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	<title>Technical Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 04 May 2026 13:49:16 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Technical Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Dec 2019 07:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Finnen, in einem Raum - was soll da schon schief gehen?!</p>
<p>Nein, wir waren nicht in einer Sauna, sondern zur Tour von INSOMNIUM.<br />
Diese waren mit STAM1NA und zudem THE BLACK DAHLIA MURDER unterwegs und wir haben der Akustik des Felsenkellers getrotzt und haben einiges dazu zu sagen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/">INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten in der Woche laden <strong>INSOMNIUM</strong> in den <strong>Leipziger Felsenkeller</strong> zur <strong>Tour Like A Grave</strong>. Foto-<strong>Yeti</strong> eingesackt (bzw. er mich) und ab geht es nach Leipzig. Bisher habe ich zwar schon öfter mitbekommen, dass im Felsenkeller Konzerte stattfinden, allerdings wurden mir noch keine konkreten Erfahrungen angetragen. Was ich weiß, ist, dass er nach Umbau kürzlich erst <strong>neu eröffnet</strong> wurde. Ich bin also unvoreingenommen und gespannt, was mich erwartet.</p>
<h5>Willkommen im Felsenkeller</h5>
<p>Wir gehen in den Ballsaal – dem größeren Konzertraum. Im Hof scheint ein kleiner Weihnachtsmarkt stattzufinden (den wir uns klemmen, da wir knapp dran sind) und ein weiteres Konzert im kleineren Veranstaltungsraum. Also, rein ins Getümmel! Denkste … ich ziehe die Tür zum Raum auf und erblicke ein Trauerspiel. <strong>STAM1NA</strong> sind schon am Thrash Schroten, Gäste sind allerdings kaum da. Vielleicht 6-7 Reihen stehen vor der Bühne, davon natürlich 2 Leerreihen – ich sage nur “Angstkreis”. Der Sound ist (nett formuliert) eher bescheiden. Ich durchquere den Raum, in der Hoffnung, dass ich eine Stelle finde, wo ich mehr höre. Aber: <strong>Pustekuchen!</strong></p>
<p>Wo ich stehe, es bleibt hallig wie in einer Kirche. Und das bei Thrash Metal. Diese <strong>denkbar ungünstigen Klangeigenschaften</strong> des Ballsaals sind absout nicht zu beschönigen. Ich befürchte, dass der Tonmensch keine Chancen hat, dagegen anzukommen. Nun ja, wir harren der Dinge, die da noch kommen mögen.</p>
<h5>Germanophile Finnen</h5>
<p><strong>STAM1NA</strong> versuchen sich in unterhaltsamen Ansagen, die zumindest bei mir fruchten. Sänger <strong>Antti</strong> ist schon bekannt für seine Deutsch-Kenntnisse und die Freiheit, diese schamlos einzusetzen. Wer Skandinavier schon hat Deutsch sprechen hören, weiß, was ich meine. Er springt zwischen Deutschen und Englischen Ansagen und statuiert: <strong>“Deutsch sprechen ist keine Bürde, sondern eine Ehre!”</strong> witzigerweise auf Englisch. Soweit bin ich nicht von ihrer Humorigkeit enttäuscht – was erwartet man von einer Band, die sich selbst auf “Octopussy Tour” schickt?!</p>
<p>Die Finnen hacken sich in technisch sauberer Manier durch ihre Diskographie, die dank ihrer <strong>längeren Bandhistorie</strong> viel Wahlfreiheit in der Zusammenstellung hat. Sicherlich die Hälfte des Sets sind allerdings eher neuere Songs. Leider ist der Sound so mau, dass auch ich nur raten kann, was hier gerade eigentlich angestimmt werden – meine Rettung ist die ergatterte Setlist. Begonnen mit &#8222;<em>Paha arkkitehti&#8220;</em>&nbsp;einem ganz alten Schinken vom selbstbetitelten Album aus 2005 über neuere Titel wie &#8222;<em>Valtiaan Uudet Vaateet&#8220;</em> und &#8222;<em>Masiina&#8220;</em>&nbsp;aus der Zeit nach 2010 und – zu meiner ganz besonderen Freude – <em>“Viisi laukausta päähän”</em> von &#8222;Uudet kymmenen Käskyä&#8220;, dem Album, welches quasi <strong>meine Einstiegsdroge in 2006</strong> war. Drumherum bringen sie einige Songs vom aktuellen Album &#8222;Taival&#8220; auf die Bühne.</p>
<p>Zwischen den anwesenden Gästen, die sich vor allem in der ersten Reihe zum Headbangen hinreißen lassen, tummeln sich noch ein paar Fans aus Finnland, die ebenfalls sehr amüsiert scheinen und den Auftritt ihrer Landsleute feiern.&nbsp;</p>
<p>Gitarrist <strong>Pexi</strong>, niemals um kleine Späße verlegen, schüttet sich während der Show mehrfach Wasser über die Haare – aber nicht über die Technik! Nein, er dreht sich mit dem Rücken zum Publikum, beugt sich über die jungen Damen in der ersten Reihe. Sind das schon Starallüren, wenn das wallende Haar alle paar Minuten gewaschen werden muss? Ich muss auf jeden Fall lachen, ob der immer wieder überraschten Reaktion der Betroffenen.</p>
<h5>&#8222;Die hatten wohl Jachdwurscht zum Frühstück?!&#8220;</h5>
<p>Ob ihnen ihre eigenen Songs zu langweilig geworden sind? <strong>STAM1NA</strong> ziehen mit ihrer Geschwindigkeit in so manchem Refrain ordentlich an – <strong>bis aufs Doppelte des Originaltempos</strong> springen sie und lassen mich nur verblüfft auf ihre saubere Spieltechnik starren. Im Ansehen steigen sie damit von der <strong>spaßigen Thrashkapelle</strong> mit Hang zu lustigen, selbstironischen und sogar gesellschaftskritischen Videos (siehe hier<a href="https://youtu.be/gjbDXZYR4Pc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">siehe hier</a>) zu <strong>handwerklich absolut versierten Musikern</strong>, die ganz offensichtlich nicht nur aus Unterhaltungswert als Headliner die großen Festivabühnen Finnlands bespielen. [Wie ich nun im Nachhinein diesen Bericht schreibe, dämmert mir, wieso sie so flott unterwegs sind. Haben sie vielleicht einfach eine sehr ambitionierte Setlist geschrieben, welche sie in recht kurzer Zeit – wie es eben so ist, wenn man die Opener-Position innehat – performen müssen?!] Ich freue mich unheimlich, die Finnen mal wieder zu sehen und tanze kopfschüttelnd und grinsend vor mich hin.</p>
<p>Setlist:<em> &#8222;Sudet Tulevat&#8220; (Taival, 2019), &#8222;Valtiaan Uudet Vaateet&#8220; (Nocebo, 2012), &#8222;Masiina&#8220; (SLK, 2014), &#8222;Viisi laukausta päähän&#8220; (Uudet kymmenen käskyä, 2006), &#8222;Kannoin sinut läpi hiljaisen huoneen&#8220;, &#8222;Solar&#8220;, &#8222;Enkelinmurksain&#8220; (Taival, 2019)</em></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h5>Undefinierbarer Krach in der Kuppelhalle</h5>
<p>20:15 Uhr legen <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong> los und überziehen den Ballsaal mit einem <strong>Donnergrollen aus Doublebass, Schrot und Gekreische</strong>. Wie das in einer Kuppelhalle klingen würde, ist wohl vorstellbar – einfach nur Mulm mit Krach. Ich verstehe im wahrsten Sinne kein einziges Wort – geschweige denn Melodie (falls es überhaupt eine gibt?). Das liegt ganz sicher auch daran, dass ich keine Ahnung von den Songs der Amerikaner habe. Es ist doch so, dass, je schlechter der Grundsound einer Show ist, es potenziell besser erträglich wird, wenn die Musik wiedererkennbare Melodielinien vorweist, an denen ich mich ‘festhalten’ kann. <strong>Zum Mitschunkeln, Mitsummen, irgendwie Zuhören.</strong> Problem also: Schlechter Grundsound, ich keine Ahnung, was da vorn eigentlich geträllert und geschrammelt wird und außerdem eine Musik, die sich viel auf Sub-Bässe und Doublebass-Salven stützt und damit überhaupt keinen akustischen Halt im Ballsaal geben kann. Ich versuche es ernsthaft und laufe mehrere Runden durch die Location, um einen Spot zu finden, an dem ich die Musik als hörbar empfinde.</p>
<p>Nach Song Drei resigniere ich, ziehe mich zurück in eine Ecke, an der ich mir am Stehtisch ein Radler einflöße und meine Gedanken zur performenden Walze niederschreibe. Ja, es treibt und es schiebt ordentlich. Es ist atemberaubend schnell, technisch sauber gespielt und mit Sicherheit auch eine optisch <strong>ansprechende Performance für die Instrumenten-Polizei</strong> in der ersten Reihe – aber nicht für mich. Nicht heute. Sorry! Sämtliche aufregende Gitarrensoli laufen winkend an meinem Spaßzentrum vorbei und ich beginne mich langsam ernsthaft zu fragen, wie <strong>TBDM</strong> und <strong>INSOMNIUM</strong> an diesem Abend die gleiche Zielgruppe abgreifen können sollen. Denn <strong>INSOMNIUM</strong> entsprechen meiner Einschätzung nach überhaupt nicht der Art von <strong>Uffda-Festival-Hau-Drauf-Mucke</strong>, die in diesem Moment im Felsenkeller dargeboten wird.</p>
<h5>Die menschliche Winkekatze</h5>
<p>Der Saal ist inzwischen locker gefüllt, nicht übermäßig eng gepackt, aber immerhin so, dass <strong>der Eindruck eines gut besuchten Konzerts</strong> entsteht. Pluspunkt für <strong>TBDM</strong>. Die Band auf der Bühne macht ordentlich Ballett und zeigt, wo der Frosch die Locken hat (oder wie die coolen Kids heutzutage sagen mögen). Immer dabei: die <strong>Winkehand des Sängers</strong>. Der linke Arm durchgängig in die Luft gereckt, dass es auf mich zumindest schon eher albern als motivierend wirkt. Vor der Bühne bewegt es sich schon mehr als bei <strong>STAM1NA</strong> – was bei der lockeren Besucherdichte während deren Show auch nicht schwer zu erreichen ist – und dennoch ist es für die doch recht raubeinige Musik, der ich einen Hang zum Core unterstelle, noch recht ruhig da vorn. Was mir – wie so oft bei diesem Genre “Extreme Metal” auf die Füße fällt, ist, dass ich dem<strong> stets gleichförmigen “Gesang”</strong> solcher Bands nicht nur ermüdend, sondern auch sehr anstrengend finde. In jeder Pause zwischen den Songs entweicht mir ein Seufzer, der von der stetigen Anstrengung ob der Suche nach melodischen Leitlinien zeugt.</p>
<p>Fast erlösend kommt die Ansage zum letzten Song, in welchem der Sänger halbherzig versucht einen <strong>Circlepit</strong> zu initiieren. Hier tummelt sich anscheinend doch eher eine gemütlichere als auf Biegen und Brechen aktive Zuschauerschaft. Ich für meinen Teil sehe <strong>TBDM</strong> besser auf einem Festival als in dieser Location und in Gesellschaft der beiden finnischen Bands aufgehoben und bin gespannt, wie viele von den <strong>Core-Kids</strong> nun nach der Show gehen werden.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Gegen Zehn lassen <strong>INSOMNIUM</strong> ihr Showintro vom Band ablaufen und holen mich aus der Umbaupause wieder vor die Bühne. Eine beträchtliche Menge der Besucher ist wie befürchtet tatsächlich schon verschwunden und so bildet sich erneut ein recht trauriges Bild. <strong>INSOMNIUM</strong> spielen vor weniger Publikum als ihre Vorband <strong>TBDM</strong>.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Valediction&#8220;</em> beginnt die Show der <strong>Tour Like A Grave</strong>. Damit haben sie die erste Videoauskopplung des aktuellen Albums ausgewählt. Das funktioniert natürlich gut als Eröffnung, da dieser Song vermutlich der bekannteste sein sollte. Der Saal bleibt auch erschreckend leer, keine weiteren Nachzügler kommen aus der Raucherpause &#8211; es scheinen also tatsächlich eine ganze Menge Leute gegangen zu sein.</p>
<h5>Playbacks und Posing</h5>
<p><strong>INSOMNIUM</strong> lassen mit dem folgenden Song <em>&#8222;Neverlast&#8220;</em> eine ordentliche <strong>Melo Death-Walze</strong> auf das verbliebende Publikum los und überredet mich trotz bescheidenen Sounds zum Kopfnicken. Ja, hier sind definitiv ebenfalls Sub-Bässe im Einsatz. Diese erzeugen in mir leider immer so einen faden Beigeschmack von Core. Diese Tiefen passen überhaupt nicht zu der deutlich weniger wuchtigen Musik der Finnen als sie es zuvor bei <strong>TBDM</strong> taten. Und es drängt sich <strong>ein weiterer Wermutstropfen</strong> immer penetranter in den Vordergrund: Der Einsatz von <strong>Playback</strong>. Leider kommen Akustikgitarren-Interludes vom Band. Ich vermute, dass sich live die Sounddichte nicht anders live realisieren lässt, wenn sie nur zu viert auf der Bühne stehen wie jetzt. Schade, ich bin schon enttäuscht, dass an dieser Stelle nicht eine Lösung in Form von Änderung im Arrangement oder Bandbesetzung gefunden wurde. Gleiches gilt für weitere Parts anderer Songs, in denen das Halbplayback (ja, ekliges Wort, aber so ist die Realität heute Abend nun einmal…) mir unangenehm aufstößt.</p>
<p>Bemerkenswert sind hingegen die <strong>gut intonierten und epischen Gitarrensoli</strong>. Zumindest schätze ich das so bis kurz vor Ende der Show ein. Gepaart mit <strong>hemmungslosem Posing</strong>, die Flying V aufs Knie gestützt und selbstbewusst dreinblickend – über diesen Anblick muss auch ich nun ein wenig schmunzeln.</p>
<p><em>&#8222;Into The Woods&#8220;</em>, <em>&#8222;Through The Shadows&#8220;</em> (ebenfalls mit ordentlichem Gitarrengekniedel gespickt), und <em>&#8222;Pale Morning Star&#8220;</em> lassen die Stimmung auch beim Publikum langsam hochköcheln. In meinen Ohren erscheinen <strong>INSOMNIUM</strong> dennoch wie <strong>regelrechter Kuschelrock</strong> mit Schunkelgarantie verglichen mit <strong>TBDM</strong>. Klar, vollkommen anderes Spielfeld. Wer macht so ein Booking…?</p>
<p>Die ausgelassene Stimmung des Publikums kulminiert in <em>&#8222;Change Of Heart&#8220;</em>, wo sogar ausführlich mitgeklatscht wird und ich stelle fest: der Sound ist inzwischen echt okay – zwar immer noch übermäßig hallig, dank der melodiösen Ausgestaltung der Musik ist aber insgesamt deutlich besser zu verstehen, was da vorn passiert.</p>
<h5>Ein Trauerspiel</h5>
<p>Tatsächlich ist die Location echt ausschließlich optisch ansprechend und für Konzerte dieser heutigen Genre absolut nicht geeignet. Inzwischen hat es sich außerdem so weit geleert, dass es <strong>einfach nur deprimierend</strong> ist. Da hilft auch kein <strong>Synchron-Headbangen</strong> der Gitarristen. Es karikiert die Situation sogar noch und hat damit eine sehr traurige Komik in sich. Als würde das nicht reichen kommt das Gitarrenintro zu <em>&#8222;And Bells They Toll&#8220;</em> wieder vom Band. Dazu wird erneut der übermächtige Sub-Bass reingedrückt und ich frage mich: <strong>Was zur Hölle ist hier eigentlich los?!</strong></p>
<p>Die Melodiefraktion beginnt zu allem Überfluss auch noch an zu <strong>schludern</strong>. Wer da der Schuldige ist, kann ich nicht benennen. Ich stehe zu weit hinten und meine Augen sind definitiv zu schlecht. Dabei sind es aber vermeidbare Fehler, die von Fahrigkeit zeugen. Besonders auffällig für mich ist dies bei <em>&#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;</em>, dem Song, der wohl am meisten im Kopf hängen geblieben ist. Direkt tonal das Intro verkackt – dieses Manko zieht sich auch noch weiter durch den Song. Später läuft die Band zu allem Unglück außerdem rhythmisch auseinander. <strong>Für mich: ein Trauerspiel.</strong> Ob vielleicht der Bühnensound so unheimlich beschissen ist? Ich weiß es nicht. Ich schätze <strong>INSOMNIUM</strong> als erfahren genug ein, damit eigentlich umgehen zu können.</p>
<h5>Saufen als Stimmungsheber?!</h5>
<p>Die Eignung des Ballsaals hinsichtlich der Soundeigenschaften ist definitiv in Frage zu stellen. Ich fühle mich unangenehm an das <strong>Haus Auensee</strong> erinnert. Nur schneidet die Location hier eben noch schlechter ab. Da könnte man die Bands auch in eine Kirche stellen. Problem ist, dass es imm Vergleich zum Haus Auensee keine Tribünen gibt, die wenigstens noch einen Teil des Halls schlucken würden. Einzig die mächtige Bar aus Massivholz an der Rückseite des Raumes scheint dahingehend etwas zu bewirken. Von dort schaue ich für die vier Zugabensongs auf die Bühne. <em>&#8222;One For Sorrow&#8220;</em> wird akustisch umgesetzt und mit einem ulkigen Country-Interlude eingeläutet. Dazu ein paar <strong>Cowboyhüte und Druckbetankung</strong> (aus Verzweiflung?!).</p>
<p>Ich staune nicht schlecht, dass diesmal die Akustikklampfen nicht vom Band kommen. Neben diesem Umstand bin ich über die (ich interpretiere das mal als selbstironische) Darbietung durchaus erheitert und so fallen die vom finnischen Akzent geschwängerten Worte “Bitteschön! Dankeschön!” auf mein nun etwas wärmeres Gemüt. Vielleicht haben sich die Finnen auf der Tour gegenseitig etwas Deutsch beigebracht?</p>
<p>Mit dem finalen Song <em>&#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em> weicht die konzerttypische Stimmung nun final der <strong>Partylaune</strong> mit lustigem Cowboyhut-Tauschen mit den anderen Bandmitgliedern. Jetzt springt endlich ein Funke zu mir über. Reichlich spät, aber besser spät als nie. Für mich steht dennoch fest: <strong>INSOMNIUM</strong> werde ich mir auf Tour nicht unbedingt noch einmal anschauen, <strong>TBDM</strong> ebenfalls nicht. Aber ich würde beiden gern auf einem Festival noch eine weitere Chance geben. Über Besuch von <strong>STAM1NA</strong> würde ich mich allerdings nach wie vor unabhängig von deren Darbietungsform freuen.</p>
<p>Setlist: <em>&#8222;Valediction&#8220;, &#8222;Neverlast&#8220;, &#8222;Into The Woods&#8220;, &#8222;Through The Shadows&#8220;, &#8222;Pale Morning Star&#8220;, &#8222;Change Of Heart&#8220;, &#8222;And Bells They Toll&#8220;, &#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;, &#8222;Ephemeral&#8220;, &#8222;Groves&#8220;, &#8222;Primal&#8220;, &#8222;While We Sleep&#8220;, &#8222;One For Sorrow&#8220; (acoustic), &#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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		<title>GODDESS OF FATE &#8211; Die taube Schicksalsgöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 10:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Melodic Death]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Between The Buried And Me]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute wirds proggig! GODDESS OF FATE versuchen sich an einem Konzeptalbum und vielen Experimenten. Ob das knallt und abgeht oder eher kracht wie im missglückten Chemieunterricht - das sagt dir Nina!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/goddess-of-fate-die-taube-schicksalsgoettin/">GODDESS OF FATE &#8211; Die taube Schicksalsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>GODDESS OF FATE &#8211; &#8222;Spiral Orchard Part 1&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;31.05.2018<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;47:13 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Self Released<br />
<strong>Genre:</strong> Prog/Melodic Death Metal</div></div></div>
<p>Aha, was haben wir denn hier? Eine Schicksalsgöttin aus <strong>Yogyakarta</strong>. Kennste nicht? Ist eine Stadt in Indonesien. Klingt reizvoll, nicht wahr?</p>
<p>Seit fast zehn Jahren macht der Vierer gemeinsam Musik und hat bislang eine EP herausgebracht. Das war 2012. Obwohl sie sich als Tech-Death-Band gründeten, versprechen sie inzwischen mit &#8222;Spiral Orchard pt.1&#8220;, dem ersten Teil einer mehrteilig angelegten Sage, Prog/Melo-Death mit Einflüssen von <strong>OPETH</strong>, <strong>STEVEN WILSON</strong>, <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> und japanischen Komponisten. Liest sich erstmal gut, ich bin gespannt auf dieses Debüt!</p>
<h4><b>Brutalität und abenteuerliche Arrangements</b></h4>
<p>Das Album eröffnet mit einem <strong>Akustiksong</strong>, der mit mehrstimmigem (teilweise nicht ganz sauberen) Cleangesang fast <strong>folkige Stimmung</strong> verbreitet. Dann geht das Riff im zweiten Song,&nbsp;der gleich mal mit acht Minuten Spieldauer aufwartet, auf die verzerrte E-Gitarre über, die das Stück gemeinsam mit extremen Vocals in die<strong> Metal-Richtung</strong> dreht. Im Laufe des Songs wird die Spanne zwischen angefolktem <strong>Rock</strong>, <strong>Death</strong> und<strong> Tech</strong> weiter ausgereizt.</p>
<p>Die <strong>Drums</strong> sind sehr stark getriggert, kaum Eigen- und Raumklang sind zu vernehmen. Insgesamt ist der Sound sehr <strong>trocken</strong> und <strong>rau</strong> und lässt Assoziationen zu den Wurzeln im<strong> Tech-Death</strong> aufkommen. Rhythmische Spielereien sind vorhanden, machen einen äußerst verkopften Eindruck und&nbsp;klingen stark heraus &#8211; was meinen Hörgewohnheiten nicht so richtig entgegenkommt.</p>
<h4>Verkopftheit? Sehr gern! Aber bitte nur schön verwoben und eingebunden.</h4>
<p>Gefangen nehmen kann mich die Musik leider nicht. Man merkt den Instrumentalisten ihren Willen zu <strong>Vertracktheit</strong> und Präzision an, der Sound ist genretypisch und songdienlich, aber leider überhaupt nicht mein Fall. Bei so manchen Cleangesang-Passagen frage ich mich, ob die Zwischentöne der Begleitenden <strong>so gewollt</strong> oder <strong>nicht gekonnt</strong> sind. Und auch bin ich von einigen &#8211; in meinen Ohren nicht ganz auf den Punkt gespielten &#8211; Trommelschlägen verwirrt. Vor allem <em>&#8222;Aromantic pt. 2&#8220;</em> hat starke Schwächen im begleitenden Gesang. <strong>Aua!</strong></p>
<h4>Kernfrage: Wie fühlen sich Menschen mit psychischen Krankheiten?</h4>
<p><strong>Soundscapes</strong> und bedrückende Versatzstücke von verzerrtem <strong>Gelächter</strong> und Gebrabbel treiben mir in <em>&#8222;Limbo&#8220;</em> ordentliche Schauer über den Rücken. Im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HZsvmdREWFY">Interview</a> wurde gesagt, dass das Album als <strong>Abwärtsspirale</strong> konzipiert ist und die menschliche Psyche mit ihren Höhen und Tiefen widerspiegeln soll. Inwieweit das passt und hier ein treffendes Abbild von der <strong>Lebenswelt psychisch Erkrankter</strong> dargestellt wird, wage ich nicht zu beurteilen &#8211; gruselig ist der Ausflug in diesem Song allemal. Irgendwie auch beeindruckend.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Enshrouded in Crystals&#8220;</em> wird nochmal ein schnelles, brutales und geradliniges Brett aufgelegt. Das überzeugt mich mit wirklich <strong>guten Growls und Gitarrenarbeit</strong>. Der Stil steht ihnen eindeutig besser als vergurkte Töne in leichteren Passagen. Und das schreibe ich, wenngleich Melodiöses und Verspieltes eigentlich mehr meinen Vorlieben entsprechen. Immerhin wollten <strong>GODDESS OF FATE</strong> mit diesem Album auch ihre Einflüsse aus dem 70&#8217;s Prog zeigen &#8211; und darauf hatte ich gebaut. Umgesetzt haben sie diese allerdings eher in bescheidener Qualität. Schade!</p>
<p>Hör mal auf <a href="https://goddessoffate.bandcamp.com/album/spiral-orchard-pt-1">bandcamp</a> rein, wenn Du fehlertolerant bist, und lass mich wissen, was Du von dem Album hältst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/goddess-of-fate-die-taube-schicksalsgoettin/">GODDESS OF FATE &#8211; Die taube Schicksalsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>NE OBLIVISCARIS &#8211; Atemlos im Tanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 2017 11:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NE OBLIVISCARIS – Urn Veröffentlichungsdatum: 27.10.2017 Dauer: 46 Min. Label: Season of Mist Stil: Progressive Extreme Metal Die australische Band NE OBLIVISCARIS (lat. für &#8222;Vergiss nicht&#8220;) steht seit ihrer Demo &#8222;The Aurora Veil&#8220; für komplexe Metalmusik, die Extreme auslotet. Das Schlagzeug tackert, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NE OBLIVISCARIS</strong> – Urn<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.10.2017<br />
Dauer: 46 Min.<br />
Label: Season of Mist<br />
Stil: Progressive Extreme Metal</p>
<p><span id="more-22589"></span></p>
<p>Die australische Band <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> (lat. für &#8222;Vergiss nicht&#8220;) steht seit ihrer Demo <strong>&#8222;The Aurora Veil&#8220;</strong> für komplexe Metalmusik, die <strong>Extreme</strong> auslotet. Das Schlagzeug tackert, Progressivität und Eingängigkeit duellieren sich. Dasselbe gilt&nbsp;für die Growls von Sänger <strong>Xen</strong> und den emotionalen Cleangesang von <strong>Tim Charles</strong>. Letzterer setzt mit seinem präsenten Geigenspiel den Stücken das Sahnehäubchen auf und sorgt dafür, dass der Gesamtsound&nbsp;einmalig klingt und die Band aus der Masse an aktuellen Metal-Acts heraussticht.</p>
<p>Das Debüt <strong>&#8222;Portal of I&#8220;</strong> ist für mich eines der überragendsten Alben, die ich in meiner Zeit als begeisterter Musikkonsument hören durfte. Gerade Songs wie <em>&#8222;Of Petrichor weaves black noise&#8220;</em> oder der Überhit <em>&#8222;And Plague flowers the Kalaidoscope&#8220;</em>, welcher zudem vom Musikkonservatorium in Sydney analysiert wurde und Studenten für eine detaillierte Sichtung zur Verfügung steht, zeigten die große Klasse der Band von Anfang an. 2014 folgte der Nachfolger <strong>&#8222;Citadel&#8220;.</strong> Er konnte den hohen <strong>Qualitässtandard</strong> bestätigen und den Bandsound für weitere Stilrichtungen, beispielsweise den Post Metal, öffnen.</p>
<p>Nun steht mit <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> das Drittwerk der mittlerweile zum Quintett geschrumpften Truppe (Basser <strong>Cygnus</strong> musste die Band verlassen) in den Regalen. Das Album&nbsp;soll nun ein weiteres Mal zeigen, ob es die Senkrechtstarter aus Down Under schaffen, weiterhin erstklassige Songs abzuliefern und mit ihrer bisherigen Diskographie mitzuhalten.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-23098 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b.jpg" height="163" width="736" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b.jpg 736w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b-300x66.jpg 300w" sizes="(max-width: 736px) 100vw, 736px" /></p>
<h3>AUF BEWÄHRTEN PFADEN</h3>
<p>Zunächst scheint sich am etablierten Klangkonzept wenig geändert zu haben. <em>&#8222;Libera (Part I) &#8211; Saturnine Spheres&#8220;</em> startet gewohnt mit verspielten Cleangitarren und akzentuiertem Beckenspiel des Schlagzeugs. Später&nbsp;geht der Song in die Vollen und vereint&nbsp;Epik, ordentlich Drive und progressiven Songaufbau. Ebenfalls sofort präsent ist <strong>Tim Charles</strong> Cleangesang, der auf <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> noch mehr im Mittelpunkt des Geschehens steht. Dabei ist es immer wieder interessant, wie leicht es <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> schaffen, <strong>Gegensätze</strong> zu vereinen. Eingängige Gesangslinien treffen auf krasses Schlagzeuggeballer und werden von interessanten Riffs und Bassspielereien veredelt. Damit erschafft die Band einen klassischen Albumeinstieg, der unverkennbar nach den Australiern klingt. Spätestens als die Geige als zusätzliches Instrument hinzukommt, wird das Epiklevel nochmals gehörig gesteigert.</p>
<p>Neu sind die gegen Ende von <em>&#8222;Libera (Part I)&#8220;</em> auftauchenden <strong>Gangshouts</strong>, die erfrischend, kraftvoll und sehr intensiv wirken. Ein mehr als solider Einstand! Der zweite Teil von Libera, <em>&#8222;Ascend of burning moths&#8220;,</em> bringt das Stück zum Abschluss und stellt die ruhige Seite von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> in den Mittelpunkt. Flamenco-artige Gitarren verschmelzen mit dramatischen Geigenmelodien und zelebrieren ein leidenschaftliches Hin- und Herwiegen musikalischen Ausdrucks.</p>
<p><em>&#8222;Intra Venus&#8220; </em>heißt&nbsp;die erste <strong>Singleauskopplung</strong> des Album und ist wie der Opener ein sehr typischer Song im Klangkosmos der Metalprogger. Anfangs erklingen Akustikgitarren, ein treibender Basslauf gesellt sich dazu und mal wieder geht die Post ab. Hin und wieder empfinde ich jedoch das Schlagzeug&nbsp;mit seinem extrem schnellen Doublebass-Spiel als zu viel des Guten. Dieses Rattern zehrt auf die&nbsp;Dauer an meinen <strong>Nerven</strong>. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln. Sowohl die Instrumentalarbeit als auch die Gesangsfraktion liefern einen hervorragenden Job ab und geleiten durch emotionale Sphären leidenschaftlicher Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22973" aria-describedby="caption-attachment-22973" style="width: 740px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-22973 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1.jpg" height="400" width="750" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1-300x160.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22973" class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Benjamin Baret, Tim Charles, Xenoyr, Dan Presland, Matt Klavins</figcaption></figure>
<h3>HOHE EHRE, ATEMLOSE TIEFEN</h3>
<p>Nun folgt mit <em>&#8222;Eyrie&#8220;</em> ein ganz klarer Höhepunkt von <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong>. In diesen gut zwölf Minuten verschmilzt <strong>träumerische</strong> Ruhe mit aggressivem <strong>Chaos</strong>. Gegen Ende nimmt das Ganze wieder stark epische Züge an und überzeugt auf ganzer Linie. Was jedoch besonders heraussticht, ist <strong>Tim Charles</strong> Gesang. Wie ein Scheinwerfer ruht der Fokus auf ihm und zeigt sein ganzes Können auf. Der einfühlsame Gesang unterstreicht den klassischen Songwritingansatz, der besonders in diesem Stück streckenweise an <strong>Liedermacherei</strong> erinnert. Nur wird ebendiese unterstützt von harten Metalpassagen, die einen hervoragenden Kontrast bilden.</p>
<p>Den Albumabschluss bilden letztendlich die namensgebenden Stücke <em>&#8222;Urn (Part I/II) &#8211; And within the void we are breathless/As Embers dance in our eyes&#8220;</em>. Auffallend ist, dass beide Songs eine ganze Ecke <strong>düsterer</strong> klingen und wenig von der Beschwingtheit der anderen Stücke in sich vereinen. Das ist einerseits eine gute Abwechslung, zerstört&nbsp;aber auch teilweise den Albumfluss. Einflüsse aus dem <strong>Melodic Death Metal</strong> treten stärker zu Tage und die Geige spielt vermehrt dissonant. Insgesamt gefällt mir der beschwingte Sound der ersten Songs von <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> deutlich besser.</p>
<p>Den Rahmen für die insgesamt sechs Songs bildet eine sehr kraftvolle und moderne <strong>Produktion</strong>. Sie ist es, die den Instrumenten genug Raum gibt und ein differenziertes Klangbild erschafft. Für meinen Geschmack ist das Schlagzeug teilweise etwas zu&nbsp;dominant und erdrückt ab und zu die restlichen Instrumente. Abgesehen davon kann sich <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> jedoch definitiv hören lassen. Komplettiert wird das Album&nbsp;mit einem bandtypischen und&nbsp;sehr symbolischen <strong>Artwork</strong> von Sänger <strong>Xen</strong>. Es reiht sich in die bisherigen Veröffentlichungen ein, ohne dabei stark vom bewährten Konzept abzuweichen, welches <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> bis jetzt auszeichnete. Für die Zukunft wünsche ich mir weitere starke Alben, die gerne ein wenig mehr Experimentierfreude zeigen und in neue Sphären führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UgUn4EKLMnU?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>NE OBLIVISCARIS</strong> online:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/NeObliviscarisBand">Facebook</a></p>
<p><a href="https://www.patreon.com/neobliviscaris">Patreon</a></p>
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		<title>SIKTH – Versöhnlicher Brainfuck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2017 07:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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		<category><![CDATA[2000s]]></category>
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		<category><![CDATA[protest the hero]]></category>
		<category><![CDATA[SikTh]]></category>
		<category><![CDATA[Technical]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SIKTH – The Future In Whose Eyes? Veröffentlichungsdatum: 02.06.2017 Dauer: 46:09min Label: Peaceville Records Ltd. Genre: Mathcore/Progressive Metal Energetisch, chaotisch, laut. Das umschreibt das, was ich von den Mathcorlern aus Britannien kenne und erwarte. So mancher würde die Musik als &#8222;anstrengend&#8220; betiteln, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SIKTH</strong> – The Future In Whose Eyes?<br />
Veröffentlichungsdatum: 02.06.2017<br />
Dauer: 46:09min<br />
Label: Peaceville Records Ltd.<br />
Genre: Mathcore/Progressive Metal</p>
<p>Energetisch, chaotisch, laut. Das umschreibt das, was ich von den Mathcorlern aus Britannien kenne und erwarte. So mancher würde die Musik als &#8222;anstrengend&#8220; betiteln, zweifelsohne nach 30 Sekunden ausmachen und nach der nächsten Kopfschmerztablette greifen. Ich kann euch beruhigen, auch für euch gibt es mit der neuen Scheibe Hoffnung!</p>
<p>Denn das, was ich erwarte und das, was ich hier zu hören bekomme, unterscheidet sich etwas voneinander. <strong>SIKTH</strong> haben mit &#8222;The Future In Whose Eyes?&#8220; endlich ein neues Studioalbum veröffentlicht. Ich nehme vorweg: sie sind ihrer Verrücktheit absolut treu geblieben! Allerdings fehlt mir definitiv das etwas Mehr an Technikgewichse, welches die beiden Vorgängeralben beherbergt haben.</p>
<p>Auch nach elf Jahren ohne Albumveröffentlichung, personeller Umstrukturierung und nicht zu vergessen – diese Band hatte sich zwischenzeitlich über fünf Jahre aufgelöst – haben <strong>SIKTH</strong>&nbsp;ihren Sound beibehalten. Sie verfolgen einen gewohnt modernen Sound, der &#8211; dank Unterstützung von <strong>Adam &#8222;Nolly&#8220; Getgood</strong>, inzwischen ex-Bassist von <strong>PERIPHERY </strong>&#8211; in Produktion und Mix noch ein paar Level angehoben wurde,&nbsp;mit einem konsequent vertracktem Songwriting, aber ohne unhörbare Kopfschmerz-Passagen. Und auch die Songstrukturen sind dank klarer Brüche zwischen Geballer und melodischer Ohrwurmrefrains sehr gut durchschaubar.</p>
<p>Auch der charakteristische Wechselgesang der verschiedenen Stimmtypen von aggressivem Screaming, tiefem Growling sowie Cleanpassagen ist geblieben. Alles beim Alten soweit. Die krassen Brüche zwischen hohen und tiefen Stimmlagen reizen die beiden Sänger (<strong>Justin Hill</strong> wurde inzwischen durch <strong>Joe Rosser</strong> ersetzt und macht dieser Stelle alle Ehre) noch immer extrem aus und liefern sich wahnwitzige Schlagabtausche.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/rxZ17_HI9Uk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Während der Grundsound an die 2000er anknüpft und in mir Assoziationen an einschlägige NuMetal-Kapellen erweckt, durchbrechen doch immer wieder stark hymnenhafte Refrains die aggressiven Passagen. Episches Riffing trifft auf verschrobene Rhythmik. Klingt ziemlich durcheinander? Ist es auch. Aber immerhin brillieren <strong>SIKTH</strong> schon seit vielen Jahren mit ihrem schonungslosen Stilmix. Darin haben sie Erfahrung.</p>
<p>Der Opener <em>&#8222;Vivid&#8220;</em> legt gut vor, ist rund komponiert, mit einer großzügigen Prise aller Einflüsse abgeschmeckt und wird vom eindeutig rabiateren <em>&#8222;Century Of The Narcissist?&#8220;</em> gefolgt. Äußerst ehrgeizig wettern hier zunächst Snaresound und Gesang um die Poleposition in puncto Aggressivität und bügeln mir die Falten aus dem Gesicht. Dabei wertet eine schöne rhythmische Zerhackstückung, die dem Mathcore, den ich von<strong> SIKTH</strong> erwartet habe, absolut gerecht wird, den Song auf. Ausgleichend dazu verhalten sich die Gitarren eher unauffällig gleichförmig und der Refrain ist wie auch schon bei <em>&#8222;Vivid&#8220;</em> und allen anderen Songs des Albums sehr clean und versöhnlich. Teilweise driftet&nbsp;<strong>Hill</strong>s Melodiegesang schon ins anstrengend leidende ab. Schmerzgrenze erreicht!</p>
<p>Zwischen pathetischem Schnulzgesang und rhythmischen Kernschmelzen fügen sich wirklich schöne Gitarrenläufe ein, die mich unmittelbar an <strong>PROTEST THE HERO</strong> erinnern. Hinter hervorgehaltener Hand wage ich sogar <strong>IN FLAMES</strong> zu nennen, die mir ins Gehirn schießen. Eigentlich sollte es ja andersherum sein &#8211; immerhin haben die jüngeren Bands, wie unter anderem <strong>PROTEST THE HERO&nbsp;</strong>oder <strong>TESSERACT</strong> (dank denen ich erst mit dieser Art Frickelage warm geworden bin), ihr Handwerk auch durch Genrevorreiter <strong>SIKTH</strong> erlernt und entwickelt. Meine Assoziation läuft aber eben andersherum. Fakt ist: eingängige Melodielinien bleiben hängen und der theatralische, mehrstimmige Gesang fräst sich ins Ohrwurmgedächtnis.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/SXxaWvVFl_8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie für das Genre üblich, wissen die Musiker sehr genau ihre Instrumente und Stimmen zu nutzen. Vor allem in <em>&#8222;The Aura&#8220;</em> fällt mir die saubere Bassarbeit auf, die dank der Abmischung gut zur Geltung kommt. Es schummelt sich auch ein metallischer Slapbass zwischen die Passagen, die mich wieder an die 2000er und <strong>KOЯN</strong> denken lassen. Der Sound ist überhaupt sehr aufgeräumt, wobei mir allerdings der Gitarrensound an sich über die gesamte Länge des Albums etwas zu gleichartig ist. Ja, man mag hier einwenden, es sei eben Djent. Es geht nicht um Melodie, sondern viel mehr um Klang. Brachialer, durchdringender Klang. Und im Gesamtzusammenhang passt das auch alles gut zusammen! Zweifelsohne.</p>
<p><em>&#8222;Cracks of Light&#8220;</em> möchte ich als Highlight unbedingt empfehlen. Gast <strong>Spencer Soleto</strong> (<strong>PERIPHERY</strong>) unterstützt die Band hier mit seinem Gesang. Pathetischer 2000er-Style, der mich nicht so richtig zu begeistern weiß, wird durch derbes Gemeter, atmosphärische Tappings, Blastbeats und Math-Gehacke aufgewogen. Im zweiten Teil des Songs weiß Drummer <strong>Dan Foord</strong> zu brillieren und alle Ohren auf sich zu richten. Für diesen Song hat&nbsp;jemand mal alle Ü-Eier einer Palette geöffnet und ab und an tatsächlich auch ein siebentes Ei mit fetter Überraschung erwischt. Ich freue mich über so rund konzipierte und abwechslungsreiche vier Minuten Feuerwerk. Knaller!</p>
<p>Was mich definitiv irritiert, sind die drei Spoken Words-Phrasen, die einen Rahmen um den zweiten und dritten Akt des Albums legen. Mit sphärischen Sounds unterlegt, erzählt eine Reibeisen-Sprechstimme in <em>&#8222;This Ship Has Sailed&#8220;</em>, <em>&#8222;The Moon&#8217;s Been Gone For Hours&#8220;</em> und Outro <em>&#8222;When It Rains&#8220;</em> und geben dem Hörer Raum zum Verschnaufen. Wie hier allerdings versucht wird, ein Gruselsetting aufzubauen, bekommen <strong>E NOMINE&nbsp;</strong>eindeutig Konkurrenz. Sorry, bei dem Pathoslevel bekomm ich Herpes. Zumal diese Passagen dermaßen das Tempo rausnehmen, dass ich kopfschüttelnd davor sitze und fast sehnsüchtig auf die nächste Schrotsalve warte.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/GkJJ47Lx0Jk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&#8222;<em>Riddles Of Humanities</em>&#8222;<strong>&nbsp;</strong>läutet den dritten Akt ein und&nbsp;ist ein weiterer Höhepunkt, in dem der sonst so aggressive <strong>Mikee&nbsp;</strong>recht warme, aber noch immer sehr kraftvolle Hook-Vocals in den Mittelpunkt singt. Der Song beginnt so verkopft, dass es mir selbigen erstmal verdreht. So muss das! Das ballert! Die Gitarrenlicks sind äußerst fett und gelungen und stimmen mich versöhnlich, obwohl die gesangliche Nettigkeit des Refrains mich mal wieder etwas aus dem Konzept bringt.</p>
<p>Es schließt sich genauso energetisch und brilliant <em>&#8222;No Wishbones&#8220;</em> an. Ein Song, der mich sehr an <strong>ANIMALS AS LEADER</strong>s-typische&nbsp;Djent-Exzesse und auch ein wenig an <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong> denken lässt. Der Gesang geht zu Songbeginn definitiv in diese Richtung, <strong>Serj Tankian</strong>s Sangesleistungen bleiben jedoch unerreicht. Nur in puncto Verzweiflung kann hier ganz gut aufgeschlossen werden. Ohrwurmtaugliche Hookline eingeschlossen. Ob das ein Gütesiegel ist? In meinen Ohren nicht unbedingt. Tut der Qualität der Platte an sich aber natürlich keinen Abbruch!</p>
<p>Der finale Song &#8222;<em>Ride The Illusion</em>&#8220; gibt <strong>Foord</strong> noch einmal Raum, richtig auf die Kacke zu hauen. Fette Rolls und präzises Beckenspiel zaubern mir das Lächeln ins Gesicht. Er spielt im wahrsten Sinne des Wortes und kitzelt alles aus dem Material heraus. Darum spinnt sich eine recht simple Rhythmik und Melodik, die auch hier wieder im Refrain in eine hymnenhafte Line mündet.</p>
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		<title>Aus den Tiefen #33: Tangaroa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2017 13:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Deathcore]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Experimental]]></category>
		<category><![CDATA[Grind]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Tangaroa]]></category>
		<category><![CDATA[Technical]]></category>
		<category><![CDATA[uk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Wie viele geile Bands gibt’s eigentlich, denen niemals ein Durchbruch vergönnt ist, und die deshalb irgendwann sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden? Verdammt dazu, nur in Insiderkreisen gekannt zu werden, und auch das nur dann, wenn man in den Fugen des Untergrundes kratzt &#8230; Hier würde sich eigentlich ein &#8222;Deine-Mutter-Witz&#8220; anbieten, aber kommen wir stattdessen zur Sache!</p>
<p>Die Band des Tages nennt sich <strong>TANGAROA</strong>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14254" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Tangaroa-pic.jpg" alt="TANGAROA" width="677" height="862" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Tangaroa-pic.jpg 677w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Tangaroa-pic-236x300.jpg 236w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>TANGAROA</strong> wurden zu einer Zeit gegründet, zu der manche von uns gerade mal eingeschult worden: 1999.<br />
Wer immer noch nicht über die ersten beiden Silben des Bandnamens und die Assoziation zu weiblicher Unterleibsbekleidung hinweggekommen ist, dem sei gesagt, dass es sich bei dem Bandnamen tatsächlich um die Bezeichnung eines Meeresgottes in der Mythologie der Maori handelt. Haben wir wieder was gelernt!</p>
<p>Das erste hörbare Lebenszeichen der Band gab es im Jahre 2000, als sie ein Demo mit dem markanten Titel &#8222;Ever Fucked A Black Metal Whore?&#8220; veröffentlichten. Dieses bot neben Chaos, Geschrei und schlechtem Sound vorerst nur einen vagen Ausblick auf das, was noch kommen sollte.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1868673751/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" width="300" height="150">&amp;amp;lt;a href=&#8220;http://tangaroa.bandcamp.com/album/ever-fucked-a-black-metal-whore&#8220;&amp;amp;gt;Ever Fucked A Black Metal Whore? by Tangaroa&amp;amp;lt;/a&amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Zwei Jahre später wurde die erste und selbstbetitelte &#8222;Tangaroa E.P.&#8220; veröffentlicht, die etwas präziser zeigen konnte, was die Jungs so auf dem Kasten haben. Wirklich passende Worte für das zu finden, was die Briten zelebrierten, fällt schwer. Annähernd lässt sich der Stil als Deathcore bezeichnen. Jedoch in seiner brutalsten Form, jenseits von dem, was unter amerikanischer Federführung bald zum Klischee verkommen sollte. Durchtränkt von erfrischenden Ideen und technischen, doomigen und progressiven Einflüssen, lieferten <strong>TANGAROA</strong> einen Klang, der sich von dem mittlerweile stark weichgespülten Sound moderner Progressive-Metal-Bands aus dem (mittlerweile gar nicht mehr so) Vereinten Königreich unterschied.</p>
<p>Bis zur nächsten Veröffentlichung, der EP &#8222;Day&#8220;, vergingen drei Jahre. Das Ergebnis dessen war das bis dato vielversprechendste Material aus dem Hause <strong>TANGAROA</strong>, das gekonnt zwischen technischem Grindcore, Black Metal, jazzigen Zutaten und Hardcore wechselt.</p>
<p>Oder, wie es die Band selbst sagen würde:</p>
<blockquote><p>[…] <strong>TANGAROA</strong> are a truly unique hybrid of experimental extreme metal and progressive grind. An abhorrent amalgamation of virtuoso technical abilities and incendiary metal riffs that combine a wealth of styles […] and push back the boundaries and concepts of song structures, offering a defiant middle finger response to the current wave of tech-metal pretenders to the throne.</p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/XRhQyOKc3bY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Erneut vergingen drei Jahre, bis neues Material erschien: diesmal das bis heute erste und einzige Album &#8222;One Hand For The Knife, One Hand For The Throat&#8220;. Erneut hört man den Briten an, dass eine immense Steigerung vollzogen wurde, die nicht nur beweist, dass die Musiker an ihren Songs gewachsen sind, sondern auch, dass sich vor weiteren Einflüssen wie Mathcore nicht gescheut wird. Noch ausgereifter und präziser prügelt sich das Quintett durch acht Songs, die vor Originalität nur so strotzen.</p>
<p>Leider wurde es danach still um <strong>TANGAROA</strong>, nur spärlich wurden Beiträge auf Facebook gepostet, und obwohl die hemmungslose Art und Weise mit der die Band vorging an <strong>DILLINGER</strong> und Konsorten zu erinnern vermochte, wurde bis heute nie wieder neue Musik veröffentlicht.</p>
<p>Alle bisherigen Veröffentlichungen sind jedoch als &#8222;Name-your-price&#8220;-Download auf Bandcamp verfügbar.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Tangaroa-10198432012/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://tangaroa.bandcamp.com/album/one-hand-for-the-knife-one-hand-for-the-throat" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-33-tangaroa/">Aus den Tiefen #33: Tangaroa</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Lichtschwerter die Blast-Beats spielen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2016 12:04:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Deathcore]]></category>
		<category><![CDATA[deutscher underground]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>QUI GON&#8217;S HERITAGE&#160;&#8211;&#160;EP//sode II Veröffentlichungsdatum: 30.10.2016 Länge: 16:34 Min. Label: Self-released Deathcore-Bands gibt es zur Genüge und Metalcore-Bands erst recht. Einen eingängigen Hybrid haben QUI GON&#8217;S HERITAGE geschaffen. Nicht nur langatmige Breakdowns und Blast-Beats, sondern auch &#8222;djent&#8220;iger Groove und klarer Gesang kommen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>QUI GON&#8217;S HERITAGE&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;EP//sode II<br />
Veröffentlichungsdatum: 30.10.2016<br />
Länge: 16:34 Min.<br />
Label: Self-released</p>
<p>Deathcore-Bands gibt es zur Genüge und Metalcore-Bands erst recht. Einen eingängigen Hybrid haben <strong>QUI GON&#8217;S HERITAGE</strong> geschaffen. Nicht nur langatmige Breakdowns und Blast-Beats, sondern auch &#8222;djent&#8220;iger Groove und klarer Gesang kommen zum Einsatz. Ein frischer Sound, der vielleicht zusammengewürfelt klingt, es aber nicht ist. Hier gibt es sogar Soli! Man will eindeutig&nbsp;keine schnell gekochte Einheitspampe verkaufen. Konsequent bleiben die Krieg der Sterne-Fans bei der Betitelung ihrer EP. Für die, die nicht wissen wer <strong>Qui Gon</strong> sein soll, sei so viel gesagt: Er ist ein Jedi-Ritter aus der Episode 1 der Star Wars-Reihe. Dennoch stört mich der weit hergeholte Wortwitz &#8222;EP//sode II&#8220; ein bisschen, aber die Musik zählt, habe ich Recht? Deswegen lassen wir das Cover auch außen vor, was zwar sofort nach Core-Underground und &#8222;Core-Classics&#8220; aussieht, aber meinen persönlichen Geschmack nicht trifft.</p>
<p>Gesanglich wird hier angezogen, aber der Aufbau der Songs insgesamt ähnelt sich sehr stark. Über die knackige Länge dieser EP funktioniert das astrein, sollte aber auf einem längeren Werk abwechslungsreicher gestaltet werden. Die Gitarrenarbeit ist teilweise sehr stumpf &#8211; das ist bei Deathcore und Death Metal ja vorprogrammiert &#8211; kann aber dennoch mit melodischen und &#8222;djent&#8220;igen Teilen überzeugen. Das beweist auch das Gitarrensolo, eine längst ausgestorbene Art im deutschen Core-Untergrund, wo das &#8222;Vor-sich-hin-chuggen&#8220; die Überhand gewonnen hat. Das man musikalisch mehr kann als das, beweisen die Jungs aus Halle (Saale) mit dieser EP. Das gewisse Etwas bringt das orientalische Riffing. Da denke ich sofort an <strong>AFTER THE BURIAL</strong>, wenn Songs wie <em>&#8222;Pessimist&#8220;</em> angespielt werden.</p>
<p>Obwohl ich dem Sänger eher skeptisch gegenüberstehe, bleibt sein Auftritt solide. Skeptisch bin ich, weil&nbsp;es zum Beispiel auf&nbsp;<em>&#8222;Insights&#8220;</em>&nbsp;einen Breakdown mit vorangestellten, hochgewürgten Ausdrücken gibt. Damit meine ich das leider etablierte &#8222;Blegh!&#8220;, welches ich am liebsten verbieten würde, da es das Core-Klischee schlechthin geworden ist. Der klare Gesang auf <em>&#8222;Insights&#8220;</em>, ein Gastauftritt des Sängers von<strong> BEYOND THE SETTING SUN</strong>, kann mich jedoch überzeugen und erinnert mich an bekannte Kollegen aus der deutschen Szene wie <strong>BREAKDOWN AT TIFFANYS</strong>. Die restlichen Gesangseinlagen beschränken sich auf die gleichen Tonlagen und bleiben oft in der Komfort-Zone des hörbar unerfahrenen Sängers. Aber genau für solche Entwicklungen sollte man sich als Band Zeit nehmen und nicht sofort eine LP nach der anderen raushauen. Das haben unsere Jedi-Ritter verstanden und können bestimmt sehr bald ihr volles Potenzial entfalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11937 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/14859514_903627073102514_579032757_o-1024x683.jpg" width="623" height="416" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/14859514_903627073102514_579032757_o-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/14859514_903627073102514_579032757_o-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/14859514_903627073102514_579032757_o-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/14859514_903627073102514_579032757_o-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/14859514_903627073102514_579032757_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px" /></p>
<p>Leider entfernt man sich mit dieser Veröffentlichung etwas von dem technischen Stil, der an die Alien-Fetischisten von <strong>RINGS OF SATURN</strong> angelehnt war. Die Melodie-Einlagen hat man auf der zweiten EP verstärkt, wie&nbsp;<em>&#8222;Dead End Horizon&#8220;</em>&nbsp;und <em>&#8222;Trapped&#8220;</em> zeigen. Bouncige Gitarrenarbeit und großartige Aufbau-Arbeit vom Schlagzeug sorgen trotzdem weiterhin dafür, dass der Druck&nbsp;nicht oft verloren geht. Wenn dieser dennoch flöten geht, fällt das jedoch sofort auf und hat gravierende Auswirkungen auf das Hörerlebnis. Vor allem beim dritten oder vierten Durchlauf der Platte merkt man, dass sowas auf einem Langspieler nicht funktionieren kann. Durch&nbsp;die dramatische Unterstützung des Synthesizers gibt es zwar eine weitere Ebene, welche die Songs voneinander abgrenzen kann, aber die wird eher spärlich genutzt. Deswegen sind die wahrscheinlich größten Mängel beim Songwriting und Aufbau zu finden. Mehr instrumentale Pausen und Abwechslung werden benötigt, um das Gesamtpaket aufzuwerten. Gute Ansätze dafür findet man auf <em>&#8222;Pessimist&#8220;</em> und <em>&#8222;Trapped&#8220;</em>.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/2S3gE9YohbA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Über Mainstream, Depressionen und das Tourleben &#124; VOLA im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 08:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Robert hatte zum diesjährigen Euroblast das Vergnügen, mit VOLA zu sprechen. Die&#160;Dänen&#160;haben sich für einen Tag von ihrer Tour mit KATATONIA&#160;und AGENT FRESCO abgesetzt, um auf dem Kölner Festival zu spielen. Im Interview berichten sie von ihren ersten Lektionen des Tourlebens, ihren ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Robert hatte zum diesjährigen Euroblast das Vergnügen, mit <strong>VOLA</strong> zu sprechen. Die&nbsp;Dänen&nbsp;haben sich für einen Tag von ihrer Tour mit <strong>KATATONIA</strong>&nbsp;und <strong>AGENT FRESCO</strong> abgesetzt, um auf dem Kölner Festival zu spielen. Im Interview berichten sie von ihren ersten Lektionen des Tourlebens, ihren Einflüssen und die Frage, wie Prog-Metalbands in den Mainstream geraten können. Außerdem unterhielten&nbsp;sie sich darüber, wie sich Metal-Stereotypen momentan auflösen. Bühne frei für: <strong>VOLA</strong>!</p>
<h4>Robert:&nbsp;Wann seid ihr hier angereist? Heute morgen?</h4>
<p><strong>Asger:</strong> Eigentlich sind wir schon gestern angekommen. Wir haben uns kurzzeitig&nbsp;von der <a href="https://silence-magazin.de/skandinavisches-trio-agentfresco-vola-katatonia/"><strong>KATATONIA</strong>-Tour</a> getrennt, um hier in Köln auf dem <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii-zweiter-tag-samstag/">Euroblast Festival</a> zu spielen. Nach unserer Show werden wir auch morgen in Berlin wieder zu Katatonia stoßen.</p>
<h4>R: Ein Kollege von mir hat euch erst in Leipzig gesehen und fand&#8217;s ziemlich klasse. Wie läuft die Tour bislang? Ihr hattet schon ein paar Gigs zusammen, aber es stehen ja noch einige aus, stimmt&#8217;s?</h4>
<p><strong>Asger</strong>: Ja, genau. Neun sind es noch. Wir haben erst heute früh darüber gesprochen. Es fühlt sich an, als wären wir schon seit einem Monat auf Tour, weil so viel passiert. Dabei ist es gerade mal die erste Woche von sechs. Wir sind bisher noch nie getourt, sondern haben immer nur einzelne Shows gespielt. Deswegen ist das Tourleben – vor allem im Tourbus unterwegs zu sein und generell Routine zu bekommen – absolut neu für uns. Das verbraucht ziemlich viel Energie. Aber langsam lernen wir, wie das so alles geht. Nicht jeden Tag Alkohol zu trinken, das ist zum Beispiel eine Lektion, die wir gelernt haben. [alle lachen] Nur Wasser für uns!</p>
<h4>R:&nbsp;Ist das tatsächlich eine persönliche Erfahrung oder etwas, das euch die alten Hasen verraten haben?</h4>
<p><strong>Nicolai:</strong> Nein, das wurde uns natürlich nicht so erzählt. Wir haben das für uns selbst herausgefunden, aber das macht es eben nicht einfacher. Vor allem, wenn du singst – ich singe die Backing Vocals und Asger die Leads – musst du deine Stimme schonen. Es wäre wohl das Unangenehmste, wenn du kurz vor deinem Auftritt keine Stimme hast. Wenn deine Stimme weg ist, dann ist das ziemlich peinlich. Du musst schon wenigstens etwas gesund leben.</p>
<h4>R:&nbsp;Euer Album &#8222;Inmazes&#8220; ist ja erst vor zwei Wochen erschienen. Ich frage mich da: wie sehr haben die Zuschauer auf euch überhaupt reagieren können? Ich vermute, dass es nicht so einfach ist, mit einem gerade erschienenen Album auf Tour zu gehen. Die meisten Leute kennen das Material vermutlich ja&nbsp;noch nicht. Wie sind da eure Erfahrungen?</h4>
<p><strong>N:</strong> Eigentlich haben wir das Album schon vor einem halben Jahr ein erstes Mal rausgebracht. Also konnten die Leute es auch schon vorher anhören. Das jetzt war eine Re-Release. Das ist in der Tat eine seltsame Sache. In unserem Fall haben einige das Material natürlich zum ersten Mal gehört. Es ist ungewohnt für uns, aber wir spielen jetzt hauptsächlich vor <strong>KATATONIA</strong>-Fans, die uns noch nicht kennen. Eigentlich kann man schon erkennen, ob es ihnen gefällt. Sie versuchen eben, die Musik in sich aufzunehmen, zu verstehen und sich eine Meinung darüber zu bilden. Dabei singen natürlich noch nicht alle mit, aber immerhin ein paar.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7cNCUQrCvzM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>R:&nbsp;Eure erste EP kam 2011 raus, ist das richtig?</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir hatten auch vorher schon eine EP herausgebracht. 2008 war das. Aber ja, die EP &#8222;Monsters&#8220; kam 2011.</p>
<h4>R:&nbsp;Was habt ihr so in der Zwischenzeit gemacht? Ihr habt gesagt, dass &#8222;Inmazes&#8220; sowohl 2015 als auch jetzt ein zweites Mal veröffentlicht wurde.</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir haben ungefähr ein Jahr dafür gebraucht, unsere Songs für &#8222;Inmazes&#8220; zu schreiben, nachdem &#8222;Monsters&#8220; fertig war. Wir haben das komplett selbst gemacht. Das heißt, dass wir auf dem Weg zur Fertigstellung einiges lernen mussten. Außerdem mussten alle entweder noch arbeiten gehen oder studieren, weswegen wir nicht die ganze Zeit daran arbeiten konnten. Der Prozess zog sich also eine Weile. Ein Jahr brauchten wir fürs Songwriting und zwei weitere für das Recording, Mixen und Mastern sowie die Versendung an Reviewer. Letztendlich haben wir es dann endlich am 15. Februar veröffentlicht. Dadurch haben wir jetzt einiges an Erfahrungen sammeln können. Das nächste Mal wird es mit Sicherheit schneller von der Hand gehen.</p>
<p><strong>N:</strong> Tatsächlich könnten&nbsp;dieses Mal auch einige Leute darauf warten. Auch nach &#8222;Monsters&#8220; haben schon einige neues Material erwartet, aber da war quasi kein Druck vorhanden&#8230; Allein, als wir hier zu unserem Raum gelaufen sind, wurden wir von einigen Leuten nach dem neuen Material gefragt. Ich glaube, dass die Tatsache, dass jemand darauf wartet, uns noch in unserer Arbeit beeinflussen wird.</p>
<h4>Robert:&nbsp;Das ist ja ziemlich cool. Ich habe auch so das Gefühl, dass ihr euch jetzt mit dem Re-Release auf einer neuen Stufe befindet. Das nimmt jetzt alles schon größere Dimensionen an.</h4>
<p><strong>N:</strong> Ein paar Master-Tapes haben wir gerade erst rausgeschickt. Wir hatten keine Ahnung, was wir damit machen sollten, … Aber glücklicherweise half uns dann John, unser Manager. Er ist grad mal zwei Tage vor der ersten Release des Albums zum Management dazugestoßen. Er hatte also nicht so viel Zeit, um es&nbsp;überhaupt zu versenden.<br />
<strong>A:</strong> Zur Zeit unserer ersten Veröffentlichung sind wir sehr abhängig von Social Media gewesen. Glücklicherweise gab es da ein paar Seiten, die über uns geschrieben haben.</p>
<h4>R:&nbsp;Ihr habt tatsächlich ziemlich viele Likes auf Facebook. Das war mir gar nicht bewusst. Über 10.000 Likes sind es sogar. Das wird von einigen als &#8218;magical mark&#8216; bezeichnet&#8230; [alle lachen].</h4>
<h4>Noch eine Frage zu einem Gebiet, welches&nbsp;mich durchaus mehr beschäftigt: die Lyrics und Themen, die von euch abgearbeitet werden. Ich habe über euch gelesen,&nbsp;dass die Texte sich sehr damit beschäftigen, gefangen zu sein, und über Situationen, die emotional nicht händelbar sind. Als ich dann das Album gehört habe, erschien es mir aber ganz und gar nicht deprimierend oder so. Natürlich habt ihr melancholische Parts in euren Songs, aber auch positivere Passagen und Atmosphären. Wie geht das mit den Texten einher? Wie habt ihr das Konzept eures Albums entwickelt?</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir sind ziemlich stark von melancholischer Musik beeinflusst, die sowohl düster ist als auch eine Art Lichtblick in sich trägt. Also die Gewissheit, dass es nicht immer ein schlimmes Ende nehmen muss und dass es einen Weg hinaus aus den Problemen geben kann. Das ist es beispielsweise, was ich an <strong>Steven Wilson</strong> so sehr mag. Viele mögen sagen, dass das depressive Musik sei, aber eigentlich ist es auf eine gewisse Art und Weise auch aufbauend. Denn wenn du dich schlecht fühlst, damit vielleicht allein bist, hast du ein gemeinschaftliches Gefühl durch die Musik. Ich würde behaupten, dass wir diese Szenerie über unsere Musik auch erzeugen wollen. Wir wollen düstere Themen behandeln, aber letzten Endes auch Hoffnung vermitteln.</p>
<p>Mich selbst fasziniert sehr, was glücklich sein eigentlich ausmacht. Für mich ist dieses Gefühl etwas, das einen gute Erinnerungen erschaffen lässt, auf die man später zurückblicken kann. Natürlich kannst du sehr glückliche Momente erleben – aber diesen Moment an sich, an den kannst du dich nicht erinnern. Er wird keinerlei Wert für dich haben. Das hat er nur, wenn du auch wirklich dabei warst. Wenn dein Kopf nur voll mit bedrückenden Gedanken ist, wirst du dich eher an die Gedanken als an die Situation erinnern. Danach wird deine Vergangenheit ausschließlich aus Bildern bestehen, die durch diese Gedanken geprägt sind. Es geht also letztendlich darum, aus diesen negativen Mustern auszubrechen und reine Erinnerungen zu erschaffen, die einen wirklich glücklich machen können.</p>
<h4>R:&nbsp;Also könnte man sagen, dass sich das Album weniger darum dreht, gefangen zu sein als dass es vielmehr davon handelt, aus dieser Gefangenschaft zu fliehen?</h4>
<p><strong>A:</strong> Genau. Deswegen heißt es ja auch &#8222;Inmazes&#8220;. Weil es darum geht, herauszukommen, zu versuchen, das Gewirr aufzulösen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/miNS5i6ATOI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>R:&nbsp;Ich habe mitbekommen, dass ihr euch draußen über Rammstein und Meshuggah unterhalten habt. Vermutlich wird euch die Frage ständig gestellt&#8230;</h4>
<p><strong>N:</strong> Ich habe nur Späße gemacht. Ich habe über ein Album gesprochen und alle fragen, wovon wir speziell inspiriert worden sind oder wodurch diese Leute inspiriert wurden. Und dann antworten wir einfach … Überleg mal, eine Mischung aus <strong>PINK FLOYD</strong>, <strong>RAMMSTEIN</strong>&nbsp;und ein bisschen <strong>MESHUGGAH</strong>.<br />
<strong>A:</strong> Das ist eben das, was das Label geschrieben hat – und damit muss es wohl richtig liegen.</p>
<p><strong>N:</strong> Es war einfach witzig&#8230; Wenn du deine eigenen Texte liest und du feststellst, dass die Leute sich manchmal über deine vermeintlichen Einflüsse so sicher sind, dass sie definitiv diese Bands gehört haben müssen – aber du selbst eben nicht. Aber Menschen erleben und bemerken einfach unterschiedliche Sachen, wenn sie die Musik hören – abhängig davon, wie ihre Hörgewohnheiten sonst so sind.</p>
<h4>R:&nbsp;Also sind diese Bands nicht unbedingt eure wichtigsten Einflüsse?</h4>
<p><strong>N:</strong> Genau. Wenngleich wir vielleicht auch in einem ähnlichen Gewässer fischen.</p>
<h4>R:&nbsp;Ich war davon ausgegangen, weil ich den Eindruck hatte, dass euer Riffing dem von Meshuggah sehr ähnlich ist, aber vermutlich ist das einfach die Art eures Spiels. Das muss ja nicht unbedingt mit Meshuggah verbunden sein. Es hat auch viel vom Vibe der 70er, die ich ja auch mag. Einige Parts haben mich weniger an Pink Floyd erinnert als dass ich vielmehr King Crimson hier und da durchscheinen sah.</h4>
<h4>Wenn wir uns nun speziell das Euroblast ansehen, dann ist das ja ein sehr experimental-lastiges Festival. Denkt ihr, dass die Zukunft der harten oder extremen Musik vor allem im experimentellen Sektor liegen wird?</h4>
<p><strong>A:</strong> Ja, das ist eine wirklich gute Frage. Ich vermute, dass es diese techniklastige Musik immer schwer haben wird, eine breite Hörerschaft zu erreichen.<strong> DREAM THEATER</strong> sind zum Beispiel eine Band, die sehr technisch spielen und trotzdem die vermutlich größte Fangemeinde aufgebaut hat, die man mit dieser Musik überhaupt haben kann. Andererseits gibt es Bands wie <strong>THE MARS VOLTA</strong>, die ebenfalls sehr technisch sind und dennoch Zugriff auf den Mainstream haben. Das ist wirklich schwer auszudifferenzieren.</p>
<p><strong>N:</strong> Letztendlich haben auch unbekanntere Genres dank des Internets gute Chancen, weltweit wahrgenommen zu werden und ihre Hörerschaft zu vergrößern. Wenn wir mal von unserer Musik ausgehen, ist es ziemlich sicher, dass wir in Dänemark selbst nichts tun könnten, um irgendwie bekannter zu werden. Die Leute, die Musik, wie wir sie spielen, mögen, kennen uns bereits. Das Internet gibt uns die Möglichkeit, einfacher Leute auf der ganzen Welt für unsere Musik zu begeistern. Es gibt so die Möglichkeit, überhaupt in kleineren Städten zu spielen, selbst wenn man seltsame Musik macht.</p>
<p><strong>A:</strong> Aber noch mal zurück zum Mainstream. Vermutlich sind melodische Gesangslinien das, was dafür essenziell ist. <strong>VOLBEAT</strong> könnte man beispielsweise als Metalband sehen, die aber Melodiegesang mit hohem Wiedererkennungswert hat. Deswegen konnten sie eine so größe Hörerschaft für sich gewinnen, wie es einer Deathmetalband wohl nicht möglich wäre. Es geht vermutlich wirklich darum, den Gesang so zu produzieren, dass er angenehm anzuhören ist.</p>
<p><strong>N:&nbsp;</strong>Abgesehen davon wollen doch gar nicht alle Bands Mainstream sein. Jeder findet seinen Platz in der Bandlandschaft.<br />
<strong>A:&nbsp;</strong>Besonders schön zu sehen ist, dass eine Band wie <strong>GOJIRA</strong> ziemlich bekannt werden konnten und trotzdem immer noch extrem brutal und aggressiv sind. Das zeigt, dass eine große Bekanntheit erreicht werden kann, selbst wenn man harte Musik macht. Sie sind eben sehr melodiös in ihrem Gesang, auch wenn alles andere sehr brutal ist. Die hohen Screams sind natürlich auch ziemlich cool.</p>
<h4>R: Ich habe den Eindruck, dass sich die Genregrenzen hinsichtlich dessen, was in der Musik selbst thematisiert wird, langsam lockern. FALLUJAH ist z.B. eine der Bands, die das emotionale Spektrum dessen, was sie behandeln und was damit auch Einzug in den Metal hält, deutlich erweitern.</h4>
<h4>Zum Vergleich würde ich da mal CANNIBAL CORPSE heranziehen, die nur Hass und Aggression als Leitthemata haben. Mir gefällt das, dass Bands wie eben FALLUJAH oder BLACK CROWN INITIATE die klassische Metal-Thematik um andere Gedanken erweitern, anstatt immer auf denselben Stereotypen herumzureiten.</h4>
<p><strong>A:</strong>&nbsp;Wir sind tatsächlich dessen überdrüssig, dass Metal immer irgendwie mit der Farbe Schwarz, mit Totenschädeln oder der Hölle assoziiert wird. Natürlich ist das gerade sehr sehr verallgemeinert, was ich hier sage. Aber auch wir bemerken momentan einige Bands, deren Musiker aussehen, wie die normalen Typen von nebenan und trotzdem echt harte Musik spielen. Damit zeigen sie ja, dass es im Metal eben nicht nur darum geht, lange Haare zu haben oder sich ausschließlich schwarz zu kleiden. Das ist in der Tat ziemlich erfrischend.</p>
<h4>R: Ich glaube ja, die Szene sollte sich noch weiter bewegen. ANIMALS AS LEADERS ist so eine Band, die einen ausgeprägten Einfluss aus dem Jazz haben. Damit ist es eben eine Art von Musik, die sich in eine musikalischere Richtung bewegt. Eher Mainstream-orientierte Hörer nehmen das tendenziell wohl als Musik wahr, als die Leute, die vorwiegend&nbsp;im Deathmetal unterwegs sind. Deren Reaktion ist vermutlich viel eher: Was soll das denn? Das ist doch nur technisches Rumgewichse!</h4>
<p><strong>N:</strong> Ja, es kann schon wirklich schwierig sein, wenn man sein Instrument seit langer Zeit spielt und sich dann versucht zu erinnern, welche Musik einen eigentlich zu Anfang getriggert hat. Irgendwann wird man in seinem Spiel so technisch und so schnell, weil man das ganze abgefahrene Zeug übt. Man hört dann einfach neue Musik, hört anders hin und entdeckt ganz neue Qualitäten. Es fällt schon schwer, sich darauf zurückzubesinnen, was man wirklich gut fand als man mit dem Spielen angefangen hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11719 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo.jpg" alt="VOLAband_2" width="591" height="387" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-300x197.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-1024x671.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-750x491.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /></p>
<h4>R: Eine letzte Frage habe ich noch. Ich bin immer sehr daran interessiert, unbekanntere Bands zu entdecken. Welche Bands, Künstler oder Alben haben euch dieses Jahr richtig beeindruckt?</h4>
<p><strong>VOLA:</strong> Zum einen die neue Platte von <strong>MODERAT</strong>. Das ist für mich eine sehr interessante Herangehensweise an elektronische Musik, ist aber auch sehr düster und melancholisch. Eine Kombination, die ich mag. <strong>BLAUBLUME</strong> aus Dänemark, die sehr melodisch sind, aber so gar keinen Metal spielen, sind mir noch aufgefallen. Der Sänger singt sehr hoch und hat dabei eine wunderbare Stimme. Vermutlich werden sie in der Zukunft etwas bekannter werden. Bislang sind sie das nur in Dänemark.</p>
<p>Außerdem gibt es eine norwegische Band namens <strong>RENDEZVOUS POINT</strong>, bei denen <strong>Baard Kolstad</strong> von <strong>LEPROUS</strong> trommelt. Das sind allesamt sehr talentierte Musiker, die gern mal Quintouplets oder solche Späße spielen. Die sind <strong>GOJIRA</strong> dahingehend ziemlich ähnlich, weil sie dasselbe Riff über vier Minuten spielen. Für die sehe ich auch gute Chancen auf einen Aufstieg. Ansonsten fallen mir nur größere Bands wie <strong>TAME IMPALA</strong> ein. Aber die kennt man wohl schon&#8230;</p>
<p><strong>R:</strong> Okay, cool! Danke für eure Tipps und das nette Gespräch. Ich wünsche euch nachher einen guten Gig und weiterhin eine tolle Zeit&nbsp;auf eurer Tour mit <strong>KATATONIA</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Interview: Robert</em><br />
<em> Übersetzung &amp; Text: Nina</em></p>
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		<title>Nichts für schwache Gemüter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 10:50:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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		<category><![CDATA[death metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lust auf extreme Musik? Lust auf Aggression? Lust auf ein Festival, auf dem ihr vor jedem einzelnen Musiker jeder einzelnen Band vor Ehrfurcht in die Knie gehen könntet? Dann ist das BRUTAL ASSAULT vom 10. bis 13. August diesen Jahres genau das ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lust auf extreme Musik? Lust auf Aggression? Lust auf ein Festival, auf dem ihr vor jedem einzelnen Musiker jeder einzelnen Band vor Ehrfurcht in die Knie gehen könntet?</p>
<p>Dann ist das BRUTAL ASSAULT vom 10. bis 13. August diesen Jahres genau das Richtige. Ganz nach dem Motto &#8222;Hauptsache extrem&#8220; finden sich hier, an der Festung Josefov in Tschechien, eine Elite an hochwertigen Bands zusammen. Genau 110 (!) Gruppen unterschiedlichster Genres spielen auf dem krassesten aller Festivals &#8211; da ist für jeden, dessen Ohren ordentlich was auf die Fresse gewohnt sind, etwas dabei.</p>
<p>Ihr wollt richtig brutalen Death Metal? CATTLE DECAPITATION, DYING FETUS, OBSCURA, ABORTED und viele mehr zeigen euch, wo der Hammer hängt! Oder doch lieber Black Metal? Bands wie 1349, SHINING, MG<span lang="pl-PL">Ł</span>A oder ABBATH sollten definitiv in der Lage sein, euren Durst zu stillen. Auch Fans äußerst progressiver und technischer Musik dürfen sich freuen: ANIMALS AS LEADERS, TEXTURES, TESSERACT &#8211; das sind nur einige von vielen Namen, die sich im Billing des BRUTAL ASSAULT tummeln. Man könnte ewig so weitermachen &#8211; von Thrash Metal, Grind, Doom/Sludge, Melodeath, Djent, Hard- und sogar Metalcore ist alles vorhanden.</p>
<p>2016 ist bereits das 21. Jahr, in dem das BRUTAL ASSAULT stattfindet. Aber nicht nur das exklusive, breit gefächerte Line-Up ist es, was dieses Festival zwischen allen anderen herausstechen lässt. Die Location &#8211; die 230 Jahre alte Armeefestung Josefov, ca. 130 Kilometer von Prag entfernt &#8211; sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Aber auch für die gute Ernährung ist gesorgt: Von Fleischfresser bis Veganer kommt jeder auf seine Kosten. Ein Metal Market mit über 60 Ständen, das &#8222;Horror Cinema Grindhouse&#8220; (hier werden rund um die Uhr bizarre und verstörende Horrorstreifen gezeigt) und die Chill-Out-Zone &#8222;Greenfield&#8220; sorgen zwischen den Konzerten für genügend Beschäftigung und Abwechslung. Wer das Ganze mt anderen Augen betrachten will, kann sich vom &#8222;Natural Grand Stand&#8220;, einem Hügel direkt gegenüber von den Bühnen, die Konzerte von oben ansehen. Das Camping ist komplett umsonst &#8211; als Besucher hat man allerdings auch die Möglichkeit, auf ein bezahltes VIP-Camp mit abgetrenntem Dusch-, Toiletten- und Ablagebereich auszuweichen, welches rund um die Uhr bewacht wird.</p>
<p>Fazit: Wer ein einzigartiges Festival mit verdammt abwechslungsreichem, extremem Line-Up in einer epischen Location unter 20.000 Gleichgesinnten erleben möchte &#8211; der sollte dieses Jahr auf jeden Fall zum BRUTAL ASSAULT fahren.</p>
<em >Alle weiteren Informationen gibt es hier: <a href="http://www.brutalassault.de">www.brutalassault.de</a></em>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nichts-fuer-schwache-gemueter/">Nichts für schwache Gemüter</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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