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	<title>Harakiri for the Sky Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2023 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße ausm kühlen Bunker... Wir haben uns bei den Temperaturen verschanzt und... das merkt man auch! Hier ein ausführlicher Bericht vom RAGNARÖK! Das macht Bock auf Festival, Indoor und kälter als grad... </p>
<p>Da hat euch Merlin was gezaubert (Ehrenwort, der Bericht ist besser als mein Teasertext (yt)!)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Es ist und bleibt eines meiner liebsten Festivals: Das RAGNARÖK FESTIVAL </strong>im fränkischen Lichtenfels. Wie jedes Jahr ist es auch 2023 im <strong>April</strong> verortet &#8211; für mich damit <strong>das erste Festival</strong> eines jeden Jahres. Aber wird es auch das beste? Das werde ich natürlich erst gegen Ende diesen Jahres sagen können, aber nun gilt es erst einmal herauszufinden, wie weit das <strong>RAGNARÖK</strong> vorlegt!</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s los</h2>
<p>Die erste Band des Festivals startete <strong>2003</strong> ursprünglich als Solo-Projekt. Über die Jahre stießen nach und nach aber weitere Musiker dazu und <strong>FJOERGYN</strong> stehen hier und heute mit vier Mann auf der Bühne. Spoiler: <strong>Ein fünfter wird noch dazukommen!</strong> Die Halle ist mäßig gefüllt, aber der Energie von <strong>FJOERGYN</strong> tut das keinen Abbruch. Episch und gewaltig der Sound, der unaufhaltsam vorwärts poltert. In den vorderen Zuschauerreihen fliegen die ersten Haare. Das Instrumentale packt mich, und ich würde mich der Musik hingeben &#8211; wäre da nicht der Gesang. Oder besser, der <strong>Sprechgesang</strong>. Die deutschen Texte sind ausnahmsweise mal nicht mein Hauptproblem, sondern die abgehackte Art und Weise, wie der Sänger sie vorträgt. Das taugt mir leider gar nicht. Zum vierten oder fünften Song allerdings kommt das fünfte Bandmitglied dazu auf die Bühne: <strong>Es ist kein Geringerer als der Veranstalter des RAGNARÖK höchstselbst!</strong> Der (Growl)Gesang, den <strong>IVO</strong> auf die Zuhörer loslässt, taugt mir sofort viel mehr. Der zimmert richtig! Ab jetzt läuft es für mich rund mit dem Auftritt von <strong>FJOERGYN</strong>, und ich bin fast schon enttäuscht, als die Musiker am Ende nicht nochmal für ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> posieren.</p>
<h3>Alles finster oder was?</h3>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> aus dem finst‘ren Forst, <strong>Gesichter in Asche garniert</strong>, die Holzfällerhemden kariert – haben 45 Minuten Zeit. Das reicht wieder einmal für ganze drei Lieder. Heute fällt die Wahl auf<em> „Fluch Des Seins“</em>, <em>„Mach Dich Frei“</em> (das mit dem epischen Refrain) und <em>„Finsterforst“</em> höchstselbst. Allerdings immer noch keine Spur des für 2021 angekündigten, über Kickstarter lancierten Dreißigminüters<em> „Jenseits“</em>.</p>
<p>Zum Sound: Der Hall in der Halle <strong>hallt unaufhaltbar</strong>, was thematisch ganz gut zur Band passt. Zum Instrumentarium: Wo früher noch ein Akkordeon bespielt wurde, waltet nun ein Keyboard seines Amtes, und irgendwie ist auch wohl wieder irgendjemand neues in der Live-Besatzung, wenngleich mir die Details diesbezüglich entfleucht sind. Die Frage <strong>„Habt ihr noch Bock?!“</strong>, so fällt Sänger Oli nach Äußerung derselben auf, sei doch, angesichts der Tatsache, dass <strong>FINSTERFORST</strong> der zweite Act des Festivals sind, eine recht überflüssige.</p>
<h3>UADADA</h3>
<p><em>Merlin:</em> <strong>UADA</strong> aus den Staaten sind die letzte Band des heutigen Tages. <strong>2014 gegründet</strong>, handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Band, die in Sachen Bekanntheit aber gelinde gesagt durch die Decke geschossen ist. Die Menschen vor der Bühne stehen wahnsinnig dicht, da ist kein Durchkommen. Auch die stadthalleneigene Tribüne ist voll. Musikalisch und optisch lassen sich die Parallelen zu <strong>MGLA</strong> nicht leugnen: Die schwarzen Gestalten auf der Bühne sind samt ihrer Gesichter verhüllt und stehen in einer <strong>Nebelwand</strong>, die mich verwundern lässt, wie man in ihr noch Luft zum Atmen, geschweige denn zum Singen bekommt.</p>
<p>Die Songs sind schön melodisch, ich höre die Gitarrenspuren sehr gut heraus. Generell geht die Musik mächtig nach vorn, treibende Rhythmen, <strong>brutaler Sound</strong>. Der Gesang wiederum ist mit seeehr viel Hall versetzt. Ich verstehe kein Wort. Das macht aber nichts, denn allein die <strong>Atmosphäre</strong> überzeugt mich voll und ganz. Zugegeben, ich liebe diese Art von Black-Metal auch einfach.</p>
<p><strong>UADA</strong> hätten sich schon unverhältnismäßig große Mühe geben müssen, zu enttäuschen. Für mich liefern sie definitiv den <strong>besten Auftritt dieses Donnerstagabends</strong> ab &#8211; und das nicht nur, weil sich die Konkurrenz sich zahlenmäßig in engen Grenzen hielt. Nur einen Kritikpunkt muss ich anbringen: <strong>UADA</strong> haben zwar zig verschiedene T-Shirt-Motive, jedoch <strong>kein einziges Longsleeve</strong> am Merchstand parat. Egal, dann wird halt ein Patch gekauft. Es wird langsam aber sicher Zeit für eine zweite Kutte&#8230; und Zeit fürs Bett. Bis morgen!</p>
<h2>Auf ein Neues</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Mich:</em> Mit einem gewaltigen<strong> „HAU RUCK!“</strong> brechen <strong>HELGRINDUR</strong> die Stille meines friedlichen Freitagmorgens. Neugierig, wer da die frühe Luft mit solch gewaltiger <strong>Pagan-Power</strong> schwängert, rieseln immer mehr Menschlein in die Konzerthalle, bis sich eine beachtliche Summe zusammengefunden hat. Imprägniert von der Energie, die von der Bühne donnert, sind recht schnell recht viele am Klatschen und Headbangen, und irgendwann wird sich auf dem Boden platziert, um im Rhythmus der stampfenden Trommeln durch den <strong>musikalischen Sturm</strong> zu rudern, was das Zeug hält.&nbsp;</p>
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<p>Es gibt heute neben Mitsingbarem (<em>„Aufbruch“</em> und <em>„Der Sturm“)</em> auch Ungehörtes: Ein bisher unveröffentlichter und ein vor einer Woche releaster Song (<em>„Golem“</em>) sind mit an Bord. Wenngleich der Sound noch keine Perfektion erreicht hat, ändert auch das nichts an der Freude dieses Moments. Ein guter <strong>RAGNARÖK</strong>-Festivaltag beginnt <strong>mit Heldenliedern und Double Bass</strong> – und das wären wohl die letzten beiden Dinge, an denen<strong> HELGRINDUR</strong> geizen würden.</p>
<h3>Vierzehn dunkle Jahrhunderte</h3>
<p><em>Merlin:</em> Ein <strong>Urgestein der deutschen Pagan-Metal-Szene</strong> betrifft nun die Bühne: <strong>XIV DARK CENTURIES</strong>. Und die wenden sich direkt mit einer Frage an ihr Publikum: &#8222;Seid ihr schon alle wach?!&#8220; Die Antwort ist nicht zufriedenstellend &#8211; deswegen wecken sie uns jetzt auf. <em>&#8222;Auf zur Schlacht&#8220;</em> brettert durch die Lichtenfelser Stadthalle, <strong>als wollte es sie aus ihrem Fundament heben</strong>. Flammen schießen vom Rand der Bühne empor. Sänger <strong>MICHEL</strong> reckt entschlossen immer wieder die Fäuste in die Luft. Es folgt der <em>&#8222;Teutonentanz&#8220;</em>. Der Sound ist top, ich kann nicht meckern! Auch eine <strong>Geige</strong> kommt bei <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> zum Einsatz. Zum Glück angenehm unquietschig. Doch auch wenn die Songs wie auch die Bandmitglieder richtig abgehen, das Publikum ist zu der frühen Stunde noch eher zurückhaltend. Dabei wäre die Musik sehr gut für einen <strong>Circle Pit</strong> geeignet!</p>
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<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> haben uns auch ein paar neuere Lieder mitgebracht. Da wäre einmal <em>&#8222;Atme den Wald&#8220;</em> aus ihrem 2020 erschienenen Album &#8222;Waldvolk&#8220;, aber auch <strong>ein ganz neues Stück</strong>, das den Namen <em>&#8222;Die Aura der Dunkelheit&#8220;</em> trägt. Weder thematisch noch musikalisch wurden hier größere Experimente gemacht &#8211; man bleibt sich treu. So früh er begonnen hatte, schnell ist der Auftritt von <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> auch schon wieder vorbei. Sänger <strong>MICHEL</strong> quittiert das rasche Ende mit einem Schulterzucken:<strong> &#8222;Wir hätten gern länger gespielt, aber es is halt so&#8220;</strong>. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.</p>
<h3>(Im)perfect harmonies</h3>
<p><em>Mich:</em> Silhouetten im Nebel! Es spielen als nächstes <strong>FIRTAN</strong>. Düstere Figuren vor blauem Dunst füllen die Bühne mit mystischer Atmosphäre und den Raum mit ihren <strong>komplexen Black-Metal-Kompositionen</strong>. Eine besondere Ästhetik gibt dabei <strong>Fiedlerin KLARA</strong>&nbsp;ab, von deren Existenz ich gerade zum ersten Mal erfahre und die mit ihrem Geigenspiel der Musik in vielen Momenten eine gar edle Note verpasst. Besonders in den akustischen Augenblicken herrschen Wohlklang und Harmonie. Diese sind somit in meinen Augen das Highlight dieser Show.</p>
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<p>Dafür kommt bei härteren Passagen leider manchmal zu viel aufeinander: Das Schlagzeug ballert etwas zu krass, die Gitarrenwand dröhnt und die <strong>Schreie</strong> <strong>verlieren sich irgendwo in den Tiefen des Getöses</strong>, so dass die ganzen Feinheiten dieser akribisch durchkomponierten Musik leider weniger gut erkennbar sind. Als Rausschmeißer sorgt aber dann <em>„Wogen Der Trauer“</em> (mittlerweile ein Klassiker) nochmal für ordentlich Druck und Eingängigkeit.</p>
<h3>AEPHANE- wer?</h3>
<p><strong>AEPHANEMER</strong> aus Frankreich sind mir durch Spotify-Musikvorschläge schon seit längerem ein Begriff. Damit, sie irgendwann vor mir auf der Bühne stehen zu sehen, hätte ich allerdings eher weniger gerechnet. Vor allem ist ihr Stil eher im <strong>Melodic Death Metal</strong> angesiedelt, einem Genre, das bei Pagan- und Black-Metal-Festivals wenn überhaupt, dann nur sporadisch vertreten ist. Somit freue ich mich über dieses nicht nur neue, sondern auch unerwartete Erlebnis.</p>
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<p>Der Sound spielt auch mit: Vor allem die Melodien, von den Gitarren gespien, stechen klar heraus. Auch Schlagzeug und Vocals sind gut hörbar – was will man mehr? <strong>Frontschreierin MARION</strong>&nbsp;überrascht (in einem kurzen Part nur) plötzlich mit (gekonntem!) <strong>opernartigem Gesang</strong>, und am Ende gibt’s dann <em>„Bloodline“</em> – den einen Song, den scheinbar alle (inklusive mir) hier kennen und der dementsprechend abgefeiert wird.</p>
<h3>Nasenblut</h3>
<p><strong>Irgendwie habe ich das Gefühl, ASENBLUT werden von Mal zu Mal krasser</strong>. Der Drummer scheint bei jedem Konzert schneller und präziser zu spielen, Musik sowie Sound kommen mir bei jedem Mal brutaler vor und auch bei den Vocals bemerke ich diesmal einen Fortschritt: Neben seinen gewohnten Growls gibt der Frontmann heute den einen oder anderen <strong>endfiesen Black-Metal-Schrei</strong> von sich, den ich von ihm bisher ebenso wenig gekannt wie erwartet habe.</p>
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<p>Wenn <strong>HELGRINDUR</strong> den Tag für mich mit Heldensang und Legendendichtung eingeleitet haben, so sind es <strong>ASENBLUT</strong>, die dies nun aufrechterhalten. Passend dazu bildet sich hallenmittig sogar ein kleiner Moshpit. Eine durchweg starke und überzeugende Performance – <strong>weiter so!</strong></p>
<h3>Black-Metal aus Bayern</h3>
<p><em>Merlin:</em> Erneut vernebelt sich die Bühne und kündigt damit eine <strong>Atmospheric-Black-Metal-Band</strong> an. <strong>GROZA</strong> aus Mühlburg am Inn weisen eine unverkennbare Ähnlichkeit zu <strong>MGŁA&nbsp;</strong>auf. Die Gestalten auf der Bühne sind in schlichtem schwarz gekleidet und haben ihren Gesichter mit <strong>Strumpfmasken</strong> verhüllt. Der Nebel quillt aus allen Ritzen des Podests, auf dem sie stehen. Der Mikrophonständer ist zwar mit ihrem Bandlogo ausgestattet und auch das Banner im Hintergrund der Bühne trägt selbstverständlich den Namen <strong>GROZA</strong>. Aber die Parallelen zu den Polen lassen sich für mich einfach nicht wegignorieren.</p>
<p>Gefühlt wurde die Lautstärke für dieses Konzert nochmal aufgedreht. Der melodische Black-Metal wird von einer ansehnlichen Menge an Festivalbesuchern gefeiert. Auch <strong>IVO</strong> steht im Publikum und checkt aus, was die <strong>Bayern</strong> dort oben so fabrizieren. Der Auftritt von <strong>GROZA</strong> wirkt auf mich routiniert, aber deshalb nicht schlecht. Ein bisschen <strong>mehr Eigenständigkeit</strong> würde ich mir jedoch wünschen, ein Grund, warum man ausgerechnet IHRE Musik hören sollte. Mir selbst bleibt einfach zu wenig hängen von dieser Band (außer, dass mich der Gesang seltsamerweise an <strong>J.J.</strong> von <strong>KARG/ HARAKIRI FOR THE SKY</strong> erinnert?!)</p>
<h3>Gesang der Wölfe</h3>
<p><em>Mich:</em> Auf <strong>WOLFCHANT</strong> habe ich mich mitunter am meisten gefreut – nicht nur, weil ich die Band generell mag, sondern auch, weil es heute einen speziellen Anlass gibt! <strong>„A Pagan Storm“</strong>, die legendäre Scheibe der frühen Pagan-Szene deutschsprachiger Gefilde, feiert <strong>15 Jahre Existenz.</strong> Und deswegen steht heute ein Spezial-Set auf dem Speiseplan.</p>
<p>Bis dieses jedoch beginnen kann, müssen einige <strong>technische Hürden</strong> überwunden werden: Mal läuft das Intro, dann geht es wieder aus. Dann schallt plötzlich ein Lied vom Tonband aus den Boxen, geht auch wieder aus, und plötzlich stehen <strong>WOLFCHANT</strong> auf der Bühne und spielen – allerdings hört man keine Gitarre. So geht das zirka zehn Minuten hin und her, bis endlich alles funktioniert, wie es soll. Man, diese Band hat aber auch Pech! Schon beim letzten <strong>DARK TROLL Festival</strong> mussten sie den Kampf gegen Ton und Technik antreten.</p>
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<p>Der tatsächliche Einstieg wird dann mit dem Titelsong <em>„A Pagan Storm“</em> gemacht, und neben drei neueren Songs hat man gerade noch genug Zeit, <em>„The Path“</em> und <em>„Midnight Gathering“</em> von besagtem Album zu spielen. Gerade aber die drei Lieder aus längst vergangenen Tagen entfalten eine großartige und <strong>fast schon nostalgische Wirkung!</strong> Man spürt so richtig das <strong>Heidenmetall-Feeling der alten Schule</strong> in der Gitarrenführung und den Melodien, wie es heute kaum noch jemand zu schreiben weiß. Auch sei hervorzuheben:<strong> WOLFCHANT</strong> sind fit wie nie zuvor! Da geht kein Schlag daneben und kein Finger greift den falschen Bund. Das alles unter der warmen Umarmung eines sehr sauberen Soundgewands – trotz verringerter Spielzeit ist dieses Konzert alles andere als eine Enttäuschung!</p>
<h3>Wunderbar traurig</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf <strong>ELLENDE</strong> hatte ich mich am heutigen Tage am meisten gefreut. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> bereits auf dem <strong>WOLFZEIT 2020</strong> und auf dem <strong>DARK TROLL 2022</strong> live gesehen und erwarte nun mit Spannung ihre Festivalshow auf dem <strong>RAGNARÖK 2023</strong>.&nbsp;Die Bühne wird wieder einmal <strong>mit unfassbaren Mengen an Nebel geflutet</strong>. Die Gestalten auf der Bühne wirken wie Geister dagegen, und ihr Corpsepaint lässt sie unheimlich traurig wirken. Aber sie sind alles andere als traurig, wie sich sogleich herausstellt.</p>
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<p><strong>ELLENDE</strong> haben ihr<strong> neues Album</strong> mitgebracht: &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220;. Und das ist, gelinde gesagt, großartig geworden. Der krächzende, deutsche Gesang ist live zwar etwas unverständlich, aber die eingängigen Gitarrenmelodien kommen voll zum Tragen und kreieren eine <strong>melancholische Atmosphäre</strong>, die die Zuhörer reihenweise in ihren Bann zieht. Sänger <strong>LUKAS</strong>, das Mastermind hinter <strong>ELLENDE</strong>, bedankt sich mehrfach bei der Menge. &#8222;Dankeschön! Großartig!&#8220; Er wirkt richtig gerührt. Mei, is des sche.</p>
<p>Aber einen Wermutstropfen gibt es: <strong>ELLENDE</strong> haben inzwischen auf all ihren Social Media Kanälen gepostet, dass sie sich eine <strong>Pause von den Live-Auftritten</strong> nehmen werden. Alle bereits angekündigten Konzerte finden wie geplant statt, aber danach wird es wohl erst einmal ruhig um die Band. Schade! Mir taugen sie live fast noch mehr als auf Platte. Live wirkt die Musik härter, aber dennoch gewohnt eingängig und eindringlich. Ich hoffe sehr, dass <strong>ELLENDE</strong> irgendwann in der Zukunft ihren Weg zurück auf die Black-Metal-Bühnen finden werden!</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 1/2</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Es ist sehr interessant, eine rauere, härtere Band von ihrer netteren Seite kennenzulernen. So spielen <strong>MÅNEGARM</strong> (vor ihrem morgigen Metal-Gig) heute eine <strong>exklusive Akustik-Show</strong>. Da ich aber kaum ein Konzept davon habe, wer da vor mir steht, weiß ich noch gar nicht, was denn zu erwarten ist. So mache ich es mir auf den Tribünen gemütlich und lasse mich überraschen.</p>
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<p>Eine gute Entscheidung! Denn von hier oben klingt das Ganze nicht nur makellos, man kann auch auf das stehende Fußvolk hinabsehen, welches sich unten wie hypnotisiert in den <strong>weichen Wogen musikalischer Beschallung</strong> wiegt. Tiefe Trommeln, Geigenmelodien und Frauensang, der sich mit den männlichen Main Vox abwechselt, bieten zusammen mit den akustischen Gitarren ein sanftes Spektakel dar, welches unter die Haut zu gehen weiß. Dabei ist einer der intensivsten Momente der eines Cover-Songs: Mit einer absolut ohrenschmeichelnden Akustikversion von<strong> BATHORYs</strong> <em>„Mother Earth, Father Thunder“</em> huldigen <strong>MÅNEGARM</strong> den Vorvätern von so ziemlich allem, was auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> und Konsorten musikalisch so fleucht und kreucht. Schön!</p>
<p>Als letztes Lied des Tages aber wurde <em>„Segervisa“</em> ausgewählt. Und das mit Recht, denn noch weit nach Abklang des letzten Tons haben es die Zuschauer nicht satt, die <strong>Hauptmelodie des Songs in Dauerschleife</strong> weiter zu singen.</p>
<h3>Wenn Legenden loslegen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Hier und heute ist <strong>eine wahre Metal-Legende</strong> auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> zu Gast: <strong>PETER TÄGTGREN</strong> mit <strong>HYPOCRISY!</strong> Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass jeder der Besucher sie kennt, stellt sich die Band sicherheitshalber nochmal vor: &#8222;We&#8217;re Hypocrisy from Sweden!&#8220; Was soll ich sagen? Die Hütte ist voll! Die Lichtenfelser Stadthalle platzt aus allen Nähten, Tribüne und Parkett sind gleichermaßen übersät mit erwartungsvollen Zuschauern.</p>
<p><strong>HYPOCRISY</strong> eröffnen ihre Show mit einem echten Klassiker, <em>&#8222;Eraser&#8220;</em> von 2004 erschienenen Album &#8222;The Arrival&#8220;. Obgleich die Band bereits seit mehr als 30 Jahren aktiv ist, hat sie nichts von ihrer Power und Bühnenpräsenz eingebüßt. Es geht sogar so zur Sache, das während eines Songs das <strong>auseinanderdriftende Schlagzeug</strong> neu justiert werden muss. Als <strong>PETER TÄGTGREN</strong> den Song <em>&#8222;Don&#8217;t judge me&#8220;</em> vom Album &#8222;Catch 22&#8220; ankündigt, schiebt er gleich noch eine Aufforderung zum Circle Pit hinterher. Ob diese verfängt, sehe ich leider nicht, ich stehe zu weit hinten, und an ein Durchkommen ist nicht zu denken.</p>
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<p>Die Erscheinung von <strong>PETER TÄGTGREN</strong> allerdings wirkt bis zu den hintersten Plätzen. Die <strong>langen weißen Haare und sein in zwei gezwirbelte Strähnen unterteilter Bart</strong> unterstreichen nur den Legendenstatus, den er für mich und für viele andere inne hat. Das erhöht stehende Schlagzeug wurde inzwischen gesichert, der Schlagzeuger kann sich wieder ungehemmt ins Zeug legen. Hab ich schon erwähnt, dass der Sound nahezu perfekt abgemischt ist? <em>&#8222;Fire in the Sky&#8220;</em> vom 2000er Album &#8222;Into the Abyss&#8220; verdeutlicht dies nur noch.</p>
<p>Obwohl<strong> HYPOCRISY</strong> 2021 erst ein neues Album herausgebracht haben (&#8222;Worship&#8220;), spielen sie heute doch ganz überwiegend altes beziehungsweise älteres Zeug. Die <strong>Klassiker</strong> eben! So verhält es sich auch mit dem letzten Song:<em> &#8222;Roswell 47&#8220;</em> von ihrem vierten Album &#8222;Abducted&#8220;. Das war noch vor meiner Zeit. Umso glücklicher bin ich, dass <strong>HYPOCRISY</strong> immer noch live spielen. Und am aller glücklichsten bin ich gerade darüber, dass sie zum <strong>RAGNARÖK 2023</strong> gekommen sind und ich ihrem verdammt geilen Auftritt beiwohnen durfte!</p>
<h2>Aller guten Dinge sind drei</h2>
<p>Der Tag ist noch jung und die meisten Festivalbesucher sind noch nicht oder noch nicht ganz wach, als <strong>DARK EMBRACE</strong> die Bühne betreten. <strong>Ist ja auch erst 13 Uhr.</strong> Da ich die Band bis dato nicht kannte, hatte ich mir zur Einstimmung einige ihrer Songs während meiner Morgenroutine in die Gehörgänge gedrückt. Aber ich will nicht Spoilern, und vor allem nicht voreingenommen an den Auftritt herangehen. Also, <strong>DARK EMBRACE</strong>, zeigt, was ihr live könnt!</p>
<p>Vier Metaller finden sich auf der Bühne, der Sänger trägt ein Nietenarmband, ansonsten sind sie schlicht in schwarz gekleidet. Wer sich fragt, die Band kommt übrigens aus Galizien. Die Musik von <strong>DARK EMBRACE</strong> würde ich als <strong>Melodic-Death-Metal</strong> beschreiben. Wenig Screams, keine Growls, dafür viel Klargesang. Beim Song <em>&#8222;Never seen the Sun&#8220;</em> (wohl ihr bekanntester Titel) rutscht die Stimme des Sängers aber immer wieder <strong>ganz unangenehm schrill</strong> nach oben ab. Das klang auf den Aufnahmen allerdings ähnlich, und ich deute es als gewolltes Stilmittel der Band. Mir persönlich taugt dieser schrille Gesang aber leider gar nicht.</p>
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<p>Dennoch harre ich vor der Bühne aus. Musikalisch zimmern <strong>DARK EMBRACE</strong> ja auch ordentlich, und eingängige Melodien können sie sowieso. Zu <em>&#8222;Life and Legacy&#8220;</em> packt ein junger, kräftiger Mann links neben mir erstmal seine (beeindruckenden) <strong>Dance Moves</strong> aus, verlegt sich dann aber wieder auf&#8217;s Headbangen. Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Bei &#8222;The bitter End&#8220; fällt der Sänger dramatisch auf die Knie. So bitter fand ich das Ende jetzt gar nicht. Dennoch, ein cooler erster Auftritt an diesem <strong>vollgepackten Festivalsamstag.</strong></p>
<h3><strong>CÂN BARDD? BARDD CÂN!</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Den Rausch ausgeschlafen, die Fingergelenke geknackt und den Kiefer gelockert, so stehe ich wieder fit wie ein (ziemlich matschiger) Turnschuh in der Halle des Geschehens, als es endlich an der Zeit für meine absolute <strong>Festivalneuentdeckung</strong> letzten Jahres ist:<strong> CÂN BARDD</strong>.</p>
<p>Und auch heute erwartet mich nichts weniger als ein<strong> intensives Schauspiel an Energie und durchdringender Schönheit.</strong> Ich würde mein Erleben dieses Konzertes beinahe als transzendentale Erfahrung bezeichnen – fast den Tränen nah und in <strong>Ehrfurcht</strong> mit dem Fußboden verwurzelt stehe ich und lasse mich in andere Welten tragen. Neben den ebenso kunst- wie druckvollen Klangkreationen der Schweizer ist diese Wirkung mitunter dem durchweg großartigen Sound zu verdanken – sowie der starken, <strong>fehlerfreien Performance</strong>, die hier an den Tag gelegt wird.</p>
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<p>Auch fällt mir heute zum ersten Mal auf, wie kreativ einige dieser Lieder und Parts aufgebaut sind – so etwa die letzten fünf Minuten des zweiten Lieds, in dem sich knappe drei musikalische Elemente die Hand zum <strong>Taumeltanz</strong> reichen und sich immer wieder neu verstricken, kombinieren und verändern, oder der rhythmisch geschriene<strong> Acapella-Part</strong>, der sich aus drei Kehlen zugleich immer wiederholt, bis er sich wieder nahtlos in die Musikwand einfügt. Ich bin, Gänsehaut tragend, beeindruckt.<br />
Und scheinbar nicht nur ich, denn sogar Merlin düst (nach anfänglichem „Ich kann mit denen nicht so viel anfangen“) im Anschluss an das Konzert zum Merch-Stand, um sich <strong>den allerletzten CÂN BARDD-Hoodie</strong> zu holen, den es gibt.</p>
<h3>Gesundheit!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Noch stehen die Zuschauer vor der Bühne in lockerem Durcheinander, aber die Stadthalle füllt sich stetig. Ich ergattere einen <strong>Platz in der zweiten Reihe</strong> und erwarte voller Vorfreude den Auftritt von <strong>ENISUM</strong>. Die Italiener haben ihr neues Album &#8222;Forgotten Mountains&#8220; sowie einen Mikrophonständer in Form eines Asts, dekoriert&nbsp; mit weiteren abstehenden Ästen, mitgebracht. Im Bühnenhintergrund hängt das Logobanner parat. Na, dann kann es jetzt ja losgehen!</p>
<p>Wem <strong>ENISUM</strong> nichts sagt: Es handelt sich um <strong>atmosphärischen Black-Metal</strong> mit, wie könnte es anders sein, viiieeel Hall. Der Sound tendiert leider etwas zum Verwaschen, die Melodien gehen teils in den Blast Beats unter. Sänger <strong>LYS</strong> hält sich mit Ansagen zurück, bedankt sich aber am Ende bei seinen Zuhörern. Auch der Rest der Bandmitglieder hat es nicht so mit Action, man konzentriert sich lieber auf die Musik.</p>
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<p>Insgesamt verläuft der Auftritt von <strong>ENISUM</strong> routiniert und unspektakulär. Der Sound hätte für meine Ohren <strong>noch etwas präziser sein dürfen</strong>, aber nichtsdestotrotz schaffen es die Italiener, eine düstere, mystische Atmosphäre zu verbreiten und ihre Zuschauer mit auf die Reise zu den &#8222;Forgotten Mountains&#8220; zu nehmen. Dass sie selbst immer noch down to earth ist beweist die Band, indem sie sich zum Abschluss des Konzert die Gelegenheit nicht nehmen lässt, ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> zu machen. Ich recke freudig die Pommesgabel in die Höhe und eile dann geschwind zum Merchstand, um mir das neue Album von <strong>ENISUM</strong> auf CD zu sichern.</p>
<h3>Zorn und Verwüstung</h3>
<p><em>Mich:</em> Nach einer kleinen Pause, in der sich nach <strong>CÂN BARDD</strong> mein musikalisches wie seelisches Fassungsvermögen wieder aufladen konnten, fühle ich mich bereit für <strong>AGRYPNIE</strong>, von denen ich kaum weniger Mitreißendes gewohnt bin. Das Wesen der Erzeugnisse beider Bands allerdings könnte (innerhalb des Konzepts Black Metal, versteht sich) kaum unterschiedlicher sein:</p>
<p><strong>Steriler, gnadenloser Sound</strong> und krächzende, leidende Schreie geben nun den Ton an. Während Letztere anfangs noch recht leise sind, schraubt der Tontechniker alsbald ordentlich am Rädchen. Nun sägen sich THORSTENS Vocals durch alles. Doch auch der Rest der Musik ist am Drücken, was das Zeug hält. Als angenehm für die Ohren würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, aber dafür bin ich ja auch nicht hier. Ich will den Schmerz spüren, den eure Musik vermittelt! <strong>Ich will den Zorn und die Verwüstung fühlen!</strong> Und das tue ich. Aua.</p>
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<p>Als dann gegen Ende der Fan-Favorit <em>„Der Tote Trakt“</em> angestimmt wird, sind plötzlich <strong>alle um mich herum am Headbangen.</strong> Der Refrain wird voller Inbrunst mitgegrölt, auch meinerseits, es folgt ein weiterer Song, und schon war es das. Schade, <em>„Schlaf“</em> hätte ich mir noch gewünscht. Aber den wird es heute noch so bald nicht geben.</p>
<h3>Die Unaussprechlichen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Es folgt eine Band, deren Namen ich nicht aussprechen kann. <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> (das muss man sich auch erstmal merken können) kommen aus <strong>Finnland</strong> &#8211; und so sehen sie auch aus. Der langhaarige Sänger zumindest, der sich auch als Gitarrist betätigt, hat ein ungemein finnisches Profil. Die Band hat aber auch noch einen Sänger mit Millimeterfrisur dabei, der kein Instrument spielt. Gesungen wird natürlich auch auf Finnisch. Der langhaarige Sänger beweist aber auch Deutschkenntnisse: <strong>&#8222;Guten Tag meine lieben Freunde, wir sind Kaunis Kuolematon!&#8220;&nbsp;</strong></p>
<p>Insgesamt stehen bei der Band fünf Leute auf der Bühne. Ihr Logobanner hängt im Hintergrund, sonst haben sie keine Deko mitgebracht. Die Menschen vor der Bühne stehen locker, die Band scheint unter den <strong>RAGNARÖK</strong>-Besuchern nicht allzu bekannt zu sein. Müsste ich jemandem erklären, was für Musik <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> spielen, es fiele mir schwer. <strong>Melodisch ist sie, schwermütig, ergreifend, aber auch mal heiser und rau.</strong> Die finnische Band, deren Name übersetzt etwa soviel wie &#8222;wunderschön unsterblich&#8220; bedeutet, bleibt mir ein ungelöstes Rätsel. Wenigstens zum letzten Song gibt uns der langhaarige Sänger einen Interpretationsanstoß mit an die Hand: <strong>&#8222;This is the Finnish way to say Goodbye.&#8220;</strong></p>
<h3>Da ist der Wurm drin</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>WORMWOOD</strong>? Nie gehört. Kommen anscheinend aus <strong>Schweden</strong> und machen melodischen Black Metal – also stelle ich mich mal zu den Lauschenden und lausche zu, was das bedeutet. Der eine Typ sieht auf jeden Fall aus wie der eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Ah, ich hatte Recht! Es ist der gleiche eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Sagt das Internet.</p>
<p>Die Show selbst ist recht solide gespielt und vom Klang her durchgängig genießbar, <strong>tut nicht weh in den Ohren</strong> und auch von den Tribünen aus klingt das Ganze noch amtlich. Gebannt sehe ich den Menschen beim gebannten Zuhören zu, muss aber ehrlich gestehen, dass sich meine Aufnahmefähigkeit irgendwann verflüchtigt und ich das Konzert leider in die recht vollbepackte Schublade mit der Aufschrift <strong>„so’n Black-Metal-Konzert halt“</strong> packen muss.</p>
<h3>Schamatsch</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf das Konzert von <strong>SCHAMMASCH</strong> war ich im Vorfeld mit am meisten gespannt. Spirituell, okkult, mystisch, das sind ihre Stichworte. Dichter Nebel wabert auf der Bühne, die nun von Gestalten mit weiten Kapuzen betreten wird. Ich sehe und höre mir den Auftritt <strong>von der Tribüne aus</strong> an. Selbige ist gut gefüllt, unten in der Halle stehen die Leute dagegen noch in entspannten Abständen. <strong>SCHAMMASCH</strong> haben <strong>Dekoelemente</strong> mitgebracht. Darunter fallen zwei mit mystischen Formen besetzte Stelen, die in ihrer Mitte jeweils eine leuchtend rote Kugel tragen; des weiteren links und rechts ein schmales, hohes Banner mit Motiv. Auch das große Banner im Hintergrund wird von einem okkulten Zeichen geschmückt.</p>
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<p>Als <strong>Avantgarde-Black-Metal</strong> bezeichnet metal-archives die Band, und dieser Zuschreibung würde ich mich einfach mal anschließen. Die Band macht keinerlei Ansagen, alles wird sehr <strong>mysteriös, düster</strong> und vor allem nebelig gehalten. Der Sound ist durchdringend, aber hier oben auf der Tribüne erwartbarer Weise etwas verwaschen. <strong>C.S.R</strong> hat eine starke Stimme, dennoch ist der Gesang ein wenig undeutlich. Melodisch ist das Ganze aber allemal. Am Ende des Konzerts treten nochmal alle Bandmitglieder zusammen vor und <strong>verbeugen</strong> sich. Ich zolle den gebührenden Beifall und wechsele dann die Tribünenseite, um mir einen guten Blick auf<strong> GRAVEWORM</strong> zu sichern.</p>
<h3>Sechs Fuß tief</h3>
<p>Lange Jahre war es still um die Italiener von <strong>GRAVEWORM</strong>. <strong>1992 gegründet</strong>, war die Band bis 2015 durchgängig aktiv, hatte dann aber eine <strong>längere Schaffenspause</strong> eingelegt. Nun sind sie zurück und haben ein neues Album im Gepäck! &#8222;Killing Innocence&#8220; heißt es, und selbstverständlich bekommen wir auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> einige Kostproben daraus <strong>um die Ohren gepfeffert</strong>, so zum Beispiel den siebten Track <em>&#8222;We Are the Resistance&#8220;</em>.</p>
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<p>Die fünf Metaller auf der Bühne lassen es ordentlich krachen, der <strong>Sound ist brachial</strong>. Die Zuschauer stehen dicht an dicht und lassen sich die Aufforderung von Sänger <strong>STEFAN FIORI</strong> nicht zweimal sagen: <strong>&#8222;Ich will eure Haare fliegen sehen!&#8220;</strong> &#8211; das kann er haben. Köpfe nicken, Haare fliegen, das Publikum ist voll in seinem metallischen Element. Sänger <strong>STEFAN</strong> ist sichtlich gerührt: &#8222;Es ist ne Ehre für uns, heute Abend hier für euch zu spielen!&#8220; Zum letzten Song dreht er dann nochmal richtig auf. Ein <strong>Circle Pit</strong> soll her! Und tatsächlich geht unten im Publikum jetzt die luzi ab. Ich beobachte von der Tribüne aus freudig amüsiert das feucht-fröhliche Treiben und speichere das Konzert von <strong>GRAVEWORM</strong> als einen durch und durch gelungenen Auftritt ab. Um <strong>STEFAN</strong> ein letztes Mal zu zitieren: &#8222;Vielen Dank, Dankeschön!&#8220;</p>
<h3>Keine Verschnaufpause</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>THYRFING</strong>, hui! Endlich sehen wir uns mal. Trotz langjähriger Begeisterung für diese Musiksparte ist das noch nie vorgekommen – aber es gibt wohl<strong> für alles ein erstes Mal</strong>, auch wenn dieses spät kommt.<br />
Und nochmal: Hui! Da steckt ja noch eine richtige Urgewalt früher <strong>Pagan- und Viking-Metal-Tage</strong> in diesen Jungs! Roh und rockig, wenn auch nie ohne Gefühl, so hämmern sich die Alteingesessenen durch ihr Set.</p>
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<p>Und das quasi nahtlos: Gerade mal zehn Sekunden geben sie sich und dem Publikum zwischen den Songs zum Verschnaufen – wenn überhaupt. Diese Männer spielen mit einer <strong>Überzeugung und einer Standhaftigkeit</strong>, es ist ein Fest. <strong>THYRFING</strong> beweisen, dass sie es genau so draufhaben, wie eine Band ihres Kalibers und Standes es draufhaben sollte, und genau ein Song kommt mir dabei sogar leicht bekannt vor. Habe leider vergessen, welcher.</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 2/2</strong></h3>
<p><strong>Apropos Kaliber:</strong> Nun sind wieder <strong>MÅNEGARM</strong> dran – <strong>diesmal dürfen sie ihre Instrumente allerdings einstöpseln.</strong> Toll daran ist, dass dem Publikum so der direkte Vergleich gegeben ist zwischen den beiden Seiten (böse und lieb) dieser schwedischen Formation.</p>
<p>Im Vergleich zu <strong>THYRFING</strong> aber sind sie, selbst in der Metal-Variante, definitiv die melodischere und weniger geradlinige Band. Vor allem, weil sich <strong>MÅNEGARM</strong> auch mal Pausen gönnen, sich in Ruhe auf Folk-Parts einlassen oder sich gänzlich zu einem langsameren Songtempo hinreißen lassen. Auch hat man die Gelegenheit genutzt, <strong>erneut mit Sängerin UMER aufzutreten</strong>. Ich meine, wenn sie sowieso schon mal mit dabei ist. Witz beiseite, ihre Stimme findet sich auch ins Metal-Set wunderbar ein, und ohne sie wäre es bestimmt ein weniger interessantes Konzert geworden.</p>
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<p>Ein paar der Melodien vom Vortag melden sich auch heute wieder zu Wort, und ich finde, dass die Show (und jene von gestern) einen <strong>starken Kontrast</strong> bildet zu der vom <strong>DARK TROLL</strong> im Jahre 2022, welche mir weniger gut gefallen hat.</p>
<p>Mit <em>„Oden Owns Ye All“</em> gehen <strong>MÅNEGARM</strong> zum Schluss noch einmal in den (verhältnismäßigen) <strong>Partymodus</strong>, was die Besucher sichtlich erfreut und zum Mitmachen animiert. Wenngleich der Song nur bedingt zu den meisten anderen passt, so ist es nicht umsonst ein Publikumsliebling – <strong>schnell, catchy und sogar ein bisschen mitsingbar</strong>, weil nicht gänzlich auf Schwedisch.</p>
<h3>HARAKI&#8230; HAKARI&#8230; HARAKIRI!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mache ich mir schon gar keine Notizen mehr. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> inzwischen so oft live gesehen und es war jedes mal wieder ein Highlight für mich. Aber heute ist etwas anders, und zwar wird heute ihr erstes Album, die Selbstbetitelte, zelebriert. <strong>Also nix mit <em>&#8222;Fire, walk with me&#8220;</em></strong> &#8211; dem Song, der sonst verlässlich zum Standardrepertoire gehört hatte.</p>
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<p>Zusätzlich haben <strong>HARAKIRI</strong> einen <strong>Featuregast</strong> am Start. Man munkelt ja, es handele sich bei ihm um den Sänger von <strong>GROZA</strong>. Gesanglich passt er jedenfalls gut rein, die Atmosphäre stimmt. Aber apropos Gesang: <strong>J.J.</strong> klingt irgendwie besonders heiser heute. <strong>Zu wenig geschlafen und zu viel getrunken</strong>, möglicherweise? Na, wie dem auch sei. Der nostalgische Black-Metal verfängt trotzdem bei mir und auch beim restlichen Publikum. Old but stayed gold.</p>
<h3>Ein Heer, yeah!</h3>
<p>Apropos old: Weiter geht es mit dem Auftritt von <strong>EINHERJER</strong>. Auch wenn ich den Namen schon dutzende Male auf Festivalflyern gelesen habe,<strong> live gesehen habe ich die Band tatsächlich noch nie</strong>. Ich bin gespannt!</p>
<p>Wie viele Bands auf dem diesjährigen <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> haben sich auch <strong>EINHERJER</strong> in den Neunzigern gegründet. Das Publikum vor der Bühne gestaltet sich dementsprechend. Der <strong>Altersdurchschnitt</strong> liegt dann doch ein Stücken über den jungen Jahren, die ich selbst auf dem Buckel habe. Und: Es stehen <strong>erstaunlich wenig Leute vor der Bühne</strong>! Ich hatte die Stadthalle dann doch voller erwartet&#8230;</p>
<p>Leider stelle ich recht schnell fest, dass auch ich mich für diese Band nicht begeistern kann. An sich bin ich ja ein Freund von <strong>Viking-Metal</strong>, aber was die vier Norweger oben auf der Bühne da fabrizieren, klingt für mich schlicht <strong>kraftlos und einschläfernd</strong>. Ich würde es nicht mal als schlecht bezeichnen, sondern einfach als langweilig. Die Band feuert ihre Zuschauer zwar an (&#8222;Hey! Hey! Hey!&#8220;), aber eine wirkliche Party-Stimmung will nicht aufkommen. Und so schleiche ich mich schon vor Ende des Auftritts aus der Halle, um mir vor <strong>NARGAROTH</strong> noch etwas zu Essen zu gönnen. Wann, wenn nicht jetzt.</p>
<h3>Der vorletzte Sargnagel</h3>
<p><em>Mich:</em> Irgendwann habe ich in Wacken mal <strong>NAGLFAR</strong> live gesehen. Und mit irgendwann meine ich in so grauer Vorzeit, dass ich noch <strong>absolut kein Konzept von Black Metal</strong> gehabt haben muss. In meiner Erinnerung waren<strong> NAGLFAR</strong> nämlich eine recht melodiengetriebene Pagan-Metal-Band, und der einzige Song, an den ich mich erinnere, ist „Brimstone Gate“, welcher in mehr oder weniger gemächlichen Triolen vor sich herkullert. So oder so ähnlich habe ich mir die Sache also vorgestellt. <strong>Weit gefehlt lol.</strong></p>
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<p>Die nächsten 40 Minuten stehe ich da und weiß nicht, wie mir geschieht. Die darauffolgenden zehn Minuten (Konzert ist vorbei) stehe ich immer noch da, <strong>Haare nach hinten abstehend</strong> von dem buchstäblichen Sturm, der gerade über mich hinweggefegt ist. Was ist mir da gerade widerfahren?</p>
<p>Gleich der erste Song beginnt mit <strong>Tremolo-Picking</strong>, höllisch schnellen Blast Beats und einem infernalischen Schrei, der mir zu den Ohren in den Kopf dringt und zu den Zehenspitzen wieder herauskommt. Und das hört dann einfach nicht mehr auf. Die halten dieses <strong>Tempo und Aggressionslevel</strong> einfach mal für 30 Minuten, bis sie einen auch nur ansatzweise weniger gnadenlosen Song spielen.</p>
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<p>Dieser Beschreibung nach könnte man <strong>NAGLFARs</strong> Musik mit rein stupidem Geballer verwechseln, aber nein – die Riffs, die Melodien, die die Gitarren zu diesem <strong>Buffet an Krassheit</strong> servieren, geben mir regelrecht Gänsehaut. Die Vocals klingen dazu richtig professionell und bösartig, und jeder Hochleistungssportler könnte sich noch eine Scheibe beim Drummer abschneiden.</p>
<p><em>„Brimstone Gate“</em> fällt leider aus, aber das finde ich jetzt auch gar nicht so schlimm angesichts der Tatsache, dass ich gerade ohne jegliche Vorwarnung <strong>eines der zwei besten Konzerte dieses Festivals</strong> auf mich losgelassen wurde. Und definitiv das krasseste. Ich bin begeistert. Tschüss.</p>
<h3>Der letzte schlägt die Tür zu</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zum letzten Künstler des diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong> möchte ich vorausschicken, dass sich bitte jeder seine eigene Meinung zu ihm bilde. Ja, <strong>RENE WAGNER</strong> alias<strong> ASH</strong> ist eine <strong>umstrittene Persönlichkeit.</strong> Schaue ich mir seinen Auftritt trotzdem an? Verdammt, ja! Egal, was man über ihn und damit über sein Musikprojekt sagen kann, <strong>NARGAROTH</strong> ist und bleibt eine <strong>Instanz im Black-Metal.</strong> Und hier und jetzt haben wir die Gelegenheit, diese Instanz live zu erleben.</p>
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<p><strong>ASH</strong> betritt die Bühne und reckt erstmal beide Mittelfinger gen Himmel. Die <strong>&#8222;Fickt-Euch&#8220;-Attitüde</strong> ist er also schonmal nicht losgeworden. Black-Metal-konform sind <strong>ASH</strong> und seine drei Livemusiker mit <strong>jeder Menge Leder und Nieten</strong> sowie mit klassischem Corpsepaint ausgestattet. Er selbst trägt die langen Haare die meisten Zeit quer übers Gesicht. &#8222;Wie kann man so singen?&#8220;, wundere ich mich. Aber irgendwie funktioniert es. Sehr gut sogar.</p>
<p>Stimmlich gehört ist der Auftritt von <strong>ASH</strong> beziehungsweise <strong>NARGAROTH</strong> brutal. Also <strong>brutal im Sinne von gewaltig.</strong> Der Sound insgesamt wurde leider zu laut aufgedreht und deshalb <strong>teilweise übersteuert.</strong> Immer mal wieder hört man ein unangenehmes Quietschen. Rein musikalisch finde ich das Konzert von <strong>NARGAROTH</strong> allerdings bombe, fast schon episch.</p>
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<p>An den dämonischen Dekostelen auf der Bühne werden kurz vor Schluss nochmal <strong>Kerzen entzündet</strong> für noch ein bisschen mehr schwarzmetallene Atmosphäre. &#8222;Seid ihr noch wach?&#8220;, fragt ASH in die Menge. Ja, doch. Einer geht noch. Und was darf bei einem <strong>NARGAROTH</strong>-Konzert auf keinen Fall fehlen? Na? <strong><em>&#8222;Black Metal ist Krieg&#8220;</em></strong> natürlich! Und damit wäre die Spielzeit dann auch zur Gänze ausgereizt.</p>
<h2><strong>Schlusssequenz</strong></h2>
<p>Und damit ist es auch schon wieder vorbei, das <strong>RAGNARÖK 2023</strong>. Ein Festival, gespickt mit unglaublich vielen guten Auftritten, mit leckeren Barbarenspießen und <strong>Strömen von Bier und Met.</strong> Ich kehre jedes Jahr aufs neue gerne nach<strong> Lichtenfels</strong> zurück, um dieses Fest der Festivals zu feiern. Und Obacht: Für 2024 sind <strong>bereits die ersten Bands bestätigt!</strong></p>
<p>Ich blicke zurück auf ein großartiges <strong>RAGNARÖK 2023</strong> und mir bleibt nichts weiter zu sagen als: <strong>Wir sehen uns nächstes Jahr! Cheers!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2022 12:36:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was lange währt, wird... lang? Hier der ausführliche Bericht zum WOLFSZEIT 2022 von Merlin und Mich, viel Spaß! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-zurueck-in-den-wald/">WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mich:</em> Der August neigt sich langsam seinem Ende zu, und mit ihm der Hochsommer des Jahres 2022. Und dennoch freuen wir uns – denn das bedeutet, dass das <strong>WOLFSZEIT</strong>-Festival bevorsteht! Und diesmal endlich wieder ganz ohne coronabedingte Einschränkungen, ganz ohne Ortswechsel und Maskenpflicht und Abstandsregeln. <strong>Ein ganz normales WOLFSZEIT</strong> im <strong>Crispendorfer Nadelwald</strong>, wie wir es zuletzt 2019 erleben durften! Wie? Es ist so trocken, aufgrund von extremer Brandgefahr sind jegliche Grills, Gaskocher und Konsorten am Campground verboten? <strong>Ach, verdammt.</strong> Na, was soll’s. Irgendwas ist immer. Los geht’s!</p>
<h2>Die traditionelle Einweihung</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41113" aria-describedby="caption-attachment-41113" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41113 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-15.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41113" class="wp-caption-text">Was hier wohl vor sich geht? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach der Frühanreise am Mittwoch und <strong>einem Tag durchgehender Feierei auf Camp und Infield</strong> (kann ich nur empfehlen) beginnen dann die offiziellen Festlichkeiten mit der Tradition gewordenen <strong>schamanischen Einweihung des Geländes</strong>. Diese wird auch wieder durch den Schamanen <strong>VOENIX</strong> vollzogen, in diesem Jahr sogar in Zusammenarbeit mit einer Dame namens <strong>RUNENHEX</strong>. Ein Feueropfer gibt es für die anwesenden Naturgeister den Umständen entsprechend natürlich nicht, dafür aber ein Trankopfer. Es haben sich diesmal <strong>so viele Menschen um das Spektakel versammelt</strong>, dass es schwer ist, einen ordentlichen Platz zu kriegen, an dem man auch etwas sieht. Ich schmuggel mich also an den Schaulustigen vorbei und hocke mich in die allererste Reihe. Immerhin muss ich ja Bericht erstatten. <strong>Hihi</strong>.</p>
<h3>Was allerdings diesmal anders ist&#8230;</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41112" aria-describedby="caption-attachment-41112" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41112 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Varg-11.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41112" class="wp-caption-text">FYLGJA in Aktion ©Crow</figcaption></figure>
<p>&#8230;und generell eine <strong>Weltneuheit</strong>: Zusätzlich zum Schamanenritual stehen auf einer kleinen Bühne <strong>VARG </strong>(in reduzierter Formation) und halten Trommeln und Akustikgitarren in den Händen. Denn es gibt zum Ritual gleich <strong>eine kleine Akustik-Live-Show der Wölfe </strong>dazu! Dafür wurden drei Songs ausgewählt – <em>&#8222;Fara Til Ránar&#8220;</em>, <em>&#8222;Auf Die Götter&#8220;</em> und <em>&#8222;Zeichen&#8220;</em>&nbsp;– die kurzerhand zu Akustikliedern umgeformt wurden und nun zum ersten Mal als solche vor Publikum präsentiert werden. Die <strong>Hauptstimme</strong> übernimmt dabei <strong>FYLGJA</strong> (die seit dem letzten Album Teil der Band ist), während Sänger <strong>FREKI</strong> sie in einigen Parts mit düsteren Vocals unterstützt. Währenddessen und noch weit über das Konzert hinaus ist es auch diesmal wieder den Zuschauern möglich, das Horn zu heben und vor den Anwesenden laut <strong>eine Ansprache an die Götter</strong> (oder einfach nur einen epischen Trinkspruch) zu Besten zu geben.</p>
<p>Nach der Einweihung wird dann der Dancefloor eröffnet, und <a href="https://www.crow.n-metal.de/"><strong>DJ CROW</strong></a>&nbsp;<span style="color: #800000;"><em>(der außerdem fast alle Fotos in diesem Bericht geschossen hat, bester Mann!)</em> </span>beehrt uns wie jedes Jahr mit einer <strong>Pagan-Metal-Party</strong>, die keine Kehle trocken und kein Bein lange im Ruhezustand verharren lässt. <strong>So darf ein Festival gerne beginnen!</strong></p>
<h2>ALLER ANFANG IST SCHWÜL</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41086" aria-describedby="caption-attachment-41086" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41086 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Groza-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41086" class="wp-caption-text">Da schien die Sonne noch: GROZA ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am Freitag eröffnen die bayrischen Black-Metaller <strong>GROZA</strong> das Feld. Mit <strong>schwarz verhängten Gesichtern und Yggdrasil-Scheiben</strong> an den Mikrofonständern stehen sie auf der Bühne und erzählen musikalische Geschichten von Nihilismus und Misanthropie. Während der Anfang des Konzerts noch vergleichsweise langsamer und atmosphärischer ausfällt, so legt man doch im Laufe des Sets einen ordentlichen Zahn zu. Im letzten Viertel finde ich mich in einem <strong>Gewitter aus Blast Beats</strong> wieder, das einfach nicht aufzuhören wollen scheint. Ein gutes Konzert, welches mich aber bestimmt noch mehr hätte abholen können, wenn es bei weniger schwülem Wetter stattgefunden hätte und vom Mond statt von der Sonne beschienen worden wäre. Aber dieses Statement wäre bestimmt für 80% der Gruppen auf einem solchen Festival gültig – und <strong>man kann nun mal nicht alle bei Nacht spielen lassen.</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41087" aria-describedby="caption-attachment-41087" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41087 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Aeera-11.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41087" class="wp-caption-text">Eine neue Ä(E)RA ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die zweite Band des Tages geben heute die Schwarzmetaller von <strong>ÄERA</strong>. Das &#8222;Schwarz&#8220;metaller ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen &#8211; stehen Gitarrist, Bassist und Sänger doch in schlichten schwarzen Tank Tops auf der Bühne. Nur der Schlagzeuger hebt sich davon ab mit seinem schicken weißen Hemd. <strong>ÄERA</strong> existieren erst seit 2019, haben aber in den vergangenen drei Jahren bereits ein <strong>full-length-Album</strong>, eine <strong>EP</strong> sowie eine einzelne <strong>Single</strong> veröffentlicht. Ihre Musik lässt sich dem Genre <strong>Atmospheric-Black-Metal</strong> unterordnen, wobei man sagen muss, dass sie in weiten Teilen sehr ruhig und unaufgeregt daher kommt. Selbst die schnelleren Passagen wirken auf mich mehr schöngeistig als rotzig, wobei der Gesang schon recht böse klingt. Nur sieht der ungeschminkte Sänger einfach kein bisschen böse aus.</p>
<p>Obgleich er auf Deutsch singt, verstehe ich kaum etwas vom Text. Aber das ist gar nicht der Punkt. Weder rein musikalisch noch von der Bühnenpräsenz her können mich <strong>ÄERA</strong> so recht überzeugen. Die Songs klingen <strong>technisch absolut sauber</strong>, Sänger und Musiker treffen jeweils die Töne, aber mir hat das Ganze einfach zu wenig Kanten. Es fehlen die aufrüttelnden Momente, der Fluss der Töne ist gleichförmig statt mitreißend und so fließen die Melodien einfach an mir vorbei, statt mich zu bewegen. Meine Begleiter versuchen sich an einer Problemanalyse: &#8222;Die können ihre Instrumente einfach zu gut spielen!&#8220; <strong>&#8222;Das ist Black Metal, der sich nicht traut.&#8220;</strong> Und ich muss sagen: Das klingt erstaunlich glaubwürdig.</p>
<h2>Ragnarök und Wolfszeit</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41088" aria-describedby="caption-attachment-41088" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41088 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finsterforst-14.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41088" class="wp-caption-text">FINSTERFORST oder auch: das gute alte Karohemd ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> begrüßen mich nach altbekannter Manier kompromisslos mit einer <strong>gewaltigen Soundmauer</strong>. Massive Töne dröhnen durch das schöne Nadelgeäst und lassen Borken wie Kronen erzittern – <strong>der mächtige Schwarzwald ist in Crispendorf angekommen</strong>. Zu Beginn gibt’s gleich mal den Song, der den damaligen Übergang der Band von lustigem, fröhlichen Folk Metal zu der Naturgewalt einer Musikkapelle markiert, die <strong>FINSTERFORST</strong> in heutigen Zeiten darstellen: <em>&#8222;Nichts Als Asche&#8220;</em> holt mich zurück in&#8217;s Jahr 2012. Zu dem Moment, in dem ich die &#8222;Rastlos&#8220;-CD zum ersten Mal vor Augen hatte, und mich schon das Coverbild in ferne Welten entführte, noch bevor die ersten Takte erklangen. Sänger <strong>OLI</strong> scheut sich heute absolut nicht davor, von der Bühne zu steigen und das Fußvolk nach allen Regeln der Kunst zu animieren. Und das mit Erfolg! Abgesehen davon, dass er dabei <strong>zweimal über eine Monitorbox stolpert</strong> (nüchtern?), klappt soweit alles ganz gut.</p>
<p>Zwischen den Songs gibt&#8217;s dann noch eine Entschuldigung dafür, dass beim Konzert vor drei Jahren besagter Sänger das Festival gleich ein paar Mal mit &#8222;<strong>RAGNARÖK!&#8220;</strong>&nbsp;angesprochen hat – er sei damals nicht betrunken gewesen, sondern einfach nur etwas neben der Spur. Er habe damals gerade zwei Wochen seine Abschlussarbeit fertig gehabt und zudem zuhause ein Kind von gerade mal einem halben Jahr.</p>
<p>Die heutige Liedauswahl beinhaltet genau vier Songs, die <strong>im Durchschnitt jeweils über zehn Minuten lang</strong> sind. Etwas anderes hätte ich auch gar nicht erwartet. Am Ende des Dritten dann die Ansage: &#8222;<strong>RAGNARÖK</strong>! Ach verdammt&#8230; <strong>WOLFSZEIT</strong> mein ich!&#8220; Ich freu mich.</p>
<h2>Das neueste Fieber</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41090" aria-describedby="caption-attachment-41090" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41090 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-10.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41090" class="wp-caption-text">Ein unbekannter Soldat von KANONENFIEBER ©Crow</figcaption></figure>
<p>Ich habe das Gefühl, so ziemlich jeder Mensch hier möchte <strong>KANONENFIEBER</strong> sehen. Überall auf dem Campground wimmelt es von <strong>orangefarbenen T-Shirts</strong>. Ich selber bin gespannt, was der neueste Schrei der deutschsprachigen Death-/Black-Metal-Szene so hergeben wird. Mein erster Eindruck, gemischt mit dem Regen, der langsam anfängt sich unters gute Wetter zu rühren, ist jedoch eher negativer Natur. Die Kriegsuniformen und schwarzen Ganzgesichtsmasken, der Gleichschritt zum Takt, der Stacheldraht und die Maschinengewehrposen auf der Bühne <strong>wirken auf mich doch recht albern</strong>. Auch der Moment, in dem der Sänger plötzlich vorm Mikrofon in eine Pfeife bläst, erzeugt irgendwie nur Fremdscham in mir. Mit Kriegsästhetik im Metal konnte ich noch nie besonders viel anfangen, und so ist es kein Wunder, dass mir gerade diese übertriebene Aufmachung zuwider ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41089" aria-describedby="caption-attachment-41089" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41089 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Kanonenfieber-11.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41089" class="wp-caption-text">Ist das touch? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Aber ich bin doch wegen der Musik hier! Während ich finde, dass die Studioaufnahmen teilweise an Bands wie <strong>AGRYPNIE</strong> erinnern, habe ich das Gefühl live überhaupt nicht. Der Sound scheint auch etwas sanfter abgemischt als auf Platte. Das schont die Ohren zwar etwas, möchte dafür aber nicht so wirklich Mark und Bein durchdringen. Gut klingen tut’s aber auf jeden Fall, und diese Live-Besatzung hat auch definitiv etwas drauf. Auffällig: Der Drummer ist <strong>Linkshänder</strong> und der eine Gitarrist hat eine Klampfe in mattem Chrom-Lila, die irgendwie so gar nicht ins Bühnenbild passen will. <strong>Fazit: Musik gut. Aufmachung doof.</strong></p>
<h2>Calling The Rain</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41091" aria-describedby="caption-attachment-41091" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41091 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41091" class="wp-caption-text">Da lächelt er: MATTHIAS von HARAKIRI FOR THE SKY ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Wie hätte es anders sein können: Es regnet. Großartig. Das <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong> hat das schlechte Wetter irgendwie echt gepachtet. Aber noch nieselt es nur und so wage ich mich in meiner Regenjacke mittig vor die Bühne, um nicht nur den vollen Sound um die Ohren gedröhnt zu bekommen, sondern auch einen möglichst guten Blick auf <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> zu haben. Denn die<strong> Österreicher</strong> haben in Sachen <strong>Bühnendeko</strong> ordentlich aufgerüstet (nur haben wir es natürlich verpennt, ein Foto davon zu machen).<strong><em><br />
</em></strong></p>
<p>Darüber hinaus fängt das Konzert auch gleich richtig stark an mit <em>&#8222;Sing for the Damage we&#8217;ve done&#8220;</em>, dem zweiten Track ihres neusten Albums &#8222;Mære&#8220;. Kein Geringerer als <strong>NEIGE</strong>, der Sänger von <strong>ALCEST</strong>, ist mit <strong>Guest Vocals</strong> in diesem Song vertreten! &#8230;leider kommt sein Gesang hier und heute aber nur vom Band. Als zweites Lied geben <strong>HARAKIRI</strong> <em>&#8222;Stillborn&#8220;</em> vom Album &#8222;Arson&#8220; zum Besten. Und während ich beim dritten Song (dessen Titel mir partout nicht einfällt!) ob des schlechten Wetters bereits das Zittern anfange, hastet Sänger <strong>J.J.</strong> mal wieder <strong>rastlos über die Bühne</strong>. Der hat einfach keine Ruhe.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41092" aria-describedby="caption-attachment-41092" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41092 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Harakiri-for-the-Sky-7.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41092" class="wp-caption-text">Gleich dropt er das Mic: Sänger J.J. ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>MATTHIAS</strong> dagegen steht wie immer <strong>ganz cool hinter seiner Gitarre</strong> und lässt hin und wieder die langen Haare fliegen. <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong> bieten zwar keine ausgefallene Bühnenshow, aber mangelnde <strong>Energie</strong> kann man ihnen jedenfalls nicht vorwerfen. Des weiteren bin ich ein großer Fan der Songauswahl: <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220;</em> als viertes Lied und dann endlich <strong>mein geliebtes <em>&#8222;Fire, Walk With Me&#8220;</em></strong>.</p>
<p>Den darauf folgenden Track <em>&#8222;Calling The Rain&#8220;</em> hätte es allerdings nicht unbedingt gebraucht &#8211; regnet es doch die ganze Zeit schon. Das zu Beginn des Songs eingespielte Prasseln wirkt auf mich wie <strong>ein Hohn angesichts des realen Prasselns der Wassertropfen</strong>, die gerade beständig und in großer Zahl auf die <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besucher niedergehen. Langsam merke ich, dass meine Regenjacke an Dichtigkeit nachlässt. Höchste Zeit, sich irgendwo unterzustellen! Aber den letzten Song packe ich jetzt auch noch. Es handelt sich dabei um ein <strong>PLACEBO-Cover</strong>: <em>&#8222;Song To Say Goodbye&#8220;</em>. Mit welchem Lied hätten <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> sich würdiger und zugleich würdigender verabschieden können!</p>
<h2>At Satan&#8217;s service since 1989</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41094" aria-describedby="caption-attachment-41094" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41094 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41094" class="wp-caption-text">ROTTING CHRIST saugen die Seelen der Zuschauer förmlich in sich auf ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es ist echt verflucht mit dem Wetter: Gerade erst hatte der Regen aufgehört, da fängt er auch schon wieder an. Wenigstens habe ich mich nach dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> mit warmen Klamotten und einem Regenschirm eindecken können. Inzwischen ist es dunkel geworden über der Lichtung und es schlägt die Stunde von <strong>ROTTING CHRIST</strong>. Wer die Band nicht kennt, für den zitiere ich an dieser Stelle ihren Bandcamp-Eintrag: &#8222;At Satan&#8217;s service since 1989.&#8220; Damit ist quasi alles gesagt.</p>
<p>Oder doch nicht? Festzuhalten bleibt, <strong>ROTTING CHRIST</strong> spielen melodischen, düsteren Metal. Die Themen: Okkultismus, Mythen und natürlich Satanismus. Der Platz vor der Bühne ist gut gefüllt, es herrscht beinahe Partystimmung. Gitarrist und Bassist der Band aus <strong>Athen</strong> lassen die Haare kreisen. Sänger <strong>SAKIS</strong> motiviert derweil die Menge: &#8222;Hey! Hey!&#8220; Die Interaktion mit den Zuschauern stimmt auf jeden Fall. <strong>ROTTING CHRIST</strong> verbreiten trotz der düsteren Songs einfach richtig gute Laune. Sie spielen und schreien gegen den anhaltenden Regen an, <strong>als wollten sie die Sintflut stoppen</strong>. Die Band hat aber nicht nur mächtig Spaß an ihrem Auftritt, sondern liefert auch rein musikalisch ab &#8211; routiniert und ordentlich, aber zugleich rau und räudig. Ich glaube, genau dieser Spagat hebt das Konzert für mich so hervor.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41093" aria-describedby="caption-attachment-41093" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41093 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Rotting-Christ-11.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41093" class="wp-caption-text">SAKIS von ROTTING CHRIST in seinem Element ©Crow</figcaption></figure>
<p>Auch die Lautstärke soll nicht unerwähnt bleiben! Der <strong>Tonmann scheint nochmal ordentlich aufgedreht zu haben</strong> und so fährt einem der Sound durch Mark und Bein. Das war bei den ersten Bands des Tages noch ganz anders. Aber zurück zu <strong>ROTTING CHRIST</strong>. Es ist das erste Mal, dass ich die <strong>Griechen</strong> live erlebe, und wie alle guten Auftritte geht auch dieser viel zu schnell zu Ende. <strong>SAKIS</strong> ruft noch ein paar Abschiedsworte ins Publikum (&#8222;Dankeschön Deutschland, auf Wiedersehen!&#8220;) und dann ist die Party auch schon vorbei. Selbiges kann man vom Regen leider nicht behaupten. Ein Glück, dass die <strong>WOLFSZEIT-Crew</strong> bereits heute damit angefangen hat, <strong>Stroh auf das Infield zu kippen!</strong></p>
<h2>&#8222;Der Teufel! Fuck! Deutschland!&#8220;</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41096" aria-describedby="caption-attachment-41096" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41096 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-5.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41096" class="wp-caption-text">Live aus dem Dungeon: BELPHEGOR ©Crow</figcaption></figure>
<p>Es ist Zeit für die <strong>fürchterlichsten Fürsten der Finsternis</strong>, die dieser Abend sehen wird. Es ist Zeit für <strong>BELPHEGOR</strong>! Unfassbare 30 Jahre lang ist die Band mittlerweile aktiv und auch auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> sind sie nicht das erste Mal zu Gast. Corona hin oder her, waren die <strong>Österreicher</strong> doch nie von der Bühne wegzudenken &#8211; so gaben sie sich beispielsweise <strong>2020 in Torgau</strong> die Ehre. Auch damals war das Wetter beschissen (und das ist noch nett ausgedrückt!), aber <strong>BELPHEGOR</strong> haben schon gezeigt, dass sie sich weder von Kälte noch von Nässe sonderlich beindrucken lassen. Also auf geht&#8217;s!</p>
<p>Das Bühnenbild ist mit Abstand das aufwändigste des heutigen Tages: Ein überdimensionales Bandbanner, <strong>Feuerschalen, Knochen und Totenköpfe</strong> sowie zwei übermannshohe umgedrehte Kreuze zieren das Podium und matchen damit perfekt die Gruselvisagen der Musiker. Das blutverschmierte, leichenblasse Antlitz vom Sänger wird ergänzt durch weiße Kontaktlinsen. Da machst du Auge! Durch die Schminke und die Bühnengestaltung im Kombination mit dem gnadenlosen musikalischen Geschmetter kommt schon eine gewisse <strong>Horroratmosphäre</strong> auf. <strong>BELPHEGOR</strong> geben unter anderem <em>&#8222;Totentanz &#8211; Dance Macabre&#8220;</em> zum Besten, während die Menschen vor der Bühne mit nassen Haaren und Plastikplanen die bitterböse Show genießen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41095" aria-describedby="caption-attachment-41095" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41095 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Belphegor-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41095" class="wp-caption-text">Warum denn so ernst? ©Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Sache blicke ich bei <strong>BELPHEGOR</strong> aber nach wie vor nicht, und das sind die Ansagen des Sängers. Das &#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!&#8220; verstehe ich ja noch. Aber warum zur Hölle muss er ständig &#8222;Deutschland!&#8220; brüllen? Würde die Band vom anderen Ende der Erdkugel kommen und verdammt selten, oder gar zum ersten Mal hier auftreten, würde ich es ja verstehen. Aber <strong>BELPHEGOR</strong> kommen aus Österreich&#8230; naja, egal. Die Ansagen sind sowieso recht zusammenhangslos. So stößt der Sänger unvermittelt folgende Wörter direkt hintereinander aus, ich zitiere: &#8222;Der Teufel! Fuck! Deutschland!&#8220; <strong>Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.</strong> Insgesamt liefern die <strong>Salzburger</strong> aber eine verdammt geile Show mit <strong>brachial-böser Musik</strong>.</p>
<h2>Die Trolle sind zurück</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41098" aria-describedby="caption-attachment-41098" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41098 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Finntroll-16.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41098" class="wp-caption-text">Das mMn beste Foto des ganzen Festivals zeigt einen FINNTROLL ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Als erster Headliner stehen <strong>FINNTROLL</strong>&nbsp;an. Das <strong>Urgestein der Folk-Metal-Szene</strong> beehrt uns heute mit einer bunt gemischten Setlist aus verschiedensten Stadien ihres Schaffens. Interessant ist dabei, wie sehr sich die Songs der neuesten Platte &#8222;Vredesvävd&#8220; musikalisch mit den ersten paar Alben in eine Schublade stecken lassen. Eine Tatsache, die auch vom Sänger erwähnt wird, als er einen älteren Song des Albums &#8222;Jaktens Tid&#8220; ansagt – bevor ihn seine Kollegen darauf aufmerksam machen, <strong>dass dieser von der Setlist gestrichen wurde</strong>. Stattdessen spielen die Trolle einen neueren Song an, der aber &#8211; so die Worte des Fronters &#8211; sehr &#8222;Jaktens Tid&#8220;-like sei.</p>
<p>Der Bühnensound sitzt ordentlich, der Regen ist mittlerweile weg, mein Gehirn aber leider auch. Die Müdigkeit zerrt so hart an mir, dass ich ganze <strong>dreimal in Sekundenschlaf</strong> verfalle, und nur dadurch aufwache, dass mein Körper mich reflexartig daran hindert, einfach nach hinten umzukippen. Nichts für ungut, <strong>FINNTROLL</strong>. Ich liebe euch. Aber ich glaube, <strong>ich muss jetzt schlafen gehen</strong>.</p>
<p><em>Merlin:</em> Und während die Party in vielen Camps jetzt erst so richtig beginnt, schleiche ich mich über die <strong>zappendustere Teer-Allee</strong> hin zu Campingplatz B. Hätte man die wenigen Straßenlaternen entlang des Weges nicht noch ein bisschen leuchten lassen können? Im Stockfinstern läuft man leider nicht selten Gefahr, mit dem genauso <strong>sichtblinden, teilweise torkelnden Gegenverkehr</strong> zu kollidieren&#8230;</p>
<h2>WOLKEN ÜBER CRISPENDORF</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41099" aria-describedby="caption-attachment-41099" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41099 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Maerer-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41099" class="wp-caption-text">MÆRER Loide! ©Crow</figcaption></figure>
<p><strong>Frisches Blut</strong> eröffnet den Samstag des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT-FESTIVALS</strong>. Die Mitglieder von <strong>MÆRER</strong> sind aus <strong>Halle und Leipzig</strong> angereist, um den schaulustigen Schwarzmetallern auf dem Infield die Müdigkeit aus den zerknautschten Visagen zu pusten. Wenigstens nehme ich das an, bevor das Konzert losgeht. Aber im Verlaufe des Gigs muss ich feststellen, dass <strong>MÆRER</strong> selbst eher so <strong>von der gemütlichen Sorte</strong> sind &#8211; oder zumindest ihre Musik. Schon das Bühnenbild ist sehr minimalistisch gehalten: Jeweils ein Aufsteller mit Logobanner links und rechts, dazu ein mittelgroßes Banner mit Schriftzug im Hintergrund. Auch outfittechnisch sind die fünf Musiker eher unaufgeregt unterwegs, tragen sehr schlichte, schwarze Klamotten und keine Schminke. Allein das strahlend weiße Instrument des Bassisten sticht heraus. <strong>Hab ich eigentlich erwähnt, dass es schon wieder regnet?</strong></p>
<p>Obgleich <strong>MÆRER</strong> bereits seit 2019 musikalisch aktiv sind, kam in diesem Jahr ihre <strong>erste EP</strong> auf den Markt. Damit erübrigt sich auch die Frage, was sie wohl live spielen werden. &#8222;Am Anfang&#8220; heißt das Album, das sich in vier Tracks untergliedert: <em>&#8222;I/IV &#8211; Vom Ende&#8220;</em>, <em>&#8222;II/IV &#8211; Jener Zeiten&#8220;</em>, <em>&#8222;III/IV &#8211; Verfasstes Leiden&#8220;</em> und schließlich <em>&#8222;IV/IV &#8211; Im Buche die letzten Zeilen&#8220;</em>. Auf mich wirken die Songs trotz einiger schneller Passagen überwiegend sehr ruhig. Zu den düsteren Klängen der Instrumente gesellt sich <strong>stark hallender Gesang</strong>. Das baut, vor allem in Kombination mit dem Regen, schon eine gewisse Atmosphäre auf. Mir persönlich passiert aber einfach zu wenig &#8211; musikalisch wie showtechnisch. Alles klingt wunderbar solide, aber <strong>es fesselt mich nicht</strong>, es bewegt mich nicht. Meinem Begleiter geht es da allerdings ganz anders &#8211; er nimmt sich vor, sobald er nach dem Festival wieder zuhause ankommt sogleich einen Tonträger von &#8222;Am Anfang&#8220; zu bestellen.</p>
<p>Auch wenn <strong>MÆRER</strong> mich nicht für sich begeistern konnten, so haben also andere Zuhörer durchaus Gefallen an ihnen gefunden. Der Sänger bedankt sich denn auch bei den im Regen stehenden Zuschauern und bei der <strong>WOLFSZEIT-Crew</strong>. <strong>Eine schöne Geste zum Ende des Auftakts.</strong></p>
<h2>Uffta-Uffta</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41100" aria-describedby="caption-attachment-41100" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41100 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-3.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41100" class="wp-caption-text">Wingardium Leviosa! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Am 6. April diesen Jahres war meine Vorfreude auf das <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> nochmal signifikant gestiegen. An diesem Tag wurden nämlich <strong>TOTENWACHE</strong> für die diesjährige Ausgabe des Crispendorfer Black- und Pagan-Festivals bestätigt! Die <strong>Hamburger</strong> stellen definitiv <strong>eines meiner absoluten Highlights</strong> im Line-Up dar. Einzig der beständige Nieselregen trübt die Stimmung ein wenig. Auch wenn er natürlich besser zum rauen Black-Metal passt, als es eitel Sonnenschein getan hätte &#8211; ich hatte diesbezüglich schon Befürchtungen, als <strong>TOTENWACHE</strong> für 14:10 Uhr angekündigt wurden. Aber beim <strong>WOLFSZEIT</strong> konnte man sich die letzten Jahre auf das regnerische Wetter verlassen wie auf keinem anderen Festival, und so bekommen die Zuschauer selbst zur mittäglichen Spielzeit eine <strong>passende Atmosphäre</strong> serviert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41101" aria-describedby="caption-attachment-41101" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41101 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Totenwache-7.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41101" class="wp-caption-text">ANIMATRUM von TOTENWACHE ©Crow</figcaption></figure>
<p>Wüsste ich nicht um ihre norddeutsche Herkunft, ich würde denken, man hätte <strong>TOTENWACHE</strong> direkt aus dem Finnland der 90er Jahre importiert. Kalter, unwirscher Black-Metal, <strong>geprägt von Bands der zweiten Welle</strong>. Heißt: Heiserer, krächzender Gesang gepaart mit eingängigen Riffs und quasi durchgängigen Blast Beats, dazu Corpsepaint und schwarze Klamotte. <strong>Klassisch eben</strong>. &#8222;Es ist Zeit für eine Säuberung&#8220;, bellt Sänger <strong>Animatrum</strong> ins Mikrophon und kündigt damit den gleichnamigen Track an (befindlich auf der Split &#8222;Verbrannte Erde&#8220;). Ich werde langsam aber sicher unruhig unter meinem Regenschirm. Still und starr der Musik zu lauschen ist ja schön und gut, aber eigentlich will ich verdammt nochmal meine Haare schütteln&#8230; zum Beispiel zu <em>&#8222;Gloria Antichristi&#8220;</em>. <strong>TOTENWACHE</strong> ziehen trotz (oder wegen?) des grauen Himmels <strong>Zuhörer um Zuhörer</strong> vor die Bühne. Viele in Regenjacken und -ponchos, wenige wie ich mit Schirm. Und ganz ehrlich, mir wird das jetzt auch zu blöd. Also: Schirm zu, Regenjacke aus und Haare auf! Sollen sie doch nass werden. Wann, wenn nicht zu <strong>klirrend kaltem Schwarzmetall aus der Hauptstadt des Nieselregens</strong>.</p>
<p>Wer sich jetzt übrigens fragt, ob nicht doch noch irgendetwas Unvorhergesehenes passiert ist, den muss ich enttäuschen. <strong>TOTENWACHE</strong> spielen souverän und unaufgeregt ihr Set. Keine Eskapaden (weder auf noch vor der Bühne), kein Stromausfall (Spoiler: der trifft heute noch eine andere Band&#8230;), <strong>kein Blut, kein Tod, kein gar nix</strong>. Aber mir fehlt auch nichts. Die Band hat abgeliefert und als sich <strong>Animatrum</strong>&nbsp;mit dem gewohnten &#8222;Macht&#8217;s gut, ihr Idioten&#8220; von den Zuschauern verabschiedet, kann und will ich wieder einmal nicht glauben, dass die Spielzeit schon vorbei sein soll.</p>
<p><strong>FIMBUL 2020</strong>, <strong>DARK TROLL 2022</strong> und <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> &#8211; dort habe ich <strong>TOTENWACHE</strong> nun erlebt. Also aller guten Dinge drei sein lassen? Ich denke gar nicht daran. Hey <strong>@RAGNARÖK FESTIVAL</strong>, ihr habt nicht zufällig für nächstes Jahr noch einen Slot frei?</p>
<h2>Ein Auftritt mit Hindernissen</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41134" aria-describedby="caption-attachment-41134" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41134 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Gernotshagen-5.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41134" class="wp-caption-text">Wallemähne: DAIMONICON von GERNOTSHAGEN ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> GERNOTSHAGEN</strong> spielen genau ein Lied, verabschieden sich, und das Konzert ist vorbei. Naja, nicht ganz. Irgendwas in der Elektronik oder Technik scheint sich verabschiedet zu haben &#8211;<br />
<em>Merlin:</em> Also ich habe mir sagen lassen, der Transporter von <strong>WATAIN</strong> sei übers Kabel gefahren&#8230;<br />
<em>Mich:</em> &#8230;und so ist erstmal für ganze zehn Minuten der Sound komplett weg. Zuerst will der Sänger ein paar Fotos zur Zeitüberbrückung schießen. Dank der ganzen <strong>Farbe in seinem Gesicht</strong> funktioniert die Face ID allerdings nicht mehr, so dass er sein Handy manuell entsperren muss. Dann fängt er irgendwann an, die Crowd mit <strong>Mitsingparts</strong> (ich glaube, es ist der Refrain von <em>&#8222;Dem Skirnir Zu Ehren&#8220;</em>) bei der Stange zu halten, was auch einigermaßen funktioniert. Zumindest mit denen, die den Text kennen. Im Anschluss gibt der Drummer noch ein Solo zum Besten, bis irgendwann die ganze Bühnenmaschinerie wieder läuft und <strong>GERNOTSHAGEN</strong> endlich ihre geballte Pagan-Power auf uns loslassen können. Dies teils atmosphäriger, teils aggressiver, und am Ende darf dann natürlich auch einen Vollversion des Trinklieds <em>&#8222;Dem Skirnir Zu Ehren&#8220;</em> nicht fehlen. Pünktlich zum allerletzten, verhallenden Ton bricht der Himmel entzwei und <strong>es überkommt die flüchtende Meute ein gewaltiger Regenschauer. </strong></p>
<h2>Rock’n’Roll und Regenschauer</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41104" aria-describedby="caption-attachment-41104" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41104 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Horn-10.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41104" class="wp-caption-text">Ein Mann, EinHORN ©Crow</figcaption></figure>
<p>Ein Regenschauer, der auch vor <strong>HORN</strong> keinen Halt macht. Gottseidank habe ich mit ein paar Freunden noch rechtzeitig reagiert und mir am Ende des <strong>GERNOTSHAGEN</strong>-Sets einen sicheren Platz auf einer <strong>trockenen Bank unter einem Regenschirm</strong> gesichert. Von hier aus sehen wir zwar nichts, hören aber alles. Und sind trocken. Im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden. Neben Blast Beats und gelegentlichen ruhigen Momenten kristallisiert sich aus <strong>HORNs</strong> Musik besonders viel düsteres Rock’n’Roll-Feeling heraus. Und dann fällt mir ein, dass ich diese Band <strong>bereits vor drei Jahren</strong> an genau diesem Ort live erleben durfte. Da war das Wetter etwas besser.</p>
<p>Was allerdings heute gut ist, ist der Sound. Wieder mal ist er nicht zu aggressiv, so dass es für die Ohren ein noch ganz angenehmes Erlebnis ist (auch ohne Ohrenstöpsel). Was leider kaum bis zu unseren billigen Plätzen durchdringt, ist <strong>der Folk-Metal-Anteil der neueren Musikstücke</strong>. Aber das Ganze funktioniert auch erstaunlich gut ohne. Der Sänger glänzt mit unterschiedlichen Vocaltechniken, und auffällig sind auch die ungewöhnlichen Songtitel. Liednamen wie <em>&#8222;Pein Muss (Gerieben Als Korn)&#8220;</em> oder <em>&#8222;Alpenrekorder&#8220;</em>&nbsp;versetzen mich in einen Zustand akuter Verwirrung. Davon abgesehen trägt die Show eine gute <strong>Portion ordentlicher und ehrlicher Energie</strong>, die nur leider etwas von dem Scheißwetter gebremst wird.</p>
<h2>Zurück zu schwarzen Wurzeln</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41105" aria-describedby="caption-attachment-41105" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41105 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Black-Messiah-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41105" class="wp-caption-text">Ein Könner an der Geige: ZAGAN von BLACK MESSIAH ©Crow</figcaption></figure>
<p>Nach 30 Jahren Bandgeschichte haben <strong>BLACK MESSIAH</strong> für den heutigen Anlass sowohl ein Backdrop mit ihrem gaaaanz frühen Logo als auch <strong>ein paar Black-Metal-Songs gaaaanz früher Stunde</strong> ausgepackt. Das Material ist so underground, dass es nicht mal auf gängigen Streaming-Plattformen zu finden ist, und deshalb habe ich auch keine Ahnung, wie die ersten zwei Songs heißen. Erst nach einiger Zeit werden dann so langsam die modernen Klassiker ausgepackt. Tanzbare, geigenlastige Folk-Metal-Werke wie <em>&#8222;Der Ring Mit Dem Kreuz&#8220;</em>, <em>&#8222;Sauflied&#8220;</em> und natürlich <em>&#8222;Söldnerschwein&#8220;</em>&nbsp;erwecken die Tanzfläche wieder zum Leben. Von meiner Perspektive aus sieht das ziemlich lustig aus. Lauter <strong>Ganzkörper-Kapuzengestalten</strong>, die auf einem Haufen hin- und herwippen, sieht man nicht alle Tage. Kurioserweise hört der Regen genau bei <em>&#8222;Windloni&#8220;</em>&nbsp;– einem Lied über das Wetter &#8211; urplötzlich auf. Und verpisst sich ein für alle Mal. Danke, ihr Wettergötter!</p>
<p>Respekt geht raus an Sänger und Geigenspieler <strong>Zagan</strong>, der es nicht ein-, sondern zweimal schafft, <strong>während des Singens eine gerissene Geigenseite wieder neu aufzuziehen</strong>. Ein schwieriger Prozess, wie es mir als Laie scheint. Währenddessen übernimmt gekonnt der Keyboarder die wichtigsten Geigenparts. Eine weitere Portion Respekt geht außerdem raus an <strong>Erik</strong>, den Sohn des eben genannten Sängers. Er ersetzt heute den Bassisten, und steht zum allerersten Mal mit <strong>BLACK MESSIAH</strong> auf der Bühne. Weiter so!</p>
<h2>Das mörderische Schwert</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41107" aria-describedby="caption-attachment-41107" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41107 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-9.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41107" class="wp-caption-text">Beast in Black: JENS RYDÉN von THYRFING ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Als <strong>THYRFING</strong> anfangen zu spielen, geht hinter den Regenwolken gerade die Sonne unter und der graue Nebel über den Baumwipfeln ringsum hüllt die Lichtung in eine beinahe unwirkliche Atmosphäre. Genau die richtige Stimmung für die <strong>Viking-Metaller</strong>. <strong>THYRFING</strong>, das sind fünf Männer in schmuckloser Kleidung, die bis auf das Logobanner im Hintergrund keine Bühnendeko mitgebracht haben &#8211; es sei denn, man zählt die <strong>Bierflaschen</strong> mit. Aber die <strong>Schweden</strong> brauchen auch keinen Schnickschnack drumherum. Die Musik, die sie spielen, steht für sich. Vom Tonmann wurde außerdem der Sound im Vergleich zu den vorherigen Bands nochmal ordentlich hochgedreht. In Sachen Lautstärke wird den Zuhörern jetzt einiges mehr geboten als noch am Nachmittag.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41106" aria-describedby="caption-attachment-41106" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41106 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Thyrfing-8.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41106" class="wp-caption-text">Ein moderner Wikinger ©Crow</figcaption></figure>
<p>In Sachen Wetter sind die Bands beim <strong>WOLFSZEIT</strong> aber weitestgehend gleichberechtigt. Konnten sich <strong>THYRFING </strong>in der ersten Hälfte ihres Konzerts noch über eine kurze Regenpause freuen, so fängt es dann doch wieder an, erst zaghaft, dann immer stärker. Die Musik mischt sich mit dem Prasseln der Tropfen und so <strong>verschwimmt der Sound</strong> für mich mehr und mehr zu einem Brei. Die eh schon locker stehende Menge vor der Bühne dünnt sich ob des Regens immer weiter aus. Sänger <strong>Jens Rydén</strong>&nbsp;will das aber nicht kampflos hinnehmen und motiviert die Verbliebenen: &#8222;HEY! HEY!&#8220; Dann hebt er sein Bier, es quillt schon aus der Flasche, und <strong>prostet dem Publikum zu</strong>. Die braunen langen Haare hängen ihm über die Schultern, strähnig vom Regen. Ich muss sagen, diese Optik unterstreicht die Thematik der Band &#8211; <strong>Jens Rydén</strong>&nbsp;könnte auch gut und gerne auf einem Drachenboot zur Fahrt ins Ungewisse blasen.</p>
<p>Die kampferprobten Nordmänner von <strong>THYRFING</strong> machen übrigens schon <strong>seit fast 30 Jahren</strong> Musik. In wechselnder Besetzung zwar, aber trotz einer längeren Schaffenspause zwischen 2013 und 2021 waren die Viking-Metaller bis jetzt nicht tot zu kriegen. Ihr letztes Album &#8222;Vanagandr&#8220; (aka Fenrir oder Fenris) hat im Gegenteil eine ausdrücklich positive Resonanz erfahren. Aber hier und heute auf dem <strong>WOLFSZEIT</strong> geben die Schweden nicht nur die neuen Songs, sondern auch <strong>altgediente Klassiker</strong> zum Besten. So zum Beispiel das 1999 erschienene <em>&#8222;Storms of Asgard&#8220;</em>, das durchaus episch daherkommt. Generell wohnt dem ganzen Auftritt von <strong>THYRFING</strong> eine nicht wegzudiskutierende <strong>Epik und Genialität</strong> bei. Durch und durch versiert an ihren Instrumenten, beeindrucken sie zudem mit einer Bühnenpräsenz, die ihresgleichen sucht. Und auch, wenn das Konzert mit nasskalter Witterung zu Ende geht: Die <strong>strahlende Begeisterung</strong> in den Gesichtern um mich herum vermag kein Regen abzuwaschen.</p>
<h2>Kerzen und Kutten</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41109" aria-describedby="caption-attachment-41109" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41109 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-7.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41109" class="wp-caption-text">Es ist eine Sisyphusarbeit ©Crow</figcaption></figure>
<p>Kommen wir nun zu einer Band, die in der Vergangenheit eine wesentliche Umgestaltung erfahren hat: <strong>БАТЮШКА</strong>. 2015 gegründet und mit dem Album &#8222;Litourgiya&#8220; durch die Decke gegangen, hatte sich die Band nach einem Streit der beiden Gründerväter 2018 getrennt, um nunmehr einerseits als <strong>BATUSHKA</strong> und anderseits als <strong>БАТЮШКА</strong> aktiv zu sein. Ich muss zugeben: So ganz steige ich da nicht durch. Aber Fakt ist, im <strong>WOLFSZEIT</strong>-Line-Up steht <strong>БАТЮШКА</strong> und es sieht alles danach aus, dass die Zuschauer die gewohnte <strong>Black-Metal-Liturgie nach orthodoxem Vorbild</strong> zu erwarten haben &#8211; mit allem, was dazugehört.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41108" aria-describedby="caption-attachment-41108" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41108 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/БАТЮШКА-6.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41108" class="wp-caption-text">БАТЮШКА: die Segnung ©Crow</figcaption></figure>
<p>Auftritte von <strong>БАТЮШКА</strong> beginnen nämlich, so hat es Tradition, erstmal mit ca.<strong> einer halben Stunde Wartezeit</strong>. Das erklärt sich zum einen durch den Aufbau des in der Tat recht aufwändigen Bühnenbildes, aber vor allem damit, dass ein gutes Dutzend <strong>Kerzen</strong> auf dem Podest entzündet werden wollen. Bei dem Wetter momentan kann das ja heiter(!) werden. Aber schließlich hat der Mann in Mönchskutte seine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen und <strong>БАТЮШКА</strong> können mit ihrem Konzert beginnen.</p>
<p>Dieses läuft wie immer streng nach <strong>Zeremoniell</strong> ab. Nichts wird hier dem Zufall überlassen. Die Liturgie wird ohne nennenswerte Pausen in einem Stück durchexerziert, auch rein musikalisch sind keine Ausreißer zu verzeichnen. Kein Transporter von <strong>WATAIN</strong>, der über&#8217;s Stromkabel fährt. Auf dem Infield ist es im Vergleich zu <strong>THYRFING&nbsp;</strong>noch einmal deutlich voller geworden. Die allermeisten <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besucher wollen die Metal-Messe von <strong>БАТЮШКА</strong> offensichtlich nicht verpassen. Oder campiert der ein oder andere hier vielleicht auch deshalb, um gleich bei <strong>WATAIN</strong> einen möglichst guten Platz zu erhaschen? Je näher man der Bühne kommt, desto mehr stauen sich die Menschen jedenfalls. <strong>Gruppenkuscheln</strong> hilft ja auch ganz gut gegen die unsäglichen Temperaturen.</p>
<h2>Feuer und kein Blut</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41110" aria-describedby="caption-attachment-41110" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41110 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-9.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41110" class="wp-caption-text">Der blanke Wahnsinn: WATAIN ©Crow</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Was mich genau bei <strong>WATAIN</strong> erwartet, weiß ich nicht. Alles, was ich weiß, ist, dass sie vor drei Jahren hier &#8217;ne ordentliche Sauerei (buchstäblich) sowohl im Backstage als auch auf der Bühne und in den vorderen Reihen des Publikums hinterlassen haben. Nämlich benutzen die Schweden für ihre Shows gerne mal <strong>den ein oder anderen Liter Schweineblut</strong>, der während ihrer Touren auch gerne mal die ein oder andere Woche in einem Fass gammeln gelassen wird. Zudem munkelt man, der Sänger lagere in jenem Fass über Nacht seine Bühnenkleidung. Ekelhaft. Diesmal bleibt die Stage aber gottseidank trocken. Dafür dauert es jedoch (nachdem die Band 45 Minuten Verspätung hat) keine zehn Sekunden, bis der Sänger eine <strong>brennende Fackel einfach mal so von der Bühne blindlings ins Publikum</strong> wirft. Ein &#8222;glücklicher&#8220; Besucher hebt sie auf und schwingt sie kurz über seinem Kopf, bis die Security eingreifen und der Gefahr ein Ende setzen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41111" aria-describedby="caption-attachment-41111" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41111 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/Watain-13.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41111" class="wp-caption-text">Lass Haare wehen! ©Crow</figcaption></figure>
<p>Eigentlich steht so ungefähr die ganze Bühne in Flammen. Neben Skulpturen aus (richtigen) Knochen ist sie geziert von Feuerschalen und anderen brennenden Ornamenten. Sänger und Basser halten auch gelegentlich mal zwischen und während den Songs ihre Hände schön ins Feuer rein. Ich hab’s ja verstanden, <strong>ihr nehmt es so richtig ernst mit dem Black Metal</strong>. Nebst all dem Getue aber zeigen <strong>WATAIN</strong> musikalisch, dass sie nicht umsonst die Position in der Szene belegen, die sie belegen. Ihre Performance ist schnell, aggressiv und dreckig, und man sieht den Musikern an, dass sie ordentlich Bock haben.</p>
<p>Auch ist der Sänger, so wird mir gesagt, heute ein gutes Stück gesprächiger als sonst und kommuniziert recht viel mit dem Publikum. Bevor er dann <strong>zum zweiten Mal schwungvoll eine brennende Fackel in der Menschenmasse versenkt</strong>. Es wird auch noch rituell mit einem langen Messer herumgefuchtelt und in den Feuern gestochert, bis die Band irgendwann einfach von der Bühne verschwindet und ein mehrminütiger Ambient-Track vom Tonband die Zuschauer im Ungewissen zurücklässt, ob <strong>WATAIN</strong> nochmal auftauchen oder eher nicht so. Es stellt sich heraus, dass letzteres der Fall ist, und damit endet das diesjährige <strong>WOLFSZEIT</strong> auf eine &#8230; interessante Note?</p>
<h2>DAS ENDE</h2>
<p>Leider endet es hier wirklich schon – die von vielen Anwesenden sehnlichst erwartete <strong>Aftershow-Party fällt einfach aus</strong>. Während man in den letzten zwei Jahren davon ausgehen konnte, dass dies COVID-bedingte Gründe hatte, so scheint dieser letzte Moment der Festival-Euphorie in diesem Jahr einfach <strong>kommentarlos unter dem Teppich verschwunden</strong> zu sein. Schade! Ich hatte mich sehr darauf gefreut, und mit mir ein Haufen Anderer, die nun sporadisch vom Infield ins Außen tropfen, als sie merken, dass da wohl tatsächlich nichts mehr kommt.</p>
<h2>Fazit?</h2>
<p><em>Merlin: </em>Zwei Wermutstropfen habe auch ich auf diesem ansonsten wirklich großartigen Festival zu verzeichnen. Da wäre vor allem die schon erwähnte <strong>Beleuchtungssituation</strong> nachts vom Infield rüber zu Campingplatz B. Auf einem mehrtägigen Festival hat nicht jeder Besucher immer und überall eine (Handy)Taschenlampe zur Verfügung. Und abgesehen von der durchaus realen Gefahr des Zusammenstoßens mit anderen Menschen ist die Straße außerdem gesäumt mit nicht wenigen <strong>Schlaglöchern</strong>, von denen Sturzgefahr ausgeht &#8211; für Nüchterne wie für Betrunkene. Darum bitte bitte bitte, beleuchtet in Zukunft diesen scheiß Weg! Danke &lt;3</p>
<p>Der zweite Punkt, verschmerzbar, aber schade, sind die billigen Einmal-Plastikbecher, in denen die Getränke ausgeschänkt wurden. Wo sind die schönen stabilen <strong>WOLFSZEIT-Becher</strong> hin, die es vor Corona mal gab? Vielleicht feiern sie ja nächstes Jahr ihr Comeback &#8211; ich würde mich riesig freuen.</p>
<p><em>Mich: </em>&#8230; außerdem wäre es &#8211; so denke ich &#8211; ganz cool, wenn die <strong>Autogrammstunden etwas größer aufgezogen</strong> wären, oder man zumindest die <strong>Informationen dazu</strong> (Zeitplan etc.) etwas offensichtlicher irgendwo einsehen könnte. Viele der Bands hatten bei ihrem Meet &amp; Greet quasi keine Besucher, während ich nicht nur einmal in eine überraschte Visage starrte, als ich jemanden danach fragte, ob er denn gerade bei seiner Lieblingsband am Autogrammstand gewesen sei.&nbsp;</p>
<p>Ansonsten – was soll ich sagen? <strong>Es war wie immer ein großartiges Fest!</strong> Nichts geht über Black und Pagan Metal im tiefsten Thüringer Wald! Großartige Location, großartige Bandauswahl, tolle Konzerte und ein unvergleichliches <strong>~<em>Ambiente~</em></strong>. Wie jedes Jahr kann ich nur den Blick nach vorne richten und mich darauf freuen, dieses einzigartige Event in der kommenden Sonnenumrundung ein weiteres Mal miterleben zu dürfen.</p>
<p><em>Merlin:</em> Ich kann mich <span style="color: #800000;">Mich</span> da nur anschließen. Es ist mir jedes Jahr wieder ein Fest, dem <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong> beiwohnen zu dürfen. Danke an all die wunderbaren Menschen vor und hinter den Kulissen, <strong>danke MARVIN</strong>, und ein ganz besonderes Danke an dieser Stelle nochmal an den DJ und Fotografen <strong>CROW</strong>, der die Konzerte in faszinierenden Bildern für die Nachwelt festgehalten hat. Apropos faszinierende Bilder&#8230; war da nicht was mit einer Bimmelbahn? Eh, ja. Von unserer Fahrt mit <strong>CRISPI</strong> haben wir in diesem Jahr leider kein Foto gemacht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41136" aria-describedby="caption-attachment-41136" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41136 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-300x135.jpg" alt="" width="300" height="135" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-300x135.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-1024x461.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005-750x338.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-20220828-WA0005.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41136" class="wp-caption-text">Dafür gibt&#8217;s ein Selfie von uns mit dem Met-Wolf.</figcaption></figure>
<p><em>Mich &amp; Merlin:</em> <strong>Cheers! Man sieht sich zur nächsten WOLFSZEIT!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-zurueck-in-den-wald/">WOLFSZEIT 2022 &#8211; ZURÜCK IN DEN WALD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2022 VORBERICHT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2022 06:23:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Batushka]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das (oder die?) Wolfszeit steht vor der scheppernden Tür! Alle Infos bekommt ihr natürlich hier. Wir sehen uns! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-vorbericht/">WOLFSZEIT 2022 VORBERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hoch die Hörner, auf eine neue Ausgabe des wunderbaren <strong>WOLFSZEIT-FESTIVALS!</strong></p>
<p>In Crispendorf im schönen <strong>Thüringen</strong> findet auch dieses Jahr wieder das von mir heiß geliebte <strong>Black- und Pagan-Metal-Event</strong> statt. Mit dabei sind unter anderem <strong>WATAIN</strong>, <strong>BATUSHKA</strong>,<strong> FINNTROLL</strong> und <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>. Auch haben es sich die Verantwortlichen nicht nehmen lassen,<strong> KANONENFIEBER</strong> zu engagieren &#8211; die Schwarzmetaller gehen ja derart durch die Decke momentan! Ich persönlich freue mich natürlich ganz besonders auf <strong>TOTENWACHE</strong>. Und da <strong>BLACK MESSIAH</strong> ihren Auftritt im letzten Jahr leider nicht wahrnehmen konnten, ist es umso schöner, sie dafür auf dem diesjährigen <strong>WOLFZEIT-FESTIVAL</strong> erleben zu können!</p>
<p>Kurzum, es ist für jeden Freund des folkigen und/oder düsteren Metal etwas dabei. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass <strong>VARG</strong> am Donnerstag ein <strong>Akustikset</strong> zum Besten geben werden?</p>
<p>Auch für das leibliche Wohl ist dank der Essensstände wie immer gesorgt, <strong>Bier und Met</strong> sind reichlich vorhanden, und campen kann man wie gewohnt direkt neben seinem Auto. Was allerdings<strong> anders</strong> ist: In diesem Jahr sind <strong>aufgrund der hohen Waldbrandgefahr KEINE GASKOCHER ERLAUBT!</strong> Grillen und jegliches offenes Feuer sind ebenfalls verboten. Wer die <strong>WOLFSZEIT</strong>-Location kennt, weiß: Besser is das. Schließlich ist die Lichtung im tiefsten Thüringen komplett von Wald umschlossen.</p>
<p>Jetzt aber genug der warmen und warnenden Worte. Wir sehen uns am Donnerstag! Tickets kann man online zwar so kurzfristig nicht mehr erwerben, aber vor Ort gibt es eine <strong>ausreichend bestückte Abendkasse</strong>! Es gilt &#8211; um mit den Veranstaltern zu sprechen &#8211; <strong>&#8222;Erscheinen Sie, sonst weinen Sie&#8220;.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Was? <strong>WOLFSZEIT-FESTIVAL</strong><br />
Wann? 25.-27. August 2022<br />
Wo? Ferienland 2, 07907 Schleiz (Ortsteil Crispendorf)<br />
<a href="https://www.wolfszeit-festival.de">https://www.wolfszeit-festival.de</a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Tickets an der Abendkasse vor Ort erhältlich</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2022-vorbericht/">WOLFSZEIT 2022 VORBERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>HARAKIRI FOR THE SKY im Interview</title>
		<link>https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-interview-2021/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=harakiri-for-the-sky-interview-2021</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2021 09:12:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[AOP Records]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Fäulnis]]></category>
		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
		<category><![CDATA[J.J.]]></category>
		<category><![CDATA[Neige]]></category>
		<category><![CDATA[nostalgia]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[österreichischer black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir hören ja nicht nur Musik, wir reden auch gern drüber! Am liebsten sogar mit den Künstlern selbst!<br />
Heute mal mit HARAKIRI FOR THE SKY über ihr neuestes Album und die aktuelle Zeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-interview-2021/">HARAKIRI FOR THE SKY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Februar haben <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> ihr neues und mittlerweile fünftes Album &#8222;Mære&#8220; <em><strong>(<a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-maere">hier geht&#8217;s zur Review</a>)</strong></em> auf den Markt gebracht. Gastautor Alex und ich hatten vorab die Chance, mit Sänger J.J. zu sprechen: Über Kuschelkonzerte, die Tier-Tradition der Coverartworks und warum englische Wörter nicht immer die bessere Wahl sind.</p>
<p><em>Merlin: Eigentlich geht’s ja um euer neues Album, aber natürlich kommen wir um das Thema Corona nicht herum. Ihr musstet ja schon den Release-Termin verschieben, größere Veranstaltungen sind auch in Österreich erstmal tabu, wie schaut’s da aus – habt ihr irgendeine Perspektive?</em></p>
<p>J.J.: Nah… net wirklich. Also zur Zeit… ich glaub, bis auf Neuseeland und Australien liegt überall alles auf Eis zur Zeit. Die Bayern wollen ja jetzt auch erstmal die Grenzen zu Österreich dicht machen, weil wir hier unseren Lockdown lockern. Mit vorsichtigem Optimismus traue ich uns irgendwelche minimalistischen Abstandsfestivals im Sommer zu, so wie 2020 das <strong>WOLFSZEIT</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020"><strong><em>hier geht’s zum Festivalbericht</em></strong></a>). Halt mit Masken und Abstand für 2500 Leute statt für 10.000 oder so. Sowas trau ich uns zu, aber auch eher so im regionalen Umfeld. Nix, was großartig mit Fliegen oder sonstigwas verbunden ist. Das wär dann glaub ich alles schon wieder ein bisschen zu kompliziert…</p>
<p>Keine Ahnung, wer weiß, ob die ganzen Herbsttouren funktionieren! Bei der Impfbereitschaft, wie langsam das momentan weitergeht… da haben wir vielleicht schon wieder ein anderes Virus, bevor wir das hier unter Kontrolle haben. In Österreich ist die Impfbereitschaft gerade viel zu gering für eine baldige Herdenimmunität.</p>
<h2>Da brauch ich mir glaub ich die Welt nicht schöner reden, als sie ist</h2>
<p><em>Alex: Im <strong>Backstage</strong> in München zum Beispiel gab es ja in 2020 ein paar Abstandskonzerte…</em></p>
<p>J.J.: Ja, da hab ich mit meiner anderen Band gespielt, mit <strong>KARG</strong>. Und das hat, finde ich, ganz gut funktioniert. Dadurch, dass nicht nur vier Leute an einem kleinen Tisch gesessen sind, sondern doch glaube ich bis zu zehn, hatte man so ein bisschen das Feeling, wie am Anfang, wenn du mit einer Band startest und du hast nur das erste Album und dann sind halt, wenn du unter der Woche in Wien spielst, nur deine Freunde da, weil sich sonst halt keiner dafür interessiert. Und so kommt einem das halt vor, wie ein Kuschelkonzert, nur mit den engsten Freunden, da ein paar, da ein paar, da ein paar. Also ich hab’s gut gefunden.</p>
<p>Es war auf jeden Fall besser, als gar nichts zu machen. Die Leute haben sich ja auch gefreut, also da hat’s keine schlechten Resonanzen gegeben. Die haben auch fleißig Shirts und Platten gekauft, weil sie froh waren, endlich mal wieder face to face Kohle für Merchandise ausgeben und auch ein bisschen quatschen zu können. Vielleicht bekommen wir sowas wieder hin bis zum Herbst. Aber so Festivals wie die, wo wir unsere Jugend verbracht haben… davon sind wir glaub ich noch mindestens anderthalb Jahre entfernt, also mindestens bis Sommer 2022. Da brauch ich mir glaub ich die Welt nicht schöner reden, als sie ist.</p>
<p><em>Merlin: Wie habt ihr denn die Festivals unter Corona-Bedingungen erlebt? Du hast ja das <strong>WOLFSZEIT</strong> schon angesprochen und auf dem <strong>FIMBUL</strong> habt ihr ja auch gespielt, wie war das für euch?</em></p>
<p>J.J.: Ich hab’s nicht als so schlimm empfunden. Ich hätt’s lästig gefunden, wenn wir als Band beim Soundcheck Masken hätten tragen müssen, weil das ist ja dann auch nicht wenig anstrengend, auch wenn’s nur ein Soundcheck ist. Und vorher trägst du das ganze Zeug rauf und hin und her.</p>
<p>Ich hab mich in das ganze Corona-Thema generell nicht so reingesteigert. Ohne das Virus verharmlosen zu wollen, aber es ist schon lustig, wenn wir mal zwei Tage lang miteinander gesoffen haben, was mit 30 Jahren auch nicht mehr so ohne ist, und dann fühl ich mich am dritten Tag krank und sie kommen gleich so, „mach doch n‘ Corona-Test“. Ich bin schon wieder die ganze Zeit im Winter draußen gestanden und hab geraucht, ohne Jacke, aber du darfst einfach nicht mehr normal verkühlt sein, weil sofort… naja. Aber wir halten uns in der Band natürlich alle an die Vorgaben, also da gibt’s keine Diskussion!</p>
<h2>Wie ein Kuschelkonzert, nur mit den engsten Freunden</h2>
<p><em>Merlin: Kommen wir zu eurem neuen Album: Wir seid ihr auf den Namen gekommen, wie seid ihr auf das Cover gekommen und wie geht das zusammen?</em></p>
<p>J.J.: Also „Mære“ kommt ja von Albtraum. Und im Endeffekt ist das Cover eine Metapher, auch für die heutige Zeit… die Freiheit wird einem genommen, nicht nur wegen Corona, sondern alles wird überwacht… und wenn man 30 wird, da merkt man so, die Freundschaften lassen nach, man trifft nicht mehr so viele Leute, der social-media-Effekt, man hat 1000 Freunde, aber nur drei richtige… Und das mit dem „die Haut überziehen“ ist ja für ein Tier auch etwas Albtraumartiges. Das ist uns auch aufgefallen, dass wir noch kein Cover ohne Tier veröffentlicht haben. Das ist so ein bisschen Band-policy, dass da ein Tier drauf muss. Also jetzt im Normalfall nicht ein Elefant oder so, sondern ein Tier – jetzt nicht nur wegen dem Black-Metal – das mit dem, wo wir herkommen, etwas zu tun hat, mit Österreich. Also das ist jetzt nichts Lokalpatriotisches, aber zu diesen Tieren hat man halt einen Bezug.</p>
<p>Und joa, wir haben da erst lange rumgesucht und Matthias ist dann zufällig bei Instagram über diese Zeichnung gestolpert. Die ist von einer jungen holländischen Künstlerin. Mit der haben wir dann geschrieben und sie gefragt, ob sie das Bild noch leicht verändern würde, mit anderen Farben, weil wir uns diesmal auf rot-schwarz geeinigt hatten. Dieses gold-schwarz wie bei „Arson“, das ist Matthias Ding gewesen. Da ist er mir vier Alben lang in den Ohren gelegen, dass er das unbedingt haben möchte. Deshalb hab ich damals gesagt, okay, dieses Album machen wir es so, wie du willst, aber dafür nehmen wir dann schwarz-rot beim nächsten.</p>
<p>Und der Titel „Mære“ spielt auf eine Art Guhl an, der des nachts auf deiner Brust sitzt und dich vom Schlafen abhält. Und das ist für uns oder vor allem für mich eine Metapher für die Gedanken, die sich auch in den Songtexten widerspiegeln und die mich nachts vom Schlafen abhalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-37164" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em>Alex: Wie kamen denn die Features auf dem Album zustande, vor allem das mit <strong>Neige</strong> von <strong>ALCEST</strong>? Der hat ja auch so eine Tendenz, andere Bands zu fragen, auch solche, die stilistisch erstmal gar nichts mit <strong>ALCEST </strong>gemein haben, und dann einfach zu sagen „hey, ich mag eure Musik, lass mal ne Tour machen!“</em></p>
<p>J.J.: Ja, und Neige ist so gescheit, dass er weiß, dass es viel mehr Sinn ergibt, mit Bands zu touren, die alle ein bisschen in ne andere Schiene gehen, und nicht drei Bands zu nehmen, die alle aus demselben Genre kommen. Ich würde zwar nicht sagen, <strong>HARAKIRI </strong>und <strong>ALCEST</strong> könnten nicht zusammen auf Tour gehen, weil das zu ähnlich ist, aber dann müsste zumindest die dritte Band komplett in eine andere Richtung gehen, damit das irgendwie heraussticht.</p>
<p>Also Matthias schreibt schon lange mit Neige bei Facebook, die haben einen recht ähnlichen Musikgeschmack. Und da haben die zwei eben auch Musikideen hin und her geschickt. Und dann trifft man sich irgendwann persönlich, was halt passiert, wenn man auf ähnlichen Festivals spielt. Dass man dann zuerst im selben Backstage abhängt, dann spielt <strong>HARAKIRI </strong>vor <strong>ALCEST</strong> und dann gehen die auf die Bühne, wenn wir von der Bühne gehen. Da kennt man sich dann ein bisschen zumindest. Jedenfalls sind wir dann zusammengesessen, sollen wir uns trauen, dass wir Neige fragen? Dann haben wir ein bisschen was getrunken und irgendwann hatten wir dann genug Mut zusammen und haben ihm geschrieben, ob er beim nächsten Album bock auf ein Feature hätte. <em>*lacht*</em></p>
<p>Und wir haben eigentlich geglaubt, nee, wir sind ihm sicher zu unbekannt, oder vielleicht auch zu ähnlich wie <strong>ALCEST</strong> oder was auch immer, aber er hat sofort ja gesagt! Es hat dann ein bisschen gedauert, da konnte er aber nichts für, sondern weil die das in Paris mit dem ersten Lockdown ja noch viel ernster genommen haben. Da hat er etwas gebraucht, bis er ein Studio gefunden hat. Das war glaube ich wirklich erst Anfang Mai. Und sonst hat das aber super funktioniert! Ich find’s auch gut, dass er etwas Cleanes singt und nicht nur schreit. Obwohl er gar nicht so viel älter ist als Matthias und ich, ist er halt doch so eine Art Jugend-hero. Und an seiner Musik orientieren wir uns natürlich auch zu einem gewissen Grad, auch wenn mittlerweile auch viel andere Einflüsse drin sind. Aber wo wir herkommen, das ist wahrscheinlich fast unüberhörbar.</p>
<h2>&#8222;nostalgia&#8220; klingt eigentlich scheiße von der Aussprache her</h2>
<p><em>Alex: Apropos Cleangesang, auf eurem zweiten Album „Aokigahara“ gab’s ja auch in einem Song eine Passage auf Deutsch…</em></p>
<p>J.J.: Ja, die war nicht von mir, sondern wir wollten <strong>Ben</strong> von <strong>FÄULNIS</strong> für das Feature haben und er hat sich nicht drauf eingelassen, einen englischen Text zu singen. <em>*schmunzelt*</em> Da hab ich dann im Endeffekt einfach n Vierzeiler rausgestrichen und gesagt „mach was du willst“. Ich selbst bin nie so hundertprozentig hinter gemischtsprachigen Songs gestanden, weil entweder so oder so. Also ich hab kein Problem mit Bands, die ein paar englischsprachige Songs auf ihrem Album haben und ein paar deutsche oder französische oder norwegische, aber im selben Song war das für mich jetzt nie so das Wahre. Aber ja, ich wollte Ben auf dem Album haben, weil er ein super cooler Typ ist und halt auch super coole Vocals macht – mir wär halt lieber gewesen, er hätte meinen Text gesungen in Englisch. <em>*lacht*</em> Aber das passt schon so für mich.</p>
<p><em>Alex: Und wie ist das mit Stimmvarianz bei dir?</em></p>
<p>J.J.: Es ist so… je älter du wirst, desto schwieriger wird das Hohe. Auf den ganz alten <strong>KARG</strong> Sachen zum Beispiel habe ich um Welten höher geschrien als jetzt. Das hat sich dann geändert, vielleicht auch durch die musikalischen Einflüsse, dass ich dann ab 2011 viel mehr Modern Hardcore und so gehört hab. Vielleicht hab ich dadurch auch automatisch hardcore-mäßiger gesungen. Aber es ist natürlich auch mit dem Alter gekommen. Auf &#8222;Aokigahara&#8220; war ich auch noch sehr hoch eigentlich. Ich weiß auch, dass meine Stimme auf 80 Minuten verteilt dann doch ein bisschen eintönig ist. Ich probier&#8217;s halt dann doch wieder mal, etwas höher zu shouten, aber das ist auch was, das man als Außenstehender oft ein bisschen unterschätzt. Dass die Aussprache von gewissen Wörtern oder Silben in gewissen Tonlagen manchmal nicht so gut funktioniert.</p>
<p>Matthias hat zum Beispiel auf unserem neuen Album das Wort &#8222;nostalgia&#8220; sehr gestört. &#8222;Nostalgie&#8220; klingt ja im Deutschen ganz cool, aber &#8222;nostalgia&#8220; klingt eigentlich scheiße von der Aussprache her. Also, es ist nicht immer alles so leicht, wie die Leute es auf YouTube gerne kommentieren. Oder wenn du schonmal 25 Konzerte hintereinander gespielt hast, ohne einen day off, dann quatsch nochmal mit mir drüber, wie das ist mit Stimmfarbe und jedes Mal reinschreien, was die Stimme hergibt. Da ist dann manches einfach nicht mehr möglich. Man probiert natürlich immer einen Kompromiss zu finden, dass es live doch nicht so viel schlechter als auf dem Album klingt. Weil natürlich hat man beim Album so viele Möglichkeiten, wie man will, und ich kann meinetwegen jedes Wort siebzehn mal einsingen, aber&#8230; naja.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Harakiri For The Sky - Sing For The Damage We&#039;ve Done feat. Neige // Alcest" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zuN_bewAxvI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>Merlin: Welche Bands sind denn momentan eure musikalische Inspiration? Du hattest ja schon <strong>ALCEST</strong> genannt&#8230;</em></p>
<p>J.J.: Also das ist unterschiedlich. Matthias hört gerne auch so Indie-Zeug und die neuen Sachen von <strong>DEFTONES</strong> und so&#8230; Bei mir ist es eben viel Modern Hardcore, zum Beispiel <strong>BIRDS IN ROW</strong>. Aber auch Sachen wie <strong>LUSTRE</strong>, <strong>TAAKE</strong>, von <strong>LANTLOS</strong> die &#8222;.neon&#8220;&#8230; &#8222;Spiritual Instinct&#8220; von <strong>ALCEST</strong> höre ich mir fast jeden Tag an. Witzigerweise war <em>&#8222;Protection&#8220;</em> am Anfang nicht mal mein Lieblingslied, sondern der erste Song<em> &#8222;Les jardins de minuit&#8220;. A</em>ber mittlerweile hat sich <em>&#8222;Protection&#8220;</em> so gemausert bei mir&#8230; Und ja, <strong>LIFELOVER</strong> und <strong>APATHIE</strong> hab ich auch gehört am Wochenende.&nbsp;</p>
<p><em>Vielen Dank für deine Zeit und das Interview!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-interview-2021/">HARAKIRI FOR THE SKY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>HARAKIRI FOR THE SKY &#8211; Gefangen in Gedanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 07:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>9 Jahre... Für Whiskey zu jung, für ein neues Album zu lang... oder?!<br />
HARAKIRI FOR THE SKY haben ihr fünftes Album rausgebracht, bei dem es im Vorfeld schon etwas Trouble mit den Features gab.</p>
<p>Wir haben reingehört und ... 9/10! Wie wo was?! Find's raus!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> – &#8222;Mære&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 19.02.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 85min.<br />
<strong>Label:</strong> AOP Records<br />
<strong>Genre:</strong> Post Black-Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Neun Jahre ist es mittlerweile her, dass <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mit ihrem selbstbetitelten Album debütierten. Seitdem haben uns die Österreicher in regelmäßigen Abständen immer wieder mit neuem Material beglückt, und nun steht <strong>ihr bereits fünftes Werk</strong> in den Startlöchern: &#8222;Mære&#8220;.</p>
<p>Und das ist<strong> im wahrsten Sinne des Wortes ein Full-length Album</strong>. Knappe 85 Minuten beträgt die Spielzeit. Das ist ja schonmal eine Ansage. Ob <strong>HARAKIRI</strong> auch über so lange Zeit ihr gewohnt hohes Niveau halten können?</p>
<h2><strong><em>Cause the more I sleep, the less I dream</em></strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-37159 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-300x229.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-1024x783.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-750x574.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068.jpg 1050w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Eröffnet wird das Album mit dem Song <em>&#8222;I, Pallbearer&#8220;</em>. Mit 7 Minuten einer der kürzeren. Wer &#8222;Arson&#8220;, den Vorgänger von &#8222;Mære&#8220; kennt, weiß, dass dort mit<em> &#8222;Fire Walk With Me&#8220;</em> ein unfassbar starker opener vertreten war. Da kommt<em> &#8222;I, Pallbearer&#8220;</em> zwar nicht ran, aber trotzdem eröffnet er nach einem kurzen Intro den typischen <strong>HARAKIRI</strong> sound: <strong>Melancholisch und melodiestark</strong>, während der Text schmerzhafte Abgründe offenbart. Abgerundet wird der Song schließlich von einem <strong>ruhigen Klavier-Outro</strong>.</p>
<h2><strong><em>Sing for the damage we’ve done<br />
And the worse things yet to come</em></strong></h2>
<p>Der zweite Track <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> fällt mir gleich beim ersten Hören auf. Nach einer sich immer weiter aufbauenden Gitarren-Einleitung legen plötzlich die Drums richtig los und die Kombination aus eingängiger Melodie und eindrücklichem Gesang entwickelt eine beinahe furchteinflößende Anziehungskraft. <strong>Man kann nicht mehr weghören.</strong> Und dann, nachdem die ersten 5 Minuten eh wie im Flug vergangen sind, setzt auch noch kein geringerer als <strong>Neige</strong> <strong>von ALCEST</strong> ein! Bei <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> stimmt einfach alles. Definitiv auf der Favoriten-Liste ganz weit oben!</p>
<h2><strong><em>Carry me forever in your heart</em></strong></h2>
<p>Mit <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220; </em>sind wir nun beim dritten Track, und auch dieser ist wieder ganz besonders gelungen. Hier möchte ich vor allem hervorheben, <strong>wie gut sich Text und Musik verblenden!</strong> Obwohl beides aus unterschiedlichen Federn stammt, wirkt es doch wie aus einem Guss. Der Song glänzt außerdem durch <strong>Sehnsuchtsmelodien</strong>. Folk-Ansätze, die an <strong>SKYFOREST </strong>oder gegen Ende an <strong>NIGHTWISHs</strong> &#8222;The Islander&#8220; erinnern, nehmen den Hörer mit auf <strong>eine Reise voll Fernweh und Weltschmerz</strong>.</p>
<p>Überhaupt könnte man zu jedem einzelnen Track auf &#8222;Mære&#8220; viel Positives sagen. Jeder hat seine eigenen einprägsamen Melodien und Rhythmen, <strong>die Songs funktionieren einzeln, aber ebenso so gut aneinandergereiht als ein großes Ganzes</strong>. Natürlich habe ich trotzdem meine Lieblinge. Auf <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> und <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220;</em> habe ich ja schon meine Lobeshymne gesungen, aber auch der siebte Track <em>&#8222;And Oceans Between Us&#8220;</em> soll an dieser Stelle unbedingt erwähnt sein – ein Song, der mich vom ersten Takt an mitgerissen und nicht mehr losgelassen hat. <strong>Achtung, Ohrwurm incoming!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Harakiri For The Sky - Sing For The Damage We&#039;ve Done feat. Neige // Alcest" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zuN_bewAxvI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Erwähnt seien außerdem das <strong>Feature</strong> der anonymen Stimme von <strong>GAEREA </strong>in <em>&#8222;Silver Needle // </em>Golden Dawn&#8220;, das schwermütige Gitarren-Intro in <em>&#8222;Time Is A Ghost&#8220;</em> und last but not least das in meinen Ohren großartige <strong>PLACEBO</strong>-cover <em>&#8222;Song To Say Goodbye&#8220;</em>. <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben sich mit ihren Alben stets weiterentwickelt. Der Sound wurde immer vielschichtiger, die Produktion klarer. &#8222;Mære&#8220; ist im Gegensatz zu früheren Alben <strong>eher harmonisch als beklemmend</strong>, nur die frustrierten Texte halten sich beständig.</p>
<p>Auch in der Ausführlichkeit ihrer Songs bleiben sich <strong>HARAKIRI</strong> treu, und hier schließt sich mein größter Kritikpunkt an: <strong>Das Album ist sehr, sehr lang.</strong> Und dabei wird es ja nicht mal in seinem Verlauf schwächer – bei keinem der zehn Tracks würde ich sagen, gerade der ist der &#8222;Track zu viel&#8220;. Im Gegenteil, jeder Song hat nach meinem Empfinden einen gerechtfertigten Platz auf dem Album. Aber sie alle in einem Stück zu genießen, das fordert doch sehr viel Zeit und Entspanntheit. <strong>Geduld ist hier die Tugend der Wahl.</strong></p>
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		<title>Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 12:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 - es war nicht alles schlecht...</p>
<p>Das Wolfszeit-Festival war, als eines der wenigen diesjahr, aktiv und hat die Besucher mit Metal beschallt und in Festivalstimmung gehüllt - so weit es eben ging.</p>
<p>Was es zum wespenfreien und Desinfektionsmittel-geschwängerten Festival sonst noch zu sagen gibt: nun bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das WOLFSZEIT findet statt! </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als wir diese Nachricht bekamen, war die Freude natürlich riesig. Dass trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie uns in diesem Jahr schon beschert hat, tatsächlich jemand es schafft, 2020 ein Metal-Festival dieser Größe auf die Beine zu stellen, damit hätte wohl keiner mehr so wirklich gerechnet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Das alles haben wir einem Organisationsteam zu verdanken, das bereit war, erhebliche Kompromisse einzugehen und massive finanzielle Risiken auf sich zu nehmen. Nicht nur musste ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept in Kraft gesetzt werden und die Veranstaltung um einen Monat nach hinten geschoben werden, auch <em>räumlich</em> musste man das Ganze verschieben – <strong>in ein anderes Bundesland.</strong> Statt der üblichen Lichtung im Crispendorfer Nadelwald (Thüringen) würde diesmal das Gelände vom Entenfang bei Torgau (Sachsen) als Schlachtfeld für das <strong>WOLFSZEIT </strong>dienen. Bei der Veranstaltung selbst würde zusätzlich zu Maskenpflicht, Fiebermessungen und Abstandsregeln eine Art Insel-Politik gelten: Niemand aus Torgau darf das Festivalgelände betreten – und vice-versa.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Und so sitze ich, trotz allem Widerstand, am 24. September voller Vorfreude mehr als 6 Stunden im Auto und mache mich auf den Weg zu meinem ersten und einzigen Festival dieses verdammten Jahres.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Die Einweihung</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Aufbau des Zeltplatzes (in einer Wiese voller vertrockneter Pferdeköttel), dem ersten Dosenbier und ein paar Komplikationen bis zum Erhalt meines Bändchens ist dann auch schon die Zeit da, die Veranstaltung offiziell zu eröffnen. Zu diesem Zwecke hat man den <strong>Schamanen</strong> <strong>VOENIX</strong> angeheuert. Hölzerne Masken dekorieren das umliegende Geäst, als er mit Trommel, Räucherstäben, Methorn und einer versammelten Schar von Zuschauern den heiligen Boden einweiht und die Götter und Geister des Ortes um ihre Einwilligung bittet. <strong>Wer sich berufen fühlt, darf im Anschluss selbst das Horn erheben</strong> und einen Spruch an die Asen zum Besten zu geben. Ein stimmiger Einstieg für ein Pagan-, Folk- und Black-Metal-Festival.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36433" aria-describedby="caption-attachment-36433" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36433" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg" alt="" width="470" height="623" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-227x300.jpg 227w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-773x1024.jpg 773w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-750x993.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36433" class="wp-caption-text">Einweihungsrituale mit dem Schamanen Voenix</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Der Weg aus dem Infield zurück aufs Camp führt um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet herum und wirkt unproportional lang. Auch hier scheint es sich um eine Sicherheitsmaßnahme zu handeln – damit sich nicht ein- und ausgehende Gäste gegenseitig ins Gesicht laufen, müssen letztere den Hinterausgang benutzen. Und der führt nun mal um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Zum Abend hin erheitert sich dank Cocktails, Bier und Pagan-Metal-DJ die Stimmung vor der Bühne weiter. <strong>Die Menschen sind glücklich über ihr erstes Festival 2020 und das zeigt sich!</strong> Leider etwas zu sehr, denn bald schon steht Mitorganisator Sille auf der Bühne und muss alle daran erinnern, die Sicherheitsregeln einzuhalten. Wenn man denn wolle, dass das Festival nicht in letzter Sekunde noch abgebrochen werden müsse. Das scheint allerdings gewirkt zu haben, und so verläuft der erste Abend sicher und ohne weitere Zwischenfälle.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das erste Erwachen</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als zu kühlfeuchter Morgenstund sich langsam die ersten Zeltverschlüsse öffnen und sich Vogelsang mit der ein oder anderen Aufsteh-Hymne mischt (die sich keiner gewünscht, aber wohl jeder erwartet hat), ist das Erste, was mir auffällt: Es gibt mehr Klos als gestern! Anscheinend wurden die Gebete erhört, und man hat zusätzlich zu den schäbigen sieben Dixies für knapp 1000 Leute noch eine Ladung herfahren lassen. Wunderbar!</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Auch auf dem Konzertgelände hat sich einiges verändert: Jeder, der eintreten möchte, kriegt jetzt erstmal eine Pistole an den Kopf gehalten. Die die Temperatur misst. Zudem gibt es auf dem Gelände nun Sicherheitskräfte, die sich spezifisch darum kümmern, dass alle Besucher zu jeder Zeit ihre Maske richtig anhaben, und am Bühnengeländer befindet sich ein riesiges Graffiti mit der Aufschrift <strong>„Maskenpflicht!“</strong>.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Dann kann es jetzt ja losgehen.</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">&#8230; mit <strong>HELGRINDUR!</strong> Die Jungs wissen, wie man mit energiegeladener Musik den Staub von der Bühne bläst, und nutzen die Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen. Starke Pagan-Songs mit catchy Refrains animieren erfolgreich zum Mitmachen und Mitgrölen, während der dröhnende Sound sich um den Rest kümmert. <strong>Ein Einstieg, der ordentlich Bock macht!</strong> Es gibt einen neuen Song und am Ende bleibt sogar genug Zeit für eine Zugabe. Von letzterem wirkt sogar die Band selbst sichtlich überrascht, denn dank <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong>s Ausfall steht heute jeder Band mindestens eine Stunde Spielzeit zu. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36404" aria-describedby="caption-attachment-36404" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36404 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36404" class="wp-caption-text">Helgrindur eröffnen das Fest!</figcaption></figure>
<p>Über die zweite Band des Tages ist schon länger bekannt, dass sie sich auflösen und darum der Auftritt <span style="color: #333333;">beim <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> ihr letzter sein würde. Den aber wollen sie sich auch nicht nehmen lassen. <strong>Man bekommt schließlich nicht oft die Gelegenheit, auf seiner eigenen Beerdigung zu spielen.</strong> <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> hatten sich bereits auf dem <strong>WOLFSZEIT 2018</strong> die Ehre gegeben, damals konnte ich nicht wirklich viel mit ihnen anfangen. Und das ist dieses Mal leider genauso. Zu Beginn des Auftritts wirkt es, als hätte die Corpsepaint tragende Band <strong>Schwierigkeiten, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden</strong>. Dazu kommt die Stimme des Sängers im Gegensatz zu den Instrumenten leider soundtechnisch nicht besonders gut rüber.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36405" aria-describedby="caption-attachment-36405" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36405 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36405" class="wp-caption-text">Ein Flüstern in dichtem Grabesnebel</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Generell hadere ich mit dem Gesang: Da ist irgendwie alles dabei, von Clean Vocals über Gekrächze bis zu markerschütternden Schreien, aber irgendwie ist es <strong>nichts Halbes und nichts Ganzes</strong>. Der mit Dreads und weißen Kontaktlinsen ausgestattete Sänger wirkt ein wenig unentschlossen.<strong> &#8222;Mehr Hass!!&#8220;</strong>, wird lautstark von einem engagierten Zuhörer aus den hinteren Reihen gefordert. Ja gut, wer weiß, vielleicht würde das ja wirklich etwas bringen? Musikalisch gibt es bei <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> eigentlich nichts zu meckern, sie bieten einen groovigen Sound, der immerhin ein paar Leute anzieht. Aber irgendwie ist das Gesamtpaket <strong>schwer zugänglich</strong> und hätte mich nach dem Konzert jemand gefragt, &#8222;du sag mal, <strong>was genau war das gerade eigentlich?</strong>&#8220; – ich hätte ihm keine Antwort geben können.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> scheiden dahin als ein Phänomen, das ich nie ganz begriffen habe. Aber immerhin sorgt sich der Sänger um das Befinden der Trauergäste. &#8222;Ich hoffe, ihr hattet Spaß auf unserer Beerdigung!&#8220; Ach, naja, passt schon. <strong>Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #333333;">So gar nicht elend</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Eine Band, deren Name mir in den vergangenen Jahren ständig untergekommen ist, die ich aber bis dato nie so richtig auf dem Schirm hatte, ist<strong> ELLENDE</strong>. Vielleicht, weil mich die Optik und die Artworks nicht wirklich ansprechen. Von ihrem Auftritt aber werde ich <strong>angenehm positiv überrascht</strong>.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Denn was die Band aus Graz in Österreich wirklich drauf hat, ist Melancholie. Da steh ich ja voll drauf. <strong>Schwermütiger und melodischer Black-Metal</strong>, der aber alles andere als eintönig ist. Auch wenn ich keinen einzigen Song kenne, wippe ich beständig mit. <strong>ELLENDE</strong> sind keine Band zum Headbangen oder seinen Hass in die Welt schreien, im Gegenteil, <strong>sie machen einen beinahe traurig</strong>. Aber im positiven Sinne.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36406" aria-describedby="caption-attachment-36406" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36406 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36406" class="wp-caption-text">Melancholie und Kriegsästhetik</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Auch ist es eine de</span>r wenigen Bands, wo mir mal der <strong>Schlagzeuger</strong> auffällt. Da die meisten Festivalbesucher trotz meiner Plateauschuhe über mich hinausragen und die Schlagzeuger wenn nicht schon von ihrem Instrument, dann doch oft von den anderen Bandmitgliedern verdeckt werden, <strong>bekomme ich sie selten wirklich zu Gesicht</strong>. Aber bei <strong>ELLENDE</strong> habe ich einen guten Platz, und wegen Corona stehen die Zuhörer mit ausreichend Abstand, so dass ich den Schlagzeuger tatsächlich mal beobachten kann. Das macht auch sehr viel Spaß, weil der Typ offensichtlich <strong>sehr viel Freude an dem hat, was er da tut</strong>. Und zusätzlich klingt es natürlich auch noch gut.</p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich sagen, ich bin positiv überrascht. Auch wenn mich das Streifencorpsepaint des drahtigen Sängers nach wie vor nicht anspricht, genauso wie das Banner im Hintergrund, geziert vom Cover des Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220;,&nbsp; und der Gitarrist aussieht wie der traurigste Panda, den ich je gesehen habe &#8211; <strong>ELLENDE</strong> würde ich mir wieder anhören. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Als Nächstes stehen dann <strong>zwei massive Bretter auf der Bühne:</strong> Der Sänger von <strong>ASENBLUT</strong> und der Sound von <strong>ASENBLUT</strong>. Scherz beiseite, die Klangqualität weiß bei diesem Gig wirklich zu überzeugen! Sie gibt alles her, was man sich wünschen könnte – massiven Druck und doch genug Klarheit, dass man jedes Instrument im Mix sauber heraushören kann. Musikalisch wirft das Ganze den ein oder anderen <strong>AMON</strong>&#8211;<strong>AMARTH</strong>-Vibe auf, allerdings mit deutlich mehr Blast Beats, Black- und Thrash-Metal-Momenten sowie generell härterem Songwriting. Die Berserker haben zudem kürzlich ein neues Album veröffentlicht und sind deswegen vollbepackt mit frischem Material. Eine in allen Hinsichten überzeugende und sauber abgelieferte Show, zu der sich ein entsprechend großes Publikum zusammengefunden hat. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36407" aria-describedby="caption-attachment-36407" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36407 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36407" class="wp-caption-text">Tetzel von Asenblut</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Set fire to the rain</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist trotz Corona bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> live sehe. Beim <strong>FIMBUL</strong> waren sie kurzfristig als Ersatz für <strong>HELRUNAR</strong> eingesprungen, beim <strong>WOLFSZEIT</strong> hatten sie von Anfang an einen Platz im line-up. Als vorletzte Band des Abends wird ihnen auch ein guter slot zuteil. Trotz des <strong>beständigen Nieselregens</strong> findet sich vor der Bühne eine große Zahl an Zuhörern ein, um in der mittlerweile herrschenden Dunkelheit den <strong>Österreichern</strong> zu lauschen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Wer sie (warum auch immer) noch nicht kennt: <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt abgeliefert und versorgen die Szene seitdem mit <strong>melancholischem (Post) Black-Metal</strong>. Ihre ergreifenden Melodien vermitteln einen <strong>bittersüßen Weltschmerz</strong>. Die Musik taugt zum unaufgeregten Headbangen, man kann sie aber genauso einfach mit geschlossenen Augen genießen &#8211; beides nehme ich in Anspruch.&nbsp;Gegen Ende allerdings starten drei augenscheinlich gut angeheiterte Gestalten direkt vor mir einen „Moshpit“ (es ist mehr ein <strong>betrunkenes Sich-Herumschubsen</strong>), so dass ich den Kopf dann doch vorsichtshalber aufrecht lasse.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>HARAKIRI</strong> gleicht der, die sie schon auf dem FIMBUL hatten. <strong>FIRE WALK WITH ME</strong>, der opener ihres letzten Albums &#8222;Arson&#8220;, wird als drittes gespielt und abgerundet wird der Auftritt mit <strong>CALLING THE RAIN</strong> von &#8222;III: Trauma&#8220;. <strong>Da passt das regnerische Wetter zufällig ganz gut.</strong> Ich stehe mittig in ungefähr dritter oder vierter Reihe vor der Bühne. Der Sound hier ist erstaunlich gut, auch wenn die Gitarre leider immer mal wieder verschluckt wird. Aber dennoch kommt diese Atmosphäre auf, die man nur live verspürt: Der gewaltige Sound, die von Scheinwerfern und Strahlern durchbrochene Dunkelheit, die sich mit Nebel und Regen vermischt&#8230; <strong>das ist nicht Musik hören, das ist Musik erleben.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36408" aria-describedby="caption-attachment-36408" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36408 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36408" class="wp-caption-text">Harakiri For The Sky in musikalischer Ekstase</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Fazit: Dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> beizuwohnen, hat sich gelohnt. Aber hallo. Und das scheinen die Menschen um mich herum genauso zu sehen. Tatsächlich unterhalte ich mich aber nach dem Konzert auch mit einer Festivalbesucherin, die mir erzählt, sie habe nur aus der Ferne zugesehen, denn <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> seien für sie live die langweiligste Band überhaupt. Ich kann das insofern nachvollziehen, als die Musiker auf der Bühne tatsächlich <strong>relativ wenig mit dem Zuhörern interagieren</strong>. Da wird die Menge halt mal nicht angefeuert. Für mich macht das den Auftritt nicht unbedingt schlechter. Aber das ist ja das Schöne an Festivals: Wenn einem die aktuell spielende Band nicht zusagt, einfach <strong>Abwarten und Bier trinken</strong>, die nächste Band steht schon in den Startlöchern. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Es folgt ein Moment für die Geschichtsbücher. </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong>WOLFCHANT</strong> spielen, nach dem Tod ihres Gitarristen (2017) und einem darauffolgenden Hiatus von mehr als zwei Jahren (ab 2018), <strong>zum allerersten Mal wieder live vor Publikum.</strong> Und welche Begebenheit würde sich dafür besser eignen als das sagenumwobene <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>, welches, allem Widerstand zum Trotz, in einem Jahr wie diesem dennoch hat stattfinden können? Dem größten Metalfestival Deutschlands 2020, wie Sänger <strong>LOKHI</strong> feststellt? </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36409" aria-describedby="caption-attachment-36409" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36409 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36409" class="wp-caption-text">Doppelt gewolft hält besser!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Zumindest die Fans in den vorderen Reihen scheinen lange auf diesen Moment gewartet zu haben. </span><span style="color: #000080;">Pausenlos sind Mähnen am Wehen und Hälse am Klingen, und auch die direkt aus dem Studio kommenden Wölfe sind<strong> alles andere als eingerostet.</strong> Vor allem das saubere Drumming sorgt dabei für einen stabilen Rahmen – während leider der Sound ein paar Songs braucht, bis die beiden Sänger passend aufeinander abgemischt und die Gitarrenparts alle gut hörbar sind. Ansonsten ist aber alles genau so wie es muss. Die Songauswahl ist super und die Menschen auf und vor der Bühne sind mit ganzem Herzen dabei. Willkommen zurück, <strong>WOLFCHANT! </strong>Eine würdige Wiederkehr. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die nächste Band sind in diesem Fall die Polen von <strong>MGLA</strong>. Von den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern schon lange gewünscht, haben sie es endlich ins line-up geschafft und bestreiten heute den letzten Auftritt des Tages. Obwohl es langsam ziemlich kalt und ungemütlich wird, finden sich <strong>unzählige Zuhörer vor der Bühne</strong> ein. Das ist auch das erste Mal bei diesem Festival, wo ich bemerke, dass der Corona-Sicherheitsabstand nicht so genau genommen wird. <strong>Immerhin haben aber alle um mich rum eine Maske auf.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Apropos Masken &#8211; die dürfen natürlich auch bei <strong>MGŁA </strong>nicht fehlen. Wie immer zeigen sich die Musiker nur verhüllt und liefern <strong>ohne großes Tamtam eine solide Show</strong> ab. Normalerweise bin ich ein großer Fan des <strong>MGŁA</strong>schen Black-Metals, aber irgendwie kann ich von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, die ja direkt davor gespielt haben, nicht schnell genug umschalten. Und so tue ich mich schwer, den Auftritt von <strong>MGŁA</strong>&nbsp;richtig zu genießen. An ihrer musikalischen Leistung liegt es nicht, die ist wie immer top. Ich glaube, <strong>der Kontrast ist einfach nur zu groß</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36420" aria-describedby="caption-attachment-36420" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36420 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36420" class="wp-caption-text">MGŁA in der Schwärze</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese letzten beiden Bands am heutigen Freitag nicht direkt hintereinander gespielt hätten, aber man kann es sich nicht aussuchen, und nichtsdestotrotz bin ich froh, beide Auftritte miterlebt zu haben. Kaum haben <strong>MGŁA </strong>die letzten Töne verklingen lassen, <strong>kommt übrigens auch schon die Security, um freundlich aber bestimmt das Infield zu räumen</strong>. Nix mit Party heute. Aber macht nichts, dann gehen wir halt mal früh (also so um halb 2 nachts) ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Festivaltag.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Apocalypse now</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">&#8230;Und der beginnt mit <strong>strömendem Regen</strong>. Alter Falter. Nicht nur wegen Corona ist es lange her, dass ich auf einem Festival so ein <strong>Dreckswetter</strong> erlebt habe. Die <strong>9°C Außentemperatur</strong> waren dem Wettergott nicht böse genug, nein, es muss auch noch schütten wie aus Eimern. Das eigentlich geplante Frühstück im Freien wird kurzerhand ins Zelt verlegt, welches zum Glück dichthält. Trotzdem macht das schlechter Wetter ziemlich faul und unmotiviert, und so bin ich froh, dass <strong>Mich</strong> heute die erste Band übernimmt und als erstes raus in den Regen muss, hehe. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Wenn man morgens im Zelt von prasselndem Regen aufgeweckt wird, so ist es normalerweise das Klügste, einfach das Ende der Schauer abzuwarten und dann aufzustehen. Wenn allerdings das Handy sagt, dass es noch mindestens bis 17 Uhr weiterschütten wird (und ab da „nur noch“ mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit), bleibt einem nicht viel anderes übrig, als doch aufzustehen und sich mit seinem Schicksal abzufinden. Als Bonus-Feature zu der sowieso schon beschissenen Situation ist durch die Dauerbegießung <strong>die ganze Pferdekacke vom trockenen in einen schön saftig dampfenden Zustand</strong> übergegangen.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Trotz allem bleibt mir wohl nichts übrig, als durch Schlamm, Pfützen und Tierfäkalien zu waten und mich in Nässe und Kälte aufs erste Konzert des Tages zu begeben. <strong>HEXADAR</strong>! <strong>Leider treffen hier eine Reihe ungünstiger Faktoren aufeinander.</strong> Erstens merke ich relativ schnell, dass der dargebotene Musikstil mich persönlich nicht sonderlich anspricht. Hinzu kommt, dass Regen und Wind einem Bühnensound selten guttun, und das ist leider hier nicht anders. Die Klänge des Akkordeons sind teilweise kaum identifizier- respektive hörbar und generell fehlt es dem Soundbild an Tiefe. Außerdem fängt die Kälte an, sich von meinen Füßen an sukzessive nach oben zu fressen, und überhaupt ist alles doof weil nass und matschig. Schade, denn rein spieltechnisch scheint alles zu stimmen! Immerhin finden sich vor der Bühne zwei bis drei Reihen an Zuschauern, die mit der Situation offenbar mehr anfangen können als ich.</span></p>
<h5><span style="color: #000080;">&#8230;und Foto haben wir leider auch keins gemacht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sorry!</span></h5>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert begebe ich mich, durchgefroren, erstmal zurück zum Camping und tausche meine gesamten, triefenden Klamotten aus. Ein neues Paar Schuhe leiht mir eine Freundin. Diese sind mir zwar zu klein, aber immerhin sind sie trocken und wasserdicht. Mindestens drei Stunden Regen kommen noch, da ist man besser gut gewappnet. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Wetter vs. Band</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die zweite Band am heutigen Samstag sind <strong>KANKAR</strong> aus Thüringen. Ganz ehrlich: <strong>Noch nie vorher gehört.</strong> Und der anhaltende Regen trägt leider auch nicht unbedingt zur Vorfreude bei. Trotzdem kämpfe ich mich <strong>durch den pampigen Matsch übers Infield und vor die Bühne</strong>, um dort festzustellen, dass es sich bei <strong>KANKAR</strong> um eine <strong>Zweimann-Formation</strong> handelt. Gitarre plus Gesang und das Schlagzeug müssen ausreichen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Tun sie aber auch. Der Sound hat genug Wumms, um den Regen zu durchbrechen und <strong>immerhin eine zweistellige Zuschauerzahl</strong> dazu zu bewegen, der Sintflut zu trotzen und aus nächster Nähe zu lauschen. Für zwei Songs halte ich es auch aus, dann zieht es mich aber doch unter die allzu verlockende Plane des mit Bierbänken und Tischen ausgestatteten Fresszeltes &#8211; einer der wenigen schutzbietenden Orte. Von hier aus lausche ich weiter dem <strong>nihilistischen Black-Metal</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36418" aria-describedby="caption-attachment-36418" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36418 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36418" class="wp-caption-text">Zwei-Mann-Black-Metal mit Kankar</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Ob denn auch Thüringer unter den Menschen vor der Bühne seien, will der Gitarrist nun wissen. Aber die scheinen sich ebenfalls einen Unterstand gesucht zu haben. <strong>KANKAR</strong> <strong>haben heute einfach wahnsinnig Pech.</strong> Ihr Auftritt hat definitiv das Potential für eine größere Zuhörerschaft, aber dieser verf****e Dauerregen in Kombination mit den beinahe winterlichen Temperaturen zwingt die meisten Festivalbesucher unerbittlich, sich von der Bühne fernzuhalten. Respekt an alle, die da <strong>zugunsten der Musik dem Sauwetter den Mittelfinger zeigen</strong> und in der ersten Reihe auszuharren! (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Einigermaßen trocken und voller frischer Energie stehe ich wieder vor der Bühne, als <strong>OBSCURITY</strong> die ersten Töne erklingen lassen. <strong>Und es sind gute Töne!</strong> Makelloses Instrumentenspiel, makellose Growls und trotz der Umstände ein sehr ordentlicher Sound. Die Double Bass hat ordentlich Wumms und die Setlist ist durchgehend druckvoll und energetisch. Nicht fehlen darf natürlich der Klassiker „Bergischer Hammer“, und am Ende sind alle glücklich und zufrieden. <strong>OBSCURITY</strong> ist außerdem das Gleiche passiert wie vielen anderen Bands (auch <strong>WOLFCHANT</strong>): Ein <strong>neues Album</strong> hätte längst fertig sein sollen, doch dank Corona (und allem, was es mit sich gebracht hat) wird sich das aufs nächste Jahr verzögern. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36412" aria-describedby="caption-attachment-36412" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36412 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36412" class="wp-caption-text">Obscurity gegen den Regen</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;">&#8230;und das bedeutet Krieg!</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Ein bisschen Gothic darf bei diesem gruseligen Wetter natürlich nicht fehlen. Dafür sorgen <strong>NACHTBLUT</strong>, die am 2. Oktober ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Vanitas&#8220; veröffentlichen und uns heute schonmal einen kleinen Vorgeschmack geben. Leider <strong>regnet es immer noch ununterbrochen</strong> und die Kälte zieht mir durch Mark und Bein. Dennoch wage ich mich nach vorne, um dann zu bemerken, dass der Sound irgendwie etwas dünn ist. Aber <strong>immerhin ist die Band gut aufgelegt</strong> und hat ernsthafte Ambitionen, ihre Zuhörer bei der Stange zu halten.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vor allem der weißblond gefärbte Bassist hat sichtlich Spaß, und Sänger <strong>Askeroth</strong> animiert die Menge zum <strong>Mitsingen</strong>. &#8222;Und jetzt die Herren! Und jetzt die Frauen! Und jetzt jeder, der eine Maske trägt!&#8220; Jou, das dürften wohl die meisten sein. Dennoch ist er mit dem Ergebnis offenbar nicht zufrieden: <strong>&#8222;Ich hör ja gar nichts! Liegt das am fucking Mundschutz?!&#8220;</strong> Auch die Götter, die vermeintlich für das anhaltende Dreckswetter verantwortlich sind, werden angepöbelt.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36413" aria-describedby="caption-attachment-36413" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36413 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36413" class="wp-caption-text">Nachtblut und der Blick zum Horizont</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Neben Altbekanntem geben <strong>NACHTBLUT</strong> auch zwei Songs aus ihrem neuen Album zum Besten. Die gehen in der Tat ganz gut ab, gefällt mir! Aber <strong>der Klassiker schlechthin</strong> <strong>darf natürlich nicht fehlen</strong>, und so wird gegen Ende ihres Auftritts, na, was wohl gespielt? Genau, <em>&#8222;Antik&#8220;</em>. Zwischenzeitlich kommt mir der Gedanke, dass ich <strong>NACHTBLUT</strong> <strong>gerne mal bei Nacht auftreten sehen würde</strong>. Das gäbe bestimmt nochmal einen Bonus an düsterer Atmosphäre. Aber dann ist die Schlacht auch schon geschlagen und ich verziehe mich fröstelnd wieder unter die große Plane des Schutzbunkers aka Fresszelt.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Der Name ist Programm</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Geliebt, gehasst, aber vor allem <strong>von der Bühne nicht mehr wegzudenken</strong>: Das sind <strong>EISREGEN</strong>! Kein Name könnte auf den heutigen Tag besser passen. Die Band aus Thüringen ist seit mehr als 20 Jahren aktiv und war schon diverse Male beim <strong>WOLFZEIT FESTIVAL</strong> zu Gast. Ich habe das Gefühl, auch ihr Publikum ist jedes Mal das gleiche. <strong>Ein Haufen treuer Fans feiert vor der Bühne im strömenden Regen</strong>, der Rest der Festivalbesucher vertreibt sich die Zeit aber lieber mit einer warmen Mahlzeit oder einem Becher Met, wahlweise Glühwein.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>EISREGEN</strong> ist wenig überraschend: <em>&#8222;Eisenkreuzkrieger&#8220;</em>, <em>&#8222;Blutgeil&#8220;</em>, <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>, und natürlich das Medley aus diversen Songs von ihnen, die auf dem Index stehen. <strong>Das Altbekannte halt.</strong> Ein bisschen was Neues wird auch gespielt, aber die Zuhörer möchten die Klassiker, und die bekommen sie auch. In den vorderen Reihen bildet sich ein <strong>kleiner, aber feiner Moshpit</strong>. Sänger <strong>Michael „Blutkehle“ Roth</strong> feuert die Menge kräftig an und bringt immer wieder den ein oder anderen lustigen Spruch zum nächsten Lied.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36417" aria-describedby="caption-attachment-36417" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36417 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36417" class="wp-caption-text">Die Blutkehle von Eisregen</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Beim letzten Song drehen die Thüringer nochmal richtig auf und geben eine wilde <em>&#8222;Elektrohexe&#8220;</em> zum Besten. <strong>Spätestens jetzt dürften die Herzen der Fans befriedigt sein.</strong> Wer sich heute tatsächlich aus der individuellen Deckung gewagt und vor die Bühne getraut hat, der konnte mit <strong>EISREGEN</strong> <strong>Party</strong> machen bis zum Umfallen. Ich bin leider nicht genug auf und ab gehüpft, und deshalb husche ich nun vor Kälte zitternd vom Infield, um mich vor <strong>BELPHEGOR</strong> und <strong>БАТЮШКА</strong>&nbsp;noch einmal so gut es geht aufzuwärmen. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Guter Gig, bitterer Nachgeschmack</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Es folgen <strong>EQUILIBRIUM</strong>, heute in einer Light-Version: <strong>ohne Basser und mit Ersatzmann an der Trommelkiste.</strong> Eines der Nachteile daran, in diesen Zeiten aus einer internationalen Mannschaft zu bestehen. Überraschenderweise ist dies ein Line-Up, das der Band sehr gut steht! Schlagzeuger <strong>JAN</strong> (Yann?) beherrscht seine Zunft – und ohne <strong>SKAR</strong> am Bass gibt es in der Band keinen, der für Clean Vocals zuständig ist. Für mich ist die daran angepasste Setlist persönlich eher ein Gewinn als ein Verlust. Dabei gibt es auch hier wieder richtig ordentlichen Sound! Die Klampfen werden mit massiver Heaviness und Wucht gesegnet (eventuell um den Bass zu kompensieren), während Instrumente und Backing-Tracks diesmal perfekt ineinanderfließen (etwas, das bei dieser Band bei weitem nicht immer der Fall ist!). Auch die <strong>Auswahl an brachialeren und düstereren Songs</strong> funktioniert heute sehr gut.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36415" aria-describedby="caption-attachment-36415" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36415 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36415" class="wp-caption-text">Heute keine Kompromisse!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Maximale Minuspunkte kriegt die Band allerdings für die Aussagen, die Sänger <strong>ROBSE</strong> meinte, zwischen den Songs von sich geben zu müssen. Erst glaubte ich, es handele sich um Ironie, als er mehrmals von Maulkörben in den Gesichtern der Zuschauer geredet hat. Doch als dann die Aussage „Wir sind alle gesund, lasst euch keine Scheiße einflößen!“ kam, dachte ich, ich höre nicht richtig. Selbst <em>wenn</em> man diese Meinung vertritt und sich der Dummheit und Unverantwortlichkeit davon, so etwas von der Bühne aus in die Masse zu posaunen, nicht bewusst ist – selbst dann ist es immer noch <strong>eine gewaltige Frechheit</strong> dem Orga-Team des Festivals gegenüber, welches mit Händen und Füßen dieses Festival mit Müh und Not und nur durch peinlichstes Einhalten vorgegebener Regeln hat wahr werden lassen können. Die Besucher wurden hiermit unverblümt und buchstäblich dazu aufgefordert, die Situation sowie die Regeln nicht ernst zu nehmen. <strong>Nicht cool. Absolut nicht cool.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Eine späte Messe</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert gibt dann eine spontane Änderung im Running Order: <strong>БАТЮШКА </strong>tauschen ihren Headliner-Slot mit <strong>BELPHEGOR. </strong>Gründe dafür werden nicht bekanntgegeben. An und für sich ist das wohl in Ordnung, jedoch lassen <strong>БАТЮШКА</strong><strong>&nbsp;</strong>ihr Publikum, begleitet von gruseligem Ambient-Soundtrack, mehr als eine halbe Stunde länger vor der Bühne warten als geplant. Als endlich der Mensch die aufgebaute Kirchenszene betritt, der für das Anzünden der Kerzen verantwortlich ist, bläst ihm der Wind letztere auch noch immer und immer wieder aus. <strong>Und es sind viele Kerzen.</strong> Und der geht seelenruhig wieder hin und fängt sie wieder an. Während sie schon wieder am Ausgehen sind. Es macht mich verrückt. Nach dem fünften Versuch gibt er es dann endlich auf, und mit knapp 35 Minuten Verspätung kommt dann auch endlich mal die Band zum Vorschein. Wenigstens hat es mittlerweile aufgehört zu regnen.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36416" aria-describedby="caption-attachment-36416" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36416 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36416" class="wp-caption-text">Halleluja, es geht los!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Was dann folgt, ist das Warten allerdings mehr als wert. Ein finster-sakrales Schauspiel, schwarze Silhouetten vor unheilvollem roten Licht, Kirchenchor und Blast Beats – das Ganze umrahmt von einer Szenerie, die <strong>düstere Bilder altehrwürdiger Trauermessen</strong> hervorruft. Ein behängter Sarg, Tuniken, Heiligenbilder und Kerzenständer dekorieren das Bühnenbild zu der intensiven, hypnotischen Musikoffenbarung, mit der <strong>BATUSHKA</strong> ihre Anhänger segnen. Bedrohlich und atmosphärisch verschwimmt alles zu einer konzentrierten Gesamterfahrung, die die Zuschauerschar in sich hineinzieht und bis zum Ende nicht mehr hinauslässt. Erst spät merke ich, wie Kälte und Müdigkeit mich schon lange wieder eingenommen haben. Ich mache mich schleunigst zum Zeltplatz zurück, setze mich ins Auto und drehe die Sitzheizung auf Maximum. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Ein würdiger, aber wenig würdevoller Abschluss</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist kalt, es ist spät, aber <strong>immerhin regnet es nicht mehr</strong>. Trotzdem muss ich mich einigermaßen gewaltsam dazu motivieren, ein letztes Mal das Infield zu betreten, um wenigstens etwas von <strong>BELPHEGOR</strong> mitzubekommen. Andere Festivalbesucher scheinen ebenfalls mit der Entscheidung gerungen zu haben. <strong>Besonders viel ist nicht los von der Bühne</strong>, und auch während des Konzerts verschwinden immer wieder Menschen in Richtung Ausgang. Ob das nur am Wetter oder auch ein bisschen an <strong>BELPHEGOR</strong> liegt?</span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!!! Come on!! Deutschland! Deutschlaaand!&#8220;, versucht der Sänger die verbliebenen Zuhörer zu motivieren. Besonders viel Reaktion kommt aber nicht zurück. Vielleicht auch deshalb, weil die deutschen Konzertbesucher es nicht zwangsläufig abfeiern, wenn ihnen der Name ihres Landes entgegengebrüllt wird. Musikalisch ist das, was <strong>BELPHEGOR</strong> da treiben, aber echt in Ordnung. <strong>Black-Death, unterstützt von gruseliger Bühnendeko und gespielt von blutverschmierten Musikern.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36436" aria-describedby="caption-attachment-36436" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36436 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DEUTSCHLAND-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36436" class="wp-caption-text">Ein richtiges Foto vom Belphegor-Konzert</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Vereinzelt sehe ich Leute mitwippen oder sogar headbangen, bei den meisten scheint die Energie aber verbraucht zu sein, und so geht der letzte Auftritt des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT</strong>&nbsp;recht <strong>unspektakulär</strong> zu Ende. Wie schon gestern Abend weist die Security die verbliebenen Zuschauer an, zügig das Infield zu räumen. Ich stapfe also langsam Richtung Ausgang und habe dabei erstmals die Gelegenheit, das volle Ausmaß der Zerstörung zu begutachten:</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Der gesamte Boden ist voll von Plastikbechern.</strong> Also nicht nur hier und da mal einer, sondern das Infield, vor allem der Bereich vor der Bühne, ist gepflastert mit ihnen. Ey Leute! <strong>Muss das wirklich sein?</strong> Ja, es die wenigen Mülleimer in Bühnennähe sind auch schon übervoll. Aber dann geht halt etwas weiter hinter zu denen bei den Essensständen, gebt eure Becher wieder dort ab, wo ihr sie herhabt, oder nehmt sie von mir aus mit auf den Campground und steckt sie dort in euren Müllsack (ja, ich weiß, als ob das einer machen würde). Aber <strong>das Infield wie sau zu hinterlassen, geht halt wirklich gar nicht. </strong>(Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Fazit</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Puh! Wer hätte gedacht, dass das <strong>größte deutsche Metal-Festival 2020</strong> ein derart feucht-fröhliches Vergnügen werden würde? Oder soll ich lieber sagen derart <strong><em>grim</em> </strong>und<strong> <em>frostbitten</em></strong>? Dass wir uns dadurch die Freude an der Sache nicht haben nehmen lassen, sollte an diesem Punkt klar sein. Wind und Wetter wurden getrotzt, der Pandemie wurde verdient der Mittelfinger ins Gesicht gehalten und es wurde nach allen unter diesen Umständen erlaubten und möglichen Regeln der Kunst gefeiert, geheadbangt und getrunken. </span></p>
<p><span style="color: #000080;">Nicht nur für die Zuschauer war diese Veranstaltung eine lang ersehnte Erlösung am Ende eines langen Sommers ohne viel Geselligkeit, Live-Musik und Opportunitäten, dem Metal zu frönen. Auch viele der Künstler konnten von der Ausnahmesituation profitieren, um endlich wieder auf der Bühne zu stehen zu dürfen. Das <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> war wahrlich <strong>ein Fest der Wiedergeburt und der Erneuerung</strong>. Ein gesetztes Zeichen dafür, dass die Kunst immer einen Weg findet, und dass kein Sturm und kein noch so langanhaltender Regenfall – metaphorischer oder realer Art – daran etwas ändern wird. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Holla die Waldfee, was war das für eine Bewährungsprobe. Und damit meine ich nicht die Corona-Maßnahmen, sondern das unsägliche <strong>Herbstanfang-in-eure-Fresse-Wetter</strong>. Abgesehen davon war das <strong>WOLFSZEIT</strong> aber ein voller Erfolg. Trotz der Masken war den Besuchern die Freude über das doch noch zustande gekommene Festival buchstäblich vom Gesicht abzulesen.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Einen fetten Dank an dieser Stelle an die Orga, die ihren treuen Wölfen dieses Erlebnis auch in Coronazeiten ermöglicht hat!</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die Pandemie hatte übrigens auch Vorteile: Dank des Hygienekonzeptes gab es bei den Dixis auf dem Infield <strong>Wasser zum Hände waschen</strong> – das darf gerne so beibehalten werden! Auch Desinfektionsmittel war an Ein- und Ausgang immer ausreichend vorhanden. Was mir negativ auffiel, war der Zustand des Infields am Samstagabend. Vielleicht nächstes Jahr mehr Mülleimer seitens der Veranstalter und mehr Respekt seitens der Besucher. Insgesamt war es aber <strong>ein</strong> <strong>fettes Festival</strong>, das mir und hoffentlich auch allen anderen positiv in Erinnerung bleiben wird! <span style="color: #000080;">– </span>trotz des miesen Wetters. Aber hey, das Ganze hatte einen Vorteil: <strong>Keine einzige Wespe weit und breit! </strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich noch sagen – <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>? Es war großartig mit euch. (Merlin)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36435" aria-describedby="caption-attachment-36435" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36435 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36435" class="wp-caption-text">Cheers und bis zum nächsten Mal!</figcaption></figure>
<hr>
<p><em>Vielen lieben Dank an Zwarg, der spontan für uns als Fotograf eingesprungen ist!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Fimbul Festival 2020 &#8211; Part 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon G]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 11:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leicht verspätet, doch mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir zurück auf eines DER  (leider sehr wenigern) Festivalhighlights des Jahres: das Fimbul Festival. Wer sich erinnern möchte, wie sich ein perfektes Festival anfühlt, sollte dringend einen Blick in unseren ersten Teil werfen:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fimbul-festival-2020-part-1/">Fimbul Festival 2020 &#8211; Part 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1><b>Fimbul Festival 2020 – Der Festivalbericht</b></h1>
<p><span style="font-weight: 400;">Die tragisch kurze, ja gefühlt fast gar nicht richtig dagewesene <strong>Festivalsaison</strong> für ein Jahr ist vorbei und wir blicken zurück auf eines der wenigen Festivals aus einer Hand voll, die überhaupt „normal“ stattgefunden haben. Für mich war es 2020 das einzige: Das <strong>Fimbul Festiva</strong>l!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Freunde und Fans des <strong>Dark Troll Festivals</strong> werden es zuordnen können, denn dessen sympathische Veranstalter Maik und Kelly sind die beiden Männer, denen wir auch das Fimbul zu verdanken haben. Und auch die bekannte, wunderbare Location – die Schweinsburg Bornstedt – ist die gleiche. Zuletzt fand das &#8222;<strong>Fimbul Festival</strong>&#8220; im Jahre 2012 statt. Es ist also ein eher unregelmäßiger Ableger des <strong>Dark Troll</strong>, das ja bekanntermaßen jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende seinen Platz findet. Doch was stattdessen vom 21.05. bis 23.05.2020 stattfand, das haben wir sicher alle noch genau vor Augen: <strong>NICHTS</strong>. Und das ist sowohl für die Fans wie auch für <strong>Maik und Kelly</strong> ein untragbarer Zustand in Bezug auf Metalfestivals.</span></p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Maik und Kelly – die Motoren</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Deshalb haben sich die beiden intensiv mit den Behörden auseinander- und zusammengesetzt und wieder einmal bewiesen, dass sie echte Profis in der Organisation von Festivals sind. Sie haben Bock und wollen ein Zeichen setzen, dass alles geht, wenn man es nur will und hart dafür arbeitet. Denn <strong>KEIN Festivalveranstalter</strong> hatte Erfahrungen mit <strong>Hygienekonzepten</strong>, wie sie die Behörden 2020 erwarteten und sich dabei selbst nicht einmal sicher sind, was eigentlich die absoluten Vorgaben und Grenzen sind. Doch <strong>Maik und Kelly</strong> haben daran geglaubt und das Unmögliche möglich gemacht. Und: mit <strong>Bravour</strong>! Da sind sich alle Besucher und insbesondere die gesamte <strong>Crew</strong>, zu der ich mich zählen durfte, absolut einig. Denn das <strong>Fimbul Festival 2020</strong> fand ohne irgendwelche größeren Komplikationen statt und fühlte sich trotz aller Umstände angenehm und familiär an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und so konnte ich an zwei Tagen – dem <strong>4. und 5. September 2020</strong> – ein in vielerlei Hinsicht ganz besonderes Festival besuchen. Das Line-Up, das wie gewohnt je etwa zur Hälfte aus <strong>Black- und Pagan Metal Bands</strong>, oder eben aus <strong>Pagan Black Metal Bands</strong> bestand, stammte dieses Mal den Umständen geschuldet nahezu ausschließlich aus <strong>Deutschland</strong> und <strong>Österreich</strong>. Und dennoch wurde es so gut wie nie langweilig! Kein Wunder, denn ich habe den Eindruck, dass <strong>Maik und Kelly</strong> sich die Bands offenbar sehr gewissenhaft aussuchen und so blieb es trotz verhaltener Genrevielfalt spannend und abwechslungsreich. Und auch hier wurde noch einmal deutlich, wie offenbar beliebt und talentiert die Veranstalter sind, indem kurzerhand mit <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> ein überaus adäquater Ersatz für die aus zweifelhaften Gründen kurzfristig abgesprungenen <strong>HELRUNAR</strong> gefunden wurde.</span></p>
<h3>Schwierige Umstände erfordern Willenskraft und Witz</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch wenn das hier nicht noch einer von zehntausend<strong> Corona-Artikeln</strong> werden soll, so sei an dieser Stelle doch noch einmal etwas zu den Rahmenumständen gesagt:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im gesamten Bereich vor der Bühne, sowie in den Sanitärbereichen und an sämtlichen Ständen bestand die Pflicht einen <strong>Mund-Nasen-Schutz</strong> zu tragen. Darüber hinaus galt dies auch, sofern auf dem Gelände irgendwo der einzuhaltende <strong>Mindestabstand</strong> von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Es erscheint logisch, dass da auch eine Reduktion der Besucherzahl notwendig war. Statt sonst bis zu 1.200 Besuchern beim <strong>Dark Troll Festival</strong> zählte das<strong> Fimbul Festival</strong> nur knapp über<strong> 500 Besucher</strong>. Immerhin sorgte dies aber dafür, dass man nirgendwo lange anstehen musste oder es allgemein &#8222;zu voll&#8220; wurde. Für die <strong>Veranstalter</strong> jedoch bedeutet dies logischerweise erheblich weniger Einnahmen. Doch auch hier strahlten sie einen gewitzt gesunden <strong>Optimismus</strong> aus: <strong>&#8222;</strong><strong>Da müssen die Leute ehmd ‘n bisschen mehr trinken!&#8220;</strong></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und es wurde getrunken! <strong>Bier, Met, Cocktails</strong> (also das übliche), aber auch <strong>Whisk(e)y</strong> und <strong>Rum</strong> – denn auch ein<strong> &#8222;Whisky &amp; Met&#8220;</strong> Stand war trotz des etwas abgespeckten Angebotes an Ständen da, sodass ich mir nicht nur abwechslungsreiche Musik zuführen konnte. Und da wir einmal beim leiblichen Wohl sind: Auch beim Essen hat jeder irgendetwas gefunden. Ein Stand mit Knoblauchbrot bot sogar eine <strong>vegane Variante</strong> neben der üblichen an!</span></p>
<h3>Endlich da &#8211; wieder zuhause</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">So schreite ich also am ersten Konzerttag etwas zögerlich, verunsichert aber gleichzeitig hibbelig von einem der Campingplätze auf das Konzertgelände. Bei der Einlasskontrolle versichern sich die Security-Kräfte davon, dass jeder Besucher eine <strong>Maske</strong> bei sich hat. Und dann steht man da. In irgendwie gewohnter Umgebung, bei ganz angenehmen<strong> 22 Grad</strong> und vereinzelten <strong>Sonnenstrahlen</strong>, die am ersten Konzerttag noch ab und an durch die Wolken brechen. Ich halte kurz inne und bemerke, dass das etwas <strong>Besonderes</strong> ist und dass ich es bisher leider oft gar nicht so wahrgenommen hatte.</span></p>
<h3>Gänsehaut</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36444" aria-describedby="caption-attachment-36444" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36444 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/kdHiOlEg-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/kdHiOlEg-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/kdHiOlEg-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/kdHiOlEg-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/kdHiOlEg-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/kdHiOlEg.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36444" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Und dann, als mit <strong>INVOKER</strong> aus <strong>Köthen</strong> am Freitag die erste Band mit ihrem <strong>Soundcheck</strong> beginnt und wenig später auch mit ihrem Auftritt, spätestens dann hat garantiert jeder seinen Gänsehautmoment. Wer hätte gedacht, dass man diese <strong>Atmosphäre</strong> so vermissen kann!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Tatsache, dass <strong>INVOKER</strong> ihren Job sehr gut machen und auch der Sound auf Anhieb ziemlich gut ist, lockt schnell die ersten neugierigen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bühne. Dort stellen sie sich bedächtig auf die <strong>Markierungen auf dem Boden</strong>. Selbstverständlich mit <strong>Maske</strong>, aber auch mit<strong> Lust auf Musik</strong>, beginnen sie schnell, mit dem Kopf im Takt der Musik zu nicken, die ich als&nbsp;<strong>Blackened Death</strong>&nbsp;einordnen würde. Vereinzelt wird sogar von der ersten Minute das Haar geschüttelt! Eine wahre Wonne, die mich zum Grinsen bringt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Musik, tiefe, aber oft <strong>sägende Gitarren, Blastbeats</strong> und eine<strong> schnelle, marschierende Bassdrum</strong>, auch mal <strong>Doublebass-Passagen</strong>, sowie die tiefen <strong>Growls</strong> des <strong>Sängers</strong> locken schnell weitere Gäste an. Anfangs wirkt der Sound des Gesangs etwas stumpf und die Höhen der Gitarren etwas verschwommen, was sich aber zügig bessert. Zwischen den Songs meldet sich der Sänger freundlich und spürbar dankbar: <strong>&#8222;Schön, das wir überhaupt hier sein dürfen!&#8220;</strong>, und ergänzt kurz darauf &#8222;&#8230;<strong>immer schön die Abstände einhalten! Das sieht so geil aus!&#8220;</strong> – allgemeine Erheiterung im Publikum. Eine <strong>sympathische</strong> Band, die ich im Hinterkopf behalten werde, auch wenn ihre Musik mich persönlich nicht ganz abholt. Für einen Opener ist die Band auf jeden Fall extrem gut und &#8222;aktivierend&#8220;!</span></p>
<h3>Flötenmelodei mit Wumms</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36446" aria-describedby="caption-attachment-36446" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36446 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qWJ59fpw-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qWJ59fpw-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qWJ59fpw-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qWJ59fpw-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qWJ59fpw-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qWJ59fpw.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36446" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach einer kurzen Umbaupause folgen pünktlich die <strong>Pagan Metaller</strong> von <strong>JÖRMUNGAND</strong>. Die Band aus <strong>Köln</strong> steht mit fast komplett neuer Besetzung auf der Bühne und erfreut sich beim Publikum von Anfang an großer Beliebtheit. Ein für mich sympathischer Aspekt ist, dass sie dabei als <strong>Pagan Band ganz ohne</strong> &#8222;Kostüme&#8220;&nbsp;auskommen und mit ihrer Musik und <strong>Bühnenpräsenz&nbsp;</strong> überzeugen. Außerdem sehe ich den Musikern an</span><span style="font-weight: 400;">, dass sie Spaß haben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>mächtigen, episch-melodiösen Melodien</strong> mit angenehm <strong>schwarzem Anstrich</strong>, kreischend-krächzendem, aber <strong>ausdrucksstarken Gesang</strong> und schnellen Drums bringen die Burgmauern zum Beben. Die meiner Meinung nach verzichtbaren, sich immer wieder untermischenden <strong>flötenartigen</strong> Melodien werden überdeckt durch die sympathische Ausstrahlung von Sänger und Band. Ich kann genau wie das restliche Publikum den Auftritt mit einem <strong>wohlig-angenehmen Gefühl</strong> verfolgen, während ich das schöne Wetter und die vermisste Festivalatmosphäre genieße.</span></p>
<h3>(Ausnahme)Talente</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit <strong>NORNIR</strong> aus Freiberg schließt sich eine Band an, die bereits vor ihrem Auftritt aufgrund ihrer Musik mein Interesse geweckt hat. Die vierköpfige Band, die mit Sängerin/Gitarristin und Bassistin neben zweitem Gitarristen und Schlagzeuger ein Musterbeispiel dafür sind, dass sich <strong>Frauenanteil und trver Black Metal</strong> ganz wunderbar miteinander vereinbaren lassen, wecken offenbar nicht nur mein Interesse. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bereits bevor die Band zu spielen beginnt, spätestens aber mit Beginn des Intros (Trommeln, nornenhafter Gesang) – füllt sich der Bühnenvorplatz mit offensichtlich <strong>schwarzmetallisch interessiertem Publikum</strong>. Zurecht! Denn es dauert nicht lange, da ertönt ein lauter, krächzender Schrei, der Mark und Bein durchdringt und damit auch den übrigen Instrumenten das Startsignal gibt. Jetzt bricht <strong>bitterkalter Black Metal</strong> über uns herein. Dank des <strong>ausgewogenen Sounds</strong> ertönen die Black-Metal-typisch hoch sägenden Gitarren und das schmerzvolle Schreien der Sängerin klar und deutlich. Auch die Doublebass trifft sauber und walzt einfach alles nieder.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36447" aria-describedby="caption-attachment-36447" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36447 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Jz3Luc5A.jpeg" alt="" width="1450" height="966" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Jz3Luc5A.jpeg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Jz3Luc5A-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Jz3Luc5A-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Jz3Luc5A-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Jz3Luc5A-750x500.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36447" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>NORNIR</strong> werden damit <strong>definitiv eins meiner absoluten Fimbul Festival-Highlight</strong>s, das ich jedem geneigten Black Metal Fan als Live-Erfahrung ans Herz lege. Dem Publikum vor Ort gefällt es so gut, dass die Anzahl der Personen vor der Bühne es erstmals schwierig macht, die Abstände auf das &#8222;Corona-Maß&#8220; einzuhalten – doch es tragen alle vorbildlich Masken. Und siehe da: Auch <strong>Headbanging klappt wunderbar mit Maske!</strong></span></p>
<h3><strong>Bekannte Gesichter</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36448" aria-describedby="caption-attachment-36448" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36448 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/A2xh_ZGA-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/A2xh_ZGA-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/A2xh_ZGA-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/A2xh_ZGA-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/A2xh_ZGA-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/A2xh_ZGA.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36448" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Als hätten sie nur auf die Dunkelheit gewartet, betreten die Pagan Black Metaller von <strong>GERNOTSHAGEN</strong> die steinerne Bühne. Hier wird nicht mit Bärten, langen Haaren und Knochenaccessoires gegeizt, Sänger Askan trägt eine <strong>Gesichtsbemalung im angesagten Streifenlook</strong> und die <strong>leuchtend blauen Kontaktlinsen</strong> sorgen in Kombination mit der Kapuze für die Optik eines unheilbringenden Hexers. Mit heiserem Krächzen und schmetterndem Klargesang, bei dem ihm manchmal etwas die Puste auszugehen scheint, unterstützt er den <strong>brachialen Sound der Instrumente</strong>, der nur eine Richtung kennt: Nach vorn!</p>
<p>Aber <strong>GERNOTSHAGEN</strong> haben auch ein <strong>episches Keyboard und schöne Gitarrenriffs</strong> zu bieten, was bei den Zuschauern gut ankommt. &#8222;Könnt ihr noch, mit euren Masken?&#8220; &#8211; Ja, wir können noch! Der begrenzte Platz vor der Bühne ist gut gefüllt, vereinzeltes Headbangen paart sich mit <strong>beständigem Kopfnicken</strong>. Und damit das Publikum nicht vergisst, wer ihm trotz Corona dieses Festivalerlebnis ermöglicht hat, bedankt sich der Sänger am Ende auch nochmal bei den mehr als engagierten Veranstaltern.</p>
<h3>Ein würdiger Ersatz&#8230;</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36450" aria-describedby="caption-attachment-36450" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36450 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/AJZvsjQ-200x300.jpeg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/AJZvsjQ-200x300.jpeg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/AJZvsjQ-682x1024.jpeg 682w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/AJZvsjQ-750x1126.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/AJZvsjQ.jpeg 966w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36450" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Pünkltlich um 22:15 Uhr beginnt mein zweites Festivalhighlight: die österreichischen Post-Black-Metaller von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>. Als ob sie nicht ohnehin schon zu meinen Sympathieträgern dieses Genres gezählt hätten, holen sie sich zusätzliche Punkte auf meiner Beliebtheitsskala, indem sie sehr kurzfristig <strong>für Helrunar eingesprungen</strong> sind, die leider offenbar aus fadenscheinigen Gründen abgesagt haben. Auch für die Veranstalter war klar, dass das für das Festival Line-Up jedoch eher einen <strong>Gewinn</strong> als einen Verlust darstellen würde. Und genau das wird auch durch meinen Blick auf die Zuschauer bestätigt, als ich um mich blicke. Falls während der Spielzeit von <strong>HFTS</strong> überhaupt noch jemand auf einem der Campingplätze ist, sind es jedenfalls nicht viele.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36449" aria-describedby="caption-attachment-36449" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36449 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DKQRx8lw-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DKQRx8lw-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DKQRx8lw-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DKQRx8lw-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DKQRx8lw-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/DKQRx8lw.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36449" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Die Bühne färbt sich rot und Nebel legt sich von der Bühne aus auch auf das Publikum in dieser lauen Spätsommernacht, als <strong>HFTS</strong> mit ihrem sentimental-melancholisch düsteren<strong> Black Metal</strong> beginnen. Die Atmosphäre könnte für ihre Musik nicht besser sein. Denn so gut das <strong>Ambiente</strong> der <strong>Schweinsburg</strong> auch allzu offensichtlich zu Mittelalter und Pagan passen mag &#8211; an diesem Abend wird deutlich, dass es auch hervorragend zu Musik à la <strong>HFTS</strong> passt.</p>
<p>Die <strong>wuchtigen Soundwände</strong>, die durchdrungen werden vom verzweifelten Schreigesang des Leidenschaft für die Musik ausstrahlenden Sängers werden durch den gewohnt<strong> souveränen Sound</strong> noch ergreifender. Die intensive, abwechselnd einfarbig blaue oder rote Bühnenbeleuchtung komplettiert das intensiv melancholische Erlebnis. Nahezu jede Person vor der Bühne bewegt sich, tanzt, oder headbangt zur dargebotenen Show. Oft, wie auch ich, mit geschlossenen Augen. Ich bin überzeugt: spätestens mit ihrer Zugabe mit <em>&#8222;Calling The Rain&#8220;</em> haben <strong>HFTS</strong> bei allen Festivalbesuchern mindestens einmal Gänsehaut verursacht und zum Mitmachen animiert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36452" aria-describedby="caption-attachment-36452" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36452 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/bra_116_05_harakiri_for_the_sky_3725.jpg" alt="" width="1450" height="966" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/bra_116_05_harakiri_for_the_sky_3725.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/bra_116_05_harakiri_for_the_sky_3725-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/bra_116_05_harakiri_for_the_sky_3725-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/bra_116_05_harakiri_for_the_sky_3725-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/bra_116_05_harakiri_for_the_sky_3725-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36452" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<h3>&#8230; und ein würdiger Abschluss</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36451" aria-describedby="caption-attachment-36451" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36451 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/D2lDYfnQ-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/D2lDYfnQ-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/D2lDYfnQ-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/D2lDYfnQ-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/D2lDYfnQ-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/D2lDYfnQ.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36451" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Man könnte meinen, dass nach so einem überwältigenden Festivalmoment das Publikum erst einmal eine Verschnaufpause braucht. Doch vielleicht wegen des sehr guten Bauchgefühls der Veranstalter für das Line-up, vielleicht wegen <strong>Corona</strong>, vielleicht wegen der allgemein kurzen <strong>Umbaupausen</strong> oder einfach der stilistischen Fortführung mit Post-Black von <strong>WANDAR&nbsp;</strong>aus Halle bleibt das Publikum zahlreich munter und gut gelaunt vor Ort.&nbsp;</p>
<p>Mit ähnlich simpel gehaltener Bühnenbeleuchtung und einem wieder absolut überzeugenden Sounderlebnis aus kalter, düsterer aber mächtiger <strong>Atmosphäre</strong> halten<strong> WANDAR</strong> den Spannungsbogen sehr gut aufrecht. Das Publikum bewegt sich gefühlt <strong>ehrfürchtig und bedächtig</strong> im Rhythmus der Songs und bestaunt mit Augen und Ohren die musikalisch gezeichneten <strong>Landschaften</strong>, die mit einer überzeugenden Bühnenpräsenz dargeboten werden.&nbsp; Teils mit tragenden <strong>Keyboardmelodien</strong> untermalt wird hier ein wirklich stimmiges Gesamtbild von (ist das überhaupt Post(?)) Black Metal geboten, der sich mit einer nicht beschreibbaren persönlichen Note absolut von Bands der gleichen Sparte abzuheben weiß.</p>
<p><strong>WANDAR</strong> lassen mich zufrieden und in der Gewissheit, einen in sich kompletten und schlüssigen ersten Festivaltag erlebt zu haben zurück und ich kann in freudiger Erwartung der Dinge die am nächsten Tag für mich bereithält schlafen gehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Tag 2 findet Ihr in Kürze HIER!</h3>
<hr>
<p><strong>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: <em>Simon</em></strong></p>
<p>Vielen Dank für die großartigen Bilder an <strong>Carsten Brand</strong>!<br />
<a href="http://www.brandlicht.de/foto.html"><strong>HIER</strong></a> findet Ihr noch mehr Fotos!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fimbul-festival-2020-part-1/">Fimbul Festival 2020 &#8211; Part 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 14:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbst den widrigsten Bedingungen trotzt dieses Jahr das Wolfszeit Festival. Wer von Euch ist dabei?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach viel Hin und Her ist es in ein paar Tagen endlich dann doch soweit: Das <strong>WOLFSZEIT Festival 2020 findet statt!</strong></p>
<p>Dafür musste aber nicht nur die Zeit, sondern auch der Ort gewechselt werden: In Thüringen wäre eine solche Veranstaltung trotz <strong>Hygienekonzept</strong> und kleinem Umfang nicht möglich gewesen, und so hat man alle Räder zum Drehen gebracht, um das Wolfszeit <strong>in ein anderes Bundesland</strong> zu verlegen. Es wird sich nun also vom 24. bis 26. September in Torgau (Sachsen) auf dem Gelände Entenfang ereignen.</p>
<p>Bestaunen darf man am Freitag <strong>HELGRINDUR</strong>, <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>, <strong>ELLENDE</strong>, <strong>ASENBLUT</strong>, <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong>, <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> und <strong>MGŁA</strong>. Zudem sind in letzter Sekunde <strong>WOLFCHANT</strong> als Ersatz für <strong>MANEGARM</strong> eingesprungen, da letztere aufgrund der Corona-Regelungen leider nicht aus Schweden anreisen dürfen. Am Samstag geben sich <strong>HEXADAR</strong>, <strong>KANKAR</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>NACHTBLUT</strong>, <strong>EISREGEN</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>BELPHEGOR</strong> und zu guter Letzt <strong>БАТЮШКА</strong> die Ehre!</p>
<h4>Es erwartet also, wie man es von diesem Festival gewohnt ist, ein exquisites Bankett an Pagan- und Black-Metal-Kapellen und Konsorten.</h4>
<p>Damit für die Sicherheit aller Besucher und Musiker gesorgt ist, gelten in diesem Jahr allerdings <strong>einige besondere Regeln</strong> (direkt zitiert von der Wolfszeit-Facebook-Seite):</p>
<p><em>&#8211; Ermöglichung der <strong>Kontaktnachverfolgung</strong> im Ernstfall (Formular)<br />
</em><em>&#8211; Teilnehmer müssen die Ein</em><em>haltung der <strong>Hygiene- &amp; Infektionsschutzmaßnahmen</strong> bestätigen (Formular)<br />
&#8211; </em><em><strong>Maskenpflicht</strong> auf dem Bühnengelände, Einlass, Sanitärbereich, Wartebereiche etc. (ausgenommen davon ist euer Zeltplatz und wenn ihr euch auf der riesigen Wiesenfläche im Bühnengelände einen Platz mit mindes</em><em>tens 1,5m Abstand zu anderen Personen aussucht, um dort zu trinken und zu essen).<br />
&#8211; </em><em>Jeder Teilnehmer muss sich beim Eintritt ins Bühnengelände und in den Sanitärbereich die Hände <strong>desinfizieren</strong>. (Desinfektionsspender findet ihr vor Ort)<br />
&#8211; </em><em>Nach einmaliger Anreise darf das KFZ nur noch zur Abreise bewegt werden. Teilnehmer dürfen das Festivalgelände (inkl. Zeltplatz) <strong>nur zur einmaligen Abreise verlassen</strong>. Zwischendurch einkaufen im nächsten Ort oder eine Übernachtung außerhalb ist leider nicht möglich.<br />
&#8211; </em><em>Personen, die <strong>Symptome</strong> von Atemwegserkrankungen bzw. Fieber bei sich feststellen / <strong>Kontakt</strong> zu Personen mit Atemwegserkrankungen in den 14 Tagen vor der Veranstaltung hatten / in den 14 Tagen vor der Veranstaltung in einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko waren, dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.<br />
</em><em>Personen, die im Ort Torgau wohnen, dürfen leider nicht am Wolfszeit Festival 2020 teilnehmen. (Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für 2021 oder können auf Wunsch erstattet werden)<br />
</em><em>&#8211; Die Anreise ist ab <strong>Donnerstag</strong>, den 24.09.2020 um 10:00 Uhr möglich (bitte reist nicht früher an).<br />
</em><em>&#8211; <strong>Grillen und jegliches offene Feuer ist leider verboten</strong>. Es gibt in Torgau keinen gesicherten Grillplatz und der Wald ist einfach zu nah und trocken.</em></p>
<p><strong>Ganz großer Respekt</strong> gilt den Veranstaltern, dass sie es, ganz gleich der vielen Probleme, Einschränkungen und Schwierigkeiten, die die momentane Situation mit sich bringt, durchgezogen haben und auch in diesem Jahr das <strong>WOLFSZEIT</strong> wieder auf die Beine gestellt haben. Wir bitten euch deswegen, den gleichen Respekt zu zeigen und die diesjährigen Zusatzregeln ernst zu nehmen – so dass es für alle ein schönes, auf gegenseitigem Respekt basierendes Festival ohne Risiken wird! Denn ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wir lassen uns, auch mit diesen paar Einschränkungen, nicht den Spaß an der Sache verderben &#8211; und freuen uns wie jedes Jahr auf <strong>ein großartiges Festival mit richtig guten Bands.</strong>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>KARG – Wenn Melancholie, dann richtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2020 06:27:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Athmospheric Post Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
		<category><![CDATA[Karg]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[österreichischer black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Band KARG nimmt das Wort "Longplayer" noch ernst!<br />
Einigen bekannt durch Harakiri for the Sky - alle Anderen sollten sich diese Atmospheric BM-Band definitiv mal geben.</p>
<p>Wir empfehlen heute: kaltgepresste und in Musik gegossene Emotionen </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>KARG</strong> – &#8222;Traktat&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 7.02.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 76min.<br />
<strong>Label:</strong> AOP Records<br />
<strong>Genre:</strong> Atmospheric Black Metal/ Post Rock</p>
<p></div></div></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Über 70 Minuten Albumlänge</strong>. Das ist mal ne Ansage. Wenn auch in manchen Genres die 10-Minuten-Songs praktisch schon zum guten Ton gehören, so ist es doch eine Kunst für sich, dieselben auch dauerhaft spannend zu gestalten. Ein Spagat, der <strong>KARG</strong> in seinem neuen Album &#8222;Traktat&#8220; mehr als gut gelingt.</p>
<p>Wem der Name <strong>KARG</strong> nichts sagt: So heißt das Soloprojekt des Sängers von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, auch bekannt unter seinem Pseudonym J.J. Wir haben es hier also mit <strong>österreichischem Black-Metal</strong> zu tun. Im Gegensatz zu <strong>HARAKIRI</strong>, die 2012 mit ihrem selbstbetitelten Album debütierten, erschien <strong>KARG</strong>s erstes full-length-Album &#8222;Von den Winden der Sehnsucht&#8220; bereits im Jahre 2008. Seitdem sind viele tolle Werke hinzugekommen, aber mit &#8222;Traktat&#8220; werden noch einmal neue <strong>Maßstäbe in Sachen Emotionen, Melancholie und Sehnsucht</strong> gesetzt.</p>
<h3>&#8222;<em>Irgendjemand wartet immer&#8220;</em>.</h3>
<p>Hätte ich einen Lieblingssongtitel, wäre es vermutlich dieser. Der erste Track des Albums überzeugt aber abgesehen vom Titel auch noch mit Inhalt. Neben eindrücklichem, emotionsgeladenem Gesang und schwermütigen Gitarrenklängen beinhaltet &#8222;<em>Irgendjemand wartet immer</em>&#8220; unter anderem auch ein <strong>Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme</strong> – mal sehen, ob ihr es erratet!</p>
<p>Mein absoluter und beinahe unangefochtener Favorit auf dem Album ist aber der zweite Track, &#8222;<em>Jahr ohne Sommer&#8220;</em>. Ein Song, den man schwer in Worte fassen kann. Besonders das letzte Drittel ist in meinen Ohren einfach perfekt. Die Melodie ist sowieso ein unerschütterlicher Ohrwurm, aber vor allem erzeugt dieser Part eine <strong>Gänsehautstimmung</strong>, die intensiver kaum sein könnte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Karg - Stolperkenotaphe feat. Klara // Firtan" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/lq4Rz72xjS0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und wenn diesem Wunderwerk doch ein anderer Song wenigstens ansatzweise gefährlich werden könnte, so wäre das &#8222;<em>Stolperkenotaphe&#8220;</em>. Er soll euch als Hörbeispiel dienen &#8211; wobei ihr natürlich auch herzlich eingeladen seid, euch einfach gleich das ganze Album zu Gemüte zu führen… Die <strong>Geige</strong> beschert diesem Song eine melodisch-melancholische Note, die beinahe als kitschig durchgehen könnte – so oder so, das Motiv bleibt genial.</p>
<h3>Kritik, irgendjemand?</h3>
<p>Ich würde einfach mal behaupten, objektiv gibt es an diesem Album absolut nichts zu meckern. Songwriting, Kreativität und Produktion sind auf einem unbestritten hohen Niveau. Man kommt nicht umhin, dieses Machwerk als <strong>bittersüßen Hörgenuss</strong> zu empfehlen.</p>
<p>Wenn ich dennoch etwas zu meckern habe, so ist das rein persönlicher Natur. Mit einem Track will ich nämlich auch nach mehrmaligem Hören nicht so richtig warm werden. Bezeichnender Weise trägt er den Namen &#8222;<em>Alaska&#8220;</em>… Ich weiß gar nicht so genau, woran es liegt. Vermutlich ist die Melodieführung in diesem Song ausnahmsweise mal einfach nicht meins. Das ändert aber nichts daran, dass ich den Rest des Albums für großartig befinde!</p>
<h3>Wer in Schwermut möchte schwelgen…</h3>
<p>…der möge dies mit &#8222;Traktat&#8220; nur zu gerne tun. Mit &#8222;<em>Abgrunddialektik&#8220;</em> und &#8222;<em>Grabcholerik&#8220;</em> seien noch zwei weitere Schmankerl des Albums genannt (unter anderem kommt hier auch wieder die Geige zum Einsatz). <strong>In Musik gegossene Gefühle </strong>nehmen den Hörer mit auf eine <strong>Reise voller Höhen und Tiefen</strong>. &#8222;Traktat&#8220; ist ein beständiger Fels inmitten strudelnder Gedankenströme.</p>
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		<title>Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2019 11:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[agrypnie]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas Pain]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<category><![CDATA[VARG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Haus- und Hof-Festival ist vorbei und wir resümieren. In 2 Teilen erfährst du, was das RAGNARÖK uns und der Szene bedeutet. Das Festival findet in einer Mehrzweckhalle statt und was bitte könnte mehr Zweck als Metal haben?!</p>
<p>Teil 1 nun mit jeder Menge Bands und Einblicken! </p>
<p>… wie live dabei, nur halt in Worten</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Traditionen</strong> sind was feines. Besonders dann, wenn es sich um ein <strong>heißgeliebtes Festival</strong> dreht, das uns nun schon einige Jahre die schwermetallischen Tore öffnet. Hier nahm vor 2 Jahren meine persönliche<strong><em> SILENCE</em>-Reise</strong> ihren Anfang, und heute, am <strong>25.04.2019</strong>, stehen wir endlich wieder hier, vor der <strong>Stadthalle Lichtenfels</strong>. Unser Ziel? Das <strong>Ragnarök Festival</strong>! Die in der Mehrzweckhalle in den Franken beheimatete Festivität lädt dieses Jahr zur 16. Weltuntergangsparty. Und wir sind natürlich wieder am Start &#8211; mit unserem <strong>Stand</strong>, an den wir die Künstler zusammengetrommelt haben, damit ihr einen Schnack halten, einen Schnaps trinken und euch ein Autogramm auf eurer Vinyl, eure Kutte oder eure Glatze holen könnt. Ganz egal!&nbsp;</p>
<p>Für alle, die nicht in <strong>Lichtenfels</strong> mit uns feiern konnten, gibt es natürlich wie immer unseren (fast völlig nüchternen) Erlebnisbericht. Unterstützt werde ich dieses Jahr von <strong>Clemens</strong>, den der eine oder andere geneigte <strong>BM-Fan</strong> unter euch möglicherweise von <strong>KRATER</strong> kennt. Gemeinsam haben wir alle Shows&nbsp;unter die Lupe genommen und für euch die Tops und Flops des diesjährigen <strong>Ragnaröks</strong> gesammelt!</p>
<hr>
<h3>A wie Ankommen, B wie Bier öffnen, C wie Campingplatzparty!</h3>
<p>Auf eine andere <strong>Tradition</strong> müssen wir dieses Jahr leider verzichten. Keinem, der schon mal auf dem <strong>Ragnarök</strong> zugange war, dürfte die <strong>Warmup-Party</strong> mit<strong> DJ Schnapsi</strong> entgangen sein. Diese (teils durchaus ausufernde) Feierei am Donnerstag Abend hatte sich über die Jahre zu einer solch geliebten Gewohnheit entwickelt, dass wir ganz schön blöd aus der Wäsche schauen, als wir<strong> Donnerstag Abend</strong> in die heiligen (Stadt-)Hallen einreiten wollen und stattdessen auf das externe <strong>Fressbudengelände</strong> verbannt werden &#8211; ganz<strong> ohne DJ und Party</strong>. Mit unserer Überraschung sind wir übrigens nicht allein. Einige Besucher waren extra heute schon angereist, um sich musikalisch und alkoholisch auf die folgenden Tage einzustimmen.</p>
<p>Na ja, immerhin sind die Bars schon offen und ein erstes <strong>Knobibrot</strong> gibt&#8217;s auch schon auf die Kralle, da wollen wir mal nicht so sein. Die allgemeine Stimmung hält sich im Vergleich zur altbekannten Party allerdings eher in Grenzen. Viele vermissen neben der Party schmerzlichst den <strong>Metbier-Stand</strong>, der es leider nicht nach draußen geschafft hat. Aber was soll&#8217;s, eine leidenschaftliche Runde <strong>Campingplatzparty</strong> tut es auch. <strong>DJ Schnapsi</strong> soll übrigens nächstes Jahr wieder am Start sein &#8211; hoffen darf man also!<br />
Als wir dann später in der Nacht (oder besser früher am Morgen) endlich unser<strong> Schlafhallenlager</strong> beziehen, döse ich zum altbekannten Klang verschiedenster <strong>Schnarchnuancen</strong> glücklich ein &#8211; wohl im Gedanken an all die kurzen Nächte, die noch folgen sollen.</p>
<h2>Freitag &#8211; Von Headbangern und Hiobsbotschaften</h2>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33239 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-300x225.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-1024x768.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10-750x563.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/WhatsApp-Image-2019-04-26-at-12.13.10.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ausschlafen</strong> ist nicht, wir haben schließlich einen <strong>Stand</strong> aufzubauen! Als dann kurz nach Mittag endlich alles steht, reicht die Zeit gerade noch für eine genüssliche Dose kalten Nudelgulasch, bevor sich die altbekannten Tore endlich öffnen und die ersten Massen in die Vorhalle strömen, um das neueste <strong>Merch</strong> abzugreifen und sich ungeduldig die Füße bis zum ersten Act wundzutreten. Und während das letzte Plakat aufgehängt wird, erreicht uns am Stand die erste Hiobsbotschaft: <strong>NAGLFAR</strong> und <strong>GOD DETHRONED</strong> werden es nicht zum <strong>Ragnarök</strong> schaffen, bei der <strong>skandinavischen Fluggesellschaft SAS</strong> wird gestreikt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33223" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/07-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und damit bleiben nicht nur die Flugzeuge, sondern auch die Bands am Boden. Auch<strong> SKELETON WITCH</strong> werden es leider nicht schaffen, die springen dafür aber am Samstag im <strong>NAGLFAR</strong>-Slot ein. Immerhin ein kleiner Lichtblick, schließlich dürften all diese Bands für einige Besucher der<strong> entscheidende Ticketkauffaktor</strong> gewesen sein. Aber die meisten Zuschauer zeigen sich verständnisvoll &#8211; schließlich kann ja keiner aus der Festivalorga was für einen solch drastischen Zwischenfall.</p>
<p>Dadurch verschiebt sich allerdings die gesamte Running Order ein Stückchen nach hinten. Kurze Zeit später geht es dann aber endlich los &#8211; und schon jetzt ist die Hütte brechend voll! Die<strong> italienische Kombo ATLAS PAIN</strong> macht dieses Jahr den Anfang und wird von den Ragnaröckern überschwänglich begrüßt. Wen wundert&#8217;s: Die durch und durch <strong>sympathischen Epic Metaller</strong> (mit einem gewissen Seemannsfeeling, sodass ich sie zunächst fast falsch unter Piratenmetal verbucht hätte) glänzen mit <strong>Filmmusikanleihen</strong>, catchy Mitsing-Refrains und jeder Menge guter Laune.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-33224" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-300x200.jpg" alt="" width="239" height="159" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/03-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px" />Und als wäre all das nicht schon genug, haben die Jungs erst vor&nbsp; einer Woche (19.04.19) ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Tales Of A Pathfinder&#8220; auf die Welt losgelassen &#8211; und das kommt an! So ist der Frust über die Lineup-Änderungen schnell vergessen. Der Startsong<em> &#8222;The Moving Empire&#8220;</em> hat schließlich einen Sound inne, den ich so noch bei keiner anderen Epic Metal-Band gehört habe &#8211; Reinhören schadet nicht! Auch wenn der Sound zu Beginn noch die typischen <strong>Klang-Turbulenzen</strong> innehat, schmälert das das Feeling des ganzen Auftritts kein bisschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="ATLAS PAIN - The Moving Empire (Lyric Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Z_qritsuLdg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Mehr Melodie gefällig?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33225" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-15.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vergleichbar <strong>melodisch und international</strong> geht es jetzt weiter. Die<strong> Schweden MIDVINTERBLOT</strong> bringen mit ihrem <strong>Folk Metal</strong> eine ordentliche <strong>Wikinger-Komponente</strong> in das diesjährige <strong>Ragnarök</strong>. Die Lyrics gibt&#8217;s abwechselnd auf schwedisch oder englisch. <strong>Sänger Jonathan</strong> bekommt starken gesanglichen Support von <strong>Geiger Sebastian</strong>, der mit seinen <strong>Fideleien</strong> dem Sound der Band eine natürliche Note verleiht. Lediglich der Bass ist leider viel zu laut und blechern abgenommen, sodass es sich manchmal anhört, als würde <strong>Bassist Sten</strong> viel zu starker Zahnseide spielen. Nichts desto Trotz sorgt die Kombo für ordentlich gute Laune &#8211; und wird auch gleich die allererste Band sein, die sich am diesjährigen Ragnarök am <strong><em>SILENCE</em>-Stand</strong> die Klinke in die Hand gibt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33226 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und während sich draußen die erste Schlange bildet, um die <strong>Schweden</strong> zu begrüßen, bereiten sich drinnen <strong>NOTHGARD</strong> auf ihren Auftritt vor. Wie schon vor 2 Wochen auf dem <strong><a href="https://silence-magazin.de/metal-franconia-2019-nachbericht">Metal Franconia</a></strong> präsentiert die Kombo um <strong>EQUILIBRIUM-Gitarrist Dom</strong> auch diese Woche das jüngste Album &#8222;Malady X&#8220;. Auch die Setlist zeigt kaum Abweichungen. Dafür dürfen sich <strong>NOTHGARD</strong> auf dem <strong>Ragnarök</strong> einer größeren Zuschauermasse erfreuen, was definitiv zur Gesamtstimmung beiträgt. <strong>Dom, Skaahl und Nico</strong> bangen mit den feierwütigen Besuchern aus der ersten Reihe um die Wette, auch eine nicht zu unterschätzende <strong>textsichere Fangemeinde</strong> macht sich bemerkbar. Allerdings bleiben auch<strong> NOTHGARD</strong> nicht von den Startschwierigkeiten im Sound verschont. Die geben sich aber zum Glück über den Verlauf der Show, sodass man zum Schluss die ganze Party nahezu ungehindert genießen darf.</p>
<h3>Der Abschied &#8211; die erste</h3>
<p>Allerdings gibt es dieses Jahr nicht ausschließlich positive Gründe zum Feiern. <strong>EÏS</strong> zelebrieren dieses Jahr mit einer <strong>zweiteiligen Show</strong> eine Band-Ära, die nun (vorerst) ein Ende finden wird. Die Band wird nämlich für unbestimmte Zeit<strong> auf Eis gelegt</strong> &#8211; und ob der Abschied eher nach Erfolg oder &#8222;Griff ins Klo&#8220; klingt, findet Clemens heraus.</p>
<p><em>Clemens:</em> Bei<strong> EÏS</strong> wird es in Sachen Beleuchtung und durch die Musik erzeugte Atmosphäre nun endlich finsterer. Ein großes, grün beleuchtetes <strong>Steuerrad</strong> bevölkert vor <strong>Sänger Alboins</strong> Mikroständer die Bühnenmitte und überführt uns zu den ersten Klängen von &#8222;Galeere&#8220;. Dieses<strong> (G)EÏS(T)-Album</strong> feiert seinen <strong>10-jährigen Geburtstag</strong> und wird heute komplett zum Besten gegeben. Ich war von vornherein sehr gespannt, ob man diese Scheibe in seiner Gänze wirklich überzeugend auf der Bühne präsentieren kann. Und um gleich mal vorzugreifen: <strong>Ja, man kann</strong>. Der Sound ist zu Beginn leider sehr verwaschen und transportiert als einzig laut vernehmbares Element die Bassdrum. Das ist wenig hilfreich bei gitarrenlastiger Musik. Mit diesem Problem haben heute allerdings fast alle Bands zu kämpfen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-33227 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-16-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Nach einigen Justierungen kommen die Gitarren dann aber endlich besser zur Geltung. Bei Akkordeonklängen, die von den Gitarren begleitet werden, springt die<strong> Seemannsmelancholie</strong> in der vorm inneren Auge erzeugten Weite direkt über. Und das kommt von einer Person, die sonst rein gar nichts mit <strong>maritimen Themen</strong> und solcher Instrumentierung anfangen kann. (Dass der <strong>Leadgitarrist</strong> gerade im Strudel der Geschwindigkeitssteigerung auf das Mutepedal kommt, werde ich natürlich nicht erwähnen&#8230; Ups!) <strong>EÏS</strong> treten in Seemannsuniformen auf und wirken angesichts des heutigen Anlasses sowohl freudig aber konzentriert distanziert, was gut zur gesamten Show passt. Für das fröhliche Mitschunkeln sind an diesem Wochenende ja auch andere Bands zuständig. Einzig bei einer Ansage wurde diese atmosphärische Wand durchbrochen. <em>&#8222;Das folgende Lied würde davon handeln, wie scheiße NSBM ist. Vor 10 Jahren, wie auch heute.&#8220;</em></p>
<h3>Wer hat das Zeug zum Publikumsliebling?&nbsp;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33228" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-17.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nach einer kurzen Umbaupause (die sich auf dem <strong>Ragnarök</strong> dank Doppelbühne immer nur um Minuten handelt) machen sich<strong> AGRYPNIE</strong> für ihren großen Auftritt bereit. Und die können von Beginn an mit einem<strong> differenzierteren Sound</strong> punkten. Das Gitarrensetup klingt fast <strong>metalcore-lastig</strong>, oder positiv ausgedrückt in Richtung &#8222;Slaughter of the soul&#8220; von <strong>AT THE GATES</strong>. Die Truppe ist nun seit 15 Jahren unterwegs und hat sich einen sehr guten und weitreichend gefeierten Status in Deutschland erspielt. Die Menge vor der Bühne wird durch das ganze Konzert weg locker von <strong>Sänger Torsten</strong> und seinen Kollegen dirigiert und nimmt jedes Leckerli der Band dankend an. Teilweise kommen gleich 3 Gitarren zum Einsatz, um die unterschiedlichen Harmonien zu generieren. Und einen <strong>Gastauftritt</strong> vom<strong> HARAKIRI FOR THE SKY-Sänger</strong> gibt es als Kirsche noch auf das Sahnehäubchen oben drauf. Alles richtig gemacht!</p>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33229 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Steffi:</em> Nachdem das Publikum von<strong> AGRYPNIE</strong> ordentlich heiß gespielt worden ist, dürfte es schwer sein, auf diese Stimmung noch etwas draufzusetzen, stimmts? Falsch! Unzählige Fans haben dem ersten <strong>Meilenstein</strong> der neuen <strong>VARG-Formation</strong> entgegengefiebert, das zeigt sich jetzt. Gemeinsam mit ihren Zuwächsen <strong>Garm und Morkai</strong> an den Gitarren haben die<strong> VARG-Urgesteine Freki und Fenrier</strong> der Debütscheibe &#8222;Wolfszeit&#8220; neues Leben eingehaucht. Das heißt: <strong>frische Riffs</strong>, frischer Sound, frische Ideen, aber irgendwie auch das Gefühl einer längst vergangenen Ära.</p>
<p>Und so präsentieren die Wölfe heute zum allersten Mal &#8222;Wolfszeit II&#8220;, das es ab dem<strong> 07.06.</strong> zu haben gibt. Und den Fans scheint&#8217;s zum Glück zu gefallen! Fast die ganze Halle ist bis zum Erbrechen erfüllt und feiert ihre Helden, während die Jungs auf der Bühne böse Miene zum guten Spiel machen. Dazu gibt&#8217;s eine spektakuläre Lichtshow, vernünftigen Sound und einen ganz neuen <strong>VARG</strong>-Sound auf die Ohren. Was sagt ihr zu den &#8222;neuen alten&#8220; Songs? <em>&#8222;Skål&#8220;</em> gibt&#8217;s sogar schon als <strong>Livevideo</strong> von<a href="https://www.youtube.com/channel/UCYzc1Tb-dBVyqCPt7qIgNBg"><strong> IridumStream</strong></a> zu gucken:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="VARG - Skål (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/cuRssQhxKjE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Jetzt heißt es aber wieder: Schluss mit lustig! Clemens hat sich für euch dem nächsten Act gewidmet, der so gar nichts mit Feiern zutun hat.</p>
<h3>Darf es noch etwas mehr Atmosphäre sein?</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33230" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-18.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Clemens:</em> <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> verbinden die unterschiedlichen <strong>Fangruppen</strong> aus <strong>Folk/Pagan-Freunden</strong> und <strong>Schwarzmetallern</strong> ziemlich gut. Nicht zu hart, aber zum Glück meilenweit von Fröhlichkeit entfernt. Zwar ist der Gesang auch bei den <strong>Österreichern</strong> etwas zu laut und überlagert die restliche Instrumentierung, jedoch kann man dieses Mal die Gitarren gut heraushören. Der <strong>Sänger</strong> kann bei mir mit einem <strong>CONVERGE</strong>-Shirt punkten und transportiert den Inhalt seines gegröhlten Weltschmerzes im ansprechenden Maße mit seiner Körpersprache. <strong>Torsten von AGRYPNIE</strong> kommt nun ebenfalls für einen <strong>Austauschgastbeitrag</strong> auf die Bretter und hat sich danach seinen Feierabend redlich verdient.</p>
<p>Schaut man nun mal auf die Trends, sind <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> derzeit auf alle Fälle &#8222;in&#8220;. Direkt vor der Bühne werden sie gut abgefeiert, während auf den Rängen beobachtende Stille herrscht. Schon vor dem Auftritt hatte ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie man diese Band denn jetzt eigentlich beschreiben möchte. <strong>Black Metal</strong> ist es nicht, obwohl sich ein großer Teil ihrer Hörer wohl aus diesem Bereich generiert. Im Grunde kann man sich dieses<strong> Schubladendenken</strong> auch schenken. Mein sehr kurzes und prägnantes Label lautet: <strong>&#8222;melodischer Metal mit Postrockelementen und Gröhlgesang&#8220;</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33233" aria-describedby="caption-attachment-33233" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33233 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33233" class="wp-caption-text">Fliegender Mikroständer die erste</figcaption></figure>
<p>Die Pause reicht gerade für ein frisches Bier, dann zieht es mich schon wieder in die Konzerthalle. <strong>BORKNAGAR</strong> sieht man schließlich auch nicht alle Tage! Das denken sich wohl auch die Massen vor der Bühne, die die Band direkt lautstark empfangen. Das<strong> Debütalbum</strong> von <strong>1996</strong> schrieb zur damaligen Zeit zu einem gewissen Anteil<strong> Black Metal-Geschichte</strong>. Von diesen Anfängen hat man sich allerdings schon lange entfernt. Der <strong>Kreischgesang</strong> von<strong> Garm</strong> ist komplett dem engelsgleich-klaren Gesang von<strong> ICS Vortex</strong> gewichen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33234" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />So bekommt das Publikum hier<strong> nordische Kälte</strong> in Kombination mit epischem Metal geboten. Die Mannschaft steht recht sympathisch auf der Bühne, auch wenn<strong> ICS Vortex</strong> gleich zweimal unbeabsichtigt den Mikroständer umwirft, was neben der imposanten musikalischen Leistung für etwas Schmunzeln und wohlgesonnenes Mitleid sorgte. (Einwurf von Steffi: Ich war dabei &#8211; der hat meinen Kollegen Carsten nur knapp verfehlt! Fotograf zu sein ist eben doch ein gefährliches Unterfangen.)</p>
<p>Eine pompöse Show gibt es heute nicht. Muss es bei dem gebotenen Material aber auch gar nicht. Gern würde ich auch in die weiten Kompositionen von<strong> BORKNAGAR</strong> eintauchen, doch leider feiert der<strong> Plastiksound</strong> vom Tagesanfang seine unrühmliche Rückkehr. Man muss sich durch ein lautes Schlagzeug und viel Mulm zu den Gitarren durchkämpfen. Geil geht in diesem Zusammenhang wirklich anders, was man aber nicht der Band anlasten kann. Also vertage ich dieses erhoffte Erlebnis auf ein zukünftiges Konzert, mit einem passend transparenten Sound.</p>
<h3>Wenn die Wollmäuse am Kabel knabbern&#8230;</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33235 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01s-4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Steffi:</em> Nur eine Band, dann haben wir es geschafft. Durch den unschönen Verlust von 2 Spielslots endet der heutige Tag etwas eher als gedacht &#8211; aber was solls. Mehr Zeit zum Feiern! Vorher geht es aber noch ein letztes Mal in die Halle, schließlich wartet eine letzte Performance noch: <strong>CARACH ANGREN</strong>! Im Verleich zum Vorjahr auf dem<a href="https://silence-magazin.de/das-skaldenfest-2018-metal-wallfahrt-nach-wuerzburg"><strong> Skaldenfest</strong></a> sind die <strong>pompösen Hydraulikanlagen</strong> dieses mal zum Glück AUF der Bühne verstaut (und nicht im Fotograben), sodass wir dieses Mal beim Knipsen nicht um unser Leben fürchten müssen. Schönes Ding! Wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede, der ist wohl noch nicht in den Genuss einer <strong>CARACH ANGREN-Show</strong> gekommen. Standard sind nämlich die <strong>Hebebühnen</strong>, auf denen <strong>Keyboarder</strong> und <strong>Gitarrist</strong> in die Lüfte gehoben werden, während <strong>Sänger Seregor</strong> zwischen den beiden auf dem Bühnenboden umherspringt. Das sieht aus dem Publikum genauso spektakulär aus wie von hinten, glaubt mir!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-33236" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5743.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Jedenfalls gibt es wie gewohnt von den <strong>Limburgern</strong> ihre durchaus unterhaltsame Version des <strong>Horror Black Metal</strong>. Das heißt: Flimmerlicht, entblößte, blutende Puppen auf der Bühne und ein Sänger, der wie angeschossen mit seinem Sensen-Mikroständer auf der Bühne umherhüpft. Alles so weit ganz unterhaltsam, nur haben <strong>CARACH ANGREN</strong> in meinen Augen an diesem Abend das meiste Pech mit dem Sound. Einzelne Instrumente sind mal zu sehr, der Gesang zu wenig zu hören &#8211; egal. Ich genieße die letzte Show des Abends, bevor ich zu den Jungs zurückkehre und wir den Freitagabend einläuten. Zuerst geht es ins Backstage, das Who-Is-Who der deutschen Pagan-/Death-/Black Metal-Szene begrüßen, und später ins <strong>&#8222;Paddy&#8217;s Rest&#8220;</strong>, das wie jedes Jahr den Ragnarök-Besuchern besondere Metalabende bietet. Was für ein Abend, von dem wir alle nicht mehr viel wissen, als wir am frühen Morgen ins Bett fallen.</p>
<h2>Du möchtest wissen, wie es weitergeht? <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-die-endzeitsaga-teil-2">HIER</a> ist Part 2 unseres Ragnarök-Nachberichts!</h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-teil-1/">Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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