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	<title>Cello Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Cello Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Tchornobog &#8211; Innere Dämonen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2017 06:24:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>TCHORNOBOG &#8211; Tchornobog Veröffentlichungsdatum: 28.07.2017 Dauer: 64:24 min. Label: I, Voidhanger Records Stil: Black/Death/Doom Metal Junge Menschen haben es manchmal nicht einfach. Der Wunsch, eine Band zu gründen und damit Anerkennung zu erreichen, ist ein löbliches Vorhaben. Doch die meisten nehmen viel ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/tchornobog-innere-daemonen/">Tchornobog &#8211; Innere Dämonen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TCHORNOBOG</strong> &#8211; Tchornobog<br />
Veröffentlichungsdatum: 28.07.2017<br />
Dauer: 64:24 min.<br />
Label: I, Voidhanger Records<br />
Stil: Black/Death/Doom Metal</p>
<p>Junge Menschen haben es manchmal nicht einfach. Der Wunsch, eine Band zu gründen und damit Anerkennung zu erreichen, ist ein löbliches Vorhaben. Doch die meisten nehmen viel zu schnell ein Album auf, ohne genügend Zeit im Proberaum zu verbringen. Das Ergebnis ist dann im schlimmsten Fall ein Rohrkrepierer, der eher für herbe Kritik und Häme sorgt. Bei <strong>TCHORNOBOG</strong> ist das aber eben nicht der Fall. Der 21 jährige <strong>Markov Soroka</strong> hat es geschafft, mit seinem Debüt einen düsteren Einblick in seine Psyche und den Eindruck auf diese Welt zu kreieren.</p>
<h4>Tchornobog &#8211; Der Dämon in dir</h4>
<p>Lediglich 4 Musikstücke befinden sich auf dem selbst betitelten Album &#8222;Tchornobog&#8220;. Doch die Spielzeit weist eine monströse Länge von 64 Minuten auf. Für zwischendurch eignet sich diese Platte also eher nicht. Beeindruckend ist jedoch, dass mit der Unterstützung von<b> Magnús Skúlason (SVARTIDAU<span class="Description PromoDetailsItem"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">ð</span></span>I) </b>und <strong>Greg Chandler</strong> von <strong>ESOTERIC </strong>klangliche Welt aus Schmerz und einem hohen Level an Verlorenheit erschaffen wurde.</p>
<p>Schon der Opener <em>&#8222;The Vomiting Tchornobog&#8220;</em> heult wütend mit seiner 21-minütigen Vielfältigkeit an rasenden Momenten und doomigen Abschnitten auf. Dazwischen ist immer wieder Platz für die abartigen melodischen Parts, die jedoch sehr bedacht eingestreut werden. Das Gesamtpaket hat eine starke Note von <strong>SVARTIDAU<span class="Description PromoDetailsItem">ð</span>I </strong>und, man glaubt es kaum, <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong>. Allerdings handelt es sich hier kaum um eine Kopie, obgleich die Einflüsse gut hörbar sind.</p>
<p>Die seltsamen Geräusche und Soundcollagen inmitten des Songs sorgen dann endgültig für eine auditive Séance der Extraklasse. Und ich habe gerade einmal den ersten Song gehört. Wie wollen die restlichen Kapitel das noch toppen?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20185" aria-describedby="caption-attachment-20185" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-20185 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-300x130.jpg" width="300" height="130" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-300x130.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-1024x444.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-750x325.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20185" class="wp-caption-text">Auch das Logo passt wie auf den Leib geschnitten</figcaption></figure>
<h4>Verschmelzung von Realität und Fiktion</h4>
<p>Das Tor zur Welt des <strong>TCHORNOBOG</strong> &#8211; einer eigenen Definition des Musikers für seine inneren Dämonen und dem Kampf mit ihnen in seiner Umwelt &#8211; steht weit offen. <em>&#8222;Hallucinatory Black Breath of Possession (Mountain-Eye Amalgamation)&#8220;</em> stürmt sogleich mit treibendem Rhythmus in die Hallen der Seele. Beängstigend nah an den Urvätern des chaotischen Black Metals (<strong>DEATHSPELL OMEGA</strong>) wüten die Gitarren zu zornigem Gebrüll. Ein Sog aus Manie und geifernder Aufwallung entfaltet sich. Im Auge des Sturms: ein hemmungsloser Anfall aus geradezu eingängigen Takten und die totale Entladung aus Gefühlen.</p>
<p>Und jetzt stellt euch noch einmal vor, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der zarte 21 Lenze zählt. Der Beweis, dass auch in so einem Alter ein erwachsenes Werk entstehen kann. Hier gibt es keine modernen Zutaten wie den unerträglichen Trigger. Oder eine digitale Produktion.</p>
<p>Als Pluspunkt werte ich in diesem Song den Gesang, der nach <strong>IMHA TARIKAT</strong> klingt.</p>
<h4>Nichtexistente Wärme</h4>
<p>Der Beginn in <em>&#8222;Non Existence&#8217;s Warmth&#8220; </em>mit seinen unheilvollen Melodien und den rituellen Toms in Kombination mit den gehauchten Vocals könnte nicht besser sein. Statt einer neuen Eruption baut sich allerdings das Lied mit ruhigen Klängen und verhaltenem Drumming auf. Ein leicht ungerader Takt, der mit einem wunderschönem <strong>Saxofon-Solo</strong> veredelt wird. Und der anschließende Aufbau könnte nicht verbitterter klingen. Hier hört man die tiefe Verbundenheit, mit der Markov Soroka agiert. Dieser Song ist wahrhaftig der Höhepunkt von <strong>TCHORNOBOG</strong>.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-20187 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-band-200x300.jpg" alt="" width="243" height="365" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-band-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-band.jpg 480w" sizes="(max-width: 243px) 100vw, 243px" /></p>
<p>Taucht <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0GLvp2FcwWQ">HIER</a> ab!</p>
<p>Nach diesen 8 Minuten zeigt sich dann wieder die hässliche Fratze der Band. Im Kriechgang suhlt sich das Stück vor Trauer umher und behält dabei die melancholische Note. Der Songtitel wird dem Ergebnis gerecht.</p>
<p><em>&#8222;Here, At The Disposition Of Time&#8220;</em> zieht einen dann selber endgültig auf den Grund der bitteren Realität. Hier ist ein weiteres Mal die Ode an <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> spürbar. Es bedarf keiner weiteren Worte. Hört euch diesen Giganten ausnahmsweise ohne meinen Input an.</p>
<p>Das ganze Album ist eine Erfahrung für sich. Sie wird vor allem auch durch das fantastische Cover von <strong>Adam Burke </strong>perfekt unterstützt.</p>
<p><a href="https://markovsoroka.bandcamp.com/">https://markovsoroka.bandcamp.com/</a></p>
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		<title>Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2017 12:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FERNDAL &#8211; eine Band, die Black Metal spielt, aber gerade einmal vor ein paar Monaten auf der Bildfläche erschienen ist. Und zwar nicht einfach so, sondern direkt mit einem Deal bei der Einheit Produktionen-Familie. Bereits im Review zum Debüt-Album bin ich auf ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FERNDAL</strong> &#8211; eine Band, die Black Metal spielt, aber gerade einmal vor ein paar Monaten auf der Bildfläche erschienen ist. Und zwar nicht einfach so, sondern direkt mit einem Deal bei der Einheit Produktionen-Familie. Bereits im Review zum Debüt-Album bin ich auf diverse Besonderheiten eingegangen, wie z.B. der hörbare Einfluss klassischer Musik. Wie kamen die kreativen Köpfe hinter der Band auf die Idee, Klassik und Black Metal zu verbinden? Und vor allem: Wie war das denn nun mit der Maultrommel? Ich habe die Herren und die Dame der Schöpfung ein wenig ausgefragt.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>:</i> Vielen Dank, dass ihr mir die Möglichkeit gebt, euch mit ein paar Fragen zu löchern. Ihr seid noch eine sehr junge Band und habt am 21. April diesen Jahres erst euer Debüt-Album <strong>„Ferndal“</strong> über Einheit Produktionen veröffentlicht. Da ihr erst frisch auf der Black Metal-Bildfläche erschienen seid, und euch sicher noch nicht jeder kennt, stellt euch doch als erstes Mal vor und verratet mir, wer welche Rolle in der Band spielt.</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: Cellistin, <strong>Sethras</strong> und <strong>Abarus</strong>: Gitarristen, <strong>Alboin</strong>: Schlagzeuger, <strong>Sorathiel</strong>: Sänger und Bassist.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Wie habt ihr euch in dieser Konstellation denn zusammengefunden?</h4>
<p><strong>Sorathiel</strong>: Das war sicher Schicksal. Ich hatte schon länger mit <strong>Lestaya</strong> zusammen die Idee, in einer Band Metal und Klassik zu verbinden. Wir hatten damals schon diverse Konzepte, die aber nicht richtig konkret geworden sind. Auch mit <strong>Sethras</strong> kam immer mal wieder die Idee auf, was gemeinsam in einer Band zu machen. 2015 kam ihm die denkwürdige Erkenntnis, dass wir bald zu alt würden, um die Sache langsam und unambitioniert anzugehen. Deshalb schrieben wir direkt ein paar Songs und machten uns auf die Suche nach einem Drummer. <strong>Alboin</strong> war zu der Zeit auf der Suche nach einer Band, in der er sich am Schlagzeug austoben konnte und stieß dabei auf <strong>Lestaya</strong>. Zur gleichen Zeit habe ich <strong>Alboin</strong>s Frau kennengelernt, der irgendwann aufgegangen ist, dass ich von der schlagzeuglosen Band bin, in die ihr Mann überlegt einzusteigen. <strong>Abarus</strong> scheint bei <strong> EïS </strong>dann auch nicht ausgelastet gewesen zu sein und schon hatten wir einen zweiten Gitarristen …</p>
<img decoding="async" class="size-full wp-image-16753" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL.jpg" alt="" height="730" width="1095" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1095px) 100vw, 1095px" />
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Wie seid ihr auf die Idee gekommen, im Black Metal ein Cello, das ja ein klassisches Instrument ist, als Melodie-Instrument gekonnt in den Vordergrund zu stellen?</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: Ich kann nun einmal Cello spielen… Nein, im Ernst: Ich habe vor vielen Jahren schon mal was mit einem Black Metal-Projekt zu tun gehabt, und habe in der Zwischenzeit immer mal wieder Lust gehabt, diese Musik zu machen. Es kam nur nie dazu, bis wir eben&nbsp;<strong>FERNDAL</strong> aufgezogen haben.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Alboin, Abarus, ihr seid auch bei EïS fest eingebunden, was hat euch dazu bewogen, bei FERNDAL mitzuwirken. Wie lässt sich beides miteinander vereinbaren? Werden manchmal Parallelen gezogen zwischen beiden Projekten? Bzw. wird zwischen beiden Black Metal-Projekten verglichen, oder wird beides sauber voneinander getrennt betrachtet?</h4>
<p><strong>Alboin</strong>: Ich hatte tatsächlich einfach mal wieder Lust, Schlagzeug zu spielen. Das habe ich vor vielen Jahren schon bei<strong> INARBORAT</strong> und auch bei <strong>FUNERAL PROCESSION</strong> versucht, dann aber jahrelang nichts mehr in der Richtung unternommen. Mir tut es außerdem echt gut, nicht die Verantwortung für den kreativen Teil übernehmen zu müssen, wie ich das bei <strong>EïS</strong> tue, sondern im Grunde „nur spielen“ zu können.</p>
<blockquote><p>&#8230; das ist schwer ganz zu trennen.</p></blockquote>
<p>Die beiden Bands ganz klar zu trennen, ist nicht so leicht. Wir proben in demselben Raum, wir trinken dasselbe Bier, wir sind untereinander befreundet, wir spielen Gigs zusammen… das ist schwer ganz zu trennen. Aber solange ich nicht irgendwann am Drumkit anfange, <em>„Mann aus Stein“</em> zu singen, komme ich zurecht.</p>
<p><strong>Sorathiel</strong>: Er meint „das GLEICHE Bier“! – wäre sonst doch etwas komisch! Für uns sind die beiden Bands organisatorisch und musikalisch vollkommen getrennt. Aber natürlich vergleichen das die Leute oft. Wir haben da schon alles gehört auf der Bandbreite von „Nebenprojekt, das sich musikalisch zu wenig abgrenzt“ bis „decken ein ganz anderes Genre ab“. Die Vergleiche kommen natürlich automatisch, wenn man von einer neuen Band hört, bei der zwei <strong>EïS</strong>-Mitglieder spielen, aber für keinen von uns ist <strong>FERNDAL</strong> ein „Nebenprojekt“ und die Ähnlichkeit der Musik so unterschiedlich wahrgenommen wird, finde ich ein interessantes Phänomen.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong>: </em>Wer ist überhaupt verantwortlich für das Basteln der Riffs? Und wie entsteht ein Song bei euch? Gibt es da ein Mastermind, oder bringt jeder seinen Baustein in den Song mit ein?</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: <strong>Sorathiel</strong> und ich kommen mit im Prinzip fertigen Songs in die Probe. <strong>Alboin</strong> ist dann dafür verantwortlich, das Konzept anzuzweifeln und über den Haufen zu werfen (finde ich ja zum Heulen, dass ich jetzt wieder der Meckerkopp sein soll! Gefällt mir nicht! &#8211; Anm. d. <strong>Alboins</strong>). Auf einigen Dingen beharren wir dann, andere werden geändert – das betrifft meist vor allem die Drums und den Ablauf. Da sind wir auch wirklich offen. Das in <em>&#8222;Ungelebtes Leben&#8220;</em> beispielsweise der ruhige Mittelpart eingebaut wurde, ist <strong>Alboins</strong> Idee gewesen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17577 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal.jpg" height="450" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Hier und da habe ich beim Hören eurer Platte den Eindruck gewonnen, man könne die Gitarrenspuren mit Streichinstrumenten spielen und hätte ein sehr klassisches Stück. Damit will ich sagen, dass sich der Klassik-Einfluss meiner Meinung nach nicht nur durch das Cello abzeichnet, sondern auch auf den Gitarren hörbar ist. Ist das Absicht, oder passiert das einfach so? Liegt das möglicher Weise an euren Einflüssen und der Musik, die ihr selbst hört?</h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Dein Eindruck ist richtig! Das liegt daran, dass <strong>Sorathiel</strong> und ich klassische Musiker sind, das ist einfach die Denkweise. Ich arbeite fast immer mit barocken Stimmführungen, eigentlich automatisch – berufsbedingt, das ist das, was ich den ganzen Tag mache und höre. Ich denke, es ist sogar hörbar, dass <strong>Sorathiel</strong>, der ursprünglich Flötist ist, eine andere Kompositionsweise hat, als ich als Cellistin, weil die Funktion der beiden Instrumente im klassischen Bereich eine sehr andere ist. Es ist also beides – Absicht, weil wir wissen, dass es so ist, wir könnten es aber wohl auch kaum verhindern. Und ja, wir hören auch viel Klassik, und das deutlich länger als Black Metal.</p>
<blockquote><p>&#8230; und die Texte ergeben nur im Zusammenhang mit der Musik einen Sinn.</p></blockquote>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Neben dem hörbaren klassischen Einfluss hört man auch an verschiedenen Stellen einen gewissen paganen Einfluss raus, auch durch die klar gesungenen Passagen. Welche Dinge thematisiert ihr denn in euren Lyrics? Finden sich dort auch Themen aus dem Pagan Metal-Bereich? Oder was habt ihr euch zum Thema des Albums gemacht? Wer schreibt die Texte?</h4>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Ich nenne das lieber einen folkloristischen Einfluss, weil Heidentum in unserer Musik eigentlich keine Rolle spielt. Wir komponieren meistens um eine Melodie herum, die einen klassischen oder folkloristischen Stil hat – oder beides; das lässt sich ja nicht immer trennen. Ganz am Anfang der Band lag der Schwerpunkt noch viel stärker auf diesen Melodien. Das hat sich dann mit <strong>Alboin</strong> und <strong>Abarus</strong> etwas geändert, aber einige markante Stellen in den Songs sind davon noch übrig.<br />
Unsere Texte wollen etwas vom Menschen zeigen, dass man im Alltag nicht wahrnimmt. Solche inneren Dinge kann man schwer abstrakt beschreiben und das will auch keiner hören. Deshalb malen wir Bilder, die zu den inneren Zuständen passen. In zwei der Songs sind das Bilder, die den Menschen in Beziehung zur Natur stellen. Sowas kommt auch oft im Pagan-Metal vor, aber ich glaube, mit anderer Zielrichtung. Ich persönlich benutze vor allem die Musik als Sprache und die Texte ergeben nur im Zusammenhang mit der Musik einen Sinn. Das mag bei <strong>Lestaya</strong> anders sein …</p>
<p><strong>Lestaya:</strong> Themen aus dem Pagan Metal Bereich – eigentlich gar nicht. Allerdings ist das Setting von <em>&#8222;In die Freiheit&#8220;</em> schon ziemlich stereotyp, aber um diese Dinge, die da so pagan klingen, ging es mir gar nicht. Das ist nur zufällig da gelandet, der eigentliche Inhalt in dem Text hätte auch in irgendeinem anderen Setting stattfinden können, da geht es um das Durchlaufen verschiedener Stadien im Bewusstsein des Sterbens. Dass es so pagan klingt, hat womöglich damit zu tun, dass ich den Text in Island geschrieben habe, da habe ich eben entschieden, den Inhalt in diesen Zusammenhang zu bringen. Was übrigens auch etwas mit dem Anfangsriff zu tun hat, das ist sehr bildlich.</p>
<blockquote><p>&#8230; ich bin aber nicht in der Lage, diese synthetischen Klänge abzuhören, weil sie zu klinisch sauber sind, &#8230;</p></blockquote>
<h4><em><strong>Flo</strong><i>:</i> </em>Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr keinerlei synthetische Sounds auf dem Album verbaut habt, sondern jedes Instrument, das man hört (Orgel, Cello, …) echt eingespielt wurde. Warum habt ihr darauf besonderen Wert gelegt, euch eben nicht diverser Synthie-Sounds zu bedienen? Und vor allem: Wie nimmt man denn am besten eine Orgel auf?</h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Ich tue mich schwer mit synthetischen Klängen. Das hat was mit dem Klang, aber auch mit der Intonation zu tun. Es gibt ein paar Klänge, die zu der jeweiligen Musik sehr gut passen, bei <strong>WINDIR</strong> zum Beispiel – das könnte man kaum durch Instrumente ersetzen, weil es keine Instrumente gibt, die so klingen. Ursprünglich hatten wir als Coverversion an <em>„Todeswalzer“</em> statt an <em>„Arntor“</em> gedacht, ich bin aber nicht in der Lage, diese synthetischen Klänge abzuhören, weil sie zu klinisch sauber sind, da ist nichts Organisches dran. Das ist wahrscheinlich eine Art Streicher-Fetisch: Wenn wir einen Ton greifen, tun wir das im Zusammenhang mit der Tonart, in der wir spielen, dadurch gewinnt der Klang einfach mehr Farben und auch ggf. mehr Reibungen. Man kann bewusst mit der Intonation spielen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16754 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-300x300.jpg" height="300" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Zu den Orgelaufnahmen: eingespielt hat die Orgel meine Mutter. Dafür, dass wir in der Kirche aufnehmen durften, musste sie im Gegenzug einen ganzen katholischen Gottesdienst orgeln, da steckt also wirklich große Opferbereitschaft hinter. Der Hall ist natürlich ein Problem, der war zwar gewollt, aber hinterher Hall rausnehmen geht eben nicht, also haben wir versucht, so trocken wie möglich aufzunehmen. Zur Mikrophonierung – das hat ein Tontechniker gemacht, da kann ich nicht viel zu sagen. Aber es war verdammt kalt, wir hatten 8 Grad bei den Aufnahmen! Das war ein echtes Problem. Dann werden die Finger kalt und funktionieren nicht mehr gut, und dadurch gerät man unter Zeitdruck.</p>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Eine Herausforderung war auch das Aufnehmen der Maultrommel, die …</p>
<p><strong>Lestaya:</strong> Schhht!</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Es ist ja nicht gerade üblich, dass eine Band schon ihr Debüt über ein Label veröffentlichen kann. Ihr jedoch habt euer erstes Album bereits in der <strong>EINHEIT PRODUKTIONEN</strong>-Familie unterbringen können. Wie kam es dazu?</h4>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Wir haben <strong>Olaf</strong> (den Chef von <strong>EINHEIT PRODUKTIONEN</strong>) auf dem <strong>DARKTROLL FESTIVAL 2016</strong> kennen gelernt und auf unsere Musik angesprochen. Zu dem Zeitpunkt steckte das noch in den Kinderschuhen, aber er war immerhin so neugierig, dass er die Sache erstmal verfolgt hat. Einheit bringt ja nicht nur Pagan Metal heraus, sondern auch Black Metal, der die ganz traditionellen Pfade etwas verlässt. Und mit unserer Musik passten wir ganz gut dort hinein. Mit der recht schnellen Entstehung des ersten Albums hat sich dann eine Zusammenarbeit ergeben und dieses Jahr spielen wir selbst auf dem <strong>DARKTROLL</strong>.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Ihr habt das letzte Wort – was wollt ihr euren Hörern, unseren Lesern und den ganzen Menschen da draußen noch erzählen bzw. mit auf den Weg geben?</h4>
<p><strong>Alboin:</strong> Trinkt mehr Bier, wenn ihr Beethoven hört!</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Eine Frage habe ich noch: Wie war das denn nun mit der Maultrommel?<i><br />
</i></h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Maultrommel? Welche Maultrommel?</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Ich danke euch vielmals für eure Zeit und eure Offenheit, wünsche euch weiterhin gutes Gelingen, ein paar geile Gigs, und man sieht sich aufm <a href="https://silence-magazin.de/bornstedter-burgbeben-vorbericht-darktroll-festival-2017/"><strong>DARKTROLL FESTIVAL</strong></a></h4>
<p><a href="http://ferndal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/ferndal.official/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wie-war-das-denn-nun-mit-der-maultrommel-im-interview-mit-ferndal/">Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>&#8222;Du spieltest Celloooo&#8230;&#8220; &#8211; FERNDAL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 06:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Abarus]]></category>
		<category><![CDATA[Alboin]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Cello]]></category>
		<category><![CDATA[Debüt]]></category>
		<category><![CDATA[Einheitproduktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Ferndal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FERNDAL – Ferndal Veröffentlichungsdatum: 21.04.2017 Dauer: 46:13 Min. Label: Einheit Produktionen Genre: Black Metal Da ist gerade mal das Debüt-Album in den Startlöchern, und schon unterschreiben FERNDAL bei Einheit Produktionen. Na, wenn das mal nix Gutes verheißen mag!? FERNDAL spielen Black Metal. ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>FERNDAL</b> – Ferndal<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.04.2017<br />
Dauer: 46:13 Min.<br />
Label: Einheit Produktionen<br />
Genre: Black Metal<span id="more-16755"></span></p>
<p>Da ist gerade mal das Debüt-Album in den Startlöchern, und schon unterschreiben <b>FERNDAL</b> bei Einheit Produktionen. Na, wenn das mal nix Gutes verheißen mag!? <b>FERNDAL</b> spielen Black Metal. Ok, das machen viele Kapellen. Was ist jetzt das Besondere? Fangen wir mal von vorn an:</p>
<p>Dass die Band <b>EIS</b> in Sachen moderner BM schon längst kein Geheimtipp mehr sind, brauche ich, denke ich, nicht zu erwähnen. Was ich aber erwähnen sollte, ist, dass<b> Alboin</b> und <b>Abarus </b>von <b>EIS</b> ebenfalls Mitglieder von <b>FERNDAL</b> sind, allerdings laut der Bandinfo nicht als kreative Köpfe des Projekts. Trotzdem legt das die Messlatte bei mir im Kopf schon ein kleines Stück höher. Was darf man also als bekennender <b>EIS</b>-Sympathisant erwarten?</p>
<p>&#8230; Auf jeden Fall ein Cello! Japp, eine Besonderheit der Band <b>FERNDAL</b> ist das sehr präsente und gezielte Einsetzen eines Cellos. Nicht in jedem Song, auch nicht übertrieben oft, aber an den richtigen Stellen und angenehm auffallend. Fetzt. Aber schauen wir uns die Songs doch mal genauer an.</p>
<blockquote><p>Und da haben wir ihn schon, den nostalgisch und schmerzlich klingenden Streicher &#8230;</p></blockquote>
<p>Push the button, los gehts mit <em>&#8222;Ouverture&#8220;</em>. Und da haben wir ihn schon, den nostalgisch und schmerzlich klingenden Streicher, der eine düstere, nebelige Atmosphäre in den Raum zaubert. Dazu kommen Orgel-Sounds, die diese Atmo sehr gut unterstützen. Die Snare trommelt das Intro des Albums schließlich aus.</p>
<p>Durchgestartet wird mit dem Titeltrack des Albums. Der Song <em>&#8222;Ferndal&#8220; </em>beginnt mit einer Ohrwurm-Melodie, die sich an das Intro perfekt anschließt. Ich schwöre, ich hab schon tagelang diese eine Melodie im Ohr. Da kann ich machen, was ich will. Sogar meine <em>&#8222;Fiesta Mexicana&#8220;</em>-Kassette von <b>Rex Gildo</b> kann da keine Abhilfe schaffen. Verflucht! Blastbeats im Wechsel mit anderen gekonnten Drumpattern-Modifikationen sorgen für ziemlich viel Druck und Energie, während die Klampfen für das gewisse Düstere sorgen. Es wird aber auch mal weniger rumgeballert, stattdessen mit einer gewissen Tragik und Ruhe gearbeitet. Abgeschmeckt wird die Suppe schlussendlich noch mit einer gewissen Note an Klargesang, der den ersten Track am Ende ziemlich stimmig macht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16753 alignnone" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL.jpg" width="800" height="533" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p><em>&#8222;Ungelebtes Leben&#8220;</em> schließt sich an. Auch hier wird losgehämmert, was das Zeug hält. Die Drums sind auch hier wieder erfrischend abwechslungsreich, allerdings finde ich, dass die anfänglichen Gitarrenspuren auch ein wenig mehr Abwechslung vertragen könnten. Doch lange dauert es nicht, bis sowieso alles still wird. Orgel, Cello und Gitarren bauen sich sehr gemächlich miteinander auf, bis schließlich Drums und Klargesang einsetzen. Sehr gekonnt umgesetzt. Gespannt lausche ich, worin der Aufbau denn seinen Höhepunkt findet. Auch hier türmt sich eine eher schmerzliche Atmosphäre auf und wir landen wieder beim Anfangsgeschepper mit Blasts und ordentlich Druck. Runde Sache!</p>
<p><em>&#8222;Klavierquintett in g-moll „Arntor, ein Krieger“&#8220;</em> heißt der dritte „Streich“, denn dieser Titel startet mit Cello und wird später erst vom Klavier begleitet. Der Titel ist sehr tragend und sehr bedrückend, fügt sich also wunderbar an die bisher gehörten Stücke an. Der Titel ist ein immer weiterführender Aufbau. Im Lied gibt es eine Art Wende der Stimmung von unentschlossen-traurig zu entschlossen-energetisch. Das Klavier wird immer präsenter und kraftvoller. Die Melodieverläufe erinnern sehr an Stücke aus der Klassik. Das finde ich sehr angenehm und spannend. Man muss ja nicht immer nur auf die Felle wammsen, sondern kann auch mal in sich gehen. Ein sehr starker Titel!</p>
<blockquote><p>Faustschlag direkt vor die Kauleiste &#8230;</p></blockquote>
<p><em>&#8222;In die Freiheit&#8220;</em> kommt mit einem Faustschlag direkt vor die Kauleiste daher, reißt mich aus dem Träumen und erinnert daran, dass das hier ein Black-Metal-Album ist und eben kein Album der Klassik. Triolisches Geblaste und melodische Gitarren, die erstmals weniger nach Verzweiflung klingen. An den Anfangspart schließt sich ein mehrstimmiger Klargesangspart an. Eben dieser, sowie auch das unterstützende Instrumental, erinnert in einigen Zügen an die Pagan-Metal-Sparte. Gefällt mir! Abwechslung können <b>FERNDAL</b> also! Und da ist das Cello wieder, das zusammen mit den verzerrten Gitarren und Toms erneut in einen Klargesangsteil überleitet. Der stärkste Titel des Albums, meiner Meinung nach.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/ORcREnDqDWk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>&#8222;Ein später Gast&#8220;</em> soll der letzte Titel des Albums heißen, bevor es zum Outro kommt. Auch hier starten wir mit viel Energie und viel Bassdrum, werden dann aber um einiges tragender. Wieder breitet sich Bedrücktheit aus. Dieser Titel hat eine besondere Epik im Vergleich zu den vorherigen. Das Tempo bleibt langsamer und der Song schwebt wie dunkler, grauer Nebel im Raum. Auch hier könnte die Gitarrenspur die eine oder andere Wiederholung weniger vertragen. Und wieder erhält das Cello seinen großen Auftritt. Mir würde auf die Schnelle kein Instrument einfallen, das besser zu dieser Stimmung passen würde, als eben das Cello. Nostalgie und Trauer sind die Worte, an die ich als Erstes denke, wenn ich dem Titel lausche. Dass es hier keine Screams gibt, sondern nur klagenden Klargesang, macht den Titel umso dramatischer, lediglich der letzte Akkord der Gitarren klingt hoffnungsvoll – ein schöner letzter voller Track.</p>
<p><em>&#8222;Coda&#8220;</em>, over and out. Das Album schließt, wie es angefangen hat: mit anmutigen Orgeltönen, die, im Gegensatz zum Intro, hier einen etwas epischeren und hoffnungsvolleren Eindruck hinterlassen. Diesmal steigert sich die Lautstärke nicht, sondern alles wird gemächlich leiser, bis am Ende alles still wird.</p>
<blockquote><p>Erst nach mehrmaligem Hören kann man versteckte Details wahrnehmen &#8230;</p></blockquote>
<p>Das <b>FERNDAL</b>-Debüt kann sich sehen lassen! Für Fans modernen Black Metals ist diese Platte auf jeden Fall Balsam für die Ohren! Das Cello ist die Besonderheit der Band, allerdings sind auch die übrigen Instrumente im Großen und Ganzen ziemlich abwechslungsreich gestaltet. Die klar gesungenen Passagen lassen einen gewissen Pagan-Einschlag durchschimmern. Das gefällt mir sehr gut. Für meinen Geschmack könnten die Screams noch etwas mehr im Vordergrund stehen, bzw. etwas mehr Druck vertragen. Alles in allem bekommen wir hier starken und melodischen Black Metal geboten, ohne, dass die Band dabei zu verspielt wirkt. Das macht Bock auf mehr! Reinhören, dran bleiben, weiter verfolgen!</p>
<p>Webseite: <a href="http://ferndal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a></p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/ferndal.official/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a></p>
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		<title>Aus den Tiefen #43: THE VISIT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2017 07:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Apocalyptica]]></category>
		<category><![CDATA[Archspire]]></category>
		<category><![CDATA[Augury]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Avril Lavigne]]></category>
		<category><![CDATA[Beyond Creation]]></category>
		<category><![CDATA[Cannibal Corpse]]></category>
		<category><![CDATA[Cello]]></category>
		<category><![CDATA[Devin Townsend]]></category>
		<category><![CDATA[Gorguts]]></category>
		<category><![CDATA[Heather Sita Black]]></category>
		<category><![CDATA[kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Raphael Weinroth-Browne]]></category>
		<category><![CDATA[The Visit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Was zur Hölle ist eigentlich im kanadischen Wasser drin? Irgendwas muss in diesem Land nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn man bedenkt, welch großartige Bands, vor allem im Prog- und Tech-Sektor, von dort kommen. Mancher mag dabei zunächst an <strong>Devin Townsend</strong> denken, mein Blick schweift dagegen eher in Richtung <strong>GORGUTS</strong>, <strong>ARCHSPIRE</strong> oder der überaus aktiven Szene um Bands wie <strong>BEYOND CREATION</strong> und <strong>AUGURY</strong>.</p>
<p>Doch auch in ganz anderen Nischen, Sphären und Ausformungen tut sich gefühlt permanent etwas im Land von Eishockey und Ahornsirup.</p>
<p>Die Rede ist von:</p>
<p><del><strong>AVRIL LAVIGNE</strong></del></p>
<p><strong>THE VISIT</strong></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16554" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/the-visit-bandpic-real.jpg" alt="THE VISIT" width="960" height="640" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/the-visit-bandpic-real.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/the-visit-bandpic-real-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/the-visit-bandpic-real-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/the-visit-bandpic-real-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Wann genau sich <strong>THE VISIT</strong> gründeten, lässt sich nicht genau sagen, doch konnte man das erste Lebenszeichen des unkonventionellen Duos in Form des Songs <em>&#8222;Between Worlds&#8220;</em> im Jahre 2014 vernehmen, ein Jahr, bevor ihr gefeiertes Debüt Album &#8222;Through Darkness Into Light&#8220; erscheinen sollte.</p>
<p>Doch fangen wir von vorn an. <strong>THE VISIT</strong> besteht aus nur zwei Mitgliedern: einerseits der ausgezeichneten Sängerin <strong>Heather Sita Black</strong>, andererseits dem Cellisten <strong>Raphael Weinroth-Browne</strong>.</p>
<p>Da für viele jetzt vermutlich erstmal die Gedanken in Richtung <strong>APOCALYPTICA</strong> schweifen, möchte ich diese Assoziation kurz entkräften. Obwohl die Finnen schon seit Jahren vollständig von meinem Radar verschwunden sind, muss man ihnen lassen, dass sie damals, ganz am Anfang ihrer Karriere, etwas mehr oder weniger Neues probiert haben. Dass man selbst nicht solche Songs schreiben konnte, wie das große Vorbild <strong>METALLICA</strong>, hat erstmal nichts daran geändert, dass <strong>APOCALYPTICA</strong> lange Zeit die wohl einzige Band waren, die die Messlatte in dieser Richtung überhaupt jemals bewegt hätten.</p>
<h4>Was ist nun so neu und ungesehen an <strong>THE VISIT</strong>?</h4>
<p>Zugegeben, es ist heutzutage nichts Neues mehr, Metal-Songs auf genrefremden Instrumenten zu spielen, ob es <a href="https://www.youtube.com/watch?v=vYo_JjeThk8" target="_blank"><strong>CAR BOMB</strong> auf dem Cello</a>, oder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=50vL1uAXn7s" target="_blank"><strong>NECROPHAGIST&nbsp;</strong>auf der Klarinette sind</a>, irgendwie wurde alles schon mal irgendwann, irgendwie auf irgendwas gecovert. Und wenn es letztlich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=GXJifYl_byU" target="_blank">„Enter Sandman“ auf Kinderinstrumenten bei Jimmy Fallon war</a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/mTnWHJ3ZqsI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Was <strong>THE VISIT</strong> heraushebt, ist sowohl die stilistische, als auch die emotionale Bandbreite, die hier durch nur zwei Bandmitglieder entwickelt wird. Dabei bewegen sich die Songs, trotz der klassischen Ausbildung, die beide erfahren haben müssen, weit weg von klischeebehaftetem neoklassischen Gothic-Flair, das manch andere Kapelle zu verkaufen versucht. Besonders die musikalisch-metallenen Wurzeln von Weinroth-Browne blitzen im Verlauf des 55-minütigen Albums immer wieder in den einzelnen Songs durch und kreieren nicht nur Dynamik und Härte, sondern auch Tiefgang. Stellt euch manche dieser Cellolinien einfach mal auf ner E-Gitarre vor und ihr seid nicht weit weg, von manchen der eingangs erwähnten (Tech)-Death-Bands!</p>
<p>Der oftmals&nbsp;in Vokalisen vorgetragene Gesang von <strong>Heather Sita Black</strong> setzt natürlich Kontraste zu dem teils brutal und schwer wirkenden Cellospiel ihres Gegenübers, dennoch umschifft das Duo etwaige die Symphonic Metal spezifische Dualitäten à la „Die Schöne und das Biest“ gekonnt. Hier wird nicht zwanghaft gut gegen böse, schön gegen hässlich gestellt. Im Gegenteil kooperieren die beiden Bandmitglieder in einer organischen und songdienlichen Form miteinander, die Kompositionen schafft, welche manche Band mit sechs oder mehr Mitgliedern nicht in dieser Form bieten könnte. <strong>Weinroth-Browne</strong> und <strong>Black</strong> arbeiten zusammen, bauen Atmosphäre auf, entfernen sich dann im Song voneinander und nähern sich Stück für Stück wieder aneinander an, wobei die weibliche Stimme von zerbrechlich bis kraftvoll, von melancholisch bis erhaben reicht und so ein episches Gesamtwerk bietet, das ich in dieser Form mit nichts vergleichen kann.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=123914022/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless="">&amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://thevisit1.bandcamp.com/track/between-worlds&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;gt;Between Worlds by The Visit&amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe><br />
In den vielen positiven Rezensionen, die das Duo für sein Debüt bekommen hat, wurde unter anderem geschrieben, dass <strong>THE VISIT</strong> wohl dass Bindeglied zwischen Metal- und Klassikfans sein, und für Anhänger beider Lager interessant sein könnten.<br />
Ich bezweifle das. Denn auch die Kanadier werden einem <strong>BACH</strong>-Fanatiker <strong>CANNIBAL CORPSE</strong>&nbsp;nicht näher bringen können, andersrum werden <strong>TANKARD</strong>-Fans vielleicht nicht ganz den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iyGi5SEI9RI" target="_blank">„intellektuellen Zugang“ finden und sich wie bei Hape Kerkelings „Hurz“</a> fühlen.</p>
<p>All jenen, die die Scheuklappen gerne ablegen und in allen Richtungen nach neuer, durchdachter und anspruchsvoller Musik suchen, seien <strong>THE VISIT</strong> ausdrücklich ans Herz gelegt.</p>
<p>Das Album &#8222;Through Darkness Into Light&#8220; ist über ihre Bandcampseite erhältlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.thevisitmusic.com/" target="_blank">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/thevisitmusic/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://thevisit1.bandcamp.com/album/through-darkness-into-light" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<item>
		<title>Black Metal im Hörspiel-Gewand?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2016 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Cello]]></category>
		<category><![CDATA[Créatures]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentell]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Le]]></category>
		<category><![CDATA[Noir]]></category>
		<category><![CDATA[Theremin]]></category>
		<category><![CDATA[Trommeln]]></category>
		<category><![CDATA[Village]]></category>
		<category><![CDATA[Violine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CRÉATURES&#160;&#8211; Le Noir Village Veröffentlichungsdatum: 25.10.2016 Dauer: 60:02 min. Label: Antiq Records Stil: Black Metal Hat mir jemand aus der Redaktion ein gemaltes Bild aus der 7. Klasse untergejubelt? Das war nämlich mein erster Gedanke, als ich CRÉATURES Cover von &#8222;Le Noir ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/black-metal-im-hoerspiel-gewand/">Black Metal im Hörspiel-Gewand?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CRÉATURES&nbsp;</strong>&#8211; Le Noir Village<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.10.2016<br />
Dauer: 60:02 min.<br />
Label: Antiq Records<br />
Stil: Black Metal</p>
<p>Hat mir jemand aus der Redaktion ein gemaltes Bild aus der 7. Klasse untergejubelt? Das war nämlich mein erster Gedanke, als ich <strong>CRÉATURES</strong> Cover von &#8222;Le Noir Village&#8220; erblicke und mir die lange Liste an Gastmusikern durchlese, welche auf diesem Album mitgewirkt haben. Dazu Theremin, Cello, Violine, Piano, eine Orgel, Okarina, ein tibetisches Horn, ein Gong und diverse Trommeln. Da hat aber jemand Lust, so <strong>vielfältig</strong> wie möglich Musik zu erschaffen. Anders kann ich mir diese große Palette an Equipment nicht erklären. Aber dass muss ja nicht schlecht sein. Vielleicht geht das Konzept des Einzelkämpfers <strong>Sparda</strong> auf und ich blicke zufrieden auf ein gutes Album zurück. Bei einer Spielzeit von einer Stunde ist auf jeden Fall viel Spielraum möglich.</p>
<p>Zeitlich spielt sich das <strong>Konzeptalbum</strong> im 12. Jahrhundert ab, wo ein Dorf von schrecklichen<br />
Monstern angegriffen wird. Zusätzlich werden die gesungenen Textzeilen, wie bei einer Oper,<br />
in mehrere Personen eingeteilt. So lässt sich eine Geschichte besser erkennen.</p>
<h4>Vorurteile beiseite</h4>
<p><em>&#8222;L&#8217;Horreur des Lunes Pleines&#8220; </em>beginnt mit Hühnergackern, akustischen Gitarren und einer ruhig gesprochenen Einführung, dazu das <strong>Theremin</strong>. Bin ich hier auf einem Bauernhof oder was? Doch nach einer kurzen Frauenstimme kriecht die <strong>morbide Stimmung</strong> aus den Boxen und zeigt sich mit eingängigen, fast schon punkigen Rhythmen. Etwas heiser, aber trotzdem kehlig und mit Leidenschaft vorgetragen, krächzt <strong>Sparda</strong> sein Leid dem Hörer entgegen. Da entsteht tatsächlich so etwas wie eine düstere Stimmung. Allerdings schlaucht das Organ des Monsieur <strong>Sparda</strong> hier schon sehr, da das <strong>Gekreische auf Dauer sehr monoton</strong> klingt.</p>
<p>Und ich habe erst die Hälfte des Songs hinter mir. Uff! Allerdings gefällt mir das Solo gegen Ende des Openers und die darauf folgende Blastbeat, welche mit psychopathischem Schreien und heldenhaft vorgetragenem Gesang eine <strong>gelungene Mischung</strong> aus dem Hut zaubert. Da dürfen natürlich die qualvollen Peinigungen der Dorfbewohner im Hintergrund nicht fehlen. Das Theremin fügt sich nebenbei gesagt sehr gut in das Soundkonstrukt, auch der Bass grummelt gut hörbar vor sich hin, bevor wieder die akustischen Gitarren den Abschied, oder besser gesagt: den Einstieg markieren.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 1024px;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-11151" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/creatures-Artwork-1024x576.jpg" alt="creatures-artwork" width="808" height="454" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/creatures-Artwork-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/creatures-Artwork-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/creatures-Artwork-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/creatures-Artwork.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px" /></div>
<h4>Verlassene Leichen</h4>
<p>Die Glocken läuten, Pêtré (eine der Figuren) verkündet vollmundig mit seinem Gebet den Untergang. Eine <strong>schöne Piano-Melodie</strong> erklingt und dann ist es wieder Zeit für ein wenig Raserei. Als ob der nächste Schalter umgelegt worden ist, zeigen <strong>CRÉATURES</strong> sich erneut von der ruppigen Seite. Diesmal jedoch bleibt das Tasteninstrument präsent, aber auch hier ist die Luft nach 3 Minuten raus. Ich schaue angestrengt zur Uhr. Gevatter Theremin steht mir mit seinem Science-Fiction mäßigen Klang zur Seite. Die windschiefen Gitarren ab Minute 4:20 sorgen dafür, dass sich meine Tapete von den Wänden rollt.</p>
<p>Glücklicherweise dauert diese Folter nicht lange an, <strong>Sparda</strong> klöppelt am Schlagzeug weiter und sorgt mit Tapping für die nötige Abwechslung. Bis ab Minute 6:40 das Piano ausrastet und witzige Momente an den tollwütigen Honkey Tonk-Spieler aus Westernfilmen wach werden lässt. Passt <strong>skurrilerweise sehr gut</strong> in dieses Kabinett der seltsamen Musik. Wäre der Song halb so lang gewesen, es hätte mein Nervenkostüm freudig gestimmt.</p>
<h4>Höreindrücke findet ihr <a href="https://creaturesfr.bandcamp.com/">HIER</a></h4>
<h4>Martyrium eines Gerbers</h4>
<p>Der dritte Titel verwirrt mich nun gänzlich. Modern tänzeln <strong>CRÉATURES</strong> im Takt und der gesprochene Gesang nervt immer mehr. Immerhin sorgt dezent im Hintergrund die experimentelle Instrumentierung für neue Eindrücke. Als nach circa dreieinhalb Minuten mal wieder ein Charakter vor sich hin gackernd verstummt, vernehme ich leises Gemurmel, traurige Violinen und endlich ein Cello. Dieser <strong>Part</strong> könnte ohne Probleme einem <strong>Theaterstück</strong> entsprungen sein. Bis die karge Darbietung erneut in durchgeknalltem Kino mündet. Soeben vergeht mir übrigens der Hunger, da in diesem Moment sich der Sänger feucht hustend und gurgelnd einen neuen Tod inszeniert. Doch was dringt jetzt an meine großen Ohren?</p>
<p>Doublebass und ein <strong>verdammt atmosphärischer Part</strong> verwöhnen den Verstand. Dazu kommt ein eleganter Chor, der den Schwanensang besiegelt. Und was jetzt folgt, ist einfach nur mit einem Wort zu beschreiben:</p>
<blockquote><p><strong>Super!</strong></p></blockquote>
<p>Ab 8:10 Minute verbindet der Franzose gekonnt eine <strong>folkloristisch-mittelalterliche Atmosphäre</strong>, die diesen Song zu meinem Highlight werden lässt. Schade, dass diese Passage nicht öfters auf &#8222;Le Noir Village&#8220; vorkommt. Gerade die bittersüße Melodie des Sechssaiters in Verbindung mit den warmen Basstönen und dem Chor sorgen für einen Aha-Effekt. Den hat das Album nötig, denn <strong>CRÉATURES</strong> legen ihren Schwerpunkt leider auf schwer verdauliche Momente.</p>
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<h4>Vom verbotenen Pakt am Rande des Übels und Ungeheuern</h4>
<p>Die Hälfte des Albums ist erreicht und ich ringe nach Luft. Wenigstens lässt mich das <strong>Pferdewiehern</strong> in <em>&#8222;À l&#8217;orée du Mal, le Pacte interdit&#8220;</em>, sowie die Trommelorgie mit den Kehlkopfgesängen schmunzeln. Die Übersetzungen der Titel lassen sich sehr amüsant lesen. Das gepitchte Gefasel hingegen, welches nach einem <strong>betrunkenem Ork</strong> klingt, ist nur lächerlich statt schaurig. Andererseits beeindruckt mich ein weiteres Mal die Gitarrenarbeit mit ihren Soli.</p>
<p>Klavier und Orgel sorgen im Anschluss in <em>&#8222;Il était un Monstre assoiffé de Coeur&#8220;</em> noch mal für viel pompöses Tamtam. Die weibliche Stimme ist dahingegen nicht mein Geschmack. Das Ganze hat einen ziemlichen <strong>Gothic-Touch</strong> mit schunkelhaftem Schlagzeug. Anders kann ich es nicht beschreiben. Verzeiht mir also diese Aussage. Schlussendlich ist das hier der unspektakulärste Track.</p>
<h4>Das Ende naht! Endlich!</h4>
<p>Als die Orgel noch mal mit gebetsartigen Gesängen ertönt, bin ich reif für die Insel. Also gut. Auf zum letzten Ritt. Doch die Träller-Else von eben raubt mir den letzten Funken Verstand. Das ist zu anstrengend. Dieser ständige Wechsel zwischen angenehmen Geknüppel und opernhaftem Gezirpe ist zu viel für mein Hirn.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/black-metal-im-hoerspiel-gewand/">Black Metal im Hörspiel-Gewand?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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