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	<title>Atmosphärisch Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Atmosphärisch Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>AETHERIAN &#8211; Athmosphäre und Energie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2017 11:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freunde der atmosphärischen Beschallung aufgepasst! Hier sind AETHERIAN aus Griechenland. Mit ihrem neuen Album „The Untamed Wilderness“ kommt eine frische Portion Melodic Death Metal auf den Tisch, die zum Träumen und Dahinschweben einlädt. MELODEATH DER EXTRASMOOTHEN ART Zugegebenermaßen war mir die 2013 ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h3><strong><strong><strong>AETHERIAN</strong></strong></strong> – &#8222;The Untamed Wilderness&#8220;</h3>
<p><strong><strong><strong>Veröffenlichungsdatum:</strong> </strong></strong>24.11.2017<br />
<strong><strong><strong>Dauer:</strong> </strong></strong>54:19<br />
<strong><strong><strong>Label:</strong> </strong></strong>Lifeforce Records<br />
<strong><strong><strong>Genre: </strong></strong></strong>Melodic Death Metal</div></div></div>
<p>Freunde der atmosphärischen Beschallung aufgepasst! Hier sind <strong>AETHERIAN</strong> aus Griechenland. Mit ihrem neuen Album „The Untamed Wilderness“ kommt eine frische Portion Melodic Death Metal auf den Tisch, die zum<strong> Träumen</strong> und <strong>Dahinschweben</strong> einlädt.</p>
<h2>MELODEATH DER EXTRASMOOTHEN ART</h2>
<p>Zugegebenermaßen war mir die 2013 gegründete Band zuvor gänzlich unbekannt – was mitunter daran liegen könnte, dass „The Untamed Wilderness“ ihr erstes <strong>full-length-Release</strong> ist. Fans von Bands wie <strong>BE’LAKOR</strong>, <strong>COUNTLESS SKIES</strong> oder auch <strong>INSOMNIUM</strong> sollten aber auf jeden Fall&nbsp;mal reinhören. Die Musik, die die Griechen machen, ordnet sich nämlich genau in diese Schiene ein: Over the top atmosphärischer, melodischer Death Metal, der (besonders) den geduldigen Hörer einzuhüllen und in sich hineinzuziehen weiß. Zwischen <strong>hypnotischen</strong> Melodien und raumerfüllenden Gitarren zeigt sich sogar der eine oder andere ohrenschmeichelnde <strong>Akustikpart</strong>. Die perfekte Musik für Autofahrten über nächtlich umnebelte Landstraßen oder leicht angeschwipste Abende mit Kerzenlicht und Rotwein (aber bitte nicht beide Optionen kombinieren).</p>
<p><iframe title="Aetherian - The Rain (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Ijn9EZSlJAM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Akustikgeplänkel und melancholieinduzierte Gitarrenmelodien sind bei Weitem aber nicht alles, was „The Untamed Wilderness“ zu bieten hat. Zu wuchtigen, <strong>energiegeladen</strong>, ja nicht selten anhaltend schnellen und nach vorne stoßenden Auswüchsen bäumt sich die Musik auf, immer jedoch unter respektvollem Aufrechterhalten der Atmosphäre und des hineinziehenden Feelings. Alles in allem ist es relativ schwer, sich nicht in dieser Musik zu <strong>verlieren</strong>. Ich gehe mal davon aus, dass das mitunter das Ziel der Gruppe bei der Kreation dieses Albums war. Dennoch muss ich sagen, dass das meinen Job als Begutachter und Bewerter der Sache nicht gerade vereinfacht hat. Es waren schon einige <strong>Durchläufe</strong> mehr von Nöten, dieses Album in seiner Gesamtheit erfassen zu können, ohne zu sehr abzudriften. „Eben mal so“-Hören ist nicht.</p>
<h2>GIBT ES DENN AUCH NEGATIVE KRITIK?</h2>
<p>Leider ja. Ich muss sagen, dass das Album bei Weitem nicht auf allen Boxen und/oder Kopfhörern funktioniert. Soll heißen, wer es in seiner vollen Wirkung genießen möchte, sollte schon mit etwas <strong>hochwertigerem Gear</strong> ausgestattet sein. Weiterhin kriegt man trotz ohenschmeichelnder Töne nach ein paar Songs irgendwie das Gefühl, das musikalische Schema leide doch etwas unter <strong>Abwechslungsmangel</strong>. Dazu kommt noch, dass sich nichts wirklich spürbar von der Musik oben genannter Konsorten <strong>abhebt</strong> – <strong>AETHERIAN</strong> sind lediglich eine weitere Band, die solchen Sound machen. Kann man natürlich begrüßen und supertoll finden, muss man aber nicht unbedingt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vereinte Dualität &#8211; Schammasch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2017 06:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphärisch]]></category>
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		<category><![CDATA[EP]]></category>
		<category><![CDATA[Prosthetic Records]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SCHAMMASCH – The Maldoror Chants: Hermaphrodite Veröffentlichungsdatum: 09.06.2017 Dauer: 30 Min. Label: Prosthetic Records Stil: Doom / Ambient / Black Metal Auf die Schweizer Band SCHAMMASCH wurde ich 2010 ziemlich zeitgleich mit dem Release ihres Debütalbums &#8222;Sic Lvceat Lux&#8220; aufmerksam. Das damals ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SCHAMMASCH</strong> – The Maldoror Chants: Hermaphrodite<br />
Veröffentlichungsdatum: 09.06.2017<br />
Dauer: 30 Min.<br />
Label: Prosthetic Records<br />
Stil: Doom / Ambient / Black Metal</p>
<p><span id="more-18800"></span></p>
<p>Auf die Schweizer Band <strong>SCHAMMASCH</strong> wurde ich 2010 ziemlich zeitgleich mit dem Release ihres Debütalbums &#8222;Sic Lvceat Lux&#8220; aufmerksam. Das damals als Trio agierende Bandkonstrukt rund um Initiator <strong>Chris S.R.</strong> leitet seinen Namen vom babylonischen Sonnengott Shamash ab und legte schon damit den Grundstein für Musik, welche inhaltlich stets die Verbindung des eigenen Seins zum Metaphysischen sucht.</p>
<p>Geboten wurde versierter Black/Death Metal irgendwo in der Schnittmenge zwischen neueren <strong>BEHEMOTH</strong> und <strong>SECRECTS OF THE MOON </strong>zu &#8222;Carved&#8230;&#8220; und &#8222;Antithesis&#8220;-Zeiten. Das war damals ziemlich gefällig. Der Sound von <strong>SCHAMMASCH</strong> wandelte sich jedoch über die beiden Nachfolgerwerke &#8222;Contradiction&#8220; und &#8222;Triangle&#8220;, welche absolut ambitionierte Platten waren, hinweg hin zu einem eher experimentelleren Ansatz, irgendwo in der Schnittmenge aller düsteren Musikstile, auch teils fernab des Metals mit Elementen des Ambients, der traditionellen, spirituellen wie auch ethnischen Musik.</p>
<p>Die neue EP &#8222;The Maldoror Chants: Hermaphrodite&#8220; führt diesen Weg konsequent fort und möchte laut Promoschreiben eher erzählen statt zu besingen. Eher zum Erforschen einladen, anstatt klare musikalische Strukturen vorzugeben. Dies klingt nach einem interessanten Ansatz und einem hohen Anspruch. Wird dieser erste Teil einer zukünftigen Reihe von Maldoror-Gesängen dem gerecht?</p>
<h3>Die Last des Geheimen</h3>
<p>Bevor wir zur eigentlichen Musik kommen, möchte ich noch ein paar überaus interessante Hintergründe zur behandelten Thematik aufzeigen. &#8222;The Maldoror Chants&#8220; bezieht sich auf das Werk &#8222;Les Chants de Maldoror&#8220; des französischen Dichters <strong>Lautréamont</strong> aus dem Jahr 1874 und hatte großen Einfluss auf den sich damals noch in der Entstehungsphase befindlichen Surrealismus. Der &#8222;Maldoror&#8220; bezeichnet dabei die Inkarnation des Bösen, einen gefallenen Erzengel, der den Menschen in ihrer Blindheit und Zerstörung voller Hass und Abscheu den eigenen Spiegel vorhält. Der Hermaphrodite, der zwiegeschlechtliche Aspekt wiederum ist ein Nebenschauplatz aus oben genanntem Werk. Zwei gegensätzliche Welten, die sich auch hier vereinen wollen.</p>
<p>Wenn man sich den thematischen Rahmen dieser EP bewusst macht, passt die gebotene Musik wie die Faust aufs Auge. In gut 30 Minuten entfaltet sich eine Kaskade dunkler Klangkonstrukte, die teils zu verschwimmen scheinen, teils klar herausstechen und dich in die heraufziehende Finsternis geleiten.</p>
<p>Während im <em>&#8222;Prologue&#8220;</em> Gitarrenwände heranwehen und sich wieder zurückziehen und von hintergründigen Flüstern unterstützt werden, spielt sich <em>&#8222;The weighty burden of an eternal secret&#8220;</em> in Hypnose und Trance. Bis ein erster Ausbruch mit Double-Bass und einer fiesen Leadgitarre die metallischen Elemente in den Vordergrund stellt. Der Gesang bleibt dabei stets rezitierend, kontrolliert und dennoch Unheil verkündend. Die erste Hälfte der EP folgt diesem Schema mit Bestimmtheit und stellt somit ein Paradebeispiel metallischen Ambientes dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h3>&nbsp;</h3>
<h3>&#8222;Dieses gar heilige Geflecht &#8230;&#8220;</h3>
<p><em>&#8222;These tresses are sacred&#8220;</em> dient als äußert stimmige Brücke. Bewahrt die düstere Stimmung, verfeinert sie mit leichten Gitarrentupfern und leitet in die zweite, mehr vom Metal dominierte Hälfte des Werkes ein. Diese startet mit <em>&#8222;May his illusion last until dawn´s awakening&#8220;</em> in bedrohlich dissonanten Tönen, die mich ein wenig an <strong>DEATHSPELL OMEGA,&nbsp;</strong>wie auch Teile des eigenen Vorgängersalbums &#8222;Triangle&#8220; erinnern. Über dem dichten Instrumentalgewand thront der rezitierende Sprech von<strong> C.S.R.</strong>, der durch chorale Sänge zusätzlich gestärkt und vortrefflich unterstützt wird. Einige kleine rhythmische Spielereien im Gitarrenspiel, wie auch der Schlagzeugarbeit, zeigen den im aktuellen Werk doch deutlich zurückgenommenen technischen Ansatz von <strong>SCHAMMASCH</strong> auf. Die Band weiß, was sie kann!</p>
<p>Mit <em>&#8222;Chimerical Hope&#8220;</em> setzen unerwartet Blast-Beats ein und entführen in Black Metal-Gefilde. Das wohl &#8222;klassischste&#8220; Stück auf dieser EP. Dies stellt einen starken und absolut effektiven Kontrast zum restlichen Songmaterial dar, welches alle Trademarks enthält, die <strong>SCHAMMASCH</strong> in der Schnittmenge des Black/Death Metal so stark machen. Stürmisch, episch und hart &#8211; mit anderen Worten: Grandios!</p>
<h3>Die Reise ins Unbekannte</h3>
<p><em>&#8222;Do not open your eyes&#8220;</em> wurde im vorangegangenen Stück programmatisch gesungen und entführt ein letztes Mal in Tiefen jenseits weltlichen Erlebens. Der metallische Ansatz vereint sich hier noch einmal auf gekonnt umgesetzte Art und Weise mit dem hypnotischen Ambient und wird von einer epischen Leadgitarre begleitet. Die EP wird damit stimmig abgerundet und wirkt auf mich, trotz ihres tranceartigen Charakters, äußert kurzweilig.</p>
<p>All diese Eindrücke werden von einer ausgewogenen Produktion abgerundet, welche sehr tief, weit und dennoch glasklar klingt. Die Gitarren sind zumeist extrem tiefgestimmt und braten ordentlich an. Das akzentuierte Drumming bekommt genug Raum und auch die entmetallisierten Stilelemente finden ihren Platz im Gesamtmix.</p>
<p>Somit stellt für mich der erste Teil der Maldorianischen Gesänge einen sehr gelungenen Einstand dar, der Lust auf die Fortführung des Konzeptes macht. Doch wie Bandkopf <strong>C.S.R.</strong> betonte, gilt es, in Zukunft nur das Unerwartete zu erwarten. Die Reise wird weitergehen &#8230;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/CYnXG0ueKcc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://schammasch.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://schammasch.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/SCHAMMASCH/">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Welch hässliches Cover! &#8211; Rapheumets Well</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 06:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>RAPHEUMETS WELL – Enders Door Veröffentlichungsdatum: 26.05.2017 Dauer: 61 Min. Label: Test Your Metal Records Genre: Epic Symphonic/Progressive Metal „Welch hässliches Cover!“ So mein erster Gedanke, nachdem ich mir dieses interessant anmutende Album aus der Review-Cloud geholt hatte. RAPHEUMETS WELL aus Hickory, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.facebook.com/Rapheumetswell/"><strong>RAPHEUMETS WELL </strong></a>– Enders Door<br />
Veröffentlichungsdatum: 26.05.2017<br />
Dauer: 61 Min.<br />
Label: Test Your Metal Records<br />
Genre: Epic Symphonic/Progressive Metal</p>
<h2><strong>„Welch hässliches Cover!“</strong></h2>
<p>So mein erster Gedanke, nachdem ich mir dieses interessant anmutende Album aus der Review-Cloud geholt hatte. <strong>RAPHEUMETS WELL</strong> aus Hickory, North Carolina,&nbsp;eine Band, von der ich nie zuvor etwas gehört hatte – und somit hatte ich bis dahin auch keine Ahnung, was auf mich zukommen würde.</p>
<p>Erstes Lied angeschmissen – robo-dämonische Geräusche leiten es ein. Und dann: Scheinbar düsterer, gekünstelter Symphonic Black Metal ist es, womit ich es hier zu tun habe. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=F9cqKafnUrk"><strong>DIMMU BORGIR</strong></a> sind ein guter Anhaltspunkt, falls es einem nach Vergleichen gelüstet. Doch! Etwas stört von Anfang an. Und zwar der Sound. Das Schlagzeug klingt wie ein billig programmierter Drum-Computer. Die Schläge der Bass Drum hören sich an, als würde jemand auf einem Übungspad aus Gummi spielen. Dazu sind sie noch viel zu laut, nehmen viel zu viel Platz im Gesamtbild ein. Diese flachgeratene Ohrenzumutung von einem Drum-Sound macht den Song, zumindest für mich, leider quasi unhörbar.</p>
<p>Doch dann! Nach einem zugegeben schönen Klavier-Interlude als zweitem Track ist plötzlich alles anders. Die Musik hält sich zwar im gleichen Schema (plus etwas spacy Atmosphäre), doch der Sound ist ein ganz anderer. Nicht perfekt, aber alles fügt sich passend in ein gewollt erscheinendes Soundbild ein. Liegt eventuell nur daran, dass das flach klingende Schlagzeug nicht mehr so laut ist. Jetzt ist es sogar schon fast passend.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/f7RPNXCtxQc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und der Drummer ist gut. Nicht selten trommeln seine Füße um die 300-BPM-Grenze herum. Gleich mal ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MZbQ3yfb_7I">Live-Video</a> reingezogen, und der kann das auch wirklich. Was es sonst noch zur Musik zu sagen gibt: Oftmals werden die Growls/Screams von hellem Frauengesang abgelöst, manchmal sogar von einem (unpassenderem) männlichen Pendant dazu. Düstere Atmosphäre-Parts mit Keyboard-Akkorden und (der gleichen) Frauenstimme als Träger wechseln sich mit erwähntem schnellen Sympho-Black ab. All dies immer im Zeichen einer gewissen Erhabenheit. Ein Vergleich zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rBqaWfnCRZE"><strong>SHADE EMPIRE</strong></a> wäre auch nicht fehl am Platz. Dramatische, opernhafte Song- und Albumstrukturen sind auch etwas, das nach und nach immer klarer durchscheint. Dazu gibt es noch gelegentlich spacy-davonfliegende Gitarrensoloparts. Ein gutes Beispiel: <em>„Ghost Walkers Exodus“</em> verbindet alle in diesem Abschnitt genannten Aspekte miteinander, und ist zusätzlich dazu auch noch ein wirklich guter Song.</p>
<p>Ab diesem fällt es allerdings relativ schwer, die Lieder auseinanderzuhalten. Alle verwenden sie die gleichen Elemente, und alle auf nicht allzu unterschiedliche Art und Weise.</p>
<p>Was gibt es dazu noch mehr zu sagen? Wer Blastbeats, Dramatik und Atmosphäre zugleich mag, bitte sehr! Ich habe eine neue Band für dich! Auf wen ein nicht perfekter Sound sofort abstoßend wirkt: Besser die Finger davon lassen. Musikalisch würde ich dem Werk eine 7 von 10 geben, was das technische Können der Musiker angeht, irgendwas zwischen 8 und 10. Dem Sound eine 4 oder 5. Dem Cover eine 2 von 10. Die Gesamtnote ist dann bestimmt eine 6 von 10 oder so.</p>
<p>Offizielle Bandcamp-Seite gibt&#8217;s <a href="https://rapheumetswelltym.bandcamp.com/">hier</a>, und im Buch der tausend Gesichter findet man die Band <a href="https://www.facebook.com/Rapheumetswell/">hier</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/welch-haessliches-cover-rapheumets-well/">Welch hässliches Cover! &#8211; Rapheumets Well</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Kitshickers &#8211; wie man ein eigenes Süppchen kocht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 13:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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		<category><![CDATA[Atmosphärisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Yann Dalscheid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob sie überhaupt zum Metal zählen, darüber sind sich die Jungs von KITSHICKERS selbst nicht sicher. Klar ist dagegen, dass die luxemburgische Formation mit fast 20 Jahren Aktivität zu den dienstältesten Vertretern der härteren Klänge im Ländchen zählt. Anlässlich des neuesten Streichs ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob sie überhaupt zum Metal zählen, darüber sind sich die Jungs von <strong>KITSHICKERS</strong> selbst nicht sicher. Klar ist dagegen, dass die luxemburgische Formation mit fast 20 Jahren Aktivität zu den dienstältesten Vertretern der härteren Klänge im Ländchen zählt. Anlässlich des neuesten Streichs &#8222;III.0&#8220;, haben wir die Exoten über ihre Historie, den aktuellen Werdegang und ihre kultigen Bandfotos befragt.</p>
<p>&#8222;Wir haben uns nichts zu beweisen&#8220;, erklärt Gitarrist <strong>Gilles Heinisch</strong> den Motivationsquell der Band. Klingt erst einmal komisch, ergibt aber bei näherer Betrachtung Sinn: &#8222;Uns bereitet es Freude, uns wöchentlich zur Probe zu treffen und gemeinsam kreativ zu sein. Da brauchen wir keinen Druck oder Derartiges, neues Material entsteht durch die Freude am Musizieren.&#8220; Eigentlich selbstverständlich, aber irgendwo ist eine solch bodenständige Herangehensweise auch sympathisch, wo doch im heutigen Musikgeschäft oft <strong>so viel über das Geschäftliche nachgedacht wird</strong>. Da gilt es dann, alle zwei Jahre ein Album fertigzustellen und sich auf Teufel komm raus anzubiedern und zu verkaufen. Müßiggang braucht man <strong>KITSHICKERS</strong> aber keinesfalls vorzuwerfen, ist der aktuelle Streich &#8222;III.0&#8220; doch schon das siebente Album der Band. &#8222;Mit unserer Vorgehensweise entsteht alle zwei oder drei Jahre ein Album, wobei wir da absolut nichts forcieren. Einmal hat sich die Sache wegen gesundheitlicher Probleme unseres Gitarristen <strong>Boris</strong> etwas aufgeschoben, ansonsten überbrücken wir kurzzeitige Ausfälle ohne größere Probleme. Wir sind fast alle Familienväter, und wenn da einmal jemand weniger Zeit hat, zieht sich derjenige kurz zurück, und wir arbeiten derweil trotzdem an unserem Material.&#8220;</p>
<p>Mit der losgelösten Arbeitsweise der Band geht auch das kreative Schaffen einher. Statt nämlich einzelne Lieder zu schreiben oder sich gar auf Single-Kandidaten und derlei Zeug zu konzentrieren, funktioniert Musik im Hause <strong>KITSHICKERS</strong> gänzlich anders: &#8222;Unsere Alben sind im Prinzip immer ein einziger großer Song. Den unterteilen wir natürlich sinnvoll, insbesondere jetzt auf dem neuen Album. Mit &#8222;III.0&#8220; findet nämlich ein Novum Einzug in die eigenwilligen Klangsphären der <strong>KITSHICKERS</strong>: Mit <strong>Yann Dalscheid</strong> setzt die ansonsten instrumental agierende Band nämlich auf einen festen Sänger. &#8222;Es ist ein für unsere Verhältnisse leicht verdauliches Album, weshalb sich Gesang einfach angeboten hat. Wir sind an <strong>Yann</strong> herangetreten, weil wir sein spezielles Timbre schätzen und auch jemanden am Mikro haben wollten, der neben dem Geschrei auch clean singen kann.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12883 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/527023_10151822315999540_945153378_n.jpg" alt="527023_10151822315999540_945153378_n" width="851" height="314" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/527023_10151822315999540_945153378_n.jpg 851w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/527023_10151822315999540_945153378_n-300x111.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/527023_10151822315999540_945153378_n-750x277.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 851px) 100vw, 851px" /></p>
<p>Wie sich herausstellen sollte, war das eine erhebliche Umstellung für die Band, deren <strong>jammig-instrumentale Herangehensweise</strong> sich über die Jahre als Alleinstellungsmerkmal herauskristallisiert hatte. &#8222;Am Anfang war es ein riesiger Schock. Wir haben auf der ersten Probe mit <strong>Yann</strong> alle bewusst auf den Gesang geachtet. Dabei ist es uns aber recht schnell so vorgekommen, als hätte er schon immer da gestanden.&#8220; Eher scherzhaft stellt sich also die Frage, ob der geneigte Hörer jetzt erstmals auch mitsingen kann. &#8222;Habe ich unterwegs hierher getan, als einer der Songs im Radio gelaufen ist&#8220;, stellt Gitarrist <strong>Boris Schiertz</strong> erheitert fest.</p>
<p>Dass die Band mit Neuzugang <strong>Yann Dalscheid</strong>, der auch bei den Lokalhelden von <strong>SCARRED</strong> am Mikro agiert, auch das Live-Feeling sucht, dürfte klar sein. &#8222;Wir haben schon eine Mini-Tour mit unseren Freunden von <strong>THE MAJESTIC UNICORNS FROM HELL</strong> hingelegt und auch in Luxemburg neben unserer Release-Show ein paar Konzerte gespielt. Um ein neues Album zu präsentieren, versuchen wir natürlich immer, uns etwas Zeit zu nehmen. Allgemein ist das aber schwieriger, weil wir alle arbeiten und Familien haben. Da ist eine grüne Spalte in Doodle immer eine kleine Sensation, auch wenn es ein Mittwoch ist&#8220;, scherzt die Band. Richtig fies ist es da, wenn Arbeit und Kunst direkt aufeinanderprallen. Gitarrist <strong>Boris Schiertz</strong> arbeitet nämlich in der Kulturfabrik – einer der größten Venues Luxemburgs. Da präsentiert sich auch gleich eine erste Anekdote: &#8222;Wir haben auf der finalen Ausgabe des Bang Your Head-Festivals gespielt, und da hieß es dann auch während des Soundchecks &#8218;<strong>Boris</strong>, kannst du hier mal eine Hand anpacken?&#8216;, <strong>so checkt sich der Sound umso entspannter.</strong>&#8220;</p>
<p>Während viele lokale Metalbands die besagte Kulturfabrik als Schlachtfeld für ihre Release-Party aussuchen, haben <strong>KITSHICKERS</strong> die Veröffentlichung ihres neuen Albums untypischerweise in den Rotondes in der Hauptstadt abgehalten. &#8222;Wir sind ja auch nur bedingt zu den Metal-Bands zu zählen&#8220;, greifen die Musiker ein späteres Thema vor. Das Programm ihrer Release-Show illustriert diesen Standpunkt aber ganz gut: &#8222;Wir wollten eine junge Band mit an Bord haben, um frisches Blut zu fördern, und haben uns dahingehend für <strong>THE KOOTERS</strong> entschieden. Wegen unserer Ausrichtung sollte auch eine rein instrumental agierende Band dabei sein, wobei die Auswahl hier auf unsere Weggefährten von <strong>THE MAJESTIC UNICORNS FROM HELL</strong> gefallen ist.&#8220; Insbesondere angesichts der <strong>KOOTERS</strong> dürften sich die Musiker auch etwas alt gefühlt haben. &#8222;Unser Schlagzeuger <strong>Nelson</strong> hat schon getrommelt, bevor die Kollegen von den <strong>KOOTERS</strong> überhaupt geboren waren. Da merkt man erst, wie die Zeit vergeht!&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12885 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o-1024x683.jpg" alt="13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/13490705_10154329806774540_3428984763983006487_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Ach, was reden wir hier von Alter? <strong>Nennen wir es doch eher Reife</strong>, denn diese strahlt das Songmaterial von <strong>KITSHICKERS</strong> zur Genüge aus. Dabei beackert die Band aber nicht ständig das gleiche Terrain. &#8222;Manchmal kommen Leute auf uns zu und sagen uns, sie hätten uns ein paar Jahre aus den Augen verloren und würden das neue Zeug gar nicht so richtig mit ihrem Bild von uns vereinen können. Wir werten das als Kompliment.&#8220;</p>
<p>Der stete Wandel trägt aber womöglich auch seinen Teil dazu bei, dass <strong>KITSHICKERS</strong> nie wirklich zu einem festen Bestandteil der luxemburgischen Metal-Szene geworden sind. Diese ist wohlgemerkt eher Thrash- und Death-lastig, wobei die Berührungspunkte der <strong>KITSHICKERS</strong> mit dem Metal eher im Prog- und Doom-Sektor anzusiedeln sind. &#8222;Es hat immer wieder Versuche gegeben, uns im Metal einzubetten, etwa als Rausschmeißer, um bei unserer eher atmosphärischen Musik gemütlich den Abend ausklingen zu lassen. Mit verschiedenen Metal-Bands, wie etwa <strong>DESDEMONIA</strong>, haben wir auch schon öfter gespielt. Wahrscheinlich bekommen wir jetzt eher einen Fuß in die Tür, weil <strong>Yann</strong> eben bei <strong>SCARRED</strong> brüllt und schon länger ein bekanntes Gesicht der Szene ist.&#8220;</p>
<p>Die Gesichter machen thematisch den Abschluss, denn diese zeigen die Jungs weniger gerne vor. Die meisten ihrer Bandfotos beinhalten nämlich untypische Spielereien und Motive. So etwa ein Foto, für welches die Band den Fotografen <strong>Jean-Luc Brausch</strong>, besser bekannt als &#8222;<strong>Schluck</strong>&#8222;, engagiert hat. &#8222;Wir wollten etwas mit der Blende herumspielen, um auch ohne Photoshop ein spezielles Foto zu erschaffen. Das hat glatt einen ganzen Abend gekostet. Bei einem anderen Foto hatte <strong>Yann</strong> die Idee, dass wir einfach alle nach oben schauen und springen.&#8220; Ein Blickfang ist auch das aktuelle Bandfoto, welches auf dem Gelände der luxemburgischen Transport-Größe CFL entstanden ist. &#8222;Ich fahre auf dem Weg zur Arbeit jeden Tag an diesen ganzen Metallcontainern vorbei und dachte mir, das passt&#8220;, erklärt Gitarrist <strong>Gilles Heinisch</strong> die Inspiration. &#8222;Wir haben dann eine Anfrage eingereicht, die mit einem Rundgang verbunden war und wohl auch einiges an Aufsehen erregt hat. Die Leute dort haben sich wohl eine Art Videodreh erwartet und schon im Vorfeld darüber geredet. Als wir dann ohne Instrumente da gestanden haben, sind erst alle verwirrt gewesen, <strong>immerhin sind wir doch eine Band</strong>. Schlussendlich ist es aber eine richtig coole Sache geworden, da wir die Container umstellen und uns so quasi ein perfektes Motiv schaffen lassen konnten.&#8220;</p>
<p>Wie man <strong>KITSHICKERS</strong> in ein paar Jahren erleben darf, und ob sich die Sache mit dem Gesang bewährt, wird sich zeigen müssen. Klar ist, dass die Band auch zukünftig nach Herzenslust musizieren und dabei auf Konventionen pfeifen wird. Interessant bleibt die Sache auf jeden Fall, daher sei der Blick auf die <a href="https://www.facebook.com/kitshickers/?fref=ts">Facebook-Seite der Band</a> dringend angeraten!</p>
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		<title>Panphage-Schwedisches Breitwandkino</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2016 11:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PANPHAGE &#8211; Derengskapr Veröffentlichungsdatum: 18.11.2016 Dauer: 41:38 Label: Nordvis Produktion Genre: Black Metal Nichts ahnend verabrede ich mich mit unserem Chef vom Magazin (nein, nicht Cthulhu) zu einer Runde Risiko. Da noch ein wenig Zeit bis zur Schlacht ist, verbringe ich die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PANPHAGE</strong> &#8211; Derengskapr<br />
Veröffentlichungsdatum: 18.11.2016<br />
Dauer: 41:38<br />
Label: Nordvis Produktion<br />
Genre: Black Metal</p>
<p>Nichts ahnend verabrede ich mich mit unserem Chef vom Magazin (nein, nicht Cthulhu) zu einer Runde Risiko. Da noch ein wenig Zeit bis zur Schlacht ist, verbringe ich die restliche Stunde mit dem Suchen von Neuerscheinungen. Ausgerechnet in einer großen Handelskette für Technik und Medien entdecken meine kurzsichtigen Äuglein die neue CD von <strong>PANPHAGE</strong>: &#8222;Drengskapr&#8220;. Auf dieses Kleinod warte ich schon seit Monaten, hatte aber vergessen, dass es bereits über eine Woche erhältlich ist.</p>
<p>Nach der äußerst glorreichen Partie Risiko, die sich bis in die frühen Morgenstunden zog, schmiss ich am nächsten Tag sogleich das gute Stück in meine Anlage und ließ mich überwältigen. Wer übrigens <strong>PANPHAGE</strong> nicht kennt, dem wird <a href="http://www.metal-archives.com/bands/Panphage/81958">HIER</a> ein kurzer Einblick in die Bandgeschichte geboten.</p>
<p>Der Einzelkämpfer <strong>Fjällbrandt</strong> hat es tatsächlich geschafft, in nur 2 Jahren bereits den Nachfolger des Debütalbums &#8222;Storm&#8220; unters Volk zu bringen. Nun beschäftigt er sich mit der Sage von <strong>Grettir Asmundarson</strong>, auch <strong>Grettir der Starke</strong> genannt, welche aus dem 14. Jahrhundert stammt und zu den wichtigsten (und am besten geschriebenen) Sagen Islands zählt. Damit ist eine textliche Nähe zu Interpreten wie <strong>ÁRSTI<i>Đ</i>IR LÍFSINS&nbsp;</strong>gegeben, die sich lieber mit historischen/kulturellen Ereignissen beschäftigen, als stupide dem Teufel zu huldigen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_11835" aria-describedby="caption-attachment-11835" style="width: 392px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11835 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/grettir-the-strong.jpg" alt="grettir-the-strong" height="654" width="402" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/grettir-the-strong.jpg 402w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/grettir-the-strong-184x300.jpg 184w" sizes="auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-11835" class="wp-caption-text">Illustration aus dem 14. Jahrhundert von Grettir dem Starken</figcaption></figure>
<h4>Jung, Stark und doch Geächtet</h4>
<p>Nach besinnlichem Meeresrauschen wird der Hörer sofort in das kalte Grab geworfen, denn <em>&#8222;Grettir Asmundarson&#8220;</em> brettert ohne Rücksicht auf Verluste los. Klirrende Gitarren und hartes Drumming vereinen sich mit ergreifendem Keifen. Achtet besonders darauf, wie ab Minute 1:30 die Gitarren sich verhalten. So was wird sich noch über das gesamte Album ziehen. Der Titel besticht durch sein stürmisches Auftreten, den Sprechgesang ab der Hälfte und passt wunderbar mit seiner Dramatik an den Platz des Einklangs. Absolut überzeugend ist auch die <strong>komplett in isländisch</strong> vorgetragene Epik. Nordische Sprachen haben irgendwie das gewisse Etwas.</p>
<p><a href="https://panphage.bandcamp.com/">HÖRPROBE</a></p>
<h4>Exil in Norwegen</h4>
<p><strong>Grettir</strong> wurde wegen seiner Taten, für die er verehrt und gehasst wurde, von Island verbannt. Er begab sich auf die Suche nach dem <strong>Draugr Kar</strong> in Sunnmöre, um ihn zu töten. Diesen Teil der Geschichte fängt <em>&#8222;Landrensningen&#8220;</em> perfekt ein. Gebirgsklar wie ein Bach fließen die <strong>heldenhaften Melodien</strong> zu erneutem Wellenrauschen in den zackigen, fast schon punkigen Rhythmus ein. Fantastisch wie EIN Mensch so viele Instrumente effektiv nutzen kann, um eingängige, und dennoch ehrliche Musik zu erschaffen. Mit dezenten Chören begleitet <strong>Fjällbrandt</strong> das Kapitel des Exil-Isländers. Der fast schon unverschämt rockige Beat mit seinem, ich gebe es zu, nicht sehr einfallsreichen Akkorden zündet aber dennoch an meinen Synapsen wie Dynamit. Da meldet sich mein Tanzschrittmacher prompt und das Twistbein zuckt unaufhörlich. Der beste Beweis, dass Black Metal näher am Punk liegt, als so mancher wahr haben möchte.</p>
<h4>Wilde Hatz nach neuen Draugr</h4>
<p>Trotz konstantem Härtelevel, das sich im unermüdlichen Takt niederschlägt, sorgt die Saitenfraktion für einen angenehm wankenden Charakter (<em>&#8222;Glam rider husen&#8220;</em>). <strong>PANPHAGE</strong> waren für mich seit Jahren schon ein Garant für atmosphärisches Breitwandkino. <strong>Ohne Keyboards</strong>, die alles zukleistern. Der geringe Flanger-Effekt auf der Gitarre untermalt das Ganze nur noch mehr. Bei den kehlig intonierten Chorpassagen kriege ich jedes Mal einen Adrenalinrausch. Ich brauch wohl noch lange, bis ich diese Passagen greifen kann, denn es reißt meine Seele jedes Mal ein Stückchen mehr mit. Toll, ich werde alt und weich. Scheiß drauf!</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 392px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11837" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/panphage-logo.jpg" alt="panphage-logo" height="442" width="392" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/panphage-logo.jpg 392w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/panphage-logo-266x300.jpg 266w" sizes="auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px" /></div>
<h4>Verflucht seiest du!</h4>
<p>Jede Schlacht findet ihr Ende, und so belegte <strong>Glam</strong> vor seinem Tod den tapferen <strong>Grettir</strong> mit einem Fluch. Während dieses Abschnitts von <em>&#8222;Glamsyn&#8220;</em> begleiten ruhige Gitarren zu leisen Windgeräuschen das Urteil.</p>
<blockquote><p>Bisher hast du Berühmtheit durch deine Taten verdient, aber künftig wird auf dich Exil und Kampf fallen. Deine Taten sollen sich dem Übel zuwenden, und dein Wächtergeist soll dich verlassen. Sie werden verjähren, doch wirst du für immer einsam sein. Du wirst dein Leben alleine leben und es als hart empfinden. Es soll dich zu Tode schleppen.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da muss ich erst mal den fast schon fröhlichen Anfang von <em>&#8222;Utlagr&#8220;</em> verkraften, das ist mir zu bunt. Gut, dass <strong>Fjällbrandt</strong> sofort mit rockigem Songwriting und hymnischem Solo kontert. Man beachte gegen Ende das moderne Geschredder auf den Klampfen. Hier ein &#8222;Uh!&#8220;, dort ein brunftiges &#8222;Oohh&#8220;. Da kommt paganes Feeling <strong>ohne Pseudoepik</strong> auf.</p>
<h4>Drangey</h4>
<p>Nach dem die Prophezeiung des Unholds <strong>Glam Grettir</strong> erfasste, zog es den Mann in seine Heimat zurück, wo er schließlich einem weiteren Fluch zum Opfer fiel. Von einer verwunschenen Wurzel, welche vom Widersacher <strong>Torbjörn</strong> listig als Feuerholz dargeboten wurde, sprang <strong>Grettir</strong>s Axt von dem Holzstück ab und traf sein Bein. Von dieser Infektion sollte er sich nie mehr erholen und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die Kraft gegen <strong>Torbjörn</strong> und seine Männer nicht mehr ausreichte und <strong>Grettir</strong> mit seinem Schwert fest in der Hand umklammernd starb.</p>
<p>Wie? Was? Die Musik? Entschuldigt, aber in dieser Geschichte kann man sich schon ein wenig verlieren. Diese nimmt nun dramatische Züge an, schließlich ist der Held ja im Begriff zu sterben. Blastbeats bilden mit dem Bass dieses mal einen interessanten, aber dennoch komischen Part, den man nicht unbedingt vermissen würde. Die leidende, aggressive Leadgitarre hingegen ist ein Volltreffer, der ein weiteres Mal zeigt, dass Black Metal <strong>harsch UND melodiös zugleich</strong> sein kann.</p>
<h4>Blodshämd-Panphage ist Bestform</h4>
<p>Mit stolzen 9 Minuten Länge verabschieden sich <strong>PANPHAGE</strong> fulminant mit allen Trademarks, die bis hier hin diese Band so einzigartig machen. Gefühlvolle Momente, wütende und kehlige Gesänge sowie die gut dosierte Portion an Eingängigkeit. Der Klang hat mir über die ganze Zeit hinweg gefallen und ich habe tatsächlich kaum Vergleiche zu anderen Bands gefunden.&nbsp;<strong>PANPHAGE</strong> stehen für sich alleine.</p>
<hr>
<p>Nachtrag des Autoren: Eine Erhöhung auf 8 Punkte ist möglich, wenn genügend Zeit verstrichen ist und sich &#8222;Drengskapr&#8220; oft genug in meiner Anlage dreht.</p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sehnsucht nach Finnland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2016 08:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Decembre Noir &#8211; The Forsaken Earth Veröffentlichungsdatum: 12.08.2016 Dauer: 49:52 Min. Label: F. D. A. Rekotz Stil: Death/Doom Metal   Ohne eine Vorahnung und nur mit einer groben Stilbeschreibung werde ich ins kalte Wasser geworfen. Am Ende bin ich überwältigt von den ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Decembre Noir</strong> &#8211; The Forsaken Earth<br />
Veröffentlichungsdatum: 12.08.2016<br />
Dauer: 49:52 Min.<br />
Label: F. D. A. Rekotz<br />
Stil: Death/Doom Metal</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8333" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/DECEMBRE_NOIR_logo_WWW-300x114.jpg" alt="DECEMBRE_NOIR_logo_WWW" width="300" height="114" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/DECEMBRE_NOIR_logo_WWW-300x114.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/DECEMBRE_NOIR_logo_WWW-1024x390.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/DECEMBRE_NOIR_logo_WWW-750x286.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/DECEMBRE_NOIR_logo_WWW.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;">Ohne eine Vorahnung und nur mit einer groben Stilbeschreibung werde ich ins kalte Wasser geworfen. Am Ende bin ich überwältigt von den majestätischen Akkordlandschaften. Es gibt nicht viele mir unbekannte Bands, die mich 2016 innerhalb der ersten Minute völlig begeistern und sogar leichte Sprachlosigkeit in mir auslösen. <strong>DECEMBRE NOIR</strong> kommen sogar aus Deutschland, obwohl sie total nach finnischer Sehnsucht klingen. Was die Band abliefert, ist auf einem beängstigend hohen Niveau, welches definitiv international mithalten kann. Alter! Diese unglaublich gefühlvollen Melodien tragen mich weit weg von Mutter Erde. Das ist <strong>für jeden Fan von atmosphärischem Death/Doom Metal das wahre Freudenfest</strong>. Stellt euch vor, ihr besteigt einen verschneiten Berg (Klischeealarm!), kommt auf dem Gipfel schnaufend an und werdet mit einer Aussicht belohnt, die euch die Sprache verschlägt. <strong>DECEMBRE NOIR</strong> bieten dafür den perfekten Soundtrack. Die schier unbändige Wucht der Rhythmusfraktion plättet den Zuhörer, aber verliert sich nie in austauschbaren Strukturen. Gelegentlich tauchen Geschwindigkeitsausbrüche auf, es wird allerdings hauptsächlich in mittleren bis schleppenden Gefilden musiziert. Auch wenn Einflüsse von Pionieren wie <strong>SWALLOW THE SUN </strong>oder <strong>RAPTURE</strong> durchscheinen, so agiert das Quintett originell und ist definitiv <strong>nicht als bloße Kopie anzusehen</strong>. Ich kenne nicht viele deutsche Metalbands von heute, die schon mit dem zweiten Album so erwachsen nach den Sternen greifen. Eine klare Vision, wohin es gehen soll, ist absolut erkennbar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8336" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Decembre-Noir_Bandpic2_www.jpg" alt="Decembre-Noir_Bandpic2_www" width="850" height="567" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Decembre-Noir_Bandpic2_www.jpg 850w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Decembre-Noir_Bandpic2_www-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Decembre-Noir_Bandpic2_www-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Decembre-Noir_Bandpic2_www-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<p>Reinhören und andächtig lauschen:</p>
<p><strong>DECEMBRE NOIR</strong> <a href="https://fda-rekotz.bandcamp.com/album/forsaken-earth">Bandcamp</a></p>
<h4>Es darf niemals enden</h4>
<p>Mit <em>&#8222;Waves Of Insomnia&#8220;</em> haben die Thüringer <strong>gefühlsmäßig einen Kurzfilm vertont</strong>, der sogar schwedische Metalwikinger vor Neid erblassen lässt. Eine tickende Uhr, in der Ferne zu hörende Kinder, leiten dieses Monstrum von einem Song ein und führen mich Stück für Stück in eine andere Welt. Wahrlich, eine <strong>Hymne</strong> vor dem Herren. So stört es mich überhaupt nicht, dass der Song 14 Minuten lang ist. Einige Wermutstropfen bleiben dennoch nicht aus. <strong>Getriggerte Schlagzeuge</strong> sind nur selten mein Fall. Zum Glück kommt dieses &#8222;Werkzeug&#8220; <strong>nur minimal</strong> zum Einsatz. Das andere vermeintliche Manko ist weniger der technischen Natur geschuldet. Einige Titel werden durch &#8222;Fade Outs&#8220; langsam beendet. Für meine Wenigkeit ist das wie ein bittersüßer Abschied, denn ich könnte der traurigen Melodie aus <em>&#8222;In This Greenhouse Of Loneliness and Clouds&#8220;</em> noch ewig weiterlauschen. Klar, ich muss nur die Repeattaste drücken, aber manchmal möchte man gewisse Parts wieder und wieder in Schleife hören. Wundert euch nicht, ich bin da etwas eigen. Am Ende wird auf hohem Niveau gemeckert, keine Sorge.</p>
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		<title>Firtan &#8211; Innenwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2016 09:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Veröffentlichungsdatum: 06.05.2016 Dauer: 16:53 Label: NORTHERN SILENCE PRODUCTIONS Den meisten Fans deutschsprachigen Black Metals werden FIRTAN mittlerweile längst ein Begriff sein. Nach ihrem Debut-Album &#8222;Niedergang&#8220; im Jahre 2014 brachten die Schwarzwälder diesen Mai die sechzehnminütige EP &#8222;Innenwelt&#8220; heraus. Hinter dem großartigen Cover-Artwork ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Veröffentlichungsdatum: 06.05.2016<br />
Dauer: 16:53<br />
Label: NORTHERN SILENCE PRODUCTIONS</p>
<p>Den meisten Fans deutschsprachigen Black Metals werden <strong>FIRTAN</strong> mittlerweile längst ein Begriff sein. Nach ihrem Debut-Album &#8222;Niedergang&#8220; im Jahre 2014 brachten die Schwarzwälder diesen Mai die sechzehnminütige EP &#8222;Innenwelt&#8220; heraus. Hinter dem großartigen Cover-Artwork verbirgt sich allerdings weitaus mehr als eine gewöhnliche Black-Metal-Scheibe.</p>
<p>Ein erstes Reinhören lässt sofort ein grundsätzliches musikalisches Konzept vermuten: Stampfende Schlagzeugspuren und harte Rhythmusgitarren gehen Hand in Hand mit düster-melodischen Akustikklampfen und Keyboardakkorden, so dass Tiefe und Atmosphäre trotz der meist brachialen Grundstimmung nicht verloren gehen. Die Musik erinnert mit diesen Merkmalen auf den ersten Blick teilweise stark an <strong>THYRFING</strong> und Konsorten.</p>
<p>Das ist aber noch lange nicht alles: Impressionant ist vor allem, wie viele unterschiedliche Ideen in die Komposition von &#8222;Innenwelt&#8220; eingeflossen sind. Die Songs beinhalten alles von schnellen Doublebass- und Blastbeatstrecken, Unbehagen erzeugenden Akustikpassagen, Keyboardleads und Klaviermelodien zu melodischen Gitarrensoli und zeigen geschickt, was man auf einem Grundgerüst wie Black Metal alles aufbauen kann. Keiner der Parts wird unnötig herausgezögert oder wiederholt, so dass die EP zu keinem Moment eintönig oder uninteressant wirkt. Sogar einige progressive Taktarten schleichen sich gelegentlich hier und da mal ein. Trotz all dem schaffen es <strong>FIRTAN</strong>, durchgängig einen sich natürlich anfühlenden Hörfluss aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Im Vergleich zu &#8222;Niedergang&#8220; fällt die EP zwar vielleicht etwas weniger böse, dafür aber ein gutes Stück kreativer und vor allem experimenteller aus, und lässt außerdem noch mal eine ganz andere Dimension von Tiefe entstehen. Auch der Sound bietet instrumental eine schöne Kombination aus Sänfte und Härte, aus der die Vocals von Sänger Phillip emporsteigen, die diesmal die ganze Bandbreite von finsteren Sprech- und Flüsterpassagen bis hin zu hohen Black-Metal-Schreien durchgehen.</p>
<p>Herrscht auf der Scheibe im Großen und Ganzen doch eher eine düster-bedrückende Atmosphäre, so kommt aber auch <strong>FIRTAN</strong>s gelegentlicher Hang zum Paganen nicht zu kurz: Abgesehen von einigen heidnisch angehauchten Melodien und einem (für die Band eher untypischen) Tribal-Part findet sich sogar ein Gastauftritt von Ex-<strong>FINSTERFORST</strong>-Akkordeonist Johannes Joseph auf der Platte, der in altbekannter <strong>FINSTERFORST</strong>-Manier dem einen oder anderen Liedlein seinen gesanglichen Stempel aufdrückt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/OmQKlV3NNyg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&#8222;Innenwelt&#8220; fühlt sich an, als seien aus dem harschen Nährboden, den <strong>FIRTAN</strong> mit ihrem Debut-Album angelegt haben, unzählige Sprosse entsprungen um zusammen ein neues, äußerst abwechslungsreiches Gesamtwerk zu erschaffen. Ein wirklicher Kritikpunkt will mir dazu nicht einfallen, außer vielleicht der etwas kurzen Dauer &#8211; man muss allerdings bedenken, dass so manch andere Bands ganze Alben schreiben, die weniger beinhalten als diese zwei Lieder.</p>
<p>Dann doch lieber Qualität statt Quantität. Weiter so!</p>
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