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Vernichtung bis zum letzten Mann!

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HARM– October Fire

Veröffentlichungsdatum: 20.05.2016
Dauer: 40:15
Label: Battlegod Productions

Norwegen….

Bei dem Gedanken bekommt der ein oder andere Kranführer einen dicken Hals und rastet komplett aus! Und wenn man sich die neue Platte von HARM anhört, dann kann man das auch gut verstehen.

„October Fire“ heißt das gute Stück, welches seit Mai 2016 erhältlich ist. Klingt komisch, ist aber so.
Betrachtet man das Cover, erwartet man Lobeshymnen auf heldenhafte Wikinger und Geschichten von längst geschlagenen Schlachten. Doch das bekommt man nicht. Keinesfalls, denn „October Fire“ macht da weiter, wo die 2011 erschienene Platte „Demonic Allience“ aufhört. Nur mit noch mehr Kraft und Gewalt. So gesehen passt das mit der Schlacht dann doch ganz gut!

Gleich mit dem ersten Song wird deutlich: hier geht es nicht um Glanz und Gloria. Nein, hier geht es um Krieg! Und zwar erbarmungslos, schnell und gewaltig. Um die Band FLEISCHMANN zu zitieren: „Die Maschine läuft an, jetzt zeigt sie was sie kann…“! Das Album beginnt mit einem kurzen Intro. Langsam nimmt die Band Fahrt auf, wird lauter und schneller. Dann ein Schrei in SLAYER-Manier und los geht das Gemetzel!

Ab jetzt nur noch vorwärts! Ab jetzt nur noch Krieg!

Sänger und Bassist Steffan Schulze schreit das Mikrofon dermaßen zusammen, dass man denken möchte, ein gigantischer Dämon wolle aus ihm herausplatzen um alles im Raum Stehende zu vernichten. In schnellen Passagen (und die gibt es zuhauf) erinnert er ein wenig an Anders Fridén von IN FLAMES in ihren „besten Jahren“. Nur rotziger, rauer und wütender.

Passend dazu drischt das Schlagzeug dermaßen auf einen ein, dass man Angst haben muss erschlagen zu werden. Die Gitarre haut neben extrem fiesen und schnellen Riffs ein Solo nach dem nächsten raus. Und das Ganze immer getreu dem Motto:

FRISS UND STIRB!

Was beim hören weiter auffällt ist der Sound. Dieser ist nicht klinisch rein und bis ins letzte Detail durchdacht, dafür aber wild und laut. Hier geht es nicht darum alles perfekt zu machen. Solang es massiv und böse ist, ist alles gut! Diese Rechnung geht meiner Meinung nach sehr gut auf.

Leider ist das gute Stück dann sehr schnell wieder vorbei. Dies ist aber nicht so schlimm, denn nach dem zweiten oder dritten Durchlauf merkt man dann doch, dass es alles ein wenig monoton ist. Quasi stumpfe Gewalt mit Instrumenten! Da haben HARM die Abwechslung gegen den Kriegshammer getauscht. Das macht Spaß beim zuhören und kann durchaus als „true“ bezeichnet werden.

Wer sich das ganze mal anhören und oder ansehen möchte, der sollte es nicht auf der Bandwebsite versuchen! Die ist auf dem Stand von 2014. Auf Facebook sieht es da schon besser aus.

Also: CD kaufen, einlegen, aufdrehen und verbarrikadieren!

Autorenbewertung

5
Hier wird alles vernichtet, dass nicht bei 3 vom Baum ist! Wütender Thrash zum ausrasten.
ø 4.3 / 5 bei 7 Benutzerbewertungen
5 / 10 Punkten

Vorteile

- impulsiv, gewaltig, kraftvoll
- prima Soli
- Kompromisslos
- sehr schöne, schnelle Riffs

Nachteile

- da fehlt ein wenig die Abwechslung
- für alle die keine schlachtenden Wikinger sind fehlt womöglich das "Gefühl"

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2 Kommentare

  1. J.B.
    16. Juni 2016 bei 20:49 — Antworten

    Auch wenn ich nicht der ultimative Thrashliebhaber bin
    muss ich schon zugeben dass die Stücke dieser Band
    ordentlich Druck aus den Boxen geben und brutal sind.

    So gut und auf den Punkt gebracht die Musikproduktion
    dieser Band auch sei, werde ich meinem Deathcore und
    Brutal Deathmetal dennoch treu ergeben bleiben. ^^‘

  2. Ed Doge
    16. Juni 2016 bei 14:14 — Antworten

    Ich liebe thrash ,aber das ….ist einfach nur roh.

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