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	<title>Kanonenfieber Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Kanonenfieber Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 19:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Hellraiser]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
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		<category><![CDATA[Urkatastrophe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob in der Kürze wirklich die sprichwörtliche Würze liegt? Oimel hat das in seinem Bericht zum Konzert von KANONENFIEBER in Leipzig mal zusammengefasst. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-kanonenfieber-und-panzerfaust-in-leipzig/">Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr dieses Gefühl? Euer Lieblingsbier ist im Angebot und im Laden sind nur noch leere Kästen? Ihr freut euch seit Tagen auf diese eine Leckerei im Kühlschrank, die dann 5 Minuten vor euch der Mitbewohner wegfuttert? Nach Konzert und Party kommt ihr zu eurem Lieblingsspätimbiss und vor euch geht der letzte Döner über den Ladentisch? Hersteller XY setzt euren Lieblingssnack völlig grundlos ab, oder der Streamingdienst eure Serie?</p>
<p>Okay, ich denke es ist klar worauf ich hinaus wollte und jeder konnte sich eindenken – <strong>wir konservieren dieses Gefühl jetzt, ich komme später darauf zurück!</strong></p>
<h3>All die Jahre wieder…</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-46980 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1.jpg" alt="" width="532" height="399" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 532px) 100vw, 532px" /></p>
<h4><strong><em>(achja, kleiner Spoiler – ich nehme auf Konzertgeschehen und Setlist Bezug! Wer das also nicht vor dem eigenen Konzertbesuch lesen möchte, sollte hier stoppen)</em></strong></h4>
<p>Keine Sorge, hier kommt jetzt nicht der Einstieg mit den Hinweis auf <em>&#8222;Last Christmas&#8220;</em>… oh, jetzt hab ich es gesagt, <strong>den Ohrwurm des Todes gibt es nun gratis dazu</strong>, gern geschehen! Deutlich weniger besinnlich sollte es aber für mich werden, denn ich sang nach hartem Kampf noch den Nachwuchs ins Bett, nur um 5 Minuten später ins präparierte Auto zu springen und die wenigen Kilometer ins Hellraiser auf der Autobahn abzureißen.</p>
<p>Die Vorfreude trieb mich und das Gefährt vorwärts, ich parkte ab und sprang noch währenddessen aus dem Auto, um mich in die Schlange einzureihen. Und diese hatte es in sich! Der Eingang, der mir bekannt war wurde scheinbar umgebaut und ich fand mich in einer langen Reihe stehend. Diese wand sich in einer Kurve, bevor es noch durch den Biergarten ging und dann zum ehemaligen Eingang. Schon hier war das rege Interesse an der heutigen Veranstaltung klar erkennbar. Hier standen mehr Leute in der Schlange als bei manchem Konzert vor der Bühne.</p>
<h3><img decoding="async" class="wp-image-46981 alignleft" style="font-size: 16px;" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2.jpg" alt="" width="378" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 378px) 100vw, 378px" /></h3>
<h3>Voll bis auf den letzten Platz</h3>
<p>Irgendwann schaffte ich es dann auch in die (un)heiligen Hallen &#8211; und siehe da, ich sah nichts. <strong>Die Hütte war einfach proppenvoll!</strong>&nbsp;</p>
<p>Ich bin durchaus die ein oder andere Menschenmenge gewöhnt &#8211; von unzähligen Stadion- und Konzertbesuchen &#8211; aber das hier war einfach unangenehm voll ab dem ersten Schritt. Selbst der Weg zu den Sanitäreinrichtungen war schon teilblockiert und es gestaltete sich somit schwierig erst einmal anzukommen. Glücklicherweise erspähte mein Matschauge kurze Zeit später eine Fotografin, der ich dann direkt folgte und einen lauschigen Eck-Platz links vor der Bühne bekam. Ich wusste: <strong>hier darf ich nie wieder weg, da komme ich nie wieder hin!</strong></p>
<p>Ich lauschte also nun voller Aufmerksamkeit der Vorband. Hier hatten sich <strong>PANZERFAUST</strong> aus Kanada angekündigt. Und – Holzfällerwitz, muss ja bei Kanada sein – wo gehobelt wird, da fallen Späne! Hier blieb kein Auge trocken und kein Stein auf dem anderen. Die 4 Herren donnerten ihr Repertoire ungebremst in die Menge. <strong>Highlight für mich war die Anordnung der Bühnenpräsenz</strong>, denn das Schlagzeug stand mittig und im Zentrum, während links und rechts die Saiteninsturmente bearbeitet wurden. Der Sänger stand dann im Rückraum leicht erhöht und nur halb beleuchtet und setzte dem imposanten Getöse mit seinen durchdringenden tief-dunklen Vocals die Krone auf. Dabei sahen die Bandmitglieder aus, als hätten sie durchaus in dem ein oder anderen Horror-Streifen mitspielen können, insbesondere der Sänger mit einer gewaltigen Statur und fieser Maske.</p>
<p><strong><img decoding="async" class=" wp-image-46985 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3.jpg" alt="" width="381" height="508" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 381px) 100vw, 381px" /></strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Zur Vorband gabs nur zwei Meinungen &#8211; meine vs. der Rest des Publikums</h3>
<p>Musikalisch war das Ganze auf jeden Fall gut, und um mich herum gab es nur begeisterte Gespräche und Reaktionen auf die Band. <strong>Ich selbst muss zugeben, dass es&nbsp;mir selbst nicht ganz so lag.</strong> Für mich war es – insbesondere als Vorband – zu langatmig und irgendwie ein wenig zu… doomig. Keine gute Kombination um eine Masse anzuheizen &#8211; aber das war nur mein eigener Eindruck! Um mich herum waren die Meinungen sehr begeistert, und technisch gut gemacht war es allemal!</p>
<p>Die Jungs spielten 45 Minuten und gingen dann unter sehr viel Applaus und Begeisterung von der Bühne. Nun folgte die allseits beliebte Umbaupause. Die Zeit zog sich ein wenig, zumal jetzt auch wenn ich gewollt hätte, kaum eine Chance mehr Bestand den Platz zu verlassen. Fieses Gimmick zur Umbaupause: Die Pausenmusik war ähnlich wie das Intro zu <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em>, was für 30 Sekunden mal ganz nett ist. 30 Minuten recht nahe bei den Boxen war das schon eine harte Probe. Hier hätte es vermutlich auch die handelsübliche Metal-Dosis aus der Konserve getan, inklusive dem allseits beliebten <em>&#8222;Warriors Of The World&#8220; </em><strong>zum allgemeinen Fäuste recken von Bühne bis zum Pissoir.</strong></p>
<p>Irgendwann war die Bühne dann ausstaffiert, alle Lichter gecheckt und jedes Detail mühevoll hergerichtet, es wurde dunkel, es wurde kribbelig und dann kam mit großem Getöse <strong>KANONENFIEBER</strong> zum Zug! Und wie! Mit <em>&#8222;Großmachtfantasie&#8220;</em> und dem zugehörigen <em>&#8222;Menschenmühle&#8220;</em> ging es direkt in die Vollen! Stimmgewaltig mit einer unglaublichen Energie krachte die Musik ins aufgeheizte Publikum. Und es ging Schlag auf Schlag weiter. Die Band hat an und für sich eigentlich nur Bretter und eigentlich keine Skip-Songs, aber <em>&#8222;Sturmtrupp&#8220;</em>, <em>&#8222;Füsilier&#8220;</em> und <em>&#8222;Grabenlieder&#8220;</em> aneinandergereiht, gefolgt vom absolut für Live-Performance gemachten <em>&#8222;Maulwurf&#8220;</em> brachten die Menge zum brodeln! Und genau da kommen wir zum ersten&nbsp;</p>
<h3>Break:<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46984 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918.jpg" alt="" width="418" height="515" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918.jpg 952w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-244x300.jpg 244w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-832x1024.jpg 832w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-750x923.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px" /></h3>
<p>Als ich die Band zuletzt im Hellraiser zusammen mit <strong>GRIMA</strong> sah, oder dieses Jahr auf dem Ragnarök-Festival, war das Publikum zum Großteil der Black-Metal-Fanschar zuzuordnen. Düstere Mienen, finstere Blicke, nickende Köpfe. Als maximale Körperregungen gab es gereckte Pommesgabeln und anerkennendes Klatschen. Diese Atmosphäre, zusammen mit der unbändigen brachialen Energie der Musik von <strong>KANONENFIEBER</strong> und den erschreckenden Kriegsszenarien, die als Antikriegsstimmung durch die Band erzeugt wurden, <strong>das war genau DAS was mich so unglaublich in den Bann zog und faszinierte.</strong> Ich war lange nicht mehr so nahe dran ein Fanboy einer Band zu sein, wie an diesem Projekt. Und niemand hätte wahrscheinlich damit gerechnet, wie sehr es durch die Decke gehen würde. Und genau das macht sich nun bemerkbar.</p>
<p>Das Publikum ist bunt gemischt, vom Metalrentner im ausgeblichenen <strong>MOTÖRHEAD</strong>-Shirt bis zu sehr vielen eindeutig der Core-Fraktion zuzurechnenden, jüngeren Fans der Band mit Caps usw. Das ist einerseits natürlich geil und freut mich auch sehr für die Band – und auch für die Thematik – dass so eine breite Menge erreicht werden kann. Andererseits tauchen damit eben auch konzerttypische Erscheinungen auf. Crowd-surfing, Circle-Pits und Wall Of Death sind an und für sich alles geile Sachen, aber zu den Texten, und der Stimmung? <strong>Mich persönlich hat das bei aller Begeisterung leider irgendwie sehr irritiert</strong>.</p>
<p>Wenn zum <em>&#8222;Maulwurf&#8220;</em>, dessen Text von der harten Arbeit der Mineure und in diesem Fall dem verschüttet-werden unter dem Schlachtfeld handelt, dann crowdsurfendes Publikum an einem vorbeiwabert,<strong> konterkariert das für mich die Stimmung des Songes</strong>. Kurzum gesagt: Mein Gefühl war dabei kein gutes, und ich hoffe einfach, dass die Message der Band inklusive ihrer Texte nicht vergessen wird und das Ganze vom feierwütigen Publikum zu einer &#8222;Kriegs-Party&#8220; gemacht wird, denn das gibt aus meiner Sicht weder das Thema noch die heutige Zeit her!</p>
<h3>Weiter im Text:</h3>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-46983 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4.jpg" alt="" width="452" height="603" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 452px) 100vw, 452px" /></h3>
<p>Der <em>&#8222;Panzerhenker&#8220;</em> rundet das erste &#8222;Setting&#8220; ab, kurzer Zwischenspieler und die Jungs kommen als Matrosen wieder.&nbsp;</p>
<p><strong>Die eingeschworene Fanschar weiß natürlich was kommt,</strong> und <em>&#8222;Kampf und Sturm&#8220;</em> und <em>&#8222;Die Havarie&#8220;</em> werden lautstark durch die Menge getragen. Es ist eine unglaubliche Energie im Publikum, das wie schon erwähnt wahnsinnig dicht gedrängt ist und <strong>das Hellraiser gleicht einem Hexenkessel.</strong></p>
<p>Der nächste Kleidungswechsel folgt, und mit <em>&#8222;Die Feuertaufe&#8220;</em> knallt der Opener des ersten Albums in die begeisterte Menge. Es ist tatsächlich so, dass die Band eigentlich keine Skip-Songs hat, sondern auf den zwei Alben ein Kracher den nächsten jagt. Für mich persönlich fällt hier nur die <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em> raus, die ich nicht ganz so mag… die aber heute abend auch nicht auftauchte. Stattdessen wurde <em>&#8222;Lviv zu Lemberg&#8220;</em> präsentiert und danach folgte <em>&#8222;Waffenbrüder&#8220;</em>, was der einzige Song ist dem ich – auch wenn er auch ein bitteres Ende hat – ein wenig zu viel Pathos unterstellen würde. Stimmungstechnisch kann man hier den Bogen zu meinem Absatz oben schlagen, denn die feierwütige Menge liegt sich freudig-wogend in den Armen und besingt sich als Waffenbrüder. Ungeachtet der Tatsache, dass eben auch hier einer der Protagonisten des Songs in selbigem draufgeht und in fremder Erde sein Grab findet…</p>
<h3>Es wird Zeit fürs Sahnehäubchen&#8230;</h3>
<p>Nun kam der Moment, an dem mein langjähriges Gespür mir sagte, dass wir uns nun zu den letzten Songs vor der Zugabe bewegen. Ich entschied also aus taktischen Gründen, meinen Platz aufzugeben und besorgte mir ein Kaltgetränk um eine kleine Erkundungstour durch die Location zu starten. Das mache ich grundsätzlich gerne, insbesondere wenn ich darüber schreiben möchte, denn ich versuche dann zu schauen ob der Sound überall gut ist, wie die Meute insgesamt drauf ist, und vielleicht bekommt man hier und da auch noch den ein oder anderen Eindruck anderer Besucher mit.</p>
<p>Ich war also frisch versorgt, auf der Bühne startete mit fieser Maske unter der Pickelhaube das episch-düstere <em>&#8222;Ausblutungsschlacht&#8220;</em> und ich mäanderte durch die Halle. Hinten angekommen stand ich neben dem Mischpult, genoss den Anblick und die Musik und der Song endete. <strong>Ich war zufrieden mit meinem Platz für die Zugabe,</strong> der Abend war noch jung, die Meute hatte Bock. Ich nippte am Becher, schaute auf die Bühne… <strong>und das Saallicht ging an.</strong> Die Menschen um mich herum brachen zur Garderobe oder zum Außenbereich auf, nur ich stand wie vom Donner gerührt da und war mindestens vollständig perplex. Keiner brüllte nach Zugabe, keiner forderte die Band – und die kam auch nicht wieder, <strong>denn es war wirklich Schluss</strong>.</p>
<h3>So, hatten jetzt alle das Gefühl vom Beginn des Artikels konserviert?</h3>
<p>&nbsp;JETZT holen wir das wieder heraus, <strong>denn ich stand da wie ein kleines Kind, dem gerade jemand den Lolly geklaut hat</strong>. Sicherheitshalber checkte ich die Uhr und meine Notizen… Start 21:20 Uhr, und jetzt war es 22:35. Das waren also 1 Stunde 15 Min. Ich mag die Band, ich bin großer Fan, ich gehe total mit der Musik mit – aber DAS war mir zu wenig. Es war der Tourauftakt, es war eine volle Hütte, es war bombenstimmung. Das zweite Album ging förmlich durch die Decke und zwischenzeitlich auf die 1 in den Charts. Da sind mir 1 Stunde 15 Minuten zu wenig, das muss ich leider echt so sagen. Leicht konsterniert schaute ich nun dem ernüchternden Treiben der Menschen zu, und wie der Saal sich leerte, ehe ich zu meinem in Pole Position geparkten Auto und traurig-enttäuscht nach Hause startete.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46982 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5.jpg" alt="" width="427" height="569" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px" /></h3>
<h3>War das schon alles?</h3>
<p>Natürlich ist der Band überlassen, welche Lieder sie spielt und wie lange sie das tut – <strong>aber aus meiner Sicht war hier einfach noch Potential, um dem begeisterten Publikum den Abend von &#8222;cooles Konzert&#8220; zu &#8222;Oh mein Gott, das werde ich niemals vergessen&#8220; zu heben.</strong> Es ist natürlich Kritik auf einem hohen Maß, und ich weiß auch, dass die Truppe im letzten Jahr auf so ziemlich jeder Bühne gestanden hat, bis rauf zum legendären Hellfest. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass ich bei einem Headliner einfach wenigstens 90 Minuten erwarten darf –<strong> eigentlich 90 Minuten plus Zugabe, wenn ich ehrlich bin.</strong></p>
<p>Ich kenne die Umstände nicht, aber da die Setlisten weiterer Shows nicht abgewichen sind in Länge und Liedwahl, gehe ich hier nicht von einer schlechten Verfassung oder ähnlichem aus. Mich hat es tatsächlich ein wenig mitgenommen, ich hab mich wochen- wenn nicht gar monatelang auf das Konzert gefreut. Ohne weiter auf der Länge herumhacken zu wollen, verstehe ich allerdings auch den Abschluss nicht ganz. Beide Alben enden mit einem ruhigen und sehr eindrücklichen Song, <strong>der die Stimmung der Alben absolut perfektioniert</strong>. Und zum Abschluss eines solchen Konzertes finde ich, dass entweder <em>&#8222;Verscharrt und ungerühmt&#8220;</em> oder <em>&#8222;als die Waffen kamen&#8220;</em> für eben genau diese Stimmung, die nur diese Band kann, einfach Pflicht ist. ( Davon abgesehen hätte ich wahnsinnig gerne auch <em>&#8222;Ritter der Lüfte&#8220;</em> im Programm gehabt… aber die können ja auch nicht jeden Song spielen )</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><strong>Wer die Band noch nicht gesehen hat: GEHT HIN!</strong> Es ist ein Phänomen, es ist eine unfassbare Energie und ein richtig geiles Konzert, das steht fest! Meine Kritik bewegt sich hier auf einem hohen Level, und für meine Bedenken bezüglich der Gepflogenheiten im Publikum kann die Band natürlich nichts. Hier sind im Endeffekt alle selbst für ihr Erlebnis verantwortlich. Das ist auch kein Angriff auf die Band – denn ich kann natürlich auch verstehen, wenn die mal mit einer feierwütigen Meute durchdrehen will. Hier muss man aus meiner Sicht eben nur schauen, wie es passt und sich entwickelt. Und zur Länge der Show habe ich mich ebenfalls geäußert und würde als Fazit sagen: <strong>Grandioser Abend, nur leider zu kurz!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-kanonenfieber-und-panzerfaust-in-leipzig/">Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Immer vorwärts Schritt um Schritt &#8211; das zweite KANONENFIEBER Album rückt an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Sep 2024 09:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Die Urkatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Noise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist das neue Album von KANONENFIEBER eine wortwörtliche "Urkatastrophe", oder ein gelungener Zweitling? Oimels Gedanken findet ihr hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-die-urkatastrophe/">Immer vorwärts Schritt um Schritt &#8211; das zweite KANONENFIEBER Album rückt an!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">KANONENFIEBER – &#8222;Die Urkatastrophe&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>20.09.2024<strong><br />
Länge:</strong> 50:41<strong><br />
Label: </strong><a href="https://www.centurymedia.com">Century Media Records</a><strong><br />
Genre: </strong>Black Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Nachdem ich es bis heute bereue, dass ich über den Vorgänger &#8222;Menschenmühle&#8220; keinen Review geschrieben habe &#8211; weil ich zu dessen Erscheinen weder Band noch Album auf dem Schirm hatte &#8211; freue ich mich nun umso mehr den Nachfolger vor der Flinte zu haben. Wenn nun kurz der Mundwinkel zum Grinsen gezuckt hat, dann ist <strong>KANONENFIEBER</strong> und das bisherige Konzept zumindest bekannt. Die Band macht&#8230; ja was denn nun? Die Quellen unterscheiden sich hier von <strong>Black Metal</strong> über <strong>Melodic Black Metal</strong> bis zu <strong>Death Metal</strong>. Wenn man diese Genre-Haarspalterei weglässt, dann machen sie: richtig gute Musik!&nbsp;</p>
<h3>Direkt verKNALLt</h3>
<p>Ich habe das Vorgängeralbum erst (zu) spät kennengelernt, aber war direkt schockverliebt und dieser Eindruck konnte sich auf einigen Live-Auftritten dann zum Glück bestätigen. <strong>KANONENFIEBER</strong> sind ein Phänomen, vor allem wenn man bedenkt, dass das Ganze ein Solo-Projekt von Mastermind <strong>Noise</strong> ist. Wie eine Einzelperson so etwas entwerfen und alleine einspielen kann, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Nachdem das erste Album ausgiebig betourt wurde und man auch auf den ganz großen Bühnen gestanden hat, folgt nun also &#8222;Die Urkatastrophe&#8220;. Und vorneweg kann ich schonmal feststellen: Eine Katastrophe ist es glücklicherweise nicht!</p>
<h3>Skepsis macht alles so viel leichter</h3>
<p>Zugegeben, ich war ein wenig unsicher wie das zweite Album wird. Ich war gespannt, ob hier ein komplett anderes Thema aufgegriffen wird, oder ob thematisch immer noch der <strong>erste Weltkrieg</strong> die Hauptrolle spielt. Diese Frage war mit dem Erscheinen der ersten Singles dann sehr schnell beantwortet. Und ich bin mir sicher, dass es hier noch unzählige Geschichten gibt, die noch nicht erzählt wurden. Dabei kommen wir auch gleich zu einem ersten Risikopunkt, der mich im Vorfeld unsicher in Bezug auf das Album machte: Wird es eine Kopie von &#8222;Menschenmühle&#8220;? Und wird das Konzept damit langweilig und verbraucht?</p>
<p>Nein, das wird es nicht. &#8222;Die Urkatastrophe&#8220; kommt mit 12 neuen und frischen Songs daher, die es aus meiner Sicht schaffen genau die nötige <strong>Balance</strong> zu finden. Einerseits ist deutlich hörbar: Hier spielt <strong>KANONENFIEBER</strong>! Andererseits ist genügend frischer Wind auf dem Album, um keine Verwechslung oder &#8211; noch schlimmer &#8211; Langeweile aufkommen zu lassen. Ich finde, man merkt dem Album an, dass jetzt ein <strong>größeres Label</strong> im Hintergrund steht, es ist nicht mehr ganz so fies und nicht mehr ganz so kalt und kratzig. Aber es verliert dadurch nicht an Bedeutung, ist keinesfalls zu weich und vermittelt immer noch mit voller Wucht die Schrecken der Thematik.</p>
<h3>Die Vergangenheit holt uns ein</h3>
<p>Ich werde nicht im speziellen auf Textpassagen eingehen, denn das können zum einen andere, <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/">fachkundige Leute</a> viel besser, und zum anderen sind die Texte dieses Mal tatsächlich schon beim ersten Hören akustisch besser erfassbar. <strong>KANONENFIEBER</strong> bleiben hier dem <strong>eigenen Stil</strong> treu und vertonen verschiedene Ereignisse des ersten Weltkrieges aus Sicht der einfachen Soldaten und schaffen damit erneut eine Atmosphäre, die <strong>bedrückend und düster</strong> die Schrecken des Krieges aufzeigt.</p>
<p>Und dabei wird eben genau keine Glorifizierung vorgenommen, sondern der Wahnsinn, die Menschenverachtung und der Größenwahn dieser Zeit beleuchtet, ebenso wie die <strong>Sinnlosigkeit</strong> dieses Krieges. Ich finde genaue diese Art der Geschichtsaufarbeitung in den heutigen Zeiten traurigerweise unglaublich treffend und wichtig. Es ist meiner Meinung nach ein wichtiger Weg die Geschichten einer grausamen Vorzeit in die jetzige Zeit zu holen und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Es wird in jedem Lied deutlich, welches Leid und Elend Krieg produziert &#8211; für den Einzelnen und für alle.</p>
<h3>Alles neu oder der selbe Song nochmal?</h3>
<p>Doch was macht das Album nun anders als den Vorgänger? Ich denke, es wurde hier einfach noch mehr <strong>experimentiert und variiert</strong>. Bei Titeln wie <em>&#8222;Der Maulwurf&#8220;</em> oder auch <em>&#8222;Ausblutungsschlacht&#8220;</em> wird mit ganz anderem stimmlichen Einsatz gearbeitet, was die Struktur des Albums zwischendurch auflockert und aufhorchen lässt. Ein sehr gelungener Move ist aus meiner Sicht auch der letzte Titel <em>&#8222;Als die Waffen kamen&#8220;</em>, der wie auf dem Vorgänger (<em>&#8222;verscharrt und ungerühmt&#8220;</em>) das Album mit einer sehr ruhigen akustischen Nummer beendet. Dadurch wird sowohl textlich, als auch von der Stimmung her ein idealer Abschluss gefunden, der richtig gut wirkt nach den mehr als <strong>45 Minuten Black Metal-Gewitter</strong> zuvor!</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KANONENFIEBER - Der Maulwurf (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7f8N0UQAZF0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dazu kommen Titel, die Live auch einfach wieder wahnsinnig gut funktionieren dürften wie zum Beispiel<em> &#8222;Ritter der Lüfte</em>&#8222;,<em> &#8222;Gott mit der Kavallerie&#8220;</em> oder <em>&#8222;Waffenbrüder&#8220;</em>. Es fällt mir zusätzlich positiv auf, dass weniger Original-Tondokumente in den Songs verarbeitet wurden. Diese haben das Ganze zwar sehr authentisch gemacht, waren aber für mein Empfinden teilweise beim Hören doch etwas schwierig. Da finde ich es jetzt besser gelöst, diese als Einleitung (<em>&#8222;Großmachtfantasie&#8220;</em>), oder eben selbst interpretiert (<em>&#8222;Verdun&#8220;</em>) mit einfließen zu lassen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Album ist für mich absolut stimmig in die sehr großen Fußstapfen seines Vorgängers getreten und <strong>KANONENFIEBER</strong> haben es geschafft ein <strong>zweites eindrucksvolles Werk</strong> zu erarbeiten. Ich war skeptisch, ob ein zweites Album zu dieser Thematik das Level halten kann und wurde positiv überrascht! Nun bin ich gespannt was die Zukunft hier bringt, und ob mit dem nächsten Album vielleicht auch der Schauplatz gewechselt wird. Hier vermute ich einfach, dass noch viele Überraschungen kommen werden und dass es auf absehbare Zeit mit dieser Band nicht langweilig werden wird &#8211; erst recht nicht live!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Kanonenfieber/?locale=de_DE">KANONENFIEBER FACEBOOK</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-die-urkatastrophe/">Immer vorwärts Schritt um Schritt &#8211; das zweite KANONENFIEBER Album rückt an!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Die Kanone(nfieber) zum Panzer(museum) &#8211; es kommt zusammen, was zusammen gehört!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 16:03:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Panzermuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Panzerhenker]]></category>
		<category><![CDATA[Panzermuseum vs. Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Raths]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was hat das deutsche Panzermuseum mit KANONENFIEBER zu tun? Und warum schreiben wir darüber? Der etwas andere Bericht zu Musik und Youtube!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/">Die Kanone(nfieber) zum Panzer(museum) &#8211; es kommt zusammen, was zusammen gehört!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ich bin ja nicht, aber…..</h3>
<p>Ich bin zwar noch nicht steinzeitlich alt, aber scheinbar zu alt, denn<strong> Youtube</strong> hat mich als Medium nie umfassend gefesselt. Mal ein Clip hier, mal eine Doku da und wenn nötig auch mal ein Anleitungsvideo für handwerkliche Action. Bis heute habe ich keinen Account, keinen Kanal abonniert und nutze es nur bei Bedarf und eigentlich nie als Zeitvertreib.</p>
<p>Das änderte sich jedoch schlagartig, als ich Anfang des Jahres<a href="https://www.youtube.com/@DasPanzermuseum/featured"> den Kanal</a> des <strong>Deutschen Panzermuseums</strong> (DPM) fand. Das Museum war mir vorher geläufig, auch wenn ich leider noch nicht da war. So machte mich aber der Youtube-Kanal neugierig, der einige Ausstellungsstücke quasi zu mir nach Hause brachte. Und schon nach wenigen Videos war es um mich geschehen, und ich habe bis heute jede Sekunde der dort präsentierten Videos nachgeschaut.</p>
<p>Dabei habe ich eigentlich gar keinen Bezug zum Thema, und auch wenn ich diesem nicht abgeneigt bin, so hatte ich dafür nicht mehr spezifisches Interesse als für Autos, Flugzeuge, die Spielzeugautos meiner Kids oder Zimmerpflanzen. Aber hier war etwas anders, denn die Videos werden vom ehemaligen <strong>Direktor</strong> und jetzigen wissenschaftlichen Direktor des Museums <strong>Ralf Raths</strong> selbst präsentiert. Und diese sind dadurch nicht nur inhaltlich interessant, sondern auch rhetorisch geschliffen, wundervoll aufgearbeitet und mit einer absolut perfekten Stimme und Sprechweise vorgetragen. Ob ich hier zu sehr schwärme? Nein, denn auch die Faktenlage spiegelt das wider. Das <strong>DPM</strong> ist das einzige deutsche Museum, das einen Youtube-Kanal mit über 100.000 Abonnenten aufweisen kann und damit weit vor allen anderen vergleichbaren Institutionen liegt. Und ehrlich gesagt ist es egal ob <strong>Ralf Raths</strong> über die Panzerei, den Aus- und Umbau des Museums oder über seine musikalischen Vorlieben spricht – ich hänge gebannt an seinen Lippen!</p>
<p>Okay, Panzermuseum klingt vielleicht für den ein oder anderen jetzt nicht so supersexy. Ja, es geht um Kriegswaffen, um Technik und um Geschichte – da sind die Assoziationen sicherlich irgendwo zwischen Military-Fans, politisch fragwürdigen Positionen und Cargohosen in Camouflage-Optik. Und genauso – ist es eben nicht! <strong>Ralf Raths</strong> entpuppt sich nicht nur als <a href="https://www.youtube.com/watch?v=VJKpH0_h5KI">versierter Metal-Fan</a>, sondern bezieht in seinen Videos auch immer wieder klar Stellung. Einerseits ist durchaus konsequent gegendert, was viel Gegenwind einbringt. Andererseits wird auch des Öfteren in Videos auf eine ganz faszinierend schlichte und unaufgeregt <strong>sachliche Art</strong> dafür gesorgt, dass die Absender diverser Hetz- und Hasskommentare vor Wut in die Tischkante beißen dürften. Hier sein <strong>humorvollstes Beispiel</strong>:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="ANTIDEUTSCHE HETZE IM PANZERMUSEUM! - Linksgrünversiffte Staatspropaganda behindert die Wahrheit!!" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/QvSKPqTCqnk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Meiner Meinung nach ist <strong>Ralf Raths</strong> das perfekte Beispiel dafür, wie man ein für manche vielleicht unpopuläres Thema mit viel Hingabe, Leidenschaft, dem nötigen <strong>Fachwissen</strong> und einer sehr ausgeprägten Gabe für die Wissensweitergabe in das digitale Zeitalter bringen kann. Dazu passt auch, dass das <strong>DPM</strong> auch mit Spielen zur Panzerthematik kooperiert wie zum Beispiel <strong>World Of Tanks</strong> oder <strong>Warthunder</strong>, wo eben auch hier Brücken zu einem gänzlich anderen Publikum geschlagen werden. Und bei alldem wird es auch noch geschafft eine deutliche Haltung gegen &#8222;ewig gestriges&#8220; Denken oder auch schlichte Fehlinterpretationen der Geschichte zu zeigen.</p>
<h3>Was zur Hölle?</h3>
<p>Und warum schreibe ich das nun hier, in einem<strong> Musikmagazin</strong>? Okay, ertappt – ich bin großer Fan der Videos und suche schon lange einen Aufhänger um darüber zu schreiben, aber das ist nicht der Hauptgrund! Der wurde mir nun zuletzt auf dem Silbertablett serviert, denn im neuesten Video beschäftigt sich <strong>Ralf Raths</strong> doch tatsächlich mit der Single <em>&#8222;Panzerhenker&#8220;</em> von <strong>KANONENFIEBER</strong>!</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Kanonenfieber - Panzerhenker (Official Lyric Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/ZeKDSW2Nw7E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und da ich sowohl die Band, als auch den Kanal sehr mag, war ich hier direkt gespannt wie ein Flitzebogen, was mich da erwartet.</p>
<p>Über den Inhalt des Videos will ich nicht zu viele Worte verlieren, den das wäre dann einerseits spoilern und andererseits kann Herr <strong>Raths</strong> die inhaltlichen Komponenten deutlich eloquenter vermitteln, als ich diese zusammenfassen könnte. Der Grund für mich den Artikel zu schreiben war eher die Tatsache, dass es dieses Video überhaupt gibt! Denn diese Verbindung zwischen Kunst und Kultur finde ich absolut großartig und spannend.</p>
<h3>Panzermuseum reagiert auf KANONENFIEBER – und was ich dazu denke</h3>
<p><strong>KANONENFIEBER</strong> hat ja bekanntlich mit dem ersten Album &#8222;Menschenmühle&#8220; ein Konzeptalbum über den ersten Weltkrieg, oder vielleicht genauer gesagt über die Schrecken des ersten Weltkrieges herausgebracht. Die Wucht, die Düsternis, die Verzweiflung die in dieser Thematik steckt wird dabei sowohl durch die Musik, als auch durch die Live-Shows sehr beeindruckend übermittelt. Die Grundlage für die Texte bilden nach Aussage von <strong>Noise</strong>, dem Mastermind, dabei Briefe von Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Dadurch entsteht ein Album was eben keine Romantisierung oder Glorifizierung des Krieges betreibt, sondern eben eher ein Werk, was durch die simple Schilderung der Stimmung und der Schrecken dieser Zeit ein <strong>Antikriegsalbum</strong> ist.</p>
<p>Die Single <em>&#8222;Panzerhenker&#8220;</em> spielt ebenfalls noch auf diesem Schauplatz und geht thematisch um einen einzelnen deutschen Offizier, der sich als einziger einem britischen Tank-Angriff gegenüberstellt und diesen aufhält bis er selber fällt. Und genau diesem Titel nimmt sich nun <strong>Ralf Raths</strong> an, und geht gewohnt sachlich-nüchtern an die Faktenlage der einzelnen Textzeilen. Dabei wird sowohl die ein oder andere historisch-technische Genauigkeit gelobt, wie auch andererseits im Fazit noch einmal aufgeschlüsselt, warum die Sammlung eines Hobby-Historikers unter Umständen eine verfälschte Datengrundlage darstellen kann, und sich dementsprechend auch das Lied inhaltlich als nicht unbedingt auf historischen Fakten basierend erweist. Das Video ist daher eine absolute Empfehlung – auch wenn ich wie gesagt inhaltlich nicht zu weit vorgreifen möchte – denn Herr <strong>Raths</strong> ordnet historisch ein, begründet seine Einwände und liefert <strong>interessantes Hintergrundwissen</strong> – und bei seiner Kritik nimmt er explizit die musikalische Komponente aus, denn den Song bewertet er abschließend als großartig.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Was mich – außer der Tatsache, dass dieser Mann auch über die Krümelschublade meines Toasters referieren könnte und dabei für 2 Stunden meine voll Aufmerksamkeit hätte – an dem Video fasziniert ist, dass sich hier der wissenschaftliche Direktor eines deutschen Militärmuseum hinsetzt und sich mit der Single einer brandaktuellen Metal-Band auseinandersetzt. Das ist für mich eine Verknüpfung die hier zwischen Kunst und Kultur, zwischen Wissenschaft und Musik geschlagen wird, die ich als sehr beachtlich und – belehrt mich eines Besseren – bisher <strong>einmalig</strong> befinde. Ich denke mit genau solchen Dingen kann man es schaffen historischen Kontext auch für junge Leute attraktiv zu machen, und zu vermitteln, dass man nicht unbedingt modellbauender Rentner sein muss um sich für Geschichte, historischen Kontext und technisches Kriegsgerät und dessen Historie zu interessieren. Hier wird quasi Lehrbuchreif historisches Wissen mit seiner neuzeitlichen Darstellung gegenüber gestellt und dabei auch auf Risiken und Nebenwirkungen bei 100 Jahre alten Datengrundlagen hingewiesen.</p>
<h3>Nachtrag mit Happy End</h3>
<p>Zum Abschluss des ganzen folgt auch noch das i-Tüpfelchen, denn wer steht in der Kommentarspalte bei Youtube ganz oben in dem Video? Richtig, der Account von <strong>KANONENFIEBER</strong>! Und von diesem wird sich bedankt für die Einordnung, und die Ehre ein solches Video zu bekommen. Natürlich wird darauf verwiesen, dass man selbst nur <strong>Hobby-Historiker</strong> ist, aber dass man gerne in Zukunft zur Absicherung von historischem Kontext mit dem <strong>DPM</strong> zusammenarbeiten möchte. Und wie sich herausstellte, gab es bereits Kontaktversuche untereinander die scheinbar nur an technischen Hürden ( &#8222;dieses Internet ist für uns alle Neuland&#8220; ) gescheitert sind – jetzt steht der Kontakt, und zwischen den Zeilen lässt sich da herauslesen, dass sich hier vielleicht eine <strong>Kooperation</strong> anbahnt! Ich persönlich hoffe sehr, dass uns da etwas ganz großes überraschen wird….</p>
<p>Und natürlich darf zum Ende der Link zum Video nicht fehlen &#8211; verschafft euch hier unbedingt einen eigenen Eindruck:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Musik im Panzermuseum: &quot;Panzerhenker&quot; von Kanonenfieber in der Analyse (Wacken Special)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DJ3O6ADMlQs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Ragnarök Festival 2024 &#8211; Der Bericht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 08:46:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der offizielle Ragnarök-2024-Bericht von der Silence-Crew! Es flossen Bier und Regen, es schienen Sonne und Scheinwerfer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2024-der-bericht/">Ragnarök Festival 2024 &#8211; Der Bericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>RAGNARÖK FESTIVAL 2024!</strong> Wir sind wieder da &#8211; und wir haben Bock! Die Zeichen stehen auf Sturm und es schüttet in Strömen, als wäre der Himmel selbst <strong>im Angesicht der Götterdämmerung</strong> entzweigebrochen, während die ersten Gäste das Camp betreten, die ersten Heringe in matschigen Boden gehämmert werden und sich <strong>die Gischt frisch geknackter Bierdosen</strong> mit dem gnadenlosen Regen vermischt. Es ist also alles genau, wie es soll &#8211; und wir sind bereit, die ersten Klänge sägender Gitarren und fröhlicher Flöten zu empfangen.</p>
<h2><strong>Oimels erstes Mal</strong></h2>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span> Als einziges Mitglied unseres schreibenden Dreiergespanns war ich noch nicht auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> und hatte dann direkt die Ehre die ersten beiden Bands zu sehen.</p>
<p>Zuerst möchte ich aber noch ein paar Worte zum Drumherum verlieren, welches durchaus zu gefallen weiß! Kurze Wege, sehr gelungener Aufbau mit den zwei nebeneinander liegenden Bühnen, sodass eigentlich <strong>keine Umbaupausen</strong> entstehen. Dazu ein gut erreichbares Außengelände für die Verpflegung, faire Bierpreise und ein sympathisches Publikum (soweit ich das bisher beurteilen kann) machen den <strong>Aufenthalt bisher sehr angenehm</strong>! Lediglich der Caravan-Platz ist &#8222;dezent&#8220; überfüllt, da sollten ggf. 10% weniger Tickets verkauft werden.</p>
<h2><strong>Aller Anfang ist finster</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45957 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_6683-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_6683-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_6683-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_6683-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_6683-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_6683.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Als Opener spielen <strong>BOÖTES VOID</strong> auf, die den zum Festival gehörenden Wettbewerb gewonnen haben. Und die fünf Jungs aus dem nicht weit entfernten Würzburg legen auch gleich richtig los! Hier gibt es <strong>keinen sanften Einstieg</strong>, hier gibt es direkt das volle Programm!</p>
<p>Die Band spielt astreinen Black Metal und beherrscht ihr Handwerkszeug meiner Meinung nach sehr gut &#8211; vom ersten Ton an wird die ganze Halle vereinnahmt und es geht <strong>treibend, dystopisch und düster</strong> durch die Tracks.</p>
<p>Tatsächlich vergisst man nach wenigen Minuten, dass es draußen eigentlich noch hell ist, denn hier ist es sehr finster &#8211; aber dabei auch voller Energie. Die Lieder bauen sich mitunter sehr gut auf, wobei die <strong>Gesangsparts und die Melodie im Vordergrund</strong> stehen, bis die Instrumente dann zusehends mit mehr Wucht einsetzen und schlussendlich alles brachial zusammenwirkt. Das alles ohne dass der Eindruck von Chaos entsteht. Dazu zeigt die Band &#8211; für mich in diesem Genre recht ungewohnt &#8211; viel <strong>Interaktion mit dem Publikum</strong>, welches auch sehr bereitwillig mitmacht. Man merkt einfach, dass alle Bock auf das Festival und die Musik haben.</p>
<h2><strong>Zweite Band, zweites Highlight!</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45959 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7041-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7041-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7041-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7041-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7041-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7041.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Nach diesem echt guten Start geht es fast nahtlos mit der zweiten Band <strong>GASBRAND</strong> (nicht bei Google nach Bildern suchen) weiter. Hier bin ich die ersten Minuten nicht ganz so begeistert, die <strong>Stimme scheint mir zu dominant</strong>, zu sehr im Vordergrund, zu roh. Nachdem ich meinen Standort verändere, stelle ich allerdings fest, dass die Band tatsächlich nur zu zweit ist &#8211; und das fasziniert mich sehr, denn hier wird ebenfalls ordentlich was auf die Ohren geboten. Im Gesamteindruck ergeben die dominanten Vocals dann auch einen stimmigen Eindruck, da diese dafür eben nicht permanent präsent sind, sondern auch <strong>viel Raum für die instrumentalen Stellen</strong> geboten ist – und hier ist für mich insbesondere das hämmernde Schlagzeug ein Highlight!</p>
<p>Insgesamt beeindruckt mich der Auftritt, da ich nicht gedacht hätte, dass so viel Musik von nur zwei Leuten präsentiert werden kann. Allerdings fehlen mir dann doch an einigen Stellen noch ein paar melodische Parts &#8211; aber das ist vermutlich eher mein Befinden. Das Publikum würdigt den Auftritt ebenfalls sehr, und <strong>der Abend beginnt vielversprechend!</strong></p>
<h2><strong>Vielfältige Soloarbeit</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45960 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7344-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7344-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7344-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7344-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7344-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7344.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Die Finnin <strong>Julia Mattila</strong> rief 2017 ihr <strong>Soloprojekt VERMILIA</strong> ins Leben. Seitdem hat sie zwei Full-length-Alben, sowie eine EP veröffentlicht und sich die <strong>Unterstützung von Live-Musikern </strong>geholt, um mit <strong>VERMILIA</strong> auch Konzerte absolvieren zu können. Heute ist sie also in Lichtenfels zu Gast, und ich freue mich sehr auf den Auftritt!</p>
<p>Es war mir in der Vergangenheit schon einmal vergönnt, <strong>VERMILIA</strong> live zu sehen und <strong>Julias</strong> wunderbare Stimme und<strong> gesangliche Vielfältigkeit</strong>&nbsp;zu erlauben. Und auch heute finde ich das, was sie dort auf der Bühne von sich gibt, wieder mehr als beeindruckend. Ob Growls, krächzende Schwarzmetall-Screams oder voller Klargesang &#8211; <strong>Julia</strong> gelingt einfach alles. Die Musik währenddessen bewegt sich zwischen eindringlichen <strong>Folk- und Pagan-Passagen</strong> und atmosphärischen <strong>Black-Metal-Klängen</strong>.</p>
<p>Auch optisch vermittelt <strong>VERMILIA</strong> eine Mischung aus Naturbezug und Düsternis. <strong>Julia</strong> hat eine große <strong>Trommel</strong> zur Hand, mit der sie immer wieder den Rhythmus vorgibt. Aber das ist noch nicht alles: Auch ihre <strong>Querflöte</strong> kommt hier und da zum Einsatz! Die Live-Musiker steuern dann noch Gitarre und Bass bei und fertig ist das Konzept von<strong> VERMILIA</strong>! Für mich persönlich ist dieser Auftritt definitiv das <strong>Highlight</strong> des heutigen Donnerstags. Ein großartiger Auftakt für das diesjährige <strong>RAGNARÖK!</strong></p>
<h2><strong>Eine Debütshow mit Bärten&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-45961" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7490-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7490-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7490-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7490-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7490.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich: </em></span>Mein Festivalstart ist gleichzeitig der Karrierestart einer neuen Band: <strong>Robse</strong> &#8211; ehemaliger Sänger von <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>MINAS MORGUL</strong> und mehr, darf nun endlich sein eigenes Projekt auf der Bühne präsentieren. Vor ziemlich genau einem Tag kam die erste Single öffentlich gemacht, doch ich trete spoilerfrei ins Geschehen ein und gebe mich der Überraschung hin.</p>
<p>&#8222;Das ist kein Test, macht euch bereit!&#8220;, erschallt eine Stimme am Ende des epischen Intros, als vor dem riesigen Banner <strong>fünf stämmige, bärtige Männer</strong> an die Instrumente treten. Die Musik wird von einer gewissen Epik getragen, die sich hauptsächlich aus Synthesizer-Backing-Spuren ergibt. Gelegentlich begleitet auch vom Band eine Frauenstimme die Refrains, die der Bandkopf ins Mikrofon brüllt.</p>
<p>Spezifisch bleibt mir ein Lied im Kopf, bei dem das Publikum zum Mitmachen animiert wird: Dem &#8222;<strong>Hu!&#8220; </strong>des Sängers ist jeweils ein &#8222;<strong>Ha!&#8220; </strong>folgen zu lassen. Irgendwann wandelt <strong>Robse</strong> es in &#8222;<strong>Schniedel!&#8220;</strong> und &#8222;<strong>Wutz!&#8220;</strong>&nbsp;um. Hach. Ich bin froh, dass der Mann<strong> endlich machen kann, worauf er Bock hat, </strong>ohne, dass ihm jemand auf den Sack geht. Freut mich sehr, dass ich beim ersten Konzert dabei sein durfte.</p>
<h2>&nbsp;</h2>
<h2><strong>Alt und neu</strong></h2>
<p><strong>VARG</strong> werden herzlich begrüßt, von einer Horde aus neuen wie alten Fans. Recht viele sind heute sogar zum allerersten Mal dabei, wie eine kleine &#8222;<strong>hebt die Hand&#8220;-Umfrage</strong> ergibt. Die Setlist ist, beginnend mit einem sehr alten Lied und dann erstmal zu neuerem Material übergehend, gut an diese Situation angepasst. <strong>Fylgja</strong>, ihres Zeichens seit einigen Jahren Sängerin bei <strong>VARG</strong>, leiht der Mucke in den neueren Tracks ihre Stimme, welche sich mittlerweile sehr gut ins Gesamtkonzept einfügt. Die älteren Songs bauen rein auf den <strong>guten alten Männerschweiß</strong> auf.</p>
<p>Spätestens nach zwei Liedern sitzt auch der Sound ordentlich, Bewegung herrscht im Publikum bereits nach dem ersten. Aus dem Nichts heraus erwischt mich <em>&#8222;Zeichen&#8220;</em>, einer meiner Lieblingssongs, und im Anschluss geben die Wölfe <em>&#8222;Donareiche&#8220;</em>&nbsp;zum Besten, eines ihrer ältesten Stücke, welches sie eigener Aussage nach seit Ewigkeiten nicht gespielt haben.</p>
<p>Wieder mal eine <strong>absolute Powershow</strong> von <strong>VARG</strong> &#8211; keep it up!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-45962 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7763.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7763.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7763-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7763-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7763-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7763-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h2><strong>Piraten und unsichtbare Ananasse</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-45963" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8140-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8140-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8140-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8140-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8140-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8140.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><span style="color: #800000;">Oimel:</span></em> Auch am zweiten Tag habe ich mir die erste Band ausgesucht &#8211; der frühe Vogel und so! Und das soll sich gelohnt haben, denn obwohl es erst 14 Uhr ist, finden doch schon zahlreiche Leute den Weg vor die Bühne. Eine <strong>Mischung aus Restrausch vom Vorabend und ersten Einflüssen des Frühschoppens</strong> ist noch zu spüren &#8211; aber nur kurz, denn <strong>CALAROOK</strong> sorgen direkt für mächtig Wirbel und pusten die Köpfe ordentlich durch. Die vier Herrschaften plus Geigerin spielen Pirate Metal und machen das absolut souverän! Auf mich wirken sie wie die <strong>großen, bösen Brüder von Bands wie ALESTORM</strong> oder <strong>LAGERSTEIN,</strong> und der Sänger vermittelt mir glaubhaft den Eindruck, dass er <strong>Jack Sparrow</strong> zum Frühstück essen würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45964 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8156-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8156-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8156-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8156-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8156-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8156.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Geige, Gitarre, wuchtiges Schlagzeug und Sechssaitenbass (!) gehen zu tiefsten Growls durch die Weltmeere. Dabei wird auch das Bandlogo mit &#8222;invisible pineapples&#8220; und &#8222;pineapples revenge&#8220; besungen.</p>
<p>Das Publikum würdigt den Auftritt der Band standesgemäß &#8211; zum Genre passend gibt es einige <strong>Rudereinlagen</strong> etlicher begeisterter Metalheads.</p>
<p>Ein gelungener Auftritt, der <strong>ordentlich Pepp</strong> in den Nachmittag bringt!</p>
<h2><strong>Der Satan aus dem Sumpf</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45965 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8426-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8426-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8426-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8426-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8426.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Bei <strong>SUOTANA</strong> handelt es sich um eine von zwei Bands, die <strong>unfassbar kurzfristig eingesprungen</strong> sind, um jene Lücken im <strong>RAGNARÖK-Line-Up</strong> zu füllen, die anstanden waren, nachdem<strong> GRIMA</strong> und <strong>ULTAR</strong> ihre Auftritte für dieses Jahr leider absagen mussten. Glücklicherweise sind die Finnen von <strong>SUOTANA</strong> gerade sowieso auf <strong>Tour</strong>, mit ihrem 2023 erschienen, dritten Album &#8222;Ounas I&#8220;. Da kommt der Zwischenstopp in Lichtenfels doch wie gerufen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45966 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8444-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8444-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8444-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8444-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8444.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p>Die sechs Männer auf der Bühne haben jedenfalls eine <strong>ganze Menge Energie</strong> mitgebracht. Die Spielfreude steht ihnen in die Gesichter geschrieben, auch wenn sie es sich nicht erlauben, gar zu freundlich dreinzublicken. Schließlich wohnt ihrer Musik eine gewisse<strong> Epik und Gewaltigkeit</strong> inne! Der <strong>melodische Death-/Power-Metal</strong>, den sie zum Besten geben, beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Winter und Natur, aber auch mit Geschichte. Die beiden<strong> Sänger Tuomo</strong> und <strong>Ville</strong>, der auch eine der beiden Gitarre spielt, schmettern hierbei nur so um die Wette.</p>
<p><strong>Übrigens:</strong> &#8222;suo&#8220; bedeutet auf Finnisch &#8222;Sumpf&#8220; und &#8222;Saatana&#8220; ist der Satan. Also zusammengesetzt der <strong>&#8222;Sumpfsatan&#8220;</strong>. Kreativ auf jeden Fall! Und zu ernst nehmen sich die Musiker von <strong>SUOTANA</strong> sowieso nicht. Musikalisch durchaus versiert und professionell, steckt doch eine gewisse Portion <strong>Humor</strong> in ihrem Auftritt. Ich kannte die Band vorher nicht, aber nach diesem Konzert habe ich sie definitiv auf dem Zettel!</p>
<h2><strong>Es wird episch</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45967 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8729-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8729-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8729-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8729-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8729-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8729.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich: </em></span>Wenn es bei diesem Festival eine Band gibt, die mein Blut zum Wallen bringt, sind das definitiv (wieder mal) <strong>VANAHEIM</strong>. Diese epische, <strong>energiegeladene Musik kombiniert mit einer Spielfreude</strong>, wie sie kaum eine Band an den Tag legt! Das Publikum kann gar nicht anders, als sich davon anstecken zu lassen, und schon ab dem ersten Song gibt es einen großen <strong>Mosh- und Circlepit</strong>.</p>
<p>Man spielt sich durch das neueste Album, in etwas anderer Reihenfolge zwar als auf Platte, aber funktionieren tut es ebenso gut. Auch <strong>Geigenspielerin</strong> <strong>Rikke</strong>, die erst seit 2022 dabei ist und viele der melodischen Parts übernimmt, die sonst vom Band abgespielt wurden, passt perfekt ins Bild und punktet sogar mit dem ein oder anderen Solo.</p>
<p>Es gibt ein paar Soundproblemchen, anfangs übersteuert der Bass-Drum-Trigger etwas und später fällt gelegentlich mal die Gitarre aus. Das <strong>schadet dem Erlebnis aber wenig</strong>, denn das Spaßlevel ist hoch und geht auch durch diese kleinen Unannehmlichkeiten nicht verloren.</p>
<p>Wer hätte es gedacht: <strong>VANAHEIM</strong> haben es wieder hinbekommen, noch etwas besser zu sein als in meiner Erinnerung &#8211; und das ist alles andere als einfach.</p>
<h2><strong>Das Gift der Götter</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45968 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8786-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8786-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8786-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8786-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_8786.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Wann immer ich den Bandnamen <strong>THEOTOXIN</strong> auf einem Line-Up entdecke, fangen meine Augen an, zu leuchten. Den <strong>kompromisslosen Black-Death</strong> der <strong>Österreicher</strong> lasse ich mir immer wieder gerne um die Ohren zimmern. Dementsprechend mische ich mich auch heute unter die Menschen, die bereits erwartungsvoll vor der Bühne ausharren.</p>
<p>Und wir werden nicht enttäuscht! <strong>THEOTOXIN</strong> liefern eine brutale Show ab und die schmetternden Riffs dringen mir durch Mark und Bein. Rechts und links von mir lassen die Metaller ihre <strong>Haare fliegen</strong>, und selbst die blanken Köpfe in der Menge können sich des Rhythmus nicht erwehren und werden zur Musik geschüttelt. Sänger <strong>Ragnar</strong> macht das Ganze komplett, indem er uns <strong>gnadenlos zusammenschreit</strong>.</p>
<p>Viel musikalische Abwechslung oder Bühnenshow darf man bei <strong>THEOTOXIN</strong> nicht erwarten, das gehört nicht zum Konzept. Vielmehr lautet die Devise: <strong>40 Minuten durchballern.</strong> Und ich liebe es!</p>
<h2><strong>Deprimierendes Geflüster</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45969 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/01-2-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/01-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/01-2-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/01-2-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/01-2.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich:</em></span> Nach dem spritzigen Konzert von <strong>VANAHEIM</strong> folgt für mich nun so ziemlich das Gegenteil: Düster und melancholisch wird es mit <strong>WALDGEFLÜSTER</strong>. Mal präsentieren sich die Stücke ruhig und langsam, mal <strong>aufgeregt und verzweifelt</strong>. Ähnlich verhält es sich mit den Vocals: Sie wechseln zwischen traurig klingenden Cleans und ebenso verzweifelten Screams.</p>
<p>Band, Musik und Sound funktionieren auf bemerkenswerte Weise als Einheit, und das Ergebnis ist hypnotisierend. Aber auch <strong>herunterziehend</strong>. So sehr sogar, dass ich mir das letzte Drittel nicht mehr mit anhöre, weil es mir buchstäblich einfach nur anfängt, scheiße zu gehen, und ich direkt im Anschluss noch <strong>IMPERIUM DEKADENZ</strong> vor mir habe, deren Musik mich wahrscheinlich ebenso wenig aufmuntern wird.</p>
<h2><strong>Atmosphäre und Energie</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45970 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9297-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9297-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9297-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9297-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9297.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p>Ich sehe <strong>IMPERIUM DEKADENZ</strong> zum ersten Mal live. Es hat lange gedauert, bis sich mir die Möglichkeit nun endlich mal bietet &#8211; und das gleich zweimal, denn eine weitere Show gibt es beim <strong>SUMMER BREEZE</strong> dieses Jahres.</p>
<p>Wie antizipiert verbreitet das Konzert eine ähnlich deprimierende Stimmung wie das vorige, mit ebenso viel Atmosphäre und Düsternis. Das allerdings mit einem weitaus moderneren, klinischeren Sound. Da ist außerdem <strong>mehr Punch, mehr Wut, mehr Durchschlag</strong> dahinter. Und das alles im Rahmen einer tight gespielten, sauber abgelieferten Show. Das hohe Energielevel macht echt Bock &#8211; ich allerdings brauche wirklich wirklich bald mal wieder etwas, das mich ein bisschen fröhlicher stimmt, und begebe mich zum Camp, um <strong>eine Runde Flunkyball</strong> zu spielen.</p>
<h2><strong>Die Modelleisenbahn-Vatis von nebenan</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45971 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9513-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9513-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9513-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9513-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9513-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9513.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span><strong> WINTERFYLLETH</strong> sind nun schon eine der Bands, auf die ich mich sehr gefreut habe! Beim <strong>DARK TROLL FESTIVAL 2019</strong> zuerst gesehen, hinterließ dieser Auftritt einen bleibenden Eindruck und sorgte für viel Vorfreude bei mir.</p>
<p>Die haben die fünf Männers aus Manchester scheinbar auch, denn die haben richtig Bock auf der Bühne und animieren auch das Publikum sehr gut! Erneut witzig finde ich, dass vier der Jungs mal <strong>so gar nicht nach dem Genre aussehen</strong>, das sie spielen,&nbsp; sondern eher nach dem Modelleisenbahn-Vati von nebenan, der mit seiner Garagenband auftritt.</p>
<p>Das tut ihrem musikalischen Können und ihrem Auftritt aber keinen Abbruch! Wuchtig, atmosphärisch, getragen und mit anpeitschendem Schlagzeug geht es durch die Titel.</p>
<p>Auffällig finde ich hier, dass der <strong>Gesang ganz anders genutzt</strong> wird &#8211; der ist kein vordergründiges Element, sondern untermalt die gewaltige Musik als allgegenwärtigen Hintergrund und umgibt diese verzerrt, gespenstisch und genial!</p>
<p>Ein großartiger Auftritt, der mir sehr gefällt &#8211; und dem umstehenden Publikum ebenfalls.</p>
<h2><strong>Eine würdige Vertretung</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45972 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9656-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9656-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9656-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9656-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9656.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Kommen wir nun zum zweiten &#8222;Ersatz&#8220; für <strong>GRIMA</strong> und <strong>ULTAR</strong>: Die <strong>Folk-Metaller</strong> von <strong>METSATÖLL</strong> geben sich in der Stadthalle die Ehre! Und während ich beim vorherigen Reinhören noch die Befürchtung hegte, ihre Musik könnte mir auf Dauer zu dudelig werden, <strong>belehren sie mich live eines Besseren</strong>.</p>
<p>Der Schlagzeuger geht richtig ab und drischt auf die Becken ein, dass es eine Freude ist. Sänger <strong>Markus</strong> begrüßt sein Publikum auf Deutsch: &#8222;Wir sind <strong>METSATÖLL aus Estland!</strong>&#8220; Und er verkündet, dass sie in diesem Jahr ihr <strong>25-jähriges Bandjubiläum</strong> feiern. Glückwunsch! Dann geht es auch nahtlos weiter mit der Party: Zu <strong>Flöten- und Dudelsackklängen</strong> findet sich ein kleiner <strong>Moshpit</strong> vor der Bühne zusammen und tanzt und hüpft sich die Seele aus dem Leib.&nbsp;</p>
<p>Nach circa 40 Minuten wilden Folksongs schlagen <strong>METSATÖLL</strong> zum Abschluss nochmal <strong>ruhige Töne</strong> an und spielen für uns auf eine Weise, die mich etwas an die Band <strong>HEILUNG</strong> erinnert. Ehrfürchtig lausche ich den <strong>beinahe spirituellen</strong> Gesängen und Trommelschlägen. Als sie verklingen, erhebt sich allgemeiner Applaus, dem ich mich gerne anschließe.<strong> METSATÖLL</strong> haben sich wie auch schon <strong>SUOTANA</strong> nicht angehört wie ein bloßer &#8222;Ersatz&#8220;. Vielmehr haben beide Bands dem <strong>RAGNARÖK</strong>-Publikum gezeigt, wie sehr sie ihre Slots <strong>verdient</strong> haben!</p>
<h2><strong>Mehr Gefühl!</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-45973 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0017-SharpenAI-Focus.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0017-SharpenAI-Focus.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0017-SharpenAI-Focus-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0017-SharpenAI-Focus-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0017-SharpenAI-Focus-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0017-SharpenAI-Focus-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Dass sich das <strong>RAGNARÖK-Festival</strong> nicht nur aus Black- und Pagan-/Folk-Metal zusammensetzt, beweist nicht zuletzt der heutige Auftritt von <strong>THE VISION BLEAK</strong>. Ob man ihre Musik nun als Gothic- oder Horror-Metal bezeichnen mag, sie ist in jedem Fall <strong>düster und melancholisch</strong> angehaucht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45976 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9951-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9951-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9951-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9951-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9951-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_9951.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Auch wenn ich privat nicht zu ihrer Hörerschaft zähle, so kann ich <strong>THE VISION BLEAK</strong> in keinem Fall ihr Talent absprechen. <strong>Markus Stock</strong> alias <strong>Schwadorf</strong>&nbsp;hat mit seiner Band <strong>EMPYRIUM</strong> Maßstäbe im naturverbundenen Metal gesetzt und ist des weiteren mit seinem Black-Metal-Projekt<strong> SUN OF THE SLEEPLESS</strong> aktiv. Zusammen mit <strong>Tobias Schönemann</strong> alias <strong>Konstanz</strong> rief <strong>Schwadorf</strong> um die Jahrtausendwende <strong>THE VISION BLEAK</strong> ins Leben.</p>
<p>Seitdem konnte das <strong>Duo</strong> eine große Zahl an Fans für sich gewinnen. Der Zeitslot (20:25-21:25 Uhr) und das sich <strong>zahlreich</strong> vor der Stage und auf der Tribüne <strong>tummelnde Publikum</strong> sprechen für sich. Einige der Metaller wirken bei den Songs zudem erstaunlich textsicher. Vermutlich funktioniert das Konzert umso besser für diejenigen, die mit der Musik von <strong>THE VISION BLEAK</strong> persönliche Erinnerungen oder Gefühle verbinden. Mir selbst fehlt leider ein bisschen der Zugang. Nichtsdestotrotz reut es mich am Ende nicht, diesem <strong>technisch absolut einwandfreien Auftritt</strong> in der Lichtenfelser Stadthalle beigewohnt zu haben.</p>
<h2><strong>Das Fieber des Krieges</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45975 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0392-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0392-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0392-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0392-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0392-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0392.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span> Tja, und dann kommen <strong>KANONENFIEBER</strong> &#8211; und was soll ich groß schreiben? Die Band um Mastermind <strong>Noise</strong> ist im Moment ein <strong>absolutes Phänomen</strong>. Mit bisher nur einem Album und einigen Singles wird unentwegt kräftig getourt, und dabei geht weder Feuer noch Elan verloren.</p>
<p>Die Stimmung, die zu den authentischen, bedrückenden Antikriegstexten erzeugt wird, zusammen mit der geballten Wucht der Instrumente und dem teils anklagenden, teils wütenden (aber immer passenden!) Gesang, sorgen für <strong>echte Gänsehaut und Beklemmung</strong>, während einen die Musik gleichzeitig mitreißt.</p>
<p>Eine faszinierende Mischung, die hier entsteht, und die die Stunde Spielzeit wie im Flug vergehen lässt. <strong>Brachial, brutal, </strong>aber immer die Verzweiflung und das Leid, des den Texten zugrunde liegenden Themas darstellend, wird das Publikum durch die Titel getrieben, und zu <em>&#8222;Dicke Bertha&#8220;</em>, <em>&#8222;Füsilier I + II&#8220;</em>, <em>&#8222;Grabenlieder&#8220;</em>, <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em>, und mehr erheben sich auch im sehr vollen Zuschauerraum viele Fäuste und kräftige Stimmen! Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was für ein Album dieses Jahr noch folgt!</p>
<p>Aufgefallen ist mir im Vergleich zum letzten Auftritt, den ich gesehen habe, dass mit noch mehr Gestik gearbeitet wird, und die bedrückende Stimmung durch die <strong>passende Körpersprache des Sängers</strong> noch mehr unterstützt wird. Dazu kommen auch reichlich <strong>Feuer und Pyro-Effekte</strong>, die natürlich perfekt zu Songs wie <em>&#8222;Dicke Bertha&#8220;</em> passen.</p>
<p>Ein toller Auftritt und eine tosende Menge vor der Bühne!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45974 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0378.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0378.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0378-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0378-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0378-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0378-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h2><strong>Gutes Set, mieser Sound</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45977 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0802-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0802-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0802-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0802-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0802-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0802.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich:</em></span> Hier muss ich erstmal kurz in einen <strong>Rant</strong> verfallen. Denn dieses Konzert ist ein Bilderbuchbeispiel von &#8222;Warum zum <strong>FICK</strong> ist das Schlagzeug so laut, dass man kein Keyboard mehr hört und der Rest nur noch nach Matsch klingt?!&#8220; Recht lange ist es mittlerweile her, dass diese Art von Soundproblemen (vor allem auf Festivals) Gang und Gebe waren. Was aber den heutigen Einzelfall nicht besser macht. Ich meine, was soll das denn? Ich weiß doch, dass der Drummer ein verdammtes Monster am Kit ist. In Sachen Präzision, Ausdauer und Geschwindigkeit bewegt der sich auf höchst professionellem Niveau. Aber! Ich <strong>erkenne teilweise die Lieder nicht mal wieder</strong>, weil von den Synths nicht mehr als ein <strong>feuchter Furz </strong>durch die Lautstärke der Double Bass dringt. Haben größere Bands nicht im Normalfall ihren eigenen Soundmischer am Start, eben um genau solche Probleme zu vermeiden? <strong>Argh!</strong> Rant over.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45978 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0812-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0812-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0812-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0812-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0812.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p>Versteht mich nicht falsch. Von scheiße ist das Konzert meilenweit entfernt. <strong>FINNTROLL</strong> &#8211; also die Bandmember selbst &#8211; legen einen absolut einwandfreien Auftritt vor. Als dann auf dem Counter <strong>von 70 Minuten noch 37 übrig</strong> sind, habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass man die Keyboardmelodien tatsächlich heraushört. Dann kommt <em>&#8222;Nattfödd&#8220;</em>, und das Konzert ist für mich gerettet. Ich liebe diesen finsteren, unter die Haut gehenden Song, wie er sich inmitten der <strong>humppatastischen, tanzbeinjuckenden Setlist</strong> manifestiert. Großartig. Eigentlich macht die gesamte zweite Hälfte des Sets <strong>total Spaß</strong>, auch wenn der Sound immer noch weit von perfekt ist.</p>
<h2><strong>Mal ganz was anderes</strong></h2>
<p><strong>PERCHTA</strong> sind eine der einzigen Folk-Metal-Bands, die <strong>ein Hackbrett in ihrem Instrumentarium</strong> hat. Ein was? Was erstmal ziemlich brutal klingt, ist eigentlich ein kleines Seiteninstrument, das man sanft mit weichköpfigen Stöcken beklimpert. Besonders in ruhigeren Momenten kommt das richtig mysteriös und atmosphärisch herüber. Ein weiteres Kuriosum ist die Sängerin, beziehungsweise ihre Aufmachung und Performance. In aufwändigem, <strong>hexenartigem Outfit</strong> mitsamt <strong>detailreichem Corpsepaint</strong> tanzt sie in tranceartigen Zuckungen. Ihre Vocals reichen von markerschütternden Screams über beschwörenden Cleangesang bis hin zu gesprochenen Parts und Geflüster. Das Ganze ausschließlich in Tiroler Dialekt, was einerseits familiär und andererseits doch fremd klingt, und so der Show einen wundervollen Uncanny-Valley-Effekt verleiht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45979 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0932-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0932-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0932-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0932-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0932-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_0932.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Die Musik weist viele Black-Metal-Elemente auf, lehnt sich darüber hinaus aber stark in <strong>schamanistisch-ritualistische Atmospheric-Gefilde</strong>. Oft kommt sie ganz ohne Metal aus und zehrt ihre Kräfte rein aus akustischen Instrumenten und der Stimme der unheimlichen Dame. Weirde und ungewohnte Akkorde und Tonleitern auf den Instrumenten machen diese Musik zu etwas ganz Besonderem. Ein tolles &#8211; und großartig ausgeführtes &#8211; Gesamtkonzept.</p>
<p>Irgendwie bricht der (ansonsten makellose) Sound in den letzten 15 Minuten aber auf einmal komplett ein, fast als hätte jemand einen <strong>Bauchplatscher auf das Mischpult</strong> gemacht (?), wird dann aber wieder hochgefahren. Keine Ahnung, was da tatsächlich passiert ist, so gut wie davor erklingt es für den Rest des Konzertes allerdings nicht mehr.</p>
<p>Von diesem technischen Problem abgesehen kann ich nur sagen: Das war toll. <strong>Tolle Atmosphäre, tolle Performance, tolle Musik. </strong>Und der in so späte und düstere Stunde verschobene Timeslot hat dem Ganzen in Sachen Ambiente wirklich gutgetan.</p>
<h2><strong>Das ist VAAAANSIND!</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45980 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1316-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1316-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1316-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1316-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1316.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Beim <strong>Opener</strong> des heutigen Tages handelt es sich um eine junge Band aus Dänemark. <strong>VANSIND</strong> haben 2021 eine erste EP veröffentlicht und vergangenes Jahr dann ihr erstes Full-length-Album, &#8222;Mørket&#8220;, auf den Markt gebracht. Die<strong> Folk-Metaller</strong> sind nun nach Lichtenfels gereist, um uns mit ihren melodiestarken Klängen am letzten Festivaltag nochmal richtig in <strong>Schwung zu bringen</strong>!</p>
<p>Ganze sieben Musiker bilden die Formation <strong>VANSIND</strong>. Und es ist gleich <strong>doppelte Frauenpower</strong> am Start! <strong>Sängerin Line Burglin</strong> verzaubert mich regelrecht mit ihrer Stimme. Ich bin wirklich wählerisch, wenn es um weiblichen Gesang geht, aber diese <strong>Vocals</strong> sind so <strong>kraftvoll, klar und durchdringend</strong>, dass sie mich gänzlich für sich einnehmen. <strong>Rikke Klint Johansen</strong> sorgt währenddessen abwechselnd am <strong>Keyboard</strong> und mit dem <strong>Dudelsack</strong> für eingängige Melodien, zu denen ich nicht anders kann, als zu tanzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45981 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1441-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1441-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1441-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1441-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1441-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1441.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Und das fühlen die anderen Frühaufsteher, die es an diesem Samstagmittag vor die Bühne gezogen hat, ganz genauso. Es wird gewippt, gewogt, getanzt und geheadbangt. <strong>Still stehen? Nichts da! VANSIND</strong> sind wahrlich eine <strong>gute-Laune-Band</strong>, mit so viel Energie im Gepäck, dass die Stadthalle Lichtenfels vor lauter lautem Folk nur so erbebt. Die Dänen haben auch die letzte Schlaftrunkenheit aus mir herausmusiziert und nach ihrem Auftritt sprühe ich nun nur so vor <strong>Freude auf den Rest des Tages!</strong></p>
<h2><strong>Sie träumt &#8211; aber wovon bloß?</strong></h2>
<p>Auf fröhlichen Folk folgt nun das <strong>Kontrastprogramm: ELLEREVE</strong>. Hinter diesem Namen versteckt sich die deutsche Künstlerin <strong>Elisa Guilia Teschner</strong>. Ihre Musik hat weder mit Black- noch mit Pagan-Metal viel zu tun. Mit <strong>ELLEREVE</strong> bekommen wir beim diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong> eine Mischung aus <strong>elektronischem Dark-Rock, Folk und Shoegaze</strong> zu hören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45982 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1541-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1541-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1541-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1541-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1541-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1541.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Das muss nicht jedem gefallen. Ich versuche heute, mich darauf einzulassen. <strong>Elisa</strong> hat eine wunderbare Stimme, in die sie jede Menge <strong>Ausdruck und Emotionen</strong> legt. Auch strahlt die junge Frau eine beeindruckende <strong>Bühnenpräsenz</strong> aus. Der Musikstil aber packt mich leider einfach nicht. Die elektronischen Einflüsse sind nicht meins und <strong>die ruhigen Takte ziehen sich für mich in die Länge</strong>, sodass ich beinahe doch wieder müde werde.</p>
<p>Auch die <strong>Zahl der Menschen vor der Bühne ist überschaubar</strong>. Und das ist super schade, aber aus meiner Sicht verständlich: <strong>ELLEREVE</strong> hat es mit ihrer Musik schwer auf einem Festival, das eigentlich ein ganz anderes Genre bedient. Ich halte <strong>Elisa</strong> für eine <strong>sehr talentierte Musikerin</strong>. Leider erreicht mich aber ihre Musik hier und heute nicht, weshalb ich nach dem Auftritt erst einmal die Sonne draußen suche, um <strong>wieder etwas Energie zu regenerieren</strong>.</p>
<h2><strong>Bringer der guten Laune</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45983 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1994-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1994-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1994-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1994-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1994-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1994.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span> Der dritte Tag beginnt für mich dann passenderweise mit der dritten Band &#8211; <strong>SAGENBRINGER</strong>. Hier gehe ich mit den wenigsten Vorkenntnissen rein, bin aber recht schnell gefangen!</p>
<p>Die <strong>Truppe aus Sylt </strong>hat gerade ihr zweites Album rausgebracht und legt eine einwandfreie Show auf die Bühne. Besungen werden Wikingerthemen, und das schön episch mit leichten Power-Metal-Anleihen, <strong>vielen Mittelalterelementen</strong> und vieeeel guter Stimmung! Das Publikum ist dem ganzen auch sehr zugetan und geht zu der sehr partytauglichen Musik gut mit &#8211; die Musiker treiben das von der Bühne voran, und das gekonnt!</p>
<p>Hier bin ich mir absolut sicher, dass die Band mit ihrer Art und ihrem Auftritt bald auf größeren Bühnen zu sehen sein wird &#8211; da steckt <strong>genügend gute Laune und Partypotential</strong> in den Wikingern, um auch bei großen Festivals richtig Stimmung zu machen!</p>
<p>Dazu gibt es noch eine sehr stabile Ansage vor dem Song <em>&#8222;Blutmarsch&#8220;</em>, in der sinngemäß gesagt wird, dass <strong>jeder zur Party gehört</strong> und <strong>die Horden bunt</strong> sind &#8211; das trifft bei mir natürlich genau den richtigen Nerv und gibt <strong>viel Liebe von mir zurück</strong>!</p>
<h2><strong>Sonne verboten</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45984 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2023-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2023-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2023-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2023-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2023-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2023.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich:</em></span> Während draußen plötzlich der Hochsommer ausgebrochen ist und die Sonnenstrahlen mir die Kopfhaut zwischen den Strähnen wegbrutzeln, ist in der Konzerthalle ab jetzt <strong>die Sonne</strong> <strong>A B S O L U T &nbsp;V E R B O T E N </strong>&#8211;&nbsp;<strong>ISTAPP</strong> importieren, mit grauen Kapuzen und graueren Gesichtern, tiefgefrorenen Black Metal aus den schwedischen Tannenwäldern nach Deutschland.</p>
<p><em>&#8222;Frostbitten&#8220;</em>&nbsp;heißt passenderweise der erste Track, dessen Namen ich erhaschen kann, und auch darüber hinaus scheinen die meisten <strong>Lieder von Winter, Schnee und kalten Elementen</strong> ähnlicher Kategorien zu handeln. Zum Song <em>&#8222;Maifrost&#8220;</em> gibt es dann einen Gastauftritt: der Sänger der Band <strong>EïS</strong> &#8211; passender hätte man es thematisch nicht treffen können.<strong> An Blast Beats wird nicht gespart &#8211; </strong>&nbsp;grimm, wie es sich gehört, erklingt das skandinavische Schwarzmetall. Dennoch fließt hier und da auch mal eine Pagan-Melodie ein, zeigt sich hier und da mal eine kleine Folk-Influenz.</p>
<p><strong>ISTAPP</strong> beweisen sich tapfer gegen die steigenden Temperaturen, und der ein oder andere Schweißtropfen, der mir von der Stirn perlt, <strong>wird zum Eiszapfen</strong>.</p>
<h2><strong>Drei Spaten</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45985 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2296-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2296-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2296-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2296-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2296.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span> Danach habe ich das Vergnügen, <strong>HORN</strong> zu sehen &#8211; und hier bin ich gespannt, denn das was ich vorher gehört habe, ließ mich neugierig zurück! Bei <strong>HORN</strong> handelt es sich um ein weiteres Ein-Mann-Projekt an diesem Wochenende.</p>
<p>Es geht direkt mit <em>&#8222;Drei Spaten&#8220; </em>los, was durchaus ein Anspieltipp wäre. Auffällig finde ich, dass der <strong>Sänger gleichzeitig Bassist</strong> ist &#8211; bewusst kannte ich das nur von <strong>Lemmy</strong> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ansonsten habe ich mich vorher insofern belesen, dass die Band sowohl in sehr vielen Sprachen unterwegs ist, als auch in vielfältigen Themenbereichen. Und das kann man auch musikalisch feststellen, wenn beispielsweise <strong>Lieder mit Soldatenbezug</strong> die typischen Marschtrommeln aufweisen, oder sich Ähnliches ergibt. Das weiß mir durchaus zu gefallen, denn dadurch kommt es zu einer großen Vielfalt und Abwechslung, und auch ohne die Lieder im Vorfeld zu kennen, wird man <strong>in die Themenkomplexe mitgenommen</strong>.</p>
<p>Der Auftritt ist <strong>insgesamt rund und gefällt mir</strong>. Dennoch würde ich sagen, dass das Publikum zwar interagiert, aber hier der Funke nicht ganz so überspringt wie bei anderen Bands.</p>
<h2><strong>Härter als gedacht</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45986 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2607-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2607-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2607-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2607-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2607-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2607.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich:</em> </span>Irgendwie sind von <strong>FEN</strong> <strong>die falschen Songs auf Youtube</strong> oben in den Videovorschlägen, denn ich habe mich ob meiner Voranhörung der Band auf ein ruhiges, atmosphärebetontes Konzert eingestellt. Mit Geschrei und Blast Beats habe ich gar nicht gerechnet. Nun könnte man schon behaupten, die Engländer bewegten sich auf einer eher atmosphärischen Schiene (und es dominieren auch mal die Clean Vocals), <strong>ruhig ist jedoch etwas anderes. </strong></p>
<p>Das Wetter draußen bleibt dabei absolut anti-Black-Metal, was ironischerweise dem perfekten Festivalwetter entspricht. Das wiederum schadet den Besucherzahlen <strong>in</strong> der Halle, da viele wohl lieber draußen den <strong>ersten warmen Tag des Jahres</strong> genießen, als hier drinnen in finstere musikalische Gefilde einzutauchen.</p>
<h2>&nbsp;</h2>
<h2><strong>Es gibt keinen Gott</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45987 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2970-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2970-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2970-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2970-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2970-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_2970.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span> Wer <strong>KANONENFIEBER</strong> sagt, muss auch <strong>NON EST DEUS</strong> sagen &#8211; denn beides sind Ein-Mann-Projekte von Mastermind <strong>Noise</strong>.</p>
<p>Und bis 2024 gab es <strong>NON EST DEUS</strong> auch nicht live. Das <strong>RAGNARÖK</strong> ist einer der ersten Liveauftritte der Kombo. Natürlich vergleicht man mit <strong>KANONENFIEBER</strong>, auch wenn beide Bands unterschiedlicher kaum sein könnten &#8211; denn bei <strong>NON EST DEUS</strong> gibt es schon mehrere Alben, und die Thematik dreht sich <strong>ausschließlich um die Ablehnung von Religion</strong>.</p>
<p>Und Halleluja, diese Ablehnung merkt man ihnen an – die Musik ist schneller, düsterer und irgendwie roher und rauer, als die von <strong>KANONENFIEBER</strong>. Und im fiesen Krächzgesang kommt die <strong>Abneigung aus jeder Silbe</strong> herausgequollen, die dem Publikum entgegengespuckt wird. Dazu kommt auch hier eine passende Kostümierung und die fast noch ausuferndere Gestik von <strong>Noise</strong>, sodass das ganze ein absolut runder Auftritt ist!</p>
<p>Allerdings muss ich sagen, dass die Songs sich untereinander mehr gleichen als bei <strong>KANONENFIEBER</strong>, weswegen ich die weiterhin bevorzuge &#8211; mich aber dennoch ungeheuer freue, beide gesehen zu haben!</p>
<h2><strong>Wir saufen!</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45988 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3074-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3074-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3074-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3074-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3074.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich:</em></span> In dieser Band spielt definitiv der Mann mit der epischsten Kombination aus <strong>langen grauen Haaren</strong> und einem Bart, der diesen in nichts nachsteht. Das wollte ich nur gesagt haben. Kann weitergehen.</p>
<p>Die gesamten Folk-Melodien entstammen der Geige, und mehr noch: Oft ist sie es, die den Takt angibt, die leitende Spur übernimmt, während die <strong>Metalinstrumente eine eher begleitende Rolle</strong> einnehmen. Der Sound glänzt vor allem in Momenten der reinen Folk-Klänge, während in metallischen Parts leider nicht immer alle Instrumente bis zu meinen Ohren durchdringen.</p>
<p>Die Sängerin, welche sich im Laufe des Sets zur Band hinzugesellt, kann offenbar ein bisschen Deutsch: <strong>&#8222;Wir saufen!&#8220;</strong>, lautet ihre Ansage, <strong>und dafür wird sie gefeiert</strong>. Der Sänger hingegen ernährt sich auf der Bühne nur von Wasser. Eigenen Angaben nach deswegen, weil er es schonmal hinbekommen hat, zu besoffen zu sein, um einen ordentlichen Gig abzuliefern. Ein äußerst <strong>verantwortungsbewusster Mann</strong> also.</p>
<p>Ähnlich lustig verhält sich auch das Publikum, und lässt prompt eine Polonäse entstehen. Auf mich will die Energie aber leider nicht so richtig überspringen. Der Sound wummert irgendwie zu sehr, es ist zu warm in der Halle &#8211; obschon dies mein erstes <strong>CRUACHAN</strong>-Konzert ist, und ich mich sehr drauf gefreut habe, will es mich nicht so ganz abholen.</p>
<h2><strong>Es wird geballert</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45989 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3337-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3337-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3337-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3337-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3337-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3337.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Endlich wieder Schwarzmetall! Meine persönliche Portion <strong>Auf-die-Fresse</strong> gibt es heute von <strong>NORDJEVEL</strong>. Die Norweger präsentieren sich im klassischen Black-Metal-Look: <strong>Schwarze Klamotte, Nieten und Corpse-Paint</strong>. 45 Minuten haben die <strong>Norweger</strong> nun Zeit, ihrem Publikum in der Stadthalle ordentlich auf die Ohren zu dreschen.</p>
<p><strong>Rohe Blast Beats, schneidende Gitarrenriffs und finstere Schreie</strong> sind das schwarze Rezept von <strong>NORDJEVEL</strong>. Nach eitel Sonnenschein brauche ich hier nicht zu suchen. Stattdessen können die Metaller hier wieder wunderbar die Haare kreisen lassen und zu den <strong>unzumutbaren Tempi des Schlagzeugs</strong> die Köpfe schütteln.&nbsp;</p>
<p><strong>NORDJEVEL</strong> brauchen keine bunte Bühnenshow und keine Ansagen. Das wäre nicht im Sinne des Erfinders. Der <strong>DOEDSADMIRAL</strong> am Mikrofon schreit einfach bloß gnadenlos die Meute vor der Bühne zusammen. Genau diese<strong> &#8222;Kopf aus und Hau drauf&#8220;</strong>-Musik habe ich jetzt gebraucht. Großartig!</p>
<h2><strong>Ein mitreißendes Post-Black-Metal-Erlebnis</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45990 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3872-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3872-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3872-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3872-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3872-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3872.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Aber nun kommen wir wieder zu <strong>versöhnlicheren Klängen</strong>. Zumindest ein bisschen. Denn <strong>HERETOIR</strong> spielen <strong>Post-Black-Metal</strong>, melodisch, melancholisch, düster zwar, aber nicht roh und brutal. Seit 2006 ist die Band um Sänger <strong>Eklatanz</strong> aktiv und hat bis heute neben den drei Full-Length-Alben diverse Singles in verschiedenster Form veröffentlicht. Mir ist es <strong>jedes Mal eine Freude</strong>, sie live erleben zu dürfen, und so freue ich mich auch jetzt sehr auf ihren Auftritt.</p>
<p>Und ich bin nicht die Einzige: Die Stadthalle ist <strong>gerappelt voll</strong>, und dabei sind wir noch nicht einmal bei den Headlinern angelangt. Aber <strong>HERETOIR</strong> ziehen die Menschen an, um sie sogleich mit ihrem <strong>nostalgischen, atmosphärischen</strong> Black-Metal zu berauschen. Die schweren Melodien bahnen sich unaufhaltsam den Weg in meine Gehörgänge. <strong>Schwelgen</strong> kann ich in dieser Musik, aber ich werde dabei nicht müde, weit gefehlt! Die Gitarren und die Stimme von <strong>Eklatanz</strong> reißen mich immer aufs Neue mit, im Wechsel jedoch mit <strong>ruhigen Instrumentals</strong>, die anmuten wie aus einem Traum.</p>
<p>Ich finde <strong>HERETOIR</strong> auch heute wieder genial in dem, was sie tun. Sie verstehen es, die Menschen mit ihrer Musik für sich einzunehmen. Ihr Auftritt wird vom Publikum bejubelt, und ich schließe mich dem an. Nebenbei mag ich auch die <strong>Artworks</strong> sehr gerne, die den Merchandise der Band zieren, und so habe ich mir bereits vor dem Konzert bei ihrer <strong>Autogrammstunde</strong> ein <strong>signiertes Poster</strong> gesichert. <strong>HERETOIR</strong> sind definitiv eins der zugegebenermaßen zahlreichen <strong>Highlights</strong> auf dem diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong>-Festival!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45991 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3604.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3604.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3604-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3604-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3604-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_3604-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h2><strong>Aus den Tiefen von Mutter Erde</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45992 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4193-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4193-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4193-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4193-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4193-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4193.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em></span> Jetzt folgt auch für mich eines meiner absoluten Highlights &#8211; nachdem ich bei uns am Stand schon Fotos und Autogramme gesammelt hatte, treten nun <strong>SAOR</strong> auf.</p>
<p>Und eigentlich habe ich dafür so viele Worte, <strong>dass mir die Worte fehlen</strong>! Die Musik nimmt mich völlig mit, trifft zu 100% meinen Nerv und entführt mich in absolute Träumereien. Dazu kommen die kraftvollen urtümlichen Growls des Sängers, die förmlich aus den Tiefen von Mutter Erde selbst zu kommen scheinen. Die Musik ist so melodisch, kraftvoll, urtümlich, &nbsp;gewaltig und mitreißend, dass ich ungelogen beim darüber schreiben wieder Gänsehaut bekomme. &nbsp;Ja, ich bin hier auch Fanboy, aber das völlig zurecht!</p>
<p>Was ich heute erst realisiert habe, ist, dass die Band ebenfalls ein <strong>Ein-Mann-Projekt</strong> ist und vom Sänger/Frontmann alles kreiert und eingespielt wird. Das steigert meinen Respekt für diese Musik noch weiter. Auffällig im Vergleich zu vorhergehenden Bands ist durchaus noch <strong>die perfekte Abmischung, </strong>da es nicht zu laut ist und alle Nuancen zur Geltung kommen.</p>
<p>Es wird eine Special-Show zum ersten Album &#8222;Aura&#8220; geboten und es ist einfach mystisch, magisch, wunderschön!</p>
<h2><strong>Oldschool muss es sein</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45993 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4723-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4723-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4723-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4723-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4723-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG_4723.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Für meinen persönlichen Geschmack haben es <strong>KAMPFAR</strong> nun nach <strong>SAOR</strong> natürlich schwer &#8211; allerdings habe ich sie live vom <strong>DARK TROLL 2019</strong> noch in guter Erinnerung!</p>
<p>Und was soll ich sagen &#8211; diesmal sind sie noch besser! Ich glaube, von allen Bands hier sind sie am nächsten am ursprünglichen, norwegischen Black Metal dran &#8211; sind aber trotzdem anders, eigenständig. Da <strong>fehlt dieser satanische &#8222;ich zünde deine Kirche an&#8220;-Spirit</strong>, und stattdessen fühlt es sich urtümlich, folkloristisch an &#8211; obwohl es trotzdem die raue Fiesheit hat.</p>
<p>Ich habe die Platten länger nicht gehört, aber live holt es mich wieder sehr ab und die Band hat meinem Empfinden nach auch richtig Lust auf die Show! <strong>Für mich eine absolute Live-Band</strong>, die die Studiosongs <strong>live auf ein ganz anderes Level</strong> bringt &#8211; wer die Gelegenheit bekommt, sollte sich das unbedingt auch mal anschauen!</p>
<h2><strong>Musikalischer Hochleistungssport</strong></h2>
<p><span style="color: #800000;"><em>Mich:</em></span> Nach einem Platztausch im Line-Up mit den noch nicht angekommenen Iren <strong>PRIMORDIAL</strong> folgt nun eine Band, die man hier wohl kaum erwarten würde: <strong>ORIGIN</strong>. Und ich muss sagen, ich war darauf vorbereitet, dass es krass wird. Dass es schnell und technisch wird. Aber &#8211; <strong>holy shit</strong> &#8211; was sich dann tatsächlich da vor meinen Augen und Ohren entfaltet, <strong>sprengt meine Erwartungen</strong> um ein Vielfaches. Den Jargon, den ich benutzt habe, um die anderen Acts zu beschreiben, kann ich hier eigentlich gar nicht anwenden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46108 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Origin-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_6842-Verbessert-RR.jpg" alt="" width="339" height="226" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Origin-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_6842-Verbessert-RR.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Origin-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_6842-Verbessert-RR-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Origin-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_6842-Verbessert-RR-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Origin-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_6842-Verbessert-RR-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Origin-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_6842-Verbessert-RR-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px" /></p>
<p>&#8222;We are not wearing corpse paint. We don&#8217;t have any pretty ladies on stage. Also, we don&#8217;t even have flutes!&#8220; <strong>ORIGIN</strong> sind sich ihres musikalischen Außenseiterstatus&#8216; auf dem <strong>RAGNARÖK 2024</strong> bewusst.</p>
<p>Nun muss ich sagen, dass ich selbst auch in der Death-Metal-Szene unterwegs bin oder früher zumindest mal war, und schon einige Erfahrung in dem Bereich gesammelt habe. Sowohl als Zuhörer wie auch als Musiker. Aber das hier, dieses Konzert, ist <strong>eines der übertriebensten</strong>, die ich je erlebt habe. Konstant unmenschlich schnell, technisch auf höchstem Level komplex, und das eine Stunde lang, mit <strong>wenig bis kaum Verschnaufpausen</strong> für die Musiker. Das ist die absolute <strong><em>dedication</em></strong><em>, </em>extremer kann Extreme Metal kaum werden. Um so etwas überhaupt spielen zu können, geschweige denn mit einer solchen Präzision, wie sie <strong>ORIGIN</strong> an den Tag legen, muss man wohl jahrelang täglich Stunden über Stunden proben. Technischer Death Metal ist der absolute<strong> Hochleistungssport der Musikwelt</strong>.</p>
<p>Und das Lustige daran: Wenn man nicht versteht, was da passiert, wirkt es gar nicht mal unbedingt so. Der laute Schlagzeugsound frisst so manche technischen Finessen von Bass und Gitarre, und für den, der nicht genau hinhört, lässt sich das Ganze nur allzuleicht mit richtig dummem <strong>Urmenschensound</strong> verwechseln. Nicht, dass es keine Leute gäbe, die genau darauf Bock hätten. Aber: Meine Damen und Herren, <strong>die anspruchsvollste Musik der Welt</strong>. Getarnt als <strong>die stumpfeste Musik der Welt</strong>.</p>
<h2><strong>Blasphemie, Krieg und Tod</strong></h2>
<p><span style="color: #800000;"><em>Merlin:</em></span> Jeder kennt sie, aber längst nicht jeder liebt sie. Trotzdem treten <strong>MARDUK</strong> regelmäßig als <strong>Headliner</strong> bei Festivals auf. So auch heute beim <strong>RAGNARÖK</strong>. Die <strong>Schweden</strong> waren in der Vergangenheit bereits schon mehrfach zu Gast in Lichtenfels und ziehen auch heute wieder ein <strong>großes Publikum</strong> an. Ob sie denn auch ihre Spielzeit komplett ausreizen und nicht einfach <strong>20 Minuten eher von der Bühne verschwinden</strong> werden? So geschehen beim <strong>WAY OF DARKNESS</strong> vor einigen Jahren!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46109 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7152-Verbessert-RR.jpg" alt="" width="301" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7152-Verbessert-RR.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7152-Verbessert-RR-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7152-Verbessert-RR-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7152-Verbessert-RR-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7152-Verbessert-RR-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" /></p>
<p><strong>MARDUK</strong> ist die Band, über die eine Freundin von mir mal sagte, sie klänge so <strong>unentspannt</strong>, die Musiker sollten mal<strong> Yoga</strong> machen. Und ich finde, diese Bemerkung trifft es gut. Denn der <strong>Black-Death</strong> der Schweden ist wirklich alles andere als entspannt. <strong>MARDUK</strong> fegen nur so über die Stadthalle hinweg. Laut und unbarmherzig spielen sie uns von <strong>Satanismus, Blasphemie, Krieg und Tod</strong>. Diese Themen bedient die Band seit ihrer <strong>Gründung im Jahre 1990</strong>. Mehrere Besetzungswechsel über die Jahrzehnte konnte die Formation immer wieder abfangen und ist <strong>bis heute aktiv</strong> &#8211; letztes Jahr erst erschien mit &#8222;Memento Mori&#8220; ein neues Album.</p>
<p>Es lässt sich nicht leugnen, <strong>MARDUK</strong> sind <strong>eine Instanz</strong> im Schwarzmetall. Gleichzeitig habe ich die <strong>alten Hasen</strong> aber mittlerweile schon so oft live gesehen, dass es mich nicht für ihr gesamtes Konzert in der Stadthalle hält. Ich verschwinde zwischendrin nach draußen an die frische Luft, stehts aber mit einem Blick auf die Uhr und einem <strong>Ohr an den geöffneten Türen der Halle</strong>. Schließlich will ich wissen, ob <strong>MARDUK</strong> sich wenigstens hier bis zum Ende ihrer Spielzeit die Ehre geben. Und tatsächlich! <strong>Eine volle Stunde lang</strong> schreien und schmettern die Schweden den Saal nieder (auch wenn diesmal alle ihre Instrumente heile bleiben).</p>
<p>Als die Musiker von der Bühne verschwunden und die letzten Töne längst verklungen sind, <strong>hallt es doch immer noch in meinen Ohren</strong>. Für mich war es das letzte Konzert heute Abend, jetzt geht&#8217;s ab ins Bett &#8211; beziehungsweise in den Schlafsack. Und ich weiß: <strong>Wenn ich aufwache, ist Abreise.</strong> Hach ja&#8230; ganz ohne <strong>Wehmut</strong> kommt eben auch das beste Festival nicht aus.</p>
<h2><strong>Ein langersehntes Fest</strong></h2>
<p><span style="color: #800000;"><em>Oimel:</em> </span>Nun hatte ich das persönliche Unglück, dass <strong>PRIMORDIAL</strong> leider erst verspätet ankamen und daher <strong>ihren Slot tauschen mussten</strong>. Somit musste ich mit <strong>ORIGIN</strong> und <strong>MARDUK</strong> noch zwei Konzerte überstehen, auf die ich auch hätte verzichten können! Aber ich konnte mir <strong>PRIMORDIAL</strong> nicht entgehen lassen.</p>
<p>Die Band war für mich<strong> eine Initialzündung</strong>, ohne die ich gar nicht auf diesem Festival, ja nicht mal in diesem Genre gelandet wäre! Das Album &#8222;To The Nameless Dead&#8220; ist für mich ein so unfassbar großartiges Werk, das ich tatsächlich jahrelang nichts anderes von der Band gehört habe, weil ich Angst davor hatte, das es schlechter sein wird.</p>
<p>Die gleiche Befürchtung hatte ich natürlich auch bei live-Auftritten, und ich war oft gleichzeitig traurig und erleichtert zusammen, wenn ich ein Konzert aus diversen Gründen dann doch nicht besuchen konnte. Heute soll es aber soweit sein, und ich kann mir auch einen sehr angenehmen Platz unweit der Bühne sichern.<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-46111 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7958-Verbessert-RR.jpg" alt="" width="337" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7958-Verbessert-RR.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7958-Verbessert-RR-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7958-Verbessert-RR-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7958-Verbessert-RR-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/06/Marduk-Ragnaroek-Festival-06-04-2024-MM-RF1_7958-Verbessert-RR-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<p>Pünktlich geht es los, die <strong>Band wirkt absolut motiviert</strong> und legt begeistert los! Allerdings verschwindet die Stimme ein wenig im Gesamtsound. Das bessert sich zwar nach zwei Liedern ein ganzes Stück, aber wahrscheinlich sind meine Ohren noch müder als ich, und für mich persönlich ist leider ausgerechnet bei diesem Konzert der <strong>Sound weit weg von dem, was ich mir gewünscht hätte.</strong> (Einer unseren anderen Schreiberlinge sagte mir aber, dass der Sound durchaus sehr gut sei &#8211; vielleicht lag es also wirklich an mir.)</p>
<p>Trotz des suboptimalen Sounds schafft es die Band, diese <strong>unglaubliche Energie und Kraft zu transportieren</strong>, und die Songs walzen über das begeisterte Publikum hinweg. Hier sind viele eisern, um diese Band zu sehen, und egal wo in der Halle ich mich postiere, kann ich begeisterte Gesichter, <strong>inbrünstiges Mitsingen und große Hingabe</strong> bewundern.</p>
<p>Zum Schluss gibt es dann auch noch meinen absoluten Lieblingssong, und dann ist das Konzert vorbei &#8211; und der große Wunsch bleibt der Gleiche wie vorher: <strong>Ich möchte PRIMORDIAL gerne mal live sehen!</strong></p>
<h2><strong>Heute ist nicht alle Tage!</strong></h2>
<p>Und damit war&#8217;s das leider auch schon wieder für ein Jahr. Mit einem fröhlichen <strong>&#8222;bis zum nächsten Mal&#8220;</strong> verabschieden wir uns an dieser Stelle, und hoffen, ihr hattet am <strong>RAGNARÖK 2024</strong> genau so viel Spaß wie wir!</p>
<p>Cheerio,</p>
<p><span style="color: #800000;">Oimel / Merlin / Steffi / Mich</span></p>
<hr>
<p>Danke an <strong>Zwarg</strong> für die Hilfe bei allem!</p>
<p>Danke an <strong>Matthias</strong> von <strong>Dark-Art</strong> für die Fotos der letzten drei Bands, als <span style="color: #800000;">Steffi</span> schon wegmusste!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2024-der-bericht/">Ragnarök Festival 2024 &#8211; Der Bericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>RAGNARÖK 2024- Der Vorbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2024 09:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Silence mal wieder in Lichtenfels! Wir freuen uns auf ein weiteres Ragnarök mit Euch und geben euch hier unsere Infos! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2024-der-vorbericht/">RAGNARÖK 2024- Der Vorbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> Endlich, ENDLICH ist es soweit! Endlich wieder Festivals! Naja, gut drei Wochen lang muss noch die Geduld walten. Aber dann wird für mich sowie für meine Co-Autoren <span style="color: #800000;"><strong>Mich</strong></span> und <span style="color: #800000;"><strong>Oimel</strong></span> die <strong>Festivalsaison 2024</strong> eingeleitet &#8211; und zwar mit keinem geringeren als dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> im fränkischen <strong>Lichtenfels</strong>!</p>
<p>Und dieses Jahr ist das Line-Up so richtig fett. Veranstalter <strong>IVO</strong> hat mit <strong>großen Namen</strong> auf dem Flyer nicht gespart. Nehmen wir die <strong>Headliner</strong> gleich vorweg: <strong>FINNTROLL</strong> und <strong>MARDUK</strong>. Folk- und Black-(Death-)Metaller kommen also gleichermaßen auf ihre Kosten. Aber auch Überraschungen sind dabei, die <strong>Norweger</strong> von <strong>NORDJEVEL</strong> zum Beispiel, welche klirrend kalten Black-Metal zum Besten geben werden.<strong> Apropos klirrend kalter Black-Metal</strong> &#8211; mit genau diesen Attributen ließe sich wohl auch die sibirische Formation <strong>GRIMA</strong> recht treffend beschreiben.</p>
<h2>Für jeden was dabei</h2>
<p>Aber auch <strong>harmonischere Tönen</strong> wird es geben, zum Beispiel von <strong>SAOR</strong>. Die waren in der Vergangenheit bereits beim <strong>RAGNARÖK</strong> zu Gast und was soll ich sagen: Sie haben überzeugt. So sehr, dass sie dieses Jahr wiederkommen dürfen. Ich freue mich schon auf die <strong>Geige</strong>! Auch die Briten von <strong>FEN</strong> dürften das Publikum mit ihren <strong>atmosphärischen Klängen</strong> regelrecht verzaubern. Und wem das alles noch nicht mythisch genug ist, der darf gerne bei den Jungs von <strong>SAGENBRINGER</strong> ein Ohr riskieren.</p>
<p>Zuletzt noch ein Wort zu meinen <strong>persönlichen Highlights</strong>. Da wären einerseits <strong>THEOTOXIN</strong>, die einem mit gnadenlosem Black-Death schön die Ohren wegballern. Und andererseits hätten wir <strong>VERMILIA</strong>, die nicht nur kurzfristig eingesprungen ist, sondern auch für <strong>weibliche Präsenz</strong> auf der Bühne sorgt. Ich durfte der <strong>Finnin</strong> bereits beim letztjährigen <strong>DARK TROLL</strong> <strong>FESTIVAL</strong> lauschen und habe mich von ihrer durchdringenden Stimme ganz und gar einnehmen lassen. Definitiv eine <strong>Empfehlung</strong>!</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Vermilia - Ruska (Official Video 2023)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/X0Tr4mLo7SA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Aber das war noch nicht alles</h3>
<p>Abgesehen von den Bands freue ich mich aber nicht weniger auf einen <strong>leckeren Barbarenspieß</strong>, kühles Bier, abgrundtief räudige Campgroundmusik und natürlich auf die <strong>berühmt-berüchtigte Kombination</strong> von Sonnenbrand und Lungenentzündung. <strong>ABER</strong> ich bin ja nicht die einzige Vertreterin <span style="color: #800000;"><strong>Silence</strong></span>&nbsp;in Lichtenfels! Und deshalb verraten euch jetzt auch noch <span style="color: #800000;"><strong>Mich</strong></span> und <span style="color: #800000;"><strong>Oimel</strong></span>, worauf sie sich denn am meisten freuen, pardon, worauf sie &#8222;am meisten gehyped&#8220; sind.</p>
<p><em>Mich:</em> Mit <strong>CRUACHAN</strong> und <strong>IMPERIUM DEKANDENZ</strong> spielen gleich zwei Bands aus meiner Kategorie &#8222;dass ich die tatsächlich mal irgendwo live sehe&#8220;, was nach 16 Jahren Festivalbesuchen gar nicht mal so häufig der Fall ist. Als <strong>Geheimtipp</strong> würde ich <strong>PERCHTA</strong> erwähnen, und ansonsten ist das Line-Up für mich gefüllt mit<strong> Evergreens</strong> wie <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>PRIMORDIAL</strong> oder <strong>VANAHEIM</strong>. Aber auch in der Black-Metal-Sparte hält das <strong>RAGNARÖK</strong> so einige vorfreudeerregende Erlebnisse für mich bereit.</p>
<p><em>Oimel:</em> So, nun melde ich mich auch wenigstens kurz zu Wort. <strong>Ich freu mich wie ein Schnitzel</strong> auf das Festival, da dieses Line-Up mich absolut umgehauen hat! Die Kombo von <strong>SAOR</strong>, <strong>WINTERFYLLETH</strong> und <strong>KAMPFAR</strong> konnte ich auf dem <strong>DARK TROLL 2019</strong> bereits sehen und das war <strong>RICHTIG gut! </strong>Das gleiche gilt für <strong>KANONENFIEBER</strong> und <strong>GRIMA</strong> &#8211; die Beiden konnte ich im Hellraiser in Leipzig bereits sehen und das war ebenfalls umwerfend gut. Was mich dann allerdings völlig umgehauen hat, ist dass <strong>PRIMORDIAL</strong> ebenfalls spielt! Diese Band und das Album &#8222;To The Nameless Dead&#8220; hat für mich <strong>überhaupt erst die Tür für atmosphärischen (Black-) Metal geöffnet</strong> und die will ich seit Jahren sehen! Ich bin sehr gespannt und hoffe, ich kann danach <strong>nur Gutes</strong> berichten! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f918.png" alt="🤘" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60e.png" alt="😎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Ran an die Tickets</h2>
<p><em>Merlin:</em> Lang ist es nicht mehr hin, aber noch habt ihr Gelegenheit, euch Tickets zu sichern. Bis zum <strong>24. März</strong> sind Hard-Tickets bestellbar, bis zum <strong>02. April</strong> könnt ihr ein E-Ticket ergattern. Für die ganz Kurzentschlossenen wird es vor Ort auch eine Abendkasse geben &#8211; aber natürlich nur, wenn nicht vorher schon alle Tickets weg sind. <strong>Also nichts wie ran da! Wir sehen uns in Lichtenfels!</strong></p>
<p>Link zu den Hard-Tickets: <a href="https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/">https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/</a></p>
<p>Link zu den E-Tickets: <a href="https://www.eventbrite.de/e/ragnarok-festival-2024-tickets-620550632647">https://www.eventbrite.de/e/ragnarok-festival-2024-tickets-620550632647</a></p>
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		<title>Sibirischer Frost und düstere Klänge &#8211; GRIMA und KANONENFIEBER in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 15:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Aether]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[frostbitten]]></category>
		<category><![CDATA[Grima]]></category>
		<category><![CDATA[Hellraiser Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenmühle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AETHER, GRIMA, KANONENFIEBER, MAERER... Was wie der Albumtitel einer Dark Metal aus den 2000ern klingt war aber in Wirklichkeit ein gelungener Abend!</p>
<p>Unser Oimel war in Leipzig zum Konzert und weiß nur gutes zu berichten aus dem Mischfeld von Melodic Death und Black Metal.</p>
<p>Defintiv einen Blick und ein oder zwei Ohren wert!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal sind die spontanen Entscheidungen doch die besten! Gut, das mag jetzt nicht beim Autokauf oder der Partnerwahl zutreffen, aber in dem heutigen Fall schon. Denn nachdem ich zuletzt das Album &#8222;Menschenmühle&#8220; von <strong>KANONENFIEBER</strong> ein paarmal auf dem Arbeitsweg konsumiert habe, folgte ich der Band auf Social Media. Und ganz unverhofft wurde mir Donnerstag dann ein Konzert in Leipzig in die Timeline gespült. Also habe ich beschlossen – abhängig vom Schlafzustand der Nachkömmlinge – Samstag ganz spontan zu entscheiden, ob ich mich in die Spur begebe.</p>
<p>Und siehe da, der Sandmann meinte es gut mit mir – 19:30 fiel der Hammer, zuhause herrschte himmlische Ruhe und ich suchte verzweifelt eine Beinbekleidung, die keine Jogginghose und außerdem auch noch schwarz war. Die verlebte Vati-Homeoffice-Frisur wurde unterm Cap versteckt, die Löcher in den Socken durch schwere Stiefel und die Sabberflecken aufm Shirt durch einen schicken Pulli! Auf das Black Metal Corpse Painting konnte ich ebenfalls verzichten – Samstag gegen 20 Uhr bin ich automatisch blass und habe so tiefe Augenringe, das keinerlei Make-Up nötig wird.</p>
<h3>Jedes mal das gleiche &#8211; ich lerne es nie&#8230;</h3>
<p>Okay, genug der Klischees – aber ich fühlte mich auf jeden Fall gut gerüstet und trat in Begleitung eines Fahrerbiers den Weg zum Hellraiser im Auto an. Selbstverständlich habe ich, obwohl ich da täglich vorbeifahre, immer noch nicht im Kopf, dass die Brücke die ich als Weg noch kenne seit Jahren gesperrt ist. Also fuhr ich mit der Kirche ums (Engels)dorf, denn das ist der Stadtteil da draußen, und kam schließlich verspätet an. Und dann war da noch ein Problem, das ich dort noch nie hatte: der Parkplatz war brechend voll! Ich traute meinen Augen kaum, denn aktuell liest man immer von abgesagten Konzerten wegen Zuschauermangel und abgesagten Touren. Ich hatte also insgeheim gehofft, dass es keine klägliche Kulisse wird – aber, dass es SO voll ist, hätte ich nie gedacht. Sogar internationale Kennzeichen waren nicht selten vertreten und ich parkte tief beeindruckt und recht verkehrswidrig nahe beim Eingang.</p>
<h3>Gerade noch pünktlich &#8211; aber leider erst zur zweiten Band</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41771 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Dann habe ich schnell den fairen Eintritt ( 25 Euro für 4 Bands ) gelöhnt und kam pünktlich zu den ersten Tönen im Saal an. Leider nur zu den ersten Tönen der<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41769 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> zweiten Band <strong>AETHER</strong>, sodass ich leider nichts zu <strong>MAERER</strong> sagen kann. Der Saal war so voll wie ich ihn ebenfalls noch nie bisher gesehen habe, und das obwohl nicht mal der Bandmerch an der rechten Seite am Rand war, der sonst die Zuschauerfläche noch begrenzte. Ich war erneut schwer beeindruckt und freute mich umso mehr auf einen spannenden Abend.</p>
<p>Und <strong>AETHER</strong> gaben alles, um den Start für mich perfekt zu machen! Gerade angekommen umgaben mich die ersten Töne mit voller Wucht und nahmen mich direkt von Beginn an voll mit. Die Jungs aus Polen sind definitiv eine der größten Vorbandüberraschungen in meiner Konzerthistorie! Also ich meine damit Bands, die ich vorher nicht kannte – und die mich in diesem Fall absolut mitgerissen hat! Eine sehr gut dargebotene Melodic-Death-Metal Performance, die auch im Publikum guten Anklang fand, und mit sichtlicher Begeisterung der Bandmitglieder auf ihrem ersten Deutschlandkonzert dargeboten wurde. Die Band spielte ca. 30-40 Minuten und lieferte dabei zahlreiche Stücke ihres Debütalbums &#8222;In Embers&#8220; sowie einige bisher unveröffentliche Songs ( soweit ich das den Ansagen entnehmen konnte ) und wurde am Ende auch sehr anerkennend bejubelt und beklatscht!</p>
<h3>Schon jetzt ein gelungener Abend!</h3>
<p>Ich war schon jetzt froh, mich aufgerafft zu haben, denn schon für die erste Band hatte sich der Weg gelohnt. Nun bin ich gespannt was noch kommt! Eine kleinere Umbaupause folgte, und anschließend schaute ich mit leichter Verwirrung auf die Bühne. Eigentlich hatte ich das Konzert als Europatour der sibirischen Band <strong>GRIMA</strong> gelesen und den Rest als Support verstanden – nun kamen aber maskierte und düster gewandete Waldgeister auf die Bühne, die definitiv nicht <strong>KANONENFIEBER</strong> waren. Warum die Bands in dieser Reihenfolge spielten, habe ich nicht herausbekommen, aber es war mir auch nach kurzem Überlegen egal, denn mich umfing ein düsteres und atemberaubendes Black Metal Gewitter der feinsten Sorte!</p>
<h3>Mystische Wesen mit sibirischer Kälte</h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41777 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />GRIMA</strong> aus Sibirien kamen mit viel Nebel auf die Bühne. (Man möge mir dementsprechend die schlechten Fotos verzeihen) Gestalten wie aus einem mystischen Märchen mit urtümlichen Masken und abgerissenen Gewändern. Ohne jegliche Interaktion mit dem Publikum, oder irgendwelche nicht in die Rolle passenden Gesten oder Bewegungen wurde dann einfach feinster, brachialer und umwerfend guter Black Metal dargeboten, der den ganzen Raum füllte. Ich empfinde diese Musik von allen Genres, die ich live bisher erleben durfte, immer wieder am magischsten, am faszinierendsten, denn es ist als könnte man die Wucht, die Energie, die Kraft förmlich greifen und alles, was nicht zur Musik gehört, wird aus dem Raum geblasen.</p>
<p>Vor der Bühne war der ganze Saal sehr gut voll und die Menge wogte mit den Köpfen und nickte zur Musik. Ich glaube Black Metal ist die härteste Spielweise, bei der<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41776 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> es keinen Mosh Pit oder vergleichbares gibt. Das Publikum ist ein Meer aus (meist nur während des Konzerts) finster dreinschauenden Gestalten, die im Einklang die Musik genießen, ohne dabei allzu viele Regungen zu zeigen. Im Anschluss an die einzelnen Titel wird dann allerdings überraschend intensiv der Band Respekt gezollt, bevor es wieder still und düster wird. Eine erstmal ungewohnte Athmosphäre, an die man sich aber sehr schnell gut gewöhnen kann.</p>
<h4>Die Musik ist brilliant und dabei klirrend kalt wie ihre Herkunft</h4>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41774 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />GRIMA</strong> spielten nun also ein absolut großartiges Set, und die gute Stunde Spielzeit verfliegt tatsächlich viel zu schnell. Man könnte meinen, dass einen die Musik aufgrund ihrer schieren Wucht und Kraft nach einiger Zeit erdrückt und man für eine Pause dankbar ist. Hier geht es mir allerdings völlig anders! Denn schon nach wenigen Augenblicken fühle ich mich irgendwie leer, als ob plötzlich ein Teil fehlt und ich wünsche mir, dass die Musik mich wieder erfüllt. Auch das ist ein Gefühl, das ich in dieser Form bisher nur bei so großartigem atmosphärischen Black Metal auf Konzerten hatte. Die Band wird verabschiedet und sehr begeistert beklatscht, und für einen kurzen Moment zog die Moderne ein, als ein Foto mit der Meute gemacht wurde.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Spannung und Neugier steigen rasant&#8230;</h3>
<p>Es folgte logischerweise eine Umbaupause, in der ich mein Hirn lüften ging und nach einer kurzen Erfrischung wieder Posten im Saal bezog. Nun sollten also <strong>KANONENFIEBER</strong> kommen, und ich war<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41773 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> gespannt wie ein Flitzebogen, wie deren Auftritt nun nach dem vorhergehenden von <strong>GRIMA</strong> wirken wird. Ein recht umfassender Soundcheck wurde noch gemacht, bis alles passte. Anschließend wurde es dann dunkel auf der Bühne, bevor kurz später ein orange-rötliches Licht alles indirekt erleuchtete. Und dann kam die Band auf die Bühne.</p>
<p>Meinem Gefühl nach war ich der Einzige in der Menge, der nichts vom optischen Auftreten der Band wusste, und so fiel mir erstmal ein wenig die Kinnlade nach unten! Vier Musiker in weißen Hemden, schwarzen Sturmhauben und dazu – vermute ich – alten Infantristenmützen. Dazu kommt der Sänger der Band in altdeutscher Uniform, Sturmhaube und darüber noch einer Pickelhaube. Ein absolut bizarrer Anblick! Den konnte man während des Intros zum ersten Song <em>&#8222;Feuertaufe&#8220;</em> kurz auf sich wirken lassen, ehe dann Musik und Gesang jegliche Gedanken völlig davonfegten.</p>
<p>Was für eine Power, was für eine brachiale Energie, und das alles verpackt in einen unglaublichen guten musikalischen Rahmen und begleiten von sehr tiefgründigen und leider immer noch sehr aktuellen Texten. Ein absoluter Wahnsinn, was hier live passiert! Ich schwenke aber mal ganz kurz noch weg vom Konzert an sich. Natürlich habe ich beim ersten Anblick des Covers zum Album &#8222;Menschenmühle&#8220;, welches ein Anti-Kriegsplakat aus dem ersten Weltkrieg zeigt und bei den enthaltenen Texten ein wenig nachgelesen, bevor ich mich auf das Konzert begeben habe.</p>
<h3>Ein kurzer Ausblick zum Projekt hinter der Show:</h3>
<p>Bei <strong>KANONENFIEBER</strong> handelte es sich ursprünglich um ein Einmann-Projekt des Musikers Noise, der das Album komplett selbst erschaffen und eingespielt hat. Von dem Erfolg des Albums wurde er selbst völlig überrannt. Die Zeit der Albumveröffentlichung lässt sich sehr anschaulich auf der Bandpage nachlesen. Für die &#8211; vorher nie geplanten- Live-Auftritte hat er sich dann noch befreundete Musiker ins Boot geholt. Bei der Thematik, die in den Songs behandelt wird, geht es ausschließlich um den ersten Weltkrieg. Dieser wird dargestellt aus der Sicht der Protagonisten. Es handelt sich um Passagen aus Texten und Briefen von deutschen Soldaten, die diese damals selbst verfasst haben. Das ganze Projekt ist dabei so konzipiert, dass es die Schrecken und Gräuel des Krieges aufzeigen soll. Die Musik schafft dazu die passende dystopische und bedrückende Grundstimmung, und vermittelt gleichzeitig die gewaltige Geräuschkulisse, die ein Schützengraben damals geboten haben muss. Deutsche Kriegsvergangenheit musikalisch zu thematisieren ist dabei natürlich ein ganz heißes Eisen, um das ganz vorsichtig zu formulieren.</p>
<p>Aber es handelt sich hier eben nicht um Glorifizierung, um Weichzeichnung, sondern im Gegenteil um die ungeschönte Wahrheit. Es spricht simpel gesagt der einfache Soldat, der sich dem vermeintlichen Siegeszug im Westen anschließt und später seine Lunge im Graben des Gaskrieges auskotzt. Und meiner Meinung nach funktioniert dieses Konzept bestens, das Album ist ein großartiges Werk! Noise betont und erklärt in Interviews auch immer wieder die Hintergründe seines Schaffens und grenzt sich auch klar von irgendwelchen Beschönigungen oder Glorifizierungen der Geschehnisse ab – ebenso wie von den &#8222;falschen Ohren&#8220; die sein Werk natürlich trotzdem erreichen kann, mit denen er allerdings ganz klar nichts zu tun haben will. Ich kann abschließend auch diese Interview hier wärmstens empfehlen, das viele Einblicke bietet: https://www.zephyrs-odem.de/interviews/interviews-2021/kanonenfieber-angstgefuehle/</p>
<h3>Zurück in die Schlacht</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41772 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zurück zum Konzert – und wieder mit in die wogende Menge. Die eben erwähnten falschen Ohren kann ich im Publikum nirgendwo entdecken, was mir sehr positiv auffällt. Dafür finden sich allerdings ausreichend viele Fans von <strong>KANONENFIEBER</strong>, denn scheinbar hat der Hype Train um das Projekt nur bei mir erst so spät gehalten. Viele sind mit Merch ausstaffiert und noch mehr sind für mich überraschend textsicher. Das lässt die gewaltige Show auf der Bühne natürlich noch heftiger werden, da diese durch das Publikum mitgetragen wird. Ob es sich hierbei nun um Black Metal, Death Metal, oder eine Mischung aus beidem handelt &#8211; daran scheiden sich die Geister, und ich habe den Eindruck der Schöpfer sieht es auch durchaus anders als viele Hörer.</p>
<p>Aber solche Feinheiten spielen hier keine Rolle. Es gibt hier auch keine Verschnaufpausen oder großartige Ansagen, es folgt einfach ein Brett auf das nächste. Zwischenzeitlich säumen Tannenbäume und herabrieselnde Schneeflocken die Bühne, und die Titel werden optisch absolut stimmig untermalt, was die einfach nur bedrohliche Wirkung noch weiter verstärkt. Eine ähnlich bedrohliche Stimmung inklusive optischer Untermalung habe ich bisher nur bei den Ukrainern von <strong>1914</strong> erlebt. Mit denen steht Noise wohl auch in gutem Kontakt, wie ich nach dem Konzert gelesen habe.</p>
<h3>Ein Wechselbad der Gefühle<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41770 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p>Die Zeit verfliegt, es werden viele Titel vom Album gespielt, aber auch die neueste Single <em>&#8222;Füsilier&#8220;</em> hat Platz gefunden. Und es ist ein sehr surreales Gefühl hier vor der Bühne zu stehen. Einerseits&nbsp;mitgerissen&nbsp;durch die schiere Kraft, die Urgewalt der Musik und deren Wucht – andererseits verwirrt bzw. bedrückt durch die Texte und Hintergründe der Musik, die alles andere als partytauglich sind. Diese Mischung zusammen als Show zu erleben, macht nachdenklich und schickt mich auf einen wilden Ritt zwischen von der Musik getragenen Höhenflügen und gedankliche Abgründe aufgrund vergangener – und heute wieder sehr aktueller – Geschehnisse. Und ich glaube damit auch genau dahin gekommen zu sein, wohin <strong>KANONENFIEBER</strong> die Menschen mit ihrem Album, ihrem provokanten Auftreten, der aufwühlenden Musik und der mitreißenden Show schicken will.</p>
<h3>Das Ende eines großartigen Abends</h3>
<p>Irgendwann ist aber auch dieser großartige Auftritt vorbei, die Musik endet und Licht erleuchtet den Saal. Ich sammle mich, trete den Weg durch – wie grotesk passend – einsetzenden Schnee zurück zum Auto an. Und fühle mich einerseits absolut befreit von einer 4 Stunden Hirnwäsche, die jeglichen Alltagsgedanken aus dem Hirn gepustet hat. Andererseits fühle ich mich leer, wie selten nach Konzerten, denn schon nach wenigen Augenblicken fehlt mir einfach alles von der Musik, und ich sehne mich nach der umfassenden Energie zurück, die alles andere verdrängt. Erst als ich aufgewühlt zuhause ankomme, lande ich auch wieder in der Realität und blicke zurück auf einen grandiosen Abend. Und ich kann nur empfehlen die Shows der Band zu besuchen sollten welche in eurer Nähe sein!</p>
<p>Zum Abschluss muss ich im Übrigen auch eine Lanze für das Hellraiser brechen, dem ich sonst manchmal etwas zwiegespalten gegenüberstehe. Heute Abend hat einfach ALLES gestimmt, und am beeindruckendsten war für mich der Sound. Ich stelle es mir unglaublich schwierig vor gerade diese gewaltige und atmosphärische Musik ordentlich durch die Technik zu bekommen, sodass nicht nur Brei am Ende herauskommt. Und genau das ist absolut brillant gelungen an diesem Abend – vielen Dank dafür!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/grima-kanonenfieber-leipzig-tour/">Sibirischer Frost und düstere Klänge &#8211; GRIMA und KANONENFIEBER in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2022 12:36:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was lange währt, wird... lang? Hier der ausführliche Bericht zum WOLFSZEIT 2022 von Merlin und Mich, viel Spaß! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-zurueck-in-den-wald/">WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mich:</em> Der August neigt sich langsam seinem Ende zu, und mit ihm der Hochsommer des Jahres 2022. Und dennoch freuen wir uns – denn das bedeutet, dass das <strong>WOLFSZEIT</strong>-Festival bevorsteht! Und diesmal endlich wieder ganz ohne coronabedingte Einschränkungen, ganz ohne Ortswechsel und Maskenpflicht und Abstandsregeln. <strong>Ein ganz normales WOLFSZEIT</strong> im <strong>Crispendorfer Nadelwald</strong>, wie wir es zuletzt 2019 erleben durften! Wie? Es ist so trocken, aufgrund von extremer Brandgefahr sind jegliche Grills, Gaskocher und Konsorten am Campground verboten? <strong>Ach, verdammt.</strong> Na, was soll’s. Irgendwas ist immer. Los geht’s!</p>
<h2>Die traditionelle Einweihung</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41113" aria-describedby="caption-attachment-41113" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41113 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41113" class="wp-caption-text">Was hier wohl vor sich geht? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach der Frühanreise am Mittwoch und <strong>einem Tag durchgehender Feierei auf Camp und Infield</strong> (kann ich nur empfehlen) beginnen dann die offiziellen Festlichkeiten mit der Tradition gewordenen <strong>schamanischen Einweihung des Geländes</strong>. Diese wird auch wieder durch den Schamanen <strong>VOENIX</strong> vollzogen, in diesem Jahr sogar in Zusammenarbeit mit einer Dame namens <strong>RUNENHEX</strong>. Ein Feueropfer gibt es für die anwesenden Naturgeister den Umständen entsprechend natürlich nicht, dafür aber ein Trankopfer. Es haben sich diesmal <strong>so viele Menschen um das Spektakel versammelt</strong>, dass es schwer ist, einen ordentlichen Platz zu kriegen, an dem man auch etwas sieht. Ich schmuggel mich also an den Schaulustigen vorbei und hocke mich in die allererste Reihe. Immerhin muss ich ja Bericht erstatten. <strong>Hihi</strong>.</p>
<h3>Was allerdings diesmal anders ist&#8230;</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41112" aria-describedby="caption-attachment-41112" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41112 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41112" class="wp-caption-text">FYLGJA in Aktion ©Crow</figcaption></figure>
<p>&#8230;und generell eine <strong>Weltneuheit</strong>: Zusätzlich zum Schamanenritual stehen auf einer kleinen Bühne <strong>VARG </strong>(in reduzierter Formation) und halten Trommeln und Akustikgitarren in den Händen. Denn es gibt zum Ritual gleich <strong>eine kleine Akustik-Live-Show der Wölfe </strong>dazu! Dafür wurden drei Songs ausgewählt – <em>&#8222;Fara Til Ránar&#8220;</em>, <em>&#8222;Auf Die Götter&#8220;</em> und <em>&#8222;Zeichen&#8220;</em>&nbsp;– die kurzerhand zu Akustikliedern umgeformt wurden und nun zum ersten Mal als solche vor Publikum präsentiert werden. Die <strong>Hauptstimme</strong> übernimmt dabei <strong>FYLGJA</strong> (die seit dem letzten Album Teil der Band ist), während Sänger <strong>FREKI</strong> sie in einigen Parts mit düsteren Vocals unterstützt. Währenddessen und noch weit über das Konzert hinaus ist es auch diesmal wieder den Zuschauern möglich, das Horn zu heben und vor den Anwesenden laut <strong>eine Ansprache an die Götter</strong> (oder einfach nur einen epischen Trinkspruch) zu Besten zu geben.</p>
<p>Nach der Einweihung wird dann der Dancefloor eröffnet, und <a href="https://www.crow.n-metal.de/"><strong>DJ CROW</strong></a>&nbsp;<span style="color: #800000;"><em>(der außerdem fast alle Fotos in diesem Bericht geschossen hat, bester Mann!)</em> </span>beehrt uns wie jedes Jahr mit einer <strong>Pagan-Metal-Party</strong>, die keine Kehle trocken und kein Bein lange im Ruhezustand verharren lässt. <strong>So darf ein Festival gerne beginnen!</strong></p>
<h2>ALLER ANFANG IST SCHWÜL</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41086" aria-describedby="caption-attachment-41086" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41086 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41086" class="wp-caption-text">Da schien die Sonne noch: GROZA ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am Freitag eröffnen die bayrischen Black-Metaller <strong>GROZA</strong> das Feld. Mit <strong>schwarz verhängten Gesichtern und Yggdrasil-Scheiben</strong> an den Mikrofonständern stehen sie auf der Bühne und erzählen musikalische Geschichten von Nihilismus und Misanthropie. Während der Anfang des Konzerts noch vergleichsweise langsamer und atmosphärischer ausfällt, so legt man doch im Laufe des Sets einen ordentlichen Zahn zu. Im letzten Viertel finde ich mich in einem <strong>Gewitter aus Blast Beats</strong> wieder, das einfach nicht aufzuhören wollen scheint. Ein gutes Konzert, welches mich aber bestimmt noch mehr hätte abholen können, wenn es bei weniger schwülem Wetter stattgefunden hätte und vom Mond statt von der Sonne beschienen worden wäre. Aber dieses Statement wäre bestimmt für 80% der Gruppen auf einem solchen Festival gültig – und <strong>man kann nun mal nicht alle bei Nacht spielen lassen.</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41087" aria-describedby="caption-attachment-41087" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41087 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41087" class="wp-caption-text">Eine neue Ä(E)RA ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die zweite Band des Tages geben heute die Schwarzmetaller von <strong>ÄERA</strong>. Das &#8222;Schwarz&#8220;metaller ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen &#8211; stehen Gitarrist, Bassist und Sänger doch in schlichten schwarzen Tank Tops auf der Bühne. Nur der Schlagzeuger hebt sich davon ab mit seinem schicken weißen Hemd. <strong>ÄERA</strong> existieren erst seit 2019, haben aber in den vergangenen drei Jahren bereits ein <strong>full-length-Album</strong>, eine <strong>EP</strong> sowie eine einzelne <strong>Single</strong> veröffentlicht. Ihre Musik lässt sich dem Genre <strong>Atmospheric-Black-Metal</strong> unterordnen, wobei man sagen muss, dass sie in weiten Teilen sehr ruhig und unaufgeregt daher kommt. Selbst die schnelleren Passagen wirken auf mich mehr schöngeistig als rotzig, wobei der Gesang schon recht böse klingt. Nur sieht der ungeschminkte Sänger einfach kein bisschen böse aus.</p>
<p>Obgleich er auf Deutsch singt, verstehe ich kaum etwas vom Text. Aber das ist gar nicht der Punkt. Weder rein musikalisch noch von der Bühnenpräsenz her können mich <strong>ÄERA</strong> so recht überzeugen. Die Songs klingen <strong>technisch absolut sauber</strong>, Sänger und Musiker treffen jeweils die Töne, aber mir hat das Ganze einfach zu wenig Kanten. Es fehlen die aufrüttelnden Momente, der Fluss der Töne ist gleichförmig statt mitreißend und so fließen die Melodien einfach an mir vorbei, statt mich zu bewegen. Meine Begleiter versuchen sich an einer Problemanalyse: &#8222;Die können ihre Instrumente einfach zu gut spielen!&#8220; <strong>&#8222;Das ist Black Metal, der sich nicht traut.&#8220;</strong> Und ich muss sagen: Das klingt erstaunlich glaubwürdig.</p>
<h2>Ragnarök und Wolfszeit</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41088" aria-describedby="caption-attachment-41088" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41088 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41088" class="wp-caption-text">FINSTERFORST oder auch: das gute alte Karohemd ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> begrüßen mich nach altbekannter Manier kompromisslos mit einer <strong>gewaltigen Soundmauer</strong>. Massive Töne dröhnen durch das schöne Nadelgeäst und lassen Borken wie Kronen erzittern – <strong>der mächtige Schwarzwald ist in Crispendorf angekommen</strong>. Zu Beginn gibt’s gleich mal den Song, der den damaligen Übergang der Band von lustigem, fröhlichen Folk Metal zu der Naturgewalt einer Musikkapelle markiert, die <strong>FINSTERFORST</strong> in heutigen Zeiten darstellen: <em>&#8222;Nichts Als Asche&#8220;</em> holt mich zurück in&#8217;s Jahr 2012. Zu dem Moment, in dem ich die &#8222;Rastlos&#8220;-CD zum ersten Mal vor Augen hatte, und mich schon das Coverbild in ferne Welten entführte, noch bevor die ersten Takte erklangen. Sänger <strong>OLI</strong> scheut sich heute absolut nicht davor, von der Bühne zu steigen und das Fußvolk nach allen Regeln der Kunst zu animieren. Und das mit Erfolg! Abgesehen davon, dass er dabei <strong>zweimal über eine Monitorbox stolpert</strong> (nüchtern?), klappt soweit alles ganz gut.</p>
<p>Zwischen den Songs gibt&#8217;s dann noch eine Entschuldigung dafür, dass beim Konzert vor drei Jahren besagter Sänger das Festival gleich ein paar Mal mit &#8222;<strong>RAGNARÖK!&#8220;</strong>&nbsp;angesprochen hat – er sei damals nicht betrunken gewesen, sondern einfach nur etwas neben der Spur. Er habe damals gerade zwei Wochen seine Abschlussarbeit fertig gehabt und zudem zuhause ein Kind von gerade mal einem halben Jahr.</p>
<p>Die heutige Liedauswahl beinhaltet genau vier Songs, die <strong>im Durchschnitt jeweils über zehn Minuten lang</strong> sind. Etwas anderes hätte ich auch gar nicht erwartet. Am Ende des Dritten dann die Ansage: &#8222;<strong>RAGNARÖK</strong>! Ach verdammt&#8230; <strong>WOLFSZEIT</strong> mein ich!&#8220; Ich freu mich.</p>
<h2>Das neueste Fieber</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41090" aria-describedby="caption-attachment-41090" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41090 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41090" class="wp-caption-text">Ein unbekannter Soldat von KANONENFIEBER ©Crow</figcaption></figure>
<p>Ich habe das Gefühl, so ziemlich jeder Mensch hier möchte <strong>KANONENFIEBER</strong> sehen. Überall auf dem Campground wimmelt es von <strong>orangefarbenen T-Shirts</strong>. Ich selber bin gespannt, was der neueste Schrei der deutschsprachigen Death-/Black-Metal-Szene so hergeben wird. Mein erster Eindruck, gemischt mit dem Regen, der langsam anfängt sich unters gute Wetter zu rühren, ist jedoch eher negativer Natur. Die Kriegsuniformen und schwarzen Ganzgesichtsmasken, der Gleichschritt zum Takt, der Stacheldraht und die Maschinengewehrposen auf der Bühne <strong>wirken auf mich doch recht albern</strong>. Auch der Moment, in dem der Sänger plötzlich vorm Mikrofon in eine Pfeife bläst, erzeugt irgendwie nur Fremdscham in mir. Mit Kriegsästhetik im Metal konnte ich noch nie besonders viel anfangen, und so ist es kein Wunder, dass mir gerade diese übertriebene Aufmachung zuwider ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41089" aria-describedby="caption-attachment-41089" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41089 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41089" class="wp-caption-text">Ist das touch? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Aber ich bin doch wegen der Musik hier! Während ich finde, dass die Studioaufnahmen teilweise an Bands wie <strong>AGRYPNIE</strong> erinnern, habe ich das Gefühl live überhaupt nicht. Der Sound scheint auch etwas sanfter abgemischt als auf Platte. Das schont die Ohren zwar etwas, möchte dafür aber nicht so wirklich Mark und Bein durchdringen. Gut klingen tut’s aber auf jeden Fall, und diese Live-Besatzung hat auch definitiv etwas drauf. Auffällig: Der Drummer ist <strong>Linkshänder</strong> und der eine Gitarrist hat eine Klampfe in mattem Chrom-Lila, die irgendwie so gar nicht ins Bühnenbild passen will. <strong>Fazit: Musik gut. Aufmachung doof.</strong></p>
<h2>Calling The Rain</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41091" aria-describedby="caption-attachment-41091" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41091 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41091" class="wp-caption-text">Da lächelt er: MATTHIAS von HARAKIRI FOR THE SKY ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Wie hätte es anders sein können: Es regnet. Großartig. Das <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong> hat das schlechte Wetter irgendwie echt gepachtet. Aber noch nieselt es nur und so wage ich mich in meiner Regenjacke mittig vor die Bühne, um nicht nur den vollen Sound um die Ohren gedröhnt zu bekommen, sondern auch einen möglichst guten Blick auf <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> zu haben. Denn die<strong> Österreicher</strong> haben in Sachen <strong>Bühnendeko</strong> ordentlich aufgerüstet (nur haben wir es natürlich verpennt, ein Foto davon zu machen).<strong><em><br />
</em></strong></p>
<p>Darüber hinaus fängt das Konzert auch gleich richtig stark an mit <em>&#8222;Sing for the Damage we&#8217;ve done&#8220;</em>, dem zweiten Track ihres neusten Albums &#8222;Mære&#8220;. Kein Geringerer als <strong>NEIGE</strong>, der Sänger von <strong>ALCEST</strong>, ist mit <strong>Guest Vocals</strong> in diesem Song vertreten! &#8230;leider kommt sein Gesang hier und heute aber nur vom Band. Als zweites Lied geben <strong>HARAKIRI</strong> <em>&#8222;Stillborn&#8220;</em> vom Album &#8222;Arson&#8220; zum Besten. Und während ich beim dritten Song (dessen Titel mir partout nicht einfällt!) ob des schlechten Wetters bereits das Zittern anfange, hastet Sänger <strong>J.J.</strong> mal wieder <strong>rastlos über die Bühne</strong>. Der hat einfach keine Ruhe.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41092" aria-describedby="caption-attachment-41092" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41092 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41092" class="wp-caption-text">Gleich dropt er das Mic: Sänger J.J. ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>MATTHIAS</strong> dagegen steht wie immer <strong>ganz cool hinter seiner Gitarre</strong> und lässt hin und wieder die langen Haare fliegen. <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong> bieten zwar keine ausgefallene Bühnenshow, aber mangelnde <strong>Energie</strong> kann man ihnen jedenfalls nicht vorwerfen. Des weiteren bin ich ein großer Fan der Songauswahl: <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220;</em> als viertes Lied und dann endlich <strong>mein geliebtes <em>&#8222;Fire, Walk With Me&#8220;</em></strong>.</p>
<p>Den darauf folgenden Track <em>&#8222;Calling The Rain&#8220;</em> hätte es allerdings nicht unbedingt gebraucht &#8211; regnet es doch die ganze Zeit schon. Das zu Beginn des Songs eingespielte Prasseln wirkt auf mich wie <strong>ein Hohn angesichts des realen Prasselns der Wassertropfen</strong>, die gerade beständig und in großer Zahl auf die <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besucher niedergehen. Langsam merke ich, dass meine Regenjacke an Dichtigkeit nachlässt. Höchste Zeit, sich irgendwo unterzustellen! Aber den letzten Song packe ich jetzt auch noch. Es handelt sich dabei um ein <strong>PLACEBO-Cover</strong>: <em>&#8222;Song To Say Goodbye&#8220;</em>. Mit welchem Lied hätten <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> sich würdiger und zugleich würdigender verabschieden können!</p>
<h2>At Satan&#8217;s service since 1989</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41094" aria-describedby="caption-attachment-41094" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41094 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41094" class="wp-caption-text">ROTTING CHRIST saugen die Seelen der Zuschauer förmlich in sich auf ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es ist echt verflucht mit dem Wetter: Gerade erst hatte der Regen aufgehört, da fängt er auch schon wieder an. Wenigstens habe ich mich nach dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> mit warmen Klamotten und einem Regenschirm eindecken können. Inzwischen ist es dunkel geworden über der Lichtung und es schlägt die Stunde von <strong>ROTTING CHRIST</strong>. Wer die Band nicht kennt, für den zitiere ich an dieser Stelle ihren Bandcamp-Eintrag: &#8222;At Satan&#8217;s service since 1989.&#8220; Damit ist quasi alles gesagt.</p>
<p>Oder doch nicht? Festzuhalten bleibt, <strong>ROTTING CHRIST</strong> spielen melodischen, düsteren Metal. Die Themen: Okkultismus, Mythen und natürlich Satanismus. Der Platz vor der Bühne ist gut gefüllt, es herrscht beinahe Partystimmung. Gitarrist und Bassist der Band aus <strong>Athen</strong> lassen die Haare kreisen. Sänger <strong>SAKIS</strong> motiviert derweil die Menge: &#8222;Hey! Hey!&#8220; Die Interaktion mit den Zuschauern stimmt auf jeden Fall. <strong>ROTTING CHRIST</strong> verbreiten trotz der düsteren Songs einfach richtig gute Laune. Sie spielen und schreien gegen den anhaltenden Regen an, <strong>als wollten sie die Sintflut stoppen</strong>. Die Band hat aber nicht nur mächtig Spaß an ihrem Auftritt, sondern liefert auch rein musikalisch ab &#8211; routiniert und ordentlich, aber zugleich rau und räudig. Ich glaube, genau dieser Spagat hebt das Konzert für mich so hervor.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41093" aria-describedby="caption-attachment-41093" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41093 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41093" class="wp-caption-text">SAKIS von ROTTING CHRIST in seinem Element ©Crow</figcaption></figure>
<p>Auch die Lautstärke soll nicht unerwähnt bleiben! Der <strong>Tonmann scheint nochmal ordentlich aufgedreht zu haben</strong> und so fährt einem der Sound durch Mark und Bein. Das war bei den ersten Bands des Tages noch ganz anders. Aber zurück zu <strong>ROTTING CHRIST</strong>. Es ist das erste Mal, dass ich die <strong>Griechen</strong> live erlebe, und wie alle guten Auftritte geht auch dieser viel zu schnell zu Ende. <strong>SAKIS</strong> ruft noch ein paar Abschiedsworte ins Publikum (&#8222;Dankeschön Deutschland, auf Wiedersehen!&#8220;) und dann ist die Party auch schon vorbei. Selbiges kann man vom Regen leider nicht behaupten. Ein Glück, dass die <strong>WOLFSZEIT-Crew</strong> bereits heute damit angefangen hat, <strong>Stroh auf das Infield zu kippen!</strong></p>
<h2>&#8222;Der Teufel! Fuck! Deutschland!&#8220;</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41096" aria-describedby="caption-attachment-41096" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41096 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41096" class="wp-caption-text">Live aus dem Dungeon: BELPHEGOR ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es ist Zeit für die <strong>fürchterlichsten Fürsten der Finsternis</strong>, die dieser Abend sehen wird. Es ist Zeit für <strong>BELPHEGOR</strong>! Unfassbare 30 Jahre lang ist die Band mittlerweile aktiv und auch auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> sind sie nicht das erste Mal zu Gast. Corona hin oder her, waren die <strong>Österreicher</strong> doch nie von der Bühne wegzudenken &#8211; so gaben sie sich beispielsweise <strong>2020 in Torgau</strong> die Ehre. Auch damals war das Wetter beschissen (und das ist noch nett ausgedrückt!), aber <strong>BELPHEGOR</strong> haben schon gezeigt, dass sie sich weder von Kälte noch von Nässe sonderlich beindrucken lassen. Also auf geht&#8217;s!</p>
<p>Das Bühnenbild ist mit Abstand das aufwändigste des heutigen Tages: Ein überdimensionales Bandbanner, <strong>Feuerschalen, Knochen und Totenköpfe</strong> sowie zwei übermannshohe umgedrehte Kreuze zieren das Podium und matchen damit perfekt die Gruselvisagen der Musiker. Das blutverschmierte, leichenblasse Antlitz vom Sänger wird ergänzt durch weiße Kontaktlinsen. Da machst du Auge! Durch die Schminke und die Bühnengestaltung im Kombination mit dem gnadenlosen musikalischen Geschmetter kommt schon eine gewisse <strong>Horroratmosphäre</strong> auf. <strong>BELPHEGOR</strong> geben unter anderem <em>&#8222;Totentanz &#8211; Dance Macabre&#8220;</em> zum Besten, während die Menschen vor der Bühne mit nassen Haaren und Plastikplanen die bitterböse Show genießen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41095" aria-describedby="caption-attachment-41095" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41095 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41095" class="wp-caption-text">Warum denn so ernst? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Sache blicke ich bei <strong>BELPHEGOR</strong> aber nach wie vor nicht, und das sind die Ansagen des Sängers. Das &#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!&#8220; verstehe ich ja noch. Aber warum zur Hölle muss er ständig &#8222;Deutschland!&#8220; brüllen? Würde die Band vom anderen Ende der Erdkugel kommen und verdammt selten, oder gar zum ersten Mal hier auftreten, würde ich es ja verstehen. Aber <strong>BELPHEGOR</strong> kommen aus Österreich&#8230; naja, egal. Die Ansagen sind sowieso recht zusammenhangslos. So stößt der Sänger unvermittelt folgende Wörter direkt hintereinander aus, ich zitiere: &#8222;Der Teufel! Fuck! Deutschland!&#8220; <strong>Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.</strong> Insgesamt liefern die <strong>Salzburger</strong> aber eine verdammt geile Show mit <strong>brachial-böser Musik</strong>.</p>
<h2>Die Trolle sind zurück</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41098" aria-describedby="caption-attachment-41098" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41098 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41098" class="wp-caption-text">Das mMn beste Foto des ganzen Festivals zeigt einen FINNTROLL ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Als erster Headliner stehen <strong>FINNTROLL</strong>&nbsp;an. Das <strong>Urgestein der Folk-Metal-Szene</strong> beehrt uns heute mit einer bunt gemischten Setlist aus verschiedensten Stadien ihres Schaffens. Interessant ist dabei, wie sehr sich die Songs der neuesten Platte &#8222;Vredesvävd&#8220; musikalisch mit den ersten paar Alben in eine Schublade stecken lassen. Eine Tatsache, die auch vom Sänger erwähnt wird, als er einen älteren Song des Albums &#8222;Jaktens Tid&#8220; ansagt – bevor ihn seine Kollegen darauf aufmerksam machen, <strong>dass dieser von der Setlist gestrichen wurde</strong>. Stattdessen spielen die Trolle einen neueren Song an, der aber &#8211; so die Worte des Fronters &#8211; sehr &#8222;Jaktens Tid&#8220;-like sei.</p>
<p>Der Bühnensound sitzt ordentlich, der Regen ist mittlerweile weg, mein Gehirn aber leider auch. Die Müdigkeit zerrt so hart an mir, dass ich ganze <strong>dreimal in Sekundenschlaf</strong> verfalle, und nur dadurch aufwache, dass mein Körper mich reflexartig daran hindert, einfach nach hinten umzukippen. Nichts für ungut, <strong>FINNTROLL</strong>. Ich liebe euch. Aber ich glaube, <strong>ich muss jetzt schlafen gehen</strong>.</p>
<p><em>Merlin:</em> Und während die Party in vielen Camps jetzt erst so richtig beginnt, schleiche ich mich über die <strong>zappendustere Teer-Allee</strong> hin zu Campingplatz B. Hätte man die wenigen Straßenlaternen entlang des Weges nicht noch ein bisschen leuchten lassen können? Im Stockfinstern läuft man leider nicht selten Gefahr, mit dem genauso <strong>sichtblinden, teilweise torkelnden Gegenverkehr</strong> zu kollidieren&#8230;</p>
<h2>WOLKEN ÜBER CRISPENDORF</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41099" aria-describedby="caption-attachment-41099" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41099 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41099" class="wp-caption-text">MÆRER Loide! ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>Frisches Blut</strong> eröffnet den Samstag des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT-FESTIVALS</strong>. Die Mitglieder von <strong>MÆRER</strong> sind aus <strong>Halle und Leipzig</strong> angereist, um den schaulustigen Schwarzmetallern auf dem Infield die Müdigkeit aus den zerknautschten Visagen zu pusten. Wenigstens nehme ich das an, bevor das Konzert losgeht. Aber im Verlaufe des Gigs muss ich feststellen, dass <strong>MÆRER</strong> selbst eher so <strong>von der gemütlichen Sorte</strong> sind &#8211; oder zumindest ihre Musik. Schon das Bühnenbild ist sehr minimalistisch gehalten: Jeweils ein Aufsteller mit Logobanner links und rechts, dazu ein mittelgroßes Banner mit Schriftzug im Hintergrund. Auch outfittechnisch sind die fünf Musiker eher unaufgeregt unterwegs, tragen sehr schlichte, schwarze Klamotten und keine Schminke. Allein das strahlend weiße Instrument des Bassisten sticht heraus. <strong>Hab ich eigentlich erwähnt, dass es schon wieder regnet?</strong></p>
<p>Obgleich <strong>MÆRER</strong> bereits seit 2019 musikalisch aktiv sind, kam in diesem Jahr ihre <strong>erste EP</strong> auf den Markt. Damit erübrigt sich auch die Frage, was sie wohl live spielen werden. &#8222;Am Anfang&#8220; heißt das Album, das sich in vier Tracks untergliedert: <em>&#8222;I/IV &#8211; Vom Ende&#8220;</em>, <em>&#8222;II/IV &#8211; Jener Zeiten&#8220;</em>, <em>&#8222;III/IV &#8211; Verfasstes Leiden&#8220;</em> und schließlich <em>&#8222;IV/IV &#8211; Im Buche die letzten Zeilen&#8220;</em>. Auf mich wirken die Songs trotz einiger schneller Passagen überwiegend sehr ruhig. Zu den düsteren Klängen der Instrumente gesellt sich <strong>stark hallender Gesang</strong>. Das baut, vor allem in Kombination mit dem Regen, schon eine gewisse Atmosphäre auf. Mir persönlich passiert aber einfach zu wenig &#8211; musikalisch wie showtechnisch. Alles klingt wunderbar solide, aber <strong>es fesselt mich nicht</strong>, es bewegt mich nicht. Meinem Begleiter geht es da allerdings ganz anders &#8211; er nimmt sich vor, sobald er nach dem Festival wieder zuhause ankommt sogleich einen Tonträger von &#8222;Am Anfang&#8220; zu bestellen.</p>
<p>Auch wenn <strong>MÆRER</strong> mich nicht für sich begeistern konnten, so haben also andere Zuhörer durchaus Gefallen an ihnen gefunden. Der Sänger bedankt sich denn auch bei den im Regen stehenden Zuschauern und bei der <strong>WOLFSZEIT-Crew</strong>. <strong>Eine schöne Geste zum Ende des Auftakts.</strong></p>
<h2>Uffta-Uffta</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41100" aria-describedby="caption-attachment-41100" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41100 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41100" class="wp-caption-text">Wingardium Leviosa! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am 6. April diesen Jahres war meine Vorfreude auf das <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> nochmal signifikant gestiegen. An diesem Tag wurden nämlich <strong>TOTENWACHE</strong> für die diesjährige Ausgabe des Crispendorfer Black- und Pagan-Festivals bestätigt! Die <strong>Hamburger</strong> stellen definitiv <strong>eines meiner absoluten Highlights</strong> im Line-Up dar. Einzig der beständige Nieselregen trübt die Stimmung ein wenig. Auch wenn er natürlich besser zum rauen Black-Metal passt, als es eitel Sonnenschein getan hätte &#8211; ich hatte diesbezüglich schon Befürchtungen, als <strong>TOTENWACHE</strong> für 14:10 Uhr angekündigt wurden. Aber beim <strong>WOLFSZEIT</strong> konnte man sich die letzten Jahre auf das regnerische Wetter verlassen wie auf keinem anderen Festival, und so bekommen die Zuschauer selbst zur mittäglichen Spielzeit eine <strong>passende Atmosphäre</strong> serviert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41101" aria-describedby="caption-attachment-41101" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41101 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41101" class="wp-caption-text">ANIMATRUM von TOTENWACHE ©Crow</figcaption></figure>
<p>Wüsste ich nicht um ihre norddeutsche Herkunft, ich würde denken, man hätte <strong>TOTENWACHE</strong> direkt aus dem Finnland der 90er Jahre importiert. Kalter, unwirscher Black-Metal, <strong>geprägt von Bands der zweiten Welle</strong>. Heißt: Heiserer, krächzender Gesang gepaart mit eingängigen Riffs und quasi durchgängigen Blast Beats, dazu Corpsepaint und schwarze Klamotte. <strong>Klassisch eben</strong>. &#8222;Es ist Zeit für eine Säuberung&#8220;, bellt Sänger <strong>Animatrum</strong> ins Mikrophon und kündigt damit den gleichnamigen Track an (befindlich auf der Split &#8222;Verbrannte Erde&#8220;). Ich werde langsam aber sicher unruhig unter meinem Regenschirm. Still und starr der Musik zu lauschen ist ja schön und gut, aber eigentlich will ich verdammt nochmal meine Haare schütteln&#8230; zum Beispiel zu <em>&#8222;Gloria Antichristi&#8220;</em>. <strong>TOTENWACHE</strong> ziehen trotz (oder wegen?) des grauen Himmels <strong>Zuhörer um Zuhörer</strong> vor die Bühne. Viele in Regenjacken und -ponchos, wenige wie ich mit Schirm. Und ganz ehrlich, mir wird das jetzt auch zu blöd. Also: Schirm zu, Regenjacke aus und Haare auf! Sollen sie doch nass werden. Wann, wenn nicht zu <strong>klirrend kaltem Schwarzmetall aus der Hauptstadt des Nieselregens</strong>.</p>
<p>Wer sich jetzt übrigens fragt, ob nicht doch noch irgendetwas Unvorhergesehenes passiert ist, den muss ich enttäuschen. <strong>TOTENWACHE</strong> spielen souverän und unaufgeregt ihr Set. Keine Eskapaden (weder auf noch vor der Bühne), kein Stromausfall (Spoiler: der trifft heute noch eine andere Band&#8230;), <strong>kein Blut, kein Tod, kein gar nix</strong>. Aber mir fehlt auch nichts. Die Band hat abgeliefert und als sich <strong>Animatrum</strong>&nbsp;mit dem gewohnten &#8222;Macht&#8217;s gut, ihr Idioten&#8220; von den Zuschauern verabschiedet, kann und will ich wieder einmal nicht glauben, dass die Spielzeit schon vorbei sein soll.</p>
<p><strong>FIMBUL 2020</strong>, <strong>DARK TROLL 2022</strong> und <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> &#8211; dort habe ich <strong>TOTENWACHE</strong> nun erlebt. Also aller guten Dinge drei sein lassen? Ich denke gar nicht daran. Hey <strong>@RAGNARÖK FESTIVAL</strong>, ihr habt nicht zufällig für nächstes Jahr noch einen Slot frei?</p>
<h2>Ein Auftritt mit Hindernissen</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41134" aria-describedby="caption-attachment-41134" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41134 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41134" class="wp-caption-text">Wallemähne: DAIMONICON von GERNOTSHAGEN ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> GERNOTSHAGEN</strong> spielen genau ein Lied, verabschieden sich, und das Konzert ist vorbei. Naja, nicht ganz. Irgendwas in der Elektronik oder Technik scheint sich verabschiedet zu haben &#8211;<br />
<em>Merlin:</em> Also ich habe mir sagen lassen, der Transporter von <strong>WATAIN</strong> sei übers Kabel gefahren&#8230;<br />
<em>Mich:</em> &#8230;und so ist erstmal für ganze zehn Minuten der Sound komplett weg. Zuerst will der Sänger ein paar Fotos zur Zeitüberbrückung schießen. Dank der ganzen <strong>Farbe in seinem Gesicht</strong> funktioniert die Face ID allerdings nicht mehr, so dass er sein Handy manuell entsperren muss. Dann fängt er irgendwann an, die Crowd mit <strong>Mitsingparts</strong> (ich glaube, es ist der Refrain von <em>&#8222;Dem Skirnir Zu Ehren&#8220;</em>) bei der Stange zu halten, was auch einigermaßen funktioniert. Zumindest mit denen, die den Text kennen. Im Anschluss gibt der Drummer noch ein Solo zum Besten, bis irgendwann die ganze Bühnenmaschinerie wieder läuft und <strong>GERNOTSHAGEN</strong> endlich ihre geballte Pagan-Power auf uns loslassen können. Dies teils atmosphäriger, teils aggressiver, und am Ende darf dann natürlich auch einen Vollversion des Trinklieds <em>&#8222;Dem Skirnir Zu Ehren&#8220;</em> nicht fehlen. Pünktlich zum allerletzten, verhallenden Ton bricht der Himmel entzwei und <strong>es überkommt die flüchtende Meute ein gewaltiger Regenschauer. </strong></p>
<h2>Rock’n’Roll und Regenschauer</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41104" aria-describedby="caption-attachment-41104" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41104 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41104" class="wp-caption-text">Ein Mann, EinHORN ©Crow</figcaption></figure>
<p>Ein Regenschauer, der auch vor <strong>HORN</strong> keinen Halt macht. Gottseidank habe ich mit ein paar Freunden noch rechtzeitig reagiert und mir am Ende des <strong>GERNOTSHAGEN</strong>-Sets einen sicheren Platz auf einer <strong>trockenen Bank unter einem Regenschirm</strong> gesichert. Von hier aus sehen wir zwar nichts, hören aber alles. Und sind trocken. Im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden. Neben Blast Beats und gelegentlichen ruhigen Momenten kristallisiert sich aus <strong>HORNs</strong> Musik besonders viel düsteres Rock’n’Roll-Feeling heraus. Und dann fällt mir ein, dass ich diese Band <strong>bereits vor drei Jahren</strong> an genau diesem Ort live erleben durfte. Da war das Wetter etwas besser.</p>
<p>Was allerdings heute gut ist, ist der Sound. Wieder mal ist er nicht zu aggressiv, so dass es für die Ohren ein noch ganz angenehmes Erlebnis ist (auch ohne Ohrenstöpsel). Was leider kaum bis zu unseren billigen Plätzen durchdringt, ist <strong>der Folk-Metal-Anteil der neueren Musikstücke</strong>. Aber das Ganze funktioniert auch erstaunlich gut ohne. Der Sänger glänzt mit unterschiedlichen Vocaltechniken, und auffällig sind auch die ungewöhnlichen Songtitel. Liednamen wie <em>&#8222;Pein Muss (Gerieben Als Korn)&#8220;</em> oder <em>&#8222;Alpenrekorder&#8220;</em>&nbsp;versetzen mich in einen Zustand akuter Verwirrung. Davon abgesehen trägt die Show eine gute <strong>Portion ordentlicher und ehrlicher Energie</strong>, die nur leider etwas von dem Scheißwetter gebremst wird.</p>
<h2>Zurück zu schwarzen Wurzeln</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41105" aria-describedby="caption-attachment-41105" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41105 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41105" class="wp-caption-text">Ein Könner an der Geige: ZAGAN von BLACK MESSIAH ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach 30 Jahren Bandgeschichte haben <strong>BLACK MESSIAH</strong> für den heutigen Anlass sowohl ein Backdrop mit ihrem gaaaanz frühen Logo als auch <strong>ein paar Black-Metal-Songs gaaaanz früher Stunde</strong> ausgepackt. Das Material ist so underground, dass es nicht mal auf gängigen Streaming-Plattformen zu finden ist, und deshalb habe ich auch keine Ahnung, wie die ersten zwei Songs heißen. Erst nach einiger Zeit werden dann so langsam die modernen Klassiker ausgepackt. Tanzbare, geigenlastige Folk-Metal-Werke wie <em>&#8222;Der Ring Mit Dem Kreuz&#8220;</em>, <em>&#8222;Sauflied&#8220;</em> und natürlich <em>&#8222;Söldnerschwein&#8220;</em>&nbsp;erwecken die Tanzfläche wieder zum Leben. Von meiner Perspektive aus sieht das ziemlich lustig aus. Lauter <strong>Ganzkörper-Kapuzengestalten</strong>, die auf einem Haufen hin- und herwippen, sieht man nicht alle Tage. Kurioserweise hört der Regen genau bei <em>&#8222;Windloni&#8220;</em>&nbsp;– einem Lied über das Wetter &#8211; urplötzlich auf. Und verpisst sich ein für alle Mal. Danke, ihr Wettergötter!</p>
<p>Respekt geht raus an Sänger und Geigenspieler <strong>Zagan</strong>, der es nicht ein-, sondern zweimal schafft, <strong>während des Singens eine gerissene Geigenseite wieder neu aufzuziehen</strong>. Ein schwieriger Prozess, wie es mir als Laie scheint. Währenddessen übernimmt gekonnt der Keyboarder die wichtigsten Geigenparts. Eine weitere Portion Respekt geht außerdem raus an <strong>Erik</strong>, den Sohn des eben genannten Sängers. Er ersetzt heute den Bassisten, und steht zum allerersten Mal mit <strong>BLACK MESSIAH</strong> auf der Bühne. Weiter so!</p>
<h2>Das mörderische Schwert</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41107" aria-describedby="caption-attachment-41107" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41107 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41107" class="wp-caption-text">Beast in Black: JENS RYDÉN von THYRFING ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Als <strong>THYRFING</strong> anfangen zu spielen, geht hinter den Regenwolken gerade die Sonne unter und der graue Nebel über den Baumwipfeln ringsum hüllt die Lichtung in eine beinahe unwirkliche Atmosphäre. Genau die richtige Stimmung für die <strong>Viking-Metaller</strong>. <strong>THYRFING</strong>, das sind fünf Männer in schmuckloser Kleidung, die bis auf das Logobanner im Hintergrund keine Bühnendeko mitgebracht haben &#8211; es sei denn, man zählt die <strong>Bierflaschen</strong> mit. Aber die <strong>Schweden</strong> brauchen auch keinen Schnickschnack drumherum. Die Musik, die sie spielen, steht für sich. Vom Tonmann wurde außerdem der Sound im Vergleich zu den vorherigen Bands nochmal ordentlich hochgedreht. In Sachen Lautstärke wird den Zuhörern jetzt einiges mehr geboten als noch am Nachmittag.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41106" aria-describedby="caption-attachment-41106" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41106 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41106" class="wp-caption-text">Ein moderner Wikinger ©Crow</figcaption></figure>
<p>In Sachen Wetter sind die Bands beim <strong>WOLFSZEIT</strong> aber weitestgehend gleichberechtigt. Konnten sich <strong>THYRFING </strong>in der ersten Hälfte ihres Konzerts noch über eine kurze Regenpause freuen, so fängt es dann doch wieder an, erst zaghaft, dann immer stärker. Die Musik mischt sich mit dem Prasseln der Tropfen und so <strong>verschwimmt der Sound</strong> für mich mehr und mehr zu einem Brei. Die eh schon locker stehende Menge vor der Bühne dünnt sich ob des Regens immer weiter aus. Sänger <strong>Jens Rydén</strong>&nbsp;will das aber nicht kampflos hinnehmen und motiviert die Verbliebenen: &#8222;HEY! HEY!&#8220; Dann hebt er sein Bier, es quillt schon aus der Flasche, und <strong>prostet dem Publikum zu</strong>. Die braunen langen Haare hängen ihm über die Schultern, strähnig vom Regen. Ich muss sagen, diese Optik unterstreicht die Thematik der Band &#8211; <strong>Jens Rydén</strong>&nbsp;könnte auch gut und gerne auf einem Drachenboot zur Fahrt ins Ungewisse blasen.</p>
<p>Die kampferprobten Nordmänner von <strong>THYRFING</strong> machen übrigens schon <strong>seit fast 30 Jahren</strong> Musik. In wechselnder Besetzung zwar, aber trotz einer längeren Schaffenspause zwischen 2013 und 2021 waren die Viking-Metaller bis jetzt nicht tot zu kriegen. Ihr letztes Album &#8222;Vanagandr&#8220; (aka Fenrir oder Fenris) hat im Gegenteil eine ausdrücklich positive Resonanz erfahren. Aber hier und heute auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> geben die Schweden nicht nur die neuen Songs, sondern auch <strong>altgediente Klassiker</strong> zum Besten. So zum Beispiel das 1999 erschienene <em>&#8222;Storms of Asgard&#8220;</em>, das durchaus episch daherkommt. Generell wohnt dem ganzen Auftritt von <strong>THYRFING</strong> eine nicht wegzudiskutierende <strong>Epik und Genialität</strong> bei. Durch und durch versiert an ihren Instrumenten, beeindrucken sie zudem mit einer Bühnenpräsenz, die ihresgleichen sucht. Und auch, wenn das Konzert mit nasskalter Witterung zu Ende geht: Die <strong>strahlende Begeisterung</strong> in den Gesichtern um mich herum vermag kein Regen abzuwaschen.</p>
<h2>Kerzen und Kutten</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41109" aria-describedby="caption-attachment-41109" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41109 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41109" class="wp-caption-text">Es ist eine Sisyphusarbeit ©Crow</figcaption></figure>
<p>Kommen wir nun zu einer Band, die in der Vergangenheit eine wesentliche Umgestaltung erfahren hat: <strong>БАТЮШКА</strong>. 2015 gegründet und mit dem Album &#8222;Litourgiya&#8220; durch die Decke gegangen, hatte sich die Band nach einem Streit der beiden Gründerväter 2018 getrennt, um nunmehr einerseits als <strong>BATUSHKA</strong> und anderseits als <strong>БАТЮШКА</strong> aktiv zu sein. Ich muss zugeben: So ganz steige ich da nicht durch. Aber Fakt ist, im <strong>WOLFSZEIT</strong>-Line-Up steht <strong>БАТЮШКА</strong> und es sieht alles danach aus, dass die Zuschauer die gewohnte <strong>Black-Metal-Liturgie nach orthodoxem Vorbild</strong> zu erwarten haben &#8211; mit allem, was dazugehört.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41108" aria-describedby="caption-attachment-41108" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41108 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41108" class="wp-caption-text">БАТЮШКА: die Segnung ©Crow</figcaption></figure>
<p>Auftritte von <strong>БАТЮШКА</strong> beginnen nämlich, so hat es Tradition, erstmal mit ca.<strong> einer halben Stunde Wartezeit</strong>. Das erklärt sich zum einen durch den Aufbau des in der Tat recht aufwändigen Bühnenbildes, aber vor allem damit, dass ein gutes Dutzend <strong>Kerzen</strong> auf dem Podest entzündet werden wollen. Bei dem Wetter momentan kann das ja heiter(!) werden. Aber schließlich hat der Mann in Mönchskutte seine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen und <strong>БАТЮШКА</strong> können mit ihrem Konzert beginnen.</p>
<p>Dieses läuft wie immer streng nach <strong>Zeremoniell</strong> ab. Nichts wird hier dem Zufall überlassen. Die Liturgie wird ohne nennenswerte Pausen in einem Stück durchexerziert, auch rein musikalisch sind keine Ausreißer zu verzeichnen. Kein Transporter von <strong>WATAIN</strong>, der über&#8217;s Stromkabel fährt. Auf dem Infield ist es im Vergleich zu <strong>THYRFING&nbsp;</strong>noch einmal deutlich voller geworden. Die allermeisten <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besucher wollen die Metal-Messe von <strong>БАТЮШКА</strong> offensichtlich nicht verpassen. Oder campiert der ein oder andere hier vielleicht auch deshalb, um gleich bei <strong>WATAIN</strong> einen möglichst guten Platz zu erhaschen? Je näher man der Bühne kommt, desto mehr stauen sich die Menschen jedenfalls. <strong>Gruppenkuscheln</strong> hilft ja auch ganz gut gegen die unsäglichen Temperaturen.</p>
<h2>Feuer und kein Blut</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41110" aria-describedby="caption-attachment-41110" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41110 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41110" class="wp-caption-text">Der blanke Wahnsinn: WATAIN ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Was mich genau bei <strong>WATAIN</strong> erwartet, weiß ich nicht. Alles, was ich weiß, ist, dass sie vor drei Jahren hier &#8217;ne ordentliche Sauerei (buchstäblich) sowohl im Backstage als auch auf der Bühne und in den vorderen Reihen des Publikums hinterlassen haben. Nämlich benutzen die Schweden für ihre Shows gerne mal <strong>den ein oder anderen Liter Schweineblut</strong>, der während ihrer Touren auch gerne mal die ein oder andere Woche in einem Fass gammeln gelassen wird. Zudem munkelt man, der Sänger lagere in jenem Fass über Nacht seine Bühnenkleidung. Ekelhaft. Diesmal bleibt die Stage aber gottseidank trocken. Dafür dauert es jedoch (nachdem die Band 45 Minuten Verspätung hat) keine zehn Sekunden, bis der Sänger eine <strong>brennende Fackel einfach mal so von der Bühne blindlings ins Publikum</strong> wirft. Ein &#8222;glücklicher&#8220; Besucher hebt sie auf und schwingt sie kurz über seinem Kopf, bis die Security eingreifen und der Gefahr ein Ende setzen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41111" aria-describedby="caption-attachment-41111" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41111 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41111" class="wp-caption-text">Lass Haare wehen! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Eigentlich steht so ungefähr die ganze Bühne in Flammen. Neben Skulpturen aus (richtigen) Knochen ist sie geziert von Feuerschalen und anderen brennenden Ornamenten. Sänger und Basser halten auch gelegentlich mal zwischen und während den Songs ihre Hände schön ins Feuer rein. Ich hab’s ja verstanden, <strong>ihr nehmt es so richtig ernst mit dem Black Metal</strong>. Nebst all dem Getue aber zeigen <strong>WATAIN</strong> musikalisch, dass sie nicht umsonst die Position in der Szene belegen, die sie belegen. Ihre Performance ist schnell, aggressiv und dreckig, und man sieht den Musikern an, dass sie ordentlich Bock haben.</p>
<p>Auch ist der Sänger, so wird mir gesagt, heute ein gutes Stück gesprächiger als sonst und kommuniziert recht viel mit dem Publikum. Bevor er dann <strong>zum zweiten Mal schwungvoll eine brennende Fackel in der Menschenmasse versenkt</strong>. Es wird auch noch rituell mit einem langen Messer herumgefuchtelt und in den Feuern gestochert, bis die Band irgendwann einfach von der Bühne verschwindet und ein mehrminütiger Ambient-Track vom Tonband die Zuschauer im Ungewissen zurücklässt, ob <strong>WATAIN</strong> nochmal auftauchen oder eher nicht so. Es stellt sich heraus, dass letzteres der Fall ist, und damit endet das diesjährige <strong>WOLFSZEIT</strong> auf eine &#8230; interessante Note?</p>
<h2>DAS ENDE</h2>
<p>Leider endet es hier wirklich schon – die von vielen Anwesenden sehnlichst erwartete <strong>Aftershow-Party fällt einfach aus</strong>. Während man in den letzten zwei Jahren davon ausgehen konnte, dass dies COVID-bedingte Gründe hatte, so scheint dieser letzte Moment der Festival-Euphorie in diesem Jahr einfach <strong>kommentarlos unter dem Teppich verschwunden</strong> zu sein. Schade! Ich hatte mich sehr darauf gefreut, und mit mir ein Haufen Anderer, die nun sporadisch vom Infield ins Außen tropfen, als sie merken, dass da wohl tatsächlich nichts mehr kommt.</p>
<h2>Fazit?</h2>
<p><em>Merlin: </em>Zwei Wermutstropfen habe auch ich auf diesem ansonsten wirklich großartigen Festival zu verzeichnen. Da wäre vor allem die schon erwähnte <strong>Beleuchtungssituation</strong> nachts vom Infield rüber zu Campingplatz B. Auf einem mehrtägigen Festival hat nicht jeder Besucher immer und überall eine (Handy)Taschenlampe zur Verfügung. Und abgesehen von der durchaus realen Gefahr des Zusammenstoßens mit anderen Menschen ist die Straße außerdem gesäumt mit nicht wenigen <strong>Schlaglöchern</strong>, von denen Sturzgefahr ausgeht &#8211; für Nüchterne wie für Betrunkene. Darum bitte bitte bitte, beleuchtet in Zukunft diesen scheiß Weg! Danke &lt;3</p>
<p>Der zweite Punkt, verschmerzbar, aber schade, sind die billigen Einmal-Plastikbecher, in denen die Getränke ausgeschänkt wurden. Wo sind die schönen stabilen <strong>WOLFSZEIT-Becher</strong> hin, die es vor Corona mal gab? Vielleicht feiern sie ja nächstes Jahr ihr Comeback &#8211; ich würde mich riesig freuen.</p>
<p><em>Mich: </em>&#8230; außerdem wäre es &#8211; so denke ich &#8211; ganz cool, wenn die <strong>Autogrammstunden etwas größer aufgezogen</strong> wären, oder man zumindest die <strong>Informationen dazu</strong> (Zeitplan etc.) etwas offensichtlicher irgendwo einsehen könnte. Viele der Bands hatten bei ihrem Meet &amp; Greet quasi keine Besucher, während ich nicht nur einmal in eine überraschte Visage starrte, als ich jemanden danach fragte, ob er denn gerade bei seiner Lieblingsband am Autogrammstand gewesen sei.&nbsp;</p>
<p>Ansonsten – was soll ich sagen? <strong>Es war wie immer ein großartiges Fest!</strong> Nichts geht über Black und Pagan Metal im tiefsten Thüringer Wald! Großartige Location, großartige Bandauswahl, tolle Konzerte und ein unvergleichliches <strong>~<em>Ambiente~</em></strong>. Wie jedes Jahr kann ich nur den Blick nach vorne richten und mich darauf freuen, dieses einzigartige Event in der kommenden Sonnenumrundung ein weiteres Mal miterleben zu dürfen.</p>
<p><em>Merlin:</em> Ich kann mich <span style="color: #800000;">Mich</span> da nur anschließen. Es ist mir jedes Jahr wieder ein Fest, dem <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong> beiwohnen zu dürfen. Danke an all die wunderbaren Menschen vor und hinter den Kulissen, <strong>danke MARVIN</strong>, und ein ganz besonderes Danke an dieser Stelle nochmal an den DJ und Fotografen <strong>CROW</strong>, der die Konzerte in faszinierenden Bildern für die Nachwelt festgehalten hat. Apropos faszinierende Bilder&#8230; war da nicht was mit einer Bimmelbahn? Eh, ja. Von unserer Fahrt mit <strong>CRISPI</strong> haben wir in diesem Jahr leider kein Foto gemacht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41136" aria-describedby="caption-attachment-41136" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41136 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-300x135.jpg" alt="" width="300" height="135" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-300x135.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-1024x461.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-750x338.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41136" class="wp-caption-text">Dafür gibt&#8217;s ein Selfie von uns mit dem Met-Wolf.</figcaption></figure>
<p><em>Mich &amp; Merlin:</em> <strong>Cheers! Man sieht sich zur nächsten WOLFSZEIT!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-zurueck-in-den-wald/">WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2022 VORBERICHT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2022 06:23:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das (oder die?) Wolfszeit steht vor der scheppernden Tür! Alle Infos bekommt ihr natürlich hier. Wir sehen uns! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-vorbericht/">WOLFSZEIT 2022 VORBERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hoch die Hörner, auf eine neue Ausgabe des wunderbaren <strong>WOLFSZEIT-FESTIVALS!</strong></p>
<p>In Crispendorf im schönen <strong>Thüringen</strong> findet auch dieses Jahr wieder das von mir heiß geliebte <strong>Black- und Pagan-Metal-Event</strong> statt. Mit dabei sind unter anderem <strong>WATAIN</strong>, <strong>BATUSHKA</strong>,<strong> FINNTROLL</strong> und <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>. Auch haben es sich die Verantwortlichen nicht nehmen lassen,<strong> KANONENFIEBER</strong> zu engagieren &#8211; die Schwarzmetaller gehen ja derart durch die Decke momentan! Ich persönlich freue mich natürlich ganz besonders auf <strong>TOTENWACHE</strong>. Und da <strong>BLACK MESSIAH</strong> ihren Auftritt im letzten Jahr leider nicht wahrnehmen konnten, ist es umso schöner, sie dafür auf dem diesjährigen <strong>WOLFZEIT-FESTIVAL</strong> erleben zu können!</p>
<p>Kurzum, es ist für jeden Freund des folkigen und/oder düsteren Metal etwas dabei. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass <strong>VARG</strong> am Donnerstag ein <strong>Akustikset</strong> zum Besten geben werden?</p>
<p>Auch für das leibliche Wohl ist dank der Essensstände wie immer gesorgt, <strong>Bier und Met</strong> sind reichlich vorhanden, und campen kann man wie gewohnt direkt neben seinem Auto. Was allerdings<strong> anders</strong> ist: In diesem Jahr sind <strong>aufgrund der hohen Waldbrandgefahr KEINE GASKOCHER ERLAUBT!</strong> Grillen und jegliches offenes Feuer sind ebenfalls verboten. Wer die <strong>WOLFSZEIT</strong>-Location kennt, weiß: Besser is das. Schließlich ist die Lichtung im tiefsten Thüringen komplett von Wald umschlossen.</p>
<p>Jetzt aber genug der warmen und warnenden Worte. Wir sehen uns am Donnerstag! Tickets kann man online zwar so kurzfristig nicht mehr erwerben, aber vor Ort gibt es eine <strong>ausreichend bestückte Abendkasse</strong>! Es gilt &#8211; um mit den Veranstaltern zu sprechen &#8211; <strong>&#8222;Erscheinen Sie, sonst weinen Sie&#8220;.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Was? <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong><br />
Wann? 25.-27. August 2022<br />
Wo? Ferienland 2, 07907 Schleiz (Ortsteil Crispendorf)<br />
<a href="https://www.wolfszeit-festival.de">https://www.wolfszeit-festival.de</a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Tickets an der Abendkasse vor Ort erhältlich</em></p>
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