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	<title>France Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>France Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Fusion der Gegensätze &#8211; DOT LEGACY</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2016 08:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DOT LEGACY – To The Others Veröffentlichungsdatum: 25.11.2016 Dauer: 34:32 Min. Label: Setalight Records Stil: Progressive Stoner Rock Irgendwann im Jahre 2014 spielte eine junge französische Band in meinem Lieblingsclub in meiner Stadt. Was mich erwartete, wusste ich nicht so recht, doch ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DOT LEGACY</strong> – To The Others<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.11.2016<br />
Dauer: 34:32 Min.<br />
Label: Setalight Records<br />
Stil: Progressive Stoner Rock</p>
<p>Irgendwann im Jahre 2014 spielte eine junge französische Band in meinem <a href="https://silence-magazin.de/das-aussterben-von-konzerten/" target="_blank">Lieblingsclub</a> in meiner Stadt. Was mich erwartete, wusste ich nicht so recht, doch ich ließ mich einfach mal überraschen. Zum Glück, denn was aus dem Erlebnis von vor zwei Jahren resultierte, war eine Faszination, die bis heute anhält.</p>
<p>Es sind keine 48 Monate seit der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debüts vergangen, da hauen die aus Paris stammenden <strong>DOT LEGACY</strong> bereits ihr Zweitlingswerk „To The Others“ raus!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_11593" aria-describedby="caption-attachment-11593" style="width: 745px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-11593" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dot-Legacy-CoverFrontLow.jpg" alt="DOT LEGACY" width="755" height="766" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dot-Legacy-CoverFrontLow.jpg 755w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dot-Legacy-CoverFrontLow-296x300.jpg 296w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dot-Legacy-CoverFrontLow-750x761.jpg 750w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-11593" class="wp-caption-text">To The Others: Cover</figcaption></figure>
<p>Trotz der relativ überschaubaren Zeit, die zwischen beiden Veröffentlichungen vergangen ist, hört man dem Quartett an, dass es sowohl kompositorisch, als auch spielerisch deutlich gewachsen ist. Und das, obwohl ihr Erstling alles andere als schwach war!</p>
<p><strong><a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-18-dot-legacy-interview-edition/" target="_blank">Laut Bassist und Lead Sänger Damien Quintard</a></strong> soll der Fokus bei der Realisierung von „To The Others“ darauf gelegen haben, die zahlreichen Einflüsse, die die Band schon immer hatte, etwas gezielter und effizienter einzusetzen. Denn obgleich das erste Album zumindest auf mich zu keinem Punkt anstrengend oder überladen wirkte, so passierte doch oftmals sehr viel in recht kurzer Zeit.</p>
<p>Immer noch ist das Grundgerüst der vier Franzosen Stoner Rock in einer Form, die man nicht so richtig fassen kann. Denn bis auf den neuen Schlagzeuger <strong>Arthur Ménard</strong> hat sich alles in allem wenig bei <strong>DOT LEGACY</strong> geändert. Ohne sich selbst zu beschneiden, oder die Bandbreite der eigenen Hörvorlieben zu verleugnen, kommen auf „To The Others“ immer noch verdammt viele unterschiedliche Einflüsse zur Geltung. Doch wo diese früher gleichzeitig auf den Hörer losgelassen wurden, so nimmt man sich nun mehr Zeit, die einzelnen Songteile zueinander zu führen. Ein spektakuläres Beispiel dafür stellt bereits der Opener <em>„Horizon“</em> dar, der entspannt im Retrorock-Gewand beginnt, kurz darauf zu einem <strong>BEASTIE BOYS</strong>-Stück mutiert, nur um dann auf organischste Weise zum Anfangsthema zurückzukehren und somit Dinge miteinander zu verbinden, die unvereinbar scheinen. All das in dreieinhalb Minuten.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/FzGNtj0R5yc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das dynamische Spektrum wurde im Vergleich mit dem Vorgänger noch einmal erweitert, was schon eine bemerkenswerte Leistung ist. Die neuen Songs wirken oftmals wesentlich reduzierter, ohne, dass etwas zu fehlen scheint, bzw. auf dem Debütalbum zu viel gewesen wäre. Dafür preschen die energiegeladeneren Parts umso ungestümer nach vorn. Das Ergebnis ist, dass die Spannungsbögen und Steigerungen innerhalb der Songs noch eindrucksvoller wirken und es der Band wunderbar gelingt, die Kontraste, die im Kosmos ihrer Musik herrschen, zielführend gegeneinander einzusetzen, was man bei dem dritten Song der Platte, <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=adIM_JYZCxY" target="_blank"><em>„211“</em></a></strong>, bestens nachvollziehen kann. Stürmischer Anfang, seichter Post Rock-Mittelteil, energetisches Ende.</p>
<p>Der Song <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=KEofNzKkQI4" target="_blank"><em>„Story Of Fame“</em></a> </strong>beginnt dann mit vierstimmigem Gesang (!), der mich an <strong>QUEEN</strong> denken lässt, wobei der Song neben dem Instrumental <em>„The Twelve“</em> einer der eher ruhigen und stringenten ist.</p>
<p>Mit dem verträumten und vom Piano dominierten Stück <em>„Pioneer“</em> endet das Album verhältnismäßig seicht und dennoch episch, bevor die Stille einsetzt und ich mich wundere, wie das Album tatsächlich schon vorbei sein kann.</p>
<p>Denn wenn <strong>DOT LEGACY</strong> eins können, dann kurzweilig sein. Doch obwohl hier versucht wurde, die einzelnen Stärken der Band noch deutlicher hervorzuheben, habe ich selbst das Gefühl, dass das Debüt doch um einige Nuancen stärker und die Hitdichte höher war. Dennoch hat den Jungs der Reifeprozess nicht geschadet,&nbsp;und macht „To The Others“ zu einem guten Album, das viele grandiose Momente bietet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/dotlegacy/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://dotlegacy.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus den Tiefen #20: Murmuüre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2016 08:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[France]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p>Vor einigen Jahren, als das Internet in seiner brutalsten und Schneeballeffekt auslösendsten Form über mich herein brach, war ich sogut wie täglich auf Youtube, Blogspot und diversen Foren unterwegs. Immer auf der Suche nach neuen Bands, die mich wiederum zu neuen Bands führten, die mich wiederum zu neuen Bands führten, die mich wiederum&#8230; Na ihr wisst schon. Bandception sozusagen.<br />
Inzwischen hat dieses Kratzen in den verkrustetsten Fugen des tiefsten Untergrunds etwas nachgelassen und eine gewisse, nun ja, Sättigung hat sich eingestellt. Ob ich mittlerweile genug Bands kenne weiß ich nicht. Manchmal hab ich das Gefühl, es sind viel zu viele – manchmal denke ich das genaue Gegenteil.</p>
<p>Um mit dieser schönen Einleitung auch noch etwas sinnvolles anfangen zu können: eine der – zugegeben wenigen – Bands, die ich aus dieser seitendurchforstenden Ära bis heute gern und relativ häufig höre, sind <strong>MURMUÜRE</strong>.</p>
<img decoding="async" class="size-full wp-image-11136" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/3540304148_photo-Mumuüre.jpg" alt="MURMUÜRE" width="431" height="575" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/3540304148_photo-Mumuüre.jpg 431w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/3540304148_photo-Mumuüre-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 431px) 100vw, 431px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kann heute leider nicht mehr nachvollziehen, wo genau ich auf diese Band gestoßen bin und wenn ich mir einige andere Artikel dazu durchlese, dann geht es vielen Leuten genauso. Vielleicht ist dies auch Teil des Mythoses. Denn <strong>F.</strong>, der alleinige Schöpfer hinter der Musik von <strong>MURMUÜRE</strong> agiert in der Anonymität, obgleich die Band nicht dermaßen abgeschottet wäre, als dass man nicht auf sie stoßen könnte. Jedoch sind die Hintergrundinformationen mehr als rar gesät. Eine der ersten und bis heute wenigen gesicherten Annahmen, die ich über <strong>MURMUÜRE</strong> in Erfahrung bringen konnte, ist, dass Großteile der Gitarrenkompositionen aus Improvisationen stammen, die über einen langen Zeitraum nachträglich bearbeitet und vervollständigt wurden. Dabei wurden nicht nur Schlagzeug und Bass ergänzt, sondern auch Flöte, Trompete, Percussion, spärlich eingesetze, unverständliche Vocals und eine Vielzahl Synthies.</p>
<p>Somit erhält die Musik insgesamt etwas hymnisches, transzendentales, psychedelisches. Dies wird durch den Sound nur noch weiter verstärkt, wobei dieser nicht komplett schwarzmetallisch und Low Fi ist, jedoch auch alles andere als eine High End Produktion aufweist. Alles in allem könnte ich mir aber auch kein passenderes Klanggewand für das vorstellen, was <strong>MURMUÜRE</strong>&nbsp;auf ihrem selbstbetitelten und bis heute einzig(artig)en Album machen.</p>
<p>Es gibt Industrial und Ambienteinschläge, und trotzdem ist die Platte mit nichts zu vergleichen, was etwaige inhaftierte norwegische Black Metaller aus Mangel an Instrumenten in den 90ern „produziert“ hätten.</p>
<p>Der erste Track <em>„Primo Vere“</em> wird durch ein Carmina Burana Sample eröffnet, bevor wenige Minuten später anderthalb (!) Takte Black Metal hereinbrechen und sich die restlichen Stücke des Albums zu Soundcollagen empor arbeiten, die sich unendlich zu türmen scheinen und dabei Atmosphäre aufbauen, die ich in dieser Form selten gehört habe. <strong>MURMUÜRE</strong> wirklich treffend zu beschreiben fällt schwer, denn obgleich hier Ambient, Field Recordings, Industrial, Post-irgendwas und Black Metal gleichermaßen stark und gleichermaßen wenig integriert werden, wirkt das Ergebnis eher wie der Soundtrack zu einem Film aus den 1920ern der in der Zukunft spielt&#8230;oder so.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1746018035/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=3289639827/transparent=true/" width="300" height="150" seamless="">&amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;https://murmuure.bandcamp.com/album/murmu-re&#8220;&amp;amp;amp;amp;gt;Murmuüre by Murmuüre&amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Ich weiß, dass diese Aussage merkwürdig anmuten kann, aber <strong>MURMUÜRE</strong> ist ausgezeichnete Musik zum einschlafen. Das Album hat eine Spielzeit von 29 Minuten, und diese kommen mir jedes Mal vor, wie Sekunden.<br />
Alles ist hier im Fluss. Bitte lasst das einsinken, denn ich kann es nicht überbetonen. Die Musik <b><em>fließt</em></b>!<b> </b>Es gibt keine Hooklines, keine Wiederholungen oder gar sowas wie Refrains, aber dennoch bleibt dieses Album so sehr im Kopf, dass es mir bis heute bei sogut wie jedem Hören Gänsehaut beschert. Man kann dieses Werk nicht mit Metalkriterien bewerten, schon garnicht mit denen des Black Metal, und das, obwohl hier deutliche Einflüsse dessen zu finden sind.</p>
<blockquote><p>Was sind <strong>MURMUÜRE</strong> eigentlich?</p></blockquote>
<p>Ich habe bis heute keine Ahnung, wie ich diese Frage beantworten soll. Jeder stilistische Rahmen greift irgendwie zu kurz und nichtsdestotrotz wirkt das Gesamtwerk unglaublich ausgereift und organisch. Das einzige Wort, das mir einfällt, um die Frage zumindest ansatzweise zu beantworten, ist <strong>„Geil!“</strong>.</p>
<p>Bis heute gibt es von <strong>MURMUÜRE</strong> nur diese eine Veröffentlichung und keine Angaben dazu, ob überhaupt weitere Alben geplant sind. Vermutlich nicht.<br />
Alle paar Jahre gibt es eine Neuauflage des Albums, zuerst als Tape, dann als CD und angeblich bald als Vinyl. Natürlich immer in kleinsten Stückzahlen.</p>
<p>Das gesamte Album gibt es aber für 5€ als Download auf der <a href="https://murmuure.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcampseite</a>. Das ist es definitiv wert. Hört mal rein und genießt es!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/murmuure/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://murmuure.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<title>Vom Sturm und dem was übrig bleibt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2016 14:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Belenos]]></category>
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		<category><![CDATA[France]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BELENOS – Kornog Veröffentlichungsdatum: 09.09.2016 Dauer: 59 Min. Label: Northern Silence Productions &#160; Kennt jemand von euch die Franzosen von BELENOS? Die haben vor mittlerweile 14 Jahren mit &#8222;Spicilège&#8220; einen Meilenstein des keltischen Metals herausgebracht (hört mal rein!) und schon damals gekonnt ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BELENOS</strong> – Kornog<br />
Veröffentlichungsdatum: 09.09.2016<br />
Dauer: 59 Min.<br />
Label: Northern Silence Productions</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kennt jemand von euch die Franzosen von <strong>BELENOS</strong>? Die haben vor mittlerweile 14 Jahren mit &#8222;Spicilège&#8220; einen <strong>Meilenstein</strong> des keltischen Metals herausgebracht (hört mal rein!) und schon damals gekonnt rasenden Black Metal mit geerdeter, düsterer, aber auch epischer Folklore verbunden. Dieses Jahr bringt das mittlerweile auf den Initiator <strong>Loïc Cellier</strong> geschrumpfte Projekt das neue Album &#8222;Kornog&#8220; heraus und bietet wiederum qualitativ hochwertigen und stürmischen Metal im Geiste der Natur- und Heimatverbundenheit der Bretagne. Schon allein vom Blick auf das wunderschön gestaltete Cover, fühle ich mich in eine raue stürmische Naturkulisse hineinversetzt, in der Naturgeister und verborgene Mysterien hinter jeder Ecke lauern.</p>
<p>Mit dem <strong>Titelsong</strong> <em>&#8222;Kornog&#8220;</em> startet das Album und präsentiert sogleich einen sehr starken Song. Kräftiges Midtempo trifft auf tolle Leadgitarren, trifft auf ein wenig Groove und tolle tiefe Männerchöre. Das Ganze wirkt vom Klangbild sehr dicht und zieht mich persönlich sofort in seinen Bann. In den weiteren Songs geht es nun häufig etwas stürmischer zu und es wird teils ordentlich geblastet.</p>
<p>Bemerkenswert ist definitiv das <strong>spielerische Können</strong> Celliers, der hier bis auf ein paar Streichinstrumente alles allein komponiert und eingespielt hat. Es finden sich viele Spielereien und stilistisch limitiert sich der Sound <strong>BELENOS</strong> nicht nur auf Black Metal und Folklore. Auch leichte <strong>Death- und Thrash Metal-Elemente</strong> werden aufgezeigt und bieten damit hohe Abwechslung. Meiner Meinung nach stellt sich das Album damit aber selbst ein Bein, da viele Titel zu vollgepackt wirken und die Songs nicht immer ihren Fluss behalten. Dies ist leider auch der Atmosphäre abträglich. <strong>Weniger wäre hier definitv mehr gewesen</strong>, denn es zeigt sich meiner Meinung nach auf &#8222;Kornog&#8220; immer wieder dann die ganz hohe Klasse, wenn das Songwriting etwas direkter und simpler ist und die altertümlichen, folkloristischen Elemente mehr in den Vordergrund treten. Zu guter Letzt ist es zusätzlich schade, dass ich persönlich wenig wirklich Erinnerungswürdiges auf dem Album finde. Das Album schlägt, auch von einer guten Produktion unterstützt, auf einen ein, doch wenn die Stunde Musik verklungen ist, bleibt mir <strong>wenig davon im Gedächtnis</strong>. Dies ist sehr schade, denn ich traue <strong>BELENOS</strong> dieses Potenzial durchaus zu.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8245 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/loic_cellier-262x300.jpg" alt="loic_cellier" width="262" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/loic_cellier-262x300.jpg 262w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/loic_cellier-750x859.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/loic_cellier.jpg 873w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>&#8222;Lidkerzh an anaon&#8220;</em> und<em> &#8222;Amorika&#8220;</em> gehören für mich zu den Favoriten der Platte, da diese die oben beschriebenen Trademarks in einer stimmigen Art und Weise verknüpfen und damit zum einen technisch anspruchsvolle und dennoch sehr <strong>stimmige Stücke</strong> präsentieren. Besonders hervorzuheben ist noch der Song <em>&#8222;D´an uvsed&#8220;</em>, welcher mit einer Spielzeit von 13 Minuten alle Stilistiken zu einem großen Monster von einem Song vereint. Doch auch hier wirkt der Song auf mich wieder zu überladen.</p>
<p>So bleibt für mich am Ende der Eindruck, dass <strong>BELENOS</strong> mit &#8222;Kornog&#8220; ein gutes Album abgeliefert haben, in dem eine Menge Herzblut steckt, mich nur leider diese heraufbeschworene Kraft nicht erreicht und das Album einiges an Potenzial verschenkt. Dennoch ein gutes Album für alle Freunde ernsthaften dunklen Folk (Black) Metals.  <span style="font-family: serif"><span style="font-size: large"><br />
</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/AAIgZx1YTXU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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			</item>
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		<title>Wenn dich Baumgeister in eine andere Welt entführen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2016 13:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ALCEST &#8211; Kodama Releasedate: 30.09.2016 Dauer: 42:15 Min. Label: Prophecy Productions Was würde ich bloß ohne Musik machen?&#8230; … Ich würde komplett eingehen, und ich glaube, dass das nicht nur mir so geht. Ich genieße es förmlich, mich in einem guten Album ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wenn-dich-baumgeister-in-eine-andere-welt-entfuehren/">Wenn dich Baumgeister in eine andere Welt entführen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ALCEST</strong> &#8211; Kodama<br />
Releasedate: 30.09.2016<br />
Dauer: 42:15 Min.<br />
Label: Prophecy Productions</p>
<h2>Was würde ich bloß ohne Musik machen?&#8230;</h2>
<p>… Ich würde komplett eingehen, und ich glaube, dass das nicht nur mir so geht. Ich genieße es förmlich, mich in einem guten Album für seine Spielzeit und darüber hinaus für eine bestimmte Zeit so richtig zu verlieren. Jeder kennt sicherlich den Spruch: &#8222;Musik an, Welt aus!&#8220;, und genau so etwas brauche ich einfach. Ich würde ohne solche Momente wahrscheinlich durchdrehen.</p>
<p>Das liegt aber weniger daran, dass ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme und zur Musik einfach in mich hinein weinen und in Selbstmitleid zerfließen möchte, sondern daran, dass es mich derart begeistert, was Musik mit mir anstellen kann, wenn sich in ihr eine besondere Atmosphäre aufgebaut hat, sodass ich aus dieser erstmal gar nicht mehr auftauchen möchte. Das Hören eben solcher Momente ist für mich ein pures Glücksgefühl, das sich durch meinen kompletten Speckwanst zieht.</p>
<h2>Immer wieder ein Genuss</h2>
<p>Ein Musikprojekt, das mir seit Jahren den Rest gibt, mich auch nach dem hundertsten Hören noch in eine andere Welt boxt und mein Gemüt in die diversesten Richtungen verändert, ist <b>ALCEST</b>. Wer mich kennt, der wird unschwer bemerkt haben, dass ich beim &#8222;Fangirling&#8220; seit Monden ganz vorn mit am Start bin (allerdings ohne Kreischen und so, wir sind ja hier nicht bei den <b>BACK STREET BOYS</b>), und was denkt ihr, was los war, als die Franzosen verkündet haben, dass bald ein neues Album kommt – &#8222;Kodama&#8220;?</p>
<p>Ihr wisst ja wie es ist, wenn man voller Vorfreude die Zeit abwarten muss. Da führt man sich auch als Erwachsener ganz schnell auf wie ein Kind in der Vorweihnachtszeit. Doch wenn man dann die Möglichkeit erhält, schon mal VOR dem Releasedate in die Platte reinzuhören, auf die man so unfassbar ungeduldig hinfiebert, ist das wie Weihnachten, Zahltag und Kindergeburtstag bei McDonald&#8217;s zusammen.</p>
<h2>Das allererste Mal &#8211; ein hoch und runter!</h2>
<p>So war es dann auch. Als es mir möglich war, das allererste Mal in &#8222;Kodama&#8220; reinzuhören, war es nachts und ich wollte eigentlich ins Bett. Den Plan habe ich nach den ersten Klängen verworfen. Ich musste das Album vier Mal hören, bis meine erste Dosis <b>ALCEST</b> gedeckt war. Diese Dosis musste jedoch direkt am nächsten Morgen nach dem Aufstehen erhöht werden. Die Platte läuft bei mir hoch und runter. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8210 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/band_2-300x200.jpg" alt="Alcest Promo 2" width="300" height="200" />
<p><em>&#8222;Kodama&#8220;</em> startet mit dem Titeltrack, und schnell wird klar, dass <b>ALCEST</b>  &#8211; wie auf jedem bisherigen Album &#8211; unter tausend anderen Bands mit Leichtigkeit wiedererkannt werden können. Schnell bin ich auch wieder in einer fernen Traumwelt, denn ich bin sofort gebannt von den ersten Klängen des Albums. Ich hatte zuvor wahnsinnig viel von dem Album erwartet und war gespannt, wie die Franzosen die japanischen Einflüsse wohl vertonen würden. Doch eigentlich bin ich jetzt schon ein kleines bisschen hin und weg. Der erste Track ebnet die akustische Reise durch japanische Lande und grüne Wälder, in denen die Baumgeister &#8211; die &#8222;Kodamas&#8220; &#8211; sitzen, mit Bravour. Sofort hab ich ein Wechselspiel warmer und kalter Farben sowie etliche Szenen aus dem Film &#8222;Prinzessin Mononoke&#8220; im Kopf.</p>
<p><em>&#8222;Eclosion&#8220;</em>, der zweite Song der Platte, steht dem Titeltrack in nichts nach. Vor allem die Leute, die auf dem vorherigen Album &#8222;Shelter&#8220; Neiges Screams sowie die Blasts vermisst haben, kommen aber mal sowas von wieder auf ihre Kosten. Ich liebe die Abwechslung in diesem Stück. Die Ausbrüche nach ruhigen Passagen lassen mich noch tiefer in eine japanische, weitläufige Traumwelt sinken. Die Mischung aus den minimalistischen, asiatischen Klängen mit viel Hall und der typischen <b>ALCEST</b>-Breite setzt mir einen derben Ohrwurm in den Kopf.</p>
<h2>Allez, allez! Weiter geht&#8217;s …</h2>
<p>Weiter geht es mit <em>&#8222;Je Suis D&#8217;alleurs&#8220;</em>, dem, meiner Meinung nach, traurigsten und schwermütigsten Titel der Platte – als hätte man eine Chance im Leben verpasst und könnte sich selbst genau das nicht verzeihen. In der Mitte des Titels baut sich das Instrumental Stück für Stück auf und kommt aus der Ferne immer näher, bis die angestaute Verzweiflung ihren Höhepunkt erreicht und dem Unmut freien Lauf gelassen wird. Screams, Melancholie, Blastbeat – Gänsehaut. Ich bin überwältigt und muss mich erstmal wieder fangen.</p>
<p>Dabei unterstützt mich <em>&#8222;Untouched&#8220;</em>, der wohl romantischste Song des Albums. <em>&#8222;Untouched&#8220;</em> ist sehr ruhig, sehr tragend. Vor allem ein Riff trägt zur Beruhigung des aufgewühlten Gemüts bei. Es wird bei verzerrtem Gitarrensound in erster Linie gezupft und die Atmosphäre im Raum wird wärmer, wenn die Wellen dieses Liedes durch den Raum schwingen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/jwE5FG-pIdk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Jetzt, da wir uns alle wieder beruhigt haben: &#8222;Zähne putzen und ab ins Bett!&#8220; steht noch nicht auf der Tagesordnung. Vorher schepperts nochmal gewaltig, und zwar mit <em>&#8222;Oiseaux de proire&#8220;</em>. Was für ein hammergutes Lied! Schon als dieses Stück als Erstes vor dem Album-Release auf <a href="https://youtu.be/jwE5FG-pIdk">Youtube</a> veröffentlicht wurde, habe ich es endlos gesuchtet. Ich konnte nicht oft genug meine Lauscher mit dieser Ohrenweide erfreuen. <em>&#8222;Oiseaux de proire&#8220;</em> projiziert mir zum Ende hin nochmal genau die Bilder vors innere Auge, die ich zu Anfang des Albums gesehen hatte. Warme und kalte Farben im Wechsel, endlose Wiesen und Wälder, durch die man sich hindurch bewegt, die Sonne ist fast untergegangen und beleuchtet zusammen mit dem Mond die naturbelassene Umgebung – weit und breit kein anderer Mensch zu sehen. Wow!</p>
<h2>Letzte Töne&#8230; und gleich nochmal!</h2>
<p>Während ich gebannt bin von den letzten Klängen dieses Liedes, erklingt der letzte Track der Scheibe: <em>&#8222;Onyx&#8220;</em>. Ich denke, <em>&#8222;Onyx&#8220;</em> lässt sich nicht als vollwertiges Lied bezeichnen, sondern eher als abrundendes Instrumental – ein ziemlich deepes Instrumental. Man hört nur verzerrte Gitarren, Hall und Rauschen. Dieses – ich nenne es einfach mal – Outro bewirkt bei mir, dass ich die gefühlsmäßigen Höhen und Tiefen des Albums nochmal Revue passieren lassen kann. Ich kann jetzt abschalten und mich besinnen und kehre aus der, durch die Musik erschaffenen, Traumwelt zurück. JETZT heißt es: &#8222;Zähne putzen, ab ins Bett!&#8220;, es sei denn, ihr tut es mir gleich und hört das Album zuvor nochmal&#8230; und nochmal&#8230; und nochmal.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8208 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Alcest_Kodama_Cover-300x300.jpg" alt="Alcest_Kodama_Cover" width="300" height="300" />
<p>Ich habe &#8222;Kodama&#8220; mittlerweile bestimmt weit öfter als 50 Mal gehört und bin immer noch hin und weg. Das Album klingt nach Fernost, nach endloser Weite im Grünen, nach Sehnsucht und nach Einsamkeit. Ein weiteres Mal haben es Neige und Winterhalter geschafft, Musik zu kreieren, in der ich mich komplett fallen lassen kann &#8211; und will. Generell erinnert mich der Mix der Instrumente an das Album &#8222;Écailles de Lune&#8220;, auch die hohen Screams sowie die unfassbar gute, verfrickelte, teils auch derbe Arbeit hinter den Drums lässt vermuten, dass <b>ALCEST</b> zu älteren Gefilden zurückkehren.</p>
<p>Meine Meinung ist allerdings eine andere: &#8222;Kodama&#8220; &#8211; ein <b>ALCEST</b>-Album im alten Stil? Nein! Ich finde, jedes Album der Franzosen vermittelt eine andere Stimmung, eine andere Art von Schwermut, und trotzdem klingt jede Scheibe nach <b>ALCEST</b>. Während &#8222;Shelter&#8220; beispielsweise sehr soft und dreampoppig klang, so ist &#8222;Kodama&#8220; eben wieder eine Nummer härter und trotzdem sehr frisch und neu, aufgrund der asiatischen Note. Für mich stellt dieses Album ein weiteres Mal den Beweis dafür dar, dass Neige und Winterhalter wahnsinnig vielseitige Musik erschaffen können und nie langweilig oder eintönig wirken, obwohl sie die <b>ALCEST</b>-Schiene nie verlassen.</p>
<h2></h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wenn-dich-baumgeister-in-eine-andere-welt-entfuehren/">Wenn dich Baumgeister in eine andere Welt entführen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Was Musik ausmacht und warum sie eine Art Therapie ist &#8211; Interview mit Sylvaine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2016 09:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOR ENGLISH VERSION SEE BELOW Könnt ihr euch noch an meinen Artikel über SYLVAINE erinnern – die hübsche Norwegerin, die so wahnsinnig gute Musik macht? Ihr Album &#8222;Wistful&#8220; hat mich ganz schön umgehauen und tut es noch immer. Für mich ist die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/interview-sylvaine/">Was Musik ausmacht und warum sie eine Art Therapie ist &#8211; Interview mit Sylvaine</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>FOR ENGLISH VERSION SEE BELOW</h2>
<p>Könnt ihr euch noch an meinen Artikel über <strong>SYLVAINE</strong> erinnern – die hübsche Norwegerin, die so wahnsinnig gute Musik macht? Ihr Album &#8222;Wistful&#8220; hat mich ganz schön umgehauen und tut es noch immer. Für mich ist die Platte definitiv eine der besten Neuerscheinungen des Jahres 2016. Auf dem <strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong> in Rumänien spielte <strong>SYLVAINE</strong> ihren allerersten Live-Gig mit Band – mit dabei hinter dem Schlagzeug: Neige (<strong>ALCEST</strong>).</p>
<p>Ich hatte die Chance ihr ein paar Fragen zu stellen und ein paar interessante Einblicke zu bekommen. Hier ist das Inverview mit <strong>SYLVAINE</strong>:</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Jetzt, wo dein zweites Album &#8222;Wistful&#8220; seit ungefähr drei Monaten erhältlich ist: Wie fühlst du dich damit? Welches Feedback hast du bisher so bekommen?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Es ist echt verrückt, wenn ich daran denke, dass das Album jetzt schon wieder drei Monate draußen ist&#8230; Die Zeit vergeht wie im Flug! Ich denke, jeder Künstler wird im Nachhinein immer Kleinigkeiten in seinen fertigen Werken finden, die man verbessern könnte, und natürlich bildet &#8222;Wistful&#8220; da auch keine Ausnahme für mich. Ich muss allerdings sagen, dass ich sehr stolz auf das Album bin, und auf das, was es am Ende geworden ist. Es hat echt genau das eingefangen, was ich versucht hatte, auszudrücken, und ich bin auch echt überglücklich mit der Entwicklung meines Songwritings auf dem Album. Ich bin so froh, dass die Leute das auch würdigen, und ich könnte mir kein besseres Feedback vorstellen, als das, was ich bisher bekommen habe! Viele tolle Reviews und nette Worte vom Publikum und der Musikpresse von überall auf der Welt geben mir viel Bestätigung und helfen mir, zu glauben, dass ich da etwas Wertvolles erschaffen habe &#8211; etwas, das Leute dazu anregt, zu fühlen. In anderen Worten: Ich bin definitiv sehr dankbar und glücklich über die bisherigen Reaktionen auf das Album!</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Im Vergleich zu deinem ersten Album klingt dein zweites Album für mich tiefer und &#8222;gaziger&#8220;, was mir sehr gut gefällt. Ist das einfach so passiert oder hat das einen bestimmten Grund?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Das Album etwas ätherischer und verträumter zu gestalten, war definitiv etwas, das ich bewusst in meinem Kopf hatte, während ich die Tracks für &#8222;Wistful&#8220; geschrieben habe. Um es zu erklären, ich wollte den Unterschied zwischen den ruhigen Parts und den brutalen Elementen noch größer gestalten, um die Musik auf &#8222;Wistful&#8220; atmosphärischer zu machen als auf &#8222;Silent Chamber, Noisey Heart&#8220;. Ich wollte diese Ambient-Stimmung auf diesem Album noch präsenter haben, aber ebenso auch die natürliche Aggression beibehalten, die heraus kam, als ich manche der Tracks fürs Album geschrieben habe. Das gibt der Musik eine dunklere und rauere Seite als zuvor. Mit dem zweiten <strong>SYLVAINE</strong>-Album bin ich jetzt näher an dem Sound dran, den ich eigentlich im Kopf hatte, als ich das Projekt gestartet habe. Während das erste Album mehr eine Art Patchwork ist, da die Songs alle über mehrere Jahre geschrieben wurden, präsentiert sich &#8222;Wistful&#8220; für mich fokussierter.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Im Allgemeinen: Wie schreibt du Songs? Gibt es da einen bestimmten Prozess? Oder sind da einfach verschiedene Dinge, die dir in den Kopf kommen, wenn jemand oder etwas dich inspiriert?</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6850 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvainemusic.jpg" alt="Sylvaine live" width="350" height="446" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvainemusic.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvainemusic-235x300.jpg 235w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />
<p><strong>Sylvaine:</strong> Ich würde sagen, das ist von Zeit zu Zeit recht unterschiedlich, und es gibt für mich absolut keine Regeln, wenn es darum geht, Musik zu machen. So viel kann ich sagen: es gibt natürlich einige Gewohnheiten, die während dem Komponieren immer wieder aufzutauchen scheinen. Ich versuche immer auf sehr emotionale Art zu schreiben, Dinge nicht zu sehr zu überdenken, sondern einfach Entscheidungen intuitiv zu treffen. Das einzig wichtige ist mir dabei, dass die Musik etwas echtes ausdrückt, und das ist etwas, das man am einfachsten erreichen kann, indem man seine Gedanken schweifen lässt und mit dem arbeitet, was zu dem Zeitpunkt einfach herauskommt – sei es, dass man durch introvertierte Belange inspiriert wird, oder durch etwas Gesehenes, eine Person, eine Situation, oder was auch immer. Alles passiert auf ziemlich natürliche Art und Weise. Das Schreiben der Musik ist sehr spontan und ich mache einfach immer weiter, bis ich das habe, wovon ich denke: &#8222;Das ist ein Album.&#8220; In der Regel schreibe ich mehr Songs, als zum Schluss tatsächlich auf dem Album landen, denn ich bin der Meinung, das ist nötig, um sicherzustellen, dass nur die besten auf dem Album landen. Ich bin immer am Musik Schreiben, auch wenn mein Inspirationslevel ständig hoch und runter geht, wie wahrscheinlich bei jedem Musiker. Ich hab also nicht unbedingt die Absicht, ein bestimmtes Album zu schreiben, sondern versuche eher, den Fluss solange am Laufen zu halten, wie es geht. Was das Instrumental angeht, beginne ich das Songwriting mit Gitarrenriffs und baue dann alles andere drumherum.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Welcher ist dein liebster </em><strong>SYLVAINE</strong><em>-Song und warum?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Es ist echt schwer, einen Lieblingssong herauszupicken, um ehrlich zu sein, da sie ja alle auf ihre bestimmte Art meine Babys sind, und alle haben eine sehr persönliche Bedeutung für mich. Einige dieser Songs vermitteln dieses ganz besondere Gefühl, während ich sie spiele. Es ist jedes Mal, als wäre es eine Art reinigendes oder beruhigendes Gefühl. Das klingt vielleicht etwas strange, aber es bedeutet wahrscheinlich, dass diese Songs mir besonders nah am Herzen liegen. Vom ersten Album ist der Titeltrack &#8222;Silent Chamber, Noisey Heart&#8220; einer dieser Tracks. Auf &#8222;Wistful&#8220; sind es die Lieder &#8222;Delusions&#8220;, &#8222;Earthbound&#8220; und &#8222;Wistful&#8220;. Der Titeltrack &#8222;Wistful&#8220; verkörpert so ziemlich einen der Hauptgründe, warum ich <strong>SYLVAINE</strong> damals überhaupt ins Leben gerufen habe, das macht ihn zu einem Song, zu dem ich immer eine ganz besondere Verbindung spüre. Jedes Mal, wenn ich dieses Lied höre, erinnere ich mich an die Momente, als ich den Song geschrieben habe. Ich denke, der Song wird mich immer etwas in Gedanken schweifen lassen.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Was ist deine größte Inspirationsquelle für deine Texte und das Instrumental?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> <strong>SYLVAINE</strong> funktioniert für mich wie eine Art &#8222;Audio-Tagebuch&#8220;, so wie auch für viele andere Künstler. Das bedeutet: das, was durch die durch die Musik vermittelt wird, sind normalerweise Konflikte oder Themen, die aus meinem Inneren kommen, und die ich irgendwie ausdrücken muss. Musik zu schreiben funktioniert als eine Art Therapie für mich, die es mir erlaubt, all meine Gefühle aus mir herauszulassen, anstatt sie herunterzuschlucken und in mir zu behalten. Musik zu machen ist jedoch nur eine Art temporäre Erleichterung, denke ich, und bietet nicht die finale Lösung meiner Konflikte. Derzeit ist dies aber etwas, das ich in meinem Leben definitiv brauche. Ich habe viel über das Gefühl gesprochen, Erleichterung für etwas erlangen zu wollen, ohne zu wissen, wie ich es erreichen kann, und ohne Zuflucht zu erfahren. &#8222;Wistful&#8220; thematisiert viel dieser Gefangenschaft in der eigenen Existenz, im menschlichen Körper, welcher begrenzt ist auf seine Sinne. Außerdem inspiriert mich auch die Zweischneidigkeit im Leben: Frohsinn vs. Melancholie, Außenwelt vs. meine innere Welt, Realität vs. Tagträume und so weiter.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Falls dich Musik auch inspiriert, welche sind die drei Bands/Künstler, die dich am meisten inspirieren?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Wie jeden anderen Musikbegeisterten, inspiriert mich Musik natürlich auch sehr stark für meine eigenen Werke. Sie ist einfach eine so starke Form der Kunst, mit der Möglichkeit, unseren Geist auf so viele Arten zu beeinflussen. Sie ist einfach notwending für das menschliche Leben. Nur drei Bands auszuwählen, die mich und meine Musik über die Jahre beeinflusst haben, ist echt hart! Wenn ich wählen müsste, würde ich sagen <strong>TYPE O NEGATIVE</strong>, <strong>PHILIP GLASS</strong> und <strong>DEAD CAN DANCE</strong>. Möglicherweise würde ich dir an einem anderen Tag schon wieder eine andere Antwort geben, aber es fühlt sich so an, als wären diese drei für heute die richtige Wahl.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Welche anderen Musik-Genres magst du?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Ich höre eigentlich alles, das in irgendeiner Weise zu mir spricht, daher mag ich viele verschiedene Genres. Ich liebe die gesamte Shoegaze/Dreampop-Szene, ebenso die Darkwave-, die Post-Punk- und die modernere Post Rock- und Post Metal-Szene, mit Bands wie <strong>SLOWDIVE</strong>, <strong>THE CHAMELEONS</strong>, <strong>EXPLOSIONS IN THE SKY</strong>, <strong>SIGUR ROS</strong>, <strong>ALCEST</strong>, <strong>JOY DIVISION</strong>, <strong>MONO</strong>, <strong>HAMMOCK</strong>, <strong>COCKTEAU TWINS</strong>, <strong>LYCIA</strong>, <strong>DEAD CAN DANCE</strong> und <strong>THE CURE</strong>. Ich werde aber auch von klassischer Musik inspiriert, während auch Minimalismus eine meiner liebsten Richtungen ist. Ich war immer sehr fasziniert von dem Konzept, die kleinsten Stücke zu nehmen, und diese langsam in etwas anderes zu verwandeln. Das ist auch etwas, das ich versuche, in meiner Musik umzusetzen, wirklich diese hypnotischen, medidativen Abschnitte zu erschaffen, die den Hörer in eine Art Trance versetzen. Metal-mäßig ist eine meiner Lieblingsbands<strong> TYPE O NEGATIVE</strong>. Ich liebe die verschiedenen Ausdrucksweisen, die sie in ihren Songs umsetzen, und bewundere ihr Können, üppige, vielschichtige, harte Atmosphären zu erschaffen. Ich mag auch die Black Metal-Szene sehr, z.B.Bands wie <strong>ULVER</strong>, <strong>BATHORY</strong>, <strong>EMPEROR</strong>, <strong>DARKTHRONE</strong>, <strong>BURZUM</strong> und so weiter. Ebenso mag ich aber auch die Grunge-Szene der 90er, mit <strong>NIRVANA</strong> und den <strong>SMASHING PUMPKINS</strong>.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Wann hast du dich dazu entschieden, Musikerin zu werden und eigene Songs zu schreiben, und warum?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Musik war schon immer ein großer Teil meines Lebens, schon seit ich ein Kind war. Zu sehen, wie meine Eltern beide Musiker sind und im Musik-Business arbeiten, führte mich schon von Anfang an an solch ein Leben heran. Musik zu schreiben und zu spielen ist für mich ein absolut beruhigender Prozess, wie ich vorhin schon beschrieben habe, und wurde für mich so eine Art Therapie, ohne die ich seit dem Teenie-Alter nicht mehr leben könnte. Schon als ich 16 Jahre alt war, war ich fasziniert von der Balance zwischen Wunderschönem und sehr Rauem in verschiedenen Musikrichtungen, also begann ich Musik zu schreiben, die sich auf mich bezog. Das führte mich zu dem Sound, den ich mehrere Jahre später für <strong>SYLVAINE</strong> auswählte. Ich brauche Musik in meinem Leben, um komplett zu sein, um mit Dingen in mir drin umgehen zu können, die ohne Musik unterdrückt würden. Das ist der Grund, warum ich angefangen hab, Musik zu machen und ich bin so froh und dankbar, dass es mir möglich ist, genau das zu tun. Ich wusste immer, dass ich diesen Weg gehen würde, wenn es mir der Weg des Schicksals erlaubt.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Du hast jetzt deinen allerersten Live-Gig mit Band hinter dir (</em><strong>DARK BOMBASTIC EVENING 7</strong><em>) Wie war es? Was magst du uns darüber erzählen?</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6849 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Darkbombasticevening.jpg" alt="Dark Bombastic Evening" width="350" height="495" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Darkbombasticevening.jpg 595w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Darkbombasticevening-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />
<p><strong>Sylvaine:</strong> Unsere allererste Show mit dem kompletten Live-Line-Up für <strong>SYLVAINE</strong> war wirklich eine richtig klasse Erfahrung! Wir hatten schon so lange auf diesen Moment gewartet. Und endlich auf der Bühne zu stehen und all diese wundervollen Menschen zu sehen, die sich zu unserer Musik bewegen und uns so positives Feedback geben, war mehr, als wir uns je erträumt hätten. Nach der Show kamen Leute zu uns und meinten, sie könnten gar nicht glauben, dass dies unsere erste Show war und dass wir die positive Überraschung des Festivals für manche waren. Es war so schön! Wir haben es echt genossen auf dem <strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong>! Danke an die tollen Menschen, die dort auf dem Festival gearbeitet haben, das nette Publikum, die anderen Bands und natürlich die bildhaft schöne Location. Diese Erinnerungen werden definitiv viele Jahre lang bei uns im Kopf bleiben und wir können es kaum abwarten, wieder auf die Bühne zu treten, um für die Leute von überall her zu spielen!</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Was stimmt dich glücklicher: Das allererste Mal einen neuen Song von dir zu hören oder live zu spielen?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Beide Situationen hinterlassen bei mir ein großartiges Glücksgefühl, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich eins der beiden wählen kann, da man beides nicht wirklich vergleichen kann. Der gesamte Songwriting-Prozess ist sehr introvertiert und funktioniert auf einem sehr persönlichen Level, während die Live-Erfahrung sehr extrovertiert und spontan ist, und man sie mit vielen Leuten teilt. Beides ist sehr lohnend und zufriedenstellend, aber auf verschiedene Weise.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Neige spielt für dich Schlagzeug, das ist der Wahnsinn! Für mich ist er einer der großartigsten Musiker, die es gibt. Ich liebe all seine Musikprojekte. Wie hast du ihn kennengelernt und wie wurde er dein Schlagzeuger?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Ich habe <strong>ALCEST</strong> 2011/2012 entdeckt und mich sfort in die Musik verliebt und mich mit ihr verbunden gefühlt. 2012 hatte ich das Vergnügen, sie mehrmals live zu erleben und habe sie dann eines nachts getroffen. Nach diesem Abend blieb ich mt Neige in Kontakt, wir wurden Freunde und ich habe angefangen, ihm die Dinge zu zeigen, die ich mit <strong>SYLVAINE</strong> so mache. Er war sehr positiv eingestellt zur Musik und begann, das Projekt zu unterstützen. Das hat sicherlich auch dazu geführt, dass ich die Akustik-Tour 2014 mit <strong>ALCEST</strong> in Südamerika zusammen spielen durfte, und im Endeffekt auch dazu, dass er die Drums auf &#8222;Wistful&#8220; und im Live-Line-Up von Sylvaine gespielt hat/spielt. Ich mag den Stil, wie er Schlagzeug spielt, wirklich sehr sowie seine Aufmerksamkeit als Schlagzeuger und seinen starken Sinn für Musikalität. Also kamen wir beide zu dem Entschluss, dass es recht gut passen könnte. Wir haben einfach eines Tages probiert, zusammen die Songs zu spielen, und wir beide waren uns einig, dass es super klingt! Ich weiß, dass Neige zu der Zeit auch in der Stimmung war, wieder Schlagzeug zu spielen, also war es eine Wahnsinns-Chance für mich, die ich zu meinem Vorteil genutzt habe, haha. Es war mir eine große Ehre, mit solch einem talentierten und kreativen Musiker auf &#8222;Wistful&#8220; und zu unserer Show auf dem <strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong> zusammenzuarbeiten. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm. Es ist ein Traum, der für mich wahr geworden ist.</p>
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<p><strong>Flo:</strong> <em>Was können wir von </em><strong>SYLVAINE</strong><em> zukünftig erwarten?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Da mein Album jetzt einige Zeit draußen ist und die Pressetermine so langsam weniger werden, nehme ich mir die Zeit, Auftritte zu planen und mein drittes Album zu schreiben. Ich weiß wirklich noch nicht, welche Richtung ich für den Charakter des Albums einschlagen werde, aber es fühlt sich so an, als wäre es &#8222;Wistful&#8220; stark verbunden, allerdings mit neuen Elementen und einem etwas weiterentwickelten Sound. Ich hab eigentlich jetzt schon genug Songs und wahnsinnig viele Ideen, die ich noch ausbauen muss, aber ich nehme mir die Zeit, so viele Songs wie möglich zu schreiben, um sicherzustellen, dass es nur die richtigen auf das dritte Album schaffen. Außerdem versuchen wir Touren und Gigs für die Band zu planen, denn wir würden uns riesig freuen, für euch alle da draußen zu spielen. Ich arbeite eigentlich konstant an irgendetwas, um das Projekt <strong>SYLVAINE</strong> irgendwie in Bewegung zu halten. Ich hab seit 2013, bevor ich mein erstes Album veröffentlicht habe, damit nicht mehr aufgehört. Darüber mache ich mir aber im Prinzip auch gar keine Gedanken, da ich wirklich sehr glücklich und dankbar bin, ausschließlich für meine Band arbeiten zu können.</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Welche Pläne bezüglich Auftritten in Deutschland hast du?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Bisher gibt es keine präzisen Pläne, aber wir hatten schon verschiedene Angebote von deutschen Promotern, daher hoffe ich, dass es auch bald klappen wird. Schon als ich als Teenager mit der Musik angefangen habe, wollte ich immer für das deutsche Publikum spielen, weil ich wusste, es gibt dort einen sehr großen Markt und vor allem ein sehr aufgeschlossenes Publikum. Ich kreuze meine Finger und freue mich sehr auf den Tag, an dem ich nach Deutschland zurückkehren kann und diesen Traum verwirklichen kann!</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Wenn du dich entscheiden müsstest: Gitarre oder Stimme?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Wieder eine echt schwere Entscheidung. Das Singen ist etwas, das ich schon tue, seitdem ich ein kleines Kind war, es war immer eine sehr natürliche Möglichkeit, mich auszudrücken. Es hat sich für mich immer so angefühlt, als wäre es &#8222;mein Instrument&#8220;, da es das einzige Instrument ist, bei dem ich je etwas Selbstbewusstsein hatte. Die Gitarre hingegen ist ein eher &#8222;frisches&#8220; Instrument für mich, da ich erst seit ungefähr 3 Jahren Gitarre spiele. Sie ist ein sehr ausschlaggebendes Instrument für mich, da sie mir erlaubt, meine eigene Musik zu schreiben. Ich hab normalerweise meine Lieder immer auf dem Klavier geschrieben, aber als ich anfing, Gitarre zu spielen, hat sich in Bezug aufs Komponieren eine Art neue Dimension für mich geöffnet. Nun ja, daher denke ich, es ist zu schwer, sich für eins der beiden entscheiden zu müssen, haha. Sorry!</p>
<p><strong>Flo:</strong> <em>Du hast das letzte Wort: Was möchtest du der Welt da draußen erzählen?</em></p>
<p><strong>Sylvaine:</strong> Als allererstes möchte ich dir so sehr für dieses Interview danken, Flo. Es war mir ein Vergnügen, wirklich! Ich hoffe, die <strong>SILENCE MAGAZIN</strong>-Leser haben viel Spaß mit diesem kleinen Einblick in das <strong>SYLVAINE</strong>-Projekt. Ich kann es kaum abwarten, euch alle Face to Face zu treffen, wenn wir nächstes Jahr unterwegs sind! Habt einen wunderbaren Restsommer, bleibt kreativ und bis bald!</p>
<p><strong>Flo:</strong> Ich danke dir vielmals für deine Zeit, für deine komplexen Antworten und für deine Offenheit, <strong>SYLVAINE</strong>! Es war mir eine riesige Freude, und ich hoffe, wir sehen uns bald bei deinen/euren Konzerten in Deutschland!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>ENGLISH VERSION</h2>
<p>Do you remember my article about <strong>SYLVAINE</strong> – this beautiful Norwegian girl creating this absolutely amazing music? For me, her album „Wistful“ is one of the best records released in 2016, that&#8217;s for sure. At the <strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong> she played her very first gig with a live band, with Neige (<strong>ALCEST</strong>) behind the drums.</p>
<p>I&#8217;m very thankful for the opportunity to ask her some questions. Here is the interview with <strong>SYLVAINE</strong>:</p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>Now that your second album „Wistful“ is available for about three months: How do you feel with it? What was the feedback you got by now?</em></span></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1747 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Genres/Titten&amp;Pussies/Sylvaine-Wistful-e1463515833344.jpg" alt="Sylvaine - &quot;Wistful&quot;" width="400" height="400" />
<p><span lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> It’s crazy to think the album has been out for over 3 months already&#8230; Time sure flies by! I think every artist will always find small things to improve in their past works, so of course, “Wistful” is no exception to me, yet I must say I am very proud of this album and what it became in the end. It perfectly captured what I was trying to convey at the time and I’m very happy with the evolution in my songwriting on this album, too. I’m so happy that people also seem to appreciate it and really couldn’t ask for better feedback than what I have gotten so far! Lots of nice reviews, features and beautiful words from audiences and music press all over the world feels quite reassuring and helps me believe that I actually created something valuable, something that could make people feel, which is all I could ever want anyway. In other words: I’m definitely very thankful and happy with the reactions of this record so far!</span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>In comparison to your first album your second album sounds much deeper to me and more „gazy“, which is great in my opinion. Did it just happen somehow or what is the reason for that?</em></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine:</b> Making the album more ethereal and dreamy was definitely something I consciously had in mind while creating the tracks for “Wistful”. Expression wise, I really wanted to make the difference between the serene elements and brutal elements even bigger on this album, something that resulted in the music on “Wistful” becoming more atmospheric than on my first album “Silent Chamber, Noisy Heart”. I really wanted the ambient vibe to be more present on this album, but at the same time keep the natural aggression that came out when I was writing some of the tracks, which also gives the music a darker and harsher side than before. Being the second album for Sylvaine, I would say “Wistful” has gotten me even closer to the sound I originally had in mind for the project when I first started it. Where the first album was a bit more of a patchwork, due to the songs being written over many different years, “Wistful” presents itself as a more focus expression to me.</span></p>
<p lang="en-US"><b>Flo: </b><em>In general: How do you write songs? Is there a specific kind of process? Or are there different things that come to your mind if something or someone inspires you?</em></p>
<p lang="en-US"><b>Sylvaine: </b>I would say each time is pretty much different and that there are absolutely no rules when it comes to making music. That being said, I do of course have a few habits that seem to reoccur during my compositional processes.<br />
I always try to write in a purely emotional way, not over-thinking things too much, but just doing and making choices intuitively. The only important thing to me is that the music expresses something real, something I think is most easily achieved by just letting your mind flow and work with whatever comes out at the time, be it something inspired by introvert issues, something visual, a person, a situation or something else. It all happens in a very natural way basically, where the process of writing is very spontaneous and I continue until I have what I consider to be an album. Usually, I’ll write more tracks than what end up on the albums, but I think this is necessary to ensure that only the best ones make the cut. I’m always writing music, even though my inspiration level goes up and down like for any other artist, so in that sense you could say I’m not really intending to write for a specific album, but rather just keeping the flow going as long as it last. As for the instrumentation, I tend to start making songs based on guitar riffs these days and then build all the other instruments around that.</p>
<p lang="en-US"><b>Flo: </b><em>What is your favourite song of </em><strong>SYLVAINE</strong><em> and why?</em><b><br />
</b></p>
<p lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> It’s quite hard to pick a favorite to be honest, as they’re all my babies in each their way and all have very personal meanings to me. Some of the songs though, emit this very special feeling while I play them. Like each time is some kind of cathartic and comforting experience. It’s quite strange, but I suppose this means these songs lay very close to my heart. From my first album, the title track “Silent Chamber, Noisy Heart” is one of those songs. On “Wistful”, the tracks “Delusions”, “Earthbound” and “Wistful” are like that, too. The title track of “Wistful really embodies one of the main reasons of why I created Sylvaine to begin with, making it a song that I’ll always feel a special connection to. Every time I listen to this track, it takes me back to those moments when I first created it. I think it will always make me feel something profound.</p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>What is your biggest source of inspiration for your texts and for your instrumentals?</em></span></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6853 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvaineofficial.jpg" alt="Sylvaine live 2" width="450" height="310" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvaineofficial.jpg 1685w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvaineofficial-300x207.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvaineofficial-1024x705.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvaineofficial-750x516.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvaineofficial-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" />
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine:</b> <strong>SYLVAINE</strong> functions as an “audio diary” for me, like for many other artists, so the subjects that come out thru the music are usually conflicts or subjects residing within me, that I need to express in some way. Writing music functions as a sort of therapy for me, letting me get all of my emotions out instead of keeping them bottled up inside, allowing me to process them in a way. Making music about all of this is only a temporary relief I think, not offering a final or complete solution to my issues, yet it’s something I really need in my life. I have been speaking a lot about the feeling of profound longing for something, without knowing what or being able to reach it and the feeling of being lost and not finding your way back to shelter. “Wistful” also speaks a lot about being trapped in this existence, inside a human vessel, which is restricted by its senses, leaving one unable to go back home in a spiritual sense. Other than this, I tend to be inspired by the duality in life: happiness vs. melancholy, the outside world vs. my inner world, nature vs. urbanity, technology vs. spirituality, reality vs. daydreams and so on. </span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>If music inspires you, what are the three most inspiring bands/musicians for you?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> Like anyone deeply passionate about music, I think music does indeed inspire me a lot for my own art. It’s such a powerful art form, with an ability to affect our mind in so many ways. It’s a necessity in our human lives. To choose only 3 bands that have inspired my own music thru the years is quite tough! If I had to choose, maybe I’d go for <strong>TYPE O NEGATIVE</strong>, <strong>PHILIP GLASS</strong> and <strong>DEAD CAN DANCE</strong>. Perhaps another day I would give you a different answer, but I feel these three would be the right choice today.<b></b></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>What other music genre(s) do you like to listen to?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> I pretty much listen to anything that speaks to me somehow, so I like a lot of different genres. </span><span lang="en-US">I adore the whole shoegaze/dreampop scene, as well as the darkwave scene, the post-punk scene, and the more modern post-rock and post-metal scenes, with band such as <strong>SLOWDIVE</strong>, <strong>THE CHAMELEONS</strong>, <strong>EXPLOSIONS IN THE SKY</strong>, <strong>SIGUR ROS</strong>, <strong>ALCEST</strong>, <strong>JOY DIVISION</strong>, <strong>MONO</strong>, <strong>HAMMOCK</strong>, <strong>COCKTEAU TWINS</strong>, <strong>LYCIA</strong>, <strong>DEAD CAN DANCE</strong> and <strong>THE CURE</strong> being some of my favorites. I also draw inspiration from classical music, with minimalism being one of my favorite directions. I was always very fascinated by the concept of taking the smallest pieces and evolving them slowly over time into something else. This is something I try to do in my music as well, to really create those hypnotic, meditative patterns that lull the listeners into some sort of trance. As for more metal influences, one of my favorite bands is <strong>TYPE O NEGATIVE</strong>. I love the different expressions they convey in their songs and just admire their ability to create lush, layered, heavy atmospheres. As for black metal, I like a lot of the bands from this scene too, like <strong>ULVER</strong>, <strong>BATHORY</strong>, <strong>EMPEROR</strong>, <strong>DARKTHRONE</strong>, <strong>BURZUM</strong> and so on. Also love the whole grunge scene of the 90s, with <strong>NIRVANA</strong> and the <strong>SMASHING PUMPKINS</strong> being the obvious favorites. </span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>When did you decide to become a musician and to write own songs, and why?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> Music has always been a big part of me since I was a child. Seeing as my parents were both musicians and working in the music business, I was introduced to this life from the very beginning. Making and playing music is absolutely a cathartic process for me, as mentioned before, and became a sort of therapy that I couldn’t live without from my early teenage years and onward. Already from the time I was 16 years old, I was fascinated by the balance between beautiful and harsh/heavy in certain kinds of music and started to write music related to that myself, which ultimately lead me to choose the sound I did for <strong>SYLVAINE</strong> many years later. I need music in my life to be more or less complete, to be able to deal with things inside of me that otherwise tend to get suppressed. That is why I started making music, and I feel so happy and thankful that I am able to do so. I always knew I would follow this path if destiny allowed me to.</span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>You passed your very first live gig with band at the </em><strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong><em> this year. How did it work? What would you like to tell us about this gig?</em></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine: </b></span><span lang="en-US">Our very first show with the full live line-up of Sylvaine was really an amazing experience! We had been waiting for this moment for quite some time already, so finally being on stage, seeing all the beautiful people moving to our music and giving us such positive feedback, was more than we could have ever asked for. People were coming up to us after our show to tell us they couldn’t believe that this was our first show and that we were their positive surprise of the festival. It was so nice! We truly enjoyed ourselves a lot at the <strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong>, thanks to the great people working at the festival, the kind audience, the other bands and also the picturesque location. These memories will be kept with us for many years to come and we just can’t wait to get back out there and play for more audiences in other places very soon!</span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>What makes you more delighted and satisfied: Listening to a new song of yours for the very first time or playing a live gig?</em></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine: </b></span><span lang="en-US">Both situations leave you with a great feeling of being delighted and satisfied if you ask me, but I’m not sure you can choose between the two though, as they can’t really be compared. The whole song writing process is so introvert and operates more on a personal level, while the live experience is extrovert, spontaneous and shared with many people. They are both very rewarding, but in completely different ways.</span></p>
<p lang="en-US"><b>Flo: </b><em>Neige plays the drums for you, this is awesome! For me he is one of the greatest musicians ever. I love all his music projects. How did you get in contact with him and how did he become your drummer?</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6851 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvainemusic2.jpg" alt="Sylvaine - Neige" width="450" height="336" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvainemusic2.jpg 712w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Sylvainemusic2-300x224.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" />
<p lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> I first discovered <strong>ALCEST</strong> in 2011/2012 and immediately fell in love and connected to their music. In 2012 I had the pleasure of seeing them play live a couple of times and I ended up meeting them one night. After that, I stayed in touch with Neige, we became friends and I started to show him things I was doing with <span lang="en-US"><strong>SYLVAINE</strong></span>. He was very positive to the music and basically became a supporter of the project. This eventually led to the acoustic tour I did with them in South America in September 2014, and after that, Neige playing drums on “Wistful” and in the live line-up of <span lang="en-US"><strong>SYLVAINE</strong></span>. I really like his style of drumming, his attentiveness as a drummer and his strong sense of musicality, so we both felt it could fit really well with what I do in my music. We basically tried to play thru the songs together one day and after both agreed it sounded amazing! I know Neige was in the mood for getting back into playing drums again too, so it was a golden opportunity for me to take advantage of that, haha. It has been a huge pleasure to work with such a talented and creative musician for “Wistful” and our show at the <strong>DARK BOMBASTIC EVENING</strong>, and I really look forward to possible further collaborations with him in the future. It has been a dream come true!</p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>What can we expect from </em><strong>SYLVAINE</strong><em> in the next future?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine: </b>As my album has been out for some time now and my press commitments are slowly calming down, I am taking this calmer time to focus on the live side of the project and to write my third album. I still don’t know exactly what direction I’m heading in for the character of it, but I feel it will be strongly related to “Wistful”, yet with some new elements and a further development in my sound. I have enough songs for the album already and tons of other ideas to develop, but I’m taking my time to make as many songs as possible, to really make sure only the best/right ones make it on to the third record. We are also trying to book tours/shows for the band, as we would love to come and play for all of you out there. I’m constantly working on something related to <strong>SYLVAINE</strong>, to keep the ball rolling. I didn’t really stop working since 2013, before the release of my first album. I really don’t mind though, as I am super happy and thankful to be able to work solely for my band.</span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>Can you tell us something about some plans for playing in Germany?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine: </b></span><span lang="en-US">As of now, there are no precise plans for playing in Germany, but we already had a few offers from German promoters, so I really hope it will happen soon. Ever since I started doing music as a teenager, I always wanted to play for the German audience, as I knew it was a big market with an open-minded crowd. I cross my fingers and look forward to the day I can return to the country and make those teenage dreams come true!</span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>If you had to choose: vocals or guitar? Why?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><strong>Sylvaine:</strong> Once again, tough choice! Singing is something I have been doing since I was a little kid and has been a way to express myself that came quite natural to me. I always felt like that was “my instrument”, as it’s the only instrument I ever had a little bit of self-confidence in. The guitar however, is a more “fresh” instrument to me as I only played it for about 3 years now. It’s a crucial one for me, as it’s the instrument that ultimately allows me to create my music. I used to write my songs on piano, but when I started to play guitar, it opened a new dimension compositional wise. So yes, I guess choosing between the two is just too hard, haha. Sorry! </span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Flo: </b><em>You have the last words: What would you like to tell the world outside there?</em><b><br />
</b></span></p>
<p><span lang="en-US"><b>Sylvaine: </b></span><span lang="en-US">First of all I would like to thank you ever so much for this interview, Flo. It was my pleasure, really! I hope the readers of <strong>SILENCE MAGAZIN</strong> will enjoy this little insight into the <span lang="en-US"><strong>SYLVAINE</strong></span> realm and I can’t wait to see you all face to face when we hit the road next year! Have a great rest of your summer, stay creative and see you soon.<br />
</span></p>
<p lang="en-US"><strong>Flo:</strong> Thank you very very much for your time, your complex answers and your openness, <span lang="en-US"><strong>SYLVAINE</strong></span>! It really was a big delight for me and I&#8217;m really looking forward to seeing you on stage here in Germany!</p>
<p lang="en-US">Website: <a href="http://www.sylvainemusic.com/" target="_blank">sylvainemusic</a></p>
<p lang="en-US">Facebook: <a href="https://www.facebook.com/sylvainemusic" target="_blank">Sylvaine Official</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/interview-sylvaine/">Was Musik ausmacht und warum sie eine Art Therapie ist &#8211; Interview mit Sylvaine</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Eruptiv und gewaltig! Gojira &#8211; Magma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2016 06:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
		<category><![CDATA[France]]></category>
		<category><![CDATA[Gojira]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Duplantier]]></category>
		<category><![CDATA[Magma]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Duplantier]]></category>
		<category><![CDATA[Silver Cord Studios]]></category>
		<category><![CDATA[The Way Of All Flesh]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GOJIRA</strong> &#8211; „Magma“<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.6.2016<br />
Dauer: 43:56<br />
Label: Roadrunner Records</p>
<p><strong>GOJIRA</strong> sind wieder da! Drei Jahre nach dem letzten Output „L&#8217;Enfant Sauvage“ lassen die Duplantier Brüder und ihre beiden Mitstreiter ihr bereits sechstes Album auf die Menschheit los. Eigens dafür haben sich die Jungs in New York mit bloßen Händen ihr eigenes <a href="http://www.silvercordstudio.com/" target="_blank">„Silver Cord Studio“</a> errichtet. Und das hat sich offenbar gelohnt, denn „Magma“ kann einiges!</p>
<p>Bereits nach wenigen Sekunden des Openers <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8xKttPGJg5c" target="_blank"><em>„The Shooting Star“</em></a> wird einem jeden unweigerlich und unverwechselbar klar, wer hier durch die Boxen schallt. Der Song ist eher schleppend bis sphärisch und baut sich langsam, aber unaufhörlich zu unfassbarer Größe auf. Nicht völlig ohne Härte, aber doch wesentlich seichter, als man es von den Jungs sonst kennt.<br />
Was das Eröffnungsstück an Brutalität missen lässt, bringt dann der bereits vorab veröffentlichte Übersong <em>„Silvera“</em> mit sich. Hier wird ein Brett abgeliefert, welches schon nach wenigen Hördurchläufen klarstellt, dass es das Ohr so schnell nicht wieder verlassen wird. Gut so! Wem der Song nicht reicht, der sollte sich auf jeden Fall auch das dazugehörige Video ansehen! Dieses entkommt zum Glück vielen Metalklischees und schafft es als eines von (in letzter Zeit nur) wenigen, das Gefühl zu vermitteln, nicht alles schon tausendfach gesehen zu haben.<br />
<iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/165462017" width="1140" height="641" frameborder="0" title="Gojira - &#039;Silvera&#039;" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das darauffolgende <em>„The Cell“</em> ist deutlich ärmer an Höhepunkten und bleibt so auch weitaus weniger hängen. Kein schlechter Song, aber alles in allem eher Durchschnitt, nicht mehr, nicht weniger.</p>
<p>Auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_sQc1mRcgIQ" target="_blank"><em>„Stranded“</em></a> wurde bereits vorab veröffentlicht und offenbart vor allen Dingen, dass sich Joe ein Pitch Shifter Pedal zugelegt haben muss, welches noch öfters zu hören sein wird. Bis zu diesem Punkt der Platte weiß man bereits: alle Trademarks sind wieder vertreten, die guten, wie die schlechten. Denn <strong>GOJIRA</strong> lösen nach wie vor selten auf, weder tonal, noch rhythmisch. Vier bis acht Wiederholungen pro Riff, ohne dass dabei ne Variation eingebaut werden würde, sind für die Jungs total okay. Das führt im schlimmsten Falle aber auch zu Längen. Besonders, wenn man ne kurze Aufmerksamkeitsspanne hat. Das kann wunderbar funktionieren, muss es aber nicht. Groß wird’s dann, wenn, wie in <em>„Stranded“</em> ein Songpart dadurch aufgewertet wird, dass über ihm in feinster Post Manier weitere Gitarrenlinien geschichtet werden. Allerdings ist&nbsp;dieses Stück&nbsp;sowohl Positiv- als auch Negativbeispiel, denn das Intro schleppt sich gefühlt ewig hin&#8230;</p>
<p>Das kurze Zwischenspiel <em>„Yellow Stone“</em> erzielt danach, zumindest für mich, kaum einen Effekt. Außer vielleicht an <em>„Iron Man“</em> von <strong>BLACK SABBATH</strong> zu erinnern. Hätte ich nicht gebraucht, stört aber auch nicht extraordinär.</p>
<p>Der anschließende Titelsong wird von einer atmosphärischen Obertonmelodie getragen, welche jedoch erstmal ne Weile braucht, bis sie sich Zugang ins Ohr verschafft. Der Gesang ist besonders im Refrain unfassbar stimmungsvoll. Joe steht wie immer über allem, was jedoch besonders positiv auffällt ist, dass er alle denkbaren Facetten, die seine Stimme zu bieten hat, einzusetzen versucht.&nbsp;Auch die Riffs zünden sofort, wobei sie an den <a href="https://listenable-records.bandcamp.com/album/the-way-of-all-flesh" target="_blank">„The Way Of All Flesh“</a>&nbsp;Opener <em>„Oroborus“</em> erinnern.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3437" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13321667_1204614229562307_8635019141345778855_n.jpg" alt="Gojira Silvera Videoshoot" width="960" height="633" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13321667_1204614229562307_8635019141345778855_n.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13321667_1204614229562307_8635019141345778855_n-300x198.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13321667_1204614229562307_8635019141345778855_n-750x495.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Man sagt im Schützengraben gäbe es keine Atheisten, und so ist der siebente Titel treffender Weise mit <em>„Pray“</em> betitelt. Der Einstieg lässt mich irgendwie an <strong>SEPULTURA</strong>&nbsp;denken, bevor eine unfassbare (UN!!!FASS!!!BARE!!!) Walze losbricht! Für mich definitiv einer der Höhepunkte auf der Platte!</p>
<p>Das folgende <em>„Only Pain“</em> bricht qualitativ dann wieder etwas ein, bleibt aber wie <em>„The Cell“</em> durchschnittlich.</p>
<p>Das letzte wirkliche Stück <em>„Low Lands“</em> ist dann nochmal ganz groß! Joe erinnert gesanglich zuweilen an Jon Howard von <strong>THREAT SIGNAL</strong>, während der Song schleppend vor sich hinmäandert um sich zum Ende&nbsp;nochmal aufzubäumen. Was die Band jedoch mit dem Plattenoutro <em>„Liberation“</em> bezwecken möchte, ist mir schleierhaft. Denn dieser passt so gar nicht in das Albumgefüge und wirkt wie ein Fremdkörper bzw. ein Stück einer anderen Band.</p>
<p>Die Franzosen waren für mich immer eine Band, die mich zwar packten, das jedoch selten über eine komplette Plattenlänge aufrecht erhalten konnten. Das ist auch bei „Magma“ nicht anders. Dennoch beherbergt das sechste Album neben einigem Füllmaterial auch ein paar der wohl besten Songs, die <strong>GOJIRA</strong> bis heute geschrieben haben!</p>
<p><a href="http://www.gojira-music.com" target="_blank">Website</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/GojiraMusic" target="_blank">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/eruptiv-und-gewaltig-gojira-magma/">Eruptiv und gewaltig! Gojira &#8211; Magma</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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