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	<title>burzum Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>burzum Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Lords of Chaos &#8211; Wieviel Wahrheit steckt in der Lüge?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schneemensch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 13:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es musste sacken, aber nun haben wir LORDS OF CHAOS verdaut.<br />
Wie nahrhaft war es? Was bleibt, wenn die Verwirrung weg ist?<br />
Wir sagen es dir!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/lords-of-chaos-filmreview-2019/">Lords of Chaos &#8211; Wieviel Wahrheit steckt in der Lüge?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31745" aria-describedby="caption-attachment-31745" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-31745" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6770.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6770.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6770-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6770-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6770-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6770-750x750.jpg 750w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31745" class="wp-caption-text">Vielversprechender als ein Schminktutorial-Thumbnail auf Youtube</figcaption></figure>
<p class="p1"><em><strong>Leipzig, 22.2. um 22:20 &#8211; und wir sind auch noch zu Zweit.</strong></em></p>
<p class="p1">Was bereits im Wartesaal des Regina Palast in Leipzig auffällt: Jede Menge Schwarzvolk. Vom Dead-Lookalike mit einem Blick, der mühelos Stahl (oder Longboards) schneidet, bis zur bunt gefärbten Punker-Dame ist alles dabei.<br />
Nun also mit insgesamt zwei Stiften in den Händen zwei Mal Getränke geholt und in die zwei Sitze geworfen. Vierte Reihe &#8211; Zwei mal Zwei &#8211; Verschwörung … ?</p>
<p class="p1">Es kommen Trailer, Werbung, alles wie gehabt. Sind diese dann vorüber und das recht homogene Publikum von diversen &#8222;Horror&#8220;-Filmtrailern belustigt, folgt noch eine kurze Unterbrechung. Das Kino verlost in Zusammenarbeit mit dem <strong>Hellraiser</strong> in Leipzig Konzerttickets! Geile Geste!</p>
<blockquote>
<p class="p1">*<em>*SPOILER ALERT** Ich gehe hier auf Details ein und auch auf das Ende &#8211; da die Handlung aber im Groben bekannt sein sollte, kann man denke ich getrost weiterlesen ***</em></p>
</blockquote>
<h3 class="p1">Bohemian Rhapsody auf Skandinavisch</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31736" aria-describedby="caption-attachment-31736" style="width: 349px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-31736" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-poster_.jpg" alt="Filmplakat zu Lords of Chaos" width="359" height="530" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-poster_.jpg 983w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-poster_-203x300.jpg 203w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-poster_-694x1024.jpg 694w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-poster_-750x1106.jpg 750w" sizes="(max-width: 359px) 100vw, 359px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31736" class="wp-caption-text">Why so sad?! &#8211; Dunkel wirds, aber auch nicht selten farbig. &#8222;Lords of Chaos&#8220;-Filmplakat</figcaption></figure>
<p class="p1">Es geht los. Der Film startet, Vorspann &#8211; keine Regung im Publikum, bis das <strong>VICE</strong>-Logo erscheint. Ein Raunen geht durch die Menge, einzelne, nein eher kollektive &#8222;Oh neeeeein&#8220;-Rufe. Vielen war nicht bewusst, auf wessen Mi… tarbeit dieser Film entstand.</p>
<p class="p1">Doch dann wird schnell reingestartet, als Voiceover begleitet uns Øystein Aarseth aka &#8222;<strong>Euronymous</strong>&#8220; durch den Film, alles wird stets aus seiner vermeintlichen Perspektive&nbsp; erzählt.</p>
<p class="p1">Aha! Lords of Chaos &#8211; ein <strong>Biopic</strong> also. Quasi wie&nbsp;<strong>Bohemian Rhapsody</strong>, nur mit mehr Feuer und Tod. Und Wahrheit, aber auch Lügen, so kündigt es der Film jedenfalls an. Nur was ist was? Ohne Hintergrundwissen wird man vom Film &#8211; das vorab &#8211; keine Antwort erhalten. Wissen über <strong>MAYHEM,</strong>&nbsp;die Bandgeschichte und den <em>&#8222;Trve Norwegian Black Metal&#8220;</em> scheint hier jedoch im Publikum deutlich vorhanden zu sein &#8211; verirrte Zuschauer findet man hier nicht.&nbsp; Dafür Bandpatches auf den Jacken, in einer Dichte wie in jedem beliebigen Heavy-Metal-Club.</p>
<p class="p1"><em>Immer wieder drehe ich mich zum Dead-Double um, ich schaue, ob er bereits ein Feuer entzündet, um das Kino niederzubrennen oder die Zuschauer um sich herum erstochen hat. – Nein, nix auffälliges, also zurück zum Film!</em></p>
<h3>Jung und ungestüm &#8211; eine deutliche Untertreibung</h3>
<p class="p1">Es wirkt erstmal wie ein Film über eine <strong>Schülerband</strong> und deren eigenen (gewünschten) Mythos. Eventuell stimmt das ja auch. Sitzen wir hier dann in einem Jugendfilm statt in einem Musikfilm? Alles hat den Flair der eigenen Punkband, die man mal mit 15 hatte und einfach &#8222;anders&#8220; und &#8222;krasser war&#8220; und jeden Fan mehr gefeiert hat als die Band selbst. Aber die Jungs waren <span class="s1">bekanntermaßen bei <strong>Bandgründung</strong> schon lange</span> keine 15 mehr, alles wirkt viel unreifer, als es vermutlich in Wirklichkeit war, eventuell sind wir hier wieder bei dem Aspekt der mit Lügen ausgeschmückten Wahrheit nach der Vorlage des Buches. Das <strong>Drehbuch</strong> selbst wirkt stellenweise etwas &#8222;knapp&#8220; &#8211; man versucht, mit Effekten mehr herauszuholen und schafft nicht immer die Atmosphäre, die der Black Metal eben für sich beansprucht. <span class="s1">Düsternis und Symbolik wird hier verdrängt von Offensichtlichem und Gewaltfantasien andersartiger &#8222;Freaks&#8220; &#8211; dazu aber später mehr.</span></p>
<p class="p1">Was von Beginn an auffällig ist: Die bekannten Motive werden immer wieder aufgegriffen und nachgestellt. Bekannte Bandfotos, Porträts &#8211; all das kennt man bereits aus der Geschichte von <strong>MAYHEM</strong> oder dem Black Metal an sich. Eine nette Hommage, wenn auch immer mit dem Teeny-Film im Hinterkopf. <strong>Viel Bunt, viel Jugend, viele Flausen im Kopf.</strong> Es wirkt beinahe harmlos, teilweise lächerlich. Hier hilft das Voiceover auch nicht unbedingt, da es das Gefühl des &#8222;wir sind jung und krass und irgendwie auch ein wenig lustig&#8220; verstärkt. Oft wird versucht, Humor einzustreuen, so dass der Film hier unsicher wirkt, wozu er sich zählt &#8211; das wird sich über den ganzen Abend ziehen.</p>
<p class="p1"><strong>Kurzum</strong>: Die Off-Stimme ist in <strong>Lords of Chaos</strong> zu 90% nicht sonderlich hilfreich. Manchmal hätte es geholfen, den sehr guten Schauspielern hier mit Mimik und Gestik mehr Raum zu lassen.&nbsp;Bleiben wir aber mal bei der Sprache, denn mitunter wirkt die eigentlich recht saubere Synchro schon etwas lustlos, verfälscht eventuell sogar die Originalbotschaft. Das kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen.</p>
<h3 class="p1"><b>Skaterfilm mit Nieten</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31734" aria-describedby="caption-attachment-31734" style="width: 490px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-31734" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-24-1024x576.jpg" alt="Nachstellung eines Bandfotos der Band Mayhem - entfernt verknüpft mit dem Film &quot;Lords of Chaos&quot;" width="500" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-24-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-24-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-24-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-24.jpg 1450w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31734" class="wp-caption-text">Nein, nicht HANGOVER 4, sondern Lords of Chaos!</figcaption></figure>
<p class="p1">Das Bandleben einer jeden beliebigen Musikgruppe wird hier aufgezeigt. <strong>Proben, Partys, Wechsel von Mitmusikern</strong> &#8211; hier dargestellt durch einen humoristisch verwendeten &#8222;Verschwinde&#8220;-Effekt beim Wechsel des Drummers. Kennt man sonst nur aus Roadmovies und neuzeitlichen RomComs. Aber weiter geht&#8217;s, neuer Drummer gefunden, dazu Sänger gesucht und Dead findet den Weg in die Band. <em>Protipp: Leichenteile zur Bewerbung beilegen: Trver geht&#8217;s nicht!</em></p>
<p class="p1"><strong>Dead</strong>, belastet von einer wahrlich sehr gut dargestellten Depression, freundet sich mit Euronymous an und <strong>jagt mit ihm gemeinsam Katzen im Wald mit der Schrotflinte</strong> und bittet den Kumpel, einem doch den Kopf wegzuschießen &#8211; man kennt das, oder? Ist der &#8222;spaßige&#8220; Teil der Heimarbeit also erledigt, macht sich die Band wieder an die Musik. Es gibt Gelächter, und Witze und Party, Frauen und Musik und nach dem Hangover schließlich: <strong>der erste Gig</strong> der Band.</p>
<p class="p1">Hier finden in expliziten Szenen die Taten des Sängers unter verwunderten Gesichtern der Mitmusiker statt. Und genau hier merkt man auch&nbsp;<strong>Äkerlunds Musikvideo-Hintergrund</strong>. Kurz wirkt es, als hätte man den Aufnahmeleiter der <strong>Rammstein-Live-DVDs</strong> hier ans Werk gelassen. Ach so… War er ja. Die Zusammenarbeit klappt aber und passt in das Bild der Mythenbildung der Band und Szene an sich.</p>
<p class="p1">Im Bruch dazu folgt eine Szene in Unterwäsche mit <strong>Käsebemme und Corpsepaint</strong>. Wieder mal weiß der Film nicht genau, was er will. Er ist gut in dem, was er macht, vermischt aber zu oft Stilmittel und verliert gefühlt sein Ziel aus den Augen. Gefolgt wird diese Szenerie dann auch gleich wieder von einem der ikonischsten Momente des Films: <strong>Val Kilmers Sohn</strong>, aka <strong>Dead</strong>, nein quark: <strong>Per &#8222;Pelle&#8220; Yngve Ohlin</strong>, den man kurz vorher noch nackt in der Natur sah, geht aber mal wirklich auf Nummer sicher und nimmt sich in einer ausgedehnten Szene das Leben. <strong>Bedrückend.</strong></p>
<p class="p1">Ausgedehnt meint in diesem Sinne im deutlich pornografisch-voyeuristischen Stil. <strong>Nahaufnahmen</strong>, lange und deutliche Detailaufnahmen und ohne jede Andeutung. Es ist aber weniger beklemmend, eher voyeuristisch schamhaft umgesetzt worden. Man will nicht hinschauen, die Todesnotiz wird noch halb humoristisch eingebaut und man wird minutenlang an die Hand genommen, während mit dem Finger auf die Wunde gedrückt wirkt.</p>
<p class="p1">Was folgt, kennt der BM-Fan: <strong>Euronymous</strong> macht Fotos von der Leiche, und aus den Resten des Gedankenkonstrukts von <strong>Dead</strong> macht er Anhänger. <em>Hier frage ich mich, was Courtney Love wohl in der Schmuckschatulle daheim so alles lagert?!</em><br />
Alles insgesamt nüchtern und für &#8222;normale&#8220; Zuschauer sicher erschreckend &#8211; auch wenn an diesem Abend zu <strong>Lords of Chaos</strong> davon keine anwesend sind. Es schockt eher durch die Darstellung als durch die reine Existenz des Aktes.</p>
<h3 class="p1"><b>Euronymous Vision Song Contest</b></h3>
<p class="p1">Kurz nach dem ersten Gig wird übrigens <strong>Kristian Vikernes</strong>, aka<strong> Varg Vikernes</strong>, aka<strong> Count Grishnak</strong>, aka <strong>Greven</strong>, aka <strong>Vargetarier</strong>, aka <strong>TAFKAP,</strong> aka <strong>Prince</strong> als gedisster <strong>SCORPIONS-Fan</strong> von der Band abgewiesen und in die Geschichte eingeführt. Ein dicklicher Junge mit Schmiss im Gesicht und einem eher verschlossenen Äußeren, der es jedoch auf sich nahm, aus den weit entfernten Bergen nach Oslo zu kommen, um der berühmt-berüchtigten Band<strong> MAYHEM</strong> beizuwohnen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31738" aria-describedby="caption-attachment-31738" style="width: 490px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-31738" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-Framepull-cavern.jpg" alt="Einige dunkel gekleidete Herren - vermutlich Schornsteinfeger - stehen in einem Raum mit einem &quot;Wer hat gefurzt&quot;-Gesichtsausdruck" width="500" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-Framepull-cavern.jpg 1280w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-Framepull-cavern-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-Framepull-cavern-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-Framepull-cavern-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31738" class="wp-caption-text">Ein Bandkeller ohne Eierpappen an der Wand, da kann schon was nicht stimmen! So schaut es also unterm HELVETE aus.</figcaption></figure>
<p class="p1">Der <b><i>Svarte Sirkel</i></b> wird gegründet, man radikalisiert sich und die einstigen Jugendfantasien voller Gewalt und Ablehnung scheinen langsam im Alltag anzukommen und die eigene Realität zu überholen. Detail am Rande: Viele Aktivitäten der beiden Hauptpersonen sind von den Eltern <span class="s1">finanziell</span> getragen und so richtig &#8222;erwachsen&#8220; kommen diese daher <span class="s1">nicht </span>rüber.</p>
<p class="p1"><strong>Varg</strong> fügt sich schnell in die Gruppe ein und übernimmt in sadistischer Art gleich <strong>Euronymous</strong> Rolle. Deutlich wird dies in einer Szene, als Euronymou<strong>s</strong> ein <strong>Groupie</strong> in den Keller führt, welches schließlich von Varg Befehle erhält und diese vor den beiden ausführt. Euronymous sitzt machtlos und sichtbar schwach daneben – man merkt hier den<strong> Machtwechsel zwischen den Hauptcharakteren</strong>. Die Szene selbst steht im Widerspruch zu dem, was sonst bekannt ist. Und erneut gibt es an dieser Stelle viel Lüge aufs Brot gestrichen, um das Thema Frauen noch einzubinden, was den Coming-of-Age-Film komplettiert.</p>
<h3 class="p1"><b>Charaktere und Widersprüche</b></h3>
<p class="p1">Damit sind wir auch schon beim großen Kapitel der Charaktere in <strong>Lords of Chaos&nbsp;</strong>angelangt. Während <strong>Hauptfigur Euronymous</strong> und <strong>Antagonist Varg</strong> jede Menge Raum bekommen, sind alle Nebencharaktere recht blass und blinde Befehlsempfänger (&#8222;Hellhammer&#8220;), übermäßig verrückte Mörder (&#8222;Faust&#8220;), oder absolut rückgratlose, dümmliche Sklaven (<strong>Wilson G.</strong> Ochsenknecht als &#8222;Blackthorn&#8220; &#8211; <em>füüüürchterlich</em>) &#8211; oder gar komplett frei erfunden (&#8222;Ann-Marit&#8220; &#8211; nie dagewesene Freundin von <strong>Euronymous</strong>).</p>
<p class="p1">Viele Gesten werden vom Film als &#8222;<em>Aufwach(s)en</em>&#8220; oder &#8222;<em>Erwachsen werden</em>&#8220; der Figur <strong>Euronymous</strong> aufgebaut, sind aber frei erfunden. So ist das Haare schneiden vor dem Tod nie passiert und soll wohl ein &#8222;Ende eines Kapitels&#8220; bedeuten und den Zuschauer sagen, wie wenig <strong>Øystein Aarseth</strong> noch zur Szene gehört &#8211; von den <strong>Posen und Marketingtricks</strong> abgesehen. Euronymous nutzt jede keimende Brutalität und Gewalt, um Werbung für sich und seine Band zu machen, will Bandleader sein, letztlich <strong>Rockstar</strong>. Varg hingegen, getrieben vom Wahn, will <strong>Macht</strong>.</p>
<p class="p1">Während so <span class="s1">in Euronymus</span>‘ <strong>Helvete-Plattenladen</strong> also <strong>Erich Honecker</strong> und<strong> Anton Szandor LaVey</strong> hängen, zieren, sorgsam drapiert, bei Varg im Interview <strong>Hakenkreuz</strong> und<strong> Pagan-Elemente</strong> das Bild. Ein Widerspruch, der auch angesprochen wird und die Person nicht sonderlich gut dastehen lässt, was der Film sogar zusätzlich mit den Worten<strong> &#8222;Idiot&#8220;</strong> mehrfach unterstreicht. Hier wird wieder mal nicht subtil, sondern mit dem <strong>Holzhammer</strong> klargemacht, was der Zuschauer zu denken hat. Das wird final sehr deutlich in der Endszene, als Varg, übrigens gespielt von einem jüdischen, eher weniger mageren Schauspieler, von der Polizei verfolgt und geschnappt wird. Zuvor rennt er jedoch vor dieser weg, wie ein Kind, das zur Mutter flüchten will.</p>
<h3 class="p1"><b>Das Drumherum und die Bilder</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31728" aria-describedby="caption-attachment-31728" style="width: 491px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-31728" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-34.jpg" alt="Val Kilmers Nachwuchs, der &quot;Dead&quot; spielt, hält einen sichtlich übermüdeten Fuchs in die Höhe." width="501" height="282" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-34.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-34-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-34-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/LOC-ScreengrabsMarker-34-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31728" class="wp-caption-text">&#8222;Der schläft nur … &#8220; Dead hat ein neues Haustier … Wird leider nicht alt.</figcaption></figure>
<p class="p1"><strong>Holzhammer</strong>: immer wieder. Besonders in Gewaltszenen, seien es eine Ermordung, eine andere Ermordung oder einer der vielen Kirchenbrände, wird mit pornografischer Qualität die Kamera draufgehalten und nicht mal die Chance gelassen, dass Kopfkino passieren kann. Einen subtilen Umgang mit dem Stoff kann man dem Filmemacher hier nicht vorhalten.</p>
<p class="p1">Was dabei aber immer unklar bleibt für einen nicht so informierten Zuschauer, ist sicher <strong>der Anteil von Lüge und Wahrheit</strong>. Somit muss der ganze Film eher deutlich mehr als Fiktion gesehen werden &#8211; auch, wenn er &#8222;auf der Wahrheit basiert&#8220;. <span class="s1">Es ist ein </span>überhöhter Urbaner Mythos und das Suhlen in dem, was die Szene umgibt, bei gleichzeitigem Ausschlachten all der verrückt wirkenden Entscheidungen einzelner, bei denen die Realität irgendwann die Gewaltfantasie überholte.</p>
<p class="p1">All das wird in &#8222;<em><strong>Lords of Chaos&#8220;</strong></em> en Detail ausgeschlachtet, die Hauptcharaktere fein, wenn auch immer etwas widersprüchlich gezeichnet. Aber das Hauptproblem dabei: <em>Alles Andere wirkt etwas lieblos.</em></p>
<h3>Kann der was oder is&#8216; der nur Nebencharakter?</h3>
<p class="p1">Nebencharaktere wirken (wie erwähnt) blass und ohne Konturen, Ereignisse werden aufgegriffen anstatt verarbeitet und als Lückenfüller baut man dann beinahe erotisch schöne Landschaftsaufnahmen ein. Ebenso wird die Schlussszene annähernd <strong>meditativ in die Länge</strong> gestreckt, bis die beklemmende Atmosphäre zuschlägt und man in der letzten Gewaltorgie das Ausmaß von <strong>Vargs Machtwahn</strong> gezeigt bekommt. Währenddessen bezeichnet sich Euronymous selbst als &#8222;<strong>Poser</strong>&#8222;, bevor sein Leben in einer krassen Szene, gestreckt über etliche Minuten,&nbsp;<span class="s1">langsam entweicht</span>.</p>
<p class="p1">Hier darf man übrigens nicht mitzählen, Hardcorekenner werden die Diskrepanz der Stichanzahl und Platzierung bemerken. Erneut scheint die im Vorspann propagierte<span class="s1">&nbsp;&#8222;</span>Lüge<span class="s1">&#8222;</span> dem Drehbuch dienlicher gewesen zu sein, was wieder einmal zeigt, dass man nie genau weiß, wann etwas gelogen war (siehe abgeschnittene Haare und &#8222;Freundin&#8220;).&nbsp;Den <strong>Abschluss</strong> bildet ein Voiceover des aus dem Jenseits sprechenden Euronymous, der durchaus verzichtbar gewesen wäre und eigentlich alles nur noch schlimmer macht. Ein letztes Mal schlägt der Holzhammer zu. <span class="s1">Jetzt werden noch ein paar Gedanken erklärt, damit auch der letzte Vice-Leser auf den aktuellen Stand gebracht wird.&nbsp;</span></p>
<p class="p1">Ein nettes Detail ist übrigens ein sehr gut gestalteter Abspann in <strong>Prezi-Optik</strong> (die Studenten werden es kennen und hassen) und den Credits, die von oben nach unten ablaufen. <strong>Sehr geiles Gimmick!</strong> Nur kurz gehe ich mal auf das Musikalische ein, da dieser Film ja doch mehr &#8222;Roadmovie&#8220; als &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; ist. Es finden sich im Film mit Songs von <strong>MAYHEM</strong>, <strong>SIGUR ROS</strong> oder&nbsp; <strong>VARDRUNA</strong> diverse skandinavische Bands wieder. Mal passt es, mal weniger. Etwas mehr BM hätte ich gut gefunden, als Kontrast zu den bunten Bildern. So wird es eher ein Heimatfilm dank SIGUR ROS auf Landschaftspornos. Aber nach dem, was die Umsetzung bietet, ist Musik hier weniger das Problem. Ich bin eigentlich nur froh, dass Ochsenknecht nicht noch was zum Soundtrack beisteuerte.</p>
<h3 class="p1"><b>Inverse Blasphemie, Filmische Fähigkeit und Abscheuliche Anderswelt</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31741" aria-describedby="caption-attachment-31741" style="width: 480px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-31741" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Jonas-Åkerlund-©-Peter-Beste_4.jpg" alt="Jonas Åkerlund, Filmemacher von Lords of Chaos, posiert vor sonniger Landschaft in Ozzy-Optik" width="490" height="327" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Jonas-Åkerlund-©-Peter-Beste_4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Jonas-Åkerlund-©-Peter-Beste_4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Jonas-Åkerlund-©-Peter-Beste_4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Jonas-Åkerlund-©-Peter-Beste_4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/Jonas-Åkerlund-©-Peter-Beste_4-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31741" class="wp-caption-text">&#8222;Hat hier jemand Posen gesagt?&#8220; Jonas Åkerlund &#8211; Filmemacher von Lords of Chaos</figcaption></figure>
<p class="p1"><strong>Lords of Chaos:</strong> Ein Film &#8211; 118 Minuten Bildgewalt und Symbolik. Ein Film, den Trve Black Metal-Fans nicht lieben können, normale Kinogänger nicht mögen wollen und Filmfans mögen müssen.<br />
Vielschichtig, widersprüchlich, immer unklar zwischen Biopic, dokumentarischem Spielfilm und Fiktion. Schwer lässt sich einordnen, wo es hingehen soll.</p>
<p class="p1">Der Film selbst ordnet sich nicht unter, sondern springt zwischen den Themen der Erzählung hin und her, und das leider auch zu oft und zu schnell, um ein durchgängiges Bild abzugeben. Vom Teenager-Movie mit Themen wie Beziehung, Freundschaft und Erwachsenwerden, über Landschaftsfilm, Komödie und schlussendlich Biopic ist hier so ziemlich alles drin, mit stets wechselnden Anteilen.</p>
<p class="p1"><strong>H</strong><strong>andwerklich ist der Streifen in den einzelnen Segmenten gut gemacht</strong> und erzählt immer in schönen Bildern, wenn auch oft zu drastisch. Hier wurde bildlich aufgewertet, was inhaltlich leider nicht ganz verarbeitet wurde oder im Drehbuch einfach fehlte. Letztlich bleibt es aber aber kein schlechter Film.</p>
<p class="p1"><strong>Die Hard Fans</strong> haben dann den Saal auch schon vor dem Abspann verlassen, so saßen wir in einem zu&nbsp;<span class="s2">⅔</span> leeren Kino und erwiesen dem Film Respekt. Normalsterbliche Filmschauer wären sicher verstört von Symbolik, Brutalität und Spleens der Hauptcharaktere und der Nebengewaltdarsteller, <strong>c</strong><strong>ineastisch</strong> ist hier jedoch ein gutes Handwerk (in den erwähnten Fragmenten) geliefert&nbsp;worden. Leider fehlt dazwischen der Kitt, weder in Form der Musik, noch in der der Story oder der Bilder in aller Vollständigkeit.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_31746" aria-describedby="caption-attachment-31746" style="width: 375px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-31746" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6771.jpg" alt="Regina Palast Leipzig - Minuten nach dem Abspann" width="385" height="289" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6771.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6771-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6771-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/02/IMG_6771-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-31746" class="wp-caption-text">Regina Palast Leipzig &#8211; Minuten nach dem Abspann</figcaption></figure>
<p class="p1">Was bleibt, ist ein guter (ja, mehr als okay-er) Film, der aber natürlich keinen Vergleich zu <strong><em>&#8222;Until the light takes us&#8220;&nbsp;</em></strong>besteht, diesen aber laut anfänglicher Erklärung auch vermeiden möchte. Wer also den Sachverhalt der damaligen Zeit als Doku sehen mag, der möge sich diesen Film ansehen.</p>
<p class="p1"><b>Ich fasse den Film nochmals zusammen: </b><i>Ohne die Scorpions wäre es nie soweit gekommen!</i></p>
<p class="p1"><em>PS: Ein bereits 2 Jahres altes Zitat von Fenriz (<a href="https://www.facebook.com/Darkthrone-101075189934422/" target="_blank" rel="noopener">Darkthrone</a>) dazu:&nbsp;</em><br />
<iframe loading="lazy" style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fpermalink.php%3Fstory_fbid%3D1291230187585577%26id%3D101075189934422&amp;width=500" width="500" height="192" frameborder="0" scrolling="no"></iframe><br />
<em>Wie er es wohl heute sieht?<br />
</em></p>
<hr>
<h4 class="p1"><strong>Wortwitze/Überschriften, die es nicht in den Text geschafft haben:</strong></h4>
<ul>
<li class="p1"><em>Mayhems Frontmann &#8211; Namensgeber für Bloodbath?</em></li>
<li class="p1"><em>Ver Vargt verliert</em></li>
<li class="p1"><em>Söhne Manheims</em></li>
<li class="p1"><em>Necrobutcher: Nicht einverstanden mit der Schmuckpolitik der Band</em></li>
<li class="p1"><em>Von Ochsen und Knechten &#8211; Mords-Beihilfe</em></li>
<li class="p1"><em>Varg, im Besitz eines eisernen Willen und starken Kreuzes (andersrum wäre ihm lieber gewesen)</em></li>
<li class="p1"><em>Die Anfangstage: Kinderschminken, Katzenjagen</em></li>
<li><em>Lord Krischy &#8211; Er wäre nicht erfreut</em></li>
<li class="p1"><em>Der ultimative SM-Keller: HELVETE und was man so drunter hat</em></li>
</ul>
<hr>
<p class="p1"><em>Übrigens sehen&#8230; wer jetzt nach all den Spoilern Bock auf den Film hat, hier der Trailer <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />&nbsp;<br />
</em><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/M7zrHiqoJ6k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/lords-of-chaos-filmreview-2019/">Lords of Chaos &#8211; Wieviel Wahrheit steckt in der Lüge?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>FORNHEM &#8211; Neuerungen in düsteren Gefilden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2017 06:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bathory]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[burzum]]></category>
		<category><![CDATA[dark throne]]></category>
		<category><![CDATA[Folk Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FORNHEM &#8211; Ett Fjaerran Kall VÖ: 25.08.2017 Dauer: 46:40 Label: TROLLMUSIC Heavy Metal stellt in meinen Augen eine sehr vielschichte Musikrichtung dar, welche sehr viele, unterschiedliche Spielarten beinhaltet. Die Fülle an Ausprägungen, welche man dort finden kann, hat mich daran schon seit ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FORNHEM</strong> &#8211; Ett Fjaerran Kall<br />
VÖ: 25.08.2017<br />
Dauer: 46:40<br />
Label: TROLLMUSIC</p>
<p>Heavy Metal stellt in meinen Augen eine sehr vielschichte Musikrichtung dar, welche sehr viele, unterschiedliche Spielarten beinhaltet. Die Fülle an Ausprägungen, welche man dort finden kann, hat mich daran schon seit meiner Entdeckung dieser Musik begeistert und interessiert. Nach nun über 15 Jahren als Fan dieser Musik bin ich jetzt auf eine Band gestoßen, welche eine mir bisher wirklich noch unbekannte Spielweise dessen praktiziert. <strong>FORNHEM</strong> spielen, laut Begleitschreiben, &#8222;primeval black metal&#8220;.&nbsp; Ihr Erstwerk, &#8222;Ett Fjärran Kall&#8220;, übersetzt soviel wie &#8222;A Call from Afar&#8220;, soll dieses Genre wohl fortführen. Mal schauen, ob der Vorsatz der Schweden, ursprünglichen skandinavischen Black Metal mit mit Folk Elementen zu verknüpfen, gelungen ist.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-22227 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_1-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_1-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Der erste Song, <em>&#8222;Ett Fjärren Kall&#8220;</em>, beginnt sehr ruhig, beinahe meditativ, und hat durchaus einen recht mittelalterlichen, volkstümlichen Touch. Mit Einsatz der Gitarren und des Schlagzeug bricht dort dann auch kein keifendes, fieses Gebrülle ein, sondern, eher beinahe melodisch-sphärisch tragende Klangwände. An der Grenze zum doomigen, schleppenden Rhythmus läuft sehr Song so vor sich hin. Düster ist die Musik nicht. Der Gesang orientiert sich klar am Black Metal, musikalisch stechen ansonsten doch viel folkloristische Elemente heraus. Die zweite Hälfte des Songs kommt quasi größtenteils ohne Gesang aus, was dort nochmals eine ganz eigene Stimmung entstehen lässt. Das Quartett verleiht dem Black Metal hier durchaus eine sehr eigene Note, eben durch den folkloristischen Einschlag. An sich ein Zug, durch den sie sich von anderen Gruppen abgrenzen, ohne jedoch unprofessionell zu klingen.</p>
<p>Mit dem zweiten Song, <em>&#8222;Kosmisk Dvala&#8220;</em>, zeigen die Musiker verstärkt ihre schwarzmetallischen Prägungen. Treibendere Beats, härterer Gesang, verstärkt Soundgebilde im Stil des Black Metal. An sich erstmal ein unspektakulärer Song, ganz typisch für dieses Genre. Der Gesang hat hier nun mehr Präsenz, und bricht immer wieder krächzend brüllend zwischen die Gitarren. Alles schön gelöst, jedoch nichts außergewöhnliches. Der Sound vom ersten Song ist hier ein wenig dem irgendwie immer wiederkehrenden &#8222;Standartklang&#8220; des Black Metal gewichen, den man immer wieder anzutreffen glaubt. Schade.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/eOSBPZEXnK0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der dritte Song, <em>&#8222;Úrdjupets Svärta&#8220;</em>, bildet dann wieder einen Kontrast. Der Anfang ist wieder ziemlich lyrisch, fast besinnlich. Danach bricht die Band los, ein ziemlich wilder, schneller Beat jagt die Gitarren vor sich her. Auch wenn es pathetisch klingt, aber dieser Song atmet wirklich ein wenig der nordischen, rohen Natur. Wind, etwas Regen, die kühle Luft des Nordens. Im Vergleich zum vorherigen Song wird hier wirklich etwas vermittelt. Auch der Gesang unterscheidet sich hier tatsächlich vom herkömmlichen Black Metal, wird doch noch ein sphärischer Hintergrundgesang unter die eigentliche Singstimme gelegt. Ich tue mich mit Black Metal manchmal schon etwas schwer, einfach weil ich Probleme damit habe, die Bands zu differenzieren und ihre jeweiligen Eigenheiten und Ideen in den Songs zu entdecken. Aber das hier ist wirklich geil. Und das ist erst der Erstling dieser Band. Mal sehen, was da noch so kommt.</p>
<p>Abgeschlossen wird die Platte mit <em>&#8222;Fornehm&#8220;</em>. Der Gitarrist fängt an. Der Rest folgt, schreitend, ein Lied auf den wutverzerrten Lippen. Naja, ob wutverzerrt oder nicht, hier wird der Bereich &#8222;epischer Part des Albums&#8220; abgearbeitet. Der Titel ist vermutlich nicht mal pur black, hier wird eher auf die rockige Spur zurückgegriffen. Das Tempo aus <em>&#8222;Úrdjupets Svärta&#8220;</em> ist raus. Durchatmen und der Gitarre lauschen ist angesagt. Im Laufe des Songs wird teilweise auch mehr gefuddelt, als dass Ideen verarbeitet werden. Dieses herumreiten auf einem Riff gehört, laut Begleitschreiben, jedoch auch mit zum Konzept der Band. Nun gut. Im Jazz wird das interessanter gelöst. Wie die vorherigen Songs auch ist dieser auch eher überlang, aber das merkt man hier leider auch. Es zieht sich streckenweise doch etwas, bedingt durch bereits erwähntes Rifftöten. Anhören kann man es, die absoluten Neuerungen bleiben aber aus.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-22234 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_3-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_3-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/FORNHEM_2017_3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Insgesamt ist die Platte irgendwie sehr zweigeteilt. Interessante Vermischungen aus Black Metal und Folk meets bekanntes Gedresche aus dem Black Metal. Aus ersterem hätte ruhig&nbsp; mehr drin sein dürfen. Das, was <strong>FORNHEM</strong> da bringen, ist nämlich wirklich der Aufmerksamkeit wert. Ob es gewollt ist, dass man so die beiden Einflüsse, Folk und Black Metal, besser hören kann, wird nicht ganz klar. Aber der erste und dritte Song zeigen ja, dass durch die Vermischung wirklich so etwas interessantes Neues entstehen kann. Daher wäre es schade, da nicht mehr daraus zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://fornhem.bandcamp.com/releases">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Fornhem/">Facebook</a></p>
<div id="jsseunrwnoeo">
<div id="ocfipreoqyfb" class="simple_mutex">&nbsp;</div>
</div>
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		<item>
		<title>Senf der Woche #26 &#8211; LEGENDEN? NA UND!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2017 06:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-20349"></span><br />
<strong><em>Thema heute:</em>&nbsp;Jeder kennt sie, doch nicht jeder mag sie &#8211; mit welchen &#8222;großen&#8220; Bands kannst du so gar nichts anfangen?</strong></p>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hannes/" target="_blank" rel="noopener">Hannes</a>&nbsp;</b>meint:</span></p>
<p>Oh, wo soll ich da nur anfangen? <strong>METALLICA</strong> und <strong>MEGADETH</strong> geben mir rein gar nichts. Auch wenn größtenteils <strong>gute Musiker</strong> dahinterstecken, empfinde ich bei den Songs absolut nichts. Wenn es um <strong>guten Thrash Metal</strong> geht, dann höre ich lieber <strong>NIHILIST</strong>,<strong>&nbsp;INFANT DEATH</strong> (Black Thrash) oder auch mal <strong>MANTIC RITUAL</strong> (leider aufgelöst).</p>
<p>Auch bei den großen <strong>Heavy-Metal-Göttern IRON MAIDEN</strong> muss ich passen (mit Ausnahme der ersten zwei Scheiben). Stattdessen höre ich lieber M<strong>ETAL INQUISITOR</strong> oder <strong>DAWNBRINGER</strong>, weil hier noch <strong>nicht alles glatt gebügelt</strong> klingt.</p>
<p>Im <strong>Death Metal</strong> langweile ich mich bei <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> und <strong>SIX FEET UNDER</strong>. Auch hier gilt wieder: gute Musiker, Songs jedoch belanglos. Alternativen sind hier für mich <strong>LIFELESS</strong>, <strong>TEITANBLOOD</strong>, <strong>COFFINS</strong> und <strong>TRIUMVIR FOUL</strong>. Ich fühle ich im <strong>Black Metal</strong> seit Jahren sehr wohl, doch auch hier verstehe ich den <strong>Hype</strong> um <strong>BATUSHKA</strong> und <strong>NARGAROTH</strong> nicht. Ersatzdrogen sind hier <strong>CULT OF FIRE</strong>, <strong>EVILFEAST</strong> oder auch seit neuem <a href="https://silence-magazin.de/tchornobog-innere-daemonen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>TCHORNOBOG</strong></a>, die aus verschiedenen Genres <strong>einen Prototyp geschaffen</strong> haben, den sonst nur <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> entwickeln konnten.</p>
<p>Beim <strong>Doom Metal</strong> hingegen fallen mir kaum Bands ein, die ich öde finde. Vielmehr <strong>ödet mich diese Musikrichtung seit Jahren an</strong>, weil gefühlt 80% der Bands in den ewig gleichen Bünden durch die Landschaft riffen. <strong>HYMN</strong> und <strong>FUNERALIUM</strong> sind da eine schöne Ausnahme.</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/don-promillo" target="_blank" rel="noopener"><strong>Don Promillo</strong></a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Oha, große Bands, mit denen ich wenig bis nichts anfangen kann, gibt es tatsächlich so einige. Fangen wir doch gleich mal mit der wahrscheinlich größten an:&nbsp;<strong>METALLICA</strong> – die Band, mit der die meisten von uns <strong>zum Metal gekommen</strong> sind. Ich jedoch nicht. Schon seit Jahrzehnten wird <strong>deutscher- und Bay Area-Thrash im Hause Promillo gefeiert</strong>, aber dann doch eher <strong>EXODUS </strong>und <strong>KREATOR</strong>.</p>
<p>Im <strong>Black Metal</strong> konnte ich noch nie sehr viel mit der Musik, geschweige denn dem <strong>missratenen Typen</strong> von <strong>BURZUM</strong> anfangen. Was man <strong>BURZUM</strong> aber nicht absprechen kann, ist, dass sie <strong>MAYHEM</strong> zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Ich bin mir nicht sicher, wie sich ihr <strong>Werdegang ohne Herrn Vikernes</strong> gestaltet hätte.</p>
<p>Nun aber zum <strong>größten Rätsel der modernen Musikgeschichte</strong>. Es gibt kaum ein Musikblatt, welches nicht monatlich von ihnen berichtet und doch gehen sie mir komplett am Hintersten vorbei. Die Fans gröhlen mit, obwohl <strong>der Sänger eine Ausstrahlung wie ein Steuerberater</strong> hat. Das kann nur eine Band sein. Richtig, <strong>BLIND GUARDIAN</strong>. Ich werde aus dieser Musik einfach nicht schlau. Mir überbringt sie <strong>null Energie</strong> und hinterlässt <strong>nichts als Fragezeichen</strong>. Und bevor die Frage aufkommt: Ja, ich habe/musste sie mir schon mehrmals live anschauen!</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hyaene" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sebastian</strong></a>&nbsp;</b>sagt:</span></p>
<p>Große Bands, kleine Wirkung. Irgendwie bekommt man ständig <strong>von allen anderen vorgesagt</strong>, welche Band groß, sprich musikalisch ganz toll und bedeutend ist. Die <strong>eigene Meinung</strong> dazu kann oft <strong>ganz anders</strong> sein.</p>
<p>Beim Überlegen, bei welchen Gruppen mir das so geht, denke ich auch, dass ich da wohl auch selektiv höre. Es kann ja sein, dass ich von <strong>Band XY</strong> aus besagter Kategorie vielleicht <strong>nur zwei Songs gut finde</strong>, den Rest aber nicht. Die Band an sich ist mir damit <strong>immer noch relativ egal</strong>. Man kann trotzdem ihren <strong>musikalischen Verdienst</strong>&nbsp;<strong>respektieren</strong>. Nennt es <strong>Rosinenpickerei</strong>, aber macht das nicht jeder irgendwo?</p>
<p>Eine Band, um deren Stellenwert ich mir durchaus bewusst bin, und die ich auch schon ein paar mal live gesehen habe, ist <strong>JUDAS PRIEST</strong>. Die Band hat einen <strong>guten Sound</strong>, <strong>liefert live</strong> toll ab und <strong>unterhält</strong> auf jeden Fall immer noch gut ihr Publikum. Und zu <strong>Rob Halford</strong>&nbsp;muss man auch nichts mehr sagen. Trotzdem, die <strong>Musik berührt mich nicht</strong>, trotz ihrer Brillanz. Letzten Endes ist dies auch nicht ihre Aufgabe. Das ist <strong>nicht schlimm</strong>, sie stehen damit auch lange <strong>nicht allein</strong>. Bei <strong>SAXON</strong> ist es ganz ähnlich.</p>
<p>Mir stellt sich nun jedoch die Frage, <strong>welche Band der NWBHM&nbsp;ohne Probleme als „klein“ bezeichnet werden kann.</strong>&nbsp;<strong>DEF LEPPARD</strong> fand ich immer sehr interessant, mit einem <strong>eigenen Stil</strong>. Ihre <strong>direkte Spielweise</strong> und der <strong>klare Sound</strong> kam immer besser an bei mir. Aber letzten Endes muss jeder selbst wissen, wo er die <strong>Genregrenzen</strong> zieht und was ihn anspricht. Nur entschuldigen sollte man sich nicht dafür.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-26-legenden-na-und/">Senf der Woche #26 &#8211; LEGENDEN? NA UND!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Senf der Woche #15 &#8211; Keyboards &#038; Synthies</title>
		<link>https://silence-magazin.de/senf-der-woche-15-keyboards-synthies/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=senf-der-woche-15-keyboards-synthies</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 May 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[burzum]]></category>
		<category><![CDATA[Children Of Bodom]]></category>
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		<category><![CDATA[senf der woche]]></category>
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		<category><![CDATA[Symphonic Metal]]></category>
		<category><![CDATA[synthesizer]]></category>
		<category><![CDATA[the ruins of beverast]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-15-keyboards-synthies/">Senf der Woche #15 &#8211; Keyboards &#038; Synthies</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-17298"></span><br />
Thema heute: Keyboards und Synthies im Metal &#8211; spannende Ergänzung oder bombastische Überladung?</h4>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/hyaene/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian</a>&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>In der Grundschule muss man ja eigentlich nur eine wichtige Entscheidung treffen. <strong>Blockflöte oder Keyboard?</strong> Im Metal ist es da ähnlich. <strong>Dudelsack oder Keys?</strong> Beziehungsweise, bei beidem, ja oder nein? Nun, wir können jetzt wieder auf die Diskussion über Geschmack verweisen (je nach Holz schmecken Blockflöten übrigens besser). Aber wir sind ja gerade am Senfen.</p>
<p>Ehrlich gesagt, ich persönlich mag mein <strong>NIGHTWISH</strong> beispielsweise ja <strong>lieber mit Keyboard</strong> statt ohne. Aber auch manche <strong>Black-Metal-Bands</strong> bekommen so ihre Würze durch dieses Instrument. Solange es kompositorisch passt, bitte. <strong>Episch</strong> kann es schon sein. Solange es <strong>nicht suppt</strong>.</p>
<p>Aber Grenzen sollten schon sein. <strong>SLAYER</strong> wüssten wahrscheinlich gar nicht, was man mit diesem Ding machen soll. Müssen sie aber auch gar nicht. Das soll jetzt kein Contest werden, wer die engste Stirn hat. Aber es würde sich ja auch <strong>niemand Minzsoße auf ein Jägerschnitzel kippen</strong> (um mal das Kulinarische in dieser Kategorie hier zu erhalten).</p>
<p>Daher: Generell ja, aber folgt eurem akustischen Riecher! Das <strong>momentane Maß</strong> des Einsatzes dieses Instrumentes in diesem Genre der Musik finde ich <strong>eigentlich in Ordnung</strong>. Die Musikschaffenden selbst haben ja meist auch eine relativ gesunde Vorstellung davon, wie viel davon verträglich ist.</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hannes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannes</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Ach Keyboard, du <strong>Instrument meiner &#8222;Träume&#8220;</strong>! Wie oft wurdest du <strong>misshandelt von Nichtsnutzen</strong>, die im heutigen Zeitalter headbangend einen Akkord mit nur einem Finger spielen? Wie oft kräuselten sich meine Fußnägel bei deinem <strong>künstlichen Klang aus der Konserve</strong>? Dabei wirkst du bei richtiger Anwendung doch als guter Unterstützer des Kopfkinos.</p>
<p>Meine ersten Hörproben entnahm ich deinen Tasten auf der CD &#8222;Are You Dead Yet?&#8220; von <strong>CHILDREN OF BODOM</strong>&nbsp;(erste selbst gekaufte CD überhaupt). Da klang es <strong>virtuos und technisch anspruchsvoll</strong>. Doch nun blitzt dein alter Glanz für mich nur noch selten auf. <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong>, <strong>BURZUM</strong>, oder auch Nachwuchs in Form von <strong>ELDAMAR</strong> zu hören, sorgt für Glücksgefühle. Gerade weil dir <strong>bedächtig die Töne entlockt</strong> und keine käsigen Klangteppiche gespielt werden, die bei vielen Bands die Gitarren übertönen.</p>
<p>Trotzdem werde ich dem Tastengerät so manchen Fehler nicht verzeihen. Wie Menschen auf die Idee kommen, <strong>ganze Orchester hineinzupacken</strong> und damit billige, &#8222;anmutige&#8220; Momente zu erschaffen, will mir bis heute nicht in den Kopf. Deshalb mein Tipp: Lernt lieber gleich Klavier, Orgel oder kauft euch wenigstens für viel Geld so ein Teil! Ihr werdet es nicht bereuen, denn ein <strong>guter/authentischer Klang ist Gold wert</strong>.</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://silence-magazin.de/author/oli/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Oli</b></a><b>&nbsp;</b>sagt:</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Ich erinnere mich gerne daran zurück, wie mir mein großer Bruder um die Jahrtausendwende herum eine CD in die Hand drückte mit der Aufschrift </span><strong><span class="fontstyle2">THE WHORES OF BABYLON </span></strong><span class="fontstyle0">– &#8222;Kumari&#8220;. Das war derber obskurer <strong>90er-Jahre Gothic Metal</strong>. Seit diesem Zeitpunkt, ich muss im Alter von 10-11 Jahren gewesen sein, war ich begeistert von der <strong>dunklen Energie</strong>, die dort vor allem durch die <strong>stylischen Synthies</strong> erzeugt wurde. Hört euch dazu nur mal das kultige </span><em><span class="fontstyle3">&#8222;The Whip&#8220; </span></em><span class="fontstyle0">an, wozu es übrigens ein ebenso kultiges Musikvideo gibt.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Über die Jahre hinweg ebnete ich mir den Weg vom Gothic Metal/Industrial hin zum Black und Death Metal und speziell die <strong>Kombination von Elektronik und harter Gitarrenmusik</strong> finde ich noch heute sehr spannend. Ein aktuelles Beispiel dazu wäre <a href="https://silence-magazin.de/the-ruins-of-beverast-vertonter-schamanismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das vom Kollegen Hannes besprochene <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong>-Album &#8222;Exuvia&#8220;</a></span><span class="fontstyle0">, wo ebenfalls viel mit <strong>eher hintergründig eingesetzten Synthies</strong> und elektronischen Elementen gearbeitet wird.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Sowohl simple und effektive Synthies als auch <strong>ausufernde Klangteppiche</strong>&nbsp;<span data-dobid="hdw">à</span> la </span><span class="fontstyle3">&#8222;Det som Engang var&#8220; (<strong>BURZUM</strong>)&nbsp;</span><span class="fontstyle0">oder </span><strong><span class="fontstyle2">RED HARVEST</span></strong><span class="fontstyle0">s Klassikeralbum &#8222;Hybreed&#8220; bilden für mich Paradebeispiele in dieser Kategorie. Nicht zu vergessen </span><strong><span class="fontstyle2">EMPEROR</span></strong><span class="fontstyle0">. Würde deren Klassiker </span><em><span class="fontstyle3">&#8222;Inno a Satana&#8220; </span></em><span class="fontstyle0">ohne Synthies eine <strong>ebenso majestätische Wirkung</strong> erzeugen?</span></p>
<p><span class="fontstyle0">In diesen mir vertrauten Subgenres <strong>empfinde ich Elektronik häufig als wohltuende Ergänzung</strong>, auch wenn ich kein Freund von allzu symphonischen Vertretern bin. Der <strong>musikalische Bombast</strong>, den Bands wie etwa </span><span class="fontstyle2"><strong>NIGHTWISH</strong> </span><span class="fontstyle0">ausstrahlen, wirkt auf mich dann doch <strong>etwas zu aufgesetzt</strong>. Doch auch diese Formen haben in einer möglichst freien Kunst ihre Berechtigung und bilden eine weitere Ausdrucksmöglichkeit. Und weshalb sollte man sich vor dieser Möglichkeit und Chance verschließen?</span></p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-15-keyboards-synthies/">Senf der Woche #15 &#8211; Keyboards &#038; Synthies</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Not und Begehr &#8211; FARSOT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Prophecy Productions]]></category>
		<category><![CDATA[Satyricon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FARSOT – Fail.lure Veröffentlichungsdatum: 21.04.2017 Dauer: 48 Min. Label: Prophecy Productions / Lupus Lounge Stil: (Post) Black Metal Als ein Kumpel mich 2009 mit der Thüringer Black-Metal-Formation FARSOT und ihrem Erstwerk &#8222;IIII&#8220; vertraut machte, war dies keine Liebe auf den ersten Blick. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/not-und-begehr-farsot/">Not und Begehr &#8211; FARSOT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FARSOT</strong> – Fail.lure<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.04.2017<br />
Dauer: 48 Min.<br />
Label: Prophecy Productions / Lupus Lounge<br />
Stil: (Post) Black Metal<span id="more-16206"></span></p>
<p>Als ein Kumpel mich 2009 mit der Thüringer Black-Metal-Formation<strong> FARSOT</strong> und ihrem Erstwerk &#8222;IIII&#8220; vertraut machte, war dies keine Liebe auf den ersten Blick. Zwar gefiel mir der melodische, mitreißende und zuweilen depressiv anmutende Sound des Quintetts, doch konnte mich dieser nicht vollends berühren und mitreißen. Mit der Zeit wuchs jedoch die Verbindung zur Musik und ich konnte mich emotional voll und ganz auf die unheilvolle Musik einlassen. Speziell <em>&#8222;Thematik: Trauer&#8220;</em> ist für mich einer der besten deutschen Black-Metal-Songs. Den Song sollte man einmal gehört haben.&nbsp;</p>
<p>2011 folgte mit &#8222;Insects&#8220; das Zweitwerk und lies deutliche Veränderungen in Sound, Thematik und Stilistik erkennen. Deutlich moderner und dennoch leicht verschroben und psychedelisch klang die Platte und zündete damals sofort bei mir. Auch heute noch rotiert &#8222;Insects&#8220; regelmäßig und überzeugt durch sein interessantes Songwriting und eine modern, brachiale Produktion.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Zurück in die Zukunft</h3>
<p>Ganze sechs Jahre später erscheint mit &#8222;Fail.Lure&#8220;, welches sich aus den Worten &#8222;Failure&#8220; (auf Deutsch: Versagen) und &#8222;Allure&#8220; (auf Deutsch: Verlockung) zusammensetzt, das Drittwerk von <strong>FARSOT</strong> und lässt mich, soviel sei vorweggenommen, nach den ersten Hördurchgängen ein wenig verwirrt zurück. Wenig greifbar und seltsam nebulös erscheint mir deren neuester Output. Ist dies Absicht? Fest steht, mein Eindruck vom Album wandelte sich im Prozess des Rezensierens gewaltig. Doch eins nach dem anderen. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Anno 2017 klingen die Thüringer zum einen wieder deutlich traditioneller und mehr verwurzelt im 90er-Jahre-Black-Metal, zum anderen ist jedoch der lyrische und konzeptionelle Ansatz zeitlos und fast schon tiefenpsychologisch. In den insgesamt 6 Songs (5 + 1 Instrumental) thematisiert die Band die Zerissenheit eines Individuums, welches von Verlagen getrieben, von Sinnfragen zerfressen und mit einhergehenden Identitätsverlust konfrontiert wird. Dabei bauen die Texte lose auf Werken von <strong>Greenaway</strong>, <strong>Klimt</strong> und <strong>Kotarbinski</strong> auf. Konzeptionell wirken die Songs auf mich klar den Polen &#8222;Failure&#8220; und &#8222;Allure&#8220; zugeordnet.</p>
<p>Der Opener <em>&#8222;Vitriolic&#8220;</em> startet traditionell mit dissonantem Riffing und Blast Beats, bevor der etwas moderner klingende Gesang von <strong>10.XIXt</strong> einsetzt. Im weiteren Verlauf gesellen sich Akustikgitarren und hintergründige Keyboardflächen zum Gesamtsound. <em>&#8222;Circular Stains&#8220;</em> klingt mit seinen geflüsterten Worten herrlich verschroben, bevor harter Metalsound und Klargesang den Track in deutlich andere Bahnen lenken. <em>&#8222;With Obsidian Hands&#8220;</em> bietet einen komplexen Songaufbau und lässt mich durch eingesetzte verzweifelte Screams an <strong>BURZUM</strong> und <strong>FARSOT</strong>s eigenes &#8222;Freitod&#8220;-Demo denken. Allgemein gestaltet sich das Songwriting abwechslungsreich, wobei die Atmosphäre auf mich stets gewahrt wird und düster, zuweilen trist wirkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16567 size-full aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/farsot_fail-lure_forest_DSC0779_RGB_MAIN3-e1492756716855.jpg" width="800" height="413"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Unstillbares Verlangen</h3>
<p>Die zweite Albumhälfte rückt stilistisch näher an den Vorgänger &#8222;Insects&#8220; heran. Speziell der Song<em> &#8222;The Antagonist&#8220;</em>, zudem ein sehr stimmiges Video gedreht wurde, erinnert mit seiner wiederholt gestellten Frage &#8222;Who am I?&#8220; stark an Stücke wie<em> &#8222;Like flakes of rust&#8220;</em> oder <em>&#8222;Perdition&#8220;</em>. Auch gewisse Querverweise auf <strong>SATYRICON</strong> zu &#8222;Volcano&#8220;-Zeiten oder die Labelkollegen <strong>SECRETS OF THE MOON</strong> kommen mir in den Sinn. Dies unterstreicht vor allem die etwas modernere Ausrichtung der letzten Stücke. Das abschließende <em>&#8222;A hundred to nothing&#8220;</em> beschließt das Album als ruhigeres Fast-Instrumental Stück, kann jedoch meiner Meinung nach wenig Akzente setzen. Wieder wird eine triste, melancholische und nachdenkliche Stimmung kreiert, jedoch ohne dem Ganzen eine zusätzliche Note zu verleihen. Schade.</p>
<p>In Sachen Produktion und optischer Gestaltung gibt sich <strong>FARSOT</strong> auf &#8222;Fail.lure&#8220; keine Blöße und das Label Prophecy Productions zeigt wieder einmal auf, wie viel Wert auf Layout und qualitative Verpackung gelegt wird. Das Cover in seiner Tristesse und Aufgeräumtheit unterstreicht gekonnt den Ansatz der Musik und der druckvolle, klare Klang lässt sämtliche Details zur Geltung kommen. Ich bekomme den Eindruck das hier nichts dem Zufall überlassen wurde. Alles scheint durchexerziert und genauestens geplant. Leider habe ich den Eindruck, dass der Musik dadurch ein Stück Spontanität und Leidenschaft verloren geht. <strong>FARSOT</strong> analysieren, strukturieren und setzen mit Bestimmtheit ihr Konzept um.</p>
<p>Ich hoffe, dass es nicht wieder 6 Jahre dauert, bis man neues Songmaterial zu Hören bekommt. Denn auch wenn die Band für meinen Geschmack etwas zu abgeklärt musiziert, so liefert sie qualitativ wertvollen und durchaus eigen klingenden Black Metal ab, der zudem live auch gut zur Geltung kommen sollte. Not und Begehr gehen wahrlich Hand in Hand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/tAy7xpdqbug?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/farsot.official">Facebook</a></p>
<p><a href="https://farsot.bandcamp.com/album/fail-lure-luxus">Bandcamp</a></p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp aligncenter" style="width: 800px;">&nbsp;</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/not-und-begehr-farsot/">Not und Begehr &#8211; FARSOT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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