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	<title>politik Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>politik Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Flucht nach vorn &#8211; THE HIRSCH EFFEKT im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2017 07:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kollege Luc attestiert im kürzlich erschienenen Review zur neuen Platte „Eskapist“ von THE HIRSCH EFFEKT, das auch der neuste Streich der Hannoveraner mehr als nur gelungen ist. Im folgenden Gespräch mit Gitarrist, Sänger und Texter Nils erfahren wir mehr über die Hintergründe ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/flucht-nach-vorn-the-hirsch-effekt-im-interview/">Flucht nach vorn &#8211; THE HIRSCH EFFEKT im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kollege Luc attestiert im kürzlich erschienenen <em><a href="https://silence-magazin.de/drei-wahnsinnige-aus-hannover-the-hirsch-effekt/">Review zur neuen Platte „Eskapist“</a></em> von THE HIRSCH EFFEKT, das auch der neuste Streich der Hannoveraner mehr als nur gelungen ist. Im folgenden Gespräch mit Gitarrist, Sänger und Texter <strong>Nils</strong> erfahren wir mehr über die Hintergründe zur Entstehung des Albums, gehen tiefer auf die textliche Ebene ein und wagen einen Blick in die Zukunft. Babdadada &#8211; here we go!</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Mit Kraft und Virtuosität</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Hallo Nils. Glückwunsch zum Release von „Eskapist“! Es freut mich sehr, dir ein paar Fragen zu eurem neuen „Baby“ stellen zu können. Wie ich mitbekommen habe, wurde das Album bereits in vielen Print- wie auch Onlinemedien besprochen und kam fast einheitlich sehr gut an. Unsere Review bildet da keine Ausnahme. Wie schaut es bei euch aus? Seid ihr hundertprozentig zufrieden mit der Platte und der Promotion oder gibt es Dinge, die sich letztendlich anders entwickelten als sie geplant waren?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Hi <strong>Oli</strong>. Wir sind auf jeden Fall mit der Platte zufrieden. Hundertprozentig zufrieden ist man glaube ich nie. Was das Songmaterial und die Aufnahmen angeht, sind wir jedoch jedoch wirklich sehr glücklich mit dem Endprodukt. Beim Songwriting müssen wir irgendwann einfach sagen: &#8222;Das ist jetzt gut so wie es ist.&#8220; Hundert Prozent ist da kein wirklich greifbares Ziel. Bei den Aufnahmen hatten wir dieses Mal viel mehr Zeit, da wir viel im Homerecording vorbereitet hatten. Es gibt im Nachhinein immer ein paar Stellen, die ich vielleicht doch noch einmal etwas anders machen würde, aber das sind nur Kleinigkeiten.</p>
<p>Auch mit der Promotion und dem Pressefeedback bin ich sehr zufrieden. Probleme gab es leider mit ein paar Handelspartnern, mit denen unser Label zusammenarbeitet. Dazu haben wir uns via Facebook geäußert.<em> (Anmerkung der Redaktion: Es scheint bei einigen Vertriebswegen zu Lieferverzögerungen gekommen zu sein.)</em></p>
<p><strong><em>S</em>.: In eurem „Kaffeekränzchen“-Stream auf Facebook am Veröffentlichungstag (18.08.2017) habt ihr ein interessantes neues Shirtmotiv vorgestellt, auf dem ihr drei Musiker vom bösen Hirschwesen geknechtet werdet. Ist dies der Hirsch Effekt oder warum ist der Hirsch so böse?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Das hast du gut erkannt. Wir hatten es im Stream glaube ich auch erklärt. Die Idee ist tätsächlich, das wir uns manchmal so fühlen, das uns der Hirsch knechtet und durch die Gegend schleift, da wir nebenbei ja noch unseren Lebensunterhalt verdienen müssen. Das wird manchmal ganz schön hart. Deshalb fanden wir es witzig, das mal so auf einem T-Shirt darzustellen und nebenbei ist es ja auch ein ganz cooles &#8222;Metal-Motiv&#8220;.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Euer neues Album wurde in den „Off the Road Studios“ zu Leipzig aufgenommen. In besagtem Studio habt ihr schon eine gelungene Liveversion von</strong><em> „Agnosie“</em><strong> aufgenommen, welche durch die herrliche Anmoderation von Axel Thielmann veredelt wurde. Was hat euch am Studio überzeugt? Bot das Ambiente die optimale Arbeitsatmosphäre um „Eskapist“ den richtigen Klang zu verpassen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> In den &#8222;Off the Road Studios&#8220; haben wir nur das Schlagzeug aufgenommen. Dies ist ein Studio von einem Kumpel von uns und dort hat man eine gute Atmosphäre und einen sehr geilen Raum, um das Schlagzeug auf Band zu bringen. Der Raum ist groß und hatte eine wunderbare Akustik.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Ich empfinde euer neues Werk als das bislang Härteste von euch. Wie kam es dazu? War diese Ausrichtung geplant oder ergab sie sich organisch aus dem Songwritingprozess?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Bei der Einschätzung, ob es unser härtestes Werk ist, gehen die Meinungen ein wenig auseinander. Heute etwa habe ich von jemandem gelesen, die Platte sei zu poppig. Er schien recht unzufrieden mit dem Album gewesen zu sein. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich empfinde &#8222;Eskapist&#8220; auch als unser härtestes Album. Wir versuchen uns immer ein wenig zu pushen. Speziell ein Song wie <em>&#8222;Aldebaran&#8220;</em> ist schon ziemlich virtuos dargeboten. Wir haben dieses Mal auch vermehrt tiefer gestimmte Gitarren benutzt, was den Eindruck der Härte natürlich noch verstärkt. Ich habe versucht, mich in diesem Bereich ein wenig weiterzuentwickeln.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Von Anfang habt ihr stets mit vielen Instrumenten experimentiert und immer wieder auch klassische Elemente in euren Klangkosmos integriert. Fallen dir Instrumente ein, die ihr unbedingt in zukünftigen Werken noch verwenden wollt?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Mir fällt tatsächlich gerade gar kein Instrument ein. Ich wollte Harfe sagen, aber Harfe hatten wir auch schon einmal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/gczAf-A1U6k?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Moderne Auswüchse</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Im Folgenden möchte ich vor allem auf die textliche Komponente eingehen. Mein Eindruck ist, dass eure Alben bis jetzt immer von einer gewissen Gesellschaftskritik durchzogen waren, diese jedoch beim aktuellen Album deutlich offensichtlicher zu Tage tritt. „Flucht“ in all seinen Facetten spielt eine zentrale Rolle auf „Eskapist“ und ist in der globalen wie auch nationalen Politik der letzten Jahre ein bestimmendes Thema gewesen. Welchen Beitrag möchtet ihr mit eurer Sichtweise leisten und wie siehst du grundsätzlich den aktuellen politischen Dialog?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Ich gebe dir Recht, was die textliche Ausrichtung, beziehungsweise den Fokus angeht. Das hat einfach etwas damit zu tun, das ich als hauptsächlicher Texter privat ein wenig gesetzter bin und speziell das Thema der Flüchtlingswelle mein Gefühl der politischen Wahrnehmung verändert hat. Es bewegen sich halt irgendwie viele Dinge in diesem Land. Das sich die Gesellschaft immer mehr spaltet und die Meinungen so stark auseinander gehen, das nehme ich speziell seit 2015 deutlich stärker wahr. Das hat mich bewegt.</p>
<p>Wir als Band möchten niemanden sagen, wie er denken soll. Natürlich möchten wir durch unser Schaffen unsere Meinung kundtun und ein Statement setzen. Uns ist bewusst, das wir uns damit sicher auch von gewissen Leuten abgrenzen und diese wiederum nicht mit unserer Musik erreichen. Das ist uns klar. Wir sind aber auch keine Politiker und möchten niemanden von politischen Meinungen überzeugen.</p>
<p>Den allgemeinen politischen Dialog sehe ich momentan als schwierig an. Ich hoffe, dass wir ein paar Leute zum Nachdenken bringen, die vorher noch nicht über diese Themen nachgedacht haben.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Meine Sicht auf das Album ist, dass ihr ein gut ausbalanciertes Wechselspiel aus persönlichen Sichtweisen, fragmentieren Eindrücken von Betroffenen einer „Flucht“ und teils auch sehr direkter Kritik an verschiedenen politischen Strömungen aufzeigt. Mal schaffen es eure Texte, sich empathisch in Geflüchtete hineinzuversetzen, mal zeigt ihr den Wahnsinn und Stumpfsinn gewisser Ideologien auf. Wolltet ihr eine ganz unmissverständliche Botschaft in euren neuen Songs präsentieren oder einfach gewisse Thematiken mehr in den öffentlichen Diskurs stellen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Du hast es mit der Frage ganz gut getroffen. Wir möchten aufzeigen das uns die Thematik bewegt und sie damit weiter in den öffentlichen Diskurs stellen. Wie in der vorherigen Antwort angesprochen, ist uns aber bewusst, das wir höchstwahrscheinlich gewisse Leute nicht erreichen werden.</p>
<p>Im Kern wollten wir ein Statement setzen. Es ist jedoch, wie ich denke, genug Interpretationsspielraum in den Texten vorhanden.</p>
<p><strong><em>S</em>.: </strong><em>„Xenophotopia“</em><strong> als Name für den zweiten Song der Platte stellt eine interessante Wortneuschöpfung dar. Ist dies eine dystopische Vision? Das „-phob“ im Begriff deutet, neben der feindlichen Haltung, auch einen Angstzustand an. Denkst du, dass Angst ein wichtiger Bestandteil von Feindlichkeit ist? Egal ob gegenüber Fremden, Homosexuellen, etc&#8230; ?<br />
</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Ich merke, du hast dich damit auseinander gesetzt, kannst dir aber, denke ich, die Frage schon fast selbst beantworten. Ja, ich denke Angst ist ein wichtiger Bestandteil von Feindlichkeit. <em>&#8222;Xenophotopia&#8220;</em> beschreibt für mich, das es Kreise gibt, und das war mir vorher gar nicht so klar, wo Fremdenfeindlichkeit heutzutage gut möglich und gesellschaftsfähig ist. Quasi das Utopia für Fremdenfeindlichkeit.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Im Lied </strong><em>„Natans“</em><strong> kommt eine Stelle vor, die mich sehr berührt hat. „Und keiner sucht es sich, dieses Fleckchen, wo es losgeht und was man schon mit sich trägt. Denkst du nicht manchmal auch, welch ein Segen hier im Trockenen? Ebenso könnte es deine Havarie sein.“ Denkst du, wir sitzen als Menschheit alle kollektiv in einem Boot und müssen unsere Probleme global lösen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Das wir als Menschen alle in einem Boot sitzen, denke ich nicht. Das war mit der Zitataussage auch nicht gemeint. Die simple Grundaussage war, das man es sich nicht aussucht, wo man anfängt. Keiner hat irgendwie das größere Anrecht irgendwo zu leben, bloß weil er da geboren wurde. Keiner hat etwas für seine Geburt an diesem Ort getan. Das ist meine grundsätzliche Einstellung zum Nationalismus.</p>
<p>Eine weitere Aussage, die damit einhergeht, ist, das ich finde, dass es ein verdammt großes Glück ist, in Deutschland geboren zu sein. Das heißt nicht, dass ich Deutschland als das schönste Land der Welt betrachte oder darauf stolz bin. Ich empfinde es aber als großes Glück und Privileg, für das ich nichts getan habe und das ich genauso viel oder wenig verdient habe wie jeder Andere auch, der in einem Land geboren ist, wo man sicher auf die Straße gehen kann. Da haben wir einfach großes Glück gehabt.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Md6TWDJr020?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Wachkoma</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Weiter geht es mit einem Zitat aus </strong><em>„Berceuse“ </em><strong>: „Warum kommt es mir so vor, als ob die halbe Welt einfach Schafe zählt?“ Ich persönlich sehe auch viele, viele Probleme in der Welt, engagiere mich aktiv, fühle aber dennoch manchmal eine große Ohnmacht. Was denkst du, kann man tun und wo siehst du deine Aufgaben im gesellschaftlichen Bereich?</strong></p>
<p><strong>Nils</strong>: Ich bin da eventuell hilfloser als du, da du schreibst, das du dich engagierst. Ich habe mich im Text auch teilweise selbst beschrieben. Mich lähmt zum Teil die Vorstellung, was alles noch passieren könnte und was man machen kann. Ich beobachte dabei, dass ich gedanklich abschalte, bildlich und auch ganz wortwörtlich gesprochen von der ARD Mediathek zu Netflix wechsle.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Kollege Luc beschreibt im <a href="https://silence-magazin.de/drei-wahnsinnige-aus-hannover-the-hirsch-effekt/">Albumreview</a>, dass ihr im Song </strong><em>„Aldebaran“</em><strong> das Reichsbürgertum auf die Schippe nehmt. Wie kamt ihr zu dieser Thematik und wie habt ihr recherchiert? Was hältst du allgemein von Verschwörungsthesen? Chemtrails und Wirtschaftsverschwörungen werden im Lied ja auch kurz benannt.</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Ich habe über das Internet recherchiert und mir bei Youtube viele Dokumentationen zu den Thematiken angeschaut. Ich habe dazu jetzt aber auch keine wissenschaftliche Arbeit gelesen, geschweige denn verfasst. Das waren alles Recherchen, die jeder Andere auch machen kann.</p>
<p>Von Verschwörungsthesen halten wir nicht so viel. In meiner Recherche glaube ich verstanden zu haben, dass hinter Verschwörungstheorien häufig Brüche in der eigenen Biographie stecken. Hinzu kommt, das manche Leute dadurch das Gefühl haben, erleuchtet zu sein und sich wiederum über Andere erheben. Sie denken, eine Theorie verstanden zu haben, haben eventuell Wissen, was andere Menschen nicht besitzen, stellen sich über Andere und schaffen damit einen Ausgleich für ihr Ego. Hinzu kommt noch das Phänomen, dass es Leute gibt, die es nicht verstehen, wenn sie von einer Thematik nichts verstehen.&nbsp; Das findet sich, denke ich, bei Verschwörungstheoretikern des Öfteren wieder und wird durch Youtube und die ganzen Verbreitungsmöglichkeiten im Internet noch verstärkt.</p>
<p>Im Song beschreibe ich auch, das, wenn man für irgendeine Aussage einen Beweis finden möchte, man nur danach suchen muss und eine These für Alles im Internet findet.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Als in eurem Monolith</strong><em> „Lysios“</em><strong> der „Waidmannsvorsteher“ beworben wurde, musste ich herzhaft schmunzeln. Dennoch trefft ihr meiner Meinung nach mit eurer Satire den Nagel auf den Kopf. Ich kenne allerdings nur das allseits beliebte Jägergold oder den Gebirgskräuter aus dem Discounter. Woher kann ich den „Waidmannsvorsteher“ beziehen um mich im Alkoholrausch abzuschotten?<br />
</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Es freut mich, das du schmunzeln musstest und den Eindruck hast, wir hätten mit dem &#8222;Waidmannsvorsteher&#8220; den Nagel auf den Kopf getroffen. Genauso satirisch war es auch gemeint. Den &#8222;alten Waidmannsvorsteher&#8220; gibts aber natürlich nicht. Das ist eine Wortkreation aus Waidmann für Jäger und Vorsteher für Meister. Das Adjektiv &#8222;alter&#8220; kommt zusätzlich noch von dem Korn &#8222;alter Senator&#8220;.</p>
<p>Den &#8222;Waidmannsvorsteher&#8220; kannst du leider gar nicht kaufen, aber wir haben Aufkleber, die man sich auf seine Flasche kleben kann. Wir machen vielleicht auch noch mal ein T-Shirt mit dem Motiv.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Was erwartet den Hörer auf eurer Tour im Herbst? Werdet ihr einen starken Fokus auf das neue Material legen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Den Hörer wird auf der Tour ein buntes Potpourri aus allen Alben erwarten. Wir werden das neue Album nicht in seiner Gänze präsentieren. Ich finde wir sind keine Band, die sich immer wieder komplett neu erfindet. Wir versuchen zwar neue Wege zu gehen, aber mir persönlich ist es wichtig, das eine Band über den gesamten Zeitraum ihres Schaffens bewertet und gesehen wird. Dementsprechend wollen wir aus unserem Schaffen einen Querschnitt bieten. Es wird alle vier Alben geben und speziell natürlich einige Songs von &#8222;Eskapist&#8220;. Sonst wäre es ja blöd.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Wie sehen eure Wünsche und Vorstellungen für das weitere Wirken der Band aus? Gibt es schon konkrete Pläne, was neue Releases und Projekte angeht?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Wir haben ein loses Konzept für ein weiteres Album und planen die Band momentan definitiv in unser Leben ein für die nächsten paar Jahre. Dann müssen wir weiter schauen. Im Moment macht das Alles zum größten Teil Spaß und wir müssen sicherlich noch ein paar Dinge anpassen, damit es auch weiterhin so funktioniert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/VkYAfAgrcxw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Konsumist</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Im letzten Interviewsegment bitte ich euch aus Sicht des Musikkonsumenten bzw. -liebhabers zu antworten. Wie wichtig sind dir als Hörer Texte im Metal bzw. allgemein in der Musik? Ich habe den Eindruck und ertappe mich leider selbst oft genug dabei, dass ich den Texten zu wenig Beachtung schenke.</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Das geht mir genauso wie dir. Ich ertappe mich auch zuweilen dabei, das ich den Texten zu wenig Beachtung schenke. Es kommt für mich aber auch immer darauf an, was es für Musik ist und in welcher Sprache die Texte verfasst wurden.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Interessiert dich die Metalszene und was kannst du&nbsp; an gitarrenorientierter Musik aus eurem lokalen Raum Hannover empfehlen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Mich interessiert die Metalszene nicht wirklich. Ich finde Szenen generell eher langweilig. Mit meinen beiden Musikern an meiner Seite bin ich jedoch ganz zufrieden. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong><em>S</em>.: Zum Abschluss möchte ich dich bitten, unseren Lesern 3 Alben/Bands zu nennen, die dich in der letzten Zeit begeistert haben und die du den Usern unseres Magazins ans Herz legen möchtest.</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Bei dieser Frage offenbart sich, das ich nicht der große Musikkonsument bin. Die Alben, die ich in letzter Zeit gehört habe, sind:</p>
<p><strong>THRICE</strong> &#8211; &#8222;To Be Everywhere Is to Be Nowhere&#8220;</p>
<p><strong>MARMOZETS</strong> &#8211; &#8222;The weird and wonderful Marmozets&#8220;</p>
<p>Mehr fällt mir jetzt ehrlich gesagt gar nicht ein.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Ich danke dir für das Interview und wünsche weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit dem Album!</strong></p>
<p><strong>Nils</strong>: Bitte gern! Danke auch noch für die ausführliche Auseinandersetzung mit dem Album.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-21188 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><strong>THE HIRSCH EFFEKT</strong> auf <a href="https://thehirscheffekt.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p><strong>THE HIRSCH EFFEKT</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/thehirscheffekt/">Facebook</a></p>
<table class="wikitable plainrowheaders">
<tbody>
<tr>
<th>&nbsp;</th>
<td align="left">&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>FIT FOR AN AUTOPSY im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 08:18:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Mai stellten wir euch ihr neues Album als eine der Sternstunden des modernen Deathcores vor, jetzt haben wir FIT FOR AN AUTOPSY&#160;mit Fragen durchlöchern dürfen. Dafür stand uns vor ihrer Show am 03.08.2017 in Berlin die gesamte Band Rede und Antwort. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-macht-den-underground-besonders-fit-for-an-autopsy-im-interview/">FIT FOR AN AUTOPSY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai stellten wir euch<a href="https://silence-magazin.de/der-deathcore-ist-gerettet-fit-for-an-autopsy/"> ihr neues Album</a> als eine der Sternstunden des modernen Deathcores vor, jetzt haben wir <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong>&nbsp;mit Fragen durchlöchern dürfen. Dafür stand uns vor ihrer Show am 03.08.2017 in Berlin die gesamte Band Rede und Antwort. Neben dem Inhalt ihrer Musik kamen wir auch auf europäische Festivals und deren Ansehen in den USA zu sprechen.&nbsp;Was die neue Scheibe &#8222;The Great Collapse&#8220; für sie bedeutet und ob die Jungs es leid sind, mit<strong> GOJIRA</strong> verglichen zu werden, erfahrt ihr hier.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Wie geht es euch denn, ihr seid jetzt schließlich schon eine Weile auf Tour unterwegs?</strong></p>
<p><strong>Pat</strong> (Gitarre)<strong>:</strong> Uns geht es sehr gut und ja wir sind seit einer Woche auf dieser Tour. Aber davor waren es auch knapp sechs Wochen. Also technisch gesehen sind wir schon den Großteil des Jahres auf Achse.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Zum neuen Album, wer schreibt dafür die Texte? Sind mehrere Leute involviert oder macht Will (Produzent und Gitarrist der Band) die gesamte Arbeit?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Den größten Anteil übernimmt <strong>Will</strong> (Anmerkung: <strong>Will Putney</strong> ist nie mit der Band auf Tour, weil er sein Studio in Jersey City betreut). Wir kommen dazu und tragen dann alle auf unsere eigene Art und Weise dazu bei. <strong>Joe</strong> (Gesang) schreibt zum Beispiel sehr viele der Gesangsmuster dazu und diskutiert die Inhalte mit ihm. Es gibt zwar immer dies und das, was wir explizit einbauen, aber die Hauptideen stammen immer von <strong>Will</strong> &#8211; er ist der Hauptbeteiligte.</p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Und gab es da bei euch &#8211; als eine politisch motivierte Band &#8211; innerhalb je Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten darüber was gesagt wird?</strong></p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;</strong> (Bass)<strong>:</strong> Nein, wir sind da alle auf der gleichen Wellenlänge.</p>
<p><strong>Tim</strong> (Gitarre)<strong>:</strong> Wir sind alle einer Meinung, wenn es darum geht, wo wir sozial und politisch stehen. So müssen wir glücklicherweise nie über viel diskutieren, höchstens über kleine, unwichtige Details.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Ja, nur bei den Details und beim Ausdruck, wie wir die Dinge in der Öffentlichkeit sagen wollen, wird diskutiert. Ich für meinen Teil bin immer etwas schroff und andere Leute drücken sich gewählter aus. Das eigentliche Anliegen lässt sich manchmal auf meine Art und Weise nicht übertragen. Also sind wir wahrscheinlich darauf aus wie wir es sagen, aber nicht was wir sagen.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Vor einer Weile haben sich unsere Autoren auch gefragt, ob Musik politisch sein darf und dazu gab es <em><a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-11-metal-und-politik/">natürlich starke Meinungen</a></em>. Was würdet ihr dazu sagen, besonders darauf bezogen, dass im Deathcore-Genre viele Bands sich scheuen, ihre Meinung zu sagen?&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Also, hier ist meine Sicht auf diese Dinge: Musik sollte sein, was auch immer du damit erreichen willst. Wenn man also eine politische Band sein will, muss man konsequent darauf eingehen dürfen. Dafür einen anderen Weg zu wählen, ist auch in Ordnung. Aber es ist generell sehr wichtig, dass die Reichweite und Plattform einer Band genutzt wird, um Gutes zu tun. Für <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong> ist es von großer Bedeutung über Dinge sprechen zu können, die uns nachhaltig beschäftigen.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Da Musik eine Art des Ausdrucks ist, sollte man immer frei sein, sich auszudrücken, wie man es für angebracht hält. Und ich verstehe es auch zu einem gewissen Ausmaß, wenn Leute ihre Plattform nicht im positiven Sinn nutzen. Vielleicht ist es ihnen egal oder einfach nicht ihre Art. Aber aus meiner Sicht, wenn du eine Million Leute erreichen kannst, warum nutzt du es dann nicht für eine gute Sache?</p>
<p><strong><em>S</em>.: Ist die Band auch in weiteren politischen Aktivitäten engagiert und wie weit geht das in eure Privatleben hinein?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Wir arbeiten viel mit Wohltätigkeit und Spenden, zum Beispiel für syrische Flüchtlinge. Auf dem neuen Album gibt es einen Song (<em>&#8222;Black Mammoth&#8220;</em>) für die US-amerikanischen Ureinwohner, die zur Zeit für Öl unterdrückt werden. Darum geht es auch in dem dazugehörigen Video und für die Vorbestellungen von &#8222;The Great Collapse&#8220; gab es dazu eine Spendenaktion. Unsere Idee dahinter ist, den Worten Taten folgen zu lassen und zu helfen. Persönlich haben wir unterschiedliche Ansätze für den Umgang mit solchen Sachen. Als Band hingegen versuchen wir gemeinsam, mehr zu machen als nur darüber zu reden, Gutes zu tun. Das ist eine wichtige Angelegenheit für uns.</p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong> Wir glauben an das worüber wir reden. Dem verleihen wir mit Taten Rückhalt, sei es nun privat oder öffentlich als Band.</p>
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<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Jetzt, wo wir das abgehandelt haben, lasst uns über die musikalische Seite reden. Wie passt das neue Album in eure Diskografie, fällt es aus der Reihe oder war es eine natürliche Weiterentwicklung?</strong></p>
<p><strong>Tim:&nbsp;</strong>Es ist Teil einer natürlichen Weiterentwicklung, die schon mit unserer EP (&#8222;Hell On Earth&#8220;, 2009) damals begann. Von da bis zum Debüt-Album &#8222;The Process of Human Extermination&#8220; waren die Einflüsse sehr ähnlich, die Ära war sehr extrem. <strong>Pat</strong> und <strong>Will</strong> haben damals das Meiste geschrieben und ihre Mentalität war sozusagen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Lasst uns harte Scheiße schreiben!&#8220;</strong></p></blockquote>
<p><strong>Pat:</strong> Ja, wir wollten einfach nur einen <strong>Banger</strong> schreiben. Und mit dem nächsten Album ging der Prozess schon los. Damals war auch noch keines der heutigen Bandmitglieder in der Gruppe und <strong>Will</strong> und ich fingen trotzdem an, über das nächste Album zu sprechen. Zu diesem Zeitpunkt hörten wir dann andere Sachen als noch vor dem Debüt, waren mehr Musik ausgesetzt und die Bands, die wir bereits mochten, veränderten sich. Dadurch realisierten wir, dass wir mehr machen können. Dann kamen die neuen Mitglieder in die Band. Jeder begann unterschiedliche Elemente von dem, was er gerne hören möchte, einzubringen. <strong>Will</strong> ist sehr gut darin, die Vorschläge und Geschmäcker von jedem von uns zu vereinen. So kam alles auf eine sehr natürliche Art und Weise zusammen.<br />
Von jedem Album zum nächsten gab es also aus meiner Sicht eine natürliche Entwicklung, die davon getrieben war was um uns herum passiert. Sowohl musikalisch als auch politisch und sozial. Es gab jedes mal so viele Emotionen von denen man sich nähren konnte. Kam <strong>Joe</strong> mit einem guten Text an, der aus seiner Traurigkeit entstanden ist, hat sich das im Songwriting widergespiegelt.&nbsp;<strong>Schließlich soll die Musik eine Einheit sein</strong>. Es kommen mit der Zeit andere Elemente vor, aber alles ist eine natürliche Entwicklung, solange man es nicht mit Absicht in die eine oder andere Richtung schiebt. Und ich glaube, dass wir eben das nicht machen, es passiert einfach für uns.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist komisch, weil es hieß: &#8222;Hey, ihr klingt wie dies. &#8220; und jetzt ist es: &#8222;Hey, ihr klingt wie das.&#8220;</strong>.</p></blockquote>
<p><strong>Tim:</strong>&nbsp;Natürlich! Weil, während die Jahre vergehen, wächst und verändert sich dein persönlicher Geschmack.&nbsp;</p>
<p><b>Pat:&nbsp;</b>Ich meine verdammt, <strong>Josean</strong> hört mehr Classic Rock als alles andere, <strong>Joe</strong> mag ein bisschen mehr Pop und nicht so hartes Zeug,<strong> Tim</strong> steht eher auf Stoner Metal, <strong>&#8222;Blue&#8220;</strong> ist ein Death-Metal-Typ, ich höre eher so <strong>GOJIRA</strong> und <strong>MASTODON</strong>.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Unsere interessante Mischung entsteht halt dadurch, dass wir alle aus unterschiedlichen Ecken kommen.</p>
<p><strong><em>S</em>.:</strong> <strong>Habt ihr für die Sachen, die euch inhaltlich in der letzten Zeit verändert haben, auch besondere Beispiele?</strong></p>
<p><strong>Pat:&nbsp;</strong>Jeder weiß, was gerade los ist. Wenn man kein Interesse dafür hat oder es nicht verfolgt, brauche ich darüber auch gar nicht reden. Wir kommen aus den USA, jeder kennt unsere politischen Probleme. In den Nachrichten ist es so offensichtlich, wie beschissen unser Land ist und mit was wir konfrontiert sind. Das Thema müssen wir gar nicht erst anschneiden, sondern für das hinnehmen was es ist &#8211; es ist halt Scheiße!</p>
<p><strong>Tim:</strong> Was unser Land durchmacht ist zwar schlimm, aber das gilt auch für andere Länder. Dort ist es sogar schlimmer und trotzdem bekommt es nicht mal die Hälfte der Berichterstattung. Nur weil sie keine politische Supermacht sind, werden sie nicht beachtet. Alles was im mittleren Osten, Südamerika und so weiter passiert, ist genauso schlimm wie das bei uns vor der Haustür. Es passiert einfach überall, da ist es schon entmutigend, wenn die Leute nur über die USA reden können und wollen. Ich sage dann immer, dass andere Länder noch schlimmere Probleme haben als wir.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Kehr vor deiner Haustür, bevor du es vor meiner machst.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Wenn die Leute uns irgendwie aushelfen wollen ist das cool. Trotzdem sollten sie eher nach Venezuela oder Griechenland gehen. Wenn die Bevölkerung verhungert, weil die Regierung ihnen sagt, sie können zur Hölle fahren, ist das viel grotesker.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Einige dieser Missstände werden übersehen. Immer wenn etwas &#8222;Großes&#8220; vor sich geht, muss man darauf achten, wovon man dann abgelenkt ist. Es gibt so viel mehr Konflikte auf der Welt, die vielleicht sogar aus den USA, Deutschland oder Großbritannien stammen und niemand kommt da hinterher. Nicht mal wir. Trotzdem ist der Versuch schon Gold wert.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15229" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse.jpg" alt="" width="1000" height="1000" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-The-Great-Collapse-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" />
<p><span id="more-20672"></span></p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Ok, zu den Riffs: Ist der offensichtliche Vergleich zu GOJIRA ein Ergebnis ihres Einflusses auf euch?</strong></p>
<p><strong>Pat:&nbsp;</strong>Ich sage an dieser Stelle einfach nur danke. Danke, dass du unsere Musik mit der von <strong>GOJIRA</strong> vergleichst. Die Einflüsse kommen, wie gesagt, von überall und du sagst uns einfach ins Gesicht, dass wir dieser legendären Band würdige Riffs schreiben.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Das ist auch das schöne daran, die gesamte Welt als Band bereisen zu dürfen. Man hört so viel mehr Musik und arbeitet mit unterschiedlichen Bands, deren Herangehensweise man immer im Hinterkopf behält. Alle einzigartigen Stile die wir lieben, sei es der von&nbsp;<strong>GOJIRA</strong>, irgendeines Gitarristen oder eines Schlagzeugers, lösen in uns den Drang aus, besser zu spielen. Wir schauen für Inspiration zu diesen Musikern auf.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Manchmal schreibst du auch einfach und merkst nicht mal, wie krass es etwas ähnelt. Dann hörst du es direkt nebeneinander gestellt und erkennst es erst.</p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Der große Anstieg der Albenverkäufe war ein immens positives Feedback. Was war eure erste Reaktion auf dieses Wachstum eurer Fangemeinde?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Wir waren einfach nur dankbar und sehr glücklich.</p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong> So viele positive Rückmeldungen im Vergleich zu wenig Kritik zu bekommen, war definitiv aufbauend.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Dass es bestimmten, nicht mal unbedingt einer großen Masse, Leuten so gut gefällt, erfüllt uns auch mit Demut.</p>
<p><strong>Tim:</strong>&nbsp;Ja, da gab es bestimmte Personen, zu denen ich seit bestimmt 15 Jahren aufschaue, die uns persönlich gesagt haben, wie großartig unsere Band ist. Sogar der Live-Ton von<strong> Pat</strong> und mir wurde gelobt. Ich habe zum Teil meine Karriere um diese Leute aufgebaut und jetzt machen sie mir Komplimente.</p>
<p><strong>Pat:</strong> In der Hinsicht ist das auch sehr stressig. Dadurch entsteht der Druck, das nächste Album noch besser zu machen.</p>
<p><strong><em>S</em>.:<em>&nbsp;</em>Im Booklet des Albums befindet sich die Aufforderung an den Hörer, Underground-Musik zu unterstützen. Früher habt ihr schon betont, dass ihr eher eine Einstiegsband für härtere und obskure Musik sein wollt. Ist das auch heute noch eure Stellung dazu?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Absolut, wir holen unsere Anteile aus so vielen unterschiedlichen Genres, damit Leute aus diesen Richtungen zu uns kommen und sich diesen Stilen öffnen. Ich hätte zum Beispiel nie <strong>NEUROSIS</strong> oder <strong>CONVERGE</strong> entdeckt, wenn ich nicht andere Bands gehört hätte, die einen ähnlichen Stil hatten. Das sind keine Radio-Bands, du musst sie irgendwie finden. Der Hörer ist immer dazu angehalten sich umzuschauen und zu graben. <strong>Das macht den Underground besonders!</strong></p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:&nbsp;</strong>Wir können uns glücklich schätzen, teil einer Szene zu sein, in der wir die stetige Entwicklung verfolgen können. Für Außenstehende ist die Zuhörerschaft vielleicht eindimensional, aber der Underground verändert sich ständig. Jetzt &#8211; nach 30 Jahren aggressiver und harter Musik &#8211; geht es immer noch weiter vorwärts. Die Evolution stoppt nie und das ist großartig.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Zudem können wir glücklich sein, in diesem Zeitalter Musik so einfach finden zu können. Als ich groß geworden bin, war die erste Anlaufstelle für neue Musik immer ein Plattenladen. Dort habe ich dann den Verkäufer nach einer Compilation CD mit ungefähr 20 ähnlich klingenden Bands gefragt. Und jetzt muss ich einfach nur auf <strong>Spotify</strong> meinen &#8222;Täglichen Mix&#8220; öffnen und schon entdecke ich Gruppen, die ich nie zuvor gehört habe.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Wir müssen auch mal über Shows reden. Ihr habt vor ein paar Tagen auf den Metal Days in einem Wald gespielt (unseren Bericht dazu findet ihr<em> <a href="https://silence-magazin.de/metalurlaub-in-den-alpen-metaldays-2017/">hier</a></em>). Welche Orte und Bühnen würdet ihr gerne wieder oder zum ersten Mal betreten?</strong></p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong>&nbsp;Europa gefällt mir gerade sehr gut.</p>
<p><strong>Tim:</strong>&nbsp;Warum nicht einfach überall?</p>
<p><strong>Pat:</strong>&nbsp;Also ich möchte zurück nach Puerto Rico.</p>
<p><strong>Josean</strong> (Schlagzeug): Und da bleiben wir.</p>
<p>(Allgemeines Gelächter)</p>
<p><strong>Pat:</strong> Er kommt aus Puerto Rico, deswegen ist ihm das ein besonderes Anliegen. Ansonsten ist Europa cool, besonders Schweden. Am liebsten würden wir die kleinen Clubs spielen, in denen <strong>AT THE GATES</strong> oder <strong>MESHUGGAH</strong> angefangen haben. Der Rest des Kontinents ist noch ziemlich neu und unentdeckt für mich, wir sind, wenn man alle Mitglieder zusammenfasst, bestimmt 25 Jahre durch die USA getourt. Unterwegs war ich also schon genug, aber <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong> ist meine erste Band die hier öfter ist. Alles hier zu erkunden ist echt cool.</p>
<p><strong>&#8222;Blue&#8220;:</strong> Die Leute hier sind echt leidenschaftlich an der Musik interessiert und sie wieder zu treffen ist ein Geschenk.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Wenn man beginnt Gesichter zu erkennen, fühlt man sich gleich ganz anders. <strong>Ich will einfach überall spielen, sei es für fünf Leute in Zürich oder für 1000 Laute in Wacken. </strong>Es interessiert mich nicht, ich will einfach nur an coolen Orten spielen &#8211; und mit<strong> &#8222;Blue&#8220;</strong> abhängen.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>.:</strong><strong> Wenn wir schon von Wacken, dem größten Metal-Festival weltweit, reden: Wie ist denn der Blick aus den USA auf europäische Festivals?</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Die Bands sehen die großen <strong>&#8222;Eurofests&#8220;</strong> wie einen Mathematik-Test. Er ist super schwer zu bestehen, doch wenn man ihn meistert, ist es so geil.</p>
<p><strong>Tim:&nbsp;</strong>Sie sind das Ein und Alles für echte Metal Fans &#8211; so ungefähr werden sie jedenfalls gehandelt.</p>
<p><strong>Pat:</strong> Besonders <strong>Wacken</strong> ist in der Hinsicht wirklich wichtig. In den Staaten versuchen die Veranstalter langsam solche Festivals wie <strong>Knotfest</strong> oder <strong>Chicago Open Air</strong> größer zu machen. Auch auf alternativen Festivals wie <strong>Lollapalooza</strong>&nbsp;wird Metal wieder relevanter und rutscht öfter in die Line-Ups.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>.:</strong> <strong>Ich kann mich an der Stelle gar nicht wirklich daran erinnern, aber habt ihr je Vans Warped Tour gespielt? Das ist ja eine der größten, jährlichen Tours in der alternativen Szene und in letzter Zeit gab es dort immer mehr Metal zu hören.</strong></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, <strong>Warped Tour</strong> öffnet sich immer mehr den Metal Bands. In den vergangenen Jahren spielten immer mindestens zwei oder drei, trotzdem gab es nie eine <strong>Metal Stage</strong>. Dass es die jetzt gibt, ist unglaublich praktisch für Bands wie uns. Wir könnten einfach dahin gehen und mit Bands aus vollkommen anderen Genres touren.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>.:</strong> <strong>Das war es auch schon, wir haben weder Zeit noch mögliche Fragen übrig! Danke für eure Zeit und hoffentlich hören unsere Leser mal in das neue Album &#8222;The Great Collapse&#8220; rein.</strong></p>
<p><strong>Pat:</strong> Danke für das Interview und die Unterstützung, wir sehen uns bei der Show!</p>
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<p><strong>FFAA</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/FitForAnAutopsyOfficial/">Facebook</a></p>
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		<title>Senf der Woche #11 &#8211; METAL UND POLITIK</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2017 06:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Black Sabbath]]></category>
		<category><![CDATA[Metallica]]></category>
		<category><![CDATA[Napalm Death]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rage against the Machine]]></category>
		<category><![CDATA[senf der woche]]></category>
		<category><![CDATA[System Of A Down]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-11-metal-und-politik/">Senf der Woche #11 &#8211; METAL UND POLITIK</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-16277"></span><br />
Thema heute: Metal und Politik &#8211; passt das zusammen? Muss sich eine Band klar politisch positionieren? Oder sollte Metal gänzlich unpolitisch sein?</h4>
<div class='vw-row-shortcode'></div>
<div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/preusse/" target="_blank">Julian</a>&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>Eieiei, schwierige Sache, jetzt muss man sich hier auch noch mit seriösen Themen auseinandersetzen. Wer hat sich denn das einfallen lassen?</p>
<p>Okay, genug des Mopperns. Tja, Metal und Politik…da müsste man sich ja eigentlich erstmal fragen, wofür Metal und Politik überhaupt stehen. Ist Politik <strong>Werbung für bestimmte Parteien, Verbände oder Personen</strong>, oder ist in diesem Begriff auch noch das<strong> Gesellschaftlich-Soziale</strong> eingebunden? Steht Metal nur für „Sex, Drugs &amp; Rock ´n´ Roll“, Drachen, Schwerverbrechen und Krieg – wobei, ist Krieg dann nicht auch schon wieder Politik?</p>
<p>Ich weiß, mein Gelaber klingt bestimmt ziemlich verwirrend, aber hey, kein Wunder bei dem Thema! Man könnte auch sagen, ich <strong>kann mich einfach nicht recht entscheiden</strong>, ob Metal jetzt politisch sein darf oder nicht. Jeder Künstler und jede Band hat das Recht zu ihrer freien Entfaltung und sollte sich mit den Themen befassen dürfen, die sie für wichtig hält. Von mir aus sollen Bands gerne die <strong>gesellschaftlichen und politischen Missstände ansprechen</strong>. So werden vielleicht auch Menschen darauf aufmerksam, die sich nicht mit solchen Themen auseinandersetzten. Was ich aber auf keinen Fall will, ist eine politische Botschaft im Metal. <strong>Politische Werbung oder Propaganda, egal welcher Partei oder sonstigem, hat im Metal nichts zu suchen.</strong> Wir wollen doch vorrangig alle nur eins: Gute Musik. Hau, ich habe gesprochen!</p>
<p></div>
<hr>
<div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://silence-magazin.de/author/jonas/" target="_blank"><strong>Jonas </strong></a>findet:</span></p>
<p><strong>Musiker dürfen ihre politische Einstellung gern in ihren Texten und ihrem Auftreten ausleben.</strong> Nichts kotzt mich mehr an als diese infantilen Kommentare unter politischen Statements von Bands. Sie sagen immer das Gleiche: weg mit der Politik aus meiner Musik! Gerade in Metal, Rock und Hardcore verwundern mich solche Aussagen immer wieder. Schließlich haben <strong>die Urväter von Thrash &amp; Co.</strong> schon allem, was ihnen nicht in den Kram passte, <strong>den Mittelfinger gezeigt</strong>.</p>
<p><strong> BLACK SABBATH</strong>, <strong>METALLICA </strong>und <strong>NAPALM DEATH</strong> wetterten in den 70ern und 80ern des vergangenen Jahrhunderts gegen Krieg und Unterdrückung. Und dieser Trend setzte sich im Mainstream-Rock und -Metal mit <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong>, <strong>RAGE AGAINST THE MACHINE</strong> und bestimmt hundert anderen Bands fort. Ein Musikstil, der einst am Rand der Gesellschaft lebte, hat den <strong>Anspruch, mehr zu sein als die Befriedigung von Riff-hungrigen Saufköpfen</strong>.</p>
<p>Fast schon <strong>biedermeierartige Züge</strong> bezüglich des politischen Lebens sind in unserer globalisierten und vernetzten Welt immer mehr zu erkennen. Dadurch, dass Politik und jedes Ereignis auf der Welt so greifbar werden, wächst der Wunsch nach einem Rückzug in das Privatleben. Der sei jedem gegönnt, aber bitte<strong> versucht dann nicht Bands zu verbieten, eure Seifenblase platzen zu lassen.</strong> Wer ein Problem mit zu viel Politik und dem Leiden in der Welt hat, ist wahrscheinlich nicht geeignet für ein Leben auf dieser Erde.</p>
<p></div>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
<hr>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-11-metal-und-politik/">Senf der Woche #11 &#8211; METAL UND POLITIK</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dead Letter Circus &#8211; Interview Edition</title>
		<link>https://silence-magazin.de/dead-letter-circus-interview-edition/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dead-letter-circus-interview-edition</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2016 15:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Dead Letter Circus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DEAD LETTER CIRCUS machen gerade einen Zwischenstopp in ihrer Europatour, und haben bereits ein neues Album in Planung. Sänger Kim hat sich Zeit für uns genommen und über ihre Musik, Politik und Europa als aktuellen Standort für Rockmusik gesprochen. S: Kim, danke, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dead-letter-circus-interview-edition/">Dead Letter Circus &#8211; Interview Edition</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>DEAD LETTER CIRCUS</strong> <em>machen gerade einen Zwischenstopp in ihrer Europatour, und haben bereits ein neues Album in Planung. Sänger Kim hat sich Zeit für uns genommen und über ihre Musik, Politik und Europa als aktuellen Standort für Rockmusik gesprochen.</em></h3>
<h4 align="justify">S: Kim, danke, dass du dir Zeit nimmst! Ihr seid gerade aus Deutschland zurück. Wie geht es euch?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Wir hatten eine fantastische Tour. <span style="color: #3366ff;">Deutschland</span> ist ein <span style="color: #3366ff;">tolles Land</span>. Wir haben sechs Shows gespielt und sind dadurch auch viel im Land umher gefahren. Dieses Land ist ein sehr interessanter Ort.</p>
<h4 align="justify">S: In Deutschland gibt es auch eine große Szene um diese Musik und die Fans interessieren sich sehr für Bands aus anderen Ländern. Könnt ihr das bestätigen? Oder wie war so euer Eindruck?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Es scheint wirklich eine sehr<span style="color: #3366ff;"> ausgeprägte Rockszene</span> zu geben. Das ist toll und gut für Bands wie uns.</p>
<h4 align="justify">S: Um mal auf eure Musik zu kommen. Spielt Improvisation und rumexperimentieren bei der Proben- und Aufnahmearbeit eine große Rolle? In der Doku zur Entstehung von „Aesthesis“ gewährt ihr ja ein paar Eindrücke in euer Arbeiten.</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Ja, gerade beim <span style="color: #3366ff;">letzten Album</span> haben wir <span style="color: #3366ff;">viel Zeit</span> in jeden einzelnen Song<span style="color: #3366ff;"> investiert</span>. Wir jammen viel über die Stücke und probieren verschiedene Möglichkeiten aus. Wir erforschen jeden Teil davon, was am besten zu allen passt. Das tut der Band sehr gut und <span style="color: #3366ff;">fördert</span> die <span style="color: #3366ff;">Gruppendynamik</span> sehr stark. Es ist Teil einer Entwicklung.</p>
<p align="justify"><span style="color: #3366ff;">In</span> den nächsten <span style="color: #3366ff;">zwei Monaten</span> wollen wir mit einem <span style="color: #3366ff;">neuen Album</span> anfangen und dort genauso arbeiten. Quasi direkt nach dem Ende der Europatour, die jetzt noch kommt. Das wird stressig, es fängt dann wieder alles von vorne an.</p>
<h4 align="justify">S: Siehst du bei DEAD LETTER CIRCUS Ähnlichkeiten zum Free Jazz? Nicht unbedingt harmonisch etc., aber so von der Einstellung her? Die Möglichkeit zu nutzen, beim jammen neue Formen von Musik zu entwickeln? Es ist ja beides sehr intuitiv und zumindest der Free Jazz war ja auch eine Protestmusik.</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Ich denke schon, dass man das vergleichen kann, insofern, als dass wir <span style="color: #3366ff;">beim Songwriting nicht groß nachdenken</span>, sondern es einfach geschehen lassen. Bei dieser Arbeitsweise wollen wir auch bleiben, damit fahren wir ziemlich gut.</p>
<h4 align="justify">S: Also richtet ihr euch auch garnicht erst nach irgendwelchen Genrevorgaben, sondern macht die Musik, die aus euch herauskommt.</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Als wir angefangen haben, wollten wir garnicht klingen wie irgendeine bereits bestehende Band. Unser Gedanke bei der Gründung war: <strong>„Lasst uns eine Band gründen, die noch nicht existiert“</strong>. Viele Leute brauchen natürlich <span style="color: #3366ff;">Referenzbands</span>, um eine andere beschreiben zu können. Um sagen zu können „Band xy klingt ein bisschen wie Band z“ und blablabla. Wir wollen eben einfach <span style="color: #3366ff;">nicht die Musik von anderen wiederholen</span>. Wir versuchen garnicht erst, nach vorgegebenen Bands oder Genres zu klingen. Andererseits gibt es natürlich die unterschiedlichen Genres, aber innerhalb eines Genres kann man schnell eine große Bandbreite von Ausprägungen erkennen.</p>
<p align="justify">Wenn wir irgendwo merken, dass wir <span style="color: #3366ff;">klanglich zu nah an eine andere Band kommen</span>, probieren wir einfach etwas <span style="color: #3366ff;">Neues</span> aus. Wir haben auch von Anfang an versucht, nicht ständig immer genau nach uns selbst zu klingen. Auf den ersten zwei Alben haben wir gerade bei den Gitarren viel daran arbeiten müssen, <span style="color: #3366ff;">nicht</span> dahin abzurutschen, <span style="color: #3366ff;">immer wieder dasselbe Album zu schreiben</span>. Also haben wir Regeln aufgestellt. Wir hatten ein Flipchart im Proberaum und haben da die Stellen in den Songs markiert, die zu sehr nach <b>DEAD LETTER CIRCUS</b> klingen. Danach musste sich jeder richten. Wir konnten uns <span style="color: #3366ff;">nicht in</span> eine <span style="color: #3366ff;">Komfortzone fallen</span> lassen.</p>
<h4 align="justify">S: Spielt die Herkunft einer Band noch eine bestimmte Rolle? Sind manche Herkunftsländer immer noch irgendwie etwas besonderes?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Ja, ich denke, dadurch, dass es heutzutage überall auf der Welt Konflikte gibt, und das auch Einflüsse auf Bands hat &#8211; gerade oft auch auf amerikanische &#8211; ist es durchaus oft interessant, auf Gruppen aus anderen Ländern zu schauen. Es gibt immer irgendwo musikalische Bewegungen, und teilweise gibt es, gewollt oder ungewollt, Zusammenhänge mit Politik.</p>
<h4 align="justify">S: Ihr behandelt ja auch Themen aus Gesellschaft, Politik etc. Ist dieser Aspekt der Protestmusik für euch schon auch ein Thema?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Wir <span style="color: #3366ff;">hören</span> eigentlich immer auf den Song &#8211; <span style="color: #3366ff;">was er erzählt</span>, worum er sich dreht. Wir wollen die Menschen schon auch auf die Mechaniken der Welt aufmerskam machen und wie viel <span style="color: #3366ff;">Einfluss</span> gerade in der westlichen Welt von den <span style="color: #3366ff;">Regierungen</span> genommen wird. Mit den heutigen Medien ist das alles sehr komplex. <span style="color: #3366ff;">Alles wird</span> immer stärker <span style="color: #3366ff;">kontrolliert</span>.</p>
<p align="justify">Ich wollte meine Gedanken dazu immer in der Musik umsetzen. Es geht nicht darum, irgendwas zu <span style="color: #3366ff;">predigen</span>. Wir sehen uns nicht als jemand auf dem Podium, der den Leuten erzählt, was er denkt. Wir sehen uns als <span style="color: #3366ff;">Teil der Masse</span>, die etwas aufzeigen und <span style="color: #3366ff;">auf Probleme aufmerksam machen</span>. Gerade auch bei den Konzerten. Garnicht mal, um einzelne Personen zu schädigen, aber um die Leute dazu zu bringen, Verbindungen zu sehen und aufmerksamer zu werden. So können wir die <span style="color: #3366ff;">Mündigkeit</span> der Leute mit <span style="color: #3366ff;">unterstützen</span> und voran treiben, indem wir mithelfen, ihnen die Augen zu öffnen. Jeder in der Gesellschaft spielt seine Rolle und trägt etwas bei. Und wir können mit der Musik die Informationen transportieren.</p>
<h4 align="justify">S: Spielen Videos dabei eine wichtige Rolle für euch?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Ja, absolut. Wir <span style="color: #3366ff;">lieben</span> es, <span style="color: #3366ff;">Videos</span> zu den Songs zu drehen. Oft sind sie natürlich auch <span style="color: #3366ff;">ziemlich teuer</span>, was auch nicht einfacher wird, weil viele Leute nicht mehr bereit sind, Geld für so etwas auszugeben. Das macht es schwer, wirklich gute Videos zu drehen. Die <span style="color: #3366ff;">Budgets</span> werden ständig <span style="color: #3366ff;">kleiner</span>. Früher waren viele <span style="color: #3366ff;">Produzenten</span> auch noch passionierter bei der Sache. Heute ist es schwieriger, gute Leute zu finden, mit denen man das umsetzen kann, was man sich vorstellt. Wir hatten wirklich auch einfach <span style="color: #3366ff;">Glück</span>, Leute zu finden, mit denen wir arbeiten konnten. Es hat Spaß gemacht, auch die animierten Teile zu den Aufnahmen hinzu zufügen.</p>
<p align="justify">Die <span style="color: #3366ff;">Videos</span> stellen eine <span style="color: #3366ff;">Erweiterung der Texte</span> dar. Es reicht uns nicht, einfach jemanden zu finden, der eine coole Idee hat. Wir suchen Leute, die sich mit unserer<span style="color: #3366ff;"> Musik und den Texten auseinandersetzen</span> und die dann etwas dazu entwickeln, so dass es sich ergänzt, und <span style="color: #3366ff;">plastischer</span> macht.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/eM701mBmrAc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4 align="justify">S: DEAD LETTER CIRCUS sind in Australien ja auch schon im Radio gewesen und habt da etwas Verbreitung gefunden. Hat euch das viel gebracht, oder wie wichtig war das überhaupt für euch?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Ja, gerade am Anfang hat uns das <span style="color: #3366ff;">stark nach vorne</span> gebracht. Einer unserer ersten Songs, die wir veröffentlicht haben, wurde damals ausgestrahlt, und hat uns <span style="color: #3366ff;">einige Beachtung</span> eingebracht. In <span style="color: #3366ff;">Australien</span> ist das <span style="color: #3366ff;">Radio</span> noch ziemlich <span style="color: #3366ff;">wichtig</span>, und es wird generell ziemlich viel an unterschiedlicher Musik gesendet. Daher war es ein sehr <span style="color: #3366ff;">gutes Tool</span> für uns, <span style="color: #3366ff;">Verbreitung</span> zu finden. Darüber haben wir es wirklich geschafft, dort einige <span style="color: #3366ff;">Bekanntheit</span> zu bekommen und den Leuten <span style="color: #3366ff;">ein Begriff</span> zu werden.</p>
<h4 align="justify">S: Merkt ihr das bei den Konzerten auch, dass die Leute im Publikum eure Musik verstehen und darauf einsteigen?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Wenn wir <span style="color: #3366ff;">nach der Show</span> rausgehen und noch die Leute treffen, sagen mir viele, dass <span style="color: #3366ff;">unsere Musik</span> sehr <span style="color: #3366ff;">wichtig</span> <span style="color: #3366ff;">für sie ist</span>. Das bedeutet mir viel, und den anderen aus der Band auch. Das kommt wirklich auch unglaublich oft vor, dass wir nach Konzerten so <span style="color: #3366ff;">Komplimente</span> und <span style="color: #3366ff;">Aussagen</span> bekommen, was den Leuten unsere <span style="color: #3366ff;">Musik bedeutet</span>. Sie verbindet wirklich viele Menschen auch miteinander, das ist ein<span style="color: #3366ff;"> großes Kompliment</span> für uns. Auch, dass Leute auf so vielen unterschiedlichen Orten unsere <span style="color: #3366ff;">Texte mitsingen</span> können, ist überwältigend. Das ist nicht selbstverständlich.</p>
<h4 align="justify">S: Habt ihr denn schon irgendwelche Pläne? Oder wie arbeitet ihr?</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Die <span style="color: #3366ff;">Tour</span>, die wir gerade in <span style="color: #3366ff;">Europa</span> hatten, war gewissermaßen ein <span style="color: #3366ff;">Testlauf</span>, um zu sehen, wie es läuft, und ob es <span style="color: #3366ff;">sich lohnt</span>, wieder dort hin zu gehen. Und, um ehrlich zu sein, war es ein <span style="color: #3366ff;">totaler Erfolg</span>. Wir sind zu 100% überzeugt davon, dass es sich lohnt, das wieder zu tun und zurückzukehren.</p>
<p align="justify"><span style="color: #3366ff;">Juni</span> nächsten Jahres sind wir nach und laut Plan<span style="color: #3366ff;"> fertig</span> mit dem neuen Album, und wollen dann im <span style="color: #3366ff;">Sommer</span> damit auf <span style="color: #3366ff;">Tour</span> gehen.</p>
<p align="justify">Wir hatten wirklich <span style="color: #3366ff;">viel Spaß</span> auf der Tour. Es ist ein <span style="color: #3366ff;">großartiges Gefühl</span>, so weit weg von zu Hause zu sein, und trotzdem so viele Leute vor der Bühne zu haben, die <span style="color: #3366ff;">die Texte</span> von deinen Songs <span style="color: #3366ff;">kennen</span>. Das darf man wirklich nicht unterschätzen. Die Leute haben die Texte wirklich mitgeschrien und wir haben uns nur gefragt „Wie ist das möglich?“. Sowas tut gut.</p>
<p align="justify">Was mir in <span style="color: #3366ff;">Deutschland</span> wirklich <span style="color: #3366ff;">aufgefallen</span> ist, dass ihr, die Fans dort, wirklich eure <span style="color: #3366ff;">Freiheit feiert</span>. Ihr habt wirklich so viel<span style="color: #3366ff;"> Freiraum</span> und könnt tun, <span style="color: #3366ff;">wozu ihr Lust habt</span>. In <span style="color: #3366ff;">Australien</span> ist das <span style="color: #3366ff;">anders</span>. Es geht auch, aber als wir in Berlin oder Hamburg gespielt haben, haben wir wirklich gemerkt, dass eure Generation sich ihrer Freiheit auch bewusst ist. Ich würde sehr gerne <span style="color: #3366ff;">mehr Zeit in Deutschland verbringen</span>, und das <span style="color: #3366ff;">Land</span> und das <span style="color: #3366ff;">Feeling</span> mehr <span style="color: #3366ff;">aufnehmen</span>. Einfach mal <span style="color: #3366ff;">drei Monate</span> dort sein und <span style="color: #3366ff;">Songs schreiben</span>, das würde ich mir wünschen.</p>
<h4 align="justify">S: Das stimmt. Die Fans scheinen wirklich auch neugierig auf neue Bands aus anderen Ländern zu sein.</h4>
<p align="justify"><strong>K</strong>: Das merkt man. Dort ist momentan ein <span style="color: #3366ff;">guter Platz für Rock</span>. Wir merken das und wollen auf jeden Fall wiederkommen.</p>
<h4 style="text-align: center;" align="justify"><em><strong>Fazit</strong></em></h4>
<p align="justify"><strong>DEAD LETTER CIRCUS</strong> stehen momentan an einem Punkt, an dem es für sie wohl nur bergauf  gehen kann. Sie haben eine feste Fanbase aufbauen können, haben ein klares Konzept und Bock darauf, die Welt zu betouren. Gerade Europa erscheint ihnen als sehr lukrativ und als quasi das künstlerische und inspirierende Zentrum des Rock. Hier, aber auch überall sonst schaffen sie es, die Leute mit ihrer Musik zu erreichen und wollen ihre Musik dazu nutzen, sie zum Denken anzuregen und Grund zur Diskussion zu sein. Von ihnen werden wir in Zukunft noch mehr zu hören bekommen.</p>
<p align="justify"><a href="http://deadlettercircus.com/">Website</a></p>
<p align="justify"><a href="https://www.facebook.com/deadlettercircus/?fref=ts">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dead-letter-circus-interview-edition/">Dead Letter Circus &#8211; Interview Edition</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Mit Black Metal ins Parlament!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2016 11:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Katzen beherrschen das Internet und wie werbewirksam man sie einsetzen kann, musste jetzt unlängst Gylve Fenris Nagell feststellen, besser bekannt als FENRIZ, seines Zeichens Schlagzeuger von DARKTHRONE. Von der örtlichen liberalen Partei von Kolbotn &#8222;Oppegard Venstre&#8220; gefragt, ob er sich nicht für die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mit-black-metal-ins-parlament/">Mit Black Metal ins Parlament!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Katzen beherrschen das Internet und wie werbewirksam man sie einsetzen kann, musste jetzt unlängst Gylve Fenris Nagell feststellen, besser bekannt als FENRIZ, seines Zeichens Schlagzeuger von <strong>DARKTHRONE</strong>. Von der örtlichen liberalen Partei von Kolbotn &#8222;Oppegard Venstre&#8220; gefragt, ob er sich nicht für die Gemeinderatswahl aufstellen lassen möchte, sagte er etwas unbedacht zu.</p>
<blockquote><p>“I said yeah, thinking I would be like 18th on the list and I wouldn’t really have to do anything. They just need a list to be able to … well, it’s hard to talk local politics in another language.” (Quelle:<a href="http://clrvynt.com/fenriz-darkthrone-interview/"> clrvynt</a> )</p></blockquote>
<p>Um sich auch besonders &#8222;vorteilhaft für die Wahl in Szene zu setzen, posierte er für ein Foto mit seiner Katze und schrieb darunter: Bitte wählt mich nicht!</p>
<p>Die umgekehrte Psychologie scheint geholfen zu haben &#8211; auch wenn das wohl nicht im Sinne des Erfinders war. Unter den 9000 Menschen, die in seinem Heimatort leben, scheint er wohl genügend Sympathisanten gefunden zu haben. Black Metal ist ja bekanntlich die Musik, mit der man Norwegen verbindet. Doch im Land selbst sollen die Vorurteile groß sein, verbindet man mit dieser Musik auch die Vernichtung kulturellen Erbes. Nun, ausgerechnet einem der Protagonisten des Black Metals der ersten Stunde ein politisches Amt anzutragen, ist ein großer Vertrauensbeweis.</p>
<p>Kommt er aus der Sache denn nicht mehr raus?</p>
<blockquote><p>No, if you get voted in, you have to stay in that position for four years. And then you can pull out. But I’m used to these sort of long-term commitments. [<em>Laughs</em>] (Quelle:<a href="http://clrvynt.com/fenriz-darkthrone-interview/"> clrvynt</a> )</p></blockquote>
<p>Und was genau ist er jetzt?</p>
<blockquote><p>I’m a local politician. But Norway is very small, so when you’re a local politician, you’re <em>local</em>, man. [<em>Laughs</em>] I’m a pillar of my community. (Quelle:<a href="http://clrvynt.com/fenriz-darkthrone-interview/"> clrvynt</a> )</p></blockquote>
<p>Wir lernen aus dieser Nachricht zwei Dinge: Auch wer von ganzem Herzen Black Metal lebt, kann eine Stütze der Gemeinschaft sein und wer im Leben weiterkommen will, braucht dringend eine Katze.</p>
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