<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>classics Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/classics/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/classics/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Mar 2017 17:32:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>classics Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/classics/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Core Classics #28 &#8211; THE AGONY SCENE</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-28-the-agony-scene/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-28-the-agony-scene</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-28-the-agony-scene/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 08:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Blackened]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=14983</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-28-the-agony-scene/">Core Classics #28 &#8211; THE AGONY SCENE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße traue<strong>n!</strong></b></p>
<p><strong>THE AGONY SCENE </strong>&#8211; The Agony Scene<br />
Veröffentlichungsdatum: 10.06.2003<br />
Länge: 36:01 Min.<br />
Label: Solid State Records<span id="more-14983"></span></p>
<p>Black Metal und Metalcore sind für mich zwei Genres, die nicht oft zusammen funktionieren. Wenn dann doch mal etwas Core im Black Metal oder andersherum zu finden ist, dann klingt es mehr nach Crust oder rohem Hardcore Punk. Dass es eine Veröffentlichung auf diese Liste schafft, die einen essentiellen Teil aus dem Black Metal geliehen hat, ist eine kleine Besonderheit. Wer &#8222;The Darkest Red&#8220; von <strong>THE AGONY SCENE</strong> kennt, weiß bestimmt schon, wie geschickt Death-Metal-Einflüsse im Metalcore verpackt werden können. Dieses Album bescherte der Band ihren Durchbruch, doch das <em><strong>SILENCE</strong></em> wäre nicht das <em><strong>SILENCE</strong></em>, wenn wir uns nicht für einzigartigeres Material interessieren würden. Die größte Innovation der Bandgeschichte waren nämlich die an den Black Metal angelehnten Screams, die auf den folgenden Alben zwar genutzt wird, aber nie so effektiv wie auf ihrem Debüt.&nbsp;Damit ist diese Platte der Gruppe aus Oklahoma ein Schmankerl für jeden Metalcore-Fan, der auf Black-Metal-Gekreische steht. Ein bisschen Schmunzeln musste ich trotzdem, als ich daran dachte, wie fehl am Platz Corpsepaint und brennende Kirchen in der Melodic-Metalcore-Szene wären. Zu viele religiös motivierte Bands treiben da ihr Unwesen. Das würde den unchristlichen Melodic Metalcore wahrscheinlich zum Unmelodic Metalcore machen. Aber um ehrlich zu sein, klingen <strong>THE AGONY SCENE</strong> alles andere als unmelodisch.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-14999 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433.jpg" height="530" width="530" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-750x750.jpg 750w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px" /></p>
<p>Die Benennung von Gegenstücken mit der Vorsilbe &#8222;Un-&#8220; ist also nicht immer hilfreich, was an der kindischen Natur der Bezeichnung liegt. Denn &#8211; nur mal so am Rande &#8211; lyrische Inhalte bestimmen die musikalische Ausrichtung nicht wirklich, du kannst dich so oft Unblack Metal nennen wie du willst, es klingt immer noch nach Black Metal. Leute, die über einen gesunden Menschenverstand verfügen, suchen sich ja einen Sound raus der ihnen gefällt und nicht einen&nbsp;Text, mit dem sie zu hundert Prozent konform gehen. Außer du bist ein Arschloch, dann kauft trotzdem keiner deine Mucke.</p>
<h4>Wer da noch die typischen Growls und Screams der bekannteren Melodeath-anhimmelnden Kollegen vorzieht, hat einen gewaltigen Schlag vor die Birne verdient!</h4>
<p>Zurück zum ausgezeichneten Debüt der US-Amerikaner: was definiert diesen Erstling außer den Screams? Die Antwort liegt auf der Hand &#8211; es sind die rigorosen Breakdowns und Double-Bass-Passagen, welche den Groove des Albums steuern. Zwischenzeitlich meine ich eine Verschmelzung von <strong>LAMB OF GOD</strong> und <strong>IMMORTAL</strong> herauszuhören, bevor ich diesen Gedanken wieder verwerfe. Obwohl Ähnlichkeiten definitiv vorhanden sind, wurde auf dieser LP etwas gänzlich eigenes gezimmert. Wen zu viele Breakdowns langweilen, der sollte definitiv die Finger davon lassen. Jeglicher Groove ist nämlich so lahm und downbeat, dass es niemals zu längeren Headbang-Passagen kommt. Trotzdem ist es möglich, die Haare schwingen zu lassen. Wem thrashige Riffs gefallen, sollte mit dem Album begnügt sein. <em>&#8222;Shotgun Wedding&#8220;</em> und <em>&#8222;We Bury Our Dead At Dawn&#8220;</em>&nbsp;sollten eigentlich schon reichen, um jedem<strong> KILLSWITCH ENGAGE</strong>-Fan das Genick zu brechen. Und ein Cover des legendären <em>&#8222;Paint It Black&#8220;&nbsp;</em>hat es auch noch auf das Album geschafft. Eingängiges Material mit einem ganz eigenen Ansatz von Härte und Brutalität wird von den Jungs aus Oklahoma zum Besten gegeben &#8211; egal ob Cover oder eigener Song.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-15002 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03.jpg" height="367" width="550" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03.jpg 550w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03-360x240.jpg 360w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></p>
<p>Die vielen Death-Metal-Parts geben der Platte, die sonst so fade und wiederholt klingen würde, einen Hauch von dem, was sie dringend braucht. Damit man sich nicht wie ein Klon aller vorangegangenen Bands anhört, gibt es also Riffs auf die Fresse, die mal thrashig und mal deathig sind. Das beste Beispiel hierfür sind <em>&#8222;Lines Of Suicide&#8220;</em>&nbsp;und&nbsp;<em>&#8222;Habeus Corpus&#8220;</em>. Außerdem klingt vieles, was nach der Scheibe&nbsp;kam, verdächtig nach <strong>THE AGONY SCENE</strong>. Selbst <strong>UNEARTH</strong> und <strong>AS I LAY DYING</strong> scheinen sich den ein oder anderen Trick abgeschaut zu haben. Wenn also der ein oder andere Track hier ähnlich klingt wie &#8222;Shadows Are Securities&#8220; oder &#8222;The Oncoming Storm&#8220;, denkt daran, dass <strong>THE AGONY SCENE</strong> etwas schneller waren. Auch die&nbsp;Pinch Harmonics im Breakdown von <em>&#8222;Eyes Sewn Shut&#8220;</em> finden zum Teil bei neueren Beatdown-Bands Anklang.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit:</h4>
<p>Dass der Gesang eine komplette Neuerung damals war, muss ich hoffentlich nicht erwähnen.&nbsp;So viel frischen Wind hat es im sonst gesanglich so stagnierenden Core-Genre seit &#8222;Jane Doe&#8220; von <strong>CONVERGE&nbsp;</strong>nicht gegeben. Und eine solche Innovation wird es wahrscheinlich auch nicht mehr geben, da inzwischen ja so ziemlich alles ausprobiert wurde. Wer da noch die typischen Growls und Screams der bekannteren Melodeath-anhimmelnden Kollegen vorzieht, hat einen gewaltigen Schlag vor die Birne verdient. Zumal <strong>Mike Miller&nbsp;</strong>auch tief gehen kann, wie eindrucksvoll auf&nbsp;<em>&#8222;Lines Of Suicide&#8220; </em>und vielen anderen Liedern bewiesen wird. Mischt man das mit den bis heute alles andere als gewöhnlich klingenden Breakdowns und den Blast Beats und man erhält eine abwechslungsreiche, brutale Mixtur von all dem, was Hardcore, Death Metal, Thrash Metal und Melodic Metalcore großartig macht. Und das Beste daran ist, dass sich diese Band wieder zusammengefunden hat, um im Laufe dieses Jahres eine neue EP und ein neues Album herauszubringen. Wir dürfen also gespannt bleiben.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/su-YnPiyKqI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-28-the-agony-scene/">Core Classics #28 &#8211; THE AGONY SCENE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-28-the-agony-scene/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #14 &#8211; Parkway Drive</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-14-parkway-drive/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-14-parkway-drive</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-14-parkway-drive/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2016 09:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Parkway Drive]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=11761</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-14-parkway-drive/">Core Classics #14 &#8211; Parkway Drive</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>PARKWAY DRIVE </strong>&#8211;&nbsp;Horizons<br />
Veröffentlichungsdatum: 06.10.2007<br />
Länge: 38:35 Min.<br />
Label: Epitaph Records</p>
<p>Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr durch eine Band in eine Musikrichtung hineinfindet und euch erst später mit deren früheren Alben beschäftigt? Erst macht sich ein Gefühl der Hilflosigkeit und der Überforderung breit, da man ja zuvor nur mit maximal den neuesten zwei Veröffentlichungen vertraut war. Sobald man sich in das ältere Material einarbeitet und aktiv zuhört, können Wunder geschehen. Auch wenn vieles, was Bands damals gemacht haben, sich weder produktionstechnisch noch musikalisch auf ihrem heutigen Niveau abspielt, kann man langsam zum Verfechter der guten alten Zeiten werden. Bei der Truppe, um die es sich heute dreht, kann man sagen, bin ich fast genau diesen Weg gegangen. <strong>PARKWAY DRIVE</strong> erreichten für mich den Höhepunkt ihres Schaffens mit dem Album &#8222;Horizons&#8220;, dabei sagen die Verkaufszahlen seit diesem Album genau das Gegenteil aus. Ich liebe immer noch alles, was sie veranstalten, versteht mich nicht falsch, aber es wird nie wieder so gut wie früher werden. Die Breakdown-Kapelle aus Byron Bay, Australien konnte mit ihren eingängigen Riffs und den wuchtigen Gitarren bereits viele Fans gewinnen, bevor man melodisch und textlich ausbaute.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11802 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/0045778687862.png.1200x1200_q90_crop.jpg" width="522" height="522" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/0045778687862.png.1200x1200_q90_crop.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/0045778687862.png.1200x1200_q90_crop-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/0045778687862.png.1200x1200_q90_crop-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/0045778687862.png.1200x1200_q90_crop-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 522px) 100vw, 522px" /></p>
<p>Dazu gehören vor allem reifere Lyrics, schließlich konnte man auf dem Vorgänger nur mit dem Satz &#8222;So cry me a fucking river, bitch!&#8220;, gefolgt von einem ihrer heftigsten Breakdowns, auf sich aufmerksam machen. Dadurch, dass die Beschreibungen etwas vager werden, kann man auch mehr Leute erreichen. Jeder interpretiert gern seine eigene Meinung in alles hinein und das funktioniert selten so gut wie bei Metalcore-Bands. Trotzdem bleibt es nicht immer allumfassend, Tracks wie<em> &#8222;Carrion&#8220;</em> haben eindeutige Botschaften und die werden auch so vermittelt. Schwach ist man auf der Textebene nicht, aber wie sieht das mit den Instrumenten und dem Gesang aus?</p>
<p>Bereits damals wussten die Australier, wie man stadientaugliche Riffs und Melodien schreibt, was nicht zuletzt auf <em>&#8222;Idols And Anchors&#8220;</em> und <em>&#8222;Five Months&#8220;</em> zu spüren ist. Paart man das mit dem unverkennbaren Geschrei der Frontsau <strong>Winston Mccall</strong> darf es auch sehr melancholisch und episch anmuten, wie auf <em>&#8222;Horizons&#8220;</em> und <em>&#8222;Carrion&#8220;</em> beeindruckend umgesetzt. Verantwortlich für die erstaunliche Inszenierung der Gitarren sind <strong>Luke Kilpatrik</strong> und <strong>Jeff Ling</strong>. Um keinen Bassismus zu betreiben, sei auch <strong>Jia O&#8217;Connor</strong> erwähnt, der den nötigen Druck mit seiner Bassgitarre bringt. Die Breakdowns kommen daher so intensiv beim Zuhörer an, dass man meint die Wände stürzen ein. Generisches, aber keinesfalls schlechtes Getrommel kann man dank der flinken Finger von <strong>Ben Gordon</strong> bestaunen. Es wirkt nicht sonderlich technisch anspruchsvoll, aber für eine Metalcore-Band reicht es allemal. Wenn man dann noch <strong>Adam Dutkewicz</strong> (<strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong>) die fertige Pampe abmischen lässt, hat man den perfekten Babybrei für angehende Metal-Fans.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11804 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/BMA-329-Features-Parkway-Drive-1024x682.jpg" width="699" height="466" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/BMA-329-Features-Parkway-Drive-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/BMA-329-Features-Parkway-Drive-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/BMA-329-Features-Parkway-Drive-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/BMA-329-Features-Parkway-Drive-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/BMA-329-Features-Parkway-Drive.jpg 1181w" sizes="auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px" /></p>
<p>Ikonische Wortfetzen und Sätze vor Breakdowns setzen, damit allein die Antizipation dieser Momente Vorfreude in der gesamten Konzerthalle&nbsp;aufkommen lässt. Das ist ein Geschäft, in dem sich viele Neueinsteiger im Cors-Bereich&nbsp;versuchen. Diese Leute werden trotz aller Mühe wahrscheinlich nie den Status eines Giganten wie <strong>PARKWAY DRIVE</strong> erlangen. Man bekommt das Grinsen einfach nicht mehr aus dem Gesicht, sobald sich die ersten Anzeichen des Breakdowns in <em>&#8222;Boneyards&#8220;</em>&nbsp;zeigen. Man kommt sich vor, wie der in Stein gemeißelte Verrat an Urvölkern, der &#8211; in Form einer Statue der Eroberer und Entdecker &#8211; den Besuchern eines spärlich ausgestatteten Museums in Mecklenburg Vorpommern vormacht, wie man zu lächeln hat. Damit man sich aus dieser starren Haltung&nbsp;befreien kann, setzen dann die Zusammenbrüche ein. Sofort findet man sich headbangend am Boden eines Hot Topic Stores wieder, bevor einer der freundlichen Mitarbeiter einem wieder aufhilft. Das dabei seine Skinny-Jeans reißen und die eigene, perfekt gestylte Haarspray-Frise kaputt geht, ist dabei egal.</p>
<p>Egal wie offensichtlich die Breakdowns angekündigt sind, sie machen jedem das Kopfnicken leicht. Die ordentliche Prise Gitarrenarbeit und die komplett Klar-Gesang-freie Darbietung des Schreihalses unter den Surfer-Jungs&nbsp;öffnen dann die Box der Pandora endgültig. So viel Härte und Spielfreude wird schließlich bei einigen jüngeren Bands aus der Szene bestimmt als Unheil angesehen. Wer mag schon qualifizierte Konkurrenz?</p>
<p>Fazit:</p>
<hr>
<p>Auch wenn auf diesem Album viele Songs große Hallen mit ihrer schieren Soundgewalt füllen können, gibt es genügend Punkte, die es vom Mainstream in Rock und Metal abgrenzen. Der fehlende &#8222;normale&#8220; Gesang hat <strong>PARKWAY DRIVE</strong> nicht davon abgehalten, heutzutage noch mehr live-orientierte Lieder zu schreiben. Was einst eine Album- und Live-Genuss-Band war, entwickelt sich immer mehr zu einem exklusiven&nbsp;Jochen-Schweitzer-Event, über das man sich im Voraus nicht informiert und gerade mal einen ganzen Monat lang sprechen will. Auf &#8222;Horizons&#8220; beweist man, wie einfach Metal und Hardcore Hand in Hand gehen können um Fans beider Spektren zu begeistern.</p>
<blockquote><p>There&#8217;s blood in the water!&nbsp;&#8211; <em>&#8222;Boneyards&#8220;</em></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/Zw2UBzklfc4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-14-parkway-drive/">Core Classics #14 &#8211; Parkway Drive</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-14-parkway-drive/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #13 &#8211; All That Remains</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-13-all-that-remains/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-13-all-that-remains</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-13-all-that-remains/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2016 09:53:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[all that remains]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=11062</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-13-all-that-remains/">Core Classics #13 &#8211; All That Remains</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ALL THAT REMAINS&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;The Fall of Ideals<br />
Veröffentlichungsdatum: 11.07.2006<br />
Länge: 38:59&nbsp;Min.<br />
Label: Razor &amp; Tie</p>
<p>Man kann über viele Bands sagen, dass sie sich nur verändern, um sich besser zu verkaufen. Bei 999 von 1000 Bands lässt sich das insofern abstreiten, dass diese Bands zusammenhalten und alle gut finden, was mit der Band passiert. Da spielt dann vor allem der Aspekt des Alters rein, denn wer &#8222;erwachsener&#8220; wird, der verändert vielleicht auch seinen Musikgeschmack. Leider verstehen viele Menschen nicht, dass man auch als Musiker im Metal auf seichtere Klänge für den Tourbus zurückgreift, weil man nicht 24 Tage am Stück die gleiche Musik hören will. Das bedeutet, sich selbst beim Spielen zu erleben und eben weichere Musik zu hören, die einen dann auch als Künstler formen und verändern kann. Außerdem gibt es noch zahlreiche Gründe, <a href="https://silence-magazin.de/warum-veraendert-sich-eine-band-nach-der-anderen/">warum sich Bands verändern</a>. Lange Rede, kurzer Sinn: ich hatte lange die einsichtige Sichtweise und den Hass auf Veränderung für <strong>ALL THAT REMAINS</strong> für mich zum Thema gemacht. Für mich stellte sich die Frage, wie man so kommerziell erfolgreiche und dennoch harte Musik machen kann, nur um dann in der Radio-Rock-Sparte unterzugehen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11567 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/ALLTHATREMAINScdcover-1.jpg" width="524" height="524" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/ALLTHATREMAINScdcover-1.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/ALLTHATREMAINScdcover-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/ALLTHATREMAINScdcover-1-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/ALLTHATREMAINScdcover-1-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 524px) 100vw, 524px" /></p>
<p>Mit <em>&#8222;The Fall of Ideals&#8220;</em> hatten die US-Amerikaner mit ihrem Frontmännlein <strong>Phil Labonte</strong> einen der Mega-Hits des Melodic Metalcore überhaupt gelandet. Der poppige Gesang <strong>Labonte</strong>s in den Strophen und seine leicht verständlichen &#8222;unklaren&#8220; Gesangseinlagen verzauberten Fans der harten, eingängigen Musik. Was daraus geworden ist, lässt sich schon am Cover von <a href="http://1.bp.blogspot.com/-jSpCYW81jAE/UKGz8InJG6I/AAAAAAAABSE/U9_cXrI66yM/s1600/ATR_Cover_300.jpg">&#8222;A War You Cannot Win&#8220;</a> erraten, aber damit muss man sich halt abfinden. Schließlich gab es 2006 durch diese Band Grund zur Freude. Nicht nur die Riffs und Melodien sind klasse, sondern auch der Standard in der Produktion. Es klingt zwar alles andere als roh, aber wer glatt gebügelten Kram erwartet, sollte genau hinhören. Die Wucht bleibt trotz eindeutiger Bearbeitung erhalten. Dieses Album wird eröffnet von&nbsp;<em>&#8222;This Calling&#8220;</em>,<em>&nbsp;</em>einem&nbsp;der Vorzeige-Songs des Metalcore mit Melodic Death Metal-Wurzeln. Man könnte ihn als die Single aller Singles bezeichnen, und das nicht zuletzt durch den Mitsing-Charakter. Wer die ein oder andere Zeile gern unter der Dusche vertont, dürfte hier ein gefundenes Fressen vorliegen haben.&nbsp;<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11570 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/All_That_Remains.jpg" width="600" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/All_That_Remains.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/All_That_Remains-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/All_That_Remains-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Nicht nur der Gesang erbittet um fröhliche Live-Mithelfer in Auto, Bus und Bahn. So regen die Riffs so stark zum Mitsummen an, wie man es sonst nur von <strong>AS I LAY DYING</strong> oder <strong>PARKWAY DRIVE</strong> kennt. Dazu kommt oft ein Einsatz von Blast-Beats während der Strophen, um einen ganz eigenen Charakterzug in die Musik zu bringen. Während man bei&nbsp;<em>&#8222;Whispers (I Hear You)&#8220;</em>&nbsp;oder <em>&#8222;Not Alone&#8220;</em>&nbsp;versucht, Gefühlslage über die Stimme zu vermitteln, kann es auf anderen Liedern zu Riffs-Mitgröhl-Aktionen kommen. Soli auf <em>&#8222;We Stand&#8220;</em> und epische Breakdowns gehören da schon zum Alltag. Es wird sogar das ein oder andere Mal in den Death Metal geschaut wie in <em>&#8222;Weak Willed&#8220;</em>.&nbsp;Hier wird man gezwungen, an <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> zu denken. Gesang, Schlagzeug und Gitarren lassen die Vergangenheit der Band im Melodic Death Metal durchblicken. Wie gesagt, es strotzt auch jeder andere Song nur so von harten Gitarren und jeder bringt seinen ganz eigenen Wummer-Faktor mit.</p>
<p>So hart wie in <em>&#8222;Weak Willed&#8220;</em> wird es trotzdem nicht mehr auf dem ganzen Album und auch nie wieder in der Diskografie der Band, aber ich schweife ab. Mit einem Paket, das stark an Genre-Kollegen erinnert, wird der letzte Teil des Albums eingeleitet, denn <em>&#8222;Become The Catalyst&#8220; &nbsp;</em>klingt wie der perfekte Hybrid aus <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> und <strong>AS I LAY DYING</strong>, bestehend aus einem hohen Tempo, Breakdowns, Gesang und Soli<em>.</em> Ich muss wohl kaum erwähnen, dass es nichts gibt, was besser tut als ein Solo in einem Metalcore-Song. Man erwartet es nicht per se, da man fast nur noch an die neuen stumpfen Nachfolge-Bands denkt, wenn man das Genre hört. Hier ist das nicht der Fall, denn&nbsp;Breakdowns werden mit Geschwindigkeit, Riffs und Soli&nbsp;ausgeglichen und sind generell kurz gehalten.</p>
<p>Lange instrumentale Intros bietet unter anderem <em>&#8222;The Air That I Breathe&#8220;</em>, der Song, den ich gern als den <strong>PARKWAY DRIVE</strong>-Song auf diesem Album bezeichne. Dieser könnte nämlich genau so &#8211; wenn man den klaren Gesang abzieht &#8211; auf deren Platten &#8222;Horizons&#8220; oder &#8222;Deep Blue&#8220; laufen. Das kann wohl kaum Zufall sein, aber welche Band hat dieses Album schon kalt gelassen. Man hört definitiv heraus, dass es kaum jemanden im Genre geben kann, der nicht musikalisch von diesem Meisterwerk beeinflusst wurde. Wenn auf <em>&#8222;Empty Inside&#8220;</em> kurzzeitig in den Black Metal abgetaucht wird, dann merkt man erst, wie vielseitig diese Band war. Auch wenn wir es mit keinen lyrischen Meisterwerken zu tun haben, vor allem weil es sich um eine homogene Suppe aus Aufmunterungs-Lyrics handelt, sind diese sehr ansprechend verfasst. Wenn auch etwas vage, vermag die Band ihre Nachricht an die Welt zu senden, eine Nachricht von Stärke und Freiheit des Einzelnen. Ob das vielleicht mit relativ konservativen Ansichten zum Waffenrecht in den USA korreliert, sei mal so dahingestellt.</p>
<blockquote><p>I am a mortal man<br />
But I&#8217;m not fallen<br />
I&#8217;m not broken<br />
I am a mortal man But I&#8217;ll<br />
Hold tight to my beliefs</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr>
<p>Egal ob tiefe, füllende Growls oder hohe, qualvolle Screams oder wunderschöner Knabenchorgesang, der sich trotzdem noch auf einer angenehmen Tonhöhe abspielt, <strong>Phil Labonte</strong> macht dieses Album noch hörenswerter. Wem knallig bunter, hoher Gesang zu viel ist, der findet hier trotzdem seinen melodischen Ausgleich. Man kann sich zudem motivieren lassen, Dinge kaputt zu schlagen. Und wir reden hier von irreversiblen Zuständen für die angegriffenen Gegenstände, bitte belasst es auch bei diesen. Wut und Frustration machen sich auch in den Texten breit, denn hier werden sie vom typischen Melodic Metalcore-Optimismus weggeblasen. Textpassagen sollen aufmuntern und aus schweren Zeiten heraushelfen, damit ist es perfekt zugeschnitten für&nbsp;pubertäre Pickelhauben und &#8222;erwachsen-Werdende&#8220;. <strong>ALL THAT REMAINS</strong> mögen mich zwar mit dem zweiten, darauffolgenden Album &#8211; dank dem grottigen Versuch, in den Radio Rock einzusteigen &#8211; verloren haben, aber ich habe sie trotzdem für dieses und die beiden Vorgänger immer noch positiv in Erinnerung.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/raRHUG0PkQU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-13-all-that-remains/">Core Classics #13 &#8211; All That Remains</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-13-all-that-remains/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #10 &#8211; Converge</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-10-converge</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2016 14:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[art]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[converge]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[deathwish inc]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[legendary]]></category>
		<category><![CDATA[Mathcore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=10640</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/">Core Classics #10 &#8211; Converge</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>CONVERGE </strong>&#8211; Jane Doe<br />
Veröffentlichungsdatum: 04.09.2001<br />
Länge: 45:22 Min.<br />
Label: Equal Vision Records</p>
<p>Könnt ihr euch vorstellen wie es ist wenn tausende Nadelstiche gleichzeitig in euren Kopf hämmern? Ich kann das nur dank einer besonderen Band, die einen Kult-Status innerhalb der Metal- und Mathcore-Szene hat wie keine andere. In der 10. (Hurra!) Edition der Core Classics besprechen wir &#8222;Jane Doe&#8220; von <strong>CONVERGE</strong>. Seit 26 Jahren machen die US-Amerikaner die Bühnen rund um den Globus unsicher. Mit dabei sind unglaublich brutale Songs und spektakuläre Shows, obwohl die eher minimalistisch gestaltet sind. Bereits mit ihren ersten Alben und Split-EPs konnten sie sich einen Namen innerhalb der amerikanischen Szene machen. Den Durchbruch aber machten sie mit &#8222;Jane Doe&#8220;. Das ist nicht nur ein Fest für die Ohren sondern auch für die Augen. Frontmann und Gründer des Labels Deathwish Inc. <strong>Jacob Bannon</strong> ist für seine eigene Kunst auch über die Musik-Szene hinaus bekannt. Er entwickelte nicht nur das spektakuläre Booklet und das ikonische Album-Cover des Meisterwerks, das wir heute besprechen, sondern auch fast alle Alben-Cover der Band. Und glaubt mir, sie sind alle wunderschön.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10675 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-1024x1024.jpg" width="830" height="830" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe.jpg 1425w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></p>
<p>Das Gesicht von &#8222;Jane Doe&#8220;, also dem weiblichen Gegenstück zum amerikanischen Max Mustermann, auch bekannt als John Doe, ist nicht nur ein Symbol für die Band, sondern auch für den Metalcore-Untergrund im Allgemeinen. Poetische Lyrics, die tief in die Haut gehen, wenn sie von <strong>Bannons</strong> unverkennbarer zehrender Stimme abgeliefert werden. Trotz eifriger Unterstützung von sogar zwei Bandmitgliedern bleibt er die treibende Kraft am Mikrofon. Aber was wäre ein Sänger ohne seine Band. <strong>Kurt Ballou</strong> ist als Hauptverantwortlicher für die Gitarren anzusehen, vor allem da <strong>Aaron Dalbec</strong> (Gitarre) die Band nach diesem Album für <strong>BANE</strong> verließ. Die Bass-Gitarre von<strong> Nate Newton</strong> (<strong>OLD MAN GLOOM</strong>, <strong>DOOMRIDERS</strong>) ist deutlich hörbar, was der guten Produktion geschuldet ist. <strong>Kurt Ballou</strong> steckt hinter diesem gott-gleichen Mix, schließlich ist er ebenfalls ein angesehener und bekannter Produzent (<strong>ISIS</strong>, <strong>KVELERTAK</strong>, <strong>MODERN LIFE IS WAR</strong>, <strong>TRAP THEM</strong>). Dank der nahtlosen Funktionalität der Band als Kollektiv, bohren sich Sekunde um Sekunde schwere, dunkle Riffs, Screams und Drum-Parts in den Schädel des unschuldigen Zuhörers und ehe man sich versieht, ist man gefangen.</p>
<p>Gefangen in einer Welt, in der es nur noch dieses Album gibt. Für die gesamte Spielzeit ist man gefesselt und abgelenkt von dem, was einem eigentlich physisch und emotional noch einen Moment vorher näher war. Kein Album schafft dies so gut, durch die unglaublich emotionale und gepeinigte Stimme des Sängers. Auch wenn bei fast allen Liedern ein Blick in die Texte nötig ist, um irgendetwas zu verstehen, lohnt es sich. Schließlich geht es hier um eine Beziehung die zu Buch geht. Und das auf die eindrucksvollste, musikalischste Art und Weise, die ich je zu Ohren bekommen habe. Viele erwarten eine weinerliche Betrachtung der vergangenen Zeit, aber was letztendlich an grundsätzlichen Fragen aufgeworfen wird, ist unglaublich tiefgründig. Oberflächlichkeit darf man sich auch bei einer so vielschichtigen, chaotischen Spielart nicht erlauben, so würde das gesamte Konzept verloren gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10685 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1.jpeg" width="600" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1.jpeg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1-360x240.jpeg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Emotional aufwühlend sind keinesfalls die Lyrics allein, eine chaotische Wand aus Geräuschen drischt auf jeden ein, der es wagt, die Nadel des Plattenspielers zu senken. Immer dabei sind dissonante Riffs und Umbrüche, wie sie die Welt nie hätte sehen dürfen. So auch direkt im sehr kurzen Intro-Track <em>&#8222;Concubine&#8220;</em>, der sofort vor der kommenden Flutwelle warnt. Der Enthusiasmus der Band schwappt so schnell auf den Hörer über, dass man nicht mehr zuordnen kann, welches Instrument eigentlich die meiste Emotion hervorruft. Denn das technische Drumming zeugt zusammen mit den Gitarren unglückliche Kinder der Zerstörung. Diese Kinder bekommen dann noch eine Grimasse, aufgeschminkt von wilden und eindringlichen Vocals. <em>&#8222;Distance and Meaning&#8220; </em>zeigt den Stimmumfang am besten. Einen Höhepunkt der Beziehungs-Dystopie kann man nicht ausmachen, denn bei so dunklen Texten kann man sich kaum darauf einigen, welches Lied hier maßgeblich den Ton angibt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UtnkQG_lXVY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die vermeintliche Missordnung in fast allen Liedern ist so kalkuliert und gut gemacht, dass man am liebsten den gesamten Inhalt seines Wandschranks im Zimmer verteilen und ein Feuer machen möchte. All das natürlich in der Hoffnung, dass man ein auch nur annähernd so schönes Chaos kreiert. Das kostet einen dann genauso den Verstand wie der Versuch, den Instrumenten auf Liedern wie <em>&#8222;Fault and Fracture&#8220;, &#8222;The Broken Vow&#8220; </em>und <em>&#8222;Homewrecker&#8220;</em> zu folgen. Mein persönliches Highlight bleibt jedoch<em> &#8222;Bitter and Then Some&#8220;</em>, weil für mich kein anderer Song auf diesem Album so gut einfängt, was <strong>CONVERGE</strong> alles ist. Spielt man diesen direkt vor<em> &#8222;Buried And Breathing&#8220;</em>(&#8222;Petitioning the Empty Sky, 1997) erhält man die wohl schnellste Zusammenfassung einer Band die es gibt. Okay, über <strong>NAPALM DEATH </strong>reden wir mal nicht. Melancholisch langsame Momente gibt es dennoch zu genüge um diesen rastlosen Angriff auf den Gehörgang auszubremsen. Besonders gut sind darin <em>&#8222;Phoenix in Flames&#8220;,</em> der zweite Teil zu <em>&#8222;Phoenix in Flight&#8220;</em>, und<em> &#8222;Hell to Pay&#8220;. </em>Sie lassen einem nicht nur Raum zum Atmen, sondern erzeugen auch ihre ganz eigene kleine Welt voller Trauer und Missgunst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10680 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge005_cropped-1024x391.jpg" width="989" height="377" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge005_cropped-1024x391.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge005_cropped-300x114.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge005_cropped-750x286.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 989px) 100vw, 989px" /></p>
<p>Genauso perfekt wie dieses Album beginnt, wird es auch beendet. <em>&#8222;Thaw&#8220;</em> ist der letzte Song vor dem Opus <em>&#8222;Jane Doe&#8220;</em> und lässt das Tempo erneut aufleben. Auch wenn der folgende Titel-Track viel langsamer in Tempo und Aufbau ist, nagt er so stark wie kein anderes Lied an Leib und Seele. Ein knapp 11 Minuten langer Song, der seine eigene Besprechung verdient. Nicht nur der Titel vermittelt die Nachricht von endgültiger Trennung und einer nun fremden Person. Denn die Geister, die beide an der Trennung beteiligte Personen heimsuchen, haben ihren Weg in die Instrumente gefunden. Ein Epos der besonderen Art geht mit diesem Lied zu Ende, der mit innigen, echten und intelligenten Versen überzeugt. Diese Verse, die eines der wichtigsten Alben der Neuzeit geprägt haben, sind im Verhältnis nur ein kleiner Beitrag zum musikalischen Gesamtwerk, aber rechtfertigen die Genre-übergreifende Bedeutung dieses Albums. Imitation und Inspiration gleichermaßen folgten auf dieses Album. Dieser Stil gehört jedoch <strong>CONVERGE</strong> und niemand wird es ihnen je nachmachen können.</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p>Der Schaum, der dieser Badewanne an Dissonanz bis zum Rand füllt, ist der Tiger, den man für dieses Album ans Mikrofon ließ. Wenn man mir vor meiner Bekanntschaft mit dieser Band hätte weismachen wollen, dass das noch menschlich ist, dann hätte ich wahrscheinlich auf den lokalen Zoo verwiesen. In der Hoffnung, das man dort ein Tier findet, was so grässliche Geräusche von sich gibt, wäre ich aber wahrscheinlich elendig zugrunde gegangen. Die Zoowärter hätten mich eingesperrt und ich hätte kein Tierfutter mehr gefunden, um mich am Leben zu erhalten. Dieses Album hingegen gibt einem genug Futter, das einem die Erhaltung des Lebens schwer macht: Riffs mit ordentlich Punch, einen total abgefahrenen Schlagzeuger namens <strong>Ben Koller</strong> (<strong>MUTOID MAN</strong>, <strong>ALL PIGS MUST DIE</strong>) und einen durchweg durchgedrehten Sänger.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/fNqfVZP9Ok4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/">Core Classics #10 &#8211; Converge</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #9 &#8211; Asking Alexandria</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-9/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-9</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-9/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 12:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Asking Alexandria]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[catchy]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[electrocore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[trancecore]]></category>
		<category><![CDATA[weird]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=10474</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-9/">Core Classics #9 &#8211; Asking Alexandria</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ASKING ALEXANDRIA </strong>&#8211; Stand Up And Scream<br />
Veröffentlichungsdatum: 15.09.2009<br />
Länge: 48:16 Min.<br />
Label: Sumerian Records</p>
<p>Die derzeitigen Entwicklungen rund um die Besetzung waren schwer zu übersehen. Alle redeten darüber, dass der neue Sänger <strong>Denis Stoff</strong> die Band verlassen hatte und der Streit zwischen Ex-Sänger und dem Rest der Band beigelegt wurde. Mit gemischten Gefühlen betrachten Fans die erneute Umstellung. Aus gegebenem Anlass, also der Rückkehr von <strong>Danny Worsnop</strong> als Sänger der Band, besprechen wir heute &#8222;Stand Up And Scream&#8220;, den feuchten Traum vieler Scene-Kids.<br />
Willkommen zum Siegeszug des breakdownlastigen Metalcores. Wenn sie nach einer übermäßigen Anzahl von chuggy Gitarrenparts Ausschau halten, sind sie hier genau richtig! <strong>ASKING ALEXANDRIA</strong> verkörpern wahrscheinlich all das, was jeder gewöhnliche Metalhead als abstoßend und armselig empfinden würde. Eines der wenigen Alben in dieser Liste, zu denen ich keinen persönlichen Bezug aufbauen konnte, ist ihr Debüt-Album (mit diesem Line-Up). Das liegt unter anderem an den vorhersehbaren Breakdowns und an den Texten. Die kommen nicht so poetisch daher, wie man das vielleicht aus dieser Reihe gewohnt ist. Trotzdem hat dieses Album einen riesigen Einfluss gehabt und die Band sorgt heute noch für Furore.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10490 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Asking-Alexandria-Stand-Up-And-Scream-Album-Art-1024x1024.jpg" width="672" height="672" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Asking-Alexandria-Stand-Up-And-Scream-Album-Art-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Asking-Alexandria-Stand-Up-And-Scream-Album-Art-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Asking-Alexandria-Stand-Up-And-Scream-Album-Art-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Asking-Alexandria-Stand-Up-And-Scream-Album-Art-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Asking-Alexandria-Stand-Up-And-Scream-Album-Art.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px" /></p>
<p>Der Intro-Track <em>&#8222;Alerion&#8220;</em> stimmt den Zuhörer darauf ein, was ihn gleich erwartet. Tausende Breakdowns, pop-lastige Synth-Lines und Mitsing-Autotune-Gesang. Dazu dann noch eklige Growls, um das Gesamtbild zu perfektionieren. Bereits im ersten vollwertigen Lied <em>&#8222;Final Episode (Let&#8217;s Change the Channel)&#8220;</em> begrüßen uns Lyrics, die man wahrscheinlich nicht mit mehr Käse hätte würzen können. Vorsicht, es wird cheesy:</p>
<blockquote><p>&#8222;Oh my God.<br />
If only he knew,<br />
If only he knew about the world without the bullshit and the lies,<br />
We could&#8217;ve saved him.<br />
They could&#8217;ve saved me.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ähnlich pubertäre Texte und catchy Refrains finden wir auf allen Liedern. Ich übertreibe leider nicht. Wer will, kann sich gerne die Texte durchlesen, ich empfehle es aber niemandem. Das gesamte Album lang bleibt es vulgär und simpel. Riffs, die mich interessieren, suche ich fast vergebens, da die Gitarren keine Spielfreude demonstrieren. Natürlich hat jedes Lied einige gute Momente zu bieten, aber leider geht das in der Masse von Breakdowns unter. Vereinzelt wird zum Beispiel die Geschwindigkeit erhöht und Momentum aufgebaut, welches sofort wieder im nächsten Breakdown untergeht. Das passiert vor allem auf <em>&#8222;If You Can&#8217;t Ride Two Horses at Once&#8230; You Should Get Out of the Circus&#8220; </em>und <em>&#8222;A Single Moment Of Sincerity&#8220;</em>. Noch schlimmer ist aber, dass sich kaum ein Lied vom anderen unterscheidet. Deswegen muss ich jedes Mal überlegen, welcher Song denn nun gerade läuft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10487 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/asking-alexandria-live-photos-210-1024x683.jpg" width="524" height="350" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/asking-alexandria-live-photos-210-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/asking-alexandria-live-photos-210-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/asking-alexandria-live-photos-210-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/asking-alexandria-live-photos-210-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/asking-alexandria-live-photos-210.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 524px) 100vw, 524px" /></p>
<p>Dafür klingen die Screams, sowie der Gesang sehr gut. Man hört aber auch sofort warum. An der Stimme von <strong>Danny Worsnop</strong> wurde ordentlich geschraubt, damit es sich gut anhört, Autotune lässt grüßen. Und bevor jetzt alle Möchtegern-Produzenten auf mich einprügeln: ja, ich weiß, dass es eigentlich anders heißt und gang und gäbe ist. Bei den Screams und Growls ist man mit viel Layering an die Sache herangegangen, wodurch diese Fülle an tiefen Tönen überhaupt erst entsteht. Ich vermisse hier Ehrlichkeit und rohe Brutalität. Diese wurden gegen eine aalglatte Produktion und vorgegaukelte Härte eingetauscht. Das überrascht aber kaum, wenn man einen Blick auf den Produzenten wirft. <strong>Joey Sturgis</strong> ist für seine Arbeit eben deswegen bekannt, weil er dafür sorgen kann, dass sich jede Band mehr oder weniger gut anhören kann. Dazu kommt noch, dass sie sich dann so anhören, wie alle anderen Bands, die Joey Sturgis produziert.</p>
<p>Lachen muss man trotzdem bei dem ein oder anderen Breakdown, wenn er von Phrasen wie &#8222;Get on your knees! (<em>&#8222;A Single Moment Of Sincerity&#8220;</em>) eingeleitet wird. Hinzu kommen die vereinzelten EDM-Teile, die zum Tanzen anregen. War es das Ziel, den Leuten zu vermitteln, dass sie das Tanzbein schwingen sollen oder wollte man harte Musik machen? Oder beides? <strong>ASKING ALEXANDRIA</strong> haben mich mit ihrem Stil erfolgreich verwirrt. Das Gesamtpaket soll brachial wirken, aber die Texte unterstützen das nicht. Poe&#8217;s Law ist in vollem Gange, da ich nicht unterscheiden kann, ob der Inhalt ernst gemeint ist oder nur eine Parodie seiner selbst ist. Dennoch kann ich nicht verneinen Spaß gehabt zu haben, während ich mich mit diesem Teil der Metalcore-Geschichte befasste. Auf Dauer würde mich es jedoch zerstören, so stumpfe Musik über mich ergehen zu lassen.</p>
<p>Fazit:</p>
<p><strong>ASKING ALEXANDRIA</strong> haben das Erfolgsrezept für &#8222;Pop-Metal&#8220; definiert. Und dabei sind sie immer noch rigoroser und brutaler als viele andere Popcore-Kollegen. Man nehme eine Wand aus Breakdowns, tanzwütige Synthesizer und einen wunderschönen Gesang zum Mitgröhlen und et voilà: fertig ist der Erfolg. Aber auf die Kombination muss man auch erst einmal kommen. Egal wie einfältig oder verpönt der Stil angeblich ist, diese Band verdient Respekt dafür, sich diesen Sound anzueignen und zu perfektionieren. Obwohl ein Album mit einem Alter von gerade einmal 7 Jahren vorliegt, wurde der Sound aber tausende Male kopiert. Trotz der umstrittenen musikalischen Leistung, sind doch einige Riffs zu finden, die gute Laune induzieren. Der Vorzeige-Song dieses Stils wird immer <em>&#8222;Final Episode (Let&#8217;s Change the Channel)&#8220; </em>bleiben<em>. </em>Ich werde diese LP wahrscheinlich weiterhin so gut wie nie anhören, aber sie war definitiv die Betrachtung wert.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/rLQBebfEXpc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-9/">Core Classics #9 &#8211; Asking Alexandria</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-9/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #8 &#8211; Protest The Hero</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-8</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2016 13:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Iron Maiden]]></category>
		<category><![CDATA[Mathcore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[protest the hero]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=10256</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/">Core Classics #8 &#8211; Protest The Hero</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>PROTEST THE HERO </strong>&#8211; Kezia<br />
Veröffentlichungsdatum: 30.08.2005<br />
Länge: 43:39 Min.<br />
Label: Underground Operations</p>
<p>Ich kann mich daran erinnern, als wäre es gestern gewesen : Mein ach so rebellisches Vergangenheits-Ich rutscht von Rock-Bands wie <strong>RISE AGAINST</strong> und <strong>BREAKING BENJAMIN</strong> in härtere Gefilde. Um ehrlich zu sein, ist das auch nicht so lange her und könnte genauso gut heute gewesen sein, aber mein Gedächtnis ist jetzt schon zu sehr beeinträchtigt. Einen Haken hatte der Übergang von Musik, die sehr viel Wert auf halbwegs verständlichen Gesang legt: Viele der Bands, die sich meiner Einführung in den Metalcore schuldig machten, benutzten keinen Gesang. Das störte mich anfangs sehr. Ich war nicht daran gewohnt, tief gestimmte Gitarren und einen vor sich hin grummelnden Sänger zu hören. Eine Truppe rettete mich dann aus meiner Verwirrung und holte mich genau an dieser Stelle ab. Die Rede ist von <strong>PROTEST THE HERO</strong>. Ihr Album &#8222;Volition&#8220; hörte ich damals rauf und runter. Dennoch hat der naive Teenager in mir dieses Meisterwerk nur erstanden, weil es ihm auf iTunes empfohlen wurde und ein vergleichsweise cooles Cover vorzuweisen hatte. Mit meinem Einstieg in weniger Core-lastige Gefilde geriet die Band dann in Vergessenheit. Es dauerte eine Weile bis ich es, zusammen mit der restlichen Diskographie der Kanadier, wiederfand.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10268 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/c4e9dc01ceadfef40a2c5d2f2cbcfe99.1000x1000x1-1.jpg" width="578" height="578" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/c4e9dc01ceadfef40a2c5d2f2cbcfe99.1000x1000x1-1.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/c4e9dc01ceadfef40a2c5d2f2cbcfe99.1000x1000x1-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/c4e9dc01ceadfef40a2c5d2f2cbcfe99.1000x1000x1-1-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/c4e9dc01ceadfef40a2c5d2f2cbcfe99.1000x1000x1-1-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px" /></p>
<p>Zu dieser Zeit verstand ich dann, welche Würdigung diese Band verdient. Die Fingerfertigkeit an den Gitarren, die wunderschönen Cleans und Screams, das Drumming, einfach alles passt. So auch auf dem ersten Werk in voller Länge. Auch wenn man sich über die Produktion sowie Gesang streiten kann. Schließlich findet man beim Mix eindeutig mehr Ecken und Kanten als auf den folgenden Alben. Das soll jedoch niemanden davon abhalten, neuere Leckerbissen zu probieren. Es ist nämlich egal wie poliert es klingt, wenn technisch viel geboten wird. Hier wird aber nicht ohne Rücksicht auf Melodie und Verluste mit komplexen Riffs angegeben: Groove gibt es auch zu Genüge, sei es nun in Breakdowns, Verse oder Chorus. So zum Beispiel im Intro von <em>&#8222;Heretics &amp; Killers&#8220;</em> und <em>&#8222;A Plateful of Our Dead&#8220;</em>. Außerdem machen die Gitarren Lust auf mehr (mehr Musik von <strong>PROTEST THE HERO</strong>). Von Gitarristen ist immer eine zentrale Aussage zu hören, &#8222;Manchmal, wenn ich mich daran erinnern will, wie schlecht ich spiele, versuche ich einen <strong>PROTEST THE HERO</strong> &#8211; Song zu spielen.&#8220;. Es dauert eine Weile bis man alles verinnerlicht hat und selbst dann darf man sich immer noch auf der Bühne konzentrieren. Das sieht man auch den Mitgliedern der Band auf der Bühne an, es wäre ja peinlich sich zu verspielen. Vor allem bei dem Status, den sie sich bereits erarbeitet haben. Egal ob <em>&#8222;Nautical&#8220;</em>, <em>&#8222;Divinity Within&#8220;</em> oder <em>&#8222;A Plateful of Our Dead&#8220;</em>, die Riffs hören sich nie ähnlich aber ähnlich schwierig an. Das konnte man wohl nicht vermeiden, bei der hohen Rate &#8222;Noten pro Sekunde&#8220; die hier abgefeuert werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10271 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/protest-the-hero-live-in-bangkok-2016-wvekl-1024x551.jpg" width="836" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/protest-the-hero-live-in-bangkok-2016-wvekl-1024x551.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/protest-the-hero-live-in-bangkok-2016-wvekl-300x161.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/protest-the-hero-live-in-bangkok-2016-wvekl-750x404.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/protest-the-hero-live-in-bangkok-2016-wvekl.jpg 1070w" sizes="auto, (max-width: 836px) 100vw, 836px" /></p>
<p>Die Gesangs-Problematik kann man mit der von <strong>RUSH</strong> vergleichen. Entweder man liebt den Gesang so wie er ist oder man hasst ihn, es gibt kein Dazwischen. Durch die hohe Tonlage wird man jedoch immer wieder an <strong>IRON MAIDEN</strong> und andere Heavy Metal &#8211; Konsorten erinnert. Progressive Mathcore-Riffs, Hardcore-Drums, akustische Pausen inmitten von Liedern, und Heavy Metal-Gesang sind eine sehr einzigartige Kombination, die zum Glück funktioniert. Die episch anmutenden Vocals sind ein Zeugnis unglaublichen Stimmumfangs, von Growls bis zum höchsten Ton, den je jemand im Metalcore ohne Autotune getroffen hat. Hier sitzt alles. Eine spontane Akustikgitarren-Einlage mit weiblichem Begleitgesang in <em>&#8222;Blindfolds Aside&#8220;</em> klingt daher nicht fehl am Platz, was auf vielen Platten wahrscheinlich der Fall wäre. <strong>JADEA KELLY</strong> heißt die nette Dame, die nicht nur auf diesem, sondern auch auf vielen anderen Alben der Band ihren emotionalen Auftritt hinlegt. Das reicht der Truppe aber noch nicht. Darauf packen sie ein Text-Konzept, das seinesgleichen sucht. Der Name des Albums &#8222;Kezia&#8220; ist der Name des Mädchens, welches in der Geschichte hingerichtet werden soll. Die Sichtweisen von drei Personen auf die Exekution werden in jeweils drei Liedern vorgestellt. Insgesamt besteht die Geschichte aber aus 4 Kapiteln: das erste behandelt einen Priester, das zweite den Gefängniswärter und Henker, das dritte &#8222;Kezia&#8220; selbst und das letzte, bestehend aus nur einem Song, zeigt die Sicht der Band. Die Texte werden trotzdem emotionsgeladen vorgetragen, obwohl aus wechselnden Perspektiven berichtet wird.</p>
<blockquote><p>So when you bled on the bed as you fed those expectations<br />
as a whore and not a human<br />
You embraced with hesitation the very parameters of all you can be<br />
Not a mother, not an aunt, not a sister that&#8217;s not subdued<br />
Because dignity is not physical and your flesh means more than you &#8211; <em>&#8222;Turn Soonest To The Sea&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Das Konzept von Breakdowns haben die Kanadier auch verstanden. <em>&#8222;Turn Soonest To The Sea&#8220;</em> hat den epischsten Build-Up zu einem Breakdown, den ich je gehört habe. Die Textpassage &#8222;Your flesh means more than you!&#8220; ritze ich mir dann bei Gelegenheit in die Stirn. Nur so als kleinen Ausblick auf die neuen <a href="https://www.patreon.com/silence_magazin">Patreon-Belohnungen</a> von mir (nicht). Keine andere Band hätte dieses Lied so gut hinbekommen. Sie haben zudem dafür gesorgt, dass die auf den Breakdown folgende folgende Stelle in den Songaufbau passt. Denn danach klingt der Song wie ein angehendes Weihnachtslied. Ich hätte auch ehrlich gesagt kein Problem damit, zu Weihnachten <strong>PROTEST THE HERO</strong>-Songs im Radio zu hören. Leider passt der Text nicht so gut zur weihnachtlichen Botschaft von Liebe und Wärme. Die Eingängikeit ihrer Lieder mag so manchem Kritiker nicht gefallen, aber wenn man diese mit so einer diversen Songstruktur und progressiven Elementen vereinbaren kann, dann sollte man das auch zeigen. Ich sing so oder so mit.</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p>Dieses Album stellt vieles in den Schatten und für mich gelten <strong>PROTEST THE HERO</strong> als Wegweiser für eine neue Generation progressiver Bands. Leider finden sie in Europa und Deutschland nicht annähernd den gleichen Anklang wie in anderen Teilen der Welt. Daher empfehle ich jedem Musik-Fanatiker reinzuhören und zu kaufen, kaufen, kaufen! Das klingt vielleicht etwas ungestüm, für mich haben sie es jedoch aus folgenden Gründen verdient. Erstens: der Sänger <strong>Rody Walker</strong> ist die Reinkarnation aller bereits verstorbenen Heavy Metal-Sänger, egal ob diese bereits nach seiner Geburt verstarben. Zweitens: seine Stimme, der Irre am Schlagzeug und die Fingerfertigkeit der Gitarristen sind ein zu starkes Alleinstellungsmerkmal, um je unterzugehen. Drittens: diese Band hat auch mit ihren späteren Alben nichts falsch gemacht und wird uns weiterhin mit unglaublich antörnender Musik verzaubern. Viertens: die Formation macht unglaublich gute Musik, die unabhängig vom eigenen Geschmack zumindest Anerkennung verdient.<br />
Bevor mein Fanboy-Ausbruch kritisiert wird, geht tief in euch und stellt euch die Frage:<br />
Was würdet ihr über eine Band schreiben, durch die ihr euch unbewusst härterer und technisch versierterer Musik genähert habt?</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NgB1HFZIh3c?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/">Core Classics #8 &#8211; Protest The Hero</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-8/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #7 &#8211; As I Lay Dying</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-7/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-7</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-7/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2016 13:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[as i lay dying]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Metalcore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=9751</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-7/">Core Classics #7 &#8211; As I Lay Dying</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>AS I LAY DYING</strong> – Shadows Are Security<br />
Veröffentlichungsdatum: 14.06.2005<br />
Länge: 43:23 Min.<br />
Label: Metal Blade Records</p>
<p>Diese Scheibe setzte so viel in Bewegung und ist gerade einmal elf Jahre jung. Die Rede ist von &#8222;Shadows Are Security&#8220; von <strong>AS I LAY DYING</strong>. Die Band selbst wurde nur 14 Jahre alt und macht seit 2014 eine Pause ohne Hoffnung auf Wiederkehr. Sie hat den Prozess und die Verurteilung von Frontmann Lambesis nicht überstanden. Für alle, die mit der Bandgeschichte vertraut sind, folgt nun eine etwas abgewandelte Version des Dramas:</p>
<p>Der moderne Jesus hat es nicht leicht. Er versuchte neue Anbeter zu gewinnen, indem er Musik machte und sich tätowieren ließ. Er wollte eine neue Zielgruppe erreichen. Positive Herangehensweisen an negative Vorfälle und Probleme, die mit einer leichten Prise christlichem Kontext versehen waren, präsentierte er den potenziellen neuen Kirchenbesteuerten. Mit seinem Geschrei fand er jedoch auch Zustimmung bei dämonischen Zuhörern, denen der Klang seines Gesangs und die Instrumentalarbeit seiner Jünger gefiel. Als er dann noch von der Breitnacken-Sekte verführt wurde und Anabolika nahm, war das Ende schon absehbar. Er versuchte alle Gerüchte über eine mögliche Ehefrau Gottes aus dem Weg zu schaffen und arrangierte einen Auftragsmörder, damit er endlich Ruhe vor dem Gewinsel seiner Anbeter und seiner Göttergattin hatte. Das erfreute die Polizei des neuen Roms, ich meine natürlich das Imperium US-amerikanischer Staaten, eher wenig und seitdem sitzt Jesus in der Haft. Nicht nur haben die Anabolika ihn zu einem gottlosen Menschen gemacht, sondern es besteht für ihn die Gefahr, selbst zu einer Göttin zu werden. Es würden ihm Brüste wachsen, drohte ihm sein Vater. Da unser Held aber jegliche Mythologie mit weiblichen Göttern verabscheut und am liebsten Eva aus der Bibel gestrichen hätte, klagt er nun auf Schadensersatz. Denn wer will schon eine weibliche Sängerin anbeten. Seine Jünger hatten zwar einen neuen Gott gefunden, der mit ihnen durch die Lande zog um Leute zu bekehren, aber einer von ihnen hat diesen bereits verraten. Selbst das Erbe Jesus hält sich also nicht und wird bald in alle Winde verstreut sein. Und das ist noch nicht genug! Jesus bekannte sich als <a href="https://silence-magazin.de/metal-und-religion-gedanken-zu-einer-unklaren-koexistenz/">Atheist</a> und hatte versucht, mit seinen religiösen Ansichten Geld zu machen. Er hatte von Anfang an nur die saftige Kirchensteuer im Blick.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9848" aria-describedby="caption-attachment-9848" style="width: 771px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9848 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/as_i_lay_dying-1024x683.jpg" width="781" height="521" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/as_i_lay_dying-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/as_i_lay_dying-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/as_i_lay_dying-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/as_i_lay_dying-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/as_i_lay_dying.jpg 1348w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9848" class="wp-caption-text">In der Mitte: Tim Lambesis (Jesus)</figcaption></figure>
<p>Im Text geht es um das Wirrwarr rund um die Inhaftierung des Frontmanns Tim Lambesis. Dieser mag zwar eine menschliche Katastrophe geworden sein, aber er hat musikalisch so einiges geleistet. <strong>AS I LAY DYING</strong> leisteten Pionierarbeit mit ihren ersten drei Alben und gaben zusammen mit <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> den Ton an, was <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-5/">Melodic Metalcore</a> anging. Nicht nur die Texte, sondern auch die Stile der Bands ähneln sich. Gemeinsam öffneten sie Teile des Metals wieder dem Mainstream. Dass der Metalcore &#8211; so wie wir ihn heute kennen &#8211; auch stark ihrem Einfluss unterliegt, sollte jedem klar sein. Tim Lambesis hatte zudem mit seinem Nebenprojekt <strong>AUSTRIAN DEATH MACHINE</strong> einen sehr belustigenden Anteil seiner Musik präsentiert. Seine Arnold-Schwarzenegger-Imitation illustriert, dass er wahrscheinlich nicht immer Lust auf todernste Musik à la <strong>AS I LAY DYING</strong> hatte. Einen kleinen Auszug davon solltet ihr euch anhören. Technisch bleibt er aber auf hohem Niveau und lediglich Text und Art der Vocals sind an die Frohnatur Arnie angelehnt. Hier hat sich Tim &#8222;schwerwiegend genehmigt&#8220;, oder so ähnlich.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/tPIO86jTrQQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch wenn der Vorgänger &#8222;Frail Worlds Collapse&#8220; genauso den Ton angab, setzt sich &#8222;Shadows Are Security&#8220; deutlich davon ab. Eine bessere Produktion, noch härtere Riffs und schönere Melodien. Dass die Breakdowns für mich ein Sahnehäubchen auf dieser Riff-Torte darstellen, sei mal so dahingestellt. Denn das Ohrwurm-Niveau, auf dem hier gespielt wird, ist nicht zu unterschätzen. Man möchte bei den Intros von <em>&#8222;Meaning in Tragedy&#8220;</em>, <em>&#8222;Confined&#8220;</em>, <em>&#8222;Through Struggle&#8220;, &#8222;The Darkest Night&#8220;</em> und <em>&#8222;Morning Waits&#8220;</em> sofort mitsummen. Das setzt sich auf den folgenden Alben zwar so fort, aber blieb mir nie so in Erinnerung wie bei diesem Kunstwerk. Ich weiß zwar nicht, bei welcher Art von Musikfan die spielsicheren Gitarren keinen Orgasmus auslösen, aber ich bemitleide jeden, der hier keinen Zugang findet. Schließlich wird hier mit hohem Niveau, was Songwriting, Melodien und Gesang angeht, aufgetrumpft. Ähnlich harte Riffs zum Mitsummen findet man wahrscheinlich nur auf <strong>PARKWAY DRIVE</strong>s &#8222;Horizons&#8220; und <strong>I KILLED THE PROMQUEEN</strong>s &#8222;Music For The Recently Deceased&#8220;. Man ertappt sich hin und wieder bei dem Versuch, das eigene Hörerlebnis mit Stadiongesängen auszugestalten. &#8222;Duh du du du de, duh du du du de&#8230;&#8220;, gröhlt es da aus mir heraus. &#8222;Verdammt! Wie können die nur so eingängig und dennoch hart schreiben?&#8220;, ist der nächste Gedanke der dann meinen Mund verlässt. Es folgen ein Blick nach rechts und ein Blick nach links, um mich zu versichern, dass das auch wirklich niemand mitbekommen hat. Der Nachhauseweg in einem 2000-Seelen-Kaff ist nämlich sehr einsam und man fühlt sich oft unbeobachtet, müsst ihr wissen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9846 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/a4099301264_10-1024x1024.jpg" width="641" height="641" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/a4099301264_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/a4099301264_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/a4099301264_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/a4099301264_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/a4099301264_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px" /></p>
<p>Die starken Einflüsse des Metals bestimmen diese hauptsächlich metallisch geprägte Spielweise des Metalcores, aber typische Hardcore-Schlagzeug-Beats finden sich auf vielen Liedern, wie zum Beispiel <em>&#8222;Confined&#8220;</em>, wieder. Die Verse auf <em>&#8222;Losing Sight&#8220;</em> werden gechuggt und erinnern den Hörer daran, dass es bei der Hardcore-Seite um mehr als nur Breakdowns geht. Aber auch den Thrash-Metal kann man bei einigen Tracks heraushören. Den klaren Gesang, übernommen von Bassist Nick Hipa, ist ein Ohrenschmaus und kommt dabei überhaupt nicht weinerlich daher. Die klaren Favoriten, was epische Gesangseinlagen betrifft, sind <em>&#8222;The Darkest Nights&#8220;</em> und <em>&#8222;Confined&#8220;</em>. Generell werden diese Vocals aber sehr sparsam genutzt. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum gerade diese Band so gut beim sonst so skeptischen Metal-Fan ankam. Wenn auf den Metalcore eingetreten wurde, dann hat man <strong>AS I LAY DYING</strong>, zusammen mit ein paar anderen Bands wie <strong>UNEARTH</strong>, <strong>DARKEST HOUR</strong> und <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong>, immer zur Seite gestellt. Diese Bands hatten es nämlich in den Augen des kultigen und echten Metalheads verstanden, dass man mit Härte und Riffs weiterkommt. Obwohl sie zu den bekanntesten Nutzern von Breakdowns zählen, wurde darüber hinweggesehen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sich nicht ganze Songs nur aus Breakdowns zusammensetzen. Abwechslungsreiche Songstrukturen fernab vom typischen &#8222;Verse-Chorus-Breakdown-Verse-&#8230;&#8220;-Schema gibt es zur Genüge, auch wenn oft im Hintergrund eben dieser Aufbau stattfindet. Er wird durch den oft fehlenden Klar-Gesang nur nicht so in das Auge des Betrachters gerückt.</p>
<p>Aber ich schweife zu sehr ab. Die Breakdowns fetzen, trotz aller Kritik an der musikalischen Kreativität, welche angeblich während eines Breakdowns flöten geht. Sie werden nämlich zum Großteil mit abwechslungsreichen Gitarren hinterlegt und ähneln sich kaum. Die Highlights hier sind bei <em>&#8222;Through Struggle&#8220; </em>und<em> &#8222;Confined&#8220; </em>zu finden<em>, </em>wo sie einen beachtlichen Teil des Songs einnehmen. Das Solo auf <em>&#8222;The Truth Of My Perception&#8220;</em> ist mein instrumentaler Höhepunkt auf dem Album. Und abgesehen von <em>&#8222;Control Is Dead&#8220;</em> und <em>&#8222;Illusions&#8220;</em> wird immer ein angenehm schnelles Tempo hingelegt. Die einzigen Abzüge gibt es für die rohen, aber grässlich klingenden Screams auf <em>&#8222;Control Is Dead&#8220;</em>. Die sind zwar gewollt so unbearbeitet und dreckig, aber sind einfach nicht mein Geschmack. Die Qualitäten des Geschreis von Tim Lambesis muss ich hoffentlich nicht weiter erläutern, da er schon seit langem über die Genregrenzen hinaus als ein begabter Live- und Studio-Schreihals bekannt ist. Lyrisch geht es wieder um negative Erlebnisse und die Kraft diese &#8211; mit Gottes Hilfe &#8211; zu bewältigen. Stereotypische Melodic Metalcore-Texte also, aber wer will es ihnen verübeln, schließlich haben sie ja damit angefangen. Etwas düsterer als in den Texten von Genre-Vettern geht es jedoch zu, was in der Retrospektive zeigt, dass Tims Atheismus schon immer hätte auffallen können. Sie bedürfen aber auch keiner weiteren Erklärung, wenn man ein oder zwei Zeilen liest, wird einem die Bedeutung sehr schnell klar. Geradlinige und ernste Lyrics sind also das, wofür <strong>AS I LAY DYING</strong> standen.</p>
<blockquote><p>These thoughts<br />
Will carry me<br />
Through the darkest nights<br />
While your eyes rest in mine &#8211; <em>&#8222;The Darkest Nights&#8220;</em></p>
<p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p>Wer sich darauf einlässt, wird in diesem Album seinen neuen Messias finden.<em><br />
</em></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/PSz4x3CZ19g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-7/">Core Classics #7 &#8211; As I Lay Dying</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-7/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #5 &#8211; Killswitch Engage</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-5/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-5</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-5/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 10:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Killswitch Engage]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=8234</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-5/">Core Classics #5 &#8211; Killswitch Engage</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</strong></p>
<p><b>KILLSWITCH ENGAGE </b>– Alive or Just Breathing<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.05.2002<br />
Länge: 44:43 Min.<br />
Label: Roadrunner Records</p>
<p>Streit über neue und alte Besetzungen von Bands gibt es wie Sand am Meer. Wer ist besser? Wer soll wieder ersetzt werden? Wer von den alten Hasen sollte ihn ersetzen? Das sind so die typischen Fragen, die dann aufkommen. Aber bei keiner Band hat mich das je interessiert, bis ich auf die Melodic Metalcore-Meister <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> gestoßen bin. Dieser Name ist weit über Genregrenzen von Metalcore bekannt und steht für eine der größten Hausnummern im Stilbereich. Lange Rede, kurzer Sinn, ich wusste nicht welches Werk mit welchem Sänger ich euch präsentieren sollte. <strong>Howard Jones</strong> oder <strong>Jesse Leach</strong>, zwei meiner Lieblingsgesangsstimmen im Metal, stehen zur Auswahl.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_8321" aria-describedby="caption-attachment-8321" style="width: 446px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/85342462.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8321 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/85342462.jpg" width="456" height="304" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/85342462.jpg 456w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/85342462-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/85342462-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-8321" class="wp-caption-text">KIllswitch Engae mit Jesse Leech (siehe außen rechts)</figcaption></figure>
<p>Nach 2002 verließ <strong>Jesse Leach</strong> aus familiären und persönlichen Gründen die Band. <strong>Howard Jones</strong> ist danach zur Band gestoßen, nahm drei Alben mit ihr auf. Er wurde 2012, nach seinem krankheitsbedingten Austritt, wieder von <strong>Jesse</strong> ersetzt. Wie ihr seht, hat diese Konstellation viele Wechsel hinter sich und wird, meiner Meinung nach, vor allem durch das Genie <strong>Adam Dutkiewicz</strong> zusammengehalten. Dieser Herr kann nicht nur Songs schreiben und Gitarre spielen, sondern ist auch ein sehr bekannter und talentierter Produzent (z.Bsp. <strong>AS I LAY DYING </strong>&#8211; &#8222;An Ocean Between Us&#8220;, <strong>UNEARTH</strong> &#8211; &#8222;The Oncoming Storm&#8220;, <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-3/"><strong>NORMA JEAN</strong> &#8211; &#8222;Bless The Martyr and Kiss The Child&#8220;</a>).</p>
<p>Die Frage, welches Album dieser Band ich bespreche, kann ich mir dadurch aber nicht erleichtern. Letztendlich fällt meine Wahl auf &#8222;Alive Or Just Breathing&#8220;, was beweist, dass ein Song den Unterschied machen kann. <em>&#8222;Just Barely Breathing&#8220;</em> war mein Einstiegstrack in die Band und haut für mich alle anderen Lieder vom Hocker. Der typische Melodic Metalcore-Sound findet sich auf dem gesamten Album. Wirkungsvolles Tempo, Breakdowns, Melodeath-Riffs, wunderschöne Melodien und ausreichend Gesang erwarten euch. Vielleicht folgt bald eine Besprechung des anderen Albums &#8222;The End of Heartache&#8220;, was jetzt leider, dank nur eines Liedes, zu kurz kommt (Zwinker).</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_8324" aria-describedby="caption-attachment-8324" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8324 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/killswitch-engage-part-ways-with-vocalist-howard-jones-1537.jpg" width="620" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/killswitch-engage-part-ways-with-vocalist-howard-jones-1537.jpg 620w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/killswitch-engage-part-ways-with-vocalist-howard-jones-1537-300x145.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-8324" class="wp-caption-text"><strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> mit Howard Jones (siehe Mitte)</figcaption></figure>
<p>Genug des Abschweifens! Es wird Zeit, sich mit der Musik zu beschäftigen. Trotz der oft genutzten Breakdowns, die zum Teil fehl am Platz wirken, wird während den meisten Liedern ein gutes Tempo vorgelegt. Das Riffing wurde oft als inkonstant bezeichnet, macht aber im Metalcore-Bereich mehr als nur einen guten Eindruck her und Elemente wie die aus <em>&#8222;The Element Of One&#8220;</em> gehören heute noch zum Standardprogramm im Genre. Besonders während den Versen wird es mal unnötig langsam, bevor dann die Gitarren mit Melodic Death Metal-Wucht und der entsprechenden Geschwindigkeit den Melancholie-belasteten Chorus einläuten. So zum Beispiel auch auf dem Opener <em>&#8222;Numbered Days&#8220;</em>, dort scheint die Hardcore-Seite der Band durch, mit einem kleinen Ausblick auf den Metal-Aspekt. Bei den Songs <em>&#8222;Self Revolution&#8220;</em>, <em>&#8222;Temple From Within&#8220;</em> und <em>&#8222;Just Barely Breathing&#8220;</em> wird der Einfluss aus der Melodeath-Metropole Göteburg noch deutlicher, was jedem Fan dieses Stils auffallen sollte. Das Intro von <em>&#8222;Self Revolution&#8220;</em> läutet dabei eine rasante Geschwindigkeit ein, die erst wieder am Ende des Songs aufgegriffen wird. Bei <em>&#8222;Just Barely Breathing&#8220;</em> wird hingegen etwas mehr Gas gegeben, aber der Chorus ist dafür wieder langsam und wird quasi im Loop als Outro genutzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-8326 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch_engage_alive_or_just_breathing.png" width="500" height="500" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch_engage_alive_or_just_breathing.png 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch_engage_alive_or_just_breathing-150x150.png 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch_engage_alive_or_just_breathing-300x300.png 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Epische Gesangseinlagen gehören zum Standardrepertoire und Jesse Leachs Stimme scheint vor allem auf Songs wie <em>&#8222;My Last Serenade&#8220; </em>oder <em>&#8222;Temple From The Within&#8220; </em>durch. Wenn geschrien wird, klingt der Sänger ziemlich roh und unbearbeitet. Hier wird zwischen hohen und tiefen Passagen je nach Belieben gewechselt. Ich muss zugeben, dass mich das zu Anfang nicht beeindrucken konnte. Inzwischen passt aber der Stil des Clean-Gesangs auch in meinem Kopf zum Geschrei. Der sprachliche Inhalt des Albums ist zwar nicht religiös motiviert, bis auf den Song <em>&#8222;Fixation On The Darkness&#8220;</em>, aber die Nachricht an den Hörer bleibt durchgehend positiv und gleich. Es geht immer wieder darum, zu sich zu stehen und für sich und mit anderen zu &#8222;kämpfen&#8220;, um letztendlich glücklich zu sein. Der letzte Song <em>&#8222;Rise Inside&#8220;</em> illustriert diese motivationstreibende lyrische Seite sehr gut. Die Figur wehrt sich gegen seine schlechten Eigenschaften und soll Entscheidungen selbst fällen. Und das in fast allen Liedern. Oft wird es hier melodramatisch, was aber vom Namen her zum Genre ganz gut passt. Die erbaulichen Texte sind hier nämlich Teil des Standardprogramms:</p>
<blockquote><p>Why have we forsaken love<br />
The time has come to raise our voices<br />
So rise up and fight with me<br />
Embrace what we have<br />
It might be the last time<br />
In this life (in this life)<br />
We will rise (we will rise) &#8211; <em>&#8222;Rise Inside&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Wenn dunkle Zeiten und Seiten besprochen werden, dann so, dass immer der Ausweg über eigene Willenskraft konträr dazu dargestellt wird. Ein weiteres Thema ist der Zusammenhalt unter Freunden und dem eigenen Partner. Immer wieder wird davon gesprochen, dass man mit den richtigen Leuten an der eigenen Seite alles überstehen kann. Ihr merkt hoffentlich, wie idealisiert dieses Weltbild ist. Aber den Anspruch, Schmerz und Hoffnungslosigkeit darzustellen, hat dieses Album auch nicht. Es klingt wie eine lange Psychotherapie via Selbstgespräch, die der Sänger ins Mikro brüllt. Das kann man natürlich selbst nutzen, indem man sich die ein oder andere verzwickte Situation aus einem anderen Blickwinkel anschaut. Und genau das wollten <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> damit auch erreichen. Ich will damit aber auch sagen, dass man sich damit auf der sicheren Seite befindet. Wer positive Nachrichten überbringt, dürfte schließlich auch mit der Wirkung seiner Musik überall akzeptiert werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-8328 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch-Engage-live.jpg" width="864" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch-Engage-live.jpg 864w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch-Engage-live-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch-Engage-live-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Killswitch-Engage-live-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px" /></p>
<p>Am nächsten kommt die Band ihren Hardcore-Vorbildern mit <em>&#8222;Life To Lifeless&#8220;</em> und den auf dem Track zahlreich verteilten Breakdowns und stilsicheren Schlagzeug-Mustern. Aber auch auf Death Metal-Riff-geplagten Songs wie <em>&#8222;Just Barely Breathing&#8220;, &#8222;Vide Infra&#8220;</em> und <em>&#8222;Temple From Within&#8220;</em> finden wir natürlich unser Hardcore-Schlagzeug wieder. Jedoch vermag die Anzahl an Breakdowns den Hörer auch zu nerven, so auch auf dem nur zwei Minuten langen <em>&#8222;To The Sons Of Man&#8220;</em>. So hart das Gesamtpaket dank der vielen &#8222;Zusammenbrüche&#8220; auch klingt, es zündet noch lang nicht so, wie gewünscht. Das machen andere Alben besser, bei denen auf Breakdowns öfter verzichtet wurde. Härte nur um der Härte willen ist eine ausgelutschte Strategie. Sie fällt fast jedem sofort ins Ohr, wenn er sie hört.</p>
<p>Verschnaufspausen, wie das instrumentale <em>&#8222;Without A Name&#8220;</em>, sind leider zu selten bis gar nicht vorhanden. Eigentlich schade um die Melodien. Dennoch sind die ohrwurmverdächtigen Riffs auf diesem Album ein echter Hingucker. Allen voran natürlich mein Favorit <em>&#8222;Just Barely Breathing&#8220;</em>. Denn wäre dieses Album nicht so eingängig und leicht einprägsam, hätte es wahrscheinlich nie diesen Erfolg erzielt. Und das alles trotz, oder gerade wegen, der Breakdowns? Das bleibt mir wahrscheinlich für immer ein Rätsel.</p>
<blockquote>
<h2>Fazit:</h2>
</blockquote>
<hr />
<p>Dieses Album ist zwar nicht der erste Vertreter des Melodic-Metalcores &#8211; von Melodic Death Metal beeinflusster Hardcore -, aber es brachte dieses Genre nicht nur in die Ohren des Otto-Normal-Metal-Verbrauchers, sondern auch ins Radio und den Rock-Mainstream. Eine unglaublich wichtige Grundlage für den Erfolg von Bands wie <strong>ALL THAT REMAINS</strong>,<strong> DARKEST HOUR</strong> und <strong>SHADOWS FALL</strong>. Außerdem wurde dieser Stil seitdem bis zum Äußersten wiederholt, zum Teil auch von den gerade genannten <strong>ALL THAT REMAINS</strong>. Aber auch der, dank Tim Lambesis Ego-Trip leider aufgelöste, Gigant <strong>AS I LAY DYING </strong>hat sich augenscheinlich das ein oder andere Riff aus, zum Beispiel <em>&#8222;The Element Of One&#8220;</em>, abgeschaut.</p>
<p>Für den kommerziellen Erfolg hat es allemal gereicht. Ich kann noch so viel meckern, am Ende sprechen über 100.000 verkaufte Einheiten in den USA und der immer wieder imitierte Stil für sich. Daher ist der Legendenstatus nicht nur gerechtfertigt, sondern auch verdient. Der lyrische Anteil von &#8222;Wir gegen den Rest der Welt&#8220;, wie man ihn auch bei Bands wie <strong>FIVE FINGER DEATH PUNCH</strong> findet, erklärt den Erfolg wahrscheinlich auch. Leicht verdauliche Musik mit positivem Inhalt für Außenseiter und, oder doch schon, sozial etablierte Personen?<br />
Ich glaube, da hat jemand <a href="https://www.youtube.com/watch?v=m6c-sRHzEFs">Einsteiger-Bands</a> gesagt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/Si_qVYE5srE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-5/">Core Classics #5 &#8211; Killswitch Engage</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-5/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #4 &#8211; Bullet For My Valentine</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-4</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 07:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[bullet for my valentine]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=7353</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/">Core Classics #4 &#8211; Bullet For My Valentine</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</strong></p>
<p><strong>BULLET FOR MY VALENTINE</strong> – The Poison<br />
Veröffentlichungsdatum: 03.10.2005 (GB)<br />
Länge: 53:26 Min.<br />
Label: Visible Noise Records (GB)</p>
<p>Jetzt, wo ich euch in den letzten drei Wochen hauptsächlich mit Mathcore &#8222;zugeballert&#8220; habe, wird es Zeit eine andere Seite des Metalcores zu beleuchten. Ein Bandname, der vielen Metalcore-Liebhabern und -Hassern ungefähr gleich viel bekannt sein wird.<br />
Noch heute sehe ich Leute, die missbilligende Blicke in Kauf nehmen, wenn sie ein Shirt mit dem unverkennbaren Logo tragen. Und nein, ich rede nicht von <strong>ASKING ALEXANDRIA</strong>. Es geht noch etwas zurück in die Geburtsstunde eines Metalcores, der viele junge Metal- und Hardcore-Begeisterte heranwachsen ließ. Mit &#8222;The Poison&#8220; und den darauf auffindbaren eingängigen Melodien und leicht verdaubaren Songs haben <strong>BULLET FOR MY VALENTIN</strong>E den Hit ihres Lebens gelandet. Die Single-Auskopplungen und Musikvideos dieses Albums waren und sind so erfolgreich, dass sie eigentlich in den Rock-Mainstream einzuordnen sind. Fast alle ihre Alben boten einer Vielzahl von Leuten einen Einstieg in härtere Musik.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7892 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/01-bullet-for-my-valentine-101707.jpg" width="564" height="367" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/01-bullet-for-my-valentine-101707.jpg 722w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/01-bullet-for-my-valentine-101707-300x195.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /></p>
<p>Der poppige Unterton sollte jedem, der sich mit der Band beschäftigt hat, aufgefallen sein und wird an einer anderen Stelle erläutert.<br />
Dass die Band von jähzornigen &#8222;Echt-Metallern&#8220; als Screamo abgetan wurde und zum Teil noch wird, sei mal so dahingestellt. Es wird jedem hoffentlich schnell klar, dass dieses Album von Metal-Riffs nur so strotzt. Durch die vielen Gesangsstellen und leicht verständlichen Screams bettelt das Ganze nur so darum, unter der Dusche neu vertont zu werden. Von <em>&#8222;Hit The Floor&#8220;</em> bis hin zu <em>&#8222;Tears Don&#8217;t Fall&#8220;</em> wird ordentlich was zum Mitsummen geboten. Ich kann mich sogar noch erinnern, dass <em>&#8222;Tears Don&#8217;t Fall&#8220;</em> und <em>&#8222;All These Things I Hate (Revolve Around Me)&#8220;</em> zu den ersten härteren Songs gehörten, die nicht aus meinem Kopf herauszukriegen waren. Ohne dieses Album würdet ihr meinen Schreibstil und meine Meinung also nicht ertragen müssen. Aber Nostalgie beiseite, was kann dieses Album außer dem Ansprechen von Jugendlichen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7897 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/gun__1235150472_bulletformyvalentine.jpg" width="510" height="250" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/gun__1235150472_bulletformyvalentine.jpg 510w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/gun__1235150472_bulletformyvalentine-300x147.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /></p>
<p>Zuallererst ist anzumerken, dass es zu Genüge Stellen gibt an denen die Instrumente atmen dürfen. Das auch vereinzelt in Breakdown-ähnlichen Strukturen, zum Beispiel in <em>&#8222;Her Voice Resides&#8220;</em> und <em>&#8222;4 Words (To Choke Upon)&#8220;</em>. Ich wollte dadurch nur auf die Präsenz des Sängers zu sprechen kommen. Der lebt hier keine unnötig vereinnahmende Art aus, die im Core-Bereich schon fast zur Grundausstattung gehört:<br />
Jede freie Sekunde muss mit Text gefüllt werden, denn die Instrumente können ja niemals für sich selbst sprechen.<br />
Aber die Instrumente der Waliser können mehr als nur hirnloses Gechugge. Der Groove wird durch simple und effektive Riffs erzeugt, aber an einigen Stellen kann man die heutige Spielart von einigen bekannten Bands sofort heraushören. Melodisch kommt das Gesamtwerk auch daher und die Songstrukturen ähneln ebenfalls den damaligen und heutigen Kollegen stark. Denn was wäre ein legendäres Album ohne Einfluss auf die heutige Szene.</p>
<p>Die vorhin erwähnte poppige Komponente kommt durch das verdächtig langsame Tempo, welches besonders in den Strophen von <em>&#8222;Hit The Floor&#8220;</em> und <em>&#8222;Tears Don&#8217;t Fall&#8220; </em>zu finden ist. Auch komplett gesungene und vom ruhigen Schlagzeug unterstützte Intros wie auf <em>&#8222;All These Things I Hate (Revolve Around Me)&#8220; </em>und <em>&#8222;The End&#8220;</em> machen dieses Album äußerst Erstnutzer-freundlich.<br />
Auf Songs wie <em>&#8222;Hand Of Blood&#8220;</em>, <em>&#8222;Her Voice Resides&#8220;</em> und <em>&#8222;Room 409&#8220;</em> geht es vergleichsweise härter zu und man darf sogar schnelle Schlagzeug-Einlagen erwarten. Aber dieses Instrument sollte uns eigentlich nur peripher interessieren, denn der tragende Faktor sind die wunderschönen Riffs, übrigens unterstützt durch eine sehr gute Produktion, und die vereinzelten Gitarren-Soli. Fast jedes Lied wird schon durch das Intro zu einer Stimmungskanone und ich ertappe mich immer wieder bei dem Versuch bei der einladenden Gitarre mitzusummen. Denn im Gegensatz zum Nachfolgewerk &#8222;Scream Aim Fire&#8220; steht hier der Heavy Metal und die NWOBHM (New Wave Of British Heavy Metal) und nicht der Thrash-Metal als Metal-Einfluss im Vordergrund. Wahrscheinlich kann man an den textlichen Qualitäten noch viel mehr rumnörgeln als ich es getan habe, aber belassen wir es bei einem Wort: Kitsch.</p>
<blockquote><p>The path I walk&#8217;s in the wrong direction<br />
There&#8217;s always someone fucking hanging on<br />
Can anybody help me make it better?<br />
Your tears don&#8217;t fall, they crash around me &#8211; <em>&#8222;Tears Don&#8217;t Fall&#8220;</em></p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7895 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/bullet-for-my-valentine-the-poison-review-dearly-demented.jpg" width="635" height="635" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/bullet-for-my-valentine-the-poison-review-dearly-demented.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/bullet-for-my-valentine-the-poison-review-dearly-demented-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/bullet-for-my-valentine-the-poison-review-dearly-demented-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/bullet-for-my-valentine-the-poison-review-dearly-demented-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px" /><br />
Den gibt es überall wo man hinguckt. Das verunsicherte Teenie-Herz wird mit <strong>Rachefantasien</strong> (siehe Cover), <strong>Verlustängsten</strong>, <strong>Trennungen</strong> und weiteren <strong>Hormon-Gespinsten</strong> bombardiert. Aber einen anderen Anspruch hat die Platte auch nicht und man fühlt sich schon ein oder zwei Jahre jünger beim Auflegen. Und trotz des sehr einseitigen lyrischen Anteils (Liebe, Trennung, Hass, Mord), sollte es auch Lyrik-Fanatikern Spaß machen zuzuhören. Denn man kann hier den eigenen Anspruch schnell vergessen, wenn man ihn auch nur ein kleines Stück beiseite stellt. Ab dann ergreift einen der jugendliche Wahn und man singt fröhlich mit, falls man des Englischen mächtig ist. Der komplett instrumentale und düstere Intro-Track wird übrigens von <strong>APOCALYPTICA</strong> unterstützt, aber dieser währt leider nicht lang genug, um im Vergleich zum langen Gesamtstück seine Wirkung zu erzielen. Diesem mangelt es nämlich an Atmosphäre, was ein kleiner aber feiner Kritikpunkt ist.</p>
<blockquote>
<h2>Fazit</h2>
</blockquote>
<hr />
<p>Ohne Umschweife haben sich diese Metalcore-Giganten aus Wales mit ihrem ersten Album im Metalcore-Genre festgesetzt. Zusammen mit <strong>IRON MAIDEN</strong> bilden sie die Spitze der britischen Metal-Bands und warum zeigt sich sofort nach dem ersten Hören. Eingängig bis zum Get-no und sehr poliert. Wer also erhofft auf krächzende und raue Töne zu stoßen, ist hier falsch. In dieses legendäre Album hereinzuhören, wenn man auf der Suche nach kleinen &#8222;Party-Hits&#8220; und schönen Melodien ist, lohnt sich dennoch. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass die Auseinandersetzung mit einem für mich Musikstil-prägenden Album wie diesem, mich skeptischer gemacht hat. Trotzdem zeigt es mir, wie leicht man mich auf die eingängige Seite der Macht locken kann, wenn man es richtig macht. Und ich bleibe dabei dieses Album als einen zeitlosen Klassiker aus den schon vorangeschrittenen Anfangsjahren des Metalcores zu werten.<br />
Vorwürfe zur musikalischen Integrität dann bitte an meine <strong>PHIL COLLINS</strong>-Fanpage.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/xQJrSwezcxo?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/">Core Classics #4 &#8211; Bullet For My Valentine</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Core Classics #2 &#8211; Botch</title>
		<link>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=core-classics-teil-2</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[botch]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Mathcore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[we are the romans]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=6538</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-2/">Core Classics #2 &#8211; Botch</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #993366">Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</span></strong></p>
<p><strong>BOTCH</strong> &#8211; We Are The Romans<br />
Veröffentlichungsdatum: November 1999<br />
Länge: <span class="min">52</span>:<span class="s">35 Min.</span><br />
Label: Hydra Head</p>
<p>Heute gehen wir weit zurück in das Jahr 1999 und besprechen &#8222;We Are The Romans&#8220;. Bevor hier jetzt panisch geschrieben wird, dass ich diese Band falsch geschrieben habe: Beruhigt euch bitte, es geht definitiv nicht um die Trancecore-Band, sondern um einen Albumtitel. Mit diesem Meisterwerk einer LP dürfen sich <strong>BOTCH </strong>brüsten. Diese Band hat nur zwei Alben herausgebracht und für viele Fans ist es wahrscheinlich eine Diskussion wert, ob das Debüt-Album oder eben dieses zweite und letzte Album die Bezeichnung Legende verdient. Natürlich legte man auf &#8222;American Nervoso&#8220; bereits einen guten Auftritt hin, aber die Produktion, sowie die Arbeit an den Instrumenten, überzeugt hier noch ein ganzes Stückchen mehr. Wer bereits mit den Kollegen <strong>CONVERGE</strong> und <strong>NORMA JEAN</strong> vertraut ist, der weiß ganz genau was von den Gitarren zu erwarten ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6910 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/We-Are-The-Romans-Deluxe-Edition-Bonus-Disc-cover-1024x1024.jpg" width="410" height="410" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/We-Are-The-Romans-Deluxe-Edition-Bonus-Disc-cover-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/We-Are-The-Romans-Deluxe-Edition-Bonus-Disc-cover-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/We-Are-The-Romans-Deluxe-Edition-Bonus-Disc-cover-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/We-Are-The-Romans-Deluxe-Edition-Bonus-Disc-cover-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/We-Are-The-Romans-Deluxe-Edition-Bonus-Disc-cover.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px" /></p>
<p>Die Riffs schlagen jedem sofort um die Ohren und regen zum Mitsummen an. Besonders die Intros der Lieder <em>&#8222;C. Thomas Howell as the &#8218;Soul Man&#8216; &#8222;</em> und <em>&#8222;We Are The Romans&#8220;</em> zeigen auf, wie eingängig man Dissonanz gestalten kann. Da verwundert es niemanden, dass dieses Album zusammen mit Bands wie<strong> RORSCHACH</strong> den Grundton des Genres noch bis ins Jahr 2016 beeinflusst. Es geht unglaublich chaotisch und langsam zu, worunter Geschwindigkeits-Fanatiker vielleicht leiden könnten. Die fehlende Geschwindigkeit wird an den meisten Stellen aber nur für den Aufbau benutzt. Die Antizipation vermag einen fast zu töten, bis dann die gesamte Band mit voller Wucht auf einen einprescht. Diese Passagen sind über das gesamte Album verstreut und bei so viel theatralischer Inszenierung sträuben sich einem schon die Haare. Und Aufbau ist ja ein Element, welches jedem Metalcore-Fan bekannt sein dürfte, schließlich leben die meisten Breakdowns davon.</p>
<blockquote><p>Nur mal so am Rande: Ja, damit will ich auch sagen, dass das Grundkonzept von Breakdowns genauso sehr Metal wie die lyrischen Themen von <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> sind. Denn so viel Theatralik und Aufbau ist eindeutig ein Stilmittel des Metals und nicht des Punks.</p></blockquote>
<p>Wo Mathcore draufsteht ist auch Mathcore drin. Leider habe ich keine Musiktheorie studiert, um euch die Tempiwechsel und Synkopen vernünftig zu verkaufen. Ich kann zu dieser Gitarrenarbeit nur sagen, dass sie jeden begeistert, der auch nur annähernd auf mathige und jazzige Töne abfährt. Auch der Groove kommt auf <em>&#8222;C. Thomas Howell as the &#8218;Soul Man&#8216; &#8220; </em>und <em>“Mondrian Was a Liar” </em>nicht zu kurz. Denn der Bass kommt zum Tragen und das Songwriting setzt ihn oft genug in Szene. Beim Gesang wird nur geshoutet aber doch so ehrlich gehalten, dass man meint, Emotionen direkt heraushören zu können. Dabei wurde keineswegs darauf geachtet, jugendlich und leicht zuordenbar zu klingen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6912" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/botch_102_4c.jpg" alt="botch_102_4c" width="599" height="394" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/botch_102_4c.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/botch_102_4c-300x198.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /></p>
<p>Es ist mehr die Nervosität und Anspannung vor dem Fall eines &#8222;modernen Roms&#8220;, in dem wir uns laut des Titels und des lyrischen Gesamtkonzepts befinden. Die politischen, pop-kulturellen und sozialen Strukturen der 1990er Jahre erinnerten die Band stark an die Spannungen im alten Rom. Daher wurde ein großer Fall dieses &#8222;Imperiums&#8220; erwartet und auf dem gesamten Werk findet man Beweise für die Angst vor der Jahrtausendwende. Trotzdem, oder eben deswegen, ist der Text aktuell wie nie zuvor, denn die Welt wird weiterhin von Krisen, Kriegen und politischem Unmut geplagt. Daher gehören natürlich auch Kapitalismuskritik und die Unterstützung der Arbeiterklasse zu den Themen dieser Band und des modernen Roms.</p>
<blockquote><p>The sweat is part of life<br />
We&#8217;re still thriving<br />
We&#8217;ve got a lot of mouths to feed &#8211; <em>&#8222;Mondrian Was A Liar&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Aufmerksamen Lesern ist jetzt hoffentlich aufgefallen, dass wir ein Instrument noch gar nicht besprochen haben: das Schlagzeug. Und meine Güte &#8211; ist das ein technisch versierter Auftritt! Es entstehen keine Unstimmigkeiten mit den Gitarren und das Grundgerüst für jeden Song wird ständig abgewandelt. Ich kann zwar nicht genau beschreiben, was diese Spielart für eine Wirkung hat, aber als ich dieses Album zum ersten Mal gehört habe, hat es mich umgehauen. Von diesen Fähigkeiten kann sich der ein oder andere Trommler noch was abschneiden. Durch bestialische Schlagzeugeinlagen werden die vorhin erwähnten langsamen Passagen mehr als nur ausgeglichen. Man kombiniere das mit den rohen Shouts und atonalen Gitarrenklängen und schon hat man die perfekte Mischung gefunden.</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p>Was macht dieses Album also mit dem Hörer? Es nimmt ihn mit auf eine Zeitreise. Eine Zeitreise zurück in die letzten Monate vor der ängstlich erwarteten Jahrtausendwende und in die Wurzeln des Mathcores. Diese Unterkategorie des Metalcores sucht die Nähe zur Avantgarde und dem Noisecore und wer sich etwas auskennt, der hört viele aktuelle Bands aus diesem Album heraus. Dieser Meilenstein der Genre-Geschichte gewinnt von Jahr zu Jahr mehr an Bedeutung, dennoch stellt sich die Frage:<br />
Wie bleibt man trotz einer kurzen Karriere vielen Fans noch lange im Gedächtnis? Ganz einfach. Man muss nur wenig Spielzeit mit genügend brachialer Musik füllen. <strong>BOTCH</strong> macht es vor.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/RciDN0f8PVA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-2/">Core Classics #2 &#8211; Botch</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/core-classics-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-04-13 00:48:40 by W3 Total Cache
-->