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	<title>Fallujah Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jun 2025 04:58:30 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Fallujah Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>FALLUJAH &#8211; Paradiesvögel aus der Wüste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 08:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fallujah]]></category>
		<category><![CDATA[Tech Death]]></category>
		<category><![CDATA[Xenotaph]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tech Death ist etwas, was eurem Gehör gut tut? Dann checkt mal Sebs Meinung zu „Xenotaph“ von FALLUJAH. Hier lang. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fallujah-xenotaph/">FALLUJAH &#8211; Paradiesvögel aus der Wüste</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"><br />
<strong>FALLUJAH- &#8222;Xenotaph&#8220;</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>13.06.2025<br />
<strong>Länge: </strong>42:23<br />
<strong>Label: </strong><a href="https://www.nuclearblast.com/de">Nuclear Blast Records</a><br />
<strong>Genre:</strong> Tech-Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p style="text-align: left;">Hört eigentlich noch irgendjemand <strong>DREAM THEATER</strong>? Nein? Idioten!<br />
Und sonst so? Ach, die sind zu langsam? Hm. Selbst schuld. <strong>FALLUJAH</strong>? Die sind ok? Uh, oh, da, die haben ein neues Album? Ok, dann, rein damit.</p>
<p>Also. Die Band gibt es natürlich schon länger. Mit neuen Gesichtern wie <strong>Sam Mooradian</strong> und dem Drummer <strong>Kevin Alexander</strong> puschen sie ihre Grenzen auf &#8222;Xenotaph&#8220; in neue Sphären und schmieden ihre Träume in Töne, die einen entweder überwältigen oder überfordern können. Oder beides.</p>
<p>Die etwas überbordenden, intensiven high-Tempi-Beats, gepaart mit raumgreifenden Melodien und verträumt gröhlendem Gesang haben natürlich auch irgendwo ihre Wurzeln. Viele Einflüsse auf das Songwriting haben, so Sänger <strong>Kyle Schaefer</strong>, die &#8222;Children of Dune&#8220;-Werke und allgemein Kunst aus dem psychodelischen und dem Sci-Fi-Gebiet. Hört man auf jeden Fall. Damit wollte er sich von den traditionellen Ideen von Himmel und Hölle distanzieren und ein Gefühl <strong>für das Abstrakte</strong> in der Science-Fiction vermitteln.</p>
<p><iframe title="Xenotaph" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/ZdeDTg-XrL4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Für mich bleiben <strong>FALLUJAH</strong> auch mit ihrem neuen Album eine ganz besondere Band im Metalkosmos, eine Art Paradiesvogel (wobei der Begriff hier schon wieder fehl am Platz wirkt) in einer immer noch stark von dem schwarz/weiss Denken mit Himmel und Hölle, Gott und Satan und blabla geprägten Szene. Ihre Musik kann schnell anstrengend wirken und es fällt schwer, sich darauf zu konzentrieren. Aber sie bieten auf den 8 Tracks wieder <strong>viel zu entdecken</strong> und gleichzeitig einen schönen Soundtrack, unliebsame Kulturbanausen loszuwerden.</p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-48665 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/06/Brian_Krahe_166925-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/06/Brian_Krahe_166925-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/06/Brian_Krahe_166925-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/06/Brian_Krahe_166925-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/06/Brian_Krahe_166925-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/06/Brian_Krahe_166925.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>1. In Stars we drown<br />
2. Kaleidoscopic Waves<br />
3. Labyrinth of Stone<br />
4. The crystaline veil<br />
5. Step through the portal and breathe<br />
6. A parasitic dream<br />
7. The obsidian architect<br />
8. Xenotaph</p>
<p><a href="https://fallujah.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/FallujahOFFICIAL">Youtube</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/fallujahsf/">Instagram</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fallujah-xenotaph/">FALLUJAH &#8211; Paradiesvögel aus der Wüste</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>OBSCURA in Leipzig &#8211; Transatlantische Notenflut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 10:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[alkaloid]]></category>
		<category><![CDATA[allegaeon]]></category>
		<category><![CDATA[Brian James]]></category>
		<category><![CDATA[Conne Island]]></category>
		<category><![CDATA[Danny Tunker]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Fallujah]]></category>
		<category><![CDATA[First Fragment]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Linus Klausenitzer]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[Noneuclid]]></category>
		<category><![CDATA[Obscura]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Rafael Trujillo]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Lanser]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Kummerer]]></category>
		<category><![CDATA[Welttournee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Uuuuuuund wir sind live!"<br />
sagt man nicht nur im Fernsehstudio, sondern auch in der Redaktion!<br />
Zuletzt in Leipzig zu einem MEGA-Bandabend, mit OBSCURA, FALLUJAH und viel mehr! </p>
<p>Ein Bericht der dich mitnimmt auf diesen Abend, von dem man noch lange zehren könnte ... wäre da nicht schon der nächste Live-Gig vor der Tür. Also: Reinlesen, bevor wir den nächsten rausballern ;)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/obscura-diluvium-live-konzert-leipzig/">OBSCURA in Leipzig &#8211; Transatlantische Notenflut</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So, da isser nun. Mein Erstkontakt zum <strong>Conne Island</strong>. Ein etwas abgerockter Laden. Und dabei auch noch deutlich kleiner als gedacht. Also mir sehr sympathisch! Es gab einige Unklarheiten zum Showbeginn &#8211; sagte die eine Quelle, es sei 21 Uhr Showstart, meinte eine andere 20 Uhr. Naja, also habe ich meine Begleitung etwas angefeuert, damit wir auch bloß pünktlich ankommen.</p>
<h4>Ich will ja nichts verpassen!</h4>
<p>Zu Beginn sind vielleicht 50 Gäste da, was den Auftritt von&nbsp;<strong>FIRST FRAGMENT</strong> in meinen Augen etwas traurig beginnen lässt. Der Club ist nicht mal zur Hälfte gefüllt. Ich sehe mich noch ein bisschen um, entdecke Garderobe und Tränke und erledige das Wichtigste. Die Getränkepreise sind mit 2,80€ im Rahmen und was mich verfressenes Stück besonders freut: Es gibt auch Snacks in Form von Baguettes.</p>
<p>Was ich vorausschicken möchte: Insgesamt ist es den kompletten Abend <strong>sehr laut</strong>. Das ist total schade, weil zumindest bei mir die “Wohlfühl-Lautstärke” überschritten wird und der Genuss etwas auf der Strecke bleibt. Zumindest beim Fotografieren habe ich jedoch sowieso Gehörschutz drin. Da geht ja schon viel Feeling flöten. Also jeweils nach der Foto-Zeit Ohren wieder frei machen und gucken, wie es so ungefiltert klingt.</p>
<p>Was hier heute Abend läuft ist <strong>Mucke für Mucker</strong>. Klar, will man alle Feinheiten hören. Das auch noch gut abgemischt und am besten mit ausreichend Druck. Aber bitte nicht zu laut. Ja, ja. <strong>Die eierlegende Wollmilchsau.</strong> Wer sich beschwert, wird mit: &#8222;Dann hör halt Zuhause aus der Konserve deine Musik!&#8220; abgewatscht.&nbsp; Spielt heute aber keine Rolle. Wir wissen ja, wieso wir jetzt hier sind. <strong>Weil Livemusik. Punkt.</strong> Da macht man einfach manchmal Abstriche. Andererseits gewinnt man Einblicke in Bandgefüge und Spieltechnik.</p>
<h4>Ich sehe es vor allem als &#8218;Fortbildung&#8216;</h4>
<p><strong><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" rel="" data-image-id="2724" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" data-title="FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" alt="FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3"></a>FIRST FRAGMENT</strong> stehen ab 20:30 Uhr auf der Bühne. Eine recht junge Band, die sich im&nbsp;schneidend-glasklaren Sound spieltechnisch nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Dank <strong>neoklassischer Strukturen</strong> wie Walzereinschüben frickelt es nicht nur, sondern groovt und schunkelt auch vor sich hin. Darauf werden&nbsp;Growls und Screams im Wechsel serviert, die die ganze Geschichte in die Death-Schiene drücken. <strong>FIRST FRAGMENT</strong> lassen es sich nicht nehmen, nach ca. zwei Dritteln ihrer Spielzeit ausführliche Soli zu präsentieren, sich gegenseitig dafür zu <strong>feiern und anzufeuern</strong>. Ich sehe, sie haben einen Mordsspaß! <strong>Und das steckt an.</strong></p>
<p>Auf die Schippe nehmen sie auch ihre eigenen Gitarrenläufe, die sie teilweise doppeln und in höchst ironischer Manier darbieten. Ein Seitenhieb auf Power-Metal? Vielleicht. Ich muss jedenfalls sehr lachen. Das Set ist &#8211; so frickelig und anstrengend es ist &#8211; gleichsam <strong>unterhaltend</strong>. Nach 30 Minuten sind die Jungs fertig mit ihrem Auftritt. Inzwischen hat sich auch das <strong>Conne Island</strong> etwas gefüllt und empfängt die nächste Kapelle mit Spannung. Der Soundcheck verspricht eines, nämlich Musik der Marke</p>
<h4>Staubsauger.</h4>
<p><strong><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" rel="" data-image-id="2692" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" data-title="Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" alt="Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3"></a>ALLEGAEON</strong> rumpeln ordentlich los und verleugnen ihren Hang zum Death nicht. Dabei wird der Bassdrum ein dermaßen dicker Trigger verpasst, dass der Sound sämtliche <strong>Härchen zum Flirren bringt</strong>. Neben Growls werden höhere Shouts eingebaut, die etwas Abwechslung bringen. Der Rest ist eher <strong>uninspiriert und vorhersehbar</strong>. Die Gitarrensoli recht generisch, wie auch deren Songs generell. Einzig die eine oder andere Beckenfrickelei lässt mich kurz aufhorchen. Und doch &#8211; es kommt so gar <strong>keine Atmosphäre</strong> auf. Für mich zumindest nicht. <strong>Leichtes Unterhaltungspotenzial</strong> birgt das Engagement eines ihrer Kollegen, der mit einer Whiskeyflasche und Handkamera über die Bühne springt, filmt und die Gitarristen mit Alkohol versorgt.</p>
<h4>Posing liegt ihnen sichtbar am Herzen</h4>
<p>Wenn es nicht schon so abgedroschene Moves wären &#8230; Na, Hauptsache die Jungs haben ihren Spaß. Und den haben sie sichtlich. Mich lässt das Theater eher<strong> müde lächeln</strong>. Schrot wechselt zu Uffda wechselt zu Staubsauger über Föhn zurück zu Schrot. Dabei will ich nicht die Spieltechnik oder Präzision von <strong>ALLEGAEON</strong> in Frage stellen. Aufkommende Patzer werden routiniert überspielt. Nur treffen sie nicht mein Gusto in ihrer Musikalität. Vielleicht werden Feinheiten auch durch die durchweg herrschende, extreme Lautstärke tot gemacht. Und dennoch, der Club füllt sich weiter. Den Leuten scheint zu gefallen, was sie da sehen und hören. Noch bevor das halbstündige Set endet, gehe ich raus, um meinen Kopf etwas zu entspannen &#8211; bis <strong>FALLUJAH</strong> die Dampfwalze auf die Menge loslassen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" rel="" data-image-id="2706" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" data-title="Fallujah_SilenceMagazin-0161-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" alt="Fallujah_SilenceMagazin-0161-2"></a>Für mich ist der Bruch nach deren Spielstart sofort spürbar. Die Kalifornier legen los und sind vom ersten Moment der Show deutlich <strong>differenzierter und abwechslungsreicher</strong> unterwegs als ihre Vorgänger. Die Stimme ist kraftvoll und passt gut zum Rest der Band. Die Growls setzen sich durch und bringen eine angenehme Rauheit in die Sache. Wie bereits im <a href="https://silence-magazin.de/obscuras-diluvium-tour">Vorbericht</a> erwähnt, kann ich bis dato nichts mit <strong>FALLUJAH</strong> anfangen. Hier kristallisiert sich nun aber heraus, dass die Änderung im Sound, die mit dem Vokalistenwechsel einhergeht, mich gut abzuholen weiß. Aber auch an der Gitarrenfront gab es eine Neuerung. Nachdem <strong>Brian James</strong> die Band kürzlich verließ, ist <strong>ALKALOID</strong>-Gitarrist <strong>Danny Tunker</strong> für die Tour eingesprungen.&nbsp;</p>
<h4>Mir gefällt tatsächlich, was ich höre.</h4>
<p>Der Schlagzeuger ist einfach nur ein <strong>präzises Biest</strong> am Set und fräst in einem höllischen Tempo alles weg. Er schiebt unter dem flächigen Grundsound ordentlich. Die Band weiß eine gute Mischung zwischen Schrot und Atmosphäre zu halten. Dass Letztere überhaupt Luft hat zu entstehen, freut mich außerordentlich. Und dass dabei nicht nur gedjentet wird ebenfalls. Ich hatte ihre Strukturen deutlich eingleisiger in Erinnerung. Was mir aber dann doch etwas meine Hingerissenheit dämpft, ist der Umstand, dass die atmosphärischen Parts teilweise sehr weit ausgedehnt werden und ich mir <strong>ein leichtes Gähnen</strong> verkneifen muss. Und, dass im Conne Island nach wie vor eine <strong>ohrenbetäubende Lautstärke</strong> herrscht.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" rel="" data-image-id="2734" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" data-title="Obscura_SilenceMagazin-0327-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" alt="Obscura_SilenceMagazin-0327-2"></a>Von Leuten, die mehr in der Materie der Band stecken, lasse ich mir den Hinweis geben, dass im Set vor allem Songs des zweiten und dritten Albums gespielt werden. Dazwischen präsentieren sie zwei neue Songs, welche auf dem kommenden Album ihren Platz gefunden haben. So, wie sich die Band heute live gibt, könnte das mit mir und dem neuen Album tatsächlich was werden.<strong> Ich bin gespannt!</strong> Zumindest hinterlassen sie mich nach ihrem fast dreiviertelstündigem Set durchaus zufrieden. Gleiches könnte ich auch über den Headliner sagen &#8211; <strong>wenn ich nicht allzu genau hinschauen und -hören&nbsp;</strong>würde. Und, wenn ich mir nicht ihre <strong>deutliche bessere Show</strong> der <a href="https://silence-magazin.de/tech-death-aus-aller-welt-obscura-in-dresden">&#8222;Akroasis&#8220;-Tour</a> ins Gedächtnis rufe.</p>
<h4>Das liest sich jetzt schlimmer, als es ist.</h4>
<p>Bevor <strong>OBSCURA</strong> die Bühne betreten, campen zwei Konzertbesucher schon vor der Bühne. Etwas albern, betrachtet man die recht locker gefüllte Location. Aber vielleicht ist dies ja ein passendes Bild, um die Zuneigung, die so mancher für die Jungs empfinden mag, darzustellen. Wie dem auch sei. Diese beiden jungen Menschen sollen während des Sets nicht die einzigen bleiben, die die Kapelle ob ihrer spielerischen Leistungen <strong>anhimmeln</strong>. Ebenfalls bemerkenswert sind die Herren mittleren Alters vor der Bühne. &#8222;Ich hab&#8217;s dir doch gesagt! Der Junge ist klasse! Der hat&#8217;s richtig drauf!&#8220; und dabei wird mit der Kamera vor <strong>Linus Klausenitzer</strong> hantiert, der sein Posing danach ausrichtet und interagiert. Ja, er ist wohl einer der guten Beweise, dass Basser nicht immer <strong>am unteren Ende der Show-Nahrungskette</strong> stehen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" rel="" data-image-id="2781" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" data-title="Obscura_SilenceMagazin-0266-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" alt="Obscura_SilenceMagazin-0266-2"></a>Insgesamt wird nach meinem Empfinden viel mehr gepost und gealbert als noch vor zwei Jahren. Doch irgendwie scheint die Band <strong>nicht ganz bei der Sache</strong> zu sein. Vielleicht ist es <strong>Frustration</strong> über die Anzahl der Besucher, deren Trägheit oder etwas anderes. Frontmann <strong>Kummerer</strong> beschwert sich schnell, dass es zu ruhig vor der Bühne sei. Es wirkt auf mich weniger anstachelnd und aufmunternd als vielmehr frustriert. Vielleicht irre ich mich aber auch mit der Einschätzung. Im Laufe der Show beginnt er dann doch zu <strong>bauchmietzeln</strong>. Er freue sich, wieder in Leipzig zu sein und überhaupt, dass unter der Woche die Leute zum Konzert kämen.</p>
<p>Ja, es ist wohl ein vielbewandertes Pflaster, dieses Leipzig. Selbst heute gibt es zwei Gegenveranstaltungen. Im ausverkauften <strong>Werk II</strong> spielen&nbsp;<strong>MADRUGADA</strong> und im <strong>Bandhaus</strong>&nbsp;gastieren&nbsp;<strong>HEXVESSEL</strong>. Nicht schlecht für einen Dienstagabend!</p>
<p>Doch irgendetwas stimmt heute Abend nicht. Schießbuden-<strong>Lanser</strong> träumt wohl vor sich hin, muss angesprochen werden, weil er einen Song einfach nicht beginnt. Und zeitweise sind er und der Rest der Band <strong>meilenweit auseinander</strong> &#8211; passiert den Besten und wird neben ein paar verwirrt-amüsierten Blicken zwischen den anderen Kapellmeistern einfach überspielt. Außerdem&nbsp;werden auch Gitarrensoli verzockt. Vielleicht geht an dieser Stelle die Erweiterung des Posierens auf Kosten der Qualität. Eventuell handelt es sich hier aber auch nur um einen Kniff, <strong>eine weitere Stufe der Progressivität</strong>. Wer weiß?!&nbsp;</p>
<h4>Oder die Band hat einfach nur einen schlechten Abend.</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" rel="" data-image-id="2782" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" data-title="Obscura_SilenceMagazin-0286-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" alt="Obscura_SilenceMagazin-0286-2"></a>Neben diesen offensichtlichen Patzern bringt die Band die bekannte Leistung auf die Bühne. <strong>OBSCURA</strong> schaffen Atmosphären. Schwebende Basslinien fließen unter&nbsp;<b>diffizilen&nbsp;Gitarrenfrickeleien</b>&nbsp;&#8211; <strong>Rafael Trujillo</strong> ist dabei wieder wunderbar anzusehen &#8211; und einer rauen, aber noch angenehm hörbaren Stimme. Ich mag die Mischung einfach, die sie präsentieren. Von &#8222;Diluvium&#8220; packen sie nur vier Songs ins Set &#8211; weniger als die Hälfte der insgesamt elf gespielten Songs. <em>&#8222;Emergent Evolution&#8220;</em> wird direkt als Opener genutzt und funktioniert gut als straighter Showbeginn. Mancher würde sagen: <strong>Hit für Hit ein Hit.</strong>&nbsp; Zwischen &#8222;Akroasis&#8220;-Knallern wie <em>&#8222;Ten Sepiroth&#8220;</em> und <em>&#8222;Perpetual Infinity&#8220;&nbsp;</em>finden &#8222;Omnivium&#8220;-Opener <em>&#8222;Septuagint&#8220;</em> (leider der einzige Song dieses Albums am heutigen Abend) und ein ausgedehntes Bass-Solo ihren Platz im Set. Den Brecher <em>&#8222;Anticosmic Overload&#8220;</em> heben sie sich für die Zugabe ihrer immerhin 90-minütigen Spielzeit auf und damit meine Laune merklich an.</p>
<p>Ich fahre etwas euphorisiert nach Hause (wann hört man schon mal gefühlt an einem Abend alle Noten, die es gibt?!) und freue mich darüber, wieder ein gelungenes Band-Paket erlebt haben zu dürfen. Dass es den ganzen Abend so furchtbar laut sein musste, ist ein Wermutstropfen. Und ich bin gespannt, ob dieser Eindruck beim nächsten Konzert im <strong>Conne Island</strong> wieder aufkommt &#8211; oder ob es dem Genre oder mitgereisten Tontechnikern verschuldet ist. Dass <strong>OBSCURA</strong> rückblickend hinter meinen Erwartungen zurückblieben, ist Jammern auf höchstem Niveau. Ein Vergleich zur 2016er Tour sei jedoch erlaubt. Und immerhin wussten <strong>FIRST FRAGMENT</strong> bestens zu unterhalten und <strong>FALLUJAH</strong> mich nun doch mitzunehmen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/obscura-diluvium-live-konzert-leipzig/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=obscura-diluvium-live-konzert-leipzig">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/obscura-diluvium-live-konzert-leipzig/">OBSCURA in Leipzig &#8211; Transatlantische Notenflut</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Die Sintflut kommt! OBSCURAs &#8222;Diluvium&#8220;-Tour</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2019 06:12:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Toustart - für manche ein Wort wie "Geburtstag", "Freibier" oder "Nacktbaden" - so ähnlich geht es uns natürlich auch! Diesmal jubeln wir über OBSCURA, FALLUJAH und 2 anderen Perlen, die wir dann nächste Woche in Leipzig Live auf Tour sehen.</p>
<p>Bist du auch dort? Dienstag dann gemeinsam Gläser hoch - wenn auch nicht als Freibier - Trotzdem geil!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/obscuras-diluvium-tour/">Die Sintflut kommt! OBSCURAs &#8222;Diluvium&#8220;-Tour</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Juchee! <strong>OBSCURA</strong> sind wieder auf Tour! Ich <strong>jubiliere</strong>, da ich bereits das Vergnügen mit den Jungs hatte. Ich werde am Dienstag also keineswegs unvoreingenommen nach Leipzig tuckern, um sie auf ihrer &#8222;Diluvium-Tour&#8220; zu besuchen. Tatsächlich werde ich zu dieser Gelegenheit das erste Mal das<strong> Conne Island</strong> von innen sehen. Ich frage mich selbst, wie ich in so vielen Jahren noch nie <a href="https://www.conne-island.de/">dort</a> angelandet bin. Aber irgendwann ist immer das erste Mal.</p>
<h4>Und erste Male bergen doch eine ganz besondere Vorfreude, gell?</h4>
<p>Wie auch die&nbsp;&#8222;Akroasis-Tour&#8220; (hier unser&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/tech-death-aus-aller-welt-obscura-in-dresden">Bericht</a>&nbsp;aus Dresden 2016) ist die aktuelle Tour mit spannenden Supportbands ausgestattet und mit <strong>unter 30€ pro Ticket</strong> nach meinem Empfinden äußerst erschwinglich! Meine Fresse &#8211; eine deutsche Band, drei Bands aus Übersee, eine davon aus Kanada. Hört sich schon mal gut an, nicht wahr?!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/0bFKQKySimg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Album selbst, &#8222;Diluvium&#8220;, ging irgendwie recht großzügig an mir vorbei. Überraschend. Denn nachdem mich &#8222;Akroasis&#8220; so richtig mitgenommen hat, habe ich nicht wirklich intensiv beim 2018er Album hingehört. Aber ich werde im Vorlauf des Konzerts aber meine Hausaufgaben machen und das nachholen.</p>
<p>Erfahrungsgemäß werden die Jungs live bei mir ganz sicher für <strong>feuchte Augen</strong> sorgen können. Ihre Präzision und Ausstrahlung ist hinreißend. Kein reines Griffbrettgewichse sondern auch Show liefern sie ab. Für mich ganz klar eine Band, die es sich lohnt, sowohl live als auch von Platte zu genießen. Schließlich haben sie sich in den inzwischen 17 Jahren Bandbestehen nicht umsonst einen Namen in der Szene gemacht</p>
<p>Eine Vorfreude, die ich bei den Supportbands so 100%ig sicher noch nicht teilen kann &#8211; da ich diese schlicht noch nie habe spielen sehen. Nein, auch <strong>FALLUJAH</strong> nicht, die diese Tour sicher gut als Promotion für ihr am 15. März erscheinendes neues Album nutzen können.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/qS-bPdlbqd8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>FALLUJAH</strong> ist so eine Band, die mir seit Jahren ans Herz gelegt wird. Und ich habe es auch immer wieder mit ihnen versucht. Habe mich sowohl durch &#8222;The Flesh Prevails&#8220; als auch &#8222;Dreamless&#8220; der Kalifornier gehört. Versucht, einen Ansatzpunkt zu finden, mich tiefergehend damit zu befassen. <strong>Bisher hat es noch nicht gefunkt.</strong> Nun, im März folgt &#8222;Undying Light&#8220;, neuerdings mit <strong>Antonio Palermo</strong> am Mikro. Und auch damit werde ich es wieder versuchen. Genau wegen dieser Startschwierigkeiten freue ich mich erst recht, die Tech Deather endlich live abfassen zu können.</p>
<h4>Vielleicht eröffnet mir das Liveerlebnis ja einen neuen Blick auf deren Musik.</h4>
<p>Mit in den Reigen gesellen sich <strong>ALLEGAEON&nbsp;</strong>(die sich auch schon in unser&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-6-januar-2018">&#8222;Cover des Monats&#8220;</a> geschlichen haben), welche mir auf den ersten Hörer direkt besser schmecken als <strong>FALLUJAH</strong>. Frickelig und melodiös und blastig &#8211; drückt schön die Falten ausm Gesicht. Und das ganz ohne Rumgedjente. Aber auch mit weniger Atempausen. Das soll also <strong>&#8222;Technical Melodic Death Metal&#8220;</strong> sein? <strong>Aha. Gut.</strong> Dann nehme ich diese Klassifizierung einfach mal an und sage, dass ich solche Spielereien mag. Der Auftritt des Fünfers aus Colorado wird sicher äußerst &#8222;intense&#8220;, wie der Ami vermutlich schnöselig formulieren würde.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/lf9V3B9jk0c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Als ich den Namen der dritten Supportband,&nbsp;<strong>FIRST FRAGMENT</strong>, lese, klingelt es irgendwo bei mir im Hinterstübchen. Auch die sind mit im &#8222;Diluvium&#8220;-Gepäck. Woher kenne ich die Kapelle? Der Name kommt mir so bekannt vor! Aber das kann eigentlich gar nicht sein. Denn sie betouren das erste Mal Europa. Eine <strong>Tech Death-Band</strong> aus Kanada, die seit Gründung 2007 zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, aber erst ein einziges Full Length Album veröffentlicht hat.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/h2m_hJczeoQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>FIRST FRAGMENT</strong> überrollen mich hier zunächst mit der harten Brutalität in den Vocals. Ihrer <strong>Rotzigkeit und Rohheit</strong>. Darunter bewegt sich alles hochverschlungen in einem&nbsp;<strong>wahnwitzigen Tempo</strong>. Etwas wird dieser Fön dank weicher Unterfütterung durch Fretless-Bass-Sounds wieder etwas abgemildert. <strong>Groovige Einschübe</strong> gibt es auch? Okay. Macht mal! Bei den Jungs bin ich wirklich gespannt, wie meine Reaktion sein wird. Feuchte Augen dank technischer Finesse oder Flucht nach Vorn aufgrund unhörbarer Frickelei oder wahlweise Vocals?</p>
<p>Egal, wie ich persönlich dann die Bands einschätzen werde &#8211; es wird sicherlich ein tolles Zusammentreffen fähiger Musiker sein. Sowohl auf als auch vor der Bühne. Ich bin gespannt, wie viele mitten in der Woche ins <strong>Conne Island</strong> pilgern. Ich hoffe, so manche! Schließlich gibt es eine solch frickellastige und <strong>transkontinentale Bandzusammenstellung</strong> nicht aller Tage.</p>
<p>Hier geht es zu den Webseiten der Bands: <strong><a href="https://www.realmofobscura.com/">OBSCURA</a></strong>, <a href="https://www.facebook.com/fallujahofficial/"><strong>FALLUJAH</strong></a>, <strong><a href="https://www.facebook.com/Allegaeon/">ALLEGAEON</a> </strong>und <a href="https://www.facebook.com/FirstFragment/"><strong>FIRST FRAGMENT</strong></a></p>
<p>Die kommenden Tourdates:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>02/17 – Aarau, CH @ KiFF&nbsp;</strong><br />
<strong>02/18 – Vienna, AT @ Arena&nbsp;</strong><br />
<strong>02/19 – Leipzig, DE @ Conne Island&nbsp;</strong><br />
<strong>02/20 – Berlin, DE @ Lido</strong><br />
<strong>02/21 – Hamburg, DE @ Logo</strong><br />
<strong>02/22 – Oberhausen, DE @ Kulttempel</strong><br />
<strong>02/23 – Salzburg, AT @ Rockhouse</strong></p>
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		<title>INANIMATE EXISTENCE &#8211; Nur eine von vielen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 07:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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		<category><![CDATA[The Artisan Era]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>INANIMATE EXISTENCE – Underneath A Melting Sky Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017 Dauer: 36:21 Label: The Artisan Era Stil: Progressive/Technical Death Metal Innerhalb der letzten 5 bis 10 Jahre kamen vor allem aus Nordamerika/ Kanada ein ganzer Haufen vornehmlich junger Bands, die sich dem Death ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>INANIMATE EXISTENCE</strong> – Underneath A Melting Sky<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017<br />
Dauer: 36:21<br />
Label: The Artisan Era<br />
Stil: Progressive/Technical Death Metal</p>
<p>Innerhalb der letzten 5 bis 10 Jahre kamen vor allem aus <strong>Nordamerika/ Kanada</strong> ein ganzer Haufen vornehmlich junger Bands, die sich dem <strong>Death Metal</strong> verschrieben haben und diesen auf hohem technischen Niveau stetig nach vorne treiben. Seien es <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong>, <strong>ARCHSPIRE</strong>, <strong>RIVERS OF NIHIL</strong>, oder <strong>FALLUJAH</strong>: die Szene wächst und gedeiht.</p>
<p>Ein weiterer Vertreter dieser Sparte sind <strong>INANIMATE EXISTENCE.</strong>&nbsp;Deren Name war&nbsp;mir im Vorfeld zwar geläufig, allerdings habe ich&nbsp;denen nie wirklich bewusst ein Ohr geschenkt. Bis jetzt.<br />
Denn vor geraumer Zeit&nbsp;erschien ihr&nbsp;<strong>viertes</strong> (!) Album innerhalb der nur siebenjährigen Bandgeschichte (!!!): &#8222;Underneath A Melting Sky&#8220;.</p>
<p>Schon bei der Eröffnungsnummer <em>&#8222;Forever to burn&#8220;</em> überzeugen <strong>INANIMATE EXISTENCE</strong> vor allem mit drückenden Drums und Gitarrenleads, die immer wieder unerwartete Haken schlagen. Auch wird bereits in den ersten Sekunden eine <strong>Harfe</strong> (die leider nur aus der Konserve stammt) in den Sound integriert, die im Verlauf des Albums noch&nbsp;öfter zu hören sein wird. Der folgende Titeltrack macht ebenso wenig verkehrt und reißt dank zahlreicher verspielter Hooks mit.<br />
Was mich allerdings <strong>nervt</strong> und den Zugang erschwert, ist der zwar druckvolle, aber doch recht <strong>undifferenzierte</strong> Sound. Der sorgt&nbsp;besonders in den tieferen Bereichen dafür, dass die Songs recht mulmig werden.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/4VeldPBzLWA?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Ein Album, das es mir schwer macht</h4>
<p>Die scheppernde HiHat in <em>&#8222;Blood Of The Beggar&#8220;</em> raubt mir wenig später fast den Verstand, auch wenn sich der Song zu einem wirklich geilen Teil emporarbeitet.<br />
Auch das darauffolgende <em>&#8222;The Old Man In The Meadow&#8220;</em>&nbsp;oder das spätere <em>&#8222;The Djinn&#8220;</em> machen nicht wirklich etwas verkehrt. Und dennoch fällt es mir ab der Hälfte des Albums schwer, noch <strong>mitzukommen</strong>.</p>
<p><em>&#8222;The Unseen Self&#8220;</em> fährt erneut richtig geile Leads auf und wechselt zwischen<strong> jazzig</strong> anmutenden Melodien und irrem Geballer, während im Hintergrund erneut die Harfe zum Einsatz kommt. Das abschließende <em>&#8222;Formula Of Spores&#8220;</em> hämmert auch nach&nbsp;mehreren Hördurchläufen relativ <strong>spurlos</strong> an mir vorbei, ohne dass ich wirklich daraus schlau werde.&nbsp;So&nbsp;wird das Album mit einem recht schwer verdaulichen und abrupten Stück Musik beendet.</p>
<h4>If everything&#8217;s extreme, nothing is</h4>
<p>Was unterscheidet <strong>INANIMATE EXISTENCE</strong> nun von ihren zahlreichen Mitstreitern? Die technischen Fähigkeiten schon mal nicht. Die Kalifornier gehen mit ebenso <strong>makelloser Präzision</strong> an ihre Kompositionen heran wie die Konsorten, die überall auf dem Kontinent aus dem Boden sprießen.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp aligncenter" style="width: 700px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-23060" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/inanimate-band.jpg" alt="INANIMATE EXISTENCE" height="504" width="700" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/inanimate-band.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/inanimate-band-300x216.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/inanimate-band-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch manchmal kommt der Punkt, an dem man zugeben muss, dass eine Band kaum <strong>heraussticht</strong>, obwohl sie auf höchstem&nbsp;Niveau abliefert. <strong>INANIMATE EXISTENCE</strong> sind keinesfalls Wellenreiter oder Plagiateure, dennoch fällt es mir schwer, die Kalifornier schärfstens gegen ihre <strong>Konkurrenz</strong> abzugrenzen. Dies liegt zum einen an der enormen Masse hochkarätiger junger Bands, die es in den letzten Jahren geschafft haben, an die Oberfläche zu gelangen. Zum anderen liegt es auch&nbsp;an den zwar progressiven, aber sehr sperrigen Songs, die die <strong>Bay Area Tech Deather</strong> fabrizieren.</p>
<p>Eine Band also, die objektiv nichts falsch macht. Trotzdem bin&nbsp; ich mir aber&nbsp;nicht sicher, ob sie den Test der Zeit bestehen und sich unter der Flut ähnlicher Bands behaupten werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/TheInanimateExistence/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
<p><a href="https://theartisanera.bandcamp.com/album/underneath-a-melting-sky">Bandcamp</a></p>
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		<title>DECAPITATED wegen Kidnapping-Vorwurf inhaftiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Sep 2017 12:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<category><![CDATA[tour 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die polnische Tech-Death Metal Band DECAPITATED ist während ihrer aktuellen Tour &#8222;Double Homicide&#8220; des Kidnappings einer Konzertbesucherin bezichtigt worden. Diese hatte sich noch in derselben Nacht nach dem Konzert vom 31. August in Spokane WA an die Polizei gewandt und die Bandmitglieder ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die polnische Tech-Death Metal Band <strong>DECAPITATED</strong> ist während ihrer aktuellen Tour &#8222;Double Homicide&#8220; des Kidnappings einer Konzertbesucherin bezichtigt worden. Diese hatte sich noch in derselben Nacht nach dem Konzert vom 31. August in Spokane WA an die Polizei gewandt und die Bandmitglieder angezeigt. Eine Woche später, am 09. September, wurden die Musiker nach ihrer Show in Santa Ana CA festgenommen. Der Fall wird aktuell von einer Sonderabteilung geprüft.</p>
<p>Die Betroffene erklärte, nach dem Konzert gegen ihren Willen festgehalten worden zu sein. Unklar sei allerdings, wohin sie während des mutmaßlichen Vorfalls gebracht worden ist. Die Band wartet nun im Los Angeles County Jail auf ihre Auslieferung zurück nach Spokane und den Prozess.</p>
<p><strong>DECAPITATED</strong> befinden sich momentan mit <strong>THY ART IS MURDER</strong>, <strong>GHOST BATH</strong> und<strong> FALLUJAH</strong> auf Tour durch Nordamerika, um ihr siebtes Album &#8222;Anticult&#8220; zu promoten. Bisher hat die Band nicht verlauten lassen, ob die Tour fortgesetzt wird. Aber was feststeht, ist, dass sie viele &#8211; wenn nicht sogar alle &#8211; ihrer weiteren Tourdaten in Amerika nicht wahrnehmen werden können. Je nach Dauer und Ausgang des Prozesses könnte auch die sich im Oktober anschließende <strong>Europa-Tour</strong> betroffen sein. (<strong>Edit (14.09.):</strong> Die Tourdaten für EU/UK sind <strong>abgesagt</strong> worden.)</p>
<blockquote><p>Was noch?</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die vier Musiker hatten sich bereits vor der Festnahme einen Verteidiger genommen, als sie auf die Anschuldigungen aufmerksam wurden. Sie hätten zudem&nbsp;angeboten, sich freiwillig den Behörden auszuliefern und den Fall zu klären, allerdings keine Reaktion erhalten. <strong>Steve Graham</strong>, der die Mitglieder in diesem Fall vertritt, sagte aus, dass die Geschädigte den Musikern freiwillig gefolgt sei und diese auch im Guten wieder verlassen habe. Das sei von Zeugen ausgesagt worden. Desweiteren sei er besorgt, dass die Band Wochen im Gefängnis schmachten würde, bevor sie tatsächlich ausgeliefert würden.</p>
<p>Sollte das Gericht die Bandmitglieder tatsächlich verurteilen, winken den vier Musikern harte Strafen. In Spokane werden Schwerverbrechen mit acht (Class B) oder 20 (Class A) Jahren Gefängnis oder mehr bestraft. Die Kaution ist momentan auf 100&#8217;000$ festgesetzt. Wir halten euch über die weitere Entwicklung des Falles auf dem Laufenden.</p>
<p><strong>Update (12.09.2017)</strong></p>
<p>Laut spokesman.com sind Gerichtsunterlagen verfasst worden, in denen deutlich detailliertere Zeugenaussagen der Geschädigten und einer Freundin derer, die sich ebenfalls in besagter Nacht in Gesellschaft der Band befunden haben soll, verzeichnet sind. Ich erspare dir die Einzelheiten des von den Frauen ausgesagten Tathergangs. Letztendlich geht daraus hervor, dass Sänger, Schlagzeuger und Bassist der Band sexuelle Übergriffe gegen den Willen der Betreffenden getätigt haben sollen. Unterlagen behandelnder Ärzte bestätigen Blutergüsse und Schürfwunden an den Körpern beider Frauen. Der Gitarrist der Band sagte aus, er habe zwei seiner Bandkollegen bei besagtem Vorfall beobachten können. Die Entnahme von DNA Proben wurden von beiden verweigert, sie verlangten jedoch nach einem Übersetzer sowie weiterer rechtlicher Vertretung.</p>
<p>Wenn du dir weitere Details antun möchtest (ja, das soll als Triggerwarnung verstanden werden), findest du <a href="http://www.spokesman.com/stories/2017/sep/11/polish-metal-band-decapitated-accused-of-gang-rapi/">hier</a> einige Zeugenaussagen, die in den Gerichtsunterlagen verzeichnet sein sollen.</p>
<p>IMHO</p>
<p>Ich hoffe sehr, dass die Anschuldigungen nicht wahr sind &#8230; aber was, wenn doch?</p>
<p>Grundsätzlich riecht das ganze nach einer faulen Sache. (<strong>Edit (12.09.):</strong> Zumal es äußerst fragwürdig ist, dass Unterlagen dieser Art vor Abhandlung des Falles an die Öffentlichkeit gelangen.) Allerdings obliegt es weder mir noch dir, über den Fall zu urteilen. Dafür gibt es Gesetze und Rechtssprechungen. Das Überschreiten von persönlichen Grenzen ist ein heikles Thema, das schon im Kleinen und für einen selbst immer wieder schwer einzuschätzen ist. In den &#8217;sozialen&#8216; Medien wird allerdings dennoch immer wieder bei Vorfällen wie diesem ausreichend spekuliert, beschuldigt und geurteilt. Ich bitte dich, sieh von Kommentaren dieser Kategorien &#8211; egal für oder gegen welche Seite &#8211; ab. Sie sind respektlos und ekelhaft. &#8230;&nbsp;my 2 ¢</p>
<p><strong>Edit (14.09.):</strong> Die Band hat sich nun selbst zu Wort gemeldet. Auf ihrer Facebookseite ist Folgendes zu lesen:</p>
<blockquote><p>&#8222;While we are not perfect human beings, we are not kidnappers, rapists, or criminals. As such, we strongly deny the allegations that have recently been brought against us.<br />
We ask that everyone please reserve their judgement until a definitive outcome has been reached, as charges have yet to be pressed. Full testimony and evidence will be presented in due time, and we have faith in that process.<br />
As there is uncertainty regarding a timeline for prospective proceedings and out o<span class="text_exposed_show">f respect for fans and promoters, due to the severity of the claims, we have cancelled all planned touring.<br />
</span>All social media platforms have been temporarily disabled as they have been used as destinations for defamatory and malicious remarks. We would like to point out that the statements in the published police report were given prior to an arrest. At that point, no member of the band was aware of an active warrant being issued.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Edit (15.12.):</strong> Laut <a href="http://www.spokesman.com/stories/2017/dec/12/polish-death-metal-bandmembers-released-from-jail-/">The Spokesman-Review</a>&nbsp;sind&nbsp;<strong>DECAPITATED</strong>&nbsp;kürzlich aus der Haft entlassen worden, müssen aber weiterhin in Washington verbleiben, um auf ihre Gerichtsverhandlung zu warten. Sie sind momentan an verschiedenen Stellen wohnhaft und haben keinen Kontakt zueinander ohne das Beisein ihrer Anwälte. Der Verhandlungstermin, ursprünglich festgesetzt auf den 18. Dezember 2017, ist auf den 19. Januar 2018 vertagt worden.</p>
<p>Ein Mitgleid des polnischen Parlaments bat am 09. Dezember darum, die Band auf Kaution freizulassen, bis der Fall geklärt ist.</p>
<p>Außerdem meldete sich <strong>Andy Marsh</strong> von <strong>THY ART IS MURDER</strong> als Zeuge vor Gericht zu Wort, der die Konertbesucherin im Mosh Pit gesehen haben will, wie sie dort getanzt und ihre Arme an den Wellenbrecher geschlagen habe.</p>
<p><strong>Edit (05.01.2018):</strong> Wieder berichtet der <a href="http://www.spokesman.com/stories/2018/jan/04/spokane-county-drops-rape-charges-against-all-memb/#/0">Spokesman</a> über die sich noch in Washington befindliche Band. Die Anklage gegen die Mitglieder wurde fallengelassen. Sie können <strong>nach vier Monaten</strong> Festsetzung in Amerika wieder nach Polen in ihre Heimat zurückkehren. Laut der Antragsschrift, mit der für ihre Freilassung plädiert wurde, sei selbige <strong>im Sinne der Justiz</strong> sowie mit dem <strong>Wohlbefinden der Klägerin</strong> zu begründen.</p>
<p>Der Fall zog sich aufgrund der Gründlichkeit seiner Bearbeitung, wie die Befragung vieler Zeugen, über diesen langen Zeitraum. Vor zwei Wochen sei <strong>ernsthaft Zweifel</strong> an der Aussage der Klägerin gegen die Band entstanden, da sie im Prozess gestand, 2014 in einem Fall <strong>Falschaussagen</strong> gegenüber der Polizei gemacht zu haben und wurde damit als nicht vertrauenswürdig eingeschätzt. Außerdem habe die Polizei in Spokane keine Idee davon gehabt, was genau auf Metal Konzerten geschieht, was die Prellungen der Frauen verursacht haben könnte. Im Nachhinein wurde durch viele Zeugen bestätigt, dass sie sich diese <strong>im Moshpit zugezogen</strong> haben müssen, da sie sich dort befunden hätten.</p>
<hr>
<p><em>Wenn ihr, oder jemand den ihr kennt, Erfahrungen mit sexueller Gewalt gemacht habt, dann lasst euch bitte helfen. Dafür gibt es zahlreiche Anlaufstellen, zum Beispiel das unabhängige Hilfetelefon des Bundes unter 0800 22 55 530. Egal welchem Geschlecht ihr angehört, die Beratungsstellen sind für euch offen und sind von gut ausgebildeten Personen besetzt. Es gibt einen Ausweg.</em></p>
<div class="csc-textpic-text">
<div class="rtetext">
<p><em>Das „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ ist die bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt, für Angehörige sowie Personen aus dem sozialen Umfeld von Kindern, für Fachkräfte und für alle Interessierten. Es ist eine Anlaufstelle für Menschen, die Entlastung, Beratung und Unterstützung suchen, die sich um ein Kind sorgen, die einen Verdacht oder ein „komisches Gefühl“ haben, die unsicher sind und Fragen zum Thema stellen möchten.</em></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/decapitated-wegen-kidnapping-vorwurf-inhaftiert/">DECAPITATED wegen Kidnapping-Vorwurf inhaftiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über Death Metal, Prog und Klopapier &#8211; Interview mit Black Crown Initiate</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Black Crown Initiate]]></category>
		<category><![CDATA[Euroblast Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Fallujah]]></category>
		<category><![CDATA[Jesse Beahler]]></category>
		<category><![CDATA[Ne Obliviscaris]]></category>
		<category><![CDATA[Rivers Of Nihil]]></category>
		<category><![CDATA[THE FACELESS]]></category>
		<category><![CDATA[Wes Hauch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits auf dem Euroblast im Oktober hatte ich die Chance, BLACK CROWN INITIATE zu interviewen. Eine Band, die mich seit ihrer ersten EP &#8222;Song of the Crippled Bull&#8220; ziemlich fasziniert und die nicht nur für mich zu einem der aufstrebendsten und bedeutendsten ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-death-metal-prog-und-klopapier-interview-mit-black-crown-initiate/">Über Death Metal, Prog und Klopapier &#8211; Interview mit Black Crown Initiate</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits auf dem <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii/" target="_blank">Euroblast im Oktober</a> hatte ich die Chance, <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong> zu interviewen. Eine Band, die mich seit ihrer ersten EP <a href="https://blackcrowninitiate.bandcamp.com/album/song-of-the-crippled-bull" target="_blank">&#8222;Song of the Crippled Bull&#8220;</a> ziemlich fasziniert und die nicht nur für mich zu einem der aufstrebendsten und bedeutendsten Namen im modernen, progressiven Death Metal-Sektor zählen.&nbsp;<br />
Sowohl Drummer <strong>Jesse Beahler</strong> als auch Gitarrist <strong>Andy Thomas</strong>, der nebenbei auch für den Klargesang zuständig ist, nahmen sich Zeit für mich und meine Fragen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert.: Jungs, es ist wirklich schön, euch zu sehen und das sage ich nicht nur so als Floskel. Ich weiß, dass ihr vor Kurzem in St. Louis ausgeraubt wurdet und es nicht feststand, ob ihr es nach Europa schafft. Umso schöner ist es, dass ihr hier seid.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Ja, Mann. Wir haben angehalten um nach ner 30-Stunden-Autofahrt was zu essen und dann haben sie uns den abgeschlossenen Tourvan aufgebrochen und all unseren Kram gestohlen. Geld, Pässe, alles. Aber glücklicherweise haben uns unsere Fans und die Jungs von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> ausgeholfen und so konnten wir das Geld [via Indiegogo] schnell zurücksammeln. Das war herzergreifend und überwältigend für uns.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Unsere Pässe haben wir gerade rechtzeitig noch neu bekommen, damit wir nach Europa reisen konnten. Um ein Haar hätten wir&#8217;s nicht geschafft.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Offenbar gibt’s da nen ganzen Ring von Leuten, die sowas abziehen und tourende Bands bestehlen. Von Texas bis St. Louis. Ein paar von denen haben sie wohl auch gefasst. Aber offensichtlich nicht alle. Das ist echt scheiße. Denn es ist, als würde man von sehr, sehr armen Leuten stehlen.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Aber, scheiß drauf! Wir sind total glücklich, hier sein zu dürfen, das ist die Hauptsache!</p>
<h4>Robert: Wie läuft die Tour soweit?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Es ist großartig. Tolle Bands, tolle Jungs, tolle Konzerte. Soweit läuft so ziemlich alles sehr gut. Und es fühlt sich an, als würde es heute nochmal was ganz Besonderes werden.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Es ist uns eine Ehre, hier sein zu können. Und natürlich ist es für eine Band wie uns eine wunderbare Möglichkeit.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Wir haben gemerkt, dass es die Leute wirklich interessiert, was wir machen. Es kümmert sie. Von den Staaten aus ist es nicht selbstverständlich, Fans auf einem anderen Kontinent zu haben, aber es gibt sie. Es ist eine bescheidene Fanbasis, aber sie existiert und das macht uns sehr stolz!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Black-Crown-Initiate-10.jpg" alt="Black Crown Initiate (10)"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: Gibt es Dinge, die hier in Europa für euch grundlegend anders sind, als in den Staaten? Habt ihr Situationen erlebt, die ihr so zu Hause nie erlebt hättet?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Duschen!<br />
<strong>Jesse:</strong> Ja, es wimmelt hier vor Duschen, Mann! Das Catering ist besser!<br />
<strong>Andy:</strong> Der Bus ist super und es gibt Klopapier in den Veranstaltungsorten.<br />
<strong>Jesse:</strong> Echt jetzt? Ich würd&#8216; sagen, dass es in den Staaten fast mehr Klopapier gibt.<br />
<strong>Andy:</strong> Auf keinen Fall! Hast du ne Ahnung, wie oft ich versucht hab, aufs Klo zu gehen und es bei uns kein Papier gab?! Du bist&#8217;n süßer, glatter Typ, aber für nen haarigen Kerl wie mich &#8230;</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Okay, okay. Was ist sonst noch anders? Eine weitere Sache sind die Einkaufsmöglichkeiten. Die Dichte an Musikgeschäften ist nicht so hoch, das heißt wenn wir mal neue Sticks oder Schlagzeugfelle brauchen, ist das mit ein wenig mehr Aufwand verbunden.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Vermutlich ist es nicht so schwer, wenn man von hier ist, aber für uns, die nur Englisch sprechen, ist es nicht so leicht. Wobei das Englisch hier in Deutschland hervorragend ist. So ziemlich jeder kann Englisch. Das sieht in Frankreich schon anders aus. Und das ist auch okay, wir sind ja praktisch dort zu Besuch, aber natürlich freuen wir uns, wenn wir uns verständigen können.</p>
<h4>Robert: Euer Album &#8222;Selves we cannot forgive&#8220; kam dieses Jahr im Juli raus. Was für Rückmeldungen habt ihr bekommen? Von den Medien, der Presse und natürlich den Fans?</h4>
<p><strong>Jesse:</strong> Es wurde sehr gut aufgenommen und wir haben extrem viel Spaß dabei, die Songs zu spielen. Es wirkt, als würde es allen gefallen.<br />
<strong>Andy:</strong> Für jede unserer Veröffentlichungen gibt es neue Herausforderungen für uns, aber wir sind sehr stolz darauf. Der Großteil der Rezensionen war positiv, aber ich würde auch nicht wollen, dass allen Leuten mein Album gefällt. Du kannst nie alle überzeugen.<br />
<strong>Jesse:</strong> Ja, es ist nie bei 100%.<br />
<strong>Andy:</strong> Es kommen viele Leute zu mir, die mir sagen, dass sie das Album lieben und dass es die beste Veröffentlichung seit unserer EP sei.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Black-Crown-Initiate-5.jpg" alt="Black Crown Initiate (5)"></p>
<h4>Robert: Wie seid ihr dazu gekommen, mit Wes (Hauch, Ex-THE FACELESS) zu arbeiten?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Wir kannten ihn alle, wir wussten, wer er war und was für ein großartiger Musiker er ist. Unser alter Gitarrist <strong>Rik</strong> [<strong>Stelzpflug</strong>, Gitarrist von 2013 bis 2016] ist vor einer Weile bei uns ausgestiegen, da er die Zeit zum Touren nicht mehr aufbringen konnte. Und <strong>Wes</strong> meldete sich zu der Zeit bei uns und meinte, er wolle bei uns spielen, falls wir jemals einen Gitarristen bräuchten.<br />
<strong>Jesse:</strong> Tja, und zufälligerweise war das genau zu der Zeit der Fall.<br />
<strong>Andy:</strong> Wie hätten wir da Nein sagen können?<br />
<strong>Jesse:</strong> Alles passierte genau zum richtigen Zeitpunkt. Das ist unsere dritte Tour mit ihm und er ist großartig.<br />
<strong>Andy:</strong> Ein wirklich, wirklich witziger Typ.<br />
<strong>Jesse:</strong> Er versteht sich mit allen super.</p>
<h4>Robert: Auf der Bühne oder auch abseits davon? Ich denke, es kann hart sein, jemand Neues in der Band zu haben und sich dann vor allem im Livekontext blind zu verstehen.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Beides funktioniert super. <strong>Wes</strong> ist einer der besten Livegitarristen, die ich kenne. Zumindest für mich ist es so, dass sich live alles anders anfühlt, als wenn ich zu Hause sitze. Denn auf der Bühne schießen dir alle möglichen Hormone und so körpereigenes chemisches Zeug durch die Blutbahn.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Außerdem kann viel mehr schiefgehen.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Exakt! Aber <strong>Wes</strong> meistert das alles perfekt. Ich glaube auch, dass er bei uns nicht ganz so sehr gefordert ist wie bei <strong>THE FACELESS</strong>, denn unser Zeug ist vermutlich etwas einfacher, sodass der physische Aspekt mehr in den Vordergrund rückt und nicht so sehr die Konzentration darauf, was man spielt.</p>
<h4>Robert: Auf all euren Platten ist mir dieser krasse Gesang aufgefallen, der mich total an Travis Ryan von CATTLE DECAPITATION erinnert hat. Bei „Transmit To Disconnect“ dachte ich auch, dass er es tatsächlich ist. Wie kamt ihr dazu und wie bekommt ihr das hin?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Ich weiß, was du meinst. Das erste Mal haben wir das bei <em>„The Mountain Top“</em>&nbsp;[Dritter Song der ersten EP] eingesetzt. <strong>James</strong> [<strong>Dorton</strong>, Sänger] hat das bei den Aufnahmen zu dem Part einfach gemacht. Keiner von uns wusste, dass er sowas kann und wir waren alle total überwältigt davon. Witzigerweise hab ich für <em>„Transmit To Disconnect“</em> tatsächlich bei <strong>Travis</strong> angefragt, da diese Stelle wie für ihn geschaffen ist, aber leider war er beschäftigt, also haben <strong>James</strong> und ich das übernommen.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Black-Crown-Initiate-7.jpg" alt="Black Crown Initiate (7)"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: Wenn man auf ein Festival wie das Euroblast blickt, das sich ja hauptsächlich auf progressive Bands konzentriert: wie nehmt ihr die Entwicklung in dieser Szene wahr und verfolgt ihr sowas bewusst? Bands in dieser Richtung versuchen meines Empfindens nach, immer etwas Neues in den Sound einzuweben. Wie ist eure Herangehensweise diesbezüglich?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Ich gehe aus einer sehr emotionalen Richtung an Musik heran. Ich denke nicht sehr viel darüber nach, ob ich jetzt etwas anders oder neu oder progressiv mache. Es ist ein sehr privater und isolierter Prozess. Zumindest bei mir. Und obwohl ich andere Bands mag, kümmere ich mich bei meiner Musik nicht zu sehr darum, was sie machen.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Es ist cool, Freunde in diesen Bands zu haben, denn man kann sich austauschen und oftmals auch Inspiration sammeln.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Was wir aber definitiv von solchen anderen Bands gelernt haben, ist der administrative Aspekt des Musikgeschäfts. Besonders von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong>. Diese Jungs wissen einfach was sie tun und sie lassen nicht zu, dass sie irgendjemand um Kohle betrügt, oder sich ihrer Musik bemächtigt, um sie auszubeuten.</p>
<h4>Robert: Ich suche immer nach neuen Bands und guter Musik, die nichts mit Metal zu tun haben. Gibt’s denn was, was euch im letzten Jahr überrascht und begeistert hat? Etwas, das ihr empfehlen könntet? Oder habt ihr eigentlich gar keine Zeit mehr dafür, euch bewusst Musik anzuhören?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Wir werden zwar als Metal-Band wahrgenommen, aber eigentlich ist das Musik, die uns gar nicht so sehr und nicht ausschließlich interessiert. Ich glaube, ich habe seit Monaten nicht bewusst Musik gehört. Aber wenn ich was höre, dann ist es am ehesten <strong>SIGUR ROS</strong>.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Es erscheinen gerade unglaublich viele gute Alben. Ich glaub, die neue <strong>ULCERATE</strong> kommt bald.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Ja, <strong>MESHUGGAH</strong>, <strong>OPETH</strong>, <strong>NEUROSIS</strong>&#8230; Ich hab bislang nichts davon gehört. Klar interessiert es mich, und ich werde mir auch irgendwann die Zeit nehmen, um reinzuhören. Aber da mein Leben so sehr von meiner eigenen Musik bestimmt ist, fällt es mir zunehmend schwerer, mich auf die von anderen zu konzentrieren. Ob das wirklich gesund ist, weiß ich nicht. Aber es ist gerade meine Realität.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Ich versuche mich immer von anderer Musik einnehmen zu lassen. Das meiste davon ist überhaupt kein Metal. Ich höre zum Beispiel viel Rap und elektronisches Zeug. Musik ist schon essentiell um Inspiration zu bekommen, welche Richtung ist erstmal egal. Aber einen konkreten Namen könnte ich dir jetzt nicht sagen.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: Wenn ich an Bands wie euch oder FALLUJAH denke, dann erfreue ich mich immer daran, dass die emotionale Bandbreite, die in der Musik behandelt wird, immer weiter wird.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Weißt du, ich sehe da einen sehr wichtigen, auch gesellschaftlichen Fortschritt. Denn klassischerweise war Heavy Metal ja immer eine sehr maskuline Ausdrucksform. Das gesellschaftlich geprägte Bild von Männlichkeit hat da natürlich sehr viel mit Aggression und Wut zu tun. Und das ist angeblich alles, was man als Typ den ganzen Tag so fühlt, aber das ist natürlich nicht wahr. Deshalb bin ich auch froh, dass sich dieser Faktor beständig ändert, denn das ist auch was, was wir unbedingt machen wollen.</p>
<h4>Robert: Denkt ihr, dass es in der Musik einen Platz für Politik gibt, oder sollte es ihn geben? In Deutschland ist das aus historischen Gründen natürlich nochmal eine Sache für sich. Es gibt Leute, die davon ausgehen, dass man mit einer bestimmten Richtung sympathisiert, sobald man sich nicht klar gegen sie ausspricht und sich eher indifferent verhält.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Daran glaube ich ehrlich gesagt nicht. Es kommt immer darauf an, wer du bist. Ich kann da nur für mich sprechen. Einige meiner größten Helden haben politische Botschaften. <strong>RAGE AGAINS THE MACHINE</strong>, <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong>, <strong>BOB DYLAN</strong>. Politik hat also definitiv einen Platz in deren Musik, hat sie einen Platz in meiner Musik? Nein, denn ich beschäftige mich nicht damit und es interessiert mich auch nicht.&nbsp;</p>
<h4>Robert: Zum Schluss noch eine Sache. Auch wenn ich fürchte, dass du das ständig gefragt wirst. Andy, wie lange lässt du deinen Bart schon wachsen?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> (lacht) Nein, das ist schon okay, Mann. Ich verrat&#8217;s dir, aber du musst zuerst raten!</p>
<h4>Robert: (denkt nach&#8230;)</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Falsch! Fünf Jahre! (Jesse und er lachen)</p>
<p><strong>Robert: Sehr gut, dann wäre das jetzt auch geklärt. Jungs, ich danke euch sehr für eure Zeit und dieses Interview! Ich wünsche euch einen grandiosen Auftritt nachher!</strong></p>
<p><strong>Jesse:</strong> Danke dir!</p>
<p><strong>Andy:</strong> Danke! Wir müssen uns auch langsam warm spielen. Mach&#8217;s gut, wir sehen uns!&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Über Mainstream, Depressionen und das Tourleben &#124; VOLA im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 08:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Agent Fresco]]></category>
		<category><![CDATA[Dream Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Robert hatte zum diesjährigen Euroblast das Vergnügen, mit VOLA zu sprechen. Die&#160;Dänen&#160;haben sich für einen Tag von ihrer Tour mit KATATONIA&#160;und AGENT FRESCO abgesetzt, um auf dem Kölner Festival zu spielen. Im Interview berichten sie von ihren ersten Lektionen des Tourlebens, ihren ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-mainstream-depressionen-und-das-tourleben-vola-im-interview/">Über Mainstream, Depressionen und das Tourleben | VOLA im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Robert hatte zum diesjährigen Euroblast das Vergnügen, mit <strong>VOLA</strong> zu sprechen. Die&nbsp;Dänen&nbsp;haben sich für einen Tag von ihrer Tour mit <strong>KATATONIA</strong>&nbsp;und <strong>AGENT FRESCO</strong> abgesetzt, um auf dem Kölner Festival zu spielen. Im Interview berichten sie von ihren ersten Lektionen des Tourlebens, ihren Einflüssen und die Frage, wie Prog-Metalbands in den Mainstream geraten können. Außerdem unterhielten&nbsp;sie sich darüber, wie sich Metal-Stereotypen momentan auflösen. Bühne frei für: <strong>VOLA</strong>!</p>
<h4>Robert:&nbsp;Wann seid ihr hier angereist? Heute morgen?</h4>
<p><strong>Asger:</strong> Eigentlich sind wir schon gestern angekommen. Wir haben uns kurzzeitig&nbsp;von der <a href="https://silence-magazin.de/skandinavisches-trio-agentfresco-vola-katatonia/"><strong>KATATONIA</strong>-Tour</a> getrennt, um hier in Köln auf dem <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii-zweiter-tag-samstag/">Euroblast Festival</a> zu spielen. Nach unserer Show werden wir auch morgen in Berlin wieder zu Katatonia stoßen.</p>
<h4>R: Ein Kollege von mir hat euch erst in Leipzig gesehen und fand&#8217;s ziemlich klasse. Wie läuft die Tour bislang? Ihr hattet schon ein paar Gigs zusammen, aber es stehen ja noch einige aus, stimmt&#8217;s?</h4>
<p><strong>Asger</strong>: Ja, genau. Neun sind es noch. Wir haben erst heute früh darüber gesprochen. Es fühlt sich an, als wären wir schon seit einem Monat auf Tour, weil so viel passiert. Dabei ist es gerade mal die erste Woche von sechs. Wir sind bisher noch nie getourt, sondern haben immer nur einzelne Shows gespielt. Deswegen ist das Tourleben – vor allem im Tourbus unterwegs zu sein und generell Routine zu bekommen – absolut neu für uns. Das verbraucht ziemlich viel Energie. Aber langsam lernen wir, wie das so alles geht. Nicht jeden Tag Alkohol zu trinken, das ist zum Beispiel eine Lektion, die wir gelernt haben. [alle lachen] Nur Wasser für uns!</p>
<h4>R:&nbsp;Ist das tatsächlich eine persönliche Erfahrung oder etwas, das euch die alten Hasen verraten haben?</h4>
<p><strong>Nicolai:</strong> Nein, das wurde uns natürlich nicht so erzählt. Wir haben das für uns selbst herausgefunden, aber das macht es eben nicht einfacher. Vor allem, wenn du singst – ich singe die Backing Vocals und Asger die Leads – musst du deine Stimme schonen. Es wäre wohl das Unangenehmste, wenn du kurz vor deinem Auftritt keine Stimme hast. Wenn deine Stimme weg ist, dann ist das ziemlich peinlich. Du musst schon wenigstens etwas gesund leben.</p>
<h4>R:&nbsp;Euer Album &#8222;Inmazes&#8220; ist ja erst vor zwei Wochen erschienen. Ich frage mich da: wie sehr haben die Zuschauer auf euch überhaupt reagieren können? Ich vermute, dass es nicht so einfach ist, mit einem gerade erschienenen Album auf Tour zu gehen. Die meisten Leute kennen das Material vermutlich ja&nbsp;noch nicht. Wie sind da eure Erfahrungen?</h4>
<p><strong>N:</strong> Eigentlich haben wir das Album schon vor einem halben Jahr ein erstes Mal rausgebracht. Also konnten die Leute es auch schon vorher anhören. Das jetzt war eine Re-Release. Das ist in der Tat eine seltsame Sache. In unserem Fall haben einige das Material natürlich zum ersten Mal gehört. Es ist ungewohnt für uns, aber wir spielen jetzt hauptsächlich vor <strong>KATATONIA</strong>-Fans, die uns noch nicht kennen. Eigentlich kann man schon erkennen, ob es ihnen gefällt. Sie versuchen eben, die Musik in sich aufzunehmen, zu verstehen und sich eine Meinung darüber zu bilden. Dabei singen natürlich noch nicht alle mit, aber immerhin ein paar.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7cNCUQrCvzM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>R:&nbsp;Eure erste EP kam 2011 raus, ist das richtig?</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir hatten auch vorher schon eine EP herausgebracht. 2008 war das. Aber ja, die EP &#8222;Monsters&#8220; kam 2011.</p>
<h4>R:&nbsp;Was habt ihr so in der Zwischenzeit gemacht? Ihr habt gesagt, dass &#8222;Inmazes&#8220; sowohl 2015 als auch jetzt ein zweites Mal veröffentlicht wurde.</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir haben ungefähr ein Jahr dafür gebraucht, unsere Songs für &#8222;Inmazes&#8220; zu schreiben, nachdem &#8222;Monsters&#8220; fertig war. Wir haben das komplett selbst gemacht. Das heißt, dass wir auf dem Weg zur Fertigstellung einiges lernen mussten. Außerdem mussten alle entweder noch arbeiten gehen oder studieren, weswegen wir nicht die ganze Zeit daran arbeiten konnten. Der Prozess zog sich also eine Weile. Ein Jahr brauchten wir fürs Songwriting und zwei weitere für das Recording, Mixen und Mastern sowie die Versendung an Reviewer. Letztendlich haben wir es dann endlich am 15. Februar veröffentlicht. Dadurch haben wir jetzt einiges an Erfahrungen sammeln können. Das nächste Mal wird es mit Sicherheit schneller von der Hand gehen.</p>
<p><strong>N:</strong> Tatsächlich könnten&nbsp;dieses Mal auch einige Leute darauf warten. Auch nach &#8222;Monsters&#8220; haben schon einige neues Material erwartet, aber da war quasi kein Druck vorhanden&#8230; Allein, als wir hier zu unserem Raum gelaufen sind, wurden wir von einigen Leuten nach dem neuen Material gefragt. Ich glaube, dass die Tatsache, dass jemand darauf wartet, uns noch in unserer Arbeit beeinflussen wird.</p>
<h4>Robert:&nbsp;Das ist ja ziemlich cool. Ich habe auch so das Gefühl, dass ihr euch jetzt mit dem Re-Release auf einer neuen Stufe befindet. Das nimmt jetzt alles schon größere Dimensionen an.</h4>
<p><strong>N:</strong> Ein paar Master-Tapes haben wir gerade erst rausgeschickt. Wir hatten keine Ahnung, was wir damit machen sollten, … Aber glücklicherweise half uns dann John, unser Manager. Er ist grad mal zwei Tage vor der ersten Release des Albums zum Management dazugestoßen. Er hatte also nicht so viel Zeit, um es&nbsp;überhaupt zu versenden.<br />
<strong>A:</strong> Zur Zeit unserer ersten Veröffentlichung sind wir sehr abhängig von Social Media gewesen. Glücklicherweise gab es da ein paar Seiten, die über uns geschrieben haben.</p>
<h4>R:&nbsp;Ihr habt tatsächlich ziemlich viele Likes auf Facebook. Das war mir gar nicht bewusst. Über 10.000 Likes sind es sogar. Das wird von einigen als &#8218;magical mark&#8216; bezeichnet&#8230; [alle lachen].</h4>
<h4>Noch eine Frage zu einem Gebiet, welches&nbsp;mich durchaus mehr beschäftigt: die Lyrics und Themen, die von euch abgearbeitet werden. Ich habe über euch gelesen,&nbsp;dass die Texte sich sehr damit beschäftigen, gefangen zu sein, und über Situationen, die emotional nicht händelbar sind. Als ich dann das Album gehört habe, erschien es mir aber ganz und gar nicht deprimierend oder so. Natürlich habt ihr melancholische Parts in euren Songs, aber auch positivere Passagen und Atmosphären. Wie geht das mit den Texten einher? Wie habt ihr das Konzept eures Albums entwickelt?</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir sind ziemlich stark von melancholischer Musik beeinflusst, die sowohl düster ist als auch eine Art Lichtblick in sich trägt. Also die Gewissheit, dass es nicht immer ein schlimmes Ende nehmen muss und dass es einen Weg hinaus aus den Problemen geben kann. Das ist es beispielsweise, was ich an <strong>Steven Wilson</strong> so sehr mag. Viele mögen sagen, dass das depressive Musik sei, aber eigentlich ist es auf eine gewisse Art und Weise auch aufbauend. Denn wenn du dich schlecht fühlst, damit vielleicht allein bist, hast du ein gemeinschaftliches Gefühl durch die Musik. Ich würde behaupten, dass wir diese Szenerie über unsere Musik auch erzeugen wollen. Wir wollen düstere Themen behandeln, aber letzten Endes auch Hoffnung vermitteln.</p>
<p>Mich selbst fasziniert sehr, was glücklich sein eigentlich ausmacht. Für mich ist dieses Gefühl etwas, das einen gute Erinnerungen erschaffen lässt, auf die man später zurückblicken kann. Natürlich kannst du sehr glückliche Momente erleben – aber diesen Moment an sich, an den kannst du dich nicht erinnern. Er wird keinerlei Wert für dich haben. Das hat er nur, wenn du auch wirklich dabei warst. Wenn dein Kopf nur voll mit bedrückenden Gedanken ist, wirst du dich eher an die Gedanken als an die Situation erinnern. Danach wird deine Vergangenheit ausschließlich aus Bildern bestehen, die durch diese Gedanken geprägt sind. Es geht also letztendlich darum, aus diesen negativen Mustern auszubrechen und reine Erinnerungen zu erschaffen, die einen wirklich glücklich machen können.</p>
<h4>R:&nbsp;Also könnte man sagen, dass sich das Album weniger darum dreht, gefangen zu sein als dass es vielmehr davon handelt, aus dieser Gefangenschaft zu fliehen?</h4>
<p><strong>A:</strong> Genau. Deswegen heißt es ja auch &#8222;Inmazes&#8220;. Weil es darum geht, herauszukommen, zu versuchen, das Gewirr aufzulösen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/miNS5i6ATOI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>R:&nbsp;Ich habe mitbekommen, dass ihr euch draußen über Rammstein und Meshuggah unterhalten habt. Vermutlich wird euch die Frage ständig gestellt&#8230;</h4>
<p><strong>N:</strong> Ich habe nur Späße gemacht. Ich habe über ein Album gesprochen und alle fragen, wovon wir speziell inspiriert worden sind oder wodurch diese Leute inspiriert wurden. Und dann antworten wir einfach … Überleg mal, eine Mischung aus <strong>PINK FLOYD</strong>, <strong>RAMMSTEIN</strong>&nbsp;und ein bisschen <strong>MESHUGGAH</strong>.<br />
<strong>A:</strong> Das ist eben das, was das Label geschrieben hat – und damit muss es wohl richtig liegen.</p>
<p><strong>N:</strong> Es war einfach witzig&#8230; Wenn du deine eigenen Texte liest und du feststellst, dass die Leute sich manchmal über deine vermeintlichen Einflüsse so sicher sind, dass sie definitiv diese Bands gehört haben müssen – aber du selbst eben nicht. Aber Menschen erleben und bemerken einfach unterschiedliche Sachen, wenn sie die Musik hören – abhängig davon, wie ihre Hörgewohnheiten sonst so sind.</p>
<h4>R:&nbsp;Also sind diese Bands nicht unbedingt eure wichtigsten Einflüsse?</h4>
<p><strong>N:</strong> Genau. Wenngleich wir vielleicht auch in einem ähnlichen Gewässer fischen.</p>
<h4>R:&nbsp;Ich war davon ausgegangen, weil ich den Eindruck hatte, dass euer Riffing dem von Meshuggah sehr ähnlich ist, aber vermutlich ist das einfach die Art eures Spiels. Das muss ja nicht unbedingt mit Meshuggah verbunden sein. Es hat auch viel vom Vibe der 70er, die ich ja auch mag. Einige Parts haben mich weniger an Pink Floyd erinnert als dass ich vielmehr King Crimson hier und da durchscheinen sah.</h4>
<h4>Wenn wir uns nun speziell das Euroblast ansehen, dann ist das ja ein sehr experimental-lastiges Festival. Denkt ihr, dass die Zukunft der harten oder extremen Musik vor allem im experimentellen Sektor liegen wird?</h4>
<p><strong>A:</strong> Ja, das ist eine wirklich gute Frage. Ich vermute, dass es diese techniklastige Musik immer schwer haben wird, eine breite Hörerschaft zu erreichen.<strong> DREAM THEATER</strong> sind zum Beispiel eine Band, die sehr technisch spielen und trotzdem die vermutlich größte Fangemeinde aufgebaut hat, die man mit dieser Musik überhaupt haben kann. Andererseits gibt es Bands wie <strong>THE MARS VOLTA</strong>, die ebenfalls sehr technisch sind und dennoch Zugriff auf den Mainstream haben. Das ist wirklich schwer auszudifferenzieren.</p>
<p><strong>N:</strong> Letztendlich haben auch unbekanntere Genres dank des Internets gute Chancen, weltweit wahrgenommen zu werden und ihre Hörerschaft zu vergrößern. Wenn wir mal von unserer Musik ausgehen, ist es ziemlich sicher, dass wir in Dänemark selbst nichts tun könnten, um irgendwie bekannter zu werden. Die Leute, die Musik, wie wir sie spielen, mögen, kennen uns bereits. Das Internet gibt uns die Möglichkeit, einfacher Leute auf der ganzen Welt für unsere Musik zu begeistern. Es gibt so die Möglichkeit, überhaupt in kleineren Städten zu spielen, selbst wenn man seltsame Musik macht.</p>
<p><strong>A:</strong> Aber noch mal zurück zum Mainstream. Vermutlich sind melodische Gesangslinien das, was dafür essenziell ist. <strong>VOLBEAT</strong> könnte man beispielsweise als Metalband sehen, die aber Melodiegesang mit hohem Wiedererkennungswert hat. Deswegen konnten sie eine so größe Hörerschaft für sich gewinnen, wie es einer Deathmetalband wohl nicht möglich wäre. Es geht vermutlich wirklich darum, den Gesang so zu produzieren, dass er angenehm anzuhören ist.</p>
<p><strong>N:&nbsp;</strong>Abgesehen davon wollen doch gar nicht alle Bands Mainstream sein. Jeder findet seinen Platz in der Bandlandschaft.<br />
<strong>A:&nbsp;</strong>Besonders schön zu sehen ist, dass eine Band wie <strong>GOJIRA</strong> ziemlich bekannt werden konnten und trotzdem immer noch extrem brutal und aggressiv sind. Das zeigt, dass eine große Bekanntheit erreicht werden kann, selbst wenn man harte Musik macht. Sie sind eben sehr melodiös in ihrem Gesang, auch wenn alles andere sehr brutal ist. Die hohen Screams sind natürlich auch ziemlich cool.</p>
<h4>R: Ich habe den Eindruck, dass sich die Genregrenzen hinsichtlich dessen, was in der Musik selbst thematisiert wird, langsam lockern. FALLUJAH ist z.B. eine der Bands, die das emotionale Spektrum dessen, was sie behandeln und was damit auch Einzug in den Metal hält, deutlich erweitern.</h4>
<h4>Zum Vergleich würde ich da mal CANNIBAL CORPSE heranziehen, die nur Hass und Aggression als Leitthemata haben. Mir gefällt das, dass Bands wie eben FALLUJAH oder BLACK CROWN INITIATE die klassische Metal-Thematik um andere Gedanken erweitern, anstatt immer auf denselben Stereotypen herumzureiten.</h4>
<p><strong>A:</strong>&nbsp;Wir sind tatsächlich dessen überdrüssig, dass Metal immer irgendwie mit der Farbe Schwarz, mit Totenschädeln oder der Hölle assoziiert wird. Natürlich ist das gerade sehr sehr verallgemeinert, was ich hier sage. Aber auch wir bemerken momentan einige Bands, deren Musiker aussehen, wie die normalen Typen von nebenan und trotzdem echt harte Musik spielen. Damit zeigen sie ja, dass es im Metal eben nicht nur darum geht, lange Haare zu haben oder sich ausschließlich schwarz zu kleiden. Das ist in der Tat ziemlich erfrischend.</p>
<h4>R: Ich glaube ja, die Szene sollte sich noch weiter bewegen. ANIMALS AS LEADERS ist so eine Band, die einen ausgeprägten Einfluss aus dem Jazz haben. Damit ist es eben eine Art von Musik, die sich in eine musikalischere Richtung bewegt. Eher Mainstream-orientierte Hörer nehmen das tendenziell wohl als Musik wahr, als die Leute, die vorwiegend&nbsp;im Deathmetal unterwegs sind. Deren Reaktion ist vermutlich viel eher: Was soll das denn? Das ist doch nur technisches Rumgewichse!</h4>
<p><strong>N:</strong> Ja, es kann schon wirklich schwierig sein, wenn man sein Instrument seit langer Zeit spielt und sich dann versucht zu erinnern, welche Musik einen eigentlich zu Anfang getriggert hat. Irgendwann wird man in seinem Spiel so technisch und so schnell, weil man das ganze abgefahrene Zeug übt. Man hört dann einfach neue Musik, hört anders hin und entdeckt ganz neue Qualitäten. Es fällt schon schwer, sich darauf zurückzubesinnen, was man wirklich gut fand als man mit dem Spielen angefangen hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11719 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo.jpg" alt="VOLAband_2" width="591" height="387" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-300x197.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-1024x671.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-750x491.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /></p>
<h4>R: Eine letzte Frage habe ich noch. Ich bin immer sehr daran interessiert, unbekanntere Bands zu entdecken. Welche Bands, Künstler oder Alben haben euch dieses Jahr richtig beeindruckt?</h4>
<p><strong>VOLA:</strong> Zum einen die neue Platte von <strong>MODERAT</strong>. Das ist für mich eine sehr interessante Herangehensweise an elektronische Musik, ist aber auch sehr düster und melancholisch. Eine Kombination, die ich mag. <strong>BLAUBLUME</strong> aus Dänemark, die sehr melodisch sind, aber so gar keinen Metal spielen, sind mir noch aufgefallen. Der Sänger singt sehr hoch und hat dabei eine wunderbare Stimme. Vermutlich werden sie in der Zukunft etwas bekannter werden. Bislang sind sie das nur in Dänemark.</p>
<p>Außerdem gibt es eine norwegische Band namens <strong>RENDEZVOUS POINT</strong>, bei denen <strong>Baard Kolstad</strong> von <strong>LEPROUS</strong> trommelt. Das sind allesamt sehr talentierte Musiker, die gern mal Quintouplets oder solche Späße spielen. Die sind <strong>GOJIRA</strong> dahingehend ziemlich ähnlich, weil sie dasselbe Riff über vier Minuten spielen. Für die sehe ich auch gute Chancen auf einen Aufstieg. Ansonsten fallen mir nur größere Bands wie <strong>TAME IMPALA</strong> ein. Aber die kennt man wohl schon&#8230;</p>
<p><strong>R:</strong> Okay, cool! Danke für eure Tipps und das nette Gespräch. Ich wünsche euch nachher einen guten Gig und weiterhin eine tolle Zeit&nbsp;auf eurer Tour mit <strong>KATATONIA</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Interview: Robert</em><br />
<em> Übersetzung &amp; Text: Nina</em></p>
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		<title>Fallujah: Schlafloses Träumen und traumloses Schlafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 May 2016 06:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Deathcore]]></category>
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		<category><![CDATA[Nuclear Blast]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fallujah-schlafloses-traeumen/">Fallujah: Schlafloses Träumen und traumloses Schlafen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Album: Dreamless<br />
Veröffentlichung: 29.4.2016<br />
Dauer: 56:14<br />
Label: Nuclear Blast America</p>
<p>„<em>Dreamless</em>“ stellt bereits das dritte Album im Schaffen von&nbsp;<strong>FALLUJAH</strong>&nbsp;dar und das innerhalb von nur fünf Jahren! Oftmals wird die dritte Platte einer Band als alles entscheidender Meilenstein gewertet. Geht es danach, dann sieht die Zukunft der Kalifornier mehr als rosig aus.</p>
<p>Kann sich noch irgendwer an Reanimation von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_8x7xMQUbnE" target="_blank"><b>LINKIN PARK</b></a>&nbsp;erinnern? Bin ich alt? Ist der Typ nur noch bescheuert, hier mit Nu Metal anzukommen? Und wie ist eigentlich die molare Masse von Barium? Fragen, die die Menschheit beschäftigen&#8230;<br />
Für das weitere Verständnis: <strong>FALLUJAH</strong>&nbsp;setzen es mehr als gekonnt fort, Elektronik und (in Ermangelung eines anderen Wortes) technoide Elemente in ihren Sound zu integrieren, wie ich sie wohl zuallererst auf oben besagter Platte gehört habe. Soviel dazu.</p>
<p>Das Album beginnt mit einem seichten Einstieg, sphärischen Klängen, einem langsamen, schleppenden Gitarreneinsatz. Was darauf folgt ist entgegen der Erwartung kein brutales Zerstreuen der Stimmung, sondern eher ein Aufbau des Ganzen. Sofort fällt auf: alles hat unfassbar viel Raum, nicht nur im Mix, sondern auch im Arrangement. Musikalisch passiert hier gleichzeitig unglaublich viel, wobei alles trotzdem wohl strukturiert klingt.</p>
<p>Der zweite Track „Adrenaline“ ist der erste „wirkliche“ Song des Albums und macht sofort da weiter, wo „<em>The Flesh Prevails</em>“ aufgehört hat. <strong>FALLUJAH</strong>&nbsp;haben IHREN Sound, der im Moment nur grob mit <a href="https://riversofnihil.bandcamp.com/album/monarchy" target="_blank"><strong>RIVERS OF NIHIL</strong></a>&nbsp;zu vergleichen ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_uBXmb1TVxk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der erste Eindruck setzt sich nahezu über die gesamte Albumlänge hinweg fort: das Quintett liefert eine perfekt inszenierte Mischung aus Härte und Stimmung ab,und agiert technisch auf feinstem Niveau. Jedoch wird die Spielfertigkeit und Finesse immer den Songs untergeordnet, hier lässt keiner den Pimmel raushängen, wenn es denn nicht unbedingt sein muss. Und im Gegensatz zum Stiefonkel im Stadtpark muss das hier auch keiner.</p>
<p>Vereinzelt sind die Deathcore Wurzeln der Jungs immernoch spürbar, allerdings manifestiert sich das lediglich im modernen Riffing, welches die Gitarrenarbeit dominiert. Dieses wird von Synthieflächen kontrastiert, die auch auf einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HuKtEcC1C4w" target="_blank"><strong>PETER GABRIEL</strong></a> Album nicht fehl am Platz wirken würden, und die selbst nach härtesten Passagen alles im Handumdrehen wieder in die Schwebe befördern.</p>
<p>Hier werden Spannungsbögen erzeugt, bei denen Architektur Studenten vor Neid implodieren müssten. Sänger Alex Hofmann nimmt sich teils vollständig heraus, und lässt grandiose Frauengesänge herrschen, die man teils schon auf dem Vorgänger vernommen hat. Das Zusammenspiel der Instrumente ist zu jedem Zeitpunkt der Wahnsinn. Hier greift alles ineinander. Für mich gibt es in den Songs keinerlei Längen: <strong>FALLUJAH</strong>&nbsp;wecken den Anschein genau zu wissen, wann es an der Zeit ist, den individuellen Stilelementen mehr, oder weniger Spielraum zu lassen. Besonders hervorzuheben sind die exzellenten, verträumten Gitarrenmelodien, die sich sanft ins Ohr graben und Melancholie erzeugen können, wie man es sonst von (vornehmlich) französischen Shoegaze Bands gewöhnt ist. Im Progressive Rock/Metal Bereich kann man das hier erzeugte Ambiente am ehesten mit späten <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9AHtlz2fduw" target="_blank"><strong>CYNIC</strong></a>&nbsp;vergleichen.</p>
<p>Selten, wenn nicht NIE hat eine <b>Death Metal</b> Platte solche Emotionen hervorbringen können!</p>
<p>Was mir besonders positiv auffällt ist, dass sich die Kalifornier wieder nicht davor scheuen, dem Metal teils vollständig den Rücken zu kehren. Dürfen die das? Nein, sie müssen! So könnte zum Beispiel „Les Silences“ durchaus einer <a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PL_g4k3zdRmP1rErKZ1lrzmk7a6zfS3Q7M" target="_blank">Ambient/Trip Hop</a> Platte entnommen sein, ohne die Kohärenz des Albums zu zerreißen. Gelungener Spagat!</p>
<p>Auf dem durchaus zum träumen verleitenden „<em>Dreamless</em>“ bauen <strong>FALLUJAH</strong>&nbsp;ihre Stärken weiter aus, sie haben ihren Sound gefunden und agieren sehr souverän in den selbstgeschaffenen Sphären. Bei Metal Archives griffig beschrieben als Progressive/Technical Death Metal/Deathcore denke ich jedoch, dass es durchaus legitim ist, <strong>FALLUJAH</strong> als Tischler einer neuen, innovativen Schublade zu sehen: <strong>Post Death Metal</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/fallujahofficial/" target="_blank">Facebook</a></p>
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