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	<title>NARGAROTH Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2023 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße ausm kühlen Bunker... Wir haben uns bei den Temperaturen verschanzt und... das merkt man auch! Hier ein ausführlicher Bericht vom RAGNARÖK! Das macht Bock auf Festival, Indoor und kälter als grad... </p>
<p>Da hat euch Merlin was gezaubert (Ehrenwort, der Bericht ist besser als mein Teasertext (yt)!)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Es ist und bleibt eines meiner liebsten Festivals: Das RAGNARÖK FESTIVAL </strong>im fränkischen Lichtenfels. Wie jedes Jahr ist es auch 2023 im <strong>April</strong> verortet &#8211; für mich damit <strong>das erste Festival</strong> eines jeden Jahres. Aber wird es auch das beste? Das werde ich natürlich erst gegen Ende diesen Jahres sagen können, aber nun gilt es erst einmal herauszufinden, wie weit das <strong>RAGNARÖK</strong> vorlegt!</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s los</h2>
<p>Die erste Band des Festivals startete <strong>2003</strong> ursprünglich als Solo-Projekt. Über die Jahre stießen nach und nach aber weitere Musiker dazu und <strong>FJOERGYN</strong> stehen hier und heute mit vier Mann auf der Bühne. Spoiler: <strong>Ein fünfter wird noch dazukommen!</strong> Die Halle ist mäßig gefüllt, aber der Energie von <strong>FJOERGYN</strong> tut das keinen Abbruch. Episch und gewaltig der Sound, der unaufhaltsam vorwärts poltert. In den vorderen Zuschauerreihen fliegen die ersten Haare. Das Instrumentale packt mich, und ich würde mich der Musik hingeben &#8211; wäre da nicht der Gesang. Oder besser, der <strong>Sprechgesang</strong>. Die deutschen Texte sind ausnahmsweise mal nicht mein Hauptproblem, sondern die abgehackte Art und Weise, wie der Sänger sie vorträgt. Das taugt mir leider gar nicht. Zum vierten oder fünften Song allerdings kommt das fünfte Bandmitglied dazu auf die Bühne: <strong>Es ist kein Geringerer als der Veranstalter des RAGNARÖK höchstselbst!</strong> Der (Growl)Gesang, den <strong>IVO</strong> auf die Zuhörer loslässt, taugt mir sofort viel mehr. Der zimmert richtig! Ab jetzt läuft es für mich rund mit dem Auftritt von <strong>FJOERGYN</strong>, und ich bin fast schon enttäuscht, als die Musiker am Ende nicht nochmal für ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> posieren.</p>
<h3>Alles finster oder was?</h3>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> aus dem finst‘ren Forst, <strong>Gesichter in Asche garniert</strong>, die Holzfällerhemden kariert – haben 45 Minuten Zeit. Das reicht wieder einmal für ganze drei Lieder. Heute fällt die Wahl auf<em> „Fluch Des Seins“</em>, <em>„Mach Dich Frei“</em> (das mit dem epischen Refrain) und <em>„Finsterforst“</em> höchstselbst. Allerdings immer noch keine Spur des für 2021 angekündigten, über Kickstarter lancierten Dreißigminüters<em> „Jenseits“</em>.</p>
<p>Zum Sound: Der Hall in der Halle <strong>hallt unaufhaltbar</strong>, was thematisch ganz gut zur Band passt. Zum Instrumentarium: Wo früher noch ein Akkordeon bespielt wurde, waltet nun ein Keyboard seines Amtes, und irgendwie ist auch wohl wieder irgendjemand neues in der Live-Besatzung, wenngleich mir die Details diesbezüglich entfleucht sind. Die Frage <strong>„Habt ihr noch Bock?!“</strong>, so fällt Sänger Oli nach Äußerung derselben auf, sei doch, angesichts der Tatsache, dass <strong>FINSTERFORST</strong> der zweite Act des Festivals sind, eine recht überflüssige.</p>
<h3>UADADA</h3>
<p><em>Merlin:</em> <strong>UADA</strong> aus den Staaten sind die letzte Band des heutigen Tages. <strong>2014 gegründet</strong>, handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Band, die in Sachen Bekanntheit aber gelinde gesagt durch die Decke geschossen ist. Die Menschen vor der Bühne stehen wahnsinnig dicht, da ist kein Durchkommen. Auch die stadthalleneigene Tribüne ist voll. Musikalisch und optisch lassen sich die Parallelen zu <strong>MGLA</strong> nicht leugnen: Die schwarzen Gestalten auf der Bühne sind samt ihrer Gesichter verhüllt und stehen in einer <strong>Nebelwand</strong>, die mich verwundern lässt, wie man in ihr noch Luft zum Atmen, geschweige denn zum Singen bekommt.</p>
<p>Die Songs sind schön melodisch, ich höre die Gitarrenspuren sehr gut heraus. Generell geht die Musik mächtig nach vorn, treibende Rhythmen, <strong>brutaler Sound</strong>. Der Gesang wiederum ist mit seeehr viel Hall versetzt. Ich verstehe kein Wort. Das macht aber nichts, denn allein die <strong>Atmosphäre</strong> überzeugt mich voll und ganz. Zugegeben, ich liebe diese Art von Black-Metal auch einfach.</p>
<p><strong>UADA</strong> hätten sich schon unverhältnismäßig große Mühe geben müssen, zu enttäuschen. Für mich liefern sie definitiv den <strong>besten Auftritt dieses Donnerstagabends</strong> ab &#8211; und das nicht nur, weil sich die Konkurrenz sich zahlenmäßig in engen Grenzen hielt. Nur einen Kritikpunkt muss ich anbringen: <strong>UADA</strong> haben zwar zig verschiedene T-Shirt-Motive, jedoch <strong>kein einziges Longsleeve</strong> am Merchstand parat. Egal, dann wird halt ein Patch gekauft. Es wird langsam aber sicher Zeit für eine zweite Kutte&#8230; und Zeit fürs Bett. Bis morgen!</p>
<h2>Auf ein Neues</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Mich:</em> Mit einem gewaltigen<strong> „HAU RUCK!“</strong> brechen <strong>HELGRINDUR</strong> die Stille meines friedlichen Freitagmorgens. Neugierig, wer da die frühe Luft mit solch gewaltiger <strong>Pagan-Power</strong> schwängert, rieseln immer mehr Menschlein in die Konzerthalle, bis sich eine beachtliche Summe zusammengefunden hat. Imprägniert von der Energie, die von der Bühne donnert, sind recht schnell recht viele am Klatschen und Headbangen, und irgendwann wird sich auf dem Boden platziert, um im Rhythmus der stampfenden Trommeln durch den <strong>musikalischen Sturm</strong> zu rudern, was das Zeug hält.&nbsp;</p>
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<p>Es gibt heute neben Mitsingbarem (<em>„Aufbruch“</em> und <em>„Der Sturm“)</em> auch Ungehörtes: Ein bisher unveröffentlichter und ein vor einer Woche releaster Song (<em>„Golem“</em>) sind mit an Bord. Wenngleich der Sound noch keine Perfektion erreicht hat, ändert auch das nichts an der Freude dieses Moments. Ein guter <strong>RAGNARÖK</strong>-Festivaltag beginnt <strong>mit Heldenliedern und Double Bass</strong> – und das wären wohl die letzten beiden Dinge, an denen<strong> HELGRINDUR</strong> geizen würden.</p>
<h3>Vierzehn dunkle Jahrhunderte</h3>
<p><em>Merlin:</em> Ein <strong>Urgestein der deutschen Pagan-Metal-Szene</strong> betrifft nun die Bühne: <strong>XIV DARK CENTURIES</strong>. Und die wenden sich direkt mit einer Frage an ihr Publikum: &#8222;Seid ihr schon alle wach?!&#8220; Die Antwort ist nicht zufriedenstellend &#8211; deswegen wecken sie uns jetzt auf. <em>&#8222;Auf zur Schlacht&#8220;</em> brettert durch die Lichtenfelser Stadthalle, <strong>als wollte es sie aus ihrem Fundament heben</strong>. Flammen schießen vom Rand der Bühne empor. Sänger <strong>MICHEL</strong> reckt entschlossen immer wieder die Fäuste in die Luft. Es folgt der <em>&#8222;Teutonentanz&#8220;</em>. Der Sound ist top, ich kann nicht meckern! Auch eine <strong>Geige</strong> kommt bei <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> zum Einsatz. Zum Glück angenehm unquietschig. Doch auch wenn die Songs wie auch die Bandmitglieder richtig abgehen, das Publikum ist zu der frühen Stunde noch eher zurückhaltend. Dabei wäre die Musik sehr gut für einen <strong>Circle Pit</strong> geeignet!</p>
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<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> haben uns auch ein paar neuere Lieder mitgebracht. Da wäre einmal <em>&#8222;Atme den Wald&#8220;</em> aus ihrem 2020 erschienenen Album &#8222;Waldvolk&#8220;, aber auch <strong>ein ganz neues Stück</strong>, das den Namen <em>&#8222;Die Aura der Dunkelheit&#8220;</em> trägt. Weder thematisch noch musikalisch wurden hier größere Experimente gemacht &#8211; man bleibt sich treu. So früh er begonnen hatte, schnell ist der Auftritt von <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> auch schon wieder vorbei. Sänger <strong>MICHEL</strong> quittiert das rasche Ende mit einem Schulterzucken:<strong> &#8222;Wir hätten gern länger gespielt, aber es is halt so&#8220;</strong>. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.</p>
<h3>(Im)perfect harmonies</h3>
<p><em>Mich:</em> Silhouetten im Nebel! Es spielen als nächstes <strong>FIRTAN</strong>. Düstere Figuren vor blauem Dunst füllen die Bühne mit mystischer Atmosphäre und den Raum mit ihren <strong>komplexen Black-Metal-Kompositionen</strong>. Eine besondere Ästhetik gibt dabei <strong>Fiedlerin KLARA</strong>&nbsp;ab, von deren Existenz ich gerade zum ersten Mal erfahre und die mit ihrem Geigenspiel der Musik in vielen Momenten eine gar edle Note verpasst. Besonders in den akustischen Augenblicken herrschen Wohlklang und Harmonie. Diese sind somit in meinen Augen das Highlight dieser Show.</p>
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<p>Dafür kommt bei härteren Passagen leider manchmal zu viel aufeinander: Das Schlagzeug ballert etwas zu krass, die Gitarrenwand dröhnt und die <strong>Schreie</strong> <strong>verlieren sich irgendwo in den Tiefen des Getöses</strong>, so dass die ganzen Feinheiten dieser akribisch durchkomponierten Musik leider weniger gut erkennbar sind. Als Rausschmeißer sorgt aber dann <em>„Wogen Der Trauer“</em> (mittlerweile ein Klassiker) nochmal für ordentlich Druck und Eingängigkeit.</p>
<h3>AEPHANE- wer?</h3>
<p><strong>AEPHANEMER</strong> aus Frankreich sind mir durch Spotify-Musikvorschläge schon seit längerem ein Begriff. Damit, sie irgendwann vor mir auf der Bühne stehen zu sehen, hätte ich allerdings eher weniger gerechnet. Vor allem ist ihr Stil eher im <strong>Melodic Death Metal</strong> angesiedelt, einem Genre, das bei Pagan- und Black-Metal-Festivals wenn überhaupt, dann nur sporadisch vertreten ist. Somit freue ich mich über dieses nicht nur neue, sondern auch unerwartete Erlebnis.</p>
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<p>Der Sound spielt auch mit: Vor allem die Melodien, von den Gitarren gespien, stechen klar heraus. Auch Schlagzeug und Vocals sind gut hörbar – was will man mehr? <strong>Frontschreierin MARION</strong>&nbsp;überrascht (in einem kurzen Part nur) plötzlich mit (gekonntem!) <strong>opernartigem Gesang</strong>, und am Ende gibt’s dann <em>„Bloodline“</em> – den einen Song, den scheinbar alle (inklusive mir) hier kennen und der dementsprechend abgefeiert wird.</p>
<h3>Nasenblut</h3>
<p><strong>Irgendwie habe ich das Gefühl, ASENBLUT werden von Mal zu Mal krasser</strong>. Der Drummer scheint bei jedem Konzert schneller und präziser zu spielen, Musik sowie Sound kommen mir bei jedem Mal brutaler vor und auch bei den Vocals bemerke ich diesmal einen Fortschritt: Neben seinen gewohnten Growls gibt der Frontmann heute den einen oder anderen <strong>endfiesen Black-Metal-Schrei</strong> von sich, den ich von ihm bisher ebenso wenig gekannt wie erwartet habe.</p>
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<p>Wenn <strong>HELGRINDUR</strong> den Tag für mich mit Heldensang und Legendendichtung eingeleitet haben, so sind es <strong>ASENBLUT</strong>, die dies nun aufrechterhalten. Passend dazu bildet sich hallenmittig sogar ein kleiner Moshpit. Eine durchweg starke und überzeugende Performance – <strong>weiter so!</strong></p>
<h3>Black-Metal aus Bayern</h3>
<p><em>Merlin:</em> Erneut vernebelt sich die Bühne und kündigt damit eine <strong>Atmospheric-Black-Metal-Band</strong> an. <strong>GROZA</strong> aus Mühlburg am Inn weisen eine unverkennbare Ähnlichkeit zu <strong>MGŁA&nbsp;</strong>auf. Die Gestalten auf der Bühne sind in schlichtem schwarz gekleidet und haben ihren Gesichter mit <strong>Strumpfmasken</strong> verhüllt. Der Nebel quillt aus allen Ritzen des Podests, auf dem sie stehen. Der Mikrophonständer ist zwar mit ihrem Bandlogo ausgestattet und auch das Banner im Hintergrund der Bühne trägt selbstverständlich den Namen <strong>GROZA</strong>. Aber die Parallelen zu den Polen lassen sich für mich einfach nicht wegignorieren.</p>
<p>Gefühlt wurde die Lautstärke für dieses Konzert nochmal aufgedreht. Der melodische Black-Metal wird von einer ansehnlichen Menge an Festivalbesuchern gefeiert. Auch <strong>IVO</strong> steht im Publikum und checkt aus, was die <strong>Bayern</strong> dort oben so fabrizieren. Der Auftritt von <strong>GROZA</strong> wirkt auf mich routiniert, aber deshalb nicht schlecht. Ein bisschen <strong>mehr Eigenständigkeit</strong> würde ich mir jedoch wünschen, ein Grund, warum man ausgerechnet IHRE Musik hören sollte. Mir selbst bleibt einfach zu wenig hängen von dieser Band (außer, dass mich der Gesang seltsamerweise an <strong>J.J.</strong> von <strong>KARG/ HARAKIRI FOR THE SKY</strong> erinnert?!)</p>
<h3>Gesang der Wölfe</h3>
<p><em>Mich:</em> Auf <strong>WOLFCHANT</strong> habe ich mich mitunter am meisten gefreut – nicht nur, weil ich die Band generell mag, sondern auch, weil es heute einen speziellen Anlass gibt! <strong>„A Pagan Storm“</strong>, die legendäre Scheibe der frühen Pagan-Szene deutschsprachiger Gefilde, feiert <strong>15 Jahre Existenz.</strong> Und deswegen steht heute ein Spezial-Set auf dem Speiseplan.</p>
<p>Bis dieses jedoch beginnen kann, müssen einige <strong>technische Hürden</strong> überwunden werden: Mal läuft das Intro, dann geht es wieder aus. Dann schallt plötzlich ein Lied vom Tonband aus den Boxen, geht auch wieder aus, und plötzlich stehen <strong>WOLFCHANT</strong> auf der Bühne und spielen – allerdings hört man keine Gitarre. So geht das zirka zehn Minuten hin und her, bis endlich alles funktioniert, wie es soll. Man, diese Band hat aber auch Pech! Schon beim letzten <strong>DARK TROLL Festival</strong> mussten sie den Kampf gegen Ton und Technik antreten.</p>
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<p>Der tatsächliche Einstieg wird dann mit dem Titelsong <em>„A Pagan Storm“</em> gemacht, und neben drei neueren Songs hat man gerade noch genug Zeit, <em>„The Path“</em> und <em>„Midnight Gathering“</em> von besagtem Album zu spielen. Gerade aber die drei Lieder aus längst vergangenen Tagen entfalten eine großartige und <strong>fast schon nostalgische Wirkung!</strong> Man spürt so richtig das <strong>Heidenmetall-Feeling der alten Schule</strong> in der Gitarrenführung und den Melodien, wie es heute kaum noch jemand zu schreiben weiß. Auch sei hervorzuheben:<strong> WOLFCHANT</strong> sind fit wie nie zuvor! Da geht kein Schlag daneben und kein Finger greift den falschen Bund. Das alles unter der warmen Umarmung eines sehr sauberen Soundgewands – trotz verringerter Spielzeit ist dieses Konzert alles andere als eine Enttäuschung!</p>
<h3>Wunderbar traurig</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf <strong>ELLENDE</strong> hatte ich mich am heutigen Tage am meisten gefreut. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> bereits auf dem <strong>WOLFZEIT 2020</strong> und auf dem <strong>DARK TROLL 2022</strong> live gesehen und erwarte nun mit Spannung ihre Festivalshow auf dem <strong>RAGNARÖK 2023</strong>.&nbsp;Die Bühne wird wieder einmal <strong>mit unfassbaren Mengen an Nebel geflutet</strong>. Die Gestalten auf der Bühne wirken wie Geister dagegen, und ihr Corpsepaint lässt sie unheimlich traurig wirken. Aber sie sind alles andere als traurig, wie sich sogleich herausstellt.</p>
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<p><strong>ELLENDE</strong> haben ihr<strong> neues Album</strong> mitgebracht: &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220;. Und das ist, gelinde gesagt, großartig geworden. Der krächzende, deutsche Gesang ist live zwar etwas unverständlich, aber die eingängigen Gitarrenmelodien kommen voll zum Tragen und kreieren eine <strong>melancholische Atmosphäre</strong>, die die Zuhörer reihenweise in ihren Bann zieht. Sänger <strong>LUKAS</strong>, das Mastermind hinter <strong>ELLENDE</strong>, bedankt sich mehrfach bei der Menge. &#8222;Dankeschön! Großartig!&#8220; Er wirkt richtig gerührt. Mei, is des sche.</p>
<p>Aber einen Wermutstropfen gibt es: <strong>ELLENDE</strong> haben inzwischen auf all ihren Social Media Kanälen gepostet, dass sie sich eine <strong>Pause von den Live-Auftritten</strong> nehmen werden. Alle bereits angekündigten Konzerte finden wie geplant statt, aber danach wird es wohl erst einmal ruhig um die Band. Schade! Mir taugen sie live fast noch mehr als auf Platte. Live wirkt die Musik härter, aber dennoch gewohnt eingängig und eindringlich. Ich hoffe sehr, dass <strong>ELLENDE</strong> irgendwann in der Zukunft ihren Weg zurück auf die Black-Metal-Bühnen finden werden!</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 1/2</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Es ist sehr interessant, eine rauere, härtere Band von ihrer netteren Seite kennenzulernen. So spielen <strong>MÅNEGARM</strong> (vor ihrem morgigen Metal-Gig) heute eine <strong>exklusive Akustik-Show</strong>. Da ich aber kaum ein Konzept davon habe, wer da vor mir steht, weiß ich noch gar nicht, was denn zu erwarten ist. So mache ich es mir auf den Tribünen gemütlich und lasse mich überraschen.</p>
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<p>Eine gute Entscheidung! Denn von hier oben klingt das Ganze nicht nur makellos, man kann auch auf das stehende Fußvolk hinabsehen, welches sich unten wie hypnotisiert in den <strong>weichen Wogen musikalischer Beschallung</strong> wiegt. Tiefe Trommeln, Geigenmelodien und Frauensang, der sich mit den männlichen Main Vox abwechselt, bieten zusammen mit den akustischen Gitarren ein sanftes Spektakel dar, welches unter die Haut zu gehen weiß. Dabei ist einer der intensivsten Momente der eines Cover-Songs: Mit einer absolut ohrenschmeichelnden Akustikversion von<strong> BATHORYs</strong> <em>„Mother Earth, Father Thunder“</em> huldigen <strong>MÅNEGARM</strong> den Vorvätern von so ziemlich allem, was auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> und Konsorten musikalisch so fleucht und kreucht. Schön!</p>
<p>Als letztes Lied des Tages aber wurde <em>„Segervisa“</em> ausgewählt. Und das mit Recht, denn noch weit nach Abklang des letzten Tons haben es die Zuschauer nicht satt, die <strong>Hauptmelodie des Songs in Dauerschleife</strong> weiter zu singen.</p>
<h3>Wenn Legenden loslegen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Hier und heute ist <strong>eine wahre Metal-Legende</strong> auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> zu Gast: <strong>PETER TÄGTGREN</strong> mit <strong>HYPOCRISY!</strong> Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass jeder der Besucher sie kennt, stellt sich die Band sicherheitshalber nochmal vor: &#8222;We&#8217;re Hypocrisy from Sweden!&#8220; Was soll ich sagen? Die Hütte ist voll! Die Lichtenfelser Stadthalle platzt aus allen Nähten, Tribüne und Parkett sind gleichermaßen übersät mit erwartungsvollen Zuschauern.</p>
<p><strong>HYPOCRISY</strong> eröffnen ihre Show mit einem echten Klassiker, <em>&#8222;Eraser&#8220;</em> von 2004 erschienenen Album &#8222;The Arrival&#8220;. Obgleich die Band bereits seit mehr als 30 Jahren aktiv ist, hat sie nichts von ihrer Power und Bühnenpräsenz eingebüßt. Es geht sogar so zur Sache, das während eines Songs das <strong>auseinanderdriftende Schlagzeug</strong> neu justiert werden muss. Als <strong>PETER TÄGTGREN</strong> den Song <em>&#8222;Don&#8217;t judge me&#8220;</em> vom Album &#8222;Catch 22&#8220; ankündigt, schiebt er gleich noch eine Aufforderung zum Circle Pit hinterher. Ob diese verfängt, sehe ich leider nicht, ich stehe zu weit hinten, und an ein Durchkommen ist nicht zu denken.</p>
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<p>Die Erscheinung von <strong>PETER TÄGTGREN</strong> allerdings wirkt bis zu den hintersten Plätzen. Die <strong>langen weißen Haare und sein in zwei gezwirbelte Strähnen unterteilter Bart</strong> unterstreichen nur den Legendenstatus, den er für mich und für viele andere inne hat. Das erhöht stehende Schlagzeug wurde inzwischen gesichert, der Schlagzeuger kann sich wieder ungehemmt ins Zeug legen. Hab ich schon erwähnt, dass der Sound nahezu perfekt abgemischt ist? <em>&#8222;Fire in the Sky&#8220;</em> vom 2000er Album &#8222;Into the Abyss&#8220; verdeutlicht dies nur noch.</p>
<p>Obwohl<strong> HYPOCRISY</strong> 2021 erst ein neues Album herausgebracht haben (&#8222;Worship&#8220;), spielen sie heute doch ganz überwiegend altes beziehungsweise älteres Zeug. Die <strong>Klassiker</strong> eben! So verhält es sich auch mit dem letzten Song:<em> &#8222;Roswell 47&#8220;</em> von ihrem vierten Album &#8222;Abducted&#8220;. Das war noch vor meiner Zeit. Umso glücklicher bin ich, dass <strong>HYPOCRISY</strong> immer noch live spielen. Und am aller glücklichsten bin ich gerade darüber, dass sie zum <strong>RAGNARÖK 2023</strong> gekommen sind und ich ihrem verdammt geilen Auftritt beiwohnen durfte!</p>
<h2>Aller guten Dinge sind drei</h2>
<p>Der Tag ist noch jung und die meisten Festivalbesucher sind noch nicht oder noch nicht ganz wach, als <strong>DARK EMBRACE</strong> die Bühne betreten. <strong>Ist ja auch erst 13 Uhr.</strong> Da ich die Band bis dato nicht kannte, hatte ich mir zur Einstimmung einige ihrer Songs während meiner Morgenroutine in die Gehörgänge gedrückt. Aber ich will nicht Spoilern, und vor allem nicht voreingenommen an den Auftritt herangehen. Also, <strong>DARK EMBRACE</strong>, zeigt, was ihr live könnt!</p>
<p>Vier Metaller finden sich auf der Bühne, der Sänger trägt ein Nietenarmband, ansonsten sind sie schlicht in schwarz gekleidet. Wer sich fragt, die Band kommt übrigens aus Galizien. Die Musik von <strong>DARK EMBRACE</strong> würde ich als <strong>Melodic-Death-Metal</strong> beschreiben. Wenig Screams, keine Growls, dafür viel Klargesang. Beim Song <em>&#8222;Never seen the Sun&#8220;</em> (wohl ihr bekanntester Titel) rutscht die Stimme des Sängers aber immer wieder <strong>ganz unangenehm schrill</strong> nach oben ab. Das klang auf den Aufnahmen allerdings ähnlich, und ich deute es als gewolltes Stilmittel der Band. Mir persönlich taugt dieser schrille Gesang aber leider gar nicht.</p>
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<p>Dennoch harre ich vor der Bühne aus. Musikalisch zimmern <strong>DARK EMBRACE</strong> ja auch ordentlich, und eingängige Melodien können sie sowieso. Zu <em>&#8222;Life and Legacy&#8220;</em> packt ein junger, kräftiger Mann links neben mir erstmal seine (beeindruckenden) <strong>Dance Moves</strong> aus, verlegt sich dann aber wieder auf&#8217;s Headbangen. Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Bei &#8222;The bitter End&#8220; fällt der Sänger dramatisch auf die Knie. So bitter fand ich das Ende jetzt gar nicht. Dennoch, ein cooler erster Auftritt an diesem <strong>vollgepackten Festivalsamstag.</strong></p>
<h3><strong>CÂN BARDD? BARDD CÂN!</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Den Rausch ausgeschlafen, die Fingergelenke geknackt und den Kiefer gelockert, so stehe ich wieder fit wie ein (ziemlich matschiger) Turnschuh in der Halle des Geschehens, als es endlich an der Zeit für meine absolute <strong>Festivalneuentdeckung</strong> letzten Jahres ist:<strong> CÂN BARDD</strong>.</p>
<p>Und auch heute erwartet mich nichts weniger als ein<strong> intensives Schauspiel an Energie und durchdringender Schönheit.</strong> Ich würde mein Erleben dieses Konzertes beinahe als transzendentale Erfahrung bezeichnen – fast den Tränen nah und in <strong>Ehrfurcht</strong> mit dem Fußboden verwurzelt stehe ich und lasse mich in andere Welten tragen. Neben den ebenso kunst- wie druckvollen Klangkreationen der Schweizer ist diese Wirkung mitunter dem durchweg großartigen Sound zu verdanken – sowie der starken, <strong>fehlerfreien Performance</strong>, die hier an den Tag gelegt wird.</p>
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<p>Auch fällt mir heute zum ersten Mal auf, wie kreativ einige dieser Lieder und Parts aufgebaut sind – so etwa die letzten fünf Minuten des zweiten Lieds, in dem sich knappe drei musikalische Elemente die Hand zum <strong>Taumeltanz</strong> reichen und sich immer wieder neu verstricken, kombinieren und verändern, oder der rhythmisch geschriene<strong> Acapella-Part</strong>, der sich aus drei Kehlen zugleich immer wiederholt, bis er sich wieder nahtlos in die Musikwand einfügt. Ich bin, Gänsehaut tragend, beeindruckt.<br />
Und scheinbar nicht nur ich, denn sogar Merlin düst (nach anfänglichem „Ich kann mit denen nicht so viel anfangen“) im Anschluss an das Konzert zum Merch-Stand, um sich <strong>den allerletzten CÂN BARDD-Hoodie</strong> zu holen, den es gibt.</p>
<h3>Gesundheit!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Noch stehen die Zuschauer vor der Bühne in lockerem Durcheinander, aber die Stadthalle füllt sich stetig. Ich ergattere einen <strong>Platz in der zweiten Reihe</strong> und erwarte voller Vorfreude den Auftritt von <strong>ENISUM</strong>. Die Italiener haben ihr neues Album &#8222;Forgotten Mountains&#8220; sowie einen Mikrophonständer in Form eines Asts, dekoriert&nbsp; mit weiteren abstehenden Ästen, mitgebracht. Im Bühnenhintergrund hängt das Logobanner parat. Na, dann kann es jetzt ja losgehen!</p>
<p>Wem <strong>ENISUM</strong> nichts sagt: Es handelt sich um <strong>atmosphärischen Black-Metal</strong> mit, wie könnte es anders sein, viiieeel Hall. Der Sound tendiert leider etwas zum Verwaschen, die Melodien gehen teils in den Blast Beats unter. Sänger <strong>LYS</strong> hält sich mit Ansagen zurück, bedankt sich aber am Ende bei seinen Zuhörern. Auch der Rest der Bandmitglieder hat es nicht so mit Action, man konzentriert sich lieber auf die Musik.</p>
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<p>Insgesamt verläuft der Auftritt von <strong>ENISUM</strong> routiniert und unspektakulär. Der Sound hätte für meine Ohren <strong>noch etwas präziser sein dürfen</strong>, aber nichtsdestotrotz schaffen es die Italiener, eine düstere, mystische Atmosphäre zu verbreiten und ihre Zuschauer mit auf die Reise zu den &#8222;Forgotten Mountains&#8220; zu nehmen. Dass sie selbst immer noch down to earth ist beweist die Band, indem sie sich zum Abschluss des Konzert die Gelegenheit nicht nehmen lässt, ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> zu machen. Ich recke freudig die Pommesgabel in die Höhe und eile dann geschwind zum Merchstand, um mir das neue Album von <strong>ENISUM</strong> auf CD zu sichern.</p>
<h3>Zorn und Verwüstung</h3>
<p><em>Mich:</em> Nach einer kleinen Pause, in der sich nach <strong>CÂN BARDD</strong> mein musikalisches wie seelisches Fassungsvermögen wieder aufladen konnten, fühle ich mich bereit für <strong>AGRYPNIE</strong>, von denen ich kaum weniger Mitreißendes gewohnt bin. Das Wesen der Erzeugnisse beider Bands allerdings könnte (innerhalb des Konzepts Black Metal, versteht sich) kaum unterschiedlicher sein:</p>
<p><strong>Steriler, gnadenloser Sound</strong> und krächzende, leidende Schreie geben nun den Ton an. Während Letztere anfangs noch recht leise sind, schraubt der Tontechniker alsbald ordentlich am Rädchen. Nun sägen sich THORSTENS Vocals durch alles. Doch auch der Rest der Musik ist am Drücken, was das Zeug hält. Als angenehm für die Ohren würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, aber dafür bin ich ja auch nicht hier. Ich will den Schmerz spüren, den eure Musik vermittelt! <strong>Ich will den Zorn und die Verwüstung fühlen!</strong> Und das tue ich. Aua.</p>
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<p>Als dann gegen Ende der Fan-Favorit <em>„Der Tote Trakt“</em> angestimmt wird, sind plötzlich <strong>alle um mich herum am Headbangen.</strong> Der Refrain wird voller Inbrunst mitgegrölt, auch meinerseits, es folgt ein weiterer Song, und schon war es das. Schade, <em>„Schlaf“</em> hätte ich mir noch gewünscht. Aber den wird es heute noch so bald nicht geben.</p>
<h3>Die Unaussprechlichen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Es folgt eine Band, deren Namen ich nicht aussprechen kann. <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> (das muss man sich auch erstmal merken können) kommen aus <strong>Finnland</strong> &#8211; und so sehen sie auch aus. Der langhaarige Sänger zumindest, der sich auch als Gitarrist betätigt, hat ein ungemein finnisches Profil. Die Band hat aber auch noch einen Sänger mit Millimeterfrisur dabei, der kein Instrument spielt. Gesungen wird natürlich auch auf Finnisch. Der langhaarige Sänger beweist aber auch Deutschkenntnisse: <strong>&#8222;Guten Tag meine lieben Freunde, wir sind Kaunis Kuolematon!&#8220;&nbsp;</strong></p>
<p>Insgesamt stehen bei der Band fünf Leute auf der Bühne. Ihr Logobanner hängt im Hintergrund, sonst haben sie keine Deko mitgebracht. Die Menschen vor der Bühne stehen locker, die Band scheint unter den <strong>RAGNARÖK</strong>-Besuchern nicht allzu bekannt zu sein. Müsste ich jemandem erklären, was für Musik <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> spielen, es fiele mir schwer. <strong>Melodisch ist sie, schwermütig, ergreifend, aber auch mal heiser und rau.</strong> Die finnische Band, deren Name übersetzt etwa soviel wie &#8222;wunderschön unsterblich&#8220; bedeutet, bleibt mir ein ungelöstes Rätsel. Wenigstens zum letzten Song gibt uns der langhaarige Sänger einen Interpretationsanstoß mit an die Hand: <strong>&#8222;This is the Finnish way to say Goodbye.&#8220;</strong></p>
<h3>Da ist der Wurm drin</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>WORMWOOD</strong>? Nie gehört. Kommen anscheinend aus <strong>Schweden</strong> und machen melodischen Black Metal – also stelle ich mich mal zu den Lauschenden und lausche zu, was das bedeutet. Der eine Typ sieht auf jeden Fall aus wie der eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Ah, ich hatte Recht! Es ist der gleiche eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Sagt das Internet.</p>
<p>Die Show selbst ist recht solide gespielt und vom Klang her durchgängig genießbar, <strong>tut nicht weh in den Ohren</strong> und auch von den Tribünen aus klingt das Ganze noch amtlich. Gebannt sehe ich den Menschen beim gebannten Zuhören zu, muss aber ehrlich gestehen, dass sich meine Aufnahmefähigkeit irgendwann verflüchtigt und ich das Konzert leider in die recht vollbepackte Schublade mit der Aufschrift <strong>„so’n Black-Metal-Konzert halt“</strong> packen muss.</p>
<h3>Schamatsch</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf das Konzert von <strong>SCHAMMASCH</strong> war ich im Vorfeld mit am meisten gespannt. Spirituell, okkult, mystisch, das sind ihre Stichworte. Dichter Nebel wabert auf der Bühne, die nun von Gestalten mit weiten Kapuzen betreten wird. Ich sehe und höre mir den Auftritt <strong>von der Tribüne aus</strong> an. Selbige ist gut gefüllt, unten in der Halle stehen die Leute dagegen noch in entspannten Abständen. <strong>SCHAMMASCH</strong> haben <strong>Dekoelemente</strong> mitgebracht. Darunter fallen zwei mit mystischen Formen besetzte Stelen, die in ihrer Mitte jeweils eine leuchtend rote Kugel tragen; des weiteren links und rechts ein schmales, hohes Banner mit Motiv. Auch das große Banner im Hintergrund wird von einem okkulten Zeichen geschmückt.</p>
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<p>Als <strong>Avantgarde-Black-Metal</strong> bezeichnet metal-archives die Band, und dieser Zuschreibung würde ich mich einfach mal anschließen. Die Band macht keinerlei Ansagen, alles wird sehr <strong>mysteriös, düster</strong> und vor allem nebelig gehalten. Der Sound ist durchdringend, aber hier oben auf der Tribüne erwartbarer Weise etwas verwaschen. <strong>C.S.R</strong> hat eine starke Stimme, dennoch ist der Gesang ein wenig undeutlich. Melodisch ist das Ganze aber allemal. Am Ende des Konzerts treten nochmal alle Bandmitglieder zusammen vor und <strong>verbeugen</strong> sich. Ich zolle den gebührenden Beifall und wechsele dann die Tribünenseite, um mir einen guten Blick auf<strong> GRAVEWORM</strong> zu sichern.</p>
<h3>Sechs Fuß tief</h3>
<p>Lange Jahre war es still um die Italiener von <strong>GRAVEWORM</strong>. <strong>1992 gegründet</strong>, war die Band bis 2015 durchgängig aktiv, hatte dann aber eine <strong>längere Schaffenspause</strong> eingelegt. Nun sind sie zurück und haben ein neues Album im Gepäck! &#8222;Killing Innocence&#8220; heißt es, und selbstverständlich bekommen wir auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> einige Kostproben daraus <strong>um die Ohren gepfeffert</strong>, so zum Beispiel den siebten Track <em>&#8222;We Are the Resistance&#8220;</em>.</p>
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<p>Die fünf Metaller auf der Bühne lassen es ordentlich krachen, der <strong>Sound ist brachial</strong>. Die Zuschauer stehen dicht an dicht und lassen sich die Aufforderung von Sänger <strong>STEFAN FIORI</strong> nicht zweimal sagen: <strong>&#8222;Ich will eure Haare fliegen sehen!&#8220;</strong> &#8211; das kann er haben. Köpfe nicken, Haare fliegen, das Publikum ist voll in seinem metallischen Element. Sänger <strong>STEFAN</strong> ist sichtlich gerührt: &#8222;Es ist ne Ehre für uns, heute Abend hier für euch zu spielen!&#8220; Zum letzten Song dreht er dann nochmal richtig auf. Ein <strong>Circle Pit</strong> soll her! Und tatsächlich geht unten im Publikum jetzt die luzi ab. Ich beobachte von der Tribüne aus freudig amüsiert das feucht-fröhliche Treiben und speichere das Konzert von <strong>GRAVEWORM</strong> als einen durch und durch gelungenen Auftritt ab. Um <strong>STEFAN</strong> ein letztes Mal zu zitieren: &#8222;Vielen Dank, Dankeschön!&#8220;</p>
<h3>Keine Verschnaufpause</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>THYRFING</strong>, hui! Endlich sehen wir uns mal. Trotz langjähriger Begeisterung für diese Musiksparte ist das noch nie vorgekommen – aber es gibt wohl<strong> für alles ein erstes Mal</strong>, auch wenn dieses spät kommt.<br />
Und nochmal: Hui! Da steckt ja noch eine richtige Urgewalt früher <strong>Pagan- und Viking-Metal-Tage</strong> in diesen Jungs! Roh und rockig, wenn auch nie ohne Gefühl, so hämmern sich die Alteingesessenen durch ihr Set.</p>
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<p>Und das quasi nahtlos: Gerade mal zehn Sekunden geben sie sich und dem Publikum zwischen den Songs zum Verschnaufen – wenn überhaupt. Diese Männer spielen mit einer <strong>Überzeugung und einer Standhaftigkeit</strong>, es ist ein Fest. <strong>THYRFING</strong> beweisen, dass sie es genau so draufhaben, wie eine Band ihres Kalibers und Standes es draufhaben sollte, und genau ein Song kommt mir dabei sogar leicht bekannt vor. Habe leider vergessen, welcher.</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 2/2</strong></h3>
<p><strong>Apropos Kaliber:</strong> Nun sind wieder <strong>MÅNEGARM</strong> dran – <strong>diesmal dürfen sie ihre Instrumente allerdings einstöpseln.</strong> Toll daran ist, dass dem Publikum so der direkte Vergleich gegeben ist zwischen den beiden Seiten (böse und lieb) dieser schwedischen Formation.</p>
<p>Im Vergleich zu <strong>THYRFING</strong> aber sind sie, selbst in der Metal-Variante, definitiv die melodischere und weniger geradlinige Band. Vor allem, weil sich <strong>MÅNEGARM</strong> auch mal Pausen gönnen, sich in Ruhe auf Folk-Parts einlassen oder sich gänzlich zu einem langsameren Songtempo hinreißen lassen. Auch hat man die Gelegenheit genutzt, <strong>erneut mit Sängerin UMER aufzutreten</strong>. Ich meine, wenn sie sowieso schon mal mit dabei ist. Witz beiseite, ihre Stimme findet sich auch ins Metal-Set wunderbar ein, und ohne sie wäre es bestimmt ein weniger interessantes Konzert geworden.</p>
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<p>Ein paar der Melodien vom Vortag melden sich auch heute wieder zu Wort, und ich finde, dass die Show (und jene von gestern) einen <strong>starken Kontrast</strong> bildet zu der vom <strong>DARK TROLL</strong> im Jahre 2022, welche mir weniger gut gefallen hat.</p>
<p>Mit <em>„Oden Owns Ye All“</em> gehen <strong>MÅNEGARM</strong> zum Schluss noch einmal in den (verhältnismäßigen) <strong>Partymodus</strong>, was die Besucher sichtlich erfreut und zum Mitmachen animiert. Wenngleich der Song nur bedingt zu den meisten anderen passt, so ist es nicht umsonst ein Publikumsliebling – <strong>schnell, catchy und sogar ein bisschen mitsingbar</strong>, weil nicht gänzlich auf Schwedisch.</p>
<h3>HARAKI&#8230; HAKARI&#8230; HARAKIRI!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mache ich mir schon gar keine Notizen mehr. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> inzwischen so oft live gesehen und es war jedes mal wieder ein Highlight für mich. Aber heute ist etwas anders, und zwar wird heute ihr erstes Album, die Selbstbetitelte, zelebriert. <strong>Also nix mit <em>&#8222;Fire, walk with me&#8220;</em></strong> &#8211; dem Song, der sonst verlässlich zum Standardrepertoire gehört hatte.</p>
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<p>Zusätzlich haben <strong>HARAKIRI</strong> einen <strong>Featuregast</strong> am Start. Man munkelt ja, es handele sich bei ihm um den Sänger von <strong>GROZA</strong>. Gesanglich passt er jedenfalls gut rein, die Atmosphäre stimmt. Aber apropos Gesang: <strong>J.J.</strong> klingt irgendwie besonders heiser heute. <strong>Zu wenig geschlafen und zu viel getrunken</strong>, möglicherweise? Na, wie dem auch sei. Der nostalgische Black-Metal verfängt trotzdem bei mir und auch beim restlichen Publikum. Old but stayed gold.</p>
<h3>Ein Heer, yeah!</h3>
<p>Apropos old: Weiter geht es mit dem Auftritt von <strong>EINHERJER</strong>. Auch wenn ich den Namen schon dutzende Male auf Festivalflyern gelesen habe,<strong> live gesehen habe ich die Band tatsächlich noch nie</strong>. Ich bin gespannt!</p>
<p>Wie viele Bands auf dem diesjährigen <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> haben sich auch <strong>EINHERJER</strong> in den Neunzigern gegründet. Das Publikum vor der Bühne gestaltet sich dementsprechend. Der <strong>Altersdurchschnitt</strong> liegt dann doch ein Stücken über den jungen Jahren, die ich selbst auf dem Buckel habe. Und: Es stehen <strong>erstaunlich wenig Leute vor der Bühne</strong>! Ich hatte die Stadthalle dann doch voller erwartet&#8230;</p>
<p>Leider stelle ich recht schnell fest, dass auch ich mich für diese Band nicht begeistern kann. An sich bin ich ja ein Freund von <strong>Viking-Metal</strong>, aber was die vier Norweger oben auf der Bühne da fabrizieren, klingt für mich schlicht <strong>kraftlos und einschläfernd</strong>. Ich würde es nicht mal als schlecht bezeichnen, sondern einfach als langweilig. Die Band feuert ihre Zuschauer zwar an (&#8222;Hey! Hey! Hey!&#8220;), aber eine wirkliche Party-Stimmung will nicht aufkommen. Und so schleiche ich mich schon vor Ende des Auftritts aus der Halle, um mir vor <strong>NARGAROTH</strong> noch etwas zu Essen zu gönnen. Wann, wenn nicht jetzt.</p>
<h3>Der vorletzte Sargnagel</h3>
<p><em>Mich:</em> Irgendwann habe ich in Wacken mal <strong>NAGLFAR</strong> live gesehen. Und mit irgendwann meine ich in so grauer Vorzeit, dass ich noch <strong>absolut kein Konzept von Black Metal</strong> gehabt haben muss. In meiner Erinnerung waren<strong> NAGLFAR</strong> nämlich eine recht melodiengetriebene Pagan-Metal-Band, und der einzige Song, an den ich mich erinnere, ist „Brimstone Gate“, welcher in mehr oder weniger gemächlichen Triolen vor sich herkullert. So oder so ähnlich habe ich mir die Sache also vorgestellt. <strong>Weit gefehlt lol.</strong></p>
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<p>Die nächsten 40 Minuten stehe ich da und weiß nicht, wie mir geschieht. Die darauffolgenden zehn Minuten (Konzert ist vorbei) stehe ich immer noch da, <strong>Haare nach hinten abstehend</strong> von dem buchstäblichen Sturm, der gerade über mich hinweggefegt ist. Was ist mir da gerade widerfahren?</p>
<p>Gleich der erste Song beginnt mit <strong>Tremolo-Picking</strong>, höllisch schnellen Blast Beats und einem infernalischen Schrei, der mir zu den Ohren in den Kopf dringt und zu den Zehenspitzen wieder herauskommt. Und das hört dann einfach nicht mehr auf. Die halten dieses <strong>Tempo und Aggressionslevel</strong> einfach mal für 30 Minuten, bis sie einen auch nur ansatzweise weniger gnadenlosen Song spielen.</p>
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<p>Dieser Beschreibung nach könnte man <strong>NAGLFARs</strong> Musik mit rein stupidem Geballer verwechseln, aber nein – die Riffs, die Melodien, die die Gitarren zu diesem <strong>Buffet an Krassheit</strong> servieren, geben mir regelrecht Gänsehaut. Die Vocals klingen dazu richtig professionell und bösartig, und jeder Hochleistungssportler könnte sich noch eine Scheibe beim Drummer abschneiden.</p>
<p><em>„Brimstone Gate“</em> fällt leider aus, aber das finde ich jetzt auch gar nicht so schlimm angesichts der Tatsache, dass ich gerade ohne jegliche Vorwarnung <strong>eines der zwei besten Konzerte dieses Festivals</strong> auf mich losgelassen wurde. Und definitiv das krasseste. Ich bin begeistert. Tschüss.</p>
<h3>Der letzte schlägt die Tür zu</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zum letzten Künstler des diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong> möchte ich vorausschicken, dass sich bitte jeder seine eigene Meinung zu ihm bilde. Ja, <strong>RENE WAGNER</strong> alias<strong> ASH</strong> ist eine <strong>umstrittene Persönlichkeit.</strong> Schaue ich mir seinen Auftritt trotzdem an? Verdammt, ja! Egal, was man über ihn und damit über sein Musikprojekt sagen kann, <strong>NARGAROTH</strong> ist und bleibt eine <strong>Instanz im Black-Metal.</strong> Und hier und jetzt haben wir die Gelegenheit, diese Instanz live zu erleben.</p>
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<p><strong>ASH</strong> betritt die Bühne und reckt erstmal beide Mittelfinger gen Himmel. Die <strong>&#8222;Fickt-Euch&#8220;-Attitüde</strong> ist er also schonmal nicht losgeworden. Black-Metal-konform sind <strong>ASH</strong> und seine drei Livemusiker mit <strong>jeder Menge Leder und Nieten</strong> sowie mit klassischem Corpsepaint ausgestattet. Er selbst trägt die langen Haare die meisten Zeit quer übers Gesicht. &#8222;Wie kann man so singen?&#8220;, wundere ich mich. Aber irgendwie funktioniert es. Sehr gut sogar.</p>
<p>Stimmlich gehört ist der Auftritt von <strong>ASH</strong> beziehungsweise <strong>NARGAROTH</strong> brutal. Also <strong>brutal im Sinne von gewaltig.</strong> Der Sound insgesamt wurde leider zu laut aufgedreht und deshalb <strong>teilweise übersteuert.</strong> Immer mal wieder hört man ein unangenehmes Quietschen. Rein musikalisch finde ich das Konzert von <strong>NARGAROTH</strong> allerdings bombe, fast schon episch.</p>
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<p>An den dämonischen Dekostelen auf der Bühne werden kurz vor Schluss nochmal <strong>Kerzen entzündet</strong> für noch ein bisschen mehr schwarzmetallene Atmosphäre. &#8222;Seid ihr noch wach?&#8220;, fragt ASH in die Menge. Ja, doch. Einer geht noch. Und was darf bei einem <strong>NARGAROTH</strong>-Konzert auf keinen Fall fehlen? Na? <strong><em>&#8222;Black Metal ist Krieg&#8220;</em></strong> natürlich! Und damit wäre die Spielzeit dann auch zur Gänze ausgereizt.</p>
<h2><strong>Schlusssequenz</strong></h2>
<p>Und damit ist es auch schon wieder vorbei, das <strong>RAGNARÖK 2023</strong>. Ein Festival, gespickt mit unglaublich vielen guten Auftritten, mit leckeren Barbarenspießen und <strong>Strömen von Bier und Met.</strong> Ich kehre jedes Jahr aufs neue gerne nach<strong> Lichtenfels</strong> zurück, um dieses Fest der Festivals zu feiern. Und Obacht: Für 2024 sind <strong>bereits die ersten Bands bestätigt!</strong></p>
<p>Ich blicke zurück auf ein großartiges <strong>RAGNARÖK 2023</strong> und mir bleibt nichts weiter zu sagen als: <strong>Wir sehen uns nächstes Jahr! Cheers!</strong></p>
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		<title>Senf der Woche #27 &#8211; VOLL SYMPATHISCH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2017 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[drachenlord]]></category>
		<category><![CDATA[NACHTMYSTIUM]]></category>
		<category><![CDATA[NARGAROTH]]></category>
		<category><![CDATA[Pantera]]></category>
		<category><![CDATA[Phil Anselmo]]></category>
		<category><![CDATA[senf]]></category>
		<category><![CDATA[senf der woche]]></category>
		<category><![CDATA[violent dancing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-21048"></span><br />
<strong><em>Thema heute:</em>&nbsp;Arroganz, Abzocke, Arschlochtum &#8211; Wer zählt für dich zu den größten Unsympathen des Metals und warum?&nbsp;</strong></p>
<div class='vw-row-shortcode'></div>
<div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hannes/" target="_blank" rel="noopener">Hannes</a>&nbsp;</b>meint:</span></p>
<p>Hefte raus und mitschreiben! Obwohl sich die Zahl an <strong>Idioten und unsympathischen Menschen</strong> in der Metalszene in Grenzen hält, existieren trotzdem einige Musiker unter ihnen, die dem Begriff <strong>&#8222;Angeber&#8220;</strong> oder<strong> &#8222;Idiot&#8220;</strong> mehr als gerecht werden. <strong>Rene</strong>, oder <strong>Ash</strong>, wie er sich heute nennt, ist einer von ihnen. Während heute im musikalischen Bereich tatsächlich einiges an<strong> qualitativ wichtigem Material</strong> von <strong>NARGAROTH</strong>&nbsp;existiert und die Band die deutsche Szene neben <strong>NAGELFAR</strong> sichtlich beeinflusste, so werfen seine <strong>hanebüchenen Aussagen</strong> einen riesigen Schatten auf sein Werke. Angefangen mit <strong>Falschaussagen</strong> über die Erscheinungsdaten seiner ersten Alben, über ein seltsames <strong>Geltungsbedürfnis</strong>, bis hin zur <strong>urkomischen Dokumentation</strong> auf einer DVD über die Abkehr vom Black Metal und die spätere &#8222;Rückkehr&#8220;.</p>
<p>Unsympathisch machte sich auch der Kopf der Band <strong>NACHTMYSTIUM</strong>. <strong>Blake Judd</strong> lockte damals viele Fans mit <strong>eigenen Fanartikeln</strong>,<br />
verprasste allerdings das Geld für seinen <strong>Drogenkonsum</strong>. Und das Merchandise blieb aus. Dies führte dazu, dass seine <strong>gesamten Mitstreiter die Band verließen</strong>.<strong>&nbsp;</strong>Diverse Labels druckten zudem <strong>T-Shirts mit Warnungen vor Blake</strong>. Eine Unart, der sich <strong>Judd</strong> heute aber entledigen möchte. Aus dem Unsympath wurde mittlerweile ein Mensch, der seine <strong>Drogensucht (vorerst) besiegt</strong> hat und der sich nun redlich bemüht, den Geschädigten ihr Geld zurück zu geben. Dennoch bleibt ein<strong> fader Beigeschmack</strong>. Und ein <strong>Misstrauen</strong>, dem er sich verständlicherweise stellen muss.</p>
<p></div>
<div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/sascha" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sascha</strong></a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Zu den größten Unsympathen im Metal zählt für mich seit seinen <strong>White-Power-Ausschreitungen</strong> im Frühjahr letzten Jahres <strong>Phil Anselmo</strong>, seines Zeichens ehemaliger <strong>PANTERA</strong>-Sänger. Den <strong>Hitlergruß</strong>&nbsp;machen, mehrfach <strong>„White Power“</strong>&nbsp;schreien und es dann <strong>auf Weißwein</strong>, der Backstage getrunken wurde,<strong>&nbsp;schieben</strong> &#8211; einfach nur unverantwortlich und erbärmlich. <strong>Z</strong><strong>ehn von zehn Unsympathen-Punkten!</strong></p>
<p>Auf Platz zwei steht bei mir die <strong>YouTube-Ikone</strong> <strong>Rainer Winkler</strong>, aka <strong>Drachenlord </strong>(muss ich dazu eigentlich irgendetwas schreiben?) Wieso? Seine <strong>grundlegende Art</strong>, sich selbst als den <strong>derbsten Metalhead dieser Welt</strong> zu bezeichnen, Leute zu <strong>beleidigen</strong>, sich<strong> an alles ran zuschmeißen</strong>, das nicht männlich ist, und seine <strong>Arroganz</strong> gehen mir gehörig gegen den Strich. Klar hat er eine <strong>riesige Menge an Hatern</strong>.&nbsp;Aber zum Teil ist er <strong>selbst schuld</strong> daran. Würde er sich zumindest an die Regel „Don&#8217;t feed the troll“ halten, könnte es rosiger aussehen.</p>
<p>Zu guter Letzt widme ich meinen Senf nicht nur einer Person, sondern einer ganzen Gruppe: <strong>Violent Dancer</strong>. Was fällt euch Vollpfosten ein, den <strong>Spaß anderer Leute kaputt zu machen</strong>, indem ihr <strong>einfach nur aufs Maul</strong> geben wollt, nur weil ihr so ein <strong>kleines Ego</strong> habt?! Das Rumschlagen und Rumtreten zur Musik ist kein Ausdruck von Gefühlen. Sondern nur ein <strong>egozentrischer Beweis eines kleinen Geschlechtsorgans</strong>.</p>
<p></div>
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		<title>Senf der Woche #26 &#8211; LEGENDEN? NA UND!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2017 06:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-26-legenden-na-und/">Senf der Woche #26 &#8211; LEGENDEN? NA UND!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-20349"></span><br />
<strong><em>Thema heute:</em>&nbsp;Jeder kennt sie, doch nicht jeder mag sie &#8211; mit welchen &#8222;großen&#8220; Bands kannst du so gar nichts anfangen?</strong></p>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hannes/" target="_blank" rel="noopener">Hannes</a>&nbsp;</b>meint:</span></p>
<p>Oh, wo soll ich da nur anfangen? <strong>METALLICA</strong> und <strong>MEGADETH</strong> geben mir rein gar nichts. Auch wenn größtenteils <strong>gute Musiker</strong> dahinterstecken, empfinde ich bei den Songs absolut nichts. Wenn es um <strong>guten Thrash Metal</strong> geht, dann höre ich lieber <strong>NIHILIST</strong>,<strong>&nbsp;INFANT DEATH</strong> (Black Thrash) oder auch mal <strong>MANTIC RITUAL</strong> (leider aufgelöst).</p>
<p>Auch bei den großen <strong>Heavy-Metal-Göttern IRON MAIDEN</strong> muss ich passen (mit Ausnahme der ersten zwei Scheiben). Stattdessen höre ich lieber M<strong>ETAL INQUISITOR</strong> oder <strong>DAWNBRINGER</strong>, weil hier noch <strong>nicht alles glatt gebügelt</strong> klingt.</p>
<p>Im <strong>Death Metal</strong> langweile ich mich bei <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> und <strong>SIX FEET UNDER</strong>. Auch hier gilt wieder: gute Musiker, Songs jedoch belanglos. Alternativen sind hier für mich <strong>LIFELESS</strong>, <strong>TEITANBLOOD</strong>, <strong>COFFINS</strong> und <strong>TRIUMVIR FOUL</strong>. Ich fühle ich im <strong>Black Metal</strong> seit Jahren sehr wohl, doch auch hier verstehe ich den <strong>Hype</strong> um <strong>BATUSHKA</strong> und <strong>NARGAROTH</strong> nicht. Ersatzdrogen sind hier <strong>CULT OF FIRE</strong>, <strong>EVILFEAST</strong> oder auch seit neuem <a href="https://silence-magazin.de/tchornobog-innere-daemonen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>TCHORNOBOG</strong></a>, die aus verschiedenen Genres <strong>einen Prototyp geschaffen</strong> haben, den sonst nur <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> entwickeln konnten.</p>
<p>Beim <strong>Doom Metal</strong> hingegen fallen mir kaum Bands ein, die ich öde finde. Vielmehr <strong>ödet mich diese Musikrichtung seit Jahren an</strong>, weil gefühlt 80% der Bands in den ewig gleichen Bünden durch die Landschaft riffen. <strong>HYMN</strong> und <strong>FUNERALIUM</strong> sind da eine schöne Ausnahme.</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/don-promillo" target="_blank" rel="noopener"><strong>Don Promillo</strong></a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Oha, große Bands, mit denen ich wenig bis nichts anfangen kann, gibt es tatsächlich so einige. Fangen wir doch gleich mal mit der wahrscheinlich größten an:&nbsp;<strong>METALLICA</strong> – die Band, mit der die meisten von uns <strong>zum Metal gekommen</strong> sind. Ich jedoch nicht. Schon seit Jahrzehnten wird <strong>deutscher- und Bay Area-Thrash im Hause Promillo gefeiert</strong>, aber dann doch eher <strong>EXODUS </strong>und <strong>KREATOR</strong>.</p>
<p>Im <strong>Black Metal</strong> konnte ich noch nie sehr viel mit der Musik, geschweige denn dem <strong>missratenen Typen</strong> von <strong>BURZUM</strong> anfangen. Was man <strong>BURZUM</strong> aber nicht absprechen kann, ist, dass sie <strong>MAYHEM</strong> zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Ich bin mir nicht sicher, wie sich ihr <strong>Werdegang ohne Herrn Vikernes</strong> gestaltet hätte.</p>
<p>Nun aber zum <strong>größten Rätsel der modernen Musikgeschichte</strong>. Es gibt kaum ein Musikblatt, welches nicht monatlich von ihnen berichtet und doch gehen sie mir komplett am Hintersten vorbei. Die Fans gröhlen mit, obwohl <strong>der Sänger eine Ausstrahlung wie ein Steuerberater</strong> hat. Das kann nur eine Band sein. Richtig, <strong>BLIND GUARDIAN</strong>. Ich werde aus dieser Musik einfach nicht schlau. Mir überbringt sie <strong>null Energie</strong> und hinterlässt <strong>nichts als Fragezeichen</strong>. Und bevor die Frage aufkommt: Ja, ich habe/musste sie mir schon mehrmals live anschauen!</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hyaene" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sebastian</strong></a>&nbsp;</b>sagt:</span></p>
<p>Große Bands, kleine Wirkung. Irgendwie bekommt man ständig <strong>von allen anderen vorgesagt</strong>, welche Band groß, sprich musikalisch ganz toll und bedeutend ist. Die <strong>eigene Meinung</strong> dazu kann oft <strong>ganz anders</strong> sein.</p>
<p>Beim Überlegen, bei welchen Gruppen mir das so geht, denke ich auch, dass ich da wohl auch selektiv höre. Es kann ja sein, dass ich von <strong>Band XY</strong> aus besagter Kategorie vielleicht <strong>nur zwei Songs gut finde</strong>, den Rest aber nicht. Die Band an sich ist mir damit <strong>immer noch relativ egal</strong>. Man kann trotzdem ihren <strong>musikalischen Verdienst</strong>&nbsp;<strong>respektieren</strong>. Nennt es <strong>Rosinenpickerei</strong>, aber macht das nicht jeder irgendwo?</p>
<p>Eine Band, um deren Stellenwert ich mir durchaus bewusst bin, und die ich auch schon ein paar mal live gesehen habe, ist <strong>JUDAS PRIEST</strong>. Die Band hat einen <strong>guten Sound</strong>, <strong>liefert live</strong> toll ab und <strong>unterhält</strong> auf jeden Fall immer noch gut ihr Publikum. Und zu <strong>Rob Halford</strong>&nbsp;muss man auch nichts mehr sagen. Trotzdem, die <strong>Musik berührt mich nicht</strong>, trotz ihrer Brillanz. Letzten Endes ist dies auch nicht ihre Aufgabe. Das ist <strong>nicht schlimm</strong>, sie stehen damit auch lange <strong>nicht allein</strong>. Bei <strong>SAXON</strong> ist es ganz ähnlich.</p>
<p>Mir stellt sich nun jedoch die Frage, <strong>welche Band der NWBHM&nbsp;ohne Probleme als „klein“ bezeichnet werden kann.</strong>&nbsp;<strong>DEF LEPPARD</strong> fand ich immer sehr interessant, mit einem <strong>eigenen Stil</strong>. Ihre <strong>direkte Spielweise</strong> und der <strong>klare Sound</strong> kam immer besser an bei mir. Aber letzten Endes muss jeder selbst wissen, wo er die <strong>Genregrenzen</strong> zieht und was ihn anspricht. Nur entschuldigen sollte man sich nicht dafür.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-26-legenden-na-und/">Senf der Woche #26 &#8211; LEGENDEN? NA UND!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Durch das eigene Blut hingerichtet &#8211; BLOODROCUTED im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
		<category><![CDATA[absu]]></category>
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		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hatte die Möglichkeit, Sänger Daan von BLOODROCUTED, einer jungen Thrash-Metal-Band aus Belgien, ein paar Fragen zu stellen. Die Band hat kürzlich ihr drittes Studioalbum heraus- und eine erfolgreiche Europa-Tour mit NARGAROTH, HATE und ABSU hinter sich gebracht. Darüber möchte ich mich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview/">Durch das eigene Blut hingerichtet &#8211; BLOODROCUTED im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte die Möglichkeit, Sänger <strong>Daan</strong> von <strong>BLOODROCUTED</strong>, einer jungen Thrash-Metal-Band aus Belgien, ein paar Fragen zu stellen. Die Band hat kürzlich ihr drittes <a href="https://silence-magazin.de/neuer-wind-im-thrash-himmel-bloodrocuted/">Studioalbum</a> heraus- und eine erfolgreiche Europa-Tour mit <strong>NARGAROTH</strong>, <strong>HATE</strong> und <strong>ABSU</strong> hinter sich gebracht. Darüber möchte ich mich etwas näher mit <strong>Daan</strong> unterhalten.</p>
<h4><em>SILENCE</em>: Erzähl uns doch ein bisschen was über eure Band. BLOODROCUTED ist ja ein sehr außergewöhnlicher Name. Woher stammt der denn? Meine Vermutung ist, dass es eine Kombination aus dem englischen Wort für Blut und den letzten Silben des Wortes „electrocuted“ (durch Elektrizität hingerichtet) ist. Ich liege bestimmt total daneben, oder? Kannst du uns kurz erläutern, was es bedeutet?</h4>
<p><strong>Daan</strong>: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Der Name selbst stammt von einem Song der Band <strong>DETHKLOK</strong>. Wie waren damals große Fans der Band, als wir <strong>BLOODROCUTED</strong>&nbsp;gegründet haben und fanden die Idee, durch das eigene Blut hingerichtet zu werden, sehr faszinierend (Anmerkung des Redakteurs: das Blut soll als elektrischer Leiter dienen). Deshalb haben wir uns für&nbsp;<strong>BLOODROCUTED</strong> entschieden.</p>
<h4><em>S</em>: Welche Bands würdet ihr musikalisch als eure größten Einflüsse betrachten?</h4>
<p><strong>D:</strong> Da könnte man jetzt sehr viele aufzählen. Aber ich sage <strong>KREATOR</strong>, <strong>DEATH</strong>, <strong>SLAYER</strong>, <strong>MORBID ANGEL</strong>, <strong>ENTOMBED</strong> und <strong>CARCASS</strong> haben musikalisch den größten Einfluss auf unseren Klang gehabt. Diese Bands stehen für das, was ich am meisten in der Musik liebe: Die Geschwindigkeit und Aggression von <strong>SLAYER</strong> und <strong>KREATOR</strong>, die technischen Aspekte von <strong>DEATH</strong> und <strong>MORBID ANGEL</strong>, die komplette und völlige Brutalität von <strong>ENTOMBED</strong> und die Melodie und Geschwindigkeit von <strong>CARCASS</strong>.</p>
<h4><em>S</em>: Euer Line-Up hat sich in den letzten sieben Jahren stark verändert. Hatte das einen Einfluss auf euren individuellen Sound?</h4>
<p><strong>D:</strong> Ohne jeden Zweifel. Das kann ich definitiv mit &#8222;Ja&#8220; beantworten. Jeder unserer Drummer hat unserer Musik durch unterschiedliche Spielweisen seinen eigenen Stempel aufgedrückt (Anm. des Redakteurs: <strong>BLOODROCUTED </strong>hatten bisher drei verschiedene Drummer). Ohne <strong>Bob</strong> (Anmerkung des Redakteurs: <strong>Bob Briessinck</strong>, ehemaliger Sänger von <strong>BLOODROCUTED</strong>) hatte ich mehr Freiräume, die Musik durch meine musikalischen Breakdowns und melodischen Parts zu ergänzen. Für mich ist es deshalb sehr offensichtlich, dass „For The Dead Travel Fast“ viel melodischer geworden ist als unsere früheren Alben.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Lass uns ein bisschen über euer neues Album sprechen: Für mich klingt es nach einem sehr Melodie-getriebenen Thrash-Metal-Album. Wie würdest du den Sound von „For The Dead Travels Fast“ beschreiben?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Hmm, das ist eine schwierige Frage. Ich finde, dass sich unsere Musik zwischen verschiedenen Genres bewegt. Wenn ich frei äußern könnte, was es für eine Musikrichtung ist, würde ich Melodic Blackend Death Thrash sagen, aber das klingt ziemlich komisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-18340 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1.jpg" width="450" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1.jpg 450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Das Cover-Artwork der neuen CD ist sehr faszinierend. Wer hat es gezeichnet? Erzähl mir etwas über die nähere Bedeutung!</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Das Cover-Artwork stammt von <strong>Pieter Geussens</strong>. Er ist Kunststudent und hat einen tollen Job gemacht. Wir wollten mit dem Album pure Angst darstellen. Der Titel des Albums stammt deshalb auch von <strong>Bram Stoker</strong>s <strong>Dracula</strong>. Die Lyrics sind eher angelehnt an moderne Horrorstories wie Missbrauch, Geschlechterungleichheit, blinde religiöse Hingabe und so weiter.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Kannst du uns noch ein bisschen mehr über die Lyrics erzählen?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Wie bereits beschrieben, beschäftigt sich das Album mit vielen Dingen, die mich in unserer modernen Welt einfach frustrieren. Zum Beispiel handelt <em>“Perversion of Purity”</em> von einer Frau, die vergewaltigt wurde. Der Täter wird durch das chauvinistische System geschützt.&nbsp;<em>“Denial of the Cross”</em> beschreibt sich eigentlich von selbst. <em>“Cult of Sacrifice”</em> erzählt von ausgebeuteten Menschen, die nur noch für die Elite arbeiten.&nbsp;Insgesamt ist es ein sehr gesellschaftskritisches Album.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Ihr wart&nbsp;</b><b>in der Vergangenheit&nbsp;</b><b>sehr häufig auf Tour, zum Beispiel mit SUICIDAL ANGELS, SKELETONWITCH, HAVOK, MELECHESCH, ABSU und NARGAROTH.&nbsp;</b><b>Wie lief eure Europa-Tournee mit </b><b>NARGAROTH, ABSU und HATE</b><b>?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Es war einfach nur grandios! Am Anfang hatten wir ein bisschen Angst, als einzige Thrash-Metal-Band an einer Black-Metal-Tour teilzunehmen, aber anscheinend mögen Black-Metal-Fans unsere extremere Variante des Thrash Metals. Wir haben an Orten gespielt, an denen wir noch nie waren, zum Beispiel in Rumänien und der Slowakei. Das war ziemlich cool. Wir haben viele von unserer Musik überzeugen können und neue Fans gewonnen. Die Bands, mit denen wir getourt haben, waren super nett und haben uns sehr darin unterstützt, das Publikum von uns zu überzeugen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18400" aria-describedby="caption-attachment-18400" style="width: 890px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18400 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe.jpg" width="900" height="596" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18400" class="wp-caption-text"><strong>BLOODROCUTED</strong> bei ihrer letzten Europa-Tour</figcaption></figure>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Gibt es eine bestimmte Band mit der ihr gerne touren würdet? (Egal, ob es die Band noch gibt oder nicht)</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Oh, da gibt es so viele Kombos, mit denen wir gerne touren würden. Aber wenn es egal ist, ob die Band noch aktiv ist, würde ich mich für <strong>DEATH</strong> entscheiden. <strong>DEATH</strong> waren für mich die Band, die den Extreme Metal besonders stark geprägt hat. Die Band war einfach einzigartig.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Gibt es irgendwelche Clubs oder andere Veranstaltungsorte, in denen ihr gerne auftreten würdet?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Da gibt es ziemlich viele. Am liebsten möchte ich an Orten spielen, an denen wir noch nie zuvor gespielt haben. Zum Beispiel in Lateinamerika und in den USA. Um die Frage vielleicht noch etwas konkreter zu beantworten: In legendären Clubs, wie dem&nbsp;<strong>Underworld</strong> in <strong>London</strong> oder in der&nbsp;<strong>Turbinenhalle Oberhausen </strong>würden wir auch gern auftreten. Zudem würden wir sehr gerne dem&nbsp;<strong>Turock</strong> in <strong>Essen&nbsp;</strong>einen weiteren Besuch abstatten.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Bespielt ihr in diesem Jahr irgendwelche Festivals?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Dadurch, dass <strong>Bob</strong> die Band kürzlich verlassen hat, hatten wir keine Zeit, unsere Promo zu starten. Deshalb leider keine Festivals für uns dieses Jahr.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Was macht ihr, wenn ihr gerade nicht musiziert?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Ich studiere zur Zeit noch Heilpädagogik in Antwerpen. Wenn alles nach Plan verläuft, werde ich nächstes Jahr mein Studium abschließen, doch es ist noch nicht sicher. Manchmal muss ich für eine Tour Prüfungen verschieben.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Kannst du uns irgendwelche anderen belgischen Bands oder andere junge Thrash-Metal-Bands empfehlen?</b></h4>
<p><strong>D</strong>: Oh ja, kann ich tatsächlich! <strong>CARNATION</strong>, <strong>MARGINAL</strong>, <strong>MACHE FUNEBRE</strong>, <strong>SPEED QUEEN</strong> und natürlich die legendären <strong>EVIL INVADERS</strong>, die gerade Europa erobern.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/EWXIft6ePjU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Wie sind eure Pläne für die Zukunft?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Wie fangen gerade wieder an, neue Musik für das nächste Album aufzunehmen. Wir wollen in diesem Sommer auch einen Videoclip drehen. Außerdem spielen wir in diesem Jahr noch in einigen coolen Clubs und sind auch schon in Verhandlungen über eine Tour im Winter 2018, aber es ist noch nichts Konkretes.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Möchtest du noch irgendetwas zum Schluss loswerden?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Vielen Dank für das Interview! Und an alle Leser da draußen: Hört euch unser neues Album auf YouTube, Spotify oder iTunes an! Und unterstützt weiterhin den Thrash Metal!</p>
<p><a href="http://www.bloodrocuted.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/BloodrocutedThrash/">Facebook</a></p>
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		<title>Die bebende Burg &#8211; Dark Troll Festival 8</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jun 2017 10:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manches Festival besticht durch den günstigen Kartenpreis, manch anderes durch räumliche Nähe zum Wohnort, wieder andere durch ein überzeugendes Billing. Als ich 2015 zum ersten Mal das Dark Troll Festival besuchte, war es von Allem ein bisschen. Das Festival bietet seit jeher ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manches Festival besticht durch den günstigen Kartenpreis, manch anderes durch räumliche Nähe zum Wohnort, wieder andere durch ein überzeugendes Billing. Als ich 2015 zum ersten Mal das <strong>Dark Troll Festival</strong> besuchte, war es von Allem ein bisschen. Das Festival bietet seit jeher mit drei Tagen für unter 50 € eine wirklich stolze Kombination aus Pagan, Folk und Black Metal aus aller Welt. Mittlerweile hat sich das Festival, das traditionell an Vatertag startet, als persönlicher Auftakt der Open-Air-Saison fest in meinem Festivalkalender etabliert. Und während ich in den letzten beiden Jahren lediglich als Gast unterwegs war, darf ich dieses Jahr als Teil der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew mit dabei sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Donnerstag, 25.05.2017</strong></h4>
<p>Während <strong>Sascha</strong>, <strong>Hannes</strong> und <strong>Alex</strong> schon am Mittwoch angereist sind um den Stand aufzubauen, ziehe ich am Donnerstag nach. Um 14 Uhr treffe ich ein, also gut zwei Stunden vor dem ersten Auftritt. Glücklicherweise läuft während dieser „Wartezeit“ schon Musik im Hintergrund, sodass ich zu Hits von <strong>MODERN TALKING</strong>, <strong>ABBA</strong> &amp; Genossen schon richtig in Fahrt komme.</p>
<p>Das mag jetzt erstmal völlig unpassend wirken, jedoch muss man sich vergegenwärtigen, dass im Zuge der allgemeinen Männertagserheiterung die Tore der Burg bis zum Beginn des ersten Konzerts jedem offen stehen. Und seit Jahren ist es Tradition, dass ein standhafter Alleinunterhalter mit brüchiger Stimme, aber flotter Mundharmonika, die Besucher der Burg beschallt. Mit fortschreitender Stunde wird die Partymusik immer schunkel-wütiger, sodass man sich nach und nach auf die Metal-Familienstimmung einstellen kann. *Ironie aus*</p>
<p>Um 16 Uhr wird die musikalische Mischung aus längst vergangenen Jahrzehnten durch Livemusik aus diesem Jahrzehnt abgelöst. Seit 2015 obliegt es dem Akustik-Folk-Duo <strong>WALDTRAENE</strong> aus dem Harz das Festival in Bornstedt zu eröffnen. Während man noch viele Gespräche mit Bekannten führt, die man auf der Burg trifft, dient der ruhigste Auftritt des ganzen Festivals als angenehme musikalische Einstimmung im Hintergrund. Hellhörig werde ich, als Sänger <strong>HORDA</strong> berichtet, dass er bei seiner Arbeit in einem evangelischen Kindergarten seine Kündigung erhielt. Grund dafür sei das, was er hier tut – heidnische Musik spielen. Diese Praktiken sind bei Leibe nicht neu, aber zeigen wieder einmal deutlich, wie eingeschränkt und rückschrittlich die Kirche auch heute noch agiert. Der Leidtragende lässt sich jedoch nicht von seiner Musik abhalten. Eine Entscheidung, über welche die Fans sich freuen können. Selbst ich, der prinzipiell wenig mit rein akustischer Musik anfangen kann, werde letztendlich von <em>„Heidenblut“</em> mitgerissen. Leute, macht weiter – ihr seid auf jeden Fall eine Bereicherung für die Szene!</p>
<p>Erstmalig härter zu geht es, als die Atmospheric-Black-Metal-Formation <strong>RAVENTALE</strong> die Bühne betritt. Aufgrund der exzellenten Lage unseres <em><strong>SILENCE</strong></em>-Standes war es uns trotz der anstehenden Autogrammstunde mit <strong>COUNTLESS SKIES</strong> möglich, die Musik um den Ukrainer <strong>Astaroth Merc</strong> zu genießen. Trotz der nicht mehr als durchschnittlichen Kritiken, die die Musik scheinbar im Netz erhalten hat, sprüht ein ähnlicher Charme wie der von <strong>DRUDKH</strong> oder <strong>KHORS </strong>&nbsp;zu uns herüber.</p>
<p>Ich führe auch ein aufschlussreiches Gespräch mit <strong>Felix Kramer</strong>, dem Veranstalter der <strong>Frostfeuernächte</strong>, welcher ebenfalls vor Ort ist. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben – die <strong>Frostfeuernächte</strong> werden 2018 doch noch einmal stattfinden. Wir drücken die Daumen, dass die Veranstaltung die Kurve kriegt und im nächsten Jahr erfolgreich sein wird!</p>
<p>Doch zurück zum <strong>Dark Troll Festival 8</strong>. Eben noch bei bester Laune an unserem Stand vertreten, betritt nun <strong>COUNTLESS SKIES</strong> die Bühne. Da sich schon der vorhergehende Auftritt verzögerte, beginnt auch die britische Band mit einer Verzögerung von 22 Minuten ihren Auftritt. Hätte ich mich darüber geärgert, wäre der Zorn schnell weggeblasen gewesen – der aufgebotene Melodic Death Metal erinnert ungemein an <strong>INSOMNIUM</strong>. Die Musik wirkt beruhigend und packend zugleich, und es gelingt mir kaum, mich daran satt zu hören. Es ist immer wieder ein schönes Bild, wenn die drei Künstler an den Saiten Seite an Seite stehen und man ihnen ansieht, dass sie mit vollem Einsatz dabei sind. Dafür, dass die Band erst seit 2014 richtig aktiv ist, machen <strong>COUNTLESS SKIES</strong> einen wirklich fantastischen Job.</p>
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<p>Im Anschluss entern die Australier von <strong>LAGERSTEIN</strong> die Bühne, um den wohl unterhaltsamsten Auftritt des ganzen Festivals hinzulegen. Die haben sich in Ungarn ein Haus gemietet um für das nächste halbe Jahr Europa unsicher zu machen. Die Band interagiert stark mit dem Publikum – beginnend mit dem <em>„Ruderboot“</em>, stürmt der Sänger während des Auftritts hinab in die Crowd, um auf eigene Faust den Circlepit anzuführen. Das Publikum lässt sich mitreißen und feiert mit der Band den humorvollen „Drinking Pirate Metal“. Auch auf der Bühne selbst ist die Stimmung auf dem Höchstpunkt. Schon mal jemanden seine Rum-Cola aus einem seiner Schuhe trinken sehen? Der Gitarrist tut genau das und zelebriert damit australische Eigenarten – bisher kannte ich ein solches Treiben nur vom australischen F1-Fahrer <strong>Daniel Ricciardo</strong>, der den Champagner nach einem Rennsieg aus seinen stundenlang getragenen Tretern genoss. Skål! Leider fielen die Burschen abseits der Bühne dann nicht mehr so positiv auf, da sie das Treiben auf der Bühne für zwei Tage ohne Pause fortsetzten und einer der Freibeuter sogar mit einem Cut über dem rechten Auge verarztet werden musste. [Ein gewisser <strong>Robse</strong> erklärte den Aussies noch, wie man korrekt auf Deutsch sein Getränk bestellt: &#8222;Bier her, du Fotze!&#8220; dürfte für weitere Cuts sorgen. :-)]</p>
<p>Es wird nicht mehr leerer vor der Bühne, sodass sich auch die deutsche Black-Metal-Band <strong>EIS</strong> bei langsam einsetzender Dunkelheit eines großen Publikums erfreuen kann. Selbiges gilt für <strong>WOLFHEART </strong>die als erster Zuschauer-Hype mit viel Oberwasser in die Show starten können. Aber fehlendes Selbstbewusstsein ist vermutlich keine Schwäche von <strong>Tuomas Saukkonen</strong>, Leader der Band. Stets in vielen Bandprojekten involviert, darunter <strong>BEFORE THE DAWN</strong>, cancelte er 2012 all seine anderen musikalischen Projekte, um daraufhin die neue Band ins Leben zu rufen. Konnte mich die Truppe im Vorfeld nicht so recht überzeugen, so muss ich doch zugeben, dass das neue Projekt von <strong>Saukkonen</strong> live eine beachtliche Energie aufweist, die selbst mich nicht ganz kalt lässt.</p>
<p><strong>THE COMMITEE</strong> beschließt mit holländischem Black Metal den ersten Festivaltag. Um den Tag angemessen ausklingen zu lassen, gab sich <strong>Hannes</strong> den letzten Auftritt:</p>
<p><strong><span style="color: #999999">Mit einiger Verspätung startet das international besetzte Quartett in ein fulminantes Set, das von sphärischem blauen Licht begleitet wird. Der Sound ist zwar an manchen Strecken bescheiden (Gesang und Leadgitarre manchmal zu leise), jedoch tut dies dem gewohnt hohen Songniveau von <span style="color: #000000">THE COMMITTEE</span> keinen Abbruch. Außerdem begeistert mich der Bassist mit seinem unfassbar genialen Spiel schon zu Beginn des Soundchecks, was im Black Metal&nbsp; definitiv nicht der Alltag ist. Einziger Kritikpunkt: </span></strong><em><span style="color: #999999">„Men Of Steel“</span></em><strong><span style="color: #999999"> und </span></strong><em><span style="color: #999999">„Katherinas Chant“</span></em><strong><span style="color: #999999"> wurden nicht gespielt.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Freitag, 26.05.2017</strong></h4>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen, die auf einem der beiden Campgrounds zelteten und somit vor Ort übernachteten, verbrachte ich meine Nacht gemütlich in Halle. Schlafen in einem kuscheligen Bett, zum Frühstück Rührei mit Speck, danach eine erfrischende Dusche – kann ein Tag besser anfangen? [Nachteil: kein Alkohol!]</p>
<p>Als die erste Band <strong>FERNDAL</strong> auftritt, bin ich natürlich schon längst wieder vor Ort. Nachdem sich die Spielzeiten am gestrigen Abend immer weiter nach hinten schoben, geht es heute wieder pünktlich um 14 Uhr los. Für die frühe Uhrzeit ist es erstaunlich voll vor der Bühne, obgleich das Publikum sich eher zurückhält. Neben der Zeit mag das vielleicht auch am Stil der Band aus Münster liegen, die sich laut Aussage des Sängers auf dem letztjährigen <strong>Dark Troll</strong> gründete. Die oft im langsamen bis Midtempo-Bereich gehaltenen Songs wirken im Verlauf des vierzigminütigen Auftritts recht monoton. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Band es nicht vermag, das müde Publikum aufzuwecken. Das eingesetzte Cello bietet die einzige größere Chance, um aufzufallen. Allerdings ist der Ton nicht allzu gut abgemischt, sodass eben jenes bei diesem Auftritt kaum zur Geltung kommt.</p>
<p><strong>VARGRIMM</strong> irritiert mich zu Anfang etwas. Es fehlt etwas an musikalischer Prägnanz, zudem kann der Klargesang von Sänger <strong>Kai</strong> mich nicht überzeugen und wirkt eher deplatziert. Schon nach wenigen Minuten bessert sich allerdings mein Eindruck. Melodien lassen sich klarer erkennen, und der eben noch kritisierte Klargesang weicht solidem Growling. Letztendlich kann sich der Auftritt, bei welchem die Band übrigens zum ersten Mal den Song <em>„Mauer“</em> spielte, durchaus sehen lassen.</p>
<p>Mit <strong>JÖRMUNGAND</strong> tritt eine von mir heiß ersehnte Band auf, die mir beim <strong>Dark Troll 2015</strong> als eine der besten Bands in Erinnerung blieb. Die Band sprang zusammen mit <strong>WOLFHEART</strong> für <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> ein, welche knapp zwei Monate vor dem Festival absagten. Tatsächlich erscheinen mir die Gitarrenriffs sowohl dominanter als auch klarer als bei den vorangegangenen Bands, und auch das Keyboard verleiht der Musik der Kölner Band ihren eingängigen Charakter. Zu den Höhepunkten des Auftritts gehört die Livepremiere des Songs <em>„Morgenrot“</em> sowie ein gemeinsamer Auftritt mit <strong>Dustin</strong> von <strong>FYRNREICH</strong>. Leider kann auch <strong>JÖRMUNGAND</strong> aufgrund des Sounds nicht das volle Potenzial ausschöpfen, da sowohl der Gesang der Keyboarderin als auch das Keyboard selbst kaum durchkommen. Äußerst schade. Dennoch ein sehenswerter Auftritt.</p>
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<p>Da sich in den zwei folgenden Stunden die Autogrammstunden häufen, verpasse ich den Auftritt von <strong>BALFOR</strong> und kann auch vom Auftritt <strong>THORONDIRS</strong> nur den letzten Teil mitnehmen. Dafür kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass die am Stand kostenlos angebotenen Promos von <strong>VARGRIMM</strong> weggingen wie warme Semmeln. Da werden noch einige ihren Spaß mit haben!</p>
<p>Ich bin heilfroh, dass ich es doch noch schaffe, bei <strong>THORONDIR</strong> reinzuschauen. Auf den Auftritt der bayerischen Pagan-Band habe ich mich sehr gefreut. Das mag auch daran liegen, dass mich der Sound bei Titeln wie <em>„Düsterwald“</em> stark an <strong>GERNOTSHAGEN</strong> erinnert. Nicht nur instrumental, sondern auch die Stimme von <strong>Dominik</strong> erinnert mich enorm an <strong>Askan</strong>. Und nicht nur ich habe meine Freude, denn auch das Publikum ist mittlerweile deutlich aufgeweckter und jubelt der Band im Sonnenuntergang zu. Der Trend, neue Songs zu spielen, setzt sich übrigens fort – <strong>THORONDIR</strong> beglücken die Zuschauer mit dem neuen Stück <em>„Dunkle Zeichen“</em>.</p>
<p>Um die Highlights wertschätzen zu können, braucht es leider auch ein paar weniger starke Auftritte. Zu dieser Kategorie zählt für mich <strong>HATE</strong>. Die Truppe spielt in meinen Augen sehr generischen Black Metal ohne besondere Nuancen, welche die Band auszeichnen. Grund genug, mir was zwischen die Kiemen zu schieben – zwischen Bouletten, Steaks, Pommes, Nudeln und reichlich Knoblauchbrot gab es eine zufriedenstellende Auswahl. Insbesondere das Knoblauchgebäck macht echt süchtig. Einer meiner Begleiter verzehrte in drei Tagen 13 (!) Exemplare und wird wohl noch nach Knoblauch riechen, sollte er eines Tages heiraten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-17750" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Mit vollem Magen schaute ich mir als letztes persönliches Tageshighlight <strong>WOLFCHANT</strong> an. Bis zu diesem Zeitpunkt handelt es sich definitiv um den Auftritt mit der größten Menge an Zuschauern. Angesichts eingängiger Titel wie <em>„Eremit“</em>, <em>„Element“</em> oder <em>„Wolfchant (A Wolf To Man)“</em> ist das alles andere als verwunderlich. Ich ertappe mich selbst, wie ich die vorhandenen Passagen zum Mitgröhlen nach kurzer Zeit vor mich hin murmle, ohne vorher auch nur eins der Lieder wirklich gekannt zu haben. Die Stunde vergeht wie im Flug, und als die Band noch eine Zugabe spielen möchte, kommt sie nicht mehr dazu – im Gegensatz zum gestrigen Tag wurde der Zeitplan bisher perfekt eingehalten, und daran soll auch <strong>WOLFCHANT</strong> nichts mehr ändern. Eine nachvollziehbare Entscheidung, und angesichts des sehr zufriedenstellenden Auftritts auch nicht weiter bedauerlich.</p>
<p>Die Auftritte von <strong>NARGAROTH</strong> und <strong>ABSU</strong> hat abermals mein Kollege <strong>Hannes</strong> für euch zusammengefasst:</p>
<p><span style="color: #999999"><span style="color: #000000"><strong>NARGAROTH</strong></span> <strong>sind ein zweischneidiges Schwert. Während die einen die Band rund um Ash feiern und huldigen, spötteln viele in der Szene über das Verhalten des Bandleaders. Doch ich möchte diesmal solche Vorurteile weglassen und warte gespannt vor der Bühne. Nach einem sehr ausgiebigen Soundcheck, den für <span style="color: #000000">Ash</span> sogar ein Gitarrist übernimmt, startet das lange Intro. Feierlich betreten nacheinander die Musiker die Bühne und brettern danach ohne Kompromisse los. Dabei fällt auf, dass ein Bassist fehlt. Was solls, ist halt Black Metal. Und während sich die Security darüber sorgen macht, das die kleinen Flammen hinter den Dekokreuzen nicht außer Kontrolle geraten, bieten <span style="color: #000000">NARGAROTH</span> einen gewohnten Einblick ihrer langen Historie. Auffällig ist dabei, dass <span style="color: #000000">Wagner</span> der Antifa </strong><em>„Seven Tears Are Flowing To The River“</em><strong> widmet, denn eben diese sorgte für eine Absage eines Konzertes. Ich muss gestehen, dass für mich durchaus einige Momente während des Sets dabei sind, die Spaß machen und alles andere als mies klingen.</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #999999">Der Freitag neigt sich nun endgültig dem Ende zu und um so enttäuschender ist es, dass so wenig Leute (im Vergleich zu den Vorgängerbands) sich vor der Bühne einfinden. Schließlich&nbsp; spielt eine Band, die schon seit Anfang der Neunziger für brachialen Black/Thrash Metal mit hochkarätigen Texten bekannt ist. Doch vielleicht liegt es auch an der fast 50 minütigen Verspätung des Auftritts. Dennoch starten <span style="color: #000000">ABSU</span> mit dem fulminanten </span></strong><span style="color: #999999"><em>„Stone Of Destiny“</em></span><strong><span style="color: #999999"> in ein leider viel zu kurzes Set, dass von dem Dudelsackstück </span></strong><span style="color: #999999"><em>„Tara“</em></span><strong><span style="color: #999999"> fortgesetzt wird. Überhaupt bietet die Band eine interessante Mischung aus Prügelei und komplexen Breaks. Jedoch singt Bandleader <span style="color: #000000">Proscriptor McGovern</span> diesmal nur, statt zusätzlich die Kessel zu verdreschen. Dafür sorgt er mit seinen rituellen Tanzbewegungen für Gelächter und in meinem Fall für Staunen, denn jedes Pattern seines Tanzes beeinhaltet rituelle Bedeutungen.&nbsp; Für die meisten aber sieht es nur wie der höchste Schwierigkeitsgrad von „Dance Dance Revolution“ aus. Beeindruckend ist auf jedenfall die präzise Aggression, der die Musiker wild headbangend nach gehen. Knapp 35 Minuten später gehen die Musiker von der Bühne und lassen einen glücklichen <span style="color: #000000">Hannes</span> mit zerzaustem Haar zurück.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Samstag, 27.05.2017</strong></h4>
<p>Wenn man sich amüsiert, vergeht die Zeit am schnellsten. Nachdem die ersten beiden Tage nur so an mir vorbeiflogen, freute ich mich auf den letzten Tag des Festivals, der noch einmal mehrere Leckerbissen bieten sollte.</p>
<p>Nach der frühen Autogrammstunde mit den Kollegen von <strong>WALDSCHRAT</strong> erfreue ich mich daran, wie <strong>VIKE TARE</strong> den Samstag eröffnet. Es ist der erste Auftritt der Band seit zehn Jahren, wie der Sänger verkündet. Dafür hätte sich die Band keinen besseren Tag aussuchen können. Es herrscht bestes Wetter, die Sonne strahlt vom azurblauen Himmel. Anders als dem gestrigen Opener gelingt es <strong>VIKE TARE</strong>, die anwesenden Zuschauer mit ihrem melodiösen und relativ schnellen Pagan Black Metal aufzuwecken. Es müssen sich bereits über 100 Beobachter auf der Fläche und den Bänken ringsum befinden, und selbst einzelne Mosher lassen sich blicken. Der Tag beginnt deutlich heiterer als der letzte.</p>
<p>An die aufkommende gute Laune können die Paganer von <strong>KNAAT</strong> ideal anknüpfen. Die Münchner machen wirklich Stimmung, während die Bandmitglieder selbst zeigen, wie viel Spaß sie selbst auf der Bühne haben. Immer wieder ruft der Sänger zwischen den Titeln zusammenhangslos den Bandnamen aus, was in meiner Gruppe dafür sorgt, dass „Knaat!“ das neue „Helga!“ wird. Das Keyboard ist deutlich besser zu hören, als dies in den letzten Tagen der Fall war, was dem Auftritt der Band trotz des eher heiteren Auftritts einen epischeren Anstrich gibt. Der Auftritt stimmt mich froh, während ich feststelle, dass das <strong>Dark Troll</strong> von seiner Location am meisten bei starkem Sonnenschein profitiert, da die zahlreichen Bäume angenehmen Schatten spenden – auch vor der Bühne.</p>
<p><strong>WALDSCHRAT</strong> bezeichnen ihren eigenen Stil als eine Mischung aus Black Metal und Neofolk. Tatsächlich erscheint es mir, dass der Auftritt nach eher mäßigem Start zunehmend melodischer wird. Als besonderes Highlight bleibt mir der gemeinsame Auftritt mit <strong>HORDA</strong> von <strong>WALDTRAENE</strong> zum Song <em>„Als das Leid das Land heimsuchte“</em>. Persönlich kann ich mit dem Screaming <strong>Sarolf Weltenschmerze</strong>s nicht allzu viel anfangen und komme zu dem Schluss, dass tiefere Growling-Einlagen besser zur Musik passen würden. Trotzdem ein solider Auftritt, der auch entsprechend vom Publikum aufgenommen wird.</p>
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<p>Eines meiner großen Tageshighlights sollte der Auftritt der Rumänen von <strong>BUCOVINA</strong> werden. In ihrer Musik verarbeiten die vier Musiker Elemente aus dem Folk und Black, aber auch aus dem Heavy Metal. Gerade aufgrund der letztgenannten Einflüsse war ich sehr gespannt auf den Auftritt. Die Truppe hebt sich erwartungsgemäß ein bisschen von den anderen Bands ab, spielen eindeutig mit Power- und Melodic-Metal-Einflüssen. Abgeholt werde ich in erster Linie von den langsameren Songs der Bands, während ich bei den schnellen Nummern das „Besondere“ vermisse und die Band ein wenig blass für mich bleibt. Das kann möglicherweise auch am Sound liegen, der leider erneut relativ unklar ist. In Summe ergibt das einen grundsoliden Auftritt, der leider hinter meinen hohen Erwartungen zurückbleibt.</p>
<p>Zwecks Autogrammstunde von <strong>MANEGARM</strong> muss ich auf den Auftritt von <strong>BELENOS</strong> verzichten. Aufgrund von Verzögerungen bei der Anreise muss diese allerdings verschoben werden. Stattdessen ermöglichen ein paar kurze Gespräche, die noch eben auf der Bühne stehenden <strong>BUCOVINA</strong> an unseren Stand zu holen, nach denen vorher schon vereinzelt gefragt worden war. Nach kurzer Suche finde ich die Herrschaften und kann sie zum Stand geleiten, um einigen Fans doch noch die Unterschrift auf ihren CDs zu ermöglichen. [51 degrees, man. just try it. Rumänisches Rachenwasser mit leichtem Abgang und birniger Note &#8230;]</p>
<p>Vom Auftritt <strong>MINAS MORGULS</strong> sehe ich nur noch wenige Minuten. Da ich der Band bisher ohnehin nicht viel abgewinnen konnte, hielt ich das vorher für wenig dramatisch. Die düstere Atmosphäre macht jedoch Eindruck auf mich, sodass ich gegen ein paar Minuten mehr vom Auftritt sicher nichts einzuwenden gehabt hätte.</p>
<p>Sei&#8217;s drum. Es ist kein Platz für Grübelei, denn jetzt tritt mit <strong>SUIDAKRA</strong> eine der größten Bands des Festivals auf. Und was höre ich denn da – der Sound ist glasklar! Der vielseitige „Celtic Metal“ der Band aus Düsseldorf kann sich völlig entfalten. Stark grenzt sich die Band durch jene Titel ab, in denen Sängerin <strong>Tina</strong> zum Einsatz kommt. Klarer Gesang ist auf dem Festival ohnehin weniger vertreten, und dominante Female Vocals gab es in den letzten Tagen noch gar nicht zu hören, wenn man mal vom Gesang <strong>KNÖPFCHEN</strong>s von <strong>WALDTRAENE</strong> absieht. Zwischendurch stürzt sich der Sänger selbst ins Getümmel, um den Circle Pit anzuheizen. Die Stimmung ist grandios, die Menge ist euphorisch wie selten zuvor auf dem Festival. <strong>SUIDAKRA</strong> liefern hier einen der stärksten Auftritte des Festivals ab. Und auch einen der letzten für längere Zeit, wie Mastermind <strong>Arkadius</strong> mitteilte.</p>
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<p>Da sich heute wieder einige Auftritte verschoben, beginnen <strong>MANEGARM</strong> um 22.50 Uhr ihre achtzigminütige Headlinershow. Offenbar möchte jeder die schwedische Band sehen, denn der Raum vor der Bühne ist sehr gut gefüllt. Die Fans stehen bis vor den Bänken seitlich der Bühne. Da mir die vorangegangenen Tage in den Knochen stecken, sehe ich mir den Auftritt gemütlich von der Bank an. Bei den langsameren Folk- und Pagan-Titeln funktioniert das ideal, doch als <em>„Odin Owns Ye All“</em> gespielt wird, hebt es selbst mich nach drei Tagen Festival und mit plagenden Rückenschmerzen noch einmal von der Bank. Den Zuschauern ist anzusehen, dass sie ähnlich viel Spaß dabei haben. Als der Auftritt endet, wird die Band mit großzügigem Applaus verabschiedet. Und während <strong>MANEGARM</strong> für mich das Finale des <strong>Dark Troll Festival 8</strong> sind, sollte <strong>Alex&#8216;</strong> Highlight erst noch kommen.</p>
<p><span style="color: #808080"><strong>Ich kenne Leute, die sind bei Black Metal aus Italien immer ein wenig skeptisch, obwohl ich bislang nur gute Erfahrungen machen konnte. <span style="color: #000000">ENISUM</span> sind so eine Erfahrung. Vor ein paar Jahren stieß ich durch Zufall im Internet über ihre Musik und mit &#8222;Arpitanien Lands&#8220; hatten sie mich endgültig in der Tasche. Da ich bislang nur von einem Auftritt in Deutschland weiß, den ich leider knapp verpasste, freute ich mich ganz besonders auf die introvertierten Italiener, die kurz zuvor noch bei uns Autogramme gaben. Das erst kürzlich erschienene Album &#8222;Seasons Of Desolation&#8220; ist mir bislang noch nicht bekannt gewesen, wodurch ich mich beim Auftritt ein wenig schwer tat, alle Songs gebührend zu feiern. Und in der Tat stellte sich heraus, dass diese Musik, die auf Alben eher in sich gekehrt wirkt, live eine enorme Kraft erzeugt und somit nicht nur in stiller Andacht genossen werden wollte, sondern sprichwörtlich feierbar war. Das hervorragende Lichtspiel von Lichtsklave <span style="color: #000000">Tino</span> tat sein Übriges, um dem Aufritt die Mischung aus Mystik und Aggression zu verleihen. Die Menge wusste scheinbar auch über den Gar-nicht-mehr-so-geheimen-Geheimtipp Bescheid und die Haare flogen. Außer bei Veranstalter <span style="color: #000000">Kelly</span>. Der hat ja keine mehr. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>FAZIT</strong></h4>
<p>Das war nun mein drittes <strong>Dark Troll Festival</strong> – und sicher nicht mein letztes! Das Billing ist so bunt, wie es zwischen Black, Pagan und Folk Metal eben sein kann. Wer diesen Genres (oder zumindest 1-2 davon) etwas abgewinnen kann, wird hier immer etwas für sich entdecken – sowohl Perlen aus dem eigenen Land, als auch exotische Acts aus dem Ausland. Das <strong>Dark Troll</strong> bleibt mit seiner Kombination aus handverlesenem Line-Up, familiärer Stimmung und wunderschöner Location ein ganz besonderes Festival im Kalender. Der <strong>10.-12. Mai 2018 </strong>sind bereits für das <strong>Dark Troll Festival 9</strong> vorgemerkt – dann u.a. mit <strong>BORNHOLM</strong>, <strong>ODROERIR</strong> und <strong>UNLIGHT</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-bebende-burg-dark-troll-festival-8/">Die bebende Burg &#8211; Dark Troll Festival 8</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Preview Wolfszeit Festival</title>
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		<dc:creator><![CDATA[El Zecho]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2016 11:17:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ferienlager, Erholungsort oder doch ein Veranstaltungsschauplatz für Deutschlands größtes Festival im Bereich Pagan und Black Metal? Zum 10-jährigen Jubiläum lädt das WOLFSZEIT FESTIVAL wieder in den beschaulichen Ferienort Crispendorf/Schleiz im Thüringer Wald ein, welcher ein mal mehr das Basislager für tausende Metal-Jünger sein wird. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festival/">Preview Wolfszeit Festival</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ferienlager, Erholungsort oder doch ein Veranstaltungsschauplatz für Deutschlands größtes Festival im Bereich <strong>Pagan und Black Metal</strong>? Zum <strong>10-jährigen Jubiläum</strong> lädt das <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> wieder in den beschaulichen Ferienort Crispendorf/Schleiz im Thüringer Wald ein, welcher ein mal mehr das Basislager für tausende Metal-Jünger sein wird. Auch in diesem zehnten Jahr ließen sich die Veranstalter nicht lumpen und hauen den Fans ein gewaltiges Line-up um die Ohren, bei dem man nur noch vor der Bühne stehen will oder sogar muss. Mit <strong>SATYRICON</strong>,<strong> NARGAROTH</strong>,<strong> VARG</strong>,<strong> SOLSTAFIR</strong>,<strong> ARKONA</strong>,<strong> URFAUST</strong>,<strong> HEIDEVOLK</strong>,<strong> BLACK MESSIAH</strong>,<strong> HEIMDALLS WACHT </strong>oder<strong> EISREGEN</strong> lässt es wirklich nichts zu wünschen übrig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6178 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/3683.1460882311.screen.jpg" alt="3683.1460882311.screen" width="485" height="680" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/3683.1460882311.screen.jpg 485w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/3683.1460882311.screen-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px" /></p>
<p>Abgelegen in einem herrlichen Tal zwischen Wäldern und Wiesen, wird vom <strong>25.08.2016 bis zum 27.08.2016</strong> das Ende der Festivalsaison noch einmal ordentlich zelebriert. Der Vorverkauf ist beendet, <em>3-Tagestickets und normale Tagestickets sind aber ausreichend an der Abendkasse erhältlich</em>. Das Positive ist, dass euch nur eine große Hauptbühne erwartet, wodurch ihr keine Band verpassen könnt und auch nicht hin und her rennen müsst. Gezeltet wird gleich in der Nähe vom Gelände auf zwei Campingplätzen, was den Heimweg zum Zelt umso attraktiver gestaltet. Weiterhin findet ihr dort Toiletten und Duschen. Für das leibliche Wohl an Speisen und Getränken ist natürlich wie immer gesorgt. Auch die Sucht nach Bandmerch wird hier ausreichend gestillt. Neu ist ein Stand vom <strong>SILENCE MAGAZIN</strong>. Dort finden die <strong>Autogrammstunden</strong> der einzelnen Bands statt. Wann das Ganze passieren wird, wird rechtzeitig bekannt gegeben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-6267 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/wolfszeit-300x146.jpg" alt="wolfszeit" width="300" height="146" /></p>
<p>Eines steht schon mal fest: Ein Besuch bei uns lohnt sich schon jetzt, und wenn ihr nur einen kleinen Schnaps abgreifen könnt. Unser Redakteur <strong>CHRIS</strong> hat sich da einiges einfallen lassen. Wer neugierig geworden ist und Bock auf Bier, Metal, geile Musik und coole Leute bekommen hat und noch nicht auf dem <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> war, der sollte jetzt schnellstens Urlaub einreichen und einfach mal vorbeischauen. Aktuelle Informationen zum Festival und die <strong>Running Order</strong> gibt es auf der offiziellen <a href="http://www.wolfszeit-festival.de/index.php?article_id=1&amp;lang=0">Wolfszeit</a> Homepage!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn du vor Ort sein solltest,  dann teile einfach das folgende Video und gewinne ein exklusives Treffen mit <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, <strong>FIRTAN, FIMBULVET</strong> oder <strong>DAVLIN</strong> auf dem <strong>Wolfszeit Festival 2016 &#8222;10th Anniversary&#8220;</strong>!</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: currentColor; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FDerDPR%2Fvideos%2F1236306083067814%2F&amp;width=500&amp;show_text=true&amp;appId=223286101051475&amp;height=404" width="500" height="404" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was?                          Wolfszeit Festival</p>
<p>Wann?                        25.-27.08.2016</p>
<p>Wo?                            Ferienlager Crispendorf (Schleiz Thüringen)</p>
<p>Preis:                         80€ Abendkasse (Vorverkauf günstiger)</p>
<p>Genre:                       Pagan, Black, Viking</p>
<p>Bands:                      SATYRICON,  SOLSTAFIR,  VARG, EISREGEN,  ARKONA, HEIDEVOLK, NARGAROTH,</p>
<p>URFAUST,  IMPERIUM DEKADENZ,  HARAKIRI FOR THE SKY, HEIMDALLS WACHT,  NACHTBLUT,</p>
<p>OBSCURITY, BLACK MESSIAH,  WOLFCHANT, XIV DARK CENTURIS,</p>
<p>THRUDVANGAR,  FIMBULVET,  FIRTAN,  STRYDEGOR, THORMESIS,  DVALIN</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festival/">Preview Wolfszeit Festival</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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