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	<title>Oli, Autor auf Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Oli, Autor auf Silence Musik Magazin</title>
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		<title>LURKER OF CHALICE &#8211; Trink vom Kelch der Dunkelheit</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jan 2018 10:34:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Der Amerikaner Jef Whitehead (im Folgenden unter seinem Pseudonym Wrest genannt) ist Szenegängern hinlänglich als der Mastermind hinter dem Black Metal-Projekt LEVIATHAN bekannt. Doch er ist und war auch auf anderen Spielwiesen tätig. Neben Beiträgen für NACHTMYSTIUM und KRIEG brachte Wrest ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>LURKER OF CHALICE – &#8222;Lurker of Chalice&#8220; (Re-Release) </strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>15.02.2018<br />
<strong>Dauer: </strong>60 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Nuclear War Now! Productions<br />
<strong>Genre: </strong>Black Metal, Doom Metal, Ambient</div></div></div>
<p>Der Amerikaner<strong> Jef Whitehead</strong> (im Folgenden unter seinem Pseudonym <strong>Wrest</strong> genannt) ist Szenegängern hinlänglich als der Mastermind hinter dem Black Metal-Projekt <strong>LEVIATHAN</strong> bekannt. Doch er ist und war auch auf anderen Spielwiesen tätig. Neben Beiträgen für <strong>NACHTMYSTIUM</strong> und <strong>KRIEG</strong> brachte <strong>Wrest</strong> 2005 unter dem Namen <strong>LURKER OF CHALICE</strong> ein selbstbetiteltes Album heraus. Dieses wird, so viel sei vorab gesagt, glücklicherweise nun in größerer Auflage von Nuclear War Now! Productions wiederveröffentlicht und somit einer breiteren Masse zugänglich gemacht.</p>
<p>Es sollen wohl noch weitere fertige Alben des Projekts existieren, jedoch entschied sich <strong>Wrest</strong> bisher dagegen, diese zu veröffentlichen, da <strong>LURKER OF CHALICE</strong> wohl unzertrennlich mit einer verstorbenen Partnerin des Musikers verbunden ist. Damit bleibt das selbstbetitelte Album (neben zwei Demos mit teils gleichen Songs) eventuell das einzige große Lebenszeichen. Doch für welchen Hörer ist dieses Werk gedacht? Finden wir es heraus!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Nadelstiche</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-24805 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/lurker-of-chalice-205x300.jpg" alt="" width="205" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/lurker-of-chalice-205x300.jpg 205w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/lurker-of-chalice.jpg 500w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" />Schon beim Quasiopener <em>&#8222;Piercing where they might&#8220;</em> fällt auf, dass <strong>LURKER OF CHALICE</strong> wenig mit dem Hauptprojekt von <strong>Wrest</strong> zu tun hat. Es gibt Parallelen, beispielsweise in den Tonskalen des Gitarrenspiels, allerdings klingt <strong>LURKER OF CHALICE</strong> eher wie ein Bastard aus Black, Doom und Ambient. Und trotz dem dieser Stilmix alles andere als neu oder innovativ ist, fühlt es sich hier doch frisch und eigen an.</p>
<p>Sequenzen voller Monotonie wechseln sich sprunghaft mit eingängigem Stampfen ab (<em>&#8222;Spectre as Valkerie is&#8220;</em>), Geballer trifft auf psychedelische Leads und hin und wieder schleichen sich gut plazierte Samples ein. Das Ganze ist in eine überraschend warme Produktion gekleidet und steht damit in deutlichem Kontrast zu den schwarzmetallischen Mach(t)werken von <strong>LEVIATHAN</strong>. Alles klingt ein wenig dumpf und verhallt, was jedoch die Atmosphäre verstärkt und dem Klangbild nicht abträglich ist.</p>
<p>Stark ist auch der Gesang. Mal wird gefaucht, häufig jedoch in einer Art semi-cleanem Gesang &#8222;geheult&#8220;. Das &#8211; sowie die schon angesprochenen Leadgitarren, egal ob in wüsten oder ruhigen Momenten (die es auf dem Album auch recht häufig gibt) &#8211; ergibt eine dichte Stimmung, die definitiv einlädt, sich gefangen nehmen zu lassen. Hinzu kommen sphärische Synthies und schon hat <strong>Wrest</strong> einen extrem dichten Soundteppich kreiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Where to find freedom from Belial?</strong><br />
<strong> Shake down withering poison and die.&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<h3>Das Tor zur Leere</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-24807" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-300x268.jpg" width="350" height="313" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-300x268.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-1024x915.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-750x670.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785.jpg 1450w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Am Besten gelingt ihm dies meines Erachtens im doomigen <em>&#8222;Minions&#8220;</em>, dem eher schnell gehaltenen <em>&#8222;Granite&#8220;</em> und dem schon angesprochenen <em>&#8222;Piercing where they might&#8220;</em>. Das ist wirklich stark und vor allem auch eigenständig. In manchen Momenten fühlte ich mich an <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> erinnert, speziell zu deren &#8222;Rain upon the Impure&#8220;-Zeiten. Das ist aber nur als weiteres Lob zu verstehen.</p>
<p>Zu meckern gibt es somit schlussendlich nichts. Ein paar kleine Längen schleichen sich ein (<em>&#8222;This blood falls as mortals III&#8220;</em>), aber das ist bei einer solchen Stilistik kaum zu vermeiden. Die einzelnen Elemente kreieren einen sehr interessanten Sound und wirken düster, erhaben und dennoch auch skuril. Das bizarre Coverartwork unterstreicht dies nur umso mehr.</p>
<p>Gebt <strong>LURKER OF CHALICE</strong> eine Chance! Für Untergrund-Liebhaber und Fans von eher skuriler Musik bietet sich hier eine interessante Spielwiese. Ich bin froh, dass durch die Wiederveröffentlichung noch einmal auf diese Perle aufmerksam gemacht wird. Zu Entdecken gibt es hier nämlich so einiges.</p>
<p>Und nun zurück in den Abgrund, der mich zu sich ruft &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/-1VISLfRDfg?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>LURKER OF CHALICE</strong> online:</p>
<p><a href="https://lurkerofchalice.bandcamp.com/releases">Bandcamp</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>BESTIA ARCANA &#8211; im Sog der Finsternis</title>
		<link>https://silence-magazin.de/bestia-arcana-im-sog-der-finsternis/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bestia-arcana-im-sog-der-finsternis</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2017 09:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
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		<category><![CDATA[bestia arcana]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2017 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu und ich blicke zurück auf ein erlebnisreiches und auch in musikalischer Hinsicht durchaus spannendes Jahr. Das Black Metal Projekt BESTIA ARCANA von Saitenhexer Naas Alcameth beschreitet wie seine Hauptband NIGHTBRINGER okkulte Pfade voller ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>BESTIA ARCANA – &#8222;Holókauston&#8220;</strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>16.06.2017<br />
<strong>Dauer: </strong>42 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Dark Descent Records<br />
<strong>Genre: </strong>Black Metal, Ambient</div></div></div>
<p>2017 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu und ich blicke zurück auf ein erlebnisreiches und auch in musikalischer Hinsicht durchaus spannendes Jahr. Das Black Metal Projekt <strong>BESTIA ARCANA</strong> von Saitenhexer <strong>Naas Alcameth</strong> beschreitet wie seine Hauptband <strong>NIGHTBRINGER</strong> okkulte Pfade voller Finsternis und Wahnwitz. Das hier rezensierte Zweitwerk <strong>&#8222;Holókauston&#8220;</strong> hatte ich dabei schon einige Zeit auf dem Schirm, schließlich war es lange angekündigt und von zahlreichen Releaseverzögerungen geplagt. Zack, so ging mir das gute Teil schlussendlich dann doch durch die Lappen, obwohl es schon im Sommer erschienen ist. Bis jetzt.</p>
<p>Thematisch und atmosphärisch passt dieses extrem finstere Werk aber sowieso besser in die kalte Jahreszeit. &#8222;Holókauston&#8220; hat zudem das Potenzial, die Temperatur schlagartig noch einige Grade <strong>runter zu kühlen</strong>. Hören wir einmal rein &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Der Höllenschlund öffnet sich</h3>
<p>Der Opener <em>&#8222;Hellmouth&#8220;</em> startet nach einem für Schwarzmetall typischen Glockenläuten unvermittelt mit extrem fiesen Gitarren und Blastbeats. So weit, so gut. Nach kurzer Zeit und&nbsp;der Gewöhnung&nbsp;an den extrem dichten Sound, der erst nach und nach die wirklichen <strong>Details</strong> der Kompositionen zum Vorschein kommen lässt, gesellen sich böse klingende Leadgitarren dazu. <strong>Naas</strong> keift, gurgelt und schmettert seine kryptischen Weisen. Dieser bandtypische Sound entfaltet sich meist in sehr schnellem Tempo, wobei Drummer <strong>Menthor</strong> (ebenfalls bei <strong>NIGHTBRINGER</strong> tätig, wie auch bei zahlreichen anderen namenhaften Okkult Black Metal-Bands) dieses hohe Tempo wunderbar unterstützt und die Blasts mit interessanten Akzenten ausstattet.</p>
<p>Im Mittelteil des Zehnminüters wird es noch beschwörender. Rhythmische Trommeln ersetzen die schneidenden Blasts. Gegen Ende wird nochmal Vollgas gegeben und<strong> BESTIA ARCANA</strong> klingen dabei unendlich fies. Dies mag auch&nbsp;größtenteils am hohen <strong>Kontrast</strong> zwischen klirrenden Leadgitarren und fetten, tiefergestimmten Rhythmusgitarren liegen.</p>
<blockquote><p><strong>Hier öffnet sich wahrhaftig das Tor zur Hölle!</strong></p></blockquote>
<p>In <em>&#8222;Obscurator&#8220;</em> geht es in ähnlicher Rezeptur weiter. Die Geschwindigkeit wird noch ein wenig erhöht und der Track prügelt sich die ersten Minuten konsequent durch die Tiefen des musikalischen Düsterreiches. Es wird dem Hörer kaum Ruhe gewährt und die <strong>Kakophonie</strong> breitet sich wie ein dunkler Schleier über mir aus. Eventuell auftretende Abnutzungserscheinungen werden meist gekonnt durch kleine Spielereien in der Instrumentalarbeit vermieden und auch der Gesang von <strong>Naas</strong> ist angenehm <strong>abwechslungsreich</strong> und wird sogar von Zeit zu Zeit elektronisch verfremdet. Auf Dauer folgt dies jedoch einem recht gleichförmigen Rezept. Instrumental weiß der Song dies jedoch geschickt abzumildern. So schafft er es, neben all der erdrückenden Schwere, in der zweiten Hälfte mit einem spektakulären Riff um die Ecke zu kommen. Das drosselt&nbsp;das Tempo insgesamt und stampft&nbsp;im Midtempo unaufhörlich weiter. <strong>Stark!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-23611 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo.jpg" width="571" height="287" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo.jpg 571w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo-300x151.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo-555x278.jpg 555w" sizes="auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Keine Rast</h3>
<p>Song Nummer&nbsp;3<em> &#8222;Howling&#8220;</em> drosselt das Tempo geschickterweise komplett und zeigt auf, dass <strong>BESTIA ARCANA</strong> auch im Downtempo und&nbsp;mit rein atmosphärischen Stellen überzeugen. Die Gitarrendistortion weht einem Sturm gleich durch die Gehörgänge und monotone Rhythmen verstärken die <strong>Sogwirkung</strong> des Songs. Hier klingt der Sound nicht zuletzt durch die tief gestimmten Gitarren mehr nach Death/Doom als nach&nbsp;Black Metal. Zudem &#8222;versüßen&#8220; schräge Gitarrenspuren die höllische Komposition und erinnern mich streckenweise an <strong>CHARON</strong> (Sulphur Seraph) oder die Kultblackmetaller von <strong>KATHARSIS</strong>.</p>
<p><em>&#8222;Inquity&#8220;</em> beendet schließlich als vierter (überlanger) Song das Album und vereint genretypisch noch einmal alle bisher verwendeten Stilistiken. Beschwörende Rhythmik wechselt sich mit heftigsten Blastbeats ab und ein auf den ersten Blick chaotischer&nbsp;Zusammenwurf von&nbsp;Tönen nimmt langsam Form und Struktur an. Etwas schade finde ich, dass <em>&#8222;Inquity&#8220;</em>, neben der Zusammenführung einzelner&nbsp;Elemente aus den vorherigen Stücken, nichts wirklich <strong>Neues</strong> bietet. Alles bleibt auf einem sehr guten <strong>Niveau</strong>, nur fehlt irgendwie der letzte Schliff.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Asche und Verdammnis</h3>
<p>Was <strong>BESTIA ARCANA</strong> insgesamt mit &#8222;Holókauston&#8220; erschaffen haben, ist ein sehr starkes Stück bitterböser Metalmusik. Deutliche Paralellen zu <strong>NIGHTBRINGER</strong> sind nicht von der Hand zu weisen. Das betrifft nicht nur die Musik, sondern auch die optische Präsentation, die wieder einmal von einem eindrucksvollen Gemälde des mexikanischen Künstlers <strong>David Herrerias </strong>veredelt wird. Ich bin mir nur unsicher, welches aktuelle Werk der beiden Projekte das Intensivere ist. In Sachen Songwriting und Produktion nehmen sich&nbsp;beide Werke nicht viel. <strong>NIGHTBRINGER</strong> erleichtern dem Hörer meiner Meinung nach den <strong>Einstieg</strong> durch&nbsp;ihre herausstechenden Leadgitarren, wohingegen <strong>BESTIA ARCANA</strong> hintergründiger und&nbsp;atmosphärischer zu Werke gehen und auch ein wenig in benachbarte Genres schielen.</p>
<p>So bleibt unterm Strich ein weiteres starkes Album im Bereich des orthodoxen Black Metals für 2017. Lasst euch von der<strong> Finsternis</strong> empfangen und taucht ein in eines der bösesten Alben der Black Metal-Geschichte, wenn ihr euch traut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/gkWEFgfXG3Y?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>BESTIA ARCANA</strong> online:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/bestiarcana">Facebook</a></p>
<p><a href="https://darkdescentrecords.bandcamp.com/album/hol-kauston">Bandcamp</a></p>
<p>Mehr Reviews zum Thema gibts <a href="https://silence-magazin.de/reviews/black-metal/">HIER</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/bestia-arcana-im-sog-der-finsternis/">BESTIA ARCANA &#8211; im Sog der Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>FJØRT &#8211; Farbtupfer in Tristesse</title>
		<link>https://silence-magazin.de/fjort-farbtupfer-in-tristesse/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fjort-farbtupfer-in-tristesse</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 10:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Fjort]]></category>
		<category><![CDATA[grand hotel van cleef]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Screamo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ging schnell. Nach &#8222;Kontakt&#8220; von 2016 folgt Schlag auf Schlag das neue FJØRT-Album &#8222;Couleur&#8220;. Interessanterweise wurde ich mit ebenjenem Vorgängeralbum erst vor Kurzem richtig warm. Doch schon stehen die drei Aachener mit einer neuen Langrille vor der Tür. &#8222;Rückwärts war nie ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fjort-farbtupfer-in-tristesse/">FJØRT &#8211; Farbtupfer in Tristesse</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></strong></p>
<h3><strong><strong>FJØRT</strong> – &#8222;Couleur&#8220; </strong></h3>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>17.11.2017<br />
<strong>Dauer: </strong>42 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Grand Hotel van Cleef<br />
<strong>Stil: </strong>(Post) Hardcore, Post Rock, Screamo<strong></div></div></div></strong></p>
<p>Das ging schnell. Nach &#8222;Kontakt&#8220; von 2016 folgt Schlag auf Schlag das neue<strong> FJØRT</strong>-Album &#8222;Couleur&#8220;. Interessanterweise wurde ich mit ebenjenem Vorgängeralbum erst vor Kurzem richtig warm. Doch schon stehen die drei Aachener mit einer neuen Langrille vor der Tür.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Rückwärts war nie vorgesehen!&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<p>Auf dem neuen Album geht es in bewährter Weise weiter. Irgendwo zwischen (Post) Hardcore, Post Rock, Sludge und Screamo haben sich Drummer <strong>Frank</strong>, Basser <strong>David</strong> und Saitenhexer <strong>Chris</strong> (beide ebenfalls am Gesang) auf den letzten Alben in mein Herz gespielt. So war von Anfang an klar zu erkennen, dass Genregrenzen nur lose bestanden und neben ordentlicher Härte und nachdenklichem Text auch viel Eingängigkeit und sogar ein gewisser Hang zum Poppigen zu erkennen war. Kann &#8222;Couleur&#8220; neben dem bewährten Soundbild neue Farbtupfer in das Gesamtbild einfügen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Laut und Leise</h3>
<p>Der Opener <em>&#8222;Südwärts&#8220;</em> startet mit grollendem Bass, schiefen Tönen und marschierenden Drums, bevor der Song richtig durchstartet, ordentlich losgroovt und unweigerlich zum Haareschütteln animiert. Ab- und Mitgehmomente wechseln sich mit immer wiederkehrenden ruhigeren Parts ab, welche häufig instrumental reduziert sind und einen klaren Fokus auf die Texte, beziehungsweise den Gesang legen. Und hier trumpfen <strong>FJØRT</strong> ordentlich auf. Selbstreflexion, zwischenmenschliche Erfahrungen und gesellschaftsblickende Gedanken vereinen sich und schaffen dadurch in fast jedem Song verschiedene Interpretationsebenen.</p>
<p>Die erste Singleauskopplung<em> &#8222;Couleur&#8220;</em> etwa bespricht auf dramatische Weise Unterdrückung und Meinungsfreiheit. Dabei gelingt es der Band meist Worte zu wählen, die nicht zu plump Parolen bedienen und diese großen Themen auf Einzelschicksale anzuwenden, was dem Ganzen einen ordentlichen Touch Emotionalität und Authenzität verschafft. Und wo wir beim Thema Emotionen sind &#8211; diese werden durch die Instrumentalarbeit ordentlich intensiviert. Der Bass pumpt, die Gitarrenparts wechseln zwischen nachdenklich, verzweifelnd, träumerisch und ordentlich hart und prügelnd. Dieses Spiel wird meist sehr klar durch einen klassischen Liedaufbau im Schema Strophe, Refrain, Bridge exerziert. Hinzukommt <strong>Frank</strong>s energetisches Schlagzeugspiel, welches in seiner simplen Weise jederzeit für ordentlich Drive sorgt.</p>
<p>Schafft es etwa der bereits erwähnte Song <em>&#8222;Couleur&#8220;</em> gerade gegen Ende hin mit seinem großen Finale zu überzeugen, so lässt <em>&#8222;Eden&#8220;</em> durch seine simplen Synthies aufhorchen, bevor es mit <em>&#8222;Raison&#8220;</em> wieder sehr politisch wird. Das Quasinachfolgerlied zu <em>&#8222;Paroli&#8220;</em> vom Album &#8222;Kontakt&#8220; thematisiert abermals den sogenannten Rechtsruck in der Gesellschaft mit so zweifelhaften Auswüchsen wie im prominentesten Beispiel etwa: PEGIDA. Ich persönlich tue mich mit solchen Songtexten schnell schwer, da es selten gelingt, komplexe gesellschaftliche Prozesse auf ein paar Liedzeilen herunterzukürzen. Bei <em>&#8222;Raison&#8220;</em> gelingt dies meiner Meinung nach zumindest einigermaßen, denn war <em>&#8222;Paroli&#8220;</em> auf dem Vorgängeralbum noch sehr direkt und plakativ, konzentriert sich <em>&#8222;Raison&#8220;</em> mehr auf das Hintergründige und manifestiert dies in Zeilen wie:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Ich bin so müde vom Zählen,</strong><br />
<strong> ich habe 1933 Gründe schwarz zu sehen.</strong><br />
<strong> Doch egal wieviel da kommt, ich hab&#8216; alles was ich brauch&#8216;,</strong><br />
<strong> denn die 1933 Gründe, ihr habt sie auch.&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_23360" aria-describedby="caption-attachment-23360" style="width: 790px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-23360 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1.jpg" width="800" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/fjort-2017-1-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-23360" class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Chris (Gesang, Gitarre), Frank (Schlagzeug), David (Bass, Gesang)</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Licht und Schatten</h3>
<p>Die folgenden Stücke <em>&#8222;Windschief&#8220;</em>, <em>&#8222;Fingerbreit&#8220;</em> und<em> &#8222;Magnifique&#8220;</em> stellen gewissermaßen eine komplette Werkschau der drei Aachener dar. Mal geht es ordentlich flott zur Sache, mal in melancholische, fast depressive Stimmungswelten und mal in eher hellere, leichtere Klangfärbungen. Speziell <em>&#8222;Magnifique&#8220;</em> mit seinem dramatischen und gleichzeitig poppigen Refrain verbindet dabei auf überzeugende Art und Weise diese unterschiedlichen Aspekte.</p>
<p>Jedoch gibt es neben den vielen guten Ideen auch einiges, was mir an &#8222;Couleur&#8220; nicht so gut gefällt. Der Gesang von <strong>Chris</strong> ist des Öfteren zu sehr gepresst, wie etwa bei <em>&#8222;Fingerbreit&#8220;</em> oder auch<em> &#8222;Zutage&#8220;</em>. Vieles spielt sich im Midtempo ab und es fehlt trotz interessanter Ideen, wie etwa dem schon fast rap-artigen Beginn in <em>&#8222;Bastion&#8220;</em>, an Abwechslung. Neben der Laut-Leise-Dynamik findet da leider zu wenig statt. Und dies konnten <strong>FJØRT</strong> definitv auch schon auf den älteren Alben besser. Diese Kratzer im Lack führen leider zudem des Öfteren dazu, das die Emotionalität in den Kompositionen und Texten nicht hundertprozentig bei mir ankommt. Schade!</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Südwärts! Südwärts! Es geht immer südwärts, südwärts!&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<p>Das bereits erwähnte Stück&nbsp;<em> &#8222;Bastion&#8220;</em> oder auch der Rausschmeißer <em>&#8222;Karat&#8220;</em> sind hingegen noch einmal richtig stark. Hier verschmilzt Zerbrechlichkeit mit Aggression, peitscht die Musik voran und lässt die Texte in jedem Wort wirken. Dabei stellt<em> &#8222;Karat&#8220;</em> schon fast einen Abgesang dar, handelt er lose vom Gedanken was wäre, wenn die Band in diesem Moment in einem Flugzeugunglück ums Leben kommen würde. &#8222;Wir würden mit uns im Reinen gehen können, wenn es das jetzt gewesen wäre&#8220;, meint die Band im Promoschreiben bezogen auf ihr künstlerisches Schaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Resümee</h3>
<p>Ich als Konsument des Albums bin jedoch ein wenig zwiegespalten vom Gesamtwerk, auch nach vielen Hördurchgängen. Klar ist,<strong> FJØRT</strong> wissen was sie tun und sie haben ihre Stärken beibehalten und die musikalischen Fühler ein wenig mehr ausgestreckt. Dennoch kann &#8222;Couleur&#8220; die maximale Qualität streckenweise nicht abrufen. Das Harte in der Musik ist nicht mehr ganz so hart, das Gefühlvolle nicht mehr ganz so gefühlvoll. Ihr versteht mein Dilemma. Zudem fehlt es dem Album auch an den ganz großen Hits. Waren Songs wie <em>&#8222;D´accord&#8220;</em>,<em> &#8222;Kleinaufklein&#8220;</em>, <em>&#8222;Lichterloh&#8220;</em> oder <em>&#8222;Anthrazit&#8220;</em> bandinterne Klassiker, so fällt mir die Identifikation neuer Songs dieser Kategorie schwer. Im Endeffekt kann es auf die beiden Singleauskopplungen <em>&#8222;Couleur&#8220;</em> und<em> &#8222;Magnifique&#8220;</em> zutreffen, für mich jedoch nur bedingt. Die ganz große Klasse wird nicht erreicht.</p>
<p>Das alles klingt jedoch schlimmer, als es ist. &#8222;Couleur&#8220; ist ein gutes Album, bietet tolle Songs, ergreifende Textpassagen und nach wie vor genug Power. Ich bin aber gespannt wie es weiter geht mit dem produktiven Trio. Anfang 2018 geht es erstmal auf Release-Tour und dann wird sich zeigen, was noch kommt. Denn zum Glück ist das Schicksal momentan besser um <strong>FJØRT</strong> bestellt als im Song <em>&#8222;Karat&#8220;</em> beschrieben und mit ein wenig neuem Schwung und dem Mut zu neuen Ideen kann uns die Band noch lange mit guter, emotionaler Musik versorgen. So wird das Grau doch gleich viel bunter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/mpXVDlIVzWI?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>NE OBLIVISCARIS &#8211; Atemlos im Tanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 2017 11:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Australian]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Death Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Technical]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NE OBLIVISCARIS – Urn Veröffentlichungsdatum: 27.10.2017 Dauer: 46 Min. Label: Season of Mist Stil: Progressive Extreme Metal Die australische Band NE OBLIVISCARIS (lat. für &#8222;Vergiss nicht&#8220;) steht seit ihrer Demo &#8222;The Aurora Veil&#8220; für komplexe Metalmusik, die Extreme auslotet. Das Schlagzeug tackert, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NE OBLIVISCARIS</strong> – Urn<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.10.2017<br />
Dauer: 46 Min.<br />
Label: Season of Mist<br />
Stil: Progressive Extreme Metal</p>
<p><span id="more-22589"></span></p>
<p>Die australische Band <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> (lat. für &#8222;Vergiss nicht&#8220;) steht seit ihrer Demo <strong>&#8222;The Aurora Veil&#8220;</strong> für komplexe Metalmusik, die <strong>Extreme</strong> auslotet. Das Schlagzeug tackert, Progressivität und Eingängigkeit duellieren sich. Dasselbe gilt&nbsp;für die Growls von Sänger <strong>Xen</strong> und den emotionalen Cleangesang von <strong>Tim Charles</strong>. Letzterer setzt mit seinem präsenten Geigenspiel den Stücken das Sahnehäubchen auf und sorgt dafür, dass der Gesamtsound&nbsp;einmalig klingt und die Band aus der Masse an aktuellen Metal-Acts heraussticht.</p>
<p>Das Debüt <strong>&#8222;Portal of I&#8220;</strong> ist für mich eines der überragendsten Alben, die ich in meiner Zeit als begeisterter Musikkonsument hören durfte. Gerade Songs wie <em>&#8222;Of Petrichor weaves black noise&#8220;</em> oder der Überhit <em>&#8222;And Plague flowers the Kalaidoscope&#8220;</em>, welcher zudem vom Musikkonservatorium in Sydney analysiert wurde und Studenten für eine detaillierte Sichtung zur Verfügung steht, zeigten die große Klasse der Band von Anfang an. 2014 folgte der Nachfolger <strong>&#8222;Citadel&#8220;.</strong> Er konnte den hohen <strong>Qualitässtandard</strong> bestätigen und den Bandsound für weitere Stilrichtungen, beispielsweise den Post Metal, öffnen.</p>
<p>Nun steht mit <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> das Drittwerk der mittlerweile zum Quintett geschrumpften Truppe (Basser <strong>Cygnus</strong> musste die Band verlassen) in den Regalen. Das Album&nbsp;soll nun ein weiteres Mal zeigen, ob es die Senkrechtstarter aus Down Under schaffen, weiterhin erstklassige Songs abzuliefern und mit ihrer bisherigen Diskographie mitzuhalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-23098 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b.jpg" height="163" width="736" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b.jpg 736w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/99e9b7fd2068fef383d0dcc968239b4b-300x66.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 736px) 100vw, 736px" /></p>
<h3>AUF BEWÄHRTEN PFADEN</h3>
<p>Zunächst scheint sich am etablierten Klangkonzept wenig geändert zu haben. <em>&#8222;Libera (Part I) &#8211; Saturnine Spheres&#8220;</em> startet gewohnt mit verspielten Cleangitarren und akzentuiertem Beckenspiel des Schlagzeugs. Später&nbsp;geht der Song in die Vollen und vereint&nbsp;Epik, ordentlich Drive und progressiven Songaufbau. Ebenfalls sofort präsent ist <strong>Tim Charles</strong> Cleangesang, der auf <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> noch mehr im Mittelpunkt des Geschehens steht. Dabei ist es immer wieder interessant, wie leicht es <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> schaffen, <strong>Gegensätze</strong> zu vereinen. Eingängige Gesangslinien treffen auf krasses Schlagzeuggeballer und werden von interessanten Riffs und Bassspielereien veredelt. Damit erschafft die Band einen klassischen Albumeinstieg, der unverkennbar nach den Australiern klingt. Spätestens als die Geige als zusätzliches Instrument hinzukommt, wird das Epiklevel nochmals gehörig gesteigert.</p>
<p>Neu sind die gegen Ende von <em>&#8222;Libera (Part I)&#8220;</em> auftauchenden <strong>Gangshouts</strong>, die erfrischend, kraftvoll und sehr intensiv wirken. Ein mehr als solider Einstand! Der zweite Teil von Libera, <em>&#8222;Ascend of burning moths&#8220;,</em> bringt das Stück zum Abschluss und stellt die ruhige Seite von <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> in den Mittelpunkt. Flamenco-artige Gitarren verschmelzen mit dramatischen Geigenmelodien und zelebrieren ein leidenschaftliches Hin- und Herwiegen musikalischen Ausdrucks.</p>
<p><em>&#8222;Intra Venus&#8220; </em>heißt&nbsp;die erste <strong>Singleauskopplung</strong> des Album und ist wie der Opener ein sehr typischer Song im Klangkosmos der Metalprogger. Anfangs erklingen Akustikgitarren, ein treibender Basslauf gesellt sich dazu und mal wieder geht die Post ab. Hin und wieder empfinde ich jedoch das Schlagzeug&nbsp;mit seinem extrem schnellen Doublebass-Spiel als zu viel des Guten. Dieses Rattern zehrt auf die&nbsp;Dauer an meinen <strong>Nerven</strong>. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln. Sowohl die Instrumentalarbeit als auch die Gesangsfraktion liefern einen hervorragenden Job ab und geleiten durch emotionale Sphären leidenschaftlicher Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22973" aria-describedby="caption-attachment-22973" style="width: 740px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22973 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1.jpg" height="400" width="750" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/ne-obliviscaris-1-300x160.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22973" class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Benjamin Baret, Tim Charles, Xenoyr, Dan Presland, Matt Klavins</figcaption></figure>
<h3>HOHE EHRE, ATEMLOSE TIEFEN</h3>
<p>Nun folgt mit <em>&#8222;Eyrie&#8220;</em> ein ganz klarer Höhepunkt von <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong>. In diesen gut zwölf Minuten verschmilzt <strong>träumerische</strong> Ruhe mit aggressivem <strong>Chaos</strong>. Gegen Ende nimmt das Ganze wieder stark epische Züge an und überzeugt auf ganzer Linie. Was jedoch besonders heraussticht, ist <strong>Tim Charles</strong> Gesang. Wie ein Scheinwerfer ruht der Fokus auf ihm und zeigt sein ganzes Können auf. Der einfühlsame Gesang unterstreicht den klassischen Songwritingansatz, der besonders in diesem Stück streckenweise an <strong>Liedermacherei</strong> erinnert. Nur wird ebendiese unterstützt von harten Metalpassagen, die einen hervoragenden Kontrast bilden.</p>
<p>Den Albumabschluss bilden letztendlich die namensgebenden Stücke <em>&#8222;Urn (Part I/II) &#8211; And within the void we are breathless/As Embers dance in our eyes&#8220;</em>. Auffallend ist, dass beide Songs eine ganze Ecke <strong>düsterer</strong> klingen und wenig von der Beschwingtheit der anderen Stücke in sich vereinen. Das ist einerseits eine gute Abwechslung, zerstört&nbsp;aber auch teilweise den Albumfluss. Einflüsse aus dem <strong>Melodic Death Metal</strong> treten stärker zu Tage und die Geige spielt vermehrt dissonant. Insgesamt gefällt mir der beschwingte Sound der ersten Songs von <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> deutlich besser.</p>
<p>Den Rahmen für die insgesamt sechs Songs bildet eine sehr kraftvolle und moderne <strong>Produktion</strong>. Sie ist es, die den Instrumenten genug Raum gibt und ein differenziertes Klangbild erschafft. Für meinen Geschmack ist das Schlagzeug teilweise etwas zu&nbsp;dominant und erdrückt ab und zu die restlichen Instrumente. Abgesehen davon kann sich <strong>&#8222;Urn&#8220;</strong> jedoch definitiv hören lassen. Komplettiert wird das Album&nbsp;mit einem bandtypischen und&nbsp;sehr symbolischen <strong>Artwork</strong> von Sänger <strong>Xen</strong>. Es reiht sich in die bisherigen Veröffentlichungen ein, ohne dabei stark vom bewährten Konzept abzuweichen, welches <strong>NE OBLIVISCARIS</strong> bis jetzt auszeichnete. Für die Zukunft wünsche ich mir weitere starke Alben, die gerne ein wenig mehr Experimentierfreude zeigen und in neue Sphären führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UgUn4EKLMnU?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>NE OBLIVISCARIS</strong> online:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/NeObliviscarisBand">Facebook</a></p>
<p><a href="https://www.patreon.com/neobliviscaris">Patreon</a></p>
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		<title>URARV &#8211; Never stop the Madness</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 06:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[aldrahn]]></category>
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		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[dodheimsgard]]></category>
		<category><![CDATA[Experimental]]></category>
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		<category><![CDATA[norwegian]]></category>
		<category><![CDATA[Old School]]></category>
		<category><![CDATA[svart records]]></category>
		<category><![CDATA[urarv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>URARV – Aurum Veröffentlichungsdatum: 21.09.2017 Dauer: 49 Min. Label: Svart Records Stil: Experimenteller Old School Black Metal Brutalität, wahnwitzige Geschwindigkeit, ausgearbeitete Konzepte &#8211; all das sind Attribute, welche für mich extreme Spielarten des Metal so attraktiv machen. Jedoch schätze ich noch einen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/urarv-never-stop-the-madness/">URARV &#8211; Never stop the Madness</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>URARV</strong> – Aurum<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.09.2017<br />
Dauer: 49 Min.<br />
Label: Svart Records<br />
Stil: Experimenteller Old School Black Metal</p>
<p>Brutalität, wahnwitzige Geschwindigkeit, ausgearbeitete Konzepte &#8211; all das sind Attribute, welche für mich extreme Spielarten des Metal so attraktiv machen. Jedoch schätze ich noch einen Faktor als deutlich wichtiger ein: Leidenschaft, beziehungsweise Wahnwitzigkeit. Es gibt Musik, die mich nach vielen Jahren immer noch staunen lässt. Ich denke da spontan an &#8222;Carved in Stigmata Wounds&#8220; von <strong>SECRETS OF THE MOON</strong>, &#8222;Ordo ad Chao&#8220; von<strong> MAYHEM</strong> oder auch den letzten Output der norwegischen Wahnies <strong>DØDHEIMSGARD</strong> &#8222;A Umbra Omega&#8220;. Was dort aufgefahren wurde, war jenseits irgendwelcher Genrelimitierungen, sondern schlicht und ergreifend eine Manifestation wahnsinniger Musik.</p>
<p>Einen großen Anteil am Wahnsinn hatte defintiv der Sänger <strong>Aldrahn</strong> (Bjørn Dencker Gjerde), der eine bemerkenswerte Leistung darbrachte und seine Stimmbänder teils aufs Übelste malträtierte. 2016 durfte ich dieses Spektakel noch live erleben, kurz nach der Tour mit den oben genannten <strong>SECRETS OF THE MOON</strong> verließ <strong>Aldrahn</strong> jedoch <strong>DØDHEIMSGARD</strong> (nicht zum ersten Mal) und widmete sich nun voll und ganz seinem 2003 gegründeten Projekt <strong>URARV</strong>. Nachdem 2016 ein Promodemo veröffentlicht wurde, erscheint nun das Debüt &#8222;Aurum&#8220; und präsentiert <strong>Aldrahn</strong>s Musik vertraut verschroben und zugleich wohlig traditionell. <strong>Aldrahn</strong> selbst übernimmt den Gesangs- und Gitarrenposten und wird dabei von Bassist <strong>Sturt</strong> (u.a.<strong> TROLL</strong>) und der Drummerin <strong>Trish</strong> (u.a. <strong>CRAFT</strong>, <strong>ISVIND</strong>) unterstützt.</p>
<h3>Ipsissima Verba</h3>
<p>Präsentiert sich das Coverartwork von &#8222;Aurum&#8220; kryptisch, symbolisch und für meinen Geschmack etwas zu überladen, so trifft dies nicht auf den Opener <em>&#8222;Forvitringstid&#8220;</em> zu. Cleane Gitarren und ein akzentuierter Bass beginnen angenehm melodisch und leicht psychedelisch, bevor verzerrte Gitarren und das Schlagzeug einsetzen und sofort ein enormer Groove den Track dominiert.<strong> Aldrahn</strong>s Gesang klingt zuerst ein wenig rezitierend, steigert sich jedoch schnell in abgefahrenere Regionen. Hier hört ihr definitiv KEINEN 08/15-Black Metal-Gesang. Es wird frei von der Leber weg gewütet und auch des Öfteren halbcleaner Gesang verwendet, der jenseits von Gut und Böse seine manischen Geschichten erzählt. Abgesehen davon bleibt<em> &#8222;Forvitringstid&#8220;</em> jedoch ein wenig blass, rockt dennoch gut durch, kann aber keinen absolut überzeugenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Deutlich besser gelingt dies meines Erachtens bei den folgenden Stücken <em>&#8222;Ancient DNA&#8220;</em>, <em>&#8222;The Retortion&#8220;</em> und<em> &#8222;Broken Wand&#8220;</em>, welches ebenfalls auf dem letztjährigen Promodemo vertreten war. Zwischen Midtempo-Black-Metal, zeitweiligen Ausbrüchen, leicht psychedelischen Elementen und dem theatralischen Gesang sticht für mich sehr positiv das präsente Bassspiel heraus. Sowohl klanglich als auch spielerisch weiß der Tieftöner interessante Akzente zu setzen und auch ab und an den Liedverlauf zu führen. Stark! <em>&#8222;The Retortion&#8220;</em> glänzt zudem mit einem soundtrackartigen und beschwörenden Mittelteil, wohinggegen <em>&#8222;Broken Wand&#8220;</em> einen epischen Songaufbau aufweist und herrlich charmant durchs Unterholz knüppelt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8222;And winter lasted a lifetime&#8230;&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Überhaupt klingt <strong>URARV</strong> im direkten Vergleich mit<strong> Aldrahn</strong>s ex-Band deutlich oldschooliger und orientiert sich im Kern sehr stark an der zweiten Welle des Black Metal, speziell an<strong> DARKTHRONE </strong>und<strong> THORNS</strong>. Angereichert mit den beschriebenen psychedelischen Elementen und dem sehr eigenen Gesang ergibt diese Mixtur durchaus einen recht eigenen Sound.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22894" aria-describedby="caption-attachment-22894" style="width: 890px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-1024x646.jpg" width="900" height="568" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-1024x646.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-300x189.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-750x473.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22894" class="wp-caption-text">v.l.n.r. Sturt, Aldrahn, Trish</figcaption></figure>
<h3>Fear your Mind</h3>
<p>In der zweiten Albumhälfte kommen zur bekannten Stilistik noch ein paar Thrash-Metal-Versatzstücke dazu, wie etwa im Song <em>&#8222;Guru&#8220;</em>. <em>&#8222;Valens Tempel&#8220;</em> wiederum erinnert mich speziell durch seine Gesangsdarbietung ein wenig an das kauzige Schwermetallgeholze alter <strong>ARCKANUM</strong>. Insgesamt legt <strong>Aldrahn</strong> bei den letzten Stücken noch eine gehörige Portion mehr Wahnsinn in seine Stimme. Da gibt es neben verzweifelten Schreien und Geheul auch archaische Grunzlaute und gutural herausgekotzte Wut zu hören. Dennoch wirkt dies alles sehr natürlich und authentisch. Wer ihn einmal live erlebt hat, weiß wovon ich spreche.</p>
<p><em>&#8222;Red Circle&#8220;</em> beschließt das Album auf äußert boshafte Art und Weise und hämmert beständig und konsequent auf den Hörer ein, bevor das Stück soundtrackartig mit Streichern und mystischem Frauengesang ausklingt. Das Ganze bildet ein interessantes Potpourri, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich gegen Ende leichte Längen in die Kompositionen eingeschlichen haben. Die Grundriffs werden meiner Meinung nach einfach zu häufig wiederholt.</p>
<p>Schlussendlich wirkt &#8222;Aurum&#8220; trotz seiner experimentellen Seite äußert schlüssig und verknüpft klassisches Gebolze mit psychedlischen, gar krankhaften Momenten. Etwas Vergleichbares habe ich in letzter Zeit nur bei <strong>BETHLEHEM</strong> gehört. Die Highlights im Klangkonstrukt bilden für mich ganz klar <strong>Aldrahn</strong>s Gesang und das sehr gute Bassspiel. Diese Komponenten werden von der schneidenden und dennoch differenzierten Produktion gut herausgestellt. Der Rest ist gefällig, jedoch ein wenig zu unspektakulär.</p>
<p>Verglichen mit dem Schaffen <strong>DØDHEIMSGARD</strong>s besinnt sich <strong>URARV</strong> mehr auf die Ursrpünge im Black Metal und weiß über weite Strecken zu überzeugen. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch mehr von diesem Trio hören und sie ihre Stärken noch besser ausspielen können. Wenn sie das schaffen, werkeln sie ganz oben in der Liga der psychedelischen (Black) Metal-Bands mit.</p>
<p>Never stop the Madness! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrr &#8230;.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/nsLNHrlvUr0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://urarv.bandcamp.com/album/aurum">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/urarv/">Facebook</a></p>
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		<item>
		<title>WOLVES IN THE THRONE ROOM &#8211; Umzingelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[alda]]></category>
		<category><![CDATA[Altar of Plagues]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
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		<category><![CDATA[falls of rauros]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolves In The Throne Room]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WOLVES IN THE THRONE ROOM – Thrice Woven Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017 Dauer: 42 Min. Label: Artemisia Records Stil: (Cascadian) Black Metal &#160; Die einsamen Wölfe von WOLVES IN THE THRONE ROOM waren mit ihren Erstlingswerken &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; und &#8222;Two Hunters&#8220; ein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> – Thrice Woven<br />
Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017<br />
Dauer: 42 Min.<br />
Label: Artemisia Records<br />
Stil: (Cascadian) Black Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die einsamen Wölfe von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> waren mit ihren Erstlingswerken &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; und &#8222;Two Hunters&#8220; ein entscheidender Einfluss im us-amerikanischen Black Metal, aus dem schlussendlich auch das Label Cascadian Black Metal hervorging. Viele gute Bands, wie etwa <strong>FALLS OF RAUROS</strong>, <strong>ALDA</strong> oder auch <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong>, zeigten sich sichtlich beeinflusst vom Schaffen der <strong>Weaver</strong>-Brüder. Diese leben weitestgehend autark und zurückgezogen auf einem Hof im Bundesstaat Washington und zelebrieren einen Lebenstil, nah an der Natur(-mystik), welcher jedoch scheinbar trotz inhaltlicher Querverweise nicht dem Bild des typischen Schwarzmetallers entspricht.</p>
<p>Damit saß die Band immer ein wenig zwischen den Stühlen, bildete jedoch auch eine Brücke vom traditionellen Schwarzmetall hin zur reformierten Interpretation des Post Black Metal. Als 2011 die Langrille &#8222;Celestial Lineage&#8220; herauskam, wurde infolgedessen eine Pause im Schaffen des Gespanns angekündigt. 2014 folgte jedoch mit &#8222;Celestite&#8220; ein Appetizer in Form einer rein ambientalen Scheibe. Nun kehren die Wölfe 2017 endgültig an die Oberfläche zurück und lechzen mit&nbsp; &#8222;Thrice Woven&#8220; begierig nach Blut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Im Bund mit dem Alten</h3>
<p>Zuallererst sticht mir das herrlich traditionelle Coverartwork ins Auge, welches sich sicher auch gut auf einer <strong>DRUDKH</strong>-Veröffentlichung machen würde. Archaische Energien werden heraufbeschworen und der Opener<em> &#8222;Born from the Serpent´s Eye&#8220;</em> spiegelt dies auf eine überzeugende Art und Weise wider. Epische Gitarrenlinien vermischen sich mit harschem Schlagzeugspiel und erzeugen gleich zu Anfang ein vertrautes Gefühl des Heimkehrens. Das Material bezieht sich deutlich auf die eigenen Anfänge und nimmt gelegentlich auch Bezug zu ganz alten <strong>ULVER</strong>.</p>
<p>Dennoch überrascht es mich, wieviele Variationen und Tempiwechsel im Opener zu finden sind. Dieses Treiben geht die ersten fünf Minuten, bis nach einem Break plötzlich ein mystischer und wunderschöner Frauengesang erschallt und in einen Endpart überleitet, der das Prädikat &#8222;100 Prozent <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong>&#8220; trägt. Diese Klanglandschaften und Dynamiken sind definitiv stilprägend. Alles richtig gemacht &#8211; so hat ein Albumeinstand zu funktionieren!</p>
<p><em>&#8222;The Old Ones are with us&#8220;</em> startet mit einem stimmungsvollen Intro, welches durch ein erzählerisches Sample eine dichte Stimmung aufbaut.</p>
<blockquote><p>&#8222;Winter is dying, the sun is returning&#8230;the fires are burning&#8230;the old ones are with us&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Im Folgenden entwickelt sich der Song zu einem dunklen Monolith, der sich deutlich monotoner als der Opener anlässt, jedoch in seiner Atmosphäre kohärenter wirkt. Durch herrlich angestaubte Synthies entwickelt sich eine wohlig old-schoolige und folkloristische Stimmung, die mich ganz stark an das letzte Album der Polen von <a href="https://silence-magazin.de/von-bergen-seen-und-naechtlichen-pfaden/"><strong>WEDRUJACY WIATR&nbsp; </strong></a>erinnert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22744 size-large aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ver-woben</h3>
<p>&#8222;Thrice Woven&#8220; teilt sich in insgesamt vier überlange Stücke, die zusätzlich vom Interlude<em> &#8222;Mother Owl, Father Ocean&#8220;</em> begleitet werden. So sehr ich jedoch von den ersten beiden Stücken begeistert bin, so enttäuschend und seltsam empfinde ich den Albumverlauf bei den beiden letzten Liedern. <em>&#8222;Angrboda&#8220;</em> und <em>&#8222;Fires roar in the palace of the moon&#8220;</em> (ein toller Liedname!) wissen mich nicht wirklich zu begeistern und verpuffen größtenteils, selbst nach einigen Hördurchgängen.</p>
<p>Stilistisch sind beide Stücke ähnlich gepolt wie<em> &#8222;The Old Ones are with us&#8220;</em>, können jedoch die Spannung nicht aufrechterhalten und verlaufen sich mit zunehmender Spielzeit. Schade, denn auf dem Papier geht die Rezeptur von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> vollends auf. Lediglich der Beginn des Rausschmeißers <em>&#8222;Fires roar in the palace of the moon&#8220;</em> weiß mich ebenso zu begeistern wie die ersten Stücke. <em>&#8222;Mother Owl, Father Ocean&#8220;</em> hingegen weckt wohlige Erinnerungen an den Einleitungspart von<em> &#8222;Cleansing&#8220;</em> vom legendären &#8222;Two Hunters&#8220; Album und überzeugt durch seine beschwörenden Frauengesänge und die dichten Klanglandschaften.</p>
<p>Wo jedoch manche Songs nicht richtig zünden, weiß der Sound von &#8222;Thrice Woven&#8220; definitiv zu gefallen. Das Schlagzeug poltert oldschoolig, die Gitarren braten, Sänger <strong>Nathan</strong> keift kultig und auch den charmant entrückten Synthies wird ausreichend Platz gegeben.</p>
<p>Summa summarum ist der neuste Streich von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> ein definitiv gelungenes Album, welches jedoch nicht an die eigenen Klassiker heranreicht und im Endeffekt mehr vom Gleichen bietet. Lediglich der Opener <em>&#8222;Born from the Serpent´s eye&#8220;</em> konnte mit recht dynamischen Songwriting Neuland aufzeigen. Dies wiederum wünsche ich mir vom mittlerweile zum Trio angewachsenen Wolfsrudel für kommende Outputs. Sie können es durchaus noch, müssen nur auf gesamter Albumlänge diese Stärken abrufen können. In diesem Sinne &#8211; auf die Zukunft!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/OnLTFeiXiiA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/wolvesinthethroneroom">Facebook</a></p>
<p><a href="https://wolvesinthethroneroom.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>SUNKEN &#8211; In kalter Umarmung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2017 08:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Agalloch]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Blast]]></category>
		<category><![CDATA[denmark]]></category>
		<category><![CDATA[Enslaved]]></category>
		<category><![CDATA[sunken]]></category>
		<category><![CDATA[Underground]]></category>
		<category><![CDATA[Wolves In The Throne Room]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SUNKEN – Departure Veröffentlichungsdatum: 26.06.2017 Dauer: 52 Min. Label: Nordavind Records Stil: Black Metal Was mache ich als Musikrezensent, wenn ich in einem obskuren Forum auf einen kleinen dänischen Underground-Act hingewiesen werde, der vor kurzer Zeit sein Debütalbum veröffentlicht hat?&#160; Und welches ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SUNKEN</strong> – Departure<br />
Veröffentlichungsdatum: 26.06.2017<br />
Dauer: 52 Min.<br />
Label: Nordavind Records<br />
Stil: Black Metal</p>
<p>Was mache ich als Musikrezensent, wenn ich in einem obskuren Forum auf einen kleinen dänischen Underground-Act hingewiesen werde, der vor kurzer Zeit sein Debütalbum veröffentlicht hat?&nbsp; Und welches schon nach wenigen Eindrücken als sehr hörenswert zu beschreiben ist und ich dennoch die Vermutung habe, dass dieser Rohdiamant in der Flut der Veröffentlichungen untergehen wird? Richtig, ich schreibe ein Review!</p>
<p>So bin ich zum Debüt &#8222;Departure&#8220; des dänischen Quartetts <strong>SUNKEN</strong> gekommen. Die 2012 gegründete Formation, welche zu Demozeiten noch unter dem Namen <strong>ARESCET</strong> musizierte, haut mit ihrer ersten Langrille vertonte Wut, Ekstase aber auch Melancholie in Reinkultur heraus. Zu dieser Einschätzung komme ich nach kurzer Zeit, in weiteren Hördurchgängen offenbart sich jedoch unter der brodelnden Oberfläche noch weitaus mehr. Davon berichte ich im Folgenden.</p>
<h3>Unter der Oberfläche</h3>
<p>&#8222;Departure&#8220; teilt sich in vier überlange Stücke und bekommt mit<em> &#8222;A solemn initation&#8220;</em> ein sphärisches Intro vorangestellt, welches nett, aber auch ein wenig beliebig klingt. Zum Ende hin bahnt sich jedoch verzerrtes Gepolter an, steigert sich in Lautstärke und Intensität, und mündet schließlich mit unbändiger Wut in den Opener <em>&#8222;Void&#8220;</em>, der sofort mit extremen Blasts und schneidenden Gitarren voran prescht. Das Stück kontrastiert diese schnellen Passagen mit reduzierten Parts und Midtempo-Abschnitten, die von cleanen Gitarren durchzogen werden und in ihrer Melancholie ein wenig an <strong>AGALLOCH</strong> erinnern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-22065 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/0009466771_10-1024x503.jpg" width="1024" height="503" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/0009466771_10-1024x503.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/0009466771_10-300x148.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/0009466771_10-750x369.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/0009466771_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Hervorzuheben ist hierbei, dass die Gitarrenwände zum einen sehr harsch und schneidend klingen, zum anderen jedoch auch einen epischen und leicht beschwingten Charakter aufweisen. Diese kombinierte Stilistik wird sich durch einen Großteil des Albums ziehen. Gesanglich liefert <strong>Martin Skyum Thomasen </strong>eine verzweifelt klingende und dennoch kraftvolle Performance ab, die durch ihren verzerrten Klang nur noch roher wirkt. Bei den langen, kehligen Schreien kam mir hin und wieder auch <strong>Grutle</strong> von <strong>ENSLAVED</strong> in den Sinn. Alles in allem bietet der erste Song hochwertiges Schwarzmetall, das alle Vorzüge dieser extremen Musik vereint. Im Folgenden wird sich die Qualität und Intensität jedoch noch steigern.</p>
<h3>Abschied vom Mittelmaß</h3>
<p>Denn der nun folgende, namensgebende Song <em>&#8222;Sunken&#8220;</em> ist ein wahres Feuerwerk moderner schwarzmetallischer Kunst. Anfangs erklingen cleane, fast schon post-rockige Gitarren und werden nur vom reduzierten Rhythmuspiel der Drums und der Bassgitarre begleitet. Flächige Synthies gesellen sich schlussendlich dazu, dann erklingt überfallartig ein Gitarrenfeedback und die wilde Jagd ist eröffnet. Mit einer schier unglaublichen Energie knüppeln die Dänen voran und kombinieren ihre Brutalität mit simplen Tremolo-Gitarren, die ihre atmosphärische Wirkung nicht verfehlen. Wer die schwarzmetallischen Ausflüge <strong>DOWNFALL OF GAIA</strong>s kennt, bekommt hier ihren großen Bruder an die Seite gestellt. Das ist durch und durch klassisches Black-Metal-Songwriting, in diesem Fall jedoch mit so einer Hingabe und Perfektion gespielt, dass es eine wahre Freude ist. Respekt!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22110" aria-describedby="caption-attachment-22110" style="width: 490px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22110" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/13781874_1065226003526640_3488293303830214953_n.jpg" width="500" height="500" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/13781874_1065226003526640_3488293303830214953_n.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/13781874_1065226003526640_3488293303830214953_n-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/13781874_1065226003526640_3488293303830214953_n-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/13781874_1065226003526640_3488293303830214953_n-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22110" class="wp-caption-text">Photo by Marika Hyldmar Concert Photography</figcaption></figure>
<p>Im Titeltrack <em>&#8222;Departure&#8220;</em> vereinen sich die verschiedenen Stilelemente der vorangegangenen Stücke und erzeugen eine große Dynamik. Midtempo wechselt sich mit Geblaste ab, Melodien gesellen sich dazu, nur um rauem Geschrote wieder das Zepter zu überlassen und sich schlussendlich mit epischen Synthies zu vereinen. Dies mündet in ein Finale, das mich emotional packt und alle Songfinessen zu einem angestrebten Climax führt. Ähnlich wie bei den Norwegern von <strong>VEMOD</strong> gelingt dieses Unterfangen auf ganzer Linie und entführt mich in andersweltliche Sphären.</p>
<p>Der Fünfzehnminüter <em>&#8222;In the cold embrace of the Waves&#8220;</em> schließt das Album ab und hält das Level an Epik und Intensität über große Strecken aufrecht. Nachdem die erste Hälfte der Komposition im leichten Uptempo voranschreitet, wird die zweite Hälfte in gewohnter Manier von sehr schnellem Spiel und ruhigen Parts dominiert. Hierbei gefällt mir besonders das leicht jazzige Schlagzeugspiel, welches den Weg zu einem gleichermaßen harmonischen wie auch verschrobenen Finale ebnet, das abermals stark nach vorn geht, sphärische Gitarren, lange Schreie und flächige Synthesizerklänge bietet.</p>
<h3>Die Formel&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</h3>
<p>Somit ist die Stilistik auf &#8222;Departure&#8220; in allen Songs klar abgesteckt, funktioniert jedoch fast jederzeit einwandfrei. Nichtsdestotrotz hätten manche Songabschnitte leicht verkürzt werden können, um nicht Gefahr zu laufen, totgespielt zu werden. Insgesamt bietet das Debüt von <strong>SUNKEN</strong> jedoch hochqualitativen Stoff zum Entkommen aus der Realität und des sich Verlierens in den andersweltlichen Klängen. Das ist ein großes Qualitätsmerkmal für diese Art von Musik und die raumgebende und dennoch nicht verwaschene Produktion sowie das stilsichere Albumcover unterstreicht diesen Eindruck.</p>
<p>&#8222;Departure&#8220; schafft es mit jedem Hördurchlauf, mir das Gefühl von Raum und Zeit ein wenig zu entreißen, um mich einzig allein im Klangkosmos zu verlieren. Ich bin gespannt, was in Zukunft kommen wird, spielen doch <strong>SUNKEN</strong> mit ihrem Debüt bereits jetzt ganz oben in der Liga des atmosphärischen Black Metals mit. Ich hoffe, das Qualitätslevel kann gehalten werden. Doch zunächst bietet &#8222;Departure&#8220; genug Stoff, um ein fürs andere Mal in diese kalten Tiefen hinab zu sinken. Over and out &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/-KDSvlnJ1To?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/SunkenDenmark">Facebook</a></p>
<p><a href="https://tritonsorbit.bandcamp.com/album/departure">Bandcamp</a></p>
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		<title>AKERCOCKE &#8211; Wiedergeburt geglückt?</title>
		<link>https://silence-magazin.de/akercocke-wiedergeburt-geglueckt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=akercocke-wiedergeburt-geglueckt</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AKERCOCKE – Renaissance in Extremis Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017 Dauer: 54 Min. Label: Peaceville Records Stil: Progressive Death/Black/Thrash Metal Wenn es bei mir um Death Metal geht, tendiere ich meist zu den eher traditionellen und schlichteren Sachen. Gerade ENTOMBED, BLOODBATH und OBITUARY prägten meine ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/akercocke-wiedergeburt-geglueckt/">AKERCOCKE &#8211; Wiedergeburt geglückt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AKERCOCKE</strong> – Renaissance in Extremis<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017<br />
Dauer: 54 Min.<br />
Label: Peaceville Records<br />
Stil: Progressive Death/Black/Thrash Metal<span id="more-20879"></span></p>
<p>Wenn es bei mir um Death Metal geht, tendiere ich meist zu den eher traditionellen und schlichteren Sachen. Gerade <strong>ENTOMBED</strong>, <strong>BLOODBATH</strong> und <strong>OBITUARY</strong> prägten meine Hörgewohnheiten im todesmetallischen Bereich anfangs stark. Irgendwann schickte mir ein Freund dann ein Album namens &#8222;Words that go unspoken, deeds that go undone&#8220; der britischen Band <strong>AKERCOCKE</strong>. Diese zelebrierten auf ebenjenem Langeisen einen ganz anderen Ansatz im Death Metal. Alles war verspielt, progressiv, durch ruhige Parts unterbrochen und neben infernalischem Geballer und Gegrunze auch von epischem Klargesang durchzogen. Was bin ich froh dieses Album vor einigen Jahren kennengelernt zu haben! <strong>AKERCOCKE</strong> lieferten mir damit den Einstieg in eher progeressivere Metalmusik, und verschwanden &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Wiedergeburt</h3>
<p>Mit einer gewissen Traurigkeit musste ich feststellen, dass die Band 2007 nach ihrem Album &#8222;Antichrist&#8220;, und damit auch schon ein bis zwei Jährchen vor meiner Berührung mit ihnen, auf Eis gelegt worden war. So galt es für mich in den Folgejahren die alten Alben zu wertschätzen und auch hin und wieder in das durchaus gelungene Quasi-Nachfolge-Projekt <strong>VOICES</strong> reinzuhören. Vergangenes Jahr waren <strong>AKERCOCKE</strong> dann recht plötzlich wieder da und spielten sogleich auf größeren Festivals, wie etwa dem <strong>Bloodstock Open Air</strong> auf. Es hieß, neben den Gigs sei auch ein neues Album in Arbeit und schlussendlich halte ich seit Ende August das neue Werk &#8222;Renaissance in Extremis&#8220; in meinen Händen.</p>
<p>Ein wenig vorsichtig bin ich immer, wenn Bands nach langer Zeit (in diesem Fall 10 Jahre) ein neues Werk veröffentlichen. Können die Musiker an alte Glanztaten anschließen? Mit welcher Erwartungshaltung kann ich an so ein Album herangehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-21662 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/band-header-2-1024x391.png" width="1024" height="391" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/band-header-2-1024x391.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/band-header-2-300x114.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/band-header-2-750x286.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/band-header-2.png 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich drücke am besten einfach einmal den &#8222;Play&#8220;-Button. Stille &#8230; Dann, ohne jene Vorwarnung oder Intro, sofort klassisches Death-Metal-Massaker. Der Opener <em>&#8222;Disappear&#8220;</em> startet unvermittelt mit Blasts, fetten Gitarren und einem wie gewohnt technischen Ansatz. Im Verlauf des doch schon recht ironisch betitelten Songs stellen sich alle Trademarks heraus, die die Briten auch damals vom Gros der Bands abhoben und ihnen zu einem eigenständigen Sound verhalfen. Wildes Geballer eher amerikanischer Prägung wechselt sich mit ruhigen Parts ab, wird ab und zu von Thrash-Riffs durchzogen und erhält durch seinen komplexen Aufbau einen gehörigen Touch Progressivität. Sogar einige Querverweise auf den Black Metal lassen sich finden und spiegeln sich vor allem im abwechslungsreichen und wunderbar gelungenen Gesang von <strong>Jason Mendoca</strong> wieder.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Kapitel für Kaptitel</h3>
<p>Die nachfolgenden Stücke <em>&#8222;Unbound by sin&#8220;</em> und<em> &#8222;Insentience&#8220;</em> demonstrieren die Eckpfeiler der verwendeten Stilistik auf &#8222;Renaissance in Extremis&#8220; klar und präzise. Dabei fällt mir auf, dass die klassischen Death- und Thrash-Metal-Elemente dieses Mal sogar von Einflüssen des Heavy Metal ergänzt werden, ohne dabei an Brutalität zu verlieren. Die progressiven Parts, im klassischen <strong>AKERCOCKE</strong>-Stil mit viel halbcleaner Gitarre dargeboten, bieten zudem einigen Spielraum für den teils theatralisch anmutenden Gesang.</p>
<p>Die Mitte des Albums wird von längeren Stücken dominiert, wobei<em> &#8222;First to leave the funeral&#8220;</em> recht verschroben aus den Boxen dröhnt, mich allerdings auch nach dem x-ten Hördurchlauf ratlos zurücklässt. Ich habe den Eindruck, als würden die einzelnen Stilelemente, nicht wie in den anderen Songs, so selbstverständlich miteinander verschmelzen.</p>
<p>Das nachfolgende<em> &#8222;Familiar Ghosts&#8220;</em> schafft diese Aufgabe jedoch wieder mit Bravour. Der Anfang mit seinen cleanen, doch mysteriösen Gitarren erinnert mich an <strong>MOONSPELL</strong> zu &#8222;Memorial&#8220;-Zeiten. Darauffolgend spielt die Band eine extreme Bandbreite metallischer Einflüsse herunter und klingt mal straight, brutal und mal vertrackt und episch. Eine tolle Leadmelodie schließt den Song ab und leitet in die zweite Albumhälfte über.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21775" aria-describedby="caption-attachment-21775" style="width: 470px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21775" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Akercocke-Tina-Korhonen-817x1170-715x1024.jpg" width="480" height="687" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Akercocke-Tina-Korhonen-817x1170-715x1024.jpg 715w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Akercocke-Tina-Korhonen-817x1170-209x300.jpg 209w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Akercocke-Tina-Korhonen-817x1170-750x1074.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Akercocke-Tina-Korhonen-817x1170.jpg 817w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21775" class="wp-caption-text">Photo by Tina Korhonen © 2017, all rights reserved.</figcaption></figure>
<p><em>&#8222;A final glance before departing&#8220;</em> beginnt mit hintergründigen Streichersynthies und peitscht dann mit coolem Riffing unbarmherzig nach vorn. In diesem Stück entwickelt sich eine wundervolle Atmosphäre, die zum einen harsch, aber dennoch elegant wirkt. Hervorheben möchte ich nochmals die Gesangsleistung von <strong>Jason</strong>, die einen an der Hand nimmt und durch dieses Potpourri an Stilistiken leitet. Mein absoluter Hit des Platte!</p>
<p><em>&#8222;Inner Sanctum&#8220;</em> war schon vor Albumrelease bekannt und schielt noch einmal gehörig Richtung &#8222;Antichrist&#8220;. <em>&#8222;One chapter closing for another to begin&#8220;</em> überrascht mich hingegen mit seinem sehr am Black Metal angelehnten Riffing und Songaufbau und wirkt in Kombination mit dem Clean-Gesang ziemlich episch. Gegen Ende hin hätte dem Song jedoch die ein oder andere Variation noch ganz gut getan.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Entzifferung</h3>
<p><em>&#8222;A particularly cold september&#8220;</em> beschließt das Album und stellt auch das längste Stück der Platte dar. Hier wird der Prog-Faktor extrem betont und erinnert teils stark an <strong>OPETH</strong>. Hinzukommen ein paar interessante Synthies, die den Sound erweitern. Zum Ende hin klingt der Song ruhig aus und gibt einem wunderbar verspielten Solo Freiraum über mehrere Minuten.</p>
<p><strong>AKERCOCKE</strong> haben mit ihrem neuesten Werk eine Zusammenfassung ihres bisherigen Schaffens kreiert. Todesmetallische Härte vereint sich mit vertrackten Strukturen, groovigen Parts und einigen proggigen Ideen. Hinzu kommt, dass die Produktion der Platte sehr gelungen ist und differenziert klingt. Zudem unterstreicht das symbolische Artwork den sehr eigenen Stilmix auf passende Art und Weise.</p>
<p>Ich bleibe dennoch auch nach vielen Hördurchgängen ein wenig verwirrt und unschlüssig zurück. Und das ist meiner Meinung nach kein Kritikpunkt das Album betreffend. Viele Details und Spielereien geben sich erst nach und nach preis und verändern meine Wahrnehmung von Mal zu Mal mehr. Gewisse Parts können jedoch leider nicht mit den Glanzmomenten mithalten und wirken teilweise zu zerfahren. Hingegen lassen mich Songs wie<em> &#8222;A final glance before departing&#8220;</em> absolut begeistert zurück und zeugen davon, dass die Herren in ihrer Bandpause nicht eingerostet sind.</p>
<p>Ich bin froh, dass diese besondere Band wiederauferstanden ist und traue den Briten eine (erneute) Leistungsmaximierung auf kommenden Releases zu. Bis dahin bietet &#8222;Renaissance in Extremis&#8220; jedoch genug Songfutter, um einige Zeit daran zu knabbern.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/D8Zhy9R7IiM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>AKERCOCKE</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/akercockeofficial/">Facebook</a></p>
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		<title>Flucht nach vorn &#8211; THE HIRSCH EFFEKT im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2017 07:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[aldebaran]]></category>
		<category><![CDATA[eskapist]]></category>
		<category><![CDATA[flucht]]></category>
		<category><![CDATA[off the road studios]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tech]]></category>
		<category><![CDATA[The Hirsch Effekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kollege Luc attestiert im kürzlich erschienenen Review zur neuen Platte „Eskapist“ von THE HIRSCH EFFEKT, das auch der neuste Streich der Hannoveraner mehr als nur gelungen ist. Im folgenden Gespräch mit Gitarrist, Sänger und Texter Nils erfahren wir mehr über die Hintergründe ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kollege Luc attestiert im kürzlich erschienenen <em><a href="https://silence-magazin.de/drei-wahnsinnige-aus-hannover-the-hirsch-effekt/">Review zur neuen Platte „Eskapist“</a></em> von THE HIRSCH EFFEKT, das auch der neuste Streich der Hannoveraner mehr als nur gelungen ist. Im folgenden Gespräch mit Gitarrist, Sänger und Texter <strong>Nils</strong> erfahren wir mehr über die Hintergründe zur Entstehung des Albums, gehen tiefer auf die textliche Ebene ein und wagen einen Blick in die Zukunft. Babdadada &#8211; here we go!</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Mit Kraft und Virtuosität</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Hallo Nils. Glückwunsch zum Release von „Eskapist“! Es freut mich sehr, dir ein paar Fragen zu eurem neuen „Baby“ stellen zu können. Wie ich mitbekommen habe, wurde das Album bereits in vielen Print- wie auch Onlinemedien besprochen und kam fast einheitlich sehr gut an. Unsere Review bildet da keine Ausnahme. Wie schaut es bei euch aus? Seid ihr hundertprozentig zufrieden mit der Platte und der Promotion oder gibt es Dinge, die sich letztendlich anders entwickelten als sie geplant waren?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Hi <strong>Oli</strong>. Wir sind auf jeden Fall mit der Platte zufrieden. Hundertprozentig zufrieden ist man glaube ich nie. Was das Songmaterial und die Aufnahmen angeht, sind wir jedoch jedoch wirklich sehr glücklich mit dem Endprodukt. Beim Songwriting müssen wir irgendwann einfach sagen: &#8222;Das ist jetzt gut so wie es ist.&#8220; Hundert Prozent ist da kein wirklich greifbares Ziel. Bei den Aufnahmen hatten wir dieses Mal viel mehr Zeit, da wir viel im Homerecording vorbereitet hatten. Es gibt im Nachhinein immer ein paar Stellen, die ich vielleicht doch noch einmal etwas anders machen würde, aber das sind nur Kleinigkeiten.</p>
<p>Auch mit der Promotion und dem Pressefeedback bin ich sehr zufrieden. Probleme gab es leider mit ein paar Handelspartnern, mit denen unser Label zusammenarbeitet. Dazu haben wir uns via Facebook geäußert.<em> (Anmerkung der Redaktion: Es scheint bei einigen Vertriebswegen zu Lieferverzögerungen gekommen zu sein.)</em></p>
<p><strong><em>S</em>.: In eurem „Kaffeekränzchen“-Stream auf Facebook am Veröffentlichungstag (18.08.2017) habt ihr ein interessantes neues Shirtmotiv vorgestellt, auf dem ihr drei Musiker vom bösen Hirschwesen geknechtet werdet. Ist dies der Hirsch Effekt oder warum ist der Hirsch so böse?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Das hast du gut erkannt. Wir hatten es im Stream glaube ich auch erklärt. Die Idee ist tätsächlich, das wir uns manchmal so fühlen, das uns der Hirsch knechtet und durch die Gegend schleift, da wir nebenbei ja noch unseren Lebensunterhalt verdienen müssen. Das wird manchmal ganz schön hart. Deshalb fanden wir es witzig, das mal so auf einem T-Shirt darzustellen und nebenbei ist es ja auch ein ganz cooles &#8222;Metal-Motiv&#8220;.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Euer neues Album wurde in den „Off the Road Studios“ zu Leipzig aufgenommen. In besagtem Studio habt ihr schon eine gelungene Liveversion von</strong><em> „Agnosie“</em><strong> aufgenommen, welche durch die herrliche Anmoderation von Axel Thielmann veredelt wurde. Was hat euch am Studio überzeugt? Bot das Ambiente die optimale Arbeitsatmosphäre um „Eskapist“ den richtigen Klang zu verpassen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> In den &#8222;Off the Road Studios&#8220; haben wir nur das Schlagzeug aufgenommen. Dies ist ein Studio von einem Kumpel von uns und dort hat man eine gute Atmosphäre und einen sehr geilen Raum, um das Schlagzeug auf Band zu bringen. Der Raum ist groß und hatte eine wunderbare Akustik.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Ich empfinde euer neues Werk als das bislang Härteste von euch. Wie kam es dazu? War diese Ausrichtung geplant oder ergab sie sich organisch aus dem Songwritingprozess?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Bei der Einschätzung, ob es unser härtestes Werk ist, gehen die Meinungen ein wenig auseinander. Heute etwa habe ich von jemandem gelesen, die Platte sei zu poppig. Er schien recht unzufrieden mit dem Album gewesen zu sein. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich empfinde &#8222;Eskapist&#8220; auch als unser härtestes Album. Wir versuchen uns immer ein wenig zu pushen. Speziell ein Song wie <em>&#8222;Aldebaran&#8220;</em> ist schon ziemlich virtuos dargeboten. Wir haben dieses Mal auch vermehrt tiefer gestimmte Gitarren benutzt, was den Eindruck der Härte natürlich noch verstärkt. Ich habe versucht, mich in diesem Bereich ein wenig weiterzuentwickeln.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Von Anfang habt ihr stets mit vielen Instrumenten experimentiert und immer wieder auch klassische Elemente in euren Klangkosmos integriert. Fallen dir Instrumente ein, die ihr unbedingt in zukünftigen Werken noch verwenden wollt?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Mir fällt tatsächlich gerade gar kein Instrument ein. Ich wollte Harfe sagen, aber Harfe hatten wir auch schon einmal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/gczAf-A1U6k?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Moderne Auswüchse</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Im Folgenden möchte ich vor allem auf die textliche Komponente eingehen. Mein Eindruck ist, dass eure Alben bis jetzt immer von einer gewissen Gesellschaftskritik durchzogen waren, diese jedoch beim aktuellen Album deutlich offensichtlicher zu Tage tritt. „Flucht“ in all seinen Facetten spielt eine zentrale Rolle auf „Eskapist“ und ist in der globalen wie auch nationalen Politik der letzten Jahre ein bestimmendes Thema gewesen. Welchen Beitrag möchtet ihr mit eurer Sichtweise leisten und wie siehst du grundsätzlich den aktuellen politischen Dialog?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Ich gebe dir Recht, was die textliche Ausrichtung, beziehungsweise den Fokus angeht. Das hat einfach etwas damit zu tun, das ich als hauptsächlicher Texter privat ein wenig gesetzter bin und speziell das Thema der Flüchtlingswelle mein Gefühl der politischen Wahrnehmung verändert hat. Es bewegen sich halt irgendwie viele Dinge in diesem Land. Das sich die Gesellschaft immer mehr spaltet und die Meinungen so stark auseinander gehen, das nehme ich speziell seit 2015 deutlich stärker wahr. Das hat mich bewegt.</p>
<p>Wir als Band möchten niemanden sagen, wie er denken soll. Natürlich möchten wir durch unser Schaffen unsere Meinung kundtun und ein Statement setzen. Uns ist bewusst, das wir uns damit sicher auch von gewissen Leuten abgrenzen und diese wiederum nicht mit unserer Musik erreichen. Das ist uns klar. Wir sind aber auch keine Politiker und möchten niemanden von politischen Meinungen überzeugen.</p>
<p>Den allgemeinen politischen Dialog sehe ich momentan als schwierig an. Ich hoffe, dass wir ein paar Leute zum Nachdenken bringen, die vorher noch nicht über diese Themen nachgedacht haben.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Meine Sicht auf das Album ist, dass ihr ein gut ausbalanciertes Wechselspiel aus persönlichen Sichtweisen, fragmentieren Eindrücken von Betroffenen einer „Flucht“ und teils auch sehr direkter Kritik an verschiedenen politischen Strömungen aufzeigt. Mal schaffen es eure Texte, sich empathisch in Geflüchtete hineinzuversetzen, mal zeigt ihr den Wahnsinn und Stumpfsinn gewisser Ideologien auf. Wolltet ihr eine ganz unmissverständliche Botschaft in euren neuen Songs präsentieren oder einfach gewisse Thematiken mehr in den öffentlichen Diskurs stellen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Du hast es mit der Frage ganz gut getroffen. Wir möchten aufzeigen das uns die Thematik bewegt und sie damit weiter in den öffentlichen Diskurs stellen. Wie in der vorherigen Antwort angesprochen, ist uns aber bewusst, das wir höchstwahrscheinlich gewisse Leute nicht erreichen werden.</p>
<p>Im Kern wollten wir ein Statement setzen. Es ist jedoch, wie ich denke, genug Interpretationsspielraum in den Texten vorhanden.</p>
<p><strong><em>S</em>.: </strong><em>„Xenophotopia“</em><strong> als Name für den zweiten Song der Platte stellt eine interessante Wortneuschöpfung dar. Ist dies eine dystopische Vision? Das „-phob“ im Begriff deutet, neben der feindlichen Haltung, auch einen Angstzustand an. Denkst du, dass Angst ein wichtiger Bestandteil von Feindlichkeit ist? Egal ob gegenüber Fremden, Homosexuellen, etc&#8230; ?<br />
</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Ich merke, du hast dich damit auseinander gesetzt, kannst dir aber, denke ich, die Frage schon fast selbst beantworten. Ja, ich denke Angst ist ein wichtiger Bestandteil von Feindlichkeit. <em>&#8222;Xenophotopia&#8220;</em> beschreibt für mich, das es Kreise gibt, und das war mir vorher gar nicht so klar, wo Fremdenfeindlichkeit heutzutage gut möglich und gesellschaftsfähig ist. Quasi das Utopia für Fremdenfeindlichkeit.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Im Lied </strong><em>„Natans“</em><strong> kommt eine Stelle vor, die mich sehr berührt hat. „Und keiner sucht es sich, dieses Fleckchen, wo es losgeht und was man schon mit sich trägt. Denkst du nicht manchmal auch, welch ein Segen hier im Trockenen? Ebenso könnte es deine Havarie sein.“ Denkst du, wir sitzen als Menschheit alle kollektiv in einem Boot und müssen unsere Probleme global lösen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Das wir als Menschen alle in einem Boot sitzen, denke ich nicht. Das war mit der Zitataussage auch nicht gemeint. Die simple Grundaussage war, das man es sich nicht aussucht, wo man anfängt. Keiner hat irgendwie das größere Anrecht irgendwo zu leben, bloß weil er da geboren wurde. Keiner hat etwas für seine Geburt an diesem Ort getan. Das ist meine grundsätzliche Einstellung zum Nationalismus.</p>
<p>Eine weitere Aussage, die damit einhergeht, ist, das ich finde, dass es ein verdammt großes Glück ist, in Deutschland geboren zu sein. Das heißt nicht, dass ich Deutschland als das schönste Land der Welt betrachte oder darauf stolz bin. Ich empfinde es aber als großes Glück und Privileg, für das ich nichts getan habe und das ich genauso viel oder wenig verdient habe wie jeder Andere auch, der in einem Land geboren ist, wo man sicher auf die Straße gehen kann. Da haben wir einfach großes Glück gehabt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Md6TWDJr020?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Wachkoma</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Weiter geht es mit einem Zitat aus </strong><em>„Berceuse“ </em><strong>: „Warum kommt es mir so vor, als ob die halbe Welt einfach Schafe zählt?“ Ich persönlich sehe auch viele, viele Probleme in der Welt, engagiere mich aktiv, fühle aber dennoch manchmal eine große Ohnmacht. Was denkst du, kann man tun und wo siehst du deine Aufgaben im gesellschaftlichen Bereich?</strong></p>
<p><strong>Nils</strong>: Ich bin da eventuell hilfloser als du, da du schreibst, das du dich engagierst. Ich habe mich im Text auch teilweise selbst beschrieben. Mich lähmt zum Teil die Vorstellung, was alles noch passieren könnte und was man machen kann. Ich beobachte dabei, dass ich gedanklich abschalte, bildlich und auch ganz wortwörtlich gesprochen von der ARD Mediathek zu Netflix wechsle.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Kollege Luc beschreibt im <a href="https://silence-magazin.de/drei-wahnsinnige-aus-hannover-the-hirsch-effekt/">Albumreview</a>, dass ihr im Song </strong><em>„Aldebaran“</em><strong> das Reichsbürgertum auf die Schippe nehmt. Wie kamt ihr zu dieser Thematik und wie habt ihr recherchiert? Was hältst du allgemein von Verschwörungsthesen? Chemtrails und Wirtschaftsverschwörungen werden im Lied ja auch kurz benannt.</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Ich habe über das Internet recherchiert und mir bei Youtube viele Dokumentationen zu den Thematiken angeschaut. Ich habe dazu jetzt aber auch keine wissenschaftliche Arbeit gelesen, geschweige denn verfasst. Das waren alles Recherchen, die jeder Andere auch machen kann.</p>
<p>Von Verschwörungsthesen halten wir nicht so viel. In meiner Recherche glaube ich verstanden zu haben, dass hinter Verschwörungstheorien häufig Brüche in der eigenen Biographie stecken. Hinzu kommt, das manche Leute dadurch das Gefühl haben, erleuchtet zu sein und sich wiederum über Andere erheben. Sie denken, eine Theorie verstanden zu haben, haben eventuell Wissen, was andere Menschen nicht besitzen, stellen sich über Andere und schaffen damit einen Ausgleich für ihr Ego. Hinzu kommt noch das Phänomen, dass es Leute gibt, die es nicht verstehen, wenn sie von einer Thematik nichts verstehen.&nbsp; Das findet sich, denke ich, bei Verschwörungstheoretikern des Öfteren wieder und wird durch Youtube und die ganzen Verbreitungsmöglichkeiten im Internet noch verstärkt.</p>
<p>Im Song beschreibe ich auch, das, wenn man für irgendeine Aussage einen Beweis finden möchte, man nur danach suchen muss und eine These für Alles im Internet findet.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Als in eurem Monolith</strong><em> „Lysios“</em><strong> der „Waidmannsvorsteher“ beworben wurde, musste ich herzhaft schmunzeln. Dennoch trefft ihr meiner Meinung nach mit eurer Satire den Nagel auf den Kopf. Ich kenne allerdings nur das allseits beliebte Jägergold oder den Gebirgskräuter aus dem Discounter. Woher kann ich den „Waidmannsvorsteher“ beziehen um mich im Alkoholrausch abzuschotten?<br />
</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Es freut mich, das du schmunzeln musstest und den Eindruck hast, wir hätten mit dem &#8222;Waidmannsvorsteher&#8220; den Nagel auf den Kopf getroffen. Genauso satirisch war es auch gemeint. Den &#8222;alten Waidmannsvorsteher&#8220; gibts aber natürlich nicht. Das ist eine Wortkreation aus Waidmann für Jäger und Vorsteher für Meister. Das Adjektiv &#8222;alter&#8220; kommt zusätzlich noch von dem Korn &#8222;alter Senator&#8220;.</p>
<p>Den &#8222;Waidmannsvorsteher&#8220; kannst du leider gar nicht kaufen, aber wir haben Aufkleber, die man sich auf seine Flasche kleben kann. Wir machen vielleicht auch noch mal ein T-Shirt mit dem Motiv.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Was erwartet den Hörer auf eurer Tour im Herbst? Werdet ihr einen starken Fokus auf das neue Material legen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Den Hörer wird auf der Tour ein buntes Potpourri aus allen Alben erwarten. Wir werden das neue Album nicht in seiner Gänze präsentieren. Ich finde wir sind keine Band, die sich immer wieder komplett neu erfindet. Wir versuchen zwar neue Wege zu gehen, aber mir persönlich ist es wichtig, das eine Band über den gesamten Zeitraum ihres Schaffens bewertet und gesehen wird. Dementsprechend wollen wir aus unserem Schaffen einen Querschnitt bieten. Es wird alle vier Alben geben und speziell natürlich einige Songs von &#8222;Eskapist&#8220;. Sonst wäre es ja blöd.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Wie sehen eure Wünsche und Vorstellungen für das weitere Wirken der Band aus? Gibt es schon konkrete Pläne, was neue Releases und Projekte angeht?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Wir haben ein loses Konzept für ein weiteres Album und planen die Band momentan definitiv in unser Leben ein für die nächsten paar Jahre. Dann müssen wir weiter schauen. Im Moment macht das Alles zum größten Teil Spaß und wir müssen sicherlich noch ein paar Dinge anpassen, damit es auch weiterhin so funktioniert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/VkYAfAgrcxw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Konsumist</h2>
<p><strong><em>S</em>.: Im letzten Interviewsegment bitte ich euch aus Sicht des Musikkonsumenten bzw. -liebhabers zu antworten. Wie wichtig sind dir als Hörer Texte im Metal bzw. allgemein in der Musik? Ich habe den Eindruck und ertappe mich leider selbst oft genug dabei, dass ich den Texten zu wenig Beachtung schenke.</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Das geht mir genauso wie dir. Ich ertappe mich auch zuweilen dabei, das ich den Texten zu wenig Beachtung schenke. Es kommt für mich aber auch immer darauf an, was es für Musik ist und in welcher Sprache die Texte verfasst wurden.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Interessiert dich die Metalszene und was kannst du&nbsp; an gitarrenorientierter Musik aus eurem lokalen Raum Hannover empfehlen?</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Mich interessiert die Metalszene nicht wirklich. Ich finde Szenen generell eher langweilig. Mit meinen beiden Musikern an meiner Seite bin ich jedoch ganz zufrieden. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong><em>S</em>.: Zum Abschluss möchte ich dich bitten, unseren Lesern 3 Alben/Bands zu nennen, die dich in der letzten Zeit begeistert haben und die du den Usern unseres Magazins ans Herz legen möchtest.</strong></p>
<p><strong>Nils:</strong> Bei dieser Frage offenbart sich, das ich nicht der große Musikkonsument bin. Die Alben, die ich in letzter Zeit gehört habe, sind:</p>
<p><strong>THRICE</strong> &#8211; &#8222;To Be Everywhere Is to Be Nowhere&#8220;</p>
<p><strong>MARMOZETS</strong> &#8211; &#8222;The weird and wonderful Marmozets&#8220;</p>
<p>Mehr fällt mir jetzt ehrlich gesagt gar nicht ein.</p>
<p><strong><em>S</em>.: Ich danke dir für das Interview und wünsche weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit dem Album!</strong></p>
<p><strong>Nils</strong>: Bitte gern! Danke auch noch für die ausführliche Auseinandersetzung mit dem Album.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-21188 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/0010622701_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><strong>THE HIRSCH EFFEKT</strong> auf <a href="https://thehirscheffekt.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p><strong>THE HIRSCH EFFEKT</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/thehirscheffekt/">Facebook</a></p>
<table class="wikitable plainrowheaders">
<tbody>
<tr>
<th>&nbsp;</th>
<td align="left">&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Reise in die Kindheit &#8211; BALD ANDERS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Aug 2017 07:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[bald anders]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Metal]]></category>
		<category><![CDATA[dark rock]]></category>
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		<category><![CDATA[lunar aurora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BALD ANDERS – Sammler Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017 Dauer: 50 Min. Label: Trollmusic Stil: Dark Metal/Rock, Kraut &#38; Rüben Rock Kinderträume, Märchen, Sagen &#8211; der fantastische Geist, der die Welt mit all seinen Eindrücken begierig aufsaugt und transformiert. Diese Denkart möchte das kauzige, bayrischstämmige ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/reise-in-die-kindheit-bald-anders/">Reise in die Kindheit &#8211; BALD ANDERS</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BALD ANDERS</strong> – Sammler<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017<br />
Dauer: 50 Min.<br />
Label: Trollmusic<br />
Stil: Dark Metal/Rock, Kraut &amp; Rüben Rock</p>
<p><span id="more-20528"></span></p>
<p>Kinderträume, Märchen, Sagen &#8211; der fantastische Geist, der die Welt mit all seinen Eindrücken begierig aufsaugt und transformiert. Diese Denkart möchte das kauzige, bayrischstämmige Projekt <strong>BALD ANDERS</strong>, benannt nach einem mystischen Gestaltenwandler, der bereits in deutschen Erzählungen des 16. Jahrhunderts als Sagenfigur auftauchte und auch von den Pionieren des deutschen Folk-Rocks <strong>OUGENWEIDE</strong> ehrenvoll bedacht wurde, mit seinem Debütalbum &#8222;Sammler&#8220; vermitteln. Und so wurden acht Geschichten gesammelt, die sich teils an literarischen Vorlagen bedienen und teils aus dem Geist der längst erwachsen gewordenen Musiker entstammen. Doch dieser erwachsene Verstand blickt sehnsüchtig zurück in die Mythen und Sagen der eigenen, romantisierten Kindheit.</p>
<p><strong>BALD ANDERS</strong> setzen sich, unter anderem, aus den beiden <strong>LUNAR AURORA</strong>-Mitgliedern <strong>Benjamin</strong> <strong>König</strong> und<strong> Constantin König</strong> zusammen. Diese bringen definitiv auch ein paar düstere Gitarren- und Synthieelemente mit ein, im Großen und Ganzen musizieren <strong>BALD ANDERS</strong> jedoch kauzig schräg, leicht folkig und nicht wirklich auf ein Subgenre festgelegt. <strong>Clemens Kerner</strong> am Schlagzeug sorgt an den richtigen Stellen für Druck hinter den Kesseln, hält sich aber auch gern mal zurück und jazzt entspannt vor sich hin. Sänger<strong> Izzy Wiggum</strong> wiederum singt theatralisch und lässt auch hier den Eindruck entstehen, dass sich der Sound der Gruppe nicht festlegen möchte.</p>
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<h3>Abgespacte Safari</h3>
<p>Nichtsdesotrotz groovt der Opener <em>&#8222;Amaryllis&#8220;</em> nach einem ruhigen Beginn und verschrobenen Synthies dann doch recht hart aus den Boxen. Mir kommt dabei eine gewisse Parallele zum letzten <strong>LUNAR AURORA</strong>-Album &#8222;Hoagascht&#8220; in den Sinn. Simple Riffs gehen Hand in Hand mit straightem Drumming und bilden ein solides Fundament für den erzählenden Gesang. Ein interessanter wie auch gelungener Auftakt!</p>
<p>Im Folgenden werden in <em>&#8222;Bäumels Tod&#8220;</em> und <em>&#8222;Eulenstein&#8220;</em> Geschichten <strong>Otfried Preußler</strong>s besungen, namentlich &#8222;Krabat&#8220;, welches ich selbst als Junge las und das mich im jugendlichen Übermut zu eigenen literarischen Machwerken inspirierte, und &#8222;Das kleine Gespenst&#8220;, welches auf Burg Eulenstein finster seine Kreise zieht. Diese Songs zeigen sich entweder loungig-entspannt oder rockig arrangiert, können mich jedoch nicht vollends überzeugen. Die einzelnen Elemente scheinen nicht nahtlos ineinander überzugehen und stehen zu weit abseits voneinander. Zudem weckte besonders <em>&#8222;Bäumels Tod&#8220;</em> in mir Erinnerungen an das <strong>NOCTE OBDUCTA</strong>-Nebenprojekt <strong>DINNER AUF URANOS</strong>.</p>
<p><em>&#8222;Safari Outer Space&#8220;</em> wiederum weiß mich zu begeistern und obwohl es stilistisch den vorangegangenen Stücken ähnelt, wachsen die einzelnen Elemente besser zusammen und das Songwriting erzeugt zuweilen eine gar epische Atmosphäre. Interessante Bassakzente, düstere Synthies, ein theatralischer Gesang &#8211; all diese Elemente verweben sich mit der Rockinstrumentierung zu einem gelungenen Stück Musik. Zum Ende hin wird sogar ein wenig die Metal-Keule geschwungen.</p>
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<h3>Jetzt ANDERS!</h3>
<p>Die B-Seite des Albums eröffnet <em>&#8222;Regenfenster&#8220;</em>, welches sehr ruhige Töne anschlägt und sich durch kleine Akzente im Gitarrenspiel, wie auch den elektronischen Elementen auszeichnet. Ab der Mitte des Stücks ertönt zudem ein Saxophon und lässt mich erfreut lauschen. Daraufhin nimmt der Song ein wenig an Fahrt auf und steigert sich in seiner Dramatik. In diesem Stück gefällt mit der Gesang von<strong> Izzy </strong>ganz ausgezeichnet. Dieses Prädikat kann ich jedoch nicht für seine gesamte Gesangsdarbietung aussprechen, da ich seinen Stil schwer abhängig vom individuellen Gefallen sehe. Objektiv betrachtet liefert er jedoch eine solide Leistung ab.</p>
<p><em>&#8222;Prof. Wright&#8220;</em> weist eine gewisse &#8222;postige&#8220; Songfärbung auf und lässt mich in Kindheitserinnerungen schwelgen. Thematisiert wird der namensgebende Cyborg aus <strong>Captain Future</strong> und dieser entführt den Verstand durchaus in andere Welten. Dieses Lied ist klar mein Favorit des Albums. Viele Stilistiken werden miteinander verwoben, erzeugen Dynamik und lassen Bilder der kultigen Serie vor meinem geistigen Auge enstehen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Doch was ist der Verstand beschränkt auf das Gehirn?&#8220;</p></blockquote>
<p>Das längste Stück des Albums<em> &#8222;Kinderwälder&#8220;</em> handelt von zahlreichen Tagen, die die Protagonisten in ihrer Kindheit zwischen Felden, auf Auen und in Wäldern verbrachten, fernab von Sorgen und Nöten. Voller Inbrunst werden diese Erinnerungen besungen und sowohl rockig-stampfende als auch ruhig-melancholische Passagen wechseln sich fließend ab. Hervorheben möchte ich den gerade in diesem Stück immer wieder akzentuierten Einsatz von &#8222;exotischen&#8220; Instrumenten wie etwa Xylophon oder interessanten Synthiesounds. Das ist das Salz in der Suppe des Klangbildes von <strong>BALD ANDERS</strong>.</p>
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<h3>Hand in Hand</h3>
<p>Der Rausschmeißer<em> &#8222;Alter Mann&#8220;</em> stellt für mich noch einmal ein Highlight dar. Ein herrlich selbstironischer Text trifft auf eine abgedrehte Instrumentierung, die mich mit dem Einsatz von Bontempi-Orgel-Klängen sogar ein wenig an das Schaffen <strong>Helge Schneider</strong>s erinnert, und zeigt zum Schluss des Albums auf, dass das Spektrum der ausgebreiteten Emotionen auf &#8222;Sammler&#8220; augenzwinkernd von einem Moment auf den anderen von todtraurig zu hochjauchzend wechseln kann.</p>
<p><strong>BALD ANDERS</strong> haben ihr eigenes Gebräu zudem in eine warme, organische Produktion gepackt, die den Gitarren ordentlich Spielraum gibt und auch die Details nicht verschlingt, jedoch ganz klar dem Gesang den meisten Platz einräumt. Über diesen lässt sich, wie weiter oben angemerkt, meiner Meinung nach streiten, zumindest jedoch geht er Hand in Hand mit dem sehr eigenen Stilmix.</p>
<p>Die Cover- und Bookletgestaltung gefällt mir ebenfalls sehr gut und wirkt äußerst stimmig. Auf dem Cover sieht man den namensgebenden <strong>BALD ANDERS</strong> und das Booklet illustriert wunderbar den erzählerischen Charakter der Songs. Mehr dazu könnt ihr im unten eingebetteten Trailer sehen.</p>
<p>Ich möchte in Zukunft gerne mehr von dieser illustren Truppe hören. &#8222;Sammler&#8220; hat einige durchaus gute Songs versammelt, wirkt auf mich jedoch noch nicht in der Gänze überzeugend, sticht jedoch locker aus der Masse an Veröffentlichungen hervor. Darauf trinke ich einen. Prost!</p>
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<p><a href="http://baldanders-music.blogspot.de/">Homepage der Barden</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/reise-in-die-kindheit-bald-anders/">Reise in die Kindheit &#8211; BALD ANDERS</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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