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	<title>Old School Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 27 Oct 2019 16:36:52 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Old School Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>LEGENDRY &#8211; Ernste Ependichter statt Kitsch-Rhapsoden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2019 06:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"LEGENDRY gehen ihren eigenen Weg…" Ob du dabei mitgehen magst, oder einfach nur von der Ferne winken. </p>
<p>Wir sagen dir jetzt aber erstmal, mit was für großen Stiefeln die Band hier unterwegs ist!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/legendry-the-wizard-and-the-tower-keep/">LEGENDRY &#8211; Ernste Ependichter statt Kitsch-Rhapsoden</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></h3>
<h3 style="text-align: center;">LEGENDRY &#8211; &#8222;The Wizard And The Tower Keep&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 01.11.2019<br />
<strong>Länge:</strong> 47:09 Min.<br />
<strong>Label:</strong> High Roller Records<br />
<strong>Genre:</strong> Epic (Heavy) Metal</p>
<h3 style="text-align: center;"></div></div></div></h3>
<h3><strong>Exkursion ins Altertum?</strong></h3>
<p>Heute betrete ich als Autor für Silence gleich in zweifacher Hinsicht Neuland. Zum einen schildere ich euch heute zum ersten Mal meine Eindrücke zum Album einer Truppe, welche mir zwar namentlich schon lange bekannt sind, ich&nbsp; mir aber noch nie zu Gemüte geführt habe. Zum anderen begebe ich mich heute in die sagenumwobenen Gefilde des <strong>Epic (Heavy)</strong> <strong>Metals</strong>. Zwar hatte ich durchaus schon Berührungspunkte mit dieser oder ähnlicher Musik, aber trotzdem ist es etwas anderes, als wenn man seine Meinung zu Tonträgern aus Genres kundtut, in denen man ein breiter gefächertes Wissen besitzt.</p>
<p>Anno 2005 in <strong>Pittsburgh, Pennsylvania</strong> formiert, kann das Dreiergespann <strong><a href="https://legendry.bandcamp.com/">LEGENDRY</a></strong> bereits auf <strong>zwei erfolgreiche Longplayer</strong> zurückblicken. Nach &#8222;Mists of Time&#8220; aus 2016 und dessen fast zwei Jahre alten Nachfolger &#8222;Dungeon Crawler&#8220; erscheint nun ihr drittes Vollwerk. &#8222;The Wizard And The Tower Keep&#8220; wird am 01. November über <strong>High Roller Records</strong> veröffentlicht. Das <strong>Zwickauer Label</strong> sollte als weitreichende Fundgrube von Veröffentlichungen aus den Sektionen NWoBHM, Speed Metal, &#8222;Epic&#8220; Metal, (Blackened) Thrash Metal/First Wave Black Metal und Doom Metal vielen <strong>Traditionalisten und 80er -Worshippern</strong> ein Begriff sein.</p>
<h3><strong>… oder zumindest eine Generation zurück</strong></h3>
<p>&#8222;The Wizard And The Tower Keep&#8220; erzählt die Geschichten der gleichnamigen belletristischen Schrift, welche Gründungsmitglied und Multiinstrumentalist <strong>Vidarr</strong> eigenhändig verfasst hat. Es ist demzufolge als ein Paradebeispiel eines Konzeptalbums zu verstehen. Das <strong>Trio</strong> versteht ihr Liedgut als persönliche Hommage an die Epic-Metal-Götterväter, die da heißen <strong>MANILLA ROAD</strong> und <strong>CIRITH UNGOL</strong>. Weitere gemeinhin bekannte Namen wie <strong>BROCAS HELM, MANOWAR</strong> und <strong>WARLORD</strong> erweitern dieses doch recht überschaubare Syndikat.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-34546 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/Legendry_Photo-778x1024.jpg" alt="" width="228" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/Legendry_Photo-778x1024.jpg 778w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/Legendry_Photo-228x300.jpg 228w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/Legendry_Photo-750x988.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/Legendry_Photo.jpg 1101w" sizes="(max-width: 228px) 100vw, 228px" /></p>
<h3><strong>Wie weit kann der Apfel vom Stamm fallen?</strong></h3>
<p>Referenzen und Würdigungen hin oder her, die Band mit dem <strong>neologistischen Namen</strong> versteht von Beginn ihres neuesten Streichs an, <strong>individuelle und facettenreiche Akzente</strong> zu setzen. Das sture und moderate Imitieren der genannten Kapellen können dafür getrost andere Genrekollegen übernehmen. Der Opener <em>„The Bards Tale“</em> ist keineswegs nur als selbstüberschätztes Cover des <strong>BLIND GUARDIAN-Klassikers </strong>zu verstehen. Wer die Betitelung genau liest und aufmerksam hinhört, erkennt ihn dagegen schnell als ein mit untypischer Schlagseite versehenes, eigenständiges <strong>Intro</strong> an.</p>
<p>Es mag wahrscheinlich vielen als <strong>Kuriosität</strong>, vielleicht auch als <strong>Abnormität</strong> anmuten, wenn ich mit einigermaßen gefestigter Überzeugung behaupte, dass hierbei zumindest Berührungen zu <strong>DEATH IN JUNE</strong> aufploppen. Wem sie kein Begriff sind: <strong>DEATH IN JUNE</strong> waren in den <strong>1980er-Jahren</strong> eine der bekanntesten <strong>Neo-Folk-Formationen</strong>. Ihre Vorreiterrolle in diesem Genre wird Ihnen bis heute anerkannt. Von einer Diskussion über deren politische Positionierungen sehe ich hierbei ab und möchte lediglich die musikalischen Verweise anmerken, welche sich auch wirklich nur auf das Intro beschränken. Das liegt vor allem an der <strong>Mandolinen-Melodik</strong> und teils auch an der <strong>Stimmlage</strong> von Vidarr.</p>
<p>Anschließend erfolgt in <em>&#8222;Vindicator&#8220;</em> mit sofortiger Wirkung eine 180-Grad-Kehrtwende hin zu rassigem, ungestümen und ungebändigten <strong>Old School Heavy-Metal</strong>. Eingängig, rockig, unangepasst und fast schon für eine <strong>Bikerausfahrt</strong> tauglich treten <strong>LEGENDRY</strong> mit diesem <strong>Überraschungsmoment</strong> die Tür zur gehobenen Genrekost ein. Insbesondere die <strong>Vocals</strong> entfalten nun ihr Potenzial.</p>
<h3><strong>So nah und doch so fern</strong></h3>
<p>Beschreibungstechnisch bereitet mir die <strong>Klangfarbe</strong> von <strong>Vidarrs</strong> Stimme jedoch etwas Kopfzerbrechen. Die gewohnt heroische Ergriffenheit erscheint hier zu ausdifferenziert und nicht zwangsläufig einheitsbreikonform. Ich würde sie eher als Querschnitt aus <strong>JUDAS PRIEST, TYTAN (UK), MANILLA ROAD, SACRED STEEL, VIRTUE (UK), X-CALIBER (US)</strong> und <strong>GLACIER (US)</strong> bezeichnen. Wem die meisten dieser Urgesteine etwas sagen, weiß, dass deren Sänger <strong>variabel keifend</strong>, aber nicht kratzig oder rau ihre lyrischen Ergüsse vortragen.</p>
<p>Der dritte Track <em>&#8222;The Wizard And The Tower Keep&#8220;</em> wird mit einem fast schon <strong>romantischem &#8222;80er-Jahre-Film-/Serienszenenintro&#8220;</strong> eröffnet, welches zunächst in balladenartige bis andächtige Sphären übergeht. Im Refrain meine ich, übersteuerte Riffstrukturen herauszuhören, welche eher im <strong>Stoner Rock</strong> bekannt sind. &nbsp;Spätestens ab dieser Stelle tritt musikalisch auch das Prädikat <strong>&#8222;Epic&#8220;</strong> zu Tage, das die Band in die elitäre Kerbe von den bereits erwähnten <strong>MANILLA ROAD</strong> und <strong>CIRITH UNGOL</strong> einschlagen lässt. Gefühlsbetont, erhaben und abenteuerlich, versunken, aber nicht zu schmalzig wird den Hörern vom &#8222;Zauberer und dem Wehr- und Wohnturm&#8220;&nbsp;(auch als Donjon bezeichnet) berichtet.</p>
<p>In <em>&#8222;The Lost Road&#8220;</em> stechen besonders die leicht hohl klingenden, pferdegaloppartigen Drums und die allgemeine rasende Rhythmik positiv aus dem Klangteppich heraus. Gegen Ende wird es sogar <strong>psychedelisch</strong>, wobei <strong>BLACK SABBATH</strong> auch noch eine Huldigung zugesprochen bekommen.</p>
<p>Auch das anknüpfende <em>&#8222;Sorcery´s Bane&#8220;</em> lässt <strong>Bez</strong><strong>üge zum Stoner</strong> nicht missen. <strong>Mandoline und Violinen</strong> verleihen der Nummer einen <strong>historischen bis mittelalterlichen Anstrich</strong>. Dies lässt eine <strong>eigene Atmosphäre</strong> in Erscheinung treten, welche weniger karg und puristisch, sondern ausdifferenzierter und ausgestalteter als bei anderen Bands aus der <strong>Old School Heavy Metal</strong> oder <strong>NWoBHM</strong>-Sparte wirkt.</p>
<h3>Hat auch wer ein bisschen Speed?</h3>
<p>In <em>&#8222;Behind The Summoner´s Seal&#8220; </em>wird das Tempo merklich aufgedreht, sodass auch <strong>Speed-Metal-Fanatiker</strong> zeitweilig auf ihre Kosten kommen. So lassen sich beispielsweise die Geister von <strong>AGENT STEEL </strong>oder <strong>EXUMER </strong>in dem Song erkennen. Die <strong>Psychedelik</strong> wird hier ebenfalls nicht vernachlässigt. Dies gilt auch für das letzte und längste Stück <em>&#8222;Earthwarrior&#8220;. </em>Durch die auffallenden Gitarrensoli klingt&nbsp; das Album fast schon etwas <strong>hippiesk</strong> aus.</p>
<p>Von einer umfangreichen, abgelehnten Modernisierung oder Generalüberholung des <strong>80er-Jahre-Sounds</strong> kann dennoch nicht die Rede sein. Wozu auch? Die ausgewogene<strong> kontinuierliche Gratwanderung</strong> zwischen musikalischem Konservatismus und Expansion steht den Ostküstlern nämlich ziemlich gut. Die Songs zeichnen sich allgemein durch hohe Wiedererkennungspotenziale und Durchdachtheit aus.</p>
<h3><strong>Der mentale Sprung von der Antike in den Wilden Westen und zurück</strong></h3>
<p>Aus meinem Blick &#8211; oder besser ausgedrückt: aus meinem <strong>Hörwinkel &#8211;</strong> erinnern die Songs vom Gesamtklangbild her weniger an als Einzelkämpfer auftretende Gladiatoren oder andere antike Krieger, auch wenn das Markenzeichen der US-Amerikaner (der athletische Schwertfechter, der dem Betrachter auf allen Albumcovern den Rücken zukehrt), es so vermuten lässt. Eher werden durch die Stücke <strong>Parallelen zu Freiheitskämpfern, Gesetzlosen und Verstoßenen</strong> wahrhaftig. Sie reiten durch prärieartige, weitläufige Areale und berichten musikalisch von ihren Wünschen, Sehnsüchten, aber auch Momenten des Glücks.</p>
<p>Die <strong>Lyrics</strong> machen meiner alternativen Vision allerdings einen saftigen Strich durch die Rechnung. Leider konnte ich im Internet nur die Lyrics des zweiten Titels <em>&#8222;Vindicator&#8220;</em> ausfindig machen, jedoch wird dieser Titel denkbar stellvertretend für die übrigen Sechs stehen. In <strong>genretypischer, selbstbezogener Manier</strong> (in Anbetracht solcher Zeilen wie &#8222;heavy metal madness found me there&#8220; oder &#8222;with heavy metal power&#8220; und &#8222;running in the wild&#8220;) postuliert der rachesüchtige Krieger, im nebeligen Wald gnadenlos seine Feinde und legendäre Ungetüme zu erledigen. Der Kampf erscheint ihm in diesem Sinne als einziges Mittel der Streitbeilegung und Gerechtigkeitserwirkung. (Siehe letzte Zeile: &#8222;from triumph or defeat, there is no escape&#8220;.)</p>
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		<title>URARV &#8211; Never stop the Madness</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 06:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>URARV – Aurum Veröffentlichungsdatum: 21.09.2017 Dauer: 49 Min. Label: Svart Records Stil: Experimenteller Old School Black Metal Brutalität, wahnwitzige Geschwindigkeit, ausgearbeitete Konzepte &#8211; all das sind Attribute, welche für mich extreme Spielarten des Metal so attraktiv machen. Jedoch schätze ich noch einen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/urarv-never-stop-the-madness/">URARV &#8211; Never stop the Madness</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>URARV</strong> – Aurum<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.09.2017<br />
Dauer: 49 Min.<br />
Label: Svart Records<br />
Stil: Experimenteller Old School Black Metal</p>
<p>Brutalität, wahnwitzige Geschwindigkeit, ausgearbeitete Konzepte &#8211; all das sind Attribute, welche für mich extreme Spielarten des Metal so attraktiv machen. Jedoch schätze ich noch einen Faktor als deutlich wichtiger ein: Leidenschaft, beziehungsweise Wahnwitzigkeit. Es gibt Musik, die mich nach vielen Jahren immer noch staunen lässt. Ich denke da spontan an &#8222;Carved in Stigmata Wounds&#8220; von <strong>SECRETS OF THE MOON</strong>, &#8222;Ordo ad Chao&#8220; von<strong> MAYHEM</strong> oder auch den letzten Output der norwegischen Wahnies <strong>DØDHEIMSGARD</strong> &#8222;A Umbra Omega&#8220;. Was dort aufgefahren wurde, war jenseits irgendwelcher Genrelimitierungen, sondern schlicht und ergreifend eine Manifestation wahnsinniger Musik.</p>
<p>Einen großen Anteil am Wahnsinn hatte defintiv der Sänger <strong>Aldrahn</strong> (Bjørn Dencker Gjerde), der eine bemerkenswerte Leistung darbrachte und seine Stimmbänder teils aufs Übelste malträtierte. 2016 durfte ich dieses Spektakel noch live erleben, kurz nach der Tour mit den oben genannten <strong>SECRETS OF THE MOON</strong> verließ <strong>Aldrahn</strong> jedoch <strong>DØDHEIMSGARD</strong> (nicht zum ersten Mal) und widmete sich nun voll und ganz seinem 2003 gegründeten Projekt <strong>URARV</strong>. Nachdem 2016 ein Promodemo veröffentlicht wurde, erscheint nun das Debüt &#8222;Aurum&#8220; und präsentiert <strong>Aldrahn</strong>s Musik vertraut verschroben und zugleich wohlig traditionell. <strong>Aldrahn</strong> selbst übernimmt den Gesangs- und Gitarrenposten und wird dabei von Bassist <strong>Sturt</strong> (u.a.<strong> TROLL</strong>) und der Drummerin <strong>Trish</strong> (u.a. <strong>CRAFT</strong>, <strong>ISVIND</strong>) unterstützt.</p>
<h3>Ipsissima Verba</h3>
<p>Präsentiert sich das Coverartwork von &#8222;Aurum&#8220; kryptisch, symbolisch und für meinen Geschmack etwas zu überladen, so trifft dies nicht auf den Opener <em>&#8222;Forvitringstid&#8220;</em> zu. Cleane Gitarren und ein akzentuierter Bass beginnen angenehm melodisch und leicht psychedelisch, bevor verzerrte Gitarren und das Schlagzeug einsetzen und sofort ein enormer Groove den Track dominiert.<strong> Aldrahn</strong>s Gesang klingt zuerst ein wenig rezitierend, steigert sich jedoch schnell in abgefahrenere Regionen. Hier hört ihr definitiv KEINEN 08/15-Black Metal-Gesang. Es wird frei von der Leber weg gewütet und auch des Öfteren halbcleaner Gesang verwendet, der jenseits von Gut und Böse seine manischen Geschichten erzählt. Abgesehen davon bleibt<em> &#8222;Forvitringstid&#8220;</em> jedoch ein wenig blass, rockt dennoch gut durch, kann aber keinen absolut überzeugenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Deutlich besser gelingt dies meines Erachtens bei den folgenden Stücken <em>&#8222;Ancient DNA&#8220;</em>, <em>&#8222;The Retortion&#8220;</em> und<em> &#8222;Broken Wand&#8220;</em>, welches ebenfalls auf dem letztjährigen Promodemo vertreten war. Zwischen Midtempo-Black-Metal, zeitweiligen Ausbrüchen, leicht psychedelischen Elementen und dem theatralischen Gesang sticht für mich sehr positiv das präsente Bassspiel heraus. Sowohl klanglich als auch spielerisch weiß der Tieftöner interessante Akzente zu setzen und auch ab und an den Liedverlauf zu führen. Stark! <em>&#8222;The Retortion&#8220;</em> glänzt zudem mit einem soundtrackartigen und beschwörenden Mittelteil, wohinggegen <em>&#8222;Broken Wand&#8220;</em> einen epischen Songaufbau aufweist und herrlich charmant durchs Unterholz knüppelt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8222;And winter lasted a lifetime&#8230;&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Überhaupt klingt <strong>URARV</strong> im direkten Vergleich mit<strong> Aldrahn</strong>s ex-Band deutlich oldschooliger und orientiert sich im Kern sehr stark an der zweiten Welle des Black Metal, speziell an<strong> DARKTHRONE </strong>und<strong> THORNS</strong>. Angereichert mit den beschriebenen psychedelischen Elementen und dem sehr eigenen Gesang ergibt diese Mixtur durchaus einen recht eigenen Sound.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22894" aria-describedby="caption-attachment-22894" style="width: 890px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-22894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-1024x646.jpg" width="900" height="568" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-1024x646.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-300x189.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-750x473.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo.jpg 1450w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22894" class="wp-caption-text">v.l.n.r. Sturt, Aldrahn, Trish</figcaption></figure>
<h3>Fear your Mind</h3>
<p>In der zweiten Albumhälfte kommen zur bekannten Stilistik noch ein paar Thrash-Metal-Versatzstücke dazu, wie etwa im Song <em>&#8222;Guru&#8220;</em>. <em>&#8222;Valens Tempel&#8220;</em> wiederum erinnert mich speziell durch seine Gesangsdarbietung ein wenig an das kauzige Schwermetallgeholze alter <strong>ARCKANUM</strong>. Insgesamt legt <strong>Aldrahn</strong> bei den letzten Stücken noch eine gehörige Portion mehr Wahnsinn in seine Stimme. Da gibt es neben verzweifelten Schreien und Geheul auch archaische Grunzlaute und gutural herausgekotzte Wut zu hören. Dennoch wirkt dies alles sehr natürlich und authentisch. Wer ihn einmal live erlebt hat, weiß wovon ich spreche.</p>
<p><em>&#8222;Red Circle&#8220;</em> beschließt das Album auf äußert boshafte Art und Weise und hämmert beständig und konsequent auf den Hörer ein, bevor das Stück soundtrackartig mit Streichern und mystischem Frauengesang ausklingt. Das Ganze bildet ein interessantes Potpourri, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich gegen Ende leichte Längen in die Kompositionen eingeschlichen haben. Die Grundriffs werden meiner Meinung nach einfach zu häufig wiederholt.</p>
<p>Schlussendlich wirkt &#8222;Aurum&#8220; trotz seiner experimentellen Seite äußert schlüssig und verknüpft klassisches Gebolze mit psychedlischen, gar krankhaften Momenten. Etwas Vergleichbares habe ich in letzter Zeit nur bei <strong>BETHLEHEM</strong> gehört. Die Highlights im Klangkonstrukt bilden für mich ganz klar <strong>Aldrahn</strong>s Gesang und das sehr gute Bassspiel. Diese Komponenten werden von der schneidenden und dennoch differenzierten Produktion gut herausgestellt. Der Rest ist gefällig, jedoch ein wenig zu unspektakulär.</p>
<p>Verglichen mit dem Schaffen <strong>DØDHEIMSGARD</strong>s besinnt sich <strong>URARV</strong> mehr auf die Ursrpünge im Black Metal und weiß über weite Strecken zu überzeugen. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch mehr von diesem Trio hören und sie ihre Stärken noch besser ausspielen können. Wenn sie das schaffen, werkeln sie ganz oben in der Liga der psychedelischen (Black) Metal-Bands mit.</p>
<p>Never stop the Madness! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrr &#8230;.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/nsLNHrlvUr0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://urarv.bandcamp.com/album/aurum">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/urarv/">Facebook</a></p>
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		<title>WOLVES IN THE THRONE ROOM &#8211; Umzingelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Altar of Plagues]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
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		<category><![CDATA[Epic]]></category>
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		<category><![CDATA[Old School]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WOLVES IN THE THRONE ROOM – Thrice Woven Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017 Dauer: 42 Min. Label: Artemisia Records Stil: (Cascadian) Black Metal &#160; Die einsamen Wölfe von WOLVES IN THE THRONE ROOM waren mit ihren Erstlingswerken &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; und &#8222;Two Hunters&#8220; ein ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/umzingelt-wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM &#8211; Umzingelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> – Thrice Woven<br />
Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017<br />
Dauer: 42 Min.<br />
Label: Artemisia Records<br />
Stil: (Cascadian) Black Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die einsamen Wölfe von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> waren mit ihren Erstlingswerken &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; und &#8222;Two Hunters&#8220; ein entscheidender Einfluss im us-amerikanischen Black Metal, aus dem schlussendlich auch das Label Cascadian Black Metal hervorging. Viele gute Bands, wie etwa <strong>FALLS OF RAUROS</strong>, <strong>ALDA</strong> oder auch <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong>, zeigten sich sichtlich beeinflusst vom Schaffen der <strong>Weaver</strong>-Brüder. Diese leben weitestgehend autark und zurückgezogen auf einem Hof im Bundesstaat Washington und zelebrieren einen Lebenstil, nah an der Natur(-mystik), welcher jedoch scheinbar trotz inhaltlicher Querverweise nicht dem Bild des typischen Schwarzmetallers entspricht.</p>
<p>Damit saß die Band immer ein wenig zwischen den Stühlen, bildete jedoch auch eine Brücke vom traditionellen Schwarzmetall hin zur reformierten Interpretation des Post Black Metal. Als 2011 die Langrille &#8222;Celestial Lineage&#8220; herauskam, wurde infolgedessen eine Pause im Schaffen des Gespanns angekündigt. 2014 folgte jedoch mit &#8222;Celestite&#8220; ein Appetizer in Form einer rein ambientalen Scheibe. Nun kehren die Wölfe 2017 endgültig an die Oberfläche zurück und lechzen mit&nbsp; &#8222;Thrice Woven&#8220; begierig nach Blut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Im Bund mit dem Alten</h3>
<p>Zuallererst sticht mir das herrlich traditionelle Coverartwork ins Auge, welches sich sicher auch gut auf einer <strong>DRUDKH</strong>-Veröffentlichung machen würde. Archaische Energien werden heraufbeschworen und der Opener<em> &#8222;Born from the Serpent´s Eye&#8220;</em> spiegelt dies auf eine überzeugende Art und Weise wider. Epische Gitarrenlinien vermischen sich mit harschem Schlagzeugspiel und erzeugen gleich zu Anfang ein vertrautes Gefühl des Heimkehrens. Das Material bezieht sich deutlich auf die eigenen Anfänge und nimmt gelegentlich auch Bezug zu ganz alten <strong>ULVER</strong>.</p>
<p>Dennoch überrascht es mich, wieviele Variationen und Tempiwechsel im Opener zu finden sind. Dieses Treiben geht die ersten fünf Minuten, bis nach einem Break plötzlich ein mystischer und wunderschöner Frauengesang erschallt und in einen Endpart überleitet, der das Prädikat &#8222;100 Prozent <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong>&#8220; trägt. Diese Klanglandschaften und Dynamiken sind definitiv stilprägend. Alles richtig gemacht &#8211; so hat ein Albumeinstand zu funktionieren!</p>
<p><em>&#8222;The Old Ones are with us&#8220;</em> startet mit einem stimmungsvollen Intro, welches durch ein erzählerisches Sample eine dichte Stimmung aufbaut.</p>
<blockquote><p>&#8222;Winter is dying, the sun is returning&#8230;the fires are burning&#8230;the old ones are with us&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Im Folgenden entwickelt sich der Song zu einem dunklen Monolith, der sich deutlich monotoner als der Opener anlässt, jedoch in seiner Atmosphäre kohärenter wirkt. Durch herrlich angestaubte Synthies entwickelt sich eine wohlig old-schoolige und folkloristische Stimmung, die mich ganz stark an das letzte Album der Polen von <a href="https://silence-magazin.de/von-bergen-seen-und-naechtlichen-pfaden/"><strong>WEDRUJACY WIATR&nbsp; </strong></a>erinnert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22744 size-large aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ver-woben</h3>
<p>&#8222;Thrice Woven&#8220; teilt sich in insgesamt vier überlange Stücke, die zusätzlich vom Interlude<em> &#8222;Mother Owl, Father Ocean&#8220;</em> begleitet werden. So sehr ich jedoch von den ersten beiden Stücken begeistert bin, so enttäuschend und seltsam empfinde ich den Albumverlauf bei den beiden letzten Liedern. <em>&#8222;Angrboda&#8220;</em> und <em>&#8222;Fires roar in the palace of the moon&#8220;</em> (ein toller Liedname!) wissen mich nicht wirklich zu begeistern und verpuffen größtenteils, selbst nach einigen Hördurchgängen.</p>
<p>Stilistisch sind beide Stücke ähnlich gepolt wie<em> &#8222;The Old Ones are with us&#8220;</em>, können jedoch die Spannung nicht aufrechterhalten und verlaufen sich mit zunehmender Spielzeit. Schade, denn auf dem Papier geht die Rezeptur von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> vollends auf. Lediglich der Beginn des Rausschmeißers <em>&#8222;Fires roar in the palace of the moon&#8220;</em> weiß mich ebenso zu begeistern wie die ersten Stücke. <em>&#8222;Mother Owl, Father Ocean&#8220;</em> hingegen weckt wohlige Erinnerungen an den Einleitungspart von<em> &#8222;Cleansing&#8220;</em> vom legendären &#8222;Two Hunters&#8220; Album und überzeugt durch seine beschwörenden Frauengesänge und die dichten Klanglandschaften.</p>
<p>Wo jedoch manche Songs nicht richtig zünden, weiß der Sound von &#8222;Thrice Woven&#8220; definitiv zu gefallen. Das Schlagzeug poltert oldschoolig, die Gitarren braten, Sänger <strong>Nathan</strong> keift kultig und auch den charmant entrückten Synthies wird ausreichend Platz gegeben.</p>
<p>Summa summarum ist der neuste Streich von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> ein definitiv gelungenes Album, welches jedoch nicht an die eigenen Klassiker heranreicht und im Endeffekt mehr vom Gleichen bietet. Lediglich der Opener <em>&#8222;Born from the Serpent´s eye&#8220;</em> konnte mit recht dynamischen Songwriting Neuland aufzeigen. Dies wiederum wünsche ich mir vom mittlerweile zum Trio angewachsenen Wolfsrudel für kommende Outputs. Sie können es durchaus noch, müssen nur auf gesamter Albumlänge diese Stärken abrufen können. In diesem Sinne &#8211; auf die Zukunft!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/OnLTFeiXiiA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/wolvesinthethroneroom">Facebook</a></p>
<p><a href="https://wolvesinthethroneroom.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>Zurück zur Quelle &#8211; Sun of the Sleepless</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2017 09:10:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Dark Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SUN OF THE SLEEPLESS – To the Elements Veröffentlichungsdatum: 21.07.2017 Dauer: 41 Min. Label: Prophecy Productions / Lupus Lounge Stil: Black Metal / Dark Metal Markus Stock aka Ulf Theodor Schwadorf ist ein äußert umtriebiger Mann. Seine beiden Hauptbands EMPYRIUM und THE ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SUN OF THE SLEEPLESS</strong> – To the Elements<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.07.2017<br />
Dauer: 41 Min.<br />
Label: Prophecy Productions / Lupus Lounge<br />
Stil: Black Metal / Dark Metal</p>
<p><strong>Markus Stock</strong> aka <strong>Ulf Theodor Schwadorf</strong> ist ein äußert umtriebiger Mann. Seine beiden Hauptbands <strong>EMPYRIUM</strong> und <strong>THE VISION BLEAK</strong> sind weit bekannt und waren in der Vergangenheit mit Alben wie &#8222;Songs of Moors &amp; Misty Fields&#8220; oder &#8222;The wolves go hunt their prey&#8220; teils stilprägend für den deutschen Folk (Metal) wie auch den sogenannten Horror Metal. Zudem fungiert <strong>Stock</strong> seit Jahren als Produzent zahlreicher Düsterkapellen und betreibt die Klangschmiede Studio E, in der illustre Namen wie <strong>SECRETS OF THE MOON</strong>, <strong>ALCEST</strong>, <strong>HELRUNAR</strong> und <strong>DORNENREICH</strong> ihre Langrillen verewigten. Doch erst einmal genug des Namedroppings.</p>
<p>Denn im Sommer 2017 debütiert endlich <strong>Stock</strong>s seit Ende der 90er Jahre bestehendes Black Metal-Projekt <strong>SUN OF THE SLEEPLESS</strong> mit dem Album &#8222;To the Elements&#8220;. Geboten wird rund 40 Minuten lang melancholischer, nostalgischer und sehr kraftvoller Black Metal, der einen mit seinen Klängen in schroffe Gebirge und dunkle Wälder locken möchte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ein ferner Schein</h3>
<p>Erstmals aufmerksam auf das Projekt wurde ich durch das&nbsp;Cover des Klassikers <em>&#8222;Thou, Whose Face Hath Felt the Winter&#8217;s Wind&#8220;</em> durch die ebenfalls deutsche Black Metal Band <strong>EÏS</strong>. Die epische Instrumentierung und der stürmische Charakter, der seine Inspiration klar von skandinavischen Vorreitern bezieht, wird auf dem neuen Album konsequent fortgesetzt. Allerdings haben die vergangenen 18 Jahre natürlich auch zu einigen Änderungen im Klangbild geführt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-20280 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/19983708_245188892652026_8316694781256783094_o-1024x615.jpg" width="516" height="310" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/19983708_245188892652026_8316694781256783094_o-1024x615.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/19983708_245188892652026_8316694781256783094_o-300x180.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/19983708_245188892652026_8316694781256783094_o-750x450.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/19983708_245188892652026_8316694781256783094_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 516px) 100vw, 516px" /></p>
<p>Das Album beginnt jedoch mit<em> &#8222;The burden&#8220;</em> und dem ersten langen Stück <em>&#8222;Motions&#8220;</em> herrlich klassisch. Epische Klargesänge, die an alte <strong>ULVER</strong> erinnern, werden von straighten Blasts unterbrochen und vereinen sich mit eisigen Gitarren zu einem typisch nordischen Schwarzmetallgebräu. Mehrere Gitarrenspuren verweben sich zu einem gleichermaßen melodischen wie auch sehr dichten Klang und durch die simplen, aber effektiven, Leadgitarren, die hintergründig von Keyboardklängen unterstützt werden, zieht eine Dramatik und Melancholie herauf, die mich tief in den Song eintauchen lässt.</p>
<p>Das folgende <em>&#8222;The Owl&#8220;</em> basiert im Kern auf einer recht simplen Tonabfolge, die mich zuweilen an <strong>THE VISION BLEAK</strong> und gewisse Klänge aus <strong>HELRUNAR</strong>s &#8222;Sol&#8220; erinnert, jedoch im Aufbau des Songs sowohl in der Instrumentalisierung als auch Variation des Grundmotivs verändert wird. An diesem Beispiel zeigt sich meiner Meinung nach die musikalische Erfahrung von <strong>Markus Stock</strong>. Er weiß genau, wie man aus einer simplen Grundidee einen gut ausgearbeiteten Song gestaltet. Respekt!</p>
<p>Das darauf folgende <em>&#8222;Where in my childhood lived a witch&#8220;</em> vereint den groovigen Aspekt mit einem stürmischen Schwarzmetallgewitter. Besonders der elegante Bruch, der in der Mitte des Stückes stattfindet, hat es mir angetan. Break, episches Lead, kurze Alternierung und dann Vollgas &#8211; so macht man das.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Aus erkalteter Asche</h3>
<p>Das Intermezzo <em>&#8222;Forest Crown&#8220; </em>leitet die zweite Hälfte des Albums ein und erinnert dabei wieder stark an die Anfangstage <strong>ULVER</strong>s. Allerdings klingen für mich die ruhigen Parts ein wenig erzwungen und in die Länge gezogen. Sie bilden keinen wirklichen Mehrwert, da die Metalstücke zudem genug Raum zum Atmen bekommen haben.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-20281 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Photo4-1-1024x768.jpg" width="483" height="362" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Photo4-1-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Photo4-1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Photo4-1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px" /></p>
<p>Im krassen Kontrast dazu startet jedoch<em> &#8222;In the realm of the bark&#8220;</em> wunderbar kultig nach <strong>DARKTHRONE</strong> und auch <strong>BURZUM</strong> klingend und es mischen sich nach und nach wieder typisch<strong> schwadorfsche</strong> Elemente ein. Überhaupt finde ich es beachtenswert, das die Musik auf &#8222;To the Elements&#8220; stark im Black Metal der zweiten Welle Wurzeln schlägt und dennoch nie altbacken klingt. Ein Künststück, welches nicht viele Bands hinbekommen.</p>
<p>Und so schlägt auch der Rausschmeißer <em>&#8222;Phoenix Rise&#8220;</em> die Brücke von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück. Dezente Keyboardteppiche vereinen sich nochmals mit stürmischem Songwriting und erzeugen ein episches Feeling. Hier und da erinnert mich der Song sogar an ganz alte <strong>DARK TRANQUILLITY</strong>. Im mehrstimmigen choralen Kanon und mit einem Zitat <strong>J.R.R. Tolkien</strong>s klingt das Stück schließlich aus und lässt mich erfreut zurück. <strong>SUN OF THE SLEEPLESS</strong> haben mich kalt erwischt.</p>
<blockquote><p>“From the ashes a fire shall be woken &#8211; A light from the shadows shall spring</p>
<p>Renewed shall be the blade that was broken &#8211; The crownless again shall be king”</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Vergangenheit im modernen Gewand</h3>
<p>Da <strong>Markus Stock</strong> selbst produziert, hat er es geschafft, ein wunderbar stimmiges Soundgerüst zu kreieren. Die Gitarren braten fett ohne zu steril zu klingen, das Schlagzeug ballert und der grimmige, wenn auch nicht sonderlich herausstechende Gesang fügt sich gut ein. Die anderen Elemente, wie etwa der dezente Keyboardeinsatz oder die wirklich gelungenen Clean-Gesang Passagen stechen klar heraus.</p>
<p>Das Artwork des Albums ist so stilsicher wie auch minimalistisch und gefällt mir zusätzlich außerordentlich gut. In der Juliausgabe des neuen <strong><em>Silence</em>&#8211;</strong>Formats &#8222;<em><strong>CTHULU</strong></em>s Cover des Monats&#8220; [erscheint morgen!] werfe ich ebenfalls einen Blick darauf.</p>
<p>So bleibt für mich nur zu hoffen, das es nicht wieder fast zwei Dekaden dauern wird, bis <strong>SUN OF THE SLEEPLESS</strong> ein neues Album veröffentlichen, denn &#8222;To the Elements&#8220; zeigt kategorisch wie stark klassicher Black Metal Anno 2017 klingen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/MdwGPsoaC1Y?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/sunofthesleepless/">Facebookauftritt der Band</a></p>
<p><a href="http://en.prophecy.de/artists/sun-of-the-sleepless/">Labelseite der Band</a></p>
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		<title>Die ultimative Bestimmung &#8211; STREAMS OF BLOOD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2017 10:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Old School]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>STREAMS OF BLOOD – Ultimate Destination MMXVII Veröffentlichungsdatum: 12.05.2017 Dauer: 43 Min. Label: Blasphemy Halls Stil: (Raw) Black Metal Vor Kurzem wurde ich auf eine interessante Konzertveranstaltung im kommenden Herbst aufmerksam. &#8222;Die Zeremonie der Schatten&#8220; wird dem Untergrund-Black-Metal huldigen und dabei mit ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-ultimative-bestimmung-streams-of-blood/">Die ultimative Bestimmung &#8211; STREAMS OF BLOOD</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>STREAMS OF BLOOD</strong> – Ultimate Destination MMXVII<br />
Veröffentlichungsdatum: 12.05.2017<br />
Dauer: 43 Min.<br />
Label: Blasphemy Halls<br />
Stil: (Raw) Black Metal</p>
<p><span id="more-17021"></span></p>
<p>Vor Kurzem wurde ich auf eine interessante Konzertveranstaltung im kommenden Herbst aufmerksam. &#8222;Die Zeremonie der Schatten&#8220; wird dem Untergrund-Black-Metal huldigen und dabei mit illustren Acts der deutschen Szene, wie etwa dem Geheimtipp <strong>MEMBARIS</strong> und den fanatischen <strong>CHAOS INVOCATION</strong>, aufwarten. Auch die aus Bayern stammenden Schwarzheimer <strong>STREAMS OF BLOOD</strong> werden zugegen sein und sicher neben Material ihres aktuellsten Outputs &#8222;Allgegenwärtig&#8220; einige Brecher aus der hier rezensierten Platte &#8222;Ultimate Destination&#8220; zum Besten geben. Ein Fest für Freunde rohen, ungeschliffenen Black Metals? Zumindest auf Konserve werde ich mich davon überzeugen können.</p>
<p>Denn &#8222;Ultimate Destination&#8220; erfährt nun 4 Jahre nach der Erstveröffentlichung mit dem Zusatz &#8222;MMXVII&#8220; (2017) eine aufgearbeitete Neuauflage. Neben leichten Farbanpassungen im Coverartwork wurde vor allem am Drumsound gewerkelt, welcher nun durchaus druckvoller und tiefenlastiger daherkommt. Insgesamt gesehen bleibt der Sound jedoch rau, ziemlich derb und nichts für Schöngeister.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Altbewährte Rezeptur</h3>
<p>Doch was bietet uns das Duo in musikalischer Hinsicht? Nach einem durchaus stimmigen, aber dennoch schon tausendmal in dieser Form gehörten, <em>&#8222;Intro&#8220;</em> geht es bei <em>&#8222;Road to Ruin&#8220;</em> sofort mit extremen Blasts und schneidenden Gitarrenwänden in die Vollen. Dazu spuckt Sänger und Gitarrist<strong> Thymos</strong> Gift und Galle und packt zuweilen eine ordentliche Schippe Brutalität in Form von Growl-ähnlichen Lauten darauf. Das Ganze erinnert mich teils stark an des Debüt &#8222;Rabids Death Curse&#8220; von <strong>WATAIN</strong>. Leider fehlt es auf &#8222;Ultimate Destianation MMXVII&#8220; jedoch ein wenig an der Spielfreude, die zumindest damals noch die schwedischen Schwarzheimer in ihrer Musik an den Tag legten.</p>
<p>Die Drums ballern unaufhörlich, die Gitarren sägen und alles in allem wird extrem solide Kost geboten, nur fehlt mir persönlich ein wenig der eigene Charakter in der Musik. Auch zeitweilige Ausflüge in den Midtempobereich, wie bei<em> &#8222;The Master&#8220;</em> oder leichte Thrash-Metal-Einflüsse wie bei <em>&#8222;Inner Tyrant&#8220;</em>, können die Musik nur für kurze Zeit auflockern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17053 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Streams_Of_Blood_Band-300x200.jpg" width="356" height="237" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Streams_Of_Blood_Band-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Streams_Of_Blood_Band-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Streams_Of_Blood_Band-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Streams_Of_Blood_Band.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die ultimative Bestimmung?</h3>
<p>Letztendlich wissen<strong> STREAMS OF BLOOD</strong> jedoch genau was sie tun. Teils manisch prügelnd wie <strong>DARK FUNERAL</strong> zu ihren besten Zeiten, teils rauh und unnahbar wie <strong>DARKTHRONE</strong>s Klassiker, stellt &#8222;Ultimate Destination MMXVII&#8220; alle Jünger der alten Schule zufrieden. Speziell in Songs wie dem Rausschmeißer <em>&#8222;New World Order&#8220;</em> oder dem mächtigen <em>&#8222;Temple of Blood&#8220;</em> geht das Rezept vollends auf. Dies verdankt der Sound und Stil definitiv dem sehr direkten und tighten Schlagzeugspiel von Fellverdrescher <strong>Blood Hammer</strong>, welcher mittlerweile auch bei den Ösis von <strong>BELPHEGOR</strong> die Trommelstöcke schwingt.</p>
<p>Zudem ist der Klang der Platte sehr treffend gewählt. Das Schlagzeug hämmert nun, zumindest in der Neuauflage, extrem heftig und der Gitarrensound ist, wenn auch die Saitenfraktion häufig extrem simpel spielt, kalt und erbarmungslos. Der Bass dröhnt vor sich hin und setzt Old School Black Metal-typisch nur wenig Akzente.</p>
<p>Letztendlich liefert &#8222;Ultimate Destination MMXVII&#8220; bewährte Kost. Der aktuelle Langspieler der Bayern &#8222;Allgegenwärtig&#8220; hingegen gefällt mir eine ganze Ecke besser. Gereifter und fokussierter wirkt die Band auf diesem Album. In der Retrospektive zeigt die Neuauflage des Vorgängeralbums, was roher Black Metal aus deutschen Landen liefern kann. Ähnliche Highlights, wie die letzten Alben von <strong>KATHARSIS</strong>, liefern <strong>STREAMS OF BLOOD</strong> nicht ab, stärken jedoch meiner Meinung nach den deutschen Metal-Untergrund.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/cyPj1u9QDAA?start=828&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/StreamsOfficial/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://streamsofblood.bandcamp.com/music">Bandcamp</a></p>
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		<title>In tödlicher Trance &#8211; Venenum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 11:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Necros Christos]]></category>
		<category><![CDATA[Old School]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[sepuchral voice]]></category>
		<category><![CDATA[venenum]]></category>
		<category><![CDATA[watain]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VENENUM – Trance of Death Veröffentlichungsdatum: 17.03.2017 Dauer: 50 Min. Label: Sepuchral Voice Records Stil: (Black) Death Metal Aus dem Grabe Was war ich verzückt, als ich 2011 auf das erste untote Lebenszeichen der deutschen Death Metaller VENENUM in Form ihrer selbstbetitelten ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/in-toedlicher-trance-venenum/">In tödlicher Trance &#8211; Venenum</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>VENENUM</strong> – Trance of Death<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.03.2017<br />
Dauer: 50 Min.<br />
Label: Sepuchral Voice Records<br />
Stil: (Black) Death Metal</p>
<p><span id="more-15046"></span></p>
<h4>Aus dem Grabe</h4>
<p>Was war ich verzückt, als ich 2011 auf das erste untote Lebenszeichen der deutschen Death Metaller <strong>VENENUM</strong> in Form ihrer selbstbetitelten EP stieß. Dunkelheit, Groove, Härte und Verspieltheit gingen so selbstverständlich Hand in Hand, das es eine &#8222;helle&#8220; Freude war, den finsteren Kompositionen zu lauschen. Über die Zeit hinweg änderte sich dieser Eindruck bei mir nicht und ich war gespannt, wann die Öffentlichkeit endlich neues Material zu Hören bekommen würde. 6 lange Jahre hat es schlussendlich gedauert, bis nun im März 2017 die erste Langspielplatte &#8222;Trance of Death&#8220; der mittlerweile schon als Kultact gehandelten <strong>VENENUM</strong> das fahle Licht der Welt erblickt. Erneut führt uns die Musik in modrige Erdreiche und der Blick über den &#8222;Grabesrand&#8220; wird mehr denn je ausgereizt.</p>
<p>Das Album startet im stimmungsaufbauenden<em> &#8222;Entrance&#8220;</em> mit dunklen Streicherklängen und minimalistischen Klaviertupfern, bevor <em>&#8222;Merging Nebular Drapes&#8220;</em> unbarmherzig auf den Hörer eindrischt. Straighte Rhythmen verbinden sich mit kraftvollen und dennoch verspielten Gitarren und finsterem Gekeife. Mich erinnert das Ganze an eine dunklere Version alter <strong>MORBID ANGEL</strong>-Songs.&nbsp; Im späteren Verlauf wird der Track etwas doomiger und baut eine beklemmende, morbide Stimmung auf. Ein toller Einstieg ins Album, der sofort aufzeigt wie breit gefächert <strong>VENENUM</strong> ihren Death Metal interpretieren.</p>
<p>Die beiden schon vorab veröffentlichten Stücke <em>&#8222;The nature of the ground&#8220;</em> und<em> &#8222;Cold Threat&#8220;</em> zeigen im Folgenden die etwas traditionellere Seite des Albums auf. Das ist Black/Death Metal, der ganz klar überzeugt und weiß, wie er gespielt sein will. Gewisse Paralellen zu den deutschen Kollegen von <strong>NECROS CHRISTOS</strong> und anderen okkulten Death Metal Bands sind nicht von der Hand zu weisen. Dennoch musizieren <strong>VENENUM</strong> in Sachen Verspieltheit und Abwechslung in ihrer eigenen Liga. Immer wieder wird das Geschehen durch Breaks, Soli und rhythmische Akzentuierungen sowie auch ruhige Parts aufgelockert und es wird eine große Dynamik in den Songs erzeugt. Sogar mit Tempoverschiebungen innerhalb geschlossener Parts wird gearbeitet, was dem Ganzen eine verschrobene Nuance hinzufügt. Hört euch dazu unbedingt den Mittelteil von<em> &#8222;The nature of the ground an&#8220;</em>. Das geht einfach nur ab!</p>
<p>&nbsp;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15408 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/0004007080_10-e1489821406270.jpg" width="500" height="333" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/0004007080_10-e1489821406270.jpg 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/0004007080_10-e1489821406270-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/0004007080_10-e1489821406270-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" />
<h4>&nbsp;</h4>
<h4>Trance of Death</h4>
<p>Bis zu diesem Punkt stellt das Album für mich ein starkes Stück düsteren Death Metals dar. Was hingegen in der zweiten Albumhälfte mit dem in drei Teile aufgesplitteten Titelstück folgt, ist nur Eines: Etwas ganz Besonderes!</p>
<p>In rund 26 Minuten werden hier so ziemlich alle dunklen Stile der Rock- und Metalmusik zu einem finsteren Monolith vereint. Seine volle Pracht entfaltet Dieser erst nach vielen, vielen Hördurchgängen. Ich kann der Band dafür nur meinen Tribut zollen, weiß ich selbst als Musizierender nur zu gut, wie schwer es ist, ausufernde Stücke zwingend und kompakt zu halten und dennoch viele verschiedene Facetten einzuarbeiten.</p>
<p>Part 1 <em>&#8222;Reflections&#8220;</em> startet dabei stilistisch ähnlich wie die erste Albumhälfte, tendiert mit seinem böllernden Rhythmus allerdings ein wenig mehr in Richtung Black Metal. Stellenweise fühle ich mich an eine etwas chaotischere Form von <strong>WATAIN</strong>s &#8222;Lawless Darkness&#8220; erinnert.&nbsp; Part 2 <em>&#8222;Metanoia Journey&#8220;</em> hingegen bricht mit allen truen Konventionen und präsentiert ein rockig, verspieltes Segment, welches dennoch finster und erhaben klingt. Zusätzlich gesellen sich noch ein paar hintergründige Bontempi-Orgeln und wunderschöne Gitarren-Soli dazu. All das verhilft dem Stück zu einer Ausgeflipptheit, die ich persönlich ob der Andersartigkeit und gleichzeitig stimmigen Platzierung nur loben kann. Man merkt einfach, das in den Musikern von <strong>VENENUM</strong> eine große Kreativität ruht, die sich ihren Raum nimmt, damit sie sich angemessen austoben kann.</p>
<p>Im abschließenden Part<em> &#8222;There are other worlds&#8220;</em> wird das Ganze fast schon zu einem Trip. Der klassische Metalansatz verschmilzt mit den abgefahrenen Elementen und entwickelt zum Ende hin eine Sogwirkung, bei der ich mich, nachdem die letzten Töne verklungen sind, frage: Wo war ich die letzten Stunden? Ich fühle mich, als wäre mein Geist hinfortgeschwebt in andere Sphären, wo Zeit keine Rolle mehr spielt. Eine Erfahrung, die ich nur noch selten mit mir neuer Musik erreiche. Stark!</p>
<h4>Obduktion</h4>
<p>All das gelingt<strong> VENENUM</strong> auch durch einen sehr passenden Sound, welcher organisch und kraftvoll klingt. Die Gitarrenarbeit bekommt dabei den nötigen Fokus im Gesamtklang und der Gesang schallt einerseits garstig und dennoch relativ gut verständlich aus den Boxen. Die Stimmakrobatik könnte jedoch etwas abwechslungsreicher sein. So röchelt sich Sänger<strong> F.S.A.</strong> überwiegend im gleichen Tonfall durch die Songs. Dieser Aspekt kann deshalb meiner Meinung nach nicht mit der unglaublich inspirierten Leistung an den Instrumenten mithalten.</p>
<p>Hingegen ist auch das Cover-Artwork ein echter Augenschmaus und verbindet klassisch-dunkle Farben mit transzendenten Elementen in den strömungsartigen Schleiern, die die oben beschriebene Sogwirkung optisch unterstreichen. Ein wenig erinnert dieser Effekt auch an das Artwork des letzten <strong>URFAUST</strong> <a href="https://silence-magazin.de/urfaust-ein-neues-kapitel-der-meditation/">Albums</a>.</p>
<p>Unterm Strich bleibt nur, <strong>VENENUM</strong> für dieses großartige Werk zu gratulieren. So macht Metal Spaß &#8211; mit Leidenschaft und dem richtigen Gespür für große Momente.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/24neDvfPO-I?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Schatz, pack die Nagelkeule aus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2017 07:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Cascade]]></category>
		<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Gangshout]]></category>
		<category><![CDATA[Grind]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperakusi]]></category>
		<category><![CDATA[Järnbörd]]></category>
		<category><![CDATA[New School]]></category>
		<category><![CDATA[Old School]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Resonance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>RESONANCE CASCADE/JÄRNBÖRD &#8211; Hyperakusi Veröffentlichungsdatum: 24.02.2017 Dauer: 34:18 Min. Label: WOOAAARGH/Downfall Records Stil: Grindcore &#8222;Schatz, pack die Nagelkeule aus. Ich habe uns ein wenig Getrümmer auf Vinyl gekauft!&#8220; So hätte ich am liebsten meine Freundin an der Tür begrüßt, aber da ich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>RESONANCE CASCADE/JÄRNBÖRD</strong> &#8211; Hyperakusi<br />
Veröffentlichungsdatum: 24.02.2017<br />
Dauer: 34:18 Min.<br />
Label: WOOAAARGH/Downfall Records<br />
Stil: Grindcore</p>
<p><span id="more-14555"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;Schatz, pack die Nagelkeule aus. Ich habe uns ein wenig Getrümmer auf Vinyl gekauft!&#8220;</p></blockquote>
<p><!--more--></p>
<p>So hätte ich am liebsten meine Freundin an der Tür begrüßt, aber da ich Single bin, entpuppte sich diese Split-LP ersatzweise als gute Grundlage um Dampf abzulassen und sich über das aktuelle Weltgeschehen (mal wieder) zu beschweren. Also habe ich kurz auf <strong>&#8222;Play&#8220; </strong>gedrückt und habe erst mal eine gute halbe Stunde ordentlich das Twistbein zucken lassen, sodass sich mein Nachbar unter mir beschwerte.</p>
<h4>Den Anfang machen Resonance Cascade</h4>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 865px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14599" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/resonance-cascade-band-groß.jpg" alt="" height="543" width="865" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/resonance-cascade-band-groß.jpg 865w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/resonance-cascade-band-groß-300x188.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/resonance-cascade-band-groß-750x471.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 865px) 100vw, 865px" /></div>
<p>Bereits nach den ersten Sekunden dürfte den Kennern von euch sofort die schwedische Klangfarbe auffallen. Auch der Stil à la neue Schule ist sofort erkennbar. Fetter HM2-Pedal ähnlicher Gitarrensound und Blasts mit Lichtgeschwindigkeit zeichnen den Sound von <strong>RESONANCE CASCADE</strong> aus. Hier gibt es voll auf die Zwölf, schließlich hat die Band ja nur knappe 16 Minuten Zeit, euch von sich zu überzeugen. Der Sänger tönt ordentlich nach einem Frühstück aus rostigen Nägeln mit Schleifpapier umwickelt und skandiert auf Schwedisch die (übliche) Gesellschaftskritik. Also versteht mich da nicht falsch, die Texte will ich damit nicht abwerten, jedoch habe ich mich wohl oder übel daran gewöhnt. Verschnaufpausen gibt es kaum (<em>&#8222;Bricks&#8220;</em>), wozu auch, ich mag eh meinen Grind rabiat und schnell. Die Band sagt alles in ein bis 3 Minuten und das reicht auch vollkommen.</p>
<h4>Zeit für die alte Schule &#8211; JÄRNBÖRD boxen dir die Zähne raus</h4>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 480px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14556" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/järnbörd-logo.png" alt="" height="222" width="480" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/järnbörd-logo.png 480w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/järnbörd-logo-300x139.png 300w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></div>
<p>Ich kann es mir nicht ganz erklären, warum ich viele Old-school-Grindveteranen als brutaler und aggressiver empfinde, hier liegt es ganz klar an dieser kompromisslosen Lärmorgie mit stark präsentem Punkeinschlag. Zu Deutsch: Ein assiges Organ trifft auf harte Knüppelorgien und am Ende fackelt die Bude lichterloh. Egal ob mit Gangshouts oder schwungvollen Takten, damit haben mich <strong>JÄRNBÖRD</strong> sofort an der Angel. Und weil die Kerle eben <strong>im Punk ihre Wurzeln</strong> haben, ist die typische Songlänge von 2-4 Minuten nicht zu lang.</p>
<p>In <em>&#8222;Du och ditt arbete&#8220;</em> kommt sogar im ersten Drittel so etwas wie Ruhe rein, aber dieser Wutausbruch bezirzt schnell wieder meine Sinne mit dem angepissten Charme eines Türstehers mit Adrenalinfaktor hoch 10. Was die Schweden jedoch besser können,&nbsp;ist die Schwere in langsamen Gefilden (<em>&#8222;Lets Die&#8220;</em>). Da schleift nämlich der Henker genussvoll sein Beil, nur um im Anschluss mit heiserem Gegröle deinen Kopf rollen zu lassen. Geil. Mein Highlight ist der Schlusstrack <em>&#8222;Små Sår Och Fattiga Vänner&#8220;</em> mit seinem coolen Drive.</p>
<p>Im Nachhinein gefallen mir <strong>JÄRNBÖRD</strong> um einiges mehr als <strong>RESONANCE CASCADE</strong>, aber in der Zusammenfassung überzeugen beide mit ehrlichem Gebolze und ordentlich Herzblut, sodass der <strong>Hannes</strong> mal wieder schön eskalieren durfte.</p>
<p>Bitte <a href="https://resonancecascadegrindcore.bandcamp.com/album/hyperakusi-the-split-lp-cd-with-j-rnb-rd">HIER</a> freidrehen.</p>
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		<title>Ranziges von der Insel &#8211; Vircolac</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2016 10:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Bölzer]]></category>
		<category><![CDATA[Death]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Old School]]></category>
		<category><![CDATA[Ranzig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VIRCOLAC&#160;&#8211; The Cursed Travails Of&#160; The Demeter Veröffentlichungsdatum: 31.10.2016 Dauer: 25:44 Min. Label: Dark Descent Records Genre: Death Metal Nach 2 vielversprechenden Demos, davon eines sogar erst dieses Jahr rausgebracht, beehrt uns der Lärmtrupp von der Kerrygold-Insel mit ihrer neuen EP &#8222;The ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>VIRCOLAC&nbsp;</strong>&#8211; The Cursed Travails Of&nbsp; The Demeter<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.10.2016<br />
Dauer: 25:44 Min.<br />
Label: Dark Descent Records<br />
Genre: Death Metal</p>
<p>Nach 2 vielversprechenden Demos, davon eines sogar erst dieses Jahr rausgebracht, beehrt uns der Lärmtrupp von der Kerrygold-Insel mit ihrer neuen EP &#8222;The Cursed Travails Of The Demeter&#8220;. Und was soll ich sagen, in den 25 Minuten schaffen <strong>VIRCOLAC</strong> es, das Produkt der Kuh ranzig werden zu lassen. Basslastig eröffnet der Titeltrack mit seiner stolzen Spielzeit von sechs Minuten und vierzig Sekunden den <strong>akustischen Faustkampf</strong>. Während dezente Vergleiche an <strong>BÖLZER</strong> in meinem Verstand aufblitzen, morden die Irländer munter über die Wiesen. Alles verfault und kein Kleeblatt gedeiht mehr so schnell.</p>
<p><em>&#8222;Charonic Journey (Stygian Revelation)&#8220;</em> legt sofort mit einem finsteren Stimmungsbild nach. Die Gitarre fördert dabei <strong>garstige Töne</strong> wie aus dem Tagebau. Rau wie Papas Bauarbeiterwade und bestialischer als ein Festival-Dixie zum Sonntagmorgen. Es wird dem <strong>guten alten Todesblei</strong> gehuldigt, als gäbe es kein Pardon. Erfreulicherweise wird zwischen dem ganzen Horrorfeeling auch ein töftes Solo nicht vergessen. Dadurch sinkt zwar das Aggropotenzial, lässt aber einen kurzen Spielraum entstehen. Die übrigen Sekunden wird noch einmal geholzt, was das Zeug hält.</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11354" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/vircolac-band.jpg" alt="vircolac-band" width="600" height="442" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/vircolac-band.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/vircolac-band-300x221.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></h4>
<h4>Schräge Titel</h4>
<p>Was sich hinter einem komischen Titel wie <em>&#8222;Lascivious Cruelty&#8220;</em> verbirgt, mag auf den ersten Blick verwirren, wenn ihr aber den Text dazu studiert, ergibt es Sinn. Selten hat mich die erste Textzeile so zum Lachen gebracht, nur damit ich Minuten später über diesen &#8222;stumpfen Satz&#8220; lange nachdenke. Während ich vor mich hin philosophiere (stilecht mit Gerstenbrühe), grollt der vorletzte Anschlag erst mit Midtempo, dann Uptempo aus der Anlage. Obgleich die Pattern auf der Schießbude für Old School Death Metal ihre Grenzen haben, begeistern <strong>VIRCOLAC</strong> jederzeit mit ruhigen Etappen. Ohne auch nur ein Prozent der düsteren Darbietung einzubüßen. Technisch gesehen ist das, was geboten wird, keine Meisterleistung, aber die Jungs und das Mädel machen das mit <strong>viel Herzblut</strong> und einem Händchen für Atmosphäre allemal wett.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-11356" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-300x300.jpg" alt="vircolac-promo-photo" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div>
<h4>Zwischen Teufeln und Hexen</h4>
<p>Fies schleicht sich nun der überlange Gigant <em>&#8222;Betwixt the Devil and Witches&#8220;</em> hinterrücks an. Von sakralem Männergesang begleitet, kriecht dieses Mammutstück wie dicker Nebel über den Friedhof. Es muss ja auch nicht immer zu 120% aus allen Rohren schießen. Schön krank und ungewohnt zurückhaltend spielen sich die Saitenhexer zu groovigen Tanzeinlagen in Ekstase. Hervorzuheben wäre da auf jeden Fall auch die Zweifußtechnik an der Doublebass. Das begleitet <strong>astrein</strong> den finalen Exitus. Auch wenn bei <strong>VIRCOLAC</strong> keine Frischlinge am Werk sind, so überrascht doch die souveräne Teamarbeit, welche erst seit 3 Jahren besteht.</p>
<p>Noch was? Achja! Die Hörprobe!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Ex4VITYCb0o?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Entombed 2.0 – kann eine Kopie so gut sein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 10:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Entombed]]></category>
		<category><![CDATA[Eteritus]]></category>
		<category><![CDATA[Old School]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Sweden Death]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ETERITUS – Following The Ancient Path Veröffentlichungsdatum: 26.06.2016 Dauer: 33 Min. Label: Godz Ov War Sachen gibt&#8217;s: ETERITUS ist eine polnische Death Metal-Band, schwimmt aber nicht im Fahrwasser der Kollegen von BEHEMOTH, HATE, VADER und wie sie nicht noch alle heißen mit. ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ETERITUS </strong>– Following The Ancient Path<br />
Veröffentlichungsdatum: 26.06.2016<br />
Dauer: 33 Min.<br />
Label: Godz Ov War</p>
<p>Sachen gibt&#8217;s: <strong>ETERITUS</strong> ist eine polnische Death Metal-Band, schwimmt aber nicht im Fahrwasser der Kollegen von <strong>BEHEMOTH</strong>, <strong>HATE</strong>, <strong>VADER</strong> und wie sie nicht noch alle heißen mit. Angesichts der Häufigkeit, mit welcher sich <strong>polnische Todes-Experten</strong> als Klone der Landesgrößen entpuppen, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass es da eine Art ungeschriebenes Gesetz geben muss. Bis hierhin ist die Sache nur mäßig komisch, aber jetzt kommt der Brüller: Da klingen <strong>ETERITUS</strong> doch ganz frech nach Sweden-Death der alten Schule. Gut, hätte man auch innerhalb von einer halben Sekunde durch einen Blick auf Artwork, Logo und Titel herausfinden können. Offensichtlicher könnte <strong>ENTOMBED</strong> nicht als Inspiration hergehalten haben.</p>
<p>In der Musik selbst schimmern, neben dem großen Vorbild, Elemente von so ziemlich allen Veteranen des Old School Death durch, sogar solche von außerhalb der Landesgrenzen Schwedens. Das Resultat klingt erstaunlicherweise mal so gar nicht altbacken! <strong>ETERITUS</strong> haben hörbar Spaß an dem, was sie machen – und sie sind insbesondere auch gut darin. Da wäre erst einmal der Sound, der authentischer kaum sein könnte. Die Gitarren dröhnen wie frisch aus dem Grab und erinnern in den Leads zuweilen an <strong>BLOODBATH</strong>, während der Bass zwar vom Klang her ganz cool ausfällt, gerne aber eine Haaresbreite präsenter hätte sein dürfen. Und der Gesang? Na, da hat man <strong>Herrn Petrov</strong> letztens deutlich schwächer gehört.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7Af-avk9yhk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Leider fällt &#8222;Following The Ancient Path&#8220; sehr kurz aus. Auf das bedrohliche, aber noch eher ruhige, Intro folgen lediglich acht Songs, die Gesamtspielzeit schafft es <strong>mit Mühe</strong> über die halbe Stunde. Das hätte gerne mehr sein dürfen, aber immerhin wird es nicht langweilig. Die vier Schweden-Fans aus Polen versehen die Titel ihres Debüts mit allerlei vorgelebten Tugenden – eine richtig <strong>eigene Duftspur</strong> wollen sie scheinbar gar nicht hinterlassen. Während mir das normalerweise ein Dorn im Auge ist, stört es an dieser Stelle keinesfalls – der Funke springt über, die aufrichtige Begeisterung fürs Genre ist tief im Album verwurzelt. Einen Song hervorzuheben fällt dagegen schwer. &#8222;Following The Ancient Path&#8220; fließt richtig gut als Ganzes durch und verfüttert zwischendrin immer mal wieder ein paar bombige Parts und vor allem ein <strong>durchgehend hochqualitatives</strong> <strong>Riffing</strong> an den Hörer, aber DEN einen Übersong gibt es nicht.</p>
<p>Nehmen wir nur mal ein Beispiel: Es ist quasi unmöglich, beim <strong>tanzbaren</strong> Mittelteil von <em>&#8222;Mortal Prophecy&#8220;</em> stillzusitzen, weil das Ding einfach einen richtig schönen Drive hat. Im nächsten Moment prügeln die Drums dann wieder straight durch, während die Gitarren ein träge stampfendes Riff drunterlegen. Kaum geht man auf diesen Part steil, bricht schon das Solo herein. Ihr seht, es passiert ständig was bei <strong>ETERITUS</strong>! Auf jeden Fall wird es spannend, den weiteren Werdegang der erst 2013 gegründeten Truppe zu beobachten. Besonders die Frage, ob eine <strong>Identitätsfindung</strong> stattfinden wird &#8211; und wie diese ausfällt, ist nicht ohne Belang.</p>
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