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	<title>Prophecy Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Prophecy Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DAS ABENDLAND PROJEKT &#8211; Poesie und Neoklassik?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2017 10:21:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>DAS ABENDLAND PROJEKT – “Sturmwinds Brennende Flügel”</strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 03.11.2017<br />
<strong>Dauer:</strong> 70 min<br />
<strong>Label:</strong> Timezone<br />
<strong>Genre:</strong> Neoklassik/Poesie</div></div></div>
<p><strong>Es gibt Momente im Leben, in denen hält man plötzlich und unerwartet etwas ganz Besonderes in der Hand.</strong> Vor einigen Jahren fand ich für wenig Geld bei einem Plattenhändler auf einem Metal-Festival eine CD mit vertonten Gedichten <strong>Josephs von Eichendorff</strong>. Neugierig und nicht wissend, was mich genau erwarten würde, kaufte ich mir das Exemplar – und ja, es war ganz nett. Die Texte waren schön vorgetragen, begleitet von der einen oder anderen Instrumentalspur, wenn ich mich recht besinne vor allem von Klavier und Violinen.</p>
<p>Ähnlich Schönes, aber Unspektakuläres erwartete ich auch<strong>,</strong> als ich mich der Aufgabe annahm, mir ein Werk mit dem Namen „Sturmwinds Brennende Flügel“ anzuhören und in einer Review zu behandeln. <strong>Doch was da auf mich zukommen sollte, damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet.</strong></p>
<hr>
<h3>Sturmwinds Brennende Flügel</h3>
<p><strong>DAS ABENDLAND PROJEKT</strong> – unter dieser Flagge kombinieren <strong>Jens Semrau</strong> und <strong>André Lamijon</strong> neoklassische Musik mit gesprochener Poesie<strong>.</strong> Das kann erstmal vieles bedeuten. Das CD-Cover gibt dazu noch die Namen der vortragenden Sprecher an – fünf an der Zahl – aber auch die sagten mir vorerst nichts. Also setzte ich mich auf dem Weg zur Universität in den Bus, und schaltete das Ding erstmal an, um mir auf der zwanzigminütigen Fahrt schon mal <strong>erste Eindrücke</strong> davon zu machen.</p>
<p><strong>Und dann kam, worauf ich nicht vorbereitet war:</strong></p>
<p><strong>Ein solch gewaltiger Schwall an musikalischer und emotionaler Energie</strong> brach mit den ersten Minuten über mich herein, dass ich meinen Musik-Player fast wieder ausschalten musste. Ein flammendes Zusammenspiel aus orchestraler Epik und Poesie, vorgetragen von professionellen, hochkarätigen Sprechern. <strong>Eine intensive Reise durch Gefühle, im Kopf des Hörers evoziert auf großartige, mitreißende Art und Weise</strong> – Gänsehaut überkam mich ab den ersten paar Takten, die sich in meinen Ohren abspielten. Ich wusste bisher nicht mal von der Existenz eines solchen Musikkonzeptes. Bei solch <strong>meisterhaften orchestralen Parts</strong> könnten Bands wie <strong>BLIND GUARDIAN</strong> oder <strong>RHAPSODY OF FIRE</strong> echt noch was lernen, und die tiefgehenden, knarrenden Stimmen der ausgewählten männlichen <strong>Sprecher</strong> wie auch das wohlklingende Organ ihrer alleinigen weiblichen Konsortin erweisen sich als mehr als würdig, diesem Feuerwerk an Klangfarben beizuwohnen.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_F-tIEs6ne0?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dennoch ist <strong>Orchesterbombast noch lange nicht alles</strong>, was „Sturmwinds Brennende Flügel“ zu bieten hat. Da das Album als <strong>Hauptthema die Liebe</strong> behandelt, fehlt es auch an romantischeren, <strong>ruhigeren Stücken</strong> nicht. Streicher und Klaviere kommen neben atmosphärischer Rhythmik viel zum Einsatz. Hierzu gesellt sich eine dritte Art der Lieder: <strong>auch die traurige, melancholische Seite</strong> dieser Empfindung kommt nicht zu kurz. Dennoch schaffen es die meisten Lieder fast immer, auch ein Gefühl von Wärme und von Hoffnung zu vermitteln.</p>
<p><strong>An dieser Stelle muss auch die wunderbar ineinander aufgehende Interaktion zwischen Text und Musik gelobt werden!</strong></p>
<p><strong>Die breitgefächerte Soundkulisse</strong> fungiert bei weitem nicht nur als Untermalung der Gedichte. Noch ist es umgekehrt der Fall – die beiden Seiten stehen<strong> in einem ständigen Wechselspiel</strong> zueinander. Die Musik ändert sich mit der Stimmung der Texte, und gleichzeitig ist sie es, die ebenjene Stimmung für den Hörer zum einen verstärkt und zum anderen leitet<strong>.</strong> Eine meisterliche, wahrhaft lebendige Anwendung zweier Kunstarten. Die<strong> gefühlvollen Stimmen der Sprecher sind der dritte Faktor</strong>, der in diesem Wechselspiel in oberster Liga mitspielt.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/iiuUS4RXYYU?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gibt es denn eigentlich auch etwas an dem Ganzen, was ich nicht ungebremst mit tausend km/h in den Himmel lobe? Hm, ja – ich muss sagen, dass mir teilweise die<strong> langen Streicherstrecken</strong> doch etwas zu viel des Guten sind. Auch wäre es gelogen, zu behaupten, das Werk täte nicht <strong>gelegentlich</strong> vor <strong>Kitsch</strong> ein bisschen übersprudeln (was bei einem Leitthema wie der Liebe allerdings auch kaum vermeidbar ist). Weiterhin muss ich noch sagen, dass mir persönlich<strong> die abstrakteren Texte etwas besser gefallen</strong> als solche mit klar verständlichen Bezugspunkten. Ganz einfach, weil erstere <strong>mehr Platz für Interpretation und eigene Gedanken</strong> lassen.</p>
<hr>
<p><strong>Da ich diese Review im Rahmen eines Metal-Magazins schreibe, muss ich eine Frage auf jeden Fall aufwerfen:</strong></p>
<p><strong>Wem unter den Lesern könnte dieses Werk überhaupt zusagen?</strong> Nun, ich schätze <strong>Fans von Neoromantik,</strong> Bands wie <strong>DORNENREICH</strong>, <strong>ALCEST</strong> oder anderen gefühlsbetonteren Acts aus der <strong>PROPHECY</strong>&#8211;<strong>Ecke</strong> könnten auf jeden Fall Gefallen an der Sache finden. Wer auf epische Power-Metal-Symphonien steht, den werden wohl auch eine gute Reihe der Tracks überzeugen. Und ja, für die ganzen<strong> Gothic-Liebhaber</strong> ist <strong>DAS ABENDLAND PROJEKT</strong> definitiv auch etwas. <strong>Ach was red‘ ich, hört es euch einfach <em>alle</em> an.</strong> Es ist ein tolles Konzept. Noch dazu großartig ausgeführt. Viel Spaß!<strong><br />
</strong></p>
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		<title>DRUDKH und PAYSAGE D&#8217;HIVER &#8211; Hochsensibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2017 06:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DRUDKH/PAYSAGE D&#8217;HIVER-Somewhere Sadness Wanders/Schnee IV Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017 Dauer: 40:54 min. Label: Season Of Mist/Prophecy Productions/Kunsthall Produktionen Stil: Atmospheric Black Metal Über die scheinbar ungewöhnliche Konstellation beider Bands und die Gründe dahinter wurden im Internet bereits debattiert. Für meine Begriffe ist es alles ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/drudkh-und-paysage-dhiver-hochsensibel/">DRUDKH und PAYSAGE D&#8217;HIVER &#8211; Hochsensibel</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DRUDKH</strong>/<strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong>-Somewhere Sadness Wanders/Schnee IV<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017<br />
Dauer: 40:54 min.<br />
Label: Season Of Mist/Prophecy Productions/Kunsthall Produktionen<br />
Stil: Atmospheric Black Metal</p>
<p>Über die scheinbar ungewöhnliche Konstellation beider Bands und die Gründe dahinter wurden im Internet bereits debattiert. Für meine Begriffe ist es alles andere als wichtig, wieso denn ausgerechnet <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> mit <strong>DRUDKH</strong> eine gemeinsame Schallplatte veröffentlicht haben. Am Ende spricht die Musik für sich und zeigt ein weiteres Mal, weshalb beide Interpreten zur Speerspitze ihres Metiers zählen.</p>
<h4>DRUDKH-Das Laub, es fällt</h4>
<p>Die Ukrainer haben mit 10 Alben in 15 Jahren Bandhistorie einige beachtliche Erfolge feiern können, aber irgendwie habe ich mich bis jetzt nur mit dem (großartigen) Meisterwerk &#8222;Autumn Aurora&#8220; (2004) beschäftigt. Grund genug sich mit den 2 neuen Songs auseinanderzusetzen. Schließlich ist die textliche Komponente (Poeten aus der Ukraine) mehr als interessant und eine eigene Art, den Black Metal mit Botschaften zu veredeln.</p>
<p><a href="https://drudkh.bandcamp.com/album/somewhere-sadness-wanders">HIER</a> gibt es Höreindrücke</p>
<p><strong>DRUDKH</strong> legen mit <em>&#8222;All Shades Of Silence&#8220;</em> auf jeden Fall ohne Schnickschnack fulminant und mit einer erdigen Produktion los. Die treibenden Leads und das gewaltige Schlagzeugspiel üben dabei gehörigen Druck aus, sodass der Song ordentlich nach vorne geht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21211" aria-describedby="caption-attachment-21211" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-21211 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo-300x87.jpg" width="300" height="87" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo-300x87.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo-750x217.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo.jpg 852w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21211" class="wp-caption-text">Hang zu poetischen Texten: DRUDKH</figcaption></figure>
<p>Nach dem wuchtigen Anfang, der wie eine große Welle gegen die Felsen brandet, reiht sich der ruhige Mittelteil mit aus dem Ambient stammenden Collagen hervorragend ein. Im Hintergrund leise tickend, verbreitet sich so eine Gelassenheit, bis es nach 4 Minuten Zeit für den krönenden Abschluss ist. Dieser gestaltet sich bedacht und sehr nachdenklich. Dazu pumpt der Bass wie ein Puls und ergänzt den Schluss sehr gut. Eine schöne Sache, das Stück so ausklingen zu lassen.</p>
<p><em>&#8222;The Night Walks Towards Her Throne&#8220;</em> schlägt wie sein Vorgänger ebenso agil aus der Bresche. In diesem Stück wird aus einem Werk von <strong>Mykhailo Yohansen</strong> (von der sowjetischen Geheimpolizei getötet) zitiert. Zu meiner Überraschung erinnert dieser Titel an das oben erwähnte Album, mit dem ich mich beschäftigt habe. Auch hier charakterisiert das Stück ein schneller Beginn, der später in einen melodischen Zwischenteil übergeht. Die letzten Minuten werden durch den Gastgesang von <strong>WINTERFYLLETHS</strong> <strong>Chris Naughton</strong> verfeinert, die sich in die dramatische Eigenart von <em>&#8222;The Night Walks Towards Her Throne&#8220;</em> nahtlos einfügt.</p>
<h4>Paysage D&#8217;Hiver-Eiseskälte</h4>
<p>Zugegeben, bei dieser Band wird der eigene Geist von Aufregung durchflutet. Immerhin wird ein neuer Song veröffentlicht. Kaum eine andere Black Metal-Band hat mich so gefesselt und jedes Mal aufs Neue begeistert. Doch die Verwunderung war groß, als der Titel für diese Split bekannt wurde. Bisher galten die &#8222;Schnee&#8220;-Beiträge als Ausdruck für fröhliche und traurige Ausdrücke von <strong>Wintherr</strong>, doch wo ist der dritte Teil hin? Dieser ist mittlerweile auf Youtube zu hören, allerdings sollte er angeblich für eine eigene Split mit <strong>NORDLICHT</strong> verwendet werden. Was daraus wird, ist bis heute nicht bekannt. Das zur Vorgeschichte, doch nun zum aktuellen Stück <em>&#8222;Schnee IV&#8220;</em>.</p>
<p>Wie es für <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> üblich ist, leiten Windgeräusche den Song ein. Dazu schlägt eine Akustikgitarre ruhig die Akkorde an. Schnell wird klar: der Winter naht. Das Laub fällt von den Bäumen, die jetzt nur noch als karge Striche in der Landschaft zurückbleiben. Dicke weiße Flocken fallen ohne Unterlass vor dem geistigen Auge und heftige Windböen formen sich ihren Weg durch die Berge.</p>
<p>Brich <a href="https://paysagedhiver.bandcamp.com/track/schnee-iv">HIER</a> das Eis!</p>
<p>Etwas blumig beschrieben, aber durchaus zutreffend. Seit dem 2013 veröffentlichten Demo &#8222;Das Tor&#8220;, hat sich <strong>Wintherr</strong> ein weiteres Mal auf diesem Weg berufen und für seine Verhältnisse (vergleicht man die alten Werke) ein gut produziertes Stück aufgenommen. Wie eine Jagd, treibt <em>&#8222;Schnee IV&#8220;</em> den Hörer über die Alpen und begeistert durch geradezu simple Riffs.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21213" aria-describedby="caption-attachment-21213" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21213 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-300x300.jpg" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21213" class="wp-caption-text">Für PAYSAGE D&#8217;HIVER eine Ewige Quelle: Schnee</figcaption></figure>
<h4>Monumental</h4>
<p>Ein Markenzeichen, das nicht jeder so gekonnt umsetzen kann. Dazu wird ein simpler Blastbeat beigesteuert und über 5 Minuten lang gehalten. So entsteht ein hypnotischer Sog, der mit den repetitiven Riffs einher geht. Die nächste Etappe hätte auch auf &#8222;Das Tor&#8220; ihren Platz gefunden. Schleppend, geradezu verzweifelt und doch so erhaben, schlägt sich der Part eine Schneise durch den Wintersturm. Stetig baut sich dieser Abschnitt mit Doublebass auf und befreit sich mit einem Blastbeat erneut.</p>
<p>Hört euch diese magischen Töne an (12:13 min.) und ihr begreift, was ich euch die ganze Zeit über verdeutlichen will. <strong>PAYSAGE D&#8217;Hiver</strong> ist eine Art Lebensgefühl, das es zu entdecken gilt. Eine so unglaublich tiefe Verbindung aus Musik und Seele, dass es am Ende nur so schmerzt, wenn das Anfangsthema von <em>&#8222;Schnee IV&#8220;</em> endet und sich mit den einsamen Akkorden der Akustikgitarre die innere Leere ausbreitet. Verdammt, jetzt wird es kitschig und ich werde sentimental.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Rendesvouz im Zwielicht &#8211; Prophecy Fest 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2017 06:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Vorhang teilt sich einen Spalt breit &#8211; und ich tauche für die nächsten zwei Tage in das Zwielicht ein. Letztes Jahr war ich zum ersten Mal in der Kulturhöhle in Balve zu Gast und erlebte dort das Prophecy Fest 2016. Von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: center;"><strong>Der Vorhang teilt sich einen Spalt breit &#8211; und ich tauche für die nächsten zwei Tage in das Zwielicht ein. </strong></h4>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztes Jahr war ich zum ersten Mal in der Kulturhöhle in Balve zu Gast und erlebte dort das <a href="https://silence-magazin.de/prophecy-fest-2016-eine-hoehle-der-genuesse/">Prophecy Fest 2016</a>. Von den wunderbaren Erfahrungen des letzten Jahres geleitet, führte mich mein Weg dieses Jahr erneut ins Sauerland. </span><span style="font-weight: 400;">Nun, ein Jahr später, bin ich zusammen mit <strong>Robert</strong> zurückgekehrt und zusammen haben wir die Autogrammstunden an unserem <em><strong>Silence</strong></em>-Stand übernommen und dabei wieder eine Reihe von großartigen Musikern kennengelernt. </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20385" aria-describedby="caption-attachment-20385" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20385 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0083-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0083-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0083-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0083-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0083-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20385" class="wp-caption-text">Kulturhöhle Balve</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztes Jahr lies sich eine leichte Ausrichtung auf Künstler unterschiedlicher Black-Metal Subgenres erkennen &#8211; dieses Jahr jedoch gab es eine faszinierend-dunkelschillernde Mixtur aus allem, was das <strong>Label Prophecy</strong> zu bieten hat. Ein gewagter Spagat zwischen Piano-Klängen, hypnotischen Retro-Rock, Dark Metal, Dark Wave-Rock ’n’ Roll, Gothic-Progressive-Pop-Rock und was auch immer <strong>HYPNOPAZUZU</strong> eigentlich machen. Sicherlich also kein Line-Up, das mit irgendeinem anderen “typischen” Metal-Festival vergleichbar wäre. Das Prophecy Fest richtet sich an Freunde besinnlicherer Klänge und introspektiver Selbstreflektion.</span></p>
<h3>Muss man WIRKLICH auf die Bühne?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Und so beginnt das Prophecy Fest 2017 nicht mit einem großen Knall, wie man dies von anderen Veranstaltungen kennen mag, sondern so ruhig und unauffällig, wie man es sich nur vorstellen kann. <strong>NHOR</strong> spielen beruhigende Klavierstücke und währenddessen entsteht ein Gemälde, das ein wenig an das Cover von <strong>INSOMNIUM</strong>s “Winter’s Gate” erinnert. Der Prozess wird währenddessen über einen Beamer an eine Leinwand projiziert, die an der Bühne angebracht wurde und von den Bands verschiedenartig genutzt wird, um ihre Darbietung zu untermalen. </span></p>
<p>Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es Musik gibt, die keiner öffentlichen Darbietung bedarf. Und dazu gehören diese “Artisten der Zurückgezogenheit”, deren musikalischer Wert sich durch den solitären Genuss errechnet. Deutlich gesagt: bei zelebrierter Einsamkeit und Stille kann ich nicht in einer Gruppe von Menschen stehen. Die Weltpremiere von <strong>NHOR</strong> in allen Ehren, doch bedarf es meines Erachtens bei dieser Musik keine Live-Darbietung.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20395" aria-describedby="caption-attachment-20395" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20395 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9653-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9653-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9653-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9653-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9653-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20395" class="wp-caption-text">NHOR</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch deutlicher als letztes Jahr drängt sich mir der Gedanke auf, dass es sich bei dieser Veranstaltung um eine gänzlich neue Art geht, Metal und artverwandte Musik zu präsentieren. Als eine multisensorische Darbietung, einen Hybrid aus Vernissage und Konzert &#8211; in anderen Szenen durchaus nicht unüblich, aber gerade im sehr klassischen und pragmatischen Metal ein neuer und faszinierender Ansatz. Und so gibt es im hinteren Teil der Höhle auch jedes Jahr die Ausstellung eines Künstlers. Dieses Jahr ist es <strong>IRRWISCH</strong> aus Österreich, der sich für die prägnanten künstlerischen Gestaltungen des diesjährigen Festes verantwortlich zeichnet. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><strong>SOROR DOLOROSA</strong> tragen dann die Energie in die Höhle. Überwiegt auf der heimischen Anlage eher die kalte Monotonie des Coldwave, formt sich der Klang während des Auftritts zu einer mitreißenden, ja fast tanzbaren Rock-Einlage. Sichtbar engagiert gehen die Musiker zu Werke und übertragen ihre Begeisterung auf das Publikum, das während <strong>NHOR</strong> doch etwas ratlos in den Nachmittag starrte. Laute Rufe der Begeisterung hallen von den Höhlenwänden wider.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20396" aria-describedby="caption-attachment-20396" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20396 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9752-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9752-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9752-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9752-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9752-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20396" class="wp-caption-text">SOROR DOLOROSA</figcaption></figure>
<h3>Hinein in den Sog &#8230;</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Tempo und Energielevel erhöhen sich erneut, als <strong>Schwadorf</strong> (<strong>EMPYRIUM</strong>/<strong>THE VISION BLEAK</strong>) mit Begleitung das 2. Konzert mit seinem Solo-Projekt <strong>SUN OF THE SLEEPLESS</strong> zelebriert. Eine erhaben-schwarzmetallische Portion atmosphärischer Düsternis trifft die Zuschauer, die es sich nicht entgehen lassen wollen, nach 18 Jahren Bühnenabstinenz, wenn schon nicht des Künstlers, so doch des Projektes, die alten und neuen Stücke (vom Album “To The Elements”) im kühlen Zwielicht der Balver Höhle ihre Wirkung entfalten zu sehen. </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20397" aria-describedby="caption-attachment-20397" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20397 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9819-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9819-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9819-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9819-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9819-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20397" class="wp-caption-text">SUN OF THE SLEEPLESS</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein ganz besonderes Erlebnis des Tages sind <strong>ARCTURUS</strong>, deren Musik, aber auch Bühnenauftritt &#8211; oder sagen wir, ganzes Wesen &#8211; einem skandinavischen Märchen entsprungen scheint. Verrückt, wild und unerwartet. Alter und neuer Sänger <strong>Simen Hestnæs</strong>, vielen eher als <strong>Vortex</strong> bekannt, gelang es, mich bereits 2015 mit einem Auftritt seines Soloprojektes <strong>I.C.S. VORTEX</strong> in Wacken von seiner außergewöhnlichen Stimme zu überzeugen. Und auch am Mikrofon für <strong>ARCTURUS</strong> bringt er es fertig, scheinbar nebenbei und völlig selbstironisch in seiner Rolle für die Band aufgehend, seinen Stimmbändern und Lippen Töne zu entlocken, die mir durch Mark und Bein gehen. </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20398" aria-describedby="caption-attachment-20398" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20398 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9884-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9884-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9884-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9884-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_9884-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20398" class="wp-caption-text">ARCTURUS</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Etwa zu diesem Zeitpunkt beginnt der Abend zu verschwimmen &#8211; bunte Neonfarben in gleichmäßiger Düsternis, flüchtige Gesichter und Gespräche. Als guter Autogrammstundengastgeber hat man immer ein paar Kurze für die Bands parat und muss aus Höflichkeit natürlich mit anstoßen. So verbringe ich den Auftritt von <strong>GLERAKUR</strong> mit <strong>ARCTURUS</strong> und Trinksprüchen am <em><strong>Silence</strong></em>-Stand und bemerke fast nicht, dass sich der Ablauf der Veranstaltung sehr stark verzögert hat. Und als dann endlich der Headliner <strong>SÓLSTAFIR </strong></span><span style="font-weight: 400;">auf der Bühne steht, muss ich etwas resigniert konstatieren, dass sie nahezu das selbe Set wie immer spielen und nur ein einziges Lied vom neuen Album dabei ist. Gerade das könnte in dieser intimen Atmosphäre besonders gut seine Wirkung entfalten. Auch diesen Abend spielen sie <em>“Necrologue”</em> und während der “Einleitung” in das Stück &#8211; nebst Geschichte über den Freund, der Selbstmord beging und zu dessen Erinnerung man ihm dieses Stück gewidmet hat &#8211; wird der Ton etwas ruppiger. Scheinbar gibt es in der Menge ein paar weniger interessiert Lauschende, die sich während der Erzählung von <strong>Aðalbjörn Tryggvason</strong> angeregt unterhalten und lachen. Dafür werden sie postwendend scharf von ihm gemaßregelt. </span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Danach versinkt der Abend im Nebel und ich in meinem Schlafsack &#8230; </span></p>
<h3>Ein neuer Tag</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Der nächste Morgen ist die reine, aber selbstverschuldete Hölle. Prinzipiell weiß man es ja besser, man ist ja auch kein Anfänger mehr &#8211; aber die vielen netten Leute, ein Prost hier, ein Skòl dort und dann “ach, koste mal von meinem Selbstgebrannten” &#8211; und schon ist man hinüber. Nur gut, dass mir <strong>Stephan</strong> von <strong>Prophecy</strong> mit Kräutertee zu Hilfe kommt!</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20387" aria-describedby="caption-attachment-20387" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20387 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0112-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0112-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0112-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0112-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0112-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20387" class="wp-caption-text">Kräutertee</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Während mein Körper immer noch versucht, fehlerfrei zu funktionieren, kündigt sich die erste Band des Tages an: <strong>LOTUS THIEF</strong>. Unterstützt von einem Video, das auf der Leinwand im Hintergrund abgespielt wird, verzaubern die KalifornierInnen zum ersten Mal überhaupt europäisches Publikum mit ihrer Mischung aus Space Rock und Ambient-Black Metal. Leider bin ich mit ihrem Werk noch nicht vertraut, sodass ich mich noch nicht ganz darauf einlassen kann. Tatsächlich wird ein Konzert in den meisten Fällen erst dann zu einem magischen Erlebnis, wenn man sich im Vorfeld bereits ausführlicher mit dem Künstler und seinem Schaffen befasst hat. Bis zum nächsten Besuch in Deutschland, so es denn einen geben wird, werde ich das auf jeden Fall nachgeholt haben!</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20386" aria-describedby="caption-attachment-20386" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20386 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0102-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0102-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0102-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0102-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0102-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20386" class="wp-caption-text">LOTUS THIEF</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich warte indes allerdings mit besonderer Spannung auf eine Formation, die ich bereits seit ein paar Jahren musikalisch verfolge und deren magische Klänge mich seit jeher begeisterten und gedanklich fortgetragen haben: <strong>THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT</strong>. Ein ungarisches Duo erzählt Märchen und Geschichten von Schamanismus und Fabelwesen, untermalt von mittelalterlich anmutenden Folk-Klängen. Multiinstrumentalistin <strong>Agnes Toth</strong> schafft es nicht nur mit ihrem Spiel, den Graben zwischen dem Hier und Jetzt und dem Vergangenen und Vergessenen zu überwinden, ihre bezaubernd feine Stimme gibt der ganzen Musik von <strong>THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT</strong> eine Aura der Überweltlichkeit. Ich lasse mich von der Musik mitreißen. Auf der Bühne wird das Duo noch von Bassist, Percussionist und Flötist ergänzt. Dieses Konzert habe ich wirklich sehr genossen und allein dafür hat es sich gelohnt, den ganzen Weg nach Balve gekommen zu sein.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20388" aria-describedby="caption-attachment-20388" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20388 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0126-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0126-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0126-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0126-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0126-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20388" class="wp-caption-text">THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT</figcaption></figure>
<h3>Der Reiz des Entdeckens</h3>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>SPIRITUAL FRONT</strong> waren mir bis dato kein Begriff, ich hatte nicht einmal vor, ihre Show zu sehen. Was mir jetzt aber von der Bühne entgegenschallt, ruft mich dann doch wieder auf den Plan: Dark Wave-Rock ’n’ Roll, ein Italo-Western im Hintergrund und ein Italo-<strong>Johnny Cash</strong> auf der Bühne. Mit dem “Armageddon Gigolo” Spezial-Set wirken sie auf den ersten Blick völlig deplatziert, eingebettet in Folk, Black und Avantgard. Doch nach wenigen Augenblicken der Eingewöhnung wird mir wieder bewusst, wie vielseitig und künstlerisch anspruchsvoll der Rahmen des diesjährigen Prophecy Festes ist. Man kann hier nicht einfach mit dem Anspruch herkommen, unterhalten zu werden. Es ist mehr wie die Verkostung ganz unterschiedlicher Substanzen mit völlig unterschiedlichen Geschmacksnuancen und Wirkungen. Ich bin völlig fasziniert, geradezu begeistert von diesem Stil, diesem düsteren Charme, der so ganz nachvollziehbar auf der Bühne produziert wird, und nehme mir vor, Fan dieser Band zu werden. Mein große Entdeckung und fühlbar ein weiterer Schritt auf dem Weg meiner musikalischen Entdeckungsreise.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20389" aria-describedby="caption-attachment-20389" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20389 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0209-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0209-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0209-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0209-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0209-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20389" class="wp-caption-text">SPIRITUAL FRONT</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Danach kommen<strong> <span class="title">NOÊTA</span></strong>, ein alterstechnisch höchst ungleiches Duo, welches auf der Bühne immer wieder mit Sound-Problemen zu kämpfen hat. Was mit “Black Ambient Folk” bezeichnet wird, erscheint mir eher eine düsterere Form der frühen <strong>Lana Del Rey</strong>-Veröffentlichungen. In den ersten Minuten bin ich schlicht und ergreifend sprachlos ob der stimmlichen Breite von Sängerin <strong>Elea</strong>. Leider bleibt es im weiteren Verlauf des Auftritts &nbsp;überwiegend ereignislos und gleichförmig. Die Hoffnungen, die die Einleitung weckte, konnten leider nicht erfüllt werden.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20390" aria-describedby="caption-attachment-20390" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20390 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0268-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0268-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0268-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0268-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0268-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20390" class="wp-caption-text">NOÊTA</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>DORNENREICH</strong> polarisieren gekonnt und gewollt. Mit ihrem Akustik-Set sind sie für viele Besucher des Tages die wichtigste Band. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich zu der anderen Gruppe gehöre. Nämlich jenen, die mit ihrer Musik überhaupt nichts anfangen können. Der Auftritt war sehr leidenschaftlich, aufregend intensiv und intim &#8211; jedoch kann ich nicht anders, als mit der Musik der Band zu fremdeln. </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20391" aria-describedby="caption-attachment-20391" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20391 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0376-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0376-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0376-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0376-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0376-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20391" class="wp-caption-text">DORNENREICH</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch wie bereits früher am Tag, ist das Prophecy Fest für Überraschungen gut: Vor einigen Jahren war ich ein großer Freund der erste Alben von <strong>THE VISION BLEAK</strong>, verlor jedoch irgendwann das Interesse und somit die Band aus den Augen. Nun stehen <strong>Konstanz</strong> und <strong>Schwadorf</strong> gemeinsam mit den <strong>SHADOW PHILHARMONICS</strong> auf der Bühne und ihre Musik verwandelt sich in ein theatralisches Gesamtkunstwerk. Wie viel Tiefe die Musik durch Pauken, Streicher und Sopranistin erhalten kann, ist überwältigend und die Reaktion der Zuschauer dementsprechend.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20392" aria-describedby="caption-attachment-20392" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20392 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0489-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0489-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0489-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0489-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0489-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20392" class="wp-caption-text">THE VISION BLEAK</figcaption></figure>
<h3><span style="font-weight: 400;">Ruhe statt Retro-Rock</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Vollauf begeistert schicke ich mich darauf an, ein paar Minuten zu Ruhen. <strong>HEXVESSEL</strong> und <strong>DOOL</strong> sind einfach keine Bands, die mich hinter dem Ofen hervorlocken können, jedoch sind die akustischen Stücke, die <strong>HEXVESSEL</strong> im Rahmen ihres Programmes zum Besten geben, sehr stimmig und verbreiten mehr Gefühl als der gängige Retro-Rock auf ihren Alben, an dem ich mich immer wieder versucht habe und doch nie einen Zugang finden konnte. Mehr Stromlosigkeit wagen &#8211; ist sowieso noch viel mehr retro &#8230;</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">The Sex of Stars</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich erwache aus meinem absolut überfälligen Schlaf und tauche in die faszinierenden Klangwelten von <strong>HYPNOPAZUZU</strong> ein. Hymnisch-pathetischer Gesang über transzendenten Elektro-Wellen, die die Höhle fluten. Mit der Unterstützung von <strong>YOUTH</strong>, Bassist von <strong>KILLING JOKE, </strong>hat <strong>David Tibet</strong> seinen kreativen Geist wieder einmal von der Kette gelassen. Wer es in den letzten zwei Tagen nicht fertigbringen konnte, sich im Zwielicht der Höhle auf dem Weg der Wahrnehmung zu verirren und in andere Sphären abzudriften, der bekommt nun die letzte, aber ultimative Chance. Völlig over the top und abgehoben-verschroben ist diese Installation von Klangflächen, die eher wirkt wie ein Aktionskunst-Projekt. Doch nichts würde jetzt besser passen als <em>“The Sex Of Stars”</em>, um jeden Anwesenden daran zu erinnern, dass diese Tage in Balve kein Metalfestival waren. Sondern eine Vernissage, eine klangliche (aber auch optische) Bilderschau &#8211; <strong>ein Rendesvouz von Bild, Ton und Gedanken</strong>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und während wir das Sauerland hinter uns lassen, erstrahlt der Himmel im Rotgold der aufgehenden Sonne.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-20394" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0517-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0517-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0517-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0517-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/IMG_0517-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><a href="http://de.prophecy.de/prophecy-fest/">Prophecy Fest Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/rendesvouz-im-zwielicht-prophecy-fest-2017/">Rendesvouz im Zwielicht &#8211; Prophecy Fest 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Die Balver Höhle ruft wieder! Prophecy Fest 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 10:35:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In einem knappen Monat, vom 28. bis 29.07., ist es wieder so weit: ein Festival, mindestens so einzigartig wie die Location, in der es stattfindet, die mindestens so einzigartig ist, wie das Label, das es ausrichtet. Das Prophecy Fest in der Balver ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einem knappen Monat, vom 28. bis 29.07., ist es wieder so weit: ein Festival, mindestens so einzigartig wie die Location, in der es stattfindet, die mindestens so einzigartig ist, wie das Label, das es ausrichtet.</strong></p>
<h4>Das <strong>Prophecy Fest</strong> in der Balver Höhle!</h4>
<p>Bislang habe ich nur Gutes über das Festival gehört, konnte es selbst aber noch nie mitnehmen. Nachdem die Reue über das Verpassen der letztjährigen Ausführung noch heute schmerzlich an mir zerrt, werde ich mich nun dieses Jahr endlich auf ins Sauerland machen, um zwei Tage lang ein einmaliges Festival zu genießen.</p>
<p>Wer das Label <strong>Prophecy</strong> auf dem Schirm hat, der weiß, dass es sich hierbei um eine Institution handelt, die, vermutlich nicht nur in meinem Verständnis, vor allem für eins steht: Kunst. Und so ist auch das <strong>Prophecy Fest</strong> eine Veranstaltung, die den Künstler klar in den Mittelpunkt rückt. Eine Bühne, keine Überschneidungen und die gebündelte Aufmerksamkeit gerichtet auf das Wichtigste: die Musik.</p>
<p>Auch in diesem Jahr ist das Line-Up mehr als vielversprechend, wobei viele, jedoch nicht nur Künstler aus dem eigenen Hause, den Weg nach Balve auf sich nehmen werden, um die tausende Jahre alte Felshöhle mit feinsten Tönen zu füllen.</p>
<p>So befinden sich unter den Künstlern: <strong>SOLSTAFIR</strong>, die gerade ihr neues Album &#8222;Berdreyminn&#8220; veröffentlicht haben, die Newcomer von <strong>DOOL</strong>, und die Tränenzerrer von <strong>NOÊTA</strong>, von denen nicht nur unsere <strong>Nina</strong> <a href="https://silence-magazin.de/noch-nicht-genug-winterdepression-gib-dir-noeta/">sehr angetan</a> ist, und die ihr allererstes Konzert außerhalb Skandinaviens spielen werden. Darüber hinaus werden auch „alte“ <strong>Prophecy</strong>-Hasen spielen, darunter <strong>THE VISION BLEAK</strong>, die zu diesem Anlass von den <strong>Shadow Philharmonics</strong> begleitet werden, <strong>ARCTURUS</strong> und die Schwarzmetaller von <strong>DORNENREICH</strong>.</p>
<h4>Und sonst so?</h4>
<p>So weit so gut, doch das <strong>Prophecy Fest</strong> wäre nicht das <strong>Prophecy Fest</strong>, wären da nicht noch ein paar Überraschungen, die man so wohl nicht auf dem Schirm hatte. So werden <strong>HYPNOPAZUZU</strong> ihr allererstes Deutschlandkonzert hier spielen, ein Projekt, bestehend aus <strong>KILLING JOKE</strong>&#8211; und <strong>CURRENT 93</strong>-Mitgliedern, das schon auf Platte Gänsehaut erzeugt und für mich eins der Highlights darstellen wird.</p>
<p>Und es gibt weitere Höhepunkte: so ist das Konzert von <strong>NHOR</strong> eine Weltpremiere, während <strong>THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT</strong> ein einmaliges Set spielen werden, für das sie zusätzlich mit Piano, Flöte und Harfe begleitet werden.</p>
<p>Doch nicht nur das Ohr wird verwöhnt, denn der Schweizer Künstler <strong>IRRWISCH</strong> wird auf dem diesjährigen <strong>Prophecy Fest</strong> nicht nur als Art Director fungieren, sondern ebenfalls eine Ausstellung in der Höhle haben. Seid also gespannt!</p>
<p>Zelten ist in der Nähe der Höhle möglich, wobei pro Zelt eine <strong>Gebühr</strong> von <strong>15 €</strong> erhoben wird, womit ihr den Zeltplatz von Donnerstag bis Sonntag Nachmittag nutzen könnt.<br />
Für weitere Fragen, Anreiseinformationen und allgemeine Bedingungen zum Besuch hilft euch die <a href="http://en.prophecy.de/prophecy-fest/">Website</a> des Festivals weiter.</p>
<p>Wir sehen uns in Balve!&nbsp;</p>
<p><a href="https://prophecy-de.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">Prophecy Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/prophecyproductions/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
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		<title>Wie viel Abwechslung verträgt &#8217;ne Band? &#8211; 1476 mal mehr, als du denkst!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 13:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[1476]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative]]></category>
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		<category><![CDATA[New England]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1476 &#8211; Our Season Draws Near Label: Prophecy Productions Dauer: 56:36 min Veröffentlichungsdatum: 31.03.2017 1476 – das Duo war mir bis dato kein Begriff, obwohl die hier besprochene Platte bereits das Album Numero 4 ist. Da ich aber eh ein kleines Faible ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wie-viel-abwechslung-vertraegt-ne-band-1476-mal-mehr-als-du-denkst/">Wie viel Abwechslung verträgt &#8217;ne Band? &#8211; 1476 mal mehr, als du denkst!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1476</strong> &#8211; Our Season Draws Near<br />
Label: Prophecy Productions<br />
Dauer: 56:36 min<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.03.2017</p>
<p><strong>1476</strong> – das Duo war mir bis dato kein Begriff, obwohl die hier besprochene Platte bereits das Album Numero 4 ist. Da ich aber eh ein kleines Faible für die Sachen aus dem Hause Prophecy habe, und <strong>1476</strong> vor recht kurzer Zeit in die Prophecy-Familie aufgenommen wurden, bin ich natürlich neugierig. Das einzige, was ich vorher schon über das Duo aus Salem, Massachusetts wusste, war, dass es sich wohl hierbei eher um Rock mit diversen Einflüssen, unter anderem aus dem Punk und Metal, handelt. Na dann, bringen wir die Membranen der Speaker mal zum Tanzen.</p>
<p>Vielleicht kann ich es doch nicht ganz tanzen nennen&#8230; noch nicht. Das Album startet mit nostalgischen, wehmütigen Klängen. <em>„Our Silver Age“</em> schimpft sich der erste Track. Viel Trara gibts nicht. Eine klassische Gitarre und Gesang bereiten mich auf ein scheinbar Neofolk-artiges Album vor. Schließlich stoßen nun doch noch Schlagzeug und E-Gitarren dazu, verstärken aber die Schwere und Tragik der ersten Klänge. Doch nix rockiges?</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/q3xn86NI6jM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bäm! Hä? Wo bin ich denn jetzt? Hab ich aus Versehen den Ordner am mp3-Player gewechselt? Nein, habe ich nicht! Nach dieser Überraschung kann ich mir ein verwundertes Grinsen nicht verkneifen, denn <em>„Ettins“</em>, der zweite Song der Scheibe, schließt sich mit <strong>punkig-thrashigen Tönen</strong> an, die zum Zappeln einladen. Es wird in der Mitte des Titels kurzzeitig still, minimalistisch und akustisch und schafft somit die Verbindung zur geschaffenen Stimmung des ersten Tracks. Ein erneuter Energieschub lässt nicht lange auf sich warten. Und obwohl das Tempo und die Spieltechnik der Instrumente eher an diverse Punk- und Thrash-Sachen erinnern, klingen <strong>1476</strong> hier kein bisschen nach – ich nenne es mal &#8211; „Straße“, sondern schaffen ihre eigenen<strong> atmosphärisch-nostalgischen Vibes</strong>, ohne dabei in Selbstmitleid zu zerfließen und im Tempo einzuschlafen. So etwas habe ich zuvor noch nirgends gehört.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-16943" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/0009411690_10-1024x681.jpg" height="333" width="500" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/0009411690_10-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/0009411690_10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/0009411690_10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/0009411690_10-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/0009411690_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><em>„Winter of Winds“</em> klingt ebenfalls erstaunlich frisch und doch an mancher Stelle eher schwermütig. Das wird nicht zuletzt daran liegen, dass einige Gitarrenpassagen zum Teil an seichten Black&#8217;n&#8217;Roll erinnern, während sie im nächsten Moment wieder sehr sanft mit dem klaren Gesang harmonieren, der, wie ich finde, stark die durchs Instrumental erzeugte Stimmung unterstützt.</p>
<p><em>„Solitude (Exterior)“</em> ist ein sehr gefühlvolles Stück, das sich vorerst akustischer Instrumente bedient. Da passt es sehr gut, dass auch die Stimme an Energie zurücksteckt und stattdessen recht hauchig und beruhigend eingesetzt wird. Einige Teile des Liedes schaffen ähnlich große Klangräume, wie man es beispielsweise aus dem Post-Rock kennt. Und dann, urplötzlich, kommt es zu einer kurzen Steigerung, die in einem Blastbeat gipfelt, der zusammen mit den Gitarren wie ein Befreiungsschlag klingt. Super geil!</p>
<p>Ein weiterer Song, der für mich wieder komplett anders klingt, und doch irgendwie ohne Kompromisse zur bisherigen Stimmung des Albums passt, ist der, der auf den Namen <em>„Sorgen (Sunwheels)“</em> hört. Tragend, akustisch, neofolkig. Gitarre und Stimme sind sehr präsent, wenn auch sehr entspannend. Im Hintergrund hört man viel Hall, und als das Schifferklavier hinzustößt, bekomme ich ganz schön Erpelpelle. Das Stück erinnert mich an Neofolk-Größen wie beispielsweise <strong>FORSETI</strong>. Stark!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/RChGcivbskE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch <em>„Winter of Winds“</em> bringt &#8211; trotz seines eher Stakkato-artigen Aufbaus, ebenso wie die bisherigen Songs &#8211; eine gewisse Schwere und Dramatik mit. Hier schwingt eben mal nicht großflächig und an einem Stück der Sound durch die Räumlichkeiten, sondern es werden eher abgehackte, kurze Anschläge betont, und trotzdem bleibt die Atmosphäre bestehen, an die man sich im Laufe des Albums gewöhnt hat. Faszinierend, wie <strong>1476</strong> das schaffen!</p>
<p>Das Album schließt mit dem längsten Titel, namens <em>„Our Ice Age“</em>, auch wieder einem akustischen Song, bei dem ich bei aller Tragik das erste Mal so richtig das Gefühl empfinde, dass sich die melancholisch-traurige Atmosphäre das erste Mal aufklärt und zu einer Art Klang der Befreiung und Erleichterung wird. Das funktioniert durch mehrstimmige Gesänge Chor-&#8222;Aaahhhs&#8220; sehr gut, die irgendwie das Gefühl von Bestätigung vermitteln. Bei aller vorangegangenen Dramatik ein sehr schöner Ausklang.</p>
<h4>Wie sie das schaffen, ist mir ein Rätsel</h4>
<p>Ich bin verblüfft, wie harmonisch und doch abwechslungsreich das Duo klingt. Geboten wird hier echt alles von Neofolk und Dark Ambient bis hin zu punkig-thrashigem Rock und Post-Metal-Allüren, unterstützt von einem Schlagzeug, das von sanft bis zerstörerisch alles kennt und ebenso viel Abwechslung bietet wie die Vocals. Die Vocals könnten hier und da für meinen Geschmack etwas weniger Energie vertragen, die schreien mir ab und an zu sehr. Das ist aber bei Leibe nicht in jedem Song der Fall.</p>
<p>Das Erstaunliche dabei ist, dass jedes Lied nach<strong> 1476</strong> klingt, die ihre erzeugte Mood über die gesamten 10 Titel aufrecht erhalten können, obwohl die Songs an sich so unterschiedlich sind. Wie sie das schaffen, ist mir ein Rätsel. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es zumindest zum Teil daran liegt, dass sich Akkordverläufe auf der Klampfe nur sehr selten in etwas Positives auflösen. Wie auch immer &#8211; ein wahnsinnig interessantes Werk, das ich mit nichts vergeichen kann, weil es dafür zu eigenständig ist.</p>
<p><a href="http://www.1476cult.com/">Webseite</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/1476cult/?fref=ts">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Noch nicht genug Winterdepression? Gib dir NOÊTA!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 12:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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		<category><![CDATA[black ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Dark]]></category>
		<category><![CDATA[dark-folk]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[NOÊTA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NOÊTA&#160;–&#160;Beyond Life And Death Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017 Dauer:&#160;43:23 Min. Label:&#160;Prophecy Productions Genre: Black Ambient NOÊTA – mit ihrer vorhergehenden Veröffentlichung &#8222;psykhe&#8220;&#160;hatten sie mich schon letztes Jahr sehr gut ködern können. Tatsächlich ist es mal kein Metal, kein Krach mit Geschrei und hektischem Bumm-Bumm. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NOÊTA</strong>&nbsp;–&nbsp;Beyond Life And Death<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017<br />
Dauer:&nbsp;43:23 Min.<br />
Label:&nbsp;Prophecy Productions<br />
Genre: Black Ambient<span id="more-14665"></span></p>
<p><strong>NOÊTA</strong> – mit ihrer vorhergehenden Veröffentlichung <a href="https://noeta.bandcamp.com/album/psykh">&#8222;psykhe&#8220;</a>&nbsp;hatten sie mich schon letztes Jahr sehr gut ködern können. Tatsächlich ist es mal kein Metal, kein Krach mit Geschrei und hektischem Bumm-Bumm. Ganz im Gegenteil. Eher wie <strong>BJÖRK</strong> auf einer Beerdigung. Oder&nbsp;<strong>CHELSEA WOLFE&nbsp;</strong>im Gruselwald. <strong>NOÊTA</strong> sind ruhig, nachdenklich, melancholisch und sehr, sehr düster. Wer nach Musik zum Headbangen und Feiern sucht, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wer allerdings gern den Blick in den tiefen, dunklen Abgrund der menschlichen Emotionen riskiert und wer einen beklemmenden Schmerz in der Brust auch mal zu schätzen weiß, sollte dem Duo aus Schweden dringend eine Chance geben.</p>
<h4>Depressionsbeschleuniger mit packender Atmosphäre</h4>
<p>Bevor du hier reinhörst, mein Serviervorschlag: Setz dir Kopfhörer auf, nimm Platz in deinem Lieblingssessel. Dunkle dein Zimmer ab und wickel dich in eine Decke, denn jetzt wird eine furchtbare Hoffnungslosigkeit&nbsp;deine Seele heimsuchen. Zünde dir vielleicht noch eine Kerze an, in der sich dein Blick verlieren kann, während die Gedanken schweigen und eine düstere Beklemmung dein Herz erfasst.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/X2cu3z-4DAw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zu Beginn der Platte leitet mich ein schwerer, pochender, langsamer Beat &#8211; gleich einem Puls &#8211; in Trance. In seiner Deutlichkeit verliert er sich im Laufe der folgenden Songs. Nur noch die Harmoniewechsel, der Gesangsrhythmus oder sanfte Arpeggien führen ihn unter der minimalistisch gestalteten und doch dichten Atmosphäre weiter. Beklemmung macht sich breit – so richtet sich der Blick in die Weite des eigenen Inneren, stimmt nachdenklich, ohne Gedanken vorzugeben. Darüber liegt die verträumte, runde und fast sonore&nbsp;Stimme <strong>Êleas</strong>&#8218;.</p>
<h4>Als stünde ich in einem Moor in der Abenddämmerung &#8230;</h4>
<p>Ja, <strong>NOÊTA</strong> zwingen mit ihrer ruhigen und meditativen Klangwelt in die Introspektive. Thematisch teilt sich das Album in drei Abschnitte: Emotion als tragendes&nbsp;Element des Lebens, Resignation und Beklemmung während der endlosen Suche nach Sinn und Bedeutung sowie die furchtsame Achtung vor der übermächtigen Natur. Alles keine leichte Kost. Jeder Song für sich hat eine eigene Atmosphäre inne, die sich leicht divergent und zugleich in ähnlicher Weise der gleichen bedrückenden Grundstimmung bedient. Die instrumental oder elektronisch erzeugten Sphären liegen übereinander – ohne schnelle Wechsel, ohne viel Spiel. Eigentlich schon fast minimalistisch in seiner Gestalt. <strong>Êleas</strong><em>&#8218;</em> Stimme wirkt, als sei sie nur dünn darauf gesponnen, fein und fragil. Vor allem <em>&#8222;Dead Soil&#8220;</em> hinterlässt diesen Eindruck. Mit<em> &#8222;Darkest Desires&#8220;</em> erscheint ihr Stimmklang, als wäre sie direkt vor mir, nah und authentisch. Anscheinend wurde darauf verzichtet, die Stimme bis zur Perfektion glatt zu bügeln. Dieses Gefühl der unmittelbaren Nähe jagt mir permanent Schauer über den Rücken.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/0nP_zcAdM2k?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Zusammenspiel des sphärischen Klangteppichs und des Gesangs ist fantastisch gelungen. <em>&#8222;In Void&#8220;</em> möchte ich hier herausheben. Durch Gitarrenarpeggien löst sich der Hintergrund aus der Schwere, der Gesang verspricht Weite und dennoch ist die Melancholie ein steter Begleiter. Es ist ein Song, der in sich genau so wenig bewegt ist wie auch die anderen und doch über seine Dauer von mehr als 5 Minuten nicht langweilig wird. Als stünde ich in einem Moor in der Abenddämmerung, fasziniert in die Dunkelheit starrend und doch beklemmt und voller Furcht, welche grausigen Kreaturen sich in den Schatten tummeln könnten.</p>
<p>Mein nicht-Warten auf einen finalen Knall, mein bedingungsloses Versinken in die Szenerie, zahlt sich spätestens mit dem letzten Track so richtig aus. Nach einem mehr als halbstündigen genussvollen Leidensweg zeigt sich <em>&#8222;Urkaos&#8220;</em> als mein persönlicher Höhepunkt dieses Albums. Der eingesprochene Text&nbsp;treibt mir schubweise Gänsehaut über jeden Zentimeter meines Körpers. Das Gefühl von Einsamkeit, Verlorenheit, Kälte und aufkommendem Wahn lässt mir den Atem stocken. Absoluter Wahnsinn!</p>
<p>Hol dir eine große Kelle&nbsp;Spät-Winterdepression in Albumlänge&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLToXWne2Bk-f_obYaIO6IogjM6GguCKW8">hier</a>&nbsp;ab!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/noch-nicht-genug-winterdepression-gib-dir-noeta/">Noch nicht genug Winterdepression? Gib dir NOÊTA!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wenn dich Baumgeister in eine andere Welt entführen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2016 13:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ALCEST &#8211; Kodama Releasedate: 30.09.2016 Dauer: 42:15 Min. Label: Prophecy Productions Was würde ich bloß ohne Musik machen?&#8230; … Ich würde komplett eingehen, und ich glaube, dass das nicht nur mir so geht. Ich genieße es förmlich, mich in einem guten Album ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wenn-dich-baumgeister-in-eine-andere-welt-entfuehren/">Wenn dich Baumgeister in eine andere Welt entführen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ALCEST</strong> &#8211; Kodama<br />
Releasedate: 30.09.2016<br />
Dauer: 42:15 Min.<br />
Label: Prophecy Productions</p>
<h2>Was würde ich bloß ohne Musik machen?&#8230;</h2>
<p>… Ich würde komplett eingehen, und ich glaube, dass das nicht nur mir so geht. Ich genieße es förmlich, mich in einem guten Album für seine Spielzeit und darüber hinaus für eine bestimmte Zeit so richtig zu verlieren. Jeder kennt sicherlich den Spruch: &#8222;Musik an, Welt aus!&#8220;, und genau so etwas brauche ich einfach. Ich würde ohne solche Momente wahrscheinlich durchdrehen.</p>
<p>Das liegt aber weniger daran, dass ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme und zur Musik einfach in mich hinein weinen und in Selbstmitleid zerfließen möchte, sondern daran, dass es mich derart begeistert, was Musik mit mir anstellen kann, wenn sich in ihr eine besondere Atmosphäre aufgebaut hat, sodass ich aus dieser erstmal gar nicht mehr auftauchen möchte. Das Hören eben solcher Momente ist für mich ein pures Glücksgefühl, das sich durch meinen kompletten Speckwanst zieht.</p>
<h2>Immer wieder ein Genuss</h2>
<p>Ein Musikprojekt, das mir seit Jahren den Rest gibt, mich auch nach dem hundertsten Hören noch in eine andere Welt boxt und mein Gemüt in die diversesten Richtungen verändert, ist <b>ALCEST</b>. Wer mich kennt, der wird unschwer bemerkt haben, dass ich beim &#8222;Fangirling&#8220; seit Monden ganz vorn mit am Start bin (allerdings ohne Kreischen und so, wir sind ja hier nicht bei den <b>BACK STREET BOYS</b>), und was denkt ihr, was los war, als die Franzosen verkündet haben, dass bald ein neues Album kommt – &#8222;Kodama&#8220;?</p>
<p>Ihr wisst ja wie es ist, wenn man voller Vorfreude die Zeit abwarten muss. Da führt man sich auch als Erwachsener ganz schnell auf wie ein Kind in der Vorweihnachtszeit. Doch wenn man dann die Möglichkeit erhält, schon mal VOR dem Releasedate in die Platte reinzuhören, auf die man so unfassbar ungeduldig hinfiebert, ist das wie Weihnachten, Zahltag und Kindergeburtstag bei McDonald&#8217;s zusammen.</p>
<h2>Das allererste Mal &#8211; ein hoch und runter!</h2>
<p>So war es dann auch. Als es mir möglich war, das allererste Mal in &#8222;Kodama&#8220; reinzuhören, war es nachts und ich wollte eigentlich ins Bett. Den Plan habe ich nach den ersten Klängen verworfen. Ich musste das Album vier Mal hören, bis meine erste Dosis <b>ALCEST</b> gedeckt war. Diese Dosis musste jedoch direkt am nächsten Morgen nach dem Aufstehen erhöht werden. Die Platte läuft bei mir hoch und runter. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8210 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/band_2-300x200.jpg" alt="Alcest Promo 2" width="300" height="200" />
<p><em>&#8222;Kodama&#8220;</em> startet mit dem Titeltrack, und schnell wird klar, dass <b>ALCEST</b>  &#8211; wie auf jedem bisherigen Album &#8211; unter tausend anderen Bands mit Leichtigkeit wiedererkannt werden können. Schnell bin ich auch wieder in einer fernen Traumwelt, denn ich bin sofort gebannt von den ersten Klängen des Albums. Ich hatte zuvor wahnsinnig viel von dem Album erwartet und war gespannt, wie die Franzosen die japanischen Einflüsse wohl vertonen würden. Doch eigentlich bin ich jetzt schon ein kleines bisschen hin und weg. Der erste Track ebnet die akustische Reise durch japanische Lande und grüne Wälder, in denen die Baumgeister &#8211; die &#8222;Kodamas&#8220; &#8211; sitzen, mit Bravour. Sofort hab ich ein Wechselspiel warmer und kalter Farben sowie etliche Szenen aus dem Film &#8222;Prinzessin Mononoke&#8220; im Kopf.</p>
<p><em>&#8222;Eclosion&#8220;</em>, der zweite Song der Platte, steht dem Titeltrack in nichts nach. Vor allem die Leute, die auf dem vorherigen Album &#8222;Shelter&#8220; Neiges Screams sowie die Blasts vermisst haben, kommen aber mal sowas von wieder auf ihre Kosten. Ich liebe die Abwechslung in diesem Stück. Die Ausbrüche nach ruhigen Passagen lassen mich noch tiefer in eine japanische, weitläufige Traumwelt sinken. Die Mischung aus den minimalistischen, asiatischen Klängen mit viel Hall und der typischen <b>ALCEST</b>-Breite setzt mir einen derben Ohrwurm in den Kopf.</p>
<h2>Allez, allez! Weiter geht&#8217;s …</h2>
<p>Weiter geht es mit <em>&#8222;Je Suis D&#8217;alleurs&#8220;</em>, dem, meiner Meinung nach, traurigsten und schwermütigsten Titel der Platte – als hätte man eine Chance im Leben verpasst und könnte sich selbst genau das nicht verzeihen. In der Mitte des Titels baut sich das Instrumental Stück für Stück auf und kommt aus der Ferne immer näher, bis die angestaute Verzweiflung ihren Höhepunkt erreicht und dem Unmut freien Lauf gelassen wird. Screams, Melancholie, Blastbeat – Gänsehaut. Ich bin überwältigt und muss mich erstmal wieder fangen.</p>
<p>Dabei unterstützt mich <em>&#8222;Untouched&#8220;</em>, der wohl romantischste Song des Albums. <em>&#8222;Untouched&#8220;</em> ist sehr ruhig, sehr tragend. Vor allem ein Riff trägt zur Beruhigung des aufgewühlten Gemüts bei. Es wird bei verzerrtem Gitarrensound in erster Linie gezupft und die Atmosphäre im Raum wird wärmer, wenn die Wellen dieses Liedes durch den Raum schwingen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/jwE5FG-pIdk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Jetzt, da wir uns alle wieder beruhigt haben: &#8222;Zähne putzen und ab ins Bett!&#8220; steht noch nicht auf der Tagesordnung. Vorher schepperts nochmal gewaltig, und zwar mit <em>&#8222;Oiseaux de proire&#8220;</em>. Was für ein hammergutes Lied! Schon als dieses Stück als Erstes vor dem Album-Release auf <a href="https://youtu.be/jwE5FG-pIdk">Youtube</a> veröffentlicht wurde, habe ich es endlos gesuchtet. Ich konnte nicht oft genug meine Lauscher mit dieser Ohrenweide erfreuen. <em>&#8222;Oiseaux de proire&#8220;</em> projiziert mir zum Ende hin nochmal genau die Bilder vors innere Auge, die ich zu Anfang des Albums gesehen hatte. Warme und kalte Farben im Wechsel, endlose Wiesen und Wälder, durch die man sich hindurch bewegt, die Sonne ist fast untergegangen und beleuchtet zusammen mit dem Mond die naturbelassene Umgebung – weit und breit kein anderer Mensch zu sehen. Wow!</p>
<h2>Letzte Töne&#8230; und gleich nochmal!</h2>
<p>Während ich gebannt bin von den letzten Klängen dieses Liedes, erklingt der letzte Track der Scheibe: <em>&#8222;Onyx&#8220;</em>. Ich denke, <em>&#8222;Onyx&#8220;</em> lässt sich nicht als vollwertiges Lied bezeichnen, sondern eher als abrundendes Instrumental – ein ziemlich deepes Instrumental. Man hört nur verzerrte Gitarren, Hall und Rauschen. Dieses – ich nenne es einfach mal – Outro bewirkt bei mir, dass ich die gefühlsmäßigen Höhen und Tiefen des Albums nochmal Revue passieren lassen kann. Ich kann jetzt abschalten und mich besinnen und kehre aus der, durch die Musik erschaffenen, Traumwelt zurück. JETZT heißt es: &#8222;Zähne putzen, ab ins Bett!&#8220;, es sei denn, ihr tut es mir gleich und hört das Album zuvor nochmal&#8230; und nochmal&#8230; und nochmal.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8208 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Alcest_Kodama_Cover-300x300.jpg" alt="Alcest_Kodama_Cover" width="300" height="300" />
<p>Ich habe &#8222;Kodama&#8220; mittlerweile bestimmt weit öfter als 50 Mal gehört und bin immer noch hin und weg. Das Album klingt nach Fernost, nach endloser Weite im Grünen, nach Sehnsucht und nach Einsamkeit. Ein weiteres Mal haben es Neige und Winterhalter geschafft, Musik zu kreieren, in der ich mich komplett fallen lassen kann &#8211; und will. Generell erinnert mich der Mix der Instrumente an das Album &#8222;Écailles de Lune&#8220;, auch die hohen Screams sowie die unfassbar gute, verfrickelte, teils auch derbe Arbeit hinter den Drums lässt vermuten, dass <b>ALCEST</b> zu älteren Gefilden zurückkehren.</p>
<p>Meine Meinung ist allerdings eine andere: &#8222;Kodama&#8220; &#8211; ein <b>ALCEST</b>-Album im alten Stil? Nein! Ich finde, jedes Album der Franzosen vermittelt eine andere Stimmung, eine andere Art von Schwermut, und trotzdem klingt jede Scheibe nach <b>ALCEST</b>. Während &#8222;Shelter&#8220; beispielsweise sehr soft und dreampoppig klang, so ist &#8222;Kodama&#8220; eben wieder eine Nummer härter und trotzdem sehr frisch und neu, aufgrund der asiatischen Note. Für mich stellt dieses Album ein weiteres Mal den Beweis dafür dar, dass Neige und Winterhalter wahnsinnig vielseitige Musik erschaffen können und nie langweilig oder eintönig wirken, obwohl sie die <b>ALCEST</b>-Schiene nie verlassen.</p>
<h2></h2>
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		<title>Wenn der Postbote zweimal klingelt &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2016 15:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Depressive]]></category>
		<category><![CDATA[Escape]]></category>
		<category><![CDATA[Germ]]></category>
		<category><![CDATA[Prophecy]]></category>
		<category><![CDATA[Yatras]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>GERM – Escape (Ltd. 2CD Box) Veröffentlichung: 29. April 2016 Label: Prophecy Productions Dauer: 44:58 min „Palimpalim!“ Der Onkel im Borussia Dortmund – Kostüm hat ein Päckchen abzugeben! … Was? Jetzt? Heute – schon einen Tag vor Releasedate der bestellten Platte? Geil! ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GERM</strong> – Escape (Ltd. 2CD Box)</p>
<p>Veröffentlichung: 29. April 2016</p>
<p>Label: Prophecy Productions</p>
<p>Dauer: 44:58 min</p>
<p>„Palimpalim!“ Der Onkel im Borussia Dortmund – Kostüm hat ein Päckchen abzugeben! … Was? Jetzt? Heute – schon einen Tag vor Releasedate der bestellten Platte? Geil! Her damit! Wollen wir uns doch gleich mal ans Unboxing machen, wie man jetzt auf Youtubisch sagen wüde. Genaueres dazu kann euch aber sicher der Herr Parabelritter erzählen, wenn er wieder mal ein Video darüber dreht, welche Beauty-Creme er vom Schlecker zugeschickt bekommen hat, und welche davon seiner Batzlawwe am besten bekommt. ;P</p>
<p>Zurück zum Inhalt des Pakets: In den Händen halte ich nun ein mattschwarzes Gehäuse mit einem dunkelblauen Schriftzug drauf, welches behauptet, die neue <strong>GERM</strong> – Escape Limited 2CD-Box zu sein. Jippi! Erster Eindruck: Finster! Schick! In der Box befindet sich das Digipack „Escape“, eine extra verpackte CD mit zwei exklusiven Tracks, eine Autogrammkarte, unterzeichnet von Tim Yatras, ein Poster (welches nicht wirklich als Poster durchgeht – es ist ziemlich klein) und ein <strong>GERM</strong>-Aufkleber. Da ich das Maxi-Menü bestellt habe, gibt’s für mich noch ein Escape-Shirt mit Front- und Backprint dazu. Insgesamt für knappe 30 Taler. Ein unschlagbarer Preis!</p>
<blockquote><p><em>Klingt nach Germ! Drückt Germ aus! Ist Germ! Allerdings finsterer, als bisher bekannt.</em></p></blockquote>
<p>Anlage an – Platte rein, Klappe zu, los! Das Intro mit dem Titel „I“ erklingt und baut sich bedrohlich auf, woran direkt der Titeltrack der Platte anschließt. Recht schleppend, aber geil! Dieser Song reißt mich quasi aus meiner bunten Gummibärchen-Welt direkt in die Tiefe. Puh! Bin beeindruckt! Im Anschluss scheppert mir „I&#8217;ll Give Myself to the Wind“ gegen die Horchlappen. Diesen Track gabs schon vor Release über Prophecy zu hören. Ohne lange zu fackeln, steht man gleich zu Beginn mitten im Song, der gut nach vorn geht. Für mich ganz klar das Highlight und das Brett der Platte. „Reicht erstmal wieder mit treibenden Songs!“, höre ich die Platte sagen, denn weiter geht’s etwas ruhiger, mit „Under Crimson Skies“. Echt geiler Shit! Geile Klargesangspassagen, atmosphärische Melodien. Bis jetzt: Richtig starke Scheibe! Klingt nach <strong>GERM</strong>! Drückt <strong>GERM</strong> aus! Ist <strong>GERM</strong>! Allerdings finsterer, als bisher bekannt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/c5jVx_EgeR0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die zweite Hälfte des Silberlings ist irgendwie anders &#8211; fortgesetzt mit einem kurzen Klavierzwischenstück, gefolgt von „The Old Dead Tree“. Aus irgendeinem Grund packt mich der Song gar nicht, er ist wenig abwechslungsreich und wirkt ziemlich in die Länge gezogen. „With the Death of a Blossoming Flower“ könnte auch „With the Death of a Blastbeating Flower“ heißen &#8211; man hört schnelle Blastbeats und zügige Parts zum ebenfalls zügig Mitnicken. Ich bin verwirrt. Meine Meinung: Passt nicht zu <strong>GERM</strong>, passt nicht zum Rest der Platte. Ich fühle mich nach diesem Song völlig hinausgeworfen. Was nicht mal heißen soll, dass mir der Song grundsätzlich nicht gefällt. Wirkt nur nicht stimmig. Aber wir kennen den Herrn Yatras ja als experimentierfreudigen Zeitgenossen – warum also nicht auch mal so etwas probieren. Mein Fall ist es leider nicht.</p>
<blockquote><p><em>Ich bin verwirrt. Meine Meinung: Passt nicht zu Germ, passt nicht zum Rest der Platte.</em></p></blockquote>
<p>Das Ende naht mit „Closer“, dem letzten Track. Erneut ein sehr schleppendes und träges Lied. Allerdings mit viel Gefühl, als würde mich dieser Song wieder dorthin abholen, wo mich der vorherige herausgekantet hat. Ich rolle gedanklich in die Versenkung, ähnlich wie beim Titeltrack. Wahnsinn! Schöner Abschluss einer <strong>GERM</strong>-Platte.</p>
<p>Kosmische, weiträumig klingende Synthie- und Gitarren-Sounds erwarten uns auf der Zusatz-CD. Hier gibt’s zwei weitere exklusive Stücke mitgeschickt. Allerdings ist das alles sehr kurz und knapp und wirkt lieblos – wie angehängt. Also: Schön, dass sie dabei sind, aber für mich nicht wirklich der Rede wert.</p>
<p>Insgesamt ist dieses Werk das bisher trägste und depressivste dieses Solo-Projektes. Der Sound von <strong>GERM</strong> hat, auch auf dieser Platte, hohen Wiedererkennungswert. Man würde sie auch neben 1000 anderen Platten <strong>GERM</strong> zuordnen. Sehr gut! Die erste Hälfte ist der Hammer, die zweite Hälfte so lala. Die Bonus-CD hätte man auch weglassen können. <strong>GERM</strong>-Fans, wie ich, und die, die es werden wollen, finden sicher Gefallen dran, mich persönlich hat die „Wish“ und die „Grief“ aber deutlich mehr umgehauen.</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/germofficial/?fref=ts" target="_blank">Germ Official</a></p>
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		<title>Alcest &#8211; Was Vorfreude, Eis und eine Traumwelt miteinander zu tun haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2016 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Prophecy]]></category>
		<category><![CDATA[Shoegaze]]></category>
		<category><![CDATA[Souvenirs d'un autre monde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe im Shop bei Prophecy Productions eingekauft – yeehaaa! Die Vorfreude auf das Paket ist &#8211; wie eigentlich immer, wenn man Merch bestellt &#8211; vergleichbar mit der Vorfreude eines kleinen Kindes auf einen Pinocchio-Eisbecher mit Streuseln und Sahne … und extra ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe im Shop bei <a href="http://de.prophecy.de/#ad-image-0" target="_blank">Prophecy Productions</a> eingekauft – yeehaaa! Die Vorfreude auf das Paket ist &#8211; wie eigentlich immer, wenn man Merch bestellt &#8211; vergleichbar mit der Vorfreude eines kleinen Kindes auf einen Pinocchio-Eisbecher mit Streuseln und Sahne … und extra Sahne. Und sobald in den nächsten Tagen der Postbote meine Sendung abgeben will, wird ihm der Pappkarton aus der Hand gerissen und die Verkleidung der bestellten Artikel schon auf dem Weg durch den Hausflur, zurück in meine Wohnung zerfleischt. Unter anderem warte ich diesmal auf ein wunderbares weißes ALCEST-Shirt mit dem Cover des ersten Full-length „Souvenirs d&#8217;un autre monde“ als Frontprint.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-164 alignnone" src="http://www.silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/04/Alcest-SouvenirsDunAutreMonde2015-Shirt-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/04/Alcest-SouvenirsDunAutreMonde2015-Shirt-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/04/Alcest-SouvenirsDunAutreMonde2015-Shirt-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/04/Alcest-SouvenirsDunAutreMonde2015-Shirt.jpg 700w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Das bestellte Shirt und die Tatsache, dass die Franzosen derzeit an einem neuen Album arbeiten, hat mich dazu bewegt, mich nochmal mit dem allerersten Album auseinanderzusetzen. Schließlich gibt es die Platte mittlerweile schon wieder fast neun Jahre, und ich denke, es ist auch fast so lange her, dass ich das gute Stück zum ersten Mal gehört habe. Heute also etwas aus der Kategorie: „Was man so alles im CD-Regal findet“:</p>
<p>Beim ersten Lauschen von Souvenirs d&#8217;un autre monde war mir das Ganze noch etwas suspekt. Zur damaligen Zeit habe ich Musik mit anderen Ohren gehört, so nach dem Motto: „Scheiß drauf, Hauptsache, die Bassdrum ballert dir schön schnell und oft in die Fresse und die Gitarren klingen nach Kettensägen!“ Aus irgendeinem Grund habe ich mir die Platte dann aber doch nochmal gegeben, und versucht, mich auf die ziemlich einzigartige Musik einzulassen. Je öfter ich das Werk dann gehört habe, desto mehr hat es mich mitgerissen, allerdings nicht in dem Sinn, dass ich voller Energie den Drang verspürt habe, mich total spastisch zu bewegen, oder mein kräftiges Haupthaar kreisen zu lassen. Es war eher so, dass ich ruhiger geworden bin und etwas schwermütig so vor mich hin geträumt habe. Das hat mich ziemlich beeindruckt und das tut es noch heute.</p>
<blockquote><p><em>Wenn es Musik schafft, Bilder im Kopf entstehen zu lassen, die Hörer abzuholen in eine andere Welt, dann kann man wahrlich von Kunst sprechen.</em></p></blockquote>
<p>Souvenirs d&#8217;un autre monde &#8211; „Erinnerungen an eine andere Welt“, der Titel beschreibt perfekt, was die Musik der Scheibe verkörpert und was sie mit mir als Hörer anstellt. Das gesamte Album ist eine Berg- und Talfahrt des eigenen Gemüts. Während besonders der Titeltrack der Platte sowie der Song „Les Iris“ mich eher etwas nach unten reißen, strahlt der Song „Tir Nan Og“ sehr viel Frohsinn und Erleichterung aus. Niedergeschlagenheit und Glücksmomente wechseln sich in einer sehr einnehmenden Art und Weise ab. Als würde ich beim Hören allein durch eine Traumwelt schlendern, in der eine dauerhafte sommerliche Abenddämmerung die Bäume und Gräser in einem gelb-roten Schein versetzt. Alles wirft einen sehr langen Schatten, und ab und zu weht ein schwacher, etwas kühler Wind durch die Baumkronen. Das gesamte Umfeld lädt ein zum Nachdenken und zum Schwelgen in Erinnerungen.</p>
<p>Für mich persönlich liefern <strong>ALCEST</strong> schon mit ihrem Debutalbum ein verdammt gutes Stück Musik ab. Wenn es Musik schafft, Bilder im Kopf entstehen zu lassen, die Hörer abzuholen in eine andere Welt, dann kann man wahrlich von Kunst sprechen. Ich höre das Werk auch jetzt nach neun Jahren noch immer verdammt gern und lasse mich inspirieren.</p>
<p>Für diejenigen, die <strong>ALCEST</strong> bisher noch nicht gekannt oder einfach noch nie ein Ohr riskiert haben: Musik an – Augen zu und wirken lassen! Es lohnt sich! Vielleicht freut ihr euch dann, genau so wie ich, auf das derzeit in Arbeit befindliche neue Album, was hoffentlich in nicht allzu langer Zeit erscheinen wird. Womit wir wieder beim Thema „Vorfreude“ wären.</p>
<p>Ach, und solltet ihr während oder nach dem Hören der Platte etwas niedergeschlagen und schwermütig drauf sein, besorgt euch einfach an der nächsten Eisdiele einen Pinocchio-Eisbecher mit Streuseln und Sahne … und extra Sahne.</p>
<p>Webseite: <a href="http://www.alcest-music.com/" target="_blank">Alcest-Music</a></p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/alcest.official/?fref=ts" target="_blank">Alcest-Official</a></p>
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