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	<title>Folk Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 11 Mar 2024 14:46:20 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Folk Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>RAGNARÖK 2024- Der Vorbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2024 09:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Silence mal wieder in Lichtenfels! Wir freuen uns auf ein weiteres Ragnarök mit Euch und geben euch hier unsere Infos! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2024-der-vorbericht/">RAGNARÖK 2024- Der Vorbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> Endlich, ENDLICH ist es soweit! Endlich wieder Festivals! Naja, gut drei Wochen lang muss noch die Geduld walten. Aber dann wird für mich sowie für meine Co-Autoren <span style="color: #800000;"><strong>Mich</strong></span> und <span style="color: #800000;"><strong>Oimel</strong></span> die <strong>Festivalsaison 2024</strong> eingeleitet &#8211; und zwar mit keinem geringeren als dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> im fränkischen <strong>Lichtenfels</strong>!</p>
<p>Und dieses Jahr ist das Line-Up so richtig fett. Veranstalter <strong>IVO</strong> hat mit <strong>großen Namen</strong> auf dem Flyer nicht gespart. Nehmen wir die <strong>Headliner</strong> gleich vorweg: <strong>FINNTROLL</strong> und <strong>MARDUK</strong>. Folk- und Black-(Death-)Metaller kommen also gleichermaßen auf ihre Kosten. Aber auch Überraschungen sind dabei, die <strong>Norweger</strong> von <strong>NORDJEVEL</strong> zum Beispiel, welche klirrend kalten Black-Metal zum Besten geben werden.<strong> Apropos klirrend kalter Black-Metal</strong> &#8211; mit genau diesen Attributen ließe sich wohl auch die sibirische Formation <strong>GRIMA</strong> recht treffend beschreiben.</p>
<h2>Für jeden was dabei</h2>
<p>Aber auch <strong>harmonischere Tönen</strong> wird es geben, zum Beispiel von <strong>SAOR</strong>. Die waren in der Vergangenheit bereits beim <strong>RAGNARÖK</strong> zu Gast und was soll ich sagen: Sie haben überzeugt. So sehr, dass sie dieses Jahr wiederkommen dürfen. Ich freue mich schon auf die <strong>Geige</strong>! Auch die Briten von <strong>FEN</strong> dürften das Publikum mit ihren <strong>atmosphärischen Klängen</strong> regelrecht verzaubern. Und wem das alles noch nicht mythisch genug ist, der darf gerne bei den Jungs von <strong>SAGENBRINGER</strong> ein Ohr riskieren.</p>
<p>Zuletzt noch ein Wort zu meinen <strong>persönlichen Highlights</strong>. Da wären einerseits <strong>THEOTOXIN</strong>, die einem mit gnadenlosem Black-Death schön die Ohren wegballern. Und andererseits hätten wir <strong>VERMILIA</strong>, die nicht nur kurzfristig eingesprungen ist, sondern auch für <strong>weibliche Präsenz</strong> auf der Bühne sorgt. Ich durfte der <strong>Finnin</strong> bereits beim letztjährigen <strong>DARK TROLL</strong> <strong>FESTIVAL</strong> lauschen und habe mich von ihrer durchdringenden Stimme ganz und gar einnehmen lassen. Definitiv eine <strong>Empfehlung</strong>!</p>
<p><iframe title="Vermilia - Ruska (Official Video 2023)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/X0Tr4mLo7SA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Aber das war noch nicht alles</h3>
<p>Abgesehen von den Bands freue ich mich aber nicht weniger auf einen <strong>leckeren Barbarenspieß</strong>, kühles Bier, abgrundtief räudige Campgroundmusik und natürlich auf die <strong>berühmt-berüchtigte Kombination</strong> von Sonnenbrand und Lungenentzündung. <strong>ABER</strong> ich bin ja nicht die einzige Vertreterin <span style="color: #800000;"><strong>Silence</strong></span>&nbsp;in Lichtenfels! Und deshalb verraten euch jetzt auch noch <span style="color: #800000;"><strong>Mich</strong></span> und <span style="color: #800000;"><strong>Oimel</strong></span>, worauf sie sich denn am meisten freuen, pardon, worauf sie &#8222;am meisten gehyped&#8220; sind.</p>
<p><em>Mich:</em> Mit <strong>CRUACHAN</strong> und <strong>IMPERIUM DEKANDENZ</strong> spielen gleich zwei Bands aus meiner Kategorie &#8222;dass ich die tatsächlich mal irgendwo live sehe&#8220;, was nach 16 Jahren Festivalbesuchen gar nicht mal so häufig der Fall ist. Als <strong>Geheimtipp</strong> würde ich <strong>PERCHTA</strong> erwähnen, und ansonsten ist das Line-Up für mich gefüllt mit<strong> Evergreens</strong> wie <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>PRIMORDIAL</strong> oder <strong>VANAHEIM</strong>. Aber auch in der Black-Metal-Sparte hält das <strong>RAGNARÖK</strong> so einige vorfreudeerregende Erlebnisse für mich bereit.</p>
<p><em>Oimel:</em> So, nun melde ich mich auch wenigstens kurz zu Wort. <strong>Ich freu mich wie ein Schnitzel</strong> auf das Festival, da dieses Line-Up mich absolut umgehauen hat! Die Kombo von <strong>SAOR</strong>, <strong>WINTERFYLLETH</strong> und <strong>KAMPFAR</strong> konnte ich auf dem <strong>DARK TROLL 2019</strong> bereits sehen und das war <strong>RICHTIG gut! </strong>Das gleiche gilt für <strong>KANONENFIEBER</strong> und <strong>GRIMA</strong> &#8211; die Beiden konnte ich im Hellraiser in Leipzig bereits sehen und das war ebenfalls umwerfend gut. Was mich dann allerdings völlig umgehauen hat, ist dass <strong>PRIMORDIAL</strong> ebenfalls spielt! Diese Band und das Album &#8222;To The Nameless Dead&#8220; hat für mich <strong>überhaupt erst die Tür für atmosphärischen (Black-) Metal geöffnet</strong> und die will ich seit Jahren sehen! Ich bin sehr gespannt und hoffe, ich kann danach <strong>nur Gutes</strong> berichten! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f918.png" alt="🤘" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60e.png" alt="😎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Ran an die Tickets</h2>
<p><em>Merlin:</em> Lang ist es nicht mehr hin, aber noch habt ihr Gelegenheit, euch Tickets zu sichern. Bis zum <strong>24. März</strong> sind Hard-Tickets bestellbar, bis zum <strong>02. April</strong> könnt ihr ein E-Ticket ergattern. Für die ganz Kurzentschlossenen wird es vor Ort auch eine Abendkasse geben &#8211; aber natürlich nur, wenn nicht vorher schon alle Tickets weg sind. <strong>Also nichts wie ran da! Wir sehen uns in Lichtenfels!</strong></p>
<p>Link zu den Hard-Tickets: <a href="https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/">https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/</a></p>
<p>Link zu den E-Tickets: <a href="https://www.eventbrite.de/e/ragnarok-festival-2024-tickets-620550632647">https://www.eventbrite.de/e/ragnarok-festival-2024-tickets-620550632647</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2024-der-vorbericht/">RAGNARÖK 2024- Der Vorbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Fiddler&#8217;s Green &#8211; Irisch Folk aus Franken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven F.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2023 10:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fiddler’s Green]]></category>
		<category><![CDATA[The Green Machine.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Braucht ihr kurzfristig noch ein Weihnachtsgeschenk? Sven hat für euch eine Track By Track Review zum neuen Album von Fiddler's Green. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fiddlers-green-the-green-machine/">Fiddler&#8217;s Green &#8211; Irisch Folk aus Franken</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">FIDDLER&#8217;S GREEN &#8211; &#8222;The Green Machine&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 29.12.2023<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp; ca. 40 Min&nbsp;<br />
<strong>Label: </strong>Deaf Shepherd/ Indigo<br />
<strong>Genre:</strong> Speed Folk</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<h3>Fiddler&#8217;s wer? Fiddler&#8217;s Green!</h3>
<p>Falls ihr die Band nicht kennen solltet, ist hier einmal der Pressetext. Der beschreibt die Band und ihr Wirken schon sehr gut:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">&#8222;Beeindruckende 25 Alben, vier DVDs, viele hunderttausend begeisterte, rund um den Globus verteilte Fans sowie über 214k monatliche Spotify-Hörer:innen verzeichnen <strong>FIDDLER&#8217;S GREEN</strong> momentan auf der Haben-Seite. <strong>Ralf Albers</strong> (Gesang, Gitarre, Mandoline), <strong>Patrick Prziwara</strong> (Gitarre, Gesang), <strong>Rainer Schulz</strong> (Bass), <strong>Stefan Klug</strong> (Akkordeon, Bodhran), <strong>Tobias Heindl</strong> (Geige, Gesang) und <strong>Frank Jooss</strong> (Schlagzeug) fühlen sich in gemütlichen Bierkellern und Pubs genauso zuhause wie auf den Bühnen großer Konzertarenen in ganz Europa bis nach Asien &#8211; ob beim Lowlands und Pinkpop Festival in Holland, dem skandinavischen Sweden Rock, gefeierten Auftritten beim legendären Wacken Open Air sowie dem weltberühmten Montreux Jazz Festival oder auf ihren ausgedehnten Japan-Touren, bei denen die Franken regelmäßig für ordentlich Stimmung im Land des Lächelns sorgen. Nach der Veröffentlichung ihres Livealbums &#8222;Acoustic Pub Crawl II – Live in Hamburg&#8220; (2020), der Jubiläums-Compilation &#8222;3 Cheers For 30 Years&#8220; (2020) sowie dem Weihnachts-Longplayer &#8222;Seven Holy Nights&#8220; (2022) legen <strong>FIDDLER&#8217;S GREEN</strong> nun mit &#8222;The Green Machine&#8220; ihr erstes Studioalbum seit über vier Jahren vor!&#8220;</p>
</blockquote>
<h3><strong>Die CD</strong></h3>
<p>Als erstes muss ich einfach das Äußere der CD loben. Das Artwork ist einfach super und auch das Booklet. Hier hat die Band mit dem Artworker<strong> Franz Hoegl</strong> eine großartige Wahl getroffen. Außerdem sind die Jungs von der <strong>DRITTEN WAHL</strong> zu erwähnen, die ihre Stimmen für Chöre und zusätzliche Background Stimmen gegeben haben. Auf dem Album gibt es 12 Tracks.</p>
<h3>Party, Party, Party</h3>
<p>Mit ihrer ersten Single vom Album <em>&#8222;Shanghaied In Portsmouth&#8220;</em> zeigen <strong>FIDDLER&#8217;S GREEN</strong> direkt, wieviel Bock sie haben. Der Song beginnt mit einem Trommelrhythmus, der mich an <em>&#8222;Also sprach Zarathustra&#8220;</em> erinnert, nur um dann direkt mit voller Kraft loszufahren. Speed Folk Punk at it&#8217;s best! Hierfür hat man sich <strong>MR. HURLEY</strong> geholt. Dieser hat im Endteil einen kleinen Sprechpart. Wer den Begriff <strong>Shanghaien</strong> nicht kennt: So nannte man damals das gewaltsame Rekrutieren von neuen Seeleuten.</p>
<p><iframe title="FIDDLER&#039;S GREEN - SHANGHAIED IN PORTSMOUTH - feat. Mr Hurley &amp; Die Pulveraffen (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/KXS1t_VzctQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Schnell geht es auch mit dem zweiten Track <em>&#8222;The Bog&#8220;</em> weiter, der auch gleichzeitig die zweite Single ist. Anders als in Song 1, geht&#8217;s hier allerdings nicht voll auf die Fresse, sondern mehr um <strong>Spaß</strong>. Die Melodie ist weniger hart, dafür ausgelassener. Die Nummer funktioniert ein wenig nach der &#8222;Ich packe meinen Koffer&#8220;-Thematik. Am Ende des Verses wird das vorherige Ende wiederholt und was neues kommt hinzu. Dabei schreckt Sänger <strong>Albi</strong> nicht davor zurück, sich mal wieder den einen oder anderen Knoten in die Zunge zu machen.</p>
<p><iframe title="FIDDLER&#039;S GREEN - THE BOG (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/9sE4Uzruh8M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p>In eine<em> &#8222;Good Old Irish Bar&#8220;</em> entführen uns die Jungs in dieser <strong>Speedfolk Nummer</strong>, die von einem sehr schnellen Takt eingeleitet wird. Hauptsächlich hören wir hier <strong>Pats</strong> Stimme, die mit ihrem Whiskey geschwängerten Klang den richtigen &#8211; rauen Ton hat.</p>
<p><em>In &#8222;My Fairy Of The West&#8220; </em>besingen <strong>FIDDLER’S</strong> <strong>GREEN</strong> eine Frau, in die sich das lyrische Ich verliebt hat. Die Nummer klingt moderner und etwas poppiger, wobei mir der Klang des Refrains nicht ganz zusagt, da er mir zu sehr nach Produktionsart moderner Popsongs klingt. Dem gegenüber steht <strong>Tobis</strong> Geigenspiel, bei dem man direkt die kleinen Kobolde tanzen sieht. Insgesamt versprüht der Song so ein leicht beschwingliches Gefühl. Bin gespannt, wie er live klingt, wenn sie ihn denn live spielen.</p>
<p><em>&#8222;I Don‘t Like Alcohol&#8220;</em> legt wieder etwas an Härte und Geschwindigkeit zu. Hier besingt die Band den übermäßigen Alkoholkonsum mit einem Augenzwinkern. Immerhin endet die letzte Strophe mit den Worten:</p>
<blockquote><p>&#8222;No matter what I do, it seems to just get worse. Beer and Whiskey, i guess it is my curse&#8220;.</p></blockquote>
<p>Die Nummer muss auf die Bühnen, denn es ist ein geiler <strong>Moshpit</strong> <strong>Song</strong>! Und ich mag keine Moshpits.</p>
<p>Dann wird es auf einmal sehr viel langsamer und es kommt <strong>Kaminabend-Feeling</strong> auf. Denn dort sehe ich eine Ballade wie <em>&#8222;A Fleecy Cloud&#8220;</em>. Erst fiel es mir, schwer mich auf den Song einzulassen. Nachdem ich aber auf den Text geachtet hatte, gefiel mir der Song doch irgendwie. Handelt er doch davon jemandem beizustehen, das kann nie verkehrt sein. Aber es wird nicht mein liebster Song vom Album.</p>
<p><em>&#8222;May The Road Rise Up To Meet You&#8220;</em> ist eine schöne Schunkelnummer gegen all die Unsympathen dieser Welt! Ich sehe schon, wie das Publikum bei einem Konzert gemeinsam die Mittelfinger in die Höhe schnellen lässt und lauthals &#8222;<strong>Fuck You!</strong>&#8220; grölt. Auch hier hoffe ich den Song live zu hören.</p>
<p>Mit <em>&#8222;I Need A Volunteer&#8220;</em> kommt ein richtig fröhlicher Ohrwurm um die Ecke! Der Song, dessen Melodie hier genutzt wird, stammt meiner Meinung nach aus den 80ern von <strong>ERISVALDO DA SILVA</strong>&nbsp; und hört auf den Namen <em>&#8222;O Pintinho Piu&#8220;,</em>&nbsp;den Deutschen besser bekannt als <em>&#8222;Das kleine Kücken piept&#8220;</em>.&nbsp;</p>
<p>Als nächstes haben wir wieder einen sehr ruhigen Track, was wohl auch am Thema liegt. <em>&#8222;Hangover&#8220;</em> heißt die Nummer und wenn der Chor im Refrain dies singt, spürt man es auch direkt und möchte mit einstimmen. Selbst wenn man das Gefühl nicht selber kennt. Hier darf ebenfalls wieder geschunkelt werden.</p>
<p>Auch etwas Western und Country Feeling kriegen wir geboten. <em>&#8222;Ready For The Ball&#8220; </em>wird durch eine Sprechpassage, wie man sie aus alten Country Songs kennt, eingeleitet. Allerdings nicht irgendein Text, nein, hier handelt es sich um einen Text aus <strong>EDGAR</strong> <strong>ALLEN POES</strong> &#8222;Die Maske des roten Todes&#8220;. Denn auch der Track insgesamt befasst sich mit der Geschichte. Zum Ende gibt es nochmal die Chance eines <strong>Moshpits</strong> für zukünftige Liveshows, geleitet von <strong>Tobis</strong> Geige.</p>
<p>Genau mit diesem Gefühl geht es in <em>&#8222;Mursheen Durkin&#8220;</em> weiter. In diesem Cover eines <strong>gälischen Traditionels</strong> gibt es wieder ordentlich <strong>Speed Folk</strong> auf die Ohren, denn es ist bei <strong>FIDDLER&#8217;S GREEN</strong> ja mittlerweile Tradition, auf jedem Album ein Cover eines Traditionals umzusetzen. Und ich habe bisher keine so Punk lastige Version von<em> &#8222;Mursheen Durkin&#8220;</em> gefunden.</p>
<p>Auch der Abschluss des Albums<em> &#8222;A Parting Glass&#8220;</em> ist ein altes Traditional. Diesmal aus Schottland. Passend für das Finale des Albums kommt er sehr ruhig daher und entlässt uns wieder aus der <strong>Irish Speed Folk</strong> Welt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-45123 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/12/Fiddler-s-Green-23-2-credit-Jasmin-Seidel-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/12/Fiddler-s-Green-23-2-credit-Jasmin-Seidel-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/12/Fiddler-s-Green-23-2-credit-Jasmin-Seidel-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/12/Fiddler-s-Green-23-2-credit-Jasmin-Seidel-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/12/Fiddler-s-Green-23-2-credit-Jasmin-Seidel-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/12/Fiddler-s-Green-23-2-credit-Jasmin-Seidel.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Die Seite von <strong>FIDDLERS GREEN</strong> findet ihr <a href="https://www.fiddlers.de/de/home.html">hier</a>.</p>
<p>Die CD erhaltet ihr <a href="https://www.shepherdsjumble.de/de/"><strong>hier</strong></a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fiddlers-green-the-green-machine/">Fiddler&#8217;s Green &#8211; Irisch Folk aus Franken</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 10:11:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tage werden dunkler, die Gefühle schwerer... Wir lassen das Wolfszeit 2023 nochmal vor unseren Augen durchziehen.<br />
Für Dich gibt es dafür den von Tränen (der Freude und des Verlusts) genässten Bericht - mitsamt Eindrücke in Bild und Emotion'!</p>
<p>Schwelge mit uns in Erinnerung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Es ist wieder Wolfszeit! </strong></h2>
<p>Mich: Doch diesmal nicht an gewohnter Stelle – nein, im Crispendorfer Nadelwald wird es wohl nie wieder stattfinden. Die <strong>neue Location</strong> befindet sich auch in Thüringen:<strong> Das Feriendorf Auenland in Eisfeld</strong>. Es bleibt spannend: Kann das Gelände mit dem Charme des alten Ortes des Geschehens mithalten?</p>
<p>Diese Frage hat sich allerdings schon mit einem überdeutlichen <strong>JA</strong> beantwortet, bevor ich mein erstes Bier aus dem Kofferraum holen kann. Davon abgesehen, dass der Tannenwald hier ebenso archaisch prangt wie ums Crispendorfer Ferienland herum, lässt mich der absolut prachtvolle Ausblick vom Campingground erstmal drei Schritte rückwärts schreiten, bevor mich die Eindrücke überwältigen und zu Boden zwingen. Sonnenbeschienene Hügel- und Bergspitzen tummeln sich vor einem schier endlos weiten Horizont, Nadelgehölz verteilt sich wie dunkle Farbkleckse über das gesamte Panorama und die Wolken ziehen ruhig in sanften Schwaden über das klare Hochsommerfirmament. Frische Grashalme dämpfen meinen Fall, während ich die Schönheit des Moments mit allen Poren meines Körpers in mich aufnehme. <strong>„Willkommen“,</strong> scheint das neue Gelände uns sagen zu wollen, <strong>„willkommen Freunde beim</strong> <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong>.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44899 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg" alt="" width="741" height="417" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 741px) 100vw, 741px" /></p>
<p>Doch während ich so in romantischer Naturverbundenheit daherschwelge, unterbricht mich plötzlich ein primitiver Gedanke: <strong>Moment mal!</strong> Sind wir nicht eigentlich zum Abmeddln hier? Und so kommt es, dass der Kofferraum an diesem ersten Nachmittag und Abend dann doch noch um einige halbe Liter erleichtert wird.</p>
<h2><strong>Der neue Morgen ist da</strong></h2>
<p>Ja, der neue Morgen ist da! Und die *hust* Eindrücke des gestrigen Auftakts beschäftigen meinen Schädel heute auf weniger angenehme Weise. Zudem ist mir wohl irgendwer im Laufe des Abends aufs Knie gefallen, so dass mir nicht nur das Denken sondern auch das Laufen schwerer fällt als gewöhnlich.</p>
<p>Dennoch schaffen wir es noch vor dem ersten Konzert, zur <strong>sagenumwobenen Sommerrodelbahn </strong>zu pilgern, die sich nur einige hundert Meter vom Campground entfernt befinden soll. Hier stellt sich gleich sie nächste Frage: Ist sie ein gebührender Ersatz für Crispi, die Fot- ich meine natürlich Bimmelbahn und Hauptattraktion der alten Festival-Location?</p>
<div style="width: 1140px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-44827-1" width="1140" height="641" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4?_=1" /><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4">https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4</a></video></div>
<p>Und auch hier werden wir nicht enttäuscht! Nicht nur der Weg nach unten macht (abgesehen von zwei bis drei unglücklich positionierten Brennnesseln) unerhört viel Spaß, sondern auch der Aufzug nach oben hat einiges zu bieten, wie er einen nach erfolgreichem Flitzen gemütlich an wilden Brombeersträuchern, nadelbedeckter Blumenwiese und saftigen, frisch aus der Erde geschossenen Pilzen wieder den Hügel hinauf zieht. Zehn von zehn Punkten. <strong>Wir fahren ungefähr acht Mal,</strong> bevor es dann doch endlich mal an der Zeit ist, sich das Infield von innen anzusehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Ab hier gibt’s Konzertberichte!</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44909" aria-describedby="caption-attachment-44909" style="width: 236px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44909" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg" alt="" width="246" height="368" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44909" class="wp-caption-text">Eichhörnchen! &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Den doch etwas undankbaren Slot als erste Band um vierzehn Uhr Nachmittags am ersten Konzerttag belegen in diesem Jahr <strong>TALES OF RATATÖSK</strong>. Dass die Folk-Metaller damit aber absolut kein Problem haben, weil sie nämlich in der Lage sind, jede Situation prompt in eine wilde Party zu verwandeln, beweisen sie mir in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal. Was soll auch schiefgehen, wenn man ein anderthalb Meter großes <strong>Plüscheichhörnchen</strong> dabeihat – und dazu eine persönliche Eichhornträgerin ähnlicher Höhe, die dafür sorgt, dass mit ihm, um es und um es herum gemosht und gekreist wird, was das Zeug hält.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44850" aria-describedby="caption-attachment-44850" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-44850" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg" alt="" width="210" height="315" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44850" class="wp-caption-text">Fieps &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Der Basser <strong>Peter</strong> (ungefähr doppelt so groß) hat im Biersturm des Vortags seine Stimme gegen ein heisernes Fiepsen eingetauscht. Dies lässt seine Ansagen heute recht amüsant wirken, seine Growls aber umso bestialischer erschallen.</p>
<p>Ein weiteres Unglück ergibt sich, als plötzlich im Eifer des Gefechts besagte <strong>Eichhornträgerin mit dem Fuß umknickt </strong>und ihre heilige Aufgabe erstmal an jemand anderes abgeben muss. Zehn Minuten später jedoch sieht man sie wieder im Publikum – diesmal mit dem flauschigen Maskottchen als Auge des Circle Pits auf dem Boden sitzend.</p>
<p>Während alledem wird die Energielatte von der aufgeregten Musik stets oben gehalten, und auch wenn noch bei weitem nicht alle da sind um mitzumachen, kann man von einem äußerst gelungenen Startschuss fürs <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong> sprechen.</p>
<h2><strong>Gekonnte Epik</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44856" aria-describedby="caption-attachment-44856" style="width: 389px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-44856" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44856" class="wp-caption-text">Mit Deko &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Es folgen die <strong>epischen, bombastischen, fantastischen</strong> <strong>VANAHEIM</strong> aus den Niederlanden. Wenn dieser Satz auch ein bisschen mit Hyperbeln gespickt wirken mag, so lasst mich euch versichern, dass ich jedes der Worte in genau dem Maße hingeschrieben habe, in dem ich es emfpinde. Bisher – und vor allem seit Release des großartigen Debut-Albums „Een Verloren Verhal“ vor etwas mehr als einem Jahr – haben diese vier Männer live bei jeder Gelegenheit bewiesen, dass sie nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Songwriting richtig was draufhaben. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44857" aria-describedby="caption-attachment-44857" style="width: 411px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44857" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg" alt="" width="421" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44857" class="wp-caption-text">Action! &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Mit einer Stunde Spielzeit reicht es diesmal für alle Metal-Tracks des Albums plus zwei der etwas älteren EP. Auch bemerkenswert: Mittlerweile scheint jede Ansage in den Liedern perfekt getimed. Zudem gibt es nun auf der Bühne <strong>passende Dekorationen und Relikte</strong>: Spooky Laternen mit Efeu, ein antiquarisch anmutendes Riesenbuch und einiges mehr sorgen für die kleine Prise Atmosphäre, die dem ganzen noch ein kleines aber nicht ungewisses Etwas verleiht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Sound habe ich diesmal allerdings ein bisschen was rumzumeckern: Die orchestralen Backgroundspuren, ein sehr wichtiges Element in dieser Musik, verlieren nicht selten den Kampf gegen die Gitarren und vor allem das Drumset, welches selbst mir als Drummer heute etwas zu hart knüppelt. Stört vielleicht ein kleines bisschen den Musikgenuss, <strong>nicht aber den Flow,</strong> den Publikum und Band miteinander haben.</p>
<h2><strong>Von depressiven Kriegern und kotzenden Drachen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44853" aria-describedby="caption-attachment-44853" style="width: 433px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44853" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg" alt="" width="443" height="295" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44853" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>SAGENBRINGER</strong> hingegen haben keine Soundprobleme. Ihre Musik mag im direkten Vergleich auch etwas simpler aufgebaut sein und ist somit weniger anfällig für ebendiese Art von Erschwernissen. Aber ich merke schnell, dass ordentlicher klassischer Pagan Metal <strong>genau das</strong> ist, <strong>was mich in dieser Sekunde glücklich macht. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44858" aria-describedby="caption-attachment-44858" style="width: 277px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44858" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg" alt="" width="287" height="429" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44858" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Texte sind einerseits sehr ernst: So etwa wird ein Krieger besungen, der nach erfolgreicher Schlacht realisiert, dass der Krieg keine Gewinner kennt, woran seine gesamte Weltanschauung zerbricht. Andererseits aber erzählen <strong>SAGENBRINGER</strong> auch gerne von fröhlicheren Dingen, wie Trolltavernen (dazu wirft man überdimensionale aufblasbare Bierkrüge ins Publikum) oder von einem Drachen, der <strong>Met statt Feuer</strong> spuckt. (Das ist ja abartig. Also ich würd das nicht trinken.)</p>
<p>Während ich mich der ehrlichen und offenen Spielfreude erfreue, die die sympathischen Jungs dort auf der Bühne an den Tag legen, fällt mir noch was auf: Keiner der Songs ist besonders schnell, krass oder aggressiv. Und dennoch macht’s Bock. Manchmal vergesse ich das, aber man kann Metal auch gut machen, wenn man gemütlicher ans Thema rangeht.</p>
<p>Und jetzt begrüßt mal alle bitte ganz herzlich unsere diesjährige <strong>Gastautorin Ramona!</strong></p>
<h2><strong>Vermummte Gestalten</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44859" aria-describedby="caption-attachment-44859" style="width: 279px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44859" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44859" class="wp-caption-text">Schlangengleich &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Was könnte passender sein, als mich bei schwarzem Himmel und Gewitter über mir an das Konzert von <strong>GAEREA</strong> zu erinnern? Die mir tatsächlich noch recht unbekannten Black Metaller aus Portugal erscheinen gänzlich in schwarz und wie schon öfter im Black Metal vernommen, vermummt. Die harten Riffs können ungewohnt hart klingen, wenn man sich weniger für diesen Bereich im Metal interessiert. <strong>Melodische Parts überraschen</strong> dann die noch nicht an dieses Genre gewöhnten Ohren und lockern das Ganze etwas auf. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44860" aria-describedby="caption-attachment-44860" style="width: 279px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44860" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44860" class="wp-caption-text">Nebelmaschine &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Die Reaktionen des Publikums sind zunächst verhalten, doch Einzelne sind genauso wie ich, fokussiert auf die exzentrischen Bewegungen des Frontmanns, die jedoch zu den nach <strong>purem Leid und Verzweiflung</strong> klingenden Vocals passen. Karthartisch, so bezeichnen sie sich selbst. Dennoch verzichtet die Band nicht komplett auf Ansagen und Interaktion mit dem Publikum. Nachdem einige verstanden haben, dass es sich um eines der letzten Konzerte der noch recht jungen Gruppe handelt und sich über diese Info wundern, entstehen zum Ende hin doch noch ein kleiner Circle Pit und auf Wunsch des Sängers eine Wall of Death. Auf einer bekannten Plattform findet sich ein Beitrag dazu, dass der nächste anstehende Gig im Nachbarland auf einem dort letzten Sommer-Festival stattfinden wird. So können wir uns freuen, in Zukunft mehr Keulen der Schwere wie „Salve“ zu hören.</em></p>
<p>Mich: Eine Anmerkung erlaube ich mir an dieser Stelle: Die <strong>schlangenhaften Bewegungen</strong> des Sängers machen mich fertig. Ich bin mir zu 99% sicher, dass sich hinter der Maske <a href="https://www.youtube.com/watch?v=k08gjJbxG-A"><strong>Voldo</strong> aus Soul Calibur</a> versteckt.&nbsp;</p>
<h2><strong>Die Einweihung</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44855" aria-describedby="caption-attachment-44855" style="width: 244px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44855" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44855" class="wp-caption-text">Der Schamane Voenix @Crow</figcaption></figure>
<p>Als Nächstes steht <strong>der traditionelle Eröffnungsblót</strong> an. Was das genau bedeutet: Ähnlich wie schon im letzten Jahr spielen <strong>VARG </strong>zur Einweihung des Festivals ein<strong> akustisches Konzert</strong> – auch wieder mit der Dame <strong>Fylgja</strong> an den Main Vocals, düster untermalt von beschwörendem Sprechgesang von Sänger und Festivalboss <strong>Freki</strong>. Gleichzeitig wird der neue Drummer vorgestellt (er hat wohl gleichzeitig bei <strong>VARG</strong> und bei <strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER</strong> angefangen – das nenn ich mal Motivation). Jetzt darf er aber erstmal nur die ritualistische Schamanentrommel bedienen.</p>
<p>Es werden ein paar Lieder des letzten Albums „Zeichen“ dargeboten, doch will man die Gelegenheit auch nutzen, den Titelsong der ganz neuen Scheibe (Release steht vor der Tür) vorzustellen. Als Überleitung zur Segnung des Geländes durch die Hand des <strong>Schamanen Voenix</strong> wird demselben dann der Song <em>„Phönix“ </em>gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44854" aria-describedby="caption-attachment-44854" style="width: 375px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44854" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg" alt="" width="385" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44854" class="wp-caption-text">Akustische Eröffnung &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Dann werden, wie jedes Jahr, die Götter angerufen und um Erlaubnis gefragt, das Festival in ihren Wäldern stattfinden zu lassen. Doch heute kommt noch hinzu, dass die Holzchips, die den Gästen mit den Tickets geliefert wurden, in einem Ritual nun allesamt verbrannt werden, und somit ist das <strong>WOLFSZEIT</strong> <strong>2023</strong> nun definitiv, offiziell und <strong>mit göttlicher Gunst eröffnet</strong>!</p>
<h2><strong>Thüringische Flagge auf Halbmast</strong></h2>
<p><strong>EISREGEN</strong> tauschen mit <strong>FORNDOM</strong> den Platz im Lineup, weil letztere wohl Schwierigkeiten bei der Anreise haben. Da sich diese im Laufe des Sets scheinbar nicht beheben, dürfen die Thüringer ein gutes Stück länger spielen als geplant.</p>
<p>Eine <strong>traurige Nachricht</strong>, die leider noch sehr frisch ist: <strong>HÄMATOM</strong>-Bassist <strong>West</strong> hat vor ein paar Tagen diese Welt verlassen – was ich dabei nicht wusste, ist, dass er zuvor auch schon bei <strong>EISREGEN</strong> aktiv war. Darum wird ihm heute von der Band ein Lied gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44861" aria-describedby="caption-attachment-44861" style="width: 745px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44861" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg" alt="" width="755" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44861" class="wp-caption-text">Eisregen @Crow</figcaption></figure>
<p>Ansonsten gibt es noch einen Medley aus indizierten Liedern (als Medley darf man das) auf die Ohren und der letzte Song ist – wie meistens – die allseits beliebte <em>„Elektrohexe“</em>.</p>
<h2><strong>Atmosphäre auf der Main Stage</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44864" aria-describedby="caption-attachment-44864" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44864" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44864" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Leider wird aus dem <strong>FORNDOM</strong>-Konzert heute nun definitiv nichts mehr. Dafür dürfen <strong>MOSAIC</strong> aber die Main Stage erobern, anstatt, wie ursprünglich gedacht, im heidnischen Dorf auf der kleinen Bühne zu spielen. Ich lerne dabei folgendes: Eigentlich handelt es sich ja um eine Black-Metal-Kombo. Für heute allerdings haben zwei der Miglieder ein <strong>spezielles Akustik-Set</strong> einstudiert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44862" aria-describedby="caption-attachment-44862" style="width: 379px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44862" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg" alt="" width="389" height="260" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44862" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Was soviel heißt wie: Akustische Gitarre, Elektrische Gitarre, mehr Schamanentrommeln sowie eine große Portion Dungeon-Synth-artige Düstereien vom Band erschaffen gemeinsam eine <strong>wahrhaft mystische Atmosphäre</strong>, während mal der eine, mal der andere Musiker dazu finsteren Klargesang und ritualistische Poesie mit einfließen lässt. &nbsp;</p>
<p>Eine interessante Erfahrung – doch kurz vor ein Uhr findet das Spektakel schon sein Ende. Man würde sich nicht mit den Behörden anlegen wollen. Schade, aber nachvollziehbar. Als nächstes zieht es uns <strong>ins Heidendorf</strong>, wo wir mit den restlichen Getränkemarken bis spät in die Nacht weiterfeiern.</p>
<h2><strong>Tag zwei: Die netten Campnachbarn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44865" aria-describedby="caption-attachment-44865" style="width: 460px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44865" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg" alt="" width="470" height="314" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44865" class="wp-caption-text">Thjodrörir @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: 2019 habe ich mich noch gefragt, wer denn die netten Campnachbarn sind, dieses Jahr habe ich meine Antwort erhalten: Es sind <strong>THJODRÖRIR</strong>, die beim diesjährigen Wolfszeit am zweiten Tag in der Mittagssonne spielen müssen.</em></p>
<p><em>Gleich als zweiten Song wählt die Band „Solstitium“ aus. Es folgen zwei neue Songs und für die alteingesessenen Fans selbstverständlich „Loki und die Zwerge“. Mir ist warm, dem Sänger ebenfalls und schon zieht er sein Oberteil aus und nein, <strong>ich tue es ihm nicht gleich</strong>.</em></p>
<p><em>Nach und nach füllt sich das Infield mit Menschen, die scheinbar ihren gestrigen Kater doch noch kontern konnten und nun den Weg zur Bühne finden, sehr schön. Ich entdecke unter ihnen einen Mann, der mit seinem <strong>geflochtenen Bart im Rhythmus propellert</strong>, cool! Zuletzt folgt noch „Caelum“ und dann ist das Konzert leider auch schon vorüber. Ich habe mich jedenfalls darüber gefreut.</em></p>
<h2><strong>Wundersame Rituale</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44852" aria-describedby="caption-attachment-44852" style="width: 459px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44852" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg" alt="" width="469" height="313" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44852" class="wp-caption-text"><strong>Helgrindur @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: <strong>HELGRINDUR</strong> habe ich mittlerweile so oft gesehen, dass mir einige der Texte automatisch über die Lippen fließen, als sich die Pagan Metaller zum erneuten Male vor mir aufbauen. Und wie auch bei vergangenen Gigs dauert es nicht lange, bis sich die Meute von der energetischen Musik und den Aufforderungen des charismatischen Sängers mitreißen lässt. <strong>Schnell ist Bewegung im Spiel</strong>.</p>
<p>Und was für welche: Neben Moshpits, Headgebange und dem mittlerweile schon fast Standart gewordenen „wir setzen uns alle auf den Boden in ein imaginäres Boot und rudern“ fangen plötzlich zwei Besucher an, einen dritten <strong>wie ein Springseil</strong> zwischen sich zu spannen und kreisen zu lassen, während ein vierter im Rhythmus der Musik immer wieder über ihn springt. Ich äh … weiß auch nicht genau, was ich dazu sagen soll. Verletzt hat sich dabei jedenfalls keiner (was mich schwer wundert).</p>
<p><strong>HELGRINDUR</strong> jedenfalls erfreuen sich bald einer neuen Album-Release, nachdem in diesem Jahr nun mittlerweile zwei Singles erschienen sind. Hört rein! Ech spielten für euch (Zitat Sänger): <strong>Der Fette, der Schönling, Babyface und der Italiener. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44866" aria-describedby="caption-attachment-44866" style="width: 213px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44866" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg" alt="" width="223" height="334" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44866" class="wp-caption-text">Nornír @Crow</figcaption></figure>
<h2><strong>Frontfrau und Schamanentrommel</strong></h2>
<p><em>Ramona: Aus dem Untergrund des deutschen Black Metals stehen die 2014 gegründeten <strong>NORNÍR</strong> auf der Bühne. Nicht nur allgemein im Metal, insbesondere <strong>im Black Metal sind Frauen am Mikrofon selten</strong>. Umso mehr freue ich mich darüber, die Band nach einem Jahr ein zweites Mal live sehen und feiern zu dürfen. Oft erwartet man die typisch impulsiven Gitarrenriffs in Kombination mit kräftigen, langgezogenen Growls. </em></p>
<p><em>Nicht, dass diese nicht vorhanden wären, doch gibt der Longplayer „Verdandi“, den <strong>NORNÍR</strong> im Gepäck haben, auch melodische Parts mit cleanem Gesang her, welcher in einigen Songs von einer von <strong>Lethian</strong>, der Sängerin, gespielten Schamanentrommel begleitet wird und eine mystische Atmosphäre schafft. So zum Beispiel beim <strong>WARDRUNA</strong>-Cover „Helvegen“.</em></p>
<h2><strong>Die aus den Legenden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44867" aria-describedby="caption-attachment-44867" style="width: 358px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44867" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg" alt="" width="368" height="246" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44867" class="wp-caption-text"><strong>Minas Morgul @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: Mythischer Nebel umhüllt die nächste Band – zumindest aus meiner Perspektive. Denn <strong>MINAS</strong> <strong>MORGUL</strong> sind mir ein Rätsel. Bis 2019 existierten sie für mich nur in Form obskurer Youtube-Videos und steinalter Sagen und Legenden. Plötzlich standen <strong>diese Geister alter Tage</strong>, damals kurzzeitig mit <strong>Robse</strong> am Mikrofon, vor mir auf der Bühne. Auf ebendiesem gleichen Festival wie heute Abend.</p>
<p><strong>Drei Musiker nur</strong> treten diesmal unter dem Banner der Festung des Hexerkönigs vor die gespannten Gemüter. Neben Originalbesetzung an Gitarre und Trommelbude führt <strong>Stef</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">sein Name fiel schon 2019 mehrmals</a>) nun den Bass in Händen und die Hauptvocals im Rachen. Am Sound stimmt alles: Die Double Bass knüppelt, die Growls klingen ordentlich und die Gitarrenriffs lassen sich klar und deutlich erkennen. Hitpotential haben die meisten Songs eher weniger, aber das erwartet man von Black Metal ja auch gar nicht.&nbsp;</p>
<h2><strong>Obskure Musik und obszöne Fragen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44869" aria-describedby="caption-attachment-44869" style="width: 381px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44869" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg" alt="" width="391" height="261" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44869" class="wp-caption-text"><strong>Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Obwohl sie erst eine Stunde vor Konzertbeginn eingetroffen sind, beginnen sie auf die Minute genau zu spielen: <strong>OBSCURITY</strong>. Zunächst dachte ich, ich würde aufgrund des Pegels doppelt sehen, doch dann wurde mir klar, dass Bassist <strong>Vidar</strong> und Gitarrist <strong>Grimnir</strong> etwas früher am Tag schon einmal mit <strong>HELGRINDUR</strong> auf der Bühne standen und im späteren Verlauf von ihrem Sänger noch als Tingeltangel-Bobs bezeichnet wurden. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44870" aria-describedby="caption-attachment-44870" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44870" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44870" class="wp-caption-text"><strong>Grimnir der Grimmige &#8211; Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Brüllhannes <strong>Agalaz</strong> macht uns zunächst vor, wie man sich ordentlich den Kopf abschraubt und unterhält das Publikum den gesamten Gig über mit Sprüchen wie: <strong>„Kaputte Bäume … wir sehen geiler aus als die Umgebung!“</strong> und Erzählungen darüber, dass die Band kein Merch dabei hat und man doch die online Tonträger downloaden solle – es aber auch versandkostenfrei CDs zu erwerben gebe, was allgemein bejubelt wird. Dem folgt der Vorschlag, schweinische Fragen zu stellen. <strong>Agalaz</strong> überlege sich noch, ob er sie beantwortet. Von irgendwoher ertönt ein: <strong>„Halt’s Maul und spiel!“,</strong> was viele andere und auch mich zum Schmunzeln bringt.</em></p>
<p><em>Zum Glück werden auch Songs gespielt, unter anderem „Niedertracht“ und „Was uns Bleibt“. Das Konzert ist gemütlich. Ich hatte die Band anders in Erinnerung, was jedoch nicht negativ zu werten ist.</em></p>
<h2><strong>Maximale Wolfspower</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44871" aria-describedby="caption-attachment-44871" style="width: 245px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44871" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44871" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44872" aria-describedby="caption-attachment-44872" style="width: 244px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44872" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44872" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>WOLFCHANT</strong> tischen uns eine wunderbar bunte Mischung auf – zwanzig Jahre kriegt die Band in diesem Jahr, und somit wird sich gebührlich durch <strong>altes wie neues Material</strong> gespielt. Mit Erfolg! Während mir zwar die älteren Tracks wie immer ein bisschen besser gefallen, ist an diesem Abend definitiv für jeden was dabei.</p>
<p>Leider klingt das ganze aus einer gewissen Entfernung nicht optimal – es sind die typischen Festivalsoundproblemchen. Drums ballern zu sehr, Gitarren gehen etwas unter. Es zieht mich also <strong>in</strong> <strong>die ersten Reihen</strong>, wo auch gleich die Nostalgie und die Freude am Moment mich abholen und Teil des Geschehens werden lassen. Wenn auch <strong>WOLFCHANTs</strong> heutiges Lineup nur noch geringfügig mit der Gründungsmannschaft übereinstimmt, spielen und singen die Wölfe mit einer Freude und Inbrunst, die den alten Tagen in nichts nachsteht. <strong>Es ist großartig.</strong></p>
<p>Weiter oben, im, neben und um den Biergarten sitzen erstaunlich viele Zuhörer. Herunter zur Show kommen sie nicht, aber ein gewisses Interesse scheint anwesend zu sein – belohnt werden sie mit <strong>mehreren Trinkliedern</strong>, die allesamt von den früheren Werken stammen.</p>
<p>Definitiv eine der besseren <strong>WOLFCHANT</strong>-Shows! Die Musiker sind fit, die Leute wach, die Songauswahl breitgefächert. Zum Abschluss nehme ich mir vor, nochmal im allerletzten Refrain des allerletzen Songs der Band die Ehre zu erweisen und die Haare kreisen zu lassen. Ich gehe dafür leicht in die Knie, und <strong>*ratsch* </strong>reißt es mir ein Loch in die Hose. Gottseidank habe ich mehr als eine dabei. Nicht auszudenken, wie das wäre, wenn ich nur eine dabei hätte.</p>
<h2><strong>Die Überraschung aus dem finnischen Wald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44873" aria-describedby="caption-attachment-44873" style="width: 372px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44873" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg" alt="" width="382" height="255" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44873" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Dass <strong>KORPIKLAANI</strong>, nachdem ich sie mittlerweile bestimmt mehr als zehn Mal innerhalb der letzten 15 Jahre live erlebt habe, am heutigen Abend eines meiner Highlights werden würden, damit hätte ich nicht gerechnet. Doch die finnische Folkkombo hat anscheinend endlich, endlich verstanden, wie sie ihre riesige Songbibliothek optimal nutzen können, um <strong>eine mitreißende Setlist</strong> zu erstellen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44874" aria-describedby="caption-attachment-44874" style="width: 234px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44874" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg" alt="" width="244" height="366" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44874" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Denn während die Songs früher Jahre – ausgelassene, trinkfreudige Feiermusik – es sind und immer schon waren, womit ein Großteil der Besucher den Klan aus dem Wald in Verbindung bringen, hat man doch im letzten Jahrzehnt versucht, mehr finnischssprachige, naturehrende und shamanisch-tiefgehende Klänge zu erschaffen. Das hat leider für etwas weniger Enthusiasmus unter der Hörerschaft gesorgt.</p>
<p>So beginnt die Band mit ungefähr fünf ihrer alten Sauf-Banger, bis aber auch jeder einzelne Besucher im absoluten <strong>KORPIKLAANI</strong>-Modus ist. Es wird sogar mit <em>„Wooden Pints</em>“ aufs allererste Album zurückgegriffen. Jetzt, wo die <strong>Stimmung ausgelassen</strong> ist und der <strong>Nostalgiekick wirkt</strong>, wechseln <strong>KORPIKLAANI</strong> elegant zu ruhigerem und auch neuerem Material – und das funktioniert!</p>
<p>Aber das ist noch nicht alles: Ein weiterer Höhepunkt ist der Schlagzeuger, der nicht selten mal kreative Momente hat, in denen er ordentlich Fußmaschinentempo in die Songs hineinschmuggelt. Sogar ein Drumsolo gibt er zum besten – und zeigt, dass er als Metal-Drummer weitaus mehr drauf hat als bloße Humppa-Beats. Am Ende gibt’s dann noch ein unerwartetes <strong>Cover von ANTHRAX</strong>‘ <em>„Got The Time“</em>, und fertig ist der Korpikuchen. Was soll man dazu noch sagen? Das ganze macht gehörig Spaß, und das erste Mal seit vielen Jahren verneige ich mich innerlich in Ehrfurcht vor den Fertigkeiten der Folk-Metal-Riesen.</p>
<h2><strong>Piraten im Tannenwald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44875" aria-describedby="caption-attachment-44875" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44875" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg" alt="" width="260" height="389" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44875" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Und nun zur Frage aller Fragen, die sich viele schon seit dem Announcment vor ein paar Monaten stellen: Sind <strong>ALESTORM</strong> hier nicht mittlerweile <strong>fehl am Platze? </strong>Das <strong>WOLFSZEIT</strong> ist ein Folk-, Pagan- und Black-Metal-Festival. Und wenn die Piratenband vielleicht noch vor 10 Jahren ins Lineup gepasst hat, so haben sie in letzter Zeit weitaus poppigere und quatschigere Gefilde der musikalischen See befahren – eignet sich diese Rumpelkombo überhaupt noch als Headliner für eine solche Veranstaltung?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44876" aria-describedby="caption-attachment-44876" style="width: 253px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44876" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg" alt="" width="263" height="394" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44876" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Antwort allerdings ist kurz und klar: Ja! <strong>ALESTORM</strong> erfreuen sich sichtlich großer Beliebtheit unter den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern. Massenhaft versammeln sich die Fans vor der Bühne und lassen textsicher die Korken knallen und die <strong>Bierreserven erzittern.</strong></p>
<p>Und <strong>ALESTORM</strong> selbst wissen ordentlich abzuliefern. Party buchstäblich von der ersten bis zu letzten Sekunde, so lautet die Devise: Ein Lied wird nahezu nahtlos an das andere gereiht, und wenn sich der Sänger mal die Zeit nimmt, eine Ansage zwischen den Tracks zu machen, sorgt der Keyboarder mit atmosphärischen Akkorden dafür, dass die Energie der Musik keine Chance hat, zu entfliehen. Und sobald ein zu ruhiger Part in einem Lied drohen könnte, die Stimmung unter 100% sinken zu lassen, gibt es, perfekt getimed, je nach Situation eine lustige oder eine mitreißende Ansage. Die Schotten haben die <strong>Kunst der Crowdanimation</strong> und Party-Aufrechterhaltung durch Jahre an Erfahrung perfektioniert.</p>
<p>Nun gab es schon <strong>ALESTORM</strong>-Shows in meinem Leben, die mich weniger abgeholt haben. Repetitive Songauswahl, ungünstige Klanggewänder und <strong>generelle Übersättigung</strong> (da die Band auf ca. 30 Festivals im Jahr spielte) haben dafür gesorgt, dass die Freude an ihren Konzerten sich in der Vergangenheit manchmal in Grenzen hielt. Aber das heute – das war anders. Willkommen zurück! Willkommen zurück in meinem Herzen, <strong>ALESTORM</strong>.</p>
<h2><strong>Verschnaufpause</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44877" aria-describedby="caption-attachment-44877" style="width: 412px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44877" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg" alt="" width="422" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44877" class="wp-caption-text">Durangir @Crow</figcaption></figure>
<p>Fast vergesse ich nach diesen beiden Erlebnissen, dass der <strong>Abend ja noch gar nicht vorbei</strong> ist! Denn im Heidendorf gibt es noch was für die Seele: Als ich den Wald- und Gestrüppweg entlangschreite und mich zur Lichtung hin bewege, offenbart sich mir eine <strong>idyllische Szene</strong>. Um das knisternde Lagerfeuer versammelt sitzen Besucher, Musiker und Organisation friedlich beisammen und lauschen andächtig dem Konzert der akustischen Folk-Band <strong>DURANGIR</strong>. Die tanzenden Flammen werfen orangene Schatten auf die Gesichter der Zuhörer, der Wind streichelt leise die Baumkronen und aller Überschwang an Energie der letzten Konzerte scheint einer warmen, wohligen Ruhe gewichen zu sein. Es fühlt sich an wie ein Eintritt in eine andere Welt, in einen wahren <strong>Locus Amoenus</strong> inmitten des Sturms des großen bösen Metalfestivals.</p>
<p>Doch gerade als der letzte Ton verklungen ist, trifft mich <strong>ein erster Regentropfen</strong> verheißungsvoll auf die Nase und reißt mich aus der angenehmen Trance. Schleunigst bewegen wir uns zum Zeltplatz zurück – und das keine Sekunde zu früh. Der eben noch so weiche Wind bauscht sich auf zur <strong>Naturgewalt</strong> und lässt uns den Regen literweise gegen Zelt- und Pavillonwände krachen – so, JETZT ist der Abend vorbei. Man sieht sich.</p>
<h2><strong>Mittelguten Morgen</strong></h2>
<p>Eine schlechte Nachricht ereilt uns gleich zu früher Morgenstund: Der <strong>Sänger von CARPATHIAN FOREST</strong> sei wohl im Heimatsland Norwegen <strong>umgekippt</strong> (Umstände ungeklärt), weswegen die Band nicht spielen wird und alle anderen Gruppen heute um die Dauer eines Timeslots aufrücken.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44878" aria-describedby="caption-attachment-44878" style="width: 247px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44878" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44878" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Stunde später als gedacht starten wir also mit <strong>FIMBULVET</strong> in den letzten Festivaltag. Leider kann ich selbst nicht allzuviel zum Konzert sagen, da, wie auch schon beim Konzert am <strong>MAHLSTROM</strong>-Festival dieses Jahres, der Funke irgendwie einfach nicht überspringen möchte. Darum hier ein paar <strong>mündliche Berichte</strong> anderer Festivalbesucher:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44879" aria-describedby="caption-attachment-44879" style="width: 252px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44879" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg" alt="" width="262" height="392" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44879" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p><em>„Immer wenn sie Musik gespielt haben war es gut, immer wenn er geredet hat dachte ich so: Ja nee […], <strong>weil der da keine Musik gespielt hat.</strong> […] „Monument Erde“, dieser eine Song hat mir gefehlt. Die Soundabmixung oder wie das heißt ist auf jeden Fall völlig in Ordnung, [aber] mir kommen die irgendwie nicht ganz so laut vor.“ – Samuel</em></p>
<p><em>„Es war ein sehr schönes Konzert, es <strong>war aber nicht so meins</strong>. Die Stimme war gut, die Instrumente waren gut, aber der Sound war nicht so gut abgemischt manchmal.“ – Michelle</em></p>
<p><em>„Der Sound ist aber hier oben [am Biergarten] <strong>immer nicht so geil</strong>, unten war es ein bisschen besser.“ – Conny </em></p>
<p><em>„Da waren ein paar solide Stellen dabei […], instrumental <strong>fand ich das Ding sehr angenehm</strong>. Was den Gesang angeht: Wie gesagt, es gab ein paar starke Stellen und ein paar nicht so starke Stellen. […] Ich fand aber für die Uhrzeit, so im Vergleich zu gestern [&#8230;] da waren doch schon einige Leute da so.“ – Jayden </em></p>
<p>Das Konzert scheint also in mehreren Hinsichten gemischte Reaktionen – man könnte gar behaupten, <strong>Verwirrung</strong> – im Publikum ausgelöst zu haben.</p>
<h2><strong>Da steht vierzehn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44880" aria-describedby="caption-attachment-44880" style="width: 331px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44880" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44880" class="wp-caption-text"><strong>XIV Dark Centuries @Crow</strong></figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44881" aria-describedby="caption-attachment-44881" style="width: 212px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44881" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg" alt="" width="222" height="333" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44881" class="wp-caption-text">XIV Dark Centuries @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> (das spricht man „Ksiff Dark Centuries“ aus, hat man mir versichert) spielen um 15:30 des Nachmittags. In voller Bühnenmontur tritt die Band vors Publikum.</p>
<p>Es erwartet eine klassische Pagan-Metal-Show – nichts all zu aufregendes, aber da weiß man, was man hat.</p>
<p>Persönlich gefallen mir eher die <strong>schnelleren, melodischen Nummern</strong>. Leider fallen bei weitem nicht alle Songs des Abends in diese Kategorie, so dass mir die Show nur zum Teil zusagt. Dennoch wird dies wohl ebenso wenig mein letztes Mal <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> sein, wie es mein erstes ist.</p>
<p>Mit recht wenigen Gedanken zu diesem Konzert reiche ich die Feder wieder an Ramona weiter.</p>
<h2><strong>Mit K</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44885" aria-describedby="caption-attachment-44885" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44885" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg" alt="" width="193" height="289" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44885" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Vielen kommt er bekannt vor, doch einige brauchen einen Moment, um sich ins Gedächtnis zu rufen, dass <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> 2006 <strong>KARG</strong> als Soloprojekt gegründet hat und heute zusammen mit Live-Musikern abliefert. Gleich beim zweiten Song „Petrichor“ gibt es Unterstützung von Ellende-Sänger <strong>L.G.</strong>, welcher musikalisch ähnlich unterwegs und ebenfalls aus Österreich ist.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44884" aria-describedby="caption-attachment-44884" style="width: 331px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44884" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44884" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Der graue Himmel könnte das <strong>melancholische Konzert</strong> und die voller <strong>Leid und Verzweiflung</strong> dargebotenen Songs nicht besser untermalen. Zugegeben ist das nicht jedermanns Sache, jedoch meine.</em></p>
<p><em>Später wird noch ein recht junger Song vom mittlerweile achten Album „Resignation“ zum besten gegeben und damit bildet „Grab der Wellen“ einen der letzten Songs bei diesem Konzert.</em></p>
<h2><strong>Da ist Sonne</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44886" aria-describedby="caption-attachment-44886" style="width: 343px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44886" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg" alt="" width="353" height="236" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44886" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Eben schon einmal kurz gesichtet, nun leider mit einer Viertelstunde Verspätung aber zum Glück in voller Länge: <strong>ELLENDE</strong>. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44887" aria-describedby="caption-attachment-44887" style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44887" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg" alt="" width="233" height="349" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44887" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>So passend das Wetter bei der vorigen Band war, so stark scheint uns nun zu gleichem Musikstil die Sonne auf den Kopf und den Musikern in die Fresse. Es folgt sofort eine die Situation kommentierende Ansage: „Da ist Sonne.“ Welcher Song könnte als Kontrast passender sein als <strong>„Ballade auf den Tod“?</strong></em></p>
<p><em>Auch wenn ihn einige schon totgehört haben, einer meiner Lieblingssongs ist „Der letzte Marsch“, den sie auch spielen.</em></p>
<p><em>Danach folgen „Meer“ vom ersten, und vom neuesten Album „Ellenbogengesellschaft“ aus dem letzten Jahr der Song „Freier Fall“. Meiner Meinung nach also ein <strong>schöner Querschnitt</strong> aus der bandeigenen Diskografie.</em></p>
<h2><strong>Grüße aus den Niederlanden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44888" aria-describedby="caption-attachment-44888" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44888" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg" alt="" width="270" height="404" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44888" class="wp-caption-text">Daniël &#8211; Heidevolk @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>HEIDEVOLK</strong> sind eine der Gruppen, auf die ich mich alle paar Jahre mal wieder freuen darf, und heuer ist wieder ein solches. Schön zu sehen ist erstmal, dass sich <strong>Daniël</strong> als <strong>„neuer“ Sänger</strong> mittlerweile sehr gut in die Dynamik eingelebt hat und sich sichtlich wohlfühlt, mit der Heidencrew auf der Bühne zu stehen. Ich erinnere mich an <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2021-na-endlich/">sein erstes Konzert</a>, als wäre es gestern :‘)&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44889" aria-describedby="caption-attachment-44889" style="width: 265px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44889" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg" alt="" width="275" height="412" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44889" class="wp-caption-text"><strong>Heidevolk @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Gespielt und gesungen werden viele neuere Lieder, darunter auch ein ganz exklusiver kleiner Einblick in das kommende Album in Form eines Stücks über die Jagd nach den Auerochsen. Einer trampelnden Ochsenherde gleich gibt uns der Schlagzeuger dabei ordentlich Double-Bass in die hässlichen Visagen. Generell sei hervorzuheben, dass dieser Mann <strong>definitiv etwas drauf</strong> hat.</p>
<p>Am Ende (und auch mal zwischendurch) werden aber auch die Klassiker nicht vernachlässigt: <em>„Saksenland“</em>, <em>„Vulgaris Magistralis“</em>, <em>„A Wolf In My Heart“</em> und weitere ihrer Art sind es, die die Konzertbesucher sichtlich in Bewegung versetzen. Leider ist das bei vielen anderen Musikstücken kaum der Fall. Regelrecht <strong>verloren herumstehend</strong> scheinen viele den Großteil des Konzertes zu erleben. Es mag an der Sprachbarriere liegen, die sich für die Niederländer leider unausweichlich ergibt, wenn sie denn wieder mal in Duitsland auftreten. Ein bisschen schade ist das allerdings schon.</p>
<p>Gut besucht ist das Konzert dennoch, und es lässt zumindest mich und meine Gang <strong>weder hungrig noch unzufrieden</strong> zurück.</p>
<h2><strong>Windzeit, VARG-Zeit! </strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44890" aria-describedby="caption-attachment-44890" style="width: 376px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44890" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg" alt="" width="386" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44890" class="wp-caption-text">Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Nun kann der neue Drummer (<strong>Rohgarr</strong> übrigens) endlich mal zeigen, was er drauf hat. Und damit nicht genug! Auch an der Gitarre sind die Wölfe frisch besetzt: <strong>Ulvar</strong>, der Riesenwolf haut seit Mitte August für die Band in die Saiten. Und ich muss sagen, das klingt doch <strong>an beiden Fronten ziemlich amtlich</strong>! Bin ich auch kein Experte im Bewerten von Gitarrenspiel, so sticht zumindest die Präzision und Ausdauer des neuen Trommlers positiv hervor.</p>
<p>Zu Beginn der Show werden erstmal ein paar alte Brecher ausgepackt, dazu hat man Feuer und Flamme auf der Bühne sowie passende Outfits und Dekoration.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44891" aria-describedby="caption-attachment-44891" style="width: 245px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44891" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44891" class="wp-caption-text">Rohgarr &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Vor allem bei neueren Liedern spielt dann auch <strong>Fylgjas</strong> Stimme eine der Hauptrollen. Vom <strong>kommenden Album</strong> gibt es schon einiges zu hören, und oftmals läuft es auf Duette zwischen ihr und <strong>Freki</strong> hinaus. Zwischen den Metal-Hymnen gibt es auch das ein oder andere Zwischenspiel, in welchem die Dame <strong>komplizierte Tonfolgen</strong> ohne instrumentale Begleitung kunstvoll meistert.</p>
<p>Auch der Sound sitzt mal wieder, alles ist ordentlich aufeinander eingestimmt – nur ein bisschen lauter könnte es für meinen Geschmack noch sein. In der dunklen Masse, die die Crowd darstellt, <strong>tobt ein wilder Moshpit</strong>, und generell ist es niemandem, der sich in den vorderen Gefilden aufhält, möglich, ruhig stehenzubleiben.</p>
<p>Was nicht erhört wird, sind die <em>„Rotkäppchen!“</em>-Rufe, die sich nach und nach seitens einiger Besucher anhäufen. Finde ich jetzt aber auch gar nicht so schlimm. Zu guter Letzt präsentieren <strong>VARG</strong> dann den <strong>versprochenen Titelsong</strong> des neuen Albums: <em>„Ewige Wacht“</em> jetzt endlich in der ballernden Metal-Version!</p>
<h2><strong>Quak Quak</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44893" aria-describedby="caption-attachment-44893" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44893" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg" alt="" width="304" height="455" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44893" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<p><strong><em>DUCK FUNERAL</em></strong><em>, äh „<strong>DARK FUNERAL</strong>“ meine ich natürlich. Da ich gerade eine <strong>blau glitzernde Ente</strong> erhalten habe, bin ich noch etwas zu euphorisch für den diesjährigen Headliner gestimmt. Doch lange dauert es nicht, bis mich wieder dieses Gefühl beschleicht, dass die Band jedes Mal, wenn ich sie sehe, zum einen mitten in der Nacht spielt und zum anderen irgendwo eine gigantische Klimaanlage aufgestellt hat, damit ich mir auf jeden Fall den Arsch abfriere. <strong>Kein Wunder, dass ich da erst einmal einen Shot brauche. </strong></em></p>
<p><em>Auch wenn es nicht erforderlich gewesen wäre, stellen sich die Schweden erst einmal vor. Ich habe nicht aktiv darüber nachgedacht, doch Sänger <strong>Lord Ahriman</strong> erinnerte uns im Laufe des Konzerts an das 30-Jährige Bandjubiläum. Bassist <strong>Adra-Melek </strong>ist zwar „erst“ seit 2018 dabei, gibt aber alles und das ist es, was ich an Konzerten liebe: Menschen, die Bock haben, auf der Bühne zu stehen und denen man ihren Spaß dabei ansehen kann. Ich feiere das selbstverständlich. Schön zu sehen, dass ich nicht die Einzige bin und so sehe ich Leute, die ihre Matten werfen und mit ihren Armen und Händen auch <strong>invisible sandwiches</strong> formen, wie sich das eben gehört. Nein, nicht bei allen Black- Metal-Konzerten steht die Meute regungslos mit verschränkten Armen vor der Bühne.</em></p>
<p><em>Auch wenn ich <strong>DARK FUNERAL</strong> schon mehrfach live on stage gesehen habe, nehme ich die Peitsche, die Frontmann <strong>Lord Ahriman</strong> bei „Goddess Of Sodomy“ schwingt, zum ersten Mal bewusst wahr. Möglicherweise war ich früher immer <strong>zu betrunken</strong>, um dieses Detail zu bemerken.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44894" aria-describedby="caption-attachment-44894" style="width: 247px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44894" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<h2>Das Publikum wird gefragt:</h2>
<p><em>„Would you like to hear something old?“ </em><em>Applaus und Gegröle und es wird <strong>„The Secrets Of The Black Arts“</strong> aus dem gleichnamigen Album aus dem Jahre 1996 rausgehauen, <strong>GEIL</strong>.</em></p>
<p><em>Danach geht es etwas melodischer mit dem neuen Album „We Are The Apocalypse“ aus dem Jahre 2022 weiter, hieraus serviert wird „When I’m Gone“. Schleppend, nicht voll auf die Fresse, doch trotzdem eingehend, wie ich finde.</em></p>
<p><strong><em>Allgemeiner Jubel </em></strong><em>stellt sich auch bei: „Unchain My Soul“ vom 2016er Album „Where Shadows Forever Reign“ ein. Bei einem weiteren Oldie „The Dawn No More Rises“ vom „The Secrets Of The Black Arts“ tauen auch die letzten, müden oder betrunkenen Metalheads auf und zollen ihren Tribut.</em></p>
<p><em>Mit „Where Shadows Forever Reign“ verabschieden sich <strong>DARK FUNERAL</strong>. Ich finde den Abschluss super und bin <strong>traurig, dass das Festival nun vorbei ist</strong>. Bis zum nächsten Jahr.</em></p>
<h2><strong>Nach WOLFSZEIT ist vor WOLFSZEIT</strong></h2>
<p>Mich: Und damit verabschiede auch ich mich vom altbekannten Festival auf neuem Grund. Doch Grund, in der nächsten Sonnenumrundung wiederzukehren, habe ich allemal! Es war, wie jedes Mal, <strong>ein Fest.</strong> Die Bands haben abgeliefert, das Essen und das Bier waren lecker und der Sound war meistens gut – die Stimmung war es sogar immer. Und auch wenn ich <strong>Crispi</strong> <strong>vermissen</strong> werde, so bin ich mir sicher, dass die Sommerrodelbahn und ich in den kommenden Jahren viel Spaß miteinander haben werden.</p>
<p>Vielen lieben Dank an <strong>Ramona</strong> für die Aushilfe, an <strong>Crow</strong> für die endgeilen Pics und, last but not least, an <strong>Frekis Mama</strong>, dafür dass sie jeden Tag von morgens bis abends alleine den Getränke-Coupon-Stand geschmissen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2022 12:36:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was lange währt, wird... lang? Hier der ausführliche Bericht zum WOLFSZEIT 2022 von Merlin und Mich, viel Spaß! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-zurueck-in-den-wald/">WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mich:</em> Der August neigt sich langsam seinem Ende zu, und mit ihm der Hochsommer des Jahres 2022. Und dennoch freuen wir uns – denn das bedeutet, dass das <strong>WOLFSZEIT</strong>-Festival bevorsteht! Und diesmal endlich wieder ganz ohne coronabedingte Einschränkungen, ganz ohne Ortswechsel und Maskenpflicht und Abstandsregeln. <strong>Ein ganz normales WOLFSZEIT</strong> im <strong>Crispendorfer Nadelwald</strong>, wie wir es zuletzt 2019 erleben durften! Wie? Es ist so trocken, aufgrund von extremer Brandgefahr sind jegliche Grills, Gaskocher und Konsorten am Campground verboten? <strong>Ach, verdammt.</strong> Na, was soll’s. Irgendwas ist immer. Los geht’s!</p>
<h2>Die traditionelle Einweihung</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41113" aria-describedby="caption-attachment-41113" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41113 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41113" class="wp-caption-text">Was hier wohl vor sich geht? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach der Frühanreise am Mittwoch und <strong>einem Tag durchgehender Feierei auf Camp und Infield</strong> (kann ich nur empfehlen) beginnen dann die offiziellen Festlichkeiten mit der Tradition gewordenen <strong>schamanischen Einweihung des Geländes</strong>. Diese wird auch wieder durch den Schamanen <strong>VOENIX</strong> vollzogen, in diesem Jahr sogar in Zusammenarbeit mit einer Dame namens <strong>RUNENHEX</strong>. Ein Feueropfer gibt es für die anwesenden Naturgeister den Umständen entsprechend natürlich nicht, dafür aber ein Trankopfer. Es haben sich diesmal <strong>so viele Menschen um das Spektakel versammelt</strong>, dass es schwer ist, einen ordentlichen Platz zu kriegen, an dem man auch etwas sieht. Ich schmuggel mich also an den Schaulustigen vorbei und hocke mich in die allererste Reihe. Immerhin muss ich ja Bericht erstatten. <strong>Hihi</strong>.</p>
<h3>Was allerdings diesmal anders ist&#8230;</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41112" aria-describedby="caption-attachment-41112" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41112 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41112" class="wp-caption-text">FYLGJA in Aktion ©Crow</figcaption></figure>
<p>&#8230;und generell eine <strong>Weltneuheit</strong>: Zusätzlich zum Schamanenritual stehen auf einer kleinen Bühne <strong>VARG </strong>(in reduzierter Formation) und halten Trommeln und Akustikgitarren in den Händen. Denn es gibt zum Ritual gleich <strong>eine kleine Akustik-Live-Show der Wölfe </strong>dazu! Dafür wurden drei Songs ausgewählt – <em>&#8222;Fara Til Ránar&#8220;</em>, <em>&#8222;Auf Die Götter&#8220;</em> und <em>&#8222;Zeichen&#8220;</em>&nbsp;– die kurzerhand zu Akustikliedern umgeformt wurden und nun zum ersten Mal als solche vor Publikum präsentiert werden. Die <strong>Hauptstimme</strong> übernimmt dabei <strong>FYLGJA</strong> (die seit dem letzten Album Teil der Band ist), während Sänger <strong>FREKI</strong> sie in einigen Parts mit düsteren Vocals unterstützt. Währenddessen und noch weit über das Konzert hinaus ist es auch diesmal wieder den Zuschauern möglich, das Horn zu heben und vor den Anwesenden laut <strong>eine Ansprache an die Götter</strong> (oder einfach nur einen epischen Trinkspruch) zu Besten zu geben.</p>
<p>Nach der Einweihung wird dann der Dancefloor eröffnet, und <a href="https://www.crow.n-metal.de/"><strong>DJ CROW</strong></a>&nbsp;<span style="color: #800000;"><em>(der außerdem fast alle Fotos in diesem Bericht geschossen hat, bester Mann!)</em> </span>beehrt uns wie jedes Jahr mit einer <strong>Pagan-Metal-Party</strong>, die keine Kehle trocken und kein Bein lange im Ruhezustand verharren lässt. <strong>So darf ein Festival gerne beginnen!</strong></p>
<h2>ALLER ANFANG IST SCHWÜL</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41086" aria-describedby="caption-attachment-41086" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41086 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41086" class="wp-caption-text">Da schien die Sonne noch: GROZA ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am Freitag eröffnen die bayrischen Black-Metaller <strong>GROZA</strong> das Feld. Mit <strong>schwarz verhängten Gesichtern und Yggdrasil-Scheiben</strong> an den Mikrofonständern stehen sie auf der Bühne und erzählen musikalische Geschichten von Nihilismus und Misanthropie. Während der Anfang des Konzerts noch vergleichsweise langsamer und atmosphärischer ausfällt, so legt man doch im Laufe des Sets einen ordentlichen Zahn zu. Im letzten Viertel finde ich mich in einem <strong>Gewitter aus Blast Beats</strong> wieder, das einfach nicht aufzuhören wollen scheint. Ein gutes Konzert, welches mich aber bestimmt noch mehr hätte abholen können, wenn es bei weniger schwülem Wetter stattgefunden hätte und vom Mond statt von der Sonne beschienen worden wäre. Aber dieses Statement wäre bestimmt für 80% der Gruppen auf einem solchen Festival gültig – und <strong>man kann nun mal nicht alle bei Nacht spielen lassen.</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41087" aria-describedby="caption-attachment-41087" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41087 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41087" class="wp-caption-text">Eine neue Ä(E)RA ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die zweite Band des Tages geben heute die Schwarzmetaller von <strong>ÄERA</strong>. Das &#8222;Schwarz&#8220;metaller ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen &#8211; stehen Gitarrist, Bassist und Sänger doch in schlichten schwarzen Tank Tops auf der Bühne. Nur der Schlagzeuger hebt sich davon ab mit seinem schicken weißen Hemd. <strong>ÄERA</strong> existieren erst seit 2019, haben aber in den vergangenen drei Jahren bereits ein <strong>full-length-Album</strong>, eine <strong>EP</strong> sowie eine einzelne <strong>Single</strong> veröffentlicht. Ihre Musik lässt sich dem Genre <strong>Atmospheric-Black-Metal</strong> unterordnen, wobei man sagen muss, dass sie in weiten Teilen sehr ruhig und unaufgeregt daher kommt. Selbst die schnelleren Passagen wirken auf mich mehr schöngeistig als rotzig, wobei der Gesang schon recht böse klingt. Nur sieht der ungeschminkte Sänger einfach kein bisschen böse aus.</p>
<p>Obgleich er auf Deutsch singt, verstehe ich kaum etwas vom Text. Aber das ist gar nicht der Punkt. Weder rein musikalisch noch von der Bühnenpräsenz her können mich <strong>ÄERA</strong> so recht überzeugen. Die Songs klingen <strong>technisch absolut sauber</strong>, Sänger und Musiker treffen jeweils die Töne, aber mir hat das Ganze einfach zu wenig Kanten. Es fehlen die aufrüttelnden Momente, der Fluss der Töne ist gleichförmig statt mitreißend und so fließen die Melodien einfach an mir vorbei, statt mich zu bewegen. Meine Begleiter versuchen sich an einer Problemanalyse: &#8222;Die können ihre Instrumente einfach zu gut spielen!&#8220; <strong>&#8222;Das ist Black Metal, der sich nicht traut.&#8220;</strong> Und ich muss sagen: Das klingt erstaunlich glaubwürdig.</p>
<h2>Ragnarök und Wolfszeit</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41088" aria-describedby="caption-attachment-41088" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41088 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41088" class="wp-caption-text">FINSTERFORST oder auch: das gute alte Karohemd ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> begrüßen mich nach altbekannter Manier kompromisslos mit einer <strong>gewaltigen Soundmauer</strong>. Massive Töne dröhnen durch das schöne Nadelgeäst und lassen Borken wie Kronen erzittern – <strong>der mächtige Schwarzwald ist in Crispendorf angekommen</strong>. Zu Beginn gibt’s gleich mal den Song, der den damaligen Übergang der Band von lustigem, fröhlichen Folk Metal zu der Naturgewalt einer Musikkapelle markiert, die <strong>FINSTERFORST</strong> in heutigen Zeiten darstellen: <em>&#8222;Nichts Als Asche&#8220;</em> holt mich zurück in&#8217;s Jahr 2012. Zu dem Moment, in dem ich die &#8222;Rastlos&#8220;-CD zum ersten Mal vor Augen hatte, und mich schon das Coverbild in ferne Welten entführte, noch bevor die ersten Takte erklangen. Sänger <strong>OLI</strong> scheut sich heute absolut nicht davor, von der Bühne zu steigen und das Fußvolk nach allen Regeln der Kunst zu animieren. Und das mit Erfolg! Abgesehen davon, dass er dabei <strong>zweimal über eine Monitorbox stolpert</strong> (nüchtern?), klappt soweit alles ganz gut.</p>
<p>Zwischen den Songs gibt&#8217;s dann noch eine Entschuldigung dafür, dass beim Konzert vor drei Jahren besagter Sänger das Festival gleich ein paar Mal mit &#8222;<strong>RAGNARÖK!&#8220;</strong>&nbsp;angesprochen hat – er sei damals nicht betrunken gewesen, sondern einfach nur etwas neben der Spur. Er habe damals gerade zwei Wochen seine Abschlussarbeit fertig gehabt und zudem zuhause ein Kind von gerade mal einem halben Jahr.</p>
<p>Die heutige Liedauswahl beinhaltet genau vier Songs, die <strong>im Durchschnitt jeweils über zehn Minuten lang</strong> sind. Etwas anderes hätte ich auch gar nicht erwartet. Am Ende des Dritten dann die Ansage: &#8222;<strong>RAGNARÖK</strong>! Ach verdammt&#8230; <strong>WOLFSZEIT</strong> mein ich!&#8220; Ich freu mich.</p>
<h2>Das neueste Fieber</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41090" aria-describedby="caption-attachment-41090" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41090 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41090" class="wp-caption-text">Ein unbekannter Soldat von KANONENFIEBER ©Crow</figcaption></figure>
<p>Ich habe das Gefühl, so ziemlich jeder Mensch hier möchte <strong>KANONENFIEBER</strong> sehen. Überall auf dem Campground wimmelt es von <strong>orangefarbenen T-Shirts</strong>. Ich selber bin gespannt, was der neueste Schrei der deutschsprachigen Death-/Black-Metal-Szene so hergeben wird. Mein erster Eindruck, gemischt mit dem Regen, der langsam anfängt sich unters gute Wetter zu rühren, ist jedoch eher negativer Natur. Die Kriegsuniformen und schwarzen Ganzgesichtsmasken, der Gleichschritt zum Takt, der Stacheldraht und die Maschinengewehrposen auf der Bühne <strong>wirken auf mich doch recht albern</strong>. Auch der Moment, in dem der Sänger plötzlich vorm Mikrofon in eine Pfeife bläst, erzeugt irgendwie nur Fremdscham in mir. Mit Kriegsästhetik im Metal konnte ich noch nie besonders viel anfangen, und so ist es kein Wunder, dass mir gerade diese übertriebene Aufmachung zuwider ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41089" aria-describedby="caption-attachment-41089" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41089 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41089" class="wp-caption-text">Ist das touch? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Aber ich bin doch wegen der Musik hier! Während ich finde, dass die Studioaufnahmen teilweise an Bands wie <strong>AGRYPNIE</strong> erinnern, habe ich das Gefühl live überhaupt nicht. Der Sound scheint auch etwas sanfter abgemischt als auf Platte. Das schont die Ohren zwar etwas, möchte dafür aber nicht so wirklich Mark und Bein durchdringen. Gut klingen tut’s aber auf jeden Fall, und diese Live-Besatzung hat auch definitiv etwas drauf. Auffällig: Der Drummer ist <strong>Linkshänder</strong> und der eine Gitarrist hat eine Klampfe in mattem Chrom-Lila, die irgendwie so gar nicht ins Bühnenbild passen will. <strong>Fazit: Musik gut. Aufmachung doof.</strong></p>
<h2>Calling The Rain</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41091" aria-describedby="caption-attachment-41091" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41091 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41091" class="wp-caption-text">Da lächelt er: MATTHIAS von HARAKIRI FOR THE SKY ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Wie hätte es anders sein können: Es regnet. Großartig. Das <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong> hat das schlechte Wetter irgendwie echt gepachtet. Aber noch nieselt es nur und so wage ich mich in meiner Regenjacke mittig vor die Bühne, um nicht nur den vollen Sound um die Ohren gedröhnt zu bekommen, sondern auch einen möglichst guten Blick auf <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> zu haben. Denn die<strong> Österreicher</strong> haben in Sachen <strong>Bühnendeko</strong> ordentlich aufgerüstet (nur haben wir es natürlich verpennt, ein Foto davon zu machen).<strong><em><br />
</em></strong></p>
<p>Darüber hinaus fängt das Konzert auch gleich richtig stark an mit <em>&#8222;Sing for the Damage we&#8217;ve done&#8220;</em>, dem zweiten Track ihres neusten Albums &#8222;Mære&#8220;. Kein Geringerer als <strong>NEIGE</strong>, der Sänger von <strong>ALCEST</strong>, ist mit <strong>Guest Vocals</strong> in diesem Song vertreten! &#8230;leider kommt sein Gesang hier und heute aber nur vom Band. Als zweites Lied geben <strong>HARAKIRI</strong> <em>&#8222;Stillborn&#8220;</em> vom Album &#8222;Arson&#8220; zum Besten. Und während ich beim dritten Song (dessen Titel mir partout nicht einfällt!) ob des schlechten Wetters bereits das Zittern anfange, hastet Sänger <strong>J.J.</strong> mal wieder <strong>rastlos über die Bühne</strong>. Der hat einfach keine Ruhe.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41092" aria-describedby="caption-attachment-41092" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41092 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41092" class="wp-caption-text">Gleich dropt er das Mic: Sänger J.J. ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>MATTHIAS</strong> dagegen steht wie immer <strong>ganz cool hinter seiner Gitarre</strong> und lässt hin und wieder die langen Haare fliegen. <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong> bieten zwar keine ausgefallene Bühnenshow, aber mangelnde <strong>Energie</strong> kann man ihnen jedenfalls nicht vorwerfen. Des weiteren bin ich ein großer Fan der Songauswahl: <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220;</em> als viertes Lied und dann endlich <strong>mein geliebtes <em>&#8222;Fire, Walk With Me&#8220;</em></strong>.</p>
<p>Den darauf folgenden Track <em>&#8222;Calling The Rain&#8220;</em> hätte es allerdings nicht unbedingt gebraucht &#8211; regnet es doch die ganze Zeit schon. Das zu Beginn des Songs eingespielte Prasseln wirkt auf mich wie <strong>ein Hohn angesichts des realen Prasselns der Wassertropfen</strong>, die gerade beständig und in großer Zahl auf die <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besucher niedergehen. Langsam merke ich, dass meine Regenjacke an Dichtigkeit nachlässt. Höchste Zeit, sich irgendwo unterzustellen! Aber den letzten Song packe ich jetzt auch noch. Es handelt sich dabei um ein <strong>PLACEBO-Cover</strong>: <em>&#8222;Song To Say Goodbye&#8220;</em>. Mit welchem Lied hätten <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> sich würdiger und zugleich würdigender verabschieden können!</p>
<h2>At Satan&#8217;s service since 1989</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41094" aria-describedby="caption-attachment-41094" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41094 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41094" class="wp-caption-text">ROTTING CHRIST saugen die Seelen der Zuschauer förmlich in sich auf ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es ist echt verflucht mit dem Wetter: Gerade erst hatte der Regen aufgehört, da fängt er auch schon wieder an. Wenigstens habe ich mich nach dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> mit warmen Klamotten und einem Regenschirm eindecken können. Inzwischen ist es dunkel geworden über der Lichtung und es schlägt die Stunde von <strong>ROTTING CHRIST</strong>. Wer die Band nicht kennt, für den zitiere ich an dieser Stelle ihren Bandcamp-Eintrag: &#8222;At Satan&#8217;s service since 1989.&#8220; Damit ist quasi alles gesagt.</p>
<p>Oder doch nicht? Festzuhalten bleibt, <strong>ROTTING CHRIST</strong> spielen melodischen, düsteren Metal. Die Themen: Okkultismus, Mythen und natürlich Satanismus. Der Platz vor der Bühne ist gut gefüllt, es herrscht beinahe Partystimmung. Gitarrist und Bassist der Band aus <strong>Athen</strong> lassen die Haare kreisen. Sänger <strong>SAKIS</strong> motiviert derweil die Menge: &#8222;Hey! Hey!&#8220; Die Interaktion mit den Zuschauern stimmt auf jeden Fall. <strong>ROTTING CHRIST</strong> verbreiten trotz der düsteren Songs einfach richtig gute Laune. Sie spielen und schreien gegen den anhaltenden Regen an, <strong>als wollten sie die Sintflut stoppen</strong>. Die Band hat aber nicht nur mächtig Spaß an ihrem Auftritt, sondern liefert auch rein musikalisch ab &#8211; routiniert und ordentlich, aber zugleich rau und räudig. Ich glaube, genau dieser Spagat hebt das Konzert für mich so hervor.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41093" aria-describedby="caption-attachment-41093" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41093 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41093" class="wp-caption-text">SAKIS von ROTTING CHRIST in seinem Element ©Crow</figcaption></figure>
<p>Auch die Lautstärke soll nicht unerwähnt bleiben! Der <strong>Tonmann scheint nochmal ordentlich aufgedreht zu haben</strong> und so fährt einem der Sound durch Mark und Bein. Das war bei den ersten Bands des Tages noch ganz anders. Aber zurück zu <strong>ROTTING CHRIST</strong>. Es ist das erste Mal, dass ich die <strong>Griechen</strong> live erlebe, und wie alle guten Auftritte geht auch dieser viel zu schnell zu Ende. <strong>SAKIS</strong> ruft noch ein paar Abschiedsworte ins Publikum (&#8222;Dankeschön Deutschland, auf Wiedersehen!&#8220;) und dann ist die Party auch schon vorbei. Selbiges kann man vom Regen leider nicht behaupten. Ein Glück, dass die <strong>WOLFSZEIT-Crew</strong> bereits heute damit angefangen hat, <strong>Stroh auf das Infield zu kippen!</strong></p>
<h2>&#8222;Der Teufel! Fuck! Deutschland!&#8220;</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41096" aria-describedby="caption-attachment-41096" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41096 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41096" class="wp-caption-text">Live aus dem Dungeon: BELPHEGOR ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es ist Zeit für die <strong>fürchterlichsten Fürsten der Finsternis</strong>, die dieser Abend sehen wird. Es ist Zeit für <strong>BELPHEGOR</strong>! Unfassbare 30 Jahre lang ist die Band mittlerweile aktiv und auch auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> sind sie nicht das erste Mal zu Gast. Corona hin oder her, waren die <strong>Österreicher</strong> doch nie von der Bühne wegzudenken &#8211; so gaben sie sich beispielsweise <strong>2020 in Torgau</strong> die Ehre. Auch damals war das Wetter beschissen (und das ist noch nett ausgedrückt!), aber <strong>BELPHEGOR</strong> haben schon gezeigt, dass sie sich weder von Kälte noch von Nässe sonderlich beindrucken lassen. Also auf geht&#8217;s!</p>
<p>Das Bühnenbild ist mit Abstand das aufwändigste des heutigen Tages: Ein überdimensionales Bandbanner, <strong>Feuerschalen, Knochen und Totenköpfe</strong> sowie zwei übermannshohe umgedrehte Kreuze zieren das Podium und matchen damit perfekt die Gruselvisagen der Musiker. Das blutverschmierte, leichenblasse Antlitz vom Sänger wird ergänzt durch weiße Kontaktlinsen. Da machst du Auge! Durch die Schminke und die Bühnengestaltung im Kombination mit dem gnadenlosen musikalischen Geschmetter kommt schon eine gewisse <strong>Horroratmosphäre</strong> auf. <strong>BELPHEGOR</strong> geben unter anderem <em>&#8222;Totentanz &#8211; Dance Macabre&#8220;</em> zum Besten, während die Menschen vor der Bühne mit nassen Haaren und Plastikplanen die bitterböse Show genießen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41095" aria-describedby="caption-attachment-41095" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41095 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41095" class="wp-caption-text">Warum denn so ernst? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Sache blicke ich bei <strong>BELPHEGOR</strong> aber nach wie vor nicht, und das sind die Ansagen des Sängers. Das &#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!&#8220; verstehe ich ja noch. Aber warum zur Hölle muss er ständig &#8222;Deutschland!&#8220; brüllen? Würde die Band vom anderen Ende der Erdkugel kommen und verdammt selten, oder gar zum ersten Mal hier auftreten, würde ich es ja verstehen. Aber <strong>BELPHEGOR</strong> kommen aus Österreich&#8230; naja, egal. Die Ansagen sind sowieso recht zusammenhangslos. So stößt der Sänger unvermittelt folgende Wörter direkt hintereinander aus, ich zitiere: &#8222;Der Teufel! Fuck! Deutschland!&#8220; <strong>Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.</strong> Insgesamt liefern die <strong>Salzburger</strong> aber eine verdammt geile Show mit <strong>brachial-böser Musik</strong>.</p>
<h2>Die Trolle sind zurück</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41098" aria-describedby="caption-attachment-41098" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41098 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41098" class="wp-caption-text">Das mMn beste Foto des ganzen Festivals zeigt einen FINNTROLL ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Als erster Headliner stehen <strong>FINNTROLL</strong>&nbsp;an. Das <strong>Urgestein der Folk-Metal-Szene</strong> beehrt uns heute mit einer bunt gemischten Setlist aus verschiedensten Stadien ihres Schaffens. Interessant ist dabei, wie sehr sich die Songs der neuesten Platte &#8222;Vredesvävd&#8220; musikalisch mit den ersten paar Alben in eine Schublade stecken lassen. Eine Tatsache, die auch vom Sänger erwähnt wird, als er einen älteren Song des Albums &#8222;Jaktens Tid&#8220; ansagt – bevor ihn seine Kollegen darauf aufmerksam machen, <strong>dass dieser von der Setlist gestrichen wurde</strong>. Stattdessen spielen die Trolle einen neueren Song an, der aber &#8211; so die Worte des Fronters &#8211; sehr &#8222;Jaktens Tid&#8220;-like sei.</p>
<p>Der Bühnensound sitzt ordentlich, der Regen ist mittlerweile weg, mein Gehirn aber leider auch. Die Müdigkeit zerrt so hart an mir, dass ich ganze <strong>dreimal in Sekundenschlaf</strong> verfalle, und nur dadurch aufwache, dass mein Körper mich reflexartig daran hindert, einfach nach hinten umzukippen. Nichts für ungut, <strong>FINNTROLL</strong>. Ich liebe euch. Aber ich glaube, <strong>ich muss jetzt schlafen gehen</strong>.</p>
<p><em>Merlin:</em> Und während die Party in vielen Camps jetzt erst so richtig beginnt, schleiche ich mich über die <strong>zappendustere Teer-Allee</strong> hin zu Campingplatz B. Hätte man die wenigen Straßenlaternen entlang des Weges nicht noch ein bisschen leuchten lassen können? Im Stockfinstern läuft man leider nicht selten Gefahr, mit dem genauso <strong>sichtblinden, teilweise torkelnden Gegenverkehr</strong> zu kollidieren&#8230;</p>
<h2>WOLKEN ÜBER CRISPENDORF</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41099" aria-describedby="caption-attachment-41099" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41099 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41099" class="wp-caption-text">MÆRER Loide! ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>Frisches Blut</strong> eröffnet den Samstag des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT-FESTIVALS</strong>. Die Mitglieder von <strong>MÆRER</strong> sind aus <strong>Halle und Leipzig</strong> angereist, um den schaulustigen Schwarzmetallern auf dem Infield die Müdigkeit aus den zerknautschten Visagen zu pusten. Wenigstens nehme ich das an, bevor das Konzert losgeht. Aber im Verlaufe des Gigs muss ich feststellen, dass <strong>MÆRER</strong> selbst eher so <strong>von der gemütlichen Sorte</strong> sind &#8211; oder zumindest ihre Musik. Schon das Bühnenbild ist sehr minimalistisch gehalten: Jeweils ein Aufsteller mit Logobanner links und rechts, dazu ein mittelgroßes Banner mit Schriftzug im Hintergrund. Auch outfittechnisch sind die fünf Musiker eher unaufgeregt unterwegs, tragen sehr schlichte, schwarze Klamotten und keine Schminke. Allein das strahlend weiße Instrument des Bassisten sticht heraus. <strong>Hab ich eigentlich erwähnt, dass es schon wieder regnet?</strong></p>
<p>Obgleich <strong>MÆRER</strong> bereits seit 2019 musikalisch aktiv sind, kam in diesem Jahr ihre <strong>erste EP</strong> auf den Markt. Damit erübrigt sich auch die Frage, was sie wohl live spielen werden. &#8222;Am Anfang&#8220; heißt das Album, das sich in vier Tracks untergliedert: <em>&#8222;I/IV &#8211; Vom Ende&#8220;</em>, <em>&#8222;II/IV &#8211; Jener Zeiten&#8220;</em>, <em>&#8222;III/IV &#8211; Verfasstes Leiden&#8220;</em> und schließlich <em>&#8222;IV/IV &#8211; Im Buche die letzten Zeilen&#8220;</em>. Auf mich wirken die Songs trotz einiger schneller Passagen überwiegend sehr ruhig. Zu den düsteren Klängen der Instrumente gesellt sich <strong>stark hallender Gesang</strong>. Das baut, vor allem in Kombination mit dem Regen, schon eine gewisse Atmosphäre auf. Mir persönlich passiert aber einfach zu wenig &#8211; musikalisch wie showtechnisch. Alles klingt wunderbar solide, aber <strong>es fesselt mich nicht</strong>, es bewegt mich nicht. Meinem Begleiter geht es da allerdings ganz anders &#8211; er nimmt sich vor, sobald er nach dem Festival wieder zuhause ankommt sogleich einen Tonträger von &#8222;Am Anfang&#8220; zu bestellen.</p>
<p>Auch wenn <strong>MÆRER</strong> mich nicht für sich begeistern konnten, so haben also andere Zuhörer durchaus Gefallen an ihnen gefunden. Der Sänger bedankt sich denn auch bei den im Regen stehenden Zuschauern und bei der <strong>WOLFSZEIT-Crew</strong>. <strong>Eine schöne Geste zum Ende des Auftakts.</strong></p>
<h2>Uffta-Uffta</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41100" aria-describedby="caption-attachment-41100" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41100 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41100" class="wp-caption-text">Wingardium Leviosa! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am 6. April diesen Jahres war meine Vorfreude auf das <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> nochmal signifikant gestiegen. An diesem Tag wurden nämlich <strong>TOTENWACHE</strong> für die diesjährige Ausgabe des Crispendorfer Black- und Pagan-Festivals bestätigt! Die <strong>Hamburger</strong> stellen definitiv <strong>eines meiner absoluten Highlights</strong> im Line-Up dar. Einzig der beständige Nieselregen trübt die Stimmung ein wenig. Auch wenn er natürlich besser zum rauen Black-Metal passt, als es eitel Sonnenschein getan hätte &#8211; ich hatte diesbezüglich schon Befürchtungen, als <strong>TOTENWACHE</strong> für 14:10 Uhr angekündigt wurden. Aber beim <strong>WOLFSZEIT</strong> konnte man sich die letzten Jahre auf das regnerische Wetter verlassen wie auf keinem anderen Festival, und so bekommen die Zuschauer selbst zur mittäglichen Spielzeit eine <strong>passende Atmosphäre</strong> serviert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41101" aria-describedby="caption-attachment-41101" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41101 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41101" class="wp-caption-text">ANIMATRUM von TOTENWACHE ©Crow</figcaption></figure>
<p>Wüsste ich nicht um ihre norddeutsche Herkunft, ich würde denken, man hätte <strong>TOTENWACHE</strong> direkt aus dem Finnland der 90er Jahre importiert. Kalter, unwirscher Black-Metal, <strong>geprägt von Bands der zweiten Welle</strong>. Heißt: Heiserer, krächzender Gesang gepaart mit eingängigen Riffs und quasi durchgängigen Blast Beats, dazu Corpsepaint und schwarze Klamotte. <strong>Klassisch eben</strong>. &#8222;Es ist Zeit für eine Säuberung&#8220;, bellt Sänger <strong>Animatrum</strong> ins Mikrophon und kündigt damit den gleichnamigen Track an (befindlich auf der Split &#8222;Verbrannte Erde&#8220;). Ich werde langsam aber sicher unruhig unter meinem Regenschirm. Still und starr der Musik zu lauschen ist ja schön und gut, aber eigentlich will ich verdammt nochmal meine Haare schütteln&#8230; zum Beispiel zu <em>&#8222;Gloria Antichristi&#8220;</em>. <strong>TOTENWACHE</strong> ziehen trotz (oder wegen?) des grauen Himmels <strong>Zuhörer um Zuhörer</strong> vor die Bühne. Viele in Regenjacken und -ponchos, wenige wie ich mit Schirm. Und ganz ehrlich, mir wird das jetzt auch zu blöd. Also: Schirm zu, Regenjacke aus und Haare auf! Sollen sie doch nass werden. Wann, wenn nicht zu <strong>klirrend kaltem Schwarzmetall aus der Hauptstadt des Nieselregens</strong>.</p>
<p>Wer sich jetzt übrigens fragt, ob nicht doch noch irgendetwas Unvorhergesehenes passiert ist, den muss ich enttäuschen. <strong>TOTENWACHE</strong> spielen souverän und unaufgeregt ihr Set. Keine Eskapaden (weder auf noch vor der Bühne), kein Stromausfall (Spoiler: der trifft heute noch eine andere Band&#8230;), <strong>kein Blut, kein Tod, kein gar nix</strong>. Aber mir fehlt auch nichts. Die Band hat abgeliefert und als sich <strong>Animatrum</strong>&nbsp;mit dem gewohnten &#8222;Macht&#8217;s gut, ihr Idioten&#8220; von den Zuschauern verabschiedet, kann und will ich wieder einmal nicht glauben, dass die Spielzeit schon vorbei sein soll.</p>
<p><strong>FIMBUL 2020</strong>, <strong>DARK TROLL 2022</strong> und <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> &#8211; dort habe ich <strong>TOTENWACHE</strong> nun erlebt. Also aller guten Dinge drei sein lassen? Ich denke gar nicht daran. Hey <strong>@RAGNARÖK FESTIVAL</strong>, ihr habt nicht zufällig für nächstes Jahr noch einen Slot frei?</p>
<h2>Ein Auftritt mit Hindernissen</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41134" aria-describedby="caption-attachment-41134" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41134 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41134" class="wp-caption-text">Wallemähne: DAIMONICON von GERNOTSHAGEN ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> GERNOTSHAGEN</strong> spielen genau ein Lied, verabschieden sich, und das Konzert ist vorbei. Naja, nicht ganz. Irgendwas in der Elektronik oder Technik scheint sich verabschiedet zu haben &#8211;<br />
<em>Merlin:</em> Also ich habe mir sagen lassen, der Transporter von <strong>WATAIN</strong> sei übers Kabel gefahren&#8230;<br />
<em>Mich:</em> &#8230;und so ist erstmal für ganze zehn Minuten der Sound komplett weg. Zuerst will der Sänger ein paar Fotos zur Zeitüberbrückung schießen. Dank der ganzen <strong>Farbe in seinem Gesicht</strong> funktioniert die Face ID allerdings nicht mehr, so dass er sein Handy manuell entsperren muss. Dann fängt er irgendwann an, die Crowd mit <strong>Mitsingparts</strong> (ich glaube, es ist der Refrain von <em>&#8222;Dem Skirnir Zu Ehren&#8220;</em>) bei der Stange zu halten, was auch einigermaßen funktioniert. Zumindest mit denen, die den Text kennen. Im Anschluss gibt der Drummer noch ein Solo zum Besten, bis irgendwann die ganze Bühnenmaschinerie wieder läuft und <strong>GERNOTSHAGEN</strong> endlich ihre geballte Pagan-Power auf uns loslassen können. Dies teils atmosphäriger, teils aggressiver, und am Ende darf dann natürlich auch einen Vollversion des Trinklieds <em>&#8222;Dem Skirnir Zu Ehren&#8220;</em> nicht fehlen. Pünktlich zum allerletzten, verhallenden Ton bricht der Himmel entzwei und <strong>es überkommt die flüchtende Meute ein gewaltiger Regenschauer. </strong></p>
<h2>Rock’n’Roll und Regenschauer</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41104" aria-describedby="caption-attachment-41104" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41104 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41104" class="wp-caption-text">Ein Mann, EinHORN ©Crow</figcaption></figure>
<p>Ein Regenschauer, der auch vor <strong>HORN</strong> keinen Halt macht. Gottseidank habe ich mit ein paar Freunden noch rechtzeitig reagiert und mir am Ende des <strong>GERNOTSHAGEN</strong>-Sets einen sicheren Platz auf einer <strong>trockenen Bank unter einem Regenschirm</strong> gesichert. Von hier aus sehen wir zwar nichts, hören aber alles. Und sind trocken. Im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden. Neben Blast Beats und gelegentlichen ruhigen Momenten kristallisiert sich aus <strong>HORNs</strong> Musik besonders viel düsteres Rock’n’Roll-Feeling heraus. Und dann fällt mir ein, dass ich diese Band <strong>bereits vor drei Jahren</strong> an genau diesem Ort live erleben durfte. Da war das Wetter etwas besser.</p>
<p>Was allerdings heute gut ist, ist der Sound. Wieder mal ist er nicht zu aggressiv, so dass es für die Ohren ein noch ganz angenehmes Erlebnis ist (auch ohne Ohrenstöpsel). Was leider kaum bis zu unseren billigen Plätzen durchdringt, ist <strong>der Folk-Metal-Anteil der neueren Musikstücke</strong>. Aber das Ganze funktioniert auch erstaunlich gut ohne. Der Sänger glänzt mit unterschiedlichen Vocaltechniken, und auffällig sind auch die ungewöhnlichen Songtitel. Liednamen wie <em>&#8222;Pein Muss (Gerieben Als Korn)&#8220;</em> oder <em>&#8222;Alpenrekorder&#8220;</em>&nbsp;versetzen mich in einen Zustand akuter Verwirrung. Davon abgesehen trägt die Show eine gute <strong>Portion ordentlicher und ehrlicher Energie</strong>, die nur leider etwas von dem Scheißwetter gebremst wird.</p>
<h2>Zurück zu schwarzen Wurzeln</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41105" aria-describedby="caption-attachment-41105" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41105 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41105" class="wp-caption-text">Ein Könner an der Geige: ZAGAN von BLACK MESSIAH ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach 30 Jahren Bandgeschichte haben <strong>BLACK MESSIAH</strong> für den heutigen Anlass sowohl ein Backdrop mit ihrem gaaaanz frühen Logo als auch <strong>ein paar Black-Metal-Songs gaaaanz früher Stunde</strong> ausgepackt. Das Material ist so underground, dass es nicht mal auf gängigen Streaming-Plattformen zu finden ist, und deshalb habe ich auch keine Ahnung, wie die ersten zwei Songs heißen. Erst nach einiger Zeit werden dann so langsam die modernen Klassiker ausgepackt. Tanzbare, geigenlastige Folk-Metal-Werke wie <em>&#8222;Der Ring Mit Dem Kreuz&#8220;</em>, <em>&#8222;Sauflied&#8220;</em> und natürlich <em>&#8222;Söldnerschwein&#8220;</em>&nbsp;erwecken die Tanzfläche wieder zum Leben. Von meiner Perspektive aus sieht das ziemlich lustig aus. Lauter <strong>Ganzkörper-Kapuzengestalten</strong>, die auf einem Haufen hin- und herwippen, sieht man nicht alle Tage. Kurioserweise hört der Regen genau bei <em>&#8222;Windloni&#8220;</em>&nbsp;– einem Lied über das Wetter &#8211; urplötzlich auf. Und verpisst sich ein für alle Mal. Danke, ihr Wettergötter!</p>
<p>Respekt geht raus an Sänger und Geigenspieler <strong>Zagan</strong>, der es nicht ein-, sondern zweimal schafft, <strong>während des Singens eine gerissene Geigenseite wieder neu aufzuziehen</strong>. Ein schwieriger Prozess, wie es mir als Laie scheint. Währenddessen übernimmt gekonnt der Keyboarder die wichtigsten Geigenparts. Eine weitere Portion Respekt geht außerdem raus an <strong>Erik</strong>, den Sohn des eben genannten Sängers. Er ersetzt heute den Bassisten, und steht zum allerersten Mal mit <strong>BLACK MESSIAH</strong> auf der Bühne. Weiter so!</p>
<h2>Das mörderische Schwert</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41107" aria-describedby="caption-attachment-41107" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41107 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41107" class="wp-caption-text">Beast in Black: JENS RYDÉN von THYRFING ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Als <strong>THYRFING</strong> anfangen zu spielen, geht hinter den Regenwolken gerade die Sonne unter und der graue Nebel über den Baumwipfeln ringsum hüllt die Lichtung in eine beinahe unwirkliche Atmosphäre. Genau die richtige Stimmung für die <strong>Viking-Metaller</strong>. <strong>THYRFING</strong>, das sind fünf Männer in schmuckloser Kleidung, die bis auf das Logobanner im Hintergrund keine Bühnendeko mitgebracht haben &#8211; es sei denn, man zählt die <strong>Bierflaschen</strong> mit. Aber die <strong>Schweden</strong> brauchen auch keinen Schnickschnack drumherum. Die Musik, die sie spielen, steht für sich. Vom Tonmann wurde außerdem der Sound im Vergleich zu den vorherigen Bands nochmal ordentlich hochgedreht. In Sachen Lautstärke wird den Zuhörern jetzt einiges mehr geboten als noch am Nachmittag.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41106" aria-describedby="caption-attachment-41106" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41106 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41106" class="wp-caption-text">Ein moderner Wikinger ©Crow</figcaption></figure>
<p>In Sachen Wetter sind die Bands beim <strong>WOLFSZEIT</strong> aber weitestgehend gleichberechtigt. Konnten sich <strong>THYRFING </strong>in der ersten Hälfte ihres Konzerts noch über eine kurze Regenpause freuen, so fängt es dann doch wieder an, erst zaghaft, dann immer stärker. Die Musik mischt sich mit dem Prasseln der Tropfen und so <strong>verschwimmt der Sound</strong> für mich mehr und mehr zu einem Brei. Die eh schon locker stehende Menge vor der Bühne dünnt sich ob des Regens immer weiter aus. Sänger <strong>Jens Rydén</strong>&nbsp;will das aber nicht kampflos hinnehmen und motiviert die Verbliebenen: &#8222;HEY! HEY!&#8220; Dann hebt er sein Bier, es quillt schon aus der Flasche, und <strong>prostet dem Publikum zu</strong>. Die braunen langen Haare hängen ihm über die Schultern, strähnig vom Regen. Ich muss sagen, diese Optik unterstreicht die Thematik der Band &#8211; <strong>Jens Rydén</strong>&nbsp;könnte auch gut und gerne auf einem Drachenboot zur Fahrt ins Ungewisse blasen.</p>
<p>Die kampferprobten Nordmänner von <strong>THYRFING</strong> machen übrigens schon <strong>seit fast 30 Jahren</strong> Musik. In wechselnder Besetzung zwar, aber trotz einer längeren Schaffenspause zwischen 2013 und 2021 waren die Viking-Metaller bis jetzt nicht tot zu kriegen. Ihr letztes Album &#8222;Vanagandr&#8220; (aka Fenrir oder Fenris) hat im Gegenteil eine ausdrücklich positive Resonanz erfahren. Aber hier und heute auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> geben die Schweden nicht nur die neuen Songs, sondern auch <strong>altgediente Klassiker</strong> zum Besten. So zum Beispiel das 1999 erschienene <em>&#8222;Storms of Asgard&#8220;</em>, das durchaus episch daherkommt. Generell wohnt dem ganzen Auftritt von <strong>THYRFING</strong> eine nicht wegzudiskutierende <strong>Epik und Genialität</strong> bei. Durch und durch versiert an ihren Instrumenten, beeindrucken sie zudem mit einer Bühnenpräsenz, die ihresgleichen sucht. Und auch, wenn das Konzert mit nasskalter Witterung zu Ende geht: Die <strong>strahlende Begeisterung</strong> in den Gesichtern um mich herum vermag kein Regen abzuwaschen.</p>
<h2>Kerzen und Kutten</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41109" aria-describedby="caption-attachment-41109" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41109 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41109" class="wp-caption-text">Es ist eine Sisyphusarbeit ©Crow</figcaption></figure>
<p>Kommen wir nun zu einer Band, die in der Vergangenheit eine wesentliche Umgestaltung erfahren hat: <strong>БАТЮШКА</strong>. 2015 gegründet und mit dem Album &#8222;Litourgiya&#8220; durch die Decke gegangen, hatte sich die Band nach einem Streit der beiden Gründerväter 2018 getrennt, um nunmehr einerseits als <strong>BATUSHKA</strong> und anderseits als <strong>БАТЮШКА</strong> aktiv zu sein. Ich muss zugeben: So ganz steige ich da nicht durch. Aber Fakt ist, im <strong>WOLFSZEIT</strong>-Line-Up steht <strong>БАТЮШКА</strong> und es sieht alles danach aus, dass die Zuschauer die gewohnte <strong>Black-Metal-Liturgie nach orthodoxem Vorbild</strong> zu erwarten haben &#8211; mit allem, was dazugehört.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41108" aria-describedby="caption-attachment-41108" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41108 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41108" class="wp-caption-text">БАТЮШКА: die Segnung ©Crow</figcaption></figure>
<p>Auftritte von <strong>БАТЮШКА</strong> beginnen nämlich, so hat es Tradition, erstmal mit ca.<strong> einer halben Stunde Wartezeit</strong>. Das erklärt sich zum einen durch den Aufbau des in der Tat recht aufwändigen Bühnenbildes, aber vor allem damit, dass ein gutes Dutzend <strong>Kerzen</strong> auf dem Podest entzündet werden wollen. Bei dem Wetter momentan kann das ja heiter(!) werden. Aber schließlich hat der Mann in Mönchskutte seine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen und <strong>БАТЮШКА</strong> können mit ihrem Konzert beginnen.</p>
<p>Dieses läuft wie immer streng nach <strong>Zeremoniell</strong> ab. Nichts wird hier dem Zufall überlassen. Die Liturgie wird ohne nennenswerte Pausen in einem Stück durchexerziert, auch rein musikalisch sind keine Ausreißer zu verzeichnen. Kein Transporter von <strong>WATAIN</strong>, der über&#8217;s Stromkabel fährt. Auf dem Infield ist es im Vergleich zu <strong>THYRFING&nbsp;</strong>noch einmal deutlich voller geworden. Die allermeisten <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besucher wollen die Metal-Messe von <strong>БАТЮШКА</strong> offensichtlich nicht verpassen. Oder campiert der ein oder andere hier vielleicht auch deshalb, um gleich bei <strong>WATAIN</strong> einen möglichst guten Platz zu erhaschen? Je näher man der Bühne kommt, desto mehr stauen sich die Menschen jedenfalls. <strong>Gruppenkuscheln</strong> hilft ja auch ganz gut gegen die unsäglichen Temperaturen.</p>
<h2>Feuer und kein Blut</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41110" aria-describedby="caption-attachment-41110" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41110 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41110" class="wp-caption-text">Der blanke Wahnsinn: WATAIN ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Was mich genau bei <strong>WATAIN</strong> erwartet, weiß ich nicht. Alles, was ich weiß, ist, dass sie vor drei Jahren hier &#8217;ne ordentliche Sauerei (buchstäblich) sowohl im Backstage als auch auf der Bühne und in den vorderen Reihen des Publikums hinterlassen haben. Nämlich benutzen die Schweden für ihre Shows gerne mal <strong>den ein oder anderen Liter Schweineblut</strong>, der während ihrer Touren auch gerne mal die ein oder andere Woche in einem Fass gammeln gelassen wird. Zudem munkelt man, der Sänger lagere in jenem Fass über Nacht seine Bühnenkleidung. Ekelhaft. Diesmal bleibt die Stage aber gottseidank trocken. Dafür dauert es jedoch (nachdem die Band 45 Minuten Verspätung hat) keine zehn Sekunden, bis der Sänger eine <strong>brennende Fackel einfach mal so von der Bühne blindlings ins Publikum</strong> wirft. Ein &#8222;glücklicher&#8220; Besucher hebt sie auf und schwingt sie kurz über seinem Kopf, bis die Security eingreifen und der Gefahr ein Ende setzen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41111" aria-describedby="caption-attachment-41111" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41111 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41111" class="wp-caption-text">Lass Haare wehen! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Eigentlich steht so ungefähr die ganze Bühne in Flammen. Neben Skulpturen aus (richtigen) Knochen ist sie geziert von Feuerschalen und anderen brennenden Ornamenten. Sänger und Basser halten auch gelegentlich mal zwischen und während den Songs ihre Hände schön ins Feuer rein. Ich hab’s ja verstanden, <strong>ihr nehmt es so richtig ernst mit dem Black Metal</strong>. Nebst all dem Getue aber zeigen <strong>WATAIN</strong> musikalisch, dass sie nicht umsonst die Position in der Szene belegen, die sie belegen. Ihre Performance ist schnell, aggressiv und dreckig, und man sieht den Musikern an, dass sie ordentlich Bock haben.</p>
<p>Auch ist der Sänger, so wird mir gesagt, heute ein gutes Stück gesprächiger als sonst und kommuniziert recht viel mit dem Publikum. Bevor er dann <strong>zum zweiten Mal schwungvoll eine brennende Fackel in der Menschenmasse versenkt</strong>. Es wird auch noch rituell mit einem langen Messer herumgefuchtelt und in den Feuern gestochert, bis die Band irgendwann einfach von der Bühne verschwindet und ein mehrminütiger Ambient-Track vom Tonband die Zuschauer im Ungewissen zurücklässt, ob <strong>WATAIN</strong> nochmal auftauchen oder eher nicht so. Es stellt sich heraus, dass letzteres der Fall ist, und damit endet das diesjährige <strong>WOLFSZEIT</strong> auf eine &#8230; interessante Note?</p>
<h2>DAS ENDE</h2>
<p>Leider endet es hier wirklich schon – die von vielen Anwesenden sehnlichst erwartete <strong>Aftershow-Party fällt einfach aus</strong>. Während man in den letzten zwei Jahren davon ausgehen konnte, dass dies COVID-bedingte Gründe hatte, so scheint dieser letzte Moment der Festival-Euphorie in diesem Jahr einfach <strong>kommentarlos unter dem Teppich verschwunden</strong> zu sein. Schade! Ich hatte mich sehr darauf gefreut, und mit mir ein Haufen Anderer, die nun sporadisch vom Infield ins Außen tropfen, als sie merken, dass da wohl tatsächlich nichts mehr kommt.</p>
<h2>Fazit?</h2>
<p><em>Merlin: </em>Zwei Wermutstropfen habe auch ich auf diesem ansonsten wirklich großartigen Festival zu verzeichnen. Da wäre vor allem die schon erwähnte <strong>Beleuchtungssituation</strong> nachts vom Infield rüber zu Campingplatz B. Auf einem mehrtägigen Festival hat nicht jeder Besucher immer und überall eine (Handy)Taschenlampe zur Verfügung. Und abgesehen von der durchaus realen Gefahr des Zusammenstoßens mit anderen Menschen ist die Straße außerdem gesäumt mit nicht wenigen <strong>Schlaglöchern</strong>, von denen Sturzgefahr ausgeht &#8211; für Nüchterne wie für Betrunkene. Darum bitte bitte bitte, beleuchtet in Zukunft diesen scheiß Weg! Danke &lt;3</p>
<p>Der zweite Punkt, verschmerzbar, aber schade, sind die billigen Einmal-Plastikbecher, in denen die Getränke ausgeschänkt wurden. Wo sind die schönen stabilen <strong>WOLFSZEIT-Becher</strong> hin, die es vor Corona mal gab? Vielleicht feiern sie ja nächstes Jahr ihr Comeback &#8211; ich würde mich riesig freuen.</p>
<p><em>Mich: </em>&#8230; außerdem wäre es &#8211; so denke ich &#8211; ganz cool, wenn die <strong>Autogrammstunden etwas größer aufgezogen</strong> wären, oder man zumindest die <strong>Informationen dazu</strong> (Zeitplan etc.) etwas offensichtlicher irgendwo einsehen könnte. Viele der Bands hatten bei ihrem Meet &amp; Greet quasi keine Besucher, während ich nicht nur einmal in eine überraschte Visage starrte, als ich jemanden danach fragte, ob er denn gerade bei seiner Lieblingsband am Autogrammstand gewesen sei.&nbsp;</p>
<p>Ansonsten – was soll ich sagen? <strong>Es war wie immer ein großartiges Fest!</strong> Nichts geht über Black und Pagan Metal im tiefsten Thüringer Wald! Großartige Location, großartige Bandauswahl, tolle Konzerte und ein unvergleichliches <strong>~<em>Ambiente~</em></strong>. Wie jedes Jahr kann ich nur den Blick nach vorne richten und mich darauf freuen, dieses einzigartige Event in der kommenden Sonnenumrundung ein weiteres Mal miterleben zu dürfen.</p>
<p><em>Merlin:</em> Ich kann mich <span style="color: #800000;">Mich</span> da nur anschließen. Es ist mir jedes Jahr wieder ein Fest, dem <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong> beiwohnen zu dürfen. Danke an all die wunderbaren Menschen vor und hinter den Kulissen, <strong>danke MARVIN</strong>, und ein ganz besonderes Danke an dieser Stelle nochmal an den DJ und Fotografen <strong>CROW</strong>, der die Konzerte in faszinierenden Bildern für die Nachwelt festgehalten hat. Apropos faszinierende Bilder&#8230; war da nicht was mit einer Bimmelbahn? Eh, ja. Von unserer Fahrt mit <strong>CRISPI</strong> haben wir in diesem Jahr leider kein Foto gemacht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41136" aria-describedby="caption-attachment-41136" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41136 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-300x135.jpg" alt="" width="300" height="135" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-300x135.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-1024x461.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-750x338.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41136" class="wp-caption-text">Dafür gibt&#8217;s ein Selfie von uns mit dem Met-Wolf.</figcaption></figure>
<p><em>Mich &amp; Merlin:</em> <strong>Cheers! Man sieht sich zur nächsten WOLFSZEIT!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-zurueck-in-den-wald/">WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Craftrock Brewing &#8211; Tokios musikalische Bieroase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Saskia]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 10:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Country]]></category>
		<category><![CDATA[Craft Beer]]></category>
		<category><![CDATA[Craftrock Brewing]]></category>
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		<category><![CDATA[Tokyo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Craftbeer und Livemusik findet ihr super? Dann gibt's hier den Geheimtipp für den nächsten Japanurlaub: Craftrock Brewing!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/craftrock-brewing-tokios-musikalische-bieroase/">Craftrock Brewing &#8211; Tokios musikalische Bieroase</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinheitsgebot-Verfechtern mögen sich bei der Überschrift die Nackenhaare aufstellen, aber ich sage &#8222;Halt, stop!&#8220; &#8211; klickt nicht direkt weg, denn sonst entgeht euch ein echtes&nbsp;<strong>Highlight</strong> im Bereich <strong>Bier </strong>und <strong>Livemusik</strong>. Dass das eine erfolgversprechende Kombination ist, bedarf sicher keiner weiteren Erklärung. Stattdessen stelle ich euch heute lieber einen Laden vor, der mit Recht den Titel <strong>&#8222;Brewpub&#8220;</strong> trägt, nämlich <strong>CRAFTROCK BREWING</strong> in <strong>Tokio.</strong></p>
<p>Gute Nachrichten gibt es übrigens für diejenigen, die ihren nächsten <strong>Japanurlaub</strong> planen. Laut aktuellen Nachrichten ist es ab dem <strong>11. Oktober</strong> ist es wieder möglich visumfrei nach Japan zu reisen. Daher empfehle ich allen Liebhabern von <strong>Craftbier</strong>, <strong>Livemusik</strong> und&nbsp;<strong>gutem Essen CRAFTROCK BREWING </strong>auf ihre <strong>&#8222;Must-Do&#8220;</strong>-Liste für den nächsten Japanurlaub zu setzen. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die bereits hier sind.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-41033 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8662-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8662-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8662-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8662-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8662.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>Willkommen im Craftbeer-Paradies</h3>
<p><strong>CRAFTROCK Brewpub &amp; Live&nbsp;</strong>befindet sich im Erdgeschoss von &#8222;Coredo Muromachi Terrace&#8220; im Herzen Tokios, fast direkt neben den Bahnhöfen <strong>Mitsukoshimae&nbsp;</strong>und <strong>Shin-Nihombashi.</strong> Auch der Bahnhof <strong>Kanda </strong>ist nicht einmal 10 Minuten Fußweg entfernt. Die optimale Lage macht es wirklich einfach <strong>CRAFTROCK</strong> zu erreichen.&nbsp;</p>
<p>Das Restaurant bietet reichlich Platz und viele Sitzmöglichkeiten für Gäste sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Alles wirkt groß und offen, erscheint durch die Holzeinrichtung aber gleichzeitig bequem und gemütlich. Ein langer Tresen bildet das Zentrum von <strong>CRAFTROCK </strong>und bietet einen guten Ausblick auf die <strong>Biervielfalt</strong>, die es zu probieren gibt. Auch die Wände sind themengerecht&nbsp; dekoriert mit diversen Fotografien und Plakaten, Bierflaschen, und bunten Zeichnungen des Menüs, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Alles in allem eine Atmosphäre, die direkt zum <strong>wohlfühlen</strong> einlädt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-41035" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8934-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8934-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8934-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8934-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8934-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG_8934.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Direkt an den Restaurantbereich angebunden befindet sich ein kleiner Bühnenbereich der ausreichen Platz für ein intimes <strong>Konzerterlebnis</strong> bietet.&nbsp;<strong>CRAFTROCK BREWING&nbsp;</strong>veranstaltet regelmäßig Konzerte. Diese beschränken sich selbstverständlich nicht nur auf die mitreißende Hausband&nbsp;<strong>THE LOCAL PINTS</strong>. Auch einige andere Bands wie zum Beispiel&nbsp;die Pop-Punk Band&nbsp;<strong>SEE YOU SMILE&nbsp;</strong>oder die japanische Folk Punk-Größe <strong>THE CHERRY COKES </strong>sind für ein Akustik-Set bei <strong>CRAFTROCK BREWING&nbsp;</strong>anzutreffen. Teilweise ist der Eintritt zu den Events sogar kostenlos, bzw. kostet nur ein Drink Ticket, welches man für ein Getränk seiner Wahl eintauschen kann. Und die Auswahl ist reichlich vorhanden. Auf die Konzerte werde ich in einem separaten Live-Bericht noch einmal genauer eingehen. Lasst euch an dieser Stelle aber gesagt sein, dass die Shows bei <strong>CRAFTROCK BREWING</strong> immer wieder ein tolles Erlbenis sind, was vor allem an der familiären Atmosphäre und der Nähe zu den Künstlern liegt. Da wird während der Show eben auch mal <strong>angestoßen</strong>.</p>
<h3>Ein Muss für Bierenthusiasten&#8230;</h3>
<p><strong>CRAFTROCK BREWING&nbsp;</strong>setzt bei der Kombination von Bier und Musik nochmal eins drauf. Regelmäßig gibt es&nbsp;<strong>Kollaborationen&nbsp;</strong>zwischen&nbsp;<strong>CRAFTROCK&nbsp;</strong>und&nbsp;<strong>Bands</strong>, aus denen (mitunter <strong>limitierte</strong>) Biere entstehen. Erst kürzlich entstand in Zusammenarbeit mit der japanischen Inidie-Rockband&nbsp;<strong>BEARWEAR&nbsp;</strong>ein&nbsp;<strong>Gin infused IPA</strong>, dessen Veröffentlichung glatt mit einer Releaseshow in Shinjuku gefeiert wurde. Ein weiteres Beispiel für den Erfolg der limitierten Editionen ist das &#8222;Momo Beer&#8220; vom Sommer 2021. Das auf 1000L begrenzte Pfirsichbier war binnen von <strong>5 Minuten</strong> ausverkauft. Wer in Sachen Bier experimentierfreudig ist, ist hier definitiv im&nbsp;<strong>Bierhimmel</strong> angekommen.&nbsp;</p>
<p>Dank der kreativen Kombinationen wird es also nie langweilig. Auch die <strong>stetig wechselnde Bierkarte</strong> macht jeden Besuch zu einem <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-41116" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Craftrock-Brewing-menu-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Craftrock-Brewing-menu-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Craftrock-Brewing-menu-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Craftrock-Brewing-menu-750x1000.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Craftrock-Brewing-menu.jpg 1088w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /> neuen Erlebnis &#8211; und glaubt mir, sich durch die gewaltige <strong>Craftbier-Vielfalt</strong> zu trinken würde einige Besuche in Anspruch nehmen. Das vielfältige Menü enthält neben passenden Essensempfehlungen und Alkoholgehalt außerdem einige Details über die angebotenen Biere. Das findet nicht nur bei <strong>Bierenthusiasten</strong> anklang, sondern auch bei <strong>Foodies. </strong>Denn auch im kulinarischen Sektor hat <strong>CRAFTROCK BREWING </strong>einiges zu bieten und macht Gäste glücklich &#8211; wobei hier wohl auch meine Schwäche für Avocado Toast und Loaded Fries aus mir spricht.&nbsp;</p>
<h3>&#8230; und Musikliebhaber gleichermaßen</h3>
<p><strong>CRAFTROCK BREWING </strong>hat neben hervorragendem Bier und Essen aber noch mehr zu bieten. Auch in Sachen <strong>Musik</strong> gibt es einige Highlights, für die sich ein Besuch definitiv lohnt. Nicht nur in dem Lokal selbst finden regelmäßig Liveshows statt,&nbsp;<strong>CRAFTROCK&nbsp;</strong>veranstaltet auch außerhalb der eigenen vier Wände Events, beispielsweise zur Feier von neuen Bier-Kollaborationen.&nbsp;<strong>Brandaktuell&nbsp;</strong>ist aber das im&nbsp;<strong>November&nbsp;</strong>anstehende&nbsp;<strong>Circuit-Event&nbsp;</strong>&#8222;CRAFTROCK CIRCUIT &#8217;22&#8220;, welches am <strong>12. und 13. November </strong>in mehreren Clubs in <strong>Kichijōji</strong> stattfinden wird. Auch das Line-Up kann sich sehen lassen und bietet einen bunten Genremix: von&nbsp;<strong>BEARWEAR, HOLLOW SUNS,&nbsp;</strong>über&nbsp;<strong>THE LOCAL PINTS, SEE YOU SMILE</strong> bis hin zu&nbsp;<strong>JAPANESE FOOTBALL</strong> ist alles dabei. Und das war nur ein kleiner Auszug. Wer jetzt neugierig geworden ist, schaut am besten auf die unten verlinkte Website. Aber<span style="text-align: center;">&nbsp;damit nicht genug! Im Frühjahr veranstaltet </span><strong style="text-align: center;">CRAFTROCK BREWING&nbsp;</strong><span style="text-align: center;">regelmäßig das &#8222;Craftrock Festival&#8220; statt. In diesem Jahr fand das Festival an einem Aprilwochenende in&nbsp;</span><strong style="text-align: center;">Tachikawa&nbsp;</strong><span style="text-align: center;">statt. Bisher gibt es noch keine Informationen zum nächsten Jahr, aber ich werde meine Augen und Ohren offen halten und über Neuigkeiten berichten.</span></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41120 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/eventpage_event_pic01-300x300.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/eventpage_event_pic01-300x300.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/eventpage_event_pic01-150x150.png 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/eventpage_event_pic01.png 744w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<h3>Ein einzigartiges Konzept &#8211; Sogar für Tokio</h3>
<p>Spätestens wenn man auf einem der Live-Events mit anderen Gästen ins Gespräch kommt und erfährt, dass das Konzept von <strong>CRAFTROCK BREWING</strong> sogar für Tokio einzigartig ist weiß man, dass man ein echtes&nbsp;<strong>Highlight</strong> gefunden hat. Für mich als &#8222;Dorfkind&#8220; ist Craftbeer zugegeben noch ziemliches Neuland und mein Know-How in Sachen Bier war vor allem auf bekannte, lokale Brauereien beschränkt.&nbsp;<strong>CRAFTROCK BREWING&nbsp;</strong>hat mir eine neue, spannende Perspektive auf die Szene eröffnet, die neben Craftbeer noch so ein aufregendes Drumherum bietet, dass sich ein Besuch hier immer wieder aufs neue Lohnt. Sei es die Musik, das gute Bier, oder das leckere Essen, dass einen lockt &#8211;&nbsp;<strong>CRAFTROCK BREWING</strong> bietet ein gelungenes, abwechslungsreiches Gesamtpaket und eine tolle Atmosphäre.&nbsp;Das ist es, was jeden Besuch bei <strong>CRAFTROCK BREWING </strong>einzigartig macht.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="CRAFTROCK CIRCUIT ’19 -after movie-" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/9WHnQwTOSCI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich für meinen Teil freue mich schon auf das nächste Konzert, die ein oder andere neue Biersorte, die ich noch nicht probiert habe, und eine Portion Loaded Fries &#8211; ja ja, ich weiß, da kommt meine Schwäche wieder durch. Wem jetzt auch schon das Wasser im Mund zusammenläuft, der findet <a href="https://craftrock.jp/brewpub/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> mehr Informationen zu <strong>CRAFTROCK BREWING</strong>, den angebotenen Bieren und anstehenden Events! Und zu <a href="https://www.instagram.com/craftrock_brewing/?hl=en" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> und <a href="https://www.facebook.com/craftrockbrewing/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> geht&#8217;s hier entlang!&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>STÜRMISCHE ZEITEN &#8211; RAGNARÖK 2022 Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2022 05:42:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2022 - die Festivalsaison startet... oder stolpert? Es läuft jedenfalls nicht alles glatt.<br />
So auch beim RAGNARÖK diesjahr.</p>
<p>In TEIL 1 unseres Festivalberichtes gibt es Licht und Schatten ... du musst nur hinsehen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2022-teil-1/">STÜRMISCHE ZEITEN &#8211; RAGNARÖK 2022 Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Finally!</strong> Das <strong>RAGNARÖK FESTIVAL 2022</strong>, auf das ich so lange hingefiebert habe, ist angebrochen! Ich freu mich wie bolle!</p>
<h2>Eine stürmische Begrüßung</h2>
<p>Die ganz ambitionierten Metaller sind <strong>bereits gestern</strong>, am Donnerstag, angereist und haben Abends in den Räumlichkeiten der <strong>Stadthalle Lichtenfels</strong> eine wilde Party gefeiert. Wir für unseren Teil kommen Freitag Mittag beim Festivalgelände an und müssen als erstes feststellen, dass <strong>alle Parkmöglichkeiten in nächster Nähe schon nahtlos ausgeschöpft</strong> sind. Ärgerlich. Aber wenigstens zum Ausladen dürfen wir auf dem Feldweg seitlich des Veranstaltungsgeländes stehen bleiben. Es folgt die nächste Hiobsbotschaft: Der <strong>Hauptcampingplatz</strong> direkt neben dem Infield ist vollständig ausgelastet. Also weiter zum <strong>zweiten Campingplatz!</strong> Der ist zwar etwas weiter weg, dafür aber <strong>idyllisch auf der Wiese direkt am Fluss</strong> gelegen. Und hier ist es noch so schön leer, dass wir den Platz für unser Zelt völlig frei wählen können. Hammer!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40286" aria-describedby="caption-attachment-40286" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40286 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40286" class="wp-caption-text">Der Härtetest schlechthin. Zelt, bleib stark!</figcaption></figure>
<p>&#8230;den brauchen wir auch direkt, als es ums Einschlagen der Heringe geht. Der Boden ist eigentlich optimal, doch der <strong>Wind fegt so unbarmherzig</strong> über die Wiese, dass wir uns entschließen, das Zelt extra gut zu sichern. Doch auch wenn wir verhindern können, dass uns Zelt samt Tasche um die Ohren fliegen: Besonders stabil sieht das Ganze nicht aus. Geschweige denn gemütlich. Aber <strong>wird schon halten!</strong> Wir fahren also das Auto weg und als wir zurück zum Zeltplatz kommen, sehen wir unsere Campnachbarn gerade ihren Pavillon zusammenräumen. Oder sagen wir besser: <strong>Das, was vom Pavillon noch übrig ist.</strong> Den hat es nämlich ganz schön zerlegt! Zum Glück sorgen die milden Wolken am Himmel dafür, dass es auch ohne gut aushaltbar ist.</p>
<h3>Test, Test</h3>
<p>Aber jetzt hab ich so viel gequatscht, wir brauchen doch noch unsere Bändchen! Sonst kommen wir schließlich nicht aufs Infield. Und das Infield gilt es jetzt möglichst schnell aufzusuchen, immerhin ist es schon 14 Uhr durch und <strong>die erste Band des Tages spielt bereits</strong>.&nbsp;Bevor wir jedoch unsere Festivalbändchen erhalten, müssen wir zunächst noch den <strong>Corona-Test</strong> am eigens dafür aufgebauten Testzelt bestehen. Die anwesenden Sanitäter registrieren unsere Daten, nehmen jeweils die Probe und drücken uns 15 Minuten später die Zettel mit unseren (negativen) Testergebnissen in die Hand. Die gilt es nun bei der <strong>Bändchenausgabe</strong> vorzuzeigen und zack, sind wir auch schon ausgestattet mit den <strong>Eintrittskarten fürs Handgelenk</strong>. Dann jetzt aber nichts wie los in die Halle! Ob die erste Band wohl noch spielt?</p>
<h2>Zur ersten Band kommt man immer zu spät</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40260" aria-describedby="caption-attachment-40260" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40260 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40260" class="wp-caption-text">Schweißtreibend: LIVLØS. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Von <strong>LIVLØS</strong> bekomme ich leider nur noch die letzten Minuten mit. Als ich die Stadthalle betrete, sehe ich gerade noch, wie <strong>der Sänger aus dem Publikum heraus zurück auf die Bühne klettert</strong>. Offenbar war er auf Tuchfühlung mit den begeisterten Zuschauern gegangen, die dicht gedrängt hinter der Absperrung stehen. Die Stimmung ist aufgeheizt, die Band und die Besucher haben gleichermaßen Bock. Das ist auf Festivals bei der ersten Band des Tages ja nicht immer selbstverständlich, häufig haben es die frühesten Künstler am schwersten. Aber <strong>LIVLØS</strong> haben mit ihrem temperamentvollen Melodic-Death-Metal das <strong>RAGNARÖK FESTIVAL 2022</strong> <strong>selbstbewusst und fulminant eröffnet!</strong> Da lassen sich die dynamischen <strong>Dänen</strong> auch die Gelegenheit nicht nehmen, diese gelungene Einleitung mit einem Foto festzuhalten.</p>
<h3>Den Tag zur Nacht</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40262" aria-describedby="caption-attachment-40262" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40262 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40262" class="wp-caption-text">Den Blick zur Hallendecke: LUCIFERS CHILD. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Als nächster Act stehen <strong>LUCIFERS CHILD</strong> aus <strong>Griechenland</strong> auf dem Programm. &#8222;Guten Abend Ragnarök! Are you with us tonight&#8220;?, begrüßt der Sänger seine Zuhörer. Dass es erst 15 Uhr am Nachmittag ist, spielt keine Rolle. <strong>LUCIFERS CHILD</strong> beschließen nämlich kurzerhand, <strong>einfach selbst die Nacht zu sein</strong>. Sie spielen klassischen Black-Metal mit okkulten Themen, düster und hart. Und wie sich beim dritten Song herausstellt, taugt ihre Musik live sehr gut für <strong>Circle Pits</strong>. <strong>Sänger</strong> <strong>MARIOS</strong> feuert die Menge an, fordert auch immer wieder zum Klatschen auf. Überhaupt wirkt die gesamte Band <strong>sehr motiviert</strong>, was dem Konzerterlebnis auf jeden Fall zugute kommt. Beim letzten Song werden die Zuschauer erneut zu einem Circle Pit animiert; der junge Mann mit Dreads vor mir kann es kaum erwarten und hüpft auf und ab, bevor er dann <strong>wie von der Tarantel gestochen barfuß in den Pit sprintet</strong>. Was soll ich sagen? <strong>LUCIFERS CHILD</strong> waren eine Droge, die gewirkt hat. So kann der Tag bitte weitergehen!</p>
<h3>Feel The Spirit</h3>
<p>Auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> ist es ja immer so, dass es <strong>zwei Bühnen gibt, die direkt nebeneinander stehen</strong> und auf denen sich die Bands jeweils abwechseln. So hatten <strong>LIVLØS</strong> auf der linken Bühne angefangen, <strong>LUCIFERS CHILD</strong> spielten sodann auf der rechten Seite, und nun wuseln die Menschen wieder nach links, um <strong>THE SPIRIT</strong> in Augenschein nehmen zu können. Auch die <strong>Tribüne der Stadthalle</strong> füllt sich, unten wie oben ist gut was los, aber noch stehen die Leute locker, nicht gedrängt. <strong>THE SPIRIT</strong> haben sich immerhin ein bisschen Bühnengestaltung überlegt: Links und rechts ist jeweils ein Standbild aufgebaut, auf dem kosmische Motive in blau zu erkennen sind, und im Hintergrund hängt groß ihr <strong>Logobanner</strong> ausgespannt. Sodann betritt die Band höchstselbst die Bühne und legt los.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40264" aria-describedby="caption-attachment-40264" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40264 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40264" class="wp-caption-text">Ein Herz für THE SPIRIT. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p><strong>Melodischer, atmosphärischer Black-Death</strong>, das ist das Konzept von <strong>THE SPIRIT</strong>. Der Sound ist gut und sauber, hat ordentlich Wumms, das Schlagzeug bricht sich energisch Bahn. Dazu kommt der Gesang erstaunlich hart für das doch recht junge wirkende Gesicht dazu. <strong>Was ein fehlender Bart doch ausmachen kann&#8230;</strong> ich hätte den Sänger auf der Bühne locker 10 Jahre jünger geschätzt, als auf den Bandfotos. Apropos Gesicht: Das des Gitarristen bekommt man übrigens fast die ganze Show über gar nicht zu sehen. Er blickt nonstop auf sein Instrument, schaut verbissen, ganz bei der Sache. Und sein <strong>aufmerksames Spiel</strong> macht sich bezahlt, die <strong>Saarländer</strong> liefern professionell und mehr als solide ab. Ganz in Beschlag nehmen kann mich der <strong>Spirit</strong> zwar nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich langsam Durst bekomme. <strong>Wo gibt&#8217;s was zu trinken?</strong></p>
<h3><strong>Ich hab euch was zu beichten</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40266" aria-describedby="caption-attachment-40266" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40266 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40266" class="wp-caption-text">KANONENFIEBER. Was er wohl gerade befiehlt? (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Eigentlich war ja geplant, dass jetzt die Schwarzmetaller von <strong>GROZA</strong> auftreten würden. Aufgrund unser aller Liebling <strong>Corona</strong> mussten die <strong>Bayern</strong> ihren Auftritt auf dem <strong>RAGNARÖK 2022</strong> aber leider kurzfristig absagen, und <strong>KANONENFIEBER</strong> sind <strong>ungemein spontan für sie eingesprungen</strong>. Geile Sache, dass es so kurzfristig noch gelungen ist, den Slot neu zu besetzen. Und musikalisch gesehen passen die Franken natürlich auch voll ins Beuteschema der <strong>RAGNARÖK</strong>-Besucher. Allein,&nbsp;ich habe ein Problem mit <strong>KANONENFIEBER </strong>(ganz abgesehen davon, dass ich den Namen befremdlich finde): Ihre Optik. Ich weiß, der <strong>1. Weltkrieg ist das Thema ihres kreativen Schaffens</strong>, und dazu passen halt auch die Outfits. Aber ich kann mir das nicht angucken. Es gibt mir einfach ein <strong>ganz unangenehm beklemmendes Gefühl</strong>. Vielleicht soll genau das ja auch Sinn der Sache sein; ich bringe es jedenfalls nicht über mich, mir das anzutun. Und so vergeht der Auftritt von <strong>KANONENFIEBER </strong>ohne meine Anwesenheit. Dafür kommen nach dem Konzert gleich drei Leute unabhängig voneinander auf mich zu und <strong>ergehen sich in Begeisterung</strong> darüber, &#8222;wie großartig der Auftritt denn bitte war!&#8220; und es manifestiert sich bei mir der Eindruck, dass <strong>KANONENFIEBER</strong> viel mehr waren, als nur eine Ersatzband &#8211; nämlich <strong>ein Highlight</strong>.</p>
<h3><strong>Die Barbarinnen</strong></h3>
<p><strong>Auf der Suche nach einem alkoholischen Durstlöscher </strong>laufe ich zufällig einem Bekannten über den Weg, und wir beschließen, den Konsum von berauschenden Genussgetränken in sein Camp zu verlagern. Zunächst völlig ins Gespräch vertieft, fällt mir plötzlich siedend heiß ein, dass ich ja <strong>KONVENT</strong> sehen wollte! <strong>Jetzt aber nichts wie los</strong>, zurück aufs Infield und ab in die Halle. <strong>KONVENT</strong> spielen auf der linken Bühne &#8211; gut für mich, so muss ich mich zwischen weniger Menschen hindurchschlängeln. Im Hintergrund hängt ein großes Banner mit dem Logo der Band, welche bereits voll in ihrem Element ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40268" aria-describedby="caption-attachment-40268" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40268 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40268" class="wp-caption-text">Die Beschwörerin: RIKKE von KONVENT. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Die <strong>Growls</strong> von <strong>Sängerin</strong> <strong>RIKKE </strong>(hatte ich erwähnt, dass <strong>KONVENT</strong> aus <strong>Dänemark</strong> stammen?) sind <strong>extrem rau und dunkel</strong>. Würde man die Augen schließen, man käme nie im Leben darauf, dass es eine Frau ist, die <strong>mit ihrem Gesang gerade sämtliche Seelen im Raum bindet</strong>. Eine Wahnsinnsstimme, die mich fesselt. Auch der Sound der Instrumente ist <strong>unfassbar eindringlich</strong>. Vielleicht sollte ich noch sagen, mit welchem Genre wir es hier zu tun haben: <strong>KONVENT</strong> spielen allerfeinsten <strong>Death-Doom-Metal</strong>. Nicht umsonst trägt Sängerin <strong>RIKKE</strong> ein <strong>CONAN</strong>-Longsleeve &#8211; die musikalischen Parallelen sind unverkennbar. Zum Ende des Konzert reißt sie noch einmal den Mikrophonständer wie eine <strong>Trophäe</strong> in die Höhe. Eine Trophäe, welche die Band mehr als verdient hat. Was für ein geiler Auftritt!</p>
<h3>Jahr mit Sommer</h3>
<p>Es wurden für das <strong>RAGNARÖK 2022</strong> zwei Bands beziehungsweise Künstler angekündigt, bei denen ich mir von Anfang an gesagt habe: <strong>&#8222;Da möchtest du ganz vorne stehen!&#8220;</strong> Auch wenn man hierfür in Kauf nehmen muss, etwas länger vor der Bühne zu campieren. Und einer dieser Auftritte ist nun gekommen: <strong>KARG</strong> <strong>gibt sich die Ehre!</strong> Vielen in erster Linie als Sänger von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> bekannt, betreibt er doch schon länger sein <strong>Soloprojekt</strong> und liefert uns seit 15 Jahren zuverlässig eine Mischung aus <strong>Ambient- und Post-Black-Metal</strong>. Für die Liveauftritte hat er eine tatkräftige Band am Start, die in diesem Moment beginnen, mir und den zahlreichen anderen Zuhörern ordentlich was auf die Ohren zu geben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40270" aria-describedby="caption-attachment-40270" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40270 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40270" class="wp-caption-text">Der Mann hinter KARG. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Da den Songs von <strong>KARG </strong>stets eine <strong>ausgeprägte Vielschichtigkeit</strong> innewohnt, ist der <strong>Sound leider etwas schwammig</strong> und die einzelnen Gitarrenspuren nicht immer so gut herauszuhören. Nichtsdestotrotz kommt die Melodiegewalt der Lieder sehr gut an. <strong>Sänger J.J.</strong> derweil hat, wie bisher bei allen Live-Auftritten, die ich von ihm gesehen habe, keine Ruhe. Er läuft wie immer kreuz und quer auf der Bühne hin und her.</p>
<p>Anscheinend muss er wohl auch einmal bei der Bühne nebenan vorbeigeschaut, oder zumindest -gebrüllt haben, da diese im Begriff war, <strong>noch während des Auftritts von KARG bereits den Soundcheck für die nächste Band zu starten</strong>. Das ist natürlich extrem nervig. Ich persönlich bekomme das vor lauter Haaren im Gesicht gar nicht mit, aber es wird mir später von verschiedenen Seiten berichtet. Aus dem Tritt bringt der Vorfall <strong>J.J.</strong> jedenfalls nicht. Mit höchster Aufmerksamkeit ziehen er und seine Band die Show durch und servieren uns <strong>als letzten Song auch noch ein besonderes Schmankerl</strong>: <em>&#8222;Jahr ohne Sommer&#8220;</em>. Oh, wie ich dieses Lied liebe. Allein es endlich einmal live zu hören, war die Warterei vor dem Auftritt wert. Aber bevor ich mich weiter in <strong>Schwärmereien</strong> ergehe, schnell weiter zur nächsten Band!</p>
<h3>Übersteuert</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40272" aria-describedby="caption-attachment-40272" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40272 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40272" class="wp-caption-text">Der galante Geiger von SAOR. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Das sind in diesem Fall die <strong>Schotten</strong> von <strong>SAOR</strong>. Wie bei <strong>KARG</strong> handelt es sich hier ebenfalls um das <strong>Soloprojekt</strong> eines Künstlers, der nur zwecks Live-Auftritten weitere Bandmitglieder engagiert. Auch <strong>SAOR</strong> habe ich in der Vergangenheit bereits live gesehen, war aber nicht ganz überzeugt. Wobei das nicht per se an der Musik liegt, im Gegenteil, die finde ich klasse. Aber soundtechnisch ist sie<strong> live einfach schwer wiederzugeben</strong>. Und zwar spielen <strong>SAOR</strong>&nbsp;<strong>atmosphärischen Folk-/Black-Metal</strong> und haben neben zwei Gitarren auch noch eine <strong>Geige</strong> am Start. Zusätzlich werden gerne <strong>Flötentöne</strong> eingespielt. Es ist einfach extrem schwer, das alles gescheit abzumischen.</p>
<p>Und so passiert auch heute das, was ich schon bei vergangenen Auftritten erlebt habe: <strong>Der Sound übersteuert und wird matschig.</strong> Och manno. Dabei machen <strong>SAOR</strong> echt Stimmung auf der Bühne, und das Konzert ist auch gut besucht. Aber die Akustik müsste einfach um Längen besser sein, um der Brillanz der Lieder gerecht zu werden. Wenigstens die <strong>Songauswahl kann mich begeistern</strong>, als letztes Lied wird nämlich <em>&#8222;Tears of a Nation&#8220;</em> vom Album &#8222;Guardians&#8220; (2016) angestimmt. <strong>Der Kraft dieser Melodie kann kein Lautsprecher der Welt etwas anhaben!</strong> Auf das Konzert gesehen zwar nur ein schwacher Trost, aber immerhin.</p>
<p>So, jetzt aber hurtig nach draußen! Im Vorbeigehen noch einen <strong>leckeren Barbarenspieß</strong> geschnappt und dann nichts wie hin zu Ticketcontainer und -Zelt vor dem Infield. Schließlich möchte mein <strong>Co-Autor</strong> ja gebührend in Empfang genommen werden, um sich erstmal erzählen zu lassen, was er vom Festival schon alles verpasst hat. <em><strong>Miiich</strong></em>, wo bleibst du?</p>
<h2><strong>Die Ankunft<br />
</strong></h2>
<p><em>Mich: </em><strong>Hallo, ich bin der Mich und während alldem war ich noch gar nicht da.</strong> Stattdessen brauste ich über Straßen und Wälder, Wiesen und Felder, fünf Stunden <strong>mit lauter Musik und lauterer Vorfreude</strong> von der Arbeit her aufs Wochenende zu, hoffend – nein, wissend! – dass es sich lohnen würde. &nbsp;</p>
<p>Ich komme an. Kein Parkplatz mehr weit und breit. Beide Parking-Areale voll. Zum Glück habe ich <strong>nette Mitcamper</strong>, die schon gestern auf dem Campingground Wurzeln und Heringe geschlagen haben, und die sich im angetrunkenen Zustand relativ leicht dazu überreden lassen, meinen ganzen Kram schon mal reinzubringen, während ich auf der Suche nach einer Bleibe für meine vier Räder durch die Gegend gurke. Nach zwanzig Minuten dann die Erlösung: <strong>Auf den guten alten Aldi-Parkplatz ist immer Verlass</strong>, und ja, das hätte mir auch früher einfallen können. Aber das Schicksal hat mich scheinbar zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort geführt. Denn ein bärtiger Mensch namens Alex, den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, verhindert erstmal, dass ich in die komplett falsche Richtung laufe (<strong>„Festival ist da lang!“</strong>) und schenkt mir dann auch noch ein <strong>lauwarmes Dosenbier</strong> aus den Innentaschen seiner Kutte („Bier?“). <strong>Ich werde dich nie vergessen, Alex. &nbsp;</strong></p>
<h3>Der barmherzige Sanitäter</h3>
<p>Beim Festivaleingang angekommen, erwarten mich bereits Merlin samt hauseigenem Alex, sowie ein Coronatest-Zelt, das in der Sekunde meiner Ankunft (20:01) zusammengeklappt, aufgerollt und weggetragen wird. <strong>Öhm, und jetzt?</strong> Ohne negativen Test kein Ragnarök, und natürlich habe ich zuhause sowas von nicht daran gedacht, mich darum zu kümmern. Bevor ich mich aber auf die fünfstündige Heimreise machen muss, erbarmt sich einer der Sanitäter, mir einen <strong>Last-Minute-Coronatest</strong> zu gestatten. Das Resultat ist negativ (puh), meine <strong>Stimmung nun aber definitiv positiv</strong>. Auf dem Camp erwartet mich die nächste Überraschung: Mein Zelt steht, meine Luftmatratze ist aufgepumpt und sogar meinen Schlafsack hat man fein säuberlich darauf ausgerollt. Ein kleines Tränchen rollt mir die linke Wange hinunter, während ich mich auf den Weg zu meinem ersten Konzert mache. &nbsp;</p>
<h3>Sie sind nicht tot zu kriegen</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40274" aria-describedby="caption-attachment-40274" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40274 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40274" class="wp-caption-text">Wuuuh! Wochenende!! (DARK FORTRESS.) (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Dem grandiosen und überhaupt nicht verplanten Aufschlagen von <em><strong>Mich</strong></em> folgt der Auftritt von einem <strong>Urgestein des deutschen Melodic-/ Progressive-Black-Metal</strong>. <strong>DARK FORTRESS</strong>! Ihr erstes Demo &#8222;The Rebirth of the Dark Age&#8220; erschien im Jahre 1996, seitdem hat die Band aus Landshut in Niederbayern acht Alben veröffentlicht, das neueste erst 2020. Sie sind also noch aktiv und haben neben Klassikern auch <strong>frisches Material</strong> mit zum <strong>RAGNARÖK</strong> gebracht! Was dabei natürlich nicht fehlen darf, ist ihr seit jeher gehegtes und gepflegtes, <strong>fein gezeichnetes Corpsepaint &#8211; quasi der &#8222;signature look&#8220;</strong> von <strong>DARK FORTRESS</strong>.</p>
<p>Musikalisch wandeln die Bleichgesichter auf den Spuren von <strong>SATYRICON</strong>, <strong>EMPEROR</strong> und <strong>MORBID ANGEL</strong>, gespickt mit ein bisschen <strong>OPETH</strong>. Das höre ich mir doch gerne an, vor allem live, wo die <strong>blast beats</strong> so richtig ballern. In der Menschenmenge <strong>vor der Bühne</strong> <strong>fliegen die Haare</strong> und es nicken die Köpfe. <strong>DARK FORTRESS </strong>sind roh und laut, aber eben auch melodisch unterwegs. Das macht ihren Auftritt zu einem energischen und gleichzeitig angenehmen Erlebnis. <strong>Ich schiele allerdings bereits zur linken Bühne</strong>, zu der es mich unaufhaltsam hinzieht, um bei der nächsten Band in vorderster Reihe stehen zu können. Na, wen möchte ich wohl auf keinen Fall verpassen?</p>
<h2><strong>Die Kirsche auf der Sahnetorte</strong></h2>
<p><strong>DARK TRANQUILLITY</strong> natürlich! Wie habe ich mich auf diesen Auftritt gefreut, wie habe ich darauf hingefiebert. Und das, obwohl ich auch <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> schon mehrfach live gesehen habe (unter anderem auf dem <strong>RAGNARÖK 2018</strong>). Aber daher weiß ich auch, dass sie <strong>live einfach Stimmung machen</strong>, und wie! Natürlich kommt mir auch zugute, dass ich fast jeden Song kenne, den sie spielen. Gut, sie haben ein paar <strong>Klassiker</strong>, die halt irgendwie immer auf der Setlist stehen: <em>&#8222;Therein&#8220;</em>, <em>&#8222;Lost in Apathy&#8220;</em> und als letzten Song, wie könnte es anders sein, <em>&#8222;Misery&#8217;s Crown&#8220;</em>. Aber die <strong>Schweden</strong> geben auch einige Songs aus ihren letzten beiden Alben &#8222;Atoma&#8220; (2016) und &#8222;Moment&#8220; (2020) zum Besten. Die Auftritte von <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> leben allerdings auch, das muss mal gesagt sein, von dem <strong>ausgelassenen Temperament der ganzen Band</strong>. Während der Bassist und die Gitarristen sich energische Duelle liefern, kommt Frontman und <strong>Sänger</strong> <strong>MIKAEL STANNE</strong> aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Dieser Typ hat eine Energie, das ist unfassbar.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40128" aria-describedby="caption-attachment-40128" style="width: 159px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40128 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-169x300.jpg 169w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-576x1024.jpg 576w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-750x1333.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433.jpg 816w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40128" class="wp-caption-text">Kenner erkennen ihn. DARK TRANQUILLITY in Szene gesetzt von Merlins Handykamera.</figcaption></figure>
<p><strong>Und die Energie färbt ab:</strong> Der junge Mann neben mir, groß und stämmig von Statur, <strong>lässt seine welligen Haare fliegen</strong> und wippt mit in einer derartigen Frequenz vor und zurück, dass er dem <strong>Moshpit</strong> hinter uns glatt den Rang abläuft. Apropos der Moshpit hinter uns&#8230; ich hatte vor lauter Corona <strong>schon ganz vergessen, wie es sich anfühlt, wenn einem regelmäßig und ungebremst Leute in den Rücken donnern</strong>. Da bleibt mir auch mal kurz die Luft weg. Aber das ist der Preis, den man zahlt, wenn man unbedingt vorne stehen möchte. Und irgendwie ist es ja auch schön, wenn <strong>der ganze Körper wieder erfüllt ist vom Festivalfeeling</strong> &#8211; inklusive Blessuren und platten Füßen.</p>
<p>Als sich das Konzert dem Ende neigt, hat sich der Pit dann auch etwas beruhigt und ich kann die neu gewonnene Freiheit meiner Lunge nutzen, um aus vollstem Herzen <em>&#8222;Misery&#8217;s Crown&#8220;</em> mitzugrölen. <strong>MIKAEL STANNE</strong>, der es sich ja bei keinem Live-Auftritt nehmen lässt, mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen, kommt auch dieses Mal <strong>zu uns auf die Absperrung geklettert</strong> und macht den letzten Song zu einer einzigen großen Party. Verdammt nochmal, was für ein geiles Konzert! Also ich bleibe dabei: <strong>DARK TRANQUILLITY live? Jederzeit und immer gerne wieder!</strong></p>
<h3>Rock&#8217;n&#8217;Roll und Blast Beats</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40276" aria-describedby="caption-attachment-40276" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40276 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40276" class="wp-caption-text">VREID rühren selbst die härtesten Metaller zu Tränen. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Und gleich zum Einstieg stehe ich einer norwegischen Legende gegenüber: <strong>VREID</strong>! Diese Band ist sozusagen der Phönix, der sich aus den eisigen Aschen von <strong>WINDIR </strong>erhoben hat. Einer Band, ohne die es ein Festival wie dieses wahrscheinlich gar nicht gäbe. Während letztere<strong> zu den großen Ahnen des Pagan und Viking Metal</strong> gehörten, wurde mir aber zugeflüstert, ihre jetzige Reinkarnation wandere bisweilen in <strong>rockigeren Gefilden</strong> umher. Falsch ist das nicht – der ein oder andere Song des Abends lehnt sich mit mächtigen Gitarrensoli und stampfenden Beats stark in genannte Musikrichtung hinein, und auch das <strong>ROLLING-STONES</strong>-Cover <em>„Paint It Black“ </em>lässt keine Zweifel am gewollt erschaffenen Brückenschlag übrig. Doch aus den repetitiven Riffs, den schmerzerfüllten Schreien und den brechenden Blast Beats der meisten Eigenkompositionen sickert eine ebenso große Portion schwarzer Energie heraus und macht den alten Sagen alle Ehre. Als dann irgendwann mit <em>„The Spiritlord“</em> ein waschechtes <strong>WINDIR</strong>-Cover angestimmt wird, erkennt man schnell, wer nur deswegen hier ist. Es wehen die Mähnen im Publikum, und wenn ich mich nicht komplett versehe, glitzert zwischendurch sogar <strong>die eine oder andere Träne</strong> im kaltblauen Aufleuchten der Scheinwerfer. &nbsp;</p>
<p>Die Bass Drum ballert bei dem ganzen Erlebnis aber etwas zu sehr, so dass ich als eben erst Angekommener über Melodienspiel und Feinheiten in der Saitenführung nicht sonderlich viel zu berichten habe. Die generelle Atmosphäre aber ist da – und weiß auch mitzureißen, wer noch nicht im Voraus mit den Liedern bekannt war. &nbsp;</p>
<h2>Neue Vocals, neues Glück?</h2>
<p>Der Tag ist gekommen, an dem ich die finnischen Folkfreunde von <strong>ENSIFERUM</strong> zum ersten Mal mit ihrem neuen Clean-Sänger erleben darf! Und ich muss sagen, dass mir seine Stimme live ein gutes Stück weniger auf die Nerven geht als auf Platte. Obwohl ich eigentlich auch ein Freund von Power Metal bin und der Mann definitiv etwas auf dem Kasten hat, hat es bisher zwischen seinen Stimmbändern und meinem Trommelfell <strong>noch nicht wirklich klick</strong> gemacht. Höchstens gequietscht. Zumindest aber bei diesem Live-Auftritt sind seine Vocals nicht so sehr im Vordergrund, dass sie mich stören würden. Ich würde sogar behaupten, sie führen hier eine angenehme Symbiose mit dem generellen musikalischen Erzeugnissen der Band. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40278" aria-describedby="caption-attachment-40278" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40278 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40278" class="wp-caption-text">Zwischen diesen beiden Bildern&#8230; (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Los geht’s mit zwei neuen Tracks, bevor sich quer durch die Discographie gedudelt wird. <em>„One More Magic Potion“</em>, <em>„Token Of Time“ </em>und <em>„In My Sword I Trust“</em> sind nur einige der erfreulichen Häppchen, die den Zuhörern heute kredenzt werden. Leider scheitert die musikalische Gourmetreise aber erstmal an einem ungenießbaren Soundgewand! In den ersten paar Minuten besitzt die Bass Drum so viel Durchschlag, dass kaum etwas anderes überhaupt noch im Inneren meines Schädels ankommt. <strong>Aber nicht mit mir, ich bin doch ein Profi!</strong> Ich verwende meine geheime Technik, die da lautet: Man bewege sich zum Mischpult, denn von da aus mischen die Mischer, also ist der Sound an der Stelle im Saal meistens gut gemischt. <strong>Und hey, es klappt!</strong> Einigermaßen. Die Drums sind (trotz besserem Soundpegel) auch hier so laut, dass es mir ohne Ohrenschutz die Hirnflüssigkeit aus den Gehörgängen pustet, während ich mit Ohrenschutz Schwierigkeiten habe, zwischen dumpfem Wummern überhaupt einen Ton von Gitarre oder Keyboard zu erhaschen. Ich verkehre also abwechselnd so lange ungeschützt mit der Musik, bis es anfängt wehzutun, und gebe mir dann zum Runterkommen wieder ein paar Minuten unverständliches Gewummer. <strong>Wie gesagt, ich bin ein Profi.</strong> (Aber mal ehrlich: Es ist nicht zu empfehlen. Macht das nicht zuhause nach.) &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40280" aria-describedby="caption-attachment-40280" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40280 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40280" class="wp-caption-text">&#8230;liegen keine 2 Sekunden. ENSIFERUM! (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Was ihr aber gerne zuhause nachmachen könnt, ist der <strong>riesige, nie enden wollende Moshpit</strong>, der da in der Mitte des Raumes so konstant am Steilgehen ist. Und ich meine richtig am Steilgehen. Scheinbar sind bei Weitem nicht alle im Raum so mimosenhaft unterwegs wie ich gerade: Die mal treibenden, mal fröhlichen Melodien und Beats lassen das feiernde Volk die Füße schwingen und die Beine benutzen, <strong>die Freunde schubsen und die Nachbarn durch die Gegend werfen</strong>. Das Konzert ist für viele hier eine einzige große Fete. Und für mich dann spätestens auch, als gegen Ende der Spielzeit <em>„Lai Lai Hei“</em> angestimmt wird. In dem Moment wird plötzlich mir klar, dass es doch sehr schön ist, <strong>ENSIFERUM </strong>mal wieder vor mir auf der Bühne zu haben.&nbsp;</p>
<h3>Der letzte macht das Licht aus?<em><br />
</em></h3>
<p><em>Merlin:</em> Sie sind die letzte Band des Abends und zugegebenermaßen ist nach bei mir nach der Eskalation bei <strong>ENSIFERUM</strong> die Luft auch raus. Aber <strong>GOD DETHRONED</strong> möchte ich dann doch nicht verpassen. Schließlich habe ich die <strong>Blackened-Death-Metaller</strong> aus den <strong>Niederlanden</strong> noch nie live gesehen. Da ich nichtsdestotrotz ziemlich alle bin, beschließe ich, mir ihren Auftritt von der Tribüne aus anzusehen. Es zeigt sich schnell: <strong>Trotz der späten Stunde haben die Jungs noch bock</strong>, aber so richtig! Der <strong>Sound ist so brachial, dass sogar die Tribüne vibriert</strong>, ja fast zu wackeln scheint. Das weiße Instrument des Bassisten leuchtet im Licht der sich überschlagenden Scheinwerfer, das große schwarze Kreuz darauf ein Manifest dagegen. Auf seiner Klamotte dreht sich das Farbschema um: Die Kutte schwarz wie Ebenholz, das Kreuz darauf weiß wie Schnee. <strong>Fehlt nur noch das Blut.</strong> Sänger und Bandgründer <b>HENRI SATTLER </b>derweil hat die beste Laune und <strong>befeuert die letzten Reserven</strong> im augenscheinlich ganz schön mitgenommenen Publikum. Vielleicht 100 Leute hören und schauen aktiv zu, <strong>der Rest hängt mehr oder weniger lebendig auf einer der Tribünenstufen oder schwankt orientierungslos durch die Halle</strong>. Die Kraft ist einfach raus für heute. Aber <strong>GOD DETHRONED&nbsp;</strong>ziehen durch und liefern dem <strong>RAGNARÖK</strong> eine energiegeladene und auch <strong>musikalisch gesehen absolut geile Show</strong> ab. Da kann man schonmal klatschen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40282" aria-describedby="caption-attachment-40282" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40282 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40282" class="wp-caption-text">GOD DETHRONED. Die Qualität ihres Auftritts übertrifft die des Fotos um ganze Dimensionen.</figcaption></figure>
<p>So, jetzt bin ich aber auch feddich für heute. Nach so viel Input verspüre ich das dringende Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf. Glücklicherweise kommen unsere Campnachbarn nicht auf die Idee, jetzt noch <strong>die Kassierer oder die Cantina Band</strong> aufzudrehen, und so umhüllt uns eine festivaluntypische, aber von mir gerade sehr geschätzte Stille. So können sich die Gehörgänge etwas entspannen, bevor es dann morgen weitergeht mit der akustischen Penetration. Gute Nacht, bis dahin!</p>
<h2><strong>Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich! </strong></h2>
<p>Wie der Samstag aussah, erfahrt ihr alsbald in unserem <strong>RAGNARÖK-Bericht Teil 2</strong>! Ein großer Dank geht aber bereits an dieser Stelle an Martin Dannehl, dessen fantastische Fotos diesen Bericht illustrieren. Hier geht&#8217;s zu seiner Seite: <a href="https://www.maddin.org/">https://www.maddin.org/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2022-teil-1/">STÜRMISCHE ZEITEN &#8211; RAGNARÖK 2022 Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>RAGNARÖK 2022 &#8211; ES WIRD EIN FEST!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2022 16:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[afsky]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich! Es ist wieder soweit! Nachdem das Ragnarök coronabedingt zwei Jahre pausieren musste, ist das Festival im oberfränkischen Lichtenfels nun zurück und präsentiert uns ein attraktives Line-Up von Pagan über Melo-Death bis Black-Metal. Wo wann wie? Die Konzerte finden am Freitag (22. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2022-es-wird-ein-fest/">RAGNARÖK 2022 &#8211; ES WIRD EIN FEST!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich! Es ist wieder soweit! Nachdem das Ragnarök coronabedingt zwei Jahre pausieren musste, ist das Festival im oberfränkischen Lichtenfels nun zurück und präsentiert uns ein attraktives Line-Up von Pagan über Melo-Death bis Black-Metal.</p>
<h2>Wo wann wie?</h2>
<p>Die Konzerte finden am Freitag (22. April) und Samstag (23. April) statt, anreisen kann man aber bereits am Donnerstag, denn da winkt Abends auch noch eine Warm-Up-Party. Wenn ihr dagegen feststellt, dass euch eigentlich nur die Bands am Freitag ODER am Samstag interessieren, könnt ihr für den jeweiligen Tag auch einfach ein Tagesticket erwerben. Als Besucher hat man natürlich die Möglichkeit, mit Caravan oder Zelt anzureisen, wer aber definitiv nicht frieren möchte, der sollte sich ein Ticket (Kosten: 13,50 Euro) für die Schlafhalle vor Ort sichern. Achtung: Im Festivalticket ist der Zugang zum Campingplatz nicht inklusive, auch hier muss für 9 Euro ein extra Ticket dazugebucht werden.</p>
<h2>Und wer überhaupt?</h2>
<p>Aber die mitunter wichtigste Frage ist noch offen: Welche Bands spielen denn jetzt eigentlich auf dem Ragnarök 2022?! Fangen wir gleich mit den ganz großen Namen an: <strong>ENSIFERUM</strong> und <strong>ELUVEITIE</strong> geben jeweils den Headliner. Hammer! Und wem das noch nicht genug Folk und Pagan ist, der darf sich gerne auch bei <strong>SAOR</strong>, <strong>SKILTRON</strong> und <strong>MOONSORROW</strong> vor die Bühne stellen. Für die Black-Metal-Fans wird aber auch einiges geboten. So werden sich nämlich keine Geringeren als <strong>MAYHEM</strong>, <strong>DARK</strong> <strong>FORTRESS</strong> und <strong>GEHENNA</strong> die Ehre geben! Und wer es etwas weniger roh und dafür melodischer mag, für den stehen <strong>KARG</strong> und <strong>AFSKY</strong> in den Startlöchern. Apropos melodisch &#8211; es hat Tradition, dass auf dem Ragnarök zwischen den zahlreichen Pagan-, Folk- und Black-Vertretern auch immer eine Melodic-Death-Metal Band am Start ist. In diesem Fall sind das, ich könnte nicht glücklicher sein: <strong>DARK</strong> <strong>TRANQUILLITY</strong>! Auf den Auftritt der Schweden, die übrigens gerade mit <strong>ENSIFERUM</strong> auf Europatour sind, freue ich mich mit am meisten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-39855 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Neben den zahlreichen Konzerten wird es auf dem Festivalgelände außerdem einen Metal Markt mit diversen Verkaufsstände und natürlich einen Metausschank geben. Kurzum, das Ragnarök Festival verspricht eine einzige wikingerblutgetränkte, Odin geweihte Party zu werden! Aber einen Wermutstropfen gibt es dann doch: <strong>WOLFCHANT</strong> mussten ihren Auftritt aufgrund zeitlicher Komplikationen leider absagen. Vielleicht sind sie dafür ja nächstes Jahr dabei?</p>
<p>Freunde der Götter: Wenn ihr jetzt so richtig bock aufs Ragnarök bekommen habt, Obacht, heute könnt ihr noch Hardtickets bestellen! Ansonsten sind Online Tickets bis zum 20. April verfügbar und wenn das Festival dann noch nicht ausverkauft ist, gibt&#8217;s vor Ort auch noch Tickets an der Abendkasse. Also los, los, an die Karten! Packt eure Trinkhörner und Felle ein, wir sehen uns nächste Woche in Lichtenfels bei der furiosen Wiederauferstehung des Ragnarök!</p>
<p style="text-align: center;">Wann? 21.-23. April<br />
Wo? 96215 Lichtenfels<br />
Tickets?&nbsp;<a href="https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/">https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2022-es-wird-ein-fest/">RAGNARÖK 2022 &#8211; ES WIRD EIN FEST!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>VANAHEIM &#8211; Die Goldene Ära Lebt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 10:19:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bombastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Een Verloren Verhaal]]></category>
		<category><![CDATA[Ensiferum]]></category>
		<category><![CDATA[Episch]]></category>
		<category><![CDATA[Equilibrium]]></category>
		<category><![CDATA[Finntroll]]></category>
		<category><![CDATA[Finsterforst]]></category>
		<category><![CDATA[Folk Metal]]></category>
		<category><![CDATA[HEIDEVOLK]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Vanaheim]]></category>
		<category><![CDATA[wintersun]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal muss man auch die kleinen schönen Dinge feiern... So wie es MICH mit VANAHEIM macht heute...<br />
Rundes Stück Musik und sicher eines, das im Ohr bleibt! Warum?!<br />
Lies selbst:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/vanaheim-die-goldene-aera-lebt/">VANAHEIM &#8211; Die Goldene Ära Lebt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">VANAHEIM – “EEN VERLOREN VERHAAL”</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 04.02.2022<br />
<strong>Länge:</strong> 43 Min. 2 Sek.<br />
<strong>Label:&nbsp;</strong>Independant<br />
<strong>Genre:</strong> Folk/Pagan Metal</p>
<p></div></div></div>
<p>Ehrlich gesagt hatte mich bereits seit langem damit abgefunden, dass die <strong>goldene Folk-Metal-Ära zu Ende</strong> ist. Dass die Energie und Frische der 2000er und frühen 2010er endgültig unter totem Holz begraben liegt und nur noch schöne Erinnerung und Relikt vergangener Tage bleibt. Mit jeder neuen Release jener großen Bands, die diese Zeit und ihren Geist geformt haben, wurde mir ein Stück weit klarer, dass es kein Zurück mehr gibt – während einige vergeblich versuchten, ihren legendären Werken ebenbürtige Nachfolger entgegenzustellen, trieb es die anderen in neue musikalische Richtungen. Was ich sagen möchte: An die Epik dieser musikalischen Subperiode ist meines Erachtens kaum ein Album der letzten sieben bis acht Jahre mehr herangekommen.</p>
<h2>Bis zum vierten Februar 2022.</h2>
<p>Plötzlich halten uns <strong>VANAHEIM</strong> ihr erstes volles Werk ins Gesicht – und es ist alles, was ich in all den Jahren vermisst habe. Ein schnelles, glorreich überladenes, mitreißendes Folk-Metal-Album, ein <strong>Prachtstück der Bombastik</strong> und ein erhabenes Exemplar an Songwriting, wie nur alle paar Jahre mal irgendwo eines erscheint. Die Orchestrierungen auf „Een Verloren Verhaal“ erheben sich in Gefilde der Epik und Finesse, die sich auf einem Level mit denen von Bands wie <b>WINTERSUN </b>oder <b>EQUILIBRIUM </b>in den besten Jahren befinden.</p>
<p>Soll heißen: Ausgebaute Soundkulissen voll mit Chören, Flöten, Klavier, Kehlkopfgesängen, Percussion und vielem mehr &#8211; sowie hier neben der Metal-Fraktion einem Akkordeon in der Hauptrolle. Mal dramatisch und drohend, mal upbeat und erbaulich, mal massiv, mal ruhig und schön, so nimmt &#8222;Een Verloren Verhaal&#8220; den Zuhörer in 43 Minuten mit auf eine <strong>turbulente Reise durch eine großartige Vielfalt an Gefühlswelten und musikalischen Landschaften</strong>. Dabei sind die Liedstrukturen so interessant, die Melodien und Harmonien so abwechslungsreich und ausgefeilt, dass sich auch nach zehnmaligem Hören noch Überraschungen an jeder Ecke verstecken.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="VANAHEIM - Reuzenspraak (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/hUZ7glnLw2E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich habe noch kein Album gehört, auf dem so gekonnt all die großen und wichtigen Folk-Metal-Einflüsse der 2000er und 2010er miteinander verwoben sind, mit denen ich diese Musiksparte lieben gelernt haben. „Een Verloren Verhaal“ klingt wie das Werk eines Gelehrten, der all diese Musik gründlich studiert hat und geschickt an den richtigen Stellen daraus gelernt hat. Immer mal wieder weht über die epischen Klangwelten ein Hauch <strong>ENSIFERUM</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>WINTERSUN</strong>, <b>FINNTROLL </b>– sogar <b>FINSTERFORST </b>oder <strong>HEIDEVOLK</strong>, und kitzelt im Unterbewusstsein das Nostalgieorgan. Und das alles, während die Band ihren eigenen Stil hält und nichts davon so klingt, als wäre es schon mal dagewesen. Hinzu kommt eine hochprofessionelle, ebenso klare wie druckvolle Soundproduktion.</p>
<h2><strong>Und das ist ein Debut-Album?</strong></h2>
<p>An dieser Stelle würde ich normalerweise meine negativen Kritikpunkte zur Release anführen, aber ich weiß diesmal tatsächlich keinen einzigen. „Een Verloren Verhaal“ ist eine der besten Folk-Metal-Releases, die mir in den letzten zehn Jahren untergekommen sind – und somit alles, wonach ich seit langer Zeit gefiebert habe. Großartig! <strong>Ich verneige mich in Ehrfurcht.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>VERSENGOLD &#8211; Die Küstenkinder sind zurück</title>
		<link>https://silence-magazin.de/versengold-die-kuestenkinder-sind-zurueck/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=versengold-die-kuestenkinder-sind-zurueck</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven F.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2022 09:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Folk Metal]]></category>
		<category><![CDATA[folk rock]]></category>
		<category><![CDATA[Versengold]]></category>
		<category><![CDATA[Was kost die Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"WAS KOST DIE WELT" ... wir denken, wegen COVID gibt's auf jeden Fall Rabatt!</p>
<p>Versengold haben sich dem Thema angenommen und in Albumform gepackt.<br />
Die Videos, unsere Bewertung und viel mehr Infos jetzt bei uns.</p>
<p>...<br />
...<br />
KLICKEN!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">VERSENGOLD &#8211; &#8222;Was kost die Welt&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 28.01.2022<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 49 Min.<br />
<strong>Label: Sony Music</strong><br />
<strong>Genre:</strong> Folk&nbsp; </div></div></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 28.01. ist es soweit! Wir kriegen die Antwort auf die Frage: &#8222;Was kost die Welt?&#8220; &#8211; denn dann bringen <strong>VERSENGOLD</strong> ihr gleichnamiges Album raus! Gefeiert wird das Ganze mit einem Online Release Stream Konzert am 29.01. Wie gewohnt übernimmt EVENTBRITE die Übertragung, immerhin haben sie mittlerweile reichlich Erfahrung mit den Streams der Bremer Jungs. Der Preis reicht wieder von 15€ bis 50€.</p>
<h3>Die Fakten</h3>
<p>Aber kommen wir doch gleich zum neuen Album. &#8222;Was kost die Welt&#8220; ist das 10. Studioalbum der Band <strong>VERSENGOLD</strong> und kommt, wie gewohnt, als Digipack und als limitierte Fanbox inklusive DVD raus. Enthalten sind 12 Tracks und produziert wurde das Album von <strong>Hannes Braun</strong>, besser bekannt als Frontmann der Band <strong>KISSIN‘ DYNAMITE</strong>.</p>
<h3>Märchen, Mythen und Folk</h3>
<p>Den Anfang des Albums macht der Titeltrack <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Was kost die Welt<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span>. </em>Auf witzige Art und Weise halten <strong>VERSENGOLD</strong> der Gesellschaft den Spiegel vor und zeigen, wie wir mit der Umwelt <strong>nicht</strong> umgehen sollten. Dies dürfte der poppigste Song auf dem Album sein, der auf Konzerten im Chorus viel Publikumsbeteiligung mit sich bringen dürfte.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Versengold - Was kost die Welt (Offizielles Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/D3hgfIL1J2E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Weiter gehts mit <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Hier kummp de Storm<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>. Für mich fühlt sich der Song an, als ob die Band von der <strong>Aufbruchstimmung</strong> singt, die wir letztes Jahr ein Stück weit verspüren durften, als kleine Konzerte möglich waren. Und wie der Titel vermuten lässt, ist der Track &#8222;<strong>up Platt</strong>&#8220; &#8211; also auf <strong>Plattdeutsch</strong> verfasst. Hier darf Flo wieder zeigen, was er an der Violine kann.</p>
<p>Von <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Bella schau (mit mir in die Sterne)<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>&nbsp;habe ich euch bereits letztes Jahr im <a href="https://silence-magazin.de/geschafft-versengold-endlich-im-stadion/">Konzertbericht</a> aus der Barclaycard Arena in Hamburg erzählt. Dies ist eine lustige Sichtweise auf das Thema <strong>Horoskope</strong> und wie sich diese von Kultur zu Kultur unterscheiden. Aber es ist auch ein Liebeslied, im Refrain basierend auf der Melodie des alten <strong>Partisanenliedes</strong> <em>&#8222;Bella Ciao&#8220;. </em>Am auffälligsten dürfte das Akkordeon sein, welches wahrscheinlich zuletzt auf dem Album <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>Auf in den Wind<em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em> zum Einsatz kam. Der Song versprüht direkt mediterranes Flair.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Versengold - Bella schau (mit mir in die Sterne) (Offizielles Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/gM5K1vS-5AQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>In <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Windsbraut<span style="font-weight: 400;">&#8220;&nbsp;</span></em>besingt Malte die<strong> magische Wirkung</strong> einer <strong>mysteriösen</strong> <strong>Frau</strong> aus dem Meer, mit der er gerne davonziehen will. In dieser Ballade sehe ich einen Neuzugang für die &#8222;NACHT DER BALLADEN&#8220;, die <strong>VERSENGOLD</strong> immer wieder veranstalten. Eingeleitet wird der Song mit der Gitarre und Maltes Stimme. Erst nach und nach setzten die restlichen Instrumente ein und komplettieren damit den Klang des Liedes.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Versengold - Windsbraut (Offizielles Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/5-pOKTaVd2M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Hey Hanna<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>&nbsp;hebt die Stimmung dann wieder. Denn entgegen des gesungenen Textes vom tanzunfähigen Protagonisten lädt der Song genau dazu ein. Man möchte einfach vor Freude aufspringen und tanzen. Recht <strong>düster</strong> und fast schon metallastig geht es bei <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Die wilde Jagd<span style="font-weight: 400;">&#8220;&nbsp;</span></em>zu. Hier wird die mythologische Jagdgesellschaft besungen, die auf Seelenfang ausreitet und vor der man sich verstecken sollte, wenn man nicht ungewollt Teil von ihr werden will. Daher ist der &#8222;harte&#8220;, dunkle Sound sehr passend. Getrieben wird der Sound galoppartig von <strong>Schlagzeuger Shawn</strong>. Gesangstechnisch scheint <strong>Malte</strong> hier ein wenig aus seinem <b>RUMMELRACKE</b> Repertoire abzugreifen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Versengold - Die wilde Jagd (Offizielles Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/oSnuV_QmB-A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Im nachfolgenden Lied <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Augen auf und durch (Gibt nicht auf)<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>&nbsp;wird das Thema <strong>Depression</strong> und der Versuch, diese zu durchbrechen, passend melodisch von <strong>VERSENGOLD</strong> aufgearbeitet und ist dementsprechend etwas <strong>schwermütig</strong>. Während die Strophen recht melancholisch klingen, schreit <strong>Malte</strong> den Zuhörer zur Einleitung des Refrains regelrecht an, um einen selbst aus der <strong>Lethargie</strong> zu reißen. Wenn meine Interpretation richtig ist, könnte der Song für <strong>Kontroversen</strong> sorgen, da das Thema immer recht schwierig zu behandeln ist. Schnellere und fröhlichere Klänge werden wieder bei <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Der alte Rathenstein<span style="font-weight: 400;">&#8220;&nbsp;</span></em>angeschlagen. Die Legende um diesen <strong>trinksüchtigen Adligen</strong> stammt aus der<strong> Sächsischen Schweiz</strong> und handelt von einem Geist, der all jene heimsucht, die ihre alkoholischen Getränke nicht bis auf den letzten Tropfen leeren. Also immer schön runter mit dem Zeug!&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genauso schnell und fröhlich geht es beim&nbsp;<i>&#8222;</i></span><em>Kobold im Kopp<span style="font-weight: 400;">&#8220;&nbsp;</span></em>zu. Hier servieren uns&nbsp;<strong>VERSENGOLD </strong>in ihrer typischen Art einen weiteren Ohrwurm mit einem sehr witzigen Twist am Ende. <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span>Sternensee<span style="font-weight: 400;">&#8220;&nbsp;</span></em>kann ich mir als weitere Ergänzung im Programm der zuvor erwähnten &#8222;NACHT DER BALLADEN&#8220; vorstellen. Gerade im Refrain erinnert mich das Lied durch die Melodie und <strong>Maltes</strong> rauen <strong>Gesang</strong> ein wenig an <b>ROD STEWARTS</b>&#8218; <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Sailing<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>. In den ruhigen Passagen verpasst <strong>Dan</strong> mit seiner <strong>Gitarre</strong> dem Track stellenweise eine gewisse <strong>Lagerfeuer-Atmosphär</strong>e.</p>
<p>Mit <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Eis und Asche<span style="font-weight: 400;">&#8220;&nbsp;</span></em>erzählen die Jungs ihre Version der Sage vom <strong>Ascheweibchen</strong> <strong>zu Zittau</strong> aus dem Jahr <strong>1756</strong>. Für den Refrain hat man sich&nbsp;<strong>ANNIE HURDY GURDY </strong>als Gastsängerin geholt. Und sie hat nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihr Instrument, die Drehleier, mitgebracht. Ich mag den Song, der textlich einen düsteren Touch hat, aber sehr verspielt in der Melodie ist. Den Abschluss bildet passenderweise <em><span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em><em>Die letzte Runde<span style="font-weight: 400;">&#8222;</span></em>. Ein leicht melancholischer Song, der das Album komplettiert. Wie bei manch anderer <b>VERSENGOLD</b> Ballade beginnt der Song ruhig und nimmt dann zur Hälfte an Geschwindigkeit auf. Ich denke, dies ist eine Art zu zeigen, dass alles immer zwei Seiten hat. So kann man versuchen, etwas traurigem auch immer etwas fröhliches abzuringen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Versengold - Die Letzte Runde (Offizielles Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/BUzZGRP0btY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Hier geht es zur <a href="https://www.versengold.com/">Bandseite</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/versengold-die-kuestenkinder-sind-zurueck/">VERSENGOLD &#8211; Die Küstenkinder sind zurück</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2021 &#8211; WARUM LIEGT HIER EIGENTLICH STROH?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2021 11:41:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wölfe schlafen nie! Im Gegensatz zu den meisten anderen Festivals hat das Wolfszeit während der Pandemie immer stattgefunden. Dieses Jahr gab's dann also wieder harte Mucke und den einen oder anderen Regenguss in der gewohnten Location Crispendorf. Und welche Bilanz ziehen wir? Findet es heraus!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em><strong> Alle Jahre wieder</strong> kommen im Spätsommer die Wölfe zusammen, um gemeinsam ein Fest zu begehen: Das <strong>WOLFSZEIT</strong>. Nichts kann sie aufhalten! Mit Masken, Tests und Auflagen trotzen sie Corona, mit Kutte und Kapuze dem Regensturm, mit <strong>Bier, Met</strong> <strong>und Cocktails</strong> den frostigen Temperaturen. Das <strong>WOLFSZEIT 2021 </strong>war trotz Wind und Wetter eine wahre Freude, und wir berichten euch davon!</p>
<h2>Die Ankunft</h2>
<p><em>Mich:</em> Es ist Mittwoch, der 25.08.2021, und wir sind angekommen! Endlich wieder auf dem <strong>wundervollen Originalgelände</strong> inmitten des Crispendorfer Nadelwaldes, findet ab heute das <strong>WOLFSZEIT</strong>-Festival <strong>zum fünfzehnten Mal</strong> statt. Eisenbahnschienen, zerfallene Hütten, Tischtennistische aus kaputtem Beton und herumliegende Baumaterialien begrüßen die Frühangereisten zwischen vereinzelten Tannen und Birken in heimeligster Manier, während das Camp auf der einen Seite von einem schier endlos hohen Waldhang und auf der anderen von dichter Vegetation und einem vorbeifließenden Bach eingegrenzt wird.</p>
<p>Auch ist heute noch nichts von dem angekündigten Schlechtwetter zu vernehmen! Im Gegenteil – <strong>Angenehm wärmende Strahlen</strong> dringen durch die Blätter- und Nadelkronen und machen den Aufbau von Zelten und Pavillons zu leichter Arbeit; sowie den <strong>Verzehr des ersten billigen Dosenbiers</strong> zum erfrischendsten Hochgenuss. Allein von der parkeigenen Bimmelbahn Crispi ist nichts zu sehen außer leeren Gleisen und einem geschlossenen Bahnhof.</p>
<h2>Das Erwachen</h2>
<p>Nach erfolgreich durchzechter Nacht dämmert der Donnerstagmorgen dann mit erstem Regengeprassel und verdientem Kopfgebrumme. Noch hält sich das Wetter aber stabil genug, dass man gemütlich Zeit hat, unter dem Pavillon zu genesen. Wenn ich zurück an das frostige Schlammdesaster von letztem Jahr denke, bin ich dafür sehr dankbar. Plötzlich dröhnt ein <strong>massiver, basslastiger Wall aus Ton</strong> vom Festival-Infield ins Camp herüber und übertönt all die Zeltplatzmusik, die bisher aus billigen Bluetooth-Boxen die Szenerie dominierte. Es ist der erste Bühnensoundcheck, und hui! Wenn die Bands alle so gut klingen wie das, was uns da gerade in Form von <strong>VARG</strong>s Musik um die Ohren fliegt, dann wird das<strong> ein richtig erfolgreiches Festivalerlebnis</strong> – ob&#8217;s denn nun regnet oder nicht. Ein richtig klarer, drückender Bühnensound ist das Fundament, auf dem die wirklich guten Konzerterfahrungen aufbauen.</p>
<p>Als der Check nach einer halben Stunde vorbei ist, dröhnt plötzlich das nächste Geräusch durch Wald und Wiesen, und wirft ein weiteres Mal alle Halbeingepennten fast vom Campinghocker: Es ist die Hupe der Bimmelbahn.<strong> Crispi lebt!</strong> Es hat noch keine Band gespielt und der Tag grenzt schon an Perfektion.</p>
<h2>Das Ritual</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38338" aria-describedby="caption-attachment-38338" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38338 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210826_164259-min-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210826_164259-min-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210826_164259-min-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210826_164259-min-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210826_164259-min-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210826_164259-min.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38338" class="wp-caption-text">Das erste Ritual seit 2020</figcaption></figure>
<p>Nachdem sie aufgrund der ersten paar ordentlichen Regenschauer um fast eine Stunde verschoben werden musste, ist es nun an der Zeit für die Eröffnungszeremonie mit dem Schamanen <strong>VOENIX</strong>. Seit letztem <strong>WOLFSZEIT</strong> hat er dank Pandemie keine größeren Rituale durchführen können. Darum ist er heute mit Freuden wieder dabei, um <strong>die alten Götter anzurufen und die Geister des Waldes um Erlaubnis zu fragen, ihren geweihten Grund nutzen zu dürfen</strong>. Mit Rauch von Salbeiblättern und einer Handtrommel werden negative Energien jener Zuschauer vertrieben, die es wünschen; später wird dann jedem noch die Möglichkeit gegeben, das Methorn zu heben, um entweder einen Spruch an die Götter auszusprechen oder auch etwas Persönliches loszuwerden. Ironischerweise fällt in der Sekunde, in der der letzte Trommelschlag verhallt, auch schon wieder <strong>der nächste Regentropfen</strong> vom Himmel.</p>
<h2>Lasset die Spiele beginnen</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38366" aria-describedby="caption-attachment-38366" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38366 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Blodtake-3.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38366" class="wp-caption-text">BLODTAKE machen den Tag zur Nacht ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Zeit wird’s, dass wir <b>dem Wetter etwas entgegensetzen, und zwar harte Musik!</b> Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, als Opener, <b>BLODTAKE</b>. Ihr Rezept? Dunkle Outfits, rot-schwarze Schminke und hypnotisierende weiße Kontaktlinsen. Dazu Musik auf&#8217;s Fressbrett. Die Schwarzmetaller sind gekommen, um den Regen einfach wegzubrüllen. <b>Brachialer Black-Death, melodisch</b>, mit viiielen Growls. Wenn er doch mal kurz Pause hat, nutzt Sänger <b>SCATHER</b> sie, um die 30 bis 40 Mann anzuheizen, die sich trotz des ausgemachten Scheißwetters vor die Bühne getraut haben. &#8222;Zum Wohl, auf euch, prost!&#8220; – das lassen sich die meisten nicht zweimal sagen.</p>
<p>Trotz (oder wegen?) des Regens ist auch der <strong>S</strong><b>ound ziemlich gut</b>, nur mit dem Mikrophon gibt es kurz Probleme, die aber zum Glück rasch behoben werden können. Und so kann&nbsp;<b>SCATHER</b> abschließend noch einmal seiner Band wie auch den Zuhörern vor der Bühne verbal auf die Schulter klopfen: &#8222;Ihr seid alle nicht weggelaufen, <b>so scheiße kann’s nicht gewesen sein!</b>&#8220;</p>
<h3>Die Mumien</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38359" aria-describedby="caption-attachment-38359" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38359 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Maahes-2-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Maahes-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Maahes-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Maahes-2-1026x1536.jpg 1026w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Maahes-2-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Maahes-2.jpg 1102w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38359" class="wp-caption-text">Da fliegen die Fetzen: MAAHES ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> <strong>Wenn Monolithen und riesige Ankh-Kreuze das Bühnenbild zieren</strong> und in das Ebenbild eines ägyptischen Grabmals verwandeln, kann es sich nur um ein <strong>MAAHES</strong>-Konzert handeln. Mit bandagierten Gesichtern und schwarzen Umhängen treten die bayrischen Black-Metaller vor und legen nach wenigen Sekunden atmosphärischen Intros los: Mal klingen sie roh nach mittneunziger-<strong>MAYHEM</strong>, mal bricht hart die <strong>DIMMU-BORGIR</strong>-Epik aus ihnen heraus. Vor allem bei den Songs der 2016er-EP &#8222;Ancient Force&#8220; brettert auch auffällig der Thrash Metal mit, und so ergibt sich ein <strong>abwechslungsreiches, aber dennoch stimmiges Spektakel</strong> für schwärzeaffine Konzertgänger der heutigen Zeit. Highlight ist dabei die Stimme des Sängers: Alleszerfetzend stechen seine hellen Screams aus der Musik heraus und bleiben dabei immer kontrolliert und von hoher Energie.</p>
<p>Das Einzige, was mich (und scheinbar einige andere) ein bisschen irritiert, ist, dass sich so einige der Texte mit griechisch-mythologischen Themen zu befassen scheinen, während man bei der Aufmachung und dem Namen doch eher etwas in Richtung altägyptischer Symbolik erwarten könnte. Dieses kleine <strong>Flavor-Fail</strong> ist allerdings angesichts der großartigen musikalischen Leistung schnell vergessen und verziehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38347" aria-describedby="caption-attachment-38347" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38347 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210827_155543-2-min-300x225.png" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210827_155543-2-min-300x225.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210827_155543-2-min-1024x768.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210827_155543-2-min-1536x1152.png 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210827_155543-2-min-750x563.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210827_155543-2-min.png 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38347" class="wp-caption-text">Werft das Stroh den Wölfen zum Spaß vor!</figcaption></figure>
<p>Währenddessen werden von Mitarbeitern des Festivals haufenweise Strohballen aufs Infield geschleppt und dort am Boden verteilt. Wahrscheinlich, um kommenden Überschlammungen entgegenzuwirken – <strong>vorerst jedoch hat die Strohballschlacht begonnen</strong>.</p>
<h3><strong>Der Tanz im Regen</strong></h3>
<p><em>Merlin:</em> Ich bin ja auf Festivals immer <strong>ein großer Fan von Folk-Metal Bands</strong>, weil sie meist heitere Stimmung und gesunde Bewegung versprechen. Leider tut das Wetter sein Möglichstes, um alle Erwartungen zunichte zu machen. Und so müssen <strong>UKANOSE</strong> mit vereinten Kräften (sechs Mitglieder zählt die Band) gegen den schier unersättlichen Regen ansingen, während eine niedrige dreistellige Zahl an Zuhörern <strong>misstrauisch unter Kapuzen und Regenschirmen hervorlugt</strong>. Die junge litauische Band lässt sich aber nicht abschrecken, vor allem dem der kurzhaarige Bassist <strong>strahlt gegen den Niederschlag an, dass es eine Freude ist</strong>. Während er und seine Kollegen an den Instrumenten blaue Gewänder tragen, sind Sängerin und Sänger jeweils mit einer roten Robe ausgestattet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38363" aria-describedby="caption-attachment-38363" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38363 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Ukanose_D4_9063-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Ukanose_D4_9063-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Ukanose_D4_9063-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Ukanose_D4_9063-1024x1536.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Ukanose_D4_9063-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Ukanose_D4_9063.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38363" class="wp-caption-text">Das unbestreitbar großartigste Foto des Auftritts von UKANOSE ©Stefan Schuhmann</figcaption></figure>
<p>Die Musik von <strong>UKANOSE</strong>, was übersetzt übrigens so viel wie <strong>&#8222;im Nebel&#8220;</strong> bedeutet, ist zunächst eher ruhig als mitreißend, und ich befürchte bereits, dass die Folk-Metaller den Stimmungskampf gegen das Wetter verlieren werden. Doch dann spricht Sänger <strong>JOKUBAS</strong> die magischen Worte, die den Bann brechen: <strong>&#8222;The next song is about</strong> <strong>Schnaps!&#8220;</strong> Und ab da wird es großartig! Auf einmal ist der Bassist nicht mehr der Einzige mit guter Laune. In das Publikum kommt endlich Bewegung, es wird gehüpft, mitgewippt und die Haare geschüttelt. Sängerin <strong>GRETA</strong> zeigt ganz nebenbei, dass sie auch noch <strong>Querflöte </strong>spielen kann, und zum letzten Song <em>&#8222;Sena Patranka&#8220;</em> hakt sie sich bei <strong>JOKUBAS </strong>ein und <strong>beide hopsen im Kreis umeinander</strong>. Der Auftritt endet so freudig, dass ich gleich nach Verklingen der letzten Töne <strong>euphorisiert </strong>zum Merch-Stand stapfe, um mir das neuste Album der Band, &#8222;.​.​.​kai griaudėjo miškai​.​.​.&#8220;, auf CD zu kaufen. Auch wenn ich 15 Euro für vier Tracks, respektive 18 Minuten Spielzeit, doch etwas happig finde…</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38362" aria-describedby="caption-attachment-38362" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38362 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Thormesis-4-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Thormesis-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Thormesis-4-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Thormesis-4-1025x1536.jpg 1025w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Thormesis-4-750x1124.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Thormesis-4.jpg 1101w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38362" class="wp-caption-text">Meine Damen und Herren: THORMESIS! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach einer kurzen Pause (leider nicht vom Regen…) wird es nun Zeit für <strong>THORMESIS</strong>. Eine Band ganz ohne aufwändige Kostüme oder Schminke. Die Mittelfranken spielen klassischen <strong>Black-Metal gepaart mit Rock ’n’ Roll Elementen</strong>, was gut Zuhörer anzieht. Selbige trotzen ausgerüstet mit Regenjacken und -schirmen der Witterung, vereinzelt lässt sogar hier und da ein Unerschütterlicher <strong>die pudelnassen Haare fliegen</strong>. Ich muss ehrlich sagen: So mutig bin ich nicht. Ich suche mir lieber einen Unterschlupf unter dem größeren der beiden Fresszelte, um <strong>THORMESIS </strong>von dort zu lauschen. Selbige spielen ihr Set ohne größere Zwischenfälle souverän herunter, <strong>ohne dabei in Schlechtwettermanie zu verfallen</strong>. Ein harmonischer Auftritt, der aber bei besserem Wetter vermutlich noch mehr Spaß gemacht hätte. Denn dann hätte man zum melodischen Black &#8217;n&#8216; Roll mit Sicherheit ein Vielfaches an Haaren rotieren sehen – inklusive meinen.</p>
<h3>Die Ruhe vor dem Sturm</h3>
<p><em>Mich:</em> Aschfahl und mit trügerisch lauernder Ruhe liegt die Wolkendecke über der blau beleuchteten Bühne, als drei Männer mit tief im Gesicht hängenden Kapuzen aus der künstlichen Nebelwand hervortreten. Was nun folgt, lässt sich kaum mit einem anderen meiner diesjährigen Konzerterlebnisse vergleichen. <strong>Still und ruhig, geduldig und atmosphärisch</strong> legen sich die Klänge von <strong>FORNDOM</strong> wie ein weicher Saum über das Publikum. Die beiden äußeren Ritualisten bedienen mit großer Stete<strong> schamanisches Trommelwerk</strong>, während der Mann in der Mitte <strong>beschwörende Gesänge</strong> in die zunehmends schwärzer werdende Nacht hinausruft. Für zusätzliche Tiefe sorgen Aufnahmen obskurer Instrumente und stehender Keyboardtöne, die sich nahtlos in das Soundbild einbauen und die Menschen mit auf eine Reise in fremde Sphären nehmen. Ein schöner und beruhigender Moment, der kurzzeitig von der regendurchsetzten Black-Metal-Festivalathmosphäre abzulenken vermag.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38357" aria-describedby="caption-attachment-38357" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38357 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198-1536x1024.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Forndom_D_49198.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38357" class="wp-caption-text">FORNDOM oder Die Ruhe Selbst ©Stefan Schuhmann</figcaption></figure>
<p>Bloß gegen Mitte des Konzert bohrt sich auf einmal der ein oder andere Regentropfen durch diese Erfahrung innerer Stille hindurch und schlägt kalt auf Haut und Haargewirr auf, und <strong>der ein oder andere torkelnde Depp stört lallend und fallend die Harmonie des Augenblicks</strong>.</p>
<h3>Der Sturm</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38364" aria-describedby="caption-attachment-38364" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38364 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1-1536x1026.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-1.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38364" class="wp-caption-text">Im Duett vereint: FREKI und FYLGJA ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es folgt das Kontrastprogramm: <strong>VARG</strong> höchstselbst. Mit genau dem geilen Sound im Rücken, der schon heute Morgen beim Soundcheck ertönte, haben die Wölfe nun endlich die Möglichkeit, gebührend das (mittlerweile über ein Jahr alte) neue Album &#8222;Zeichen&#8220; auf der Bühne zu präsentieren. Man merkt auch dem Publikum den Drang an, sich der Energie der Musik hinzugeben und in der geballten Wucht dieser Erfahrung aufzugehen. <strong>Das Scheißwetter ist plötzlich scheißegal</strong>, und es herrscht große Bewegung in der Masse. Unterstützt wird die Band in einigen Songs nun außerdem von wohlklingendem weiblichem Gesang: <strong>FYLGJA</strong> wirkt heute auch in Liedern mit, in denen auf Platte ihre Stimme nicht zu hören ist. Das Ganze nicht selten in Form von<strong> theatralisch dargebotenen Duetten</strong> zwischen ihr und Leadsänger <strong>FREKI</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38365" aria-describedby="caption-attachment-38365" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38365 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Varg-2.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38365" class="wp-caption-text">The power, the pose, the presence ©Crow</figcaption></figure>
<p>Letzterer hat zudem anscheinend im Laufe der Jahre die Fähigkeit erworben, <strong>neben seinen altbekannten geschrienen Vocals nun auch tiefe Growls</strong> zu produzieren, die live richtig gut Wirkung zeigen. <strong>Highlights</strong> in der Setlist sind neben altbekannten Brechern wie <em>&#8222;Schwertzeit&#8220; </em>oder <em>&#8222;Blutaar&#8220;</em> für mich definitiv <em>&#8222;Wildes Heer&#8220; </em>und der epische neue Titeltrack <em>&#8222;Zeichen&#8220;</em>. Auch die paar technischen Problemchen, die sich während des Konzerts ergeben (zwei Lieder müssen neu begonnen werden und ein Licht will nicht funktionieren), können die Atmosphäre dieser Show nicht brechen.</p>
<h3>Die Panzerdivision</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38370" aria-describedby="caption-attachment-38370" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38370 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk-1.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38370" class="wp-caption-text">Ein Mann wie ein Tier: MORTUUS von MARDUK ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em><strong> Sie kommen gerne besoffen auf die Bühne</strong>, nehmen ihre Instrumente auseinander und hauen auch mal zwanzig Minuten vor Ende ihrer regulären Spielzeit von der Bühne ab: <strong>MARDUK</strong>. Den Schweden, die uns seit nunmehr 30 Jahren Mucke um die Ohren ballern, eilt ihr Ruf als rotzige und trotzige Black-Metaller voraus. <strong>Viele feiern sie, andere schütteln nur den Kopf.</strong> Aber erwartet werden sie, das kann man nicht anders sagen: Vor der Bühne tummelt sich eine ähnliche große Crowd wie zuvor bei <strong>VARG</strong>. Ob das wohl auch etwas damit zu tun hat, dass der Regen immer weniger wird und sich just mit Beginn des Konzerts vollständig verkrümelt? Dieser Umstand allerdings zwingt Sänger <strong>MORTUUS</strong> dazu, sich erstmal <strong>eine Flasche Wasser über den Kopf zu kippen, statt einfach den Kopf ins Freie zu halten</strong>. Dabei wirkt er doch relativ nüchtern…</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38371" aria-describedby="caption-attachment-38371" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38371 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658-1536x1024.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Marduk_D_49658.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38371" class="wp-caption-text">Der Himmel hat zu gehorchen ©Stefan Schuhmann</figcaption></figure>
<p>Nach der kurzen Erfrischung geht es dann aber auch zur Sache. Wir sind ja schon 20 Minuten über der Zeit. &#8222;Wolfszeeeit!&#8220; brüllt <strong>MORTUUS</strong>, und die Menge johlt zurück. Zu unbarmherzigen Schwarzmetallklängen wird gegrölt und geheadbangt, als gäbe es kein Morgen mehr. Songs wie <em>&#8222;Bleached Bones&#8220;</em> oder <em>&#8222;Materialized in Stone&#8220;</em> werden zum Besten gegeben, aber natürlich auch, worauf alle gewartet haben, nämlich <em>&#8222;Werwolf&#8220;</em> und natürlich <strong><em>&#8222;Frontschwein&#8220;</em></strong>. Das ist Auf-Die-Fresse-Black-Metal, das funktioniert.<strong> MARDUK</strong> geben sich sogar die Ehre und <strong>schöpfen ihre gesamte Spielzeit aus</strong>, ich bin überrascht! Um aber wenigstens einen Teil ihres Images zu wahren, rupft der Bassist nach dem letzten Ton endlich die Saiten aus seinem Instrument und schmeißt sie nebst Plektrum und Wasserflasche ins Publikum. &#8222;Das gibt wieder Ärger vom Management&#8220;, höre ich einen Zuschauer vor mir feixen. Und der Regen? Hat sich zu keiner einzigen Sekunde mehr her getraut. Als hätten ihn <strong>MARDUK</strong> einfach <strong>einmal böse angeguckt und gesagt &#8222;Nein.&#8220;</strong> Widerstand zwecklos.</p>
<p>Somit wäre der erste Konzerttag geschafft! Jetzt noch ein Gute-Nacht-Bier und dann aber hurtig in die Heia.</p>
<h2>Das Stroh</h2>
<p><em>Mich:</em> Der neue Morgen hat bereits ausgedämmert, als wir uns langsam wieder zu Bühne und Fressständen hinbewegen. Auf dem Infield liegt mittlerweile so viel Stroh rum, dass die Kleinsten unter den Besuchern bis zu den Knien darin versinken und <strong>die Verkatertsten sich zum Ausnüchtern ein Bett aus dem noch trockenen Getreidemüsli zusammengekehrt haben</strong>. (Ein Bett im Kornfeld, das ist immer frei&#8230;) Gestern hatte der alternative Bodenbelag in den feuchtesten Stunden so manchem Halt geboten, den es ansonsten auf schlammigem Grund rücklinks hingelegt und mit dem Kopf gegen die Biertischkante gedonnert hätte. Noch besteht die Hoffnung, dass das alles heute aber eher der Dekoration als dem Rutschschutz dienen wird. Beim Verfassen dieser Zeilen allerdings erscheinen dann wie auf Kommando auch schon die ersten Tröpfchen auf dem rissigen Bildschirm meines Mobiltelefons – und zwei Minuten später suche ich mit hunderten von Leidensgenossen unter dem Bierzelt Zuflucht vor der <strong>plötzlichen Sintflut</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38348" aria-describedby="caption-attachment-38348" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38348 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_131012-min-300x225.png" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_131012-min-300x225.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_131012-min-1024x768.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_131012-min-1536x1152.png 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_131012-min-750x563.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_131012-min.png 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38348" class="wp-caption-text">Zwischen diesen beiden Bildern&#8230;</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38337" aria-describedby="caption-attachment-38337" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38337 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_133601-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_133601-2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_133601-2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_133601-2-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_133601-2-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_133601-2.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38337" class="wp-caption-text">&#8230;liegen nicht mal 10 Minuten</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38351" aria-describedby="caption-attachment-38351" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38351 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Booetes-Void-4.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38351" class="wp-caption-text">BOÖTES VOID. Aber warum hat er eine Maske auf? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Unbekümmert von all dem Geschwafel über Regenschauer und Heupower wärmen als erste Band des Tages <strong>BO</strong><strong>ÖTES VOID</strong> vor (leider nun zum Großteil geflohener) Crowd die Bühne mit <strong>bitterkaltem Black Metal</strong> auf. Die Band trägt schwarz maskierte Visagen à la <strong>MG</strong><strong>ŁA</strong>, der Sänger zusätzlich noch Widderschädel und Knochenkette &#8211; dazu einen offenen schwarzen Mantel bis zum Boden und kein Oberteil. <strong>Da war doch irgendwas mit Stroh und einer Maske.</strong> Hm. Nee, ich komm nicht drauf.</p>
<h3>Die abgelieferte Galaxie</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38372" aria-describedby="caption-attachment-38372" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38372 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Deliver-the-Galaxy-10-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Deliver-the-Galaxy-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Deliver-the-Galaxy-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Deliver-the-Galaxy-10-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Deliver-the-Galaxy-10.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38372" class="wp-caption-text">DELIVER THE GALAXY: Per Ansager durch die Galaxis ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Beim nächsten Act dachte ich ob des Namens zuerst, es würde sich um eine Stoner- oder eine Core-Band handeln. Aber nein, <strong>DELIVER THE GALAXY</strong> haben sich vielmehr einem super nerdig klingenden Genre verschrieben, und ich rede nicht von Zwölftonmusik. Alle Star-Wars- und Enterprise-Fans einmal herhören, es geht um <strong>Sci-Fi-Metal</strong>! So zumindest die thematisch passende Beschreibung. Was musikalisch dahintersteckt, ist genaugenommen einfach <strong>Moderner Melodic-Death-Metal</strong>. Und das &#8222;Modern&#8220; möchte ich an dieser Stelle hervorheben, denn mit Klassikern wie <strong>IN FLAMES</strong> oder <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> hat die Musik der Kosmonauten recht wenig zu tun. Aber fangen wir doch am Anfang an, nämlich beim Soundcheck. Der glatzköpfige Sänger übt sich schonmal in Ansagen: <strong>&#8222;Eins, zwei, drei, vier, zählen kann der Typ!&#8220;</strong> Jup, kann ich soweit bestätigen. Und während ich noch über die zur Battleship-Uniform gehörigen Knieschoner des langhaarigen Gitarristen schmunzle, legt die Band auch schon los.</p>
<p>Die große Flagge im Hintergrund der Bühne zeigt das Cover des 2020 erschienenen Albums &#8222;The Journey&#8220;, und dieses bildet nun auch die Basis für das Konzert von <strong>DELIVER THE GALAXY</strong>. Es ist ein Konzeptalbum, das wie schon ihr erstes Werk &#8222;Project Earth&#8220; die Geschichte von <strong>NATHAM</strong> erzählt, der sich in der Galaxis gegen feindliche Mächte behaupten muss. <strong>Ganz schön abgespaced</strong>. Während der Regen weiter ungetrübt aufs Infield donnert, nimmt sich der Sänger zwischen zwei Songs die Zeit für eine Trinkpause. &#8222;Ich muss erstmal ’n Schluck nehmen, ist ja staubtrocken bei euch!&#8220; Ja… ich muss dann auch mal. Schließlich fährt nur noch heute die <strong>Bimmelbahn</strong>, und die wollen wir doch auf keinen Fall verpassen! Oder, Mich?</p>
<h2>Die Bimmelbahn</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38376" aria-describedby="caption-attachment-38376" style="width: 215px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38376 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/inCollage_20211005_140213775-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/inCollage_20211005_140213775-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/inCollage_20211005_140213775-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/inCollage_20211005_140213775-750x1000.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/inCollage_20211005_140213775.jpg 1088w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38376" class="wp-caption-text">Crispi lebt!</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> Ja, öhm, also das war aber ziemlich knapp jetzt!</strong> Alle überdachten Plätze sind natürlich in der Sekunde schon voll, in der wir noch mit uns selbst hadern, welches der Viererabteile wir denn nun zu dritt besetzen wollen. Somit bleibt am Ende nur noch eine Möglichkeit – und es ist eine, die uns definitiv keiner wegnimmt. Wir steigen im strömenden Regen in den letzten Wagen. <strong>Er hat kein Dach, ist nass und gerade dabei, nasser zu werden.</strong> Aber ich weiß, wo mein Camp ist und wo mein Handtuch hängt, und ich weiß zudem, dass die Bahn noch die Minute auf mich warten kann. Und so tuckern wir dann bald fröhlich los, mit zwei Regenschirmen über dem Kopf und zwei <strong>Handtüchern unter dem Arsch</strong>. Irgendwann chillt der verdammte Himmel dann auch endlich mal, und die zweite Hälfte der Runde könnte man schon fast als idyllisch bezeichnen. Immerhin sitzen die Menschen mit der <strong>fetten Musikbox</strong> und der beschissenen Musik (no offense, hab euch gern) ungefähr fünf Wägen weiter und wir bekommen gar nichts von ihnen mit. Mit der nächsten Bahn ist es dann auch schon Zeit für die nächste Band.</p>
<h3>Die brennende Kugel am Himmel</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38352" aria-describedby="caption-attachment-38352" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38352 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-11.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38352" class="wp-caption-text">Wo ist die Sonne? Daaa ist die Sonne! ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Warte, was ist das? Ist das etwa… nein, das kann nicht sein. Oder etwa doch? Fuck ja, das ist Sonne! <strong>SONNE!</strong> Ihr wisst schon, dieses warme runde Ding am Himmel, das wir seit Donnerstag nicht mehr zu Gesicht bekommen haben! Aber zu <strong>DALRIADA</strong> kommt es, Achtung Wortwitz, <strong>goldrichtig</strong>. Die Ungarn machen nämlich richtig Laune. Mit ihrer eigenen Mischung aus <strong>Metal und traditioneller Volksmusik</strong>, ebenfalls von Sänger und Sängerin vorgetragen, holen sie eine gute Zahl an Zuhörern ab, mehr noch als <strong>UKANOSE</strong> am Vortag. Haider munkeln ja, das könnte etwas mit dem Wetter zu tun haben… <strong>DALRIADA</strong> haben erst im April diesen Jahres ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Őszelő&#8220; veröffentlicht, und geben natürlich einige Songs daraus zum Besten, unter anderem die schwungvolle Hymne <em>&#8222;Rákóczi zászlaja&#8220;. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38367" aria-describedby="caption-attachment-38367" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38367 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-12-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-12-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-12-1025x1536.jpg 1025w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-12-750x1124.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Dalriada-12.jpg 1101w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38367" class="wp-caption-text">Ein Mann, eine Message: ANDRÁS von DALRIADA ©Crow</figcaption></figure>
<p>Sänger <strong>ANDRÁS</strong> versucht zudem, die Menge mit einer kleinen Inhaltsangabe zu begeistern: &#8222;Our next song is about drinking and fucking!&#8220;, ruft er ins Publikum. Keine Reaktion. <strong>&#8222;Come on… do you like drinking?&#8220;</strong> Vereinzeltes Johlen. &#8222;Do you like fucking?&#8220; Verschämtes Lachen hier und da. <strong>ANDRÁS </strong>schüttelt nur verständnislos den Kopf. Aber er gibt nicht auf: <strong>Eine Wall of Folk soll her!</strong> Die meisten Zuschauer reagieren zwar verhalten, aber eine Handvoll unerschrockener Gestalten findet sich dann doch, die, angeheizt von der Musik, aufeinander zustürmt und sich in einem <strong>kleinen, aber feinen Moshpit</strong> ergeht. Unter den Strahlen der unerwartet warmen Sonne wird gewippt, getanzt, geschupst und geheadbangt. Ein geradezu herzerwärmendes Bild nach all dem tristen Regen! Die melodischen-mitreißenden Folk-Klänge könnten gar nicht besser dazu passen. <strong>DALRIADA</strong> schaffen es in hervorragender Kooperation mit dem Wetter, die <strong>Festivallaune </strong>zurückzubringen. Da kann man schonmal klatschen!</p>
<h3>Der Schwarzwald lässt grüßen</h3>
<p><em>Mich:</em><strong> FIRTAN</strong> aus dem finsteren Forste fühlen sich wohl kaum irgendwo wohler als <strong>auf einer Bühne</strong> <strong>inmitten tiefen Nadelgehölzes</strong>. Und das merkt man! Sie sind hellwach und beehren uns mit einem sauberen und energetischen Set. Dabei kommen unterschiedliche Lieder unterschiedlich gut an: Gerade die komplexeren Tracks, die in der Ära nach dem ersten Full-Length-Album &#8222;Niedergang&#8220; entstanden sind, beschreibe ich immer gern als eine <strong>edle und stark durchdachte Kunst</strong>: Man muss sich erst in sie hineinarbeiten, hineinhören, und ihnen Zeit lassen, bis man sie wirklich in ihrer Komplexität verstehen und schätzen lernt. Das sind natürlich Faktoren, die dafür sorgen, dass es gerade in Live-Situationen keine Lieder sind, die man sich einfach mal so geben kann, wenn man die Band noch nicht oder nicht gut kennt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38356" aria-describedby="caption-attachment-38356" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38356 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Firtan-8-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Firtan-8-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Firtan-8-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Firtan-8-1025x1536.jpg 1025w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Firtan-8-750x1124.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Firtan-8.jpg 1101w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38356" class="wp-caption-text">Voller Stimmeinsatz: FIRTAN ©Crow</figcaption></figure>
<p>Dem entgegen stehen allerdings die <strong>eingängigen und nach vorne ziehenden Tracks der ersten EP und des ersten Albums</strong>. Diese haben den simplen Vorteil, dass sie – salopp gesagt – <strong>einfach alles wegballern</strong>. Ein Rezept, das live normalerweise sehr gut funktioniert. In eine ähnliche Kategorie (oder vielleicht irgendwo dazwischen) fallen auch die beiden neuen, noch nicht veröffentlichten Tracks, die <strong>FIRTAN</strong> heute zum Besten geben. Was zudem ein bisschen auffällt, ist, dass der Frontmann live durchaus eine ganz andere Vocal-Technik benutzt als auf Platte. Während er bei den Aufnahmen eher zu hohen bis stechenden Schreien tendiert, verwendet er zumindest bei diesem Konzert überwiegend mittlere bis auch mal tiefe Growls.</p>
<h3>Das Nicht-Konzert</h3>
<p>Auf <strong>BLACK MESSIAH</strong> habe ich mich dieses Jahr mit am meisten gefreut. Umso größer ist die Enttäuschung, als plötzlich <strong>Gerüchte von einer Absage</strong> umgehen – und diese dann kurz danach vom Veranstalter bestätigt werden. Der Grund: Eine Verletzung. Man habe allerdings für ein Alternativprogramm gesorgt! Und zwar legt der <strong>Festivaleigene Meddl-DJ</strong> während der eigentlichen Konzertzeit mit einer Spezial-<strong>BLACK-MESSIAH</strong>-Setlist auf. Aber das ist noch nicht alles! Zusätzlich dazu gibt es währenddessen Happy Hour am Cocktailstand: Jeder White Russian kommt mit einem Gratisshot Irish Coffee.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38349" aria-describedby="caption-attachment-38349" style="width: 215px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38349 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_185053-min-225x300.png" alt="" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_185053-min-225x300.png 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_185053-min-768x1024.png 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/20210828_185053-min.png 1238w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38349" class="wp-caption-text">Der Asenblut-Cocktail – schmeckt bei weitem nicht jedem</figcaption></figure>
<p>Und das war immer noch nicht alles! Jetzt – und nur jetzt – gibt es <strong>ein geheimnisvolles neues Getränk!</strong> Es trägt den Namen <strong><em>Asenblut</em> </strong>und das Rezept ist eine Überraschung. Einige Menschen entscheiden also, einfach mal so zu tun, als sei das DJ-Set ein tatsächliches Konzert, und machen richtig Party vor der Bühne. Der Regen ist weg, die Sonne lugt gelegentlich zwischen Wolken und Koniferenspitzen hervor, und schon kommt auch der Kumpel vom Cocktailstand mit vier <em>Asenbluts</em> zurück. Wider Erwarten aller sind diese nicht etwa tiefrot, sondern <strong>weißlich grün</strong>. Wir kommen, nach einigen Momenten der Verköstigung, zum Schluss, dass es sich dabei höchstwahrscheinlich um Milch mit Pfeffi handelt.</p>
<p>Leider bleibt trotz ein paar motivierten Headbangern das Feeling eines richtigen <strong>BLACK-MESSIAH</strong>-Gigs größtenteils aus. Nur als dann am Ende der DJ das gute alte <em>&#8222;Sauflied&#8220; </em>ansagt und selbst mit dem Mikrofon nach vorne kommt, um ein bisschen für Stimmung zu sorgen, tummeln sich plötzlich ein paar mehr Menschen vor der Bühne, <strong>um Tanz und schallenden Mitgesang zu tätigen</strong>.</p>
<h3>Die scheiß Nutte</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38368" aria-describedby="caption-attachment-38368" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38368 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-6-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-6-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-6-1025x1536.jpg 1025w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-6-750x1124.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-6.jpg 1101w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38368" class="wp-caption-text">Hoch die Bässe! ABLAZ von NACHTBLUT ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die Fürsten der Nacht sind zurück! Zugegeben, die Entzugserscheinungen sind bei mir noch nicht groß, waren<strong> NACHTBLUT</strong> doch letztes Jahr erst auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> <strong>FESTIVAL</strong> aufgetreten. Das scheint den anderen Festivalbesuchern aber nichts auszumachen. Trotz des wiedereinsetzenden Regens rotten sie sich, mit Schild und Schirm gewappnet, vor der Bühne zusammen. Und das muss man <strong>NACHTBLUT</strong> lassen, das Wetter beeindruckt sie höchst wenig. Überhaupt, <strong>wer sagt schon, dass man bei Regen nicht crowdsurfen kann!</strong> …denkt sich Bassist <strong>ABLAZ</strong> und springt kurzerhand samt Instrument ins Publikum. Sänger <strong>ASKEROTH</strong> animiert währenddessen fleißig die Menge, fordert sie immer wieder zum Brüllen und/ oder Mitsingen auf, was bestens funktioniert. Nun, es werden halt auch die <strong>Songs gespielt, die sowieso jeder mitsingen kann</strong>, der <strong>NACHTBLUT</strong> wenigstens einmal in seinem Leben live gesehen hat. <em>&#8222;Ich trinke Blut&#8220;</em>, <em>&#8222;Frauenausbeiner&#8220;</em>, <em>&#8222;Lied für die Götter&#8220;</em> und natürlich <em>&#8222;Antik&#8220;</em>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38369" aria-describedby="caption-attachment-38369" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38369 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Nachtblut-11.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38369" class="wp-caption-text">Für den Flex ©Crow</figcaption></figure>
<p>Als aber ein weiterer Klassiker, nämlich <em>&#8222;Der Tod ist meine Nutte&#8220;</em>, angesetzt wird, gibt es plötzlich technische Probleme und die Musik muss unterbrochen werden. Sänger <strong>ASKEROTH</strong> ist sichtlich ungehalten: <strong>&#8222;Die scheiß Nutte will nicht!&#8220;</strong> Kurzerhand stimmt er eine Reihe anderer Sing-Alongs an, um die Wartezeit zu überbrücken. Und da muss ich sagen: Man kann ja von der Musik halten, was man will, aber eins kann man <strong>NACHTBLUT</strong> nicht absprechen: <strong>Sie haben Bock</strong>, und sorgen aktiv dafür, dass das auch beim Publikum so ist. Keine andere Band auf diesem Festival <strong>interagiert derart viel mit ihren Zuhörern</strong>. Und so feiert zum letzten Song, dem Cover des allseits bekannten <strong>PRINZEN</strong>&#8211; Hits <em>&#8222;Alles nur geklaut&#8220;</em>, eine feucht-fröhliche Menge ausgelassen den Auftritt der <strong>schwarz-weiß bemalten Finstergestalten</strong>. Chapeau!</p>
<h3>Das war Merlin zu viel</h3>
<p><strong>Man liebt sie oder man hasst sie.</strong> Oder man kann einfach nicht besonders viel mit ihnen anfangen. Die Rede ist – wie könnte es anders sein – von <strong>EISREGEN</strong>. Wie schon <strong>NACHTBLUT</strong> hatten sich auch die Thüringer <strong>bereits auf dem letztjährigen</strong> <strong>WOLFSZEIT</strong> die Ehre gegeben. Überhaupt sind sie regelmäßig zu Gast bei den Wölfen. Und das nicht grundlos, immerhin finden sich auch dieses Jahr eine Menge Metaller, die das Phänomen <strong>EISREGEN</strong> live erleben wollen. Dicht gedrängt mit ihnen stehe ich also unter dem dunklen, tropfenden Himmelzelt vor der Bühne. <strong>Allgemeiner Jubel</strong> erhebt sich, als Sänger <strong>BLUTKEHLE</strong> dieselbe betritt. Und los geht es auch schon mit dem ersten Lied: <em>&#8222;Mutter schneidet&#8220;</em>, vom 2020 erschienenen Album &#8222;Leblos&#8220;.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38355" aria-describedby="caption-attachment-38355" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38355 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Eisregen-7.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38355" class="wp-caption-text">BLUTKEHLE: Man kennt ihn. Ob man will oder nicht. ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>EISREGEN</strong> sind freilich für ihre <strong>expliziten Texte</strong> bekannt. Man muss kein Fan sein, um zu wissen, dass <strong>diverse ihrer Lieder auf dem Index</strong> stehen. Das kann man feiern, mir persönlich wird bei <em>&#8222;Mutter schneidet&#8220;</em> aber einfach nur schlecht. <strong>&#8222;Will ich mir das wirklich geben?&#8220;</strong>, frage ich mich und beschließe doch, wenigstens noch für zwei Lieder zu bleiben. Als nächstes Stück wird <em>&#8222;Knochentorte&#8220;</em> angestimmt. Das kannte ich noch nicht, dafür aber das folgende: <strong><em>&#8222;Eisenkreuzkrieger&#8220;</em></strong>. Offenbar sind wir bei den <strong>Klassikern</strong> angekommen. Und während diese von einem Haufen frenetischer, durchgeweichter Zuhörer mitgegrölt werden, schleiche ich mich, durch eine Mischung aus Matsch und Stroh watend, vom Infield. <strong>EISREGEN</strong> sind sowieso auch vom Campground aus noch zu hören (erwähnt sei nur die allseits bekannte <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>). Nun, es sei ihnen gegönnt. <strong>Des einen Leid ist ja bekanntlich des anderen Freud.</strong></p>
<h3>Der Heidenhammer</h3>
<p><em>Mich:</em> Zur Freude aller (außer vielleicht der Nacktschnecken auf dem Campground) scheint es sich nun endgültig ausgeregnet zu haben. Dafür zieht jetzt <strong>feuchtkalter Nebel aus dem durchtränkten Waldboden</strong> und hüllt das Festival in ein recht ungemütliches, wenngleich mystisches Ambiente. Meine Schuhe sind (wie letztes Jahr auch schon) undicht – und vom vielen Herumstehen habe ich so langsam das Gefühl dafür verloren, wo meine starr gewordenen Füße aufhören und wo das <strong>Gemisch aus Stroh und Sumpfsuppe</strong> anfängt. Da helfen auch die Frühstücksbrötchentüten nicht mehr, in die ich heute Morgen notgedrungen meine Socken samt Füßen eingepackt habe.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38361" aria-describedby="caption-attachment-38361" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38361 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4-1536x1025.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-4.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38361" class="wp-caption-text">TYR drehen auf ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nun ist die Zeit für das letzte Konzert des <strong>WOLFSZEIT</strong> <strong>2021</strong> auch schon gekommen. Die Headliner dieses Abends sind <strong>TYR</strong> von den Färöer-Inseln. Eine Band, mit der ich mich zuletzt vor vielen vielen Jahren auseinandergesetzt habe. Umso gespannter bin ich natürlich darauf, was mich erwarten wird. Beim Soundcheck fällt schon auf: Das Schlagzeug klingt grandios. Richtig <strong>klarer, episch halliger Sound</strong> mit genug Druck und genau der richtigen Lautstärke. Und gottseidank lässt sich dann auch ähnliches über den Gesamtmix sagen – <strong>viel besser könnte diese Band kaum klingen</strong>.</p>
<p>Musikalisch sind <strong>TYR</strong> eine gute Spur <strong>Heavy-Metal-lastiger unterwegs, als ich erwartet hätte</strong>. Dies allerdings stets, ohne in Banalität oder ausgelutschte Songstrukturen abzurutschen! Proggy und komplex lädt die Setlist ein auf eine bunte Reise zwischen gefühlvollen <strong>Balladen, Power-Metal-Mitsingern, Prog-Epen und vierstimmigen Färöischen Männerchor-Passagen</strong>. Die Musik von <strong>TYR</strong> präsentiert sich in vielen unterschiedlichen Tempi und Feelings, und kaum ein Song kommt ohne geschickt eingebaute Taktverschiebungen und unerwartete Zählzeitveränderungen aus – während sich der unverkennbare hauseigene Stil der Band ungebrochen hält.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_38374" aria-describedby="caption-attachment-38374" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-38374 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/10/Tyr-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-38374" class="wp-caption-text">Den Blick zum Himmel ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am meisten Respekt gebührt dabei meines Erachtens Sänger <strong>HERI JOENSEN</strong>, der neben komplizierten Lead-Gitarren-Spuren konstant anspruchsvolle Melodien und Texte zu bewältigen hat, und dies meisterlich tut. Trotz all der Abwechslung und Kreativität geht <strong>TYR</strong> (im Gegensatz zu vielen anderen Prog-Bands) dabei selten die Eingängigkeit verloren, was ich wiederum den Heavy-Metal-Wurzeln des Ganzen zuschreiben würde. In einer kleinen Pause zur Bewältigung technischer Probleme gibt’s dann auch noch als Überraschung ein Schlagzeugsolo umsonst, und <strong>am Ende natürlich den von allen ersehnten Hit <em>&#8222;Hold The Heathen Hammer High&#8220;</em></strong>.</p>
<p>Alles in allem also ein gebührender Abschluss für das <strong>WOLFSZEIT 2021</strong> – wenngleich sich mir die Frage aufwirft, <strong>wieso TYR eigentlich immer von allen Seiten so hartnäckig in die Pagan-Ecke gesteckt werden</strong>. Klar, Songtexte und -themen sind wohl schuld daran. Musikalisch jedoch tischen die Jungs schon etwas ziemlich anderes auf als die meisten Bands solcher Veranstaltungen.</p>
<h2>Das Ende</h2>
<p>Geschafft! Das war mal wieder ein <strong>geladenes Bündel an Emotionen, Erlebnissen, Zuständen und Wetterschwankungen</strong>. So loben wir uns doch unsere Festivals. Und auch in diesem Jahr hat das Virus das kleine Festivalgelände verschont. Ist euch eigentlich aufgefallen, dass das stachelige Etwas, welches auf dem offiziellen Festival-Coverbild vom großen, bösen Wolf zertreten wird, nicht etwa <strong>eine wütende Kastanie</strong> sein soll, sondern das Corona-Virus höchstpersönlich? Ich gebe zu, wir haben ein bisschen gebraucht.</p>
<p>Zu bemängeln gibt es lediglich, dass <strong>auf Campingplatz B zu wenig Dixi-Klos für zu viele Menschen</strong> vorhanden waren. Und vielleicht noch, dass die Bändchenausgabe in diesem Jahr nochmal um einiges langsamer voranging als normalerweise – wobei es diesmal den pandemietastischen Umständen entsprechend natürlich etwas komplizierter zu handhaben war. Sollte man also verzeihen können.</p>
<p>Positiv hervorzuheben ist die<strong> gute Vorbereitung auf die Wettersituation</strong>: Dank großem Bierzelt mit vielen Bänken konnte man auch in nassen Momenten das Tun auf der Bühne genießen. Und die Sache mit dem Stroh war auch ein kluger Schachzug, der so manch einem ein schlammiges Schicksal erspart hat. Das <strong>Essensangebot</strong> war zudem divers genug, dass man als Fleischloser weder verhungern noch bei jeder Mahlzeit die gleiche Speise zu sich nehmen musste.</p>
<p>Viel mehr gibt es auch nicht zu sagen!</p>
<h3>Dank und Respekt gilt natürlich auch in diesem Jahr der Veranstaltungscrew, dass sie es wieder mal geschafft hat, sich durchzuboxen und trotz Coronazeit ein solch tolles Festival auf die Beine zu stellen!</h3>
<p>Danke auch an Marvin! Wir kennen uns nicht, aber hey, ich bin sicher, du hast es verdient. Kein Dank gebührt natürlich dem Scheißwetter. Wir bitten für nächstes Jahr um einen <strong>Platzverweis für jegliche Regentropfen und Gewitterwolken</strong>. Dann lieber wieder ein paar Wespen mehr, denen kann man wenigstens ausweichen.</p>
<p>Last but not least <strong>ein riesen Dank an die Festivalfotografen STEFAN SCHUHMANN und CROW</strong>, deren fantastische Bilder diesen Bericht schmücken!</p>
<p>Und das wars! <strong>Cheers, und wir sehen uns wie immer beim nächsten Mal!</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2021-warum-liegt-hier-eigentlich-stroh/">WOLFSZEIT 2021 &#8211; WARUM LIEGT HIER EIGENTLICH STROH?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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