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Peinliches Rockstar-Getue ohne Charme – Brute Forcz

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BRUTE FORCZ – Brute Forcz
Veröffentlichungsdatum: 25.05.2016
Dauer: 15 Min.
Label: SLIPTRICK RECORDS

BRUTE FORCZ aus Los Angeles sind eine von den Ex-Wrestlern Jammer und Slammer (Ja, die heißen echt so!) gegründete Heavy Metal-Kapelle. Unterstützt vom ehemaligen DIO-Gitarristen Rowan Robertson strebt man danach, im Stil von MOTÖRHEAD, JUDAS PRIEST und Co. den Flair der 80er wieder aufleben zu lassen. Dass die Truppe es dabei bierernst nimmt, beweist das Video zu „Sex Machine“ vom 2012er Debüt-Album „Out for Blood“. Alkohol, echte Pornostars zum Anfassen und natürlich die (leider) notwendige Portion Rock ’n‘ Roll. Muss wohl so sein. Nach vier, für die Band eher harten Jahren (physische Probleme, Streitigkeiten und der Verlust eines Freundes), meldet sich das Trio nun mit einer EP zurück.

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Vorzuweisen haben BRUTE FORCZ neben dem Promi-Bonus schon einiges. So eröffnete man unter anderem schon für W.A.S.P., MICHAEL SCHENKER GROUP und STEEL PANTHER. An letztere fühlt man sich auch bei der Truppe irgendwie erinnert. Doch während mir STEEL PANTHER durchaus noch ein Lächeln abgewinnen können, habe ich bei BRUTE FORCZ nicht das Gefühl, den Witz verstanden zu haben, falls es ihn überhaupt geben sollte.

„Phat Ass Girls“ beginnt durchaus stimmig, jedoch ändert sich das, als Jammer mit dem Gesang einsetzt. Der Versuch, einen beinharten Rocker zu mimen, geht dabei total nach hinten los und wirkt unfreiwillig komisch, von den peinlichen Lyrics ganz zu schweigen.

Ihre Instrumente beherrschen die Jungs, wobei vor allem Robertson mit seinen Soli heraussticht. Der ist auch einer der wenigen Pluspunkte an der Scheibe. „Death is the Devil“ kommt mit einem stumpfen Refrain reichlich unspektakulär ums Eck. „(Ain‘t Gonna) Tear Me Down“ ist der einzig wirklich gute Song. Ein dreiminütiger Hard Rocker, der mit fetten Riffs und einem erneut guten Gitarrensolo vollends komplett ist.

Das darauffolgende „Out for Blood“ (ursprünglich vom 2012er-Debüt) hätte das Highlight sein können, nach dem man vergeblich gesucht hat. Dumm nur, dass an dieser Stelle eigentlich ein Lied namens „Nightmare Hell“ hätte sein müssen, welches, warum auch immer, den Weg auf die EP nicht geschafft hat.

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Dies ist ein Beitrag von Gastautor: Dennis


 

Autorenbewertung

4
BRUTE FORCZ haben Bühnenerfahrung, einen Gitarristen einer namhaften Band und offenbar auch Hörer, die die Mucke auf Konzerten abfeiern. Ich für meinen Teil kann dem ganzen jedoch wenig abgewinnen. Das Image, als raubeinige Hard Rock-Band durch die Lande zu ziehen, wirkt aufgesetzt und regt bei mir keinen einzigen Lachmuskel (falls es überhaupt lustig sein soll). Sollte die Gruppe je über den Status eines Opening Acts hinaus kommen, dann nur mit echtem Rock ´n´ Roll.
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4 / 10 Punkten

Vorteile

+ gute Gitarrenarbeit
+ (Ain‘t Gonna) Tear Me Down

Nachteile

- schlechter Gesang
- vorhersehbar
- schlechte Texte

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1 Kommentar

  1. minuslik
    29. Dezember 2016 bei 20:18 — Antworten

    Ei, das ist ja so schlecht, dass es schon wieder lustig ist. Vor allem dieses »temperature rising to a critical mass« hat’s mir (nicht) angetan. Ich würde Brute Forcz gern mit Manowar vergleichen (die haben die Poser-Ecke ja heuer freigemacht), aber die nehmen sich im Vergleich geradezu ironisch aus. So wird das nichts.

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