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	<title>Alcest Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Alcest Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>HARAKIRI FOR THE SKY im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2021 09:12:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir hören ja nicht nur Musik, wir reden auch gern drüber! Am liebsten sogar mit den Künstlern selbst!<br />
Heute mal mit HARAKIRI FOR THE SKY über ihr neuestes Album und die aktuelle Zeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-interview-2021/">HARAKIRI FOR THE SKY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Februar haben <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> ihr neues und mittlerweile fünftes Album &#8222;Mære&#8220; <em><strong>(<a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-maere">hier geht&#8217;s zur Review</a>)</strong></em> auf den Markt gebracht. Gastautor Alex und ich hatten vorab die Chance, mit Sänger J.J. zu sprechen: Über Kuschelkonzerte, die Tier-Tradition der Coverartworks und warum englische Wörter nicht immer die bessere Wahl sind.</p>
<p><em>Merlin: Eigentlich geht’s ja um euer neues Album, aber natürlich kommen wir um das Thema Corona nicht herum. Ihr musstet ja schon den Release-Termin verschieben, größere Veranstaltungen sind auch in Österreich erstmal tabu, wie schaut’s da aus – habt ihr irgendeine Perspektive?</em></p>
<p>J.J.: Nah… net wirklich. Also zur Zeit… ich glaub, bis auf Neuseeland und Australien liegt überall alles auf Eis zur Zeit. Die Bayern wollen ja jetzt auch erstmal die Grenzen zu Österreich dicht machen, weil wir hier unseren Lockdown lockern. Mit vorsichtigem Optimismus traue ich uns irgendwelche minimalistischen Abstandsfestivals im Sommer zu, so wie 2020 das <strong>WOLFSZEIT</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020"><strong><em>hier geht’s zum Festivalbericht</em></strong></a>). Halt mit Masken und Abstand für 2500 Leute statt für 10.000 oder so. Sowas trau ich uns zu, aber auch eher so im regionalen Umfeld. Nix, was großartig mit Fliegen oder sonstigwas verbunden ist. Das wär dann glaub ich alles schon wieder ein bisschen zu kompliziert…</p>
<p>Keine Ahnung, wer weiß, ob die ganzen Herbsttouren funktionieren! Bei der Impfbereitschaft, wie langsam das momentan weitergeht… da haben wir vielleicht schon wieder ein anderes Virus, bevor wir das hier unter Kontrolle haben. In Österreich ist die Impfbereitschaft gerade viel zu gering für eine baldige Herdenimmunität.</p>
<h2>Da brauch ich mir glaub ich die Welt nicht schöner reden, als sie ist</h2>
<p><em>Alex: Im <strong>Backstage</strong> in München zum Beispiel gab es ja in 2020 ein paar Abstandskonzerte…</em></p>
<p>J.J.: Ja, da hab ich mit meiner anderen Band gespielt, mit <strong>KARG</strong>. Und das hat, finde ich, ganz gut funktioniert. Dadurch, dass nicht nur vier Leute an einem kleinen Tisch gesessen sind, sondern doch glaube ich bis zu zehn, hatte man so ein bisschen das Feeling, wie am Anfang, wenn du mit einer Band startest und du hast nur das erste Album und dann sind halt, wenn du unter der Woche in Wien spielst, nur deine Freunde da, weil sich sonst halt keiner dafür interessiert. Und so kommt einem das halt vor, wie ein Kuschelkonzert, nur mit den engsten Freunden, da ein paar, da ein paar, da ein paar. Also ich hab’s gut gefunden.</p>
<p>Es war auf jeden Fall besser, als gar nichts zu machen. Die Leute haben sich ja auch gefreut, also da hat’s keine schlechten Resonanzen gegeben. Die haben auch fleißig Shirts und Platten gekauft, weil sie froh waren, endlich mal wieder face to face Kohle für Merchandise ausgeben und auch ein bisschen quatschen zu können. Vielleicht bekommen wir sowas wieder hin bis zum Herbst. Aber so Festivals wie die, wo wir unsere Jugend verbracht haben… davon sind wir glaub ich noch mindestens anderthalb Jahre entfernt, also mindestens bis Sommer 2022. Da brauch ich mir glaub ich die Welt nicht schöner reden, als sie ist.</p>
<p><em>Merlin: Wie habt ihr denn die Festivals unter Corona-Bedingungen erlebt? Du hast ja das <strong>WOLFSZEIT</strong> schon angesprochen und auf dem <strong>FIMBUL</strong> habt ihr ja auch gespielt, wie war das für euch?</em></p>
<p>J.J.: Ich hab’s nicht als so schlimm empfunden. Ich hätt’s lästig gefunden, wenn wir als Band beim Soundcheck Masken hätten tragen müssen, weil das ist ja dann auch nicht wenig anstrengend, auch wenn’s nur ein Soundcheck ist. Und vorher trägst du das ganze Zeug rauf und hin und her.</p>
<p>Ich hab mich in das ganze Corona-Thema generell nicht so reingesteigert. Ohne das Virus verharmlosen zu wollen, aber es ist schon lustig, wenn wir mal zwei Tage lang miteinander gesoffen haben, was mit 30 Jahren auch nicht mehr so ohne ist, und dann fühl ich mich am dritten Tag krank und sie kommen gleich so, „mach doch n‘ Corona-Test“. Ich bin schon wieder die ganze Zeit im Winter draußen gestanden und hab geraucht, ohne Jacke, aber du darfst einfach nicht mehr normal verkühlt sein, weil sofort… naja. Aber wir halten uns in der Band natürlich alle an die Vorgaben, also da gibt’s keine Diskussion!</p>
<h2>Wie ein Kuschelkonzert, nur mit den engsten Freunden</h2>
<p><em>Merlin: Kommen wir zu eurem neuen Album: Wir seid ihr auf den Namen gekommen, wie seid ihr auf das Cover gekommen und wie geht das zusammen?</em></p>
<p>J.J.: Also „Mære“ kommt ja von Albtraum. Und im Endeffekt ist das Cover eine Metapher, auch für die heutige Zeit… die Freiheit wird einem genommen, nicht nur wegen Corona, sondern alles wird überwacht… und wenn man 30 wird, da merkt man so, die Freundschaften lassen nach, man trifft nicht mehr so viele Leute, der social-media-Effekt, man hat 1000 Freunde, aber nur drei richtige… Und das mit dem „die Haut überziehen“ ist ja für ein Tier auch etwas Albtraumartiges. Das ist uns auch aufgefallen, dass wir noch kein Cover ohne Tier veröffentlicht haben. Das ist so ein bisschen Band-policy, dass da ein Tier drauf muss. Also jetzt im Normalfall nicht ein Elefant oder so, sondern ein Tier – jetzt nicht nur wegen dem Black-Metal – das mit dem, wo wir herkommen, etwas zu tun hat, mit Österreich. Also das ist jetzt nichts Lokalpatriotisches, aber zu diesen Tieren hat man halt einen Bezug.</p>
<p>Und joa, wir haben da erst lange rumgesucht und Matthias ist dann zufällig bei Instagram über diese Zeichnung gestolpert. Die ist von einer jungen holländischen Künstlerin. Mit der haben wir dann geschrieben und sie gefragt, ob sie das Bild noch leicht verändern würde, mit anderen Farben, weil wir uns diesmal auf rot-schwarz geeinigt hatten. Dieses gold-schwarz wie bei „Arson“, das ist Matthias Ding gewesen. Da ist er mir vier Alben lang in den Ohren gelegen, dass er das unbedingt haben möchte. Deshalb hab ich damals gesagt, okay, dieses Album machen wir es so, wie du willst, aber dafür nehmen wir dann schwarz-rot beim nächsten.</p>
<p>Und der Titel „Mære“ spielt auf eine Art Guhl an, der des nachts auf deiner Brust sitzt und dich vom Schlafen abhält. Und das ist für uns oder vor allem für mich eine Metapher für die Gedanken, die sich auch in den Songtexten widerspiegeln und die mich nachts vom Schlafen abhalten.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-37164" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/441944-min.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em>Alex: Wie kamen denn die Features auf dem Album zustande, vor allem das mit <strong>Neige</strong> von <strong>ALCEST</strong>? Der hat ja auch so eine Tendenz, andere Bands zu fragen, auch solche, die stilistisch erstmal gar nichts mit <strong>ALCEST </strong>gemein haben, und dann einfach zu sagen „hey, ich mag eure Musik, lass mal ne Tour machen!“</em></p>
<p>J.J.: Ja, und Neige ist so gescheit, dass er weiß, dass es viel mehr Sinn ergibt, mit Bands zu touren, die alle ein bisschen in ne andere Schiene gehen, und nicht drei Bands zu nehmen, die alle aus demselben Genre kommen. Ich würde zwar nicht sagen, <strong>HARAKIRI </strong>und <strong>ALCEST</strong> könnten nicht zusammen auf Tour gehen, weil das zu ähnlich ist, aber dann müsste zumindest die dritte Band komplett in eine andere Richtung gehen, damit das irgendwie heraussticht.</p>
<p>Also Matthias schreibt schon lange mit Neige bei Facebook, die haben einen recht ähnlichen Musikgeschmack. Und da haben die zwei eben auch Musikideen hin und her geschickt. Und dann trifft man sich irgendwann persönlich, was halt passiert, wenn man auf ähnlichen Festivals spielt. Dass man dann zuerst im selben Backstage abhängt, dann spielt <strong>HARAKIRI </strong>vor <strong>ALCEST</strong> und dann gehen die auf die Bühne, wenn wir von der Bühne gehen. Da kennt man sich dann ein bisschen zumindest. Jedenfalls sind wir dann zusammengesessen, sollen wir uns trauen, dass wir Neige fragen? Dann haben wir ein bisschen was getrunken und irgendwann hatten wir dann genug Mut zusammen und haben ihm geschrieben, ob er beim nächsten Album bock auf ein Feature hätte. <em>*lacht*</em></p>
<p>Und wir haben eigentlich geglaubt, nee, wir sind ihm sicher zu unbekannt, oder vielleicht auch zu ähnlich wie <strong>ALCEST</strong> oder was auch immer, aber er hat sofort ja gesagt! Es hat dann ein bisschen gedauert, da konnte er aber nichts für, sondern weil die das in Paris mit dem ersten Lockdown ja noch viel ernster genommen haben. Da hat er etwas gebraucht, bis er ein Studio gefunden hat. Das war glaube ich wirklich erst Anfang Mai. Und sonst hat das aber super funktioniert! Ich find’s auch gut, dass er etwas Cleanes singt und nicht nur schreit. Obwohl er gar nicht so viel älter ist als Matthias und ich, ist er halt doch so eine Art Jugend-hero. Und an seiner Musik orientieren wir uns natürlich auch zu einem gewissen Grad, auch wenn mittlerweile auch viel andere Einflüsse drin sind. Aber wo wir herkommen, das ist wahrscheinlich fast unüberhörbar.</p>
<h2>&#8222;nostalgia&#8220; klingt eigentlich scheiße von der Aussprache her</h2>
<p><em>Alex: Apropos Cleangesang, auf eurem zweiten Album „Aokigahara“ gab’s ja auch in einem Song eine Passage auf Deutsch…</em></p>
<p>J.J.: Ja, die war nicht von mir, sondern wir wollten <strong>Ben</strong> von <strong>FÄULNIS</strong> für das Feature haben und er hat sich nicht drauf eingelassen, einen englischen Text zu singen. <em>*schmunzelt*</em> Da hab ich dann im Endeffekt einfach n Vierzeiler rausgestrichen und gesagt „mach was du willst“. Ich selbst bin nie so hundertprozentig hinter gemischtsprachigen Songs gestanden, weil entweder so oder so. Also ich hab kein Problem mit Bands, die ein paar englischsprachige Songs auf ihrem Album haben und ein paar deutsche oder französische oder norwegische, aber im selben Song war das für mich jetzt nie so das Wahre. Aber ja, ich wollte Ben auf dem Album haben, weil er ein super cooler Typ ist und halt auch super coole Vocals macht – mir wär halt lieber gewesen, er hätte meinen Text gesungen in Englisch. <em>*lacht*</em> Aber das passt schon so für mich.</p>
<p><em>Alex: Und wie ist das mit Stimmvarianz bei dir?</em></p>
<p>J.J.: Es ist so… je älter du wirst, desto schwieriger wird das Hohe. Auf den ganz alten <strong>KARG</strong> Sachen zum Beispiel habe ich um Welten höher geschrien als jetzt. Das hat sich dann geändert, vielleicht auch durch die musikalischen Einflüsse, dass ich dann ab 2011 viel mehr Modern Hardcore und so gehört hab. Vielleicht hab ich dadurch auch automatisch hardcore-mäßiger gesungen. Aber es ist natürlich auch mit dem Alter gekommen. Auf &#8222;Aokigahara&#8220; war ich auch noch sehr hoch eigentlich. Ich weiß auch, dass meine Stimme auf 80 Minuten verteilt dann doch ein bisschen eintönig ist. Ich probier&#8217;s halt dann doch wieder mal, etwas höher zu shouten, aber das ist auch was, das man als Außenstehender oft ein bisschen unterschätzt. Dass die Aussprache von gewissen Wörtern oder Silben in gewissen Tonlagen manchmal nicht so gut funktioniert.</p>
<p>Matthias hat zum Beispiel auf unserem neuen Album das Wort &#8222;nostalgia&#8220; sehr gestört. &#8222;Nostalgie&#8220; klingt ja im Deutschen ganz cool, aber &#8222;nostalgia&#8220; klingt eigentlich scheiße von der Aussprache her. Also, es ist nicht immer alles so leicht, wie die Leute es auf YouTube gerne kommentieren. Oder wenn du schonmal 25 Konzerte hintereinander gespielt hast, ohne einen day off, dann quatsch nochmal mit mir drüber, wie das ist mit Stimmfarbe und jedes Mal reinschreien, was die Stimme hergibt. Da ist dann manches einfach nicht mehr möglich. Man probiert natürlich immer einen Kompromiss zu finden, dass es live doch nicht so viel schlechter als auf dem Album klingt. Weil natürlich hat man beim Album so viele Möglichkeiten, wie man will, und ich kann meinetwegen jedes Wort siebzehn mal einsingen, aber&#8230; naja.&nbsp;</p>
<p><iframe title="Harakiri For The Sky - Sing For The Damage We&#039;ve Done feat. Neige // Alcest" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zuN_bewAxvI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>Merlin: Welche Bands sind denn momentan eure musikalische Inspiration? Du hattest ja schon <strong>ALCEST</strong> genannt&#8230;</em></p>
<p>J.J.: Also das ist unterschiedlich. Matthias hört gerne auch so Indie-Zeug und die neuen Sachen von <strong>DEFTONES</strong> und so&#8230; Bei mir ist es eben viel Modern Hardcore, zum Beispiel <strong>BIRDS IN ROW</strong>. Aber auch Sachen wie <strong>LUSTRE</strong>, <strong>TAAKE</strong>, von <strong>LANTLOS</strong> die &#8222;.neon&#8220;&#8230; &#8222;Spiritual Instinct&#8220; von <strong>ALCEST</strong> höre ich mir fast jeden Tag an. Witzigerweise war <em>&#8222;Protection&#8220;</em> am Anfang nicht mal mein Lieblingslied, sondern der erste Song<em> &#8222;Les jardins de minuit&#8220;. A</em>ber mittlerweile hat sich <em>&#8222;Protection&#8220;</em> so gemausert bei mir&#8230; Und ja, <strong>LIFELOVER</strong> und <strong>APATHIE</strong> hab ich auch gehört am Wochenende.&nbsp;</p>
<p><em>Vielen Dank für deine Zeit und das Interview!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-interview-2021/">HARAKIRI FOR THE SKY im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>HARAKIRI FOR THE SKY &#8211; Gefangen in Gedanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 07:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>9 Jahre... Für Whiskey zu jung, für ein neues Album zu lang... oder?!<br />
HARAKIRI FOR THE SKY haben ihr fünftes Album rausgebracht, bei dem es im Vorfeld schon etwas Trouble mit den Features gab.</p>
<p>Wir haben reingehört und ... 9/10! Wie wo was?! Find's raus!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/harakiri-for-the-sky-maere/">HARAKIRI FOR THE SKY &#8211; Gefangen in Gedanken</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> – &#8222;Mære&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 19.02.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 85min.<br />
<strong>Label:</strong> AOP Records<br />
<strong>Genre:</strong> Post Black-Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Neun Jahre ist es mittlerweile her, dass <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mit ihrem selbstbetitelten Album debütierten. Seitdem haben uns die Österreicher in regelmäßigen Abständen immer wieder mit neuem Material beglückt, und nun steht <strong>ihr bereits fünftes Werk</strong> in den Startlöchern: &#8222;Mære&#8220;.</p>
<p>Und das ist<strong> im wahrsten Sinne des Wortes ein Full-length Album</strong>. Knappe 85 Minuten beträgt die Spielzeit. Das ist ja schonmal eine Ansage. Ob <strong>HARAKIRI</strong> auch über so lange Zeit ihr gewohnt hohes Niveau halten können?</p>
<h2><strong><em>Cause the more I sleep, the less I dream</em></strong></h2>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-37159 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-300x229.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-1024x783.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-750x574.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068.jpg 1050w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Eröffnet wird das Album mit dem Song <em>&#8222;I, Pallbearer&#8220;</em>. Mit 7 Minuten einer der kürzeren. Wer &#8222;Arson&#8220;, den Vorgänger von &#8222;Mære&#8220; kennt, weiß, dass dort mit<em> &#8222;Fire Walk With Me&#8220;</em> ein unfassbar starker opener vertreten war. Da kommt<em> &#8222;I, Pallbearer&#8220;</em> zwar nicht ran, aber trotzdem eröffnet er nach einem kurzen Intro den typischen <strong>HARAKIRI</strong> sound: <strong>Melancholisch und melodiestark</strong>, während der Text schmerzhafte Abgründe offenbart. Abgerundet wird der Song schließlich von einem <strong>ruhigen Klavier-Outro</strong>.</p>
<h2><strong><em>Sing for the damage we’ve done<br />
And the worse things yet to come</em></strong></h2>
<p>Der zweite Track <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> fällt mir gleich beim ersten Hören auf. Nach einer sich immer weiter aufbauenden Gitarren-Einleitung legen plötzlich die Drums richtig los und die Kombination aus eingängiger Melodie und eindrücklichem Gesang entwickelt eine beinahe furchteinflößende Anziehungskraft. <strong>Man kann nicht mehr weghören.</strong> Und dann, nachdem die ersten 5 Minuten eh wie im Flug vergangen sind, setzt auch noch kein geringerer als <strong>Neige</strong> <strong>von ALCEST</strong> ein! Bei <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> stimmt einfach alles. Definitiv auf der Favoriten-Liste ganz weit oben!</p>
<h2><strong><em>Carry me forever in your heart</em></strong></h2>
<p>Mit <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220; </em>sind wir nun beim dritten Track, und auch dieser ist wieder ganz besonders gelungen. Hier möchte ich vor allem hervorheben, <strong>wie gut sich Text und Musik verblenden!</strong> Obwohl beides aus unterschiedlichen Federn stammt, wirkt es doch wie aus einem Guss. Der Song glänzt außerdem durch <strong>Sehnsuchtsmelodien</strong>. Folk-Ansätze, die an <strong>SKYFOREST </strong>oder gegen Ende an <strong>NIGHTWISHs</strong> &#8222;The Islander&#8220; erinnern, nehmen den Hörer mit auf <strong>eine Reise voll Fernweh und Weltschmerz</strong>.</p>
<p>Überhaupt könnte man zu jedem einzelnen Track auf &#8222;Mære&#8220; viel Positives sagen. Jeder hat seine eigenen einprägsamen Melodien und Rhythmen, <strong>die Songs funktionieren einzeln, aber ebenso so gut aneinandergereiht als ein großes Ganzes</strong>. Natürlich habe ich trotzdem meine Lieblinge. Auf <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> und <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220;</em> habe ich ja schon meine Lobeshymne gesungen, aber auch der siebte Track <em>&#8222;And Oceans Between Us&#8220;</em> soll an dieser Stelle unbedingt erwähnt sein – ein Song, der mich vom ersten Takt an mitgerissen und nicht mehr losgelassen hat. <strong>Achtung, Ohrwurm incoming!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Harakiri For The Sky - Sing For The Damage We&#039;ve Done feat. Neige // Alcest" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zuN_bewAxvI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Erwähnt seien außerdem das <strong>Feature</strong> der anonymen Stimme von <strong>GAEREA </strong>in <em>&#8222;Silver Needle // </em>Golden Dawn&#8220;, das schwermütige Gitarren-Intro in <em>&#8222;Time Is A Ghost&#8220;</em> und last but not least das in meinen Ohren großartige <strong>PLACEBO</strong>-cover <em>&#8222;Song To Say Goodbye&#8220;</em>. <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben sich mit ihren Alben stets weiterentwickelt. Der Sound wurde immer vielschichtiger, die Produktion klarer. &#8222;Mære&#8220; ist im Gegensatz zu früheren Alben <strong>eher harmonisch als beklemmend</strong>, nur die frustrierten Texte halten sich beständig.</p>
<p>Auch in der Ausführlichkeit ihrer Songs bleiben sich <strong>HARAKIRI</strong> treu, und hier schließt sich mein größter Kritikpunkt an: <strong>Das Album ist sehr, sehr lang.</strong> Und dabei wird es ja nicht mal in seinem Verlauf schwächer – bei keinem der zehn Tracks würde ich sagen, gerade der ist der &#8222;Track zu viel&#8220;. Im Gegenteil, jeder Song hat nach meinem Empfinden einen gerechtfertigten Platz auf dem Album. Aber sie alle in einem Stück zu genießen, das fordert doch sehr viel Zeit und Entspanntheit. <strong>Geduld ist hier die Tugend der Wahl.</strong></p>
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		<title>Silence 2019 &#8211; Der Flashback der Redaktion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2019 07:53:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz vor Weihnachten machen wir den Sack zu *höhö* </p>
<p>Hier unser Jahresrückblick:<br />
Wie nahmen die Redakteure das Jahr wahr und was waren Highlights und auch Dämpfer? Wie war's für dich?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/silence-2019-redaktion-rueckblick/">Silence 2019 &#8211; Der Flashback der Redaktion</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #800000"><em>Das Jahr 2019 marschiert unaufhaltsam dem Ende entgegen. Zeit für uns, das Ganze mal Revue passieren zu lassen. Zeit, auf ein weiteres Jahr mit Euch, mit großartigen Erlebnissen und vor Allem: mit verdammt viel Musik zurückzuschauen. Es gab Unmengen an Veröffentlichungen. Welche haben unsere Autoren dabei besonders beeindruckt? Welche haben eher die Stirn runzeln lassen? Und was hat das Jahr sonst noch so metallisch geprägt? All das könnt ihr den folgenden, persönlichen Flashbacks entnehmen. Alles, was dabei mit dem Magazin in Verbindung stand, wird auch nochmal verlinkt, wenn ihr die entsprechenden Artikel verpasst habt. Ebenso sind die Song-Highlights klickbar. An dieser Stelle geht ein großes DANKESCHÖN an all unsere Leser, die uns begleiten und die Treue halten. Ihr seid die Besten und euretwegen machen wir das alles! Lasst uns daher auch gern mal wissen, was euch dieses Jahr so bewegt hat. Wir wünschen schon mal einen angenehmen Jahreswechsel und das Übliche von wegen Weihnachtszeit und so. Wir sind uns sicher, Silence 2020 wird auch wieder einige Überraschungen parat halten! Nun genug der Vorworte, lassen wir unsere Schreiberlinge zu Wort kommen. Viel Spaß!&nbsp;</em></span></p>
<h4>&nbsp;</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34999" aria-describedby="caption-attachment-34999" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/danielg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-34999" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Daniel.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Daniel.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Daniel-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34999" class="wp-caption-text"><strong>DANIEL</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #ff0000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>FACING FEARS</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/facing-fears-horizons">&#8222;Horizons&#8220;</a></li>
<li>2 &#8211; <strong>BLINK-182</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/blink-182-nine">&#8222;Nine&#8220;</a></li>
<li>3 &#8211; <strong>DREAM STATE</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/dream-state-primrose-path">&#8222;Primrose Path&#8220;</a></li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<p>Das ist in meinem Fall dieses Jahr eine <strong>EP</strong>, nämlich &#8222;Known Darkness&#8220; von <strong>FORGETTING THE MEMORIES</strong>. Der Release hat mich derart umgepustet, dass ich mir direkt im Nachgang an die damit verbundene <a href="https://silence-magazin.de/forgetting-the-memories-known-darkness">Review</a> die gesamte Diskographie gekauft hab. Die Band hat es geschafft, sich innerhalb von ein paar Stunden in meine Liste der liebsten Bands im Core-Sektor bis an die Spitze zu schießen. Ich habe ca. eine Woche am Stück nix anderes gehört. Diese Strähne habe ich auch nur unterbrochen, weil ja dieses Jahr auch genug andere Musik erschienen ist.&nbsp;</p>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>MARK MORTON</strong> &#8211; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4KdCEg7I8A0"><em>&#8222;Cross Off (feat. Chester Bennington)&#8220;</em></a> (war das ganze Jahr über der Einzige und dann kam&#8230;)</li>
<li><strong>FALLING IN REVERSE</strong> &#8211; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jakpo7tj7Qw"><em>&#8222;Popular Monster&#8220;</em></a> (den muss ich hier einfach auch nennen, weil er wirklich zu gut ist und bei mir eine riesen Welle losgetreten hat)</li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>VILLE VALO &amp; AGENTS</strong></li>
</ul>
<p>Ich hab mich wirklich gefreut, nach der Auflösung von <strong>HIM</strong> seine Stimme wieder zu hören. Mir ist in diesem <a href="https://silence-magazin.de/love-metal-das-ende-der-aera-him">besonderen Fall</a> eigentlich auch ziemlich wurscht, in welchem musikalischen Gewand das passiert, denn bei diesem Album findet man keineswegs die gewohnten Klänge. Leider sind allerdings alle Songs auf dem Album in <strong>Ville</strong>&#8217;s Muttersprache finnisch gesungen. Diese beherrsche ich aber sowas von null, dass es mir den Release ziemlich vermiest hat, denn Texte verstehen ist mir bei Musik generell sehr wichtig. Schade drum.</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Definitiv die Festivals und Konzerte, die ich für <span style="color: #800000">Silence</span> besuchen durfte, davon aber ganz besonders <strong>IN FLAMES</strong> in Leipzig. Die Band zum ersten Mal live gesehen, und aus persönlichen Gründen das emotionalste Konzerterlebnis überhaupt gehabt. Wer dazu näheres erfahren möchte, <a href="https://silence-magazin.de/in-flames-live-in-leipzig">HIER</a> könnt ihr es nachlesen.&nbsp;</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Natürlich wie jedes Jahr das <strong>Impericon Festival</strong> in Leipzig, immerhin sind bereits <strong>AS I LAY DYING</strong> als Headliner gesetzt, sowie <strong>BURY TOMORROW</strong> und meine Lieblinge aus Frankreich: <strong>LANDMVRKS</strong>. The hype is real! Schauen wir mal, was sonst noch so ansteht, es gibt auf jeden Fall reichlich Bands (und Festivals), die ich gern live erleben möchte.&nbsp;</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Ich kann mich hier nur für die ganzen Nachrichten und Kontakte bedanken, die ich auch 2019 durch <span style="color: #800000">Silence</span> und meine damit verbundene Arbeit erhalten habe. Seien es persönliche Empfehlungen, Feedback oder auch magazinintern. Ich freue mich noch immer sehr, hier meinen Coresenf dazugeben zu können und dass IHR ihn lest. <span style="color: #800000">Silence</span> ist für mich mittlerweile nicht mehr nur ein Hobby, sondern Arbeit. Allerdings eine von der Sorte, die man gerne macht. Oh, und noch ein Gruß an Tom: Ich habe Tickets in Rekordzeit bekommen. Sorry, i feel you.&nbsp;</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35009" aria-describedby="caption-attachment-35009" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/tom"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35009" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/SilenceLogo.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/SilenceLogo.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/SilenceLogo-150x150.png 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35009" class="wp-caption-text"><strong>TOM</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211;<strong> CÂN BARRD</strong> – &#8222;The Last Rain&#8220;</li>
<li>2 &#8211; <strong>NORNIR</strong> – &#8222;Verdandi&#8220;</li>
<li>3 &#8211; <strong>MAYHEM</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/mayhem-daemon">&#8222;Deamon&#8220;</a></li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<ul>
<li><strong>STEELWINGS</strong> &#8211; &#8222;Back&#8220;</li>
</ul>
<p>Klassischer 80er-Jahre Metal à la NWOBHM ist wieder cool. Ist nichts Neues. Viele reiten aktuell diese schwermetallische Welle und setzen dabei nur allzu häufig schnöden, klischeeüberladenen Rost an. Aber &#8222;Back&#8220; klingt wirklich so, als hätte das Album die Glanzzeit in einer dunklen Schublade verschlafen und wäre nun erst veröffentlicht worden. Wer auf klassischen Heavy Metal steht, sollte hier definitiv ein Ohr riskieren!</p>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>CÂN BARRD</strong> &#8211; <em>&#8222;</em><em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=E0_Cdj8MQzg">Between Hope And Reality&#8220;</a></em></li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>ATLANTEAN KODEX</strong> – &#8222;The Court Of Empire&#8220;</li>
</ul>
<p>Okay, zugegeben: Das ist Meckern auf enorm hohem Niveau. Aber nach den Ausnahmewerken &#8222;Golden Boughs&#8220; und &#8222;The White Goddess&#8220; hätte ich mir eine Platte in ähnlich perfektionssüchtiger Herangehensweise gewünscht. Daran schrammen die Bayern leider merklich vorbei, auch wenn das aktuelle Album natürlich nichtsdestotrotz wieder einmal ein großartiges Werk ist.</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p><strong>METALLICA</strong>, Olympia-Stadion (Berlin). Geile Show, da gibt&#8217;s nichts zu beanstanden. Außer vielleicht den strömenden Dauerregen. Aber das erträgt man gerne für eine der größten Metalbands. Vor allem dann, wenn die Hochkaräter von <strong>GHOST</strong> die Vorgruppe mimen.</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p><strong>KING DIAMOND</strong> singt wieder bei <strong>MERCYFUL FATE</strong>, damit dürfte wohl (fast?) alles andere in den Schatten gestellt werden. Und natürlich gibt&#8217;s auf der Tour im kommenden Jahr die Klassiker von <em>&#8222;Melissa&#8220;</em>, <em>&#8222;Don&#8217;t Break The Oath&#8220;</em> sowie neuem Material derselben Stilrichtung zu hören. Was will man mehr?</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>[ironie] Liebe Grüße an alle, die dazu beigetragen haben, die <strong>DIE ÄRZTE</strong>-Tickets in Rekordzeit wegzuschnappen. Ich hasse euch. [/ironie off]</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35035" aria-describedby="caption-attachment-35035" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/hyaene"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35035" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Sebastian.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Sebastian.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Sebastian-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35035" class="wp-caption-text"><strong>SEBASTIAN</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211;<strong> KORN</strong> &#8211; &#8222;The Nothing&#8220;</li>
<li>2 &#8211;<strong> INSOMNIUM</strong> &#8211; &#8222;<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-heart-like-a-grave">Heart Like A Grave&#8220;</a></li>
<li>3 &#8211;<strong> IN FLAMES</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/in-flames-i-the-mask">&#8222;I, The Mask&#8220;</a></li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<ul>
<li><strong>MAMMOTH MAMMOTH</strong> – &#8222;Kreuzung&#8220;</li>
</ul>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>ALCEST</strong> &#8211; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=69fnUZhV8SI"><em>&#8222;Sapphire&#8220;</em></a></li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p><strong>CHILDREN OF BODOM</strong> lösen sich auf!</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Im Saarland willkürlich jemanden getroffen, der ein ausgeprägter<strong> JINJER</strong>-Fan ist, inklusive längerem Austausch über deren Musik.</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Hoffentlich neue Kamera auf Konzerten austesten.</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Verklemmt lässt es sich nicht gut headbangen. Für mehr Entspanntheit in der Szene!</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35036" aria-describedby="caption-attachment-35036" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/oimel"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-35036" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Oimel.jpg" alt="" width="300" height="211" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Oimel.jpg 897w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Oimel-300x211.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Oimel-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Oimel-750x527.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Oimel-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35036" class="wp-caption-text"><strong>OIMEL</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<p>Fällt mir schwer, da ich viele alte Sachen gerade entdecke, aber hier die Auswahl:</p>
<ul>
<li>1 &#8211;<strong> PERKELE</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/perkele-leaders-of-tomorrow">&#8222;Leaders Of Tomorrow&#8220;</a> (endlich eine alte Band, die mit einem neuen Album gut bleibt!)</li>
<li>2 &#8211;<strong> FONTANELLE</strong> &#8211; &#8222;Noie Eindrücke&#8220; (großer Tipp für alle, die auf Oi mit der richtigen Attitüde stehen!)</li>
<li>3 &#8211;<strong> HELLOWEEN</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/helloween-united-alive-in-madrid">&#8222;United Alive&#8220;</a> (der Inbegriff eines geilen Live-Albums!)</li>
</ul>
<p>Ebenfalls erwähnenswert sind noch: <strong>HELHEIM</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/helheim-rignir">&#8222;Rignir&#8220;</a> und <strong>SABATON</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/sabaton-the-great-war">&#8222;The Great War&#8220;</a></p>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<p>Ganz klar: <strong>SLIPKNOT</strong> &#8211; &#8222;We Are Not Your Kind&#8220;! Die Band liefert mit diesem Album erstmals mehr als nur eine Sammlung von Songs, sondern ein komplettes und geniales Werk ab, das ich so nicht erwartet hätte! Sehr stark!</p>
<h4>Song des Jahres</h4>
<p>Joa&#8230; Öhm&#8230; Songnamen sind ungefähr so sehr mein Fall wie Genre-Zuordnungen&#8230; Stellvertretend aber für&#8217;s Album (weil die Songs alle gut sind): <strong>HEILUNG</strong> &#8211; <em>&#8222;Futha&#8220;</em></p>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p>Das Drumherum samt der Organisation beim <strong>Nova Rock</strong> verdient auf jeden Fall eine extra-dicke <a href="https://silence-magazin.de/nova-rock-festival-2019">Erwähnung</a> in der negativen Abteilung! Line-Up hui, alles andere (leider) pfui! Schade finde ich außerdem das elende Gezerre um <strong>BATUSHKA</strong>, deren erstes Album ich sehr mochte.</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Das <strong>Dark Troll-Festival</strong>, ohne Frage! Ein <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2019-der-nachbericht-teil-1">wundervolles Festival</a> in großartiger Location und mit einem super Team drumherum! Es war mir eine Ehre, dort gewesen sein zu dürfen, und auch die Musik war GROßARTIG! Etwas mainstreamiger, aber auch sehr stark war der <strong>SABATON</strong>-Auftritt auf dem <strong>Nova Rock</strong>! Gerade noch frisch dazugekommen ist der Auftritt von <strong>HEILUNG</strong> <a href="https://silence-magazin.de/heilung-in-halle-heidnische-klaenge">in Halle</a> &#8211; Grandios!</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Die &#8222;Alles ohne Strom&#8220;-Tour der <strong>TOTEN HOSEN</strong> (steinigt mich ruhig!) und (vermutlich) <strong>SABATON</strong> in Leipzig. Aber da ich sehr bald Vater werde, habe ich einfach eine pauschale, sehr große Vorfreude, die ausnahmsweise nicht musikspezifisch ist!</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Tausend Dank für das erste komplette Kalenderjahr bei <span style="color: #800000">Silence</span>! Ich habe es sehr genossen, habe mit 26 Artikeln hoffentlich dem einen oder anderen eine Freude machen können, und selber sehr viele tolle neue Musik, Eindrücke und auch Leute kennengelernt! Ich freue mich auf alles, was kommt, und versuche, fleißig zu bleiben!</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35058" aria-describedby="caption-attachment-35058" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/saskia"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35058" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Saskia2.jpg" alt="" width="300" height="225"></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35058" class="wp-caption-text"><strong>SASKIA</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>BRING ME THE HORIZON</strong> &#8211; &#8222;Amo&#8220;</li>
<li>2 &#8211; <strong>BLINK-182</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/blink-182-nine">&#8222;Nine&#8220;</a></li>
<li>3 &#8211; <strong>FEAR, AND LOATHING IN LAS VEGAS</strong> &#8211; &#8222;Hypertoughness&#8220;</li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<p>Zwar kein Album, aber dafür definitiv ein absolutes Highlight dieses Jahr: &#8222;Bloodlust&#8220;, die gemeinsame EP von <strong>NOTHING, NOWHERE</strong> und<strong> Travis Barker</strong>.&nbsp;</p>
<h4>Song des Jahres</h4>
<p>Muss ich mich hier auf einen Song festlegen? Nein? Gut, denn ich habe nämlich zwei. Zum einen die One-Take-Version des Songs <em>&#8222;Hammer&#8220;</em> von <strong>NOTHING, NOWHERE</strong>. Übrigens <a href="https://www.youtube.com/watch?v=lNK9b67yx54">HIER</a> zu finden (offiziell wurde der Song nämlich nie veröffentlicht). Der andere Song des Jahres geht mit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=B9wvTuDC-H0"><em>&#8222;Ludens&#8220;</em></a> auf die Kappe von <strong>BRING ME THE HORIZON</strong>, die so kurz vor Jahresende nochmal einen ziemlichen Knaller veröffentlicht haben.&nbsp;</p>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p>Der plötzliche Tod des&nbsp;<strong>FEAR, AND LOATHING IN LAS VEGAS</strong>&nbsp;Bassisten<strong>&nbsp;Kei</strong>, der mich und viele andere sehr geschockt hat. Ein sehr trauriger Start für das Jahr 2019.</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Definitiv die Europa Tour mit&nbsp;<strong>FAKE ISLAND</strong>, für die ich auch in Japan schon fleißig fotografiert habe. Tourleben bedeutet mitunter viel Stress, aber auch viele schöne Erinnerungen und die Erfahrung ist es absolut wert.</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Wenn alles nach Plan läuft, steht nächstes Jahr meine längerfristige Rückkehr nach Japan an und ich hoffe, mich wieder in den hiesigen Fotogräben tummeln zu können. Selbstverständlich nehme ich bis dahin hierzulande noch einige, spannende Konzerte mit!</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Auf ein weiteres Jahr mit <span style="color: #800000">Silence</span> und viele weitere Beiträge aus dem In- und Ausland! Und auf viele neue Entdeckungen in der Metal-Szene! Doch bis dahin wünsche ich dem gesamten Team und unseren Lesern erstmal besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35059" aria-describedby="caption-attachment-35059" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/johannes"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35059" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35059" class="wp-caption-text"><strong>JOHANNES</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>TRAPPED IN CHAOS</strong> &#8211; &#8222;Dustbolt&#8220;</li>
<li>2 &#8211; <strong>GATEKEEPER</strong> &#8211; &#8222;Grey Maiden&#8220;</li>
<li>3 &#8211; <strong>INCULTER</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/inculter-fatal-visions">&#8222;Fatal Visions&#8220;</a></li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<ul>
<li><strong>INCULTER</strong> &#8211; &#8222;Fatal Visions&#8220;</li>
</ul>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>GATEKEEPER</strong> &#8211; &#8222;<em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Cjkrt6Y6YZA">Grey Maiden&#8220;</a></em> (Grey Maiden EP)</li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>OVERKILL</strong> &#8211; &#8222;The Wings Of War&#8220;</li>
</ul>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Originalpressung von &#8222;Rust In Peace&#8220; von <strong>MEGADEATH</strong> als LP aufgestöbert &#8211; absurd gutes Hörerlebnis!</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Ertragreicher als 2019. Viele Haudegen haben sich zurückgemeldet, an und für sich war das klasse. Aber die eine oder andere Neuerscheinung (<strong>OVERKILL</strong>,<strong> FLOTSAM AND JETSAM</strong>) hat enttäuscht. 2019 war insgesamt ein gutes Jahr aus Thrash / Speed / NWOTHM Sicht, aber vielleicht geht 2020 ja noch etwas mehr.</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35063" aria-describedby="caption-attachment-35063" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/malin"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35063" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Merlin2.jpg" alt="" width="300" height="200"></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35063" class="wp-caption-text"><strong>MERLIN</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>VERHEERER</strong> &#8211; &#8222;<a href="https://silence-magazin.de/verheerer-kneel-before-the-monolith">Monolith&#8220;</a></li>
<li>2 &#8211; <strong>OWLS WOODS GRAVES</strong> &#8211; &#8222;Citizenship Of The Abyss&#8220;</li>
<li>3 &#8211; <strong>UNREQVITED</strong> &#8211; &#8222;Mosaic II&#8220;</li>
</ul>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>AKANDO</strong> &#8211; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KLHVF7_aKiM"><em>&#8222;Wakan Tanka Nici Un&#8220;</em></a></li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>INSOMNIUM</strong> Live</li>
</ul>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<ul>
<li>In Flammen</li>
</ul>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<ul>
<li><a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht">Wolfszeit</a></li>
</ul>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35067" aria-describedby="caption-attachment-35067" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/mich"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35067" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Mich2.jpg" alt="" width="300" height="217" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Mich2.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Mich2-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35067" class="wp-caption-text"><strong>MICH</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>DISILLUSION</strong> &#8211; &#8222;The Liberation&#8220;</li>
<li>2 &#8211; <strong>ELUVEITIE</strong> &#8211; &#8222;Ategnatos&#8220;</li>
<li>3 &#8211; <strong>ALCEST</strong> &#8211; &#8222;Spiritual Instinct&#8220;</li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<ul>
<li><strong>WIND ROSE</strong> &#8211; &#8222;Wintersaga&#8220;</li>
</ul>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><strong>DRAGONFORCE</strong> &#8211;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Rn5CsAs798I"><em> &#8222;Highway To Oblivion&#8220;</em></a></li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p><strong>AMON AMARTH</strong> &#8211; &#8222;Berserker&#8220; und <strong>EQUILIBRIUM</strong> &#8211; &#8222;Renegades&#8220;. Sind beides wohl keine furchtbar schlechten Alben geworden, aber wahrscheinlich hatte ich mir einfach zu viel von den Bands erwartet.</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Da gab es so einige Höhen: <strong>ELUVEITIE</strong>, <strong>DIMMU BORGIR</strong>, <strong>ANOMALIE</strong> und <strong>THE CONTORTIONIST</strong> auf dem <strong>Summer Breeze</strong>, überraschenderweise <strong>SALTATIO MORTIS</strong> auf dem <a href="https://silence-magazin.de/rockharz-2019-der-bericht"><strong>Rockharz</strong></a>. Und natürlich <strong>DORNENREICH</strong> und <strong>PRIMORDIAL</strong> bei Nacht im Tannenwald, mit perfektem Sound und großartig stimmiger Lichtshow, danke <strong>Wolfszeit</strong>&#8211;<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht">Festival</a>! Zudem habe ich mit meinen beiden Bands <strong><a href="https://beholdtheflesh.bandcamp.com">BEHOLD</a></strong> und <strong><a href="https://feradur.bandcamp.com">FERADUR</a></strong> dieses Jahr neues Material released, was auch jeweils ein äußerst aufregendes Unterfangen war!</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Auf ein womöglich kommendes neues <strong>FINNTROLL</strong>-Album? Definitiv gespannt bin ich auch auf <strong>DEMONS &amp; WIZARDS</strong>. Generell freue ich mich immer auf alle kommenden Festivals. Nicht musikbezogen, wenn auch irgendwie ziemlich metal: <strong>Godzilla vs. Kong</strong>!</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35068" aria-describedby="caption-attachment-35068" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/nina"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35068" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Nina.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Nina.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Nina-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35068" class="wp-caption-text"><strong>NINA</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>DEVIN TOWNSEND</strong> &#8211; &#8222;Empath&#8220; und <strong>SOEN</strong> &#8211; &#8222;Lotus&#8220;</li>
<li>2 &#8211; <strong>LEPROUS</strong> &#8211; &#8222;Pitfalls&#8220;</li>
<li>3 &#8211; <strong>BLUT AUS NORD</strong> &#8211; &#8222;Hallucinogen&#8220;</li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<ul>
<li><strong>ABIGAIL WILLIAMS</strong> &#8211; &#8222;Walk Beyond The Dark&#8220;</li>
</ul>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li>tba</li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p>Die <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">beschissenen Klangeigenschaften</a> des Ballsaals im Felsenkeller Leipzig &#8211; ja, diese Wunde ist tief und noch sehr frisch. Definitiv keine Empfehlung für Events mit Krach und Geschrei!</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>Da kann ich mich gerade kaum entscheiden, was ich hier an die Poleposition setze&#8230; Da waren zum einen die ganzen beeindruckenden Bands auf dem diesjährigen <strong>In Flammen</strong> (<strong>1349</strong>, <strong>1914</strong>, <strong>HAMFERD</strong>, <strong>MGLA</strong> z.B.); außerdem: <strong>TOOL</strong> live in Prag erleben zu dürfen (eine Show wie aus dem Bilderbuch!); <strong>SOEN</strong> nicht nur auf der Bühne zu sehen, sondern dann noch mit ihnen im nächtlichen Dresden unterwegs sein zu können; und zu guter Letzt: meine Lieblingsfinnen von <strong>STAM1NA</strong> nach 12 Jahren endlich mal wieder gesehen zu haben.</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Auch so einiges, da in Halle für kommendes Jahr viele sehenswerte Events angekündigt sind: <strong>YES</strong>, <strong>DEEP PURPLE</strong> und <strong>SCOOTER</strong> (ja, wirklich!) Karten sind schon da. <strong>In Flammen</strong> steht aber auch genauso wieder auf dem Pflichtprogramm.</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Ich habe viel zu wenig Zeit für den ganzen geilen Scheiß, der so durch den Orbit fliegt &#8211; seien es Konzerte, neue Releases oder ältere Perlen, die unbedingt noch gehört werden müssen. Ansonsten freue ich mich auf ein frisches neues Jahr mit hoffentlich weiterhin vielen tollen Beiträgen im <span style="color: #800000">Silence</span>!</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35074" aria-describedby="caption-attachment-35074" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/steffi"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35074" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Steffi.jpg" alt="" width="300" height="426" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Steffi.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Steffi-211x300.jpg 211w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35074" class="wp-caption-text"><strong>STEFFI</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>TOOL</strong> &#8211; &#8222;Fear Inoculum&#8220;</li>
<li>2 &#8211; <strong>RAMMSTEIN</strong> &#8211; <a href="https://silence-magazin.de/rammstein-rammstein-2019">&#8222;Rammstein&#8220;</a></li>
<li>3 &#8211; <strong>ALCEST</strong> &#8211; &#8222;Spiritual Instinct&#8220;</li>
</ul>
<p>2019 war ein verrücktes Jahr. Und zweifellos haben <strong>RAMMSTEIN</strong> und <strong>TOOL</strong> mit ihren lange herbeigesehnten Nachfolgewerken ihren Teil dazu beigetragen. Beide haben die Geister gespalten – auch meinen eigenen. <strong>RAMMSTEIN</strong>’s &#8222;Rammstein&#8220; hat für mich zugegebenermaßen erst mit der fundamentalen Wucht der Liveshows an wahrer Größe gewonnen, dafür haben eben diese für mich in jedem Sinne neue Standards in Sachen Liveperformance gesetzt. Ganz großes Kino! Auch wenn &#8222;Fear Inoculum&#8220; für mich im Hinblick auf vorangegangenen <strong>TOOL</strong>-Schinken in vielerlei Weise redundant wirkt, ist doch allein die Tatsache, dass wir nach 13 Jahren Leerlauf überhaupt noch neues Material von <strong>Keenan</strong> und Co. bekommen haben, den Top-3-Platz wert.</p>
<p>Musikalisch am meisten mitgenommen hat mich allerdings &#8222;Spiritual Instinct&#8220; von<strong> ALCEST</strong>. Die Scheibe reiht sich qualitativ (und für mich auch emotional) ganz ungeniert in die lange Reihe mitreißender <strong>ALCEST</strong>-Alben ein. Dabei bewegt es sich mit selbstbewusster Weisheit auf altbewährten Pfaden und klingt doch am Ende anders als alle vorangegangenen Langspieler aus <strong>Neige</strong>’s Feder. Mehr heavy, ein bisschen mehr Black, und so gehaltvoll, dass allein <em>&#8222;Sapphire&#8220;</em> auf Repeat als eigenständiges Album dienen könnte. Natürlich gab es noch eine Menge anderer spannender, vor allem &#8222;kleinerer&#8220; Releases auf dem Markt, alles voll Mainstream und so. Mir doch egal! Mit keinem Album habe ich mich dieses Jahr so intensiv auseinandergesetzt wie mit diesen dreien.</p>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<p>Hier muss ich schummeln, denn für mich haben 2019 am meisten die Singles geprägt, nicht die Alben. Und somit gewinnt für mich in dieser Kategorie &#8222;Ódn&#8220; von <strong>HAMFERÐ</strong>. Die Band mit dem außergewöhnlichen Namen und der außergewöhnlichen Live-Erscheinung ist ein ernsthaftes Erlebnis, das ich jedem fest ans Herz lege. Grandiose Musiker, ungewöhnliche Harmonien und Rhythmen und bestechende Atmosphäre: Das sind <strong>HAMFERÐ</strong>. Dieses Jahr kennen- und lieben gelernt auf dem <strong>In Flammen</strong> Open Air.</p>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=69fnUZhV8SI"><em>&#8222;Sapphire&#8220;</em></a> von <strong>ALCEST</strong>. Das ist einfach ein Kunstwerk.</li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p><strong>Rock am Ring 2019</strong>. Zwei Tage im Voraus kam mir der Hirnfurz, dass ich doch um 4 Uhr morgens mit dem Zug von Berlin aus nach Koblenz reisen und von dort aus mit einer Mitfahrgelegenheit aufs Festival fahren und in derselben Nacht um 3 Uhr morgens wieder zurückfahren könne, um <strong>DIE ÄRZTE</strong> zu sehen. War das Konzert lustig? Ja. War es das wert? Nope. Das Festival ist schlicht zu weitläufig, zu teuer, das Wetter zu schlecht, die Wege schlecht ausgeschildert, die Dixis eine hygienische Katastrophe, das Lineup eine genretechnische Achterbahnfahrt mit Kotzgrad und die Besucherzahl zu groß.</p>
<p>Genug gejammert? Jein. Wer hätte gedacht, dass ich mich mal mitten in einem <strong>DIE ANTWOORD</strong>-Rave wiederfinden würde, während in der Ferne <strong>ALLE FARBEN</strong> aus den Boxen tingelt, nur um mich warmzuhalten… Nur mein lieber <strong>Zwarg</strong> hat dieses Erlebnis ertragbar gemacht. Busserl auf&#8217;s Baucherl!</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p>An legendären Metalerlebnissen mangelt es mir natürlich auch 2019 nicht. Auf eines festlegen möchte ich mich dann doch nicht; ohne Frage sind aber <strong>SOLSTAFIR</strong> in der Pauluskirche in Berlin am Start, <strong>RAMMSTEIN</strong> in Dresden und Berlin, Wahrheit oder Pflicht mit <strong>LAGERSTEIN</strong> auf dem <a href="https://silence-magazin.de/skaldenfest-2019-bericht"><strong>Skaldenfest</strong></a> und auch das <strong>Wolfszeit 2019</strong>, allerdings nicht wegen des Festivals an sich, sondern wegen der tollen Menschen, die ich dort kennenlernen durfte. Herzensangelegenheit! Ach, und dann wäre dann natürlich noch das <strong>Metal Franconia</strong>. Auf keinem Festival habe ich je so eine gute Stimmung und solch eine liebe Crew erlebt. Unterstützt die Jungs und Mädels, ihr werdet es nicht bereuen!</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Anfang 2020 werde ich für ein halbes Jahr nach Portugal aufbrechen. Dieser Bruch wird wohl das kommende Jahr für mich definieren. Ich werde viel umhertingeln, kleine Metalpubs in Lissabon und Porto aufspüren und euch von meinen spannenden Erlebnissen berichten. Somit werde ich allerdings leider einen Haufen neue und alte Stammtermine im ersten Halbjahr verpassen, was mir im Herzen wehtut – darunter die <strong>Frostfeuernächte</strong>, <strong>Ragnarök</strong>, <strong>Metal Franconia</strong> und <strong>Skaldenfest</strong>. Nur für das <strong>Darktroll</strong> bin ich voraussichtlich am Start – Prioritäten sind das A und O im Leben! Ach so, und dann gibt’s im Juli natürlich wieder <strong>RAMMSTEIN</strong>. Fresst das, Trvenessverfechter!</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Das obligatorische <strong>Dankeschön</strong>! Ich danke all den lieben Veranstaltern, deren Veranstaltungen ich dieses Jahr beiwohnen durfte, meinen fantastischen Kamerakollegen für die gute Zeit und all den Freunden, die diesem anstrengenden Jahr einen grandiosen, glücklichen Anstrich verpasst haben. Ihr seid die besten!</p>
<hr>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_35075" aria-describedby="caption-attachment-35075" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/author/silence_admin"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-35075" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Jörn.jpg" alt="" width="300" height="351" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Jörn.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/Jörn-256x300.jpg 256w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-35075" class="wp-caption-text"><strong>SCHNEEMENSCH</strong></figcaption></figure>
<h4><span style="color: #800000">Top 3 Alben 2019</span></h4>
<ul>
<li>1 &#8211; <strong>Devin Townsend</strong> &#8211; &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=1n7uvokARQ4&amp;list=PLxKHVMqMZqUTpx33sDGAMQFPndaapTTbM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Empath</a>&#8222;</li>
<li>2 &#8211; <strong>Rammstein</strong> &#8211; &#8222;Rammstein&#8220;&nbsp;</li>
<li>3 &#8211; <strong>TOOL</strong> &#8211; &#8222;Fear Inoculum&#8220; +++&nbsp;<strong>Russian Circles</strong> &#8211; &#8222;Blood Year&#8220;</li>
</ul>
<h4>Albumüberraschung 2019</h4>
<p><strong>Rammstein</strong> &#8211; einfach nur weil ichs gut fand, dass die sich mal wieder gemeldet haben und das optische Konzept mich in der Summe einfach umgehauen hat.</p>
<h4>Song des Jahres</h4>
<ul>
<li>Hab ich so direkt nicht. Ich hab meinen persönlichen Song des Jahres, dieser ist aber nicht von diesem Jahr. Musik ist bei mir entweder nicht existent oder zeitlos.</li>
</ul>
<h4>Dämpfer des Jahres</h4>
<p>Zu wenig Zeit für Musik&#8230;&nbsp;<br />
Keine Ahnung ob es ein Dämpfer war, aber <strong>HEILUNG&nbsp;</strong>waren Live echt gut, aber &#8230; ich war an dem Abend glaub ich mehr in Konzertlaune und stattdessen war es ja eher Theaterstück (wie ja auch das Konzept ist). An sich geile Nummer, aber dadurch hat es Länge bekommen.</p>
<h4>Bestes Metalerlebnis 2019</h4>
<p><strong>TOOL</strong> Live in Prague&nbsp;</p>
<h4>Vorfreude 2020</h4>
<p>Rammstein Live, neue Entdeckungen, Zeit für Konzerte und auch wieder für die Fotografie</p>
<h4>Was ich sonst noch loswerden möchte</h4>
<p>Ich wünsche allen eine schöne Zeit, freue mich dass ihr alle mitlest, euch beteiligt, schreibt und einfach der Szene das Leben geben. Ich agiere zwar eher im Hintergrund, bin aber mega happy wenn dann mal einer der Redakteure mich schnappt und als Fotograf verdingt, da lernt man einige gute Bands kennen. Ansonsten bin ich meist eingespannt und versuche, mich auch mal wieder der Musik zu widmen.&nbsp;<br />
<em>Daher mein Rat:</em> Macht was euch Spaß macht &#8211; und vergesst nie die Musik, die euch aufgezogen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/silence-2019-redaktion-rueckblick/">Silence 2019 &#8211; Der Flashback der Redaktion</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>PROPHECY FEST &#8211; ZWISCHEN HALL UND HÖHLE</title>
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					<comments>https://silence-magazin.de/prophecy-fest-2019/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 05:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[Balve]]></category>
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		<category><![CDATA[Höhle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder … das Prophecy Fest hat mal wieder die Besucher entzückt. </p>
<p>Unsere Reporterin war für euch natürlich mit dabei in der Balver Höhle. Ihre Eindrücke und welches Bandshirt es in Ihren Schrank schaffte, sagen wir Dir jetzt.</p>
<p>Damit wünschen wir euch einen angenehmen Feiertag! Genießt die EInheit!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/prophecy-fest-2019/">PROPHECY FEST &#8211; ZWISCHEN HALL UND HÖHLE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p lang="">In meiner Laufbahn als Festivalbesucher (oder, für die politisch Korrekten, als FestivalbesucherIN) sind mir schon so einige interessante Locations untergekommen. Natürlich gab es die <strong>festivaltypischen Äcker</strong> und Flugplätze, aber auch<strong> Burgruinen</strong> und versteckte Lichtungen mitten im Naturschutzgebiet. In eine richtige <strong>Höhle</strong> hat es mich bis jetzt aber noch nicht verschlagen, und so bin ich umso gespannter, ob sich das <strong>PROPHECY FEST</strong> in Sachen Location vielleicht zu meinem neuen Liebling mausern wird.</p>
<h3><b>Der Weg ist das Ziel</b></h3>
<p lang="">Zu Beginn des Festivals steht bei mir aber, es wird schon fast zur Tradition, der <strong>Stau</strong>. Der laut Google ungefähr<strong> sechsstündige Weg</strong> nach <strong>Balve</strong> wird zu einem Neun-Stunden-Spektakel, und so verpasse ich gekonnt gleich die ersten drei Bands. Pünktlich zu <strong>KATLA</strong> kreuzen wir auf dem Parkplatz vor der Höhle auf, und merken: Das könnte jetzt länger dauern. Das gesamte Gelände ist zugetackert mit Autos und Zelten, jetzt gilt es, sich irgendwo noch möglichst elegant dazwischen zu quetschen. Als das gemeistert ist, zuckeln wir los, um die selbst ausgedruckten Eintrittskarten in <strong>Festivalbändchen</strong> umzutauschen. Dann schlängeln wir uns zwischen Fressbuden und Metalheads hindurch den eigentlich sehr kurzen Weg entlang zum Eingang der Höhle. Er ist mit überdimensionalen Vorhängen verhangen, vermutlich, um sowohl die Musik drinnen als auch das Licht draußen zu halten.</p>
<p lang="">Gerade spielen <strong>DISILLUSION</strong>, die ich aber nur mit halbem Ohr wahrnehme und so kaum was dazu sagen kann. Stattdessen muss ich erstmal die Höhle auf mich wirken lassen. Die <strong>Balver Höhle</strong> ist die<strong> größte Kulturhöhle Europas</strong>, und als ich mich drinnen umsehe, fällt mir auch als erstes der beeindruckende Umfang des Gewölbes auf. Hier ist nicht nur genug Platz für eine Bühne + Technik, sondern auch für eine riesige Merchtheke und eine Bar sowie diverse Holzbänke zum gemütlichen Pommes-Essen und Biertrinken.</p>
<h3><b>Hoffnungslos verträumt</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34370" aria-describedby="caption-attachment-34370" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34370 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IUQlMtkA.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IUQlMtkA.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IUQlMtkA.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IUQlMtkA.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IUQlMtkA.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IUQlMtkA.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34370" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;"><span lang="">Meine erste Band für dieses Festival, und gleichzeitig die, auf die ich mich am meisten gefreut hatte, ist <strong>ALCEST</strong>. Auch wenn es beim <strong>Prophecy Fest</strong> keinen expliziten Headliner gibt, die Franzosen hätten zumindest vom Bekanntheitsgrad her das Zeug dazu. Auch die Spielzeit um <strong>22:30 Uhr Abends</strong> ist mit Sicherheit nicht ganz zufällig gewählt &#8211; dementsprechend voll ist die Höhle. Und dann tritt er auf die Bühne: </span><span lang=""><b>Neige</b></span><span lang="">. Sänger, Lyriker und buchstäblich das Gesicht von<strong> ALCEST</strong>. Seine langen Haare sind das einzige, was von seinem Äußeren irgendwie in das Metal-Klischee passt. Und dann beginnt er zu singen und die Band zu spielen. Für alle, die <strong>ALCEST</strong> nicht kennen: Sie spielen<strong> Post-Metal</strong> mit poetischen Texten. Es ist </span><span lang=""><b>romantisch, aber nicht kitschig</b></span><span lang="">. Der Hall in der Höhle lässt vor allem den Gesang sehr atmosphärisch wirken, und mein sehr geschätztes </span><span lang=""><i>&#8222;Percees de Lumiere&#8220; </i></span><span lang="">klingt bei dieser Akustik beinahe schon nach Rock n&#8216; Roll. Das Publikum ist durch und durch begeistert. Auch ich kann dem Auftritt sehr viel abgewinnen, und so wird sich nach der Show gleich mal was Neues zum Anziehen gekauft. Man kann nie genug Bandshirts haben. </span></p>
<h3><b>Im Zeichen der Dunkelheit</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34367" aria-describedby="caption-attachment-34367" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34367 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/bra_184_07_strid_0836-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/bra_184_07_strid_0836-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/bra_184_07_strid_0836-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/bra_184_07_strid_0836-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/bra_184_07_strid_0836-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/bra_184_07_strid_0836.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34367" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang=""><strong>STRID</strong> sind die letzte Band des heutigen Tages. Sie fangen um <strong>Mitternacht</strong> an zu spielen und die späte Stunde fügt sich sehr gut mit ihrem Auftreten zusammen. <strong>STRID</strong> sind heute vermutlich manchen kein Begriff mehr, zählen aber zu den </span><span lang=""><b>Allerersten</b> im Genre des<b> Depressive Suicidal Black Metal</b></span><span lang="">, was sich nicht zuletzt an ihren Texten gut erkennen lässt. Düster ist die Musik, welche die <strong>Norweger</strong> spielen, eher simpel, aber deshalb nicht weniger eindringlich. Es ist ein unaufgeregter und vielleicht gerade deshalb sehr eindrucksvoller Auftritt. Ohne ein Wort an das Publikum gerichtet zu haben, verschwinden sie schließlich eben so plötzlich wieder von der Bühne, wie sie sie betreten hatten. &nbsp;</span></p>
<h2><b>Ausschlafen auf einem Festival?</b></h2>
<p lang="">Am Samstag bin ich als allererstes erstaunt, wie lange man morgens in seinem Schlafgemach bleiben kann, prügelt einen doch auf den meisten Festivals spätestens um 9 Uhr die Sonne aus dem gefühlt <strong>50 Grad</strong> heißen Zelt. Aber der höher gelegene Wald hinter der <strong>Balver Höhle</strong> fängt die Sonne ab, und so genieße ich die angenehm schattigen Temperaturen ganz ohne Pavillon. Auf dem Festivalgelände gibt es für ein paar Euro ein ordentliches<strong> Frühstücks-Buffet</strong>, wobei natürlich gilt: Wer als als erstes kommt, hat die meiste Auswahl. Vor der ersten Band nehme ich mir dann nochmal Zeit, mich ausführlich beim Merch umzusehen. Da hat das <strong>PROPHECY FEST</strong> etwas Besonderes zu bieten: Für jede Band hat der Künstler <strong>David Thiérrée</strong> eigens ein Bild gestaltet, das es für<strong> 20 Euro</strong> als <strong>Poster</strong> (limitiert auf 20 Stück je Band), oder für einen mittleren dreistelligen Betrag als Druck auf <strong>Leinwand</strong> (immerhin ein Einzelstück) zu kaufen gibt.</p>
<h3><b>Neuer Tag, neue Bands</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34372" aria-describedby="caption-attachment-34372" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34372 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/uRRqnoZw.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/uRRqnoZw.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/uRRqnoZw.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/uRRqnoZw.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/uRRqnoZw.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/uRRqnoZw.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34372" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Als Opener des zweiten Tages treten die Niederländer von<strong> LASTER</strong> in der <strong>Balver Höhle</strong> auf. Alle Bandmitglieder tragen Masken, die wohl </span><span lang=""><b>Vogelschädel </b></span><span lang="">darstellen sollen. Zusammen mit ihrer schwarzen Kluft erinnern die Musiker etwas an die Pestdoktoren des Mittelalters. Der Gesang wechselt zwischen <strong>hellen Schreien</strong> und <strong>Klargesang</strong>. Mit letzterem komme ich irgendwie nicht so zurecht, er ist mir zu flach und es kommt nichts rüber, da finde ich die Schreie wesentlich eindringlicher. Musikalisch können<strong> LASTER</strong> aber überzeugen, und ich höre sogar jemanden neben mir im Publikum sagen: &#8222;Das ist meine neue Lieblingsband!&#8220;. &nbsp;</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34365" aria-describedby="caption-attachment-34365" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34365 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/6H3KGnNg.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/6H3KGnNg.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/6H3KGnNg.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/6H3KGnNg.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/6H3KGnNg.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/6H3KGnNg.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34365" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Bei der nächsten Band fällt es mir schon schwer, den Namen auszusprechen. Ich will immer<strong> Tschernobog</strong> sagen&#8230; Aber mit kollabierten Atomkraftwerken hat diese Band nichts zu tun, dafür umso mehr mit harter Musik. Wenn man die Augen zu macht, würde man nicht denken, dass da eine zierliche Frau am Bass steht (übrigens wie der Sänger mit<strong> verbundenen Augen</strong>). Allerdings ist mir das Ganze insgesamt zu unmelodisch, und so packen mich <strong>TCHORNOBOG</strong> (so der richtige Name der Band) nicht wirklich. Beim Publikum allerdings finden die </span><span lang=""><b>dämonischen Töne</b></span><span lang=""> der <strong>Black-Doom-Mischung</strong> mehr anklang, zumindest steht bis zuletzt doch eine recht große Menschenmenge vor der Bühne.<br />
</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34364" aria-describedby="caption-attachment-34364" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34364 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/5Jv_fZoA.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/5Jv_fZoA.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/5Jv_fZoA.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/5Jv_fZoA.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/5Jv_fZoA.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/5Jv_fZoA.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34364" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Aber vielleicht warten die auch alle schon auf die nächste Band? Das sind in diesem Fall die <strong>Briten</strong> <strong>FEN</strong>. Mit denen wird es nämlich wieder ein ganzer Stück atmosphärischer, so wie man es von <strong>Post-Black-Metal</strong> kennt. Da steht dann auch wieder die Melodie im Vordergrund und es kommt eine beinahe </span><span lang=""><b>verwunschene Stimmung</b></span><span lang=""> auf. Trotzdem sind sie irgendwo aggressiv und düster, aber bei dem vorherrschenden Hall kann man sich von<strong> FEN</strong> in den Gewölben der<strong> Balver Höhle</strong> dennoch regelrecht verzaubern lassen.<br />
</span></p>
<h3><b>We love Rock n&#8216; Roll</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34373" aria-describedby="caption-attachment-34373" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34373 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/kJHyFLEA.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/kJHyFLEA.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/kJHyFLEA.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/kJHyFLEA.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/kJHyFLEA.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/kJHyFLEA.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34373" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Mit <strong>YEAR OF THE COBRA</strong> steht nun eine Band auf der Bühne, die sich gleich auf mehreren Ebenen von den anderen Bands des Festivals abhebt. Die erste Eigenheit fällt gleich auf den ersten Blick auf: </span><span lang=""><b>Da sind ja nur zwei Leute auf der Bühne!</b></span><span lang=""> Ein kahlköpfiger Mann hinterm Schlagzeug und eine asiatisch anmutende Frau an Mikrophon und Bass. Ja, ganz genau: Keine Gitarre! Die wird von <strong>YEAR OF THE COBRA</strong> offensichtlich nicht benötigt, die Melodien erklingen allein durch den Gesang. Der von den zwei Amerikanern zum besten gegebene<strong> Stoner-Doom</strong> erweist sich als groovig und viel kraftvoller, als man es bei der sparsamen Instrumentierung vielleicht gedacht hätte. Gefällt mir! &nbsp;</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34371" aria-describedby="caption-attachment-34371" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34371 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/miEEgCtA.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/miEEgCtA.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/miEEgCtA.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/miEEgCtA.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/miEEgCtA.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/miEEgCtA.jpeg.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34371" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Da ich nach vier Bands auch erstmal eine Pause brauche, werfe ich bei <strong>VEMOD</strong> nur einen kurzen Blick auf die Bühne. Dort springt mir als erstes die </span><span lang=""><b>akkurateste Hipster-Frisur eines Black-Metal Sängers</b></span><span lang=""> ins Auge, die ich je gesehen habe. Verwirrt von diesem Anblick, verlasse ich die Höhle, um mir bei einer der Fressbuden etwas Essbares zu organisieren. &nbsp;</span></p>
<p><span lang=""><strong>DARKHER</strong> höre ich nur mit halbem Ohr, Pommes essend auf einer der Bänke hinter der Bühne sitzend. Insgesamt spielen heute drei Bands mit einer<strong> Frontfrau</strong>, und <strong>DARKHER</strong> ist eine davon. Der Gesang ist sehr </span><span lang=""><b>mächtig und erhaben</b></span><span lang="">, er dringt auch bis zu den mampfenden Gestalten in den hintersten Winkeln der Höhle vor. Als ich mit essen fertig bin, erklingen aber auch bereits die letzen Töne und mit dem ausgiebigen Applaus beginnt sich die Menschentraube vor der Bühne Richtung Höhlenausgang in Bewegung zu setzen.</span></p>
<h3><b>Einmal Natur pur, bitte</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34368" aria-describedby="caption-attachment-34368" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34368 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/fp-zc3eA.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/fp-zc3eA.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/fp-zc3eA.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/fp-zc3eA.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/fp-zc3eA.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/fp-zc3eA.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34368" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Bei <strong>EMPYRIUM</strong> stehe ich tatsächlich mal ganz vorne vor der Bühne. Nicht, weil ich so gehyped auf die Band bin, sondern weil ich gewissermaßen als <strong>seelische Unterstützung</strong> gebraucht werde. Meine Freundin holt jedenfalls schon mal provisorisch die <strong>Taschentücher</strong> raus, um Falle des Falles die </span><span lang=""><b>Tränen der Rührung </b></span><span lang="">wegwischen zu können. Und <strong>EMPYRIUM</strong> sind in der Tat ein guter Anwärter dafür, bewegende Emotionen hervorzurufen. Das Ensemble beinhaltet neben Schlagzeug, Bass, Keyboard und Gitarren nämlich auch eine Geige. Und die passt auch wunderbar zum musikalischen Thema: Natur.</span></p>
<p><span lang="">Hier geht nichts ohne verzauberte Klänge und mystische Melodien. Das klingt alles sehr schön, aber zugegebenermaßen wird es mir nach der Hälfte des Konzerts bereits langweilig. Nicht so dem augenscheinlich schon gut angetrunkenen Typen, der sich plötzlich von der Seite nach ganz vorne drängt, um vor der Bühne überschwänglich beide Arme in die Luft zu recken. Vermutlich, um die Musik zu würdigen, vielleicht hofft er auch, dass<strong> Frontman Markus</strong> geradewegs in seine Arme stolpert. Leider passiert nichts dergleichen, und so geht der Auftritt der wohl romantischsten deutschen Metalband ohne größere Aufregung zuende. &nbsp;</span></p>
<h3><b>Schweißgebadet</b></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34369" aria-describedby="caption-attachment-34369" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34369 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/h5g27iDQ.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/h5g27iDQ.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/h5g27iDQ.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/h5g27iDQ.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/h5g27iDQ.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/h5g27iDQ.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34369" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Wenn man von <strong>Frontfrauen</strong> auf dem <strong>PROPHECY FEST</strong> spricht, so ist die nächste Formation des heutigen Abends definitiv die beeindruckenste: <strong>BETHLEHEM</strong>. Die Technik und die Kraft in der Stimme von <strong>Sängerin Onielar</strong> sind schlichtweg sondergleichen. Und auch wenn ich mich beharrlich weigere, das, was sie da von sich gibt, als &#8222;Gesang&#8220; zu bezeichnen: Ich muss ihr in jedem Fall Respekt zollen. Wenn man die Augen zu macht, glaubt man, weder Mann noch Frau zu hören. Dieses </span><span lang=""><b>abartige Gekreische </b></span><span lang="">ist wie eine Roomtour durch eine s<strong>chwarz-weiße Horrorfilm-Psychiatrie</strong>. </span></p>
<p><span lang="">Dazu passen auch die im Hintergrund eingeblendeten Filmschnipsel, die ich mir nach wenigen Minuten schon nicht mehr anschauen mag. Ich verziehe mich in den hinteren Teil der Höhle und drehe der Bühne den Rücken zu. Denn musikalisch gibt es hier absolut nichts zu meckern, neben der<strong> perfektionierten Schweineschlachtung</strong> am Mikrophon bieten <strong>BETHLEHEM </strong>auch noch raffinierte Melodien und einen gleichzeitig beklemmenden und eindrücklichen Sound. Doch auch wenn, oder gerade weil man der Band ihre Einzigartigkeit nicht absprechen kann: Meins ist es nicht. Und deshalb verlasse ich dann auch vorzeitig die Höhle. </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34366" aria-describedby="caption-attachment-34366" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34366 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/8sQcmo_g.jpeg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/8sQcmo_g.jpeg-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/8sQcmo_g.jpeg-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/8sQcmo_g.jpeg-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/8sQcmo_g.jpeg-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/8sQcmo_g.jpeg.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34366" class="wp-caption-text">(c) Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><span lang="">Eigentlich bin ich hundemüde, aber <strong>MORTIIS</strong> will ich mir dann doch nicht entgehen lassen. </span><span lang="">Wo anders, als in einer<b> echten Höhle</b>, sollte man sich sonst mit <b>Dungeon Synth </b>zudrönen lassen? </span><span lang="">Wem <strong>MORTIIS</strong> nichts sagt: Kennt ihr noch <strong>Vond</strong>? Die<strong> Selvmord</strong>? Genau, das ist der Typ. Nur um knapp 20 Jahre gealtert. Ach ja, und eine Hakennase hat er sich auch zugelegt. Sein gesamtes Erscheinungsbild hat etwas von einem <strong>Goblin</strong>, was das Zusammenspiel von Höhle und Musik nochmal perfekt abrundet. Ich muss gestehen, in den ersten 15 Minuten schlafe ich fast ein. Das Intro ist sehr unaufgeregt und wiederholt, zumindest fühlt es sich so an, einfach nur stumpf immer wieder dieselbe Tonfolge. Aber mit der Zeit wird es richtig episch, und am Ende weiß ich, wofür ich wach geblieben bin. <strong>MORTIIS</strong> bildet einen perfekten Abschluss für ein durch und durch atmosphärisches Festival. &nbsp;</span></p>
<h2>Huch! Schon vorbei?</h2>
<p lang="">Das <strong>PROPHECY FEST 2019</strong> war definitiv eine Erfahrung wert und ich fahre mit vielen neuen Eindrücken sowie einem frisch gekauften <strong>ALCEST-T-Shirt</strong> nach Hause. Leider gehört das Festival mit lediglich zwei Tagen zu den kürzeren seiner Zunft, und wenn man dann auch noch verspätet ankommt, ist die Freude natürlich von noch kürzerer Dauer. Und auch wenn die <strong>Balver Höhle</strong> wirklich beeindruckend ist, an meine Lieblings-Festivallocation kommt sie nicht heran. Dennoch bin ich froh, dem diesjährigen<strong> PROPHECY FEST</strong> beigewohnt zu haben. Nicht zuletzt, weil ich euch davon berichten und vielleicht den einen oder anderen dafür begeistern kann! In die <strong>Balver Höhle</strong> kehrt das <strong>PROPHECY FEST</strong> leider erst <strong>2021</strong> wieder zurück, bis dahin heißt es: Abwarten und Bier trinken!</p>
<hr>
<p lang="">Ein großer Dank geht in diesem Zuge raus an <strong>Carsten Brand</strong>, dessen fantastische Fotos diesen Festivalbericht mit Bild und Farbe schmücken. Schaut euch hier mehr seiner tollen Arbeiten an:<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/prophecy-fest-2019/">PROPHECY FEST &#8211; ZWISCHEN HALL UND HÖHLE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Summer Breeze 2018 &#8211; Der Bericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2018 09:14:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was lange gährt, verbrennt die Wut!<br />
So oder so ähnlich dachte es sich unser Mich und hat den Artikel zum Breeze diesjahr in einem Eichenfass gereift und einmal um den Äquator reisen lassen. </p>
<p>Was herauskam, ist ein UMFASSENDER Bericht - mit zarter Muskatnote und sanftem Abgang!<br />
Prost!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/">Summer Breeze 2018 &#8211; Der Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist<strong> SUMMER BREEZE</strong> <strong>2018</strong>! Ein neues Jahr, ein neues <strong>BREEZE</strong>. Besonders im letzten Jahr habe ich mit diesem Festival viele positive Erfahrungen gemacht &#8211; was den Bühnensound angeht, aber auch die Bandauswahl und vieles mehr. Kann das Festival im Jahre 2018 diesen Standarts gerecht bleiben? Los geht&#8217;s!</p>
<h3>Startschuss!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28918" aria-describedby="caption-attachment-28918" style="width: 258px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-28918" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713.jpg" alt="" width="268" height="151" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28918" class="wp-caption-text">Und los!</figcaption></figure>
<p>Der erste Tag beginnt für mich mit <strong>IRON MAIDEN</strong>! Ehm, ich meine natürlich <strong>MONUMENT</strong>! Zugegeben, der Musikstil beider Kapellen zeigt schon die eine oder andere Ähnlichkeit auf. Nicht, dass das was Schlimmes wär. Das Konzert macht Spaß (so viel Spaß sogar, dass ein riesiger Plüsch-Bär bis zur Bühne crowdsurft!) und die Band macht ihre Sache tadellos. Auch gibt’s ein bisschen mehr Power-Metal-Elemente als bei MAIDEN, wie etwa vermehrter Einsatz von Double Bass.</p>
<p>Dann geht’s zu <strong>THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA</strong>. Was genau mich erwartet, weiß ich nicht. Irgendwas mit 80er-Jahre-Mucke. Als die Band die Bühne betritt, bestätigt sich dieser Gedanke schon mal visuell: Glitzerkleidung, Sonnenbrillen und Old-School Background-Sängerinnen. Und auch der gebotene Sound gibt sich genau wie erwartet. Zwar kein Metal, dafür eine fette 80s-Party! Kaum einer im Publikum sollte alt genug sein, diese musikalische Ära noch aktiv mitbekommen zu haben, trotzdem – oder vielleicht deswegen – ist die Stimmung von erster Sekunde an gut und die Fete am Kochen.</p>
<p>Es folgt etwas komplett anderes: <strong>AUĐN</strong> aus Island. Eiskalter atmosphärischer Pagan Black Metal. Und es ist wahrhaft atemberaubend! Wie eine Wand aus isländischer Kälte, wie ein gnadenloser Sturm aus finsterer Atmosphäre drückt der Sound auf das Publikum ein. Die Stimme des Sängers verschmilzt dabei genau im richtigen Maße mit dieser drückenden Wand, um der einhüllenden Atmosphäre noch mehr Ausdruck zu verleihen – es ist perfekt. Wow! Eine wirklich großartige Erfahrung, und vielleicht eines der besten Konzerte des gesamten Festivals direkt zu Beginn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-28949" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2.jpg" alt="" width="1450" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2-300x119.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2-1024x407.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2-750x298.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h3>Und das auf der <strong>CAMEL-Stage</strong>!</h3>
<p>Wer meinen <a href="https://silence-magazin.de/zwanzigstes-jubilaeum-summer-breeze-2017#rs-2369"><strong>SUMMER-BREEZE</strong>-Artikel</a> von letztem Jahr kennt, sollte wissen, wie abgrundtief ich den Witz einer Bühne, der die letzten Jahre über diesen Namen trug, hasse. Winzige Bühne, fast nie auch nur annähernd akzeptabler Sound – fast jede Band, die auf dieser Bühne zu spielen verdammt war, konnte schon mal davon ausgehen, nach Mist zu klingen. ABER! Meine Gebete wurden erhört, denn dieses Jahr gibt es eine komplett neue CAMEL-Stage! Größer, mit besserem Sound, und vor Allem: Mit Überdachung fürs Publikum. Zu meiner Überraschung reicht letzteres außerdem aus, eine geschlossene Konzertatmosphäre zu erschaffen – was gerade für tiefgehende Black-Metal-Konzerte und Konsorten richtig, richtig von Vorteil ist.</p>
<p>Ein wahrhaft würdiger Ersatz für die viel vermisste Zeltbühne, die es seit 2017 nicht mehr gibt. Und kein Vergleich zur alten Camel-Stage. Diese wurde übrigens vom In-Field auf das Campinggelände verbannt und segelt jetzt unter dem FICKEN-Banner. Wie passend. Was ich nämlich <em>davon</em> halte, könnt ihr auch gerne <a href="https://silence-magazin.de/ficken-auf-festivals-bitte-nicht">hier</a> nachlesen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28950" aria-describedby="caption-attachment-28950" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28950 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2.jpg" alt="" width="1450" height="452" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2-300x94.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2-1024x319.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2-750x234.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28950" class="wp-caption-text">@Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><strong>KATAKLYSM</strong> hatten wohl einige Probleme mit dem Hinflug – und sind eigener Aussage nach direkt vom Flughafen auf die Bühne gelaufen, um loszulegen. Hat sich aber gelohnt, denn vor der Bühne versammelt sich die bisher größte Crowd des Tages. Wie immer grooven und death-metaln die Kanadier höchst professionell, es werden hart Fressen poliert und die getriggerte Kick Drum sägt durch alles hindurch.</p>
<p>Es folgt das erste Mal in meinem Leben, dass ich mir <strong>PARADISE LOST</strong>&nbsp;live ansehe. Mehr aus Neugierde als aus Begeisterung, die Möglichkeit hätte ich in den letzten zehn Jahren oft genug gehabt. Leider bleibt es dabei – der Funke springt nicht über, und es ist, kurz gesagt, ganz einfach nicht meine Musik. Respekt für die Band, die seit ewigen Zeiten ihr Ding durchzieht und viel Einfluss auf die Entwicklung der Metal-Szene hatte, aber ich geh dann mal wieder.</p>
<h3>Thrash zum Frühstück</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28951" aria-describedby="caption-attachment-28951" style="width: 214px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28951" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2.jpg" alt="" width="224" height="269" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2.jpg 1207w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2-250x300.jpg 250w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2-852x1024.jpg 852w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2-750x901.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28951" class="wp-caption-text">Nervosa @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Zur Mittagsstunde des zweiten Tages geht es für mich los mit <strong>NERVOSA</strong>! Das all female Thrash-Metal-Trio zeigt keine Gnade, mischt Oldschool-Style mit energetisierenden Elementen wie Blast Beats und Screams. Ein mittelgroßes Publikum hat sich versammelt, um sich die Sache anzuhören. Scheinbar aber leider nicht, um sich dazu zu bewegen. Schade, denn eigentlich stimmt auf der Bühne alles, von Performance bis Sound.&nbsp; Vielleicht ist es einfach noch etwas zu früh.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Grund ist doch wohl ein anderer: Mit gnadenlos massivem Sound testen ein paar hundert Meter weiter <strong>PRO-PAIN </strong>die Hauptbühne aus. Und mit gnadenlos massiv meine ich GNADENLOS MASSIV. Diese Bühne hat ihr Versprechen vom letzten Jahr definitiv gehalten – sie klingt noch genauso fett wie damals. Ich kann mich nur in Ehrfurcht vor diesem perfekt funktionierenden Monstrum verbeugen. Großartig. Wie erwartet, befinden sich die meisten Konzertbesucher früher Stunde hier. Warum zwei Thrash-Metal-Acts gleichzeitig spielen sollten, leuchtet mir nicht ein. Dann sind es halt zwei halbe Konzerte für mich. <strong>PRO-PAIN</strong> stampfen jedenfalls alles in Grund und Boden.</p>
<p>Es folgen&nbsp;<strong>ORDEN OGAN</strong>! Und damit leider auch das einzige Konzert auf der Hauptbühne, welches keinen makellosen Sound hat. Schade, aber zu jeder Regel muss es wohl die eine oder andere Ausnahme geben. Könnte aber auch damit zusammenhängen, dass sich Sänger und Gitarist <strong>SEEB</strong> vor Kurzem die Hand gebrochen hat und somit heute <em>nur</em> als Sänger fungiert. Die Gitarre übernimmt dabei heute der Bassist, und den Bass übernimmt die Background-Spur. Hier könnte Ihr generischer Bassistenwitz stehen. Nichts destotrotz eine sehr melodische und überzeugende Show! Einziger musikalischer Nachteil: Die Jungs machen größtenteils Musik für Menschen, die diese Musik schon kennen. Soll heißen: Die Melodien und epischen Chori wirken bei weitem besser, wenn man sie kennt und mitsingen kann. Besonders, wenn der Sound zu wünschen übrig lässt. Alles in allem macht es aber immer wieder Spaß, die Band alle paar Jahre live zu sehen.</p>
<h3>Mehr Energie!</h3>
<p>Dann geht’s weiter mit <strong>OBSCURA</strong>! Der anti-catchiesten Band der Welt. Find ich supi. Die Jungs zeigen auch immer wieder, dass TechDeath nicht unbedingt heißen muss, so schnell und so kompliziert spielen zu müssen, wie es nur geht. Komplexe Songstrukturen, interessante Schlagzeugspuren, gelegentliche Melodien und abwechslungsreiches Feeling – das Ganze live äußerst gekonnt und präzise ausgeführt, das ist auch eine Möglichkeit! Könnt ihr gern so machen, dann ist es halt geil.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28953" aria-describedby="caption-attachment-28953" style="width: 393px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28953 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2.jpg" alt="" width="403" height="303" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28953" class="wp-caption-text">Moshpit?</figcaption></figure>
<p><strong>MUNICIPAL WASTE</strong> is gonna fuck you up! Wo <em>PARTY</em> draufsteht, ist auch <em>PARTY</em> drin! Das beweisen die Thrasher aus den USA heute auf der T-Stage. Die Bewegung, die bei <strong>NERVOSA</strong> gefehlt hat, ist hier definitiv am Start. Der kompromisslos stumpfe Höchstgeschwindigkeits-Thrash-Metal, der energetische Frontmann (Wanna go faster?!) und die Magie des Moments verwandeln den Platz vor der Bühne binnen Sekunden in ein Schlachtfeld. Ein Party-Schlachtfeld. Es vergeht keine Sekunde, ohne dass der Circlepit auf Hochtouren dreht, riesige Staubwolken werden aufgewirbelt und die Meute ist massiv in Feierlaune. Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern hart übertroffen. Episch! Meine erste Live-Erfahrung mit dieser Band, und mit Sicherheit einer meiner besten Thrash-Metal-Momente bis dato.</p>
<p>Ich schaue danach nur kurz bei <strong>ALESTORM</strong> rein, aber auch hier geht wie gewohnt die Piratenparty am ab. Es fliegen riesige Gummienten durchs Publikum und zwischen altbekannten Hits gibt’s auch mal das eine oder andere Akustik- oder 8-Bit-Zwischenspiel. Leider schade, dass die Band jedes Jahr immer und überall präsent ist. Die Schotten live zu sehen, hat für mich zu hundert Prozent seinen Exklusivitätswert verloren. Ich mag euch ja, <strong>ALESTORM</strong>. Aber heute nicht. Sorry.</p>
<h3>Noch mehr Energie!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28955" aria-describedby="caption-attachment-28955" style="width: 393px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28955" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2.jpg" alt="" width="403" height="302" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28955" class="wp-caption-text">Moshpit!</figcaption></figure>
<p>Ich gehe weiter zu <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong>. Wieder auf der T-Stage, und wieder sieht man von Weitem schon die Staubwolke begeisterten Moshens aufsteigen. Energie! Ehrfürchtig höre ich mir die Sache aus einiger Entfernung an. Vor allem der Schlagzeuger ist dabei mein Highlight. Präzise, schnell, ausdauernd wie eine Maschine. Die Intensität der Musik ist sehr hoch – höher wäre sie allerdings noch, wenn die Gitarren etwas besser hörbar wären. Dennoch ein krasser Auftritt.</p>
<p>Jetzt lasse ich aber auch mal Sebastian von seinen Erlebnissen berichten:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28976" aria-describedby="caption-attachment-28976" style="width: 306px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28976" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2.jpg" alt="" width="316" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-300x212.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-1024x725.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-750x531.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28976" class="wp-caption-text">Eisbrecher @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><em>Achtung, der <strong>WESSELSKY</strong> kommt! Mit <strong>EISBRECHER</strong> spielt eine auf dem <strong>BREEZE</strong> inzwischen gut bekannte Band, welche sich scheinbar großer Beliebtheit erfreu</em><em>t. Das Infield ist voll. Der multibeschäftigte Mann ist sichtlich das Zentrum der Aufmerksamkeit und hat die Situation voll im Griff. Die Band spielt sehr auf den Punkt und liefert gut ab. Das Konzert zeigt, dass mit solchen Bands die NDH nichts zu befürchten hat.</em></p>
<p>So. Zeit, sich die FICKEN-Stage doch mal anzusehen. Ich möchte <strong>BLOODRED HOURGLASS</strong> sehen. Und? Nichts hat sich verändert. Der Bühnensound dieser Abomination einer Stage ist immer noch genauso beschissen wie eh und je. Wieder einmal muss ich miterleben, wie die Bühne die Hoffnungen einer vielversprechenden, weniger bekannten Band, ein Eindruck schindendes Konzert auf einem großen Festival spielen zu können, nimmt und gegen die Wand klatscht. Der Sound ist wieder einmal kaum akzeptabel, es baut sich null Atmosphäre auf. Es tut mir jedes Mal so weh, so etwas zu sehen und zu hören.</p>
<p>Vielleicht macht es ein bisschen Sinn, Spaß- und Quatschbands wie <strong>RANDALE</strong> oder <strong>MORBID ALKOHOLIKA</strong> auf einer solchen Bühne spielen zu lassen. Aber für Musik in Richtung MeloDeath oder Black Metal, die live zu einem wichtigen Teil von der geschaffenen Atmosphäre leben, bringt ein Konzert auf dieser Bühne im Endeffekt wahrscheinlich mehr Negatives als Gutes mit sich. Immerhin hat sich eine kleine Meute versammelt, um <strong>BLOODRED HOURGLASS</strong> vor der Bühne anzufeuern.</p>
<h3>Von Zwiespalt und Geistesblitzen</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28942" aria-describedby="caption-attachment-28942" style="width: 391px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28942 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2.jpg" alt="" width="401" height="268" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-750x502.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28942" class="wp-caption-text">Die mächtigen Behemoth @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Mich zwischen <strong>PALLBEARER</strong> und <strong>BEHEMOTH</strong> zu entscheiden, fällt mir nicht leicht. Ich beschließe, nach Lust und Laune zwischen den beiden Konzerten hin- und herzuwandern. <strong>BEHEMOTH</strong> haben auf der Hauptbühne richtig überzeugenden Sound und wirken dabei heute extra episch und satanisch. Sehr schön! Nur der Gesang geht gelegentlich ein bisschen unter, was mich aber kaum stört, wenn die Instrumente besser klingen als auf den Studioaufnahmen. Auch die Bühne ist schön dekoriert mit allerlei evil shit und Perversionen kirchlicher Innenausstattung. Cool.</p>
<p><strong>PALLBEARER</strong> auf der CAMEL-Stage bringen eine ganz andere Art von Atmosphäre mit sich. Düster, ja. Aber auch beruhigend und tiefgehend, langsam und irgendwie auch sanft die Seele streichelnd. Schöne Erfahrung, aber nach einiger Zeit kommt die Lust nach Hass und Zerstörung zurück und ich wechsle noch mal zu <strong>BEHEMOTH</strong>. Für ein paar Sekunden. Denn die Band hört 20 Minuten früher auf, als auf dem Plan steht. Voll doof.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28977" aria-describedby="caption-attachment-28977" style="width: 289px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28977" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy.jpg" alt="" width="299" height="317" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy.jpg 1367w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy-283x300.jpg 283w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy-965x1024.jpg 965w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy-750x796.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28977" class="wp-caption-text">Eskimo Callboy @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian: <em>Szenetreffen vor der T-Stage. <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> spielen nach vier Jahren wieder auf dem Breeze und haben dafür eine ganze Heerschar an Anhängern mitgebracht. Die Band gehört immer noch zu denen, über die viel diskutiert wird. Wenn man sich mit ihnen unterhält und zu ihren Konzerten kommt, merkt man aber schnell, die passen hier genau hin. Jeder, der nicht ein solides Brett im Kopf hat, dürfte nicht vollständig abstreiten können, dass die Band Laune macht. Musik darf auch Spaß machen und zum sich bewegen animieren, und das schaffen die Jungs definitiv.</em></p>
<p><strong>POWERWOLF</strong>! Sound: Makellos. Spieltechnisch: Makellos. Stimmungsmache: Makellos! So ist man es von den armenischen Werwölfen (eigentlich Saarbrücker) gewohnt. Und dann plötzlich! Ein Geistesblitz: Der Name <strong>POWERWOLF</strong> ist ein Wortspiel aus <em>Power</em> und <em>Werwolf</em>. <em>(Also Po-Werwolf? Höhö! Und das war für Sie der unangebrachte Kommentar des Lektorats. Dankeschön!)</em> Und das hab ich all die Jahre nicht gemerkt. Aber zurück zur Mucke. Sehr überzeugendes Konzert, wie immer – und dieses Mal mit ein paar Songs der neuen Platte, die dem Erlebnis einen (sehr wichtigen) erfrischenden Touch geben. Denn, bei allem Respekt für die Band und ihre Live-Auftritte: Ein bisschen repetitiv wird das Ganze schon, so nach dem zweiten oder dritten Mal. Aber was soll ich sagen; es macht einfach Spaß. So viel melodische Energie, so viel Mitsingpotential. Da ist man doch immer wieder gerne dabei.</p>
<h3>Öfter mal was Neues!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28956" aria-describedby="caption-attachment-28956" style="width: 399px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28956" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2.jpg" alt="" width="409" height="470" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2.jpg 940w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2-261x300.jpg 261w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2-891x1024.jpg 891w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2-750x862.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28956" class="wp-caption-text">The stage is yours!</figcaption></figure>
<p>Am Ende des Tages geht’s dann zu einer Band, die es eher seltener auf die Festivalbühnen Deutschlands verschlägt: <strong>SUICIDAL TENDENCIES</strong>. Und auch die Vibes, die sie verteilen, erlebt man in unseren Gefilden nicht allzu oft. Crossover Style der kalifornischen Südküste – ein bisschen Punk, ein bisschen Funk, ein bisschen Thrash, ein bisschen Hardcore – eine interessante Mischung! Dazu eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein (die Band hat sogar einen eigenen Ansager dabei), den früheren <strong>SLAYER</strong>-Drummer hinter der Rappelkiste und am Ende ganz viele Menschen auf der Bühne. Mir gefällt’s irgendwie. Definitiv meine Überraschung des Tages.</p>
<p><strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER </strong>habe ich erst vor einem Monat live gesehen, deswegen erwarte ich nichts Bahnbrechendes. Doch wieder einmal lässt mich der Sound der Hauptbühne nicht los. Eigentlich gedachte ich, in der Hälfte der Konzerts zu <strong>MARDUK</strong> herüberzuwechseln, doch ich muss sagen, dass von allen geschätzten 15 <strong>REITER</strong>-Konzerten meines Lebens noch keines so gut geklungen hat. Die Show ist die gleiche wie auf dem <strong>ROCKHARZ</strong>-Festival, und auch dort gab es wirklich nichts am Sound auszusetzen, aber es fühlt sich dennoch an, als lägen Welten zwischen den beiden Auftritten. Ich kann es fast nicht rational erklären. Irgendwie muss bei dieser Bühne Magie im Spiel sein. Oder wir haben es mit Soundtechnik-Göttern zu tun. Oder etwas von beidem. So kriege ich mich bis zum Ende des Konzertes nicht losgerissen, und erhasche von <strong>MARDUK</strong> nur noch zwei Songs.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28957" aria-describedby="caption-attachment-28957" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28957 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2.jpg" alt="" width="1450" height="680" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2-300x141.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2-1024x480.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2-750x352.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28957" class="wp-caption-text">Ballonparty bei den Reitern</figcaption></figure>
<p>Als letztes Spektakel für heute Abend stehen <strong>HEILUNG</strong> auf dem Plan. Aufgrund des großen Erfolges von <strong>WARDRUNA</strong> im letzten Jahr haben die Veranstalter dieses Jahr wieder einen Folk-Trupp mit schamanisch-meditativen Gesängen an den Start geholt. Und das Publikum steht wie unter Hypnose. Viele tanzen mit geschlossenen Augen, andere lassen sich einfach durch ätherische Sphären dahintreiben. Ich für meinen Teil setze mich auf den Boden und verschlafe das halbe Konzert. Nach einem solch ereignisreichen Tag und um die Uhrzeit ist mir das Ganze dann doch etwas zu ermüdend – wenn auch sehr schön. Letzteres hilft leider auch nicht, wach zu bleiben. Gute Nacht.</p>
<h3>Guten Morgen!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28954" aria-describedby="caption-attachment-28954" style="width: 187px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28954" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2.jpg" alt="" width="197" height="263" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28954" class="wp-caption-text">Es gibt viel zu tun!</figcaption></figure>
<p>Das heutige Frühstückskonzert präsentieren <strong>GOATWHORE</strong>. Leider schaffen es die Proto-Black-Metaller noch nicht ganz, mich aus den schamanischen Gefilden des gestrigen Abends wieder abzuholen. Auch dem Rest des Publikums scheint es ähnlich zu gehen. Anders gesagt: Es ist wenig los.</p>
<p>Erst mit der nachfolgenden Gruppe soll sich das Problem definitiv lösen: <strong>MISERY INDEX</strong>! Hart ballernder Death Metal ist doch genau das, was man braucht, um wirklich wach zu werden. Es bilden sich erste Circle Pits und früher Schweiß fließt nicht nur auf der Bühne. Ein guter Startschuss für einen Death-Metal-reichen Tag.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28978" aria-describedby="caption-attachment-28978" style="width: 287px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-28978" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1.jpg" alt="" width="297" height="199" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-750x502.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28978" class="wp-caption-text">Amaranthe @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian: <em>Und, seid ihr true genug, auch mal eine Band mit Elektro- und Popeinflüssen anschauen zu können? <strong>AMARANTHE</strong> entern zur mittäglichen Zeit die Bühne und bieten ein kompaktes Set ihrer Klassiker. Eine Band mit drei Sängern, allen voran Sängerin <strong>Elize Ryd</strong>, das hat man nicht oft. Dennoch singen und posen sie sich problemlos durch ihr Set und erreichen damit auch eine beachtliche Menge an Zuhörern. So muss das.</em></p>
<p>Ich luge derzeit kurz bei <strong>DANKO JONES</strong> rein. Den Rock’n’Roller wollte ich immer schon mal live sehen. Intensitäts- und geschwindigkeitsmäßig befinden wir uns hier natürlich in weitaus seichteren Gegenden als bei <strong>MISERY INDEX</strong>, trotzdem macht es sehr viel Spaß, diesem Rockspektakel ein bisschen zuzuhören. Selbst die weiter hinten stehenden Zuschauer sind am Powackeln und Mitklatschen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28943" aria-describedby="caption-attachment-28943" style="width: 355px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28943" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1.jpg" alt="" width="365" height="275" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1-300x226.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1-1024x772.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1-750x565.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28943" class="wp-caption-text">Danko Jones @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Zufällig laufe ich bei <strong>ANCST</strong> vorbei und bekomme nur mit, wie sie aufgrund von Spielzeitüberschreitung den Sound abgedreht kriegen. Scheint aber weder die Laune der Band, noch die der feiernden Fans kaputtzumachen.</p>
<p>Sebastian:<em> Nachmittags wird es dann schrill. Jemand hat <strong>J.B.O.</strong> auf die Bühne gelassen. Die rosa Metalpoeten nehmen sich wieder einige Klassiker vor, um sie ein wenig zu missbrauchen. Für die ersten beiden Songs haben sie dafür zusätzlich noch zwei Animateure mitgebracht. Die haben musikalisch nichts zur Show beizutragen, machen aber Ferz. Kann man machen, muss aber nicht sein. Die Musiker von der Kapelle sind sichtlich auch nicht mehr ganz die jüngsten, locken aber dennoch viele Leute vor die große Bühne. Insofern: Kopf abschalten, lass sie walten.</em></p>
<h3>Die Ausnahme zur Regel</h3>
<p><strong>NIGHT IN GALES</strong> spielen daraufhin auf der CAMEL-Stage. Leider muss ich trotz aller Vorfreude sagen, dass dies das einzige diesjährige Konzert ist, das einen richtig beschissenen Sound hat (man ignoriere die FICKEN-Stage, ich rede von richtigen Konzerten). Zu laute Bass Drum, die bei den erhöhten Geschwindigkeiten, in denen sich die Band musikalisch befindet, leider zu viel der restlichen Musik übertönt. Versuche, das Konzert trotz der Umstände zu genießen, funktionieren einigermaßen. Kann ja nicht alles perfekt sein.</p>
<p>Es folgen die nächsten Death-Metaller: <strong>DYING FETUS</strong>. Und sie bringen mit sich eine herrliche Mischung aus Groove-Parts und absolutem Gebretter. Das weckt den Homo Erectus in dir. Gute-Laune-Musik für erwachsene Metaller. Der plötzliche epische Platzregen trägt nur zur Stimmung bei – denn AUCH das ist äußerst cool! Gutes Konzert, dankeschön.</p>
<p>Stell dir vor, du kommst extra aus Japan, um in Deutschland zu spielen, und dann gibt dein Bass auf der Bühne den Geist auf. Kurzweilig spielen <strong>GYZE</strong> dann nur zu zweit weiter (Gitarre und Schlagzeug). Spätestens nachdem das Problem behoben ist legen die Japaner dann aber richtig los: Ihre Mischung aus <strong>COB</strong>-esquem MeloDeath und einer Prise Power Metal zündet den Knaller (irre!) und der gesamte überdachte Bereich der CAMEL-Stage ist auf einmal voll mit abfeiernden Menschen. Geschwindigkeit und ausschweifende Melodien sind eine gute Kombination und das Rezept funktioniert auch hier wieder einmal wunderbar.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28980" aria-describedby="caption-attachment-28980" style="width: 298px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28980" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1.jpg" alt="" width="308" height="292" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1-300x284.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1-1024x971.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1-750x711.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 308px) 100vw, 308px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28980" class="wp-caption-text">Alien Weaponry @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian: <em>Dass die Camel Stage mal wieder die Bühne ist, auf der man wichtige Bands von morgen (spätestens morgen) sieht, dürften viele längst bemerkt haben. Zu jenen Bands kann man wohl ohne Frage auch die Neuseeländer <strong>ALIEN WEAPONRY</strong> zählen. Das blutjunge Trio widmet sich in seinen Songs den indigenen Wurzeln der neuseeländischen Bevölkerung und singt dafür gerne mal ganze Songs auf Maori. Ihre tighten, brachialen Songs ziehen dabei eine mehr als beachtliche Masse an Zuschauern an, welche sich während dem Set den gerade niedergegangenen Regen wieder aus den Klamotten moscht. Geiler Scheiß! Wenn die Band bei euch in der Region spielt, geht hin!</em></p>
<h3>Die Macht der Alten</h3>
<p><strong>AT THE GATES</strong> präsentieren alte Klassiker wie auch neuere Hits. Allerdings wird mir schnell klar, dass gerade den neueren Songs irgendetwas zu fehlen scheint. Irgendwie wirken sie wie Versuche, an den (verdienten) Ruhm vergangener Zeiten anzuknüpfen. Leider mit etwas wenig Abwechslung und Kreativität. Das nur am Rande – headbangen lässt sich dazu trotzdem gut. Und genießbar ist das wuchtgeladene Konzert allemal; vor allem die alten Songs! Mächtig und voll oldschooliger Energie zeigen die MeloDeath-Urväter, dass sie nicht umsonst heute auf dieser Bühne stehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28962" aria-describedby="caption-attachment-28962" style="width: 449px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28962" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2.jpg" alt="" width="459" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-300x149.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-1024x510.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-555x278.jpg 555w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-750x373.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28962" class="wp-caption-text">Es wird Abend @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><em>Der Regen ght allmählich vorüber und das Infield ist wieder voll geworden. Einer der Headliner steht nun auf dem Plan. <strong>TRIVIUM</strong> haben für das Konzert eine sehr atmosphärische Lightshow dabei und gehen von Anfang an voll nach vorne. Selbst wer die Band sonst nur eher am Rande hört, kommt hier voll auf seine Kosten.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28981" aria-describedby="caption-attachment-28981" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28981" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1.jpg" alt="" width="399" height="291" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1-300x218.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1-1024x746.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1-750x546.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28981" class="wp-caption-text">Trivium @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><strong>VREID</strong> spielen sich quer durch ihre Bandgeschichte – und damit auch quer durch unterschiedlichste Black-Metal-Auswüchse. Dies sorgt trotz insgesamt gut funktionierender Stimmigkeit für ein sehr abwechslungsreiches Konzert. Für mich ist die Band auch eine neue musikalische Erfahrung (und eine gute!). Die überdachte Bühne bietet außerdem gerade günstigen Schutz vor den letzten paar Regentröpfchen.</p>
<p>Es folgt <strong>ARCH ENEMY </strong>– ich setze mich kurz hin. Und schlafe zur Abwechslung mal wieder ein. Na gut. Dann hat es nicht sein sollen. So ganz kann ich dem Hype um diese Band eh nicht folgen.</p>
<p>Zeit, wieder wach zu werden: mit <strong>SICK OF IT ALL</strong>! Oldschool Hardcore mit gehörigem Punk-Anteil – die Erfinder der Wall of Death kennen keine musikalische Gnade. Schnell, aggressiv und voller Hass gegen das System. Scheiß auf modernen, Breakdown-orientierten Hardcore-Sound, das hier ist der <em>real shit</em>! Auch mal eine schöne Erfahrung, eine solche Band live mitzuerleben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28930" aria-describedby="caption-attachment-28930" style="width: 348px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28930" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348.jpg" alt="" width="358" height="269" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28930" class="wp-caption-text">Sign of Cain</figcaption></figure>
<p>Wer oder was genau <strong>SIGN OF CAIN</strong> sind, weiß ich zu dem Moment noch nicht so wirklich &#8211; irgendwas mit dem Sänger von <strong>AT THE GATES</strong> oder so. Nicht ganz, denn gerade dieser steht nicht auf der Bühne &#8211; dafür aber der Gitarrist und der Schlagzeuger der Brutal TechDeath Band <strong>VISCERA TRAIL</strong>. Scheint, als wäre diese Band das MeloDeath-Projekt von deren Gitarrist <strong>TOMER HASENFRATZ </strong>(bester Name übrigens). Und dass der <strong>ATG</strong>-Fronter <strong>THOMAS LINDBERG </strong>am Mikrofon steht, ist wohl veraltete Information. Dennoch ein interessantes und vor allem unerwartetes Konzert! Wieder sorgt die CAMEL-Stage für geschlossenes Feeling &#8211; und das ist genau, was diese düstere Musik braucht, um richtig zu glänzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ein Post-schwarzer Abend</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28959" aria-describedby="caption-attachment-28959" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28959 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2.jpg" alt="" width="1450" height="564" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2-300x117.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2-1024x398.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2-750x292.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28959" class="wp-caption-text">Alcest</figcaption></figure>
<p>Spät am Abend dann einer meiner persönlichen Höhepunkte des Festivals: <strong>ALCEST</strong>. In die erste Reihe gemogelt, lasse ich mich von der hypnotischen Musik einlullen. Eine Mischung aus in Trance versetzenden Melodien und noch härter in Trance versetzenden Post-Black-Metal-Parts, die einen einfach nur in sich hineinsaugen und wie flüssiger Musik-Honig umgeben. Eine wunderschöne Atmosphäre, in den richtigen Momenten durchstochen von markerschütternden Schreien – großartig, einfach nur großartig!</p>
<p>Gleichzeitig muss ich aber gegen <strong>TURISAS</strong> kämpfen, deren Musik zwischen den <strong>ALCEST</strong>-Songs von rechts von der Hauptbühne in mein Ohr zu dringen versucht, und mit ihrer eingängigen Art droht, mich aus der magischen Atmosphäre hinauszuziehen. Besonders, weil mir die Entscheidung wirklich nicht leichtfiel – die Finnen waren jetzt einige Jahre von der Bildfläche verschwunden, und jetzt treten sie zweihundert Meter neben mir auf der Premium-Sound-Bühne-Of-Glory auf. Beim nächsten Mal dann. Im Moment löse ich das Dilemma, indem ich mir zwischen Songs das rechte Ohr zuhalte.</p>
<p>Nach dieser meditativen Erfahrung wird es dann Zeit, noch zwei weitere Black-Metal-Acts anzusehen. Der erste davon ist <strong>THE SPIRIT</strong>. Der Sound wirkt hier etwas schrabbelig, was aber durch die Qualität der Musik schnell wieder wettgemacht wird. Danach geht’s dann weiter zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, welche das Konzept Black Metal noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise auslegen. Stark Post-orientiert, allerdings in weniger seichten Gefilden als <strong>ALCEST</strong>, blasten sich <strong>HARAKIRI</strong> mit steriler, aber durchaus positiver Soundkulisse durch ihr Set. Das alles in konstant sehr hohem Tempo – ein interessantes Konzept, das mich zuweilen an meine Erfahrung mit <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong> vom <strong>RAGNARÖK</strong>-Festival diesen Jahres erinnert. Allein der Gesang sagt mir hier nicht so sehr zu.</p>
<h3>Geballer und Randale</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28960" aria-describedby="caption-attachment-28960" style="width: 363px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28960 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2.jpg" alt="" width="373" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2-300x179.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2-1024x612.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2-750x448.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28960" class="wp-caption-text">3, 2, 1&#8230;</figcaption></figure>
<p>Ein neuer Tag, eine neue Portion Death Metal! Heute mit <strong>ORIGIN</strong>. Drei Menschen auf der Bühne, kein Backdrop, aber Hauptsache alles zerficken! Richtig technisches Zeug frickeln Gitarrist und Drummer zusammen, während sich der Sänger die Seele aus dem Leib grunzt und schreit. Das Ganze voll roher Energie und in unermesslichen Tempi. Ein Bassist scheint dabei nicht von Nöten. Leider sind noch nicht sehr viele Leute im Publikum zu sehen. Stört die Band aber nicht, denn diejenigen, die schon da sind, sind nicht ohne Grund dort. Circle Pit ist auch eine Art von Frühsport. Und es muss sich ja bei solcher Musik um die Aufwirbelung des Staubes gekümmert werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28961" aria-describedby="caption-attachment-28961" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28961 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1.jpg" alt="" width="1450" height="816" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28961" class="wp-caption-text">&#8230; Wall Of Death!</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zum Camp zurück bemerke ich etwas Merkwürdiges: Überall Hüpfburgen und Eltern mit Kindern. Es spielen gerade <strong>RANDALE</strong>, eine Band, die Punk Rock für Kiddies produziert. Und dazu ist gerade Familien-Gratis-Eintritt-Tag (oder so ähnlich). Ich will auch auf die Hüpfburg. Im Publikum sind trotzdem mehr Bierbäuche als Kinder zu sehen – denn die sind ja alle auf den Hüpfburgen. Oh, und natürlich: Das Kinderkonzert findet auf der FICKEN-Stage statt. 100 Punkte an den Organisator!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28982" aria-describedby="caption-attachment-28982" style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28982" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1.jpg" alt="" width="272" height="182" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-750x502.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28982" class="wp-caption-text">Phil Campbell And The Bastard Sons @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian:<em> Die Ankündigung für diese Band dürfte wohl bei vielen für ein wenig Wehmut gesorgt haben. <strong>PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS</strong> spielen dieses Jahr auf dem <strong>BREEZE</strong>. Der ehemalige Gitarrist der legendären Band <strong>MOTÖRHEAD</strong> liefert mit seinem neuen Projekt, in dem auch seine Söhne mitspielen, ein Brett grundehrlichen Rock‘n‘Rolls ab. Wer da nicht hin geht, ist selber schuld. So gesehen ein echtes Highlight auf dem diesjährigen <strong>SUMMER BREEZE</strong>.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28934" aria-describedby="caption-attachment-28934" style="width: 335px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28934" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733.jpg" alt="" width="345" height="259" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28934" class="wp-caption-text">Crowdsurfer auf Crowdsurfer</figcaption></figure>
<p>Es folgen <strong>KORPIKLAANI</strong>, welche ich mir dieses Mal von direkt vor der Bühne ansehe. Die Feierstimmung ist in diesen Bereichen natürlich groß, und so bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich der Partylaune hinzugeben. Die Crowdsurfer fangen bei diesem Konzert an, mächtig kreativ zu werden: Man sieht Crowdsurfer auf Crowdsurfern sitzen, Crowdsurfer auf Crowdsurfern surfen (im Stehen!), Crowdsurfer, die mit Videokameras auf Crowdsurfern crowdsurfen und sich beim Crowdsurfen filmen, nackte Crowdsurfer (ih!) – ja sogar ein Versuch wird gestartet, zu zweit auf einem Crowdsurfer zu crowdzusurfen – der endet allerdings eher ungut. Trotz all dem Quatsch darf man aber nicht vergessen, dass <strong>KORPIKLAANI</strong> längst nicht mehr nur Sauf- und Spaßmusik machen. Ruhigere Songs, langsamere Songs, Songs über die Schönheit der Natur, aber auch Songs mit düstereren Thematiken haben mittlerweile einen festen Platz in der Setlist.</p>
<h3>Von Zusammenhalt und hochwertiges Geklatsche</h3>
<p>Dann geht es für mich zu <strong>ORPHANED</strong> <strong>LAND</strong>. Berührt mich deren Musik auch persönlich nicht so sehr, muss ich sagen, dass das für die Menschen um mich herum definitiv anders ist. So viel Motivation, mitzuklatschen, mitzusingen und generell mitzumachen sehe ich dieses Festival zum ersten Mal. Der gesamte überdachte Bereich der CAMEL-Stage ist voll mit Menschen, die so richtig voll dabei sind. Sogar – und Respekt dafür – unregelmäßige Rhythmen werden scheinbar problemlos von der Masse mitgeklatscht. Im Normalfall schaffen es die Menschen auf Konzerten selten, überhaupt das Tempo zu halten, sobald das Geklatsche beginnt. Ein warmer Empfang für die Band. Der Sänger gibt außerdem seine Freude zum Ausdruck bezüglich der ganzen verschiedenen Nationalitäten, die sich hier versammelt haben, um zusammen Spaß zu haben und zu feiern. Ein besonders emotionaler Moment mit einer Band, die aus dem Konfliktgebiet Israel stammt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28965" aria-describedby="caption-attachment-28965" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28965 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2.jpg" alt="" width="1450" height="477" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2-300x99.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2-1024x337.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2-750x247.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28965" class="wp-caption-text">Die überdachte Bühne bei Orphaned Land</figcaption></figure>
<p>Auf <strong>SOLSTAFIR</strong> bin ich sehr gespannt, da mir von allen Seiten immer begeistert erzählt wird, wie gut die Band ist. Allerdings macht mich auch deren Musik wieder ordentlich müde, und wirklich viele Erinnerungen bleiben mir leider nicht. Drückende Atmosphäre, lila-blaues Licht, viel Nebel – alles scheint ineinander zu verschwimmen. Bei der nächsten Gelegenheit gibt’s dann eine detailliertere Review.</p>
<h3>Der letzte Abend</h3>
<p><strong>BLOODBATH</strong> höre ich seit geraumer Zeit ab und an mal, konnte sie aber leider nicht mehr mit <strong><span class="st">Å</span>KERFELD</strong> oder <strong>TÄGTGREN</strong> live sehen. Und, da muss ich mich leider der generellen Meinung anschließen: <strong>NICK</strong> <strong>HOLMES</strong> am Gesang wirkt einfach ein bisschen schwach im Vergleich. Aber! Diese Live-Show weiß mich eines Besseren zu belehren. Zwar ist wirklich hörbar weniger Power in der Stimme vorhanden als bei den Vorgängern, aber schlimm ist das eigentlich nicht. Es sorgt nur für eine andere Art von Atmosphäre: weniger Zerstörung und Gewalt, mehr Düsternis und Verwesung. Mir gefällt die Friedhof-Gammelfleisch-Stimmung live wirklich ganz gut. Hätte ich so nicht erwartet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28964" aria-describedby="caption-attachment-28964" style="width: 422px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28964" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2.jpg" alt="" width="432" height="243" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28964" class="wp-caption-text">Carpenter Brut</figcaption></figure>
<p>Den Abschluss des Festivals macht für mich dann tatsächlich nicht mal eine Metal-Band, sonden <strong>CARPENTER</strong> <strong>BRUT</strong>! Darkwave-lastiger 80er-Actionfilm-Sound mitsamt zugeschneiderter Licht- und Videoshow zu jedem einzelnen Song. Es ist ein audiovisuelles Spektakel sondergleichen. Die große Bühne gibt ein letztes Mal alles und überzeugt noch einmal mit perfektem, drückendem Sound. Ein solches Konzert habe ich noch nie erlebt, und es ist glorreich. Dazu muss ich noch sagen, dass trotz eher elektronisch angelehnter Musiksparte alles von Musikern live auf der Bühne gespielt wird – Mit Schlagzeug, Gitarre und Synthesizer. Ein würdiger Abschluss? Definitiv.</p>
<h3>Ende!</h3>
<p>Puh! Was ein Festival. So viele neue Bands live gesehen, und das trotz mittlerweile zehn Jahren Festivalbesuchen. Wie auch schon letztes Jahr hat es das <strong>SUMMER BREEZE</strong> wieder geschafft, fast bei jedem Konzert richtig guten Sound zu bieten. Besonders die Anlage (oder sind es die magischen Soundtechniker?) der neuen Hauptbühne (aktiv seit 2017) sei an dieser Stelle noch einmal zu loben. Auf keinem anderen Festival habe ich so positive Erfahrungen mit der Soundqualität gemacht. Und das Ersetzen der alten CAMEL-Stage durch eine tatsächlich funktionierende Bühne hat auch definitiv zum Wohle aller beigetragen.</p>
<p>Eine kleine Kritik hätte ich dennoch abzugeben: Dass der Platz beim Campen nicht pro Person, sondern pro Auto zugeordnet wird (so schien es mir zumindest zu funktionieren), ist im Bezug auf das überall so hochgepriesene Bilden von Fahrgemeinschaften dann doch eher kontraproduktiv! Es bedeutet im Endeffekt: Je mehr Leute im Auto, desto weniger Campspace hat jeder einzelne davon.</p>
<p>Alles in Allem habe ich nicht wirklich viel auszusetzen. Sogar das Schleusenproblem zum Infield war heuer bei Weitem galanter gelöst als letztes Jahr. Und: Der <em>Sauberste-Dixi-Klos-ever-Awar</em>d geht definitiv auch an das <strong>SUMMER BREEZE 2018</strong>. Selten so viele saubere Dixis gesehen. Wahrhaft ein neues Lebensgefühl. Und das Wichtigste Lob zuletzt: Großartige Stilabwechslung, was die Bandauswahl angeht! Es war von allem was dabei, und das Line-Up bot dieses Jahr wirklich die Möglichkeit für unterschiedlichste musikalische Erfahrungen. Um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Ja, das Festival konnte seine Standarts dieses Jahr aufrechterhalten! Ich würde sogar von einer weiteren Steigerung sprechen. Weiter so!</p>
<p>Nur die FICKEN-Stage bräuchte wirklich nicht unbedingt zu existieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-28963" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2.jpg" alt="" width="1450" height="447" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2-300x92.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2-1024x316.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2-750x231.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Cheers!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/">Summer Breeze 2018 &#8211; Der Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>FINNR&#8217;S CANE &#8211; Bette dich in Düsternis</title>
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					<comments>https://silence-magazin.de/finnrs-cane-elegy/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 09:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Agalloch]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[anonym]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Canada]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Lantlôs]]></category>
		<category><![CDATA[Wolves In The Throne Room]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du magst Agalloch, Alcest und Wolves in the throne room?<br />
Dann hör UNBEDINGT mal rein, was dir Nina hier zeigt!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/finnrs-cane-elegy/">FINNR&#8217;S CANE &#8211; Bette dich in Düsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" align="CENTER"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;" align="CENTER"><span style="color: #000000;"><strong>FINNR&#8217;S CANE &#8211; “Elegy”</strong></span></h2>
<p style="text-align: center;" align="CENTER"><span style="color: #000000;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 20.07.2018</span><br />
<span style="color: #000000;"><strong>Dauer: </strong>41:51 Min.</span><br />
<span style="color: #000000;"><strong>Label:</strong> Prophecy Productions</span><br />
<span style="color: #000000;"><strong>Genre:</strong>&nbsp;Atmospheric Black Metal&nbsp;</span></div></div></div></p>
<p>Okay, ich gebe zu, ich habe das Album nicht ausgewählt, weil ich wusste, was ich mir da mit&nbsp;<strong>FINNR&#8217;S CANE</strong> einbrocke. Nein, ich habe es mir herausgepickt, weil ich den Namen schön finde (ein Gehstock mutet doch ein bisschen oldschoolig oder herrschaftlich an, oder?). Und weil das Cover schön ist. Und nicht zuletzt, weil&nbsp;<strong>Prophecy&nbsp;</strong>einfach zuverlässig meinen Musikgeschmack gut bedienen können.</p>
<p>Also ran an die drei Kanadier, die sich in Anonymität und lange, dunkle Gewänder hüllen. Zum zehnjährigen Bandbestehen haben sie uns ihr drittes Studioalbum, &#8222;Elegy&#8220;, geschenkt.&nbsp;</p>
<p>Das Album leiert los und ich frage mich: &#8222;Ist das überhaupt noch Black Metal?&#8220; <strong>FINNR&#8217;S CANE</strong> bestechen zunächste mit erwartbar Unerwartetem. Heißt, der Sound ist gewohnt weit und düster. Doch der Rhythmus ist so langsam und getragen, als würde nichts der Welt die Macht besitzen, mich hier in meinen Träumen und meinem Wundern zu hetzen. Und doch klingt es anders, als ich es von anderen Bands des Genres gewohnt bin, was nicht zuletzt sicher an der Instrumentierung liegen mag. Denn anstatt des Basses metert gut identifizierbar ein Cello los.</p>
<p>Schon mit dem ersten Song bin ich ruhig und tief im Dunkel &#8211; weit weg von den Gedanken, die mich in meinem Tagwerk sonst begleiten.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/srxnLhAJWLA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Opener&nbsp;<em>Willow</em> begeistert mit einer fantastisch tiefen, melancholischen Stimme. Und genau die hätte ich so hier nicht erwartet. Vom Cleangesang geht es dann im Folgenden auch wieder weg &#8211; gegrowlte Passagen, aber immer noch durch Cleangesang gedoppelt, sorgen ohne Druck für ein druckvolleres Empfinden. Die Grenze zum Doom ist ab hier für mich kaum mehr erkennbar.</p>
<p>Ganz anders tut sich&nbsp;<em>Strange Sun</em>&nbsp;hervor. Hier wird hingegen zu einhundert Prozent in die Black-Metal-Kerbe gehauen. Geiles Brett! Dank Cello-Instrumentierung, die durchweg geschickt dosiert und eingemischt ist, schwingt immer noch eine ganz eigene Art der Melancholie mit. Da die Band in ihrer Aufstellung den Bass komplett ausgespart hat und stattdessen mit Violoncello, Flöte und Synths experimentiert, eröffnen sich etwas andere Klangsphären als gewohnt.</p>
<p>Dass <strong>FINNR&#8217;S CANE</strong> die Umsetzung ihrer Ideen durchdacht hat, zeigt sich auch in&nbsp;<em>Empty City,</em>&nbsp;einem Song, der&nbsp;dank einer recht einfachen, aber dennoch spannungsvoll aufgebauten Melodielinie über fast fünf Minuten Länge nicht langweilig wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_T_TJDkb5-E?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wer sich mit <strong>AGALLOCH</strong>, <strong>ALCEST</strong>&nbsp;und <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM&nbsp;</strong>gut arrangieren kann, wird mit Sicherheit auch an &#8222;Elegy&#8220; seine Freude haben. Die ersten drei Songs des aktuellen Albums kannst du bereits auf der <a href="https://finnrs-cane.bandcamp.com/">bandcamp-Seite</a> hören. Sie sind aber auch bei&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/finnrscaneband/">facebook</a>&nbsp;vertreten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/finnrs-cane-elegy/">FINNR&#8217;S CANE &#8211; Bette dich in Düsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über den Ursprung des Verlangens &#8211; Interview mit Cepheide</title>
		<link>https://silence-magazin.de/ueber-den-ursprung-des-verlangens-interview-mit-cepheide/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ueber-den-ursprung-des-verlangens-interview-mit-cepheide</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2017 10:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[Cepheide]]></category>
		<category><![CDATA[Deathspell Omega]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rance]]></category>
		<category><![CDATA[Respire]]></category>
		<category><![CDATA[Saudade]]></category>
		<category><![CDATA[Scaphandre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erst vor Kurzem erschien das Drittwerk der Franzosen CEPHEIDE, bei dem ich mal wieder ganz wuschig wurde. Da sich Bandkopf und Chefdenker Gaetan freundlicherweise dazu bereit erklärte, mir einige Fragen zu dem Album zu beantworten, nutzte ich selbstverständlich die Chance und hakte ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-den-ursprung-des-verlangens-interview-mit-cepheide/">Über den Ursprung des Verlangens &#8211; Interview mit Cepheide</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Erst vor Kurzem erschien das Drittwerk der Franzosen <strong>CEPHEIDE</strong>, <a href="https://silence-magazin.de/sehnsucht-nach-cepheide/" target="_blank" rel="noopener">bei dem ich mal wieder ganz wuschig wurde</a>. Da sich Bandkopf und Chefdenker <strong>Gaetan</strong> freundlicherweise dazu bereit erklärte, mir einige Fragen zu dem Album zu beantworten, nutzte ich selbstverständlich die Chance und hakte genauer nach. Was es mit dem neuen Werk auf sich hat, wo sich die Band zukünftig sieht und was, seiner Meinung nach, die <strong>Platte des Jahres</strong> war, erfahrt ihr hier.</p>
<h3>DAS INTERVIEW</h3>
<p><strong><em>&nbsp;S</em>: Hallo Gaetan!&nbsp;Wie und wann hast du CEPHEIDE eigentlich gestartet?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Mit <strong>CEPHEIDE</strong> ging es 2013 los, als ich nach Paris zog. Ich wollte eine Band gründen, die das fortführen sollte, was ich mit meinem Soloprojekt <strong>SCAPHANDRE</strong> zuvor gemacht hatte. Obwohl es seit unserer ersten EP &#8222;De Silence Et De Suie&#8220; einige Änderungen in der Bandbesetzung gab, behielt unsere Musik seit jeher eine Kohärenz und Stringenz bei und ist an den Leuten gewachsen, die daran Teil hatten.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Der Titel eures aktuellen Albums „Saudade“ bedeutet auf Portugiesisch „Verlangen“ oder „Sehnsucht“. Wie kam es zu diesem Titel und worauf bezieht es sich?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: &#8222;Saudade&#8220; kann tatsächlich viele Bedeutungen haben. Aus meiner Sicht gibt es da auch eine Referenz zu <strong>Cesaria Evora,</strong>&nbsp;deren Songs für mich durch meine gesamte Kindheit hindurch präsent waren. Außerdem ist es auch eine Aufmerksamkeit für meine Freundin, die portugiesischer Abstammung ist und ohne ihre Meinung hätte dieses Album nie entstehen können. Ich denke, dass jeder aus diesem Wort eine <strong>Bedeutung</strong> entnehmen kann, die für ihn passt. Es ist ein sehr komplexes und starkes Wort, und darum haben wir es erwählt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/ERYY8GJ-i0I?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>DIE HAUPTEINFLÜSSE VON<strong>&nbsp;&#8222;SAUDADE&#8220;</strong></h4>
<p><strong>Gaetan</strong>: Neben der Tatsache, dass ich &#8222;Saudade&#8220; härter und instinktiver klingen lassen wollte&nbsp;als <a href="https://silence-magazin.de/schlaflieder-und-blastbeats-cepheide/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Respire&#8220;,</a> gab es keinen spezifischen Einfluss für dieses Album. Für gewöhnlich nehme ich eine grundlegende Melodie oder das Schlagzeug auf und arbeite dann so lange weiter, bis ich einen Status der <strong>Zufriedenheit</strong> erreiche – oder einen der <strong>Blockade</strong>. Wenn ich damit fertig bin, schicke ich den anderen Jungs das Material, sodass wir gemeinsam daran weiterarbeiten können.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Wie schon bei &#8222;Respire&#8220; ist das Cover-Artwork mal wieder gelungen, wenn auch schwer zu beschreiben. Was zeigt es und hat es eine Verbindung zu eurem Vorgänger?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Bis jetzt war unser einziges Kriterium für das Cover, dass es abstrakt genug sein sollte, dass jeder etwas Eigenes <strong>hineininterpretieren</strong> kann. So halten wir das eigentlich auch mit den Song- und Albumtiteln.<br />
Bei der letzten Platte haben wir uns für einen kosmischen Nebel entschieden, dessen vertikale Bewegung für mich irgendwie gut zu den Songs passt, entweder im Hinblick auf die Texte, oder die Musik selbst.</p>
<blockquote>
<h4>&#8222;Für &#8222;Saudade&#8220; wollten wir etwas Raueres, das nicht so entfernt ist.&#8220;</h4>
</blockquote>
<p>Irgendwas, das näher an der Erde ist, wenn du verstehst, was ich meine. Dies sollte den Schreibprozess wiedergeben, den ich in der gleichen Weise beschreiben würde.<br />
Also arbeiteten wir beim Cover mit einer Mischung aus <strong>Gestein</strong> und Mineralien. Bislang wurde jedes Cover von einem anderen Künstler gestaltet, was definitiv einen Einfluss auf das Endergebnis hat. Aber darüber hinaus versuchen wir, eine abstrakte und ätherische <strong>Ästhetik</strong> beizubehalten, die sich durch alle Alben zieht. Außerdem würden wir uns auch nicht selbst einschränken, solange wir zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangen, das für uns die Grundidee des Albums darstellt.</p>
<h4>WORUM GEHT ES EIGENTLICH?</h4>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Zunächst hatte ich den Eindruck, dass ihr eure Texte gar nicht veröffentlicht hättet, weil ich sie nirgends finden konnte. Nun, da ich die Platte habe, weiß ich, dass dem nicht so ist. Leider bin ich des Französischen nicht mächtig. Kannst du kurz umreißen, worum es textlich bei euch geht?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Die Texte sind mir ausgesprochen wichtig. Oftmals verbringe ich mehr Zeit damit, die zu schreiben, als die restliche Musik. Formal gesprochen schreibe ich die Texte meist wie <strong>Gedichte</strong>, also als Prosa oder in Versen, denn ich genieße die Aufmerksamkeit und <strong>Genauigkeit</strong>, die dieses Schreiben erfordert. Alles in allem wünsche ich mir auch, dass die Texte auch ohne die Musik gut und lesbar sind.<br />
Mit der Bedeutung ist es dann etwas komplizierter, da ich seit den Anfangstagen persönlich viel durchstehen&nbsp;musste, was sich natürlich auf alles ausgewirkt hat. Auf &#8222;Saudade&#8220; geht es jedoch, grob gesagt, um unser Verhältnis zur Zeit, und die Einsicht, wie <strong>&#8222;klein&#8220;</strong> wir eigentlich sind.<br />
Der Text von <em>&#8222;Auréole&#8220;</em> sollte dieses Gefühl im Angesicht der Natur und ihrer Unermesslichkeit verdeutlichen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-23228" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic.jpg" alt="CEPHEIDE" width="1200" height="1200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-Saudade-Pic-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>WAS CEPHEIDE ZU ETWAS BESONDEREM MACHT</h4>
<p><strong><em>S</em></strong>: <strong>Momentan gibt es zu meiner Freude viele Bands, die in ihrer Muttersprache singen und schreiben, und nicht auf Englisch. Gab es da bei euch einen speziellen Grund, oder ist das einfach eine Frage der Bequemlichkeit?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Ich habe schon immer auf <strong>Französich</strong> geschrieben, egal, ob für dieses Projekt oder für andere. Es ist die Sprache, in der ich zuerst gelernt habe, mich <strong>auszudrücken</strong>. Die Sprache, in der ich lese und denke. Da hätte es für mich nicht viel Sinn ergeben, eine andere zu nutzen.</p>
<p><em><strong>S</strong></em>: <strong>Aus meiner Sicht ist Frankreich zunehmend ein besonderes Land in puncto Black Metal geworden. ALCEST und LES DISCRETS auf der einen, extremere Vertreter wie BLUT AUS NORD und DEATHSPELL OMEGA auf der anderen Seite. Sie haben die Wahrnehmung der Szene maßgeblich geprägt. Wie steht ihr zu der französischen (Black) Metal Szene und inwieweit identifiziert ihr euch damit?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Ich denke, dass die französische Black Metal Szene tatsächlich sehr breit gefächert ist und obwohl ich mit ihr noch nichts zu tun hatte, mag ich die extremeren Vertreter, die du genannt hast, sehr. Mit <strong>CEPHEIDE</strong> ist es jedoch so, dass wir keiner bestimmten Szene angehören. Das hat auch mit meiner Abneigung gegen die satanistischen, religiösen oder <strong>ideologischen Aspekte</strong> zu tun, die diese Musik zum Teil haben kann. Wir lehnen auch sehr oft Shows ab, da wir die Szene eigentlich nicht mit Leuten teilen wollen, die für dubiose politische Ideale eintreten.</p>
<h4>DER ARBEITSPROZESS</h4>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Anders als bei vielen anderen (Depressive) Black Metal Bands sind eure Songs oftmals nicht nur melancholisch, sondern auch triumphal. Wie schreibt ihr eure Musik und wie lange habt ihr gebraucht, um &#8222;Saudade&#8220; fertig zu stellen?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Meine Songs sind oftmals davon aufgeladen, was ich so erlebe, deshalb gibt es weniger düstere, sondern sogar eher fröhlichere Momente.</p>
<blockquote>
<h4>&#8222;Wenn ich an Songs arbeite, besteht selten ein Wunsch danach, etwas Trauriges oder Deprimierendes zu schaffen.&#8220;</h4>
</blockquote>
<p>Der Anfang des Songs <em>&#8222;Madone&#8220;</em> ist zum Beispiel sehr rocklastig und hat eigentlich gar keine düsteren Gedanken oder Gefühle.<br />
Insgesamt hab ich &#8222;Saudade&#8220; in ungefähr 6 Monaten geschrieben, die sich, aufgrund eines Besetzungswechsels, fast schon in 2 Abschnitte gliedern lassen. Die ersten drei Songs hatte ich recht schnell fertig, ungefähr in zwei Monaten.&nbsp;<em>&#8222;Le cinquième Soleil&#8220;</em> und <em>&#8222;Auréole&#8220;</em> wurden dann später geschrieben, als <strong>François</strong> als unser neuer Gitarrist dazu kam.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=968147387/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless="">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://cepheide.bandcamp.com/album/saudade&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;Saudade by Cepheide&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Wie sehen eure Pläne für das kommende Jahr aus? Wollt ihr mit dem neuen Album auf Tour gehen?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Momentan arbeite ich an größeren, ausschweifenderen Formaten. Vielleicht ist das ein unterbewusstes Ding, um &#8222;Respire&#8220;, was ein <strong>Konzeptalbum</strong> war, mit &#8222;Saudade&#8220; zu verbinden, das wesentlich instinktiver geschrieben wurde. Jedenfalls würde ich das neue Album gern auf <strong>Vinyl</strong> veröffentlichen, damit es noch mehr lebt!<br />
Bezüglich unserer Ziele: Momentan planen wir keine Liveshows mit <strong>CEPHEIDE</strong>, allerdings werde ich wohl mit meinem Nebenprojekt <strong>RANCE</strong> einige Shows geben.</p>
<p><strong><em>S</em>: Welche waren deine Lieblingsalben in diesem Jahr?</strong></p>
<p><strong>Gaetan</strong>: Uh, das ist schwierig. Was mir zuerst einfällt – egal, ob es sich dabei um eine neuentdeckte Band, oder einfach ein tolles Album handelt – wären <strong>ATRIARCH</strong>, <strong>YELLOW EYES</strong>, <strong>PLANNING FOR BURIAL</strong> und <strong>CRANIAL</strong>.</p>
<p><strong><em>S</em>: Danke dir für deine Zeit und die aufschlussreichen Antworten!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://cepheide.bandcamp.com/album/saudade" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/cepheide/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
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		<title>Sehnsucht nach CEPHEIDE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CEPHEIDE – Saudade Veröffentlichungsdatum: 4.10.2017 Spielzeit: 40:26 Label: Independent Stil: Atmospheric Black Metal Im Jahre 2016 wurde ich zum ersten Mal auf CEPHEIDE aufmerksam, da mich ihre wunderschöne EP „Respire“ absolut begeisterte. Schon damals fand ich recht lobende Töne für die Songs ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CEPHEIDE</strong> – Saudade<br />
Veröffentlichungsdatum: 4.10.2017<br />
Spielzeit: 40:26<br />
Label: Independent<br />
Stil: Atmospheric Black Metal</p>
<p>Im Jahre 2016 wurde ich zum ersten Mal auf <strong>CEPHEIDE</strong> aufmerksam, da mich ihre wunderschöne EP „Respire“ absolut begeisterte. <a href="https://silence-magazin.de/schlaflieder-und-blastbeats-cepheide/" target="_blank" rel="noopener">Schon damals fand ich recht lobende Töne für die Songs der Franzosen und machte klar, dass ich auf mehr gespannt bin.</a></p>
<p>Nun hat das mittlerweile zum Quartett herangewachsene Kollektiv aus Paris endlich das Debüt-Album eingetütet und rausgebracht und dieses hört auf den wohlklingenden Namen „Saudade“. Übersetzt heißt das soviel wie „Sehnsucht“. Und auch wenn dieses Gefühl in dem Kosmos, in dem sich <strong>CEPHEIDE</strong> bewegen, alles andere als revolutionär ist, so ist die Umsetzung doch umso schöner.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-23230" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017.jpg" alt="CEPHEIDE" width="1055" height="703" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017.jpg 1055w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Cepheide-band-2017-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1055px) 100vw, 1055px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer mit dem Material der ebenfalls französischen Großmeister <strong>ALCEST</strong> vertraut ist, der kennt vielleicht dieses schwer zu beschreibende Gefühl der „triumphalen Melancholie“, wenn man denn so will. Und auch bei <strong>CEPHEIDE</strong> findet sich dieses, auch wenn die musikalische Grundausrüstung doch eine ganz andere ist.</p>
<p>Schon nach wenigen Sekunden fühle ich mich inmitten eines schwermütigen Sogs, der mich so bald nicht wieder loszulassen mag. Eine einsame und traurige Melodie eröffnet das Album, bevor nach knapp anderthalb Minuten Sänger und Chefdenker <strong>Gaetan</strong> mit seinem Geschrei einstimmt und sich rund um mich Wände aus Klang auftürmen.</p>
<p>Auch wenn sich der Gesang kaum von anderen Bands des Atmospheric/DSBM-Sektors abhebt, so finde ich, muss es hier genauso sein. Keine andere stimmliche Darbietung düfte hier stattfinden, keine andere würde funktionieren.</p>
<p>Was mich an „Saudade“ besonders freut, ist, dass <strong>CEPHEIDE</strong> angenehmerweise nicht krampfhaft versuchen, sich zu weit vom Black Metal zu entfernen. Nachdem es andererseits nämlich auch zahlreiche Bands gibt, die bewusst auf Blast Beats und ähnliche Stilmittel verzichten wollen.</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=968147387/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" width="300" height="150">&amp;lt;a href=&#8220;http://cepheide.bandcamp.com/album/saudade&#8220;&amp;gt;Saudade by Cepheide&amp;lt;/a&amp;gt;</iframe></p>
<p>Die Franzosen konzentrieren sich eher auf genau diese überschaubare Anzahl an Charakteristika und setzen sie gekonnt ein. Spätestens bei dem Song <em>„La Lutte et l&#8217;Harmonie“</em> sorgt die epische Melodieführung bei etlichen Hördurchläufen für Gänsehaut und mitunter sogar Pipi in den Augenwinkeln, während <em>„Le cinquième soleil“</em> deutlich schroffer klingt und an norwegische Glanztaten der 90er denken lässt.</p>
<p>Die Art und Weise wie <strong>CEPHEIDE</strong> ihre Musik zelebrieren ist sicherlich nicht sonderlich revolutionär oder innovativ, die Atmosphäre sowie die Spannungsbögen dabei aber umso schöner.</p>
<p>Denn nachdem der letzte Song verklungen ist, lässt mich das Album selbst mit einem Gefühl der Sehnsucht zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://cepheide.bandcamp.com/album/saudade" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/cepheide/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
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		<title>Du musst dich entscheiden! &#8211; Wave-Gotik-Treffen 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 06:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Have you ever been to Leipzig? &#8211; Na, aber klaru! Ich kann doch nicht immer nur zu Hause abgammeln! Aber das Pfingstwochenende habe ich dort noch nie verbracht. Pfingstmaien austragen und Dreckschweinfest wie aufm Dorf gibt es da nicht. Stattdessen: zahlreiche Konzerte, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Have you ever been to Leipzig? &#8211; Na, aber klaru! Ich kann doch nicht immer nur zu Hause abgammeln! Aber das Pfingstwochenende habe ich dort noch nie verbracht. Pfingstmaien austragen und Dreckschweinfest wie aufm Dorf gibt es da nicht. Stattdessen: zahlreiche Konzerte, etliche Kleider und Kostüme und &#8217;ne Menge Schwarz. Wie schon viele Jahre zuvor findet auch dieses Jahr DAS Festival der schwarzen Szene in der sächsischen Metropole statt. Und so heißt es Freitag, den 2. Juni, auch für uns zum ersten Mal: So geleiten uns die Rösser nach Leipzig! Das <strong>WAVE-GOTIK-TREFFEN 2017</strong> ruft. Frau eingepackt, und hüja!</p>
<h3><b>TAG 1 – Freitag </b></h3>
<p>Dort angekommen, tingeln wir erstmal zur Wochenend-Unterkunft. Sachen abschmeißen und los! &#8230;haste gedacht. Die eigentlichen Bewohner unserer Wochenend-Wohnung sowie die des gesamten Mehrfamilienhauses sind sehr herzlich, und so gibt es vor der Straßenbahnfahrt zur <strong>Agra</strong>, dem <strong>Hotspot des</strong> <strong>WGT</strong>, erstmal noch fett Käsekuchen und Käffchen. Mmmmhhh&#8230;</p>
<p>Jetzt ist aber Schluss mit bummeln. Ich bin schließlich mit <strong>El Zecho</strong> gegen 18:00 Uhr an der Agra verabredet, wo wir unser Bändchen in Empfang nehmen müssen, also Beine in die Hand und ab zur Straßenbahnhaltestelle. Wenn deine Nase eigentlich nur noch den <strong>erdigen Geruch von Patchouli</strong> wahrnimmt, weißt du, dass du scheinbar nicht ganz falsch bist.</p>
<p>Während wir also auf die Bahn warten, komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich weiß gar nicht so recht, wo ich zuerst hinschauen soll. <strong>Haufenweise besondere Outfits</strong>, die ich in der Art noch nie zuvor gesehen habe: ein Kerl mit einem Korsett, der darin eine schmalere Taille hat, als so manches abgemagerte Topmodel auf Pro 7, oder ein Mädel mit einem mechanischen Sonnensystem als Kopfschmuck, bei dem sich die Planeten bewegen können. Mein lieber Mann! Schnell wird klar, Jogginghose und Adiletten wären definitiv fehl am Platz, hier steckt <strong>richtig Mühe und Arbeit</strong> hinter den Kostümen. Es gilt, sich schick zu machen!</p>
<blockquote><p>Nachdem mir der Reifrock einer Dame ins Gesicht gesprungen ist wie die Springschlangen aus einer gefakten Erdnussdose, kommen wir ins Gespräch.</p></blockquote>
<p>Ab in die Bahn in Richtung Agra-Gelände. Voll ist es, schwarz, lustig UND (zum Glück) klimatisiert. Nachdem mir der Reifrock einer Dame ins Gesicht gesprungen ist wie die Springschlangen aus einer gefaketen Erdnussdose, kommen wir ins Gespräch. Ich weiß nun, dass wir in der richtigen Bahn sind, und sogar, wo wir aussteigen müssen. Doch bevor wir aus der Bahn hüpfen, ertönt noch eine <strong>Durchsage vom Straßenbahnführer</strong>: „Ich verabschiede mich schon mal von euch. Viel Spaß euch allen, ein schönes Pfingstwochenende, tanzt viel, trinkt viel, schön, dass ihr da seid!“ Das kommt an, Applaus in der gesamten Bahn. Nun denn: Hinaus mit den schwarzen Horden, die allesamt zur Agra strömen.</p>
<h3>SAFTIGE GETRÄNKEPREISE, VIKTORIANISCHES PICKNICK</h3>
<p><strong>El Zecho</strong> ist noch nicht da, also stelle ich mich, zusammen mit meiner Liebsten, schon mal an, kämpfe mich durchs Gelände bis hin zum Presse-Haus und hole unsere Pässe. Und während wir auf <strong>El</strong> warten, haben wir genug Zeit, erstmal den <strong>Overload an Eindrücken</strong> zu verarbeiten und uns einen Überblick zu verschaffen. Das geht am besten bei einem kühlen Getränk vor dem Eingang des Agra-Geländes. Der Inhalt des Bechers muss jedoch genossen werden, denn mal <strong>abgesehen vom Bier-Preis</strong>, der für ein Festival recht normal erscheint, sind <strong>alle anderen Getränke für meinen Geschmack recht teuer</strong>. Aber gut.</p>
<blockquote><p>Hier sitzen jedes Jahr ca. 5.000 schwarze Besucher &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>El Zecho</strong> trifft ein. Der arme Junge ist noch völlig geplättet, denn er und seine bessere Hälfte kommen direkt vom <strong>Viktorianischen Picknick</strong>&nbsp;aus dem <strong>Clara-Zetkin-Park</strong>. Hier sitzen jedes Jahr <strong>ca. 5.000 schwarze Besucher</strong>, teils in außergewöhnlich schicker Gewandung, in gemütlich-romantischer Atmosphäre beisammen und genießen die&nbsp;<strong>WGT</strong>-Eröffnung bei einem Sekt, oder zwei.</p>
<p>Nun denn, schauen wir mal aufs Agra-Gelände, denn so langsam knurren auch unsere Mägen. Die <strong>zahlreichen Fressbuden</strong> laden ein, sich überall mal durchzukosten, sodass am Ende jede(r) von uns etwas findet. Der Plan für heute soll sein: durch die Hallen des hiesigen Geländes schlendern und <strong>DEVILMENT</strong> schauen. <strong>DEVILMENT</strong> soll die einzige Band des Freitagabends bleiben, denn so viel Interessantes für den Metalhead spielt heute noch gar nicht. <strong>TANZWUT</strong> wären die Alternative, doch trotz der unterschiedlichen Anfangszeiten der Gigs schaffen wir die Mittelalter-Musikanten nicht, da wir das Agra-Gelände erst wieder verlassen müssten, um ins <strong>Heidnische Dorf</strong> zu gelangen.&nbsp;</p>
<h4>„Klappe, dir hört doch eh keiner zu!“</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18308 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586.jpg" width="400" height="345" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586.jpg 1136w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586-300x259.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586-1024x882.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0586-750x646.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Bevor das Konzert von <strong>DEVILMENT</strong>&nbsp;beginnt, schlendern wir noch etwas über den sogenannten „Catwalk“, der sich durchs gesamte Gelände zieht. Ich habe schon den Eindruck, dass hier manche Goths mit ihrem Outfit ein wenig <strong>Show-Laufen</strong> wollen, was nur verständlich ist, bei der Mühe, die sich manche mit diesem extra gemacht haben. Wollen wir doch mal schauen, was es in den Hallen so zu entdecken gibt.</p>
<p>Da hätten wir zum einen den <strong>Schwarzmarkt</strong>, aber ich rede hier nicht von irgendwelcher Hehlerware oder von Knarren und Koks, sondern von einer riesigen Messehalle voll mit allem, was das schwarze Herz begehren kann. Mäntel, Korsetts, Stiefel, Bondage- und SM-Kram, Kopfschmuck – <strong>vom edelsten Geschmeide bis zum postapokalyptischen Cyber-Outfit und der Peitsche</strong> gibt es hier einfach alles. Ich muss zugeben: als Junge vom Dorf bin ganz schön reizüberflutet, so am ersten Tag hier. Doch wir bekommen einen <strong>Pechkeks</strong> in die Hand gedrückt, der mich wieder ziemlich schmunzeln lässt – quasi ein schwarzer Glückskeks mit Sprüchen, wie: „Ebbe wird auf Ebbe folgen“ oder „Klappe, dir hört doch eh keiner zu“.</p>
<h3>DANI FILTH IN KREISCHLAUNE</h3>
<p>Nun wird es Zeit, sich in die Halle gegenüber zu bewegen, denn <strong>Dani Filth</strong> (<strong>CRADLE OF FILTH</strong>) hüpft auch bei <strong>DEVILMENT</strong> mit dem Mikro in der Hand über die Bühne. Als wir die Halle betreten, beginnt gerade die Show. Die einzigartigen Vocals und hohen Screams von <strong>Dani</strong> sind natürlich auch bei <strong>DEVILMENT</strong> sehr ausgeprägt vertreten, allerdings passt das Ganze meiner Meinung nach <strong>nur bedingt zu der Symphonic/Dark/Gothic Metal-Combo</strong>.</p>
<p>Allgemein kann ich sagen, dass der Gig mir schon ganz schön die Schuhe auszieht, weil hinter der Mucke schon ordentlich Druck ist, allerdings geben mir die Songs, bis auf die Stellen, an denen Keyboarderin <strong>Lauren Francis</strong> sich mit ihrem Klargesang bewaffnet, gar nichts. Auch der Stakkato-artige Gesang von <strong>Dani Filth</strong> nimmt der einen oder anderen Walze doch ganz schön den Groove. Die von ihm bekannten, <strong>hohen Schreie</strong> erklingen manchmal in Pausen und <strong>wirken wie Lückenfüller</strong>. Nicht unbedingt mein Geschmack, aber&nbsp;ein Abriss wars trotzdem. Und wenn ich mir das zappelige Publikum in der riesigen Halle so anschaue, bleibt außer Frage, dass es wohl trotzdem ein gewaltiger Auftakt für ein besonderes Festival ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18310" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593.jpg" alt="" width="891" height="664" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593.jpg 891w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593-300x224.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0593-750x559.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 891px) 100vw, 891px" /></p>
<p>Pfingstfreitag, der <strong>Tag der Reizüberflutung. </strong>Wir verabschieden uns von <strong>El Zecho</strong> und <strong>La Zecha</strong>, und irgendwie ziemlich fertig gehts ab in die Unterkunft. Noch ein Stück mit der Straßenbahn, noch ein Stück zu Fuß, noch eine Zigarette und ab ins Bett.</p>
<h3><b>TAG 2 – Samstag </b></h3>
<p>Nachdem wir unsere Kadaver aus der Bettwäsche geschält haben, gilt es, jene zu waschen. Ausgeschlafen und frisch gehen wir zum nahegelegenen Discounter, um Frühstück zu jagen. Essen und Plan schmieden, heißt die Devise. Schließlich wollen wir heute verschiedene Locations anfahren, also müssen wir Bahnverbindungen checken. Beim Zusammenbasteln des heutigen Unterhaltungsprogramms hilft uns die <strong>kostenlose &#8222;WGT-Guide&#8220;-App</strong>. Absolut empfehlenswert!</p>
<p>Auf dem Plan stehen heute folgende Acts: <strong>KLIMT1918</strong>, <strong>XANDRIA</strong>, <strong>VOGELFREY</strong>, <strong>IN THE WOODS</strong>, <strong>MYRKUR</strong>, <strong>SYLVAINE</strong>, <strong>ROTTING CHRIST</strong> und eventuell <strong>AMORPHIS</strong>.</p>
<blockquote><p>An diesem Punkt wird die Einzigartigkeit des Festivals definitiv zum Nachteil.</p></blockquote>
<p>Vorher wollen wir mal ins Heidnische Dorf gucken, uns einen Überblick verschaffen und einen Happen essen. Das klingt doch eigentlich ganz geil! Bis jetzt&#8230;</p>
<p>An diesem Punkt wird die <strong>Einzigartigkeit des Festivals definitiv zum Nachteil.</strong> Die zahlreichen verschiedenen Lokalitäten, an denen man <strong>WGT</strong>-Künstler bestaunen kann, bringen ebenso viele Überschneidungen mit sich, die es unmöglich machen, alle Bands, die man vorher markiert hat, überhaupt spielen zu sehen. Sehr schade, da doch besonders freitags erstaunlich wenig Interessantes für den Metalhead dabei war! Man kann es eben nicht jedem recht machen. Ich muss mich also entscheiden.</p>
<h3>DIE QUAL DER WAHL</h3>
<p>Heutiger Plan nach Abgleich aller Zeiten: 18:00 Uhr <strong>KLIMT1918</strong>, 21:00 Uhr <strong>SYLVAINE</strong>, beide im <strong>Alten Landratsamt</strong>. Zwischen beiden Gigs nochmal hin und her zu pendeln, hat&nbsp;wenig Sinn, also schauen wir uns zwischen beiden Bands noch <strong>NICOLE SABOUNÉ</strong> an, die mit <strong>Post-Punk, New Wave und Indie/Art Rock</strong> beschrieben wird. Im Anschluss an die drei Acts wird sich zeigen, ob wir es noch zu <strong>AMORPHIS</strong> schaffen.</p>
<p>Im&nbsp;Heidnischen Dorf angekommen, macht sich schnell <strong>Ernüchterung</strong> breit. Scheinbar hatten viele <strong>WGT</strong>-Besucher den gleichen Gedanken wie wir, denn die Schlange am Einlass ist geschätzte 150 Meter lang. Der Grund: <strong>Einlass-Stopp</strong>. Das Warten hat wenig Sinn, das wird sonst zu knapp. Also auf der Hacke kehrt und wieder ab in die Innenstadt.</p>
<h3>POST ROCK IM LANDRATSAMT</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-18312" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0684.jpg" width="400" height="497" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0684.jpg 579w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0684-241x300.jpg 241w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Nach einer Stärkung fix ins Alte Landratsamt, das sich in Hauptbahnhofsnähe befindet. Hier treffen wir erneut auf <strong>El Zecho</strong> und seine Liebste.&nbsp; Schon vor dem Gig ist die Venue gut gefüllt, was sich spürbar auf die Luftfeuchtigkeit und Temperatur auswirkt. Gemächlich starten <strong>KLIMT1918</strong> mit ganz viel Hall und wenig Bewegung auf der Bühne. Das geht völlig in Ordnung, schließlich handelt es sich bei den Italienern um eine meist eher ruhigere <strong>Post-Rock-Kapelle</strong>. Anstatt ein Backdrop aufzuhängen, werden mithilfe eines Beamers <strong>kurze Filmsequenzen auf eine Leinwand projiziert</strong>.</p>
<p>Das Set besteht aus einer gesunden Mischung neuer und älterer Titel. Von <em>„Snow Of &#8217;85“</em> über <em>„Skygazer“</em>, bis hin zu <em>„Commandante“</em> werden von jedem Longplayer die Klassiker ausgepackt. Macht mega Spaß, dem Konzert beizuwohnen, weil<strong> KLIMT1918</strong> mit ihrer Musik meiner Meinung nach eine sehr positive Ausstrahlung haben. Der Saal ist mittlerweile noch voller, einige lassen sich auch gehen oder tanzen, wenn sie denn Platz finden. Mir ist es bei jeder Bewegung zu warm, also stelle ich mich, zusammen mit meiner Madame, regungslos in die Nähe des Ausgangs, wo man immer mal einen kühlen Windhauch spüren kann, und genieße das Konzert.</p>
<h3>FILMMUSIK UND STILEXPERIMENTE</h3>
<p>Als die Jungs ihren Gig beenden, verabschieden wir uns von den beiden <strong>Zechos</strong>, die sich auf den Weg zum <strong>Völkerschlachtdenkmal</strong> machen, wo im Anschluss ein <strong>Posaunenkonzert mit der Filmmusik</strong> von <em>&#8222;Der Herr der Ringe&#8220;</em>, <em>&#8222;Der Hobbit&#8220;</em> und <em>&#8222;Game of Thrones&#8220;</em> stattfindet. Während dort 20:00 Uhr ein zweiteiliges Set aus je 45 Minuten beginnt und den <strong>Zechos</strong> wohl unglaublich die Schlüppis nass macht, heißt es für uns: kurz verschnaufen, was zu trinken holen, vor der Tür mal ein Kippchen anstecken, dann gehts auch direkt weiter mit <strong>NICOLE SABOUNÉ</strong>.</p>
<p>Die Künstlerin war mir bis dato gar kein Begriff, stellt sich aber als ziemlich interessanter Act heraus. Jeder Song vermittelt eine andere Stimmung: mal düster-romantisch, mal energiegeladen, mal psychedelisch und in eine Art Trance versetzend. Ich habe weiter oben im Bericht aufgeführt, wie <strong>NICOLE SABOUNÉ</strong> genretechnisch einzuordnen ist – ich selbst wüsste&nbsp;spontan gar nicht, wie ich die Musik bestimmen würde. <strong>Interessant und kurzweilig</strong> auf jeden Fall, zumindest für all, die für Neues offen sind und nicht alles nur nach Schema F brauchen. Zwischendurch kommt mit <em>&#8222;Frozen&#8220;</em> ein <strong>Coversong von</strong> <strong>MADONNA</strong>, der noch langsamer und mystischer vorgetragen wird. Stark! So ist die Spielzeit recht schnell vorbei und ich kann gar nicht so recht ausdrücken, wie ich mich jetzt fühle, außer positiv überrascht und froh, nicht woanders hingefahren zu sein.</p>
<h3>DEN TRÄNEN NAH</h3>
<p>Mittlerweile bin ich ein wenig aufgeregt, <strong>SYLVAINE</strong> zum ersten Mal auf der Bühne zu sehen. Dieser Act ist definitiv eins meiner <strong>Highlights</strong> auf dem gesamten <strong>WGT</strong>. Ich feire beide bisher veröffentlichten Alben und freue mich wie ein Kuppi, das Ganze mal live zu erleben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18314" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885.jpg" alt="" width="1200" height="800" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0885-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Und meine Vorfreude wird durch die Begeisterung über den Auftritt noch weit übertroffen. Mastermind <strong>Kathrine Shepard</strong> beherrscht ihre Stimme so sagenhaft gut! <strong>Von zart über kraftvoll</strong> bis hin zu den <strong>teuflisch-derben Screams</strong> klingt alles mit dem <strong>postmetallisch-shoegazigen Instrumental</strong>&nbsp;perfekt zusammen. Spätestens beim Titel <em>„Earthbound“</em> wird die Hütte abgerissen. Dass es allerdings auch sehr besinnlich geht, wird im letzten Song<em>&#8222;Silent Chamber Noisey Heart“</em> deutlich, der ganz ohne Band vorgetragen wird. Nur <strong>Kathrine</strong> und ihre Gitarre. Der Titel geht unter die Haut und ihr selbst offensichtlich auch sehr nahe. Mit Tränen in den Augen bedankt sie sich sehr herzlich und warm, und verschwindet von der Bühne, bevor sie vielleicht in Tränen ausbricht. Sehr, sehr authentisch! Ein Wahnsinns-Gig, auf den ich mich schon lange gefreut hatte, und den es erstmal zu verdauen gilt.</p>
<h3>AMORPHIS IM KOHLRABIZIRKUS</h3>
<p>Für mich fühlt es sich richtig an, nach diesem Konzert nun keine weitere Band mehr anzuschauen, um die Stimmung des <strong>SYLVAINE</strong>-Gigs nicht zu zerstören. <strong>El Zecho</strong> begibt sich allerdings ungefähr jetzt zu <strong>AMORPHIS</strong> in den <strong>Kohlrabizirkus</strong>. Zum Konzert und zum weiteren Verlauf des Abends hat El folgendes zu berichten:</p>
<p>&#8222;<strong>AMORPHIS</strong> begeistern schon in den ersten Minuten des Gigs. Ein schönes, knackiges Schlagzeug, klare Gitarren und ein <strong>Tomi Joutsen</strong>, der <strong>richtig Bock auf Rock</strong> hat. Mit Klassikern wie <em>&#8222;House of Sleep&#8220;</em> bis hin zu neuen Songs wie <em>&#8222;Death of a King&#8220;</em> zieht die Band alle Register und auch die Halle wird zunehmend voller. Zwei Zugaben, dann ist die sehr kurzweilige Stunde des Konzertes auch schon wieder vorbei. Von der Security anschließend herausgefegt, stellt sich nun die Frage: Was machen wir mit dem angebrochenen Abend? &#8211; Wir fahren zum <strong>Neoromantikball&nbsp;</strong>ins <strong>Haus Leipzig</strong>. Bei einem Ball, bei dem <strong>Pagan, Dark- und Romantic Wave und Neofolk</strong> gespielt wird, lässt sich noch ein Absacker trinken. Allzu lange bleiben wir allerdings auch nicht, sondern machen uns auf den Heimweg.&#8220;</p>
<h3>FEUER UND FLAMME FÜRS HEIDNISCHE DORF</h3>
<p>Auch meine Freundin und ich beschließen, nun lediglich nochmal den Versuch zu starten, jetzt ins Heidnische Dorf zu fahren, wo unter anderem <strong>Don Promillo</strong> auf uns wartet.</p>
<blockquote><p>&#8230; indem er eine Rolle vorwärts durch einen brennenden Ring zeigen möchte.</p></blockquote>
<p>Dort angekommen, sind lediglich noch <strong>FLAMMEN IM ZWIELICHT</strong> zu bestaunen, die eine <strong>spannende Feuershow</strong> auf dem Tablett servieren. <strong>Don Promillo</strong> sorgt für gute Unterhaltung nebenbei, als er krampfhaft versucht, Teil der Feuershow zu werden, indem er eine Rolle vorwärts durch einen brennenden Ring zeigen möchte. Leider geht sein Plan nicht auf, aber zu lachen gibt es trotzdem viel. Nach der Feuershow ist nun langsam Feierabend für uns. Ab nach Hause, pennen.</p>
<h3><b>TAG 3 – Sonntag</b></h3>
<p>Guten Morgen, Sonntag! Oder sagen wir mal: Guten Tag – es ist schließlich schon fast Zeit fürs Mittagessen. Dann machen wir uns mal die Eumel frisch und gehen was zu leckern suchen. Und wohin flattern wir da? Dorthin, wo der gestrige Abend geendet hat – ins Heidnische Dorf. Vor allem deshalb, weil das Programm für mich heute wie folgt aussieht: <strong>YGGDRASIL</strong>, <strong>ODROERIR</strong>, <strong>ALCEST</strong>. Die beiden ersten Acts spielen eben genau dort, also los! Leider treten heute auch den ganzen Tag im <strong>Felsenkeller</strong> sowie im <strong>Kohlrabizirkus</strong> nur Hammer-Acts auf, wie <strong>KING DUDE</strong>, <strong>THE VISION BLEAK</strong>, <strong>ARCTURUS</strong> etc. ,also bin ich auch heute gezwungen, mich zu entscheiden. Erneut: sehr schade! Das frustriert ganz schön. Gerade frage ich mich ernsthaft, ob ich als Nicht-Gothic, der auf elektronische Mucke nicht so steht, nochmal herfahren würde. Die Ausbeute der Bands, die ich tatsächlich mitnehmen kann, ist einfach sehr gering, zumindest in diesem Jahr.</p>
<p>Im Heidnischen Dorf angekommen, treffen wir auch <strong>El Zecho</strong> und <strong>Don Promillo</strong>. Aber bevor der Spaß mit den beiden beginnen kann, ruft mein Unrumpf nach Fleisch.</p>
<h3>FLEISCHIGES LUNCH MIT TISCHMUSIK</h3>
<p>Während nun noch <strong>ANNWN</strong> ihre letzten Songs spielen, genieße ich (so gut es geht) den irgendwie fast noch rohen Fleischlappen, der, im Gegensatz zum mitgelieferten Brötchen, wenigstens überhaupt mal kurz den Grill gesehen hat, wenn auch nicht lang genug. Ich brauche noch ein Baumstrietzel zum „Nachspülen“, um mich glücklich und satt zu fühlen. <strong>ANNWN</strong> tragen dazu bei, dass ich mich mehr und mehr beruhige und nun gern ein Verdauungsschläfchen halten würde, was aber absolut nicht als negative Kritik zu verstehen ist. Im Gegenteil – es ist echt auch mal schön,<strong> zu ruhiger Live-Musik zu entspannen</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18309 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588.jpg" width="600" height="410" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588.jpg 991w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588-300x205.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0588-750x512.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Nach einigen ziemlich erheiternden Gesprächen betreten <strong>YGGDRASIL</strong> die Bühne, die ich im Jugendalter sehr gern gehört habe, allerdings noch nie live sehen konnte. Also bin ich gespannt. <em>„Verdgällning“</em> wird angestimmt und ich bin direkt ein bisschen angetan, irgendwie. <strong>Nostalgie</strong>! Wenn man das schon so nennen kann. Die Sonne steht tief und scheint von hinten durch die Bühnenrückwand, die aus schwarzem Stoff besteht. Die goldenen Sonnenstrahlen lassen die Band fast schon ein wenig in Anmut erstrahlen. Passt zur Musik! <i>„Kvällning över Trolska Landskap“</i> und diverse andere unaussprechliche Lieder fügen sich zu einem <strong>abwechslungsreichen und spannenden Set</strong> zusammen. Sound und Atmo sind gut abgestimmt.</p>
<h3>THÜRINGISCHE SKALDEN MIT K(N)OEPFCHEN</h3>
<p>Weiter gehts mit <strong>ODROERIR</strong>. Die Geschichtenerzähler aus Thüringen sorgen für eine Reise in längst vergangene Zeiten. Es ist wie immer ein Genuss, den Skalden zu lauschen.<em> „Zwergenschmiede“</em> und <em>„Des Thors Hammer Heimholung“</em> sind die Titel, die für mich am meisten herausstechen und Spaß machen. Eine Besonderheit gibt es noch zu erwähnen: <strong>Knoepfchen</strong> von <strong>WALDTRAENE</strong> kann sich nun zum festen Inventar von <strong>ODROERIR</strong> zählen und liefert am Mikro ordentlich ab. Fetzt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18311" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595.jpg" alt="" width="1080" height="611" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595-300x170.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595-1024x579.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0595-750x424.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p>Schecke packen, und ab Richtung Volkspalast – <strong>ALCEST</strong> stehen auf dem Programm. Jippi! Für mich genau das richtige, um dem Sonntag zu beenden. Angekommen, bin ich erstmal ziemlich geflasht von der Location. Wir befinden uns in einer relativ großen <strong>Kuppelhalle</strong>, alles sieht recht edel aus und der<strong> natürliche Raumhall</strong> hier ist mega. Das könnte verdammt gut werden!</p>
<h3>EIN MONSTERMÄßIGER GIG</h3>
<p>Die Halle ist komplett voll, hier und da sehe ich sogar ein paar bekannte Gesichter. Und los, Intro ab! <strong>ALCEST</strong> haben Bock, das ist sehr stark spürbar. Hier geht gerade ebenso viel positive Energie wie Hall und Druck durch die Kuppelhalle! Und ich muss sagen, dass das <strong>der wohl beste ALCEST-Gig ist, den ich bisher gesehen habe</strong>, und die waren alle geil! Aber das hier sprengt jeglichen Rahmen. Das Set ist perfekt für mich. Als hätte ich die Setlist geschrieben. Mal abgesehen davon, dass vom <em>„Souvenirs &#8230;“</em>-Album kein Song gespielt wird, kommt <strong>ein Highlight nach dem anderen</strong>,wie „<em>Percées de lumière“</em> oder<em> „</em><em>Oiseaux</em><em> de proie“. </em>Was mich aber ganz besonders freut, ist, dass auch der 2. Teil von <em>&#8222;Écailles de Lune“</em> gespielt wird, der nicht sonderlich oft live zu erleben ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-18327" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655.jpg" width="500" height="481" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655.jpg 1247w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655-300x289.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655-1024x985.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_0655-750x722.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Der Gig schließt mit <em>„Délivrance“</em>, dem wahrscheinlich perfektesten Song, ein Set zu beenden. Gerade dieser Track ist wie ein Tempel für mich, der mich komplett erdet und herunterfährt. Ich bin so platt! Immer wieder ein Erlebnis, die Franzosen zu erleben. Noch eine kurze Verdauungszigarette, um überhaupt wieder einigermaßen klarzukommen, und dann ab nach Hause, um diesen <strong>monstermäßigen Gig</strong> zu verdauen. Jeweils samstags und sonntags einen Gig zum Abschluss zu erleben, der mich komplett fertig macht und umhaut, ist einfach unfassbar gut.</p>
<h3><b>TAG 4 – Montag</b></h3>
<p>Endspurt! Ihr Kreaturen der Nacht, kommt noch ein letztes Mal aus euren Gruften und feiert, was das Zeug hält! <strong>El Zecho</strong> ist heute Morgen leider schon wieder auf dem Weg in die Heimat, doch da das <strong>WGT</strong>-Ticket nicht nur die Konzerte der ganzen gebuchten Künstler bereithält, sondern man mit dem Bändchen unter anderem <strong>auch Museen, Ausstellungen etc. besuchen kann</strong>, entscheiden Madame und ich uns kurzentschlossen dazu, die <strong>„Runde Ecke“</strong> zu besuchen. Dieses Gebäude war früher der Sitz der Bezirksleitung der Staatssicherheit und ist heute ein <strong>STASI-Museum</strong>, das ein paar Einblicke in den Überwachungsapparat der DDR bietet. Viele „Werkzeuge“ sind dort ausgestellt und wir können dort ziemlich viele abgefahrene und skurrile Fakten über die Arbeitsweisen etc. erfahren.</p>
<h3>&#8222;OH, DA SPIELT GERADE MEINE BAND&#8230;&#8220;</h3>
<p>Schnell noch ein Eis auf die Hand und ab in den Felsenkeller, wo 16:30 Uhr <strong>THRUDVANGAR</strong> die Bühne umkrempeln wollen. Gegen 16:00 Uhr sind wir da, und als ich am Merch-Stand von <strong>THRUDVANGAR</strong> kurz mal reinwinken möchte, komme ich mit <strong>Raschi</strong>, dem Gitarristen, ins Gespräch, als plötzlich das Intro beginnt und er mit Erschrecken feststellt, dass der Gig beginnt. Ein kurzes: „Flo, kannst du kurz hier bleiben?“ von ihm, bevor er über Tisch und Bänke springt, um schnell auf die Bühne zu kommen. Tja, da stehe ich nun mit dem ganzen Merch von <strong>THRUDVANGAR</strong>, habe keine Ahnung von Tuten und Blasen und schmeiße scheinbar zusammen mit&nbsp;<strong>Mäuschen</strong>&nbsp;ab sofort den Laden. Darüber muss ich erstmal ziemlich lachen, und genieße den Gig der Köthener Jungs nun eben von der Seite aus. Klassiker wie<em> „Thornesthing“</em>, <em>„Zwei Raben“</em> und <em>„Jul“</em> machen gut Stimmung in der circa halb gefüllten Halle. An dieser Stelle liebe Grüße an die Jungs aus der Heimat! Hier und da höre ich immer mal, dass es wohl ganz schön laut sei, ich kann mich allerdings vom Merchandise-Stand aus nicht beschweren. Ein guter Gig, soweit ich das während des Merch-Verkaufs beurteilen kann.</p>
<h3>VOM KONZERTSAAL ZUR #YOLO-PARTY</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18315 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_1029.jpg" width="450" height="331" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_1029.jpg 743w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/DSC_1029-300x220.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Fix die Kasse übergeben und kurz absprechen, bevor wir uns auf den Weg ins <strong>Schauspielhaus</strong> machen. Dort spielen gleich <strong>LES FRAGMENTS DE LA NUIT</strong>, ein kleines Orchester, bestehend aus <strong>Streichern und Klavier</strong>, die <strong>düster-romantische Musik</strong> &#8211; unter anderem für Filme &#8211;&nbsp; schreiben. Als wir das Schauspielhaus betreten, wird schnell klar: Das hier ist wohl <strong>eine der edleren Locations</strong>, in denen man sich zu benehmen hat. Contenance! Wir sitzen auf dem obersten Rang, es ist komplett dunkel, nur die Bühne ist leicht beleuchtet. Wie die Klänge der Combo durch den Saal hallen, ist gigantisch. Die Titel, die gespielt werden, verzaubern scheinbar nicht nur mich, denn das Publikum spendet tosenden Applaus nach jedem Stück. Wow, echt schön, auch mal Musik zu hören, die nicht mit elektrischen Gitarren gemacht wird. Astrein!</p>
<p>Und ab gehts, wieder zurück in den Felsenkeller. <strong>FINSTERFORST</strong> sind dran! Für uns leider der letzte Act des Abends und des gesamten Festivals. Im Anschluss spielen noch <strong>EQUILIBRIUM</strong>, allerdings für uns leider etwas spät, denn Dienstag klingelt der Wecker wieder viel zu früh.</p>
<p>Wieder sind wir nicht ganz zu Beginn da, die Halle ist voll, die Party schon in vollem Gange. Ein paar flotte Ansagen von Frontman <strong>Olli</strong> und eine Walze nach der anderen sorgen für einen verdammt kurzweiligen Gig. Die <strong>FINSTERFÖRSTER</strong> sind voll in ihrem Element und fühlen sich scheinbar pudelwohl auf der Bühne. Mit Songs wie <em>„Nichts als Asche“</em>, <em>„YOLO“</em> und <em>„Mach dich frei“</em> wird die Hütte richtig abgerissen. Fettes Brett, das muss ich echt sagen! Fein gemacht!</p>
<h3>ZEIT, BILANZ ZU ZIEHEN!</h3>
<p>Na gut, das reicht für heute! Heimwärts kutschen! Einerseits freue ich mich, andererseits war das Wochenende unverhältnismäßig schnell vorbei, zumindest vom Gefühl her. Das liegt unter anderem an folgenden Gründen:</p>
<blockquote><p>Also steckt das dicke Portemonnaie ein!</p></blockquote>
<p>Das <strong>WGT</strong> ist <strong>kein typisches Festival zum Abschalten</strong>, auf dem ich auch mal mit seinen Kumpels auf dem Zeltplatz abhängen kann. Sicher, man kann auch auf dem Agra-Gelände zelten, aber durch das <strong>ständige Hin- und Herfahren</strong> vergeht so viel Zeit, dass ich eh schon etliche Gigs nicht&nbsp;besuchen kann. Das macht das Ganze für mich sehr unentspannt. Und es ärgert mich als Metalhead ehrlich gesagt, dass man für einen <strong>Ticketpreis im dreistelligen Bereich</strong> nicht ansatzweise das sehen kann, was man sich so vornimmt, bevor die Running Order veröffentlicht wird. Dazu kommt, dass man natürlich den ganzen Tag darauf angewiesen ist, dort <strong>irgendwo Getränke zu kaufen</strong>, da man ja ständig die Location wechselt, sich immer auf abgesperrtem WGT-Gelände bewegt, und es sich daher schwierig gestaltet, Eigenes mitnehmen kann. Also steckt das dicke Portemonnaie ein!</p>
<p>Auf vielen Festivals habe ich bisher Umbaupausen genutzt, um auf dem Zeltplatz eben mal einen Schluck zu trinken&nbsp;oder zu essen etc. Das ist auf dem <strong>WGT</strong> in dem Maß einfach nicht möglich. <strong>Ungefähr so viel Zeit, wie man auch in den Konzerthallen verbringt, verbringt man auch auf Fußwegen und in Straßenbahnen.</strong> Das ist für meinen Geschmack einfach zu viel des Guten. Das soll allerdings niemand so auffassen, dass ich meine, das Festival sei kacke. Um Gottes Willen, das ist es nicht, im Gegenteil! Die <strong>Struktur des Festivals ist einzigartig</strong>, das ist ganz klar. Und wenn ich ein Goth wäre, und mich auch für vieles andere im Line-Up begeistern könnte, würde ich vielleicht nicht unbedingt so viel durch Leipzig fahren müssen, weil vor meiner Nase immer auch etwas spielen würde, das mich interessiert. Und ich bin sehr dankbar für die Erfahrung, am <strong>WGT</strong> teilzunehmen zu können. Ich bin einfach nur kein Fan von so langen Wegen auf Festivals, und vor allem nicht von so zahlreichen Überschneidungen. Mein Lieblingsfestival wird es deshalb eben nicht. Ich kann trotzdem jedem empfehlen, <strong>es einmal auszuprobieren</strong>.</p>
<h3>MEIN POSITIVES SCHLUSSWORT ZUM WAVE-GOTIK-TREFFEN 2017</h3>
<p>Hinzufügen möchte ich noch: Meine Hochachtung an die Veranstalter und das gesamte Team! Ich habe selten ein so <strong>ordentlich organisiertes Festival</strong> erlebt wie dieses. Es gab, dort wo ich war, <strong>NIE Zeitverzug</strong>, es war überall <strong>aufgeräumt</strong>, <strong>ordentlich</strong> und die Lage war <strong>entspannt</strong>, und das bei sage und schreibe ca. 50 Locations, die zum Festival an sich gehören. Meinen höchsten Respekt dafür!</p>
<blockquote><p>Irgendwie sollte ein Festival meiner Meinung nach auch Urlaub sein.</p></blockquote>
<p>Auch die Gigs, die ich gesehen habe, waren alle in irgendeiner Weise besonders. Entweder waren es Bands, die ich noch nie, oder bisher sehr selten gesehen habe, und/oder die Venue war eine sehr besondere und/oder die Band hat einfach zu 110% abgeliefert, oder, oder, oder.</p>
<p>Von daher muss ich sagen, dass ich das <strong>WGT</strong>&nbsp;definitiv als <strong>positive Erfahrung</strong> im Kopf behalte. Mir ist es allerdings einfach unangenehm, wenn ich ständig auf die Uhr schauen muss, weil die Bahn fährt, die mich dann zum nächsten Gig bringt, zu dem ich vielleicht noch rennen muss, weil die Zwischenzeit zu knapp ist. Irgendwie sollte <strong>ein Festival meiner Meinung nach auch Urlaub</strong> sein. Zumindest für den Kopf. Und dieses Gefühl geht bei dem Organisationsaufwand auf dem <strong>WGT</strong> einfach flöten.</p>
<p>Trotzdem: Vielen Dank für die vielen neuen Erfahrungen, die ich sammeln konnte! Vielleicht bis zum nächsten Mal!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/du-musst-dich-entscheiden-wave-gotik-treffen-2017/">Du musst dich entscheiden! &#8211; Wave-Gotik-Treffen 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Senf der Woche #14 &#8211; KEINE EXPERIMENTE?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Altar of Plagues]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-14-keine-experimente/">Senf der Woche #14 &#8211; KEINE EXPERIMENTE?!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-17211"></span><br />
Thema heute: Wenn Bands Experimente wagen &#8230; Was hat gut geklappt? Und was war eher ein Griff ins Klo?</h4>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/robert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robert</a>&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>„Die einzige Konstante ist Veränderung“, oder „Schuster, bleib bei deinen Leisten“? In kaum einer subkulturellen Sphäre könnte das wohl so ausschweifend diskutiert werden, wie in der Musik. Wo <strong>die einen Neuerungen aufs Übelste verachten</strong> und jede Innovation den Vorwurf des Ausverkaufs mit sich bringt, können es andere <strong>kaum ertragen, wenn sich zwei Platten zu sehr gleichen</strong>. Ich zähle mich eher zur letzteren Kategorie.</p>
<p>Das letzte Album der Briten <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong> stellt zum Beispiel ein Werk dar, <strong>das mit dem Bandsound aufs Krasseste bricht</strong>. Aus dem Post Black Metal wurde ein tiefschwarzer Industrial-/Black-Metal-Bastard, nach dessen Veröffentlichung sich die Band auflöste. Genauso verstörend wie eindrucksvoll.&nbsp;Gar nicht eindrucksvoll ist &#8222;Hail Mary&#8220; von <strong>IWRESTLEDABEARONCE</strong>, auf dem sie all <strong>die kranken Alleinstellungsmerkmale über Bord warfen</strong>, die sie sonst vom generischen Deathcore der Mitt-2000er unterschied. Ein Abstieg in die Gesichtslosigkeit. Experiment misslungen!</p>
<p>Wieder anders verhält es sich mit <strong>SLIPKNOT</strong>, bei denen <strong>kein Output so experimentell</strong> ist wie das erste, nachträglich zum Demo degradierte, Album &#8222;Mate. Feed. Kill. Repeat&#8220;. Was die Band dazu veranlasst hat, diesen Weg nicht weiter zu gehen, verstehe ich bis heute nicht.</p>
<p>Fest steht für mich, <strong>dass Stillstand in der Musik tödlich ist</strong>, weswegen ich<strong> für jede Innovation dankbar</strong> bin, auch &#8211; oder besonders &#8211; wenn sie vielleicht mit Konventionen bricht.</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/nina/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nina</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Fantastisch, wie man sich bei solchen Fragen zunächst immer nur an die absoluten Gurken erinnert &#8230; Ich versuche dennoch, erstmal positiv zu bleiben. Zunächst gibt es Künstler, die sich mutig Seit an Seit mit (verschiedenen) Begleitband(s) <strong>durch mannigfaltige Strömungen und Stile wühlen</strong> – hier sei nur exemplarisch auf <b>Victor Wooten</b>s Prog-Metal-Projekt <b>OCTAVISION</b> verwiesen sowie das Gesamtwerk <b>DEVIN TOWNSEND</b>s.</p>
<p>Es gibt auch Experimente wie z.B.&nbsp;<b>SAMSAS TRAUM</b>s &#8222;Heiliges Herz&#8220;, mit dem sie einen finsteren Ausflug in den Black Metal wagten. Prädikat: Hörenswert fies! Ob es nun Kreativität oder Strategie ist: <strong>wer sich wandelt, bleibt im Gedächtnis</strong>. Durch Stillstand sind schon einige, zeitweilig gehypte Bands wieder in der Bedeutungslosigkeit versunken.</p>
<p>Kein künstlerisches Experiment, sondern die (vermutlich) <strong>erstrebte Öffnung zum amerikanischen Markt</strong>, hat mir nach einer tollen Entwicklung das weitere Interesse an <b>APOCALYPTICA&nbsp;</b>verhagelt. Die Celli klangen auf &#8222;7th Symphony&#8220; zu sehr wie E-Gitarren, effektüberladen und teilweise mega glattgebügelt. Erschwerend hinzu kam der wachsende&nbsp;Einsatz verschiedener Sänger – einer schnulziger und affektierter als der nächste. Schade. Seit &#8222;Worlds Collide&#8220; kriselte es deswegen schon zwischen uns, 2010 war es dann endgültig aus.</p>
<p>Dass ich mit <b>DREAM THEATER</b>s &#8222;The Astonishing&#8220; nichts anfangen kann, hatte ich <a href="https://silence-magazin.de/jahresrueckblick-2016/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in unserem Endjahrespoll 2016</a>&nbsp;bereits erwähnt. Opulente Werke, ja, gern. Aber mit dem <strong>Musical</strong> sind sie doch <strong>etwas zu weit gegangen</strong>. Manche Entwicklungen sind zeitweilig, kurze Ausflüge. Andere vollziehen sich langfristiger und verändern das Profil der Band. Ich zeige hier nur kurz in Richtung <b>ALCEST</b>, <b>ULVER</b> oder <b>FLESHGOD APOCALYPSE</b>.</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://silence-magazin.de/author/poebel/"><b>Renè</b></a><b> </b>sagt:</span></p>
<p>Ein sehr dankbares Thema eigentlich für die, die sich <strong>gerne von ihren Lieblingskünstlern überraschen lassen</strong>. Oder auch nicht.</p>
<p><strong>ATROCITY</strong> (ger): War &#8222;Hallucinations&#8220; eine völlig neue Art, Death Metal zu spielen/hören, so sackte mir der Unterkiefer auf die unbehaarte Brust, als ich mir &#8222;Werk 80&#8220; reinzog. Ich fand die Idee anfangs cool, <strong>8oer-Hits zu vermetallen</strong>. Hat sich aber ganz schnell wieder gelegt, vor allem, wenn man die Live-Performance dazu ertragen musste.</p>
<p><strong>SAMAEL</strong>: Einen Quantensprung in ihrer musikalischen Entwicklung nahmen die Schweizer, als <strong>Xy</strong> die Drums in die Ecke stellte und fortan nur noch <strong>mit elektronischem Firlefanz aufwartete</strong>. So als Experiment, wie die &#8222;Exodus&#8220;-EP, fand ich das durchaus knorke, war dann aber vom eh schon dünnen und anorganischen &#8222;Passage&#8220;-Sound ganz schnell wieder von der Idee geheilt.</p>
<p><strong>MORGOTH</strong>: DIE deutschen Death-Metal-Helden schlechthin, bis zu &#8222;Feel Sorry For The Fanatic&#8220;. Ich empfands damals tatsächlich als Verrat am Metal [Credits an <strong>JaKa</strong> für den Wortklau], <strong>Techno-Samples und -Sequenzen da beizumischen</strong>. Tatsächlich aber isses ne großartige Platte!</p>
<p><strong>WALTARI</strong>: Wa? Kenn ick nich! Großer Fehler! Hab leider lange nix von den bekloppten Finnen gehört, außer von <strong>Sami</strong>, der klampft für sone Essener Kellercombo namens <strong>KREATOR</strong>. Wasn dämlicher Name, die werden nie was &#8230; Ich erwähne <strong>WALTARI</strong>, weil? Weil die meinen kleinen musikalischen Kosmos durch ihren experimentellen Input auf ein <strong>Multiversum aus Sounds und Ideen</strong> hochkorrigiert haben, was mich bis heute prägt.</p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-14-keine-experimente/">Senf der Woche #14 &#8211; KEINE EXPERIMENTE?!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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