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	<title>Ne Obliviscaris Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Ne Obliviscaris Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>NE OBLIVISCARIS &#8211; Atemlos im Tanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 2017 11:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NE OBLIVISCARIS – Urn Veröffentlichungsdatum: 27.10.2017 Dauer: 46 Min. Label: Season of Mist Stil: Progressive Extreme Metal Die australische Band NE OBLIVISCARIS (lat. für &#8222;Vergiss nicht&#8220;) steht seit ihrer Demo &#8222;The Aurora Veil&#8220; für komplexe Metalmusik, die Extreme auslotet. Das Schlagzeug tackert, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NE OBLIVISCARIS</strong> – Urn<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.10.2017<br />
Dauer: 46 Min.<br />
Label: Season of Mist<br />
Stil: Progressive Extreme Metal</p>
<p><span id="more-22589"></span></p>
<p>Die australische Band <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> (lat. für &#8222;Vergiss nicht&#8220;) steht seit ihrer Demo <strong>&#8222;The Aurora Veil&#8220;</strong> für komplexe Metalmusik, die <strong>Extreme</strong> auslotet. Das Schlagzeug tackert, Progressivität und Eingängigkeit duellieren sich. Dasselbe gilt&nbsp;für die Growls von Sänger <strong>Xen</strong> und den emotionalen Cleangesang von <strong>Tim Charles</strong>. Letzterer setzt mit seinem präsenten Geigenspiel den Stücken das Sahnehäubchen auf und sorgt dafür, dass der Gesamtsound&nbsp;einmalig klingt und die Band aus der Masse an aktuellen Metal-Acts heraussticht.</p>
<p>Das Debüt <strong>&#8222;Portal of I&#8220;</strong> ist für mich eines der überragendsten Alben, die ich in meiner Zeit als begeisterter Musikkonsument hören durfte. Gerade Songs wie <em>&#8222;Of Petrichor weaves black noise&#8220;</em> oder der Überhit <em>&#8222;And Plague flowers the Kalaidoscope&#8220;</em>, welcher zudem vom Musikkonservatorium in Sydney analysiert wurde und Studenten für eine detaillierte Sichtung zur Verfügung steht, zeigten die große Klasse der Band von Anfang an. 2014 folgte der Nachfolger <strong>&#8222;Citadel&#8220;.</strong> Er konnte den hohen <strong>Qualitässtandard</strong> bestätigen und den Bandsound für weitere Stilrichtungen, beispielsweise den Post Metal, öffnen.</p>
<p>Nun steht mit <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> das Drittwerk der mittlerweile zum Quintett geschrumpften Truppe (Basser <strong>Cygnus</strong> musste die Band verlassen) in den Regalen. Das Album&nbsp;soll nun ein weiteres Mal zeigen, ob es die Senkrechtstarter aus Down Under schaffen, weiterhin erstklassige Songs abzuliefern und mit ihrer bisherigen Diskographie mitzuhalten.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-23098 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b.jpg" height="163" width="736" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b.jpg 736w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b-300x66.jpg 300w" sizes="(max-width: 736px) 100vw, 736px" /></p>
<h3>AUF BEWÄHRTEN PFADEN</h3>
<p>Zunächst scheint sich am etablierten Klangkonzept wenig geändert zu haben. <em>&#8222;Libera (Part I) &#8211; Saturnine Spheres&#8220;</em> startet gewohnt mit verspielten Cleangitarren und akzentuiertem Beckenspiel des Schlagzeugs. Später&nbsp;geht der Song in die Vollen und vereint&nbsp;Epik, ordentlich Drive und progressiven Songaufbau. Ebenfalls sofort präsent ist <strong>Tim Charles</strong> Cleangesang, der auf <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> noch mehr im Mittelpunkt des Geschehens steht. Dabei ist es immer wieder interessant, wie leicht es <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> schaffen, <strong>Gegensätze</strong> zu vereinen. Eingängige Gesangslinien treffen auf krasses Schlagzeuggeballer und werden von interessanten Riffs und Bassspielereien veredelt. Damit erschafft die Band einen klassischen Albumeinstieg, der unverkennbar nach den Australiern klingt. Spätestens als die Geige als zusätzliches Instrument hinzukommt, wird das Epiklevel nochmals gehörig gesteigert.</p>
<p>Neu sind die gegen Ende von <em>&#8222;Libera (Part I)&#8220;</em> auftauchenden <strong>Gangshouts</strong>, die erfrischend, kraftvoll und sehr intensiv wirken. Ein mehr als solider Einstand! Der zweite Teil von Libera, <em>&#8222;Ascend of burning moths&#8220;,</em> bringt das Stück zum Abschluss und stellt die ruhige Seite von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> in den Mittelpunkt. Flamenco-artige Gitarren verschmelzen mit dramatischen Geigenmelodien und zelebrieren ein leidenschaftliches Hin- und Herwiegen musikalischen Ausdrucks.</p>
<p><em>&#8222;Intra Venus&#8220; </em>heißt&nbsp;die erste <strong>Singleauskopplung</strong> des Album und ist wie der Opener ein sehr typischer Song im Klangkosmos der Metalprogger. Anfangs erklingen Akustikgitarren, ein treibender Basslauf gesellt sich dazu und mal wieder geht die Post ab. Hin und wieder empfinde ich jedoch das Schlagzeug&nbsp;mit seinem extrem schnellen Doublebass-Spiel als zu viel des Guten. Dieses Rattern zehrt auf die&nbsp;Dauer an meinen <strong>Nerven</strong>. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln. Sowohl die Instrumentalarbeit als auch die Gesangsfraktion liefern einen hervorragenden Job ab und geleiten durch emotionale Sphären leidenschaftlicher Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22973" aria-describedby="caption-attachment-22973" style="width: 740px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-22973 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1.jpg" height="400" width="750" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1-300x160.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22973" class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Benjamin Baret, Tim Charles, Xenoyr, Dan Presland, Matt Klavins</figcaption></figure>
<h3>HOHE EHRE, ATEMLOSE TIEFEN</h3>
<p>Nun folgt mit <em>&#8222;Eyrie&#8220;</em> ein ganz klarer Höhepunkt von <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong>. In diesen gut zwölf Minuten verschmilzt <strong>träumerische</strong> Ruhe mit aggressivem <strong>Chaos</strong>. Gegen Ende nimmt das Ganze wieder stark epische Züge an und überzeugt auf ganzer Linie. Was jedoch besonders heraussticht, ist <strong>Tim Charles</strong> Gesang. Wie ein Scheinwerfer ruht der Fokus auf ihm und zeigt sein ganzes Können auf. Der einfühlsame Gesang unterstreicht den klassischen Songwritingansatz, der besonders in diesem Stück streckenweise an <strong>Liedermacherei</strong> erinnert. Nur wird ebendiese unterstützt von harten Metalpassagen, die einen hervoragenden Kontrast bilden.</p>
<p>Den Albumabschluss bilden letztendlich die namensgebenden Stücke <em>&#8222;Urn (Part I/II) &#8211; And within the void we are breathless/As Embers dance in our eyes&#8220;</em>. Auffallend ist, dass beide Songs eine ganze Ecke <strong>düsterer</strong> klingen und wenig von der Beschwingtheit der anderen Stücke in sich vereinen. Das ist einerseits eine gute Abwechslung, zerstört&nbsp;aber auch teilweise den Albumfluss. Einflüsse aus dem <strong>Melodic Death Metal</strong> treten stärker zu Tage und die Geige spielt vermehrt dissonant. Insgesamt gefällt mir der beschwingte Sound der ersten Songs von <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> deutlich besser.</p>
<p>Den Rahmen für die insgesamt sechs Songs bildet eine sehr kraftvolle und moderne <strong>Produktion</strong>. Sie ist es, die den Instrumenten genug Raum gibt und ein differenziertes Klangbild erschafft. Für meinen Geschmack ist das Schlagzeug teilweise etwas zu&nbsp;dominant und erdrückt ab und zu die restlichen Instrumente. Abgesehen davon kann sich <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> jedoch definitiv hören lassen. Komplettiert wird das Album&nbsp;mit einem bandtypischen und&nbsp;sehr symbolischen <strong>Artwork</strong> von Sänger <strong>Xen</strong>. Es reiht sich in die bisherigen Veröffentlichungen ein, ohne dabei stark vom bewährten Konzept abzuweichen, welches <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> bis jetzt auszeichnete. Für die Zukunft wünsche ich mir weitere starke Alben, die gerne ein wenig mehr Experimentierfreude zeigen und in neue Sphären führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UgUn4EKLMnU?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>NE OBLIVISCARIS</strong> online:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/NeObliviscarisBand">Facebook</a></p>
<p><a href="https://www.patreon.com/neobliviscaris">Patreon</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/user/neobliviscarisvids">Youtube</a></p>
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		<title>Aus den Tiefen #45: ZHRINE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2017 06:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p><span id="more-17105"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Blackened Death Metal</strong></p>
<p><!--more-->Mit dem Begriff konnte ich nie was anfangen. Diese Genrebezeichnung weckte in mir seit je her das Gefühl, dass die entsprechenden Bands sich nicht so ganz entscheiden konnten, was sie denn nun machen wollten. So schwang in meiner Wahrnehmung immer der Anklagepunkt mit, weder Fisch noch Fleisch zu sein.<br />
Trotzdem ist besonders in den letzten Jahren an der Schnittstelle zwischen Black und Death Metal viel Interessantes passiert, und Bands entstanden, die genau wissen, was sie machen, wie sie klingen wollen und woher sie ihre Einflüsse beziehen. Und dennoch weder klar in die eine, noch in die andere Kategorie passen.<br />
So auch bei:</p>
<h4 style="text-align: center;">ZHRINE</h4>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17110" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Zhrine-Bandpic.jpg" alt="ZHRINE" width="956" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Zhrine-Bandpic.jpg 956w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Zhrine-Bandpic-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Zhrine-Bandpic-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Zhrine-Bandpic-750x753.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 956px) 100vw, 956px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Zugegebenermaßen sind <strong>ZHRINE</strong>&nbsp;eine Band, die nicht mehr komplett in den Kinderschuhen steckt und sich bereits einen Namen machen konnte. Aber wie oben disclaimert geht es ja um mehr oder minder unbekannte Bands. Und das Debütalbum „Unortheta“ ballert mich immernoch so weg, dass ich einfach darüber schreiben muss.</p>
<h4>Doch der Reihe nach</h4>
<p>Bereits 2007 schlossen sich vier junge Isländer zusammen, um (damals noch) Death Metal zu machen, der noch spürbar amerikanische Einflüsse offenbarte, aber schon mit ungeheurer Präzision und technischer Finesse zu überzeugen wusste. Innerhalb Islands, sowie langsam aber sicher auch darüber hinaus, erarbeiteten sich die Jungs &#8211; damals noch unter dem Namen <strong>GONE POSTAL</strong> &#8211; einen Ruf, der ihnen unter anderem vier Jahre in Folge einen Platz auf dem <strong>Eistnaflug</strong> bescherte.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/FqOcK3jMNBc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdem <strong>GONE POSTAL</strong> im Jahre 2008 ihr Debütalbum „In The Depths Of Despair“ auf die Welt losgelassen hatten, passierte nicht mehr viel an der Veröffentlichungsfront. Im stillen Kämmerlein wurde der eigene Sound jedoch immer weiter ausdifferenziert und verbessert, sodass noch 2012 ein Demo unter dem Titel „Unortheta“ erschien.</p>
<p>Bis das Ganze jedoch die entsprechende Form annehmen sollte, vergingen nochmals vier Jahre. Schließlich entschieden sich die Isländer im Jahre 2014 zu einem Namenswechsel, welchem kurz darauf ein weiterer folgen sollte, bzw. musste. Da der Bandname <strong>SHRINE</strong> offenbar schon vergeben war, entschieden sich die vier Jungs dazu, Legasthenie walten zu lassen und tauschten das „S“ mit einem „Z“. Voilà: <strong>ZHRINE</strong> waren geboren.</p>
<h4>Fisch und Fleisch</h4>
<p>Schließlich erschien das finale Album im April 2016 auf Season Of Mist. Und vermutlich hätten <strong>ZHRINE</strong> auch kein passenderes Label gewinnen&nbsp; können, befinden sie sich doch mit <strong>GORGUTS</strong>, <strong>DODECAHEDRON</strong> oder <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> so in bester Gesellschaft.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2624556299/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" width="300" height="150">&amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://zhrine.bandcamp.com/album/unortheta&#8220;&amp;amp;amp;gt;Unortheta by ZHRINE&amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Um den Faden der Anfangsworte wieder aufzunehmen: <strong>ZHRINE</strong> befinden sich durchaus im Bereich zwischen Black und Death Metal, wissen Elemente beider Welten aber gekonnt zu verbinden und darüber hinaus noch mehr einfließen zu lassen. So kann ich mir vorstellen, dass Fans von <strong>MGLA</strong> hier ebenso auf ihre Kosten kommen werden, wie <strong>ULCERATE</strong>-Hörer.</p>
<p>Denn <strong>ZHRINE</strong>s Soundgemisch ist sowohl unfassbar düster und melodisch, als auch technisch ausgefeilt, dynamisch und experimentell. Erinnern leise und atmosphärische Passagen hier und da gar an Post Metal-Bands, so folgen hierauf nicht selten dissonant-kalte Melodien, die an <strong>DEATHSPELL OMEGA</strong> erinnern, bevor Death Doom-Walzen den Eindruck erwecken, alle Menschlichkeit von der Oberfläche der Erde zu tilgen. Einzelne Songs von „Unortheta“ herauszuheben würde zeitgleich bedeuten, andere abzuwerten, und das möchte ich auf keinen Fall, da von dem ruhigen und sich bedächtig steigernden Intro von <em>„Utopian Warfare“</em>, bis zu dem abschließenden Titelsong keine Minute vergeht, die mich in irgendeiner Weise enttäuscht.<br />
<strong>ZHRINE</strong> wissen, wie man grandiose Songs schreibt, die sowohl durch packende Melodien, einnehmende Schwärze sowie rasende Brutalität gekennzeichnet sind.</p>
<p>Wer auf all den abgefahrenen Scheiß steht, der mit den bereits vorab genannten Bands zusammenhängt, der darf um <strong>ZHRINE</strong> definitiv keinen Bogen machen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/zhrineofficial/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Über Death Metal, Prog und Klopapier &#8211; Interview mit Black Crown Initiate</title>
		<link>https://silence-magazin.de/ueber-death-metal-prog-und-klopapier-interview-mit-black-crown-initiate/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ueber-death-metal-prog-und-klopapier-interview-mit-black-crown-initiate</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Black Crown Initiate]]></category>
		<category><![CDATA[Euroblast Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Fallujah]]></category>
		<category><![CDATA[Jesse Beahler]]></category>
		<category><![CDATA[Ne Obliviscaris]]></category>
		<category><![CDATA[Rivers Of Nihil]]></category>
		<category><![CDATA[THE FACELESS]]></category>
		<category><![CDATA[Wes Hauch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits auf dem Euroblast im Oktober hatte ich die Chance, BLACK CROWN INITIATE zu interviewen. Eine Band, die mich seit ihrer ersten EP &#8222;Song of the Crippled Bull&#8220; ziemlich fasziniert und die nicht nur für mich zu einem der aufstrebendsten und bedeutendsten ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-death-metal-prog-und-klopapier-interview-mit-black-crown-initiate/">Über Death Metal, Prog und Klopapier &#8211; Interview mit Black Crown Initiate</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits auf dem <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii/" target="_blank">Euroblast im Oktober</a> hatte ich die Chance, <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong> zu interviewen. Eine Band, die mich seit ihrer ersten EP <a href="https://blackcrowninitiate.bandcamp.com/album/song-of-the-crippled-bull" target="_blank">&#8222;Song of the Crippled Bull&#8220;</a> ziemlich fasziniert und die nicht nur für mich zu einem der aufstrebendsten und bedeutendsten Namen im modernen, progressiven Death Metal-Sektor zählen.&nbsp;<br />
Sowohl Drummer <strong>Jesse Beahler</strong> als auch Gitarrist <strong>Andy Thomas</strong>, der nebenbei auch für den Klargesang zuständig ist, nahmen sich Zeit für mich und meine Fragen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert.: Jungs, es ist wirklich schön, euch zu sehen und das sage ich nicht nur so als Floskel. Ich weiß, dass ihr vor Kurzem in St. Louis ausgeraubt wurdet und es nicht feststand, ob ihr es nach Europa schafft. Umso schöner ist es, dass ihr hier seid.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Ja, Mann. Wir haben angehalten um nach ner 30-Stunden-Autofahrt was zu essen und dann haben sie uns den abgeschlossenen Tourvan aufgebrochen und all unseren Kram gestohlen. Geld, Pässe, alles. Aber glücklicherweise haben uns unsere Fans und die Jungs von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> ausgeholfen und so konnten wir das Geld [via Indiegogo] schnell zurücksammeln. Das war herzergreifend und überwältigend für uns.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Unsere Pässe haben wir gerade rechtzeitig noch neu bekommen, damit wir nach Europa reisen konnten. Um ein Haar hätten wir&#8217;s nicht geschafft.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Offenbar gibt’s da nen ganzen Ring von Leuten, die sowas abziehen und tourende Bands bestehlen. Von Texas bis St. Louis. Ein paar von denen haben sie wohl auch gefasst. Aber offensichtlich nicht alle. Das ist echt scheiße. Denn es ist, als würde man von sehr, sehr armen Leuten stehlen.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Aber, scheiß drauf! Wir sind total glücklich, hier sein zu dürfen, das ist die Hauptsache!</p>
<h4>Robert: Wie läuft die Tour soweit?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Es ist großartig. Tolle Bands, tolle Jungs, tolle Konzerte. Soweit läuft so ziemlich alles sehr gut. Und es fühlt sich an, als würde es heute nochmal was ganz Besonderes werden.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Es ist uns eine Ehre, hier sein zu können. Und natürlich ist es für eine Band wie uns eine wunderbare Möglichkeit.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Wir haben gemerkt, dass es die Leute wirklich interessiert, was wir machen. Es kümmert sie. Von den Staaten aus ist es nicht selbstverständlich, Fans auf einem anderen Kontinent zu haben, aber es gibt sie. Es ist eine bescheidene Fanbasis, aber sie existiert und das macht uns sehr stolz!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Black-Crown-Initiate-10.jpg" alt="Black Crown Initiate (10)"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: Gibt es Dinge, die hier in Europa für euch grundlegend anders sind, als in den Staaten? Habt ihr Situationen erlebt, die ihr so zu Hause nie erlebt hättet?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Duschen!<br />
<strong>Jesse:</strong> Ja, es wimmelt hier vor Duschen, Mann! Das Catering ist besser!<br />
<strong>Andy:</strong> Der Bus ist super und es gibt Klopapier in den Veranstaltungsorten.<br />
<strong>Jesse:</strong> Echt jetzt? Ich würd&#8216; sagen, dass es in den Staaten fast mehr Klopapier gibt.<br />
<strong>Andy:</strong> Auf keinen Fall! Hast du ne Ahnung, wie oft ich versucht hab, aufs Klo zu gehen und es bei uns kein Papier gab?! Du bist&#8217;n süßer, glatter Typ, aber für nen haarigen Kerl wie mich &#8230;</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Okay, okay. Was ist sonst noch anders? Eine weitere Sache sind die Einkaufsmöglichkeiten. Die Dichte an Musikgeschäften ist nicht so hoch, das heißt wenn wir mal neue Sticks oder Schlagzeugfelle brauchen, ist das mit ein wenig mehr Aufwand verbunden.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Vermutlich ist es nicht so schwer, wenn man von hier ist, aber für uns, die nur Englisch sprechen, ist es nicht so leicht. Wobei das Englisch hier in Deutschland hervorragend ist. So ziemlich jeder kann Englisch. Das sieht in Frankreich schon anders aus. Und das ist auch okay, wir sind ja praktisch dort zu Besuch, aber natürlich freuen wir uns, wenn wir uns verständigen können.</p>
<h4>Robert: Euer Album &#8222;Selves we cannot forgive&#8220; kam dieses Jahr im Juli raus. Was für Rückmeldungen habt ihr bekommen? Von den Medien, der Presse und natürlich den Fans?</h4>
<p><strong>Jesse:</strong> Es wurde sehr gut aufgenommen und wir haben extrem viel Spaß dabei, die Songs zu spielen. Es wirkt, als würde es allen gefallen.<br />
<strong>Andy:</strong> Für jede unserer Veröffentlichungen gibt es neue Herausforderungen für uns, aber wir sind sehr stolz darauf. Der Großteil der Rezensionen war positiv, aber ich würde auch nicht wollen, dass allen Leuten mein Album gefällt. Du kannst nie alle überzeugen.<br />
<strong>Jesse:</strong> Ja, es ist nie bei 100%.<br />
<strong>Andy:</strong> Es kommen viele Leute zu mir, die mir sagen, dass sie das Album lieben und dass es die beste Veröffentlichung seit unserer EP sei.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Black-Crown-Initiate-5.jpg" alt="Black Crown Initiate (5)"></p>
<h4>Robert: Wie seid ihr dazu gekommen, mit Wes (Hauch, Ex-THE FACELESS) zu arbeiten?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Wir kannten ihn alle, wir wussten, wer er war und was für ein großartiger Musiker er ist. Unser alter Gitarrist <strong>Rik</strong> [<strong>Stelzpflug</strong>, Gitarrist von 2013 bis 2016] ist vor einer Weile bei uns ausgestiegen, da er die Zeit zum Touren nicht mehr aufbringen konnte. Und <strong>Wes</strong> meldete sich zu der Zeit bei uns und meinte, er wolle bei uns spielen, falls wir jemals einen Gitarristen bräuchten.<br />
<strong>Jesse:</strong> Tja, und zufälligerweise war das genau zu der Zeit der Fall.<br />
<strong>Andy:</strong> Wie hätten wir da Nein sagen können?<br />
<strong>Jesse:</strong> Alles passierte genau zum richtigen Zeitpunkt. Das ist unsere dritte Tour mit ihm und er ist großartig.<br />
<strong>Andy:</strong> Ein wirklich, wirklich witziger Typ.<br />
<strong>Jesse:</strong> Er versteht sich mit allen super.</p>
<h4>Robert: Auf der Bühne oder auch abseits davon? Ich denke, es kann hart sein, jemand Neues in der Band zu haben und sich dann vor allem im Livekontext blind zu verstehen.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Beides funktioniert super. <strong>Wes</strong> ist einer der besten Livegitarristen, die ich kenne. Zumindest für mich ist es so, dass sich live alles anders anfühlt, als wenn ich zu Hause sitze. Denn auf der Bühne schießen dir alle möglichen Hormone und so körpereigenes chemisches Zeug durch die Blutbahn.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Außerdem kann viel mehr schiefgehen.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Exakt! Aber <strong>Wes</strong> meistert das alles perfekt. Ich glaube auch, dass er bei uns nicht ganz so sehr gefordert ist wie bei <strong>THE FACELESS</strong>, denn unser Zeug ist vermutlich etwas einfacher, sodass der physische Aspekt mehr in den Vordergrund rückt und nicht so sehr die Konzentration darauf, was man spielt.</p>
<h4>Robert: Auf all euren Platten ist mir dieser krasse Gesang aufgefallen, der mich total an Travis Ryan von CATTLE DECAPITATION erinnert hat. Bei „Transmit To Disconnect“ dachte ich auch, dass er es tatsächlich ist. Wie kamt ihr dazu und wie bekommt ihr das hin?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Ich weiß, was du meinst. Das erste Mal haben wir das bei <em>„The Mountain Top“</em>&nbsp;[Dritter Song der ersten EP] eingesetzt. <strong>James</strong> [<strong>Dorton</strong>, Sänger] hat das bei den Aufnahmen zu dem Part einfach gemacht. Keiner von uns wusste, dass er sowas kann und wir waren alle total überwältigt davon. Witzigerweise hab ich für <em>„Transmit To Disconnect“</em> tatsächlich bei <strong>Travis</strong> angefragt, da diese Stelle wie für ihn geschaffen ist, aber leider war er beschäftigt, also haben <strong>James</strong> und ich das übernommen.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Black-Crown-Initiate-7.jpg" alt="Black Crown Initiate (7)"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: Wenn man auf ein Festival wie das Euroblast blickt, das sich ja hauptsächlich auf progressive Bands konzentriert: wie nehmt ihr die Entwicklung in dieser Szene wahr und verfolgt ihr sowas bewusst? Bands in dieser Richtung versuchen meines Empfindens nach, immer etwas Neues in den Sound einzuweben. Wie ist eure Herangehensweise diesbezüglich?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Ich gehe aus einer sehr emotionalen Richtung an Musik heran. Ich denke nicht sehr viel darüber nach, ob ich jetzt etwas anders oder neu oder progressiv mache. Es ist ein sehr privater und isolierter Prozess. Zumindest bei mir. Und obwohl ich andere Bands mag, kümmere ich mich bei meiner Musik nicht zu sehr darum, was sie machen.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Es ist cool, Freunde in diesen Bands zu haben, denn man kann sich austauschen und oftmals auch Inspiration sammeln.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Was wir aber definitiv von solchen anderen Bands gelernt haben, ist der administrative Aspekt des Musikgeschäfts. Besonders von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong>. Diese Jungs wissen einfach was sie tun und sie lassen nicht zu, dass sie irgendjemand um Kohle betrügt, oder sich ihrer Musik bemächtigt, um sie auszubeuten.</p>
<h4>Robert: Ich suche immer nach neuen Bands und guter Musik, die nichts mit Metal zu tun haben. Gibt’s denn was, was euch im letzten Jahr überrascht und begeistert hat? Etwas, das ihr empfehlen könntet? Oder habt ihr eigentlich gar keine Zeit mehr dafür, euch bewusst Musik anzuhören?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Wir werden zwar als Metal-Band wahrgenommen, aber eigentlich ist das Musik, die uns gar nicht so sehr und nicht ausschließlich interessiert. Ich glaube, ich habe seit Monaten nicht bewusst Musik gehört. Aber wenn ich was höre, dann ist es am ehesten <strong>SIGUR ROS</strong>.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Es erscheinen gerade unglaublich viele gute Alben. Ich glaub, die neue <strong>ULCERATE</strong> kommt bald.</p>
<p><strong>Andy:</strong> Ja, <strong>MESHUGGAH</strong>, <strong>OPETH</strong>, <strong>NEUROSIS</strong>&#8230; Ich hab bislang nichts davon gehört. Klar interessiert es mich, und ich werde mir auch irgendwann die Zeit nehmen, um reinzuhören. Aber da mein Leben so sehr von meiner eigenen Musik bestimmt ist, fällt es mir zunehmend schwerer, mich auf die von anderen zu konzentrieren. Ob das wirklich gesund ist, weiß ich nicht. Aber es ist gerade meine Realität.</p>
<p><strong>Jesse:</strong> Ich versuche mich immer von anderer Musik einnehmen zu lassen. Das meiste davon ist überhaupt kein Metal. Ich höre zum Beispiel viel Rap und elektronisches Zeug. Musik ist schon essentiell um Inspiration zu bekommen, welche Richtung ist erstmal egal. Aber einen konkreten Namen könnte ich dir jetzt nicht sagen.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: Wenn ich an Bands wie euch oder FALLUJAH denke, dann erfreue ich mich immer daran, dass die emotionale Bandbreite, die in der Musik behandelt wird, immer weiter wird.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Weißt du, ich sehe da einen sehr wichtigen, auch gesellschaftlichen Fortschritt. Denn klassischerweise war Heavy Metal ja immer eine sehr maskuline Ausdrucksform. Das gesellschaftlich geprägte Bild von Männlichkeit hat da natürlich sehr viel mit Aggression und Wut zu tun. Und das ist angeblich alles, was man als Typ den ganzen Tag so fühlt, aber das ist natürlich nicht wahr. Deshalb bin ich auch froh, dass sich dieser Faktor beständig ändert, denn das ist auch was, was wir unbedingt machen wollen.</p>
<h4>Robert: Denkt ihr, dass es in der Musik einen Platz für Politik gibt, oder sollte es ihn geben? In Deutschland ist das aus historischen Gründen natürlich nochmal eine Sache für sich. Es gibt Leute, die davon ausgehen, dass man mit einer bestimmten Richtung sympathisiert, sobald man sich nicht klar gegen sie ausspricht und sich eher indifferent verhält.</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Daran glaube ich ehrlich gesagt nicht. Es kommt immer darauf an, wer du bist. Ich kann da nur für mich sprechen. Einige meiner größten Helden haben politische Botschaften. <strong>RAGE AGAINS THE MACHINE</strong>, <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong>, <strong>BOB DYLAN</strong>. Politik hat also definitiv einen Platz in deren Musik, hat sie einen Platz in meiner Musik? Nein, denn ich beschäftige mich nicht damit und es interessiert mich auch nicht.&nbsp;</p>
<h4>Robert: Zum Schluss noch eine Sache. Auch wenn ich fürchte, dass du das ständig gefragt wirst. Andy, wie lange lässt du deinen Bart schon wachsen?</h4>
<p><strong>Andy:</strong> (lacht) Nein, das ist schon okay, Mann. Ich verrat&#8217;s dir, aber du musst zuerst raten!</p>
<h4>Robert: (denkt nach&#8230;)</h4>
<p><strong>Andy:</strong> Falsch! Fünf Jahre! (Jesse und er lachen)</p>
<p><strong>Robert: Sehr gut, dann wäre das jetzt auch geklärt. Jungs, ich danke euch sehr für eure Zeit und dieses Interview! Ich wünsche euch einen grandiosen Auftritt nachher!</strong></p>
<p><strong>Jesse:</strong> Danke dir!</p>
<p><strong>Andy:</strong> Danke! Wir müssen uns auch langsam warm spielen. Mach&#8217;s gut, wir sehen uns!&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Progressive Urgewalt in Dresden – Enslaved und Gäste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 08:30:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangenen Donnerstag (10.11.16) luden die Norweger von <strong>ENSLAVED</strong> zu ihrem 25-jährigen Bandjubiläum in den Dresdener Club Beatpol ein. Mit dabei: die texanischen „Newcomer“ von <strong>OCEANS OF SLUMBER</strong> und die australischen Senkrechtstarter von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong>. Dieses Package versprach im Vorfeld einen Abend voller guter, progressiver und extremer Metalmusik. Ob sich dieses Potenzial in der Durchführung entfalten konnte, schildere ich aus meiner Sicht.</p>
<p>Gegen halb acht trudel ich im Beatpol, gelegen im alten Dorfkern Briesnitz in Dresden, ein. Rund 30 Besucher sind bis dahin anwesend und ich bin ein wenig ernüchtert aufgrund der geringen Besucherzahl. Dies soll sich jedoch spätestens ab dem offiziellen Beginn deutlich ändern, sodass das Konzert speziell für unter der Woche sehr ordentlich besucht ist. Nach einem kurzen Plausch mit dem Gitarristen von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> und dem Besuch an den Merch-Ständen der Bands, entdecke ich meine Konzertverabredungen und pünktlich um 20 Uhr stehen <strong>OCEANS OF SLUMBER</strong> auf den Brettern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>OCEANS OF SLUMBER</strong></h2>
<p>Die Texaner um die charismatische Frontfrau <strong>Cammie Gilbert</strong> legen zunächst sehr ruhig und bedächtig los. Hier kommt sofort der gute und herrlich warme Klargesang der Sängerin zum Tragen, der mich stellenweise ein wenig an Marta von <strong>TODTGELICHTER</strong> erinnert. Musikalisch haben diese Bands jedoch wenig gemein und <strong>OCEANS OF SLUMBER</strong> bieten in der guten halben Stunde ihrer Performance sehr dynamische Songs, die einmal ruhig verträumt, mal stampfend doomig (inkl. <strong>CANDLEMASS</strong> Cover <em>„Solitude“</em>) und, wenn auch selten, rasend sind. Was sofort auffällt ist das handwerkliche Können der Musiker, doch ich muss zugeben, dass sich mir die Songs im Livekontext noch nicht wirklich erschließen. Die Band erntet jedoch nach jedem Song einen amtlichen Applaus und so wird dieser kurze Auftritt zu einem guten Einstieg in den Musikabend.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/fvHovX11kfA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>NE OBLIVISCARIS</strong></h2>
<p>Nun folgt für mich das persönliche Highlight des Line-Ups. So habe ich doch endlich einmal die Gelegenheit, <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> live zu sehen. Deren Alben „Portal of I“ und „Citadel“ rotieren regelmäßig bei mir im Spieler und ihre Mischung aus sphärischen Parts, extremem Metal und hoher spielerischer Klasse plus Geigenspiel hat mich bis jetzt jedes Mal in Verzückung versetzt. Und dieser Eindruck sollte sich auch in der Liveversion bestätigen.</p>
<p>Die 6 Australier starten ihr Set mit <em>„Devour me Colossus (Part 1): Blackholes“</em> und rasen sofort mit unglaublicher Energie voran. Der Sound ist gut und es ist beachtlich zu beobachten, mit welcher sichtlichen Leichtigkeit die Jungs ihre anspruchsvollen Klänge in die Menge feuern. Diese Leistung wird durch wildes Headbangen der vordersten Reihen und lautstarkem Applaus quittiert. Clean-Sänger und Geiger <strong>Tim Charles</strong> leitet durch den Auftritt und bekundet immer wieder, wie schön es für die Band ist, die Songs live zu performen und in Kontakt mit ihren Fans zu treten. Diese sind, mich eingeschlossen, definitiv zahlreich vertreten und so wird der Gig, trotz sich mit der Zeit übersteuertem Sound, zum Selbstläufer. Insgesamt gibt es nur vier Songs zu hören, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt, da diese eine Länge von 8-16 Minuten aufweisen. Speziell die Darbietung von <em>„Painters of the Tempest (Part II). Triptych Lux“</em> beeindruckt mich. Es ist erstaunlich, wie unterhaltsam und schmissig so ein 16-Minuten-Monolith sein kann. Und dies vor allem auch im Livekontext. Zum Schluss gibt es natürlich noch den Bandklassiker <em>„And Plague flowers the Kaleidoscope“</em> und viele Zuschauer sind definitiv sehr glücklich mit diesem starken Auftritt der Band. Ich bin gespannt, was von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> noch zu Hören sein wird, denn meiner bescheidenen Meinung nach sind dies extrem talentierte und passionierte Musiker.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/wuVa4_DBwEE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 style="text-align: center;"><strong>ENSLAVED</strong></h1>
<p>&nbsp;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11218 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-01.jpg" width="584" height="390" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-01.jpg 584w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-01-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach einer etwas längeren Umbaupause, die ich nutze um meine Kraftreserven mit einem wohltuenden Weizengetränk aufzutanken, starten die Headliner <strong>ENSLAVED</strong> in ihre Jubiläumsshow.<em> „Roots of the Mountain“</em> vom 2012er Album &#8222;Riitiir&#8220; eröffnet das Set und ich kann mir schwerlich einen besseren Opener für diese Band vorstellen, enthält er doch alle Stilelemente, welche diese legendäre Band auszeichnet. Egal ob straight skandinavisches Gepolter oder schon fast bluesige Verspieltheit &#8211; hier kommt alles zu einer wohligen Melange zusammen. Shouter und Bassist <strong>Grutle</strong> peitscht die Menge mit seinem markanten Schreien und Geknurre ein. Die gesamte Band performte und poste (!) routiniert und war exakt aufeinander eingespielt. Zwischen den Stücken wird viel mit dem Publikum kommuniziert und es entsteht der Eindruck, dass die Norweger sehr sympathische Zeitgenossen sind. Herrlich die Szene, in der <strong>Grutle</strong> das Publikum auffordert, anlässlich des Bandjubiläums, ein landestypisches Geburtstagslied anzustimmen und auf einmal <em>„Happy Birthday“</em> durch das Publikum schallt. Ich nehms mit Humor, gerade deshalb, da auch ich einige Sekunden lang überlegen muss, was es für deutschsprachige Geburtstagsständchen gibt. Definitiv einen Lacher wert!</p>
<p>Im Laufe des Sets werden überwiegend Songs der aktuelleren Bandphase gespielt, wie etwa <em>„The Watcher“</em>, <em>„Building with Fire“</em> von der aktuellen &#8222;In Times&#8220;-Platte oder der Titeltrack vom 2006er Album „Ruun“. Jedoch kommt auch die klassische (black-)metallige Vergangenheit nicht zu kurz und die Performance des &#8222;Frost&#8220;-Klassikers<em> „Fenris“</em> knallte extrem tight und gnadenlos in die Menge. Das ist mein persönliches Highlight des Sets, da das Album &#8222;Frost&#8220; zu meinen Favoriten im paganen (Black) Metal zählt. Nostalgie im modernen Klanggewand.</p>
<p>Der Zugabenblock ist am Ende natürlich nur obligatorisch und wird sehr witzig von einem Drumsolo eröffnet, woraufhin sich Keyboarder und Clean-Sänger <strong>Herbrand Larsen</strong> einen Spaß mit Drummer <strong>Cato Bekkevold</strong> erlaubt, und ihn mitten im Spiel einfach ein Handtuch übers Gesicht legt. Und der Mann zieht es dennoch sehr gut durch. Respekt! Allgemein ist es schön anzusehen, dass die Musiker sichtlich Spaß auf der Bühne haben und <strong>ENSLAVED</strong> auch während der Show immer wieder den Kontakt mit dem Publikum suchen.</p>
<p>Der Oberknaller kommt am Ende, denn so wird der Uraltklassiker<em> „Allfǫðr Oðinn&#8220;</em> angestimmt und nach wenigen Minuten betreten fast alle Mitglieder von <strong>OCEANS OF SLUMBER</strong> und <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> die Bühne, da dies für beide Supportbands die letzte Show der Tour ist. Es wird überall wild geheadbangt, abgefeiert und sich manch ein Spaß gemacht, dass es eine helle Freude ist. Ein toller Abschluss für dieses extrem gute Tourpackage.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11220 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-19.jpg" width="584" height="390" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-19.jpg 584w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-19-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/enslaved-25022016-19-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px" />
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Ich bin restlos begeistert. Zu kritisieren gibt es von meiner Seite, bis auf den leicht übersteuerten Sound, absolut nichts. Der Club ist angenehm und alle Bands performten stark und spielfreudig, und dies spiegelte sich definitiv in den Publikumsreaktionen wieder. Erstaunlich finde ich es, ehrlich gesagt, dass<strong> ENSLAVED </strong>&#8211; wenn mich nicht alles täuscht &#8211; das erste Mal in Dresden aufgespielt haben, doch leider finden im extremen Metalbereich, obwohl es solide Clubs wie etwa den Skullcrusher gibt, zu wenig gute Shows mit sowohl bekannten als auch Nachwuchsbands in der schönen Elbmetropole statt. Dementsprechend gilt es jene zu würdigen, die durchgeführt werden und dazu gehört dieses Tourpackage mit großer Sicherheit.</p>
<p>Ich verschwinde mit meinen Freunden hinaus in die Nacht und nehme mir einige schöne Erinnerungen an dieses Musikereignis mit nach Hause.</p>
<p>Auf bald!</p>
<p>(ANMERKUNG: Leider konnte ich keine Fotos machen und bin bis jetzt auch nicht in anderen Quellen fündig geworden. Deshalb verwende ich Bild- und Videomaterial von anderen Gigs der Tour.)</p>
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		<title>Ein Mikrokosmos der besonderen Art &#8211; Euroblast XII (Dritter Tag / Sonntag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Du hast die beiden ersten Tage verpasst? Hier geht es zu  Tag 1 und Tag 2  des Euroblast XII Sonntag, 02.10. Es ist Sonntag, das Wetter ist eher beschissen und die Nacht war kurz. Offenbar nicht nur bei mir, denn als ich kurz nach 13 ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii-dritter-tag-sonntag/">Ein Mikrokosmos der besonderen Art &#8211; Euroblast XII (Dritter Tag / Sonntag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: left;">Du hast die beiden ersten Tage verpasst? Hier geht es zu <span style="color: #ff0000;"> <a style="color: #ff0000;" href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii/">Tag 1</a></span> und <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii-zweiter-tag-samstag/">Tag 2</a> </span> des Euroblast XII</h4>
<p style="text-align: center;"><strong>Sonntag, 02.10.</strong></p>
<hr />
<p>Es ist Sonntag, das Wetter ist eher beschissen und die Nacht war kurz. Offenbar nicht nur bei mir, denn als ich kurz nach 13 Uhr auf dem Gelände der Essigfabrik ankomme, bin ich noch einer von eher wenigen. Die Leute, die schon stehen können, findet man jedoch vorbildlicherweise bei den erst kurzfristig eingesprungenen Briten <strong>SHIELDS</strong> vor der Hauptbühne. Diese geben schon zu früher Stunde alles, wobei ich mittlerweile sagen muss, dass sie natürlich nicht die einzige Band ist, die auf diesem Festival eine Mischung aus Metal, Electro und cleanem Gesang präsentiert. Und so langsam fällt es mir zunehmend schwerer, an den einzelnen Darbietungen noch etwas Eigenständiges rauszuhören. Aber die Gefahr besteht bei Festivals vermutlich meistens.</p>
<blockquote><p><strong>If everyone is progressive, no one is.</strong></p></blockquote>
<p>Auf der kleinen Bühne geben die Hamburger von<strong> [SOON]</strong> ihr Euroblast-Debüt. Das Trio spielt Progressive Metal, der mich etwas an <strong>O.S.I.</strong> erinnert und auch Fans von <strong>PORCUPINE TREE</strong> zusagen müsste. Die gebotenen Songs sind eingängig, fast schon poppig und dennoch ziemlich heavy. Auch im Keller sind zu früher Stunde noch nicht sehr viele Leute. Die Resonanz auf die Musik von <strong>[SOON] </strong>fällt dennoch sehr positiv aus.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day3/Ayuhuasca-9.jpg" alt="Ayuhuasca (9)" /></p>
<p>Eine Band, die mir in vielen Gesprächen nahegelegt wurde, ist <strong>AYAHUASCA</strong>, die aus Köln stammt, ich jedoch eher in südamerikanischen Gefilden verortet hätte. Warum? Weil die Bühne zunächst mal nicht nur voller Bandmitglieder, sondern auch voller Percussioninstrumente ist. Nicht nur ich muss bei dem Sound, den die Jungs liefern, an <strong>SEPULTURA</strong> denken. Jedoch unverhältnismäßig technischer.<strong> AYAHUASCA</strong> kombinieren hervorragenden Tech Death und Progressive Metal mit Ethnoeinflüssen. Die Mischung haut mich um und sorgt dafür, dass ich mit einem Schlag wach bin. Und auch wenn es nicht von vorne bis hinten vor ungeraden Takten wimmelt, so muss progressive Musik für mich genau so sein, denn Prog beginnt im Kopf, mit einer Idee. Und <strong>AYAHUASCA</strong> haben nicht nur eine solche, sondern auch die Fähigkeiten, diese gezielt umzusetzen. Natürlich haben auch viele andere Bands, die hier spielen, Visionen, doch <strong>AYAHUASCA</strong> sind eine von wenigen, die wirklich unvergleichbar herausstechen. Groß!</p>
<p>Ich begebe mich zu <strong>KORONAL </strong>vor die kleine Bühne. Diese kommen meines Empfindens nach am meisten an den Sound von <strong>MESHUGGAH</strong> heran, ohne die es das Euroblast in dieser Form vermutlich nicht geben würde. Der Gesang ist etwas variabler als der von Jens Kidman, die Soli nicht ganz so jazzig, aber dennoch ist der Einfluss der schwedischen Genreväter ab den ersten Tönen klar. Zum Glück verfallen <strong>KORONAL</strong> nicht in stumpfes kopieren, was dafür sorgt, dass nicht nur ich Gefallen an dem Sound der Polen finde.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day3/Koronal-1.jpg" alt="Koronal (1)" /></p>
<p>Auch die Schweizer <strong>CLAWERFIELD</strong> spielen mit elektronischen Einflüssen. Der Industrial Metal geht jedoch in eine ganz andere Richtung und weiß zu gefallen. Besonders die cleanen Gesangspassagen haben sehr hohes, fast schon poppiges Ohrwurmpotenzial und bleiben zumindest bei mir hängen, was meinen Spaß an der Musik sofort steigert. Ich bin positiv überrascht!</p>
<p><strong>DISPERSE </strong>liefern auf der Hauptbühne im Anschluss ein willkommenes Kontrastprogramm zu fast allen anderen Bands. Obgleich die Polen technisch auf sehr hohem Niveau spielen, ist die Musik doch angenehm ruhig und atmosphärisch, zumindest im Vergleich mit vielen ihrer Mitstreiter. Doch besonders da der Progressive Metal der Jungs so „zahm“ wirkt, folgt der dynamisch wohl größte Bruch des Festivals. Denn auf eine der gediegeneren Bands folgt eine, wenn nicht DIE brutalste. <strong>HUMANITYS LAST BREATH</strong> zerlegen die Bühne mit einer Wand, die mich am ehesten an <strong>WAR FROM A HARLOTS MOUTH</strong> denken lässt. Fies, brachial und rücksichtslos sind nur einige Worte, die mir zum Auftritt der Schweden einfallen. Denn das Vierergespann macht definitiv keine Gefangenen und präsentiert sich als Walze der puren Finsternis.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day3/Exist-Immortal-6.jpg" alt="Exist Immortal (6)" /></p>
<p>Im Keller wird die Schwärze danach wieder etwas gedrosselt, auch wenn <strong>EXIST IMMORTAL</strong> keinesfalls ohne Biss sind. Den Briten hört man ihre Herkunft an, denn Bands, die mir hier als Referenz einfallen, stammen ebenfalls von der Insel. So erinnern mich vor allem die cleanen Gesangspassagen an <strong>TESSERACT</strong> oder <strong>MONUMENTS</strong>. <strong>EXIST IMMORTAL</strong> ist ebenfalls eine Band, die zweifelsohne auf der großen Bühne spielen könnte, doch auch hier fehlt mir am dritten Festivaltag mittlerweile der krasse Unterschied zu vielen anderen Bands, große Schwächen offenbaren die Briten dennoch nicht.</p>
<p><strong>VOLUMES</strong> bringen den Saal zum Beben. Zwar ist die Show der Kalifornier nicht ganz so eskalativ wie die von <strong>VEIL OF MAYA</strong>, was deren Sänger Lukas nicht davon abhält, mit auf die Bühne zu springen und zu feiern. Und auch Joe Buras ist wieder mit am Start. So ist es schön zu sehen, dass die Bands auch untereinander nicht nur Fans, sondern auch Freunde sind. Was übrigens ein Fakt ist, den man über das gesamte Festival immer wieder sehen kann. So findet man viele der Bands vor der Bühne, wenn sie denn nicht gerade selbst oben stehen. Selbst Musiker von Bands, die nicht auf dem Euroblast spielen, kann man hier treffen, was die familiäre Atmosphäre nur noch mehr verstärkt.</p>
<p>Da der Sängerposten bei <strong>DEADLY CIRCUS FIRE</strong> momentan nicht besetzt ist, spielen die Londoner ihr Set völlig unbeeindruckt instrumental. Überraschenderweise stellt das für mich eine willkommene Abwechslung dar. Denn die Musik der Briten funktioniert auch hervorragend ohne Gesang und irgendwie sind meine Ohren sehr dankbar dafür, gerade keine Texte verarbeiten zu müssen. Die Songs, die so fast schon Post Rock-Charme bekommen, wirken sehr entspannend auf mich und bauen eine schöne Atmosphäre auf.</p>
<p>Diese wird im Anschluss von <strong>JINJER</strong> sofort wieder zerstört. Was nicht schlimm ist, denn die Band aus der Ukraine hat mit ruhigen Tönen wenig am Hut. Sängerin Tatiana verhaut zwar anfangs einige Gesangspassagen, überzeugt ansonsten aber durch ihre Vielseitigkeit und ihr Vermögen, das Publikum in Fahrt zu bringen. Die Songs von <strong>JINJER</strong> sind sehr viel geradliniger und schnörkelloser als die von anderen Bands dieses Festivals, was man besonders an dem unverkopften Schlagzeugspiel und den zielgerichteten Grooves merkt. So tobt der Keller bei der letzten Band noch einmal vollständig, bevor es zum Headliner des letzten Tages nach oben geht.</p>
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<p>Auch bei <strong>BORN OF OSIRIS</strong> wird, bis auf das Schlagzeug, so gut wie alles von der Bühne geräumt. Sehr viel gewohnter wirkt der Anblick auf mich immer noch nicht, obgleich ich weiß, dass das funktionieren kann. Und das tut es auch. Als die ersten Töne erklingen, gibt es im Auditorium kein Halten mehr. <strong>BORN OF OSIRIS</strong> versuchen den Saal dem Erdboden gleich zu machen. Dazu werden Songs fast aller Alben gespielt, nur Titel von „A Higher Place“ bleiben aus, was aber zumindest für mich kein Manko darstellt.</p>
<p>Nach knapp 70 Minuten endet die letzte Headlinershow des Festivals, die für mich dennoch nur auf Platz drei von drei rangiert.</p>
<p>Danach findet im Keller noch die Aftershow-Party statt, bei der sich niemand geringeres als <strong>THE ALGORITHM</strong> Mastermind Rémi Gallego um die Beschallung kümmert. Ein wunderbarer Ausklang eines gelungenen Wochenendes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Fazit</strong></p>
<hr />
<p>Das Euroblast ist ein einzigartiges Festival in Deutschland, das auch europaweit nur einige wenige Vergleiche findet. Schon das ist Grund für die Besucher aus ganz Europa, und zum Teil sogar weit darüber hinaus, nach Köln zu reisen und der experimentellen und progressiven Musikszene zu huldigen. Diese ist schon innerhalb der Nische des Metals eine weitere Nische, die zwar verhältnismäßig klein, aber stetig wachsend ist. Natürlich habe ich schon auf zahlreichen anderen Festivals einen starken Zusammenhalt zwischen den Fans gespürt, doch bei einer Veranstaltung, die sich so sehr auf ein Subgenre innerhalb einer Subkultur konzentriert, ist dies nochmal eine ganz andere Sache. Darüber hinaus merkt man dem Euroblast das Herzblut, mit dem es betrieben wird, deutlich an. Die Veranstalter sind nicht einfach nur Booker und Verdiener, sondern selbst Musiker und Fans, denen es wirklich noch um die Musik an sich geht. Auch unter den Angestellten und der Crew des Euroblasts herrscht ein starker Zusammenhalt, nicht umsonst steht in großen Lettern auf dem Rücken jedes Crewshirts das Wort „FAMILY“. Und tatsächlich habe ich mich bereits bei meinem ersten Besuch in der Essigfabrik in Köln willkommen gefühlt. Hier fällt niemand negativ auf, ich habe nicht eine unfreundliche Person getroffen. Weiterhin wird sich nicht nur um das leibliche Wohl gesorgt, sondern auch die Auswahl an Merch ist groß, und auch Bespaßung abseits der Konzerte ist garantiert, denn es gibt Instrumentenstände und sogar eine Lasertag-Arena!</p>
<p>Nehmen wir nun die rosarote Brille etwas ab und analysieren. Gab es auch Kritikpunkte?<br />
Ein Wermutstropfen war für mich natürlich, dass einige Bands absagen mussten, besonders auf <strong>EXXASENS</strong> hab ich mich im Vorfeld sehr gefreut, doch dafür kann niemand wirklich etwas.</p>
<p>Ansonsten wurde das bargeldlose Bezahlsystem für Getränke von einigen Seiten bemängelt. Natürlich kann das den Ablauf an den Bars vereinfachen, sorgt jedoch auch dafür, dass man mit 9€ völlig aufgeschmissen ist, wenn die „billigste“ Getränkekarte 10€ kostet.<br />
Die einzige Option, die einem mit 9€ noch bleibt, ist es, sich einen „Johnny Cash Burger“ zu kaufen. Ohne jetzt zu sehr wie meine Vorgängergeneration klingen zu wollen: 9€ sind 18 Mark, oder drei Döner, oder, oder&#8230; Zwar sättigt der besagte Burger einigermaßen und schmeckt, trotz alledem überlegt man sich bei so horrenden Preisen mehrfach, ob man sich nicht lieber durch Photosynthese ernähren möchte. Als Alternative bleibt das Essen am Euro-Kitchen-Stand, das etwas billiger und sowohl lecker als auch sättigend ist. Drei Euro für ein einfaches belegtes Brötchen sind jedoch schon ne Investition, von der man auf lange Sicht wenig hat. Dass die Lebensmittelpreise fast schon Wackendimensionen annehmen würden, hatte ich im Vorfeld nicht erwartet, aber vermutlich ist das auf Festivals einfach etwas, das man in Kauf nehmen muss.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day3/Impressionen-9.jpg" alt="Impressionen (9)" /></p>
<p>Ich weiß nicht, ob nur ich die Empfindung hatte, dass sich spätestens am dritten Tag musikalisch einige Dinge wiederholt haben, aber auf der anderen Seite kann und will ich auch nicht jede Band außergewöhnlich finden. So hab ich einige Bands gesehen die mich schwer begeistert haben und einige unerwartete Überraschungen erlebt, die das Wochenende zu einem äußerst gelungenen gemacht haben. Der relativ weite Weg hat sich meiner Meinung nach definitiv gelohnt und ich kann es kaum erwarten, nächstes Jahr wieder hierher zu kommen. Denn die Progressive Metal-Szene wächst und gedeiht und ich bin gespannt, welche Früchte diese Entwicklung zukünftig noch tragen wird. Also liebes Euroblast-Team um John, wenn ihr das lest: über <strong>FALLUJAH</strong> oder <strong>RIVERS OF NIHIL</strong> würde ich mich nächstes Jahr sehr freuen.</p>
<h4><strong>Danke für ein schönes Wochenende!</strong></h4>
<p><a href="http://www.euroblast.net/de/" target="_blank">Euroblast Website</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/euroblastcollective/?fref=ts" target="_blank">Euroblast FB</a></p>
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		<title>Ein Mikrokosmos der besonderen Art &#8211; Euroblast XII (Zweiter Tag / Samstag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2016 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Du hast Tag eins verpasst? Dann geht es hier zum Freitag vom Euroblast XII! Samstag, 01.10. „Noch fünf Minuten, Mutti“, sagt der innere Schweinehund. „Halts Maul und steh auf!“, sage ich. Nach Kaffee Nummer eins, zwei und drei kann ich mit der Entscheidung ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii-zweiter-tag-samstag/">Ein Mikrokosmos der besonderen Art &#8211; Euroblast XII (Zweiter Tag / Samstag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Du hast Tag eins verpasst? Dann geht es hier zum <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii/">Freitag </a>vom Euroblast XII!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Samstag, 01.10.</strong></p>
<hr />
<p>„Noch fünf Minuten, Mutti“, sagt der innere Schweinehund. „Halts Maul und steh auf!“, sage ich. Nach Kaffee Nummer eins, zwei und drei kann ich mit der Entscheidung auch einigermaßen leben und mache mich erneut auf den Weg zur Essigfabrik.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-9529 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/20161001_152534-225x300.jpg" alt="20161001_152534" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/20161001_152534-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/20161001_152534-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/20161001_152534-750x1000.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/20161001_152534.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Mein Weg führt mich allerdings vorerst nicht zu den Bühnen, denn anderweitige Pflichten rufen. Unter anderem sehr nette Interviews mit <strong>VOLA</strong> und <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong>.<br />
Wenig später wird es spannend. Eine Premiere steht an, denn die Franzosen von <strong>UNEVEN STRUCTURE</strong> laden zur Listening-Session ihres kommenden Albums „La Partition“. Das Debütalbum „Februus“ erschien bereits im Jahre 2011 und erhielt damals schon überschwängliche Kritiken. Gemäß dessen warten die Fans bereits seit geraumer Zeit sehnsüchtig auf einen Nachfolger, der nun Anfang 2017 erscheinen soll. Und nach dem, was ich hören durfte, würde ich sagen, dass sich das Warten gelohnt haben sollte. Auch wenn ich Aussagen wie „Wir haben versucht die ruhigen Passagen ruhiger und die harten Passagen härter zu machen“ schon hunderte Male gehört habe: bei „La Partition“ hört man das von der ersten bis zur letzten Sekunde. Dieses Album wird ein dynamischer Leckerbissen! Die meiste Zeit der Listening-Session über habe ich die Augen geschlossen, nicke mit und grinse vor mich hin, denn dieses Album steckt nicht nur voller toller Ideen die spielerisch präzise umgesetzt sind, sondern auch einer ungeheuren Atmosphäre. Hier bauen sich durchdachte Spannungsbögen auf, um dann in bombastisch harten Klimaxen zu kulminieren, von denen manche Post Rock-Bands nur träumen können. Noch gibt es einige kleine Änderungen, die die Band am Album vornehmen will, doch das Gehörte ist bereits jetzt vielversprechend. Das Album wird in drei Kapitel zu je drei Songs gegliedert werden, die Tracklist liest sich wie folgt:</p>
<p style="text-align: center;">01. Alkaline Throat<br />
02. Brazen Tongue<br />
03. Crystal Teeth<br />
04. Incube<br />
05. Funambule<br />
06. Succube<br />
07. The Bait<br />
08. Our Embrace<br />
09. Your Scent</p>
<p>Die erste Band, die ich heute wirklich sehen kann, ist <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> aus Australien. Bereits letztes Jahr auf dem Summer Breeze war ich sehr davon angetan, wie tight diese Band live arbeitet. Und auch bei diesem Auftritt ist dies nicht ein Quäntchen weniger der Fall. Hier sitzt alles. Jedes einzelne Bandmitglied leistet einen herausragenden Job, der den Sound von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> zu einem Ergebnis führt, das größer ist, als seine Bestandteile. Völlig zu Recht ist diese Band eine der aufstrebendsten und gefeiertsten der letzten Jahre, was schon der starke Opener <em>„Devour Me, Colossus, Pt. 1 – Blackholes“</em> unter Beweis stellt und das Niveau bis zum letzten Song <em>„And Plague Flowers The Kaleidoscope“</em> in Deckennähe positioniert.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Ne-Obliviscaris-5.jpg" alt="Ne Obliviscaris (5)" /></p>
<p>Wenig später betreten <strong>VOLA</strong> die Bühne. Der Saal ist dicht gefüllt und schnell wird klar: <strong>VOLA</strong> sind für viele heute ein heimlicher Headliner. Der teilweise poppig anmutende progressive Metal der Dänen sorgt für Euphorie im Publikum. Sänger und Gitarrist Asger Mygind liefert nicht nur eine starke Gesangsleistung, sondern richtet auch Ansagen an die Zuhörerschaft, die wenig Anderes als Sympathie für die Jungs aus dem Norden übrig lässt.</p>
<p>Auch heute gibt es Änderungen im Line-Up, denn <strong>HEART OF A COWARD</strong> mussten aufgrund von unvorhergesehenen Transportproblemen absagen, was zwar ärgerlich ist, aber den schönen Nebeneffekt hat, dass <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong> dort spielen, wo sie hingehören: auf der großen Bühne! Obwohl es die Band aus Reading, Pennsylvania, erst seit 2012 (!) gibt, konnten sie sich schon eine beträchtliche Fangemeinde erarbeiten. Auch in Europa und auch auf dem Euroblast. Ich bin vor allem von der starken Gesangsleistung von Sänger und Gitarrist Andy Thomas beeindruckt, der live so klingt wie auf Platte. Von dieser Band wird noch einiges kommen! Nicht zuletzt, da seit diesem Jahr Ex-<strong>THE FACELESS</strong>-Gitarrist Wes Hauch mit an Bord ist, der die Band auch auf der Bühne ausgezeichnet ergänzt.</p>
<p>Es folgt die Band mit dem größten Black Metal-Einschlag des Festivals: <strong>ENSLAVED</strong>. Überraschenderweise ist der Saal zwar bis hinter das Mischpult gefüllt, aber doch weitaus weniger, als ich erwartet hätte. Die Norweger arbeiten sich quer durch die eigene Diskographie und liefern eine energiegeladene Show ab, die beweist, dass sie sich von Bands, die halb so alt sind wie sie, nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Mich begeistern die Songs ab „Axioma Ethica Odini“ am meisten, qualitativ lässt sich aber auch live kein Unterschied zwischen alten und neuen Songs finden.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day2/Veil-Of-Maya-3.jpg" alt="Veil Of Maya (3)" /></p>
<p>Es folgt die nahezu vollständige Räumung der Hauptbühne. Sämtliche Verstärker verschwinden und das einzige größere Objekt, das auf der Bühne verbleibt, ist das Schlagzeug samt Podest. Ein wirklich merkwürdiger Anblick, ratzekahl, geradezu nackt wirkt das Ganze auf mich. Doch die Headliner <strong>VEIL OF MAYA</strong> füllen die Bühne wenig später zum Bersten. Die 70 Minuten Spielzeit des Quartetts aus Chicago werden zum hemmungslosen Abriss. Das Publikum wirft sich mit Inbrunst gegen den Wellenbrecher und bangt, schreit und crowdsurft, als wäre dies die letzte Party vor dem Weltuntergang. Die Band ist quasi überall auf der Bühne und spätestens beim letzten Song auch davor. Eine Einzelleistung herausheben kann ich nicht, denn jedes Bandmitglied arbeitet bis zur Verausgabung, ebenso wie das Publikum. Zwischenzeitlich ist auch Joe Buras von <strong>BORN OF OSIRIS</strong> als Sänger auf der Bühne und feiert mit. Ich bin von der Energie, die hier förmlich zum Greifen ist, vollkommen euphorisiert und muss schon im Fotograben anfangen wie von Sinnen mitzubangen. Ein mehr als würdiger Abschluss eines rundum gelungenen Tages!</p>
<p>Wer nach dieser totalen Vernichtung noch stehen kann, ist herzlich dazu eingeladen, an der After-Show-Jam-Session teilzunehmen. Zeitlich ist mir das leider nicht mehr vergönnt, aber ich merke erneut: Das Euroblast ist nicht einfach nur irgendein Festival. Es ist ein Festival von Fans für Fans, von Musikern für Musiker.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Mikrokosmos der besonderen Art &#8211; Euroblast XII (Erster Tag / Freitag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren schon steht dieses Festival auf meiner Liste von Veranstaltungen, die ich unbedingt besuchen möchte. Die Line-Ups der vergangenen Jahre haben mich beinah um den Verstand gebracht und dafür gesorgt, dass das Euroblast in meiner Wahrnehmung einen ganz besonderen Platz eingenommen hat. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren schon steht dieses Festival auf meiner Liste von Veranstaltungen, die ich unbedingt besuchen möchte. Die Line-Ups der vergangenen Jahre haben mich beinah um den Verstand gebracht und dafür gesorgt, dass das Euroblast in meiner Wahrnehmung einen ganz besonderen Platz eingenommen hat. Dieses Jahr hat es nun endlich mal geklappt, also habe ich mich nach Köln, in die Stadt mit den vermutlich längsten roten Ampelphasen der Welt, gemacht, um von dort zu berichten.</p>
<p>Das Euroblast ist ein Indoor Festival, welches dieses Jahr zum zwölften Mal stattfindet.<br />
Die Besonderheit hier: der Fokus wird auf modernen, progressiven, technischen Metal gelegt. Und unter dieser Devise haben es auch dieses Jahr einige der ganz großen Namen nach Köln geschafft, um drei Tage lang eins meiner Lieblingsspektren im Metal zu bedienen.</p>
<p style="text-align: center;"><b>Freitag, 30.09.2016</b></p>
<hr />
<p>Nur gut, dass ich schon am vorherigen Abend angereist bin, denn bereits in aller Herrgottsfrühe, um 13:00 Uhr, sollen sich die Tore zum Gelände heute öffnen.<br />
Allerdings verschiebt sich der Einlass eine halbe Stunde nach hinten. Und auch darüber hinaus gibt es einige Veränderungen: denn die Polen <strong>MATERIA</strong> mussten aufgrund einer Autopanne kurzfristig absagen.</p>
<p>So sind nicht sie es, die das Festival eröffnen, sondern die aus Budapest stammenden <strong>OMEGA DIATRIBE</strong>. Noch haben es nicht viele Leute vor die Hauptbühne geschafft, um dem „Extreme Groove Metal“ der Ungarn zu lauschen. Trotzdem lassen sie sich nicht beirren und versuchen die überschaubare Menge in Fahrt zu bekommen. Anfangs mit mäßigem Ergebnis, doch im Verlauf des Sets kommt doch bei einem Großteil des Publikums Stimmung auf. Ich muss sagen: schlecht ist es nicht, was die Jungs hier abliefern, allerdings bleibt mir weniger die Musik und eher das zutätowierte Gesicht (mitsamt Augäpfeln) des Sängers in Erinnerung.</p>
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<p>Zwangspause. Aufgrund des bereits erwähnten Ausfalls passiert musikalisch erstmal eine halbe Stunde lang nichts. Was mich nicht weiter stört, denn so habe ich etwas Zeit, mich umzuschauen und mit dem Gelände vertraut zu machen. Es fällt auf, dass das überschaubare Areal der Essigfabrik nicht nur mit Merch und Essensständen gesäumt ist, sondern es auch eine Reihe an Zelten gibt, die sich speziell an die Musiker, noch spezieller die Gitarristen und Bassisten unter den Besuchern richten. So hat die Gitarrenmarke Ibanez einen eigenen Stand, an dem man Gitarren und Bässe anspielen kann. Der daneben befindliche Stand der Kemper Modeling Verstärker sorgt freundlicherweise dafür, dass man auch was hört und die Instrumente nicht „trocken“ spielen muss. Wunderschöne Sache. Und als wäre das für das Gitarristenherz nicht schon das Höchste der Gefühle, so gibt es auch noch eine 7-saitige Ibanez Gitarre zu gewinnen.</p>
<p>Die zweite Band auf der Hauptbühne ist <strong>PROMETHEE</strong>. Mittlerweile haben sich deutlich mehr Leute in der Halle eingefunden. Zu Recht, wie ich in den nächsten Minuten bemerke. Das Quintett aus der Schweiz liefert gut gemachten, finsteren Deathcore ab, der mit einigen elektronischen Elementen und dröhnenden Bassdrops garniert wird. Die Lichtshow ist unfassbar intensiv und abwechslungsreich, aber auch darüber hinaus bleibt mir der Auftritt durch mehrere Faktoren in positiver Erinnerung. Zum einen bewegt sich Sänger Joshua Orsi unfassbar agil auf der Bühne, zum anderen ist er ein absolutes Stimmungetüm, das heute eine hervorragende Leistung liefert. Ein sehr starker Gig, der die Latte für den Rest des Festivals in mehrerlei Hinsicht erstmal einige Stufen höher legt.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day1/Euroblast-10.jpg" alt="Euroblast-10" /></p>
<p>Doch das Leben besteht aus Höhen und Tiefen sagt man&#8230;<br />
Als nächstes spielen <strong>VERDERVER</strong> auf der kleineren Bühne. Bei dem Namen muss ich an Bands wie <strong>HEMELBESTORMER</strong> und <strong>WIEGEDOOD</strong> denken. Mit belgischem Black Metal hat das hier aber nicht das Geringste zu tun.</p>
<p>Schon beim Soundcheck fällt mir auf, dass <strong>VERDERVER</strong> ohne Schlagzeuger aus-, und die Drums vom Band kommen. Kann funktionieren, muss es aber nicht. Schon unmittelbar nach dem Beginn des ersten Songs fühlt sich der dargebotene Kreischgesang für mich an, als würden mir Schraubenzieher in die Schläfen gerammt. Ausnahmsweise meine ich das hier mal nicht als Kompliment. Musikalisch gibt es laut eigener Aussage Dance Death Metal auf die Ohren. Für mich fühlt es sich an, als hätte man <strong>DIAGNOSE:LEBENSGEFAHR</strong>, <strong>WBTBWB</strong> und <strong>THE LOCUST</strong> miteinander in einen Mixer gegeben. Mich begeistert das hier alles irgendwie gar nicht. Dennoch haben sich vor der Bühne zahlreiche Fans/Schaulustige/Paralysierte eingefunden, die das, was hier passiert, zu feiern scheinen. Ratlosigkeit macht sich bei mir breit. Ich versuche das Ganze zu begreifen (ist das Kunst, oder kann das weg?) und noch etwas auf mich wirken zu lassen. Doch spätestens als mein Kopfschmerz bei der Textzeile: „Mit wem muss man hier ficken, damit man mehr Follower bekommt?“ so richtig kickt, ergreife ich die Flucht.<br />
Was ich an dieser Stelle aber betonen möchte ist, dass <strong>VERDERVER</strong> über weniger als 400 Facebook-Likes verfügen, und trotzdem die Möglichkeit bekommen haben, auf dem Euroblast zu spielen. Unabhängig davon, ob ich mir die Band zu Hause anhören würde, finde ich, dass das ausgesprochen viel über die Mentalität der Euroblast Veranstalter aussagt und ich die Tatsache an sich fantastisch finde!</p>
<p>Im Anschluss bieten <strong>ALIASES</strong> auf der Hauptbühne einen Augen- und Ohrenschmaus für alle Fans von technischer Gitarrenarbeit. Zum sechsten Mal treten die Briten schon auf dem Euroblast auf und obwohl sie sich somit nicht gerade rar gemacht haben, nimmt die Zahl der Zuschauer kontinuierlich zu. Sämtliche Vertreter der Saitenfraktion tappen sich die Finger wund und begeistern darüber hinaus nicht nur mit sichtbarer Spiel- sondern auch Bewegungsfreude. Der einzige Wermutstropfen bleibt für mich der Gesang, der meinem Geschmack leider nicht zu entsprechen vermag.</p>
<p>Wenig später spielen die norwegischen <strong>SHINING</strong> auf der Hauptbühne. Das Krachkollektiv um Sänger, Gitarrist und Saxophonist Jørgen Munkeby legt den Fokus zu meiner Freude nicht nur auf das immer noch aktuelle Album „International Blackjazz Society“, sondern spielt Songs der letzten drei Alben. So beginnt das Set mit <em>„I won&#8217;t forget“</em> und soll bis zum Rausschmeißer <em>„The Madness And The Damage Done Pt. 1“</em> weder an Irrsinn noch an Druck verlieren. Die epilepsieverdächtige Lichtshow tut ihr Übriges, um den vertonten Wahnsinn auch optisch in Szene zu setzen. Ein unhörbares und grandioses Konzert.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day1/Shining-5.jpg" alt="Shining-5" /></p>
<p>Fast zeitgleich mit ihren Tourkollegen <strong>SHINING</strong> betreten <strong>OBSIDIAN KINGDOM</strong> die kleinere Bühne. Auch auf die große hätten die Spanier hervorragend gepasst, doch alles in allem ist die intimere, kuschlige Atmosphäre im Keller schon zuträglich für das, was das Quintett zu bieten hat. Und das ist einiges. Mit <em>„The Kandinsky Group“</em> von der letzten Platte „A Year With No Summer“ wird das Konzert eröffnet und sorgt binnen kürzester Zeit für Gänsehaut. <strong>OBSIDIAN KINGDOM</strong> sind eine der ruhigeren Bands des Tages, trotzdem (oder gerade deshalb) ziehen sie mich unvermittelt in ihren Bann. Darüber hinaus ist der Sound nun so gut, wie bei keiner anderen Band, die ich zuvor unten gesehen habe. Für die Spanier ist es der letzte Tourtag und man merkt ihnen die Routine und Souveränität, die sich in den letzten Wochen eingespielt hat, deutlich an. Allerdings sorgt das nicht dafür, dass das Konzert austauschbar wirkt. Im Gegenteil. Die Songs der letzten beiden Alben werden mit extrem viel Herzblut gespielt, versinken aber glücklicherweise nicht zu sehr im Pathos. Spätestens als Sänger Rider G Omega auf Deutsch die Ansage: „Hallo wir heißen <strong>OBSIDIAN KINGDOM</strong> und wir feiern ein Jahr, ohne Sommer“ bringt, habe ich am ganzen Körper Gänsehaut.<br />
Für mich bisher der emotionalste und ergreifendste Auftritt des Festivals. Großartig!</p>
<p><strong>DEAD LETTER CIRCUS</strong>, sind sowohl live als auch auf Platte eine ausgezeichnete Band. Doch die Australier, die danach auf der Hauptbühne spielen, können für mich leider nicht an das anküpfen, was <strong>OBSIDIAN KINGDOM</strong> zuvor mit mir gemacht haben. Viele Zuschauer sehen das anders und genießen die Show der Australier, die objektiv betrachtet ohne Fehler auskommt und musikalisch Hervorragendes liefert.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day1/Euroblast-39.jpg" alt="Euroblast-39" /></p>
<p>Die nächste Band, die ich sehen kann, sind <strong>INTRONAUT</strong>. Die Kalifornier gehören für mich zu dem Besten, was Metal heutzutage zu bieten hat. Und wie gewohnt ist die Rhythmussektion aus Danny Walker und Joe Lester ein Hochgenuss für alle Musikfetischisten. Doch auch Sacha und Dave sind gut bei Stimme und geben vor allem die gemeinsam gesungenen Passagen in einer Qualität wieder, die deutlich besser ist, als erwartet. Unfassbar präzise und dennoch lässig spielt das Quartett aus L.A. vornehmlich Songs des neuen Albums „The Direction Of Last Things“. Ein kleiner Wermutstropfen für mich, denn auch das ältere Material steckt voller grandioser Songs, die sicher nicht nur ich gern gehört hätte. Trotzdem sorgen unter anderem <em>„Sul Ponticello“</em> und <em>„The Unlikely Event Of A Waterlanding“</em> für sinkende Kinnladen und nickende Köpfe. Das älteste Stück, das heute jedoch gespielt wird, ist <em>„The Welding“</em> von der Vorgängerplatte. Ein starker Auftritt, der aufgrund der Songauswahl zumindest für mich etwas hinter anderen bereits erlebten Shows zurückbleibt. Aber das ist meckern auf extrem hohen Niveau.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/euroblast_2016_day1/Animals-as-Leaders-7.jpg" alt="Animals as Leaders-7" /></p>
<p>Und schon ist es Zeit für den Headliner des ersten Tages. <strong>ANIMALS AS LEADERS</strong>.<br />
Ich hab diese Band noch nie live gesehen und bin daher angemessen froh, dass es heute endlich soweit ist. Die ersten beiden Alben der Nordamerikaner waren für mich von großer Bedeutung, doch was kann man live von einer Drei-Mann-Band ohne Gesang erwarten? Meine anfängliche Befürchtung, dass sich ein Konzert dieser Machart zu einer Art Zirkusvorführung entwickeln könnte bewahrheitet sich natürlich nicht. Denn auch wenn immense Fingerakrobatik geboten wird, begeistern die Songs der letzten drei Alben von Anfang bis Ende. Doch nicht nur die Gitarristen sorgen für offene Münder, auch Drummer Matt Garstka ist in Bestform und spielt sogar das ein oder andere Drumsolo innerhalb der Songs. Hin und wieder macht Tosin Ansagen, die mindestens so lässig sind wie sein Gitarrenspiel. Auf den Spruch „Wir haben heute einen Song vom neuen Album veröffentlicht. Tja, nur leider könnt ihr euch den in Deutschland nicht anhören. Das ist echt Scheiße. Aber ich weiß auch nicht, was man da machen kann.“ antwortet das Publikum damit, dass man den Song doch jetzt spielen solle. Doch nonchalant lehnt Tosin mit den Worten: „Jetzt? Nein, nein, nein. Ihr müsst schon ins Internet gehen. Dafür spielen wir jetzt nen uralten Song“ ab und kündigt <em>„CAFO“</em> an. Und ja, die spielen das live wirklich alles 1 zu 1 so runter. Ich bin überwältigt.</p>
<p>Damit endet der erste Tag für mich. Wenig später mache ich mich auf den Weg zum Quartier, sortiere noch schnell die Fotos, mache die Augen zu, mache die Augen wieder auf und es ist&#8230;</p>
<p>Weiter geht es bei &#8222;Ein Mikrokosmos der besonderen Art &#8211; Euroblast XII (Zweiter Tag / Samstag)&#8220; bald auf <a href="https://silence-magazin.de/">silence-magazin.de</a></p>
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		<title>Das Festival für Musiknerds &#8211; Euroblast XII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 08:21:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-festival-fuer-musiknerds-euroblast-xii/">Das Festival für Musiknerds &#8211; Euroblast XII</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bald ist es wieder soweit: Ende September/Anfang Oktober findet das Euroblast Festival statt. Mittlerweile bereits in seiner zwölften Auflage seit den Anfängen im Jahre 2008. Startete die Veranstaltung zunächst noch als Konzertreihe, die in den ersten drei Jahren jeweils zwei Mal stattfand, so wuchs sie stetig weiter und erlangte spätestens mit der Verpflichtung <strong>MESHUGGAH</strong>&#8217;s im Jahre 2013 den Status einer fest einzuplanenden Größe im Prog/Tech/Experimental Sektor der Extremmetalszene.</p>
<p>Auch in diesem Jahr wird konsequenterweise über Genregrenzen hinweggesehen. So ist auf dem Euroblast von Black Metal bis Deathcore alles vertreten, der Fokus wird auf das entsprechende Präfix gelegt: Progressive. So reihen sich in das diesjährige Line-Up Größen wie <strong>ENSLAVED</strong> und <strong>BORN OF OSIRIS</strong> ein und es geben sich <strong>INTRONAUT</strong> mit den norwegischen Blackjazzern von <strong>SHINING</strong> die Klinke in die Hand.</p>
<p>Doch auch für Technikspinner meiner Güteklasse ist gesorgt. So sind auch in diesem Jahr die Fingerflitzer von <strong>ANIMALS AS LEADERS</strong> am Start, denen ich bereits jetzt entgegenfiebere. Darüber hinaus geben sich die jungen Wilden von <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong> die Ehre, die uns mit ihrem letzten Album begeistern konnten. Damit vor keiner der beiden Bühnen ein Nacken im 4/4 Takt nicken muss, werden einige Djent Bands auf dem Euroblast auftreten, die aus allen vier Himmelsrichtungen zusammengetrieben wurden. Darunter befinden sich unter anderem <strong>VOLA</strong>, <strong>A DARK ORBIT</strong> oder <strong>EXIST IMMORTAL</strong>.</p>
<p>Ein weiteres Highlight für mich werden die Australier von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> darstellen, die in den letzten Jahren einen sagenhaften Aufstieg hinlegen konnten und mir schon einmal bewiesen, dass sie in vielfacher Hinsicht eine fantastische (Live-)Band sind.</p>
<p>Doch damit nicht permanent nur komplexer Metal für Mathematikstudenten durch die Boxen schallt, wird auch mal einen Gang zurückgeschalten. So werden <strong>GRIM VAN DOOM</strong> für zähfließend groovigen Sludge sorgen, während die Spanier von <strong>EXXASENS</strong> wunderschönen, gewaltigen Post Rock abliefern, der mir schon auf Platte das Herz aufgehen und die Freudentränen in die Augen schießen lässt.</p>
<p>Da ein Indoor Festival einige Besonderheiten mit sich bringt, machen die Veranstalter nachdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Verlassen und anschließendes Wiederbetreten des Geländes nur bis 19:00 Uhr möglich ist! Macht euch bitte auch bewusst, dass das Zelten in und um das Gelände nicht möglich ist, und sich so um die Unterkunft in der Nähe gekümmert werden muss!<br />
Damit während der Konzerte niemand am Hungertuch nagen muss, wird sich sowohl für Vegetarier und Veganer als auch für Carnivoren um die Verpflegung gekümmert werden!<br />
Ein weiterer Faktor, den ich persönlich recht angenehm finde, bezieht sich auf die Spielzeiten. So werden die jeweiligen Konzerttage um 14:00 Uhr beginnen und voraussichtlich nicht länger als bis 23:00 Uhr dauern, sodass sich die Shows nicht übermäßig in die Länge ziehen.</p>
<p>Obwohl ich das Euroblast schon seit einiger Zeit mit Faszination verfolge, wird die diesjährige Ausführung meinen ersten Besuch in der Kölner Essigfabrik darstellen. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, da das Euroblast in seiner Art, zumindest auf deutschem Boden, einmalig ist. Die Fokussierung auf den technischen sowie progressiven Aspekt der Musik sagt mir mehr als zu. Aus diesem Grund versammeln sich Anfang Oktober hochkarätige Bands in Köln, die man in dieser Zusammenstellung sonst wohl nirgends zu sehen bekommt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das vollständige Line-Up könnt ihr euch <a href="http://www.euroblast.net/de/line-up.html" target="_blank">HIER</a> ansehen!<br />
Tickets sind über verschiedene Seiten erhältlich, die ihr <a href="http://www.euroblast.net/de/euroblast-tickets-de.html" target="_blank">HIER</a> finden könnt.</p>
<p>Sollte es darüber hinaus noch Fragen geben, kann man Antworten auf die am häufigsten gestellten ebenfalls auf der <a href="http://www.euroblast.net/de/euroblast-de-faq.html" target="_blank">Euroblast Seite</a> finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/euroblastcollective/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-festival-fuer-musiknerds-euroblast-xii/">Das Festival für Musiknerds &#8211; Euroblast XII</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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