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Whats Left Behind?

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WHATS LEFT BEHIND – Cause & Cure
Veröffentlichungsdatum: 07.05.2016
Dauer: 21:03 min
Label: Eigenproduktion

Kennt ihr WHATS LEFT BEHIND? Nein? Ich auch nicht, also wird es Zeit! Immerhin sind die fünf Berliner Jungs seit 2013 im Untergrund unterwegs und haben dort schon den ein oder anderen Gig gespielt. 2015 beschloss die Band ihr musikalisches Schaffen auf der „Cause & Cure“ EP zu verewigen und gingen in das eigene Homestudio. Ob das der Band gelungen ist, lest ihr jetzt.

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Erstmal muss man der Band ein Lob aussprechen! Denn die EP sieht echt gut aus und das Booklet hilft dabei, die teilweise schwer verständlichen Texte zu verstehen. Immerhin hören wir hier eine Mischung aus Metalcore, Melodic Death und vielen anderen Stilen, da kann es schon mal schwer werden, jedes Wort zu verstehen. Dafür gibt es auf jeden Fall schon mal einen Pluspunkt.

POWER

An Power mangelt es den Berlinern nicht! Davon haben sie jede Menge. Da wird gern der Blastbeat rausgeholt, da wird gern auf das Instrument eingeschlagen! Da wird gegroovt, gerockt und geschnetzelt! Und solange alle zusammen spielen, klingt das auch mächtig gewaltig. Kritisch wird es nur, wenn die Gitarren einzeln spielen. Denn die klingen, mit Verlaub, nicht wirklich schön. Da fehlt das gewisse Etwas. Wenn ich einen Tipp abgeben müsste, dann würde ich sagen, dass das Equipment eher von günstigerer Qualität ist. Da das aber sicherlich nicht der Fall ist, wird es wohl an der Aufnahme selbst liegen. Immerhin, wir dürfen nicht vergessen: Eigenproduktion! Und dafür klingt es im Gesamten doch recht gut. Was weiterhin auffällt: die verschiedenen Gesangsstimmen sind sehr laut abgemischt und setzen sich vom Rest der Band ab. Es ist zugegebenermaßen extrem schwer, den Gesang in die Musik einzubetten. WHATS LEFT BEHIND gelingt das immerhin zum Teil.

Was auch nur zum Teil gelingt: eine Atmosphäre in den einzelnen Liedern aufzubauen. Eine klare Linie zu fahren. Hier merkt man die Schwierigkeit des Mixens von vielen verschiedenen Musikstilen. Mir fehlt hier eine Grundemotion, eine Grundaussage an der ich mich orientieren kann. Ich habe es sehr schwer in die Musik reinzukommen, mich in ihren Bann ziehen zu lassen.

Der Gesang ist sehr vielschichtig. Man bekommt hier alles. Von tiefen Growls, hohen Screams bis zu cleanem Gesang. Alles dabei. Das bringt eine unheimliche Abwechslung in die Musik. Leider sind die cleanen Gesangsstellen nicht von besonderer Qualität. Hier besteht noch massiver Verbesserungsbedarf!

Alles in allem eine durchwachsene EP mit Höhen, aber auch Tiefen. Für einen musikalischen Einstand allerdings durchaus zu gebrauchen! Und wenn die Band noch an ihrem Studiosound, an den Gesangsparts und den Gitarren arbeitet, steht dem ersten guten Langspieler nichts mehr im Weg! Außer vielleicht noch die etwas schwammige Linie, die man hinsichtlich der musikalischen Gattung fährt. Aber auch das werden sich die fünf Berliner noch überlegen und genau so umsetzen, wie sie es für nötig halten. Ich freue mich darauf, mehr von WHATS LEFT BEHIND zu hören!

Ein kleiner Tipp: ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Band ihre Trümpfe besonders live ausspielen kann! Auf jeden Fall anschauen und den Underground unterstützen!

Autorenbewertung

4
Guter Metalcore mit viel Abwehslung! Teilweise vermisst man eine klare Linie. Guter musikalischer Einstand und live sicherlich der Knaller!
ø 3.1 / 5 bei 3 Benutzerbewertungen
4 / 10 Punkten

Vorteile

+ abwechslungsreich

Nachteile

- klare Linie fehlt
- cleane Gesangsparts sind kraftlos und nicht wirklich "schön"
- Gitarrensound

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