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	<title>TERRA TENEBROSA Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>TERRA TENEBROSA Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Aus den Tiefen #22: ÅND &#8211; Interview Edition</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2016 13:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Aand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-22-and-interview-edition/">Aus den Tiefen #22: ÅND &#8211; Interview Edition</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p>Wieder einmal neigt sich ein Jahr unbeirrbar dem Ende entgegen und rückblickend betrachtet kann ich soweit sagen, dass es mal wieder nicht an interessanten und überraschenden Veröffentlichungen gemangelt hat. Danke, Musikindustrie!<br />
Neben Bands, von denen man bereits eine hohe Qualität gewohnt ist, gab es auch Debüts und Neuerscheinungen von Bands, die man vorab gar nicht auf dem Schirm hatte. Eine der bemerkenswertesten Veröffentlichungen des Jahres stammt aus der Feder der Berliner Black Metal-Band&nbsp;<strong>ÅND</strong>, die mit ihrem ersten Album&nbsp;„Aeternus“ nicht nur <a href="https://silence-magazin.de/negativitaet-und-ewig-waehrende-schwaerze-and-aeternus/">bei mir</a> einiges an positivem Eindruck hinterlassen konnten. Grund genug, um den Jungs aus der Hauptstadt einige Fragen zukommen zu lassen und sie bezüglich der Band, dem Album und dem aktuellen Stand des Black Metals zu löchern.</p>
<p>Viel Spaß!</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: <strong>ÅND</strong> gibt es noch nicht allzu lange, ihr habt euch 2015 gegründet, richtig? Bitte erzähl uns kurz, wie und warum ihr als Band zusammengefunden habt.</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Ich war damals noch in meiner alten Band und suchte schon lange nach Leuten, die Bock auf härtere Musik hatten. Am liebsten Death oder Black Metal. Über einen Freund kam ich damals zu unserem Gitarristen Sebastian, der ebenfalls auf der Suche war. Es wurden Riffs und Demosongs ausgetauscht und nach einem Treffen war klar, wir gehören zusammen. Nach einiger Zeit fand dann Basti (Drums) seinen Weg in die Band, sowie Jan (Gitarre) und zu guter Letzt Patrick (Bass). Auch bei diesen drei Herren war es eigentlich jedes Mal sofort klar: das passt einfach!</p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen und was drückt er aus?</h4>
<p>Benjamin:<strong> ÅND</strong> kommt aus dem Norwegischen und heißt übersetzt <strong>Geist</strong>. Wir wollten einen simplen Namen, der im Gedächtnis bleibt und gleichzeitig die Stimmung der Musik widerspiegelt. Nach einigem Hin und Her blieben wir dann auf <strong>ÅND</strong> hängen.&nbsp;</p>
<h4>Robert: Wie sehr fühlt ihr euch der Berliner Black Metal-Szene verbunden, in der ja einiges passiert? Ist euch die Zugehörigkeit zu irgendeiner Szene überhaupt wichtig und spielt das für euch irgendeine Rolle?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Das ist wohl bei jedem unterschiedlich. Ich, zum Beispiel, würde mich am ehesten der allgemeinen Metal-Szene zuordnen. Wir haben aber alle irgendwie kein gutes Gefühl mit dem labeln unserer Person. Wir wollen auch ungern unserer Musik diesen Stempel aufdrücken. In erster Linie geht es uns darum, schwere, düstere und atmosphärische Musik zu machen. Da Metal unser aller Background ist, war der Weg zum Black Metal an sich nur logisch.&nbsp;</p>
<p align="JUSTIFY">&nbsp;</p>
<img decoding="async" class="size-full wp-image-11670" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/and-korbach.jpg" alt="ÅND" width="640" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/and-korbach.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/and-korbach-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Jan, du bist auch als Gitarrist für <strong>CASPER</strong> unterwegs, den ich als Künstler wahrnehme, der auf Genrekonventionen zum Glück recht wenig gibt. Wie wichtig ist es für euch als Künstler, wie wichtig ist es als Musiker heute überhaupt, Scheuklappen abzulegen? Und kann man innerhalb von feststehenden Grenzen heute noch Musik machen, die überrascht, extrem ist bzw. überzeugt?</h4>
<p align="JUSTIFY">Jan: Das stimmt. Genrekonventionen bedeuten ihm (<strong>CASPER</strong>), wie auch mir relativ wenig. Allerdings ist das auch eine Sache des Alters, bzw der Reife. Als Jugendlicher sieht man das mit Sicherheit anders. Viel wichtiger finde ich den Grund, warum man überhaupt Musik macht. Meiner Meinung nach sollte man eine Vision haben und aus Überzeugung Musik machen, Bock auf das haben, was man tut und dahinterstehen. Nicht aus rein kommerziellen Gründen, oder um kurz im Rampenlicht zu stehen. Ich glaube, das merken die Leute aber auch relativ schnell. Ich denke, es bleibt einem als Musiker ab einem gewissen Punkt nichts anderes übrig, als sich durch andere Genres inspirieren zu lassen. Ich selbst bin vor allem auf Doom und Country hängen geblieben. Es gibt doch nichts Besseres, als neue Musik für sich zu entdecken. Genauso glaube ich, dass es immer noch extreme Musik gibt, die überrascht und überzeugt. Wie feststehend die Grenzen innerhalb der verschiedenen Genres aktuell überhaupt noch sind, sei mal eh dahingestellt.</p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Verfolgt ihr privat, was in der deutschen Musik-/Metalszene so passiert? Sicherlich ist nicht nur Jan stilistisch breit gefächert, was sind also Bands und Künstler, die euch beeinflussen und an die man vielleicht nicht sofort denkt, wenn man eure Musik hört?</h4>
<p>Benjamin: Wir sind schon interessiert, was um uns herum so passiert, da wir ja auch mit der ein oder anderen Band befreundet sind. Da guckt man ganz klar was da so los ist. Außerdem hören wir ja auch viel Metal. Da informiert man sich quasi von selbst. Musikalisch sind wir aber durchaus unterschiedlich gepolt. Von Pop und Hip Hop, über Folk, Doom und Punkrock ist da alles drin. Ich denke, wer sich musikalisch verschließt, bleibt irgendwann stehen. Was auch immer das für den Einzelnen bedeutet.</p>
<h4>Robert: Wo wir grad bei Einflüssen sind: wenn man Reviews und Promoschreiben über/von euch liest, fallen oft Namen wie <strong>TERRA TENEBROSA</strong>, <strong>DEATHSPELL OMEGA</strong>, und <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong>, allesamt visionäre Black Metal-Bands, wie ich finde. Wo muss Metal, egal in welcher Form, eurer Meinung nach hin? Und wie ist es momentan darum bestellt?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Die Metal-Szene ist unglaublich groß mittlerweile. Das ist schön und der Output ist riesig. Es wird quasi am laufenden Band gute Musik, in den verschiedensten Stilrichtungen released. Das einzige, was mich am Metal und insbesondere am Black Metal stört, ist die teilweise immer noch sehr elitäre Haltung einiger. Es gibt großartige Bands da draußen, die verschiedene Richtungen wie Doom oder Shoe Gaze mit Black Metal verbinden (siehe <a href="https://silence-magazin.de/wenn-dich-baumgeister-in-eine-andere-welt-entfuehren/" target="_blank"><strong>ALCEST</strong></a>). Ich denke wenn (Black) Metal noch irgendwo hin sollte, dann hin zu einer offeneren Haltung gegenüber solchen Strömungen. Trveness kommt nicht nur von umgedrehten Kreuzen und literweise Schweineblut.&nbsp;</p>
<img decoding="async" class="size-full wp-image-7960" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001.jpg" alt="ÅND" width="960" height="639" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001-750x499.jpg 750w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Habt ihr „The Synarchy Of Molten Bones“ schon gehört?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Allerdings. Gehört und für gut befunden. Wobei ich da jetzt nicht für alle sprechen will.</p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Scrollt man auf eurer Facebookseite umher, dann sieht man, dass die Rezensionen, die ihr bislang für „Aeternus“ bekommen habt durchweg positiv sind. Gabs bislang auch Gegenwind und wie geht ihr mit den Rückmeldungen um?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Tatsächlich haben wir bisher viele positive Rückmeldungen bekommen, was uns tatsächlich überwältigt. Niemand hätte vor einem Jahr gedacht, dass uns so viel Positives entgegenschlägt. Mit Kritik haben wir keine Probleme. Im Gegenteil, ich verlange sogar (gerade von meinem Umfeld), dass mir gesagt wird, wenn jemand die Platte schlecht findet. Nur so kann ich, bzw. können wir, an uns arbeiten. Wenn wir von allen Seiten nur Zucker in den Arsch geblasen kriegen, ist niemandem geholfen.&nbsp;</p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Wie lange habt ihr insgesamt für die Arbeit am Album gebraucht? Die Spielzeit ist mit unter einer halben Stunde ja doch recht gering, wobei der Facettenreichtum eurer Kompositionen dabei umso höher ist.</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Das Recording an sich hat ingesamt nur drei Tage gedauert. Danach haben wir, zusammen mit <strong>Jan</strong> von Hidden Planet Studio, immer wieder am Sound der Platte gearbeitet. Solange, bis alle zufrieden waren. Die Songs an sich standen zu dem Zeitpunkt, als <strong>Sebastian</strong> und ich uns kennenlernten, schon grob. <strong>Sebastian</strong> hatte bereits das grobe Gerüst für vier Songs stehen. Der restliche Feinschliff nahm dann ca. noch ein halbes Jahr in Anspruch.&nbsp;</p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Der einzige Song, aus dem ich nicht so richtig schlau geworden bin, war „Dämmerung“. Für mich hat der Track auf dem Album vor allem den Effekt, „Schatten“ weiter hinauszuzögern, auf den ich mich bis heute bei jedem Durchlauf freue. Was hat es mit „Dämmerung“ auf sich und mach ich mir da zu viele Gedanken?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: <em>„Dämmerung“</em>&nbsp;ist vor allem ein Quasi-Intro zu <em>„Schatten“</em>. Er soll zum Song hinführen. Thematisch wie atmosphärisch. Von dem her wäre es jetzt gemein, <em>„Dämmerung“</em> als Lückenfüller zu bezeichnen, da er, für mich als Textschreiber, in meiner Geschichte total Sinn ergibt.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/abXmI_gVBNA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Ich hab euch im Januar 2016 in einem Club in Leipzig gesehen, der sich von der Größe her angefühlt hat, wie mein Kinderzimmer. Wenn ich nicht irre, war das auch euer allererstes Konzert, richtig? Wo wollt ihr zukünftig sowohl live, als auch generell hin? Was sind eure Pläne für 2017?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Genau, das war damals unser allererster Auftritt. Wir denken nach wie vor gerne an diesen unfassbar guten Abend zurück. Vor allem wollen wir mehr spielen. Geplant sind ein paar Weekender und eine Tour. Dazu möchte ich aber aktuell noch nicht zu viel sagen, bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist. Wir werden aber, denke ich, in Kürze mehr darüber verlieren.</p>
<h4 align="JUSTIFY">Robert: Das Jahr neigt sich dem Ende, was ist eure Platte des Jahres? Was sollte ich mir unbedingt mal anhören, das ich vielleicht noch nicht kenne?</h4>
<p align="JUSTIFY">Benjamin: Mein persönliches Highlight war „Rheia“ von <strong>OATHBREAKER</strong>. <strong>Sebastian</strong> feiert die neue <strong>MESHUGGAH</strong> ziemlich ab. Die neue <strong>EARTHSHIP</strong>&nbsp;kann auch einiges, genauso wie die neue <strong>AMON AMARTH</strong>. „Opa war in Ordnung“ von <strong>HAMMERHEAD</strong> hat mich auch bestens unterhalten. „You Will Never Be One Of Us“ von <strong>NAILS</strong> war auch ein übles Brett. Um mal einige vorzügliche Platten zu nennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich danke <strong>Benjamin</strong> und <strong>Jan</strong> für ihre Zeit und ihre Antworten!</p>
<p align="JUSTIFY">„Aeternus“ ist am 04.11.2016 über This Charming Man Records erschienen und <a href="http://www.thischarmingmanrecords.com/index.php/thischarmingmanwebshop/" target="_blank">HIER</a> erhältlich.</p>
<p align="JUSTIFY">&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Aandband/" target="_blank">Facebook</a></p>
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		<title>Negativität und ewig währende Schwärze. ÅND &#8211; „Aeternus“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2016 13:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Altar of Plagues]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ÅND &#8211; Aeternus Veröffentlichungsdatum: 04.11.2016 Dauer: 25:56 Min. Label: This Charming Man Records Bei ÅND handelt es sich um eine junge Band aus Berlin, die sich erst 2015 gründete und Post Black Metal spielt. Aufmerksam wurde ich auf die vier Jungs aus der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/negativitaet-und-ewig-waehrende-schwaerze-and-aeternus/">Negativität und ewig währende Schwärze. ÅND &#8211; „Aeternus“</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ÅND</strong> &#8211; Aeternus<br />
Veröffentlichungsdatum: 04.11.2016<br />
Dauer: 25:56 Min.<br />
Label: This Charming Man Records</p>
<p>Bei <strong>ÅND</strong> handelt es sich um eine junge Band aus Berlin, die sich erst 2015 gründete und Post Black Metal spielt. Aufmerksam wurde ich auf die vier Jungs aus der Hauptstadt anfang diesen Jahres auf einem kleinen Konzert in Leipzig. Seitdem erwarte ich sehnsüchtig das Debütalbum, welches nun anfang November erscheinen wird. Im Vorfeld gab es nur einen Song zu hören, der, zumindest bei mir, deutlich Lust auf mehr gemacht hat.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_4UFFmAFPEQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wer nun gedacht hat, dass der Vorabtrack <em>„Schatten“</em> die einzig relevante Marschroute für „Aeternus“ vorzugeben gedachte, der täuscht! Sehr viel facettenreicher arbeiten sich <strong>ÅND</strong> durch die Boxen und in die Gehörgänge. Angenehm atmosphärisch und dennoch komplex beginnt das Album und arbeitet sich immer weiter in den Abgrund vor.</p>
<p>Schon bei dem Opener <em>„Auferstehung“</em>, der zwar recht zahm, aber klirrend kalt beginnt, fallen die eigenwilligen Gitarrenlinien auf. Diese erinnern mitunter an <strong>DEATHSPELL OMEGA</strong> und pendeln permanent zwischen Konsonanz und Dissonanz, wobei sie stets nachvollziehbar bleiben. Selbst zieht die Band Vergleiche zu <strong>TERRA TENEBROSA</strong> und (späten!) <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong>, was ich nur untermauern kann.</p>
<p>Die Produktion, die im Hidden Planet Studio in der Hauptstadt stattfand, ist angemessen schwarzmetallisch und dennoch schön differenziert. Die Instrumente lassen einander Raum, was der Gesamtstimmung nur zuträglich ist. <strong>ÅND</strong> haben ein Faible für Dissonanzen, wobei sie glücklicherweise weder die Notwendigkeit verspüren, ununterbrochen zu lärmen, noch alles mit Blastbeats vollzupflastern.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7960" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001.jpg" alt="and beitrag001" width="960" height="639" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/and-beitrag001-750x499.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Grundgedanke soll bei der Gründung der Band gewesen sein, etwas zu schaffen, was gleichermaßen von Punk und Black Metal beeinflusst ist.</p>
<p>Tatsächlich merkt man den Punkeinfluss wohl am ehesten bei der geringen Länge der Songs, die sich zwischen 3 und 4,5 Minuten befinden. Keine Ahnung, ob in diesen Dimensionen der Begriff „Post“ noch gerechtfertigt ist, aufgrund der Stimmung ist er es auf jeden Fall. Wunderschöne Momente, wie in <em>„Verstoßene“</em>, blitzen auf, und könnten für mich ruhig noch eine Viertelstunde länger andauern, tun sie aber nicht. Stattdessen wird man kurz darauf wieder zurück in die Schwärze gerissen. <strong>ÅND</strong> wissen definitiv, wie man Dynamik aufbaut und die Songs interessant hält. Somit sind die Songs nicht nur kurz, sondern auch kurzweilig, was die ohnehin knapp bemessene Spielzeit von 26 Minuten noch schneller vergehen lässt. Hier geschieht in dreieinhalb Minuten mehr, als bei manch anderen Black Metal-Bands auf Albumlänge. Wobei man hier klar differenzieren muss. <strong>ÅND</strong> sind Post Black Metal, ohne sich dafür viel Zeit nehmen zu müssen.</p>
<p>Einzig aus dem psychotischen Ambientstück <em>„Dämmerung“</em> werde ich nicht so recht schlau. Blickt man auf die Länge, so haben wir es hier mit einem vollwertigen Song zu tun. Eine Notwendigkeit für ein Zwischenspiel verspüre ich jedoch zu keinem Zeitpunkt des Albums. Wer weiß. Vielleicht haben <strong>ÅND</strong> auch einfach Bock auf Ambient, bei Kollegen wie <strong>ANCST</strong> funktioniert das ja auch.</p>
<p><strong>ÅND</strong> legen ein starkes Debütalbum hin, das interessanten, facettenreichen Black Metal fernab ausgelutschter Standards und Gesichtslosigkeit bietet und damit deutlich Lust auf mehr macht!<br />
Eine Veröffentlichung, die allen Leuten gefallen dürfte, die Profound Lore und Debemur Morti zu ihren Lieblingslabels zählen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/vvN3ATqnNuA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Aandband/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
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		<title>Auf den Kopf gestellt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2016 09:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Groove]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Releases]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[TERRA TENEBROSA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TERRA TENEBROSA – The Reverses Veröffentlichungsdatum: 17.06.2016 Dauer: 47 min Label: Debemur Morti Productions Eine Holzhütte mitten in einem überwucherten Waldstück. Davor eine mysteriöse, maskierte Gestalt, welche halb verborgen frontal in die Kamera blickt. Was wie eine Szene aus einem klassischen Horrorfilm ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/auf-den-kopf-gestellt/">Auf den Kopf gestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-large">TERRA TENEBROSA – The Reverses<br />
</span><span style="font-family: serif"><span style="font-size: large">Veröffentlichungsdatum: 17.06.2016<br />
Dauer: 47 min<br />
Label: Debemur Morti Productions</span></span></p>
<p>Eine Holzhütte mitten in einem überwucherten Waldstück. Davor eine mysteriöse, maskierte Gestalt, welche halb verborgen frontal in die Kamera blickt. Was wie eine Szene aus einem klassischen Horrorfilm klingt, stellt in diesem Fall das fulminante Cover zum neuen <b>TERRA TENEBROSA</b> Album dar. Und auch dies ist Horror. Der perfekt vertonte Schrecken, welcher mehr Soundtrack als klassische Metalmusik zu sein scheint.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5275 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/a0743304281_16.jpg" alt="a0743304281_16" width="700" height="700" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/a0743304281_16.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/a0743304281_16-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/a0743304281_16-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p><b>Album Nummer drei</b> der Herren aus Schweden, welches nun erstmals unter dem Banner des stets Qualität garantierendem Label Debemur Morti veröffentlicht wird, setzt die Reise in alptraumhafte Klangcollagen fort und fordert den Hörer von der ersten Sekunde. Hier ist Aufmerksamkeit und Konzentration vorausgesetzt, denn auf althergebrachte Songstrukturen und Melodiebögen pfeifen <b>TERRA TENEBROSA</b> vermutlich ganz bewusst. Zumindest legt das bisherige Wirken der Band dies nah. Stattdessen gibt es rituelle Rhythmen, dissonante und vertrackte Gitarrenwände und abartigen Gesang zu hören, welcher mal kaum noch menschlich scheint und des Öfteren auch verzerrt erklingt.</p>
<p>Anfangs zaghaft dann plötzlich aufblitzend, gar heranpirschend mit <em>„Makoria“</em> und langsam lauter werdendem Gekeife, beißt sich die Bestie mit <em>„Ghost at the end of the rope“ </em>fest und lässt so schnell nicht wieder los. Dunkler Groove trifft auf oben beschriebene Horrorstimmung und lädt zum ersten <b>Albumhighlight</b> ein. Wer die Band von früheren Releases her kennt, wird feststellen, dass trotz der Unkonventionalität die Musik der Band nun etwas direkter agiert und vor allem das Rhythmusgerüst für etwas mehr klare Struktur in den Stücken sorgt.</p>
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<p>Das vorab veröffentlichte <em>„The End is mine to ride“</em> prescht nach einem &#8211; dem Geräusch einer Kettensäge nicht unähnlichem &#8211; Schrei voran und verdunkelt die Stimmung mit tollem Spiel der Leadgitarre, was entfernt sogar ein wenig an <b>TRIPTYKON</b> erinnert. Stoisches Grooven sorgt im weiteren Songverlauf für eine gewisse Eingängigkeit. Definitiv der Titel mit dem größten Hitverdacht auf diesem Album, wenn das bei solch einer verqueren Musik überhaupt gesagt werden kann.</p>
<p><em>„Marmoristation“</em> lässt kurz verschnaufen, woraufhin ein derart dissonantes Riff erklingt, das ich unweigerlich vor Augen hatte, wie etwas alptraumhaft durch den Wald &#8211; welchen man vom Albumcover kennt &#8211; gehetzt und zur Verzweiflung getrieben wird. Genau an solch einem Punkt entfaltet die Musik sein volles Potenzial. <b>Kopfkino</b> pur!</p>
<p>All die Düsterheit und erdrückende Stimmung findet zum Abschluss, mit dem 16-minütigen Koloss <em>„Fire Dances“, </em>seinen <b>Höhepunkt</b>. Was hier an entrückter Stimmung und Schwärze in ein Songkonstrukt gekleidet wird, lässt mich im Staunen zurück. Chorale Gesänge verhelfen zu einer epischen Breite, wohingegen der Gesang einen noch stärkeren Gegenpol darstellt und kein Entrinnen aus der verschlingenden Schwärze zulässt. Hier geben sich auch zwei Pioniere der dissonanten und pechschwarzen Extremmetal-Musik die Ehre. Zum einen MkM von den verblichenen <b>ANTAEUS/AOSOTH</b> sowie Vindsval, von den sich stets wandelnden <b>BLUT AUS NORD</b>.</p>
<p>Der Feuertanz wirkt wie ein okkultes Ritual und verschlingt sich selbst in monotonen Klangfeldern, welche auch eine gewisse Nähe zum <b>Industrial</b> meiner Meinung nach nicht abstreiten können. Ganz großes Kino zum Abschluss des Albums!</p>
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<p>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von Oli.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/auf-den-kopf-gestellt/">Auf den Kopf gestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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