musste man das Ganze verschieben – <strong>in ein anderes Bundesland.</strong> Statt der üblichen Lichtung im Crispendorfer Nadelwald (Thüringen) würde diesmal das Gelände vom Entenfang bei Torgau (Sachsen) als Schlachtfeld für das <strong>WOLFSZEIT </strong>dienen. Bei der Veranstaltung selbst würde zusätzlich zu Maskenpflicht, Fiebermessungen und Abstandsregeln eine Art Insel-Politik gelten: Niemand aus Torgau darf das Festivalgelände betreten – und vice-versa.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Und so sitze ich, trotz allem Widerstand, am 24. September voller Vorfreude mehr als 6 Stunden im Auto und mache mich auf den Weg zu meinem ersten und einzigen Festival dieses verdammten Jahres.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Die Einweihung</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Aufbau des Zeltplatzes (in einer Wiese voller vertrockneter Pferdeköttel), dem ersten Dosenbier und ein paar Komplikationen bis zum Erhalt meines Bändchens ist dann auch schon die Zeit da, die Veranstaltung offiziell zu eröffnen. Zu diesem Zwecke hat man den <strong>Schamanen</strong> <strong>VOENIX</strong> angeheuert. Hölzerne Masken dekorieren das umliegende Geäst, als er mit Trommel, Räucherstäben, Methorn und einer versammelten Schar von Zuschauern den heiligen Boden einweiht und die Götter und Geister des Ortes um ihre Einwilligung bittet. <strong>Wer sich berufen fühlt, darf im Anschluss selbst das Horn erheben</strong> und einen Spruch an die Asen zum Besten zu geben. Ein stimmiger Einstieg für ein Pagan-, Folk- und Black-Metal-Festival.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36433" aria-describedby="caption-attachment-36433" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36433" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg" alt="" width="470" height="623" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-227x300.jpg 227w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-773x1024.jpg 773w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-750x993.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36433" class="wp-caption-text">Einweihungsrituale mit dem Schamanen Voenix</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Der Weg aus dem Infield zurück aufs Camp führt um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet herum und wirkt unproportional lang. Auch hier scheint es sich um eine Sicherheitsmaßnahme zu handeln – damit sich nicht ein- und ausgehende Gäste gegenseitig ins Gesicht laufen, müssen letztere den Hinterausgang benutzen. Und der führt nun mal um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Zum Abend hin erheitert sich dank Cocktails, Bier und Pagan-Metal-DJ die Stimmung vor der Bühne weiter. <strong>Die Menschen sind glücklich über ihr erstes Festival 2020 und das zeigt sich!</strong> Leider etwas zu sehr, denn bald schon steht Mitorganisator Sille auf der Bühne und muss alle daran erinnern, die Sicherheitsregeln einzuhalten. Wenn man denn wolle, dass das Festival nicht in letzter Sekunde noch abgebrochen werden müsse. Das scheint allerdings gewirkt zu haben, und so verläuft der erste Abend sicher und ohne weitere Zwischenfälle.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das erste Erwachen</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als zu kühlfeuchter Morgenstund sich langsam die ersten Zeltverschlüsse öffnen und sich Vogelsang mit der ein oder anderen Aufsteh-Hymne mischt (die sich keiner gewünscht, aber wohl jeder erwartet hat), ist das Erste, was mir auffällt: Es gibt mehr Klos als gestern! Anscheinend wurden die Gebete erhört, und man hat zusätzlich zu den schäbigen sieben Dixies für knapp 1000 Leute noch eine Ladung herfahren lassen. Wunderbar!</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Auch auf dem Konzertgelände hat sich einiges verändert: Jeder, der eintreten möchte, kriegt jetzt erstmal eine Pistole an den Kopf gehalten. Die die Temperatur misst. Zudem gibt es auf dem Gelände nun Sicherheitskräfte, die sich spezifisch darum kümmern, dass alle Besucher zu jeder Zeit ihre Maske richtig anhaben, und am Bühnengeländer befindet sich ein riesiges Graffiti mit der Aufschrift <strong>„Maskenpflicht!“</strong>.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Dann kann es jetzt ja losgehen.</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">&#8230; mit <strong>HELGRINDUR!</strong> Die Jungs wissen, wie man mit energiegeladener Musik den Staub von der Bühne bläst, und nutzen die Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen. Starke Pagan-Songs mit catchy Refrains animieren erfolgreich zum Mitmachen und Mitgrölen, während der dröhnende Sound sich um den Rest kümmert. <strong>Ein Einstieg, der ordentlich Bock macht!</strong> Es gibt einen neuen Song und am Ende bleibt sogar genug Zeit für eine Zugabe. Von letzterem wirkt sogar die Band selbst sichtlich überrascht, denn dank <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong>s Ausfall steht heute jeder Band mindestens eine Stunde Spielzeit zu. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36404" aria-describedby="caption-attachment-36404" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36404 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36404" class="wp-caption-text">Helgrindur eröffnen das Fest!</figcaption></figure>
<p>Über die zweite Band des Tages ist schon länger bekannt, dass sie sich auflösen und darum der Auftritt <span style="color: #333333;">beim <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> ihr letzter sein würde. Den aber wollen sie sich auch nicht nehmen lassen. <strong>Man bekommt schließlich nicht oft die Gelegenheit, auf seiner eigenen Beerdigung zu spielen.</strong> <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> hatten sich bereits auf dem <strong>WOLFSZEIT 2018</strong> die Ehre gegeben, damals konnte ich nicht wirklich viel mit ihnen anfangen. Und das ist dieses Mal leider genauso. Zu Beginn des Auftritts wirkt es, als hätte die Corpsepaint tragende Band <strong>Schwierigkeiten, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden</strong>. Dazu kommt die Stimme des Sängers im Gegensatz zu den Instrumenten leider soundtechnisch nicht besonders gut rüber.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36405" aria-describedby="caption-attachment-36405" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36405 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36405" class="wp-caption-text">Ein Flüstern in dichtem Grabesnebel</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Generell hadere ich mit dem Gesang: Da ist irgendwie alles dabei, von Clean Vocals über Gekrächze bis zu markerschütternden Schreien, aber irgendwie ist es <strong>nichts Halbes und nichts Ganzes</strong>. Der mit Dreads und weißen Kontaktlinsen ausgestattete Sänger wirkt ein wenig unentschlossen.<strong> &#8222;Mehr Hass!!&#8220;</strong>, wird lautstark von einem engagierten Zuhörer aus den hinteren Reihen gefordert. Ja gut, wer weiß, vielleicht würde das ja wirklich etwas bringen? Musikalisch gibt es bei <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> eigentlich nichts zu meckern, sie bieten einen groovigen Sound, der immerhin ein paar Leute anzieht. Aber irgendwie ist das Gesamtpaket <strong>schwer zugänglich</strong> und hätte mich nach dem Konzert jemand gefragt, &#8222;du sag mal, <strong>was genau war das gerade eigentlich?</strong>&#8220; – ich hätte ihm keine Antwort geben können.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> scheiden dahin als ein Phänomen, das ich nie ganz begriffen habe. Aber immerhin sorgt sich der Sänger um das Befinden der Trauergäste. &#8222;Ich hoffe, ihr hattet Spaß auf unserer Beerdigung!&#8220; Ach, naja, passt schon. <strong>Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #333333;">So gar nicht elend</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Eine Band, deren Name mir in den vergangenen Jahren ständig untergekommen ist, die ich aber bis dato nie so richtig auf dem Schirm hatte, ist<strong> ELLENDE</strong>. Vielleicht, weil mich die Optik und die Artworks nicht wirklich ansprechen. Von ihrem Auftritt aber werde ich <strong>angenehm positiv überrascht</strong>.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Denn was die Band aus Graz in Österreich wirklich drauf hat, ist Melancholie. Da steh ich ja voll drauf. <strong>Schwermütiger und melodischer Black-Metal</strong>, der aber alles andere als eintönig ist. Auch wenn ich keinen einzigen Song kenne, wippe ich beständig mit. <strong>ELLENDE</strong> sind keine Band zum Headbangen oder seinen Hass in die Welt schreien, im Gegenteil, <strong>sie machen einen beinahe traurig</strong>. Aber im positiven Sinne.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36406" aria-describedby="caption-attachment-36406" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36406 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36406" class="wp-caption-text">Melancholie und Kriegsästhetik</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Auch ist es eine de</span>r wenigen Bands, wo mir mal der <strong>Schlagzeuger</strong> auffällt. Da die meisten Festivalbesucher trotz meiner Plateauschuhe über mich hinausragen und die Schlagzeuger wenn nicht schon von ihrem Instrument, dann doch oft von den anderen Bandmitgliedern verdeckt werden, <strong>bekomme ich sie selten wirklich zu Gesicht</strong>. Aber bei <strong>ELLENDE</strong> habe ich einen guten Platz, und wegen Corona stehen die Zuhörer mit ausreichend Abstand, so dass ich den Schlagzeuger tatsächlich mal beobachten kann. Das macht auch sehr viel Spaß, weil der Typ offensichtlich <strong>sehr viel Freude an dem hat, was er da tut</strong>. Und zusätzlich klingt es natürlich auch noch gut.</p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich sagen, ich bin positiv überrascht. Auch wenn mich das Streifencorpsepaint des drahtigen Sängers nach wie vor nicht anspricht, genauso wie das Banner im Hintergrund, geziert vom Cover des Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220;,&nbsp; und der Gitarrist aussieht wie der traurigste Panda, den ich je gesehen habe &#8211; <strong>ELLENDE</strong> würde ich mir wieder anhören. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Als Nächstes stehen dann <strong>zwei massive Bretter auf der Bühne:</strong> Der Sänger von <strong>ASENBLUT</strong> und der Sound von <strong>ASENBLUT</strong>. Scherz beiseite, die Klangqualität weiß bei diesem Gig wirklich zu überzeugen! Sie gibt alles her, was man sich wünschen könnte – massiven Druck und doch genug Klarheit, dass man jedes Instrument im Mix sauber heraushören kann. Musikalisch wirft das Ganze den ein oder anderen <strong>AMON</strong>&#8211;<strong>AMARTH</strong>-Vibe auf, allerdings mit deutlich mehr Blast Beats, Black- und Thrash-Metal-Momenten sowie generell härterem Songwriting. Die Berserker haben zudem kürzlich ein neues Album veröffentlicht und sind deswegen vollbepackt mit frischem Material. Eine in allen Hinsichten überzeugende und sauber abgelieferte Show, zu der sich ein entsprechend großes Publikum zusammengefunden hat. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36407" aria-describedby="caption-attachment-36407" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36407 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36407" class="wp-caption-text">Tetzel von Asenblut</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Set fire to the rain</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist trotz Corona bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> live sehe. Beim <strong>FIMBUL</strong> waren sie kurzfristig als Ersatz für <strong>HELRUNAR</strong> eingesprungen, beim <strong>WOLFSZEIT</strong> hatten sie von Anfang an einen Platz im line-up. Als vorletzte Band des Abends wird ihnen auch ein guter slot zuteil. Trotz des <strong>beständigen Nieselregens</strong> findet sich vor der Bühne eine große Zahl an Zuhörern ein, um in der mittlerweile herrschenden Dunkelheit den <strong>Österreichern</strong> zu lauschen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Wer sie (warum auch immer) noch nicht kennt: <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt abgeliefert und versorgen die Szene seitdem mit <strong>melancholischem (Post) Black-Metal</strong>. Ihre ergreifenden Melodien vermitteln einen <strong>bittersüßen Weltschmerz</strong>. Die Musik taugt zum unaufgeregten Headbangen, man kann sie aber genauso einfach mit geschlossenen Augen genießen &#8211; beides nehme ich in Anspruch.&nbsp;Gegen Ende allerdings starten drei augenscheinlich gut angeheiterte Gestalten direkt vor mir einen „Moshpit“ (es ist mehr ein <strong>betrunkenes Sich-Herumschubsen</strong>), so dass ich den Kopf dann doch vorsichtshalber aufrecht lasse.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>HARAKIRI</strong> gleicht der, die sie schon auf dem FIMBUL hatten. <strong>FIRE WALK WITH ME</strong>, der opener ihres letzten Albums &#8222;Arson&#8220;, wird als drittes gespielt und abgerundet wird der Auftritt mit <strong>CALLING THE RAIN</strong> von &#8222;III: Trauma&#8220;. <strong>Da passt das regnerische Wetter zufällig ganz gut.</strong> Ich stehe mittig in ungefähr dritter oder vierter Reihe vor der Bühne. Der Sound hier ist erstaunlich gut, auch wenn die Gitarre leider immer mal wieder verschluckt wird. Aber dennoch kommt diese Atmosphäre auf, die man nur live verspürt: Der gewaltige Sound, die von Scheinwerfern und Strahlern durchbrochene Dunkelheit, die sich mit Nebel und Regen vermischt&#8230; <strong>das ist nicht Musik hören, das ist Musik erleben.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36408" aria-describedby="caption-attachment-36408" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36408 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36408" class="wp-caption-text">Harakiri For The Sky in musikalischer Ekstase</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Fazit: Dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> beizuwohnen, hat sich gelohnt. Aber hallo. Und das scheinen die Menschen um mich herum genauso zu sehen. Tatsächlich unterhalte ich mich aber nach dem Konzert auch mit einer Festivalbesucherin, die mir erzählt, sie habe nur aus der Ferne zugesehen, denn <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> seien für sie live die langweiligste Band überhaupt. Ich kann das insofern nachvollziehen, als die Musiker auf der Bühne tatsächlich <strong>relativ wenig mit dem Zuhörern interagieren</strong>. Da wird die Menge halt mal nicht angefeuert. Für mich macht das den Auftritt nicht unbedingt schlechter. Aber das ist ja das Schöne an Festivals: Wenn einem die aktuell spielende Band nicht zusagt, einfach <strong>Abwarten und Bier trinken</strong>, die nächste Band steht schon in den Startlöchern. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Es folgt ein Moment für die Geschichtsbücher. </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong>WOLFCHANT</strong> spielen, nach dem Tod ihres Gitarristen (2017) und einem darauffolgenden Hiatus von mehr als zwei Jahren (ab 2018), <strong>zum allerersten Mal wieder live vor Publikum.</strong> Und welche Begebenheit würde sich dafür besser eignen als das sagenumwobene <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>, welches, allem Widerstand zum Trotz, in einem Jahr wie diesem dennoch hat stattfinden können? Dem größten Metalfestival Deutschlands 2020, wie Sänger <strong>LOKHI</strong> feststellt? </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36409" aria-describedby="caption-attachment-36409" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36409 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36409" class="wp-caption-text">Doppelt gewolft hält besser!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Zumindest die Fans in den vorderen Reihen scheinen lange auf diesen Moment gewartet zu haben. </span><span style="color: #000080;">Pausenlos sind Mähnen am Wehen und Hälse am Klingen, und auch die direkt aus dem Studio kommenden Wölfe sind<strong> alles andere als eingerostet.</strong> Vor allem das saubere Drumming sorgt dabei für einen stabilen Rahmen – während leider der Sound ein paar Songs braucht, bis die beiden Sänger passend aufeinander abgemischt und die Gitarrenparts alle gut hörbar sind. Ansonsten ist aber alles genau so wie es muss. Die Songauswahl ist super und die Menschen auf und vor der Bühne sind mit ganzem Herzen dabei. Willkommen zurück, <strong>WOLFCHANT! </strong>Eine würdige Wiederkehr. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die nächste Band sind in diesem Fall die Polen von <strong>MGLA</strong>. Von den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern schon lange gewünscht, haben sie es endlich ins line-up geschafft und bestreiten heute den letzten Auftritt des Tages. Obwohl es langsam ziemlich kalt und ungemütlich wird, finden sich <strong>unzählige Zuhörer vor der Bühne</strong> ein. Das ist auch das erste Mal bei diesem Festival, wo ich bemerke, dass der Corona-Sicherheitsabstand nicht so genau genommen wird. <strong>Immerhin haben aber alle um mich rum eine Maske auf.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Apropos Masken &#8211; die dürfen natürlich auch bei <strong>MGŁA </strong>nicht fehlen. Wie immer zeigen sich die Musiker nur verhüllt und liefern <strong>ohne großes Tamtam eine solide Show</strong> ab. Normalerweise bin ich ein großer Fan des <strong>MGŁA</strong>schen Black-Metals, aber irgendwie kann ich von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, die ja direkt davor gespielt haben, nicht schnell genug umschalten. Und so tue ich mich schwer, den Auftritt von <strong>MGŁA</strong>&nbsp;richtig zu genießen. An ihrer musikalischen Leistung liegt es nicht, die ist wie immer top. Ich glaube, <strong>der Kontrast ist einfach nur zu groß</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36420" aria-describedby="caption-attachment-36420" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36420 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36420" class="wp-caption-text">MGŁA in der Schwärze</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese letzten beiden Bands am heutigen Freitag nicht direkt hintereinander gespielt hätten, aber man kann es sich nicht aussuchen, und nichtsdestotrotz bin ich froh, beide Auftritte miterlebt zu haben. Kaum haben <strong>MGŁA </strong>die letzten Töne verklingen lassen, <strong>kommt übrigens auch schon die Security, um freundlich aber bestimmt das Infield zu räumen</strong>. Nix mit Party heute. Aber macht nichts, dann gehen wir halt mal früh (also so um halb 2 nachts) ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Festivaltag.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Apocalypse now</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">&#8230;Und der beginnt mit <strong>strömendem Regen</strong>. Alter Falter. Nicht nur wegen Corona ist es lange her, dass ich auf einem Festival so ein <strong>Dreckswetter</strong> erlebt habe. Die <strong>9°C Außentemperatur</strong> waren dem Wettergott nicht böse genug, nein, es muss auch noch schütten wie aus Eimern. Das eigentlich geplante Frühstück im Freien wird kurzerhand ins Zelt verlegt, welches zum Glück dichthält. Trotzdem macht das schlechter Wetter ziemlich faul und unmotiviert, und so bin ich froh, dass <strong>Mich</strong> heute die erste Band übernimmt und als erstes raus in den Regen muss, hehe. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Wenn man morgens im Zelt von prasselndem Regen aufgeweckt wird, so ist es normalerweise das Klügste, einfach das Ende der Schauer abzuwarten und dann aufzustehen. Wenn allerdings das Handy sagt, dass es noch mindestens bis 17 Uhr weiterschütten wird (und ab da „nur noch“ mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit), bleibt einem nicht viel anderes übrig, als doch aufzustehen und sich mit seinem Schicksal abzufinden. Als Bonus-Feature zu der sowieso schon beschissenen Situation ist durch die Dauerbegießung <strong>die ganze Pferdekacke vom trockenen in einen schön saftig dampfenden Zustand</strong> übergegangen.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Trotz allem bleibt mir wohl nichts übrig, als durch Schlamm, Pfützen und Tierfäkalien zu waten und mich in Nässe und Kälte aufs erste Konzert des Tages zu begeben. <strong>HEXADAR</strong>! <strong>Leider treffen hier eine Reihe ungünstiger Faktoren aufeinander.</strong> Erstens merke ich relativ schnell, dass der dargebotene Musikstil mich persönlich nicht sonderlich anspricht. Hinzu kommt, dass Regen und Wind einem Bühnensound selten guttun, und das ist leider hier nicht anders. Die Klänge des Akkordeons sind teilweise kaum identifizier- respektive hörbar und generell fehlt es dem Soundbild an Tiefe. Außerdem fängt die Kälte an, sich von meinen Füßen an sukzessive nach oben zu fressen, und überhaupt ist alles doof weil nass und matschig. Schade, denn rein spieltechnisch scheint alles zu stimmen! Immerhin finden sich vor der Bühne zwei bis drei Reihen an Zuschauern, die mit der Situation offenbar mehr anfangen können als ich.</span></p>
<h5><span style="color: #000080;">&#8230;und Foto haben wir leider auch keins gemacht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sorry!</span></h5>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert begebe ich mich, durchgefroren, erstmal zurück zum Camping und tausche meine gesamten, triefenden Klamotten aus. Ein neues Paar Schuhe leiht mir eine Freundin. Diese sind mir zwar zu klein, aber immerhin sind sie trocken und wasserdicht. Mindestens drei Stunden Regen kommen noch, da ist man besser gut gewappnet. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Wetter vs. Band</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die zweite Band am heutigen Samstag sind <strong>KANKAR</strong> aus Thüringen. Ganz ehrlich: <strong>Noch nie vorher gehört.</strong> Und der anhaltende Regen trägt leider auch nicht unbedingt zur Vorfreude bei. Trotzdem kämpfe ich mich <strong>durch den pampigen Matsch übers Infield und vor die Bühne</strong>, um dort festzustellen, dass es sich bei <strong>KANKAR</strong> um eine <strong>Zweimann-Formation</strong> handelt. Gitarre plus Gesang und das Schlagzeug müssen ausreichen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Tun sie aber auch. Der Sound hat genug Wumms, um den Regen zu durchbrechen und <strong>immerhin eine zweistellige Zuschauerzahl</strong> dazu zu bewegen, der Sintflut zu trotzen und aus nächster Nähe zu lauschen. Für zwei Songs halte ich es auch aus, dann zieht es mich aber doch unter die allzu verlockende Plane des mit Bierbänken und Tischen ausgestatteten Fresszeltes &#8211; einer der wenigen schutzbietenden Orte. Von hier aus lausche ich weiter dem <strong>nihilistischen Black-Metal</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36418" aria-describedby="caption-attachment-36418" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36418 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36418" class="wp-caption-text">Zwei-Mann-Black-Metal mit Kankar</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Ob denn auch Thüringer unter den Menschen vor der Bühne seien, will der Gitarrist nun wissen. Aber die scheinen sich ebenfalls einen Unterstand gesucht zu haben. <strong>KANKAR</strong> <strong>haben heute einfach wahnsinnig Pech.</strong> Ihr Auftritt hat definitiv das Potential für eine größere Zuhörerschaft, aber dieser verf****e Dauerregen in Kombination mit den beinahe winterlichen Temperaturen zwingt die meisten Festivalbesucher unerbittlich, sich von der Bühne fernzuhalten. Respekt an alle, die da <strong>zugunsten der Musik dem Sauwetter den Mittelfinger zeigen</strong> und in der ersten Reihe auszuharren! (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Einigermaßen trocken und voller frischer Energie stehe ich wieder vor der Bühne, als <strong>OBSCURITY</strong> die ersten Töne erklingen lassen. <strong>Und es sind gute Töne!</strong> Makelloses Instrumentenspiel, makellose Growls und trotz der Umstände ein sehr ordentlicher Sound. Die Double Bass hat ordentlich Wumms und die Setlist ist durchgehend druckvoll und energetisch. Nicht fehlen darf natürlich der Klassiker „Bergischer Hammer“, und am Ende sind alle glücklich und zufrieden. <strong>OBSCURITY</strong> ist außerdem das Gleiche passiert wie vielen anderen Bands (auch <strong>WOLFCHANT</strong>): Ein <strong>neues Album</strong> hätte längst fertig sein sollen, doch dank Corona (und allem, was es mit sich gebracht hat) wird sich das aufs nächste Jahr verzögern. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36412" aria-describedby="caption-attachment-36412" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36412 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36412" class="wp-caption-text">Obscurity gegen den Regen</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;">&#8230;und das bedeutet Krieg!</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Ein bisschen Gothic darf bei diesem gruseligen Wetter natürlich nicht fehlen. Dafür sorgen <strong>NACHTBLUT</strong>, die am 2. Oktober ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Vanitas&#8220; veröffentlichen und uns heute schonmal einen kleinen Vorgeschmack geben. Leider <strong>regnet es immer noch ununterbrochen</strong> und die Kälte zieht mir durch Mark und Bein. Dennoch wage ich mich nach vorne, um dann zu bemerken, dass der Sound irgendwie etwas dünn ist. Aber <strong>immerhin ist die Band gut aufgelegt</strong> und hat ernsthafte Ambitionen, ihre Zuhörer bei der Stange zu halten.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vor allem der weißblond gefärbte Bassist hat sichtlich Spaß, und Sänger <strong>Askeroth</strong> animiert die Menge zum <strong>Mitsingen</strong>. &#8222;Und jetzt die Herren! Und jetzt die Frauen! Und jetzt jeder, der eine Maske trägt!&#8220; Jou, das dürften wohl die meisten sein. Dennoch ist er mit dem Ergebnis offenbar nicht zufrieden: <strong>&#8222;Ich hör ja gar nichts! Liegt das am fucking Mundschutz?!&#8220;</strong> Auch die Götter, die vermeintlich für das anhaltende Dreckswetter verantwortlich sind, werden angepöbelt.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36413" aria-describedby="caption-attachment-36413" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36413 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36413" class="wp-caption-text">Nachtblut und der Blick zum Horizont</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Neben Altbekanntem geben <strong>NACHTBLUT</strong> auch zwei Songs aus ihrem neuen Album zum Besten. Die gehen in der Tat ganz gut ab, gefällt mir! Aber <strong>der Klassiker schlechthin</strong> <strong>darf natürlich nicht fehlen</strong>, und so wird gegen Ende ihres Auftritts, na, was wohl gespielt? Genau, <em>&#8222;Antik&#8220;</em>. Zwischenzeitlich kommt mir der Gedanke, dass ich <strong>NACHTBLUT</strong> <strong>gerne mal bei Nacht auftreten sehen würde</strong>. Das gäbe bestimmt nochmal einen Bonus an düsterer Atmosphäre. Aber dann ist die Schlacht auch schon geschlagen und ich verziehe mich fröstelnd wieder unter die große Plane des Schutzbunkers aka Fresszelt.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Der Name ist Programm</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Geliebt, gehasst, aber vor allem <strong>von der Bühne nicht mehr wegzudenken</strong>: Das sind <strong>EISREGEN</strong>! Kein Name könnte auf den heutigen Tag besser passen. Die Band aus Thüringen ist seit mehr als 20 Jahren aktiv und war schon diverse Male beim <strong>WOLFZEIT FESTIVAL</strong> zu Gast. Ich habe das Gefühl, auch ihr Publikum ist jedes Mal das gleiche. <strong>Ein Haufen treuer Fans feiert vor der Bühne im strömenden Regen</strong>, der Rest der Festivalbesucher vertreibt sich die Zeit aber lieber mit einer warmen Mahlzeit oder einem Becher Met, wahlweise Glühwein.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>EISREGEN</strong> ist wenig überraschend: <em>&#8222;Eisenkreuzkrieger&#8220;</em>, <em>&#8222;Blutgeil&#8220;</em>, <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>, und natürlich das Medley aus diversen Songs von ihnen, die auf dem Index stehen. <strong>Das Altbekannte halt.</strong> Ein bisschen was Neues wird auch gespielt, aber die Zuhörer möchten die Klassiker, und die bekommen sie auch. In den vorderen Reihen bildet sich ein <strong>kleiner, aber feiner Moshpit</strong>. Sänger <strong>Michael „Blutkehle“ Roth</strong> feuert die Menge kräftig an und bringt immer wieder den ein oder anderen lustigen Spruch zum nächsten Lied.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36417" aria-describedby="caption-attachment-36417" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36417 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36417" class="wp-caption-text">Die Blutkehle von Eisregen</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Beim letzten Song drehen die Thüringer nochmal richtig auf und geben eine wilde <em>&#8222;Elektrohexe&#8220;</em> zum Besten. <strong>Spätestens jetzt dürften die Herzen der Fans befriedigt sein.</strong> Wer sich heute tatsächlich aus der individuellen Deckung gewagt und vor die Bühne getraut hat, der konnte mit <strong>EISREGEN</strong> <strong>Party</strong> machen bis zum Umfallen. Ich bin leider nicht genug auf und ab gehüpft, und deshalb husche ich nun vor Kälte zitternd vom Infield, um mich vor <strong>BELPHEGOR</strong> und <strong>БАТЮШКА</strong>&nbsp;noch einmal so gut es geht aufzuwärmen. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Guter Gig, bitterer Nachgeschmack</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Es folgen <strong>EQUILIBRIUM</strong>, heute in einer Light-Version: <strong>ohne Basser und mit Ersatzmann an der Trommelkiste.</strong> Eines der Nachteile daran, in diesen Zeiten aus einer internationalen Mannschaft zu bestehen. Überraschenderweise ist dies ein Line-Up, das der Band sehr gut steht! Schlagzeuger <strong>JAN</strong> (Yann?) beherrscht seine Zunft – und ohne <strong>SKAR</strong> am Bass gibt es in der Band keinen, der für Clean Vocals zuständig ist. Für mich ist die daran angepasste Setlist persönlich eher ein Gewinn als ein Verlust. Dabei gibt es auch hier wieder richtig ordentlichen Sound! Die Klampfen werden mit massiver Heaviness und Wucht gesegnet (eventuell um den Bass zu kompensieren), während Instrumente und Backing-Tracks diesmal perfekt ineinanderfließen (etwas, das bei dieser Band bei weitem nicht immer der Fall ist!). Auch die <strong>Auswahl an brachialeren und düstereren Songs</strong> funktioniert heute sehr gut.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36415" aria-describedby="caption-attachment-36415" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36415 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36415" class="wp-caption-text">Heute keine Kompromisse!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Maximale Minuspunkte kriegt die Band allerdings für die Aussagen, die Sänger <strong>ROBSE</strong> meinte, zwischen den Songs von sich geben zu müssen. Erst glaubte ich, es handele sich um Ironie, als er mehrmals von Maulkörben in den Gesichtern der Zuschauer geredet hat. Doch als dann die Aussage „Wir sind alle gesund, lasst euch keine Scheiße einflößen!“ kam, dachte ich, ich höre nicht richtig. Selbst <em>wenn</em> man diese Meinung vertritt und sich der Dummheit und Unverantwortlichkeit davon, so etwas von der Bühne aus in die Masse zu posaunen, nicht bewusst ist – selbst dann ist es immer noch <strong>eine gewaltige Frechheit</strong> dem Orga-Team des Festivals gegenüber, welches mit Händen und Füßen dieses Festival mit Müh und Not und nur durch peinlichstes Einhalten vorgegebener Regeln hat wahr werden lassen können. Die Besucher wurden hiermit unverblümt und buchstäblich dazu aufgefordert, die Situation sowie die Regeln nicht ernst zu nehmen. <strong>Nicht cool. Absolut nicht cool.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Eine späte Messe</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert gibt dann eine spontane Änderung im Running Order: <strong>БАТЮШКА </strong>tauschen ihren Headliner-Slot mit <strong>BELPHEGOR. </strong>Gründe dafür werden nicht bekanntgegeben. An und für sich ist das wohl in Ordnung, jedoch lassen <strong>БАТЮШКА</strong><strong>&nbsp;</strong>ihr Publikum, begleitet von gruseligem Ambient-Soundtrack, mehr als eine halbe Stunde länger vor der Bühne warten als geplant. Als endlich der Mensch die aufgebaute Kirchenszene betritt, der für das Anzünden der Kerzen verantwortlich ist, bläst ihm der Wind letztere auch noch immer und immer wieder aus. <strong>Und es sind viele Kerzen.</strong> Und der geht seelenruhig wieder hin und fängt sie wieder an. Während sie schon wieder am Ausgehen sind. Es macht mich verrückt. Nach dem fünften Versuch gibt er es dann endlich auf, und mit knapp 35 Minuten Verspätung kommt dann auch endlich mal die Band zum Vorschein. Wenigstens hat es mittlerweile aufgehört zu regnen.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36416" aria-describedby="caption-attachment-36416" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36416 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36416" class="wp-caption-text">Halleluja, es geht los!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Was dann folgt, ist das Warten allerdings mehr als wert. Ein finster-sakrales Schauspiel, schwarze Silhouetten vor unheilvollem roten Licht, Kirchenchor und Blast Beats – das Ganze umrahmt von einer Szenerie, die <strong>düstere Bilder altehrwürdiger Trauermessen</strong> hervorruft. Ein behängter Sarg, Tuniken, Heiligenbilder und Kerzenständer dekorieren das Bühnenbild zu der intensiven, hypnotischen Musikoffenbarung, mit der <strong>BATUSHKA</strong> ihre Anhänger segnen. Bedrohlich und atmosphärisch verschwimmt alles zu einer konzentrierten Gesamterfahrung, die die Zuschauerschar in sich hineinzieht und bis zum Ende nicht mehr hinauslässt. Erst spät merke ich, wie Kälte und Müdigkeit mich schon lange wieder eingenommen haben. Ich mache mich schleunigst zum Zeltplatz zurück, setze mich ins Auto und drehe die Sitzheizung auf Maximum. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Ein würdiger, aber wenig würdevoller Abschluss</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist kalt, es ist spät, aber <strong>immerhin regnet es nicht mehr</strong>. Trotzdem muss ich mich einigermaßen gewaltsam dazu motivieren, ein letztes Mal das Infield zu betreten, um wenigstens etwas von <strong>BELPHEGOR</strong> mitzubekommen. Andere Festivalbesucher scheinen ebenfalls mit der Entscheidung gerungen zu haben. <strong>Besonders viel ist nicht los von der Bühne</strong>, und auch während des Konzerts verschwinden immer wieder Menschen in Richtung Ausgang. Ob das nur am Wetter oder auch ein bisschen an <strong>BELPHEGOR</strong> liegt?</span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!!! Come on!! Deutschland! Deutschlaaand!&#8220;, versucht der Sänger die verbliebenen Zuhörer zu motivieren. Besonders viel Reaktion kommt aber nicht zurück. Vielleicht auch deshalb, weil die deutschen Konzertbesucher es nicht zwangsläufig abfeiern, wenn ihnen der Name ihres Landes entgegengebrüllt wird. Musikalisch ist das, was <strong>BELPHEGOR</strong> da treiben, aber echt in Ordnung. <strong>Black-Death, unterstützt von gruseliger Bühnendeko und gespielt von blutverschmierten Musikern.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vereinzelt sehe ich Leute mitwippen oder sogar headbangen, bei den meisten scheint die Energie aber verbraucht zu sein, und so geht der letzte Auftritt des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT</strong>&nbsp;recht <strong>unspektakulär</strong> zu Ende. Wie schon gestern Abend weist die Security die verbliebenen Zuschauer an, zügig das Infield zu räumen. Ich stapfe also langsam Richtung Ausgang und habe dabei erstmals die Gelegenheit, das volle Ausmaß der Zerstörung zu begutachten:</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Der gesamte Boden ist voll von Plastikbechern.</strong> Also nicht nur hier und da mal einer, sondern das Infield, vor allem der Bereich vor der Bühne, ist gepflastert mit ihnen. Ey Leute! <strong>Muss das wirklich sein?</strong> Ja, es die wenigen Mülleimer in Bühnennähe sind auch schon übervoll. Aber dann geht halt etwas weiter hinter zu denen bei den Essensständen, gebt eure Becher wieder dort ab, wo ihr sie herhabt, oder nehmt sie von mir aus mit auf den Campground und steckt sie dort in euren Müllsack (ja, ich weiß, als ob das einer machen würde). Aber <strong>das Infield wie sau zu hinterlassen, geht halt wirklich gar nicht. </strong>(Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Fazit</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Puh! Wer hätte gedacht, dass das <strong>größte deutsche Metal-Festival 2020</strong> ein derart feucht-fröhliches Vergnügen werden würde? Oder soll ich lieber sagen derart <strong><em>grim</em> </strong>und<strong> <em>frostbitten</em></strong>? Dass wir uns dadurch die Freude an der Sache nicht haben nehmen lassen, sollte an diesem Punkt klar sein. Wind und Wetter wurden getrotzt, der Pandemie wurde verdient der Mittelfinger ins Gesicht gehalten und es wurde nach allen unter diesen Umständen erlaubten und möglichen Regeln der Kunst gefeiert, geheadbangt und getrunken. </span></p>
<p><span style="color: #000080;">Nicht nur für die Zuschauer war diese Veranstaltung eine lang ersehnte Erlösung am Ende eines langen Sommers ohne viel Geselligkeit, Live-Musik und Opportunitäten, dem Metal zu frönen. Auch viele der Künstler konnten von der Ausnahmesituation profitieren, um endlich wieder auf der Bühne zu stehen zu dürfen. Das <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> war wahrlich <strong>ein Fest der Wiedergeburt und der Erneuerung</strong>. Ein gesetztes Zeichen dafür, dass die Kunst immer einen Weg findet, und dass kein Sturm und kein noch so langanhaltender Regenfall – metaphorischer oder realer Art – daran etwas ändern wird. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Holla die Waldfee, was war das für eine Bewährungsprobe. Und damit meine ich nicht die Corona-Maßnahmen, sondern das unsägliche <strong>Herbstanfang-in-eure-Fresse-Wetter</strong>. Abgesehen davon war das <strong>WOLFSZEIT</strong> aber ein voller Erfolg. Trotz der Masken war den Besuchern die Freude über das doch noch zustande gekommene Festival buchstäblich vom Gesicht abzulesen.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Einen fetten Dank an dieser Stelle an die Orga, die ihren treuen Wölfen dieses Erlebnis auch in Coronazeiten ermöglicht hat!</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die Pandemie hatte übrigens auch Vorteile: Dank des Hygienekonzeptes gab es bei den Dixis auf dem Infield <strong>Wasser zum Hände waschen</strong> – das darf gerne so beibehalten werden! Auch Desinfektionsmittel war an Ein- und Ausgang immer ausreichend vorhanden. Was mir negativ auffiel, war der Zustand des Infields am Samstagabend. Vielleicht nächstes Jahr mehr Mülleimer seitens der Veranstalter und mehr Respekt seitens der Besucher. Insgesamt war es aber <strong>ein</strong> <strong>fettes Festival</strong>, das mir und hoffentlich auch allen anderen positiv in Erinnerung bleiben wird! <span style="color: #000080;">– </span>trotz des miesen Wetters. Aber hey, das Ganze hatte einen Vorteil: <strong>Keine einzige Wespe weit und breit! </strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich noch sagen – <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>? Es war großartig mit euch. (Merlin)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36435" aria-describedby="caption-attachment-36435" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36435 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36435" class="wp-caption-text">Cheers und bis zum nächsten Mal!</figcaption></figure>
<hr>
<p><em>Vielen lieben Dank an Zwarg, der spontan für uns als Fotograf eingesprungen ist!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 14:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
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		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfszeit]]></category>
		<category><![CDATA[БАТЮШКА]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbst den widrigsten Bedingungen trotzt dieses Jahr das Wolfszeit Festival. Wer von Euch ist dabei?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach viel Hin und Her ist es in ein paar Tagen endlich dann doch soweit: Das <strong>WOLFSZEIT Festival 2020 findet statt!</strong></p>
<p>Dafür musste aber nicht nur die Zeit, sondern auch der Ort gewechselt werden: In Thüringen wäre eine solche Veranstaltung trotz <strong>Hygienekonzept</strong> und kleinem Umfang nicht möglich gewesen, und so hat man alle Räder zum Drehen gebracht, um das Wolfszeit <strong>in ein anderes Bundesland</strong> zu verlegen. Es wird sich nun also vom 24. bis 26. September in Torgau (Sachsen) auf dem Gelände Entenfang ereignen.</p>
<p>Bestaunen darf man am Freitag <strong>HELGRINDUR</strong>, <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>, <strong>ELLENDE</strong>, <strong>ASENBLUT</strong>, <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong>, <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> und <strong>MGŁA</strong>. Zudem sind in letzter Sekunde <strong>WOLFCHANT</strong> als Ersatz für <strong>MANEGARM</strong> eingesprungen, da letztere aufgrund der Corona-Regelungen leider nicht aus Schweden anreisen dürfen. Am Samstag geben sich <strong>HEXADAR</strong>, <strong>KANKAR</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>NACHTBLUT</strong>, <strong>EISREGEN</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>BELPHEGOR</strong> und zu guter Letzt <strong>БАТЮШКА</strong> die Ehre!</p>
<h4>Es erwartet also, wie man es von diesem Festival gewohnt ist, ein exquisites Bankett an Pagan- und Black-Metal-Kapellen und Konsorten.</h4>
<p>Damit für die Sicherheit aller Besucher und Musiker gesorgt ist, gelten in diesem Jahr allerdings <strong>einige besondere Regeln</strong> (direkt zitiert von der Wolfszeit-Facebook-Seite):</p>
<p><em>&#8211; Ermöglichung der <strong>Kontaktnachverfolgung</strong> im Ernstfall (Formular)<br />
</em><em>&#8211; Teilnehmer müssen die Ein</em><em>haltung der <strong>Hygiene- &amp; Infektionsschutzmaßnahmen</strong> bestätigen (Formular)<br />
&#8211; </em><em><strong>Maskenpflicht</strong> auf dem Bühnengelände, Einlass, Sanitärbereich, Wartebereiche etc. (ausgenommen davon ist euer Zeltplatz und wenn ihr euch auf der riesigen Wiesenfläche im Bühnengelände einen Platz mit mindes</em><em>tens 1,5m Abstand zu anderen Personen aussucht, um dort zu trinken und zu essen).<br />
&#8211; </em><em>Jeder Teilnehmer muss sich beim Eintritt ins Bühnengelände und in den Sanitärbereich die Hände <strong>desinfizieren</strong>. (Desinfektionsspender findet ihr vor Ort)<br />
&#8211; </em><em>Nach einmaliger Anreise darf das KFZ nur noch zur Abreise bewegt werden. Teilnehmer dürfen das Festivalgelände (inkl. Zeltplatz) <strong>nur zur einmaligen Abreise verlassen</strong>. Zwischendurch einkaufen im nächsten Ort oder eine Übernachtung außerhalb ist leider nicht möglich.<br />
&#8211; </em><em>Personen, die <strong>Symptome</strong> von Atemwegserkrankungen bzw. Fieber bei sich feststellen / <strong>Kontakt</strong> zu Personen mit Atemwegserkrankungen in den 14 Tagen vor der Veranstaltung hatten / in den 14 Tagen vor der Veranstaltung in einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko waren, dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.<br />
</em><em>Personen, die im Ort Torgau wohnen, dürfen leider nicht am Wolfszeit Festival 2020 teilnehmen. (Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für 2021 oder können auf Wunsch erstattet werden)<br />
</em><em>&#8211; Die Anreise ist ab <strong>Donnerstag</strong>, den 24.09.2020 um 10:00 Uhr möglich (bitte reist nicht früher an).<br />
</em><em>&#8211; <strong>Grillen und jegliches offene Feuer ist leider verboten</strong>. Es gibt in Torgau keinen gesicherten Grillplatz und der Wald ist einfach zu nah und trocken.</em></p>
<p><strong>Ganz großer Respekt</strong> gilt den Veranstaltern, dass sie es, ganz gleich der vielen Probleme, Einschränkungen und Schwierigkeiten, die die momentane Situation mit sich bringt, durchgezogen haben und auch in diesem Jahr das <strong>WOLFSZEIT</strong> wieder auf die Beine gestellt haben. Wir bitten euch deswegen, den gleichen Respekt zu zeigen und die diesjährigen Zusatzregeln ernst zu nehmen – so dass es für alle ein schönes, auf gegenseitigem Respekt basierendes Festival ohne Risiken wird! Denn ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wir lassen uns, auch mit diesen paar Einschränkungen, nicht den Spaß an der Sache verderben &#8211; und freuen uns wie jedes Jahr auf <strong>ein großartiges Festival mit richtig guten Bands.</strong>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>&#8222;Lebensnehmer&#8220;-Tour 2019 &#8211; Nachbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Apr 2019 07:45:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[ellende]]></category>
		<category><![CDATA[Firtan]]></category>
		<category><![CDATA[groza]]></category>
		<category><![CDATA[lebensnehmer]]></category>
		<category><![CDATA[live music hall]]></category>
		<category><![CDATA[mörlenbach]]></category>
		<category><![CDATA[okeanos]]></category>
		<category><![CDATA[spiral skies]]></category>
		<category><![CDATA[weiher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Ringgeister von Herr der Ringe auf der Bühne stehen und sich mit StonerRockern die Klinke in die Hand geben, war entweder was im Bier oder es war ein crazy Abend!</p>
<p>Ob es bei Nico mit ELLENDE, FIRTAN, SPIRAL SKIES und GROZA dann eventuell gar beides war, kannst du hier nachlesen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/lebensnehmer-tour-2019-nachbericht/">&#8222;Lebensnehmer&#8220;-Tour 2019 &#8211; Nachbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FIRTAN</strong> und die Release-Show des neuen Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220; von <strong>ELLENDE</strong>, dazu noch 2 Vorbands &#8211; sowas darf ich mir nicht entgehen lassen! Also frage ich höflichst, ob noch ein Artikel zur Tour gebraucht wird. Prompt kommt die Antwort und kurze Zeit später befinden sich mein Bruder und ich auf der Autobahn Richtung <strong>Live Music Hall</strong> in <strong>Weiher</strong>, wo sich an diesem Abend, den <strong>29.03.</strong>, <strong>GROZA, SPIRAL SKIES, FIRTAN </strong>und<strong> ELLENDE</strong> die Ehre geben. Gegen halb sieben treffen wir in dem beschaulichen Örtchen ein und stehen erstmal knapp 30 Minuten im Stau, mitten im Ort, wegen 5 (!!!) Ampeln.</p>
<p>Nachdem ich sämtliche Autofahrer vor, hinter und neben mir verflucht habe<u>,</u> rollen wir dann auch endlich auf den Parkplatz hinter der Location. Da sich der Einlass ein bisschen durch den ausgiebigen Soundcheck nach hinten verschiebt, bildet sich auf der Straße vor der Halle ein lustiges Bild. Der <strong>Gottesdienst</strong> in der Kirche direkt gegenüber ist gerade vorbei und etliche Kirchenbesucher müssen sich auf dem Gehweg an den <strong>Black Metal-Fans</strong> vorbeiquetschen. Die Gesichter der älteren Herrschaften kann sich wohl jeder vorstellen.</p>
<h2>Schwarzmetallisches Abendprogramm &#8211; ich komme!</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-32646" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0530_-200x300.jpg" alt="" width="165" height="248" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0530_-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0530_-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0530_-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0530_.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 165px) 100vw, 165px" />Um<strong> 19:45</strong> fällt der Startschuss und die mir bis dahin noch unbekannten <strong>GROZA</strong> entern die Bühne. Das erste, was mir einfällt: <strong>&#8222;Geil, die Ringgeister aus &#8218;Der Herr der Ringe&#8216; machen richtig gute Musik!&#8220;</strong>, denn die Gesichter der Jungs aus Bayern sind mit schwarzen Kapuzen komplett verhüllt. Ebenso schwarz und authentisch wie Ihre Kleidung ist auch die Musik, die mir entgegenschallt: knallharter Black Metal. Die Jungs ziehen ihr Programm ohne große Ansagen durch, was für die düstere <strong>Atmosphäre</strong> zusätzlich förderlich ist.</p>
<p>Hier sehen wir&nbsp; nur die Musik und die Kunst, nicht den Menschen dahinter. Nach ungefähr 45 Minuten erklingen die letzten Töne der Band und lassen die mittlerweile extrem gut gefüllte Halle begeistert zurück. Mein persönliches Fazit: sehr, sehr geil. Sowas mag ich ja, unvoreingenommen etwas vor die Nase gesetzt zu bekommen und dann so begeistert zu werden. Wenn ihr irgendwo die Chance habt, die Jungs mal live zu erleben, tut es!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-32647" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0077_.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0077_.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0077_-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0077_-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0077_-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0077_-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h3>Zweifelhafte Ausflüge in den Genrekosmos</h3>
<p>Als ich nach einer kurzen Pause an der frischen Luft wieder rein komme, ist die zweite Band, <strong>SPIRAL SKIES, </strong>schon fleißig am Aufbauen. Da macht sich ein ungutes Gefühl&nbsp; in mir breit. Logo und Klamotten der Band nach zu urteilen machen die alles, aber <strong>keinen Black Metal</strong>. Naja, da heist es wohl: gespannt abwarten. Mein Bruder kommt lachend zu mir: &#8222;Warum tragen die <strong>Anzüge</strong>? Kommen die von der Arbeit? Haben die später noch was vor?&#8220;</p>
<p>Das <strong>Stockholmer Quintett</strong> rund um<strong> Frontfrau</strong> <strong>Frida Eurenius </strong>verkündet stolz, dass dies ihre erste Tour durch Deutschland sei und so startet die Gruppe gut gelaunt.&nbsp; Leider kommen sie aber trotzdem mit ihrem Mix aus <strong>Psychedelic- und Stoner-Rock</strong> bei mir nicht so gut an, aber das ist <strong>Geschmackssache</strong>. Da konnten auch die venezianischen Masken der Musiker nicht viel dran ändern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-32648" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0083.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0083.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0083-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0083-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0083-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0083-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Ähnlich erging es wohl auch einem Großteil des Publikums, denn nach den ersten Klängen entschieden sich viele, noch eine ausgedehnte Raucherpause einzulegen. Schließlich ist auch hier Ende im Gelände und die nächste Umbaupause steht an. Diese gestaltet sich, wie die letzte, recht zügig, denn hier wurden Backdrops durch eine <strong>Beamerprojektion</strong> ersetzt. Ist meiner Meinung nach zwar nicht so cool und auch auf den Bildern eher doof, aber eben modern und einfach.</p>
<h3>Pagan Black Metal? Ich bitte darum!</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-32650 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0078-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0078-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0078-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0078-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0078.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Um viertel vor Zehn erklingt dann endlich das Intro zu <em>&#8222;Seegang&#8220;</em> und damit auch der Startschuss meines heimlichen Highlights des Abends: <strong>FIRTAN. </strong>Der eingesprochene Part aus <strong>Schillers</strong>&nbsp; <em>&#8222;Der Taucher&#8220;</em> verpasst mir mal wieder eine angenehme Gänsehaut und mit dem markerschütternden Schrei von<strong> Frontmann Phillip</strong> gibt es sowohl vor als auch auf der Bühne kein Halten mehr. Die Jungs sind live immer wieder sehenswert und haben mit ihrem Album &#8222;Okeanos&#8220; ein wahres <strong>Meisterwerk</strong> abgeliefert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-32649" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0529-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0529-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0529-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0529-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0529.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Gerade mit den Titeln &#8222;<em>Tag verweil&#8220;</em> und <em>&#8222;Nacht verweil</em>&#8220; zeigt die Band mal wieder, dass sie live einfach unschlagbar sind. Als dann<strong> Klara</strong>, die erstmals mit der Band auf Tour ist, mit ihrer <strong>Violine</strong> die Bühne betritt, ist die Magie und die Atmosphäre, die die Band produziert, einfach perfekt. Das klingt jetzt alles nach extrem viel Lob, aber das ist in dem Fall auch völlig gerechtfertigt.</p>
<p>Um kurz nach elf ist es Zeit für den Namensgeber der Tour. <strong>ELLENDE</strong> präsentieren ihr neuestes Werk &#8222;Lebensnehmer&#8220;, welches heute auch<strong> Release</strong> feiert. Während des langsamen und düsteren Intros betritt die Band die Bühne. Der unter dem Kürzel &#8222;<strong>L.G.</strong>&#8220; bekannte Kopf und Frontmann der Band, gewandet in ein<strong> Knochenoutfit</strong> und erstaunlich dezentes Corpsepaint, verkörpert Melancholie und Verzweiflung wie kaum ein anderer. <em>&#8222;Der Blick wird leer&#8220; </em>ist dann auch schon ein brandneuer Song und deutet sofort die Richtung des neuen Albums und des heutigen Auftritts: düster, verzweifelt und voller <strong>Lebensschmerz</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Eine Band, ein Sänger, eine unvergessliche Show</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-32653" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0528-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0528-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0528-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0528-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0528.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Weiter ging es mit <em>&#8222;Meer&#8220; </em>vom sechs Jahre älteren <strong>Debüt-Langspieler</strong> &#8222;Ellende&#8220;. Mir ein bisschen zu ruhig, aber dadurch zeigt sich, dass sich Bands über die Jahre eben verändern. Mit <em>&#8222;Ein Stück Verzweiflung&#8220; </em>geht es wieder zurück zur aktuellen Platte. Das Zusammenspiel aus <strong>Akustikgitarre</strong> und<strong> Black Metal-Riffs</strong> stellt sich als eine erstklassige Wahl heraus und so überrollt ein meisterhaftes Soundbrett das Publikum. Während des Songs verursacht eine (möglicherweise vor Aufregung?) gerissene Saite eine kurze Zwangspause, die aber schnell überwunden ist. Die Band nimmt es mit Humor, sowas passiert. Mit den Stücken <em>&#8222;Ballade auf den Tod&#8220; </em>&nbsp;und &nbsp;<em>&#8222;Atemzug&#8220;</em> geht’s dann weiter und schon erklingen die ikonischen Klavierakkorde von <em>&#8222;Der letzte Marsch&#8220;</em>. Durch die immer wieder aufkehrende Stille während des Songs wird klar: <strong>L.G. ist für die Bühne geboren</strong>. Er leidet förmlich jeden Song mit, ob er am Mikro ist oder zitternd darunter kauert.</p>
<p><em>&#8222;Zwischen Sommer und Herbst&#8220;</em> ist das vorerst letzte Stück des Abends. Mittlerweile ist schon Mitternacht und leider merkt man, dass die teilweise doch sehr ruhigen Parts die langsam einkehrende Müdigkeit im Publikum zusätzlich fördern. Nach dem Lied bedankt sich die Band gefühlt zum achten Mal dafür, dass alle gekommen sind und wie sehr sie sich freuen, hier sein zu dürfen. Macht zwar das <strong>Gesamtkunstwerk ELLENDE</strong> ein kleines bisschen kaputt, ist dafür aber sehr<strong> sympathisch</strong>. Nach einigen Zugabe-Rufen kehren die Musiker für ein letztes Stück nochmal zurück an Ihre Plätze. &#8222;<em>Weltenmacht&#8220;</em> von der gleichnamigen EP soll also den Abend beenden. Gute Wahl. Während des knapp neunminütigen Stücks gibt die Band nochmal alles. Vor allem hinter dem Mikrofon steckt <strong>Sänger L.G.</strong> alle verbliebene Energie in den Song. Er krümmt und windet sich zeitweise wie voller Schmerzen auf der Bühne und bietet dem Publikum eine eindrucksvolle Show.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-32654" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0082.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0082.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0082-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0082-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0082-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/IMG_0082-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h3>Mein Fazit</h3>
<p>Nach dem Auftritt geht’s nochmal kurz zum üppigen Merch-Stand neben der Bühne und nach einem kurzen Plausch mit den Jungs von <strong>GROZA</strong> machen wir uns auch schon auf den Heimweg. Ganz ohne Stau und Ampeln. Zurück bleibt ein gutes Gefühl und ein Abend, der kaum besser hätte laufen können. Ich bin überglücklich, mit <strong>GROZA</strong> einmal mehr eine<strong> neue großartige Band</strong> kennengelernt zu haben. <strong>SPIRAL SKIES</strong> haben zwar ein interessantes Programm geliefert, fielen aber musikalisch ein bisschen aus dem Rahmen. An einem anderen Abend mit anderen Bands wäre ihre Musik sicherlich besser verortet gewesen. <strong>FIRTAN</strong> waren ohne Zweifel mein großes Highlight des Abends und neben <strong>ELLENDE</strong> ein <strong>ebenbürtiges Zugpferd der Tour</strong>. Mit &#8222;Lebensnehmer&#8220; hat der deutschsprachige Black Metal eine Scheibe bekommen, die sowohl<strong> live</strong> als auch über die <strong>Anlage</strong> so tadellos funktioniert, wie sich Mastermind L.G. das wahrscheinlich gewünscht hat.</p>
<hr>
<p>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: <em><strong>Nico</strong></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/lebensnehmer-tour-2019-nachbericht/">&#8222;Lebensnehmer&#8220;-Tour 2019 &#8211; Nachbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>ELLENDE &#8211; Lebensnehmer-Tour 2019 &#8211; Bis die Bühne brennt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 15:06:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[ellende]]></category>
		<category><![CDATA[Firtan]]></category>
		<category><![CDATA[groza]]></category>
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		<category><![CDATA[spiral skies]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir beenden den März mit geiler Livemucke - und besuchen die "Lebensnehmer"-Tour mit ELLENDE, Firtan, SPIRAL SKIES und Groza!<br />
Klingt gut? Ist es auch! Hier erfahrt ihr mehr:</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgepasst, Freunde der guten Metalmusik: Gestern sind <strong>ELLENDE</strong> gemeinsam mit <strong>FIRTAN</strong>, <strong>SPIRAL SKIES</strong> und <strong>GROZA</strong> in die <strong>&#8222;Lebensnehmer&#8220;-Tour</strong> gestartet. Nach 2 Jahren stehen die Österreicher wieder auf der Bühne &#8211; und haben gleich eine neue Scheibe im Gepäck! Zum Tourstart in Erfurt hatten Fans bereits vor Release der neuen &#8222;Lebensnehmer&#8220;-Scheibe die Chance, ein erstes &#8222;Ohr&#8220; auf selbige zu werfen &#8211; und die hat es in sich! Mehr dazu gibt es von uns in Kürze.<br />
Gleichzeitig feiern <strong>FIRTAN</strong> ihre erste komplette Tour mit <strong>Violinistin Klara</strong>, die der Liveperformance der Band noch mehr Zauber verleiht. Unterstützt werden sie von den bayrischen <strong>Black Metal-Durchstartern GROZA</strong>, die ihr im vergangenen Jahr erschienenes <strong>Debütalbum</strong> &#8222;Unified in Void&#8220; von der Bühne rocken werden. Außerdem feiern die <strong>schwedischen Psychedelic Rocker SPIRAL SKIES</strong> mit dieser Tour ihre Deutschlandpremiere.</p>
<p>Habt ihr Bock, euch selbst ein Bild von dieser Kombo zu machen? Die folgenden Tourtermine stehen noch in den Startlöchern:</p>
<p>28.03. &#8211; Nürnberg<br />
29.03. &#8211; Mörlenbach/Weiher<br />
30.03. &#8211; Oberhausen<br />
31.03. &#8211; Arnhem (NL)</p>
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		<title>Knallhart #10 &#8211; Eure Metalnews der Woche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 11:20:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir feiern ein erstes kleines Jubiläum: 10 Wochen versorgen wir euch nun schon wöchentlich mit dem neuesten Scheiß aus Metal und Rock. Was gefällt euch an unserem Newsformat, was können wir besser machen? Lasst uns Eure Ideen da!</p>
<p>Und natürlich haben wir auch diese Woche wieder die volle Ladung News im Gepäck: Freut euch auf heiße neue Songs von DESERTED FEAR, CANDLEMASS und Co., neues Material von Urgesteinen wie Skid Row, AC/DC und den Scorpions und jede Menge Neuigkeiten rund um das neue Tool-Album, Ozzys Gesundheitszustand und Rammsteins neues Musikvideo. Wo könnt ihr die neue Chester-Bennington-Doku sehen? Und was sagt Steven Wilson zum Brexit?<br />
Das alles gibt's bei uns - drum lasst es euch nicht entgehn', hier kommt KNALLHART #10!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/knallhart-10-eure-metalnews-der-woche/">Knallhart #10 &#8211; Eure Metalnews der Woche</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was gibt&#8217;s Neues im Kosmos der schwermetallischen Musik? Wir fassen für euch die wichtigsten Neuigkeiten der vergangenen Woche zusammen &#8211; kurz und knapp, damit niemand was verpasst!</em></p>
<h1>Gossip &#8211; Der Klatsch der Woche</h1>
<h3>RAMMSTEIN teasern erstes Musikvideo an</h3>
<p>&#8222;Das sieht ja ganz schön nach <em>&#8222;Halleluja&#8220;</em> aus!&#8220; Das ging während der letzten Tage wohl den meisten <strong>RAMMSTEIN-Fans</strong> durch den Kopf. Ob der Song endlich sein wohlverdientes <strong>Musikvideo</strong> bekommt oder gar ein ganz neues Stück das Bild zum Ton erhält, das werden wir hoffentlich zeitnah erfahren.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FRammstein%2Fposts%2F10156609494387713&amp;width=500" width="500" height="650" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<hr>
<h3><strong>Harte Zeiten für alle Ozzy-Fans</strong></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31092" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/ozzy_2017-656x369-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/ozzy_2017-656x369-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/ozzy_2017-656x369.jpg 656w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wie gestern verkündet wurde, mussten alle kommenden Tourstationen von <strong>OZZY OSBOURNE</strong> in <strong>Europa abgesagt</strong> werden. Der <strong>Prince of Darkness</strong> wurde nämlich von einer <strong>Grippe</strong> flachgelegt, die sich jetzt als <strong>schwere Entzündung</strong> der oberen Atemwege entpuppt hat. Somit haben seine Ärzte aufgrund der aktuellen Winterbedingungen in Europa von der Tour abgeraten, da sonst die Gefahr besteht, dass sich eine ernsthafte Lungenentzündung entwickelt.</p>
<p><strong>Ozzy</strong> selbst sagte dazu in einem Statement:</p>
<p>&#8222;Ich bin am Boden zerstört, weil wir die <strong>Europa-Tour verschieben</strong> müssen. Es scheint, als ob sich alles, was ich seit Oktober anpacke, in Scheiße verwandelt. Zuerst die<strong> Infektion</strong> in meinem <strong>Daumen</strong> und jetzt die <strong>Erkrankung mit Grippe und Bronchitis</strong> […] Ich möchte mich bei allen Fans <strong>entschuldigen</strong>, die so zu mir gehalten haben über die Jahre, bei der Band, der Crew und bei <strong>JUDAS PRIEST</strong>, weil ich alle hängen lasse. Wie auch immer, ich verspreche, dass die Tour mit <strong>JUDAS PRIEST</strong> durchgezogen wird. Wir sind dabei, die Termine neu zu planen, und wollen im September starten. Nochmal, ich entschuldige mich bei allen. Gott schütze euch. Ich liebe euch alle – <strong>Ozzy&#8220;</strong></p>
<p>Wie im Statement angedeutet, ist es nicht das erste Mal, dass <strong>Ozzy</strong> Tourdaten verschieben muss. Bereits im letzten Oktober musste er sich aufgrund einer Infektion im Daumen einer Operation unterziehen und einige Shows absagen. In den letzten Tagen hatte <strong>Ozzy</strong> sich auch geäußert, dass seine Hustenanfälle so schlimm geworden seien, dass ihm Blutgefäße im Auge geplatzt seien. Die Konzertkarten werden Ihr Gültigkeit behalten, aber es ist wohl auch eine Rückgabe möglich.</p>
<p><strong>Uns bleibt an dieser Stelle nur, Ozzy alles Gute und eine schnelle Genesung zu wünschen – und dann natürlich auf eine schnelle Wiederholung der Europakonzerte für alle Fans zu hoffen.</strong></p>
<p>~Oimel</p>
<hr>
<h3>STEVEN WILSON sorgt sich um Brexit-Folgen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31093" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Screen-Shot-2018-01-02-at-10.03.51-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Screen-Shot-2018-01-02-at-10.03.51-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Screen-Shot-2018-01-02-at-10.03.51-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Screen-Shot-2018-01-02-at-10.03.51-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Screen-Shot-2018-01-02-at-10.03.51-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Screen-Shot-2018-01-02-at-10.03.51.jpg 1590w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ihr habt zwischen all den <strong>Nachrichten</strong> über den <strong>Brexit</strong> längst den<strong> Überblick</strong> verloren?<strong> STEVEN WILSON</strong> geht es genauso. Der sagte im<strong> Interview</strong> mit&nbsp;<a href="http://www.goetiamedia.com/" target="_blank" rel="noopener">GoetiaMedia.com</a>:&nbsp;</p>
<p><em>&#8222;Ehrlich, im Moment habe ich keine Ahnung, was da vor sich geht. Ich habe <strong>keine Ahnung</strong>! Ich meine, ich lese jeden Tag die News und ich verstehe nicht, was los ist. [Der Brexit] könnte nicht mal stattfinden. Für mich scheint es da tatsächlich eine starke Möglichkeit zu geben, dass es nicht mal weitergehen könnte. Also warte ich derzeit ab. [&#8230;] Und wenn es nicht passiert, wäre das<strong> wunderbar</strong> für&#8230; ich denke, die meisten <strong>Künstler</strong> denken so.&#8220;</em></p>
<p>Müssen <strong>europäische Fans</strong> nach dem <strong>Brexit</strong> um weitere <strong>Liveacts des Briten</strong> fürchten? Möglicherweise: <em>&#8222;Wenn es doch weitergeht&#8230; Ich habe noch nicht viel darüber nachgedacht, aber das wird die Sache sehr erschweren. Ganz einfache Sachen wie <strong>Merchandise</strong> und<strong> Tshirts</strong> verkaufen&#8230; Ich meine, ich lebe davon. Ich gebe das ganze Geld, das ich verdiene, für die Shows aus, also bin ich auf die Shirts<strong> angewiesen</strong>. Wenn ich plötzlich auf diese Sachen schwer besteuert werden würde, nur auf diese kleinen Sachen&#8230; Du fängst an, zu denken: &#8218;Na gut, weißt du was? Ist es mir das überhaupt wert, nach <strong>Europa</strong> zu fahren?&#8216; Und ich denke, das wird ein Riesenproblem&#8230; wenn es passiert.&#8220;</em></p>
<hr>
<h3>Too Young To Die: Chester-Bennington-Doke auf Arte</h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31094" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/chester-bennington-suizid_0-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/chester-bennington-suizid_0-300x179.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/chester-bennington-suizid_0-750x447.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/chester-bennington-suizid_0.jpg 950w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />LINKIN PARK-Fans</strong> aufgepasst: Der<strong> TV Sender Arte</strong> widmet dem verstorbenen und legendären Frontmann<strong> Chester Bennington</strong> eine Episode seiner <strong>Dokureihe &#8222;Too Young To Die&#8220;</strong>. Die Folge wird den Titel <strong>&#8222;Chester Bennington – A Voice Of Pain&#8220;</strong> tragen und gute 50 Minuten Spielzeit haben. Laut Regisseur Frank Diederich handelt die Doku sämtliche Lebensabschnitte des Sängers ab, von seiner Kindheit bis zur musikalischen Entwicklung und natürlich der Karriere mit <strong>LINKIN PARK</strong>.</p>
<p>Welche inneren Dämonen er zu bekämpfen hatte, wird natürlich auch eine tragende Rolle spielen, sowie die Worte einiger Personen, die ihm am Nächsten standen. Erstausstrahlung ist am <strong>1. März um 21:50 auf Arte</strong>, sowie im Anschluss bis <strong>Ende März</strong> in der <strong>Mediathek</strong>.</p>
<p>~Daniel</p>
<hr>
<h3><strong>PINK FLOYD</strong> Groupies und Gitarrenliebhaber aufgepasst&nbsp;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31095" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/DavidGilmour_PollySamson_RT2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/DavidGilmour_PollySamson_RT2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/DavidGilmour_PollySamson_RT2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/DavidGilmour_PollySamson_RT2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/DavidGilmour_PollySamson_RT2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/DavidGilmour_PollySamson_RT2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />&#8230; denn <strong>David Gilmour</strong> hat sich entschieden, 120 Gitarren aus seiner Sammlung für gute Zwecke zu verkaufen. Die guten Stücke sind von 27.-31. März bei <strong>Christie´s</strong> in London zu sehen, einen Teil der Sammlung gibt es dann von 7-11.Mai in Los Angeles zu bestaunen. Versteigert werden sie schlussendlich von 14.-19. Juni in New York.</p>
<p>Der Schwerpunkt der Sammlung des ehemaligen <strong>PINK FLOYD-</strong><strong>Sängers</strong> und <strong>Gitaristen</strong> liegt dabei auf seinen <strong>Fender Modellen</strong>. So sind unter anderem <strong>Telecaster, Stratocaster, Broadcaster</strong> und <strong>Esquire</strong> unter den zu versteigernden Gitarren zu finden.</p>
<p>Eines der Highlights dürfte sicherlich die <strong>1969er schwarze Stratocaster</strong> sein, mit der Gilmour die weltbekannten Alben <strong>&#8222;The Dark Side oft he Moon&#8220;, &#8222;Wish you were here&#8220;, &#8222;Animals&#8220;</strong> und <strong>&#8222;The Wall&#8220;</strong> eingespielt hat. Für dieses Stück wird ein Verkaufswert zwischen 100.000 und 150.000 $ erwartet.</p>
<p><strong>Gilmour</strong> selbst sagt: <em>&#8222;Diese Gitarren waren sehr gut zu mir und haben mir viele Stücke geschenkt über die ganzen Jahre. Sie haben sich selbst mehr als bezahlt gemacht und jetzt ist es Zeit, dass sie weiterziehen.&nbsp; […] Gitarren sind gemacht, um gespielt zu werden und es ist mein Wunsch, dass wo immer sie schließlich landen, sie weiterhin dem Besitzer das Geschenk der Musik machen. […] Mit der Versteigerung der Gitarren hoffe ich, etwas gutes zu tun, dort wo es nötig ist und auch durch meine Wohltätigkeitsorganisation etwas Gutes in der Welt zu schaffen.&#8220;</em></p>
<p>~Oimel</p>
<hr>
<h3>Tool teasen neue Animationen &#8211; Album im April?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31096" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/tool_cover-300x160.jpg" alt="" width="300" height="160" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/tool_cover-300x160.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/tool_cover.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Endlich ist es soweit! Das neue Album von<strong> TOOL</strong> kommt im <strong>April</strong> raus. Das hat zumindest <strong>Drummer Danny Carey</strong> am Wochenende in einem Interview verraten. Eigentlich sollte es ja im Dezember schon erscheinen, so hieß es noch Anfang Dezember. Aber da sind wir nicht kleinlich – Hauptsache, es kommt. Und jetzt soll es wirklich soweit sein, denn <strong>TOOL</strong> haben sogar ihre <strong>Webseite</strong> komplett neu gestaltet. Mit zwei animierten Videos inklusive! Sie gehen jeweils ca. 10 Sekunden. <a href="https://www.toolband.com/"><strong>HIER</strong></a> könnt ihr gleich mal einen Blick riskieren! Was haltet ihr davon? Es passt sehr gut zur Band – und ich hab richtig Bock auf das neue Album.</p>
<p>~Moni</p>
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<h3>TÝR erzählen vom neuen Album</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31097" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/tyr-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/tyr-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/tyr.jpg 550w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nach<strong> 5 Jahren</strong> des Wartens sind auch <strong>TÝR</strong> so langsam bereit, uns was Neues für die Ohren zu präsentieren! Der Frontmann der <strong>färöischen Folk Metaller Heri Joensen</strong>&nbsp;sagte, das neue Album &#8222;Hel&#8220; wird ganz besonders nah an dem Sound dran sein, den<strong> TÝR</strong> erzeugen wollen. Aus einem ganz einfachen Grund: Mehr Zeit!</p>
<p><em>&#8222;Im Studio hat man immer eine Deadline. Du musst dich beeilen. […] Diesmal haben wir die Aufnahmen in unseren privaten Studios gemacht und hatten alle Zeit, die wir gebraucht haben, um es so gut zu machen, wie wir wollten. Das hat definitiv einen großen Unterschied gemacht.&#8220; </em></p>
<p>Bei diesem Album haben auch die anderen Bandmitglieder ihren Teil zu den Kompositionen beigesteuert. Auch der neue Schlagzeuger <strong>Tadeusz Rieckmann</strong> ist eine große Bereicherung, sagte <strong>Joensen:</strong>&nbsp;<em>&#8222;Er ist genau der richtige Drummer für diese Band. Er hat es technisch drauf, aber hat auch einen richtig guten Groove und spielt mit Leidenschaft, das seht ihr, wenn ihr ihn live seht. Er liebt was er tut.&#8220;</em> Am <strong>8. März</strong> kommt <strong>&#8222;Hel&#8220;</strong> in die Läden, danach gehen<strong> TÝR</strong> erstmal auf<strong> Tour</strong>.</p>
<p>~Moni</p>
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<h1>Heißer Scheiß in Planung!</h1>
<h3>MOTÖRHEAD-Gitarrist bringt ein Soloalbum raus</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31098" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Phil-Campbell-Motorhead-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Phil-Campbell-Motorhead-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Phil-Campbell-Motorhead-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Phil-Campbell-Motorhead-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Phil-Campbell-Motorhead-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Phil-Campbell-Motorhead.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nach <strong>5 Jahren</strong> Arbeit ist es endlich fertig! Oder besser – fast. Im Sommer soll das <strong>Debüt-Album</strong> von <strong>Phil Campbell</strong> rauskommen. Der <strong>Gitarrist von MOTÖRHEAD</strong> hat sich dafür berühmte Gäste geholt: Unter anderem sind <strong>Rob Halford</strong> von <strong>JUDAS PRIEST, Dee Snider</strong> von <strong>TWISTED SISTER</strong>, <strong>Chris Fehn</strong> von <strong>SLIPKNOT</strong> und der Sänger von <strong>UGLY KID JOE, Whitfield Crane</strong>, mit dabei.</p>
<p>Neben der Soloplatte ist <strong>Campbell</strong> auch mit anderen Projekten beschäftigt. Erst letztes Jahr hat er mit seinen<strong> Söhnen Todd, Dane</strong> und <strong>Tyla</strong> das erste Album als <strong>PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS</strong> veröffentlicht, und er hat auch mit einem Buch angefangen. Es soll<em> &#8222;weniger eine Autobiografie werden, sondern mehr eine Sammlung von wilden Geschichten über verrückte Dinge, die auf Tour passiert sind.&#8220;</em> Das Projekt habe er aber zugunsten seiner Bands erst einmal zurückgestellt – <strong>Music first!</strong></p>
<p>~Moni</p>
<hr>
<h3><strong>Die Altrocker von SKID ROW nehmen neues Album auf</strong></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31099" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/csm_skid-row-tour-tickets-2018-header_bd8e7feacd-300x155.jpg" alt="" width="300" height="155" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/csm_skid-row-tour-tickets-2018-header_bd8e7feacd-300x155.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/csm_skid-row-tour-tickets-2018-header_bd8e7feacd-1024x528.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/csm_skid-row-tour-tickets-2018-header_bd8e7feacd-750x387.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/csm_skid-row-tour-tickets-2018-header_bd8e7feacd.jpg 1164w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und die nächsten Veteranen, die noch nicht genug haben: Die Hard Rocker von <strong>SKID ROW</strong> gehen ab der nächsten Woche in Nashville, Tennessee ins Studio. Und das mit Produzent <strong>Michael Wagener</strong> der bereits 1989 und 1991 die beiden legendären Alben <strong>&#8222;Skid Row&#8220;</strong> und <strong>&#8222;Slave To The Grind&#8220;</strong> produziert hat. Die Herrschaften arbeiten dann am letzten Kapitel der <strong>„United World Rebellion“</strong> Triologie.</p>
<p>Das Album wird das erste mit dem neuen Sänger <strong>ZP Theart</strong>, der zuvor bei <strong>DRAGONFORCE, TANK</strong> und <strong>I AM I</strong> aktiv war und 2016 zur Band gestoßen ist.</p>
<p>Bei dem Album wurde auch kreative Unterstützung durch einige Songwriter eingeholt, so haben unter anderem <strong>Corey Taylor</strong> und 2 Mitglieder der Band <strong>HALESTORM</strong> an dem Album mitgewirkt. Auch <strong>Marti Frederiksen</strong>, der bereits mit <strong>AEROSMITH</strong> und <strong>DEF LEPPARD</strong> gearbeitet hat, war mit von der Partie. Im Gegensatz zu den ersten beiden,2013 und 2014 erschienen Teilen der Trilogie wird der letzte Teil ein komplettes Album in voller Länge.</p>
<p>In einem Interview mit <strong>Metal Wani</strong> im letzten Herbst sagte Bassist <strong>Rachel Bolan</strong> über das neue Material:<em> &#8222;Wenn wir es vor Zuschauern spielen, sind die diese total aufgeregt und meinen, dass könnte die zweite Hälfte von <strong>&#8222;Slave to the Grind&#8220;</strong> sein, oder auch direkt vor &#8222;Youth gone wild&#8220; auf unserer ersten Platte sein. Das ist ein echt gutes Gefühl!&#8220;</em></p>
<p><strong>SKID ROW </strong>werden 2019 auf einigen Festivals in Europa zu finden sein, unter anderem in Deutschland auf dem <strong>Bang Your Head!!</strong>, in England beim <strong>Download</strong> und in Skandinavien beim <strong>Sweden Rock Festival</strong> und <strong>Norway Rock ´19.</strong></p>
<p>~Oimel</p>
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<h3>ACDC: Brian Johnson kommt zurück für neues Album</h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31100" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Brian-Johnson-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Brian-Johnson-300x229.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Brian-Johnson-750x572.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Brian-Johnson.jpg 980w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />&#8222;Gibt es noch Rettung für AC/DC?&#8220;</strong>, dachten sich viele, als nach ihrer &#8222;Rock or Bust&#8220;- Tour nur noch<strong> Angus Young</strong> als Ursprungsmitglied übrig geblieben war. Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer! Denn <strong>Sänger Brian Johnson</strong> scheint wieder mit dabei zu sein bei den <strong>Rock-Ikonen.</strong>&nbsp;Im Gespräch mit der<strong> Death-Metal-Band TERRORIZER</strong> soll er gemeint haben: &#8222;Ich hab keine Lust mehr, es abzustreiten.&#8220;</p>
<p>Also: Er ist auf dem nächsten Album von<strong> AC/DC</strong> wieder als <strong>Sänger</strong> zu hören! Gerüchte darum gab es schon viele, seit vor einigen Monaten Fotos aufgetaucht waren, die<strong> Johnson</strong> mit den Gitarristen <strong>Angus</strong> und <strong>Stevie Young</strong>&nbsp;sowie dem Schlagzeuger<strong> Phil Rudd</strong> vor einem Studio zeigen. Nach seinem gefährlichen Hörsturz bei der letzten Tour hatte ihn <strong>GUNS’N’ROSES-Frontmann Axl Rose</strong> abgelöst, es hieß sogar, vielleicht könne er gar nicht mehr Musik machen. Von der Band kam noch kein Statement dazu.</p>
<p>~Moni</p>
<hr>
<h3>RAVENPATH veröffentlichen Teaser zum neuen Album</h3>
<p>Frischer Wind fetzt immer, und der kommt heute aus dem guden alden Zwiggau: Die <strong>Melodic Death Metaller RAVENPATH</strong> waren fleißig und haben einen neuen Langspieler namens &#8222;The Ravens Wisdom&#8220; auf die Beine gestellt. Der kommt zwar erst am<strong> 30. März</strong>, aber schon jetzt könnt hier mal reinlauschen:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/KQgV3zIB4UM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h3><strong>KANSAS gehen ins Studio</strong></h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31101" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/B9321476228Z.1_20160328193824_000_GVHDTAHNC.1-0-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/B9321476228Z.1_20160328193824_000_GVHDTAHNC.1-0-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/B9321476228Z.1_20160328193824_000_GVHDTAHNC.1-0.jpg 534w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />KANSAS</strong> … wer jetzt einen schwarzen 67er Chevy Impala vor sich sieht, mit 2 jungen Geisterjägern am Steuer…. Der hat auch <strong>„Carry on my Wayward Son“</strong> im Ohr, die Titelmelodie der Serie <strong>„Supernatural“</strong>. Und richtig, die Band dahinter, das sind <strong>KANSAS</strong>!</p>
<p>Und jetzt gibt es gute Neuigkeiten für alle Fans des <strong>alten klassischen Prog Rock</strong>. Denn die alten Recken von <strong>Kansas</strong> wollen ab August ins Studio gehen, um ein neues Album aufzunehmen, das 2020 erscheinen soll. Nachdem nach 16 Jahren Abstand bereits 2016 das letzte Album der Haudegen entstanden ist, soll jetzt anscheinend noch einmal Fahrt aufgenommen werden.</p>
<p>In der aktuellen Bandbesetzung sind immerhin noch die 2 Gründungsmitglieder Gitarist <strong>Richard Williams</strong> und Schlagzeuger <strong>Phil Ehart</strong> und die 2 langjährigen Mitglieder <strong>David Ragsdale</strong> und <strong>Billy Greer</strong> am Start. Dazu kommen <strong>Zak Rizvi</strong> und das neueste Band-Mitglied <strong>Tom Brislin</strong>. Letzterer konnte schon einige Bekanntheit erlangen und war unter anderem mit <strong>MEAT LOAF, CAMLE</strong> und <strong>RENAISSANCE</strong> unterwegs. Außerdem war er Frontmann der Band <strong>SPIRALING </strong>und hat es auch schon zu einem Solo-Album gebracht.</p>
<p>Die nächsten Auftritte der Band sind bei der <strong>Rock Legends Cruise</strong> im Februar und anschließend wird die <strong>&#8222;Point of Know Return&#8220;-</strong>Jubiläumstour fortgesetzt.</p>
<p>~Oimel</p>
<hr>
<h3>KVELERTAK bringen neues Material heraus</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31102" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/kvelertak-photo-by-stian-andersen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/kvelertak-photo-by-stian-andersen-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/kvelertak-photo-by-stian-andersen-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/kvelertak-photo-by-stian-andersen-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/kvelertak-photo-by-stian-andersen-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/kvelertak-photo-by-stian-andersen.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Auch von<strong> KVELERTAK</strong> werden wir dieses Jahr noch einiges hören! Die <strong>Norweger</strong> haben <strong>Album Nummer 4</strong> angekündigt – sie hätten &#8222;eine ganze Menge Zeug&#8220; geschrieben. Der Nachfolger von &#8222;Nattesferd&#8220; wird das erste Album ohne den bisherigen <strong>Frontmann Erlend Hjelvik</strong> sein. Er wurde letztes Jahr von<strong> Ivar Nikolaisen</strong> abgelöst. <strong>Gitarrist Vilar Landa</strong> meinte zu ihrem neuen Sänger: <em>&#8222;Er ist schon lange Teil von <strong>KVELERTAK</strong> und hat auf ein paar Tracks für uns die <strong>Backing Vocals</strong> gesungen. Wir waren auch schon gemeinsam auf Tour, dadurch war er tatsächlich der einzige, den wir uns als Ersatz vorstellen konnten, als Erlend darüber gesprochen hat, zu gehen.“</em></p>
<p>Der neue Sänger passe super zur Band und hat sich in bisher 8 Konzerten bewiesen. Ein bisschen dauert es noch bis zum neuen Album, aber sie arbeiten kräftig daran, sagten die Musiker.</p>
<p>~Moni</p>
<hr>
<h3><strong>Es wird wieder giftig – die SCORPIONS tüfteln an einem neuen Album</strong></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31103" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Scorpions_-_01-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Scorpions_-_01-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Scorpions_-_01-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Scorpions_-_01-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Scorpions_-_01.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die deutschen Hardrock-Legenden sind laut Gitarrist <strong>Rudolf Schenker</strong> mit einem sehr bekannten (aber geheimen) Produzenten bei den Vorbereitungen für ein neues Album.</p>
<p>Zuletzt wurde 2017 eine Compilation mit alten und neuen Songs veröffentlicht, das letzte Studioalbum gab es 2015 mit <strong>&#8222;Return to Forever&#8220;</strong>&nbsp;zu hören. Das war auch die letzte Aufnahme mit dem langjährigen Schlagzeuger <strong>James Kottak</strong>, der die Band 2016 verlassen musste. Für ihn spielt seit dem kein geringerer als <strong>Mikkey Dee</strong> von <strong>MOTÖRHEAD</strong> in der Band!</p>
<p>Und der scheint wohl kräftig frischen Wind mitgebracht zu haben, wie <strong>Rudolf Schenker</strong> in einem Interview bei <strong>Headbangers Lifestyl</strong>e verriet:</p>
<p><em>&#8222;Wir haben die Idee für ein neues Album gefasst, weil <strong>Mikkey</strong> eine treibende Kraft bei den <strong>SCORPIONS</strong> wurde. Als wir um eine Veränderung kämpften und versuchten, uns in die Spur zu bringen, hat das nicht funktioniert, und da fanden wir <strong>Mikkey</strong>. Er passt perfekt in die Chemie bei den <strong>SCORPIONS</strong> und er ist eine unglaublich kreative Person. Damit haben wir die Chance erhalten, ein besonderes und frisches Album zu machen.&#8220;</em></p>
<p>Das klingt in meinen Ohren vielversprechend! Ich hoffe doch, dass hier auch eine Tour folgen wird, denn trotz des völlig überspielten <em>„Wind of Change“</em> haben die <strong>SCORPIONS</strong> richtig gute Alben geschaffen!</p>
<p>~Oimel</p>
<hr>
<h3>Gleich Nummer 2 von GRETA VAN FLEET?</h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-31104" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Greta-Van-Fleet-greta-van-fleet-41311565-900-553-300x184.jpg" alt="" width="300" height="184" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Greta-Van-Fleet-greta-van-fleet-41311565-900-553-300x184.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Greta-Van-Fleet-greta-van-fleet-41311565-900-553-750x461.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Greta-Van-Fleet-greta-van-fleet-41311565-900-553.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />GRETA VAN FLEET</strong> arbeiten schon an ihrem zweiten Album! Nach ihrem <strong>bemerkenswerten Debüt</strong> letztes Jahr mit &#8222;Anthem Of The Peaceful Army&#8220; wollen sie gleich noch einen draufsetzen, hat<strong> Bassist Sam Kiszka</strong> verraten: <em>&#8222;Wir haben diesen Monat entschieden, dass wir so schnell wie möglich eine neue CD machen müssen.&#8220; </em></p>
<p>Das bedeutet für uns: Noch dieses Jahr können wir mit einer neuen Platte rechnen. Normalerweise ist ein zweites Album ja eher eine <strong>Schocksituation</strong> – nicht bei <strong>GRETA VAN FLEET.</strong> Sie wollen entspannt rangehen und sind gespannt, wie sich ihre Musik entwickeln wird. <strong>Kiszka</strong> meinte dazu: <em>“Ich denke, Album Nummer 2 wird sehr weltlich sein. Um die Welt touren – Japan zu sehen, Australien zu sehen – und all diese neuen Erfahrungen zu machen, diese Klänge… die Farben unserer Gedanken werden auf eine gewisse Weise in die Aufnahmen mit einfließen. Es befeuert unsere Kreativität, weil wir so viele schöne Dinge sehen, die wir vorher nicht kannten… Dieses Leben ist klasse.“</em></p>
<p>Album Nr. 1 war ja auf <strong>Platz 1</strong> der <strong>Billboard Rock Charts</strong> und auf Platz 3 der kompletten Album Charts, <strong>GRETA VAN FLEET</strong> waren gleich viermal für einen Grammy nominiert. Die Band müssen wir im Auge behalten!</p>
<p>~Moni</p>
<hr>
<h1>Neues Ohrenfutter im Anmarsch!</h1>
<h3>DESERTED FEAR veröffentlichen zweite Single</h3>
<p>Man muss sie einfach lieb haben: Die <strong>Thüringer</strong> Jungs von <strong>DESERTED FEAR</strong> beschenken uns mit der zweiten Auskopplung <em>&#8222;Reflect The Storm&#8220;</em> aus ihrem kommenden Album &#8222;Drowned By Humanity&#8220;, das <strong>nächste Woche</strong> erscheint. Ob die genau so reinhaut wie <em>&#8222;The Final Chapter&#8220;</em>? Findet es heraus!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/3TMI9UV3y9A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h3>Neues CANDLEMASS-Musikvideo fest. Tony Iommi</h3>
<p>Was gibt es besseres, als ein <strong>nigelnagelneues Musikvideo</strong> der <strong>schwedischen Doom-Metaller CANDLEMASS</strong>? Richtig: eines mit <strong>Gastsolo</strong> von the-man-himself <strong>Tony Iommi</strong> von <strong>BLACK SABBATH</strong>. Das gute Stück trägt den spacigen Titel&nbsp;<em>&#8222;Astorolus &#8211; The Great Octopus&#8220;&nbsp;</em>und stammt vom neuen Album &#8222;The Door To Doom&#8220;, das am<strong> 22. Februar</strong> erscheint.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/a8OT3W1TwJM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h3>GROOVENOM veröffentlichen 2. Teil ihrer Videotriologie</h3>
<p>Im Osten nichts neues? Von wegen: <strong>GROOVENOM</strong> lassen mit<em> &#8222;Grau&#8220;</em> den zweiten Teil ihrer <strong>Videotriologie</strong> auf die Welt los. Die Jungs aus <strong>Dresden</strong> spielen eine vertrackte Mischung aus <strong>Metal, Industrial, Synthwave und Hardcore</strong>. Klingt verrückt? Findet es raus!<br />
Am 29. März erscheint übrigens auch ihr neues Album &#8222;Wir müssen reden&#8220;, von dem auch die neue Single stammt. Den ersten Teil der Triologie findet ihr <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mOsMn9zrZvM"><strong>HIER</strong></a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/-uCrtjre3Lw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h3>LEPROUS covern MASSIVE ATTACK</h3>
<p>Dass sowohl<strong> LEPROUS</strong> als auch <strong>MASSIVE ATTACK</strong> geniale Bands sind, steht wohl fest. Jetzt haben die <strong>Norwegischen Progger</strong> sich den Song<em> &#8222;Angel&#8220;</em> ihrer britischen Kollegen geschnappt und ein schönes<strong> atmosphärisches Cover</strong> daraus gebastelt. Hört mal rein!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/5VaRCjRpWBE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h3>ELLENDE veröffentlichen ersten Song vom neuen Album</h3>
<p>Der <strong>Titel</strong> könnte fast von <strong>EISREGEN</strong> stammen: Mit&nbsp; <em>&#8222;Du wärst eine schöne Leiche&#8220;</em> veröffentlichen <strong>ELLENDE</strong> aus <strong>Österreich</strong> die erste Single ihres neuen Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220;. Natürlich wird das gute Stück, das am <strong>29. März</strong> erscheint, auch gleich live präsentiert: Vom <strong>27. bis 30. März</strong> sind die Jungs mit <strong>FIRTAN, SPIRAL SKIES</strong> und <strong>GROZA</strong> auf Tour in Deutschland unterwegs.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/KyAxrhh0FtI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h1>Alle neuen Releases dieser Woche</h1>
 [<a href="https://silence-magazin.de/knallhart-10-eure-metalnews-der-woche/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=knallhart-10-eure-metalnews-der-woche">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/knallhart-10-eure-metalnews-der-woche/">Knallhart #10 &#8211; Eure Metalnews der Woche</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2017: Trinkhorn, Tod und Trump (Tag 1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 06:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>13&#160;Anläufe hat es gebraucht, bis ich nun auch endlich mal zum Ragnarök Festival gefahren bin.&#160;Und das, obwohl ich aus der Region stamme. Warum das so lange gedauert hat? Vermutlich deshalb, weil Pagan, Folk und Black Metal nicht zwingend meine Lieblingsgenres sind. Aber ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2017-trinkhorn-tod-und-trump-tag-1/">RAGNARÖK FESTIVAL 2017: Trinkhorn, Tod und Trump (Tag 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>13&nbsp;Anläufe hat es gebraucht, bis ich nun auch endlich mal zum Ragnarök Festival gefahren bin.&nbsp;Und das, obwohl ich aus der Region stamme. Warum das so lange gedauert hat? Vermutlich deshalb, weil Pagan, Folk und Black Metal nicht zwingend meine Lieblingsgenres sind. Aber man soll ja niemals nie sagen. Und so&nbsp;stoße ich nun also im lauschigen Lichtenfels zu den&nbsp;werten <em>SILENCE</em>-Kollegen.</strong></p>
<p>Am Einlass ist gegen 13:30 Uhr noch nicht viel los, also spaziere ich erstmal munter über den Vorplatz mit Essensbuden und Verkaufsständen. Wirkt gemütlich. Nun&nbsp;auf zur Halle!&nbsp;Nachdem mich&nbsp;<strong>Hansi Hinterseer</strong>&nbsp;von einem Plakat über dem Eingang herunter begrüßt hat, checke ich die Lage beim Eröffnungs-Act <strong>KULTASIIPI</strong>. Echt muntere Truppe aus der &#8211; Zitat &#8211; &#8222;südlichsten Stadt Finnlands: Berlin&#8220;. Ihr beschwingter Folk Metal Marke <strong>KORPIKLAANI</strong> und <strong>ELUVEITIE&nbsp;</strong>ist am frühen Nachmittag genau der richtige Einstieg. Das Publikum schwingt erstmals vereinzelt das Tanz- und Hüpfbein, und auch zwei kleine Stöpsel mit Gehörschutz feiern am Rande mit ihren Eltern ab. Sehr sympathisch!&nbsp;</p>
<p>Da die beiden Seiten der Doppelbühne abwechselnd bespielt werden, geht es nebenan zügig&nbsp;weiter. <strong>FIRTAN</strong> sorgen mit ihrem atmosphärischen Black Metal für einen verhältnismäßig großen&nbsp;Menschenauflauf. Scheinbar der erste Geheimtipp des Tages. Ich verfolge den soliden Auftritt entspannt von der Tribüne aus, bis ich zu <strong>ANOMALIE</strong> weiterziehe. Auch diese Post-Black-Metal-Band findet beim Publikum recht großen Anklang. Zwar ist der Gesang etwas zu leise gemischt, und Ansagen gibt es überhaupt keine, aber das macht nichts, denn die Musik ist gut.&nbsp;</p>
<p><strong>VOLTUMNA</strong> lasse ich dann aus, um unserem&nbsp;<strong><em>SILENCE</em>-Stand</strong>&nbsp;einen Besuch abzustatten. Dort hatten gerade <strong>FINSTERFORST</strong> den <a href="https://silence-magazin.de/wir-sind-auf-dem-ragnaroek-festival/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reigen an Autogrammstunden</a> eröffnet. Einen Schnappschuss hiervon, sowie weitere Eindrücke, findet ihr übrigens auf <a href="https://www.instagram.com/silencemagazin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unserem Instagram-Account</a>.&nbsp;</p>
<h3>ZWISCHEN SCHLAFHALLE UND TRUMP-ANSPRACHE</h3>
<p>Mit <strong>ELLENDE</strong> und <strong>FÄULNIS</strong> gebe ich mir dann noch mehr Black Metal aufs Ohr. Erstere sind nicht so wirklich mein Fall. Zweitere brennen sich dafür mit ihrer <strong>punkigen Attitüde</strong> und dem <strong>&#8222;Fuck Off!&#8220;-Backdrop</strong> in mein Gedächtnis. Frontmann <strong>Seuche&nbsp;</strong>gibt alles, auch wenn das Mikrofon zwischenzeitlich die Biege macht. Kann passieren. Wer seinen Black Metal rotzig mag, dem lege ich die Band auf jeden Fall ans Herz. Da in Kürze mit <strong>FJOERGYN</strong> ein erstes persönliches, kleines Highlight ansteht, powernappe ich in der <strong>nahegelegenen Schlafhalle</strong> ein wenig. Extrem lässig!</p>
<p>Frisch ausgeruht mache ich es mir auf der Tribüne gemütlich und tauche in die <strong>düstere Atmosphäre</strong> ein, die <strong>FJOERGYN</strong> optisch und akustisch heraufbeschwören: Dreieckige Kerzenständer, schwarze Kapuzenrobe, gedimmtes Licht. Dazu ein kristallklarer Sound, der auch die Geigentöne toll zur Geltung kommen lässt. Bevor <em>&#8222;Terra Satanica&#8220;</em> startet, hört man&nbsp;<strong>Donald Trump </strong>von&nbsp;&#8222;Make America Great Again&#8220; faseln. Sehr passend, denn für meinen Geschmack <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-11-metal-und-politik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">darf man auch im (Black) Metal gerne politische Statements ablassen</a>. Auch wenn der Klassiker <em>&#8222;Ernte im Herbst&#8220;</em> ausblieb, ein sehr gelungener Auftritt.</p>
<h3>EXOTEN UND DER HEIMLICHE HEADLINER</h3>
<p>Nach solch schwerer lyrischer und musikalischer Kost, lockern <strong>ELVENKING</strong> die Stimmung in der Halle wieder etwas auf. Mit ihrem folkigen Power Metal zählen die Italiener eher zu den <strong>Exoten im Line-Up des Ragnarök Festivals 2017</strong>. Dementsprechend finden sich auch eher verhältnismäßig wenig Zuschauer vor der Bühne ein. Die haben dafür umso mehr Spaß. Ich beobachte das Geschehen nur aus der Ferne&nbsp;und bereite mich innerlich auf <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> vor.&nbsp;</p>
<p>Dass die Österreicher einen absoluten Leckerbissen auf der Post-Black-Metal-Speisekarte darstellen, ist bei Weitem nicht nur meine Meinung. So ist der Platz vor der Bühne auch gerammelt voll, als die ersten Töne von <em>&#8222;Calling The Rain&#8220;</em> ertönen, dem Opener des aktuellen Albums &#8222;III: Trauma&#8220;. <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> verzichten, wie zuvor schon <strong>ANOMALIE&nbsp;</strong>(mit denen sie auch einige Bandmitglieder teilen), komplett auf Ansagen. Weniger reden, mehr spielen &#8211; sehr gut! Zwar wirken die Gitarren-Leads teilweise etwas zu leise, doch tut dies der melancholischen Atmosphäre keinen Abbruch. Dann entert <strong>FÄULNIS</strong>-Sänger <strong>Seuche</strong>&nbsp;noch die Bühne und steuert einen Gastpart bei. Ob man sich dabei derart selbstdarstellerisch vor dem Publikum auf der Box aufbauen muss, darf jeder für sich selbst entscheiden &#8230; Doch nun ab zum Headliner des ersten Tages!</p>
<h3>BEWEGUNGSFREIHEIT BEIM HEADLINER</h3>
<p><strong>INSOMNIUM</strong> haben für ihren Auftritt satte 70 Minuten zur Verfügung. Davon füllen sie die erste Hälfte komplett mit dem monumentalen Song/Album <em>&#8222;Winter&#8217;s Gate&#8220;</em>. Einfach großartig! Die zweite Hälfte des Sets prägen Stücke wie<em> &#8222;While We Sleep&#8220;</em> und <em>&#8222;The Promethean Song&#8220;</em>, die stärker im Melo Death verankert sind und auch Raum zum Headbangen bieten. Freut mich wie Schnitzel! (Und lässt mich den volltrunkenen Deppen neben mir gekonnt ignorieren.) Leider scheint auch diese eher &#8222;exotische&#8220; Band das Gros der gut 4500 Ragnarök-Besucher nicht so richtig vom Hocker zu reißen, denn für einen Headliner-Auftritt habe ich doch überdurchschnittlich viel Bewegungsfreiheit vor der Bühne. Etwas schade, aber wer dabei ist, hat mit <strong>INSOMINUM</strong> definitiv Freude!&nbsp;</p>
<p>Im gleichen Maße wie sich der Tag dem Ende neigt, schwinden auch meine Kräfte. <strong>FINSTERFORST</strong>s sowie&nbsp;<strong>DORNENREICHs</strong> Akustik-Show verfolge ich nur noch marginal. Letztgenannte stehen mit ihrem &#8222;normalen&#8220; Auftritt zudem am nächsten Tag ein zweites Mal auf der Running Order. Wies war? Das erzählt euch <strong>Mich</strong> im zweiten Teil&nbsp;unseres Berichts vom <strong>Ragnarök Festival 2017</strong>. Außerdem u.a. mit dabei: <strong>PRIMORDIAL</strong>,<strong> DARK FUNERAL</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>BLACK MESSIAH</strong> und der allerletzte Auftritt von <strong>TODTGELICHTER</strong>. Seid gespannt!</p>
<h3>FAZIT</h3>
<p>Mein erstes <strong>Ragnarök Festival</strong>&nbsp;wird keinesfalls mein letztes gewesen sein. Auch wenn nicht jede Band meinen Geschmack getroffen hat, so waren neben meinen persönlichen Highlights <strong>FJOERGYN</strong>, <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> und <strong>INSOMNIUM</strong>&nbsp;doch einige Perlen dabei, mit denen ich mich noch ausführlicher beschäftigen werde. Die Stadthalle Lichtenfels ist eine wunderbare Location, die kurze Wege zwischen Bühnen,&nbsp;Essens- und Merch-Ständen, dem Parkplatz sowie dem Campingplatz ermöglicht. Zudem ist&nbsp;im April die Schlafhalle ein nicht zu unterschätzender Bonus. Auch wenn uns Schnee erspart blieb, so war das Indoor-Schlafen&nbsp;für mich Endzwanziger schon eine feine Sache.</p>
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