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„American Hearts“ in Good old Germany!

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„Country??? Das ist doch so fürchterliche Musik, zu denen verlebte Rentner Linedance betreiben!“
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass auch ich bis vor einer Weile so dachte. Das ganze lag wahrscheinlich daran, dass ich mich bis dahin kaum mit dieser Art der Musik auseinander gesetzt habe, geschweige denn mit diversen Subgenres. Natürlich kennt man als Durchschnittsmetaller einige Szenegrößen á la Hank Williams, Johnny Cash oder Willie Nelson, aber so richtig konnte ich mich mit deren Musik nie anfreunden. Mir fehlte es einfach an Härte! Als ich dann im Oktober letzten Jahres von einem Freund das Angebot bekam, mit auf ein Konzert einer Country-Band zu fahren, wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Zumal das Konzert einen Tag nach einer Hochzeit stattfinden sollte.

Kater und Country – das kann doch nicht passen!

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Ich muss sagen, dass es mir am Morgen des Konzertabends wirklich nicht sonderlich gut ging. Verquollene Augen, Pappfresse – die typischen Symptome eines langen Abends halt. Bei dem Gedanken an Country Musik wurde mein Elend auch gleich nochmal um ein Vielfaches verschlimmert. Aber da ich ja eine Kämpfernatur bin, machte ich mich trotzdem, zusammen mit 6 Freunden, auf den Weg ins nördliche Sachsen-Anhalt. Hier sollten an diesem Abend Shawn James & The Shapeshifters spielen! Eine „Country Rock & Roar“-Band aus Fayetteville in Arkansas. „Rock & Roar“ klingt ja schon mal ganz vernünftig, konnte mich aber trotzdem nicht so richtig vom Hocker reißen, weil ich damit überhaupt nichts verbinden konnte.
In der Lokalität angekommen, quälte ich mir sogleich das erste Bier runter. Ich muss sagen, dass es doch schon wieder besser schmeckte, als ich erwartet hatte. Wahrscheinlich lag das auch daran, dass der Veranstaltungsort mehr Kneipenflair als Clubatmosphäre versprühte. Aber nun wieder zur Musik. Nachdem ein Solokünstler den Anfang machte und mich mit seinem 08/15-Country überhaupt nicht erreichen konnte, war es nun Zeit für Shawn James und seine Gestaltenwandler. Ohne lange um den heißen Brei zu reden starteten die 5 US-Amerikaner in ihr Set, welches gut 1,5 Stunden dauern sollte. Von Anfang an fesselte die Musik die komplette Kneipe und es entwickelte sich schon nach wenigen Minuten eine ausgelassene Partystimmung.

Bereits nach dem ersten Lied war mir klar, dass ich heute auf jeden Fall mit einem neuen Shirt und einer CD nach Hause gehen werde!

 

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Die Musik, welche vor allem durch den Einsatz von Banjo und Geige besonders gemacht wird, geht von vorne bis hinten gut ins Ohr und prägt sich sofort ein. Ich war echt überrascht, dass ich mich von Anfang an für die Truppe begeistern konnte. Meistens habe ich es ziemlich schwer eine Band gut zu finden, welche vorher mit Vorurteilen meinerseits behaftet war. Auch wenn ich die Band vorher absolut nicht kannte, hatte ich ja vorher schon fast eine Abneigung gegenüber Country und Folk. Wie es die Band nun genau geschafft hat mich so mitzureißen weiß ich auch nicht, aber wahrscheinlich liegt es an dem guten Mix den sie darbieten. Heftiger Rock mit einer dezenten Note Doom, gepaart mit fuzzy Gitarren und abgeschmeckt mit dem dezenten Einsatz von Banjo und Geige.
So kam es also wie es kommen musste, und ich besorgte mir gleich nach dem Konzert noch eine CD (da es leider keine LPs gab) und ein Shirt. Beim Verlassen der Kneipe trafen wir dann auf die Band und man fachsimpelte noch ein wenig. Bei (mal wieder) viel zu viel Bier und Jägermeister entstand so manch ein Schnappschuss. In diesem Moment war mir schon klar, dass ich diese sympathische Truppe unbedingt nochmal sehen muss. Glücklicherweise ergab sich dieses Vergnügen schneller als gedacht. Schon eine Woche später machten wir uns wieder auf den Weg zu Shawn James & The Shapeshifters. Dieses Mal sollte es nach Berlin gehen. Schon am Einlass trafen wir wieder auf die Jungs. Nachdem sich herzlich begrüßt und angestoßen wurde, feierte man auch hier zusammen einen geilen Abend.

Nach dem Konzert besorgte ich mir noch die Soloalben von Shawn, welche ich unter der Woche ausführlich studiert hatte. Er hat echt ein Händchen dafür, Songs für jede Gemütslage zu schreiben. Ob es ein Song zum Entspannen sein soll oder ein rockiger Partysong oder ein Cover eines Welthits – Shawn hat für alle was im Repertoire!

Übrigens gehen Shawn James & The Shapshifters im Oktober wieder auf Tour durch Deutschland. Sobald die Termine feststehen werdet ihr hier natürlich darüber informiert! Schaut euch diese sympathische Truppe umbedingt an!!!

 

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2 Kommentare

  1. […] & THE SHAPESHIFTERS. Wenn euch der Name etwas sagt, habt ihr vermutlich schon meinen kleinen Bericht über die sympathischen Folk-Rocker aus Arkansas gelesen. Wer auf spritzigen Rock´n´Roll mit einer […]

  2. Vincent
    16. Juni 2016 bei 20:55 — Antworten

    Also ich muss sagen gefallen mir super. Ein frischer und vorallem etwas härterer Country Sound. Konzertticket auf jeden Fall sicher. 😀

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