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	<title>doom over leipzig Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>doom over leipzig Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 4 &#8211; DOOM FÜR ALLE SINNE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2018 14:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir schließen das Kapitel Doom over Leipzig ab... für dieses Jahr!<br />
Hier bekommt ihr nochmal die gesamte Atmo in einem Text und wir hoffen es macht euch soviel Bock, dass wir uns nächstes Jahr dort sehen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-4-doom-fuer-alle-sinne/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 4 &#8211; DOOM FÜR ALLE SINNE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Samstag, es ist morgens um 12 Uhr und es ist Zeit für Frühsport! Wie schon Konfuzius sagte, steckt ein doomiger Geist nur in einem doomigen Körper&#8230;oder so. Auf was will ich eigentlich hinaus? Dass beim <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> gerne mal über den Tellerrand hinaus geblickt wird, ist nicht neu. Die Formen, die das in diesem Jahr angenommen hat, zum Teil schon. Und so findet sowohl am Freitag (an dem ichs leider nicht schaffe) und am Samstag <strong>Doom Yoga</strong> statt!</p>
<h4>Klingt vermutlich ziemlich durchgedreht. Ist es aber nicht im Mindesten!</h4>
<p><strong>Sonja</strong>, deren Haupttätigkeitsfeld im <a href="http://punktumtattoo.de/" target="_blank" rel="noopener">tätowieren für Punktum</a> liegt, hat einfach zwei ihrer Leidenschaften kombiniert. <strong>Kundalini Yoga</strong> und <strong>Doom Metal</strong>. Und so trifft sich eine kleine Gruppe in der Sportetage Süd, um sich auf ein besonderes Erlebnis einzulassen.</p>
<p>Kurz vor 12 Uhr trete auch ich ein, ziehe mir was Bequemes an, und vernehme, wie <strong>BOHREN UND DER CLUB OF GORE</strong> angenehm laut aus den Boxen wabbern. Hier bin ich richtig!</p>
<p>In den kommenden anderthalb Stunden dehnen und strecken wir unsere Körper und führen intensive, aber nicht zu anstrengende Übungen zu Songs von <strong>LLNN</strong>, <strong>OM</strong>, <strong>PALLBEARER</strong> und <strong>AMENRA</strong> durch. Kurz vor Ende sorgt <strong>Sonja</strong> noch für ausreichend Entspannung, indem sich alle auf ihre Matten legen können und nur noch dem Gong lauschen, den sie langsam anschlägt. Hab ich so noch nie gemacht, ist aber wirklich ne geile Geschichte! Wer sich also auf sowas einlassen kann, dem möchte ich es ausdrücklich ans Herz legen. Der Versuch, Atmung, Musik und Körper in Einklang zu bringen ist wirklich ein interessanter und lohnender. Also liebes <strong>DOL</strong>-Team, liebe <strong>Sonja</strong>: nächstes Jahr sehr gern wieder!</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-4-doom-fuer-alle-sinne/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=doom-over-leipzig-2018-tag-4-doom-fuer-alle-sinne">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p><span id="more-27102"></span></p>
<p>Jetzt, wo ich einmal da bin, und noch einige Stunden bis zur ersten Band vergehen müssen, habe ich auch endlich Zeit, mir <strong>The Bridge</strong>&nbsp;(<a href="http://www.doomoverleipzig.com/artists/thebridge/" target="_blank" rel="noopener">Überblick aller Künstler</a>) anzusehen. Hier sind Bilder, Drucke, Skulpturen und zahlreiche andere Kuriositäten ausgestellt. Wer Bock hat, kann veganen Toffeelikör probieren, einen Wald in nem Glas kaufen, oder sich direkt vor Ort tätowieren lassen. Auch wenn ich nichts davon mache, find ich die Ausstellung, bzw. den Markt an sich, extrem geil. Klar kann man auch auf anderen Festivals mehr oder weniger künstlerisch anspruchsvolle oder nützliche Dinge kaufen. Aber das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> hat bis in die letzte Faser einfach seine ganz eigenen Vorstellungen und Ansprüche.</p>
<h4>Spulen wir ein paar Stunden vor und richten den Blick wieder ins UT:</h4>
<p><strong>YELLOW EYES</strong> betreten die Bühne. Das Quartett aus New York liefert zum Anfang spannenden Black Metal, den ich alles andere als gewöhnlich finde. Vor noch relativ lichten Reihen, die sich erst langsam füllen sollen, hämmern die Amis ihre Songs zwar ziemlich rau, dafür jedoch nicht immer sonderlich tight runter. Auch wenn das so nicht jedem gefällt, heben sich <strong>YELLOW EYES</strong> auch am vierten Tag noch von den anderen Bands ab und überzeugen nicht nur mich.</p>
<p>Wieder einmal wird dem Kontrastreichtum und der Dynamik gefröhnt, denn die folgenden <strong>WREKMEISTER HARMONIES</strong> haben mit Black Metal jar nüscht am Hut. Die beiden Kernmitglieder <strong>JR Robinson</strong> (Gitarre, Gesang) und <strong>Esther Shaw</strong> (Violine, Klavier) werden heute zusätzlich von einem Schlagzeuger unterstützt, während auch bei dieser Show bewegte Bilder an die Hallenwand projiziert werden. Den Sound des Trios zu beschreiben ist alles andere als leicht, denn einerseits bleibt die Musik deutlich weniger aggressiv, als der Black Metal von <strong>YELLOW EYES</strong>, andererseits sind die Ausbrüche dadurch umso intensiver. Recht getragen und atmosphärisch wirken die Stücke auf mich, der tiefe Gesang von <strong>JR</strong> und die Violine erschaffen zusammen eine ganz eigene Stimmung, die mich hypnotisch fesselt. Auch wenn der musikalische Hintergrund ein gänzlich anderer ist, so muss ich doch an den Auftritt von <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> aus dem Vorjahr denken, die mich vergleichbar packen konnten. Zwar sind die Klangflächen mitunter repetitiv, dabei aber alles andere als langweilig, da sich nach und nach immer mehr Facetten in den Sound einfügen, stets dirigiert von nur wenigen Blicken oder Kopfbewegungen <strong>JR</strong>s, der schließlich alles mit seiner eindringlichen Stimme zu veredeln weiß. Die bislang tranceartigste Show des Festivals.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27129" aria-describedby="caption-attachment-27129" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-27129" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8749.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8749.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8749-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8749-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8749-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8749-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27129" class="wp-caption-text">Wrekmeister Harmonies</figcaption></figure>
<p>Und wieder mal gibt es eine dieser Überraschungen für mich, die ich so mag. Von <strong>KHEMMIS</strong> hab ich im Vorfeld noch nie was gehört. Trotzdem schafft es die Band, mit ihrer Mischung aus Doom und zweistimmigen <strong>IRON MAIDEN</strong>-Gitarren bestens zu unterhalten. Der Sound (dieser Bass!) drückt wunderbar erdig und die Band selbst sprudelt nur so über vor Spielfreude. Auch wenn cleaner Gesang sonst immer so ne Sache für sich ist, gefällt er mir hier ausgesprochen gut. Der Groove packt zu und der Kopf muss nicken. Während ich einige Schritte durch den Saal gehe, fällt mir auf, dass es brechend voll im UT ist. Sind <strong>KHEMMIS</strong> etwa der heimliche Headliner des Abends? Nach einer dreiviertel Stunde Spielzeit bedankt sich die Band aus Denver, Colorado beim Publikum dafür, dass sie auf ihrer ersten Europa Tour so herzlich empfangen wurde. Von mir aus jederzeit wieder, Jungs!</p>
<p>Zwar hab ich <strong>CELESTE</strong> schon ein paar Mal live gesehen, meine Vorfreude trübt das dennoch nicht. Wie gewohnt wird es nach dem Soundcheck stockdüster und jedes Licht wird gedimmt. Einzig die von den Kopflampen der Franzosen stammenden vier roten Strahlen wandern gespenstisch durch die Luft und stimmen auf die Finsternis ein, die gleich empor steigen soll. Mit wahnsinnig gutem Sound ausgestattet, walzt sich Song um Song über das geifernde Publikum hinweg, welches sich dankbar überrollen lässt. Zwar kann ich schon auf Platte aufgrund meiner nicht vorhandenen Französich-Kenntnisse kaum einen Songtitel vom anderen trennen, trotzdem liegt der Fokus heute merklich auf neueren Songs. Lediglich zu einem Punkt konterkariert sich die Band quasi selbst, als Schlagzeuger <strong>Royer</strong> den falschen Song anspielt und die Jungs somit nochmal von vorn anfangen müssen. Sänger <strong>Johan</strong> richtet mit seiner nettesten Schwiegersohnstimme ein kurzes, schüchternes „Sorry“ ans Auditorium, bevor er sich zum nächsten Song wieder die Stimmbänder zerfleischt. Passt zwar nicht zur Schwärze der Songs, punktet aber mit Sympathie. Die Stunde Spielzeit verfliegt unglaublich schnell und macht <strong>CELESTE</strong> für mich somit zur kurzweiligsten Band des Festivals.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27131" aria-describedby="caption-attachment-27131" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-27131" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9037.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="952" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9037.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9037-300x197.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9037-1024x672.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9037-750x492.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27131" class="wp-caption-text">Khemmis</figcaption></figure>
<h4>Und schon ist es Zeit für die letzte Show des diesjährigen <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong></h4>
<p><strong>THE OCEAN</strong> treten an, um ihr Album &#8222;Precambrian (Proterozoic)&#8220; in Gänze zu spielen. Dass das gute Stück bereits 11 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man zu keiner Sekunde. Heute zusätzlich von der Cellistin <strong>Dalai Theofilopoulou</strong> unterstützt, gibt das Quintett um <strong>Robin Staps</strong> bis zur letzten Sekunde alles. Besonders Scheihals <strong>Loïc Rossetti</strong> stürmt agil über die Bühne, wobei er sich nicht mal von seinem offenbar gebrochenen Arm einschränken lässt. Bei glasklarem Sound werden die Songs albumverdächtig wiedergegeben und das, obwohl außer <strong>Staps</strong> kein Mitglied des aktuellen Line Ups beim damaligen Schreibprozess bzw. Einspiel beteiligt war. Dennoch macht <strong>Loïc</strong> die Songs zu seiner Bitch und überzeugt mit seiner Stimmleistung von Anfang bis Ende. Für mich bestimmt dieser Mann die Musik von <strong>THE OCEAN</strong> (zumindest live) wie kein Zweiter, hält sich Strippenzieher und Chefdenker <strong>Staps</strong> doch etwas im Hintergrund auf.</p>
<p>Nachdem der &#8222;Proterozoic&#8220;-Teil des Sets endet, werden zu meiner Freude noch <em>&#8222;Firmament&#8220;</em> von &#8222;Heliocentric&#8220; sowie ein Stück der 2012er EP &#8222;The Grand Inquisitor&#8220; gespielt, wobei ich nochmal betonen muss, was für eine Wonne es ist, Drummer <strong>Paul Seidel</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/das-rundum-schlecht-fuehl-programm-nightmarer" target="_blank" rel="noopener">ebenfalls <strong>NIGHTMARER</strong></a>) beim zocken zuzusehen. Insgesamt gibt es bei dieser Band einfach nix zu meckern, weswegen ihr Set auch einen würdigen Abschluss der diesjährigen Ausführung des <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> bietet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27132" aria-describedby="caption-attachment-27132" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-27132" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9233.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="944" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9233.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9233-300x195.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9233-1024x667.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_9233-750x488.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27132" class="wp-caption-text">The Ocean</figcaption></figure>
<h4>Zumindest im Hauptveranstaltungsort &#8230;</h4>
<p>Denn auch heute kann man sich im Werk 2 noch zur Aftershow begeben, wo es mit <strong>UNIFORM</strong> und <strong>WRECK AND REFERENCE</strong> noch bis halb drei weitergeht.</p>
<p>Die New Yorker von <strong>UNIFORM</strong> treten zuerst an und bieten räudigen und industriell stampfenden Hardcore, der pur, stumpf und alles andere als glatt poliert ist. Starkes Kontrastprogramm zu <strong>THE OCEAN</strong> also. Langsam aber sicher sammeln sich immer mehr Leute vor der Bühne, die den angepissten Sound des aus Drums, Gitarre und Vocals bestehenden Trios zunehmend feiern.</p>
<p>Auch wenn die Bühne schon für drei Personen recht groß scheint, wird sie danach gefühlt noch größer, da <strong>WRECK AND REFERENCE</strong> nur zu zweit sind. Als da wären <strong>Ignat Frege</strong>, der für die Drums und einen Teil des Gesangs zuständig ist, und <strong>Felix Skinner</strong>, der den größeren Gesangsteil übernimmt und anstelle eines Instruments eurer Wahl ein Sample Pad umgeschnallt hat, dessen Tasten rot glühen. Ein Bild für sich.</p>
<p>Gemeinsam erschafft das Duo einen Mahlstrom aus Black Metal, Drone, Noise, Elektro, Industrial und Synthwave, der mir direkt unter die Haut geht. Kannte ich im Vorfeld nur das hervorragende Album &#8222;<del>Youth</del>&#8222;, so können mich die restlichen Songs heute morgen vom Fleck weg überzeugen, auch wenn sie jeden glücklichen Gedanken zu verschlingen drohen. Kurz vor drei und nach einem extrem kurzweiligen Set entlässt mich das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> 2018 schließlich aus seinen Fängen hinein in die milde sächsische Nacht.</p>
<h4 style="text-align: center;">Mein Fazit</h4>
<p>Und schon ist es wieder vorbei, das vielleicht speziellste Festival Leipzigs. Wieder einmal wurde ich von einigen Bands und Gimmicks überrascht und überzeugt (<strong>BELL WITCH</strong>, <strong>KHEMMIS</strong>, <strong>DOOM YOGA</strong>!) die ich so wohl bei kaum einem anderen Festival jemals geboten bekommen würde. Trotz kritischer Stimmen, dass das diesjährige Line Up deutlich schwächer gewesen sei, als in den Vorjahren, muss ich sagen, dass ich diesen Eindruck nur bedingt bestätigen kann. Leer waren die Reihen vor der Bühne zu keinem Zeitpunkt und auch von offensivem Desinteresse fehlte jede Spur. Sicherlich gefällt nicht jedem jede Band gleich gut, aber dennoch hat man es auf dem <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> mit einer Auswahl an Künstlern zu tun, die man in dieser Zusammenstellung auf keinem anderen deutschen Festival und in einer vergleichbaren Umgebung findet.</p>
<p>Alles in allem ist das DOL seinem Ruf auch in diesem Jahr wieder gerecht geworden und stellt schon jetzt für mich eines der Highlights des laufenden Jahres und in der nächsten Ausführung einen der Pflichttermine des zukünftigen dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener">Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-4-doom-fuer-alle-sinne/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 4 &#8211; DOOM FÜR ALLE SINNE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 3 &#8211; SLOW, DEEP AND ART</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2018 08:58:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die dunkle Kunst in Leipzig:</p>
<p>Teil 3 von Roberts Festivalbericht</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-3-slow-deep-and-art/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 3 &#8211; SLOW, DEEP AND ART</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Freitag, Tag 3 des <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>, und das Wochenende kann kommen!</p>
<p>Im Werk 2 findet heute bereits ab 13:00 Uhr der The Bridge – Art &amp; Design Market statt, auf dem auch <strong>AERIAL RUIN</strong> spielen sollen. Leider ist es mir heute nicht möglich, schon so zeitig in Leipzig zu sein, weswegen ich mir vornehme, zumindest den Markt morgen zu besichtigen.</p>
<p>Also schwenken wir gleich wieder rüber ins UT, in dem es heute mit dem Brooklyner Post Metal Outfit <strong>SANNHET</strong> losgehen soll. Zwar sind die Jungs nur zu dritt, das tut der Atmoshäre, die sie während ihrer Spielzeit aufbauen sollen, jedoch keinerlei Abbruch. Innerhalb kürzester Zeit wird eine Gitarrenwand nach der anderen hochgezogen, während all das von Blastbeats untermalt wird, die mich sofort mitreißen. Ich bin schwer begeistert. Auch wenn die Band grundsätzlich keinen Sänger hat und das Set somit rein instrumental ist und bleibt, fehlt es an nichts. Songs aller drei Alben werden aus dem Hut gezaubert, wobei die älteren Stücke nicht ganz so stark vertreten sind, wie die der noch recht frischen Platte &#8222;So Numb&#8220;, die letzten August auf <strong>Profound Lore</strong> erschienen ist. Für mich bleibts ein geiler Auftritt, der als erster des Tages fast etwas verschenkt wirkt, mich aber absolut abgeholt hat.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27089" aria-describedby="caption-attachment-27089" style="width: 957px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-27089" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8193.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="1450" width="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8193.jpg 967w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8193-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8193-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8193-750x1125.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 967px) 100vw, 967px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27089" class="wp-caption-text">Sannhet</figcaption></figure>
<p>Als nächstes treten die Washingtoner Black Metaller von <strong>ALDA</strong> an und eröffnen ihr Set mit dem Opener ihres letzten Albums &#8222;Passage&#8220;, das schon wieder drei Jahre alt ist. Verträumt und folkig ertönt <em>&#8222;The Clearcut&#8220;</em> und stimmt auf den Rest des Sets ein. Soundbedingt gehen ein paar Melodiefetzen hier und da unter, schlecht wird das Ganze aber zu keinem Zeitpunkt! Auch wenn das Quartett vor allem Songs von &#8222;Tahoma&#8220; spielt und der Auftritt durchaus solide ist, so wirken sie doch etwas weniger tight als <strong>SANNHET</strong>, oder können gar die Fußstapfen füllen, die <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> letztes Jahr hier hinterlassen haben.</p>
<p>Was dann folgt, stellt für mich die Überraschung des Tages dar. Im Vorfeld hab ich mit dem Bandnamen <strong>BELL WITCH</strong> irgendwas in Richtung Heavy Metal assoziiert. Fragt mich nicht, warum. Aus diesem Grund erwartete ich eine Mischung aus <strong>SABBATH</strong>-artigem Doom und hohem Cleangesang. Was das Duo aus Seattle aber gleich abliefern soll, ist von meiner Vorstellung meilenweit entfernt. Nur bewaffnet mit Bass und Drums bringen <strong>BELL WITCH</strong> die für mich finsterste Show des bisherigen Festivals zustande. Mit einem Sound, den ich nur mit sakral beschreiben kann, und verstörenden schwarz-weiß Aufnahmen, die im Hintergrund laufen, begeistern mich die Amerikaner innerhalb kürzester Zeit. Besonders Bassist <strong>Dylan Desmond</strong>, der beidhändig Riffs und Melodien spielt, hinterlässt bei mir bleibenden Eindruck. Die Töne dröhnen endlos lang, gefühlt vergehen Minuten zwischen den Drumschlägen, welche dadurch umso brachialer einschlagen. Trotz allem müssen <strong>BELL WITCH</strong> die Bühne schon nach einem Song wieder verlassen – und fast 60 Minuten Spielzeit!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27088" aria-describedby="caption-attachment-27088" style="width: 957px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-27088" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8391.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="1450" width="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8391.jpg 967w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8391-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8391-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8391-750x1125.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 967px) 100vw, 967px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27088" class="wp-caption-text">Bison</figcaption></figure>
<p>Die letzte Show des Tages kommt von der groovenden Dampfwalze <strong>BISON</strong>. Die Kanadier sind bestens gelaunt und haben Bock auf Rock. Bei bestem Sound drücken die Songs des Quartetts durch die Boxen und sorgen dafür, dass die letzten Kraftreserven nochmal mobilisiert werden. Also ist mitnicken und mitschwitzen angesagt. Jedoch geht es mir auch hier so, dass nach ein paar Songs eigentlich alles gesagt ist, und mir danach etwas die Höhepunkte fehlen. Aber das ist nur subjektives Genöle, dem Großteil des Publikums gefällts schließlich.</p>
<p>Wer danach noch Zeit und Bock hat, der kann sich im Werk 2 noch bis in die frühen Morgenstunden durch <strong>DBIAPB</strong>, <strong>BLISS SIGNAL</strong> und <strong>SONGS FOR PNEUMONIA</strong> mit düsterelektronischen Sounds versorgen lassen. Bei mir ist allerdings der Ofen aus und so mache ich mich langsam aber sicher auf den Heimweg, zumal es morgen schon in aller Herrgottsfrühe weiter geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener">Doom Over Leipzig Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-3-slow-deep-and-art/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 3 &#8211; SLOW, DEEP AND ART</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 2 &#8211; Von GG ALLIN bis HEIDI KLUM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2018 13:14:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heute zeigt euch Robert Einblick in Tag 2 seines DOOM OVER LEIPZIG-Tagebuchs. Wir sagen nur: Kontrastprogramm!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-2/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 2 &#8211; Von GG ALLIN bis HEIDI KLUM</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Donnerstag und Tach 2 des <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> wartet mit deutlich mehr Bands und deutlich mehr von allem auf. Jedoch mit weniger Zeit für mich, da die Konzerte schon 18:30 Uhr beginnen sollen.</p>
<p>Trotz allem schaff ichs noch halbwegs pünktlich zu <strong>OCCVLTA</strong>. Die Berliner hab ich beim bandcamp&#8217;schen Erstkontakt als zelebrierte Räudigkeit empfunden. Und tatsächlich geht es rotzig mit angepisstem Black &amp; Roll los. Sänger <strong>HORD</strong> hat so richtig die Schnauze voll und rennt keifend über die Bühne, wobei ihm sein Mikroständer ein ums andere Mal Probleme bereitet, woraufhin er seinen inneren <strong>GG ALLIN</strong> los- und das Mikro mehrfach auf seine Stirn donnern lässt. Krasser Scheiß! Spätestens beim letzten Song wird aber eine Black Metal-Walze losgelassen, mit der ich nicht gerechnet habe. Es wird stockdunkel im Saal (&#8222;Mach das Scheiß Licht aus, Mann!&#8220;) und minutenlang drischt ein Blastbeat auf mich ein. Ich bin verzückt. Blastbeat, the best Beat. Als das Licht wieder angeht, verschwinden <strong>OCCVLTA</strong> von der Bühne und ich bleibe mit gemischten Gefühlen zurück. Teils richtig krass, teils nicht so meins.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1991830006/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;lt;a href=&#8220;http://occvlta.bandcamp.com/album/night-without-end&#8220;&amp;amp;gt;Night Without End by OCCVLTA&amp;amp;lt;/a&amp;amp;gt;</iframe></p>
<h4>Es folgt das absolute Kontrastprogramm</h4>
<p>Ich kanns gar nicht überbetonen. Als hätten <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> als Vorband von <strong>André Rieu</strong> gespielt. Das Duo <strong>FATHER MURPHY</strong> betritt im weißen Kommunionskleidchen die Bühne und liefert&#8230; ja, was eigentlich? Okkulten, minimalistischen Sing Sang, der mal ergreifend atmosphärisch, mal repetitiv nervig wird. So richtig kapier ich nicht, was hier passiert und wähne mich öfters im falschen Bewusstseinszustand, zumal die Voraussetzungen für diese Musik nach einer viertelstündigen Blastorgie auch ziemlich schwer sind. Erst nach knapp der Hälfte der Spielzeit betritt Noise-Göttin <strong>JARBOE</strong> schließlich die Bühne, die sie vorher nur von der Empore überblickt hat und begeistert mich schon nach kurzer Zeit mit ihrer einzigartigen Stimme. Jedoch gibt sich die Ex-<strong>SWANS</strong> Sängerin heute sehr introvertiert, während sie die Texte aus einem Notizbüchlein vorzutragen scheint. Dennoch ist die Songauswahl für diese Verhältnisse fast schon von popmusikalischer Eingängigkeit, wobei mir die Mantren von <strong>FATHER MURPHY</strong> hin und wieder wie hippieske Jam Sessions unter Drogen am Lagerfeuer vorkommen. Ich bin nachhaltig verwirrt, und zu mindestens 50% angetan.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27074" aria-describedby="caption-attachment-27074" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27074 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27074" class="wp-caption-text">Father Murphy &amp; Jarboe</figcaption></figure>
<p>Die Slowenen von <strong>LEECHFEAST</strong> treten an und können mich mit ihrem schön abartig klingenden Gesang erstmal begeistern. Tief, langsam, donnernd und schiebend dröhnt der Sound der vier Jungs durch die Halle und lädt erstmal zum mitnicken ein. Hier und da gesellt sich etwas ganz dezente Elektronik in die Musik und sorgt für ein paar unerwartete Einsprengsel. Ich suche mir die Wand, die der Bühne gegenüber liegt und genieße die doomige Massage. Denn wie mein guter alter Freund <strong>Wolle A. Mozart</strong> stets zu sagen pflegte: der Bass muss ficken. Und das tut er. Auf Dauer jedoch fehlen mir bei <strong>LEECHFEAST</strong> die wirklichen Höhepunkte, weswegen von der sonst guten Show nur wenig hängen bleibt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27075" aria-describedby="caption-attachment-27075" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-27075" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637.jpg" alt="" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27075" class="wp-caption-text">Big|Brave</figcaption></figure>
<p>Die vierte Band des Abends ist <strong>BIG|BRAVE</strong>. Der Sound wird repetitiver, minimalistischer und ein klein wenig schneller. Mit fast schon industrieller Gleichmäßigkeit gibt das Trio seine Riffs zum besten, wobei sich eine Entwicklung in den Songs nur langsam abzeichnet. Bald fällt mir auf, dass <strong>BIG|BRAVE</strong> bislang vielleicht am meisten polarisieren. Grund dafür ist vor allem der Gesang. Stimmbandorgien der Marke <strong>JULIE CHRISTMAS</strong> finde ich sonst außerordentlich spannend, gemeinsam mit den gewollt stumpfen Riffs ziehen sie mir heute Abend aber den letzten Zahn und reißen bedrohlich an meinem Nervenkostüm. Für andere Zuschauer bildet genau dieser Gesang die Kirsche auf dem Eis. So oder so: <strong>BIG|BRAVE</strong> haben ein Alleinstellungsmerkmal und arbeiten an ihrem eigenen Sound. Auch wenn es für mich heute nicht Liebe auf den ersten Ton war, zolle ich der Band dafür meinen Respekt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27077" aria-describedby="caption-attachment-27077" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-27077" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059.jpg" alt="" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27077" class="wp-caption-text">Myrkur</figcaption></figure>
<p>Wie war das noch gleich mit der polarisierendsten Band des Abends? <strong>Amalie Bruun</strong>, bzw. ihr schwarzmetallisches Alter Ego <strong>MYRKUR</strong>, ist der Headliner des ersten (regulären) Tages. Schon als ich die Band zum ersten Mal sah, wusste mich die stimmliche Bandbreite in den Bann zu ziehen. Heute Abend ist das nicht anders, wobei <strong>MYRKUR</strong> besonders die cleanen Passagen mit einer operettenverdächtigen Präzision wiedergibt. Meine Herren! Genau diese Gesangspassagen sind es auch, auf denen heute der Fokus liegt. Geschrei gibt es nur noch in niedrigdosierter Form, und nur bei älteren Songs. Der Großteil des Sets besteht jedoch aus Stücken des letzten Albums &#8222;Mareridt&#8220;. Während die einen die Songs mitsingen und feiern, verlassen andere den Saal und reden nicht ganz anerkennend von der <em>&#8222;Heidi Klum des Metal&#8220;</em>. So können die Geschmäcker auseinander gehen. Aber letztlich ist die Bandbreite an unterschiedlichen Bands genau das, was das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> ausmacht, dessen Hälfte mit dem Ende von Tag 2 bereits der Vergangenheit angehört.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-2/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 2 &#8211; Von GG ALLIN bis HEIDI KLUM</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 1 &#8211; Im Lichtspielhaus der Finsternis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 12:12:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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		<category><![CDATA[A Girl Walks Home Alone At Night]]></category>
		<category><![CDATA[church of ra]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
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		<category><![CDATA[Ethno]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
		<category><![CDATA[The Black Heart Rebellion]]></category>
		<category><![CDATA[UT Connewitz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig - hier zieht es seit Jahren etliche hin. Doch nicht nur hippe Styler, nein, auch Freunde handfester Musik mit (dunkler) Seele.<br />
Doom over Leipzig:<br />
Robert öffnet sein Tagebuch!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-1/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 1 &#8211; Im Lichtspielhaus der Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder einmal zieht es mich an diesem Mittwoch in den Leipziger Süden, um den düsteren Klängen zu huldigen. <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1" target="_blank" rel="noopener">Das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> ruft erneut</a> – und ich folge.</p>
<p>Wie so oft bei diesem Festival der Besonderheiten, ist schon der erste Tag nicht nach dem gleichen Schema aufgebaut, wie jedes x-beliebige andere. Sollen die nächsten drei Abende mehr oder weniger normale Konzertabende mit vier bis fünf Bands werden, so betreten heute nur die<strong> Church Of Ra</strong>-Anhänger <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> die Bretter. Der Grund dafür ist so einfach wie interessant. Das belgische Quintett hat sich den iranischen &#8222;Vampir-Western&#8220; (O-Ton Ankündigung) <strong>&#8222;A Girl Walks Home Alone At Night&#8220;</strong>&nbsp;genommen und eigens dafür einen alternativen Soundtrack geschrieben.</p>
<p>Folglich wird heute der Film gezeigt, während die Band die Musik dazu spielt. Ich kann mich nicht dran erinnern, sowas schon mal live gesehen zu haben.</p>
<h4>Fangen wir also von vorne an</h4>
<p>Da die Spielzeit des Films, und damit des Sets, nur eine Stunde und vierzig Minuten betragen soll, beginnt der Abend im Vergleich zu den folgenden recht spät. Der Einlass ist für 20:30 Uhr geplant, Startschuss ist um 21:00. Also mache ich mich kurz nach acht auf den Weg nach Leipzig. Untypischer Weise schaffe ich es sogar pünktlich in das von mir sehr geschätzte UT, welches mich an diesem eigentlich viel zu heißen Frühlingstag mit angenehmer Kühle in seinen steinernen Hallen empfängt. Ich atme durch und fühle mich fast augenblicklich zu Hause. Die ersten bekannten Gesichter werden belächelt und begrüßt (checkt <strong><a href="https://welostyrs.bandcamp.com/">YRS</a>.</strong> wenn wir einmal dabei sind!) und der Weg vor die Bühne angetreten.</p>
<p>Da die Veranstaltung heute teils Filmvorführung, teils Konzert ist, ist auch das UT teilweise bestuhlt. Nachdem ich ausreichend infantile Witzchen genau darüber gerissen habe, suche ich mir einen Platz im Auditorium. Für diejenigen, die nur noch auf dem Boden Platz gefunden haben, werden Sitzkissen zur Verfügung gestellt, sodass man es sich bequem machen kann.</p>
<p>Veranstalter und Hüne <strong>Alex</strong> von der <a href="https://www.facebook.com/SwanseaConstellation/" target="_blank" rel="noopener">Swansea Constellation</a> tritt zunächst vor das Publikum und begrüßt eben jenes zu der Veranstaltung. Im gleichen Atemzug bittet er die Zuschauer um Ruhe während der Vorführung und wünscht viel Spaß. Das find ich ebenso sympathisch wie den Fakt, dass während der Show keine Getränke ausgeschenkt werden und Flaschenklirren somit auf ein Minimum reduziert werden sollte. Das Licht wird gedimmt und kurz nach neun betritt die Band die Bühne.</p>
<h4>Der Film beginnt</h4>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/JGoAH55nuzI?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun befinde ich mich als unschuldiger Zuschauer und Berichterstatter natürlich in ner Scheiß Situation, kann ich doch einigermaßen sinnvoll über Musik, aber deutlich weniger über Filme <del>herziehen</del>&nbsp;reden. Möglichst ohne zu spoilern möchte ich euch aber zumindest die Rahmenhandlung des Films nicht vorenthalten. Im Zentrum des Geschehens stehen einige wenige Charaktere in der fiktiven iranischen Stadt Bad City. Kaputte und vom Schicksal gebeutelte Gestalten sind es, die mir vorgestellt werden und ihr kriminelles, drogenverseuchtes, naives und erbärmliches Dasein fristen. Verknüpft werden die Schicksale all jener Personen durch eine nicht weiter benannte junge Frau, die in einem Strudel von Mord, Romantik und Erlösung nicht nur Bissspuren hinterlässt. Soviel zum Versuch der Beschreibung. Wer was mit <strong>Jim Jarmusch</strong>, <strong>Darren Aronofsky</strong> und <strong>Tarantino</strong> anfangen kann, sollte mal reinschauen, wobei ich nicht sagen kann, wie der Film ohne die Musik der Belgier wirkt.</p>
<p>Im Vorfeld hab ich vermutet, dass <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> den Film quasi auf stumm schalten und die gesamte Spielzeit über Musik liefern, aber ich werde eines Besseren belehrt. Der Film wird in Originalton abgespielt, belgische und englische Untertitel laufen simultan. Die Musik der Band kommt jedoch nur in Schlüsselszenen zum Einsatz, sodass für ca. die Hälfte des Films der Fokus nur auf Bildern und wenigen Dialogen liegt.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3967654453/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://theblackheartrebellion.bandcamp.com/album/the-black-heart-rebellion-plays-a-girl-walks-home-alone-at-night&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;The Black Heart Rebellion plays A Girl Walks Home Alone At Night by The Black Heart Rebellion&amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Und was soll ich sagen? Die Songs, die <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> für den Film geschrieben haben, passen hervorragend. Zum einen wurden orientalisch anmutende Klänge in das Soundgefüge integriert, um den kulturellen Hintergrund des Films zu stützen, andererseits aber auch gewaltige Ausbrüche zelebriert, die in den jeweiligen Szenen den Bildern noch mehr Gewalt verleihen. Klang und Bild funktionieren zusammen wirklich grandios. Es wird mit wiederkehrenden Melodien gearbeitet, die zwar nicht als Leitmotive herhalten, der Musik aber dennoch Halt und Kontinuität verschaffen. Besonders muss ich die Gesangsleistung von <strong>Pieter Uyttenhove</strong> hervorheben, der, wie er mir im Nachhinein versichert, ohne Netz und doppelten Boden mongolischen Untertongesang rauszimmert, der mir die Kinnlade mehrfach gen Boden abhauen lässt. Der finale Song gibt noch einmal alles und nimmt mehrere vorher verwendete Melodien wieder auf, wobei sie nun mit deutlich mehr Bombast durch das UT dröhnen. Langsam verklingt die letzte Note und der Abspann des Films flackert über die Wand. Meine Gänsehaut bleibt noch ein Weilchen.</p>
<p>Zwar hab ich im Voraus eine ungefähre Vorstellung von <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> gehabt, aber damit hab ich so definitiv nicht gerechnet. Heute Abend hat sich die Band mit diesem speziellen Auftritt einen Platz in meinem Herzen erspielt und die Auftaktveranstaltung des <strong>DOOM OVER LEIPZIG 2018</strong> zu einem interessanten Ereignis gemacht, das ich so noch nicht erlebt habe.</p>
<p>Gegen 23:00 Uhr enden Konzert und Abend für mich und ich trete den Heimweg an. Doch schon morgen sollen die nächsten Highlights auf mich warten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener">Doom Over Leipzig Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-1/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 1 &#8211; Im Lichtspielhaus der Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Stein, Schwere, paar Bier &#8211; DOOM OVER LEIPZIG RUNDE VIII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kinder, wie die Zeit vergeht. Da hat das neue Jahr grad erst begonnen und schon ist der Januar wieder rum und die Tage verfliegen. Einigen von uns kann es trotzdem kaum schnell genug gehen, denn obgleich über die Republik verteilt stets und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/stein-schwere-paar-bier-doom-over-leipzig-runde-viii/">Stein, Schwere, paar Bier &#8211; DOOM OVER LEIPZIG RUNDE VIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder, wie die Zeit vergeht. Da hat das neue Jahr grad erst begonnen und schon ist der Januar wieder rum und die Tage verfliegen. Einigen von uns kann es trotzdem kaum schnell genug gehen, denn obgleich über die Republik verteilt stets und ständig irgendwas los ist, muss ich für einen ganz besoderen Leckerbissen noch bis Ende April warten. Denn dann findet, wie jedes Jahr, das einzigartige <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>&nbsp;statt, <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/" target="_blank" rel="noopener">das mich schon in den Vorjahren begeistern konnte.</a>&nbsp;</p>
<p>Auch in diesem Jahr und in seiner achten Ausführung verspricht das <strong>DOL</strong> ein Event sondersgleichen zu werden. Denn erneut hat das Team der <strong>Swansea Constellation</strong> keine Mühen gescheut, um das wunderschöne, steinerne <strong>UT Connewitz</strong> an diesem verlängerten Wochenende zum Epizentrum eines musikalischen Mikrokosmos zu verwandeln.</p>
<p>Denn obwohl der Titel anderes vermuten lässt: das&nbsp;<strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> ist keineswegs nur ein Festival für Musik, deren Ziel es ist, das Tempo unterhalb der Wahrnehmungsschwelle zu verlagern. Viel mehr ist Leipzig, spezieller das<strong> UT</strong>, in den vergangenen Jahren zu einer Heimat experimenteller, und nicht ausschließlich rauer Musik geworden, die dennoch gleichermaßen in der Dunkelheit wurzelt. So erhebt das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>&nbsp;auch Anno 2018 im Gegensatz zu vielen anderen Festivals den Anspruch (bzw. überhaupt einen Anspruch), Kunst zu präsentieren.</p>
<h4>Die Bands</h4>
<p>Im kommenden April werden dafür Bands wie <strong>MYRKUR</strong>, <strong>YELLOW EYES</strong> und <strong>CELESTE</strong> die steinernen Wände zum bröckeln bringen. <strong>THE OCEAN</strong> beehren das Lichtspielhaus mit der ganzheitlichen Aufführung von &#8222;Precambrian (Proterozoic)&#8220;, die ehemalige <strong>SWANS</strong>-Sirene und Krachgöttin <strong>JARBOE</strong> wird gemeinsam mit <strong>FATHER MURPHY</strong> auftreten, die New Yorker <strong>SANNHET</strong> geben sich die Ehre und <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> führen ihren eigenen Soundtrack zum Film &#8222;A Girl Walks Home Alone At Night&#8220; auf. Noch Fragen?</p>
<h4>Die Locations</h4>
<p>Doch das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> wäre nicht das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>, wenn es da nicht noch mehr gäbe. Denn unter dem Titel &#8222;The Bridge&#8220; wird auch eine Ausstellung, die traditionell alle Tage geöffnet ist, wieder Teil des Programms sein. Und noch eine Tradition darf nicht unerwähnt bleiben: die Verlagerung des Geschehens vom <strong>UT</strong> in eine andere Lokalität. Wurden in den letzten Jahren das Institut für Zukunft oder die Paul-Gerhardt-Kirche dafür genutzt, so wird es in diesem Jahr das Werk 2 sein, in welchem <strong>UNIFORM</strong> und <strong>WRECK AND REFERENCE</strong> auftreten, um den Samstag und das Festival ausklingen zu lassen.</p>
<p>Wem das immernoch nicht genug Gründe sind, sich auf den Weg nach Leipzig zu machen, der kann sich <a href="http://www.doomoverleipzig.com/artists/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a> das gesamte Line Up ansehen.</p>
<p>Der Vorverkauf ist bereits gestartet, sodass ihr eure Tickets <a href="http://www.doomoverleipzig.com/tickets/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a> erwerben könnt – und solltet. Denn das <strong>DOL</strong> ist definitiv ein Festival, das auf weiter Flur ohne Konkurrenz dasteht und nicht nur deshalb jeden Besuch wert ist.</p>
<hr>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>DOOM OVER LEIPZIG VIII</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>18.04.2017 &#8211; 21.04.2018</strong><br />
<strong>UT Connewitz, Leipzig</strong></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener">Website</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1486100738148318/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/stein-schwere-paar-bier-doom-over-leipzig-runde-viii/">Stein, Schwere, paar Bier &#8211; DOOM OVER LEIPZIG RUNDE VIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig: Tag 3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 11:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolves In The Throne Room]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und schon ist es Samstag und der letzte Tag des Doom Over Leipzig angerückt. Endete der gestrige Freitag (zumindest hier im UT) mit einer Drei-Mann-Band, so ist es heute ebenfalls ein Trio, das den Abend eröffnet. Es handelt sich um die Schweden ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Und schon ist es Samstag und der letzte Tag des Doom Over Leipzig angerückt.</h4>
<p>Endete der gestrige Freitag (zumindest hier im UT) mit einer Drei-Mann-Band, so ist es heute ebenfalls ein Trio, das den Abend eröffnet. Es handelt sich um die Schweden von <strong>MONACHUS</strong>, die mir im Vorfeld absolut kein Begriff gewesen sind. Aber heidewitzka! Was die Jungs hier abliefern, raubt mir bereits nach wenigen Takten die Fähigkeit still zu stehen! Extrem druckvoll, atmosphärisch und sowohl mit starken Songs, als auch tollem Sound ausgestattet, bauen die Jungs aus Göteborg eine Klangwand auf, die mich völlig überfährt und flutenartig mitreißt. Ich erinnere mich an den Auftritt von <strong>AMENRA</strong>, auf dem Doom Over Leipzig vor zwei Jahren, der bei mir ein vergleichbares Gefühl hinterlassen hat. Seitdem habe ich kaum ein Konzert gesehen, das genau in die gleiche Kerbe geschlagen hätte. Dabei sind <strong>MONACHUS</strong> mit ihrer Kombination aus Sludge, Post Metal und Doom alles andere als ein Abklatsch der Belgier und lassen auch niemanden an Fleischerhaken von der Decke hängen. Dennoch ist der Auftritt sehr eindrücklich, wofür vor allem die schwer groovenden Songteile verantwortlich sind, die sich immer wieder mit ruhigeren, aber spannungsgeladenen Parts abwechseln und so durchaus ein Faible für Bands der Marke <strong>CULT OF NEURISIS</strong> offenbaren – jedoch ohne stumpf abzukupfern. Unbedingt auf dem Schirm behalten!</p>
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<p>Im Anschluss spielen <strong>COME TO GRIEF</strong> und haben direkt gar nichts mehr mit Atmosphäre zu tun. Der „Suicidal, Depressive Sludge Metal“ des Quartetts aus Boston erinnert mich hier und da an <strong>EYEHATEGOD</strong>, jedoch mit deutlich mehr Doom-Schlagseite, tieferen Gitarren – und nicht so guten Songs. Denn nachdem mich <strong>MONACHUS</strong> gerade eben noch gut abholen konnten, wirkt das Set von <strong>COME TO GRIEF</strong> ziemlich arm an Höhepunkten, weshalb sich die 40 Minuten Spielzeit ziemlich dehnen. Auch wenn Sänger <strong>Jonathan Hébert</strong> seine Verzweiflung hemmungslos in die Welt, oder besser: in den Saal kreischt, lösen <strong>COME TO GRIEF</strong> keinerlei emotionale Regung bei mir aus, zumal Gitarrist und Gründer <strong>Terry Savastano</strong> (Ex- <strong>GRIEF</strong>) mit seiner spürbaren Bewegungsfreude die Grundstimmung etwas konterkariert und seine Mitstreiter hinter sich verschwinden lässt. Ein Auftritt, der mir nicht viel gibt, die Leute aber auch nicht aus dem Saal jagt.</p>
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<p>Die Finnen von <strong>SINK</strong> wildern danach in vollständig anderen Gefilden. Davon, dass die Band unter Drone/Black Metal bei metal-archives.com geführt wird, ist heute nur bedingt etwas zu spüren. Als würde man <strong>DEPECHE MODE</strong>, Elemente der <strong>SWANS</strong> und <strong>MENACE RUINE</strong> miteinander in einen Mixer werfen, konstruieren <strong>SINK</strong> einen Sound, der sich nicht nur von den anderen Bands des <strong>Doom Over Leipzig</strong> abheben dürfte. Bereits beim Anblick von Saxophon und Klarinette auf der Bühne, machen Hirn und Herz Freudensprünge, darauf gefasst, gleich einen Ohrgasmus nach dem anderen zu bekommen. Weckte das letzte Album &#8222;Ark Of Contempt And Anger&#8220; vor den heimischen Boxen im Vorfeld Interesse und Lust auf mehr, so weiß der Gesamtsound von <strong>SINK</strong> live leider nicht ganz so sehr zu fesseln. Obwohl ich den Songs absolut das Potenzial beimesse, hypnotische Stimmung zu erzeugen, kommt es heute, zumindest bei mir nicht dazu, und lässt den Auftritt etwas an den Erwartungen scheitern, die ich an ihn hatte.</p>
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<p>Und das Tempo wird wieder angezogen. Die vermutlich einzige Band des Festivals, die deutliche Death-Metal-Einflüsse aufweist kündigt sich an: <strong>INTER ARMA</strong>.<br />
Zwischen schweren Doomparts, stampfenden, mitunter repetitiven Riffs und eruptiven Blastattacken, schwankt das Quintett aus Virginia unfassbar präzise und schaltet von einer Sekunde auf die nächste von Hochgeschwindigkeit auf Zeitlupentempo um. Besonders Schlagzeuger <strong>T.J. Childers</strong> haut mich mit seiner Leistung völlig aus den Socken, und hinterlässt nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck! Auch wenn ich emotional nicht so richtig weiß, was ich genau fühlen soll, reißen mich <strong>INTER ARMA</strong> mit den vor allem vom letzten Album &#8222;Paradise Gallows&#8220; stammenden Songs mit. Was die Jungs aus Richmond hier abliefern grenzt an Hochleistungssport! Sicherheitshalber würde ich nach diesem Auftritt mal nen Gutachter ins UT schicken, um zu checken, ob die Statik nicht nen Knacks wegbekommen hat!</p>
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<p>Wir kommen zum Höhepunkt des Festivals und wenn ich mir den dicht gedrängten Saal so anschaue, bin ich mit diesem Eindruck nicht alleine. Kaum ein freier Zentimeter lässt sich im UT noch finden, zumal es den Anschein erweckt, als hätten viele Leute das <strong>Doom Over Leipzig</strong> nur heute und zu einem Anlass besucht: <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong>.</p>
<p>Lange und ausgiebig wird die Bühne umgeräumt, das Schlagzeug umgebaut und mehrere drei Meter hohe Banner aufgestellt. Bereits im Vorfeld ließen sich überall im Raum Schilder finden, auf denen strengstens davon abgeraten wurde Fotos mit Blitzlicht zu machen. Man darf also darauf schließen, dass die Show in nicht allzu grellem Schein erstrahlen wird.</p>
<p>Und tatsächlich wird die Bühne nahezu nicht beleuchtet, einzig die Banner werden angestrahlt und kleine Lampen an den Gitarren spenden etwas Licht. Doch bevor der erste Ton erklingt, werden Baumzweige und Blätter verbrannt, um das UT in den passenden Geruch zu hüllen. Es bahnt sich kein Konzert an, sondern ein Ritual.</p>
<p>Nachdem die live zum Quintett angewachsene Band mit <em>&#8222;Dea Artio&#8220;</em>, dem Opener des zweiten Albums &#8222;Two Hunters&#8220; in ihr Set startet, gibt es spätestens mit dem folgenden <em>&#8222;Vastness and Sorrow&#8220;</em> kein Halten mehr. Köpfe rotieren, Haare fliegen, minutenlange Blastbeats fegen durch die steinerne Halle.</p>
<p>Bis zum letzten Song verbleibt die Bühne in Dunkelheit, während zwischen den Songs immer wieder aufs neue Zweige verbrannt werden und die Publikumsinteraktion einzig im recken der Weinflasche besteht. Doch scheiß drauf, wer braucht hier Licht, wer braucht hier Gelaber? Es geht einzig und allein um die Songs, und die packen bis zum abschließenden <em>&#8222;Queen Of Borrowed Light&#8220;</em> so ziemlich jeden Besitzer zweier Ohren im Raum.</p>
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<p>Noch Minuten nachdem der letzte Ton verklungen ist, tobt der Beifall im Raum und lässt die Hoffnung auf eine Zugabe steigen, zumal das Saallicht nicht angeht und auch keine Instrumente von der Bühne geräumt werden. Doch was jetzt kommt ist keine Zugabe der Band aus Washington, sondern <strong>COMMON EIDER, KING EIDER</strong>.</p>
<p>Dass die Band schon spielt, bemerke ich allerdings nicht sofort. Denn zum einen ist die Bühne weiterhin in völlige Dunkelheit gehüllt, zum anderen ist die Musik weder laut genug, um sie als Auftritt wahrzunehmen, noch hebt sie sich sonderlich von der sonstigen Pausenmusik ab. Deshalb dauert es eine Weile, bis ich mir dessen Gewahr werde, dass hier bereits eine Band auf der Bühne steht. Oder besser sitzt. Denn <strong>COMMON EIDER, KING EIDER</strong> bestehen nur aus zwei Mitgliedern, die hockend Trommeln, Gongs, Pedale und eine Violine bespielen, dabei jedoch erst langsam von den noch im Raum verbliebenen Zuschauern zur Kenntnis genommen werden.<br />
Es herrscht das gleiche Phänomen, wie tags zuvor bei <strong>GROUPER</strong>: die Musik selbst ist nicht laut und vereinnahmend genug, als dass sie die Geräusche und Gespräche übertönen könnte und verkommt, so zumindest mein Eindruck, für viele zu einer Randnotiz, für die das Festival mit <strong>WITTR</strong> bereits geendet hat. Dennoch sammelt sich nach und nach ein beschauliches Grüppchen vor der Bühne, was dem Duo nach dem Auftritt auch angemessen applaudiert.<br />
Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Großteil der Besucher bereits verschwunden ist und das Festival somit eher seicht und plätschernd ausklingt, als mit einem Hammerschlag zu enden.</p>
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<p>Wieder einmal ist ein <strong>Doom Over Leipzig</strong> vorbei. Wieder konnte ich leider nicht alle, der zahlreichen Angebote und Möglichkeiten nutzen. Wieder einmal gab es Bands, die mich vom Hocker gerissen haben, Neuentdeckungen und Enttäuschungen. Was bleibt, ist der erneut bestätigte Eindruck, dass das <strong>Doom Over Leipzig</strong> im Süden der sächsischen Metropole ein Garant für eine Sammlung hochkarätiger Namen experimenteller, avantgardistischer und eindrucksvoller Nischenmusik ist und bleibt, weswegen ich der Swansea Constellation auch in diesem Jahr dafür danken möchte, ein Festival auf die Beine gestellt zu haben, das in puncto Location, Bandauswahl und Gesamtangebot nur schwerlich an irgendetwas anderem zu messen ist, das mir bekannt wäre.</p>
<p>Auch wenn die Preisentwicklung in den letzten Jahren klar erkennbar nach oben ging, (was vielleicht auch mit der diesjährigen Bandauswahl zusammenhängt) bietet das <strong>Doom Over Leipzig</strong> immer noch ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das mehr als akzeptabel ist. So haben sich auch in diesem Jahr die Fahrten rüber nach Leipzig für mich gelohnt und bereits jetzt blicke ich dem nächsten Jahr entgegen, gespannt der Dinge, die dann auf mich und zahlreiche weitere Besucher warten werden.</p>
<p>Danke <a href="https://www.facebook.com/utconnewitz/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UT</a>, danke <a href="https://www.facebook.com/SwanseaConstellation/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Swansea</a>, dangä Leipdsch!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/doomoverleipzig/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a></p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a></p>
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		<title>Im Sog der Schwere &#8211; Doom over Leipzig 2017: Tag 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
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		<category><![CDATA[Unearthly Trance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Freitag, Tag zwei des Doom Over Leipzig! Da es im UT heute schon früher losgeht, ich allerdings erst später dort sein kann, und die Spielzeiten außerdem nicht mehr so verteilt sind wie gestern, verpasse ich den Opener des zweiten Tages: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom over Leipzig 2017: Tag 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Es ist Freitag, Tag zwei des <strong>Doom Over Leipzig</strong>!</h4>
<p>Da es im UT heute schon früher losgeht, ich allerdings erst später dort sein kann, und die Spielzeiten außerdem nicht mehr so verteilt sind wie gestern, verpasse ich den Opener des zweiten Tages: <strong>SUMA</strong>.</p>
<p>Die Stimmen aus dem Volk sind geteilter Meinung zu der Show der Schweden. Während die einen das angeblich überaus fette Brett sehr loben, bemängeln andere, dass sie sich zu wenig von anderen Bands unterschieden hätten. Das letzte Album &#8222;The Order Of Things&#8220; bietet meines Empfindens nach gleichermaßen Raum für beide Aussagen: massive Musik, die das Rad allerdings nicht neu erfindet. Um die Livequalitäten beurteilen zu können, muss ich wohl auf die nächste Chance warten.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Die zweite Band des Tages heißt <strong>PINKISH BLACK</strong>.</p>
<p>Das texanische Duo ist mit ihrem letzten Album &#8222;Bottom Of The Morning&#8220; bereits auf Relapse Records gelandet und veranstaltet hier und heute eine ziemlich einzigartige Show. Geboten bekomme ich eine Mischung aus elektronischen Klängen, drückendem Bass und vereinzelt krummen Takten, die hemmungslos zu grooven wissen. Würde man <strong>THE ALGORITHM</strong> mit Weed und Pilzen füttern, dann könnte das Ergebnis in etwa so klingen. Dafür, dass es außer dem Schlagzeug kein „richtiges“ Instrument auf der Bühne gibt, kriecht ein ziemlich doomiger Sound durch den Saal, der mich sehr schnell begeistern kann. Die Zusammensetzung von Psychedeliceinflüssen, Dronesounds und abgefahrenen Synthesizerklängen ist so definitiv mal was Eigenes, nicht nur auf diesem Festival.<br />
Darüber hinaus sind Schlagzeuger <strong>Jon Teague</strong> und Synthiemeister <strong>Daron Beck</strong> perfekt aufeinander eingestimmt. Ein Blick, ein Nicken reichen hier aus, um genau zu wissen, was als nächstes kommt und den Einsatz der Stücke zielgenau zu treffen.<br />
Ein Auftritt, der zumindest mich begeistert und Lust auf mehr macht. Unbedingt nochmal anhören.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Es geht weiter mit <strong>ALARIC</strong>, die sich momentan zusammen mit <strong>PINKISH BLACK</strong> auf Tour befinden. Die Unterschiede zu den Tourkumpanen sind schnell ausgemacht: zum einen sind <strong>ALARIC</strong> zu viert unterwegs, und klingen andererseits deutlich introvertierter. Das Gesamtgemisch der Kalifornier setzt sich aus Post Punk und dunkelschwarzen 80er-Einflüssen zusammen, die durchaus gut funktionieren. Da mir die Umstellung von rosa-schwarz zu schwarz-schwarz allerdings nicht so leicht fällt, dauert es eine Weile, bis ich mich in den Sound von <strong>ALARIC</strong> einfinde, der den Saal anständig mit Publikum füllt. Während vor allem Sänger <strong>Shane Baker</strong> eine Performance darbietet, deren Emotionalität man ihm durchweg abnimmt, werden über die Dauer der gesamten Show Bilder auf die Wand hinter den Musikern projiziert, was die Stimmung zusätzlich unterstützt. Hier und da muss ich an <strong>BEASTMILK</strong> denken, während es mir doch bis zuletzt schwer fällt, mich gänzlich in <strong>ALARIC</strong>s Musik fallen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Es folgt ein noch krasserer Bruch, als zwischen den beiden Bands, die ich heute bereits gesehen habe. Die New Yorker von&nbsp;<strong>UNEARTHLY TRANCE</strong> sind angerückt, um in eine gänzlich andere Richtung zu stürmen. So spielt das Trio sludgigen Doom, der zwar dreckig-drückend ist, aber kaum etwas bietet, was im Ohr bleibt. Unearthly? Ja! Trance? Nein! Denn wirklich abgeholt werde ich hier nicht, obwohl einige Passagen durchaus zum Mitnicken einladen. Doch besonders da sich die Bass- und Gitarrenlinien nur in Ausnahmefällen klar voneinander unterscheiden, stellt sich mir das Gesamtpaket auf Dauer als ziemlich höhepunktsarm dar. Zeit für mich, um mal etwas frische Luft zu schnappen. Geschmäcker sind schließlich verschieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Was <strong>OXBOW</strong> im Anschluss liefern, bewegt sich irgendwo in der Schnittmenge von Spoken Word Performances, Jazz, Noise, Rock, <strong>TOM WAITS</strong> artigen Geschichten und einer Stripshow. Denn Sänger und Frontsau <strong>Eugene Robinson</strong> kommt zunächst in einem Outfit auf die Bühne, das ihn wie einen Dorfprediger erscheinen lässt, nur um sich Song für Song immer weiteren seiner Kleidungsstücke zu entledigen. Die Musik, die dabei geboten wird, ist genauso schwer verdaulich, wie vereinnahmend. Obwohl mir kaum etwas im Ohr bleibt und man eigentlich weder mitsingen, noch mitnicken kann, wirkt der Auftritt auf mich extrem kurzweilig – ohne, dass ich hinterher richtig begreifen kann, was mich da eigentlich getroffen hat. Da <strong>OXBOW</strong> bereits mehr als 20 Jahre auf dem Buckel haben, ist der Saal auch brechend voll, auch wenn es offenbar auch noch anderen Leuten so geht wie mir, und sie nicht so ganz verstehen, was hier abgeht. Ich schätze, ich muss das demnächst mal bei meinem Therapeuten ansprechen und das Ganze langsam verdauen, denn ein Erstkontakt dieser Art ähnelt nem Rendezvous mit einem Schnellzug und lässt in den analytischen Gesprächen danach, aufgrund der Komplexität, die Kreation „Schach Metal“ entstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Ich will ja nicht gegen <strong>UNEARTHLY TRANCE</strong> wettern, aber <strong>SUMAC</strong> kreieren zu dritt einen deutlich packenderen Sound.<br />
Aber wen wunderts? Schließlich beackert hier <strong>Aaron Turner</strong>, der mit <strong>ISIS</strong> ein ganzes Genre beeinflusst und mit seinem Label <strong>Hydra Head</strong> experimenteller Musik eine Plattform gegeben hat, die Gitarre und den Gesang.</p>
<p>Und ich muss sagen, dass die Wucht und Finsternis, in die <strong>SUMAC</strong>&nbsp;das Doom Over Leipzig im Verlauf ihrer fast einstündigen Spielzeit stürzen&nbsp;ungeheuer intensiv und packend ist. Dafür ist nicht nur <strong>Turners</strong> Bühnenpräsenz verantwortlich, sondern auch die musikalische Breite, die hier mit nur drei Instrumenten aufgefahren wird! Wie immer wieder alle drei Bandmitglieder gegeneinander arbeiten, nur um dann wieder zueinander zu finden, ist spektakulär! Sowohl Songs von &#8222;What One Becomes&#8220; als auch &#8222;The Deal&#8220; werden durch den Saal gefeuert, bis der Auftritt kurz nach halb 1 endet und <strong>Aaron Turner</strong> allen Anwesenden empfiehlt, sich die wenig später spielenden <strong>GROUPER</strong> noch anzusehen und sich etwas von der Liebe anzunehmen, von der jene Musik handelt. Eine Ansage wie ein Hammerschlag, nach einem Set, das keinen Stein auf dem anderen gelassen hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-16750" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904.jpg" alt="Doom Over Leipzig" width="5472" height="3648" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904.jpg 5472w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5472px) 100vw, 5472px" /></p>
<h4>Ein eigenwilliger Ausklang&#8230;im Gotteshaus</h4>
<p>Nicht wenige leisten dem Rat Folge und finden sich wenig später in der nahe gelegenen <strong>Paul-Gerhardt-Kirche</strong> ein, um sich <strong>GROUPER</strong> anzusehen. Richtig gelesen, denn das Ambient-Projekt von<strong> Liz Harris</strong> tritt in einem Sakralbau auf. Wobei Auftritt wahrscheinlich nicht ganz das richtige Wort ist. Denn es gibt nicht wirklich eine Bühne. Im vorderen Teil wurde lediglich eine Leinwand aufgebaut, auf die Landschaftsaufnahmen projiziert werden, während die Musik von <strong>GROUPER</strong> von irgendwo her kommt. Veranstaltungen wie diese lösen bei mir immer einen bitteren Beigeschmack aus, und wecken paranoide Panik.</p>
<p>Musik, wie die von <strong>GROUPER</strong> ist unfassbar fragil, genauso wie die Atmosphäre, die sie erzeugen möchte. Jedes Klirren einer Bierflasche, jedes Lachen, jedes Gespräch, jedes fremde Geräusch arbeitet hier gegen die Musik und hindert diese daran, sich voll zu entfalten. Ein zusätzliches Problem ist, dass die Musik selbst nicht laut genug ist, als dass sie solchen Geräuschen entgegentreten, oder sie gar übertönen könnte. Irgendwann wird diese mangelnde Lautstärke für mich so anstrengend, dass es mir fast körperliche Schmerzen in den Ohren bereitet. Ich weiß nicht, ob es anderen Zuschauern so geht wie mir, oder ob die vermittelte Schwermut zu deprimierend für den Feierabend ist. Jedenfalls verlassen zunehmend mehr Leute die Kirche, während andere in der kompletten Dunkelheit der Kirche entschlummern. Nach knapp 40 Minuten endet die Projektion und startet von Neuem, was bei mir zusätzlich für Ernüchterung sorgt, da das leider offenbart, dass es zwischen Musik und Bild keinerlei konzeptionellen Zusammenhang gibt, auch wenn das vermutlich jammern auf hohem Niveau ist. Zu der Musik des Resttages passen <strong>GROUPER</strong> kaum, ins Konzept des <strong>Doom Over Leipzig</strong> aber durchaus. Da mich der Auftritt aber aus mehreren Gründen nicht komplett packt, plätschert die Musik relativ belanglos vor sich her und entlässt mich mit einem komischen Gefühl in die Nacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieder einmal öffnet mein Lieblingsschuppen in Leipzig, das UT seine Pforten, um ein Festival der Extraklasse zu präsentieren, das sich den experimentellen Nischen der Szene widmet und auch in diesem Jahr nicht wenige hochkarätige Gäste gewinnen konnte. Seit 2010 wird das Festival ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Wieder einmal öffnet mein Lieblingsschuppen in Leipzig, das <a href="https://www.facebook.com/utconnewitz/?fref=ts" target="_blank">UT</a> seine Pforten, um ein Festival der Extraklasse zu präsentieren, das sich den experimentellen Nischen der Szene widmet und auch in diesem Jahr nicht wenige hochkarätige Gäste gewinnen konnte.</strong></h4>
<p>Seit 2010 wird das Festival nun schon von <a href="https://www.facebook.com/SwanseaConstellation/?fref=ts" target="_blank"><strong>Swansea Constellation</strong></a> organisiert und konnte sich in dieser Zeit auch weit über Leipzig, Sachsen und Deutschland hinaus einen Namen machen. Über die drei Tage des Festivals hinweg wird jedoch nicht nur Musik geboten, auch Lesungen, Ausstellungen, Kolloquien und Filme gehören zum Programm des <strong>Doom Over Leipzig</strong>. All das wird in verschiedenen Örtlichkeiten im Leipziger Süden veranstaltet, die unweit voneinander entfernt sind, und deren Besuch bereits im Ticketpreis inbegriffen ist. Nachdem bereits seit Mittwoch die Ausstellung läuft und am Abend eine Lesung stattfand, die das Festival eröffnete, geht es für mich erst am Donnerstag los.</p>
<p>Nicht ganz pünktlich betrete ich das steinerne UT, während<strong> ULTHA</strong> gerade daran arbeiten, alles in Schutt und Asche zu legen. Kaum sichtbar, nur in rotem Licht und Nebel stehen die fünf Mannen aus Köln auf der Bühne und überzeugen mit ihrem eiskalten und rasenden Black Metal den bereits gut gefüllten Saal. Ein paar wenige Strahler leuchten Richtung Decke und erzeugen so den Eindruck von Säulen, die mich an Sakralbauten erinnern. Ein merkwürdiges, und dennoch sehr passendes Bild.<br />
Ganze 50 Minuten Spielzeit werden den Kölnern als erste Band gegönnt, was mich schwer begeistert und mir zeigt, dass auf dem <strong>Doom Over Leipzig</strong> niemand als Opener „verschossen“ wird, bevor die „großen Jungs“ spielen dürfen.</p>
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<p>Nachdem <strong>ULTHA</strong> und <strong>WOE</strong> kürzlich nicht in Hamburg spielen durften <a href="https://silence-magazin.de/rechtsoffen-ultha-sagen-konzert-ab/" target="_blank">(wir berichteten)</a>, bin ich umso froher, beide nun hier sehen zu können. Auf einem linken Festival. Dessen Veranstalter ausdrücklich links sind. Im ausdrücklich linken Stadtteil Leipzigs. Ich verstehe den ganzen Wirbel nicht so richtig und hoffe nur, dass nicht durch irgendwelche irrsinnigen Assoziationen bestimmter Kreise bald der Ruf entsteht, dass das <strong>Doom Over Leipzig</strong> ein Grauzonenfestival wäre, da dort mal jemand gespielt hat, der mal jemanden kannte, der mal jemanden kannte, der mal mit <strong>INQUISITION</strong> gespielt hat. „Verrückte Zeiten“ denke ich mir, während ich meine Nackenmuskulatur bei dem abschließenden und grandiosen <em>&#8222;Fear Lights The Path (Close To Our Hearts)&#8220;</em> auf Betriebstemperatur bringe.</p>
<p>Ursprünglich sollten als zweite Band <strong>(DOLCH)</strong> die Bühne betreten, doch aufgrund von verspäteter Ankunft verschiebt sich der Ablauf etwas, weshalb nun <strong>WOE</strong> die Bühne betreten.</p>
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<p>Während <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/"><strong>Jonas</strong> auf dem <strong>Vendetta Fest</strong></a> ganz begeistert von den Amerikanern war, springt bei mir der Funke heute nicht über. Handwerklich wird hier alles gut gemacht und auch auf Platte konnte das Quartett bislang beweisen, dass sie anständiges Songwriting durchaus beherrschen. Was mir heute aber den Zahn zieht, ist der undifferenzierte Sound, der mich keine einzige Gitarrenlinie heraushören und leider alles zu einem dröhnenden Einheitsbrei verkommen lässt, der keinen Spaß macht. Zusätzlich dazu passiert auch zwischen den Songs kaum etwas. Während man nach dem Eröffnungsstück noch etwas atmosphärischen Lärm macht, um notwendige Schraubereien am Drumset zu übertünchen, bleibt die Stille zwischen den weiteren Liedern ungefüllt. Ein halbherziges Heben der Bierflasche vom Bassisten ist die einzige Publikumsinteraktion – die weitestgehend unbeantwortet bleibt.</p>
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<p><strong>ORANSSI PAZUZU</strong> betreten die Bühne und brauchen zunächst eine gefühlte Ewigkeit für den Soundcheck. Doch das Warten lohnt sich! Denn spätestens mit dem zweiten Lied <em>&#8222;Saaturatio&#8220;</em>, dem Opener des letztjährig erschienenen und immer noch aktuellen Albums &#8222;Värähtelijä&#8220;, ziehen mich die Finnen in ihren Bann und haben mich bis zum Ende ihres Sets fest bei den Eiern!<br />
Mit vollem Körpereinsatz bietet das Quintett eine Show, die vor Energie nur so strotzt, weshalb sich diese auch umgehend auf das Publikum überträgt. Still stehen ist hier so gut wie unmöglich! Die repetitiven, fast schon postigen Strukturen, die bis zum Maximum Schicht um Schicht erweitert werden, lösen einen tranceähnlichen Zustand bei mir aus, der erst nach einer knappen Stunde enden wird. Besonders die Bühnenpräsenz von Keyboarder <strong>„EviL“</strong> bleibt mir im Gedächtnis, da dieser seine Tasteninstrumente völlig hemmungslos als Percussion benutzt, indem er mit Händen und Mikrofon auf ihnen herumtrommelt und dem Sound so eine weitere Nuance Wahnsinn und Atmosphäre hinzufügt. Was hier stattfindet, erinnert mich an Aufnahmen von Shows der großen <strong>SWANS</strong>, nur dass sich neben Riffs, Noise, Elektronik und Ethno-Schlagzeugmustern noch Black Metal hinzugesellt. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> sind eine Band, die die Welt braucht! Ich bin überwältigt.</p>
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<p>Inzwischen sind <strong>(DOLCH)</strong> gut angekommen und werden entsprechend als vierte Band des Abends spielen. Leider verblasst der Auftritt ziemlich und wirkt sehr gezähmt, da <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> die Messlatte weit nach oben katapultiert haben. Während mir der Sound von <strong>(DOLCH)</strong> auf Platte extrem gut gefallen hat, kann dieser Eindruck heute leider nicht angemessen in die Liveumgebung transportiert werden. Dafür bekommt die Musik, die sonst wie eine hypnotische Mischung aus <strong>CHELSEA WOLFE</strong> und <strong>URFAUST</strong> klingt, heute einen merkwürdigen Gothicunterton, den ich ums verrecken nicht verstehen kann, da die namenlose Sängerin von <strong>(DOLCH)</strong> sonst alles andere als eine klischeebehaftete Symphonic-Metal-Amsel darstellt. Mit steigender Dauer der Show kommt zunehmend Stimmung auf und nüchtern betrachtet wird hier nichts falsch gemacht, allerdings krankt das Set an dem unfreiwillig bekommenen Slot als vorletzte Band des Abends, weshalb nicht das entfacht wird, was ich von &#8222;I &amp; II&#8220; kenne.</p>
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<p>Es wird Zeit für den Headliner des ersten Tages: <strong>PALLBEARER</strong>. Obwohl mich das neue und gefeierte Album der Amerikaner noch nicht so sehr begeistern konnte, <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">wie es das bei <strong>Hannes</strong> geschafft hat</a>, erkenne ich eine gute Show, wenn ich sie sehe. Das Quartett ist heute mit einem wunderbar klaren, transparenten, vielleicht sogar dem besten Sound des Abends gesegnet. Allein diese Tatsache ist schon extrem viel wert, doch zusätzlich dazu sind <strong>PALLBEARER</strong> sowohl an den Instrumenten, als auch stimmlich äußerst souverän und grooven sich durch Songs ihrer drei Platten, was nicht nur mich zum Mitnicken, Schwelgen und begeistert sein einläd. Vielleicht sollte ich &#8222;Heartless&#8220; doch noch ein paar Hördurchläufe mehr widmen &#8230;</p>
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<p>Kurz nach 1 ist der erste Tag des <strong>Doom Over Leipzig</strong> gelaufen und ich mache mich auf den Heimweg. Heutiger Tagessieger für mich: <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>. Doch bereits morgen stehen die nächsten Köstlichkeiten auf dem Programm!</p>
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<p><a href="https://www.facebook.com/doomoverleipzig/?fref=ts" target="_blank">Doom Over Leipzig Facebook<br />
</a></p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank">Doom Over Leipzig Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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