<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>geisterasche Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/geisterasche/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/geisterasche/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Jun 2017 16:30:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>geisterasche Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/geisterasche/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Mehr als nur Panik &#8211; F41.0 im Interview</title>
		<link>https://silence-magazin.de/mehr-als-nur-panik-f41-0-im-interview/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mehr-als-nur-panik-f41-0-im-interview</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/mehr-als-nur-panik-f41-0-im-interview/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 06:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Depressive]]></category>
		<category><![CDATA[f41.0]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[lunar aurora]]></category>
		<category><![CDATA[Nagelfar]]></category>
		<category><![CDATA[narvik]]></category>
		<category><![CDATA[tief]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=18573</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich vom aktuellen Album „Bürde“ des Black Metal-Projekts F41.0 mehr als positiv überrascht wurde, ergab sich die Gelegenheit, Mastermind Hysteriis Hintergründe zur Band, dem aktuellen Werk und dem Stand der Dinge in Sachen (Untergrund)-Musik zu entlocken. &#160; Aus der Asche S: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mehr-als-nur-panik-f41-0-im-interview/">Mehr als nur Panik &#8211; F41.0 im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Nachdem ich vom aktuellen Album <span style="color: #000000;"><a href="https://silence-magazin.de/die-buerde-voranzuschreiten-f41-0/">„Bürde“</a></span> des Black Metal-Projekts F41.0 mehr als positiv überrascht wurde, ergab sich die Gelegenheit, Mastermind Hysteriis Hintergründe zur Band, dem aktuellen Werk und dem Stand der Dinge in Sachen (Untergrund)-Musik zu entlocken.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Aus der Asche</h2>
<p align="LEFT"><strong><em>S</em>: </strong><strong>Hallo Hysteriis. Glückwunsch zur Veröffentlichung von „Bürde“! Ich hoffe, das Album bekam bisher einiges an Aufmerksamkeit und Promotion. Wie zufrieden bist du mit dem Endresultat und wie schaut das Feedback aus, das du bis jetzt bekommen hast, sowohl von Fans als auch der Fachpresse?</strong></p>
<p><strong>Hysteriis (H. im Folgenden):</strong> Grüße dich. Die meisten Rezensionen werden wohl erst nach und nach veröffentlicht werden, weshalb ich jetzt nur einen groben Überblick darüber habe, wie das Album von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Das, was ich allerdings bisher lesen konnte oder mir von Menschen aus meinem Bekanntenkreis herangetragen wurde, war bislang ausschließlich positiver Natur. Externe Wahnehmung spielt für mein Verhältnis zu dem was ich tue allerdings keine Rolle.<br />
Ich bin einerseits heilfroh, dass ich den für mich doch sehr kräftezehrenden Akt des Entstehungsprozesses mit der Veröffentlichung endlich abschließen konnte. Andererseits bin ich auch stolz darauf das, was ich beim Schreiben des Materials im Kopf hatte, nahezu 1:1 umgesetzt zu haben. Das ist das Wichtigste.</p>
<p><strong><em>S</em>: Kannst du unseren Lesern einen kurzen Abriss zur Bandgeschichte geben und die Grundintention des Schaffens von F41.0 erläutern?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Ich habe das Projekt 2007 ursprünglich ins Leben gerufen, um mir ein notwendiges Ventil neben meinen “Hauptbands” <strong>ATRAS CINERIS</strong> und <strong>KRATEIN</strong> zu verschaffen. Ich hatte im Laufe der Zeit ein paar ziemlich obskure und persönliche Songs geschrieben, welche nicht für etwaige Studioaufnahmen oder gar eine Veröffentlichung in Frage kommen sollten. Dank einiger Freunde, welche mich über Jahre hinweg immer wieder dazu anstachelten, mir einen Ruck zu geben, entschloß ich mich dann doch zum Gegenteil. So erschien das Debütalbum “Near Life Experiences” über ein kleines, kurzlebigs Label namens “Empyre Music” im Jahre 2013. Meine Hauptband <strong>ATRAS CINERIS</strong> hatte sich zwischenzeitlich aufgelöst und so begann ich daraufhin, die Arbeiten an <strong>F41.0</strong> zu intensivieren. Es folgten erste Livekonzerte und im Jahr 2015 begann ich mit den Aufnahmen zum Nachfolger “BÜRDE”. Das Album wurde am 19.05.2017 von der Geisterasche Organisation veröffentlicht.</p>
<p><strong><em>S</em>: Warum ist die F41.0 DER passende Name für diese Musik?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Weil Musik, Texte und Artwork das verkörpern, was unter dem ICD „F41.0“ klassifiziert wird.</p>
<p><strong><em>S</em>: Wie kam es dazu, dass dein Projekt beim Geisterasche Label gelandet ist?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Wir kamen vor ein paar Jahren durch mein Mitwirken bei <strong>KRATEIN</strong> in Kontakt und darauf basierend ist man sich auf Konzerten oder anderen Gelegenheiten immer mal wieder über den Weg gelaufen. Irgendwann erhielt ich von ihnen (Geisterasche Organisation &#8211; Anm. d. Redaktion) die Anfrage, ob ich mir vorstellen könne, mit <strong>F41.0</strong> bei einem der von ihnen organisierten Konzerte aufzutreten. Was ich nach kurzer Überlegung auch in Angriff nahm. Wir verfolgten unsere Wege weiter und so wurde ich relativ schnell nach Gründung ihres Labels gefragt, ob ich Interesse daran hätte, ihrem “Stall” beizutreten. So kam dann eins zum anderen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/JaXI_RRQ9sQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Bürde</h2>
<p><strong><em>S</em>: Steigen wir nun tiefer in den Kontext von „Bürde“ ein. Wie verliefen die Aufnahmen? Waren die vielen Gastbeiträge von vornherein geplant oder ergab sich dies auf natürliche Art und Weise im Fortschritt der kompletten Produktion?</strong></p>
<p><strong>H.:</strong> Die Aufnahmen waren ebenso inspirierend wie auslaugend, wenn ich ehrlich sein soll. Das Album ist in vier verschiedenen Studios und Städten entstanden und rein organisatorisch war es dabei nicht immer ganz einfach, alles reibungslos vonstatten gehen zu lassen. Die kreative Energie, die der aufwändige Aufnahmeprozess in Gang gesetzt hat, war für mich allerdings ungleich stärker zu spüren als gewohnt. Wir haben uns gerade bei den Drum- und Gitarrenaufnahmen ungemein viel Zeit dafür genommen, das richtige Soundgewand für die Stücke zu finden. Und auch der von dir angesprochene Einsatz von Gastmusikern war elementarer Bestandteil dieses Prozesses.<br />
Der ursprüngliche Ansatz bestand dabei sogar darin, jedes der sechs Stücke von einem anderen Sänger intonieren zu lassen. Die Idee hinter dem Album hatte danach geschrien, von sechs abweichenden Protagonisten herausgetragen zu werden. Je weiter die Aufnahmen jedoch fortgeschritten waren, desto klarer wurde, dass der rote Faden des Albums mit diesem Vorhaben zu sehr Gefahr lief, verloren zu gehen. Also entschloß ich mich, das Ganze auf (immer noch stolze) vier Gastsänger zu reduzieren um den Songs mehr Raum zu geben. Im Nachhinein sicherlich die richtige Entscheidung, denke ich.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ich lese in den Texten viel Sehnsucht nach einem anderen (Gemüts-)zustand, als dem Vorherrschenden, einem Blick in die „Ferne“ und viel Leid, welches hinausgeschrien wird, heraus. Was ist für dich die „Bürde“, die du auf dem Album beschreibst?</strong></p>
<p><strong>H.:</strong> Die von dir genannten Attribute sind mit Sicherheit Teilaspekte der Thematik, ja. Grob gesagt befasst sich “BÜRDE” vor allem mit dem Gefühl des Ausgeliefertseins und unfreiwilliger Passivität, wenn du so willst. Jedes Stück steht dabei im klaren Kontext dieses Grundgedankens, auch wenn sich die jeweiligen Songs inhaltlich stark voneinander abgrenzen. Dir bleibt also, so ausgelutscht es auch klingen mag, bewusst Interpretationsspielraum zum Beantworten dieser Frage. Wir haben uns dennoch dazu entschieden, die Texte des Albums dieses Mal abzudrucken, um einen genaueren Einblick in die lyrische Seite gewinnen zu können. Ich glaube auch, dass “BÜRDE” vor allem von seiner Gesamtheit in Ton, Bild und Wort lebt.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ich empfinde das Cover- und Albumartwork als sehr stimmig. Was war die Intention, welche du mit dem Artwork ausdrücken wolltest und wie genau entspricht das Endresultat deinen ursprünglichen Vorstellungen?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Mir war wichtig, die lyrischen Inhalte in ein möglichst vielschichtiges, handgemaltes Cover gepackt zu wissen. Ich habe der von mir sehr geschätzten Künstlerin <strong>WAEIK</strong> daraufhin nur ein paar wage Informationen dazu gegeben, was “BÜRDE” inhaltlich darstellt und ihr bewusst allen Freiraum zur Gestaltung gelassen. Was letzten Endes dabei herausgekommen ist, spricht für sich, denke ich.</p>
<blockquote>
<p align="LEFT">Ich bin immer noch sprachlos, wenn ich das Gemälde sehe &#8230;</p>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Plant ihr das Album live umzusetzen und gibt es dazu spezielle Ideen? Wie kann sich der Leser allgemein einen Auftritt von F41.0 vorstellen?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Ich denke nicht, dass wir das Album in Gänze spielen und unsere Auftritte dementsprechend abstimmen werden.<em> “Kokytos”</em> und <em>“E.V.A.”</em> sind aber bereits länger Teil unserer Setlist, und auch wenn ein paar Stücke des Debüts live nicht wegzudenken sind, werden wir sicherlich ein paar weitere Songs von “BÜRDE” mit einbauen.<br />
Auftritte von <strong>F41.0</strong> sind optisch eher unspektakulär. Keine “Rituale” oder Zeremonien, keine Kerzen oder sonstigen Schnickschnack. Wir halten es optisch pechschwarz und in der Darbietung energetisch!</p>
<p align="LEFT"><strong><em>S</em>: Wie sehen deine Wünsche und Vorstellungen für das weitere Wirken von F41.0 aus?</strong></p>
<p><strong>H.:</strong> Die nahe Zukunft von <strong>F41.0</strong> ist tatsächlich schon ziemlich konkret, weshalb weiterführende Vorstellungen zu sehr in der Ferne liegen, als das ich mich mit ihnen beschäftigen wollte. Wir werden versuchen, das neue Material endlich live vorstellen zu können. Danach sind Aufnahmen für eine Split-Veröffentlichung geplant. Parallel arbeite ich am Nachfolger von “BÜRDE”, welcher &#8211; Stand jetzt &#8211; wieder etwas ungezügelter und rauer als das aktuelle Album auszufallen scheint. Aber auch wenn bereits einige Songs geschrieben wurden, werde ich dem Material die Zeit geben, die es braucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/f67fYazWMYY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Von Konzeptalben und dem Loslassen weltlicher Dinge</h2>
<p><strong><em>S</em>: Im letzten Interviewsegment bitte ich dich aus Sicht des Metalhörers bzw. -liebhabers zu antworten. Wie wichtig sind dir als Konsument Texte im Metal bzw. allgemein in der Musik? Ich habe den Eindruck und ertappe mich leider selbst oft genug dabei, dass ich den Texten zu wenig Beachtung schenke.</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Das ist auch immer eine Frage der Stilistik, denke ich. Es gibt einige Metalalben, die erst durch genanntes Zusammenwirken von Songs, Artwork und Texten interessant werden. Wenn die Idee hinter diesen Veröffentlichungen mein Interesse weckt, bin ich automatisch von der lyrischen Seite ebenso gefesselt wie von der musikalischen. Konzeptalben, wie beispielsweise “Zyklus” von<strong> LUNAR AURORA</strong> oder<strong> NAGELFAR</strong>s “Srontgorrth” werden für mich jedenfalls ewig eine Sonderrolle genießen.<br />
Ich kann mich aber natürlich auch für Kapellen begeistern, deren Texte absolut trivial oder uninteressant sind. Gerade im Metalbereich würde man wohl manche Perle unfreiwillig übergehen, wenn man sich rein auf die Texte konzentriert. Da geht es dann aber auch meist eher darum, die aktuelle Stimmung mit dieser “trivialen” Musik zu untermauern. Konzeptalben schaffen es, im Gegenzug meine Stimmung maßgeblich zu prägen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Was ist deine Meinung zu politischen Themen in der Musik? Hat dies eine Berechtigung oder sollte und kann Kunst überhaupt unpolitisch sein (unabhängig vom &#8222;Rechts/Links&#8220; Thema bzw. Schema)?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Gute Frage, zu der ich eigentlich keinen festen Standpunkt meinerseits nennen kann. Politisch motivierte Kunst begegnet uns ja seit Jahrhunderten kontinuierlich als mehr oder weniger dezentes Stilmittel zur Kritikäußerung. Die Wirkung zielgerichteter, politisch motivierter Kunst ist sicher nicht zu unterschätzen und Musikrichtungen wie Punkrock waren maßgeblich zur Gestaltung der heutigen musikalischen Strömungen mitverantwortlich.<br />
Ich selbst kann mit polit- oder sozialkritischen Inhalten in der Musik allerdings recht wenig anfangen, um ehrlich zu sein. Musik bietet an sich eine großartige Plattform sich von diesseitigen, greifbaren Umständen zu lösen, weshalb ich dieses Mittel niemals dafür nutzen könnte, meinen Wahl-O-Mat zu vertonen.<br />
Das ist auch einer der Gründe, warum ich Konzertanfragen zusammen mit klar rechts- oder linksorientierten Bands seit jeher ablehne und diese strikte Linie auch beibehalte. <strong>F41.0</strong> sieht sich nicht als Teil der Bewegung, die ihre privaten politischen wie sozialen Ansichten in die Öffentlichkeit trägt.</p>
<p><strong><em>S</em>: Interessiert dich die (Black) Metalszene und wenn ja, ist diese in deiner Region präsent und produktiv?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.:</strong> Das ist immer so eine Sache. Ich interessiere mich sicherlich nicht für den neuesten Tratsch und Klatsch über Musiker XX oder Blogger XY. Ich besuche allerdings immer noch sehr gerne Black-Metal-Konzerte und pflege Kontakte zu den Menschen, die es mir wert sind. Baden-Württemberg bietet bekanntlich jede Menge interessanter Black-Metal-Bands, auf die man an dieser Stelle sicherlich nicht gesondert eingehen muss. Aus direktem Dunstkreis lassen sich allerdings sicherlich<strong> SIGNUM: KARG</strong> und <strong>NARVIK</strong> nennen, welche nun seit einiger Zeit hochwertige Musik veröffentlichen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Rein hypothetisch – mit welchem Künstler würdest du liebend gern einmal zusammenarbeiten?</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>H.: A. Meilenwald</strong> (ehemals <strong>NAGELFAR</strong>, heute <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong>) habe ich stets für sein Songwriting bewundert. Selbiges gilt für <strong>Vindsval</strong> von <strong>BLUT AUS NORD</strong>. Vor zehn Jahren hätte sicherlich auch <strong>Matt Bellamy</strong> von <strong>MUSE</strong> dazu gezählt. Heute würde dabei wohl eher eine ungemein kitschige Elektropop-Nummer herauskommen, haha.</p>
<p><strong><em>S</em>: Zum Abschluss möchte ich dich bitten, 3 Alben/Bands zu nennen, die dich in der letzten Zeit begeistert haben und die du uns ans Herz legen möchtest.</strong></p>
<p><strong>H.:</strong> Kurz und schmerzlos, ohne Angabe von Gründen:</p>
<p align="LEFT"><strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> – &#8222;Exuvia&#8220;<br />
<strong>MGLA</strong> – &#8222;Exercises in Futility&#8220;<br />
<strong>BETHLEHEM</strong> – &#8222;Bethlehem&#8220;</p>
<p><strong><em>S</em>: Ich danke dir sehr für das Interview und wünsche dir/euch weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit dem Album!</strong></p>
<p><strong>H.:</strong> Vielen Dank für dein Interesse.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mehr-als-nur-panik-f41-0-im-interview/">Mehr als nur Panik &#8211; F41.0 im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/mehr-als-nur-panik-f41-0-im-interview/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Bürde, voranzuschreiten &#8211; F41.0</title>
		<link>https://silence-magazin.de/die-buerde-voranzuschreiten-f41-0/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-buerde-voranzuschreiten-f41-0</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/die-buerde-voranzuschreiten-f41-0/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2017 10:48:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[agrypnie]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Depressive]]></category>
		<category><![CDATA[f41.0]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[Post Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Todtgelichter]]></category>
		<category><![CDATA[Voices]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=17739</guid>

					<description><![CDATA[<p>F41.0 – Bürde Veröffentlichungsdatum: 19.05.2017 Dauer: 46 Min. Label: Geisterasche Organisation Stil: (Post-Depressive) Black Metal Panik. Ein Gefühl, welches sicher fast jedem vertraut ist &#8211; in schwierigen Situationen etwa, in denen man Hilflosigkeit spürt und mit einer scheinbar aussichtslosen Situation gnadenlos konfrontiert ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-buerde-voranzuschreiten-f41-0/">Die Bürde, voranzuschreiten &#8211; F41.0</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>F41.0</strong> – Bürde<br />
Veröffentlichungsdatum: 19.05.2017<br />
Dauer: 46 Min.<br />
Label: Geisterasche Organisation<br />
Stil: (Post-Depressive) Black Metal<span id="more-17739"></span></p>
<p>Panik. Ein Gefühl, welches sicher fast jedem vertraut ist &#8211; in schwierigen Situationen etwa, in denen man Hilflosigkeit spürt und mit einer scheinbar aussichtslosen Situation gnadenlos konfrontiert wird. Wo dies jedoch bei den meisten Menschen ein Ausnahmezustand ist, kann es bei Leuten, welche an einer sogenannten Panikstörung leiden, zum festen Bestandteil ihres Lebens werden. Im schlimmsten Falle führt dies zu einem häufig auftretenden Gefühl akuter Todesangt.</p>
<p>All das beschreibt <strong>F41.0</strong>. Eine psychisch diagnostische Klassifizierung nach dem ICD-10 System. Die hier vorgestellte Band um Mastermind <strong>Hysteriis</strong> kleidet sich mit diesem Namen und will auf ihrem zweiten Langspieler &#8222;Bürde&#8220; Verzweiflung, Last und scheinbar unendlichen Kummer in musikalische Form gießen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Entartet, verwittert, ausgezehrt</h3>
<p>Die deutsche Band<strong> F41.0</strong> konnte bei mir mit ihrem Debüt &#8222;Near Life Experiences&#8220; vor wenigen Jahren durchaus Aufmerksamkeit erregen. Schon damals klang der Black Metal des Projekts verzweifelt, gar depressiv, ohne jedoch in allzu typische Klangmuster des sogenannten Depressive Suicidal Black Metal zu verfallen. Eher setzte sich ein roher, aber dennoch sehr postiger Schwarzmetall durch, der auch auf dem aktuellen Album &#8222;Bürde&#8220; einen Großteil der Stilistik darstellt. Wo jedoch beim Erstlingswerk meiner Meinung nach die zu schwachbrüstige Produktion und der Drumcomputer einiges an Potenzial verwehrten, kann die Band diese Fehler auf ihrem Zweitling definitiv ausmerzen.</p>
<p>Der Opener<em> &#8222;Davor&#8220;</em> beginnt ruhig, baut sich langsam auf und besticht sofort durch eine wichtige und für mich durchaus herausstechende Stilistik. Viele Textzeilen werden mehrmals hintereinander wiederholt, intensiviert und auch im dynamischen Instrumentalspiel weitergehend dramatisiert. So etwa im Mantra: &#8222;Bleiernd ist mein Körper, taub und schwach meine Glieder&#8220; oder dem Titel des zweiten Stücks <em>&#8222;Entartet, verwittert, ausgezehrt&#8220;</em> kurz<em> &#8222;E.V.A.&#8220;</em>. Dieses Stilmittel findet im weiteren Albumverlauf immer wieder Verwendung.</p>
<p>Ein besonderes Detail dabei ist, dass auf dem Album mehrere Sänger mitwirken, wie etwa neben Fronter <strong>Hysteriis </strong>noch<strong> Frederic</strong>, von den sich langsam zu Grabe tragenden <strong>TODTGELICHTER</strong> und <strong>Schmied</strong> von <strong>MOR DAGOR</strong>. Diese vielen, im Klangcharakter durchaus verschiedenen Stimmen, verleihen der Gesangsdarbietung eine willkommene Abwechslung und gerade der des Öfteren eingesetzte gedoppelte Gesang ist großes Kino und wertet die Stücke gehörig auf.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px;">&nbsp;</div>
<h3>Pulsierende Klanglandschaften<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-18330" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-300x110.jpg" width="600" height="221" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-300x110.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-1024x377.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/18238572_1445559445514488_3785614018428850777_o-750x276.jpg 750w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></h3>
<p>Doch auch die instrumentale Seite des Albums braucht sich nicht zu verstecken. Neben häufig im Midtempo angesiedelte Parts, gibt es einige flotte Blasts und sehr nach vorn preschende Sequenzen, welche den immer wieder zwischen ruhigeren und harten Passagen wechselnden Fokus verlagern und variieren. Halb angezerrte Gitarren duellieren sich mit bösen Tremolo-Leads und erzeugen eine harsche, häufig verzweifelte und dennoch immer auch kämpferische Stimmung. Besonders gut gefällt mir dies im vorhin angesprochenen Opener <em>&#8222;Davor&#8220;</em>, dem sehr intensiven Titelstück <em>&#8222;Bürde&#8220;</em> und dem sehr epischen <em>&#8222;Alpha&#8220;</em>. Im Mittelteil des Albums kann die Intensität jedoch streckenweise nicht aufrecht erhalten werden. Zum Glück repräsentiert dies nur einen Bruchteil des Gesamtmaterials.</p>
<p>Zuweilen entsteht in mir der Eindruck das<strong> F41.0</strong> gekonnt zwei teils nur noch schwer vereinbarende Welten kombinieren. Zum einen den traditionellen Ansatz im Schwarzmetall und zum anderen eine hier selbstverständlich passende Form des Post Black Metal. Auf mich wirkt das Ganze homogen und Gegensätze vereinend, irgendwie schon beinahe avantgardistisch. Einfach ausgedrückt kam mir beim Hören auch immer wieder in den Sinn, dass <strong>F41.0</strong> wie eine rauere und etwas direktere Version von <strong>AGRYPNIE</strong> klingen, denn wie ihre Landsleute liegt der Fokus in der Produktion wie auch in der Darbietung mehr auf den Texten und dem Gesang, als es beim Gros der Dunkelkapellen der Fall ist.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-17775" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo-300x169.jpg" width="600" height="338" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/3540359910_photo.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" />Durch den Schleier</h3>
<p>Und ebenjene Produktion weiß durchaus zu gefallen. Die Instrumente klingen recht naturbelassen und die verschiedenen Gitarrenspuren sind stets klar herauszuhören. Das Schlagzeugspiel, welches übrigens ebenfalls von <strong>TODTGELICHTER</strong>-Mitglied <strong>Tentakel P.</strong> übernommen wurde, bekommt genug Raum im Mix ohne jedoch zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Gerade der oben angesprochene Gesang wurde interessant in den Gesamtsound integriert. Durch die verschiedenen Sänger und einige wenige zusätzliche Stimmfilter wird immer wieder mit dem Stereoeffekt gespielt, sodass mancher Gesang eher im Hintergrund rangiert und sich manches gequälte Geschreie sehr dominant in den Vordergrund drängt.</p>
<p>Die optische Gestaltung des Albums rundet den sehr guten Gesamteindruck angenehm ab. Dunkle Abgründe des menschlichen Seins und das Streben nach Idealen und Träumen gehen auf interessante Weise Hand in Hand und werden durch ein faszinierendes Artwork präsentiert, wobei das Cover nur ein Ausschnitt des Gesamtwerks darstellt.</p>
<p>&#8222;Bürde&#8220; ist somit eine mehr als gekonnte Weiterentwicklung, obwohl <strong>F41.0</strong> ihre Trademarks konsequent beibehalten. Es wurde effizient optimiert und dieses Rezept geht meiner Meinung nach vollends auf. Wirkliche Schwächen kann ich bis auf den etwas schwächeren Mittelteil der Platte nicht ausmachen und auf der Haben-Seite kann &#8222;Bürde&#8220; mit gutem Songwriting, einem interessanten lyrischen Ansatz und einer Menge Emotionen punkten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LXpRYibQYwE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/F410-162921373778308/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://geisterasche.bandcamp.com/album/f410-b-rde">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-buerde-voranzuschreiten-f41-0/">Die Bürde, voranzuschreiten &#8211; F41.0</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/die-buerde-voranzuschreiten-f41-0/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NEMESIS SOPOR im Interview</title>
		<link>https://silence-magazin.de/nemesis-sopor-im-interview/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nemesis-sopor-im-interview</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/nemesis-sopor-im-interview/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Mar 2017 06:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[concept]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[konzept]]></category>
		<category><![CDATA[nemesis sopor]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=14773</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich vor Kurzem das äußerst ambitionierte Drittwerk „MMXL“ der Dresdner Black Metaller NEMESIS SOPOR rezensierte, nutze ich Anfang März die Chance, in einem Gespräch mit Drummer und Songwriter F.K. und Gitarrist A.B. intensiver auf das interessante Konzept des Albums und einige ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nemesis-sopor-im-interview/">NEMESIS SOPOR im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor Kurzem das äußerst ambitionierte Drittwerk <a href="https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/">„MMXL“</a> der Dresdner Black Metaller <strong>NEMESIS SOPOR</strong> rezensierte, nutze ich Anfang März die Chance, in einem Gespräch mit Drummer und Songwriter <strong>F.K.</strong> und Gitarrist <strong>A.B.</strong> intensiver auf das interessante Konzept des Albums und einige weiterführende Themen einzugehen. Aufgrund der &#8222;etwas&#8220; ausgearteten Länge des Interviews, präsentiere ich euch im Folgenden die wichtigsten Ausschnitte aus diesem sehr interessanten Gespräch.</p>
<h2>Zum Glück in die Zukunft</h2>
<h4><em>SILENCE-MAGAZIN</em> (im Folgenden abgekürzt mit <em>S.-M.</em> ): Zuallererst Glückwunsch zur Veröffentlichung! Ich hoffe das Album bekam bisher Einiges an Aufmerksamkeit. Wie schaut das bisherige Feedback aus, das ihr bekommen habt?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Danke erstmal! Am Anfang dauerte es ein wenig, bis Reviews ins Haus kamen. In den letzten Tagen kamen jedoch einige, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Diese waren durchgehend positiv, da können wir uns nicht beschweren. Ich fände es gut, wenn noch ein paar internationale Besprechungen nachkommen würden.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Das Pressefeedback wird sich höchstwahrscheinlich eher auf nationaler Ebene bewegen.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Mit dem was aber bisher reinkam, sind wir definitiv zufrieden.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Ich finde die Hauptsache ist jedoch, dass man selbst mit dem zufrieden ist was man geschaffen hat. Wenn es zusätzlich anderen Leuten gefällt, ist das eine schöne Sache.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Also seid ihr mit dem Endprodukt des Albums insgesamt glücklich?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Eigentlich schon. Wir haben uns mit den Aufnahmen, dem Songwriting und auch der letztendlichen Veröffentlichung die Zeit genommen, die wir brauchten. Deshalb sind es auch schon wieder 3 Jahre seit dem letzten Album. Ich persönlich bin sehr zufrieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Könnt ihr unseren Lesern einen kurzen Abriss zur Bandhistorie geben und euch kurz vorstellen?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> 2008 habe ich gemeinsam mit unserem Bassisten <strong>F.N.</strong> die Band gegründet. Wir wussten, dass wir Black Metal spielen wollten. Mehr war uns zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht klar. Wir versuchten dann ein erstes vollständiges Line-Up auf die Beine zu stellen und fanden<strong> A.R.</strong> an der Gitarre und <strong>M.S.</strong> am Gesang.  Eine ganze Weile haben wir dann zunächst versucht unseren Weg zu finden und ausprobiert, wie wir am besten funktionieren &#8211; auch in Sachen Songwriting und Aufgabenverteilung. 2010 stieß noch<strong> A.B.</strong> zu uns, nachdem wir ihn auf einem Konzert von <strong>VERDUNKELN</strong> in Leipzig kennenlernten und relativ spontan fragten ob er mitmachen wolle.</p>
<p>2011 kam dann über &#8222;Der neue Weg Productions&#8220; unser Debütalbum &#8222;Wurzelloser Geist&#8220; heraus. Damals war es ein starkes Gefühl, alles selbst gemacht zu haben. Die Aufnahmen verliefen auch reibungslos. Ich hätte es mir nicht so leicht vorgestellt die ersten Schritte zu machen. Das Album war auch relativ schnell beim Label ausverkauft. Von Gitarrist<strong> A.R.</strong> trennten wir uns jedoch relativ bald nach dem Albumrelease wieder. Den Posten übernahm kurz danach<strong> R.S.</strong>, welcher uns sowohl musikalisch als auch zwischenmenschlich seitdem sehr bereichert. Danach realisierten wir 2013 eine Split mit<strong> DRENGSKAPUR</strong>, welche wir bei einem Gig kennenlernten und zu denen schnell eine freundschaftliche Verbindung entstand.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Bei dem ein oder anderen Bier hatten wir uns wohl in überschwänglicher Laune dazu entschieden, dieses Projekt umzusetzen. (Gelächter) Wir wollten die Songs vom ersten Album, die uns als die stärksten erschienen, nochmal etwas besser und druckvoller auf CD bannen. Dazu gab es mit <em>&#8222;Der blinde Wanderer&#8220;</em> noch einen exklusiven Song, der uns sehr am Herzen lag.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> 2014 erschien mit &#8222;Glas&#8220; unser zweites Album. In dieser Zeit zeichnete sich ab, dass Sänger<strong> M.S.</strong> aussteigen wollte. Nach einem abschließenden Konzert bei der zweiten Auflage der Herbstnacht in Dresden im Jahr 2015, verließ er die Band schlussendlich. Den Gesang übernimmt seitdem Gitarrist<strong> R.S.</strong> und wir sind sehr zufrieden mit seiner Leistung und empfinden das Bandgefüge in der momentanen Viererbesetzung als sehr angenehm und produktiv.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Wie kam es dazu, dass ihr beim Geisterasche Label gelandet seid? Ich erinnere mich daran, dass ihr bisher eher eine DIY-Attitüde an den Tag gelegt habt.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Nachdem wir bei unserem Zweitwerk &#8222;Glas&#8220; alles selbst gemacht hatten, dachte ich, dass wir auch dieses Mal allein sehr gut klarkommen würden und gewisse Arbeitsprozesse weiterhin optimiert werden könnten. Wir wurden dann jedoch direkt vom Label Geisterasche angefragt ob wir nicht gewillt wären zukünftig auf dem Label zu veröffentlichen. Diese Initiative gefiel uns sehr. Als &#8222;MMXL&#8220; dann konkrete Formen annahm, merkten wir, dass unsere Vorstellungen von der Produktion und der Aufmachung allein finanziell nur schwierig umzusetzen waren. Zusätzlich war die Promotion ein Faktor, welcher von einem Label wohl besser umgesetzt werden konnte als von uns allein als relativ unbekannte Band. Bei &#8222;Glas&#8220; unterschätzen wir den Wert von Werbung, da wir zwar nicht mit der Vorstellung rangehen großartig Geld damit zu verdienen, aber dennoch möchten, dass dem Album auch angemessene Aufmerksamkeit zuteil wird und wir die Produktionskosten zumindest gern wieder einspielen würden. Deshalb war es schön zu wissen, dass wir mit Geisterasche einen Partner gefunden hatten, der uns dabei ordentlich unter die Arme greift und diese Faktoren betreffend ein gutes Konzept hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Wie verliefen die Aufnahmen? F.K., du hast ja selbst mit Tiefenlaut Audio ein kleines Tonstudio – konntet ihr eure Vorstellungen sowohl im songwriterischen als auch soundtechnischen Sinne umsetzen?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Die Recordings verliefen, dadurch das wir mittlerweile sowohl als Musiker als auch ich als Produzent erfahrener sind, zufriedenstellend und wesentlich schneller als in der Vergangenheit. Durch das kontinuierliche Ausarbeiten der Songs über einen längeren Zeitraum waren wir sehr gut eingespielt und konnten schnell die vielen verschiedenen Spuren aufnehmen. Bei den Gitarren dauerte es ein wenig länger, da wir relativ perfektionistisch an die Sache rangegangen sind und häufig den Eindruck hatten, dass wir diese oder jene Stelle nochmals und nochmals aufnehmen sollten, sodass das Endprodukt wirklich vollends unseren Vorstellungen entsprach.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Man weiß auch mittlerweile besser, wo gewisse Schwierigkeiten liegen könnten und bereitet sich dementsprechend noch besser darauf vor.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Mit dem Sound sind wir auch sehr zufrieden, da sich der Mix über einen langen Zeitraum entwickelt hat und wir uns die verschiedenen Aufnahmen immer wieder hin und her geschickt haben, um diese abzugleichen. Ich habe mir auch bewusst gewisse Pausen genommen, in denen ich das Material überhaupt nicht hörte, da man sich sonst irgendwann darin verliert und nur noch schwerer beurteilen kann, was jetzt stimmig ist oder eben nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14809 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/12715911_1075220782540858_5134589941495881749_o-300x227.jpg" width="500" height="379" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/12715911_1075220782540858_5134589941495881749_o-300x227.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/12715911_1075220782540858_5134589941495881749_o-1024x775.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/12715911_1075220782540858_5134589941495881749_o-750x568.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/12715911_1075220782540858_5134589941495881749_o.jpg 1434w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<h2></h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zwischen Kunst und Wissenschaft</h2>
<h4><em>S.-M.</em>: Kommen wir zum überaus interessanten wie auch fordernden inhaltlichen Konzept. Ich muss gestehen, das ich mir daran ein wenig die Zähne ausbeiße. Das Konzept der künstlichen Superintelligenz ist ja zum Einen große Science-Fiction und wird zum anderen mit immer schnelleren Schritten Realität. Wie kamt ihr darauf?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Ein Bekannter schickte mir einen wissenschaftlichen Artikel zu dem Thema. Da mir die Thematik selbst noch nicht so bewusst war, war ich vom Inhalt sehr überrascht. Speziell der Fakt, dass der Zeitpunkt, an dem diese künstliche Superintelligenz technologisch erreicht sein wird, gar nicht mehr so weit in der Zukunft liegt. Hinzu kommt, dass die Prognosen von Experten meist nur in Richtung zweier extrem entgegengesetzer Vorstellungen gehen. Zum einen ein paradiesischer Zustand im Einklang mit der künstlichen Intelligenz und zum anderen die komplette Vernichtung der Zivilisation. Das war für mich wie ein Funke, der sich entzündete und meine Kreativität anregte. Das Konzept für die Platte plante ich dann relativ schnell durch, um zu wissen was in den jeweiligen Liedern passieren soll und wie diese zu klingen hätten. Davor stand bis zu dem Zeitpunkt nur der Opener <em>&#8222;Untertan&#8220;</em> in einer rein instrumentalen Version.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Welchen Anspruch hattest du daran dieses Konzept lyrisch umzusetzen? Ging es um eine weitläufige und umfassende Betrachtung dieser Thematik oder eher um eine dramatische und poetische Interpretation?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Natürlich kann man das Thema im Rahmen eines Albums nur schwer umfassend darstellen. Dazu ist die Thematik einfach zu komplex. Wichtig war mir, dass die künstlerische Beschäftigung dem Hörer Denkanstöße in verschiedene Richtungen geben kann. Der künstlerische Anspruch war, den Grundgedanken des Liedes im konzeptionellen Rahmen dann durch das Wort und die Musik für uns stilistisch passend zu verpacken. Wir sind numal in der Band alle studiert und da ist dies ja ein passendes Thema für eine &#8222;studierte&#8220; Band. (Gelächter in der Runde)</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Nichtsdestotrotz eine Frage, die sich viele Leute schon seit langer Zeit stellen. Diese Vision ist ja keine neue und in der Populärkultur verankert. Egal ob in &#8222;Terminator&#8220; oder Romanen von <strong>H.G. Wells</strong>, es wird immer wieder die Gefahr/potenzielle Angst durch die Technologisierung angesprochen. Eine Gefahr, die die Menschen umtreibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong><em>S.-M.</em>:</strong> Der Gedanke, der mir gerade kam: Man hat in der Musik oder in der Kunst im Allgemeinen eine gute Möglichkeit, eine Thematik mehr auf die Gefühlsebene zu bringen. Speziell durch düstere, harsche Musik kann hierbei ein Gefühl der Machtlosigkeit und Verzweiflung erzeugt werden.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Genauso nimmt es wahrscheinlich fast jeder wahr. Es hat bei mir, als ich den Artikel las und mich mit der Thematik beschäftigte, etwas ausgelöst und vielleicht gewisse Urängste geweckt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Steht für euch der Inhalt der Texte selbstredend oder verbirgt sich dahinter eine Aussage/Meinung was die Menschheit im Kontext dieser Thematik erwartet?</h4>
<p><strong>A.B.:</strong> Das Warnen überlassen wir den Experten, die sich intensiv damit beschäftigen. Es ist denk ich einfach ein interessantes Konzept, welches gut mit dieser Art von Musik harmoniert.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Man erkennt auf dem Album sehr gut, wenn man sich <em>&#8222;Herrscher&#8220;</em> und<em> &#8222;Despot&#8220;</em> anhört, sehr gegensätzliche Ansichten zu einem Aspekt, die dadurch unterschiedliche Schlüsse zulassen. Zwei Bezeichnungen und Sichtweisen für eine Machtposition.</p>
<p>In einigen Reviews lasen wir, dass das Album insgesamt auf die Rezensenten sehr düster wirkt. Den Eindruck haben wir gar nicht und erkennen so einige &#8222;helle&#8220; Punkte sowohl im musikalischen wie auch im textlichen Bereich. Der Mensch ist die Ausgangsfigur und alles was sich anschließt sind Visionen, Utopien und reine Prognosen. <em>&#8222;Untertan&#8220;</em> könnte somit auch bedeuten, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern nur eine notwendige Zwischenstufe um eine höhere Intelligenz zu ermöglichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Vd2_HGsde6E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Rostrot</h2>
<h4><em>S.-M.</em>: Ich finde das Cover- und Albumartwork sehr stimmig. Zum Cover selbst habe ich zwei Interpretationen. Zum einen, die einer nur schwer erkennbaren Gestalt, welche in einem Sog aus Materie verschlungen wird und zum anderen Bezug nehmend auf das letzte Stück der Platte <em>&#8222;Zeit der Sterne&#8220;</em>, dass diese Figur die Menschheit darstellt, die durch immer weiter voranschreitende Digitalisierung und Technologisierung langsam zu einer gleichförmigen Masse wird, was schlussendlich zum Verlust der eigenen Identität führt. Was war eure Intention mit dem Artwork und wie genau entspricht das finale Artwork von Cadaversky euren Vorstellungen?</h4>
<p><strong>A.B.:</strong> Für die Interpretation müsstest du dich an den Künstler (<strong>Cadaversky</strong>) selbst wenden.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Ich habe dem Künstler gewisse Vorgaben gemacht und ihm das Konzept erläutert, ihn jedoch gebeten ein Cover zu gestalten, das sehr verschieden auslegbar sein soll. So kann man, wie es eben jene unterschiedlichen Pole in den Prognosen gibt, sowohl positive als auch negative Dinge in die Gestaltung interpretieren.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Auf mich wirkt es mechanisch. Wie verrottende Metallstrukturen und viel Rost.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Der Künstler hat bis auf das Promofoto auch die anderen Elemente des Layouts gestaltet und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. <strong>Maks Pallas</strong>, der die Fotos von uns geschossen hat, hat zudem auch sehr gute Arbeit abgeliefert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Ich empfinde eure Texte als sehr bildhaft und dennoch abstrakt. Könnt ihr mir in diesem Zusammenhang den Liedtitel <em>&#8222;Atarax&#8220;</em> erklären? Ich kannte dies bis jetzt nur als medizinischen Wirkstoff zur Angstlösung.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Es bezieht sich auf das altgriechische Wort &#8222;Ataraxie&#8220;, welches grob eine komplette Seelenruhe beschreibt. Der Titel schwebte mir schon seit langer Zeit im Kopf herum und ich wollte ein Stück machen, welches diesen Namen tragen sollte. Im Albumkontext könnte &#8222;Ataraxie&#8220; eine Verschmelzung von Mensch und Maschine darstellen, in dem die dann gegebene Realität einfach akzeptiert und anerkannt wird. Die Entwicklung dahin ist eh nur schwer aufzuhalten. Es ist vielleicht eine Sache, mit der wir uns auch jetzt schon abfinden müssen und eher versuchen sollten, diese in eine positive Richtung zu lenken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Wie wichtig sind euch als Hörer und Konsument Texte im Metal bzw. allgemein in der Musik? Ich habe den Eindruck und ertappe mich selbst ab und zu dabei, dass ich den Texten relativ wenig Beachtung schenke.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> So bin ich häufig selber auch. Man hat einerseits einen hohen Anspruch als Konsument an die Musik, ist andererseits jedoch meist nicht gewillt, sich wirklich tiefer mit der Materie auseinanderzusetzen. Mir fallen dabei vor allem immer die Extreme auf. Bands oder Texte im Allgemeinen, welche total klischeebehaftet oder einfach gesagt belanglos sind.</p>
<p>In unserem Fall haben wir durch das Gesamtkonzept des Albums schon von vornherein einen höheren Stellenwert bei den Texten und so kann sich der Hörer vielleicht durch das Vorgegebene etwas konkreter vorstellen, um was es geht. Andererseits ist es denke ich häufig auch einfach schwer, etwas mit kryptischen Texten anzufangen. Ein Vorteil ist allerdings, dass man als Hörer immer selbst seine eigenne Bedeutung und Gedanken hineingeben kann. Dafür muss man sich natürlich intensiv mit dem Material auseinandersetzen, wozu man häufig nicht die Zeit und Energie hat.</p>
<p>Das erkenne ich auch bei Reviews und Interviews, die nur an der Oberfläche kratzen und gar nicht auf den eigentlichen Inhalt eingehen. Klar steckt auch nicht immer so viel hinter einer Musik oder einem Album, aber die Künstler bringen da ganz persönliche Empfindungen ein und kehren nicht selten ihr Innerstes nach außen. Dies ist für die Außenstehenden teils schwierig zugänglich, bietet aber auch die Chance auf einen guten Zugang zum Material. Heutzutage ist aber auch alles so schnelllebig, dass dazu einfach vielen die Zeit fehlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Nun hattet ihr Mitte Februar euren Releasegig in Würzburg. Warum als Dresdner Band in Würzburg? Wie verlief der Auftritt?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Das hat der Labelchef von Geisterasche zustande gebracht. Er stellte Kontakt zum Veranstalter her. Ich bin ihm dankbar dafür, dass er neben dem Albumrelease sich auch bei Liveauftritten engagiert. Für uns ist es natürlich immer schön, wenn man mal aus dem Osten von Deutschland rauskommt. In Dresden hätten wir das natürlich auch machen können, aber da steht im Herbst ja bereits ein Auftritt an. Zwei Mal im Jahr möchte ich nicht in einer Stadt spielen. Als Konzertgänger schmälert dies für mich immer den Reiz eines Liveerlebnisses.</p>
<p>Der Gig in Würzburg hat uns sehr gut gefallen. Wir waren gut eingespielt und haben viel Material vom neuen Album gespielt. Den Leuten schien es definitiv auch gefallen zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp aligncenter" style="width: 350px"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14966 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16177606_1231592210266078_3424715653946799466_o-215x300.jpg" width="350" height="489" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16177606_1231592210266078_3424715653946799466_o-215x300.jpg 215w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16177606_1231592210266078_3424715653946799466_o.jpg 687w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></div>
<h4></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em> : Ihr veranstaltet zudem seit einigen Jahren die &#8222;Herbstnacht&#8220; in Dresden, wo jeweils einige kleine aber feine Black-Metal-Bands auftreten. Wie kamt ihr dazu und was kann man in diesem Jahr erwarten?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Ursprünglich war einfach nur ein Konzert mit uns und unseren Freunden<strong> DRENGSKAPUR</strong> geplant. Mittlerweile versuchen wir einfach, ein Mal im Jahr ein Black-Metal-Konzert in Dresden zu organisieren, da wir die meisten Gigs in diesem Bereich in Dresden immer als relativ unspektakulär und unattraktiv empfinden. Wir hatten oft den Eindruck, dass man die immer gleichen Bands sieht und dabei zu wenig Abwechslung und Geheimtipps ihren Platz bekommen. Den Rahmen dafür wollen wir mit der <strong>Herbstnacht</strong> schaffen.</p>
<p>Bisher funktionierte dies sehr gut und wir können uns immer Bands raussuchen, die wir liebend gern spielen lassen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Was sind die weiteren Pläne für NEMESIS SOPOR in diesem noch frühen Jahr?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Wir spielen erst einmal einige Konzerte und haben darüber hinausgehend nichts Konkretes geplant. Ich bin niemand, der so überstürzt Dinge raushaut und schaue lieber wie sich die Dinge ganz natürlich entwickeln. Ich habe einige Ideen, es wird sich aber zeigen ob diese auch umsetzbar sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Rein hypothetisch – mit welchem Künstler würdet ihr liebend gern einmal zusammenarbeiten?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Konkret fällt mir da spontan kein anderer Künstler ein, aber vom Konzept her sollte dies über eine übliche Splitveröffentlichung hinausgehen. Eine direkte Kooperation im Songwritingprozess wäre sehr spannend um etwas wirklich Gemeinsames zu erschaffen. Ich hatte da auch schon einmal eine konkretere Idee, die dann aber nicht funktionierte. Musikalisch würde es mich unabhängig vom Kooperationspartner reizen in eine andere Richtung als Black Metal zu gehen und etwas ganz Neues auszuprobieren. Inwieweit dies dann unter dem Banner <strong>NEMESIS SOPOR</strong> geschieht, ist noch einmal eine ganz andere Frage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Zum Abschluss möchte ich euch bitten uns 3 Alben/Bands zu nennen die euch in der letzten Zeit begeistert haben und die ihr unseren Lesern ans Herz legen möchtet?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong></p>
<p><strong>HORISONT</strong> &#8211; Odyssey (&#8222;Geht in die Richtung 70er Jahre Rock.&#8220;)</p>
<p><strong>FRIEDRICH LICHTENSTEIN</strong> &#8211; Bad Gastein (&#8222;Ein kruder Mix aus düsterem Synthie Pop und Spoken Word Performances, der zwischen Humor und Ernst hin und her zu pendeln scheint.&#8220;)</p>
<p><strong>A.B.:</strong></p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/von-bergen-seen-und-naechtlichen-pfaden/">WEDRUJACY WIATR – O turniach, jeziorach i nocnych szlakach</a> (&#8222;Für mich eines der besten Alben der letzten Jahre. Es strahlt eine düstere Naturromantik aus, wie ich sie schon lange nicht mehr hören durfte.&#8220;)</p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/wulkanaz-dunkle-wolken-ziehen-auf/">WULKANAZ &#8211; Paralys</a> (&#8222;Für alle Freunde verschrobenen, urwüchsigen schwedischen Black Metals im Stile alter <strong>ARCKANUM</strong>.&#8220;)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Ich danke euch für das Interview und wünsche weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit dem Album!</h4>
<p><a href="https://nemesissopor.bandcamp.com">https://nemesissopor.bandcamp.com</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/nsopor/">https://de-de.facebook.com/nsopor/</a></p>
<p><strong>Herbstnacht</strong>-Event: <a href="https://www.facebook.com/events/198786450592026">https://www.facebook.com/events/198786450592026</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LR_F6v3J84c?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nemesis-sopor-im-interview/">NEMESIS SOPOR im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/nemesis-sopor-im-interview/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zukunft im Hier und Jetzt &#8211; Nemesis Sopor</title>
		<link>https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2017 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Drengskapur]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic]]></category>
		<category><![CDATA[nemesis sopor]]></category>
		<category><![CDATA[science-fiction]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=13928</guid>

					<description><![CDATA[<p>NEMESIS SOPOR &#8211; MMXL Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017 Dauer: 57 Min. Label: Geisterasche Organisation Stil: (Post) Black Metal Das Konzept der künstlichen Superintelligenz ist ein beliebtes Thema im Science-Fiction-Bereich. Mit &#8222;Terminator&#8220; fand diese Fiktion in den 80er Jahren seinen wohl bekanntesten Vertreter in der modernen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/">Zukunft im Hier und Jetzt &#8211; Nemesis Sopor</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NEMESIS SOPOR</strong> &#8211; MMXL<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017<br />
Dauer: 57 Min.<br />
Label: Geisterasche Organisation<br />
Stil: (Post) Black Metal</p>
<p><span id="more-13928"></span></p>
<p>Das Konzept der künstlichen Superintelligenz ist ein beliebtes Thema im Science-Fiction-Bereich. Mit &#8222;Terminator&#8220; fand diese Fiktion in den 80er Jahren seinen wohl bekanntesten Vertreter in der modernen Popkultur. Die Idee dahinter ist, dass eine vom Menschen geschaffene künstliche Intelligenz ein Level erreicht, auf derer sie sich selbst weiterentwickelt, lernt und zu selbstständigem Handeln fähig ist. Was für Früchte dies tragen könnte, zeigte auch der Klassiker &#8222;Matrix&#8220; von den <strong>Coen</strong>-Geschwistern kurz vor dem Millenium eindrucksvoll auf. Die Versklavung der gesamten Menschheit.</p>
<p>Was jedoch vor einigen Jahren und Jahrzehnten noch reine Fiktion war, dringt mittlerweile immer mehr in die Realität vor. Künstliche Intelligenz ist heutzutage bereits in vielerlei Fällen selbstständig und es ist ein Drahtseilakt, diese A.I. (Artificial Intelligence) dem Menschen ALLEIN dienlich zu machen. Schon so ulkige Formen wie Amazons &#8222;Alexa&#8220; zeigen auf, wie rasch sich diese Technologien auch für den alltäglichen Gebrauch entwickeln. Doch wohin geht die Reise?</p>
<p>Eine (Schreckens-)Vision dessen präsentieren uns die Dresdner Black Metaller von<strong> NEMESIS SOPOR</strong> auf ihrem aktuellen Album &#8222;MMXL&#8220;, welches nach &#8222;Glas&#8220; aus dem Jahr 2014 ihr drittes Album und ihr Labeldebüt bei Geisterasche Organisation darstellt. &#8222;MMXL&#8220; steht dabei für das Jahr 2040, in dem laut zeitgenössischen Wissenschaftlern diese Stufe der künstlichen Superintelligenz erreicht sein soll.</p>
<p>In Sachen Sprache und lyrischen Konzept werden gänzlich neue Pfade weg von einer die vorherigen Alben bestimmenden Natursymbolik und -thematik beschritten. Gegründet bereits 2008 und nach einer Split mit <strong>DRENGSKAPUR</strong>, verlies nach den Aufnahmen zu &#8222;Glas&#8220; Sänger <strong>M.S</strong>. die Band. Mit einem kompakteren Line-Up (Gitarrist <strong>R.S</strong>. übernimmt zusätzlich den Gesangsposten) und einem modernen Ansatz, sowohl musikalisch als auch lyrisch, greifen <strong>NEMESIS SOPOR</strong> 2017 erneut an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Maschinenbrut</h2>
<p>Das Album startet nach einigen leisen ambientartigen Tönen sofort mit seinem längsten Track <em>&#8222;Untertan&#8220;</em>, welcher in einer guten Viertelstunde die gesamte stilistische Bandbreite der Band aufzeigt. Neben typisch schwarzmetallischer Raserei und sägenden Melodiebögen, stimmt der Song auch ruhige Töne an und erzeugt damit eine hohe Dynamik. Sänger <strong>R.S.</strong> überzeugt zusätzlich mit finsterem Gekeife, welches beherrschter und zugleich bösartiger als der Gesang auf den alten Alben wirkt. Textlich wird der teils größenwahnsinnige Forscherdrang des Menschen hin zur angestrebten Superintelligenz behandelt.</p>
<p><em>&#8222;Saat&#8220;</em> dient im Folgenden als kurze Überleitung zum für mich stärksten Song des Albums: <em>&#8222;Herrscher&#8220;</em>. Anfangs stampfend, gewinnt das Lied ordentlich an Fahrt und fällt nach wenigen Minuten fast komplett in sich zusammen, atmet mit ruhigen Klängen durch und bäumt sich letztendlich zu einem mitreißenden Finale auf. Der Fokus liegt hier auf einer sehr eingängigen und epischen Leadgitarre, unter die sich weitere Gitarrenspuren mischen. Dies ist eine Stärke, die für mich schon einige Songs des Vorgängers so speziell machten. Textlich behandelt der Song eine utopische Vorstellung, in derer das Ende allen menschlichen Leids durch eine steuerbare und dennoch erhabene &#8222;A.I.&#8220; versprochen wird.</p>
<p>Das folgende <em>&#8222;Despot&#8220;</em> war als Auskopplung schon auf der vor wenigen Wochen veröffentlichten<a href="https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/"> Zusammenkunft-Compilation</a> zu hören. Sehr düster und zuweilen dissonant, erschallt dieses Lied und wirkt trotz seinem starken Ende ein wenig wie ein Fremdkörper. Nach meinem Empfinden bettet sich <em>&#8222;Despot&#8220;</em> nicht in das Albumgerüst ein. Dies tut das darauffolgende Titelstück umso mehr, welches erst nur instrumental, dann von verhalltem Sprechgesang unterstützt, wiederum zu epischen Höhen getrieben wird, was vor allem den simplen aber effektiven Melodien zu verdanken ist. Hier wird meiner Meinung nach der modernere Ansatz in der musikalischen Darbietung sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14028" aria-describedby="caption-attachment-14028" style="width: 740px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14028" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o-1024x684.jpg" alt="14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o" width="750" height="501" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/14138811_1214911998571735_9075022427130299690_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14028" class="wp-caption-text"><strong>NEMESIS SOPOR</strong></figcaption></figure>
<h2></h2>
<h2>2040</h2>
<p><em>&#8222;Atarax&#8220;</em> und <em>&#8222;Zeit der Sterne&#8220;</em> markieren daraufhin die beiden Schlusskapitel des Albums und überzeugen durch ein gutes Wechselspiel aus post(rockig) verträumten Passagen und nach vorne gehendem Black Metal. Speziell <em>&#8222;Atarax&#8220;</em> zeigt seine großen Stärken in diesem kontrastreichen Spiel. Bei <em>&#8222;Zeit der Sterne&#8220;</em> hingegen wird noch einmal Bezug auf den Opener genommen und somit ein schöner Albumrahmen gebildet. Das stärkt die konzeptionelle Ausrichtung meiner Meinung nach ungemein.</p>
<p>Trotz der zukunftsgerichteten Thematik und der moderneren Ausrichtung der Musik, klingt das Album angenehm warm. Hier wurde gute Arbeit beim Mix und beim Mastering geleistet. Aufgenommen wurde im hauseigenen <a href="https://www.facebook.com/tiefenlautaudio/">Tiefenlaut Audio</a> Studio. Für das Mastering zeichnet sich das renomierte Necromorbus Studio (<strong>WATAIN</strong>,<strong> INFESTUS</strong>,<strong> BLAZE OF PERDITION</strong>) verantwortlich.</p>
<p><strong>NEMESIS SOPOR</strong> beweisen mit ihrem Drittwerk großen Mut. Sie fordern den Hörer heraus, tief in das Album und die zugrundeliegende Thematik einzutauchen. Einige Parts wirken auf mich leider zu langgezogen und zehren an der Konzentration, die das Songmaterial jedoch zu jeder Zeit erfordert. Viele Details geben sich erst nach und nach preis und ich kann mit dieser Besprechung nur eine sehr vorsichtige Bewertung wagen.</p>
<p>Dementsprechend empfehle ich es jedem Leser, sich bei Interesse viel Zeit mit dem Album zu nehmen und dem Gesamtwerk die angemessene Aufmerksamkeit in einigen Hördurchgängen zu schenken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/pN8fgq3HoEU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/">Zukunft im Hier und Jetzt &#8211; Nemesis Sopor</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was uns der Wind erzählt &#8211; Frostreich</title>
		<link>https://silence-magazin.de/was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[agrypnie]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[blutmond]]></category>
		<category><![CDATA[Epic]]></category>
		<category><![CDATA[frostreich]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[Modern Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Solo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=12877</guid>

					<description><![CDATA[<p>FROSTREICH – Join the Wind Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017 Dauer: 35 Min. Label: Geisterasche Organisation Stil: Black/Post/Modern Metal Das Jahr 2017 startet gut für Freunde des sogenannten Post-Black Metals. Nicht nur erscheint im Frühjahr endlich das lange angekündigte und einige Male verschobene Zweitwerk &#8222;The ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich/">Was uns der Wind erzählt &#8211; Frostreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FROSTREICH</strong> – Join the Wind<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017<br />
Dauer: 35 Min.<br />
Label: Geisterasche Organisation<br />
Stil: Black/Post/Modern Metal<span id="more-12877"></span></p>
<p>Das Jahr 2017 startet gut für Freunde des sogenannten Post-Black Metals. Nicht nur erscheint im Frühjahr endlich das lange angekündigte und einige Male verschobene Zweitwerk &#8222;The Circle&#8220; von <strong>HERETOIR</strong>, auch das bis dato noch ziemlich unbekannte Soloprojekt <strong>FROSTREICH</strong> von &#8222;Alleskönner&#8220; <strong><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">Wynthar/Florian B. </span></span></strong>beschert uns mit seinem dritten Album „Join the Wind“ gute Kost irgendwo in der Schnittmenge eben genannter <strong>HERETOIR</strong>, <strong>AGRYPNIE</strong> und auch der verrückten Schweizer von <strong>BLUTMOND</strong>. Zudem stellt die Veröffentlichung die erste des Projekts und die insgesamt Dritte auf dem ebenfalls noch recht unbeschriebenen Label Geisterasche Organisation dar.</p>
<p><em>„The Ever-Giver“</em> geleitet uns in das Album hinein und zeigt sofort eine der großen Stärken von <strong>FROSTREICH</strong> auf. Eingängige Melodien und Leads duellieren sich mit eindringlicher Härte und erzeugen einen Gefühlskosmos in der Schnittmenge zwischen Melancholie und brennendem Zorn. Ein sehr ordentlicher Einstieg! Zumeist im Midtempo angesiedelt, lädt der Track, wie auch das darauffolgende <em>„Anxiety“,</em> durchaus zum Headbangen und Fäuste in die Luft strecken ein. Die Musik schafft es, mich emotional zu berühren, auch wenn ich anfangs kleine Schwierigkeiten mit der doch sehr modernen Ausrichtung im Sound hatte und mich den Klängen erst nach mehreren Hördurchgängen vollends hingeben kann.</p>
<p>Positiv hervorzuheben, vor allem für ein komplett in Eigenregie aufgenommenes Werk, ist die Produktion des Albums. Der Klang ist druckvoll, viele Details sind erkennbar und auch das programmierte Schlagzeug fällt nicht negativ ins Gewicht. Eine kleine Spur mehr Rohheit hätte dem Gesamtklang jedoch auch nicht geschadet, so stehen doch die Instrumente ab und zu im Klangbild zu entfernt voneinander. Doch zurück zu den Songs.</p>
<p><em>„Empty again</em>“ erinnert mich in seiner Kombination aus Epik und zeitgleichen Rotzigkeit sehr stark an <strong>AGRYPNIE</strong> zu „16[485]“-Zeiten. Speziell beim Gesang sehe ich eine klare Parallele zu <strong>Thorsten (dem Unhold)</strong>. Dies ist definitiv als Kompliment gemeint. <strong>FROSTREICH</strong> versteht es, guten modernen (Black) Metal zu spielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp aligncenter" style="width: 500px"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13073" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-300x199.jpg" alt="616860_248958001892393_525367370_o" width="500" height="332" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-1024x680.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o-750x498.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/616860_248958001892393_525367370_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Mitte des Albums markiert<em> „Spirit of the Lake“</em> und stellt einen ruhigen Gegenpol zu den anderen Stücken dar. Für meinen Geschmack verliert sich der Song jedoch mit fortschreitender Dauer ein wenig und hätte gut und gern 1 bis 2 Minuten kürzer ausfallen können. Wiederum hätten den restlichen Songs längere Spielzeiten nicht schlecht zu Gesicht gestanden. Dies stellt für mich einen der wenigen Kritikpunkte des Albums dar. Die Songs sind abwechslungsreich komponiert und mit schönen Details ausgestattet, wirken jedoch des Öfteren gehetzt, da viele musikalische Themen und Riffs eine durchaus höhere Halbwertszeit gehabt hätten.</p>
<h4>Blast Beats und Epik</h4>
<p>Dem zum Trotz bietet jedoch auch die zweite Albumhälfte sehr gute Songs. <em>„Dear Light“</em> prescht geradewegs voran und bietet erstmals ein paar Blast Beats, bevor im Refrain eine wunderschöne Frauenstimme erklingt und die Epik im Song wieder ordentlich nach oben geschraubt wird. Gerade der angesprochene Gesang im Refrain erinnert mich stark an <strong>AMESOEURS</strong>, ohne jedoch in pures Abkupfern auszuarten.</p>
<p>Abschließend wird die wirklich gelungene Melange aus Härte und Epik auch in <em>„Join the Wind“</em>, welches in einer gekürzten Fassung auf der kürzlich hier im Magazin vorgestellten<a href="https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/"> Zusammenkunft Compilation</a> zu finden ist, und dem Rausschmeißer <em>„Leaving those Traces“</em>  fortgesetzt und unterstreicht die hohe Qualität der Musik. Ebenfalls positiv hervorheben möchte ich das Cover-Artwork, welches auf der einen Seite modern wirkt, jedoch auch eine gewisse Eleganz besitzt, die sich sowohl in der optischen Komponente, als auch im Potenzial der Kombination des Bildes und dessen symbolischen Zeichen mit den sehr melancholischen und dennoch vor Kraft strotzenden Texten widerspiegelt. Das Cover wurde ebenfalls von &#8222;Alleskönner&#8220; <strong>Whynthar</strong> selbst gestaltet. Herzblut ist in jedem Bereich des Gesamtwerkes zu erkennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NcqTFBjs7Tk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich/">Was uns der Wind erzählt &#8211; Frostreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/was-uns-der-wind-erzaehlt-frostreich/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geisterasche &#8211; Zusammenkunft Compilation</title>
		<link>https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=geisterasche-zusammenkunft-compilation</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Dec 2016 11:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[compilation]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[german]]></category>
		<category><![CDATA[nemesis sopor]]></category>
		<category><![CDATA[simple existenz]]></category>
		<category><![CDATA[weird fate]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=12533</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ende Dezember veröffentlicht Geisterasche Organisation eine Compilation namens &#8222;Zusammenkunft&#8220;. Das Label veranstaltet ebenfalls die kleine aber feine jährliche Konzertreihe gleichen Namens in Kaiserslautern, wo schon solch illustre Untergrundperlen wie etwa MEMBARIS, F41.0 oder auch die Polen von FURIA aufspielten. Auf der neuen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/">Geisterasche &#8211; Zusammenkunft Compilation</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Dezember veröffentlicht <strong>Geisterasche Organisation</strong> eine Compilation namens &#8222;Zusammenkunft&#8220;. Das Label veranstaltet ebenfalls die kleine aber feine jährliche Konzertreihe gleichen Namens in Kaiserslautern, wo schon solch illustre Untergrundperlen wie etwa <strong>MEMBARIS</strong>, <strong>F41.0</strong> oder auch die Polen von<strong> FURIA</strong> aufspielten.</p>
<p>Auf der neuen Compilation finden sich 26 teils unveröffentlichte und exklusive Stücke deutscher Black Metal Bands, die einen guten Querschnitt durch den aktuellen Untergrund darstellen. Mit dabei unter Anderem die Dresdener Band <strong>NEMESIS SOPOR</strong>, welche im Februar 2017 über eben jenes Label ihr Drittwerk &#8222;MMXL&#8220; veröffentlichen werden, der für mich sehr große Geheimtipp <strong>WEIRD FATE</strong>, <strong>SIMPLE EXISTENZ</strong> <strong>(Zorn</strong>, ex-<strong>NAGELFAR </strong>Gitarrist) und die Münchner <strong>SAECULUM OBSCURUM</strong>.</p>
<p>Weiterhin erwähnenswert ist, dass der Sampler kostenfrei jeder Bestellung bei Geisterasche beiliegt, solange der Vorrat reicht. Dies soll keine direkte Werbung darstellen, um euch zum Bestellen zu bewegen, nur lege ich jedem Black Metal Fan nahe, zumindest ein Ohr zu riskieren.</p>
<p>Hier ist der Sampler-Beitrag von <strong>WEIRD FATE</strong>, um euch ein wenig auf den Geschmack zu bringen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><a href="https://weirdfate.bandcamp.com/track/defeating-the-sun">https://weirdfate.bandcamp.com/track/defeating-the-sun</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abschließend noch die komplette Tracklist und der offizielle Pressetext:</p>
<p>CD-1:</p>
<ol>
<li>Der Rote Milan – Das Ende des Tempels</li>
<li>Nemesis Sopor – Despot</li>
<li>F41.0 – E.V.A.</li>
<li>Vargsheim – Die Netzuhr</li>
<li>Magoth – Requiem Deus</li>
<li>Hands That Lift The Oceans – Giants</li>
<li>Moonfrost – Erschynige</li>
<li>Weird Fate – Defeating The Sun</li>
<li>Saeculum Obscurum – Savior</li>
<li>Wolfhetan – …aus nichts</li>
<li>Astus – Of fire &amp; uttermost dark waters</li>
<li>The Great Cold – Aurai</li>
</ol>
<p>CD-2:</p>
<ol>
<li>A Sable Opiate – Dark Clouds Have Gathered</li>
<li>Ekstasis – Kontrolle</li>
<li>Daemonheim – Atem der Leere</li>
<li>Frostreich – Join The Wind</li>
<li>Atrorum – Menschsein</li>
<li>Fallen Tyrant – Astronomy</li>
<li>ORB – Trapezoeder</li>
<li>Hysterie – Am Schwarzen See</li>
<li>Simple Existenz – Lava</li>
<li>Atavus – Agitation</li>
<li>AVOWAL – The Eternized I</li>
<li>Verweser – Der Einsame Sargreiter</li>
<li>Signum: Karg – Supernova</li>
<li>Asarhaddon – Haginthorn</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote data-secret="bgmK1oAfDx" class="wp-embedded-content"><p><a href="https://geisterasche.de/geisterasche-organisation-praesentiert-zusammenkunft/">Geisterasche Organisation präsentiert &#8222;Zusammenkunft&#8220;</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  src="https://geisterasche.de/geisterasche-organisation-praesentiert-zusammenkunft/embed/#?secret=bgmK1oAfDx" data-secret="bgmK1oAfDx" width="600" height="338" title="&#8222;Geisterasche Organisation präsentiert &#8222;Zusammenkunft&#8220;&#8220; &#8212; Geisterasche Organisation" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/">Geisterasche &#8211; Zusammenkunft Compilation</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/geisterasche-zusammenkunft-compilation/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-05-21 01:25:28 by W3 Total Cache
-->