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Rotting Christ – Rituals

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Drei Jahre nach ihrem letzten Album „Kata Ton Δaimona Eaytoy“ melden sich Rotting Christ mit „Rituals“ zurück. Ich konnte leider mit den alten Alben dieser griechischen Band nichts anfangen, sie waren mir zu nichtssagend und in meiner musikalischen Welt belanglos. Doch was Rotting Christ mit „Rituals“ hier abliefern ist der absolute Hammer.

Mastermind Sakis Tolis erschafft seine Rituale aus den Tiefen salomonischer Bocksanbetung und leitet den Hörer durch eine düstere Welt atmosphärischen Black Metals. Symphonisch, okkult, radikal und voller eingängiger Melodien. Die extrem druckvolle Produktion führt mit plakativer Hand durch ein Meer von orchestralen Liedern bzw. Ritualen. Dabei stellt jeder einzelne Song die Wegweisung zum linken Pfad der Götzenanbetung dar. Dabei holte sich der Mastermind für die Rituale, die Elite der 90er Jahre Dark/Black Metal Szene zu Hilfe, sei es mit „Les litanies de Satan“ welches durch Samaels Vorph ein Siegeszug für Charles Baudelaire postum wird. Bei „In Nomine die Nostri“  wird die pure Essenz von Druck und Propaganda mit M.W. Daoloth (Necromantia) in die Exekutive geleitet und bei „For the voice of thunder“ zelebriert gar ein Nick Holms von Paradise Lost in mantraartigen Versen den Weg zum diabolischen Licht. Mit „The four Horsemen“, welches ich auch als Anspieltipp geben möchte, zeigen die alten Herren, dass sie noch sehr viel zu sagen haben.

Dieses Album ist eine Sucht, am Anfang mag es noch etwas sperrig sein, doch nach mehrmaligem Hören zieht es den Hörer tief in seinen Bann. Mystisch und visionär, sollten Rotting Christ diesen Weg beibehalten, könnten sie wieder, wie einst vor zwanzig Jahren, auf dem Black Metal Thron landen.

 


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1 Kommentar

  1. Philipp
    11. Mai 2016 bei 21:21 — Antworten

    „Kata Ton Δaimona Eaytoy“ fand ich persönlich absolut großartig. „Rituals“ steht auf der Liste, wird sich aber noch ein wenig hinziehen, da ich frisch Papa geworden bin und mein Tagesablauf aus Arbeit-Kind-Schlafen besteht.

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