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	<title>Myrkur Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 04 May 2018 19:11:34 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Myrkur Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 2 &#8211; Von GG ALLIN bis HEIDI KLUM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2018 13:14:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heute zeigt euch Robert Einblick in Tag 2 seines DOOM OVER LEIPZIG-Tagebuchs. Wir sagen nur: Kontrastprogramm!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-2/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 2 &#8211; Von GG ALLIN bis HEIDI KLUM</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Donnerstag und Tach 2 des <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> wartet mit deutlich mehr Bands und deutlich mehr von allem auf. Jedoch mit weniger Zeit für mich, da die Konzerte schon 18:30 Uhr beginnen sollen.</p>
<p>Trotz allem schaff ichs noch halbwegs pünktlich zu <strong>OCCVLTA</strong>. Die Berliner hab ich beim bandcamp&#8217;schen Erstkontakt als zelebrierte Räudigkeit empfunden. Und tatsächlich geht es rotzig mit angepisstem Black &amp; Roll los. Sänger <strong>HORD</strong> hat so richtig die Schnauze voll und rennt keifend über die Bühne, wobei ihm sein Mikroständer ein ums andere Mal Probleme bereitet, woraufhin er seinen inneren <strong>GG ALLIN</strong> los- und das Mikro mehrfach auf seine Stirn donnern lässt. Krasser Scheiß! Spätestens beim letzten Song wird aber eine Black Metal-Walze losgelassen, mit der ich nicht gerechnet habe. Es wird stockdunkel im Saal (&#8222;Mach das Scheiß Licht aus, Mann!&#8220;) und minutenlang drischt ein Blastbeat auf mich ein. Ich bin verzückt. Blastbeat, the best Beat. Als das Licht wieder angeht, verschwinden <strong>OCCVLTA</strong> von der Bühne und ich bleibe mit gemischten Gefühlen zurück. Teils richtig krass, teils nicht so meins.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1991830006/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;lt;a href=&#8220;http://occvlta.bandcamp.com/album/night-without-end&#8220;&amp;amp;gt;Night Without End by OCCVLTA&amp;amp;lt;/a&amp;amp;gt;</iframe></p>
<h4>Es folgt das absolute Kontrastprogramm</h4>
<p>Ich kanns gar nicht überbetonen. Als hätten <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> als Vorband von <strong>André Rieu</strong> gespielt. Das Duo <strong>FATHER MURPHY</strong> betritt im weißen Kommunionskleidchen die Bühne und liefert&#8230; ja, was eigentlich? Okkulten, minimalistischen Sing Sang, der mal ergreifend atmosphärisch, mal repetitiv nervig wird. So richtig kapier ich nicht, was hier passiert und wähne mich öfters im falschen Bewusstseinszustand, zumal die Voraussetzungen für diese Musik nach einer viertelstündigen Blastorgie auch ziemlich schwer sind. Erst nach knapp der Hälfte der Spielzeit betritt Noise-Göttin <strong>JARBOE</strong> schließlich die Bühne, die sie vorher nur von der Empore überblickt hat und begeistert mich schon nach kurzer Zeit mit ihrer einzigartigen Stimme. Jedoch gibt sich die Ex-<strong>SWANS</strong> Sängerin heute sehr introvertiert, während sie die Texte aus einem Notizbüchlein vorzutragen scheint. Dennoch ist die Songauswahl für diese Verhältnisse fast schon von popmusikalischer Eingängigkeit, wobei mir die Mantren von <strong>FATHER MURPHY</strong> hin und wieder wie hippieske Jam Sessions unter Drogen am Lagerfeuer vorkommen. Ich bin nachhaltig verwirrt, und zu mindestens 50% angetan.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27074" aria-describedby="caption-attachment-27074" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-27074 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443.jpg" alt="DOOM OVER LEIPZIG" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7443-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27074" class="wp-caption-text">Father Murphy &amp; Jarboe</figcaption></figure>
<p>Die Slowenen von <strong>LEECHFEAST</strong> treten an und können mich mit ihrem schön abartig klingenden Gesang erstmal begeistern. Tief, langsam, donnernd und schiebend dröhnt der Sound der vier Jungs durch die Halle und lädt erstmal zum mitnicken ein. Hier und da gesellt sich etwas ganz dezente Elektronik in die Musik und sorgt für ein paar unerwartete Einsprengsel. Ich suche mir die Wand, die der Bühne gegenüber liegt und genieße die doomige Massage. Denn wie mein guter alter Freund <strong>Wolle A. Mozart</strong> stets zu sagen pflegte: der Bass muss ficken. Und das tut er. Auf Dauer jedoch fehlen mir bei <strong>LEECHFEAST</strong> die wirklichen Höhepunkte, weswegen von der sonst guten Show nur wenig hängen bleibt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27075" aria-describedby="caption-attachment-27075" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-27075" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637.jpg" alt="" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_7637-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27075" class="wp-caption-text">Big|Brave</figcaption></figure>
<p>Die vierte Band des Abends ist <strong>BIG|BRAVE</strong>. Der Sound wird repetitiver, minimalistischer und ein klein wenig schneller. Mit fast schon industrieller Gleichmäßigkeit gibt das Trio seine Riffs zum besten, wobei sich eine Entwicklung in den Songs nur langsam abzeichnet. Bald fällt mir auf, dass <strong>BIG|BRAVE</strong> bislang vielleicht am meisten polarisieren. Grund dafür ist vor allem der Gesang. Stimmbandorgien der Marke <strong>JULIE CHRISTMAS</strong> finde ich sonst außerordentlich spannend, gemeinsam mit den gewollt stumpfen Riffs ziehen sie mir heute Abend aber den letzten Zahn und reißen bedrohlich an meinem Nervenkostüm. Für andere Zuschauer bildet genau dieser Gesang die Kirsche auf dem Eis. So oder so: <strong>BIG|BRAVE</strong> haben ein Alleinstellungsmerkmal und arbeiten an ihrem eigenen Sound. Auch wenn es für mich heute nicht Liebe auf den ersten Ton war, zolle ich der Band dafür meinen Respekt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27077" aria-describedby="caption-attachment-27077" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-27077" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059.jpg" alt="" height="967" width="1450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_8059-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27077" class="wp-caption-text">Myrkur</figcaption></figure>
<p>Wie war das noch gleich mit der polarisierendsten Band des Abends? <strong>Amalie Bruun</strong>, bzw. ihr schwarzmetallisches Alter Ego <strong>MYRKUR</strong>, ist der Headliner des ersten (regulären) Tages. Schon als ich die Band zum ersten Mal sah, wusste mich die stimmliche Bandbreite in den Bann zu ziehen. Heute Abend ist das nicht anders, wobei <strong>MYRKUR</strong> besonders die cleanen Passagen mit einer operettenverdächtigen Präzision wiedergibt. Meine Herren! Genau diese Gesangspassagen sind es auch, auf denen heute der Fokus liegt. Geschrei gibt es nur noch in niedrigdosierter Form, und nur bei älteren Songs. Der Großteil des Sets besteht jedoch aus Stücken des letzten Albums &#8222;Mareridt&#8220;. Während die einen die Songs mitsingen und feiern, verlassen andere den Saal und reden nicht ganz anerkennend von der <em>&#8222;Heidi Klum des Metal&#8220;</em>. So können die Geschmäcker auseinander gehen. Aber letztlich ist die Bandbreite an unterschiedlichen Bands genau das, was das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> ausmacht, dessen Hälfte mit dem Ende von Tag 2 bereits der Vergangenheit angehört.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/doom-over-leipzig-2018-tag-2/">DOOM OVER LEIPZIG 2018 Tag 2 &#8211; Von GG ALLIN bis HEIDI KLUM</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Stein, Schwere, paar Bier &#8211; DOOM OVER LEIPZIG RUNDE VIII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:15:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/stein-schwere-paar-bier-doom-over-leipzig-runde-viii/">Stein, Schwere, paar Bier &#8211; DOOM OVER LEIPZIG RUNDE VIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder, wie die Zeit vergeht. Da hat das neue Jahr grad erst begonnen und schon ist der Januar wieder rum und die Tage verfliegen. Einigen von uns kann es trotzdem kaum schnell genug gehen, denn obgleich über die Republik verteilt stets und ständig irgendwas los ist, muss ich für einen ganz besoderen Leckerbissen noch bis Ende April warten. Denn dann findet, wie jedes Jahr, das einzigartige <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>&nbsp;statt, <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/" target="_blank" rel="noopener">das mich schon in den Vorjahren begeistern konnte.</a>&nbsp;</p>
<p>Auch in diesem Jahr und in seiner achten Ausführung verspricht das <strong>DOL</strong> ein Event sondersgleichen zu werden. Denn erneut hat das Team der <strong>Swansea Constellation</strong> keine Mühen gescheut, um das wunderschöne, steinerne <strong>UT Connewitz</strong> an diesem verlängerten Wochenende zum Epizentrum eines musikalischen Mikrokosmos zu verwandeln.</p>
<p>Denn obwohl der Titel anderes vermuten lässt: das&nbsp;<strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> ist keineswegs nur ein Festival für Musik, deren Ziel es ist, das Tempo unterhalb der Wahrnehmungsschwelle zu verlagern. Viel mehr ist Leipzig, spezieller das<strong> UT</strong>, in den vergangenen Jahren zu einer Heimat experimenteller, und nicht ausschließlich rauer Musik geworden, die dennoch gleichermaßen in der Dunkelheit wurzelt. So erhebt das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>&nbsp;auch Anno 2018 im Gegensatz zu vielen anderen Festivals den Anspruch (bzw. überhaupt einen Anspruch), Kunst zu präsentieren.</p>
<h4>Die Bands</h4>
<p>Im kommenden April werden dafür Bands wie <strong>MYRKUR</strong>, <strong>YELLOW EYES</strong> und <strong>CELESTE</strong> die steinernen Wände zum bröckeln bringen. <strong>THE OCEAN</strong> beehren das Lichtspielhaus mit der ganzheitlichen Aufführung von &#8222;Precambrian (Proterozoic)&#8220;, die ehemalige <strong>SWANS</strong>-Sirene und Krachgöttin <strong>JARBOE</strong> wird gemeinsam mit <strong>FATHER MURPHY</strong> auftreten, die New Yorker <strong>SANNHET</strong> geben sich die Ehre und <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> führen ihren eigenen Soundtrack zum Film &#8222;A Girl Walks Home Alone At Night&#8220; auf. Noch Fragen?</p>
<h4>Die Locations</h4>
<p>Doch das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong> wäre nicht das <strong>DOOM OVER LEIPZIG</strong>, wenn es da nicht noch mehr gäbe. Denn unter dem Titel &#8222;The Bridge&#8220; wird auch eine Ausstellung, die traditionell alle Tage geöffnet ist, wieder Teil des Programms sein. Und noch eine Tradition darf nicht unerwähnt bleiben: die Verlagerung des Geschehens vom <strong>UT</strong> in eine andere Lokalität. Wurden in den letzten Jahren das Institut für Zukunft oder die Paul-Gerhardt-Kirche dafür genutzt, so wird es in diesem Jahr das Werk 2 sein, in welchem <strong>UNIFORM</strong> und <strong>WRECK AND REFERENCE</strong> auftreten, um den Samstag und das Festival ausklingen zu lassen.</p>
<p>Wem das immernoch nicht genug Gründe sind, sich auf den Weg nach Leipzig zu machen, der kann sich <a href="http://www.doomoverleipzig.com/artists/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a> das gesamte Line Up ansehen.</p>
<p>Der Vorverkauf ist bereits gestartet, sodass ihr eure Tickets <a href="http://www.doomoverleipzig.com/tickets/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a> erwerben könnt – und solltet. Denn das <strong>DOL</strong> ist definitiv ein Festival, das auf weiter Flur ohne Konkurrenz dasteht und nicht nur deshalb jeden Besuch wert ist.</p>
<hr>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>DOOM OVER LEIPZIG VIII</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>18.04.2017 &#8211; 21.04.2018</strong><br />
<strong>UT Connewitz, Leipzig</strong></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank" rel="noopener">Website</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1486100738148318/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>MYRKUR &#8211; Dunkelheit und reine Wahrheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2017 10:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Intro beginnt eine Reise &#8230; eine Reise in die Ungewissheit. Ein tiefes Rauschen, wie von Nebelhörnern. Ein hallender, hoher Gesang, mit einem Echo, als würden es Berge zurück senden &#8230; so entführt mich die Musik sofort in die kühlen, eisigen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/myrkur-dunkelheit-und-reine-wahrheit/">MYRKUR &#8211; Dunkelheit und reine Wahrheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>MYRKUR</strong>&nbsp;&#8211; &#8222;Mareridt&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 15.09.2017<br />
<strong>Dauer:</strong> 38:16 Minuten<br />
<strong>Label:</strong> Relapse Records<br />
<strong>Genre:</strong> Atmospheric Black Metal</div></div></div>
<p>Mit dem Intro beginnt eine Reise &#8230; eine Reise in die Ungewissheit. Ein tiefes Rauschen, wie von Nebelhörnern. Ein hallender, hoher Gesang, mit einem Echo, als würden es Berge zurück senden &#8230; <strong>so</strong> <strong>entführt mich die Musik sofort in die kühlen, eisigen Weiten des Nordens.</strong> Ein tiefes Knurren &#8211; und doch die sanfte dänische Sprache. Alles wird mit dem ersten Titel &#8222;<em>Maneblôt</em>&#8220; zerrissen. Ein schnelles Schlagzeug, harte Gitarren, Black Metal-Geschrei. Doch immer wieder wird es unterbrochen von der ruhigen Stimme.</p>
<p>Als würde Sängerin <strong>Amalie Brunn </strong>(der echte Name von<strong> MYRKUR</strong>)&nbsp;im Dialog mit sich selbst stehen. Das spiegelt auch die instrumentale Vielfalt wieder. Plötzlich klingt eine Geige zwischen den schnellen Gitarren. Eine Ruhepause für die Seele der Sängerin, bevor sie ihre Verzweiflung wieder aus sich raus schreit. Zu der schnellen Musik kommt ein recht melodischer Refrain, ein Summen in den Schlaf &#8230; der Titel endet. Doch wer jetzt denkt: &#8222;Wow, was soll denn jetzt noch kommen, um das zu steigern?&#8220; hat weit gefehlt. <strong>Denn die Reise hat gerade erst begonnen und es ist eine sehr düstere Fahrt durch die Klangwelten&nbsp;von&nbsp;MYRKUR</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-23520 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/123345.jpg" width="670" height="455" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/123345.jpg 670w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/123345-300x204.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Zwischen Ruhe und Sturm</h3>
<p>&#8222;<em>The Serpent</em>&#8220; trägt den Hörer mit schweren Riffs und verzerrter Stimme durch die Gedanken einer Frau, die sich selbst als Dunkelheit und reine Wahrheit sieht. Hier ist der Text auf Englisch und leicht verständlich &#8211; leider auch schnell wieder vorbei. Doch der akustische Horrorfilm geht weiter. &#8222;<em>The Crown</em>&#8220; beginnt sehr anmutig mit tiefem Bass und Streichern, dazu hallender Gesang. Auch hier zeigt <strong>Amalie Brunn</strong>&nbsp;die Vielfalt ihrer Stimme und wird, wie in fast jedem Song, durch einen Chor begleitet. Dieser Titel ist so weit weg von Black Metal &#8211; es könnte eher Filmmusik sein. Doch schon mit &#8222;<em>Elleskudt</em>&#8220; folgen wieder düstere Gitarren, aber auch viel Melodie. Es endet in dämonischen Stimmen, die dem eingehenden Schluss eine beklemmende Wirkung verleihen.</p>
<p>Die Reise durch das Album ist ein sehr starkes Auf und Ab, ein Tanz zwischen Ausgeglichenheit und Zerfahrenheit. Fast ein wenig schizophren zeigen sich in jedem Titel die Seiten von <strong>Brunn</strong>. Es ist ein aufregendes Spiel mit Feuer und Kälte, mit Melodie und Disharmonie.<strong> Zwischen Black Metal und Folk, Dänisch und Englisch, psychedelischen Schreien und sanfter Klangmelodie.</strong> Es ist ein Auf und Ab der Emotionen.</p>
<h3>Schluss mit dem Geschwafel</h3>
<p>Was ich meine, ist einfach gesagt: <strong>MYRKUR</strong> bringt auf der Platte volle Abwechslung. Die Songs sind alle sehr unterschiedlich und doch zieht sich ein roter Faden durch die Tracks. Immer wieder gibt es Überraschungen und unerwartete Änderungen. Es gibt eine ganze Reihe von sehr hörenswerten Titeln, wie auch &#8222;<em>Funeral</em>&#8222;, in dem <strong>CHELSEA WOLFE</strong> als Gastsängerin dabei ist. Die beiden Frauen ergänzen sich nicht nur stimmlich optimal, beide sind auch sehr düstere Persönlichkeiten. Die Instrumente nimmt <strong>MYRKUR</strong> für ihre Platten fast immer alleine auf. Ganz selten sind mal andere Musiker dabei, wie z.B. <strong>Teloch</strong> von <strong>MAYHEM</strong>. Abschließend lässt sich sagen: Die Scheibe landet unter meinen Lieblingsalben, obwohl ich sonst eher skeptisch bei Black Metal bin. Aber <strong>MYRKUR</strong> ist viel mehr als das. <strong>Folk-Elemente, klarer Frauengesang, Progressivität und Black Metal &#8211; alles ist dabei auf &#8222;Mareridt&#8220;</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/M9cNZQIzShc?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.myrkurmusic.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/myrkurmyrkur/">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/myrkur-dunkelheit-und-reine-wahrheit/">MYRKUR &#8211; Dunkelheit und reine Wahrheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>NIDINGR spielen alle an die Wand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NIDINGR &#8211;&#160;The High Heat Licks Against Heaven Veröffentlichungsdatum: 10.02.2017 Länge: 41:43&#160;Min. Label: Indie Recordings Stil: Black Metal / Death Metal Um eins klar zu stellen, ja, das Cover dieses Albums wurde vom selben Künstler illustriert, der auch AMORPHIS&#8218; neueste Scheibe verzieren durfte. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NIDINGR </strong>&#8211;&nbsp;The High Heat Licks Against Heaven<br />
Veröffentlichungsdatum: 10.02.2017<br />
Länge: 41:43&nbsp;Min.<br />
Label: Indie Recordings<br />
Stil: Black Metal / Death Metal<span id="more-15316"></span></p>
<p>Um eins klar zu stellen, ja, das Cover dieses Albums wurde vom selben Künstler illustriert, der auch <strong>AMORPHIS</strong>&#8218; neueste Scheibe verzieren durfte. Wenn also irgendjemand in die Kommentare schreibt, dass ihn das Albumcover an &#8222;Under The Red Cloud&#8220; erinnert, dann setzt es was. Leider ist das Artwork viel schöner als das, was der&nbsp;derzeitige&nbsp;<strong>MAYHEM</strong>-Gitarrist <strong>Teloch </strong>hier musikalisch abliefert. Dieser werte Herr hat nicht nur ein beeindruckendes&nbsp;Portfolio im Black Metal (<strong>GORGOROTH</strong>, <strong>1349</strong>, <strong>OV HELL</strong>) vorzuweisen. Er und weitere Mitglieder von <strong>NIDINGR</strong> schrieben&nbsp;die Musik für <strong>Lars-Ole Walburg</strong>s Inszenierung von <strong>Bertolt Brechts</strong> “Mutter Courage und ihre Kinder”. Der Mann scheint sich nicht zu beschränken und seine Band tut es ihm gleich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15458 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/19975_logo.gif" height="411" width="434"></p>
<p>Was von außen vielleicht als langweiliger, eintöniger Black Metal abgestempelt werden könnte, offenbart sich bereits nach ein paar Minuten als ein Projekt mit Weitsicht. Die Gruppe macht viele Schritte nach vorne, was in ihrem Songwriting und den an Mathcore und Jazz angelehnten Teilen in ihrer Musik begründet ist.&nbsp;<strong>NIDINGR</strong> verliert&nbsp;sich oft da, wohin sich die alten Urgesteine des Black Metals nie verirrt hätten. Jedoch ist der&nbsp;Bezug zu ihren größten Einflüssen omnipräsent.&nbsp;Melodisch, post-rockig und ohne viel Druck zu agieren, scheint ein Teil des Erwachsenwerdens zu sein. Es erinnert ohnehin an den gereiften <strong>IHSAHN</strong> von <strong>EMPEROR</strong>. Ist das nun die Endform von Black Metal oder nur wabernde Musik ohne greifbare Höhepunkte?</p>
<p>Der komplexe Mix aus Black und Death Metal hört sich oft so an, als hätte man <strong>BEHEMOTH</strong> zu einer Punk-Band gemacht. Wer polierte und einwandfrei abgemischte Sounds wie bei <strong>Nergal</strong> und Co. erwartet, wird hier nämlich bitter enttäuscht &#8211; was jedoch ein Pluspunkt ist. Viel weniger punkig sind die bohrenden Riffs und progressive Wechsel des Metrums und der Rhythmik. Auch wenn ich schon so oft Mathcore zum Vergleich für solche Sachen herangezogen habe, dass es mich langsam selbst ankotzt, passt es wie die Faust aufs Auge.</p>
<h4>Eine progressive Black-Metal-Band also?</h4>
<p>In diesem Punkt entpuppen sich<strong> NIDINGR</strong> als Meister der Täuschung, vor allem durch ihre langweiligen Songstrukturen, die sich allesamt hinter dem Deckmantel der Komplexität und der Feinheiten verstecken. Kann man machen, würde da der Prog-Fan in mir sagen. Aber doomige Black-Metal-Ausflüge wie <em>&#8222;The Ballad Of Hamther&#8220;</em> &#8211; passender Name übrigens &#8211;&nbsp; zaubern mir höchstens ein Gähnen ins Gesicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15462 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/PresspicturebyJonLeviPedersen7-1024x357.jpg" height="357" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/PresspicturebyJonLeviPedersen7-1024x357.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/PresspicturebyJonLeviPedersen7-300x105.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/PresspicturebyJonLeviPedersen7-750x261.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Beim Gesang&nbsp;greift dann wohl der persönliche Geschmack. Dem gefällt auch der Sprechgesang&nbsp;auf <em>&#8222;Surtr&#8220;</em>&nbsp;&nbsp;überhaupt nicht. Sehr eintönige Gesangsmelodien zahlen sich beim Black Metal ja eigentlich aus, wenn man denn überhaupt einen vernünftigen Schrei aus dem Hals bekommt. Leider scheint der Frosch im Hals des Frontmannes ihn davon abzuhalten, je einen aufregenden Moment zu erzwingen. Dass er dabei nie auch nur einen hohen Scream einsetzt, sei mal so dahingestellt. <em>&#8222;On Dead Body Shore&#8220;</em> sorgte fast dafür, dass ich abschalten wollte, aber dann fiel mir ein wichtiger Punkt ein. Sich grässlich anzuhören ist eine Qualität, die sich bei vielen&nbsp;Death- und Black-Metal-Urgesteinen immer gehalten hat. Egal ob wir nun von <strong>MAYHEM</strong>s <strong>Attila</strong> oder einem beliebigen, anderen Sänger&nbsp;reden, die verzweifelten Schreie sollten immer mehr schockieren als der Verwöhnung der Ohren dienen. Trotzdem klingt dieser krampfhafte Versuch äußerst langweilig. Lediglich die Texte stammen alle aus der Prosa-Edda und handeln von skandinavischen Göttern und Helden. Der Inhalt begeistert also mehr als die Umsetzung.</p>
<h4>Exponentieller Spannungsabfall</h4>
<p>Der Rest der Band verirrt sich während der Abwesenheit ihres quäkenden Anführers oft in Gefilden, die so gar nicht zu ihnen passen wollen. <em>&#8222;Gleipnir&#8220;</em> und <em>&#8222;Ash Yggdrasil&#8220;</em>&nbsp;sind nur zwei Beispiele dafür, dass man mit erzwungener Ruhe keine dem Gesamtpaket dienliche Atmosphäre erzwingen kann. Letzteres wurde mit der Hilfe von <strong>Germ</strong> (<strong>ULVER</strong>)&nbsp;vertont. Mit der angestrebten Dunkelheit hat die Atmosphäre jedoch nicht viel zu tun und enttäuscht umso mehr.</p>
<p>Egal wie viel Druck die ersten Songs versprechen, ihr&nbsp;solltet&nbsp;nicht die Spannungskurve untersuchen. Durch die sich ständig wiederholenden Songstrukturen bei den schnellen und langsamen Songs zugleich, verschwindet jeglicher Wiedererkennungsfaktor schnell im Hintergrund. Und mit der vorgegaukelten Stimmung, die durch technische Spielereien und seichte Klänge gleichermaßen erzeugt wurde, spielt sich&nbsp;<strong>NIDINGR</strong> letztendlich selbst an die Wand. Ein exponentieller Spannungsabfall nimmt direkt nach dem ersten Lied seinen Lauf. Das kann auch der Gesang von <strong>MYRKUR</strong> auf dem letzten Lied nicht mehr retten. Ganz im Gegenteil, der Gesang kommt folkigen Mittelalterrock-Zusammenschlüssen gleich, die ich lieber aus meinem musikalischen Gedächtnis löschen würde. Hoffentlich zwingt mich niemand, nach dieser Review <strong>ELUVEITIE</strong> oder ähnlichen&nbsp;Stuss zu hören.</p>
<p><!--more--></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/nSeIBro4xPU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://nidingrsom.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/nidingr/">Facebook</a></p>
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		<title>Die Welt zu Gast im Schlamm: Wacken 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 07:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt ihr die Szene aus „Forrest Gump“, in der Bubba aufzählt, was es alles für Shrimps gibt? So ungefähr geht’s mir nach dem vergangenen Wochenende mit Schlamm. Es gibt dünnflüssigen Schlamm, festen Schlamm, fest-flüssigen Schlamm, nicht-newtonschen Treibsandschlamm, Schlamm mit Regen, Schlamm ohne Regen, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr die Szene aus „Forrest Gump“, in der Bubba aufzählt, was es alles für Shrimps gibt? So ungefähr geht’s mir nach dem vergangenen Wochenende mit Schlamm. Es gibt dünnflüssigen Schlamm, festen Schlamm, fest-flüssigen Schlamm, nicht-newtonschen Treibsandschlamm, Schlamm mit Regen, Schlamm ohne Regen, mit Wasser überdeckter Schlamm, Schlamm mit Menschen drin. Ihr versteht glaub ich, auf was ich hinauswill &#8230;</p>
<h4>Das erste Mal ist immer etwas ganz Besonderes&#8230;</h4>
<p>Meine Fresse, was für ein Fest!<br />
Endlich hab ich es mal in den Norden geschafft. Jahrelang kam immer irgendwas dazwischen. Zu groß, zu weit, zu dies, zu das. Nun ist es endlich soweit. WACKEN.</p>
<p>Vier Tage, 160 Bands, 100.000 Besucher und sicherlich noch ganz viele andere Sachen, die sich zählen lassen.<br />
Ich habe versucht, so viele Konzerte zu sehen, wie es menschenmöglich ist.</p>
<h4 style="text-align: center;">Dienstag 2.8.</h4>
<hr />
<p>Um Anfahrtsstau und so ne Scheiße zu vermeiden, geht es schon am Dienstag Abend gen Norden. Der Chef höchstpersönlich holt mich ab, ich fühle mich geehrt. Während wir uns noch gemeinsam mit El Zecho und D. Grau nen Kaffee gönnen, fällt mir auf, dass meine Springer noch nicht an Bord sind. Grober Fehler, denn diese werden in den nächsten Tagen zu meinen besten Freunden werden.</p>
<p>Nach fünf Stunden Fahrt, fragwürdiger Musik, kiloweise Snacks, literweise Energydrinks und Autopannen, die keine sind, kommen wir endlich an. Sehr viel bringt uns der Tag nicht mehr, ein Kontrollgang über das Festivalgelände ist aber noch drin.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_8081.JPG" alt="IMG_8081" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Mittwoch 3.8.</h4>
<hr />
<p>Rise and shine, Motherfucker. Wir sind angekommen. In Ruhe wird erst mal die Umgebung inspiziert, Menschen wiedergetroffen, sich begrüßt und beschnuppert, der Arbeitsplatz eingerichtet und sich mit den Begebenheiten vertraut gemacht. Und diese sind vor allen Dingen: nass. Allein am Mittwoch kommen 120l Regen pro m² runter, womit wir uns für die nächsten Tage von festem Boden unter den Füßen verabschieden können.</p>
<p>Musikalisch steht der Mittwoch fast ausschließlich im Zeichen der Metal Battle Bands. Aus über 20 Ländern sind Musiker anwesend, die in ihrer jeweiligen Heimat den Vorentscheid gewonnen haben und nun in Wacken spielen können. Leider sorgen diverse Pflichten, Starkregen, Verzögerungen, Verschiebungen und Wartezeiten dafür, dass die erste Band, die ich sehen kann, <strong>PANZERBALLETT</strong> sind. Und was soll ich sagen? Die Münchner um den „Godfather of Krässe“ Jan Zehrfeld liefern eine sagenhafte Show für Technikspinner wie mich ab. Wie immer kommt der trockene Humor nicht zu kurz, während ein Hit auf den nächsten folgt. Bei <em>„Friede, Freude, Fußball“</em> kickt die Band mit einer Wasserflasche umher, während sie den Song in aller Lässigkeit runterzockt. Ich bin überwältigt. Gäbe es einen Preis für die tighteste Show des Festivals, so wäre dieser bereits nach dem ersten Tag und diesem Konzert vergeben.</p>
<p>Mit dem Gefühl, doch schon was geleistet zu haben, machen sich D. Grau, El Zecho und ich auf den Weg, um sich etwas unter das Volk zu mischen. Auf einer Riesenleinwand läuft „Until the Light Takes Us“ während wir uns durch Hektoliter von Schlamm zum Campground begeben. Sei es drum, von guter Laune, Breakdanceeinlagen und unfassbar vielen unfassbar netten Leuten hält das niemanden ab. Noch bin ich von den Dimensionen des Geländes völlig übermannt, kann aber vielleicht auch daran liegen, dass man für nen Weg von hundert Metern länger braucht, als man denkt. An verschiedenen Orten auf dem Zeltplatz gibt es Bars, die von den Besuchern selbst errichtet wurden und an denen sich Menschen aus aller Welt treffen. Was für ein geiler Scheiß! Einziger Nachteil: irgendwann fährt kein Bus mehr zurück zu unserem Zeltplatz, weswegen wir gezwungen sind zu laufen. Tough Mudder muss dagegen echt gemütlich sein.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9508.JPG" alt="IMG_9508" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag 4.8.</h4>
<hr />
<p>Was passiert, wenn sich der ehemalige <strong>BLACK FLAG</strong> Sänger mit nichts als einem Mikro auf eine Bühne stellt und eine dreiviertel Stunde redet? Einiges!</p>
<p><strong>HENRY ROLLINS – SPOKEN WORD</strong> findet auf dem Wacken an drei von vier Tagen statt und überbietet an Emotion und Substanz einen großen Anteil der restlichen spielenden Bands. Im Vorfeld hab ich keine Ahnung, was mich erwartet. Doch die Mischung, die mich dann trifft, fesselt mich zutiefst. Ich denke, dass es nicht selbstverständlich ist, Menschen für 45 Minuten zu vereinnahmen, wenn man nichts hat, als seine Stimme und, O-Ton: „mein Hirn, was ehrlich gesagt auch nicht grade das Beste ist, wenns drum geht, sich nen Schusswechsel mit jemandem zu liefern.“ <strong>HENRY ROLLINS</strong> mischt Anekdoten über Bowie mit Satire, Comedy, Kritik an Politik und dem amerikanischen Staat auf eine unglaubliche Art und Weise und ist so vermutlich immer noch mehr Punk als alle anderen. Ich verlasse das Zelt als anderer Mensch!</p>
<p>Leider leiden viele Bands danach unter dem Sound im Zelt. <strong>VADER</strong> kommen dabei noch am besten weg, und begeistern mit archaischem Charme. <strong>TSJUDER</strong> und <strong>MARDUK</strong> jedoch leiden beide so sehr unter dem Sound, dass es wirklich keinen Spaß macht. Es mangelt weder an guter Performance, noch an guten Songs, doch jeweils 45 Minuten nur Bass Drum zu hören, macht keinen Spaß.</p>
<p>Und es geht weiter: auch das Set der New Yorker <strong>IMMOLATION</strong> krankt am Sound. Ich renne im Zelt herum und versuche einen Platz zu finden, an dem ich alles gut hören kann. Leider vergeblich. Die Death Metal Pioniere sind heute nur zu dritt am Start. Gitarrist Bill Taylor musste krankheitsbedingt die Tour verlassen, doch Ross Dolan und Bob Vigna geben ihr Bestes, um die Bühnenfront zu zweit auszufüllen. Mit nicht ganz optimalem Erfolg. Doch mit einem neuen Song wecken die Jungs schon mal Vorfreude auf das bevorstehende Album, welches im kommenden Februar über Nuclear Blast erscheinen soll.</p>
<p>Keine Ahnung, was andernorts danach noch so passiert, aber es spielen <strong>IRON MAIDEN</strong>. Und hier sehe ich zum ersten Mal, wie groß und voll Wacken wirklich ist. Menschen so weit das Auge reicht. Die Spielfreude, Agilität und Energie, die die Herren an den Tag legen, täuscht mühelos darüber hinweg, dass alle Beteiligten um die 60 sind! Einzig der Wind sorgt dafür, dass der Sound hier und da etwas zerhackstückelt wird, doch insgesamt tut das der Stimmung keinen Abbruch. Ein geiler Abschluss für den zweiten Festivaltag!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_8816.JPG" alt="IMG_8816" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Freitag 5.8.</h4>
<hr />
<p>Ich fühle mich, als wäre ich seit ner Woche hier. Ich fühle mich, als würden meine Fußknochen durch mein Fleisch ragen. Aber dafür bin ich mittlerweile so resistent gegen Regen, als wäre ich komplett einlaminiert. Doch BDSM Fantasien beiseite!</p>
<p>Erneut spricht <strong>HENRY ROLLINS</strong> im Zelt. Um sicher zu gehen, dass hier nicht jeden Tag das gleiche Programm abgezogen wird, geb ich mir den Spaß erneut. Und das völlig zu Recht. Wieder plädiert der sympathische Weltenbummler für ein respektvolles Miteinander, schwärmt von Musik, Menschen, und antarktischen Pinguinorgien und fesselt damit zu früher Mittagsstunde erneut überraschend viele Zuhörer.</p>
<p>Im Anschluss folgt eins meiner persönlichen Highlights: <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong>. Meiner Meinung nach eine der besten deutschen Livebands. Überraschenderweise sind die Black Metaller aus Würzburg heute nur zu dritt. Basser Giuliano Barbieri und die Band gehen von nun an getrennte Wege. (<a href="https://silence-magazin.de/der-weg-einer-freiheit-nur-noch-zu-dritt/" target="_blank">Silence berichtete</a>, das wollte ich schon immer mal schreiben). Zu meiner eigenen Überraschung bemerkt man das Fehlen des Tieftöners weit weniger, als ich es befürchtet hatte. Nikitas Vision davon, wie Schwarzmetall zu klingen hat, wird hier über das gierige Publikum verteilt, dass es zumindest für mich eine unfassbare Freude ist. <em>„Letzte Sonne“</em>, <em>„Der Stille Fluss“</em>, <em>„Zum Abschied“</em>, <em>„Requiem“</em> und <em>„Zeichen“</em> bilden ein sehr starkes Set, das auch in der minimierten Aufstellung sehr gut funktioniert. Ich bin gespannt, was die Zukunft der Würzburger bringen mag.</p>
<p>Hat schon mal jemand LG Petrov und Seuche von <strong>FÄULNIS</strong> zur gleichen Zeit am gleichen Ort gesehen? <strong>ENTOMBED A.D.</strong> überzeugen mit unglaublicher Spielfreude, welche das Publikum sehr schnell mitreißt. Begeistert von den unterschiedlichen Landesflaggen im Publikum gelingt es den Musikern in so gut wie jeder Landessprache irgendwas zu sagen, und selbst wenn es nur Schimpfwörter sind. Ein sehr sympathischer Auftritt, der wie gewohnt mit dem Klassiker <em>„Left Hand Path“</em> abschließt.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/DSC_4469.JPG" alt="DSC_4469" /></p>
<p><strong>ELUVEITIE</strong> geben sich auf der Black Stage die Ehre. Obwohl Chrigel fast seine gesamte Mannschaft ausgetauscht hat, gibt es qualitativ nichts am Auftritt der neuen Formation zu bemängeln. Dem erfolgreichsten Schweizer Exportschlager seit Ricola gelingt es, unglaublich viele Leute vor die Bühne zu locken und selbst wenn ich die Band seit ein paar Alben nicht mehr bewusst verfolge, weiß ich einen guten Auftritt zu schätzen, wenn ich ihn sehe. Dass die Musiker noch nicht sehr lange miteinander spielen, merkt man zu keiner Sekunde. Und dennoch fehlt mir etwas. Namentlich: Anna Murphy! Aufgrund des Ausstiegs der talentierten und hübschen Drehleierspielerin/Sängerin muss das Set leider ohne Hits wie <em>„Omnos“</em> oder <em>„Quoth The Raven“</em> auskommen. Um dennoch nicht auf alle Songs mit weiblichem Gesang zu verzichten, wird die Band bei <em>„A Rose For Epona“</em> von Liv Kristine unterstützt, die einen guten Job macht, allerdings auch einige Töne ziemlich versemmelt.</p>
<p><strong>ORPHANED LAND</strong>, die ich bislang leider noch nie live sehen konnte, hauen mich mit ihrem Progressive Folk Metal ziemlich um. Sänger Kobi Farhi bedankt sich tausendfach beim Publikum und sorgt mit der Musik für Völkerverständigung. Israeliten und Libanesen liegen sich in den Armen, und halten gemeinsam ihre Landesflaggen. Ich bin kein politischer Mensch und dennoch sollte es genau so sein. Im Kosmos der Musik gibt es keinen Platz für Hass, Terror oder sonst irgend so ne Scheiße.</p>
<p>Und noch ein Highlight steht bevor. <strong>ALCEST</strong> bringen das Zelt zum Schwelgen und Träumen und liefern eine unfassbar kurzweilige Show ab. Als Neige freundlich aber kühl den letzten Song ankündigt, bin ich geradezu geschockt, aber insgesamt ergibt&#8217;s schon Sinn, denn im Traum vergeht die Zeit ja auch wesentlich langsamer.</p>
<p>Der Auftritt von <strong>1349</strong> wirkt danach bei gleicher Spielzeit 66,6% länger und langatmiger. Schuld ist: der Sound. Irgendwie wird alles, was Black Metal ist, nicht so richtig geil abgemischt. Das sorgt wiederum dafür, dass die Hölle, die die Norweger hier heraufbeschwören, weit weniger eindrucksvoll wirkt, als sie potenziell sein könnte. Das krasse Gegenteil dazu folgt sogleich.</p>
<p><strong>IHSAHN</strong> begeistert von der ersten bis zur letzten Minute! Glücklicherweise ist der Norweger, der hier erneut von Musikern von <strong>LEPROUS</strong> unterstützt wird, sogar mit wunderbarem Sound gesegnet. Der Übersong <em>„Celestial Violence“</em> vom neuen Album beendet die Show, wobei Einar Solberg eine gigantische Vokalleistung hinlegt!</p>
<p>Die letzte Band des Tages stellen für mich <strong>RED FANG</strong> dar. Der hier und da an <strong>MASTODON</strong> erinnernde Stoner Rock der Jungs aus Portland, Oregon, begeistert nicht nur mich. Wer einen 7/8tel Takt so zum grooven bringt, muss definitiv irgendwas richtig machen. Ich habe heute schon gefühlt 57 Bands gesehen und dennoch machen die wenigsten live so viel Spaß wie die personifizierte Coolness von der Westküste. Von <em>„Blood Like Cream“</em> über <em>„Wires“</em> bis <em>„Prehistoric Dog“</em> gibt es hier alles, was das Herz begehrt!</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_8071-1.JPG" alt="IMG_8071" /></p>
<p>Für mich geht es danach nach 15 Stunden auf den Beinen ins Zelt, während sich Alex noch <strong>WHILE SHE SLEEPS</strong> gibt, die bereits beim ersten Song den hemmungslosen Abriss zelebrieren, der die gesamte Show über andauern soll. Wie und ob die Band das ohne Drogen macht, bleibt unbeantwortet.</p>
<p>El Zecho und D. Grau sehen dann sogar noch <strong>KAMPFAR</strong>, die allerdings (da Black Metal) ebenfalls unfassbar schlechten Sound abbekommen haben, ansonsten jedoch eine gute Show mit Songs der letzten beiden Alben spielen.</p>
<h4 style="text-align: center;">Samstag 6.8.</h4>
<hr />
<p>Die Schweden von <strong>JESUS CHRÜSLER SUPERCAR</strong> eröffnen den letzten Tag im Zelt und können leider nur ungefähr 100 Zuhörer vor die Bühne ziehen. Der erdig-drückende Stoner Rock, der vereinzelt mit zweistimmigen Gesängen veredelt wird, weiß dennoch zu begeistern und könnte bei mehr Besuchern (oder in einem kleineren Club) sicher für sehr gute Stimmung sorgen.</p>
<p>Auf der größeren Black Stage spielen währenddessen <strong>DRAGONFORCE</strong>, die in gewohnt guter Qualität ein irrwitzig geiles Konzert spielen und das auch noch bei bestem Sound!</p>
<p>Für mich geht es zu <strong>MYRKUR</strong>. Und meine Fresse! Ist das geil! Leider wird die Band heute nicht von einem Frauenchor begleitet und dennoch haut mir meine Kinnlade zwischenzeitlich ab, da ich seltenst eine so makellose Vokalleistung gehört habe. Ich bin vollständig überwältigt. Die unscheinbare Sängerin begeistert mich mit ihrem elfenhaften Gesang, nur um danach völlig wahnsinnig zu wirken, markerschütternd zu schreien und Angst zu verbreiten. Wie passt so eine krasse Ambivalenz in so eine kleine Person? Ich weiß, dass die Dänin in letzter Zeit sehr viel Scheiße für ihre Musik abbekommen hat, allerdings ist mir vollständig schleierhaft, warum. <strong>MYRKUR</strong> kreiert Black Metal, den es weiter zu verfolgen gilt!</p>
<p>In ganz anderen musikalischen Gefilden wildern <strong>ESKIMO CALLBOY</strong>, die sich D. Grau angeschaut hat. Und obwohl die Musik nicht seinen Geschmack trifft, war er von der Show mehr als positiv überrascht. Absolute Eskalation ist noch untertrieben bei dem, was zwischen Band und Fans stattgefunden hat. Und als wäre das nicht schon geil genug, war der Sound außerdem herausragend.</p>
<p><strong>YEAR OF THE GOAT</strong> sind eine der wenigen Bands, die im Zelt mit gutem Klang auftreten können. Dabei begeistert die Show, die nur aus Hits beider Alben besteht, vom ersten bis zum letzten Ton.</p>
<p>Die Kalifonier von <strong>DEVILDRIVER</strong> treten in neuer Besetzung auf. Außer Sänger Dez ist kein Gründungsmitglied mehr an Bord. Dennoch wirkt das Konzert außerordentlich stimmig und präzise, neue und alte Songs ergänzen sich hervorragend, und das Publikum dreht durch. Die Band dankt es mit energiegeladener Performance bis zum Schluss.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9686.JPG" alt="IMG_9686" /></p>
<p>Zeitgleich spielen <strong>BORKNAGAR </strong>auf der Black Stage. Die Norweger um ICS Vortex wissen mit perfektem Gesang und sehr guter Liveshow zu begeistern. Doch auch hier schmälert der Wind das Klangvergnügen etwas.</p>
<p>Das gleiche Problem betrifft auch <strong>THERION</strong>, jedoch in geringerem Ausmaß. Mit der Stimmgewalt von einem Sänger und zwei Sängerinnen wird hier ein Querschnitt durch alle Alben abgeliefert, der das Publikum in Extase versetzt. Besonders hervorzuheben sind dabei Songs wie <em>„Theli“</em>, <em>„Vovin“ </em>und <em>„Secrets Of The Runes“</em>.</p>
<p>Es folgen: <strong>STEEL PANTHER</strong>. Was soll ich zu dieser Band noch sagen? Alles was hier stattfindet, darf eigentlich erst nach 24 Uhr ausgestrahlt werden, also denkt euch einfach selbst, was so los war. Was ich mich nur frage, ist, was sich Mütter denken müssen, die zu Hause vor 3sat sitzen, Wacken live mitverfolgen und dann die eigene Tochter barbusig auf der Bühne wiederfinden. Kann mir das irgendwer beantworten?</p>
<p>Um Abreisestau zu vermeiden, geht es für uns schon etwas früher nach Hause. Doch es bleibt noch Zeit, um <strong>CLUTCH</strong> zu sehen. Und auch hier gibt es außer Lob kaum etwas, was ich schreiben könnte. Liest eigentlich noch irgendwer mit? Es hagelt großartige Songs von vorn bis hinten, das Wetter spielt sogar auch mit und Neil Fallon ist so unfassbar gut bei Stimme, dass es mir ein inneres Blumenpflücken ist. Ich liebe diese Band!</p>
<p>Nachdem ich mich noch ein letztes Mal durch hunderte Meter Schlamm gekämpft habe, treten wir die Heimreise an. Denken wir. Denn unsere Karre streikt, doch dank sehr netten und freundlichen Security Mitarbeitern (Danke, Sabrina!) und der isländischen Band <strong>AUĐN</strong> kriegen wir die Kutsche wieder in Schuss und lernen dabei noch tolle Menschen kennen.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9217.JPG" alt="IMG_9217" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Gibt und gab es auch Schattenseiten?</h4>
<hr />
<p>Ja, einige sogar. So wurden uns mehrfach Beschwerden über die Security Mitarbeiter entgegengebracht, die unsagbar unfreundlich gewesen seien, wobei wir selbst nur gute Erfahrungen gemacht haben. An dieser Stelle viele liebe Grüße an Sven! Du bist der Beste!</p>
<p>In den vier Tagen des Festivals kam es zu insgesamt 80 Straftaten, was zwar nicht erfreulich, bei den über 100.000 Menschen, die Wacken an diesem Wochenende zur drittgrößten „Stadt“ Schleswig-Holsteins gemacht haben, jedoch vergleichsweise wenig ist.</p>
<p>Wacken ist eine Maschinerie: es gibt so gut wie alles! Merch, verschiedenste Accessoires, Kippen, Getränke und eine sehr große Auswahl an Essen. Allerdings ist das Preis-Leistung Verhältnis dabei schon fragwürdig. Für 5€ bekommt man kaum etwas zu essen und nach Speisen die sättigen, kann man vergebens suchen. So muss man mindestens zwei Portionen essen, um irgendwie satt zu werden, was im Endeffekt bedeutet, dass man für eine einzige Mahlzeit irgendwas zwischen 10 und 20€ bezahlen kann, wobei die Qualität dabei nochmal ein ganz anderes Thema ist.</p>
<h4 style="text-align: center;">Wacken 2016 &#8211; Fazit?!</h4>
<hr />
<p>Wacken ist ein bisschen wie Fernsehen: es wird sich um permanente Unterhaltung bemüht, denn überall passiert so gut wie immer irgendwas, jedoch nicht zwangsläufig auf vergleichbarem Niveau, bzw. in gleicher Qualität.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9768.JPG" alt="IMG_9768" /></p>
<p>Obwohl ich gefühlt 80 Bands gesehen habe und damit immer noch nur einen Bruchteil von denen, die gespielt haben, ist es nicht nur die Musik, die mir im Gedächtnis bleiben wird. Ich habe unfassbar liebenswerte, nette Menschen aus allen Teilen der Welt getroffen. Kanadier, Marokkaner, Chinesen, Amerikaner, Südamerikaner, Schweden, Polen, Spanier, Färöer. Mit vielen dieser Menschen werde ich noch lange Zeit in Kontakt bleiben und ihr werdet es lesen können! Überall auf der Welt wimmelt es von Musik! Wie viele marokkanische Metalbands könnt ihr mir nennen? Wie viele von den Färöern? Viele dieser Leute haben Lust, uns in nächster Zeit von den Szenen ihrer Länder zu berichten und ich bin bereits jetzt verdammt gespannt darauf!</p>
<p>Denn wenn mir Wacken eins gezeigt hat, dann das, dass es überall auf der Welt grandiose Menschen gibt und uns alle eins verbindet &#8211; die Musik!</p>
<p>In diesem Sinne heißt es bereits jetzt: „Noch ein Mal waschen&#8230;“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/">Die Welt zu Gast im Schlamm: Wacken 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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