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	<title>Vendetta Records Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Vendetta Records Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>SINISTRAL KING &#8211; Die Alternative zu Ostern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2020 05:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Vendetta Records]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was passt besser zu Ostern in dieser Zeit als Black Metal?<br />
Wir haben uns also das Erstlingswerk von SINISTRAL KING gegeben und schauen was man hier in 40min an schwarz gepinselten Ostereiern gefunden hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/sinistral-king-serpent-uncoiling/">SINISTRAL KING &#8211; Die Alternative zu Ostern?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>SINISTRAL KING</strong> – &#8222;Serpent Uncoiling&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;">
<strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 24.04.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 40min.<br />
<strong>Label:</strong> Vendetta Records<br />
<strong>Genre:</strong> Black Metal</p>
<p></div></div></div>
<p>Was passiert, wenn sich <strong>drei Musiker aus unterschiedlichen Bands und Ländern</strong> zusammentun, um gemeinsam Black Metal zu machen? Die Antwort auf diese Frage liefern uns <strong>SINISTRAL KING</strong> mit ihrem brandneuen Debüt &#8222;Serpent Uncoiling&#8220;! Die langhaarigen Kapuzenträger wandeln auf den Spuren des <strong>okkulten Black Metal</strong> und bekämpfen mit dunklen Mächten die aufkeimende Frühlingssonne.</p>
<h3>Vorhang auf, Bühne frei!</h3>
<p>Der opener ist zugleich der Titeltrack, <em>&#8222;Serpent Uncoiling&#8220;</em>. Ein Appetithappen, der dem Hörer gleich in den ersten Takten unmissverständlich klarmacht, was ihn die nächsten 40 Minuten erwartet: Finsterer, mystischer Black Metal. Wer mit <strong>Zeremoniell und sakralen Elementen</strong> nichts anfangen kann, der wird mit diesem Album nicht glücklich werden. Was aber nicht heißen soll, dass <strong>SINISTRAL KING</strong> nicht auch für eine Überraschung gut wären!</p>
<p><iframe title="SINISTRAL KING - Serpent Uncoiling" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/IVYiFkM5eSk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der zweite Track <strong><em>&#8222;Nahemoth&#8220;</em> hat sich genau deshalb zu meinem Favoriten gemausert</strong> – weil dort etwas passiert, mit dem ich nicht gerechnet habe. Nachdem <em>&#8222;Nahemoth&#8220;</em> den Stil von <em>&#8222;Serpent Uncoiling&#8220;</em> zunächst kompromisslos weiterführt, und ich die Schublade &#8222;Okkult Black Metal&#8220; gerade schließen will… kommt nach knapp 6 Minuten auf einmal die <strong>E-Gitarre</strong> raus und <strong>schmettert sich die Seele aus dem Leib</strong>! Leider nur für wenige Takte, dann kommt schon ein relativ harter break, und schwupps sind wir wieder beim Spirituellen.</p>
<p>Auch die verbliebenen drei Tracks bleiben dem düsteren, mystischen Stil treu. Es ist aber immer genug Abwechslung dabei, dass man <strong>nicht Gefahr läuft, im Sekundenschlaf aus Versehen in die Opferschale zu kippen</strong>. Irgendwo im dritten Song <em>&#8222;Isheth Zenunim&#8220;</em> ist beispielsweise eine schöne Wall of Sound versteckt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-35778" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min-1536x1536.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/04/SK_01-min.jpg 1650w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em>Ich muss gestehen:</em> So ganz packt mich &#8222;Serpent Uncoiling&#8220; nicht. Liegt vielleicht daran, dass ich es bei sommerlichen 22 Grad auf dem Balkon entdeckt habe. Das Album harmoniert vermutlich besser mit kühlen Herbst- oder Wintertagen (alternativ mit alten Gemäuern). Nichtsdestotrotz schadet es nicht, auch bei Sonnenschein mal reinzuhören – dann aber bewusst. Denn zumindest für mich ist &#8222;Serpent Uncoiling&#8220; <strong>ein Werk, auf das man sich wirklich konzentrieren muss</strong>, um es schätzen zu lernen. Beim &#8222;Nebenbeihören&#8220; lässt einen das Album leider nur selten aufhorchen.</p>
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		<title>VERHEERER &#8211; Brettharter Kult</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2018 11:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Darkthrone]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[German Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Vendetta Records]]></category>
		<category><![CDATA[verheerer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VERHEERER haben 2015 mit ihrer EP &#8222;Archar&#8220; ein markantes Debüt in die Welt gesetzt. Seitdem ich sie im vergangenen Jahr auf dem Vendetta Fest sehen durfte, wuchs auch bei mir die Anspannung vor diesem ersten Album. Als dann die erste Auskopplung &#8222;Kultyst&#8220; ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>VERHEERER </strong>&#8211; &#8222;Maltrér&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 19.01.2018<br />
<strong>Länge:</strong> 48:28 Min.<br />
<strong>Label:</strong> Vendetta Records<br />
<strong>Stil:</strong> Black Metal</div></div></div>
<p><strong>VERHEERER</strong> haben 2015 mit ihrer EP &#8222;Archar&#8220; ein markantes Debüt in die Welt gesetzt. Seitdem ich sie im vergangenen Jahr auf dem Vendetta Fest sehen durfte, wuchs auch bei mir die Anspannung vor diesem ersten Album. Als dann die erste Auskopplung <em>&#8222;Kultyst&#8220;</em> meine Ohren verwöhnte, zitterten meine Knie. Kann man diesen Sound noch übertreffen?</p>
<p>Dementsprechend wurde ich mit diesem 48 Minuten langen Epos mehr als zufrieden gestellt. &#8222;Maltrér&#8220; erzählt vom ersten Song an eine ausnahmslos raue, gotteslästernde Geschichte. Das liebevoll gestaltete Booklet begleitet mich auf einer Reise vom Liebhaber des Teufels (<em>&#8222;Kultyst&#8220;</em>) bis zur einzelnen Seele im Fegefeuer (<em>&#8222;Anima Sola&#8220;</em>). Instrumental sind diese Geschichten so erhabend umgesetzt, dass ich gar nicht anders kann, als die zärtliche Kälte in den rotierenden Riffs zu umarmen.</p>
<p>Auch der keuchende Gesang malt Bildlandschaften, wie sie sich mir sonst nur bei den aktuellen <strong>DARKTHRONE</strong>-Alben offenbaren. Gerade die letzten beiden Tracks <em>&#8222;Nachtfall&#8220;</em> und<em> &#8222;Heimgang&#8220;</em> entfalten dadurch eine unglaubliche Atmosphäre. Kontraproduktiv ist lediglich die rhythmische Gleichförmigkeit in einigen Liedern. Das macht sich besonders in den längeren Songs bemerkbar, wird aber gekonnt durch Eingängigkeit kaschiert. Zwischen die trabenden Passagen mischen sich gerade noch so ein paar melodische Ansätze.&nbsp; Abwechslungseich bleibt es trotzdem: anmutige Momente wie der Kirchengesang aus <em>&#8222;Oratio&#8220;</em> finden sich z. B. auf dem Titelsong und <em>&#8222;Anima Sola&#8220;</em> wieder.</p>
<p>Ingesamt wirkt das Album in sich geschlossen. Damit entpuppt sich dieser donnernde Langspieler für alle Black Metal-Fans als ein &#8222;Geheimtipp&#8220; &#8211; und das bei seiner eher durchschnittlichen Kreativität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/j-20FP4T_XA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://verheerer1.bandcamp.com/">Bandcamp</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/verheerer/">Facebook</a></p>
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		<title>Die Leere füllend &#8211; SOLBRUD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 09:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[copenhagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vendetta Records]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SOLBRUD&#160;&#8211;&#160;Vemod Veröffentlichungsdatum: 09.06.2017 Länge: 51:23&#160;Min. Label: Vendetta Records &#38; Indisciplinarian Stil:&#160;Atmospheric Black Metal &#8222;Vemod&#8220; ist dänisch und heißt so viel wie Wehmut. Dass die Kopenhagener von SOLBRUD eben diesen Titel für ihr drittes Album wählten, überrascht nicht. Das erste Hören bestätigt sofort, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-leere-fuellend-solbrud/">Die Leere füllend &#8211; SOLBRUD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SOLBRUD</strong>&nbsp;&#8211;&nbsp;Vemod<br />
Veröffentlichungsdatum: 09.06.2017<br />
Länge: 51:23&nbsp;Min.<br />
Label: Vendetta Records &amp;<br />
Indisciplinarian<br />
Stil:&nbsp;Atmospheric Black Metal<span id="more-17956"></span></p>
<p>&#8222;Vemod&#8220; ist dänisch und heißt so viel wie Wehmut. Dass die Kopenhagener von <strong>SOLBRUD</strong> eben diesen Titel für ihr drittes Album wählten, überrascht nicht. Das erste Hören bestätigt sofort, dass es noch melancholischer werden sollte, als auf den Vorgängern. Obwohl es sich inhaltlich genau an &#8222;Jærtegn&#8220; und &#8222;Solbrud&#8220; anschließt, war der Schritt nicht wirklich vorhersehbar. So sind die ausschweifenden Intros noch immer vorhanden, rau wird es nicht mehr ganz so oft. Den Spagat zwischen Vielschichtigkeit&nbsp;und dem emotionalen Ausdruck schafft nicht jeder. Meistern <strong>SOLBRUD</strong> diesen auf ihrem vor Wehmut triefenden Album? Oder gehen sie dazu über gesichtslose Musik zu machen?</p>
<p><em>&#8222;Det Sydste Lys&#8220;</em> beginnt atmosphärisch: nieselnder Regen und sanfte Gitarren umwerben den Hörer.&nbsp;Der vollständige, erwartete Black-Metal-Sound wird langsam aufgebaut und entfaltet sich erst nach dem ersten Drittel. In dieser Hinsicht hat sich also nicht viel verändert. Das gewisse Etwas für geduldige&nbsp;Menschen hatten die Dänen immer im Gepäck. Was mir jedoch über das gesamte Album hinweg fehlt, ist der Biss in den majestätisch anmutenden Passagen. Ich kann dort nicht genau zuordnen, welche Variationen ich vermisse. So trägt der atmosphärische und melodische Anteil zwar jeden Song. Wirklich hinreißen kann mich&nbsp;jedoch kein Riff, was an den ewigen Blast Beats liegen könnte. Und nein, ich höre sehr wohl oft Black Metal &#8211; vor allem langsamen. Natürlich wusste ich, dass mich keine große Abwechslung erwarten wird. Es fehlt mir einfach an Bissigkeit. Die analoge Produktion durch <strong>Flemming Rasmussen</strong> (<strong>METALLICA</strong>, <strong>MORBID ANGEL</strong>, <strong>RAINBOW</strong>) bügelt diese Schwachstellen etwas aus, verleiht dem Album einen rauen Hauch. Das war auf den Vorgängern nicht zwingend nötig, die Musik strotzte nur so von Ungereimtheiten. Damals wurden mehr Kanten und Elan gezeigt, die es jetzt offensichtlich zu ordnen galt.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-18008 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band1_2017_LO_@Kristian_Buus-683x1024.jpg" width="337" height="506" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band1_2017_LO_@Kristian_Buus-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band1_2017_LO_@Kristian_Buus-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band1_2017_LO_@Kristian_Buus-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band1_2017_LO_@Kristian_Buus.jpg 833w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<h4>Bei den monumentalen Songs lautete die Devise, nicht einzuschlafen. Wer hier nicht aufpasst wird mit Langeweile bestraft. Also bitte nicht einfach nur nebenbei hören!</h4>
<p>Immerhin münden <em>&#8222;Det Sydste Lys&#8220;&nbsp;</em>und <em>&#8222;Besat Af Mørke&#8220;&nbsp;</em>in epische Finale. Im Gegensatz stehen dazu die weichen, klangarmen Outros von <em>&#8222;Menneskeværk&#8220;</em> und <em>&#8222;Forfald&#8220;</em>. Diese beiden Lieder werden sehr gut eingerahmt, was den Hörfluss erleichtert. So wird zum Beispiel das Tempo dem Ende des Vorgängers angepasst. Außerdem haben es mir die Einstiege von <em>&#8222;Besat Af Mørke&#8220;</em> und&nbsp;<em>&#8222;Forfald&#8220;&nbsp;</em>besonders angetan. Sie brechen mit der ruhigen Hälfte von <strong>SOLBRUD</strong> dermaßen, dass ich mir trotz meiner Abgeneigtheit gegenüber einzelnen Riffs mehr davon wünsche. <em>&#8222;Forfald&#8220;</em> besticht ebenfalls durch die instrumentalen Passagen. Und ungefähr nach dem zweiten Hören dieses Songs packt es mich dann auch. Es öffnet sich mir eine düstere Welt, die nicht mal eben bei einem Spaziergang abgehandelt werden kann. Die instrumentalen Ausläufer&nbsp;hinken hinterher, was die Textur anbelangt. Was vor drei Jahren noch rau klang, hebt sich jetzt klarer heraus. Wenn der Sänger seine markante Stimme darüber säuseln lässt, zeigt sich endlich: diese Musik hat noch ein Antlitz. Und was für eins!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-18009 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band2_2017_LO_@Henrik_Moberg_Jessen-1024x683.jpg" width="837" height="558" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band2_2017_LO_@Henrik_Moberg_Jessen-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band2_2017_LO_@Henrik_Moberg_Jessen-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band2_2017_LO_@Henrik_Moberg_Jessen-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band2_2017_LO_@Henrik_Moberg_Jessen-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/SOLBRUD-Band2_2017_LO_@Henrik_Moberg_Jessen.jpg 1249w" sizes="auto, (max-width: 837px) 100vw, 837px" /></p>
<p>Die Qualitäten der Lieder lassen sich schnell aufzählen. Sie überzeugen durch den ewig währenden Pessimismus, beängstigende Übergänge und den dunklen Unterton. Es&nbsp;strengt zwar etwas an, den überzogen langen Songs zu lauschen, aber ich werde immer wieder belohnt. Dennoch wird einem die Suche erschwert. Die Feinheiten und Details rücken weit in den Hintergrund.&nbsp;Zudem gehen zu viele dieser Variationen in der monumentalen Länge unter. So hätten mehr Piano-Einlagen wie auf <em>&#8222;Forfald&#8220;&nbsp;</em>eingebaut werden können. Auch die gesamte Struktur der Musik öfter über den Haufen zu werfen,&nbsp;würde meine ersten Hörversuche erleichtern. Den sprichwörtlichen Klick hat es bei mir erst gegeben, nachdem ich mich&nbsp;tiefer damit beschäftigt habe. Für reine Gelegenheitshörer ist der erste Probelauf also nicht zu empfehlen. Wen die Materie genug interessiert, haut es dann spätestens bei der quirligen Eröffnung von&nbsp;<em>&#8222;Menneskeværk&#8220;&nbsp;</em>um.&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Solbrud/?fref=ts">Facebook</a><br />
<a href="https://solbrud.bandcamp.com/">Bandcamp</a><br />
<a href="http://www.vendettarecords.de">Vendetta Records</a><br />
<a href="http://www.indisciplinarian.com">Indisciplinarian</a></p>
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		<title>Das Vendetta Fest und Zecken (Tag 2, Samstag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2017 06:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[ash borer]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Samstag, 15.04.2017 Nach einer interessanten Erfahrung mit der deutschen Bahn in der vergangenen Nacht, mache ich mich erneut auf den Weg nach Berlin. Bei der Rückreise wollte mir die digitale Anzeige und die Durchsage am Bahnhof weismachen, dass mein Zug nicht von ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/">Das Vendetta Fest und Zecken (Tag 2, Samstag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Samstag, 15.04.2017</h4>
<p>Nach einer interessanten Erfahrung mit der deutschen Bahn in der vergangenen Nacht, mache ich mich erneut auf den Weg nach Berlin. Bei der Rückreise wollte mir die digitale Anzeige und die Durchsage am Bahnhof weismachen, dass mein Zug nicht von dem Gleis fährt, an dem er schon seit zehn Minuten steht. Zu meiner Erleichterung ist die zweite Hinreise sehr ereignislos und ich kann ein bisschen dösen. In meinem Alter das Gefühl zu haben, dass Festivals die so &#8222;spät&#8220; in der Nacht enden, besser um 13:00 Uhr starten sollten, ist glaube ich nicht gut. Warum man solche, um 18:00 Uhr endende Musik-Matinees für alte Säcke und Schlafwandler wie mich nicht veranstaltet, ist mir unerklärlich. Falls es euch genauso geht, lasst es uns ruhig wissen!</p>
<p>Angekommen auf dem Gelände steigt die Vorfreude wieder, schließlich ist das Line-Up des heutigen Abends voll mit bekannten Namen. <strong>ASH BORER</strong> habe ich noch nie wirklich eine Chance gegeben, aber die hier und da vernommenen Fetzen machen Lust auf mehr. Genau das gleiche betrifft die &#8222;Supergroup&#8220; <strong>VANUM</strong>. Dieses Projekt wird von <strong>K. Morgan</strong> (<strong>ASH BORER</strong>) und <strong>M. Rekevics</strong> (<strong>FELL VOICES</strong>, <strong>VORDE</strong>, <strong>VILKACIS</strong>) belebt und dürfte einen fetten Untergrund-Sound in petto haben. <strong>ULTHA</strong> und<strong> WOE</strong> hingegen sind mir schon mehr als bekannt, die ein oder andere Platte bewohnt mein Regal. Ob es live genauso monumental und episch wird, lässt sich nur anhand von Mundpropaganda erahnen. Noch leicht verschlafen mache ich mich erst auf zum Merchstand. Dort kaufe ich mir etwas von <strong>ULTHA</strong>, einfach um den Jungs etwas Support entgegenzubringen. Was diese netten, offenkundig linken Musiker innerhalb ihrer eigenen linken Szene erleben müssen, ist echt nicht mehr lustig. Frei nach dem Motto &#8222;Zecke frisst Zecke und der echte Nazi guckt zu&#8220; wurde bereits dem Veranstalter und Inhaber des Labels Vendetta Records <strong>Stefan Klose</strong> gedroht. Und das alles nur weil er eine Band unter Vertrag hat, die außerhalb von Antifa-Sicherheitszonen spielt. Unsere Meldung zur <strong>ULTHA</strong> und <strong>WOE</strong> betreffenden Show-Absage gibt es <a href="https://silence-magazin.de/rechtsoffen-ultha-sagen-konzert-ab/">hier</a>. Aber das war auch schon genug Geschwafel für heute &#8211; kommen wir zur Mucke.</p>
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<p>Mit einem freudigen Gefühl richte ich meine Aufmerksamkeit nun auf <strong>LYCUS</strong>. Werden sie eine genauso gute Eröffnung wie <strong>VERHEERER</strong> an den Start legen?<br />
Nach einer Pinkelpause für den Schlagzeuger legen die gut gelaunten US-Amerikaner los. Anhören tut sich die Kombination langsamer und unerwartet doomig. Spaß am Auftritt habe ich trotz der elendig langen Lieder. Etwas enttäuscht bin ich trotzdem, wenn ich sie mit ihren Gegenstücken vom gestrigen Tag vergleiche. Ich bräuchte vielmehr eine wutgeladenere Black-Metal-Dröhnung, als so viel Geplänkel aus Oakland. Dem Rest des Publikums scheint es besser zu gefallen und der Großteil nickt freudig mit. Aber was zum jetzigen Zeitpunkt meine Bedürfnisse nicht erfüllt, ist ja nicht gleich schlecht. Diese Gruppe kommt auf meine Beobachtungsliste. Da kommt noch was Großes auf uns zu, das Funeral-Doom-Ungeheuer <strong>LYCUS</strong>!</p>
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<p>Das Tempo ziehen <strong>FÓRN</strong> zwar nicht an, bringen dafür aber mehr Groove mit. Ohne Rücksicht auf Verluste wird hier gedroschen und sich gar nicht mal so oft verspielt. An ihrer Spielart des Doom Metals haben sie viel Freude. Das überträgt sich auf die gespannten Zuschauer. Diese schunkeln fleißig zur Musik, kommen zum ersten Mal so richtig aus sich heraus. Sportlich präsentieren sich die Jungs auf der Bühne auch. Sie hampeln ordentlich herum und feiern ihre Musik. Da macht es Spaß zuzusehen, wie im <strong>MESHUGGAH</strong>-Shirt das Instrument geschwungen wird. Viel energischer. Jetzt bin ich zum Glück aufgewacht!</p>
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<p>Ob das nicht der freudigen Erwartungshaltung gegenüber <strong>WOE</strong> geschuldet ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Die Wege eines von allen Seiten zugequalmten Hirns sind unergründlich. Als die Truppe aus Philadelphia endlich die Bühne betritt, ist klar was gleich passieren wird. Wenigstens fragen die energetischen Jungs vorher, ob wir bereit für ihren &#8222;fast shit&#8220; sind. Und dann bricht es auch schon los. Eine Flutwelle aus Blast Beats und Riffs schwemmt mich weg. Das Letzte woran ich mich erinnere, sind die rhythmischen, immer schneller werdenden Bewegungen meines Kopfes. Wie ein Geisteskranker zu Headbangen, haben sich auch viele andere Besucher zum Tagesziel gemacht. Nur gut, dass <strong>WOE</strong> ihnen einen Anlass dazu geben. Die Geschwindigkeit ist dementsprechend gestaltet und bricht vielen den Nacken. Die ersten Windmills werden ausgepackt, gepogt hingegen nicht. Ein großes Tabu auf so kleinen und insbesondere Black-Metal-Konzerten. Scheint zu viel Bewegung zu sein. Wer hier moshen will, hört zu viel <strong>FIVE FINGER DEATH PUNCH</strong>. Zumal sich in einem Circle-Pit bei dieser Geschwindigkeit eh alle überschlagen würden.</p>
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<p>Die erste wirkliche, mündliche Begrüßung auf dem gesamten Festival kommt von <strong>ULTHA</strong>. Sie gehen nicht nur auf die Kritik ein, die sie erhalten haben, sondern verurteilen auch die persönlichen Drohungen, die ihr Label ertragen musste. Sowas geht zu weit und die Band begrüßt jede fundierte Kritik an ihrem Vorgehen, solange sie nicht in Hass auf Dritte umschlägt. Was mich an dieser Sache wurmt, ist der Fakt, dass man Vendetta Records Steine in den Weg legt, nur weil eine Band sich aus ihrem linken Safe-Space heraustraut. <strong>Stefan Klose</strong> und seine Bands versuchen Black Metal auf der anderen Seite des Spektrums zu politisieren. Solche Bestrebungen als politisch links angesiedelter Wutbürger zu blockieren, ist einfach nur kindisch.<br />
Einen kleinen Seitenhieb erlaubt sich die Band jedoch: diejenigen, die <strong>ULTHA</strong> für einen solchen Auftritt verteufeln und zu Unrecht in die rechte Ecke drängen, hämmern in ihrem Zuhause nur auf die Tastatur. Und sie besitzen eine <strong>ADORO</strong> &#8211; oder war es <strong>ADORNO</strong> &#8211; Sammlung. Über solche generalisierenden Aussagen kann jeder denken was er möchte, einen wahren Kern hat sie jedenfalls.<br />
Musikalisch trägt ihr Auftritt schnell Früchte. Die Menge tobt über das ganze Set, bis ein besonderer Gast die Bühne betritt. Zusammen mit <strong>Rachel</strong> von <strong>ESBEN</strong> <strong>AND THE WITCH</strong> wird <em>&#8222;Mirrors In a Black Room&#8220;</em> umso schöner. Leider trifft sie bei langen Sätzen selten den Ton. Gut, dass wir für solche Situationen den Hall eingebaut haben. Da fällt sowas bei ihr und ihren männlichen Gegenstücken nicht auf. Den Rest des Sets spielt man sauber herunter. Mein gerechtfertigtes Festival-Highlight verlässt trotz vereinzelter Forderungen nach einer Zugabe die Bühne.</p>
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<p>Können die so prominent besetzten <strong>VANUM</strong> da mithalten? Den schnellen Grundton behalten sie bei. Aber was definitiv auffällt sind die hervorgehobenen Melodien &#8211; und der Oberkörper des Sängers und Gitarristen. Der sieht zum Anbeißen aus! Allerdings genieße ich die von seiner Band erzeugte Klangwelt viel mehr als seine behaarte Brust. Der Untergrund-Promi brüllt so betont in das Mikrofon, dass einem die Haare zu Berge stehen. Zur Freude der Damenwelt steht seine Behaarung nicht im Weg, um seine Muskeln beim Singen spielen zu sehen. Da wird bestimmt der ein oder andere Mann, der nicht den Blick nach unten richtend headbangt, schnell neidisch oder erregt. Suchts euch aus. Genauso aggressiv wie sein Auftreten ist, hört sich <strong>VANUM</strong> an. Die rohen Töne, die mir gestern gefehlt haben, werden hier ausgefüllt.</p>
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<p>Den krönenden Abschluss bekomme ich leider erneut nicht ganz bis zum Ende mit. <strong>ASH BORER</strong> spielen ein ausgewogenes Set, das sowohl Fans als auch Neueinsteiger begeistern dürfte. Mit <strong>VANUM</strong>s ungebremster Euphorie hat das nicht viel zu tun. Die Amis spielen einen viel kalkulierter und melodischer klingenden Black Metal. Und das gefällt mir durchaus! Leider reichen weder Geld noch Zeit, um sich eine Platte oder CD mitnehmen zu können. Da hätte ich wohl lieber auf meine Dosis materieller Selbstverwirklichung vorhin am Merch-Stand verzichten sollen. Nichtsdestotrotz ist die Musik genau der richtige, nach einer Weile verhallende Wegbegleiter für meinen Spaziergang in Richtung Bahnhof. Im Zug sitzend, kommt der Wunsch auf, dieses tolle Festival nächstes Jahr noch einmal zu besuchen. Hoffentlich hat es bis dahin Bestand und das Label hält an seinen Idealen fest &#8211; weiter so <strong>Stefan</strong>!</p>
<p>Vielen Dank an <b>Void Revelations</b>&nbsp;(<a href="https://www.voidrevelations.com/">www.voidrevelations.com</a>)&nbsp;für die wunderschönen Fotos.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/">Das Vendetta Fest und Zecken (Tag 2, Samstag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Das Vendetta Fest und die christliche Scharia (Tag 1, Freitag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 06:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freitag, 14.04.2017 Es ist Karfreitag und sobald man die Nachrichten liest, kommt einem immer der gleiche Quark entgegen: Christlicher Ruhetag hier, christlicher Ruhetag da. Vom Tanzverbot merkt man in Berlin nicht ganz so viel, zumal es hier nur bis um 21 Uhr ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/">Das Vendetta Fest und die christliche Scharia (Tag 1, Freitag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Freitag, 14.04.2017</h4>
<p>Es ist Karfreitag und sobald man die Nachrichten liest, kommt einem immer der gleiche Quark entgegen: Christlicher Ruhetag hier, christlicher Ruhetag da. Vom Tanzverbot merkt man in Berlin nicht ganz so viel, zumal es hier nur bis um 21 Uhr gilt. Außerdem hoffe ich, dass bei der kommenden Veranstaltung eh nicht so viel getanzt wird. Bei solchem Black Metal zu moshen ist eher unüblich. Mit einem säkulären Staat haben solche religionsgerechten Regelungen auch nicht viel zu tun. Entweder man behält den Feiertag zur Entlastung der arbeitenden Bevölkerung bei und scheißt auf die mit ihm einhergehende Regelung oder schafft ihn gänzlich ab. Mit beidem wäre ich durchaus einverstanden, weil mich der eigentliche Anlass des Osterfestes eher kalt lässt. Der einzige wirkliche religiöse Eingriff in das öffentliche Leben ist bei weitem keine christliche Version der Scharia, aber ähnlich unangepast an die moderne Gesellschaft. Ich darf denen gedenken und folgen, die es meiner Ansicht nach verdienen und muss mich nicht irgendeinem religiösen Druck beugen.</p>
<p>Für den Veranstalter eines Black-Metal-Festivals gibt es jedoch keinen Tag, der passender sein könnte. Mit viel Kitsch könnte man sich darauf aufhängen, dass Jesus an diesem Tag gekreuzigt wurde etc. Vendetta Records und die Bands haben jedoch genügend Anstand sich solche Klischees zu verkneifen. Und wie sieht es nun auf dem Gelände aus? Das <strong>Tiefgrund</strong> in Berlin bietet alle Voraussetzungen für ein Festival dieser Größe: genügend Platz zum Ausruhen, einen kleinen Merchandise-Raum, einen Vorplatz und einen süßen Konzertraum.<br />
Eine familiäre, herzliche und intime Atmosphäre wird auch durch die Nähe zwischen Besuchern und Bands geschaffen. Ich freue mich über das vollkommen vegane Buffet und meine Begrüßung durch den Veranstalter. Für ein Indoor-Festival dieser Größe zum Glück nicht ungewöhnlich. Sobald man sich innerhalb von fünf Minuten alle wichtigen Räumlichkeiten angesehen hat, kennt man sich auch schon aus. Erwartungsvoll schlage ich im Konzertraum mein Lager auf. Meine heutigen Highlights sollen eigentlich <strong>HEXER</strong> und &#8211; auf die ewige Leier eines anderen Festivalbesuchers hin &#8211; <strong>PARAMNESIA</strong> sein. Mal sehen wie mich die restlichen Bands abholen können.</p>
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<p><strong>VERHEERER</strong> dürfen die Show eröffnen. Die Flensburger machen von Anfang an gut Druck. Mit ihrer inzwischen etwas älteren Debüt-EP im Gepäck, überzeugen sie auf ganzer Linie. Das Gesamtpaket klingt etwas traditioneller als ich es erwartet hatte. Mit kaum Show, keinem unnötigen Gerede vor und nach den Liedern und hasserfüllten Melodien machen sie alles richtig. Genauso hatte ich meine Einführung in die Veranstaltung erwartet. Schade nur, dass die Herren nicht aus ihren Lederjacken herauskommen. Die Platte kann man sich nach so einem Auftritt jedoch durchaus gönnen.</p>
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<p>Nach post-rockiger Pausenmusik betreten <strong>HEXER</strong> die Bühne und machen ihrem Namen alle Ehre. Sie bringen Räucherstäbchen an Bass und Gitarre an. Zusammen mit einer Duftkerze sorgt das für einen angenehmen Geruch. Dadurch erschaffen sie für sich die perfekte Atmosphäre für ihren Blackened Doom Metal. Das von <strong>VERHEERER</strong> vorgegebene Tempo wird ausgebremst. Langsam und zehrend bohren sich die Riffs in die Gehörgänge der Besucher. Da verwundert es auch nicht, dass für eine kurze Zeit der Bass mit einem Bogen gespielt wird. Gefangen im Schneesturm von <strong>HEXER</strong>s verheerender, sorry den konnte ich mir nicht verkneifen, Musik, ist es schwer loszulassen und den Raum zu verlassen. Alle starren gebannt auf die Bühne bis der nächste Ausbruch wieder ein freudiges Grinsen in die Gesichter zaubert. Viele Tracks vom <a href="https://silence-magazin.de/hexer-das-uebel-kriecht-langsam-umher/">neuen Album &#8222;Cosmic Doom Rituals&#8220; </a>werden gespielt, was neuen Fans wie mir in die Hände spielt.<br />
Sie treten &#8211; entgegen der Stilvorschrift in einigen anderen Clubs &#8211; mit voller Bemalung auf. Selbst die Arme hat man sich angemalt, man meint es ernst. Die Dortmunder haben ordentlich doom und Wucht im Gepäck. Diagnose: selbst mal anschauen und genießen.</p>
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<p>Lang gezogene, schmerzerfüllte Schreie in mitten des Nebels liefert der erste internationale Gast. <strong>SOLBRUD</strong> reizen die Nebelmaschine vollends aus. Der Sound und die Atmosphäre stimmen erneut. Damit reihen sie sich sehr gut in den Tag ein. Außerhalb der eher entspannenden Musik fällt mir eine Äußerlichkeit auf, über die ich nicht hinwegkomme. Spielt der Schauspieler <strong>Chris Hemsworth</strong> (&#8222;Thor&#8220;) bei <strong>SOLBRUD</strong> Schlagzeug? Vielleicht ist es in der Halle einfach zu dunkel, aber ich könnte schwören, dass er aus einer gewissen Entfernung so aussieht.<br />
Musikalisch holt mich die stark vom Death Metal beeinflusste Shoegaze-Black-Metal-Mischung auch ab. Emotional angehaucht und weniger böse als <strong>HEXER</strong> betört diese meine Ohren.</p>
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<p>Ob <strong>PARAMNESIA</strong> bei solchen &#8222;Vorbands&#8220; mithalten kann? Die Franzosen spielen einen Stil, der an den Nerven zehren soll. Langatmige Passagen, die in gleich lang erscheinenden Abständen durch viel Gekrächze unterbrochen werden. Selten war mir so bewusst, warum es Leute gibt, die diese Richtung als Emo Black Metal bezeichnen. Der Sänger geht in seiner Rolle als gequälte Seele so sehr auf, dass er aus dem halben Spagat auf der Bühne gar nicht mehr herauskommt. So spät am Abend ist eine derartige Kombination nicht wirklich erfrischend und stimmt mich eher auf die kuschelige Heimreise ein. Dennoch beherrschen sie ihr Handwerk sehr gut und reißen mich mehr als nur ein paar Male mit. Emotionales Headbanging ist hier mehr als erwünscht. Ein wichtiger Soundeffekt, den eigentlich alle Bands hier nutzen ist der Hall. Jedes Mikrofon muss sich anhören als würde man direkt in die Alpen hereinbrüllen. Lawinen löst das zwar nicht aus, aber korrigiert Schwächen im Live-Gesang und sorgt für riesige Wände aus Ton. So sehr ich mir auch wünsche, dass mehr Bands ohne ihn auskommen, für viele ist es einfach zum Standard geworden. Umso mehr begeistern dann wohl die Vertreter, die es roh versuchen.</p>
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<p>Rohe Töne erwarte ich beim nächsten Auftritt nicht. Viel Aufwand und die bisher längste Umbauzeit benötigen <strong>FYRNASK</strong>. Sie lassen sich Zeit, damit auch alles schick aussieht. Nach <strong>HEXER</strong>s ausgiebiger Show, wollen die Bonner von <strong>FYRNASK</strong> noch einen drauflegen. Jedes Bandmitglied bekommt ein großes Gewand, welches nur beim Sänger das Gesicht nicht so wirklich verdeckt. Der posiert mit einem angeklebten Bart und viel Bemalung im Nebel, der sich um die mitgebrachten Geweihe und Laternen schlängelt. Sie sind auch die einzige Band mit Backdrop an diesem Tag und schrauben dementsprechend die Erwartungen in die Höhe. Für mich persönlich war es nie wichtig, wie eine Band oder die Bühne aussieht &#8211; Hauptsache es klingt gut. Leider kann ich mit der Musik nicht viel anfangen. Anscheinend muss einem das Auftreten der Truppe gefallen, um diese zu verstehen. Viel zu folkig und erzwungen monumental für mich. Aber immerhin passt die Musik erneut zum Outfit. Die Stilpunkte müssen sie sich also mit <strong>HEXER</strong> teilen. Dank der so ausgiebig verlängerten Umbauzeit verpasse ich auch leider das letzte Stück ihres Sets. Dadurch die letzte Bahn Richtung Heimat zu erwischen und um 3:00 Uhr anstatt um 6:00 Uhr zu Hause zu sein, lohnt sich jedenfalls.</p>
<p>Vielen Dank an <b>Void Revelations</b>&nbsp;(<a href="https://www.voidrevelations.com/">www.voidrevelations.com</a>)&nbsp;für die wunderschönen Fotos.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/">Das Vendetta Fest und die christliche Scharia (Tag 1, Freitag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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