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	<title>wacken open air Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>wacken open air Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>STARCHILD &#8211; Galaktische Dystopien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2019 10:44:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Power Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klingt wie Maiden, produziert wie Halloween aber doch eigenständiger Sound?!<br />
Das hat doch Potential!<br />
Wir präsentieren: STARCHILD!<br />
Ein Projekt mit vielen Bekannten Namen, aber... mehr als "nur" ein Projekt?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/starchild-killerrobots/">STARCHILD &#8211; Galaktische Dystopien</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>STARCHILD</strong> – &#8222;Killerrobots&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 18.01.2019<br />
<strong>Länge:</strong> 44:04<br />
<strong>Label:</strong> Self-Release<br />
<strong>Genre:</strong> Power Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p><strong>Sandro Giampietro</strong> ist ein Vollblutmusiker. Kein reiner Metaller, das nimmt der Musiker aus Bremen auch nicht für sich in Anspruch ­– doch einer, der an der Gitarre, am Mikrofon, im Studio und auf der Bühne 100% Profi ist und einfach <strong>ganz genau weiß, was er tut</strong>.</p>
<p><strong>STARCHILD</strong> ist das 2012 gegründete Baby von <strong>Giampietro</strong>, der unter anderem als Gitarrist von <strong>Helge Schneider</strong> bekannt wurde. 2014 brachte die Band ein erstes Album heraus und konnte noch im gleichen Sommer auf dem <strong>Wacken Open Air</strong> spielen sowie auf Tour mit <strong>EDGUY</strong> gehen. Auf dem Debütalbum befindet sich auch ein Duett mit Ausnahmestimme <strong>Michael Kiske</strong>. Alle Einnahmen, die mit diesem Song namens <em>&#8222;Black And White Forever&#8220;</em> generiert wurden oder werden, gehen an die <strong>Krebshilfe</strong>.</p>
<h4>Überraschungen in Form von Gitarrensoli</h4>
<p>Nun geht es also weiter mit dem Projekt <strong>STARCHILD</strong> und seinen großen Namen. Das zweite Album trägt den Titel &#8222;Killerrobots&#8220; und verrät schon damit zu großen Teilen, worum es geht: Eine dunkle aber energetische Dystopie, in der Killerroboter die Macht an sich gerissen haben und die Menschheit um ihr Überleben kämpfen muss. <strong>Gleich vorweg:</strong> Viele Überraschungen bietet das Power Metal-Album nicht. Außer vielleicht dem ein oder anderen Gitarrensolo. Denn die Soli wechseln von clean, hoch und schreddernd zu tief, verzerrt und klagend in einem Bruchteil von Sekunden.</p>
<p>Es ist ein<strong> Album auf hohem Niveau</strong>, das sich elegant an anderen deutschen Powermetal-Szenegrößen wie <strong>HELLOWEEN</strong> oder eben <strong>EDGUY</strong> orientiert. <strong>STARCHILD</strong> spielen treibende Rhythmen und erzählen dazu abenteuerliche Geschichten, gesungen von <strong>professionell trainierten Stimmen</strong>. Auch wenn die Songs harmonisch-melodisch sind, kehrt Dank des Beats nie eine richtige Ruhe rein. Wer gut zuhört, wird vor allem beim Titelsong <em>&#8222;Killerrobots&#8220;</em> genaue Bilder im Kopf haben. So als würde ein Science Fiction-Film vor dem inneren Auge ablaufen. Der Musik wird außerdem ein Hauch <strong>IRON MAIDEN</strong> nachgesagt, was ich bestätigen kann. Den ein oder anderen Scream lässt sich <strong>Giampietro</strong>, der bei diesem Projekt selbst am Mikrofon steht, nicht nehmen. Im Line-Up befinden sich außerdem <strong>Kai Stringer</strong>, <strong>Benedikt Zimniak</strong> und <strong>Alexander Landenburg</strong> – alles gestandene Musiker mit viel Erfahrung an ihren jeweiligen Instrumenten. Wären diese Instrument nicht so schnell und laut unterwegs, hätten viele Songs übrigens einen <strong>melancholischen Balladencharakter</strong>. Das hört man zum Beispiel bei <em>&#8222;Spine&#8220;</em>. Vor allem aber die akustischen Stücke am Ende der Platte machen klar: <strong>Sandro</strong>s Songs transportieren nicht nur Zerstörung, sondern auch all die <strong>Gefühle, die durch diese Zerstörung ausgelöst werden</strong>.</p>
<h4>Catchy Opener</h4>
<p>Mein <strong>persönlicher Favorit</strong> des Albums ist tatsächlich der Opener <em>&#8222;Ghostbridge&#8220;</em>, den es am Ende auch nochmal als gefühlvolle Akustikversion gibt. Es muss sowohl an dieser ruhigeren Nummer liegen, die einem irgendwie nach einem ganzen Album Vollpower sowie an der eingängigen Hook fehlt. <strong>Doch der Song bleibt hängen.</strong> Der Rest ist durchweg stark gespielt und geschrieben, nur eben etwas eintönig auf Dauer.</p>
<p>Die Inhalte von &#8222;Killerrobots&#8220; sind ein <strong>Spiegelbild unserer Zeit,</strong> nur auf das nächste Level gehoben: Persönlich bin ich von der technischen Entwicklung fasziniert. Doch wer weiß, wozu sich die K.I. in den kommenden Jahren entwickelt. Uns angreifende Roboter sind eben eine klassische, in naher Zukunft mögliche Vorstellung unserer Gesellschaft.</p>
<hr>
<p>Dies ist ein Gastautorenartikel von: <em><strong>Karla the Fox</strong></em></p>
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		<title>Metal Battle – Ein Blick hinter die Kulissen in LUXEMBURG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jun 2018 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das W:O:A Metal Battle - in einem unbekanntem Land fern der deutschen Sprache... Kurzum: Mich sagt euch, was in Luxemburg abging und wie so ein Metal Battle abläuft. INSIDER-INFOS incoming!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/metal-battle-ein-blick-hinter-die-kulissen-in-luxemburg/">Metal Battle – Ein Blick hinter die Kulissen in LUXEMBURG</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>Samstag, den 26.05.2018</strong> hatte ich die Ehre, mit meiner Band <a href="https://feradur.bandcamp.com/"><strong>FERADUR</strong>&nbsp;</a> am <a href="https://www.metal-battle.com/"><strong>W:O:A METAL BATTLE</strong></a> teilzunehmen – <strong>in Luxemburg.</strong></p>
<p>Einen gewissen Vorteil hat man hier den Bands der großen Länder gegenüber: <strong>Es gibt bei uns einfach nicht sehr viele Bands</strong>. Und somit viel weniger Konkurrenz. Keine Qualifikationsrunden – es geht sofort richtig los. Von allen Gruppen, die sich melden, wählen die Organisatoren die<strong> sechs</strong> aus, die ihnen am besten gefallen. Diese dürfen dann gegeneinander antreten. Im Gegenzug nimmt <strong>Luxemburg</strong> dann <strong>allerdings nur alle zwei Jahre</strong> an der Veranstaltung teil. In der Jury sitzen Experten in allen Bereichen – <strong>Schlagzeuglehrer</strong>, professionelle <strong>Gitarristen</strong>, aber auch ganz einfach <strong>Metal-Fans</strong>. Jede Band darf<strong> 20 Minuten</strong> spielen, dazwischen gibt es jeweils knappe 15 Minuten Umbaupause. Der Gewinner darf dieses Jahr auf dem <strong>WACKEN OPEN AIR</strong> auftreten. <strong>Hier der Blick hinter die Kulissen.</strong></p>
<h1><strong>Die Vorbereitung</strong></h1>
<p>Treffpunkt für die Bands ist <strong>15 Uhr</strong> – das mag ein bisschen früh erscheinen. Es gibt bis zum tatsächlichen Konzertneginn&nbsp;<strong>allerdings noch viel zu tun!</strong> Außerdem muss man davon ausgehen, dass sich bei<strong> sechs Bands</strong> mit durchschnittlich vier Mitgliedern schon so einiges an Verspätung akkumulieren kann. Schätze mal, es geht bei der Zeitrechnung darum, sicherzustellen, dass alle um 16 Uhr komplett und ready vor Ort sind. Bis dahin heißts erstmal wie vor jedem Gig: Autos vor der Location parken, Instrumente, Verstärker, Merch und sonstiges Bandmaterial <strong>in den Backstage schleppen</strong>. Für jede Band ist dafür ein eigener, mit Panzertape am Boden markierte Abstellbereich vorgesehen.</p>
<p>Um 16 Uhr dann das erste Briefing: Der zeitliche Ablauf des Abends wird den Anwesenden erklärt. Um 17 Uhr soll klargestellt werden, welche Band wann spielt, um 18 Uhr dann Aufbau und Soundcheck für den ersten Act. Ab 18.30 gibt’s Futter, Einlass 19.30 und das erste Konzert beginnt um Punkt 20 Uhr. <strong>Strammer Zeitplan!</strong></p>
<h1><strong>17 Uhr: Die Reihenfolge wird bestimmt! </strong></h1>
<p>Und zwar durch Zufall. Es gibt <strong>sechs Bierdeckel</strong>, auf deren Rückseite jeweils eine Ziffer von eins bis sechs steht. Nacheinander kann jeweils einer von jeder Band antreten, und einen davon aufdecken – die gezogene Ziffer ergibt den Slot, an dem die Band spielt. Wir lassen den Anderen erstmal den Vortritt, und ziehen die Karte, die übrig bleibt. Es ist die 1! Dies birgt sowohl positive als auch weniger positive Aspekte: <strong>Als Opener hat man es gewöhnlich immer etwas schwerer, zu den Zuhörern durchzudringen</strong> – auch wenn dies gerade beim <strong>METAL BATTLE</strong> eigentlich am wenigsten eine Rolle spielen dürfte. Positiv ist, dass wir jetzt die Chance haben, Aufbau und Soundcheck selbst zu machen. Wir können uns Zeit lassen und alles so lang kalibrieren, bis es passt. Jede andere Band muss heute innerhalb von 15 Minuten zusehen, dass alles steht.</p>
<p>Nach Aufbau und Soundcheck gibt’s <strong>erstmal Catering.</strong> Richtig leckeres Chili, außerdem Obst, Kekse, Chips und eine Auswahl an Getränken. Die <a href="http://kulturfabrik.lu/de/home/"><strong>Kulturfabrik in Esch/Alzette</strong></a> bietet echt jedes Mal wieder richtig guten Service für die Bands, das kann ich nur hervorheben! Auch die Location hat was – früher war die Halle ein <strong>Schlachthaus</strong>, und im Backstage hängen immer noch die <strong>Fleischerhaken</strong> an der Decke. Mehr Metal geht wohl nicht! <strong>Das Chili heute gibt’s übrigens auch in veganer, glutenfreier Variante.</strong></p>
<h1><strong>Die Aufregung steigt</strong></h1>
<p>Die Sonne drückt. Vor der Location sammeln sich so langsam die ersten Gäste. Noch weniger als eine Stunde bis zum ersten Konzert. Die innere Aufregung steigt. Zwar bin ich meistens nicht so aufgeregt vor Auftritten, aber der <strong>Umstand, dabei beobachtet und bewertet zu werden</strong>, sorgt dann doch irgendwie für Bammel. Fühlt sich ein bisschen an wie vor einer Matheprüfung in der Schule. Ich setze mich in eine ruhige Ecke und spiele mich erstmal warm. Das heißt, ich spiele einmal unser ganzes Set auf einem imaginären Schlagzeug durch. Sieht bestimmt lustig aus. <strong>Und oha! – schon geht’s los.</strong></p>
<h1><strong>Der Startschuss fällt!</strong></h1>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27585" aria-describedby="caption-attachment-27585" style="width: 291px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-27585 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0558.jpg" alt="" width="301" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0558.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0558-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0558-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0558-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0558-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 301px) 100vw, 301px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27585" class="wp-caption-text">Seid gegrüßt &#8211; Feradur ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Um knapp nach 20 Uhr stehen wir mit <a href="https://feradur.bandcamp.com/"><strong>FERADUR</strong> </a>auf der Bühne. Ich würde ja gerne einen detaillierten Konzertbericht abliefern, aber der ganze Auftritt kommt mir vor <strong>wie 20 Sekunden</strong>. An einige Dinge erinnere ich mich: Das Backdrop ist auf die Wand hinter uns projiziert, in weiß – und ich sitze genau im Lichtstrahl. Weiter als die Hinterköpfe meiner Mitstreiter und die bekannten Gesichter in der ersten Reihe sehe ich also nicht. Der <strong>Adrenalinrausch</strong> lässt alle vier Songs sich anfühlen, als würden wir sie mindestens <strong>30 BPM zu langsam</strong> spielen. Ein Blick auf das Metronom versichert mir jedoch das Gegenteil. Ich höre nicht allzu gut, was meine Bandkollegen spielen – war die Monitorbox beim Soundcheck nicht lauter? <strong>Und die Hitze!</strong> Ich tropfe schon nach dem ersten Song. Außerdem: Bei jedem Kickdrumschlag stoße ich mit meinem rechten Bein gegen eine Schraube der Snare – habe aber weder während, noch zwischen den Songs Zeit, diese umzustellen. <strong>Au</strong>.</p>
<p><strong>Uuuuund – Gig vorbei.</strong> Keine Ahnung, wie gut wir gespielt haben. Den Kommentaren nach zu urteilen, hats den Menschen im Publikum allerdings gefallen. Hoffentlich der Jury auch!</p>
<h1>Modern un Progressiv</h1>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27580" aria-describedby="caption-attachment-27580" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-27580 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0717.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0717.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0717-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0717-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0717-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0717-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27580" class="wp-caption-text">Wut und Zerstörung &#8211; Inhuman Rampage ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Zweites Konzert des Abends: <a href="https://inhumanrampage.bandcamp.com/releases"><strong>INHUMAN RAMPAGE</strong></a>! Den Namen schon oft gehört, die Band habe ich aber bisher noch nie live erlebt. Klar ist jedenfalls von erster Sekunde an: Diese Jungs <strong>wissen, was sie tun</strong>. Sauber abgelieferter Deathcore/Modern Metal mit technischen Spielereien und kreativen Schlagzeugspuren – kann man sich definitiv geben! Dazu wird auf der Bühne hart zur Musik abgegangen. <strong>Keine Sekunde Stillstand</strong> seitens der Musiker und der Sänger haut so ziemlich das komplette Repertoire an klassischen Core-Stagemoves raus. Auch stimmtechnisch wird abgeliefert – von hoch bis tief ist alles vorhanden. Und das <strong>mit voller Kraft!</strong> Und: Keine halbherzigen Clean-Vocals. Stattdessen<strong> Wut und Zerstörung.</strong> Passt!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27577" aria-describedby="caption-attachment-27577" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-27577 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0847.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0847.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0847-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0847-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0847-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_0847-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27577" class="wp-caption-text">Uh! &#8211; Decipher ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Als Dritte treten dann <a href="https://decipherband.bandcamp.com/releases"><strong>DECIPHER</strong> </a>auf. Zwar gibt es diese Band schon seit einigen Jahren, aber von Aktivität konnte leider lange Zeit nicht die Rede sein. Erst jetzt, seit kaum mehr als ein paar Wochen, treten die <strong>Atmospheric-Progressive-Death-Metaller</strong> (eine klarere Stilbeschreibung konnten mir die Musiker selbst auch nicht geben) überhaupt wieder live auf. <strong>Neue Besetzung, frischer Wind und los!</strong></p>
<p>Sofort ist das Publikum von den atmosphärischen Gitarrensounds eingehüllt. Dazu schiefe Taktarten, harte Rhythmusgitarre und abwechslungsreiche Vocals (von unterschiedlichen Scream- und Growl-Techniken bis hin zu tatsächlich passenden Cleans). Das <strong>Gesamtpaket stimmt</strong>&nbsp;und weiß zu überzeugen. Trotz kleiner technischer Schwierigkeiten zu Beginn des dritten Songs ein sehr stabiler wie auch wohlklingender Auftritt! Gerne mehr davon.</p>
<h1>They Came To Rock</h1>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27575" aria-describedby="caption-attachment-27575" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27575 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1007.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1007.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1007-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1007-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1007-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1007-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27575" class="wp-caption-text">Angery &#8211; Sleepers&#8216; Guilt ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Band Nummer vier des Abends sind <a href="https://sleepersguilt.com/"><strong>SLEEPERS‘ GUILT</strong></a>. Nach kürzlichem Verlassen eines Gitarristen stehen diese heute nur noch zu viert auf der Bühne. In meinen Ohren nimmt dies dem melodischen Death Metal leider etwas den Tiefgang – anderen Anwesenden, und scheinbar auch den Musikern selbst, sagt diese simplere, <strong>rockigere Variante</strong> der Musik wiederum mehr zu. Was soll man sonst zum Konzert sagen? <strong>Virtuose Gitarrensoli</strong>, sauberes Schlagzeugspiel und Vocals und auch der Bass kommt gegen eine einzelne Gitarre definitiv besser zur Geltung. Man merkt, dass die<strong> Band aus alten Hasen</strong> im Metalgeschäft besteht, die wissen, wie man es macht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27574" aria-describedby="caption-attachment-27574" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27574 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1139.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1139.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1139-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1139-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1139-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1139-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27574" class="wp-caption-text">Wuchtig &#8211; Atomic Rocket Seeders ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Nächster Auftritt: Die <a href="https://www.facebook.com/AtomicRocketSeeders/"><strong>ATOMIC ROCKET SEEDERS</strong></a>. Ein sich erst kürzlich zusammengefundenes Powertrio aus Sänger/Bassist, Gitarrist und Schlagzeuger. Der Stil? Ich würde mal sagen, irgendwo zwischen Metal, Stoner und Rock’n’Roll. <strong>Massiver Gitarren- und Basssound</strong>, energiegefüllter Cleangesang mit gelegentliche Screams.</p>
<p>Als wäre dies noch nicht wuchtig genug, wechselt der Schlagzeuger zwischen seinen harten Rockgrooves <strong>gelegentlich in den Hyperspeed-Modus</strong> und schüttelt zwischendurch einfach mal ein paar Death-Metal-Blasts in geschätzten 250 BPM aus dem Handgelenk – alles, ohne dem Flow der Musik zu schaden. Später finde ich dann raus, dass die gleiche Person am Drumkit sitzt, die vor zwei Jahren den Uptempo-Melodeath/Metalcore-Act <strong>MILES TO PERDITION</strong> zum <strong>METAL-BATTLE</strong>-Sieg in Luxemburg geführt hat. Das erklärt den für solche Musik doch eher ungewöhnlichen Trommelstil. Die <strong>ROCKET SEEDERS</strong> rocken jedenfalls hart – obwohl sie die <strong>jüngste Band</strong> des heutigen Abends sind.</p>
<h1>Harte Riffs und Tempo</h1>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27571" aria-describedby="caption-attachment-27571" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27571 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1235.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1235.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1235-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1235-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1235-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1235-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27571" class="wp-caption-text">Melodisch &#8211; Infact ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Den letzten Slot hat der <strong>alteingesessene Thrash-Metal-Trupp</strong> <a href="https://www.facebook.com/Infactmetal/"><strong>INFACT</strong></a>. Für dieses Konzert haben sich scheinbar die meisten Besucher eingefunden. Plötzlich ist der ganze Raum voll mit begeisterten Menschen mit <strong>INFACT</strong>-Shirts. Keine Ahnung, wo die plötzlich alle herkommen. Die Band weiß jedenfalls, dem gerecht zu werden. Die Kombination aus harten Riffs und teilweise sehr melodischen Vocals zieht und<strong> im Publikum ist Party angesagt</strong>. Ein Gig, der scheinbar allen teilnehmenden Menschen <strong>Spaß</strong> macht. Nice!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27568" aria-describedby="caption-attachment-27568" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27568 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1356.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1356.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1356-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1356-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1356-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC_1356-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27568" class="wp-caption-text">Virtuos &#8211; Miles To Perdition ©Elena A. Photography</figcaption></figure>
<p>Somit sind die sechs Runden vorbei. Bis zur Bekanntgabe des Gewinners dauert es allerdings noch ein bisschen, und während sich die <strong>Jury-Mitglieder im Backstage beraten</strong>, geben <a href="https://www.facebook.com/milestoperdition/"><strong>MILES TO PERDITION</strong></a>, die Gewinner letzten Jahres, noch einen 40-minütigen Gig zum Besten. Pure Zerstörung, Geschwindigkeit und Power zeigen, dass die Band auch mit neuem Drummer sehr gut funktioniert. Zwar gönnen sich viele der Besucher nach den ganzen Battle-Konzerten zu diesem Zeitpunkt erstmal vor der Tür eine Portion des warmen Sommerabends – nichtsdestotrotz legen <strong>MTP</strong>&nbsp;drinnen alles <strong>musikalisch in Schutt und Asche</strong>.</p>
<h1><strong>Die Entscheidung</strong></h1>
<p>Soweit, so gut – es ist<strong>&nbsp;Zeit für den großen Moment</strong>! Die Jury versammelt sich gemeinsam mit dem Organisator auf der Bühne. Noch plappern die Menschen im Publikum wild durcheinander, doch das wechselt schnell zu angespannter Stille, als auf der Bühne ein <strong>blutroter Briefumschlag</strong> erscheint. Ich weiß nicht, wie es den anderen Musikern geht, aber mein Puls schlägt schneller, als ich erwartet hatte. Die Spannung steigt. Schweißtropfen sitzen auf der Stirn – der <strong>schicksalhafte Zettel</strong> wird aus dem Briefumschlag geholt! Der Organisator hält dem Basser von<strong> MILES TO PERDITION</strong> Zettel und Mikrofon hin.</p>
<p><strong>Und der Gewinner ist&#8230;</strong></p>
<p>„Ich kann überhaupt nicht erkennen, was da steht!“</p>
<p>Nach kurzem Gelächter findet sich dann wieder andächtige Stille ein.</p>
<p>&#8230;</p>
<p><strong>Und gewonnen haben&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;</p>
<p><strong>ATOMIC ROCKET SEEDERS</strong>!</p>
<p>Wow! <strong>Was für ein Sieg!</strong> Die Jüngste Band des Abends gewinnt das <strong>METAL BATTLE LUXEMBURG 2018</strong>! Und das zu Recht. Sie kamen, sie rockten die Bühne und sie siegten – <strong>Gratulation!</strong></p>
<p>Klar ist man auch immer ein bisschen enttäuscht, nicht selbst gewonnen zu haben – aber die Freude ist trotzdem groß. <strong>Ein großartiger Abend voll grandioser Musik und Spannung!</strong> Dazu guter Sound, leckeres Essen und ein makellos organisiertes Event.<strong> Immer gerne wieder</strong> – und wenn auch nächstes Mal „nur“ als Besucher.</p>
<hr>
<p>Vielen Dank an <a href="https://www.facebook.com/ElenaA.Photography/">Elena A. Photography</a> für die tollen Bilder!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/metal-battle-ein-blick-hinter-die-kulissen-in-luxemburg/">Metal Battle – Ein Blick hinter die Kulissen in LUXEMBURG</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Senf der Woche #30 &#8211; VOLL KOMMERZ!!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2017 06:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Iron Maiden]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Metallica]]></category>
		<category><![CDATA[Motörhead]]></category>
		<category><![CDATA[senf]]></category>
		<category><![CDATA[senf der woche]]></category>
		<category><![CDATA[Slayer]]></category>
		<category><![CDATA[wacken]]></category>
		<category><![CDATA[wacken open air]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Thema heute: Kommerz &#8211; was bedeutet das genau? Wo verläuft die Trennlinie zum (verdienten) Erfolg? Welche Bands sind dem Kommerz zum Opfer gefallen? Oder betrifft das Thema eher die Branche? Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-30-voll-kommerz/">Senf der Woche #30 &#8211; VOLL KOMMERZ!!!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Thema heute:</em> Kommerz &#8211; was bedeutet das genau? Wo verläuft die Trennlinie zum (verdienten) Erfolg? Welche Bands sind dem Kommerz zum Opfer gefallen? Oder betrifft das Thema eher die Branche?</strong></p>
<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-21664"></span><br />
<span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/preusse/" target="_blank" rel="noopener">Julian</a>&nbsp;</b>meint:</span></p>
<p>Okay, okay. Es ist wohl wieder mal an der Zeit, sich <strong>einer DER Grundsatzfragen unserer Szene</strong> zu stellen. <strong>Wie viel Kommerz steckt mittlerweile im Metal?</strong> Wenn alleine dieses Wort fällt, rollen sich bei vielen alteingesessenen Metalfans die Fußnägel auf. <strong>K-O-M-M-E-R-Z.</strong> Kaum eine Frage spaltet aber die Fangemeinde stärker. Natürlich wird das Thema <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-16-wacken-goes-malle/" target="_blank" rel="noopener">auch in unserer Redaktion heiß diskutiert</a>. Es gibt <strong>viele Aspekte</strong>, die uns alle von der Kommerzialisierung des Metals sprechen lassen. Doch es scheiden sich die Geister, was am Ende wirklich Kommerz ist.</p>
<p>Generell wird Kommerz als <strong>negativ behafteter Ausdruck</strong> verwendet. Es beschreibt das <strong>alleinige Interesse an einer möglichst großen Gewinnerzielung</strong>. Aha. Also haben wir jetzt schon mal eine kleine Vorstellung davon, was Kommerz überhaupt bedeutet. Aber was genau ist jetzt an Metal kommerziell?</p>
<h3>IST WACKEN KOMMERZ?</h3>
<p>Das erste, was mir dazu einfällt, ist das <strong>W:O:A</strong>. Wacken ist vor allem durch <strong>Schlamm</strong>, <strong>hohe Ticketpreise</strong>, eine <strong>Vielzahl an Bands</strong> und <strong>entsprechend viele Besucher</strong> bekannt. Sind das schon Anzeichen für den Kommerz, für ein gewinnorientiertes Arbeiten? Wohl <strong>eher weniger</strong>. Die hohen Ticketpreise resultieren vor allem aus den <strong>Kosten für die Infrastruktur</strong> und selbstverständlich auch den <strong>Band-Gagen</strong>. Das ist logisch, sobald man sich die <strong>ca. 80.000 Zuschauer</strong> und <strong>hunderte Bands</strong> anschaut. Es besteht auch die Gefahr, dass das <strong>Wacken Open Air</strong> ein <strong>Überangebot an Bands</strong> anbietet. Aber besteht in der Vielzahl der Bands nicht auch ein Reiz für die Fans? Auf jeden Fall! Sonst würden sich ja nicht so viele Menschen vor die Bühnen auf einem matschigen Acker stellen.</p>
<p>Selbstverständlich ist Wacken mit seiner <strong>Reichweite</strong> eine beliebte Bühne für <strong>die Größen der Szene</strong>, eine <strong>extrem aufwendige Show</strong> zu zeigen. <strong>Filmaufnahmen und TV-/Internetübertragungen</strong> sind für die Headliner dort schon fast Standard. Im Gegensatz zu Aufnahmen anderer Großveranstaltungen sind diese Live-Aufnahmen aber <strong>frei empfänglich</strong>. Es geht also auch <strong>ohne Sky-Abo</strong>. Gleichzeitig sollte man die Bedeutung einer solchen Festivalgröße für <strong>kleine, unbekannte Bands</strong> beachten. Gelingt dort mit einem sehr guten Gig der Durchbruch, kann das wegweisend für jede Band sein. Für eben diese<strong> „Nachwuchsförderung“</strong> ist das Festival ebenfalls bekannt. In Wacken findet also eines der größten Metal-Festivals der Welt und das größte in Deutschland statt. Aber das ist nur eines von vielen. Was ist mit den ganzen <strong>kleineren, lokalen Veranstaltungen</strong>? Dort sind die Verantwortlichen froh, wenn sie die <strong>Kosten decken</strong> können und nicht noch draufzahlen! Denn das ist die Realität. <strong>Festivals sind nicht gewinnorientiert</strong>. Bei 90 Prozent aller Veranstaltungen geht es nur <strong>ums nackte Überleben</strong>.</p>
<h3>BAND-MERCH BEI H&amp;M</h3>
<p>Als nächstes wäre da die <strong>Merchandising-Maschine</strong>. Wer kauft sich denn nicht ein aktuelles Tourshirt seiner Lieblingsband <strong>am Stand</strong> während der Veranstaltung? Doch muss es wirklich sein, Bandshirts in allen möglichen Online-Shops wie <strong>Amazon, EMP, etc. </strong>anzubieten? Noch dazu finden sich Klamotten von <strong>IRON MAIDEN, METALLICA, MOTÖRHEAD</strong> usw. <strong>in jedem H&amp;M</strong>. Das ist für mich ein <strong>klarer Fall von Kommerzialisierung</strong>. Die größten und bekanntesten Bands <strong>nutzen ihre Popularität</strong> und schließen Verträge mit Partnern ab, die wiederum anderen Vertragspartnern die Vertriebsrechte übertragen. So passiert es, dass z.B. ein <strong>zwölfjähriges Kind</strong>, das womöglich noch keine Ahnung von der Materie hat,<strong> in einem SLAYER-Shirt</strong> über die Straße läuft. <strong>Bandmerchandise wird praktisch Hipster-Mode</strong>. Tja, das ist eigentlich nicht Sinn der Sache. Man sollte Shirts, CDs und anderes kaufen, um zu zeigen, dass man <strong>die Arbeit der Künstler schätzt</strong>.</p>
<blockquote><p>Es ist fragwürdig, ob die großen Bands diese Promotion-Maschine so extrem nutzen sollten.</p></blockquote>
<p>Vielleicht fällt ja schon nach diesen beiden Beispielen auf, dass <strong>Kommerz und Erfolg ganz nah beieinander sind</strong>. Die Kommerzialisierungsvorwürfe beziehen sich lediglich auf <strong>die größten und bekanntesten Veranstaltungen und Künstler</strong>. Sollte man also nicht besser von <strong>einer Art „Obrigkeit“</strong> sprechen, die ihren Erfolg und ihre Bekanntheit nutzt, um weitere Wege zu erschließen, <strong>ihre Marke noch besser zu promoten</strong>? Vermutlich ist das der beste Weg mit dem Thema umzugehen. Die <strong>10 oder 15 Prozent</strong> der Veranstaltungen und Bands, die diese Reichweite haben, haben sich diese <strong>hart erarbeitet</strong>. Irgendwas wurde also richtig gemacht. Trotzdem ist es fragwürdig, ob die großen Bands diese <strong>Promotion-Maschine</strong> so extrem nutzen sollten. Schließlich haben sich alle Künstler dazu entschlossen, diesen Musikstil zu spielen und zu leben, um eben <em>nicht</em> <strong>Teil der Konsumgesellschaft</strong> zu sein. Die Metalszene war von Anfang an <strong>etwas Rebellisches gegen die Standards</strong> und das sollte sie auch bleiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-30-voll-kommerz/">Senf der Woche #30 &#8211; VOLL KOMMERZ!!!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wacken-Spirit am Rhein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2017 10:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Katatonia]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<category><![CDATA[mantar]]></category>
		<category><![CDATA[metaltix]]></category>
		<category><![CDATA[Prong]]></category>
		<category><![CDATA[rheinriot]]></category>
		<category><![CDATA[Steak Number Eight]]></category>
		<category><![CDATA[wacken]]></category>
		<category><![CDATA[wacken open air]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wacken ist ja inzwischen gefühlt überall, das ganze Jahr über. Das könnte man jetzt natürlich auf jedes Hallenkonzert und Grillabend mit metallischer Beschallung ausweiten, aber das wäre vielleicht etwas zu überzogen. Dennoch, seit letztem Jahr hat nun auch Köln seinen Ableger des ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wacken-spirit-am-rhein/">Wacken-Spirit am Rhein</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wacken</strong> ist ja inzwischen gefühlt überall, das ganze Jahr über. Das könnte man jetzt natürlich auf jedes Hallenkonzert und Grillabend mit metallischer Beschallung ausweiten, aber das wäre vielleicht etwas zu überzogen. Dennoch, seit letztem Jahr hat nun auch Köln seinen Ableger des Mutterschiffes unser aller Metalkultur im Norden. Das <strong>RheinRiot</strong> soll den &#8222;Spirit&#8220; des <strong>W:O:A</strong> ins Rheinland bringen.</p>
<p>Da im vergangenen Jahr sehr erfolgreich gestartet, schließt sich das Ein-Tages-Festival in der Kölner <strong>Live Music Hall</strong> zeitlich nahtlos an das Festival an, und wartet mit vier Bands auf, die sich sehen lassen können. So werden am 6. August neben <strong>STEAK NUMBER EIGHT</strong> und <strong>MANTAR</strong> keine Geringeren als <strong>PRONG</strong> und <strong>KATATONIA</strong> erwartet. F*ck the world! Heaviness pur in Kölns hippster Gegend, die die Rheinmetropole zur Zeit zu bieten hat!</p>
<p>Auch wenn das <strong>RheinRiot</strong> als Festival ausgewiesen wird, ist es dennoch eher ein besseres Hallenkonzert. Beginn ist um 17 Uhr, um 23 Uhr heißt es &#8222;Ende Gelände&#8220;. Dazwischen vier Bands, die stilistisch schön durchmischt sind. Groove, Hard&#8217;n&#8217;Heavy, und <strong>KATATONIA</strong> mit ihrer ganz eigenen Spielweise zwischen Doom-, Death- und Blackmetal. Daher dürfte das Line-Up durchaus eine breitere Masse ansprechen. Zwar wird hier, ähnlich wie in <strong>Wacken</strong>, das Konzept des Pluralismus verfolgt (wobei, ebenfalls wie in <strong>Wacken</strong>, der Nu-Metal sehr stark vernachlässigt wird), dennoch kommt man nicht umhin, in <strong>KATATONIA</strong> einen Headliner an diesem Abend zu sehen. Aber auch dieses Konzept fügt sich ja irgendwie ein.</p>
<p>Daher, wer im Lande ist und kein Problem damit hat, knapp 40 Euro für einen solchen Abend zu zahlen, kann hier bestimmt ein paar schöne Stunden verleben. Vielleicht bringt ja jemand etwas Wackenschlamm mit, um dessen Spirit etwas zu verstärken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/729824807187145/">RR Info</a></p>
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		<title>Der heilige Acker ruft – Wacken 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jun 2017 07:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Bier-Pipeline]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Battle]]></category>
		<category><![CDATA[Running Order]]></category>
		<category><![CDATA[wacken open air]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-heilige-acker-ruft-wacken-2017/">Der heilige Acker ruft – Wacken 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Metal-Festival im Vorfeld mit einer <strong>Bier-Pipeline</strong> von sich reden macht, kann es sich dabei eigentlich nur um das <strong>Wacken Open Air</strong> handeln. Von einigen wegen seiner Größe verschrien, gibt es dennoch keine vergleichbare Zusammenkunft von Fans der harten Klänge aus aller Welt. Wo sonst ist es nicht unüblich, wenn die Zeltnachbarn nicht nur aus einem anderen Land, sondern von einem <strong>ganz anderen Kontinent</strong> angereist sind? Neben der angesprochenen Bier-Pipeline hat das <strong>Wacken Open Air</strong> nämlich genug Argumente, um seinen Status als größte Metal-Party der Welt zu untermauern.</p>
<p>Neben dicken Aufhängern wie <strong>EMPEROR</strong>, <strong>MARILYN MANSON</strong>, <strong>AVANTASIA</strong>, <strong>KREATOR</strong> oder <strong>ALICE COOPER</strong> hat das Festival wie immer auch hochwertige Geschichten aus der Nische zu bieten. Vertrackte Klänge der ausgeflippten Art liefern etwa <strong>THE HIRSCH EFFEKT</strong>, während der kaltschnäuzige Stoner aus dem Hause <strong>HIGH FIGHTER</strong> für eine einzigartige Sogwirkung steht. Derweil bringen <strong>TURBOBIER</strong> die neue Pipeline zum Glühen, und <strong>AHAB</strong> bringen den Ozean mit. Auch seltene Gäste dürfen bestaunt werden, so spielen <strong>STATUS QUO</strong> bekanntermaßen nicht so oft auf den Metal-Festivals dieser Welt. Die Aufzählung ließe sich beliebig weiterführen, beim hochkarätigen Line-Up dürfte jeder Geschmack abgedeckt werden.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/1QTqR2g9g3w?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie gewohnt dürfen während der ersten Tage auch viele Exoten begutachtet werden, denn während der ersten Tage wird auch in diesem Jahr das <strong>Wacken Open Air</strong> Metal-Battle ausgetragen. Neugierige Gemüter dürfen somit Kapellen aus aller Herren Länder antesten, die man teilweise <strong>so schnell nicht wieder zu Gesicht bekommt</strong>. Wer jetzt schon ganz eifrig seinen Plan aufstellen will, wird bei der <a href="http://www.wacken.com/de/bands/running-order/">offiziellen Running Order</a> fündig.</p>
<p>Daneben wird natürlich auch ein dickes Rahmenprogramm angeboten, und ein kleiner Abstecher ins Dorf lohnt sich ohnehin – <strong>nichts muss, alles kann</strong>! Etwas später als sonst ist auch das diesjährige <strong>Wacken Open Air </strong>mittlerweile ausverkauft, mit etwas Glück lassen sich über <a href="http://www.wacken.com/de/shop/tickets/">die Warteliste</a> aber noch ein paar Tickets ergattern. Tempo ist angesagt, Herrschaften! Alle stolzen Ticket-Besitzer dürfen dagegen noch rund anderthalb Monate Vorfreude ertragen, bis es dann vom 03.-05. August endlich so weit ist – <strong>Rain or Shine</strong>!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-heilige-acker-ruft-wacken-2017/">Der heilige Acker ruft – Wacken 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Senf der Woche #16 &#8211; WACKEN GOES MALLE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[Full Metal Cruise]]></category>
		<category><![CDATA[full metal holidays]]></category>
		<category><![CDATA[full metal mountain]]></category>
		<category><![CDATA[ics]]></category>
		<category><![CDATA[senf der woche]]></category>
		<category><![CDATA[wacken]]></category>
		<category><![CDATA[wacken open air]]></category>
		<category><![CDATA[wacken winter nights]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-16-wacken-goes-malle/">Senf der Woche #16 &#8211; WACKEN GOES MALLE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-17540"></span><br />
Thema heute: &#8222;Full Metal Holiday&#8220;&nbsp;&#8211; Wacken goes Malle!&#8220; Was hältst du vom neuesten Ableger des Festivals?</h4>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/lukas/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lukas</a>&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>Ein Metal-Festival auf Mallorca? Ist das kreativ? Irgendwie schon. Überrascht mich die Idee? Nope, eigentlich nicht. Nach <strong>Wacken Winter Nights</strong>, <strong>Full Metal Mountain</strong> und spätestens nach der&nbsp;<strong>Full Metal Cruise</strong>, einer Metal-Kreuzfahrt, ist völlig klar, dass die Marke <strong>Wacken</strong> mit neuen Projekten immer abgefahrenere Wege geht. Ich muss zugeben: mein Ding wäre das nicht. Für viele andere hingegen, die ohnehin einmal im Jahr Malle besuchen, könnte das&nbsp;<strong>Full Metal Holiday</strong>&nbsp;das Nonplusultra sein.</p>
<p>Das <strong>Full Metal Mountain</strong> ist ein Format für eher sportlich versierte Besucher, während die <strong>Full Metal Cruise</strong> für ein gemütlicheres Klientel mit der etwas praller gefüllten Brieftasche gedacht ist. Das Festival auf Mallorca spricht nochmal eine andere Zielgruppe an – die energiegeladenen, feierwütigen, Strand und Sonne liebenden Menschen, denen eine Kreuzfahrt einfach zu ruhig wäre. So gesehen wird hier einfach nur das Angebot erweitert, damit für jeden etwas dabei ist. Es drängt sich nur die Frage auf: <strong>Ist das wirklich notwendig?</strong></p>
<p>Auf der einen Seite haben die entwickelten Konzepte bisher Erfolg gehabt. Solange es Leute gibt, die das Angebot wahrnehmen, haben die neuen Festivals sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Wer bin ich, den Leuten ihren Metal-Urlaub abzusprechen? Auf der anderen Seite zeichnet sich hier aber auch ein Trend ab, der mir sehr widerstrebt. Skifahren, chillen auf dem Sonnendeck, Birne zulöten auf der Insel – <strong>wen zum Henker juckt hier noch die Musik</strong>? Der Zirkus drumherum wird immer größer, während das, was ein Metal-Festival eigentlich ausmachen sollte – die Musik! – immer mehr ins Hintertreffen gerät. Es scheint, dass es gar keine Rolle mehr spielt, wer gebucht wird. Bei&nbsp;<strong>All Inclusive</strong>&nbsp;ist es doch vollkommen irrelevant, wer auftritt, oder?</p>
<p>Selbstverständlich muss man sich bei unserem <strong>Überangebot an Festivals</strong> eine Nische schaffen. Ein Alleinstellungsmerkmal finden, durch das man auffällt und die Konkurrenten aussticht. Allerdings werden allmählich Grenzen überschritten. Es wird immer abgehobener, immer wahnwitziger, und – schaut man sich einmal die Preise der <strong>Full Metal</strong>-Projekte an – immer teurer. Wo man früher warb „Das Festival mit den coolsten Bands und der schönsten Location, Hotelübernachtung inklusive!“, heißt es heute „Urlaub am Strand! Fressen frei! 4****-Hotels! Und, ach ja, fast hätten wirs vergessen – ein paar Bands sind auch noch da!“. Die Musik ist nicht mehr als ein <strong>Aufhänger</strong>, der dazu dient, den potentiellen Kunden zu suggerieren, dass es sich bei diesem Urlaub um etwas ganz Besonderes handelt – wo Metal drauf steht, muss schließlich auch Metal drin sein!</p>
<p>Es ist deshalb nicht das&nbsp;<strong>Full Metal Holiday</strong>&nbsp;als solches, das mich die die Stirn runzeln lassen. Es ist die Gesamtheit der neuen Projekte unter dem <strong>Wacken</strong>-Banner. Wo das <strong>W:O:A</strong> selbst noch durch seine Vielfalt an Bands glänzt, vermitteln die Ableger den Eindruck, auf Krampf als drölfzigstes Special-Festival, das die Welt noch nicht gesehen hat, in die Geschichte eingehen zu wollen. Ich werde diese Entwicklung mit Interesse weiter verfolgen. Ich bin ehrlich gespannt, was <strong>Wacken</strong> als nächstes aus dem Hut zaubert – mit einem <strong>Full Metal Field</strong> würde bestimmt niemand rechnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/parabelprinz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alex</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Es könnte einem so vorkommen, als würde ein Großteil der Metal-Gemeinde <strong>Wacken mittlerweile boykottieren</strong>. Oftmals werden die Wiesn, Partys am Ballermann und Kirmes zum Vergleich herangezogen. Dann fühlen sich alle mächtig überlegen, während sie in ihrer eigenen Kotze auf irgendeiner Mini-Veranstaltung ins Delirium hinübertreiben. Dass ICS jetzt eine Metal-Party auf Mallorca veranstaltet, könnte man dahingehend mit verschiedenen Prädikaten versehen: <strong>Konsequent, realitätsvergessen, strategisch unklug</strong>. Doch warum sollte es keine Alternative zu den „Acker-Festivals“ geben? Die Welt bereisen und nebenbei Musik hören? Eigentlich ein guter Deal.</p>
<p>Es gibt jedoch <strong>in unserer Szene zwei Probleme</strong>. Zum einen das böse Wörtchen <strong>“Kommerz”</strong>. Die Preise für Veranstaltungen wie Full Metal Cruise (min. 1199 Euro) und jetzt Full Metal Holiday (min. 1129 Euro) sind straff – verglichen mit normalen Festivalpreisen. Das Problem: Der Grundpreis einer solchen Veranstaltung, die Reise an sich, macht ja bei weitem den größten Teil der Kosten aus. Klar, diese Schiffsfahrt &#8211; selbe Route, selbe Zeit, selbe Kabine &#8211; wäre eigentlich billiger zu haben! Selbiges wird vermutlich auch für das Zimmer im 4-Sterne-Hotel auf Mallorca gelten. Dabei vergisst man aber den <strong>logistischen Aufwand</strong>, der dahintersteckt. Wenn man dieses Konzept als Kommerz betitelt, sollte man auch Sommerurlaub boykottieren. ICS hat einfach festgestellt, dass Leute in Wacken ihren Sommerurlaub verbringen. Wieso soll man also nicht versuchen, beides zu ermöglichen &#8211; <strong>richtigen Urlaub UND Festival</strong>? Und damit dann natürlich auch Geld verdienen.</p>
<p>Das andere Problem ist die <strong>Überheblichkeit</strong>. Es gibt eine Riege von Kleingeistern, deren Kosmos zu beengt ist, um sich vorstellen zu können, dass es auch Menschen gibt, die nicht mehr in ihrer mit Bandpostern tapezierten Studentenbude hocken und <strong>am Schrein von Dimebag Darell beten</strong>. „Es gibt auf Wacken noch andere Dinge als Bands auf ganz normalen Bühnen? Was hat das noch mit Metal zu tun?!“</p>
<p>Ich verstehe die Frage überhaupt nicht. <strong>Was genau</strong> ist an einer Kreuzfahrt mit Frei-Suff und Bühnen überall <strong>nicht Metal</strong>? Dürfen Metaler nicht auch mal in den Urlaub fahren? Oder im Alter mal ein wenig Komfort haben wollen? Ich kenne überhaupt nur eine kleine Anzahl von Menschen, die einem Lebensstil folgt, den man mit dem <strong>Prädikat „Metal“</strong> versehen könnte. (Gibt es das überhaupt?) Ich spreche mich stets für Wacken aus, da es Jahr für Jahr eines der besten Festivals ist. Kleine Festivals KÖNNEN besser sein &#8211; die wenigsten sind es.&nbsp;</p>
<p>Ich sehe Full Metal Holiday nur <strong>aus Marketing-Sicht problematisch</strong>. Das hängt mit den genannten Verallgemeinerungen zusammen: Mallorca = Ballermann und ICS = Wacken. Ist Wacken jetzt dementsprechend also WIRKLICH mit dem Ballermann gleichzusetzen? Tatsächlich liegt <strong>das Hotel</strong> Iberostar Club Barca jedoch <strong>an der Südostküste der Insel</strong>, die weniger touristisch geprägt und landschaftlich hoch attraktiv ist &#8211; und <strong>nichts mit dem Ballermann zu tun hat</strong>.</p>
<p>Was man zudem nicht vergessen darf: Diese Veranstaltungen <strong>sind nicht Wacken</strong>. Wacken ist immer noch dieses Festival auf dem Acker im Norden. Full Metal Holiday wird nur von der selben Firma durchgeführt. Nicht das Festival ist also “Ballermann”, sondern <strong>das Know-How</strong> dieser Leute steckt jetzt in einer neuen Veranstaltung.</p>
<p>Übrigens: “Destination Mallorca” drückt aus, dass noch andere Orte dazukommen werden. Das wird hier also <strong>kein “Wacken auf Malle”</strong> sondern ein wirkliches “Reise-Urlaubs-Festival”.</p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-16-wacken-goes-malle/">Senf der Woche #16 &#8211; WACKEN GOES MALLE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.2: Schleswig-Holstein II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2017 07:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-07-2-schleswig-holstein-ii/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.2: Schleswig-Holstein II</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Festivals im Frühjahr, Herbst und Winter mögen ja eine nette Sache sein, doch das wirklich rege Festival-Treiben spielt sich im Sommer ab. Dasselbe gilt auch für Schleswig-Holstein: Sieben Festivals im Zeitraum Oktober bis Mai stehen sieben Festivals in den Sommermonaten Juni bis September gegenüber. Mit Freuden präsentiere ich euch die Open Airs des Nordens – und eins kann ich euch versprechen: diese haben es in sich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das ultimative Flaggschiff: Wacken Open Air</h2>
<p>Wer beim Ausbleiben DES Metalfestivals schlechthin letzte Woche mit plötzlich eintretender Schnappatmung zu kämpfen hatte, kann jetzt beruhigt durchatmen. Das Flaggschiff Schleswig-Holsteins ist zeitgleich das Flaggschiff Deutschlands, wenn nicht sogar ganz Europas. Nicht nur Metalheads ist das <strong>Wacken Open Air</strong> ein Begriff. Selbst die 80-Jährigen, schimpfenden Greise im hinterletzten Dorf dürften mittlerweile vom größten Festival Deutschlands gehört haben. Entstanden ist das Anfang August stattfindende <strong>Wacken Open Air</strong> im Jahr 1990, bot damals sechs Bands eine Bühne und lockte 800 Besucher an. 1992 war man schon bei 26 Bands und 3.500 Besuchern angekommen; von da an gab es kein Halten mehr: vor zehn Jahren erfolgte der erste Ausverkauf bei 72.000 Besuchern, mittlerweile ist das Festival bei ca. 85.000 Gästen und über 150 auftretenden Bands auf unzähligen Bühnen angekommen.</p>
<p>Wer in Wacken spielt? Die Frage sollte lauten: Wer nicht? Beinahe jede größere Metalband, die etwas auf sich hält, ist schon einmal Teil des Spektakels geworden. Und auch bedeutende Bands wie <strong>RAMMSTEIN</strong>, die sich nicht im reinrassigen Metal-Bereich bewegen, schaffen es immer wieder auf das Festival. Daneben geben sich natürlich auch die Ikonen unseres Zeitalters die Ehre. <strong>IRON MAIDEN</strong>, <strong>SLAYER</strong>, <strong>MOTÖRHEAD</strong> und viele, viele weitere haben es sich nicht nehmen lassen, die gigantischen Menschenmassen mit ihrer Musik zu beschallen. Ein Ende ist nicht in Sicht, stattdessen stellt sich eigentlich nur eine Frage: Wie groß kann dieses Festival denn noch werden?</p>
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<h2>Ab ins Kühlhaus: Breeding Festival</h2>
<p>Kontrastprogramm! Nach dem größten und ältesten Event des Schleswiger Festivalsommers, stelle ich euch nun das kleinste und jüngste der heutigen Ausgabe vor. Vor fünf Monaten, im September 2016, erblickte das <strong>Breeding Festival</strong> im <strong>Kühlhaus Flensburg</strong> das Licht der Welt. Mit dem Ziel, die etwas eingeschlafene Flensburger Metalszene wieder wachzurütteln, veranstaltete man das zweitägige <strong>Breeding Festival Vol. 1</strong> und zog dabei insgesamt 300 Besucher vor die Bühne. Die Konzerte spielen sich im Innenbereich des Kühlhauses ab, während der restliche Festivalbetrieb im Gartenbereich stattfindet.</p>
<p>Das Billing des noch jungen Festivals besteht aus überregionalen Bands und solchen, die aus Flensburg stammen. Die 15 Bands der letzten Veranstaltung sind hauptsächlich Vertreter des Metalcore, Hardcore und Death Metal. Daneben waren auch einzelne Bands aus den Bereichen Heavy Metal, Grunge, Hardrock, Stoner und Alternative mit dabei. Beispielhaft für auftretende Bands lassen sich <strong>CRY MY NAME</strong>, <strong>HYDROPHOBIC</strong>, <strong>DECLARE YOUR FUNERAL</strong>, <strong>ANIME TORMENT</strong> und <strong>METHODS OF MASSACRE</strong> anführen. Und weil die Resonanz von Bands und Besuchern so positiv war, fassen sich die Veranstalter ein Herz und machen weiter – mit <strong>Vol. 2</strong> am 08. und 09. September 2017.</p>
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<h2>Die alte Schule: Headbangers Open Air</h2>
<p>Als reines Oldschool-Festival sieht sich das <strong>Headbangers Open Air</strong> in Brande-Hörnerkirchen bei Itzehoe. Alt ist übrigens das richtige Stichwort, handelt es sich doch um das zweitälteste Festival Schleswig-Holsteins, gleich nach dem <strong>Wacken Open Air</strong>. 1998 wurde das Festival als Sommerfest des <strong>Ballroom Hamburg</strong> veranstaltet, wurde anschließend jährlich fortgesetzt und feiert dieses Jahr das Jubiläum zum <strong>20. Headbangers Open Air</strong>. Als Gelände dient ein ehemaliger, teils abgebrannter Bauernhof im Grünen, zum Campen halten umliegende Wiesen her.</p>
<p>Was genau macht das Festival eigentlich so &#8222;Oldschool&#8220;? Die auftretenden Bands, respektive ihre Genres: Wer Power, Speed, Thrash, NWoBHM, Hardrock und Doom spielt, ist auf dem Festival gern willkommen. Vehement abgelehnt wird hingegen alles, was mit Nu, Core, Alternative, Black oder ähnlich von den Wurzeln entfremdetem Zeug zu tun hat. Die Erlaubnis zum Spielen erteilt, bekamen in den letzten Jahren u.a. <strong>ARMORED SAINT</strong>, <strong>SACRED REICH</strong>, <strong>D-A-D</strong>, <strong>DEATH ANGEL</strong>, <strong>WARLORD</strong> und <strong>GRAND MAGUS</strong>. Und auch dieses Jahr wird mit Truppen wie <strong>LOUDNESS</strong>, <strong>SANCTUARY</strong> und <strong>PRETTY MAIDS</strong> wieder einiges geboten. Fans der &#8222;klassischen&#8220; Metalgenres sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, das Jubiläum des <strong>Headbangers Open Air</strong> Ende Juli auf ihre Agenda zu setzen und sich zu den 1000 bis 2000 anderen Besuchern zu gesellen.</p>
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<h2>Zehn Bands auf zwei Bühnen: Meltdown Festival</h2>
<p>Zwei Bühnen bei zehn auftretenden Bands? Braucht man das? Vielleicht nicht unbedingt, aber einem entspannten Umbau ist das ungemein förderlich. Das eintägige <strong>Meltdown Festival</strong>, das Anfang September stattfindet, begann 2012 in Schleswig mit einer Bühne im Indoor- und einer Bühne im Outdoorbereich. 2016 erfolgte zur fünften Auflage der Umzug nach Schuby und gleichzeitig die Transformation zum reinen Open Air mit zwei Bühnen an der frischen Luft. Einmal mehr ist das Ziel der Veranstaltung, die Metalkultur im Underground etwas anzukurbeln und als eher lokales Festival angesehen zu werden.</p>
<p>Mit dabei sind dementsprechend immer einige Bands aus der Region, aber auch zunehmend häufiger solche aus dem Ausland. Man versucht, ein gemischtes Programm aufzufahren, das verschiedene Genres bietet, von Heavy, Power, Black, Death, Speed und Thrash Metal bis hin zum Hardcore und Punk. Auch <strong>NEGATOR</strong>, <strong>PARAGON</strong>, <strong>BLIZZEN</strong>, <strong>BIO-CANCER</strong> und <strong>CROSSPLANE</strong> waren schon mit von der Partie. Das <strong>6. Meltdown Festival</strong> steigt am 02. September 2017, wenn wieder etwa 1000 Besucher erwartet werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14192 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Meltdown-2016-Flyer-A6-e1486555157561.jpg" alt="" width="856" height="1200">
<h2>Rock im Wikingerland: Baltic Open Air</h2>
<p>Das <strong>Baltic Open Air</strong> bildet das zweitgrößte Festival des Landes. 2011 begann das Open Air als eintägiges &#8222;Classic-Rock-Festival&#8220; mit fünf Künstlern und warb mit dem Auftritt von <strong>JOE COCKER</strong>. 2012 durften dann immerhin schon <strong>DORO</strong> und <strong>TORFROCK</strong> ran; seitdem bietet das Festival jedes Jahr einige Namen mehr, die auch in der Metalszene einigermaßen bekannt sind. Alles in allem handelt es sich trotzdem eher um ein Rockfestival, das lediglich einen leichten Einschlag in Richtung Metal aufweist. Das Konzept geht auf, kann die seit 2013 über zwei Tage stattfindende Veranstaltung mittlerweile über 10.000 Besucher aufweisen. Aufgrund des Andrangs zieht die Veranstaltung dieses Jahr zum <strong>Wikingerland Hadeby</strong> um, um noch mehr Besuchern Platz bieten zu können.</p>
<p>Viele der Ende August auftretenden Bands spielen Rock ´n´ Roll, Heavy Rock und Ähnliches. Daneben finden auch einige Bands der &#8222;leichteren&#8220; Metalgenres Platz und bieten so für den einen oder anderen Metalhead der Region einen Grund, dem Event einen Besuch abzustatten. 2016 standen neben <strong>AIRBOURNE</strong>, <strong>WITHIN TEMPTATION</strong> und <strong>SUZI QUATRO</strong> deshalb auch Künstler wie <strong>DIRKSCHNEIDER</strong>, <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>J.B.O.</strong> oder <strong>HÄMATOM</strong> auf der Bühne. Dieses Jahr treten neben <strong>DORO</strong>, <strong>SALTATIO MORTIS</strong> und <strong>IN EXTREMO</strong> auch – Achtung, Stirnrunzler incoming – die umstrittenen <strong>FREI.WILD</strong> auf. Nicht unbedingt das richtige Programm für den Vollblut-Metaller, wohl aber für Gelegenheitshörer und diejenigen, die von Rockmusik angetan sind.</p>
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<h2>Gelobt sei der Folk! Hörnerfest</h2>
<p>Oben durftet ihr bereits vom <strong>Headbangers Open Air</strong> lesen. Ein erfolgreiches Festival schien den Veranstaltern aber nicht zu reichen, schließlich brachten sie fast zehn Jahre nach dem Debüt ihres ersten Festivals das <strong>Hörnerfest</strong> an den Start. Dieses entstand aus der Mittelalternacht des <strong>Ballroom Hamburg</strong> und findet nun auf demselben Gelände wie das <strong>Headbangers Open Air</strong> statt. Mit 1000 bis 2000 Besuchern hat das Festival auch dieselbe Größe wie das große Brüderchen erreicht. 2016 war das <strong>Hörnerfest</strong> sogar zum ersten Mal ausverkauft.</p>
<p>Einen großen Unterschied zwischen den beiden Open Airs gibt es jedoch: die musikalische Ausrichtung. Hier handelt es sich nämlich nicht um ein Oldschool-Festival, sondern … Naja, eigentlich ja doch, oder ist Mittelalter nicht auch irgendwie &#8222;oldschool&#8220;? Abgesehen vom angemessenen Beiwerk mit Gauklern, Axtwerfen und Feuershows, folgt jedenfalls auch die Musik dem quasi mittelalterlichen Motto. Von reiner Mittelaltermarktmusik über Paganfolk, Folkrock, und Speedfolk bis hin zum Folk, Pagan und Folk Black Metal ist alles dabei, was folkige Instrumente einsetzt. Viele der auftretenden Bands sind im Folk-Bereich alles andere als unbekannt. Ich wage zu behaupten, dass von <strong>FEUERSCHWANZ</strong>, <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>VERSENGOLD</strong>, <strong>SKYFORGER</strong> oder <strong>ENSIFERUM</strong> die meisten Folk-Fans schon einmal gehört haben. Am 30.06. und 01.07.2017 geht der Spaß in die nächste Runde.</p>
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<h2>Das ersehnte Comeback: Kalifornia Crossing</h2>
<p>Unser letztes Festival der heutigen Ausgabe war einige Zeit von der Bildfläche verschwunden. Das <strong>Kalifornia Crossing Festival</strong> debütierte 2014 in Holm, um danach gleich zwei Jahre auszusetzen, da sich eine passende neue Location nicht finden ließ. 2017 kehrt das Festival nun endlich zurück und feiert, drei Jahre nach dem Debüt, seine zweite Auflage am Plöner See. Das familiäre Festival ist auf 500 Besucher limitiert und legt großen Wert darauf, nicht allzu viele Leute anzuziehen. Wachsen dürfen die anderen – hier bleibt man unter sich.</p>
<p>Getreu dem Motto &#8222;familiär bleiben&#8220;, holt man keine großen Headliner ran. Stattdessen setzt sich das Billing hauptsächlich aus Underground-Bands zusammen, die Stoner und Psychedelic Rock spielen. 2014 waren neben vielen weiteren auch <strong>LIBIDO FUZZ</strong>, <strong>WARP RIDERS</strong>, <strong>BUDDHA SENTENZA</strong> und <strong>BONE MAN</strong> mit an Bord. 2017 geht es erneut zur Sache – 20 Bands machen sich während des 30.06. und 01.07.2017 auf zwei Bühnen am Plöner See breit, um das <strong>Kalifornia Crossing Festival</strong> zu einem erfolgreichen Comeback zu führen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14196 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Kalifornia-Crossing.jpg" alt="" width="678" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Kalifornia-Crossing.jpg 678w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Kalifornia-Crossing-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" />
<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Schleswig-Holstein Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Sage und schreibe 14 Festivals hat das Bundesland im Norden zu bieten. Ob es sich lohnt, in Schleswig-Holstein Festivalgänger zu sein? Ohne Wenn und Aber!</p>
<p>Das vielleicht bekannteste Festival der Welt ist hier zu Hause. Familiäre Underground-Festivals, Benefizveranstaltungen und winterliche Festivals mit Hotelübernachtungen werden geboten. Folk-Musik, klassischer Heavy Metal, daneben Stoner und Psychedelic, für die weniger zart Besaiteten auch Thrash und Death Metal, dazu eine Portion Metalcore und Rock links und rechts des Weges. Ganz zu schweigen von vielseitigen Veranstaltungen wie dem <strong>Metal Hammer Paradise </strong>und natürlich dem riesigen Angebot des <strong>Wacken Open Air</strong>. Was gibt es hier oben nicht?</p>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt kann kein Bundesland Schleswig-Holstein das Wasser reichen. Mit Festivals verschiedenster Größen und Metal verschiedenster Subgenres übernimmt das siebente Bundesland unserer Tour die Führung. Doch das kann sich ändern, denn mehr als die Hälfte der deutschen Bundesländer liegt erst noch vor uns. Nächste Woche geht es weiter – dann mit einem deutlich kleineren Bundesland.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-07-2-schleswig-holstein-ii/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.2: Schleswig-Holstein II</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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