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	<title>core classics Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<title>core classics Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>THROUGH THE EYES OF THE DEAD &#8211; Reinkarnation des Deathcore</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Dec 2017 10:08:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/through-the-eyes-of-the-dead-reinkarnation-des-deathcore/">THROUGH THE EYES OF THE DEAD &#8211; Reinkarnation des Deathcore</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>THROUGH THE EYES THE OF DEAD </strong>&#8211; &#8222;Disomus&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 03.11.2017<br />
<strong>Länge:</strong> 39:17 Min.<br />
<strong>Label:</strong> eOne / GoodFight<br />
<strong>Stil:</strong> Deathcore</div></div></div>
<p>2017 ist mal wieder ein Jahr der Comebacks &#8211; nicht nur bei <strong>QUICKSAND</strong> oder <strong>GLASS JAW</strong>. Der juvenile Mallcore von damals zieht auch nach, die strahlenden Matten der 2000er finden sich wieder zusammen! Gerüchte über ein neues <strong>ALL SHALL PERISH</strong> Album, der Wiederaufstieg von Kanadas feinsten <strong>DESPISED ICON</strong> im vergangenen Jahr und ein neuer Markt für Metal-lastigen Deathcore ziehen an alten Szene-Größen nicht vorbei. Kein Wunder, dass sich niemand das entgehen lassen will. Die Nostalgie sollte nicht außer Acht gelassen werden: wer beim Namen <strong>THROUGH THE EYES OF THE DEAD</strong> hellhörig wird, hat jetzt schon die aufregendste Zeit seines Lebens hinter sich. Aber wurde diese Musik nun ausschließlich für gedehnte Ohrlöcher ab Mitte 30 geschrieben?</p>
<p>Bereits <em>&#8222;Hate the Living&#8220;</em> demonstriert das genaue Gegenteil. Der energische erste Track prescht voran und klingt dabei überhaupt nicht altbacken. Mit einer gewohnten Distanz zur Emotionalität wird gleichförmig ins Mikro gebrüllt und die herrlichen Riffs ausgepackt. In diesen Mix darf sich auch gern ein Gitarrensolo gesellen, dass das konventionale Drumming unterstützt. Dank den höheren Screams am Ende komme ich doch noch auf den Genuss von etwas Abwechslung im Stimmbild. Und ich dachte schon, ich würde, wie bei der letzten <strong>AVERSIONS CROWN</strong>-Platte, einfach einschlafen!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/eKz4GhTyn-4?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die folgenden monströsen Songs verdienen sogar noch mehr Beachtung als der Vorgänger: <em>&#8222;Obitual&#8220;</em> glänzt mit einem monumentalen Aufbau bis hin zum Auftritt von niemand geringerem als <strong>Anthony Gunnells</strong>. Der ehemalige Frontmann der Gruppe bekommt damit einen Auftritt, der seinen Passagen auf dem Debüt &#8222;Bloodlust&#8220;(2005) gerecht ist. Neben dem trabenden Allesfresser <em>&#8222;Haruspex&#8220;</em> &#8211; ebenfalls verziert durch ein extrovertiertes Solo &#8211; verschafft <em>&#8222;Of Mortals, We Once Were&#8220;</em> einen vorhersehbaren Übergang in den gewohnten Deathcore-Trott. Wird meine Befürchtung bestätigt, das alle Ideen bereits nach einer Viertelstunde verbraucht sind?</p>
<p><em>&#8222;The Binding Nightmare Hex&#8220;</em> möchte mich eines Besseren belernen. Es wird zugleich dissonanter, abgefetzter und atmosphärischer auf der Scheibe. Trotz, oder eben gerade wegen der kitschigen Verschnaufpause für den Sänger in der Mitte des Liedes, bin ich wieder hellwach. Die am Ende des Songs auftretenden ausartenden Riffs werden in ihrer Form von <em>&#8222;Vortices in the Stygian Maelstrom&#8220;</em> &#8211; was für ein Titel &#8211; aufgegriffen. Entweder ich war die erste Hälfte des Albums über nicht aufmerksam genug, aber endlich präsentieren die US-Amerikaner uns Pinch-Harmonics!<strong> Der erste Kommentator, der mich korrigiert und Pinch-harmonics davor findet, bekommt von mir eine Packung Schlaftabletten. </strong></p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-24051" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/TTEOTD_PRESS_lineup.jpg" alt="" width="1000" height="645" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/TTEOTD_PRESS_lineup.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/TTEOTD_PRESS_lineup-300x194.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/TTEOTD_PRESS_lineup-750x484.jpg 750w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" />
<h4>Noch mehr Gastauftritte</h4>
<p>Nach dem eher mittelmäßig interessanten Gastauftritt von <strong>John Robert</strong> (<strong>THE LAST TEN SECONDS OF LIFE</strong>) geht das Stück in ein instrumentales Geplänkel über. Dieses Zwischenspiel <em>&#8222;Ingis&#8220;</em> soll dabei nur auf den Einschlag des dritten und letzten Gastauftritts auf dem Album vorbereiten. In dem passend betitelten <em>&#8222;Teras&#8220;</em> (stark missgebildeter Fetus) greifen erstklassige Death Metal-Riffs einen Groove auf, den ich in diesem Jahr nur von <strong>MALEVOLENCE</strong> gewohnt war. Ein paar Kopfnicker und ein Gitarrensolo später bekommt <strong>Nate Johnson</strong> seine Minute im Rampenlicht. Der zweite ehemalige Sänger der Band hatte zwischenzeitlich seinen Platz bei <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong> gefunden, die aber auch ohne ihn <a href="https://silence-magazin.de/der-deathcore-ist-gerettet-fit-for-an-autopsy/">ganz gut klar kommen</a>.</p>
<p>Zum Abschluss werden zwei Tracks präsentiert, die bis auf ein zwei Momente nicht wirklich im Kopf bleiben wollen. zwar hat <em>&#8222;Till Solace, She&#8217;ll Haunt&#8220; </em>einen nervenaufreibenden Stakkato-Breakdown, im Gedächtnis bleibt davon aber nichts hängen. Auf dem Album-Closer <em>&#8222;Dismal&#8220;</em> wollen <strong>THROUGH THE EYES OF THE DEAD</strong> zur Schau stellen, wie minimalistisch sie Brutalität erzeugen können. Bei mir funktioniert das nur mit dem Intro, der Rest des Lieds bleibt ein gleichförmiger Dauerbrenner. Nachdem die letzten Töne verklungen sind, ertappe ich mich dennoch dabei am liebsten, eben diesen Song exemplarisch erneut anzuspielen. Sie wissen eben doch, wie man mich ködern kann &#8211; einfach schön langsam bleiben. Damit folgen sie vielen Formeln im Genre, ohne auf Innovation setzen zu müssen. Trotzdem kommen sie an die Deathcore-Highlights diesen Jahres leider nicht heran.</p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/tteotd/">Facebook</a><br />
<a href="https://tteotd.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>Core Classics #30 Finale &#8211; TRIVIUM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2017 12:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Classic]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[ichwerdtraurig]]></category>
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		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzte Ausgabe der Core Classics steht an. Mit wehender Poser-Fahne gehe ich also unter den vielen tollen Beiträgen, die bei SILENCE erscheinen, wieder unter. Und um jetzt nicht sentimental zu werden, habe ich euch noch einen besonderen&#160; Leckerbissen&#160;herausgesucht.&#160; TRIVIUM &#8211; Ascendancy ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die letzte Ausgabe der Core Classics steht an. Mit wehender Poser-Fahne gehe ich also unter den vielen tollen Beiträgen, die bei </b><strong><em>SILENCE</em> </strong><b>erscheinen, wieder unter. Und um jetzt nicht sentimental zu werden, habe ich euch noch einen besonderen&nbsp; Leckerbissen&nbsp;herausgesucht.&nbsp;</b></p>
<p><strong>TRIVIUM </strong>&#8211; Ascendancy<br />
Veröffentlichungsdatum: 15.03.2005<br />
Länge: 55:11 Min.<br />
Label: Roadrunner Records<span id="more-15516"></span></p>
<p>Wem gehört die wohl ikonischste Stimme unter allen NWOAHM-Bands? Die Antwort kann nur <strong>Matt Heafy</strong> lauten, denn schließlich kann fast jeder sowohl den melodischen Gesang als auch seine Screams sofort erkennen. Wenn die unversöhnlichen Riffs von <strong>TRIVIUM</strong> losbrechen und <strong>Matt</strong>s Stimme die Wellen bricht, ist niemand mehr sicher. Auf ihrem zweiten Album hören sie sich dabei immer mehr nach ihrem größten Idol an, was unter jungen Bands ja oft passieren soll. Bekanntlich ist nach der <strong>METALLICA</strong>-Coverband, laut&nbsp;<strong>TRIVIUM</strong>-Regel, vor der <strong>METALLICA</strong>-Coverband. Viele Gleichaltrige liefen den Riffs von <strong>SLAYER</strong> nach, aber so wollten&nbsp;die Jungspunde aus Orlando&nbsp;nie sein. Stattdessen nahm man alles das, was poppigen und klassischen Thrash bei <strong>Hetfield</strong> und Kollegen ausgemacht hat, und packte es in die eigene Kombination aus Metal und Hardcore.&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" width="366" height="366" class="alignnone wp-image-15580 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-1024x1024.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0.jpg 1425w" sizes="(max-width: 366px) 100vw, 366px" /></p>
<p>Ab dem ersten Track von &#8222;Ember To Inferno&#8220;, dem im letzten Jahr neu aufgelegten Debüt-Album, war klar, wohin die Reise geht. Zu den ganz großen Namen hat man nicht nur aufgeblickt, sondern auch essentielle Gedanken dieser übernommen. Natürlich hatten Thrash-Bands nicht wirklich Screams im Sinne des Gesangs von <strong>Heafy</strong> zu bieten. Der halbe Japaner hingegen kann beides gut: melodischen und aggressiven Gesang, wenn man es so nennen darf. Die Texte der zweiten LP handeln zum Anteil von seiner Sozialphobie und was das aus ihm macht. Vor allem in einer Szene, in der sehr viel Fan-Kontakt erwünscht ist, werden Menschen wie er oft missverstanden. Dass er ab und an Distanz zu seinen größten Anhängern wahren muss, nimmt nicht jeder positiv auf.</p>
<p>Seine Musik wurde im Gegenzug immer bejubelt, was an den unglaublich eingängigen Riffs liegen dürfte. <strong>Corey Beaulieu</strong> gibt über das ganze Album hinweg so viele Gründe zum Mitsummen, dass ich kaum hinterherkomme. Egal an welcher Stelle ich ansetze, die Hintergrundgedanken bleiben offensichtlich. Ihr sollt verdammt nochmal alle im Takt nicken und hummen! Im Gegensatz zu den hiesigen US-Amerikanern scheinen das besonders die Briten verstanden zu haben, wo die Scheibe den Goldstatus erreichte. Bei erfolgreichen britischen New-Wave-Bands wie <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/"><strong>BULLET FOR MY VALENTINE</strong></a> war der Erfolg für <strong>TRIVIUM</strong> wohl vorprogrammiert.</p>
<h4>Cover das Cover!</h4>
<p>Die Tracks <em>&#8222;A Gunshot To The Head Of Trepidation&#8220;</em> und <em>&#8222;Ascendancy&#8220;</em> sorgen für gute Laune bei jedem Metalhead, der einfach mal zu übertrieben melodischen Riffs abnicken möchte. Solche finden sich in fast jedem Intro wieder &#8211; von <em>&#8222;Like Light To Flies&#8220;</em> bis<em> &#8222;Declaration&#8220;</em>. Solche Zeiten wünsche ich mir zurück. Leider blieb die instrumentale Arbeit auf den vergangenen zwei Alben eher mittelmäßig und langweilig. Verständnis dafür kann man eigentlich nicht haben, so blieb der Kern der Band relativ unverändert. Nur den ein oder anderen Schlagzeuger hat die Gruppe bereits verbraucht. Auf dem nächsten Album soll es, nach eigenen Aussagen, jedoch wieder Screams und mehr Extreme geben. Vielleicht beeinflusst <strong>Matt Heafy</strong>s Liebe zum Black Metal das neue Album, wer weiß. Auf jedenfall bin ich froh, hier keine weiteren Ausführungen zu ihrem letzten Werk &#8222;Silence In The Snow&#8220; niederschreiben zu müssen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="456" class="alignnone wp-image-15597 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-300x195.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p>Eine Portion Pubertät, die sich gewaschen hat, finden wir in dem wohl poppigsten Stück des Albums. <em>&#8222;Dying In Your Arms&#8220;</em> liefert genug Aggression und Enttäuschung in den Versen, sodass der Refrain einer engelsgleichen Erscheinung gleichkommt. Dieses Metalcore-Grundformular haben die Amis raus und reizen es bis auf das Äußerste aus. Auf jedes einzelne Lied einzugehen, wäre jedoch sinnlos, die solltest du entweder kennen oder noch kennenlernen. Sie sprechen alle sehr gut für sich selbst. Der offizielle Teil des Albums wird mit der thrashigen Ballade <em>&#8222;Declaration&#8220;</em> beendet, welche den sanften Liedern ihrer Vorväter verdächtig nah kommt. Solche Déjà-vus ziehen sich jedoch durch das ganze Album.</p>
<p>Kaum glaubt der Hörer <em>&#8222;Creeping Death&#8220;</em> ausgemacht zu haben, wechseln<strong> TRIVIUM</strong> schon wieder in das nächste <strong>METALLICA</strong>-Riff. <em>&#8222;Master Of Puppets&#8220;</em> wurde für die Deluxe-Version dann auch glatt als Bonustrack gecovert. Damit zeigt man nicht nur Respekt, sondern zum Teil auch, wie gut man Klassiker in den eigenen Stil umbaut. Die Stimmen von <strong>Hetfield</strong> und <strong>Heafy</strong> ähneln sich jedoch stark und die Verwirrung findet in diesem Lied ihren Höhepunkt. Wer covert hier eigentlich wen?</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit:</h4>
<p>Damals &#8211;&nbsp;als MTV noch coole Musik gespielt hat, der Headbangers Ball also noch zum Programm gehörte &#8211;&nbsp;schwangen sich <strong>TRIVIUM</strong> zu Recht mit ihren rastlosen Melodien zur Elite der NWOAHM-Bands auf. Die Vorsprünge gegenüber ihren Spielkameraden zeigten sich auf dem Debüt und wurden auf &#8222;Ascendancy&#8220; lediglich ausgebaut. Mit technischer Expertise wickeln die vielen, vollständig instrumentalen Momente jeden Hörer um den Finger, der es gern leicht zugänglich hat. Gitarrensoli und Riffs komplettieren ein Grundkonstrukt aus engelsgleichem Gesang und solidem Drumming. Letzteres kommt ohne viel Schnick-Schnack aus, scheut sich aber nicht, die schnellen Passagen zu tragen. Dadurch baute man sich eine beachtliche Fangemeinde auf, die heute noch zahlreiche lustige Bildchen im Internet verbreitet, welche die Texte der Truppe oder auch ihr neues Logo auf die Schippe nehmen &#8211; für den Laien heißen sie dann <strong>TRIVIUT</strong>. Metal-Logos sind aber auch unleserlich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="412" height="229" class="alignnone wp-image-15595 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-1024x569.png" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-1024x569.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-300x167.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-750x417.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo.png 1145w" sizes="auto, (max-width: 412px) 100vw, 412px" /><br />
Die heute noch aktive Gruppe bemüht sich hoffentlich, zu ihren Anfängen zurück zukehren. Vielleicht hat der Re-Release ihres Debüts erneut die Flamme geweckt, die schon immer in ihnen schlummerte. Vorerst erlischt jedoch mein Licht und ich verabschiede mich von dieser Bühne. Keine Angst, ihr müsst mich weiterhin in anderen Rezensionen und Kolumnen ertragen. Ich danke trotzdem allen Lesern, die hier unten angekommen sind und diese Reise durch die wichtigsten und essenziellsten Alben des (modernen) Metalcore begleitet haben. Einige Alben fehlen zwar noch, aber eine gesonderte Liste dazu bekommt ihr definitiv bald. Einige Kracher dürfen nicht unbeachtet bleiben.</p>
<p>Egal ob ihr meine Meinungen zu <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-26-attack-attack/"><strong>ATTACK ATTACK!</strong></a>, <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/"><strong>CONVERGE</strong></a> oder <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-18-darkest-hour/"><strong>DARKEST HOUR</strong></a> vertretet oder nicht, ich danke euch für eure Aufmerksamkeit. Und damit ich nicht in euren Armen sterben muss, tu ich es <strong>TRIVIUM</strong> gleich und schneide euch aus meinem Leben um mich zu befreien &#8211; Poser out!</p>
<blockquote><p>And now I see it&#8217;s you that&#8217;s tearing me ensnaring me<br />
This is me dying in your arms I cut you out now set me free</p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/cbG_m835YnU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #29 &#8211; POISON THE WELL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-29-poison-the-well/">Core Classics #29 &#8211; POISON THE WELL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße traue<strong>n!</strong></b></p>
<p><strong>POISON THE WELL </strong>&#8211; The Opposite Of December<br />
Veröffentlichungsdatum: 14.12.1999<br />
Länge: 28:15 Min.<br />
Label: Trustkill Records<span id="more-15253"></span></p>
<p>Kennst du <strong>THE GHOST INSIDE</strong>, <strong>MISS MAY I</strong>, <strong>ARCHTECTS</strong>, <strong>WHILE SHE SLEEPS</strong> oder überhaupt irgendeine moderne Metalcore- oder Melodic-Hardcore-Band? Dann weißt du hoffentlich, welcher Truppe du diesen Sound verdankst. Was heute für den nichtsahnenden Hörer klingt wie eine Mischung aus <strong>HUNDREDTH</strong> und <strong>EARTH CRISIS</strong>, legte noch vor der Jahrtausendwende den Grundstein für einen Sound des modernen Hardcores, der auf Melodic Death Metal verzichten kann. Trotzdem wird der unglaubliche Einfluss, den <strong>POISON THE WELL</strong> auf die gesamte Szene hatten, immer wieder auch von Leuten aus melodischen Metalcore-Bands zitiert. Zu diesen zählen unter anderem <strong>Howard Jones</strong> (<strong>DEVIL YOU KNOW</strong>, Ex-<strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong>) und <strong>Davyd Winter-Bates</strong> (<strong>BURY TOMRROW</strong>). Damit zollen sie dieser seit 2010 in einer undefinierten Pause befindlichen legendären Band ihren Respekt &#8211; und das zu Recht!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15289 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL.jpg" height="498" width="500" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL.jpg 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<blockquote><p>&#8222;A lot of our local bands at that time ditched the Funeral For A Friend style for a PTW sound and, as a result, sparked a huge hardcore/metalcore scene in Southampton.&#8220; &#8211; <strong>Davyd Winter Bates</strong> über das 2002er Album der Jungs aus Miami</p></blockquote>
<p>Auch die große Musikpresse wurde irgendwann aufmerksam und berichtete über das genreverändernde Werk der Truppe, aber das begann nicht vor der Veröffentlichung des zweiten Albums. Dieses erreichte dann zum ersten Mal die &#8222;Massen&#8220;. Egal wie gut sich &#8222;Tear From The Red&#8220; jedoch anhört, es kann nicht den meteoritenähnlichen Krater nachahmen, den das Meisterwerk &#8222;The Opposite Of December&#8220; im modernen Hardcore hinterließ. Das so etwas bereits 1999 schon existierte, lässt mich an meinem Verstand zweifeln. Vergleichbar mit dem Einfluss von <strong>VENOM</strong> auf extreme Metal-Genres, so&nbsp;verhält es sich hier mit <strong>POISON THE WELL</strong>, auch wenn es ein gewagter Vergleich ist. Immer wieder finden sich den guten, alten Zeiten nacheifernde junge Bands. Und genau diese übernehmen nicht nur die Einflüsse, sondern gleich das Gesamtpaket. Mein persönlicher Geheimtipp in diese Richtung sind <strong>RENOUNCED</strong> aus London. Aber schlagen wir uns nicht weiter mit den Nachwirkungen rum und kommen zur Sache: wie klingt das Gegenteil von Dezember?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15298 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well.jpg" height="400" width="600" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Legendäre Songs sind zum Beispiel<em> &#8222;Nerdy&#8220;</em>, dessen Text eine einzige Liebeshymne ist, und das viel negativere <em>&#8222;Slice Paper Wrists&#8220;</em>. Ersteres klingt sofort nach einem Screamo-Revival, welches ich gerne schnell vergessen würde. Dann schaue ich auf das Datum und muss anerkennen, dass der Screamo höchstens ein Revival dieses Songs sein könnte. Aber hey, <strong>GLASSJAW</strong> gab es ja damals auch schon! Der klare Gesang im Chorus weckt sofort Erinnerungen an Kids mit Bandshirts und <strong>Justin Bieber</strong>-Friese &#8211; aber auf eine gute Art und Weise. Die Double Bass-Passagen und Breakdowns sowie das Intro-Riff des Songs brennen sich direkt in die Gehirnzellen ein.</p>
<p>Von <em>&#8222;Slice Paper Wrists&#8220;</em> hingegen haben sich viele emotional angehauchte Hardcore-Jünger beeinflussen lassen. Das Riff, was sich in das Intro und den Breakdown schleicht, lässt mich leicht sentimental werden, sobald ich es entdecke. Viele weitere Gitarrenparts lösen eine lähmende Depression aus &#8211; egal ob es die leiseren Töne auf <em>&#8222;Mid Air Love Message&#8220;</em> oder die knochenbrechenden Passagen des Openers <em>&#8222;12/23/93&#8220; </em>sind. <em>&#8222;My Mirror No Longer Reflects&#8220;</em> hat das wohl schönste, ruhige Stück der Melodic-Hardcore-Torte erhalten. Die verstreuten, seichten und atmosphärischen Klänge haben in Kombination mit den darüber gelegten und nur gesprochenen Texten eine ganz besondere Ausstrahlung. Von so was wurden andere Melodic-Hardcore-Titanen wie <strong>HOPESFALL</strong> definitiv beeinflusst. <em><br />
</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15291 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-1024x768.jpg" height="459" width="612" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p>Eine Band, die wie alles klingt, was heute populär und in der Szene verankert ist, bevor es diese überhaupt gab? So etwas findet man nicht oft und die einzigen vergleichbaren Beispiele die mir einfallen, sind <strong>BOTCH</strong> und <strong>RORSCHACH</strong> im Bezug auf den Mathcore. Was besonders bewundernswert ist, dass die Band trotz einiger Reunion-Auftritte seit 2015 nicht bestrebt ist, ein neues Album aufzunehmen. Sei es aus Respekt gegenüber dem, was die originale Besetzung geliefert hat oder aus Angst vor negativem Feedback. So eine künstlerische Integrität würde man sich bei einigen Bands wünschen &#8211; *hust <strong>SUICIDE SILENCE</strong> hust* &#8211; und ist bewundernswert.<br />
Wenn man es schafft, über die eigenen Genregrenzen so viele Gruppen zu erreichen und Musiker in allen Formen des Cores zu beeinflussen, gehört man definitiv auf die Liste der 100 bedeutendsten Rock-Alben des Magazins Guitar World. Niemand kann jedoch erahnen, ob bereits damals etwas Besonderes in der Luft lag, als&nbsp;<strong>POISON THE WELL </strong> auftraten. Wie gerne ich so was live erlebt hätte, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Dieses unbeschreibliche Gefühl, eine solche bedeutungsvolle Band in ihren Anfangsjahren zu sehen, hätte mich wahrscheinlich umgebracht. Bevor ich mich noch mehr des &#8222;Le Wrong Generation-Talks&#8220; bediene, wische ich mir jedoch erst mal das breite Grinsen aus der Fresse und widme mich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung: ein böses Gesicht im Bus machen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Uw4V_PLDeGs?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-29-poison-the-well/">Core Classics #29 &#8211; POISON THE WELL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Core Classics #28 &#8211; THE AGONY SCENE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 08:22:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Blackened]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße traue<strong>n!</strong></b></p>
<p><strong>THE AGONY SCENE </strong>&#8211; The Agony Scene<br />
Veröffentlichungsdatum: 10.06.2003<br />
Länge: 36:01 Min.<br />
Label: Solid State Records<span id="more-14983"></span></p>
<p>Black Metal und Metalcore sind für mich zwei Genres, die nicht oft zusammen funktionieren. Wenn dann doch mal etwas Core im Black Metal oder andersherum zu finden ist, dann klingt es mehr nach Crust oder rohem Hardcore Punk. Dass es eine Veröffentlichung auf diese Liste schafft, die einen essentiellen Teil aus dem Black Metal geliehen hat, ist eine kleine Besonderheit. Wer &#8222;The Darkest Red&#8220; von <strong>THE AGONY SCENE</strong> kennt, weiß bestimmt schon, wie geschickt Death-Metal-Einflüsse im Metalcore verpackt werden können. Dieses Album bescherte der Band ihren Durchbruch, doch das <em><strong>SILENCE</strong></em> wäre nicht das <em><strong>SILENCE</strong></em>, wenn wir uns nicht für einzigartigeres Material interessieren würden. Die größte Innovation der Bandgeschichte waren nämlich die an den Black Metal angelehnten Screams, die auf den folgenden Alben zwar genutzt wird, aber nie so effektiv wie auf ihrem Debüt.&nbsp;Damit ist diese Platte der Gruppe aus Oklahoma ein Schmankerl für jeden Metalcore-Fan, der auf Black-Metal-Gekreische steht. Ein bisschen Schmunzeln musste ich trotzdem, als ich daran dachte, wie fehl am Platz Corpsepaint und brennende Kirchen in der Melodic-Metalcore-Szene wären. Zu viele religiös motivierte Bands treiben da ihr Unwesen. Das würde den unchristlichen Melodic Metalcore wahrscheinlich zum Unmelodic Metalcore machen. Aber um ehrlich zu sein, klingen <strong>THE AGONY SCENE</strong> alles andere als unmelodisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14999 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433.jpg" height="530" width="530" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /></p>
<p>Die Benennung von Gegenstücken mit der Vorsilbe &#8222;Un-&#8220; ist also nicht immer hilfreich, was an der kindischen Natur der Bezeichnung liegt. Denn &#8211; nur mal so am Rande &#8211; lyrische Inhalte bestimmen die musikalische Ausrichtung nicht wirklich, du kannst dich so oft Unblack Metal nennen wie du willst, es klingt immer noch nach Black Metal. Leute, die über einen gesunden Menschenverstand verfügen, suchen sich ja einen Sound raus der ihnen gefällt und nicht einen&nbsp;Text, mit dem sie zu hundert Prozent konform gehen. Außer du bist ein Arschloch, dann kauft trotzdem keiner deine Mucke.</p>
<h4>Wer da noch die typischen Growls und Screams der bekannteren Melodeath-anhimmelnden Kollegen vorzieht, hat einen gewaltigen Schlag vor die Birne verdient!</h4>
<p>Zurück zum ausgezeichneten Debüt der US-Amerikaner: was definiert diesen Erstling außer den Screams? Die Antwort liegt auf der Hand &#8211; es sind die rigorosen Breakdowns und Double-Bass-Passagen, welche den Groove des Albums steuern. Zwischenzeitlich meine ich eine Verschmelzung von <strong>LAMB OF GOD</strong> und <strong>IMMORTAL</strong> herauszuhören, bevor ich diesen Gedanken wieder verwerfe. Obwohl Ähnlichkeiten definitiv vorhanden sind, wurde auf dieser LP etwas gänzlich eigenes gezimmert. Wen zu viele Breakdowns langweilen, der sollte definitiv die Finger davon lassen. Jeglicher Groove ist nämlich so lahm und downbeat, dass es niemals zu längeren Headbang-Passagen kommt. Trotzdem ist es möglich, die Haare schwingen zu lassen. Wem thrashige Riffs gefallen, sollte mit dem Album begnügt sein. <em>&#8222;Shotgun Wedding&#8220;</em> und <em>&#8222;We Bury Our Dead At Dawn&#8220;</em>&nbsp;sollten eigentlich schon reichen, um jedem<strong> KILLSWITCH ENGAGE</strong>-Fan das Genick zu brechen. Und ein Cover des legendären <em>&#8222;Paint It Black&#8220;&nbsp;</em>hat es auch noch auf das Album geschafft. Eingängiges Material mit einem ganz eigenen Ansatz von Härte und Brutalität wird von den Jungs aus Oklahoma zum Besten gegeben &#8211; egal ob Cover oder eigener Song.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15002 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03.jpg" height="367" width="550" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03.jpg 550w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px" /></p>
<p>Die vielen Death-Metal-Parts geben der Platte, die sonst so fade und wiederholt klingen würde, einen Hauch von dem, was sie dringend braucht. Damit man sich nicht wie ein Klon aller vorangegangenen Bands anhört, gibt es also Riffs auf die Fresse, die mal thrashig und mal deathig sind. Das beste Beispiel hierfür sind <em>&#8222;Lines Of Suicide&#8220;</em>&nbsp;und&nbsp;<em>&#8222;Habeus Corpus&#8220;</em>. Außerdem klingt vieles, was nach der Scheibe&nbsp;kam, verdächtig nach <strong>THE AGONY SCENE</strong>. Selbst <strong>UNEARTH</strong> und <strong>AS I LAY DYING</strong> scheinen sich den ein oder anderen Trick abgeschaut zu haben. Wenn also der ein oder andere Track hier ähnlich klingt wie &#8222;Shadows Are Securities&#8220; oder &#8222;The Oncoming Storm&#8220;, denkt daran, dass <strong>THE AGONY SCENE</strong> etwas schneller waren. Auch die&nbsp;Pinch Harmonics im Breakdown von <em>&#8222;Eyes Sewn Shut&#8220;</em> finden zum Teil bei neueren Beatdown-Bands Anklang.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit:</h4>
<p>Dass der Gesang eine komplette Neuerung damals war, muss ich hoffentlich nicht erwähnen.&nbsp;So viel frischen Wind hat es im sonst gesanglich so stagnierenden Core-Genre seit &#8222;Jane Doe&#8220; von <strong>CONVERGE&nbsp;</strong>nicht gegeben. Und eine solche Innovation wird es wahrscheinlich auch nicht mehr geben, da inzwischen ja so ziemlich alles ausprobiert wurde. Wer da noch die typischen Growls und Screams der bekannteren Melodeath-anhimmelnden Kollegen vorzieht, hat einen gewaltigen Schlag vor die Birne verdient. Zumal <strong>Mike Miller&nbsp;</strong>auch tief gehen kann, wie eindrucksvoll auf&nbsp;<em>&#8222;Lines Of Suicide&#8220; </em>und vielen anderen Liedern bewiesen wird. Mischt man das mit den bis heute alles andere als gewöhnlich klingenden Breakdowns und den Blast Beats und man erhält eine abwechslungsreiche, brutale Mixtur von all dem, was Hardcore, Death Metal, Thrash Metal und Melodic Metalcore großartig macht. Und das Beste daran ist, dass sich diese Band wieder zusammengefunden hat, um im Laufe dieses Jahres eine neue EP und ein neues Album herauszubringen. Wir dürfen also gespannt bleiben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/su-YnPiyKqI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #27 &#8211; ENTER SHIKARI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 08:16:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[edm]]></category>
		<category><![CDATA[electrocore]]></category>
		<category><![CDATA[Post Hardcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-27-enter-shikari/">Core Classics #27 &#8211; ENTER SHIKARI</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ENTER SHIKARI </strong>&#8211;&nbsp;Take To The Skies<br />
Veröffentlichungsdatum:&nbsp;19.03.2007<br />
Länge: 52:43 Min.<br />
Label: Ambush Reality<span id="more-14807"></span></p>
<p>Da ich euch ja bereits zwei Übeltäter der Sparte &#8222;Elektro-Pop und EDM meets Metalcore&#8220; gezeigt habe, kommen wir nun zum mir sympathischsten Genre-Mix der vergangenen 10 Jahre. Natürlich rede ich von den Briten <strong>ENTER SHIKARI</strong>, die sich immer wieder einen Namen machen konnten. Sei es durch die Vermischung von Rap, Alternative Metal und Dubstep&nbsp;oder der Grundstruktur aus Post Hardcore und Trancecore. Das ständige Neuerfinden&nbsp;und das langjährige Bestehen der Band zeigen, dass elektronische Rockmusik für diese Truppe nicht nur ein &#8222;Cashgrab&#8220; ist. Durch eben diese Attribute sind&nbsp;sie bodenständiger als jede andere Band aus der Trancecore-Szene. Auch der unglaublich verführerische, britische Akzent&nbsp;von Sänger <strong>Rou Reynolds</strong> verhilft den Jungs aus St. Albans zum Erfolg. Wie er systemkritische Texte von Album zu Album präsentiert, sollte andere, engstirnig denkende, Sänger zum Nachdenken anregen. Egal ob er rappt, screamt oder singt, <strong>Rou</strong> läuft in allen Disziplinen zur Höchstform auf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-14840" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Take-To-The-Skies-cover-1024x1024.jpg" height="400" width="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Take-To-The-Skies-cover-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Take-To-The-Skies-cover-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Take-To-The-Skies-cover-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Take-To-The-Skies-cover-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Take-To-The-Skies-cover.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Album um das es mir heute geht, feiert in gerade mal 16 Tagen seinen zehnten Geburtstag. &#8222;Take To The Skies&#8220; ist das Debüt der Keyboard-verrückten Engländer und war&nbsp;direkt nach Release ein Meilenstein in der Innovationsgeschichte der Core-Szene. Das die Jungs es ernst meinen, fällt sofort beim Titel des ersten Songs auf.</p>
<p>Wer das erste Lied auf der ersten Langspielplatte seiner Band nach der Band selbst benennt und:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8222;And still we will be here standing like statues&#8220;</p>
</blockquote>
<p>proklamiert, der versteht keinen Spaß. Ikonische Keyboard-Gitarren-Kombinationen auf <em>&#8222;Mothership&#8220;</em> und<em> &#8222;Anything Can Happen Within The Next Half An Hour&#8220; </em>geben dann den Ton für das restliche Album an. Denn egal wie verspielt einige Synthesizer auf<em> &#8222;Jonny Sniper&#8220;</em> klingen, der Hauptteil bleibt rasant. Der bekannteste und verdient beste Track <em>&#8222;Sorry You&#8217;re Not A Winner&#8220;</em> bringt all das mit, was Innovation ausmacht: Die&nbsp;rastlosen Screams und die&nbsp;kurzen Pig Squeals stehen im Kontrast zum klaren Gesang, der vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig klingt, und den Gangvocals. Das Melodic-Metalcore-Riffing verträgt sich perfekt mit den Synth-Lines. Die Breakdowns nutzen perfekte Growls und das Keyboard. Der doppelte Klatscher wird zum ikonischen Markenzeichen, für das fast jeder sie heute noch kennt. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und kreativ. Schon allein für dieses Lied hat dieses Album den Legenden-Status verdient. Und das Video hab ich mir bestimmt schon 20.000 Mal angeschaut. Danke dafür!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14841 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Cr1c5yzUEAEEfA8.jpg" height="516" width="516" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Cr1c5yzUEAEEfA8.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Cr1c5yzUEAEEfA8-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Cr1c5yzUEAEEfA8-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Cr1c5yzUEAEEfA8-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 516px) 100vw, 516px" /></p>
<p>Jeder einzelne Song hat ein ähnliches Hitpotenzial wie die gerade eben erwähnte Klatsch-Party. Ausgefallene und tanzbare Synths bilden die Grundlage für fast jedes Lied und sorgen für einen großen Wiedererkennungswert. Der Gesang, der die langsamen, balladenartigen Teile versüßt, klingt jedoch nicht immer astrein. Trotzdem wurde hörbar lang genug an der Scheibe gearbeitet. Schließlich waren in den bis dahin vergangenen sieben Jahren Bandgeschichte erst zwei EPs/Demos veröffentlicht worden. Für einwandfreien Gesang ohne merkliche Auslöser für Augenbrauenhochzieher hat es erst 2012 gereicht. Nichtsdestotrotz fuhren sie schon immer ihre eigene Schiene und blieben genauso unbelehrbar wie kreativ.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Der Durchbruch dieses 18 Jahre alten Urgesteins in der britischen Post Hardcore- und EDM-Szene gelang für Außenstehende über Nacht. Die vielen, vorher ausgearbeiteten technischen Finessen fallen erst auf, wenn man etwas tiefer blickt. So kursierte eine erste Aufnahme des Fanfavoriten <em>&#8222;Sorry You&#8217;re Not A Winner&#8220;</em> bereits seit 2003 auf einer gleichnamigen EP.<em> &#8222;Anything Can Happen In The Next Half An Hour&#8220;</em> war ebenfalls eine EP, die auch <em>&#8222;Johnny Sniper&#8220;</em> enthielt. Aufgenommen wurde das gesamte Album übrigens seit der Umbenennung der Band in <strong>ENTER SHIKARI</strong>. Fun Fact am Rande: die &#8222;Shikari&#8220; war lediglich das Boot des Onkels von Sänger und Keyboarder <strong>Rou</strong>.<br />
Trotz der offensichtlichen Überlegenheit der bereits veröffentlichten Lieder funktioniert das Album als Gesamtpaket außerordentlich gut. Was bei vielen Künstlern vielleicht zusammengewürfelt klingen würde, ist hier wie aus einem Guss. Aber so viel will ich dir auch nicht aufdringen, entscheide selbst, ob es dich so umhaut wie mich.<br />
Der beste <strong>ENTER SHIKARI</strong>-Witz geht angeblich so: Deine Mutter klatscht vier Mal bei <em>&#8222;Sorry You&#8217;re Not A Winner&#8220;</em>.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/P4MiC67seUY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-27-enter-shikari/">Core Classics #27 &#8211; ENTER SHIKARI</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Core Classics #26 &#8211; Attack Attack!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2017 07:25:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ATTACK ATTACK!&nbsp;</strong>&#8211; Someday Came Suddenly<br />
Veröffentlichungsdatum:&nbsp;11.09.2008<br />
Länge: 30:24&nbsp;Min.<br />
Label: Rise Records<span id="more-14585"></span></p>
<p>Wenn es ein Genre gibt, das vom Durschnitts-Metaller mehr gehasst wird als Pop, dann ist das wohl EDM und viele andere Unterformen von elektronischer Musik. Zum Teil zu Recht wird den Fans attestiert, nur für Party, Drogen und Sex in die Clubs zu gehen und diese Musik zu genießen. Jedes Konzert läuft in der Vorstellung eines Metal-Fans gleich ab: Eine wabernde Masse bewegt sich voll von Lust und Ecstasy-Tabletten zu herzlosen Beats, die die auf Höhepunkte geiernden Halbstarken in Trance versetzen. Verglichen mit den gegen Metalcore auftretenden Vorurteilen lassen sich einige Parallelen ziehen.</p>
<p>Die Highlights, auf die die Generation Smartphone hier wartet, sind die Breakdowns und die lyrischen Stilmittel,&nbsp;welche allerdings&nbsp;so ausgelutscht sind, dass sie bei vielen Bands austauschbarer nicht sein könnten. Es geht den Sängern so oft um Liebe, Enttäuschung, Selbstzweifel, Kapitalismuskritik und übertriebenem Atheismus, beziehungsweise dem genauen Gegenteil davon, dass der Vorwurf im Raum steht, flache und vereinheitlichte Musik zu machen. Die Sättigungserscheinungen von Metalcore und elektronischer Musik zu vereinen, dürfte folglich einen der größten Shitstorms der modernen Metal-Szene auslösen. Und genau diese Kontroverse nutzten Electronicore-Bands aus, wobei es heute um die Speerspitze dieser Bewegung geht. Die Kombination aus Keyboard-Solos, Breakdowns und simplen Synthesizern war ihnen jedoch nicht genug. <strong>ATTACK ATTACK!</strong> sind neben ihrer Musik auch für Drama bekannt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14623 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-1024x1024.jpg" height="545" width="545" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073.jpg 1425w" sizes="auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px" /></p>
<p>So schied das Gründungsmitglied <strong>Austin Carlile</strong> bereits 2008 aus der Band aus und stellte sich mit <strong>OF MICE AND MEN</strong> eine weitere erfolgreiche Metalcore-Truppe zusammen. Als diese jedoch seinen 180-Grad-Wechsel zu religiösen Texten und noch weicherer Musik nicht mitmachen wollten, wurde die nach einem Buch benannte Gruppe die nächste, die <strong>Austin</strong> verlassen musste. Bei der Band, um die es heute geht, füllte dann <strong>Gabe&nbsp;Barham</strong> die Lücke, die <strong>Austin</strong> hinterließ. Dieser hielt kaum ein Jahr durch, ehe er sich freiwillig von der Band trennte. Sein Ersatz bei <strong>ATTACK ATTACK!</strong> war niemand anderes als die heutige Besetzung der Einmannshow <strong>BEARTOOTH</strong>. Der 2008 dazugestoßene Keyboarder <strong>Caleb Shomo</strong> übernahm die Pflichten des Sängers jedoch auch nur bis 2012 und das läutete den endgültigen Abschied ein. Trotz einem weiteren neuen Gesangstalent namens <strong>Phil Druyor</strong> (<strong>I AM ABOMINATION</strong>), einer Single und etlichen Studio-Updates blieb Album Nummer vier nur ein Traum. 2013 gingen die Lichter endgültig aus und wer weiß schon, wie viele Scenesterherzen dadurch gebrochen wurden.</p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass in der Besetzung der Band eindeutig der Wurm drin war &#8211; schließlich verließ auch der Gitarrist&nbsp;<strong>Johnny Franck </strong>die Band 2010 &#8211; dürfte die Musik kaum noch unorigineller sein. Auf der Erfolgswelle von <strong>CONFIDE</strong>,<strong> ASKING ALEXANDRIA</strong>&nbsp;und Co. ritten auch diese US-Amerikaner mit. Sie verschärften ihren Drang zum Auffallen&nbsp;auch noch durch die Wortschöpfung &#8222;Crabcore&#8220;. Damit wurden die&nbsp;krabbenartigen Bewegungen zum Rhythmus der Breakdowns in ihren Videos beschrieben.<strong> ATTACK ATTACK!</strong> verwandelte diesen Scherz in ein beliebtes Meme, aus dem sie Profit schlugen. Merchandise&nbsp;mit dem Aufdruck wurde zu Genüge verkauft, weil kaum ein Fan&nbsp;Witze, bei denen die Bands mitspielen, nicht gut findet. Zahlreiche Nacheiferer folgten, aber kaum einer konnte die wahren Könige der Bewegung an Fremdscham überbieten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14624 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597.jpg" height="317" width="475" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597.jpg 475w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /></p>
<p>Schon allein das an Crunk erinnernde Intro des Albums <em>&#8222;Hot Grills, and High Tops&#8220;</em> ist&nbsp;nicht einzuholen. Immerhin könnte kein anderes Lied der Welt so gut wie auf das folgende Autotune-Fest <em>&#8222;Stick Stickly&#8220;</em> &#8211; einen der ikonischsten Songs der Bandgeschichte &#8211; vorbereiten. Wer sich von euch bei diesem grässlich übertriebenen Chorus die Ohren zuhält, den kann ich sehr gut verstehen. Jeder der erzählt, dass Mathcore Kopfschmerzen verursacht, hat noch nicht mit den Meisterwerken aus der Trancecore-Szene zu tun gehabt. Mitsingen und betrunken zur Musik schwingen geht trotzdem noch &#8211; keine Angst. Wenn man sich nicht zu Ernst nimmt, kann man dieser Band also doch etwas abgewinnen. Welcher Alkoholpegel allerdings nötig ist, sollte ein Geheimnis bleiben. Produziert wurde&nbsp;diese Gräueltat nebenbei bemerkt von <strong>Joey Sturgis</strong>, dem Schöpfer aller Einheitsbrei-Metalcore-Bands. Das letzte fehlende Qualitätssiegel ist dann der Name des Labels <strong>Rise Records</strong>, welches ziemlich doll nach Hot Topic riecht und zusammen mit <strong>Sturgis</strong> gerne mal geldgierige Manifestationen der Übersättigung von Metalcore auf den Markt bringt.</p>
<blockquote><p>I always thought that you would be the one<br />
But, baby, just give me a chance &#8211; <em>&#8222;The People&#8217;s Elbow&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Ich würde&nbsp;euch sogar&nbsp;raten in die gesamte Platte nicht reinzuhören. Dadurch würden euch so grässliche Titel wie <em>&#8222;Catfish Soup&#8220;</em> und <em>&#8222;What Happens If&nbsp;I Can&#8217;t Check My MySpace When We Get There&#8220;&nbsp;</em>erspart bleiben. Wenn ihr auf Masochismus steht und euch trotz meiner nett gemeinten Empfehlung, dieses Album zu überspringen, an die Scheibe wagt, hoffe ich keine Klagen an den Hals zu kriegen. Anstiftung zum Selbstmord dürfte ein ziemlich schwerwiegender Tatbestand sein, also lasst mich und euch nicht hängen.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Trotz der zahlreichen Gruppen, die von ehemaligen Mitgliedern dieser Band gegründet wurden, bleibt das Erbe von <strong>ATTACK ATTACK!</strong> ein sehr unschönes. Stellt euch einfach vor, ihr würdet von eurer Tante kein Geld, sondern nur Schulden erben. So ungefähr dürfte sich jeder Musiker fühlen, der in dieses Projekt involviert war und es nicht als einen Fehler seiner Jugend abtun möchte. Es wird im Text so dick aufgetragen, dass die Instrumente eigentlich gar nicht hinterherkommen können. Aber die auserkorenen <strong>PITBULL</strong>s des Metals sorgen für schwer greifbare und künstlerisch unvertretbare Musik, deren emotionale Qualität der eines Dixi-Klos entspricht. Und auch ich habe nun erfolgreich meinen Scheißhaufen auf eine der vielen Todsünden im Metalcore gesetzt. Vertretet ihr die gleiche Meinung und platziert euer Stoffwechselendprodukt&nbsp;ebenfalls auf <strong>ATTACK ATTACK!</strong>? Lasst es mich wissen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/KDzt6yI3Dw8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics Spezial #25 &#8211; The Dillinger Escape Plan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[jazz metal]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[Mathcore]]></category>
		<category><![CDATA[Show]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN </strong>&#8211; Calculating Infinty<br />
Veröffentlichungsdatum: 28.09.1999<br />
Länge: 37:27 Min.<br />
Label: Relapse Records</p>
<p>Die Lichter im gesamten Columbia Theater gingen wieder an, Drumsticks wurden in die Menge geworfen und schon fing die nervige Pausenmusik an zu spielen. Nachdem die letzte Note von &#8222;43 % Burnt&#8220; gespielt war, verließen<strong> THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong> Berlin für immer. Sie haben nicht vor zurückzukehren, es gibt keine undefinierte Pause, einfach nur den Schluss. Da sank mir am vergangenen Freitag, dem 10.02.2017, das Herz doch etwas in die Hose. Zuerst fühlte ich mich am Ende der Show wie paralysiert, schließlich war das meine erste und letzte Chance gewesen die US-Amerikaner live zu erleben. Doch jegliche Hoffnung auf eine Zugabe war schnell dahin und jeder im Saal musste sich mit der bitteren Wahrheit abfinden:</p>
<h4>Eine Ära geht zu Ende.</h4>
<p>Die Band, die sich darauf verstand, chaotische und emotional fordernde Musik zu machen, ohne eine Mauer aus Geräuschen erzeugen zu müssen. Die Band, die nach dem ersten Staatsfeind der USA benannt ist. Diese Band würde einfach so verschwinden. Doch was bleibt von ihr?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14385 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/The-Dillinger-Escape-Plan-Calculating-Infinity.jpg" width="407" height="407" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/The-Dillinger-Escape-Plan-Calculating-Infinity.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/The-Dillinger-Escape-Plan-Calculating-Infinity-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/The-Dillinger-Escape-Plan-Calculating-Infinity-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/The-Dillinger-Escape-Plan-Calculating-Infinity-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 407px) 100vw, 407px" /></p>
<p>Die überwältigenden Fähigkeiten aller Bandmitglieder konnten nie in Frage gestellt werden. Der Sänger trifft jede Note und hat eine unglaubliche Reichweite in seiner Stimme. Die Gitarristen spielen genauso präzise wie technisch anspruchsvoll und der Schlagzeuger steht ihnen in nichts nach. Selbst wer sie nicht ertragen konnte, weil es zu unmelodisch und brachial klang, respektierte sie dafür, was sie alles konnten. Denn wenn es sich einmal ruhig oder sogar eingängig anhören sollte, wussten meine Lieblinge aus New Jersey wie das erreicht werden kann. Sie erinnern an eine Art<strong> Picasso</strong> der Musikszene, da sie auch alle Techniken beherrschen, um Kunst zu schaffen, die jeder als ästhetisch und als ein perfektes Replikat der Realität einstuft. Doch sie erfanden sich immer wieder selbst neu und ließen sich von keiner Grenze in irgendeinem Genre aufhalten. Sie drückten den Zuhörer immer weiter in die Ecken seines Musikgeschmacks, in welchen er sich unkomfortabel und manipuliert fühlt. Dort wo Jazz verachtende Metalkenner sich plötzlich völlig neuen Tonlandschaften öffnen, weil ihnen zum ersten Mal die künstlerische Bedeutung dieser offengelegt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14387 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/dillinger-escape-plan-2016.jpg" width="699" height="366" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/dillinger-escape-plan-2016.jpg 699w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/dillinger-escape-plan-2016-300x157.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px" /></p>
<p>Und mit welcher LP begann die lange Reise, deren glorreiches Ende von einem <a href="https://silence-magazin.de/the-dillinger-escpape-plan-brechen-europatour-nach-unfall-ab-starten-gofundme-seite/">Busunfall</a> verhindert wurde? Das Debüt &#8222;Calculating Infinity&#8220; glänzt nicht nur mit dem ikonischen Cover, welches ich &#8211; trotz Kurzsichtigkeit &#8211; auf zehn Kilometer Entfernung in jedem Plattenladen erkennen würde. Musikalisch wird eine Leistung geboten, die man von einer zwei Jahre jungen Band nicht unbedingt erwartet. Damals spielten die Genies an den Instrumenten noch mit dem ursprünglichen Sänger <strong>Dimitri Minakakis</strong>, der von seinem Nachfolger in allen Aspekten geschlagen wird. Die berüchtigte Reichweite in der Stimme, sowie die unverwechselbaren Melodien im Refrain von &#8222;Milk Lizard&#8220;, waren unter Grafik-Designer <strong>Dimitri</strong> nicht vorstellbar.<br />
Nichtsdestotrotz nahm <strong>Ben Weinman</strong> schon damals die Taktwechsel und ungewöhnlichen Songstrukturen in die Hand, die sie berühmt machen. Das fällt besonders stark ins Gewicht, wenn ich die ersten Lieder der LP höre. Mit unnachgiebiger Wucht prallt ein Lied nach dem anderen auf mich ein. Da hilft auch keine Aspirin von Mutti, durch das instrumentale Chaos und die unvorhersehbaren Wechsel wird der Kopf immer gefordert. Wem also schon das Aufstehen Kopfschmerzen bereitet, dem sei diese Langspielplatte nicht für den Weg zur Arbeit empfohlen. Um Aggressionen bezüglich der Kunden, der Kollegen oder dem Chef zu verarbeiten genügt es jedoch allemal.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14390 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/the_dillinger_escape_plan27_website_image_wlvx_wuxga-1024x576.jpg" width="571" height="321" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/the_dillinger_escape_plan27_website_image_wlvx_wuxga-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/the_dillinger_escape_plan27_website_image_wlvx_wuxga-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/the_dillinger_escape_plan27_website_image_wlvx_wuxga-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/the_dillinger_escape_plan27_website_image_wlvx_wuxga.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px" /></p>
<p>Egal wie erfolgreich Lieder wie<em> &#8222;One Of Us Is The Killer&#8220;</em>, <em>&#8222;Panasonic Youth&#8220;</em> und <em>&#8222;Milk Lizard&#8220;</em> sind, keiner von ihnen wird je der Hit der Hits sein. Dieses Sahnehäubchen auf der einzigartigen Diskografie der Gruppe ist das Lied <em>&#8222;43% Burnt&#8220;</em>. Wer das Riff im Intro nicht erkennt ist raus aus meinem Leben. Das heißt, man sollte Mathcore-Titanen würdigen, ansonsten wird das nichts mit einer engen Beziehung.</p>
<h4>&#8222;Außer mit dir natürlich Schatz, ich liebe dich.&#8220;</h4>
<p>Gefolgt wird dieses Lied von <em>&#8222;Jim Fear&#8220;</em>, welcher Tanzflächenfreunden genauso gut bekannt sein sollte wie <em>&#8222;Destro&#8217;s Secret&#8220;</em>. Es ist, als hätten Metal und Jazz ihr Kind in die nächste Müllverbrennungsanlage geworfen. Dieses Baby der unglücklichen Liebe entkam dann tanzend den Flammen. So ähnlich kann man fast jedes Lied zwischen dem brachialen Opener <em>&#8222;Sugar Coated Sour&#8220;</em> und dem mit einem Filmausschnitt endenden <em>&#8222;Variations On A Cocktail Dress&#8220;</em> beschreiben.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>In der Lawine, die Bands wie <strong>BOTCH</strong> und<strong> CONVERGE</strong> losgetreten haben, etablierten sich <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong> dank &#8222;Calculating Infinity&#8220; schnell als eine der wenigen Nachahmer, die sich auf ihr Werk verstanden. Auf jede der oben genannten Gruppierungen kommen bestimmt jeweils 100 mehr oder weniger gescheiterte Kopien, aber für diese eine erfolgreiche und innovative darunter lebt die Mathcore-Szene auch heute noch. Noch eine Weile gehören die Bühnen dieser Szene auch <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong>. So entledigte sich Sänger <strong>Greg</strong> einst <a href="http://www.theprp.com/2016/08/28/news/dillinger-escape-plans-singer-reflects-infamous-head-walk-shitting-onstage/">seines Stoffwechselendproduktes in einer Plastiktüte</a>, indem er diese in die Zuschauer schmiss.<br />
Solche Szenen werden sich auf der Abschiedstour wahrscheinlich nicht wiederholen und nachdem sich alle Mitglieder vom Unfall erholt haben, sollte es weitergehen. Es werden noch die verpassten Tourtermine nachgeholt und <strong>Wacken</strong> mit ihrer Energie beglückt. Dann wird irgendwo sehr bald das letzte Set mit dem folgenden Satz beendet:</p>
<blockquote><p>Self absorb that utopia so bad, I just feel it. &#8211; <em>&#8222;43% burnt&#8220;</em></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/TbfZOfLaO3Q?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #24 &#8211; Unearth</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:28:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[Bury Tomorrow]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Unearth]]></category>
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<p><strong>UNEARTH&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;The Oncoming Storm<br />
Veröffentlichungsdatum:&nbsp;29.06.2004<br />
Länge: 40:36 Min.<br />
Label: Metal Blade Records</p>
<p>Die großartigste Metalcore-Band der Melodic-Death-Metal-Schule ist in den Augen der meisten natürlich <strong>AS I LAY DYING</strong>. Die Truppe rund um unseren Lieblingsinsassen <strong>Tim Lambesis</strong> hatte kommerziellen Erfolg und war trotzdem individuell. Eine der Bands, die im Schatten der noch größeren Gruppierungen ihr Dasein fristeten, ist <strong>UNEARTH</strong>. Dieses Album war erst ihre zweite LP, doch der stilgetreue und verspielte Ton, den man auf dem Debüt nur vermuten konnte, festigt sich hier bereits. Schließlich gibt es die Formation&nbsp;zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits seit 1998.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14142 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-1024x1024.jpg" height="488" width="488" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px" /><br />
Die Geschicke von Produzent <strong>Adam Dutkiewiecz</strong> sind deutlich hörbar &#8211; er war für viele der Melodic-Metalcore-Alben der Meisterklasse verantwortlich, sowohl als Gitarrist als auch als Produzent. Die Belohnung für dieses herausragende Werk waren nicht nur gute internationale Kritiken. Ohne die Veröffentlichung dieses Albums und das Unterschreiben eines Vertrags bei Metal Blade Records, wäre es nie zum Ritterschlag für die Gruppe gekommen: sie spielten auf der Headbanger United States Tour von MTV mit&nbsp;den Legenden <strong>LAMB OF GOD</strong>, <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> und <strong>SHADOWS FALL</strong>. Außerdem spielten sie auch auf Festivals wie dem <strong>OzzFest</strong>. Da ich&nbsp;<strong>UNEARTH</strong> bereits live gesehen habe, kann ich bestätigen, dass das eine unglaublich gute Show gewesen sein muss. Meine Favoriten stammen dabei beide von &#8222;The Oncoming Storm&#8220;: der Fanliebling <em>&#8222;Zombie Autopilot&#8220;</em> und das konzerttaugliche <em>&#8222;Black Hearts Now Reign&#8220;</em>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-14145" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/unearth_07.jpg" height="373" width="553" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/unearth_07.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/unearth_07-300x203.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px" /></p>
<p>Diese beiden Lieder sind aber nicht die wichtigste Kombination aus zwei aufeinanderfolgenden Liedern auf dieser Scheibe. <em>&#8222;Failure&#8220;</em> schließt zum Beispiel nahtlos an den Opener <em>&#8222;The Great Dividers&#8220;</em> an, da beide tonangebend für eine 40-minütige Reise durch das Metalcore-Schlaraffenland sind. Neben den Riffs, die sofort in den Kopf gehen, bleibt auch fast jeder Breakdown&nbsp;wiedererkennbar. Nicht umsonst wurden sie von&nbsp;neueren Bands wie <strong>BURY TOMORROW</strong> als Meister der Breakdowns bezeichnet, ohne die es viele Bands heute nicht geben würde. Die beiden letzten Lieder sind auf der Reise genauso wichtig wie die Songs in der ersten Hälfte. Die &#8222;Ruhe&#8220; vor dem Sturm gibt es auf <em>&#8222;Predetermined Sky&#8220;</em>, bevor <em>&#8222;False Idols&#8220;</em>, mit der typischen Hardcore-Attitüde ausgestattet, daherkommt. Damit erreicht man jeden Fan, der eine Schwäche für solche &#8222;Wir gegen die Welt&#8220;- und Anti-System-Songs hat. Verpackt hat man es trotzdem viel schöner als irgendwelche Brocore-Bands es je schaffen könnten.</p>
<blockquote><p>&#8222;here we stand. lessened are the far and few who sustain, protect and nurture. who stands before us. we lay our lives down for the<br />
star. who stands before us. as we speak. we lay our lives down for the star. it&#8217;s all pathetically the same&#8220; &#8211;<em> &#8222;False Idols&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Eine stolze Bandgeschichte haben die Jungs aus Boston schon hinter sich. Ich glaube, man kann sich auf die Schulter klopfen, wenn man Metalcore-Bands von einem Kaliber wie <strong>BURY TOMORROW</strong> inspiriert hat. Diese Briten sind auch ein absoluter Tipp im Genre, obwohl sie auch im Schatten der großen US-amerikanischen Bands leben müssen. Trotzdem ist ihre Größe schon ansehnlich gewachsen und ihre Fangemeinschaft pendelt sich von der Treue irgendwo zwischen&nbsp;<strong>UNEARTH</strong> und <strong>NORMA JEAN</strong> ein. Erstaunlich wie viele Parallelen hier zu finden sind, entweder wiederholt sich die Geschichte wirklich oder ich habe einen Fehler in der Matrix entdeckt. Aber hört selbst was es dank<strong> UNEARTH</strong> auf dem Markt noch für Bands gibt:</p>
<h4 style="text-align: center;">(Achtung: akute Riffwarnung, bitte verlassen sie den Raum falls sie melodieresistent sind!)</h4>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/scB89V6HQDU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Sogar die Bonustracks, die diesem Album bei einem Re-Release übergeholfen wurden, sind keine B-Sides, sondern vom Debüt-Album &#8222;Stings Of Conscience&#8220;. Unpolierter und roher als der Rest des Albums sind sie keine logische Ergänzung und dennoch gehen sie ins Ohr. Emotionale Tiefen oder Höhen hat die Platte nicht zu bieten, es bleibt eigentlich immer bei der gleichen, galoppartigen Geschwindigkeit, bei der an keiner Haltestelle gestoppt wird. Und wo es keine definitiven Highlights geben muss, da tanzt jedes Lied komplett aus der Reihe, was nicht dem Standard des restlichen Albums entspricht. Ich hatte von einem großen Label eh nicht erwartet, dass solche künstlerischen Schritte verstanden werden. Meckern mag ich trotzdem nicht, denn der &#8222;neuen&#8220; Version des Albums lag auch eine DVD bei. Diese ist mit den typischen Backstage-Aufnahme-Inhalten, Musikvideos und Live-Performances bestückt. Also doch etwas mehr Fan-Service, als es bei einem kleinen Label möglich ist.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Und was ist das Beste an dieser Band und diesem Werk? Die inzwischen etwas älteren Männer machen weiterhin großartige Musik, die sich nicht von ihren Wurzeln entfernt. Vielmehr erwarten dich auf jedem späteren Album verfeinerte und auch zum Teil noch härtere Versionen von<strong> UNEARTH</strong>, was man auf dieser Scheibe lieben lernt. Kein Stein wird von dieser Melodic-Metalcore-Kapelle auf dem anderen gelassen. Egal ob lyrisch oder instrumental werden Konzepte aus dem Alltag und der gesamten menschlichen Welt aufgebrochen, besprochen und verarbeitet. Eine weitere Band die es schafft, eine Brücke zwischen alten und jungen Fans zu schlagen und darauf sollte vielleicht öfter angestoßen werden. Schließlich war jeder alte Fan mal ein unerfahrener neuer Fan, der nur an der Oberfläche kratzte.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/gYKlEPrGTpg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-24-unearth/">Core Classics #24 &#8211; Unearth</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Core Classics #23 &#8211; I Killed The Prom Queen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2017 11:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[catchy]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[legends]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>I KILLED THE PROM QUEEN </strong>&#8211; Music For The Recently Deceased<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.07.2006<br />
Länge: 42:03 Min.<br />
Label: Stomp Entertainment, Metal Blade, UNFD<span id="more-13875"></span></p>
<p>Aus der Abteilung &#8222;Hört mal wer da wummert!&#8220; kommt heute eine Band, die sich zwar 2014 wiedergefunden hat und mit ihrem dritten Album alle Erwartungen übertreffen konnte, aber seitdem sehr ruhig geworden ist. Längst schon erwarte ich nach den Eskapaden auf ihrem legendären, hier besprochenen zweiten Album und dem etwas erwachseneren Nachfolger &#8222;Beloved&#8220; neues Material. Dennoch muss ich mich zuerst mit dem zufrieden geben, was bereits geboten wurde. Knallende Riffs, ein paar zu viele Breakdowns und für Metalcore typische Texte waren das bis zum heutigen Tag. Bei einem so Facepalm auslösenden Namen ist das kein Wunder. Wer die Ballkönigin umbringt war entweder neidisch, eifersüchtig, der/die AußenseiterIn oder der/die Leidtragende, wenn arrogante gutaussehende Highschool-Schnepfen wieder Dampf ablassen. Genau in dieses Schema passt auch der standardmäßige MySpace-Scenester und sein Musikgeschmack. Die Zielgruppe erreichen Musiker jedoch nicht nur durch einen quirkigen Bandnamen oder böse Songtitel. Welche Noten man spielt und was man singt, sollte ebenfalls wie die Faust aufs Auge passen, was hier definitiv der Fall ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13888 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Music_For_The_Recently_Decease-1024x1024.jpg" width="438" height="438" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Music_For_The_Recently_Decease-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Music_For_The_Recently_Decease-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Music_For_The_Recently_Decease-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Music_For_The_Recently_Decease-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Music_For_The_Recently_Decease.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 438px) 100vw, 438px" /></p>
<p>Allein der Titel <em>&#8222;Your Shirt Would Look Better with a Columbian Neck–tie&#8220; </em>lässt die Gewaltfantasien betrogener und hintergangener Menschen aufleben. Für den Wortwitz im Titel möchte wahrscheinlich kein Mensch verantwortlich sein, der etwas auf seinen Humor hält, dennoch macht es Spaß zuzuhören. Trotzdem würde ich niemandem eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kolumbianische_Krawatte">Kolumbianische Krawatte</a> wünschen, damit sieht kein T-Shirt besser aus. Selbst für Goregrind-Fans mit entsprechendem Merch ist es nicht zu empfehlen. Da würde mir <strong>Guido Maria Kretschmer</strong> vielleicht auch zustimmen, falls der einen Metal-Fashionguide herausbringen müsste. Genug Humor für heute, kommen wir zum wichtigsten Part &#8211; der Musik. Hier werden uns neben Melodic-Death-Metal-Riffs viele Breakdowns präsentiert, die ich an dieser Stelle leider nicht gezählt habe. Das Gesamtpaket kommt mir schwedischer vor als jeder IKEA-Katalog. Was hier von den Gitarristen, dem Sänger und dem Schlagzeuger fabriziert wird, könnte so zum Teil der Feder von zum Beispiel <strong>IN FLAMES</strong> entsprungen sein. Vorausgesetzt, diese hätten vorher Sex mit Hardcore-Schlagzeug-Rhythmen gehabt und Breakdowns von <strong>PARKWAY DRIVE</strong> abgekupfert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13891 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/IKilledthePromQueen.jpg" width="470" height="316" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/IKilledthePromQueen.jpg 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/IKilledthePromQueen-300x202.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /></p>
<p>Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass das Album in Gothenburg aufgenommen und produziert wurde. Einen passenderen und Genre-trächtigeren Ort hätte man wohl nicht wählen können. Das Sahnehäubchen ist dann der Fakt, dass im <strong>Studi Fredman</strong> unter anderem Klassiker wie &#8222;Slaughter Of The Soul&#8220;, &#8222;The Jester Race&#8220; und &#8222;Projector&#8220; aufgenommen und/oder abgemischt wurden. Die Größten der Großen des Melodic Death Metals wie <strong>AT THE GATES</strong>, <strong>ARCH ENEMY</strong>, <strong>SOILWORK</strong> und <strong>DARK TRANQUILITY</strong> gaben sich hier die Ehre.<br />
Und ähnlich wie das Genre Melodic Death Metal, fungiert der Melodic Metalcore nämlich auch als Einstieg für viele neue Metaller. Für die werden nicht nur eingängige, melodische Riffs eingebaut, sondern auch Soli. Das freut dann die Alteingesessenen genauso und schon hat man eine Gruppe junger Musiker gefunden, auf die sich plötzlich viele Leute einigen können. Dieser Effekt ist zum Bespiel bei <strong>AS I LAY DYING</strong> und <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> zu beobachten.<em><br />
</em></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/CRSXeKhFSOs?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nichtsdestotrotz erreicht der klare Gesang auf dem Album an zahlreichen Stellen das Gegenteil von dem, was er vermitteln will. Emotionen können eben nicht erzwungen werden und dementsprechend kann nicht jedes Lied <em>&#8222;Say Goodbye&#8220;</em> sein. Wer Kompromisse eingehen kann, sollte sich trotzdem auf das Album einlassen. Denn schon allein das Solo auf <em>&#8222;The Deepest Sleep&#8220;</em> solltest du dir nicht durch die Lappen gehen lassen. Und erfreulicherweise bietet ein Album wie dieses so viele Momente, bei denen ich auch gern Kauleisten meiner Mitmenschen gestalten würde. Growls und disharmonische Breakdowns, sowie die kompromisslosen Riffs mobilisieren jeden Muskel in meinem noch so auf Bürosessel geeichten Körper. Am Ende reicht es nur für ein verhaltenes Kopfnicken und ein bisschen Luft-Gitarre aber das sollte für die Australier genügen. Den Schlagzeuger aus der Gleichung zu nehmen wäre jedoch fatal, denn sein energischer Spielstil sorgt für die nötige Portion an Tempo &#8211; Circle Pits inklusive -, die irgendwo zwischen den Breakdowns verloren gehen würde.</p>
<h4 style="text-align: center">Fazit:</h4>
<p>Die Australier himmeln ihre schwedischen Idole nicht nur vergeblich an, sondern setzen das um, was sie selbst bewegt. Trotz einer sehr instabilen Besetzung darf ich weiterhin hoffen, dass 2017 den nächsten großen Durchbruch markiert. Dennoch liegt die Messlatte nach den beiden erfolgreichen letzten Alben ziemlich hoch. Dank der nahtlosen Verschmelzung von Breakdowns, Chugs und Melodic Death Metal stehen <strong>I KILLED THE PROM QUEEN</strong> direkt hinter der Speerspitze einer Bewegung, in der sie oft vergessen werden. Die Underdogs bleiben dran und beißen sich bestimmt bald weltweit in der Szene fest.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/kQmxBg5-6rM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-23-i-killed-the-prom-queen/">Core Classics #23 &#8211; I Killed The Prom Queen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Core Classics #22 &#8211; Antagony</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2017 07:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Deathcore]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[legendary]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-22-antagony/">Core Classics #22 &#8211; Antagony</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ANTAGONY </strong>&#8211; See Through These Eyes<br />
Veröffentlichungsdatum: 01.06.2001<br />
Länge: 32:07 Min.<br />
Label: Sporadicore Records</p>
<p>Um den Deathcore-Teil dieser Serie vernünftig abzuschließen, beschreibe ich euch nun die Emotionen, Intentionen und Leute hinter dem frühesten Meisterwerk der Dreifaltigkeit des Genres. Wenn von den großen Deathcore-Bands die Rede ist, dann werden diese trotz ihrer frühen Gründung im Jahr 1999, nicht immer erwähnt. Das kann daran liegen, dass sie sich viele Elemente aus dem Grindcore und anderen Untergenres wie Doom Metal liehen, bevor es 2009 zur endgültigen Auflösung der Formation kam. Vorher wurden andere Bands wie <strong>ALL SHALL PERISH</strong> fleißig mit ehemaligen Mitgliedern von <strong>ANTAGONY</strong> versorgt. Die Besetzung der Band schwankte seit dem ersten Album nämlich stark. Nach der Auflösung suchten sich die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder ein neues Projekt namens <strong>OBLIVION</strong>, welches die Erwartungen vieler Fans übertreffen konnte.</p>
<h4>Weinende Core-Babys</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13662 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16.jpg" height="559" width="559" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px" /></p>
<p>Das Cover allein stimmt hier darauf ein, wie man sich fühlen wird. Ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie einfach es ist, die Emotionen, die die Musik vermittelt, in einem Kunstwerk zu verpacken. Durch die Augen eines verlorenen Kleinkindes sieht man auf dieser Scheibe oft genug. Schrecklich verwirrt und verunsichert durch die auf den Hörer eindringenden Töne, läuft dieser Gefahr, aus seinem sicheren Kinderwagen zu springen. Dort erwartet ihn der kalte Boden der Realität, gepflastert mit den zerschlagenen Träumen aufstrebender Seelen und den brachialen Riffs von <strong>ANTAGONY</strong>. Nichtsdestotrotz bedient man sich den Geräuschen eines&nbsp;weinenden Babys, welches am Anfang des Albums zu hören ist.<br />
Die künstlerische Interpretation des hörbar roh produzierten Albums ist also nicht so weitreichend wie man vielleicht zuerst vermutet. Das heulende Kind hat sich wahrscheinlich überlegt, wie ungeschliffen und brutal die Stimme seines Vaters ist, der mit widerlichen Growls und abartig hohen Screams den angstgefüllten Texten Ausdruck verleiht. So viel Angst und Wut können in keinem Baby stecken, wenn diese doch gerade mal bis zum nächsten Löffel Karottenbrei denken können. Diese Fülle an Emotionen kann nur einem Heranwachsenden gehören, der von der Welt schon oft genug enttäuscht wurde. Da verwundert es nicht, dass die&nbsp;folgenden Zeilen nach einer Audio-Datei &#8211;&nbsp;in der suggeriert wird, dass Kinder den Tod durch eine Waffe finden &#8211;&nbsp;gesungen werden:</p>
<blockquote><p>Now I laugh at you<br />
The moment you died, you knew<br />
Revenge is mine, revenge<br />
Revenge is mine, revenge, revenge, revenge<br />
Realize tomorrow you&#8217;ll discover if you live or die<br />
Shotgun blasts drowning out your cries &#8211; <em>&#8222;Slob&#8220;</em></p></blockquote>
<h4>Nächster Halt: Bedeutungslosigkeit</h4>
<p>Genauso rastlos wie die Riffs auf diesem Album, war die Band selbst nicht. So heißt es in Statements auf den offiziellen Kanälen, dass durch die wechselnde Besetzung nach diesem Album das Momentum verloren wurde. Wer weiß schon, welche brutalen Anschläge noch auf die Hörer möglich gewesen wären, wenn nicht die Diskontinuität der&nbsp;Besetzung in den Weg gekommen werden. Sie hatten das Potenzial zu einer modernen Legende im Core-Untergrund und dann an der Oberfläche des Genres zu werden. Genauso hatten es Bands wie<strong> CONVERGE</strong> ja schon vorgemacht.<br />
Man betrachte nur das Intro von <em>&#8222;The Last Fall&#8220;</em> mit irgendeinem Song auf ihrem Abschiedsalbum &#8222;Days of Night&#8220; und man wird feststellen, dass musikalische Spiel- und Experimentierfreudigkeit durch kommerziellere und melodischere Songstrukturen ersetzt wurden. Dabei gab es wohl nichts Besseres&nbsp;als diesen Grindcore-Death-Metal-Hybrid,&nbsp;welcher die kommenden, sich als Deathcore bezeichnenden Bands hätte beeinflussen können. Wäre auch nur ein Quäntchen Einfluss von diesem Manifest der Genre-Vermischung in den heutigen Deathcore-Einheitsbrei gelangt, dann würde es wohl kaum große Aufschreie geben, sobald eine Band in eine andere Richtung als Radio-Rock experimentiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13665 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/3044_photo.gif" height="401" width="600"></p>
<p>Das sollte aber nicht davon ablenken, dass der durchaus eingängige und groovige Erstling von <strong>ANTAGONY</strong> nicht zum Headbangen taugt. Er befindet sich noch näher am Death Metal als <strong>DESPISED ICON</strong> und <strong>ALL SHALL PERISH</strong>, verliert dabei aber nie die gewisse Portion Hard- und Grindcore-Charme. Man trifft sich dort, wo die perfekte Mitte zwischen gefestigten, traditionellen Werten &#8211; siehe Riffs &#8211; und chaotischen, jugendlichen Ambitionen &#8211; siehe Gesang &#8211; vermutet wird. Ein Anlass für&nbsp;jedermann sich zu einigen und den gemeinsamen Konsens zu finden. Dieser sorgt dann dafür, dass sowohl Hardcore-Dancing als auch Headbanging erlaubt sind und die friedliche Koexistenz gesichert ist. Keiner will dann mehr den dürren Spargeltarzan mit dem <strong>SUICIDE SILENCE</strong>-Tank-Top schlagen, obwohl er so dämlich grinst mit seinen Snakebites und gedehnten Ohrlöchern.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p>Wer steht schon gern neben jemandem, der die Bands auf der eigenen Kutte/Jacke nur wegen ihres Genres nicht respektiert? Sowas darf in keiner Szene passieren &#8211; es sei denn, die Bands auf deiner Weste geben sich öffentlich wie Arschlöcher &#8211; und hoffentlich helfen Crossover-Bands&nbsp;dabei. Mit wilden Genre-Vermischungen kann man so einige prüde Einbahnstraßen-Fans aus ihren Reserven locken, so wie es <strong>ANTAGONY</strong> bei mir geschafft haben. Ich möchte mich zwar nicht als ein mit Scheuklappen versehener Idiot ohne einen breiten Musikgeschmack outen, aber das muss ich wohl. Umso besser ist es, wenn einem die Augen geöffnet werden und man plötzlich&nbsp;auch&nbsp;Deathcore an sich ranlässt. Also, wenn sonst schon niemand will.&nbsp;Wäre ich jetzt ein gut aussehender Fatzke auf irgendeinem Werbeplakat, würde ich euch wahrscheinlich diesen tollen Spruch entgegenschreien:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Gebt Deathcore eine Chance!</strong></p>
</blockquote>
<p>Oder auch zwei. Und wenn ihr schon dabei seid, gebt dem Nachfolger <strong>OBLIVION</strong> auch noch eine.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NOAXTnOFzRE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-22-antagony/">Core Classics #22 &#8211; Antagony</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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