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	<title>summerbreeze Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Jan 2019 01:02:29 +0000</lastBuildDate>
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	<title>summerbreeze Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>MEGAHERZ im Interview &#8211; Hart optimistisch geblieben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2019 10:45:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Megaherz]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MEGAHERZ spricht mit uns über KOMET - Ihr bisher politischstes Album. </p>
<p>Doch dabei geht es nicht nur um Trump, die AfD oder auch eine innere (positive) Grundhaltung: Auch eine musikalische Message will die Band transportieren.<br />
Alles darüber gibt es bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/megaherz-im-interview-hart-optimistisch-geblieben/">MEGAHERZ im Interview &#8211; Hart optimistisch geblieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht man, wenn einem die Neue Deutsche Härte einfach zu krass ist, man aber ein Interview mit <strong>Alexander Wohnhaas</strong> führen will?&nbsp; Richtig! Dann wartet man damit, bis&nbsp;<strong>J.B.O.</strong> spielen. Beruhigende Wirkung, oder so? Und ein lustiger Kommentar vom Sänger von <strong>MEGAHERZ</strong> ist auch noch garantiert. Vielleicht wird das Interview ja doch gar nicht mal so übel? Auf dem <strong>SUMMERBREEZE&nbsp;</strong>haben wir es in Angriff genommen &#8211; hier könnt ihr herausfinden, wie das gelaufen ist!</p>
<blockquote>
<h2>&#8222;Das <strong>Geheimnis</strong> ist, dass man als Band, die so lange erfolgreich ist, einem gewissen Sound und Stil <strong>treu bleibt</strong>.&#8220;</h2>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Für den Anfang mal eine typische Einstiegsfrage für ein Festival: Wie zufrieden seid ihr denn mit eurem Auftritt? Es war ja mittags schon ziemlich heiß.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Wir sind mega zufrieden. Für die Uhrzeit war es echt <strong>proppevoll</strong>. Die Leute waren echt toll drauf und haben uns super empfangen. War eine geile Party. Natürlich war es eine <strong>Hitzeschlacht</strong>. Das war echt enorm. Aber das sind wir hier auf dem <strong>SUMMERBEEZE</strong> gewohnt. Wir waren, glaube ich,<strong> 2015</strong> das letzt Mal hier. Und da war es auch <strong>schweineheiß</strong>. Das war die gleiche Uhrzeit wie heute. Und da ging auch der Punk ab. Wir sind es inzwischen gewohnt, aber wir hätten auch nichts gegen eine spätere Uhrzeit (lacht).</p>
<p><strong><em><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-30533" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-300x209.jpeg" alt="" width="300" height="209" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-300x209.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-1024x713.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-165x116.jpeg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-750x522.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-85x60.jpeg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02.jpeg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />S</em>: Dieses Jahr kam ja auch ein neues Album von euch raus. Wie läuft es denn damit so aus eurer Sicht?</strong></p>
<p><strong>Alexander:</strong>&nbsp;Genau, das kam im Februar raus.<strong> &#8222;Komet&#8220;</strong> heißt es ja. Das ist in der Zeit auf <strong>Platz 6</strong> in den <strong>Albumcharts</strong> gelandet. Wir haben auch schon eine Tour dazu hinter uns. Jetzt im September geht die Tour weiter.</p>
<p><strong><em>S</em>: War das Absicht, die Festivalsaison dafür schon mitzunehmen, und das Album da vorzustellen?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Das ist ja immer so, logisch. Wir haben jetzt im Sommer schon ganz viel von den neuen Songs gespielt, auch heute. Die kommen bei den Leuten auch super an.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Kannst du deine Fans immer noch überzeugen, mit der Energie, die du aufbringst, in die Hallen zu ziehen?&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr denn schon den Eindruck, dass die Fans immer noch zu den Konzerten kommen? Die Musik wird ja immer vielfältiger und entwickelt sich weiter.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Naja, <strong>MEGAHERZ</strong> gibt es seit <strong>25 Jahren</strong>. Und jetzt auf der <strong>Frühjahrstour</strong> hatten wir so viele Leute da wie noch nie. Also, es war sehr erfolgreich. Wir entwickeln uns ja auch weiter. Das neue Album, das wir geschrieben haben, kannst du nicht vergleichen mit dem, das wir vor 25 Jahren gemacht haben. Die neuen Songs sind <strong>melodiöser</strong> geworden, aber trotzdem hart. Wir versuchen eben, eine <strong>gesunde Mischung</strong> zu machen. Das wird von den Fans auch honoriert. Du hast ja heute gesehen, Stimmung war da, die Leute haben Bock drauf. Alles gut.</p>
<p><strong><em>S</em>: Hier auf dem SUMMERBREEZE ist ja auch ein sehr gemischtes Programm. Merkt ihr auf solchen Veranstaltungen, dass ihr Leute, die vorher noch nicht so mit eurer Musik in Kontakt gekommen sind, auf euch aufmerksam machen könnt?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Also, Festivals wie das <strong>SUMMERBREEZE</strong>, <strong>WACKEN</strong>&nbsp;oder andere große Festivals sind immer eine Möglichkeit, sich einem Publikum zu präsentieren, das das vorher nicht so auf dem Schirm hatte. Die denken dann vorher &#8222;Ey, was ist das denn für eine Band? Da hab ich jetzt nicht so Bock drauf&#8220;. Aber wenn die dich dann mal live sehen, dann schaffst du es entweder, sie zu <strong>überzeugen</strong>, oder nicht. Natürlich ist das eine Riesenchance für jede Band.</p>
<p><strong><em>S</em>: Es macht ja immer auch einen Unterschied, ob man die CD hört, oder ob man die Band live erlebt.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Das ist immer ein Unterschied. Wir sagen ja auch, das <strong>Livegeschäft</strong> ist das <strong>Herzblut</strong> eines jeden Musikers. Zuerst kommt die Pflicht, das ist das Album. Und die Kür ist dann die Tour. Auf einem Konzert ist das dann so, dass du ganz nah bei den Fans bist. Und da kriegst du dann das Feedback. Wie finden die das neue Material, die neuen Songs? Kannst du deine Fans immer noch überzeugen, mit der Energie, die du aufbringst, in die Hallen zu ziehen?</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Die Band besteht seit<strong> 25 Jahren</strong> und hat Erfolg. Also kann es gar nicht so falsch sein.&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><strong><em><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-30534" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-300x201.jpeg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-300x201.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-1024x686.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-750x502.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01.jpeg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />S</em>: Das ist jetzt euer zehntes Album, oder?</strong><br />
<strong>Alexander</strong>: Boah, da fragste mich jetzt was. Ich glaube, es ist das neunte Studioalbum.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ist sowas für euch denn überhaupt wichtig? Oder schaut ihr nicht auf solche Zahlen?</strong><br />
<strong>Alexander</strong>: Für uns ist jedes neue Album auch ein Schritt ins Unbekannte, tatsächlich. Wir hassen es, uns zu <strong>wiederholen</strong>. Natürlich hat man einen Sound kreiert, einen gewissen Stil, den man pflegt. Aber ich glaube schon, behaupten zu können, dass kein <strong>MEGAHERZ</strong>-Album so klingt wie das andere. Und trotzdem fühlst du dich daheim, wenn du es hörst. Du musst es halt mögen, klar. Ist halt Geschmacksache. Aber die Band besteht seit<strong> 25 Jahren</strong> und hat Erfolg. Also kann es gar nicht so falsch sein.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das Genre ist also nicht etwas, das euch daran hindert?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Natürlich. Wir haben das Genre ja mit entwickelt. In der Neuen Deutsche Härte, kann man sagen, ist <strong>MEGAHERZ</strong> mit <strong>RAMMSTEIN </strong>und&nbsp;<strong>OOMPH!</strong> eines der Urgesteine, die diese Musik geprägt hat, vor über 25 Jahren inzwischen. Aber man entwickelt sich in 25 Jahren ja als Musiker und auch als Mensch weiter. Wie gesagt, vergleiche Album &#8222;Kopfschuss&#8220; mit Album &#8222;Komet&#8220;. Da gibt es Unterschiede. Die muss es auch geben.</p>
<p>Aber das <strong>Geheimnis</strong> ist, finde ich, als Band, die so lange erfolgreich ist, dass man einem gewissen Sound und Stil auch<strong> treu bleibt</strong>. Trotzdem muss man aber seine <strong>Augen und Ohren offen halten</strong>. Man darf sich nicht den Entwicklungen verschließen. Und das tun wir auch nicht. Wir sind Musiker mit Leib und Seele und wir hören andere Bands, sehen und hören andere <strong>Vibes</strong> und nehmen das auf. Aber es ist nicht so, dass wir heute ein Metal-Album machen, morgen ein Thrash Metal-Album und übermorgen machen wir ein Pop-Album.&nbsp; Das ist natürlich nicht so. Du hast schon deinen <strong>eigenen Stil</strong>, den du pflegst.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Scheiße zu beseitigen geht nur, wenn man die Ärmel hochkrempelt und was dagegen tut, anstatt immer nur zu meckern.&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Was gibt es denn momentan, was für euch wichtig ist?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Also, das &#8222;Komet&#8220;-Album ist eines der <strong>politischsten Alben</strong>, die wir gemacht haben. Auf der Tour, auch heute, haben wir ja auch den Song <em>&#8222;Nicht in meinem Namen&#8220;</em> gespielt, wo wir ganz klar gegen so Leute wie <strong>Donald Trump&nbsp;</strong>oder&nbsp;die <strong>AfD&nbsp;</strong>kämpfen, einfach diese Strömungen, die mit ganz einfachen Parolen versuchen, die Leute zu <strong>manipulieren</strong>. Wir sagen &#8222;Jeder kann seine eigene Meinung haben, jeder kann offen sagen, was er denkt, aber denkt vorher nach.&#8220; Wir haben halt eine ganz klare Meinung. Wir positionieren uns gegen diese Menschen, die versuchen, mit ganz einfachen Mitteln Leute gegeneinander<strong> aufzuhetzen</strong>. Das ist uns ganz wichtig. Das haben wir auch auf mehreren Songs auf dem neuen Album gesagt. Das sagen wir auch auf jedem Konzert. Von daher ist &#8222;Komet&#8220; für uns wichtig.</p>
<p>Eigentlich ist &#8222;Komet&#8220; für uns ein Album, das optimistisch in die <strong>Zukunft</strong> schaut. Ich finde, es gibt zu viele Leute, auch Musiker, die zu negativ in die Zukunft schauen und alles mies machen und sagen &#8222;Ey, es läuft alles scheiße&#8220;. Und in so einem Sumpf, wenn man alles scheiße findet, haben es natürlich genau die Leute einfach, die sagen &#8222;Hey, ich hab die einfache Lösung. Wir müssen das und das und das machen, und dann wird gleich alles besser&#8220;. Wir sagen halt, auch wenn das erstmal bescheuert klingt, &#8222;Schau mal etwas <strong>positiver</strong> in die Zukunft&#8220;. Es gibt natürlich viel <strong>Scheiße</strong>, die passiert. Die sprechen wir auch an. Aber ich denke mal, Scheiße zu beseitigen geht nur, wenn man die Ärmel hochkrempelt und was dagegen tut, anstatt immer nur zu meckern.</p>
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<p><strong><em>S</em>: Ist die Metalszene deiner Meinung nach ein gutes Publikum, so eine Basis, die das auch aufnimmt und sich damit auseinandersetzt?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Ich glaube, dass es solche und solche Menschen überall gibt. Ob jetzt in der Metalszene, in der Rockszene oder in der Gothicszene, oder ganz normale Leute. Du hast immer so deinen Prozentsatz an Idioten und einen Prozentsatz an Leuten, die versuchen, vernünftig klarzukommen. Für uns als Musiker ist einfach die Aufgabe, an die Vernünftigen zu <strong>appellieren</strong>. Und bei den Idioten, die es nicht wahr haben wollen, muss man halt auch irgendwann sagen &#8222;Ok, dann leb halt so weiter, wenn es für dich ok ist. <strong>Ich finde es nicht ok</strong>&#8222;.</p>
<p><strong><em>S</em>: Cool. Das ist ja gerade heute wieder bei vielen Bands die Frage, ob man sich politisch positioniert oder nicht.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Klar. Ich finde das wichtig. Es ist ja die Frage, ob man an etwas glaubt und ob man eine<strong> Message</strong> hat. Das ist mir als Musiker wichtig und das versuchen wir als Band auch<strong> rüber zu bringen</strong>. Ob das jeder dann so aufnimmt, ist dann wieder eine andere Geschichte. Aber das überlasse ich dann dem Publikum. Da kann man als Künstler dann nur loslassen und sagen &#8222;Hier sind die Songs, hier ist unsere <strong>Message</strong>, das ist uns wichtig. Wie ihr das aufnehmt, was ihr daraus macht, das ist euer Ding&#8220;.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30535 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-300x268.jpeg" alt="" width="300" height="268" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-300x268.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-1024x916.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-750x671.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>: Es ist schön, hier zu sehen, wie bunt und generell optimistisch die Szene hier ist.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Ich glaube, dass jede Band, die genug <strong>Energie</strong> in ihr Album reinbringt, in ihr Auftreten auf der Bühne, ein Publikum findet&#8230; Es gibt immer wieder <strong>Ups und Downs</strong>. Es wird immer wieder irgendwas gehypet oder runtergezogen. Was ich tatsächlich ganz furchtbar finde im Rock- und Metalbereich, ist das <strong>Sterben von Clubs</strong>. Das erlebe ich in meiner Heimatstadt in <strong>Augsburg</strong>, das erlebe ich in anderen Städten, wenn ich unterwegs bin, dass immer mehr Clubs dicht machen, was ich sehr traurig finde.</p>
<p>Es gibt viele junge Leute, die Rockmusik nicht so auf dem Schirm haben. Die hören dann mehr <strong>Hip Hop</strong>, was weiß ich. Aber das ist dann so. Das wird auch wieder anders sein. Es kommt bestimmt auch wieder eine neue, geile Band, die dann diese Leute wieder ranziehen kann. Für uns ist wichtig, dass wir <strong>unserer Sache treu bleiben</strong>. Die, die mit unserer Musik und mit unseren Alben groß geworden sind, die kommen auch immer wieder auf unsere Konzerte.</p>
<h2>Ein paar Gedanken zum Schluss</h2>
<p>Nun, was bleibt nach all dem zu sagen? <strong>Alexander Wohnhaas</strong> ist definitiv einer der Musiker, die sich auf die Bühne stellen und sagen, was sie denken. Und vor allem, die das dann im Interview noch wissen und erklären können. Das macht ihn <strong>symphatisch und glaubhaft</strong>. Er hat einen ziemlich <strong>realistischen Blick</strong> und schafft es, <strong>bewusst optimistisch</strong> zu bleiben. Das ist nicht selbstverständlich. Sein Beispiel zeigt aber, dass es durchaus die eigene Entscheidung ist, wie man aktuellen Umständen umgeht. Dass Bands wie <strong>MEGAHERZ</strong> das tun können und dadurch keine Fans einbüßen, sogar im Gegenteil ein eher <strong>wachsendes Publikum</strong> haben, lässt doch hoffen. Ich freue mich, dass ich mit ihm sprechen durfte und dass er uns gegenüber so <strong>offen</strong> war. Da hab ich doch während des Gesprächs&nbsp;<strong>J.B.O.</strong> glatt vergessen.</p>
<p>Hier gelangt ihr zu<strong> MEGAHERZ</strong>&#8230;.</p>
<p><a href="https://www.megaherz.de/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/OfficialMegaherz/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://megaherz.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/megaherz-im-interview-hart-optimistisch-geblieben/">MEGAHERZ im Interview &#8211; Hart optimistisch geblieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>NERVOSA im Interview &#8211; Treue und Lebensfreude</title>
		<link>https://silence-magazin.de/nervosa-im-interview-2018/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nervosa-im-interview-2018</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Dec 2018 11:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Alien Weaponry]]></category>
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		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir erfüllen sicherlich heute eine Quote...<br />
Frauenband, São Paulo und dann noch Thrash! </p>
<p>Heute gehts um NERVOSA! Wir haben mit Ihnen gesprochen und dabei hat Sebastian einige spannende Unterschiede der Kulturen aufdecken können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nervosa-im-interview-2018/">NERVOSA im Interview &#8211; Treue und Lebensfreude</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer noch <strong>SUMMERBREEZE…</strong>&nbsp;Die Band, die ich heute treffen darf, hat bereits mittags gespielt, und trotz der vergleichsweise frühen Stunde viele Fans vor die T-Stage gelockt. Eine Band derart im Line-Up platzieren zu können und trotzdem so ein Feedback seitens der Besucher zu bekommen, spricht sowohl für das Festival als auch für die Band. Wir sprechen hier über keinen Geringeren als <strong>NERVOSA</strong>. Das weibliche Dreigestirn aus <span class="st">São Paulo</span> bläst mit seinem wilden Thrash Metal allen Anwesenden den Kater aus dem Schädel und zeigt, wie moderner Metal klingt, der mit viel Leidenschaft und Hingabe gespielt wird. Wir haben nach dem Auftritt mit Schlagzeugerin<strong> Luana</strong> gesprochen.</p>
<hr>
<p><strong><em>S</em>: Hallo Luana! Danke, dass du dir Zeit nimmst! Seid ihr zufrieden mit eurem Auftritt heute?<br />
</strong><strong>L:</strong> Ja, wir hatten ein tolles Publikum. Ziemlich voll für die Uhrzeit. Wir haben ja schon um 12 Uhr mittags gespielt. Das haben wir nicht erwartet, dass da so viele Leute kommen würden, um sich unser Konzert anzusehen. Das war sehr schön.</p>
<p><strong><em>S</em>: Es ist ja noch dazu tagsüber sehr heiß und es gibt wenig Schatten. Die Leute kommen aber trotzdem, um euch zu sehen.</strong><br />
<strong>L:</strong> Stimmt, das war aber bereits auf der gesamten Tour so. Wir waren nach den Konzerten immer schon allein deswegen total fertig.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ihr seid ja auch nicht zum ersten Mal hier auf dem SUMMERBREEZE. Hat sich in euren Augen was geändert seitdem?</strong><br />
<strong>L:</strong> Wir haben schon viel in Deutschland gespielt, auch auf vielen Festivals. Uns ist jetzt aber nichts direkt Neues aufgefallen. Das <strong>SUMMERBREEZE</strong> ist halt schon wirklich groß. Aber wir haben alles, was wir brauchen, und das Publikum war wirklich toll. Es ist ein sehr traditionelles Festival.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-29997 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/DSC_0005-01-300x228.jpeg" alt="" width="300" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/DSC_0005-01-300x228.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/DSC_0005-01-1024x778.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/DSC_0005-01-750x569.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/DSC_0005-01.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>: Auf dem SUMMERBREEZE herrscht ein ziemlicher Mix an unterschiedlichen Bands, die spielen. Mir fällt bei Gesprächen oft auf, dass die Leute schon versuchen, euch mal live erleben zu können, obwohl sie oftmals ganz unterschiedliche Subgenres des Metal hören. Fällt euch diese Resonnanz auf, wenn ihr auftretet?</strong><br />
<strong>L:</strong> Absolut. Mir fällt das oft auf, dass wir in Deutschland Fans auf mehreren Konzerten immer wieder sehen. Anderswo in Europa auch. Manche Fans sehen wir wirklich oft auf einer Tour, fünf Mal und mehr. Die kennen dann schon unsere Setlist und singen mit. Das ist echt verrückt. Wirklich großartig.</p>
<p><strong><em>S</em>: Denkst du, dass das momentan eine gewisse Entwicklung im Metal ist, dass Bands auftauchen und bekannt werden, die nicht aus den typischen Regionen kommen, in denen der Metal entstanden und hauptsächlich angesiedelt ist? Und dass die Fans auch solche Bands supporten?</strong><br />
<strong>L:</strong> Ich denke, dass Bands wie <strong>ALIEN WEAPONRY</strong>, <strong>JINJER</strong> oder <strong>POWERWOLF</strong> nicht mal wirklich was Neues spielen und teilweise sogar richtige Oldschool-Elemente haben. Die Leute haben die ganzen großen, etablierten Bands, die sie mögen, alle schonmal irgendwann, irgendwo gesehen und scheinen ziemlich gesättigt damit zu sein. Diese Bands haben auch keine Probleme damit, vor Fans zu spielen, weil sie gefühlt eh überall welche haben. Die Leute sind jetzt an einem Punkt, wo sie nach Neuem suchen in der Musik. Und das fördert eben auch diese Bands, die neue Ideen haben.</p>
<p><strong><em>S</em>: Merkt ihr einen Unterschied zwischen Europa und anderen &#8222;Orten&#8220;, an denen ihr auftretet?</strong><br />
<strong>L:</strong> Ich bin bis jetzt noch nicht in den USA aufgetreten, daher kann ich dazu nichts sagen. In Südamerika ist es oft ziemlich chaotisch. In Europa läuft Vieles viel geregelter. Die Shows sind früher und die Bands haben dadurch mehr Zeit, zwischendrin zu schlafen und sich auszuruhen. In Südamerika ist es viel anstrengender, weil die Konzerte meist sehr spät sind. Andererseits sind die Leute in Südamerika auch viel verrückter als in Europa. Die europäischen Fans unterstützen die Bands sehr stark und kommen oft zu den Konzerten, das ist ziemlich cool. Die Leute in Südamerika haben einfach nicht so viel Geld und können deswegen nicht so oft zu Konzerten gehen oder sich was kaufen. Aber wenn sie auf ein Konzert gehen, dann rasten sie aus und sind viel verrückter als die in Europa. Das ist ziemlich cool.</p>
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<p><strong><em>S</em>: Klingt aber nicht so, als würdet ihr eins davon mehr mögen als das andere.</strong><br />
<strong>L:</strong> Nein, tun wir auch nicht. Es macht beides Spaß und ist schön. Es ist einfach sehr unterschiedlich. Aber es ist nicht eines besser oder schlechter als das andere.</p>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr denn momentan musikalische Strömungen o.ä., die euch beeinflussen oder die ihr speziell wichtig findet?</strong><br />
<strong>L:</strong> Puh, es wechselt immer ein wenig. <strong>DEATHHAMMER</strong> aus Norwegen höre ich ziemlich oft. Oder auch einige deutsche Bands aus dem Bereich Thrash Death und Thrash Black Metal. <strong>CRUEL FORCE</strong> heißt die eine Band, die höre ich momentan ziemlich viel. Ich mag einfach deren Stil. Ich würde sie aber nicht mit <strong>NERVOSA</strong> vergleichen. Wir spielen doch einen ganz anderen Stil.</p>
<p><strong><em>S</em>: Wie nimmst du die Metalszene in Südamerika denn wahr? Ist sie ähnlich vielfältig wie in Europa? Ich denke, viele Fans in Europa haben wahrscheinlich gar nicht so einen Überblick über die dortige Szene.</strong><br />
L: Ja, es gibt schon viele Bands dort. Die meisten haben leider nicht die finanziellen Möglichkeiten, viel zu touren und so bekannter zu werden, so wie europäische Bands es können. Wie gesagt, den Fans geht es ja ähnlich. Wir sind ja aus Brasilien und hatten einfach auch Glück. <strong>NERVOSA</strong> haben mittlerweile einfach auch mehr Connections und Erfahrung, um sowas machen zu können. Aber für junge Bands ist das sehr schwierig dort. Man braucht viel Geld, schon allein, um bei einer Agentur zu sein, die für einen Konzerte bucht oder um sich einen Van leisten zu können. Wir haben auch nicht so viel Geld, um gute Aufnahmen machen zu können oder die dann effektiv zu veröffentlichen. Viele, die in Südamerika eine Band gründen, bleiben meist dann auch dort. Wenn sie mal ein Album aufnehmen, dann meist nur mit mäßiger Qualität. In Europa ist das viel einfacher, in ein Studio gehen zu können oder Homerecording zu machen. Auch touren zu gehen ist für europäische Bands viel einfacher. Es ist sehr schwer, eine Band aus Südamerika zu finden, die die Möglichkeiten hat, sowas zu tun. Viele nutzen das Geld eher für die Familie und um leben zu können.</p>
<hr>
<p>Man muss einfach zugeben, dass in dem Interview der Vergleich zwischen Europa und Südamerika sich als ein sehr zentraler Punkt entwickelt hat. Musikalisch gesehen sind die Mitglieder von <strong>NERVOSA</strong> sehr fit und haben einen wirklich breiten Überblick über die Szene. Sie können sich gut einordnen und wissen auch um ihre Stellung als Band. Sie werden definitiv von eigentlich allen wahrgenommen und beachtet &#8211; in einer Form, wie es sonst nur wenige andere Bands schaffen. Sie sind jedoch auch ein Beispiel dafür, dass es im Metal eben nicht reicht, als reine Frauenband aus einem &#8222;exotischen Land&#8220; (ja, dünnes Eis!) aufzutreten und allein deswegen gepusht zu werden und Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie mussten und müssen genauso hart arbeiten, überhaupt erstmal international wahrgenommen zu werden und an den Punkt zu kommen, an dem sie jetzt sind. Dafür verdienen sie Respekt. Jeder, der sie mal live erlebt hat, wird bestätigen können, dass <strong>NERVOSA</strong> eine wirklich energiegeladene Show abliefern und nicht auf die Bühne gehen, weil sie es müssen. Diese Musikerinnen wissen, was sie wollen und sie arbeiten dafür.</p>
<p><a href="http://www.nervosaofficial.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/femalethrash/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://nervosa-brazil.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29996" aria-describedby="caption-attachment-29996" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-29996" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_20180816_171105-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_20180816_171105-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_20180816_171105-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_20180816_171105-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_20180816_171105.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29996" class="wp-caption-text">rbthdr</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nervosa-im-interview-2018/">NERVOSA im Interview &#8211; Treue und Lebensfreude</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Interview mit KORPIKLAANI &#8211; Ein neues Album mit überraschender Balance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2018 11:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Folk Metal]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Korpiklaani]]></category>
		<category><![CDATA[summerbreeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Montag. In Finnland würde man jetzt die Sauna anheizen und das Bier kaltstellen. </p>
<p>Wir haben mit letztens mit Korpiklaani gesprochen und lassen   euch wissen, was die Finnen zum neuen Album, Fans und ihren Einflüssen zu sagen haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/interview-mit-korpiklaani-ein-neues-album-mit-ueberraschender-balance/">Interview mit KORPIKLAANI &#8211; Ein neues Album mit überraschender Balance</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Samstag auf dem SUMMERBREEZE. Nach dem Regen am Vorabend ist bereits wieder alles trocken und es ist nicht mehr ganz so heiß wie an der Tagen zuvor. Genau richtig, um Bands wie <strong>KORPIKLAANI</strong> auf die Main Stage zu stellen. Vorher treffen wir uns aber noch mit Violinist <strong>Tuomas Rounakari</strong>, Akkordeonspieler <strong>Sami Perttula</strong> und Schlagzeuger <strong>Matti Johansson</strong>, um mit ihnen über die Entwicklung der Band und ihre neue Platte zu sprechen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Hallo, schön, dass ihr euch die Zeit nehmt! Wie schaut ihr denn dem Auftritt heute hier auf dem Festival entgegen?</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Aus meiner Sicht ist das eines der besten Festivals für uns. Alle hier sind sehr freundlich und wir haben das Gefühl, dass die Leute sich wirklich auf uns freuen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr eine spezielle Verbindung zu dem Festival?</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Ja, wir waren schon oft hier und haben auch schon auf der Main Stage gespielt. Wir fühlen uns hier wirklich sehr wohl. Hier herrscht eine positive Energie.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-29099 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1-300x212.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1-1024x724.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1-750x530.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1-85x60.jpg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Korpiklaani-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>Matti</strong>: Ja, das stimmt.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ihr veröffentlicht dieses Jahr noch eine CD. Das muss für euch ein sehr wichtiger Termin sein, stimmts?</strong></p>
<p><strong>Sami</strong>: Wir hatten dieses Mal einen neuen Produzenten. Wir alle aus der Band hatten dabei das Gefühl, dass sich das Album wirklich sehr gut entwickelt hat. Der neue Produzent hat ziemlich viele First Takes ausgewählt, was mit dazu beigetragen hat, dass das Album ein sehr organisches und natürliches Feeling bekommen hat. Wir haben bereits auf dem vorherigen Album eine gute Balance zwischen Folk und Metal gefunden, aber jetzt ist das noch besser geworden, schon allein dadurch, wie wir die Folk-Instrumente einsetzen. Dieser Aspekt ist noch intensiver geworden und das Album ist so musikalisch noch breiter gefächert ausgefallen. Es wird sicherlich ein Album sein, dass die Leute überraschen wird.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das ist ja euer zehntes Album, Jubiläum sozusagen. Hat das irgendeinen besonderen Einfluss bei euch gehabt?</strong></p>
<p><strong>Sami</strong>: Wir planen Sachen eigentlich nie von langer Hand. Wenn du deiner Passion folgst, weißt du meistens nicht, was am Ende herauskommt. Das hat uns auch all die Jahre voran getrieben. Wir haben versucht, besser zu werden. In der Band sind wir uns auch einig, dass wir von Album zu Album besser geworden sind, gewissermaßen.</p>
<p><strong>Matti</strong>: Auf jeden Fall.</p>
<p><strong><em>S</em>: Übersetzt bedeutet der Titel vom neuen Album ja &#8222;Der Wanderer&#8220;. Wie kann man das denn bezogen auf KORPIKLAANI verstehen?</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Der Albumtitel deutet eigentlich darauf hin, dass in jedem Song auf die eine oder andere Weise ein Wanderer vorkommt. Es geht einfach um ein Leben, das sehr vom Reisen geprägt ist. Genauso wie das von uns, auf Tour oder auch generell. Daher ist es durchaus eine Konzeptalbum.</p>
<p><strong>Sami</strong>: Es transportiert aber auch die Energie, die wir auf der Bühne haben. Diese eindringliche Energie, die wir auf der Bühne spüren, ist auf diesem Album.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/uul1tiTZ07Y?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><em>S</em>: Liegt das auch an der Instrumentierung? Dass im Studio quasi dasselbe Equipment wie auf der Bühne verwendet wurde?</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Ja, auf jeden Fall. Da wurden ziemlich genau dieselben Instrumente etc. verwendet. Auf der CD kommt allerdings öfter die Akustikgitarre zum Einsatz, als wir sie dann auf Tour verwenden.</p>
<p><strong><em>S</em>: War das eine bewusste Entscheidung, das Album nach der Festivalsaison zu veröffentlichen? Bei so einem Album würde es ja Sinn machen, die neuen Songs zuerst in Clubshows vorzustellen.</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Nein. Eigentlich wollten wir es bereits im Frühling veröffentlichen. Aber es hat ein paar Probleme mit dem Label gegeben, und deswegen kommt es jetzt erst später raus. Besonders ist eben auch, dass auf der CD mehr akustische Instrumente sind. Und deshalb haben wir jetzt auf Tour auch eine Akustikgitarre am Start.</p>
<h4><strong>S</strong>: So eine Entscheidung in der Instrumentierung macht das Ganze ja auch etwas intimer.</h4>
<p><strong>Sami</strong>: Das ist es auf jeden Fall. Es ist auch insgesamt noch persönlicher als vorher. Für uns ist es dadurch auch gleich authentischer. Wir kommen dadurch gar nicht erst in die Versuchung, etwas anderes zu sein, als wir sind.</p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Durch diese Neuerungen können die Fans auch ganz neue Charakterzüge von uns hören, die sie vorher gar nicht kannten. Die Harmonien klingen so nochmal unterschiedlicher und die Songs wirken anders.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das Album hat 14 Tracks. Habt ihr euch da bewusst mehr Raum genommen, um mehr ins Detail gehen zu können?</strong></p>
<p><strong>Sami</strong>: Eigentlich schon. Es war zu schwer, einen der Songs fallen zu lassen. Heutzutage, wenn es darum geht, Singles oder Playlisten zu veröffentlichen, stellt für uns ein Album immer noch eine eigene Form von Kunst dar. Für einen Musiker ist es aus unserer Sicht immer noch etwas wichtiges, ein ganzes Album zu schreiben. Und dieses Album hat so einen schönen Flow, von einem Song zum nächsten und von einer Stimmung in die nächste. Deshalb wäre es sehr schwer gewesen, da irgendetwas wegzulassen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr schon erste Rückmeldungen dazu bekommen?</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Es sind bereits ein paar Videos und Tracks veröffentlicht worden. Die Reaktionen darauf sind fantastisch. Die Art, wie die Leute darauf reagiert haben, war wirklich ungewöhnlich. Wenn wir sonst irgendwas auf Facebook oder so veröffentlichen, sind die Kommentare meistens recht einsilbig, wie etwa &#8222;Vodka! Come to Poland!&#8220;, oder so. Aber dieses Mal gingen die Kommentare wirklich sehr auf die Musik an sich ein, und die Leute schrieben, was ihnen die Musik wirklich bedeutet. Das ist neu für uns, so detaillierte und persönliche Kommentare zu bekommen. Das ist wirklich toll. Sonst sind meistens die, die uns nicht leiden können, am lautesten.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das ist stark. Wirklich auch ein gutes Zeichen von euren Fans.&nbsp;</strong><strong>Gibt es denn noch etwas, was ihr los werden wollt?</strong></p>
<p><strong>Tuomas</strong>: Für mich ist das momentan wirklich eine tolle Zeit, die mich darin bestätigt, wie schön es ist, bei <strong>KORPIKLAANI</strong> mitzuspielen. Die Band ist jetzt voll auf das neue Album ausgerichtet. Wir werden sehr viel davon live spielen. Die nächste Tour wird in Russland sein, für drei Wochen. Dann geht es für einen Monat in den USA und danach wieder zurück nach Europa. Es ist wirklich ein interessantes Jahr. Wir hoffen, möglichst viele Leute bei den Konzerten zu sehen und eine gute Zeit zu haben.</p>
<p><strong>Sami</strong>: Ich hoffe auch, dass die Leute, die bisher nicht viel mit <strong>KORPIKLAANI</strong> anfangen konnten, dem Album eine Chance geben und es auschecken. Es hat durchaus das Potential, eben diese Leute zu überraschen.</p>
<p><strong>Matti</strong>: Ja, das wäre toll. Wir freuen uns über jeden.</p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Interview muss ich mir selbst mal wieder eingestehen, wie schön es ist, mit Musikern aus diesem Genre zu sprechen. Bei Tuomas, Matti und Sami habe ich mal wieder gemerkt, wie viel Spaß sie selbst an ihrer Musik und der Band haben und wie sehr ihnen dabei auch die Wirkung auf die Fans und nicht Nicht-Fans am Herzen liegt. Sie setzen sich immer noch stets aufs neue mit sich und der Musik, die sie machen, auseinander und versuchen, das, was ihnen aktuell wichtig ist und sie am besten ausdrückt, musikalisch umzusetzen. Dieses Live-Feeling dann auch auf das Album zu übertragen, statt umgekehrt eine dicke Produktion mit auf Tour zu nehmen, zeugt von ihrer ehrlichen Art, Musik zu machen. Ich kann nur sagen, mir bereitet die Musik von <strong>KORPIKLAANI</strong> viel Freude. Bei ihrem Auftritt auf dem <strong>SUMMERBREEZE</strong> habe ich mal wieder miterlebt, wie gut sie ihre Musik live präsentieren können.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29102" aria-describedby="caption-attachment-29102" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-29102" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180818_140617-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180818_140617-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180818_140617-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180818_140617-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180818_140617.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29102" class="wp-caption-text">rbthdr</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/interview-mit-korpiklaani-ein-neues-album-mit-ueberraschender-balance/">Interview mit KORPIKLAANI &#8211; Ein neues Album mit überraschender Balance</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>ESKIMO CALLBOY &#8211; Teil der Metalhistorie geworden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Aug 2018 08:20:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[attila]]></category>
		<category><![CDATA[Eskimo Callboy]]></category>
		<category><![CDATA[Gamma Ray]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin]]></category>
		<category><![CDATA[summerbreeze]]></category>
		<category><![CDATA[Sushi]]></category>
		<category><![CDATA[wacken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage&#38;Antwort mit ESKIMO CALLBOY. Wir haben mit Fragen gelöchert und heraus flossen diese Antworten über Social Media, neue Bands und die Szene allgemein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/eskimo-callboy-metalhistorie/">ESKIMO CALLBOY &#8211; Teil der Metalhistorie geworden</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie gehören momentan zu den Bands in der Szene, zu der irgendwie jeder eine Meinung zu haben scheint. Wie gewohnt gehen diese teils weit auseinander. Und sie traten dieses Jahr sowohl in <strong>WACKEN</strong> als auch auf dem <strong>SUMMERBREEZE</strong> im Abendprogramm auf. Die Rede ist von <strong>ESKIMO CALLBOY</strong>. Ob sie das Gerede überhaupt interessiert, welche Bedeutung Social Media heute noch hat und was auf dem neuen Album so passiert, haben <strong>Kevin</strong> und <strong>Sushi</strong> beim Interview auf dem <strong>SUMMERBREEZE</strong> erzählt.</p>
<hr>
<p><strong><em>S</em>: Es ist dieses Jahr ja nicht zum ersten Mal, dass ihr auf dem SUMMERBREEZE spielt. Ist das für euch so ein Festival, mit dem ihr euch irgendwie speziell verbunden fühlt?</strong><br />
<strong>Kevin:</strong> Nee! Gar nicht. Von allen Festivals, auf denen wir mehr als einmal gespielt haben, haben wir hier am wenigsten gespielt, hab ich das Gefühl. Ich weiß, dass wir hier eines unserer ersten großen Festivals gespielt haben. Aber als wir gerade hier ankamen, da hat sich das schon so ein bisschen komisch angefühlt, weil es ist schon so locker&#8230;<br />
<strong>Sushi:</strong> Findest du?<br />
<strong>Kevin:</strong> Ja! Vier Jahre ist das locker her, dass wir das letzte Mal hier waren.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Ja, aber ans&nbsp;<strong>SUMMERBREEZE</strong> haben wir eigentlich nur gute Erinnerungen. Es ist ja so, dass auf den Metalfestivals die Leute immer so ein bisschen mehr &#8218;open minded&#8216; sind, sag ich mal. Die setzen sich halt cool damit auseinander. Und das&nbsp;<strong>SUMMERBREEZE</strong>, wenn wir hier gezockt haben, war immer mega fett. Also, ich denke mal&#8230; Ich hoffe mal, dass es heute genauso fett wird wie auf den Festivals davor. Wir freuen uns drauf! Auch wenn der Kevin Angst hat, ne? Ich nehm ihn gleich mal in den Arm.</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Jaja, haha (lacht).</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/wobbf3lb2nk?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><em>S</em>: Sind Autogrammstunden oder ähnliche Termine auf so einem Festival für euch Gelegenheiten, wo ihr auch Rückmeldungen bekommt?</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Ja. Autogrammstunden finden wir cool. Aber wir merken, je größer wir als Band werden &#8211; Und das mein ich gar nicht von oben herab, dass wir meinen, wir sind&#8217;s, sondern wirklich einfach, wenn wir merken, dass wir wachsen. Sobald es mehr Leute gibt, die uns gut finden &#8211; dann hast du immer weniger Zeit, dich um deine Leute zu kümmern. Das war heute auch wieder ein typisches Beispiel, dass wir eine halbe Stunde Signing Session eingeräumt bekommen haben, aber wir nicht ansatzweise irgendwie zur Hälfte den Leuten gerecht werden konnten.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Ja, stimmt. Und gerade nach dieser halben Stunde steht dieses kleine Mädchen mit ihrer Mama da, das anfängt zu weinen. Verstehst du? Da fühlst du dich richtig schlecht. Denen haben wir dann noch ein paar Kärtchen geschrieben und dann war auch gut. Aber es ist trotzdem ein blödes Gefühl, weil die Leute natürlich genau der Grund sind, warum wir sowas machen können. Und wenn du dann nicht mit allen in Kontakt treten kannst, ist das schade. So ist es leider.</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Ich zum Beispiel laber leider gerne. Und dann merkste einfach, wie du ein bisschen Smalltalk halten willst mit den Leuten, aber es ist einfach nicht möglich. Das ist einfach ein bisschen enttäuschend. Das soll auch nicht falsch rüberkommen bei den Leuten. Das ist das, was mir auch wichtig ist dabei. Wir wissen den Support zu schätzen, den wir da bekommen. Aber du kannst einfach nicht mehr jedem gerecht werden. Auch wenn ich jetzt ein bisschen weit aushole, aber das ist ein bisschen die Mentalität der Leute, durch Instagram und durch Facebook. Die Leute haben das Gefühl, die kennen dich, die sind bei dir, die sehen, was du in deiner Freizeit machst. Und dadurch haben die so ein Gefühl, dass die ständig bei dir sind. Und wenn du dann auf die triffst, dann hast du nicht mal dreißig Sekunden, um dich mal mit denen zu unterhalten. Und das ist immer so ein wenig enttäuschend.</p>
<p><strong><em>S</em>: Früher haben die Fans ja auch vorrangig durch Kamerateams o.ä. Einblicke in das bandinterne Tourleben bekommen. Durch die neuen Medien hat sich das ja geändert&#8230;</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Absolut. Du musst ja nur mal schauen, wenn wir unsere Instagram Stories oder so machen. Das gab&#8217;s ja früher alles gar nicht. Das gaukelt &#8211; und das ist trügerisch &#8211; den Leuten manchmal vor, dass sie uns dann auch sehr gut kennen. Weißt du, was ich meine?</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Social Media ist schon ein Fluch. Wenn der <strong>Kevin</strong> Geburtstag hat, dann like ich auch nur noch seinen eigenen Geburtstagspost. Das reicht dann auch. Dann muss man auch nicht mehr anrufen.</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Das hab ich mir dann aber auch verdient.</p>
<p><strong><em>S</em>: Die Leute sehen ja nur das, was ihr da zeigt.</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Genau. Das ist so ein Ding, wir sind halt als Partyband bekannt geworden, aber auch <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> weinen mal. Und auch <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> sind mal traurig. Und auch<strong> ESKIMO CALLBOY</strong> sind auf Tour mal morgens aufgewacht und hatten einen schlechten Tag. Aber wir sind auf dem Weg, das zu ändern. Wir wollen da ein bisschen transparenter werden. Wir wollen ein bisschen offener mit dem Ganzen umgehen. Dieses ganze oberflächliche Rumgesülze auf Instagram wollen wir gar nicht mehr. Die Leute, die zu den Shows kommen, die sollen wissen, wer wir wirklich sind und nicht irgendwas vorgegaukelt bekommen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-28697 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/DSC_0514-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/DSC_0514-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/DSC_0514-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/DSC_0514-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/DSC_0514-750x502.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/DSC_0514.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>: Ihr seid ja dieses Jahr hier und auch in WACKEN etwas weiter nach hinten im Tagesprogramm gerückt. Wie nehmt ihr sowas auf?</strong></p>
<p><strong>Sushi:</strong> <strong>WACKEN</strong> war halt schon mega krass. Das war eine supergute Zeit. Wir haben da quasi im Hauptinfield gespielt, auf der zweiten Bühne.</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Zweite oder dritte Bühne. Ist ja auch egal. Die Louder Stage war das.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Genau, die Louder Stage. Auf jeden Fall war es eine größere Bühne. Und jetzt gerade <strong>WACKEN</strong>, so das Metalfestival überhaupt, auch wenn man das auf dem <strong>SUMMERBREEZE</strong> nicht so sagen darf, wir haben euch auch noch lieb&#8230; Aber, so als Band ist das für dich schon nochmal so eine Bestätigung. Man hat ja zu dem, was man macht, einen ganz anderen Bezug als die Leute da draußen. Für uns war das einfach krass, um so eine Uhrzeit zu spielen und zu sehen, dass so viele Leute Bock darauf haben. Und dann siehst du noch Videos und sowas, wie krass die ganze Klamotte aussah etc. Wir hatten uns schon Gedanken gemacht, wie soll das aussehen, was für eine Produktion wollen wir an dem Tag fahren und sowas. Das war schon einfach fett. Und natürlich ist das auch eine geile Erinnerung, die du mitnimmst. Das ist eigentlich das wichtigste dabei. <strong>WACKEN</strong> ist nie unspektakulär für uns. Das hat auch viel mit dem Vibe zu tun, den du da mitnimmst. Du bist Teil von einer langjährigen Metalgeschichte geworden. Und das ist einfach großartig.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ist das trotzdem etwas, was ihr manchmal verfolgt? Wie die Leute reagieren, wenn irgendwo Bands spielen, die nicht so ganz in ihr Beuteschema passen und sie eventuell Probleme mit denen haben?</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Das ist immer unsere Position gewesen. Das ist ja immer, egal, wo wir waren. Wir haben ja nie richtig dazu gehört. Sind wir bei einem Mainstreamfestival, sind wir zu hart. Sind wir bei <strong>WACKEN</strong> oder irgendwelchen <strong>SUMMERBREEZE</strong>s dieser Welt, dann sind wir zu weich, zu nicht-metal. Das war immer das, worauf wir schauen mussten. Aber das hat uns auch nur bedingt interessiert. Denn wir haben immer unser Ding gemacht. Und das, was uns immer aufgefallen ist, ist, dass in der Metal Family &#8211; also in der Metal Community &#8211; die Leute am offensten waren. Die stehen da mit ihrem Bier &#8222;Hab ich mal gelesen, den Namen&#8220;, aber was wirklich zählt: &#8222;Ich schau die mir mal an und wenn die geil sind, egal, ob die pinke Leggins an haben oder Pandabären Kostüme, dann ist das geil und dann schau ich mir nachher auch nochmal ein Video auf Youtube an. Oder kauf mir vielleicht noch ein Album&#8220;. Und das ist das Coole. Die Musikbranche hat sich ja auch ein bisschen gewandelt. Den typischen Metal-Metal, das gibt es ja garnicht mehr so in der Form. Viele Bands, die wandeln sich einfach.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Wir hängen auf Wacken ja auch mit Leuten rum, bei denen wir niemals gedacht hätten, dass wir da einen Berührungspunkt haben. Und jetzt sitzte da mit dem <strong>Frank</strong> vom <strong>GAMMA RAY</strong> und zischst dir ein Bierchen rein. Einfach, weil es cool ist und alles wie eine große Familie ist.</p>
<p><strong><em>S</em>: Hier spielen ja auch NERVOSA oder ALIEN WEAPONRY und man hat auf dem Festival einfach diese Mischung.</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Ja genau. Ich find das auch cool. Ganz ehrlich, das, was uns die Leute früher immer vorgeworfen haben, &#8222;Ihr macht den Metal kaputt!&#8220;, &#8222;Ihr seid anders, das ist kacke!&#8220;, das ist doch genau das, was die Musik voran bringt. Ich will jetzt nicht sagen, dass wir die Musik verändern, aber die vielen <strong>ESKIMO CALLBOY</strong>s&nbsp;dieser Welt, das ist doch das, was die Musik nach vorne bringt! Jeder probiert immer ein bisschen was anderes aus. Ob wir damals unsere Synthies rausgeholt haben oder irgendeiner im Black Metal gedacht hat: &#8222;Ich bring da jetzt mal ein Orchester mit rein&#8220;, das ist dasselbe. Das sind die Leute, die was ausprobieren. Dadurch wandelt sich die Musik. Und das finde ich nur gut.</p>
<p><strong><em>S:</em> Es wird ja nur breiter in der Masse.</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Richtig. Und das alte, wenn es gut genug ist, das bleibt ja erhalten. Das machen wir ja nicht kaputt.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Egal, welche Metalrichtung du hörst, du wirst trotzdem in der Schule gemobbt.</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Das ist wahr.</p>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr noch Themen, die euch momentan wichtig sind? Läuft momentan was in der Scene-Tour?</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong>&nbsp;Wir sind nochmal mit <strong>ATTILA</strong> unterwegs &#8211; in Europa und UK. Wenn wir jetzt das neue Album schreiben, dann wollen wir schon schauen, weil wir ja immer noch dieses Partyband Image haben. Das werden wir auch nicht los. Das wollen wir auch nicht loswerden. Man merkt aber mit den Jahren, wo wir denken, dass wir da Einfluss haben. Wir sind nicht mehr die Garagenband von 2010, dass wir diesen Einfluss nutzen wollen. Und da hast du dann schon auch Bock. Wir beide sind ja maßgeblich an den Lyrics beteiligt. Dann haste Bock, auch mal ein handfestes Thema aufzugreifen. Auf den alten Alben hatten wir das ja auch schon. Ob es Mobbing in der Schule ist, ob es eine gescheiterte Beziehung ist, ob es etwas in deinem Leben ist, was du magst, was dich aber totzdem runter zieht. Wir haben schon viele Themen angepackt und das werden wir auch auf dem neuen Album nicht ändern. Da werden wir wieder vieles anfassen.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Wir haben damals über Mobbing geschrieben und jetzt schreiben wir, wie sehr uns Steuererklärungen abfucken. So über 30 Themen.</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Genau, wie teuer Kinderwagen sind.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Der Zwiespalt, in welcher Stadt du deinen Strebergarten anlegst.</p>
<p><strong><em>S</em>: Manche Leute schauen ja schon wirklich, was hinter den Songs steckt&#8230;</strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Ein paar. Es ist ein bisschen&#8230; Du merkst es, dass die Leute damit ankommen. Da freust du dich dann auch. Manche Texte schreibst du so, aber für andere Texte gibst du echt dein Herzblut und steckst da richtig Arbeit rein. Da weißt du dann auch, da steckt jetzt ein Stück von mir drin. Und wenn Leute dann auf den Text zurückgreifen und sagen: &#8222;Ey, der hat mir was bedeutet, der hat mir weiter geholfen&#8220;, dann freust du dich darüber. Das sagst du nicht, das wissen die Leute auch nicht. Aber wenn du das hörst oder liest in den Kommentaren &#8211; das ist schön.</p>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr noch irgendwas, was ihr los werden wollt? </strong></p>
<p><strong>Kevin:</strong> Eigentlich das Übliche. Es ist schon fast abgedroschen, weil wir es jedes Mal sagen.</p>
<p><strong>Sushi:</strong> Wir wollen, dass der <strong>Alex</strong> sich eine Seite von seinen langen Haaren abrasiert. Das wollen wir (Kevin lacht).</p>
<p><strong>Kevin:</strong> Genau! Wenn das passiert ist, dann wünschen wir uns, dass uns die Leute auch weiter so supporten wie bisher. Wir sind gerade dabei, das neue Album zu schreiben. Das kommt im Frühjahr 2019 raus. Das wird wieder ein paar Leute zum Kopfschütteln bewegen, ein paar Leute werden es feiern. Und wir freuen uns ganz besonders darauf, das dann zu präsentieren. Wir haben noch Touren. Also diese eine jetzt mit <strong>ATTILA</strong> im Oktober. Die wird nochmal richtig fett. Und dann freuen wir uns auf das neue Jahr. Und hoffen weiterhin auf den Support der Leute.</p>
<hr>
<p>Nach dem Interview ist klar, für <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> gibt es immer noch 2-3 wirklich wichtige Themen, wie etwa Social Media oder die Wahrnehmung neuer Bands, vor allem, wenn sie, wie sie, ein wenig aus dem Raster fallen und sich dafür immer wieder erklären zu scheinen müssen.&nbsp; Dennoch fühlen sie sich in der Metalszene grundsätzlich gut akzeptiert und nehmen durch die Resonanz seitens der Fans und der Veranstalter durchaus wahr, dass ihre Entwicklung gewürdigt wird. Dass hinter dem Party Image durchaus reflektierende Musiker stehen, die wahrnehmen und verfolgen, was aktuell ist und ihren wachsenden Einfluss nutzen wollen, zeigt, dass sie die Band durchaus ernst nehmen und einen Beitrag zum Metal leisten wollen &#8211; Pardon! &#8211; dies bereits tun.</p>
<p><a href="https://www.eskimocallboy.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/eskimocallboy/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://eskimocallboy.bandcamp.com/releases">Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-28698" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/37150469_1882859308462659_8440384191530532864_n-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/37150469_1882859308462659_8440384191530532864_n-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/37150469_1882859308462659_8440384191530532864_n-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/37150469_1882859308462659_8440384191530532864_n-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/37150469_1882859308462659_8440384191530532864_n.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Tourdaten</span></p>
<p>18.10. UK <strong>Bristol</strong> &#8211; The Fleece</p>
<p>19.10. UK <strong>London</strong> &#8211; Islington Academy O2</p>
<p>20.10. UK <strong>Newcastle</strong> &#8211; Riverside</p>
<p>21.10. UK <strong>Glasgow</strong> &#8211; Classic Grand</p>
<p>22.10. UK <strong>Manchester</strong> &#8211; Club Academy</p>
<p>23.10. UK <strong>Birmingham</strong> &#8211; The Asylum 2</p>
<p>25.10. NL <strong>Eindhoven</strong> &#8211; Dynamo</p>
<p>26.10. NL <strong>Amsterdam</strong> &#8211; Melkweg Upstairs</p>
<p>27.10. F <strong>Paris</strong> &#8211; Petit Bain</p>
<p>28.10. B <strong>Antwerpen</strong> &#8211; Kavka</p>
<p>30.10. I <strong>Bologna</strong> &#8211; Zona Roveri</p>
<p>31.10. I <strong>Milan</strong> &#8211; Legend Club</p>
<p>01.11. &#8211; SU <strong>Pratteln</strong> &#8211; Z7</p>
<p>02.11. D <strong>Stuttgart</strong> &#8211; LKA Longhorn</p>
<p>03.11. D <strong>Dresden</strong> &#8211; Reithalle</p>
<p>04.11. D <strong>Berlin</strong> &#8211; Huxleys</p>
<p>08.11. D <strong>München</strong> &#8211; Tonhalle</p>
<p>09.11. D <strong>Dortmund</strong> &#8211; Warsteiner Music Hall</p>
<p>10.11. D <strong>Hamburg</strong> &#8211; Docks</p>
<p>11.11. D <strong>Wiesbaden</strong> &#8211; Schlachthof</p>
<p>13.11. PL <strong>Warschau</strong> &#8211; Progresja</p>
<p>14.11. HU <strong>Budapest</strong> &#8211; A38</p>
<p>15.11. D <strong>Nürnberg</strong> &#8211; Löwensaal</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/eskimo-callboy-metalhistorie/">ESKIMO CALLBOY &#8211; Teil der Metalhistorie geworden</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wieder on the road &#8211; Xandria setzen Tour fort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 08:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[jungle club]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[summerbreeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>XANDRIA &#8211; eine Band, welche musikalisch in den letzten Jahren sehr viel erreicht hat und&#160; sehr für ihre musikalische Entwicklung gelobt wurde. Momentan macht die Band, mal wieder, einen Besetzungswechsel durch. Sängerin Dianne van Giersbergen und die Band gehen getrennte Wege. Was ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>XANDRIA</strong> &#8211; eine Band, welche musikalisch in den letzten Jahren sehr viel erreicht hat und&nbsp; sehr für ihre musikalische Entwicklung gelobt wurde. Momentan macht die Band, mal wieder, einen Besetzungswechsel durch. Sängerin <strong>Dianne van Giersbergen</strong> und die Band gehen getrennte Wege. Was bei den beiden Parteien für unterschiedliche Statements sorgte, brachte viele Fans um einige Konzerte, u.a. in Russland, als auch auf Festivals, wie etwa dem <strong>SUMMERBREEZE</strong>. Eine Entwicklung, welche durchaus für Trauer und Unmut sorgte.</p>
<p>Jetzt jedoch ist die Band mit &#8222;Aushilfssängerin&#8220; <strong>Aeva Maurelle</strong> wieder on the road. Unter dem Banner ihres aktuellen Albums &#8222;Theater of Dimensions&#8220; spielen die Symphonic Metaller einige Konzerte in Europa. Wir wollen sie in Köln im <strong>JUNGLE CLUB</strong> besuchen und uns ansehen, wie die Band momentan drauf ist, wie die neuen Songs live wirken. Mal sehen, ob das auch ohne die Stimme von <strong>Dianne</strong>, welche für meinen Kollegen <strong>Lukas</strong> eines der elementarsten Komponenten des Albums war, funktioniert.</p>
<p><a href="http://www.xandria.de/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/xandriaofficial/">Facebook</a></p>
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		<item>
		<title>AMORPHIS &#8211; Klassiker in Zeiten des Wandels</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Sep 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[Cellar Darling]]></category>
		<category><![CDATA[Children Of Bodom]]></category>
		<category><![CDATA[DEEP PURPLE]]></category>
		<category><![CDATA[flogging molly]]></category>
		<category><![CDATA[Insomnium]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
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		<category><![CDATA[metal]]></category>
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		<category><![CDATA[PINK FLOYD]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
		<category><![CDATA[Sonata Arctica]]></category>
		<category><![CDATA[Summer Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Summer Breeze 2017]]></category>
		<category><![CDATA[summerbreeze]]></category>
		<category><![CDATA[wintersun]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich auf dem Summerbreeze &#8230; Freitag Abend, es schüttet, aber die Unwetterwarnung hat mehr vorausgesagt, als wirklich am Ende daraus geworden ist. Trotz Wetter lassen sich die Festivalbesucher die Laune nicht vermiesen. Auch AMORPHIS, die erst spät als einer der Headliner an ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Neulich auf dem Summerbreeze &#8230;</h3>
<p>Freitag Abend, es schüttet, aber die Unwetterwarnung hat mehr vorausgesagt, als wirklich am Ende daraus geworden ist. Trotz Wetter lassen sich die Festivalbesucher die Laune nicht vermiesen. Auch <strong>AMORPHIS</strong>, die erst spät als einer der Headliner an diesem Abend spielen, sind gut drauf. Um 22 Uhr taucht Gitarrist <strong>Esa Holopainen</strong> im Pressezelt auf, um sich etwas Zeit für Fragen zu nehmen. Dabei entsteht ein angeregtes Gespräch über die Bedeutung der alten &#8222;Klassiker&#8220; der Szene, die Entwicklung des Metals und natürlich auch seiner eigenen Band.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Wie läuft eure aktuelle Tour? Freut ihr euch darauf?</strong></p>
<p><strong>Esa</strong>: Die Tour an sich startet ja morgen. Das heute ist unser letzter Festivalgig diesen Sommer. Wir spielen ein paar Shows in Rostock, und danach in Hamburg.</p>
<p><strong><em>S</em>: Quasi ein direkter Start von einem ins andere.</strong></p>
<p><strong>Esa</strong>: Ja, es ist fantastisch. Gerade hier so kurz vorher nochmal auf so einer großen Bühne spielen zu können, bevor es weitergeht, ist toll.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Es ist ja auch längst nicht das erste Mal, dass ihr hier auf dem SUMMERBREEZE spielt.</strong></p>
<p><strong>Esa</strong>: Genau. Es ist das fünfte Mal, wenn ich mich nicht täusche. Meiner Meinung nach ist es definitiv eines der besten, spannendsten Metalfeste. Das Publikum ist spitze. Es ist nich so groß wie das in <strong>WACKEN</strong>, aber trotzdem noch groß. Hier herrscht ein guter Vibe.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-22029 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Amorphis_TG_170818-17-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Amorphis_TG_170818-17-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Amorphis_TG_170818-17-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Amorphis_TG_170818-17-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Amorphis_TG_170818-17-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Amorphis_TG_170818-17.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Das ist es, was bei den Besuchern auch gut ankommt. Zum einen die aktuelle Größe, und dazu die Bandauswahl. Das macht es interessant.</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Für internationale Bands ist das auch wichtig. Wir merken das auch. Solche Festivals sind wichtig. Die Stimmung hier ist toll, es ist gut organisiert etc. Das macht ein gutes Festival aus.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Ihr habt als Band schon eine gewisse Entwicklung hinter euch und vereint verschiedene Einflüsse in eurer Musik. Würdest du AMORPHIS überhaupt als pure Metalband sehen?</strong></p>
<p><strong>Esa</strong>: Es ist so, dass wir an sich schon ganz verschiedene Sachen hören. Wir waren von Anfang an, als wir die Band gegründet haben, sehr offen gegenüber unterschiedlichen Musikstilen. Zu der Zeit, als wir unsere ersten Alben aufgenommen haben, haben wir viel aus den 70ern gehört. Bei uns laufen auch heute noch im Tourbus Platten von den frühen <strong>DEEP PURPLE</strong>, <strong>PINK FLOYD</strong>, oder ähnliches. Diese Bands haben immer noch einen großen Einfluss auf uns als Band. Wir bekommen von diesen Gruppen viel Inspiration. Es ist aber auch schwierig, etwas neues zu finden, selbst wenn man mal was anderes hört. Am Ende landet man meist wieder bei den Klassikern (lacht).</p>
<p>Aber trotzdem, ich denke, Metal ist heutzutage ein sehr gesundes Genre. Es gibt viele Bands, von denen einige auch Risiken eingehen und die Musik aus unterschiedlichen Blickrichtungen sehen. Sie probieren aus und nehmen neue Elemente mit hinein. Das ist wirklich gut.</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;&#8230; die Sichtweisen auf die Musik ändern sich &#8230;&#8220;</strong></p></blockquote>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Es schien ja mal eine Zeit zu geben, in der es im Metal vor allem darum ging, immer schneller und lauter zu spielen. Heute probieren viele Bands mit Sound, Instrumentation etc. herum. Seht ihr das ähnlich? Auch bei euch?</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Auf jeden Fall. Wie gesagt, die Sichtweisen auf die Musik ändern sich. Eine Band sollte das tun, was sie will und für richtig hält. Heute ist es auch anders als etwa in den 90ern. Es gibt, naja, mehr studierte Musiker in der Szene. Die Haltung gegenüber den Instrumenten hat sich geändert. Es gibt wirklich gute Musiker. Man sieht heute oft noch ganz junge Musiker und denkt sich: &#8222;Krass, was der da macht&#8220;. Aber genauso die Songs haben sich geändert, und die Message darin.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Momentan spielen ja KREATOR auf der großen und INSOMNIUM auf der anderen Bühne. Da sieht man ja schon den Unterschied.</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Auf jeden Fall! <strong>KREATOR</strong> sind absolute Klassiker. Ich denke wirklich, sie sind heute stärker als je zuvor. Das ist schön zu sehen. Der finnische Guitarrist <strong>Sami</strong> (Yli-Sirniö, Anm. d. Red.), der bei <strong>KREATOR</strong> mitspielt, ist ein guter Freund von uns. Heute spielen eh ziemlich viele finnische Bands hier. <strong>INSOMNIUM</strong>, wie du bereits gesagt hast, aber auch <strong>CHILDREN OF BODOM</strong>, <strong>SONATA ARCTICA</strong>, <strong>WINTERSUN</strong>. Und dazu noch dieses Publikum. Unglaublich.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Merkt ihr Unterschiede im Publikum, woher eure Fans musikalisch so kommen?</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Ja, allerdings. Es ist für uns wirklich auch interessant zu sehen, wer so zu unserer Musik kommt. Hauptsächlich sind es Death- und Thrash-Metal-Fans. Aber auch aus dem Bereich Speed Metal und Power Metal haben wir viele Fans. Früher waren die viel strikter und haben nur ihren Kram gehört. Heute hat sich viel geändert, und die Fans sind viel offener bei dem, was sie hören. Die hören Power Metal gleichermaßen wie Melodic Death Metal. Wobei es sowieso immer mehr auch Vermischungen der Genres gibt. Das hat sich erst in den letzten Jahren geändert. Wärend der 90er und den 2000ern haben viele noch viel stärker darauf geschaut, wer was spielt, und auf welche Konzerte man geht, oder eben nicht.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/juj4d5NlMCI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Das heisst, heute kann eine Band wie ihr generell auch ganz unterschiedliche Konzertkonstellationen nehmen, oder auch auf Festivals außerhalb des eigenen Genres spielen?</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Ein gutes Beispiel dafür ist die Tour, die jetzt anfängt. <strong>VOLBEAT</strong> haben angefragt, ob wir sie supporten, vor allem weil sie unsere älteren Sachen und uns als Band mögen. Ihre großen Songs, ihre Musik generell, ist komplett anders als das, was wir machen. Als drittes sind noch <strong>FLOGGING MOLLY</strong> dabei. Ein Band, die Irish Punk spielt. Es ist wirklich eine ziemlich verrückte Mischung an Bands, die die Leute da zu sehen bekommen. Natürlich kommen die Leute dann vor allem wegen <strong>VOLBEAT</strong> zu den Konzerten, aber trotzdem. Die Idee dahinter ist, eventuell auch neue Leute zu erreichen. Es wird auf jeden Fall interessant, wie sie reagieren.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Das ist ja quasi wie auch auf einem Festival. Da spielen auch ganz unterschiedliche Bands und man hat die Möglichkeit, etwas Neues zu entdecken.</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Ja, genau das ist es. Es ist ein Happening. Die Leute kommen da nicht mehr wegen ihren eigenen Vorlieben hin, sondern generell wegen dem Metal, oder der Musik. Dort sind alle Freunde. Das ist großartig.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Ihr schaut also generell zuversichtlich in die Zukunft?</strong></p>
<p><strong>Esa:</strong> Ja, absolut. Es ist immer noch spannend, mit dieser Band und in dieser Szene unterwegs zu sein. Es tut sich viel momentan und es wird interessant sein, was kommt. Die ganzen alten großen Bands beginnen zu verschwinden. Allen voran <strong>MOTÖRHEAD</strong>. <strong>DEEP PURPLE</strong> haben entschieden, aufzuhören. Ob es nochmal Bands geben wird, die eine solche Größe erreichen, weiß man nicht. Aber generell sehe ich unsere Musik als ziemlich gesund. Man wird sehen, was kommt. Für uns ist dies nun die letzte Tour mit dem &#8222;Red Cloud&#8220;-Album. Wir machen die Tour, und danach gehen wir in den Proberaum und ins Studio.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Esa</strong> zeigte sich sehr entspannt, und schien sich auf das noch bevorstehende Konzert zu freuen. Der gesprächige Finne zeigte, dass es durchaus Bands gibt, die sich noch wirklich für das, was in der Szene passiert, interessieren und mit offenen Augen beobachten, was um sie herum passiert. Auch hat er einen angenehm geerdeten Blick auf die momentane Situation seiner Band als auch der Metalszene und ihrer aktuellen Entwicklung. So eine Offenheit und einen klaren Kopf findet man nicht bei jedem. Für mich ist <strong>AMORPHIS</strong> immer noch eine Konstante und eine Band, die ich sehr zu schätzen weiß. Es war daher sehr schön, mich mit ihm zu unterhalten und als einen wirklich netten und offenen Menschen kennenzulernen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>AMORPHIS</strong> <a href="http://www.amorphis.net/">Webseite</a></p>
<p><strong>AMORPHIS</strong> <a href="https://www.facebook.com/amorphis/">Facebook</a></p>
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		<item>
		<title>CELLAR DARLING Interview &#8211; Lust auf Experimente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 06:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Murphy]]></category>
		<category><![CDATA[Cellar Darling]]></category>
		<category><![CDATA[ELUVEITIE]]></category>
		<category><![CDATA[Folk Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SUMMERBREEZE 2017, es ist Freitag Mittag, und CELLAR DARLING haben als eine der ersten Bands an diesem Festivaltag gespielt. Trotz der etwas undankbaren Uhrzeit waren dennoch schon einige Besucher zugegen, um die noch relativ neue Formation bei gutem Wetter zu sehen. Der ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SUMMERBREEZE</strong> 2017, es ist Freitag Mittag, und <a href="https://silence-magazin.de/vom-dunkel-ins-licht-cellar-darling/"><strong>CELLAR DARLING</strong></a> haben als eine der ersten Bands an diesem Festivaltag gespielt. Trotz der etwas undankbaren Uhrzeit waren dennoch schon einige Besucher zugegen, um die noch relativ neue Formation bei gutem Wetter zu sehen. Der Veranstalter jedenfalls scheint durchaus Vetrauen in die Gruppe zu setzen, lässt er sie bereits auf der großen Bühne spielen.</p>
<p>Nach einer kleinen Verschnaufpause nach dem Gig kommen dann Sängerin <strong>Anna Murphy</strong> und Gitarrist <strong>Ivo Henzi</strong> in den VIP-Bereich, um ein wenig über die Band und Musik an sich zu plaudern.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Ihr habt heute Mittag schon hier gespielt. Wie seid ihr so zufrieden mit dem Auftritt?</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Genau, wir haben vorhin bereits gespielt. Es war super. Wir hatten viele Leute vor der Bühne und sind wirklich zufrieden, wie es gelaufen ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-21276 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-49-15-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-49-15-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-49-15-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-49-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-49-15-750x502.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-49-15.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Für die Uhrzeit waren ja schon erstaunlich viele Zuschauer da.</strong></p>
<p><strong>Anna</strong>: Ich war auch sehr überrascht. Wir wussten natürlich nicht, was uns erwartet. Wir tanzen ja musikalisch ein wenig aus der Reihe. Es war echt noch früh. Ich denke, wenn ich ein Festivalbesucher wäre, dann würde ich noch verkatert irgendwo im Gras liegen um die Uhrzeit. Daher war es wirklich sehr schön, dass so&nbsp; viele Leute da waren und auch schon richtig abgegangen sind. Das war super.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Ihr seid ja jetzt grob ein Jahr in der Konstellation unterwegs und spielt jetzt schon richtig auf Festivals. Was bedeutet es euch, schon so auftreten zu können mit dieser Gruppe, und dass ihr so angenommen werdet?</strong></p>
<p><strong>Anna</strong>: An mir zieht das irgendwie so vorbei. Ich beobachte das irgendwie wie so von außen. Es ist natürlich sehr überwältigend, weil wir auch nicht wussten, was uns erwartet. Und was passieren wird. Wir haben mal drauf los komponiert, gemacht, gespielt, und jetzt sind wir hier. Es ist Wahnsinn.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir jetzt hier spielen. Also, ich. Vielleicht <strong>Merlin</strong> schon.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Umso schöner ist es dann doch, wenn es so läuft und solche Reaktionen kommen.</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Es läuft super.</p>
<p><strong><em>S</em>: War das damals schon so klar, in dieser Zusammensetzung zusammen spielen zu wollen? Und auch so die Richtung, in die ihr musikalisch gegangen seid? Oder war das eher intuitiv?</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Eigentlich spontan, oder? Wir haben einfach mal drauf los gespielt und geschaut, was raus kommt, und nichts forciert. Wir haben nicht gesagt &#8222;wir wollen das machen&#8220;, oder &#8222;wir wollen das nicht machen&#8220;. Gar nicht. Wir haben einfach gemacht, und das ist das Ergebnis.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Ist ELUVEITIE noch so präsent, dass da auch Fans noch Verbindungen ziehen?</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ja klar, ist ja logisch. Wir haben natürlich viele Fans mitgenommen, von damals. Und natürlich kommen immer die Vergleiche, was ist jetzt besser etc. Aber das ist ok. Das ist ja normal. Wir haben damit gerechnet. Aber das Feedback ist gut. Das meiste Feesback ist super, daher &#8230;</p>
<p><strong>Anna</strong>: Da merkt man auch, wie offen die Leute sind für neue Musik. Ich denke, so soll es ja auch sein. Wenn wir jetzt&nbsp; <strong>ELUVEITIE</strong> <strong>2</strong> geworden wären, das hätte wenig Sinn gemacht. <strong>ELUVEITIE</strong> gibt es schon. Die machen das, was sie machen. Super. Und wir machen etwas Neues.</p>
<blockquote><p><strong>Musik ist Musik!</strong></p></blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Das ist auch das, was ich oft in Bezug auf CELLAR DARLING gehört habe, dass die Leute eher gespannt sind, was da jetzt kommt. Einfach wie vorher weitermachen hätte zu nichts geführt.</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Klar.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-21313 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/DSC_0264-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/DSC_0264-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/DSC_0264-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/DSC_0264-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/DSC_0264-750x502.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/DSC_0264.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>: Ihr habt ja sogar schon mit AMORPHIS gespielt.</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ja genau, eine Show, ganz am Anfang.</p>
<p><strong>Anna</strong>: Als Opener war das.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ist das auch etwas, was für euch spricht, dass ihr musikalisch nicht so festgelegt und flexibel seid, wo und mit wem ihr spielt?</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ja klar. Das mit <strong>AMORPHIS</strong> war natürlich eine gute Gelegenheit. Aber wir wollen uns jetzt auch nicht festlegen, nur mit solchen Bands zu spielen, sondern wir sind offen für alles. Fast alles. Vielleicht kein Grindcore. Obwohl, du vielleicht schon &#8230;</p>
<p><strong>Anna</strong>: Doch, schon! Vielleicht nicht Schlager.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ok, vielleicht nicht Schlager.</p>
<p><strong>Anna</strong>: Oder Reggae.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Das geht nicht.</p>
<p><strong>Anna</strong>: Aber sonst&#8230; Musik ist Musik!</p>
<p><strong><em>S</em>: Das heißt, ihr könnt euch auch vorstellen, auf anderen Festivals zu spielen, die auch nicht unbedingt so einen Fokus auf Metal haben?</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Genau. Das wäre auch eigentlich das Ziel, dass wir wirklich auch breit gefächert auftreten können. So sieht man ja auch mehr und lernt auch noch was Neues.</p>
<p><strong><em>S</em>: Wenn ich nicht irre, spielen ELUVEITIE dieses Jahr auch hier. Habt ihr da inzwischen eine Distanz dazu, wenn man sich in so einem Rahmen evtl. trifft?</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ja, es ist schon immer noch komisch. Mich stört es jetzt nicht direkt. Es ist ja jetzt auch schon über ein Jahr her. Wir machen so unser Ding, sie machen ihr Ding. Wir sind alle zufrieden, so wie es ist, es gibt auch kein böses Blut mehr, so von meiner Seite. Es ist ganz ok. Hoffentlich gibt es jetzt zwei gute Bands. Das ist das, was wir uns wünschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NWMiBj0yDJg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p><strong>Alles schon mal gehört &#8230;</strong></p></blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Eine Zeit lang schien es im Metal ja, als ginge es vorangig nur noch darum, immer nur noch schneller und lauter zu spielen. Momentan gibt es, wie ihr auch, viele Bands, die eher auch mit Sound und Instrumentierung experimentieren. Denkt ihr, da ist was dran?</strong></p>
<p><strong>Anna</strong>: Ich denke halt, irgendwann hat man alles schonmal irgendwo gehört. Es gibt nicht so viele Töne und nicht so viele Harmonien. Irgendwann ist alles ein wenig ausgelutscht. Und ich merke, dass immer mehr Menschen auf so experimentelle, progressive Sachen anspringen. Für mich ist das ein Stück weit auch eine logische Entwicklung. Ich meine, das ist genau das, was wir momentan ja auch machen. Jeder Song auf dem Album ist auf seine Weise irgendwie anders. Ich denke, wir sind eine sehr zeitgemäße Band. Ich denke, die, die immer noch ihr Ding machen, und ihren Sound gefunden haben, mal als Beispiel <strong>AC/DC</strong>, ich meine, die können das jahrelang machen, und es wird funktionieren.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Die Leute wollen das, und sie kriegen das. Und das ist auch gut so.</p>
<p><strong>Anna</strong>: Aber für neue Bands, da funktioniert das nicht. Da muss man sich schon was überlegen.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Man muss schon speziell gut sein in dem, was man macht. So, dass man auffällt.</p>
<p><strong><em>S</em>: Es gibt ja auch viele junge Bands wie THE VINTAGE CARAVAN, die spielen mit dem, was sie machen, auch auf Jazz Festivals.</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ja, das habe ich auch schon gehört. Ich finde das cool, irgendwie. Wenn es keine Grenzen mehr gibt, wenn es einfach nur noch Musik ist. Das gefällt mir.</p>
<blockquote><p><strong>Also momentan nennen wir uns The New Wave of Folk Rock &#8230;</strong></p></blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Also würdet ihr euch auch nicht einem speziellen Genre einordnen?</strong></p>
<p><strong>Anna</strong>: Ja, also momentan nennen wir uns The New Wave of Folk Rock. Folk Rock beinhaltet sehr viele Sachen, das ist ein sehr breit gefächeter Begriff. Am Anfang haben wir halt gedacht, wir sagen nichts, wir lassen die Leute entscheiden. Und das war dann schon ein wenig komisch. Da kamen viele Begriffe von Symphonic Metal, bis Progressiv Rock. Alles mögliche, wo wir fanden, das passt doch einfach nicht so. Daher wollten wir das schon dann auch selbst in die Hand nehmen, und die Leute ein bisschen führen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Viele wollen ja auch wissen, was sie erwartet, wenn eine neue Band kommt.</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Ja eben.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-21279 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-52-12-1-300x287.jpg" alt="" width="300" height="287" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-52-12-1-300x287.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-52-12-1-1024x978.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-52-12-1-750x717.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-08-28-21-52-12-1.jpg 1121w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>: Denkt ihr, ihr habt schon euren Sound gefunden? Oder wie schaut ihr in die Zukunft?</strong></p>
<p><strong>Anna</strong>: Für dieses Album haben wir ihn gefunden. Und jetzt &#8230;</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Mal schauen.</p>
<p><strong>Anna</strong>: Mal schauen, ja.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Wir arbeiten schon dran. Wir haben schon mit ein paar Sachen angefangen. Mal schauen, wo es uns hin führt.</p>
<p><strong>Anna</strong>: Wir setzen uns keine Grenzen. Es kann sein, dass es extremer wird, es kann sein, dass es softer wird. Es kann alles sein. Es muss uns einfach gefallen, und irgendwie passen.</p>
<p><strong>Ivo</strong>: Aber ich werde weiterhin E-Gitarre spielen. Das wird schon bleiben.</p>
<p><strong>Anna</strong>: (lacht) Ich werde zusätzlich Theremin spielen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das wäre wirklich was Neues.</strong></p>
<p><strong>Anna</strong>: Ok, jetzt hab ich es gesagt, jetzt muss ich es wirklich auch machen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ich bin gespannt. Die Fans scheinen ja jedenfalls auch&nbsp; sehr offen zu sein für das, was von euch noch so kommt.</strong></p>
<p><strong>Ivo</strong>: Wir auch. Und das wird es.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die beiden zeigen, dass sie viel Spaß an der neuen Gruppe haben und sehr positiv und offen in die Zukunft von <strong>CELLAR DARLING</strong> schauen. Dass sie da keine Scheuklappen aufziehen wollen und darauf vertrauen, dass sie mit ihrer Musik bei den Fans auf offene Ohren stossen werden, macht sie sehr sympathisch. Es ist schön zu sehen, dass so eine Entwicklung möglich ist und Musiker trotz ihrer Vergangenheit in einer großen Band etwas Eigenes starten können, und damit so gut angenommen werden. Es bleibt jedenfalls sehr spannend, was diese sympathische Gruppe noch von sich hören lässt.</p>
<p><a href="http://www.cellardarling.com/">Website</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/cellardarlingofficial/">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/cellar-darling-interview-lust-auf-experimente/">CELLAR DARLING Interview &#8211; Lust auf Experimente</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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